Author Topic: Urbanistik & Stadtforschung & Widerstand...  (Read 8477 times)

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Urbanistik & Stadtforschung & Widerstand...
« Reply #40 on: August 15, 2018, 10:17:23 AM »
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[...] Die Reportage aus der „Frontal“-Redaktion beschreibt die Gründe für die Explosion der städtischen Mieten und die Folgen für die Mieter. ... Im November letzten Jahres hat die ZDF-Reihe „37 Grad“ drei Familien vorgestellt, die sich das Leben in der Stadt nicht mehr leisten konnten; „Zu teuer, zu klein, schon weg“ hieß die Reportage. „Es ist überall dasselbe“, hieß es damals: „In den Metropolen spielen die Mietpreise verrückt. In den vergangenen Jahren sind sie geradezu explodiert.“ Die Redaktion von „Frontal 21“ reicht nun mit „Teurer Wohnen“ einen der Hauptgründe für eine Entwicklung nach, die vor dreißig Jahren eingesetzt hat. Damals begann die Regierung Kohl, sich aus dem sozialen Wohnungsbau zurückzuziehen. Die neoliberale Überzeugung, der Markt werde es schon richten, entpuppt sich im Nachhinein als fatale Fehlentscheidung, für die die Mieter, die auf Unterstützung angewiesen sind, nun büßen müssen.
Das Reporterteam rund um das federführende Autorenpaar Martina Morawietz und Michael Haselrieder hat zwölf Monate lang mehrfach die Bewohner eines Hauses in der Berliner Lützowstraße besucht. Nach vier Jahrzehnten ist dort 2017 die Mietpreisbindung gefallen; der Besitzer, eine Investorengruppe, darf jetzt die ortsüblichen Mieten verlangen. Das Haus im Bezirk Tiergarten und somit in bester Lage wird derzeit grundsaniert; anschließend werden die Mieten selbstredend erheblich steigen. „Leben heißt Veränderung“, heißt es fast schon zynisch im entsprechenden Schreiben an die Hausbewohner, die ein Modernisierungszuschlag von 74 Prozent erwartet.
Die Besitzer spekulieren darauf, dass die Wohnungen für „urbane Freigeister“ frei werden, wie es auf ihrer Website heißt. Als das „Frontal“-Team im Juni das letzte Mal in der Lützowstraße war, hatten die meisten Mieter das Haus bereits verlassen. Protagonisten der Reportage sind diejenigen, die sich nicht vertreiben lassen wollen; kein Wunder, dass sie mit ihrem Mut zum Widerstand an die unbeugsamen Gallier aus den „Asterix“-Comics erinnern.
Während sich „37 Grad“ sonst gern auf einzelne Schicksale konzentriert und das große Ganze dabei meist ausspart, sorgen Morawietz und Haselrieder auch für das nötige Hintergrundwissen. In anschaulichen Grafiken verdeutlichen sie die großstädtischen Entwicklungen der letzten Jahre: Die Mieten steigen, die Zahl der Sozialwohnungen nimmt ab. Gesprächspartner aus verschiedenen Fachbereichen erläutern, warum die politischen Gegenmaßnahmen verpuffen: weil beispielsweise die Mittel für die von der Bundesregierung ausgerufene „Wohnraumoffensive“ viel zu niedrig seien. Wirkungslos sei auch die sogenannte Mietpreisbremse.
Sie besagt, dass Mieten in einem angespannten Wohnungsmarkt höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen dürfe. Das könne aber nicht funktionieren, wenn sich viele Menschen schon diese Vergleichsmieten gar nicht leisten könnten. Als Alternative stellen Morawietz und Haselrieder das „Münsteraner Modell“ vor: In der ostwestfälischen Stadt werden städtische Grundstücke nur an Investoren vergeben, die eine niedrige Startmiete garantieren.
Bei allem Respekt vor dem Engagement der Autoren, die den Betroffenen in der Lützowstraße im Verlauf der diversen Besuche sicher näher gekommen sind, als das üblicherweise der Fall ist: Wie so viele Reportagen dieser Art enthält auch „Teurer Wohnen“ ein paar Aspekte, die überflüssig sind oder den optischen Erzählfluss stören. Ein Frühjahrsausflug an die Côte d’Azur zur Immobilienmesse in Cannes hat zwar sicher Spaß gemacht, aber sein Beitrag zur Wahrheitsfindung ist doch recht überschaubar.
Das völlig unergiebige Interview mit der zuständigen Wohnungsbausenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) hätte sich sicher auch in Berlin führen lassen und wäre dann womöglich ergiebiger gewesen. Immer wieder blödsinnig, aber als Stilmittel nicht auszurotten sind auch die gänzlich unnötigen Zwischenschnitte auf die Hände eines Gesprächspartners. Vermutlich sollen die Gesten für ein wenig optische Dynamik sorgen, deshalb werden Interviews auch gern beim Autofahren geführt. Das ging diesmal natürlich nicht, schließlich ist ja die Botschaft des Films, dass die Menschen ihre Wohnungen nicht verlassen wollen. Zum Glück gibt es noch so ein Versatzstück: die Zubereitung des Mittag- oder Abendessens.
Dabei hat die Reportage solche Tricks ebenso wenig nötig wie die Suggestivfragen („Und war das für sie ein Schock?“), denn einige der Mieter sind interessante Persönlichkeiten, deren Schicksal automatisch zur Empathie anregt. Die Maßnahmen der Hausverwaltung wirken ohnehin schikanös: Wer sich nicht vertreiben lassen wollte, musste damit leben, dass es regelmäßig kein Wasser gab oder dass im Winter die Heizung ausfiel; der Aufzug ist ohnehin ständig außer Betrieb. Kurz vor Weihnachten kam die Ankündigung, dass die Toiletten ab Januar nicht mehr benutzt werden dürften;  als Alternative haben die Hausbesitzer auf dem Parkplatz Dixie-Klos aufgestellt.



Aus: " „Teurer Wohnen“, ZDF „Für urbane Freigeister“" Tilmann P. Gangloff (13.08.2018)
Quelle: http://www.fr.de/kultur/netz-tv-kritik-medien/tv-kritik/teurer-wohnen-zdf-fuer-urbane-freigeister-a-1562114

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Urbanistik & Stadtforschung & Widerstand...
« Reply #41 on: August 16, 2018, 11:00:29 AM »
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[...] „Leben heißt Veränderung“ – mit diesen Worten teilte der Eigentümer des Wohnhauses an der Lützowstraße/Ecke Genthiner Straße in Tiergarten seinen Mietern mit, dass er sich dazu entschlossen habe, die Mietwohnungen in Eigentum umzuwandeln. Außerdem wird das Haus umfassend saniert, so dass die Mieten danach um bis zu 74 Prozent steigen. Dabei werden Fassaden gedämmt, die Fenster erneuert und die Heizanlage modernisiert. Auch Asbest müsse entfernt werden, teilte der Investor mit. Die Mieter hat er aufgefordert, sich für die Zeit der Bauarbeiten eine Bleibe, zum Beispiel bei Verwandten, zu suchen, einige sind bereits ganz ausgezogen. Doch eine Gruppe von etwa 35 Bewohnern bleibt standhaft und weigert sich, ihr Zuhause zu verlassen. Unter ihnen: Wolfgang Hoth, 81, dessen Miete von knapp 800 auf fast 1250 Euro steigen soll.

Einer am 7. August vorgestellten Kurzstudie des Berliner Mietervereins zufolge ist Hoths Geschichte kein Einzelfall. Die Auswertung der Mieten von 200 Befragten, allesamt Mitglieder des Vereins, habe gezeigt, dass die Miete nach einer Modernisierung immens steige. Um annähernd 2,50 Euro pro Quadratmeter im Zeitraum zwischen 2013 und 2016. Damit sei die durchschnittliche Nettokaltmiete, gemittelt auf alle Bezirke auf 7,14 Euro pro Quadratmeter gestiegen.

Das ZDF-Magazin Frontal 21 hat die Bewohner des Hauses Lützowstraße/Ecke Genthiner Straße über ein Jahr im Kampf gegen den Investor begleitet. Der Beitrag lief am Dienstag im ZDF und ist jetzt in der Mediathek zu finden. Nach den Recherchen des Magazins wurde der in den 70er-Jahren errichtete Komplex mit 96 Sozialwohnungen im Jahr 2016 verkauft – kurz bevor die Sozialbindung auslief. Neuer Eigentümer wurde eine Firma namens „Bluerock Opportunities 3 Limited Partnership“, die ihren offiziellen Sitz in Manchester hat, de facto aber aus Liechtenstein und der Schweiz gesteuert wird. Die ZDF-Reporter fanden im Internet auch ein Angebot für einen Fonds, der damit wirbt, Mehrfamilienhäuser in Berlin zu kaufen, daraus Eigentumswohnungen zu machen und diese zu verkaufen. Genau das, was hier in Tiergarten und in vielen anderen Orten Berlins gerade passiert.

...


Aus: "Mieter in Tiergarten werden durch Sanierung verdrängt" Laura Hofmann (15.08.2018)
Quelle: https://leute.tagesspiegel.de/mitte/macher/2018/08/15/53865/mieter-in-tiergarten-werden-durch-sanierung-verdraengt/

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[...] 40 Prozent mehr Miete als im Jahr 2014 bezahlen Düsseldorfer im Jahr 2017. Während der Quadratmeter im 1. Halbjahr 2014 noch bei 7,85 Euro lag, kostete er im 1. Halbjahr 2017 11 Euro. Das geht aus einer Analyse des Immobiliendienstleisters JLL hervor. Kein Wunder, dass immer mehr Haushalte damit kämpfen, die Miete zu bezahlen. Vor allem für Familien mit kleinerem Einkommen ist das ein Problem, weil ihnen sonst wegen der hohen Preise nicht genug Geld für den Alltag bleibt. Abhilfe könnten beziehungsweise sollten Sozialwohnungen schaffen. Das sind Wohnungen in staatlich geförderten Bauprojekten, die eine niedrige Miete bei gutem Wohnungsstandard garantieren. Doch während die Zahl derer wächst, die sich die Mieten auf dem freien Wohnungsmarkt nicht leisten können, sinkt die Zahl der Sozialwohnungen in NRW. Wurde 2016 noch der Neubau von 9301 Sozialwohnungen gefördert, waren es 2017 nur noch 7230. Das entspricht einem Rückgang von 22 Prozent. Das geht aus einer Unterrichtung der Bundesregierung über die Verwendung der Kompensationsmittel für die soziale Wohnraumförderung im Jahr 2017 hervor.

Der Trend geht auch am Rheinland nicht vorbei. In Düsseldorf ist die Zahl der Sozialwohnungen seit 2010 um rund 67 Prozent zurückgegangen. ...

„Hauptgrund für diese Entwicklung ist, dass immer mehr Wohnungen aus der Bindung fallen“, sagt Thomas Nowatius, Leiter des Amtes für Wohnungswesen in Düsseldorf. Wer eine Sozialwohnung baut, der wird vom Staat gefördert. Das gilt für kommunale Wohnungsgesellschaften genauso wie für private Investoren. Im Gegenzug unterliegt die Wohnung bestimmten Vorgaben, an wen vermietet wird und wie hoch der Mietpreis maximal sein darf. Nach 15 bis 25 Jahren, läuft diese Bindung aus. Die Wohnung kann dann als normale Wohnung vermietet werden. Das Konzept geht also nur auf, wenn immer weiter Sozialwohnungen nachgebaut werden. „In der Vergangenheit sind jedoch mehr Wohnungen in Düsseldorf gebaut worden als heute“, sagt Nowatius. Düsseldorf ist nicht alleine betroffen.  ...



Gerhard Kuhn von der Universität Stuttgart beschäftigt sich hauptsächlich mit Fragen des sozialen Wohnungsbaus, und weiß warum die Städte versäumt haben, nachzubauen. „Die meisten Sozialwohnungen wurden in Deutschland in den 70er-Jahren gebaut. Es gab so viele, dass sie teilweise leer standen oder teurer waren, als Wohnungen auf dem freien Markt. Also wurde ab den 80ern immer weniger gebaut.“ Ende der 80er Anfang der 90er prognostizierten die Demographen auch noch einen Rückgang der Bevölkerungszahlen. „Entsprechend dachte man, dass die Wohnungsfrage geklärt sei und vernachlässigte die Wohnungspolitik.“ In der Folge war der Immobilienmarkt in Deutschland lang ziemlich entspannt. Sozialer Wohnungsbau war kein Thema. Um genau zu sein, war es sogar ein Thema, dass der Bund lieber loswerden wollte.

2006 stimmten Bundestag und Bundesrat der Föderalismusreform zu und entschieden damit, dass Sozialwohnungen ab sofort Ländersache sind. Die Förderungen dafür wurden zwar nicht abgeschafft. Nach der aktuellen Regelung sind sie aber nicht zweckgebunden. Das heißt, wenn NRW beispielsweise lieber Schulden abbauen will als Sozialwohnungen zu bauen, können mit der Förderung für Sozialwohnungen genauso gut Schulden getilgt werden. Von dieser Möglichkeit wurde deutschlandweit auch viel Gebrauch gemacht.

Leidtragende all dieser Versäumnisse sind die privaten Haushalte, denn die Nachfrage nach Sozialwohnungen sinkt nicht, sie steigt. „Die Dramatik liegt darin, dass das Mietproblem längst nicht mehr nur marginale Gruppen wie Senioren oder Kranke betrifft“, sagt Kuhn. „Krankenschwestern, Polizisten, Menschen mit normalen Einkommen eben können sich die aktuellen Mieten nicht mehr leisten.“

Fast vier von zehn Mieter-Haushalten in Deutschland müssen mehr als 30 Prozent ihres Einkommens für die Miete ausgeben. Etwa jeder sechste Haushalt zahlt sogar mehr als 40 Prozent des Nettoeinkommens für die Bruttokaltmiete. ...



Aus: "Mangel in NRW: Wo sind die Sozialwohnungen hin?" Susanne Hamann (15. August 2018)
Quelle: https://rp-online.de/nrw/panorama/nrw-wo-sind-die-sozialwohnungen-hin_aid-24372401
« Last Edit: August 16, 2018, 11:27:17 AM by Link »

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« Reply #42 on: August 27, 2018, 06:32:12 PM »
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[...] Berlin ist begehrt. Das hat Folgen: Seit Jahren meldet der Gutachterausschuss einen Rekord nach dem nächsten bei den Bodenpreisen. Sowohl der Umsatz der gehandelten Immobilien insgesamt als auch die Quadratmeterpreise kennen nur eine Richtung – aufwärts. Höhepunkt vor kurzem: Die Vervierfachung der Bodenpreise im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg – innerhalb nur eines Jahres. Das Nachsehen haben die Mieter, vor allem Neumieter. Seit 2008 sind die Angebotspreise um 104 Prozent gestiegen. „Berlin ist heute doppelt so teuer wie vor zehn Jahren“, meldete das Internetportal Immowelt.de in dieser Woche. In keiner anderen deutschen Stadt sind die Preise so explodiert wie an der Spree. ...


Aus: "Goldgräberstimmung bei Immobilien: Berlin will sich gegen Spekulanten wehren"  Albert Funk, Heike Jahberg, Ralf Schönball (27.08.2018)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/goldgraeberstimmung-bei-immobilien-berlin-will-sich-gegen-spekulanten-wehren/22951994.html

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RVahrenkamp 16:36 Uhr
Bei Nullzinspolitik und laschen Schwarzgeldkontrollen sind explodierende Immobilienpreise kein Wunder. Ganz Europa kauft in Berlin ein. Ich hatte Abgeordneten eine Spekulationssteuer auf Mehrfamilienhäuser vorgeschlagen, um die Nachfrage zu dämpfen- aber leider keine Antwort erhalten.


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derbrenner 15:51 Uhr
Die "Nachricht" ist doch wohl Satire in Reinform. Mindestens die letzten 20 Jahre hat der Berliner Senat völlig tatenlos zugesehen, wie sich Kapitalgesellschaften aus aller Welt die Stadt unter den Nagel gerissen haben. Ein Narr, wer nun auf Läuterung und Besserung der skandalösen Zustände auf dem Wohnungsmarkt hofft. 


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an-1 13:14 Uhr
Großinvestoren kaufen und kaufen. Wo das Geld so billig zu haben ist ...


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« Reply #43 on: September 05, 2018, 10:33:35 AM »
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[...] er Wald am Rheinischen Braunkohletagebau ist teilweise von Tagebau-Gegnern und Waldschützern besetzt. Jetzt rückt die Polizei mit einem großen Aufgebot vor.

... NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte am Montag in Düsseldorf gewarnt, dass man es im Hambacher Forst mit „extrem gewaltbereiten Linksextremen“ zu tun habe, die aus dem ganzen Bundesgebiet und dem benachbarten europäischen Ausland anreisten. „Diese selbst ernannten Umweltschützer wollen nicht Bäume retten, sondern den Staat abschaffen“, sagte Reul. RWE sei Eigentümer des Hambacher Forstes, habe das Recht, den Wald zu roden und wolle davon demnächst Gebrauch machen. „Wir wissen‘s nicht genau, aber wenn der Tag dann kommt, dann muss die Polizei eben dafür sorgen, dass dieses Recht durchgesetzt werden kann.“

Die Aktivisten vor Ort wiesen Reuls Vorwürfe zurück. „Die Polizei versucht, die komplette Bewegung zu kriminalisieren und zu diffamieren“, sagte Emil Freytag von der „Aktion Unterholz“. Er verwies darauf, dass die Polizei den Hambacher Forst als „gefährlichen Ort“ definiert habe und seitdem Personen ohne konkreten Anlass kontrollieren könne. Die Polizei hatte diese Maßnahme damit begründet, dass aus dem Wald heraus Straftaten verübt würden.

...


Aus: "Braunkohletagebau: Polizei rückt in besetzten Hambacher Forst vor" (05.09.2018)
Quelle: http://www.fr.de/politik/braunkohletagebau-polizei-rueckt-in-besetzten-hambacher-forst-vor-a-1576956

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BZW

Das kommt dabei heraus ,wenn man jahrelangen Rechtsbruch
duldet.
Die Besetzung des Hambacherforst ist meiner Meinung nach
eine Straftat ,weil sich diese verblendeten Kinder sich auf
privaten Grundstücken befinden.
Dieses illegale Treiben hätte schon seit Monaten beendet
werden müssen.
Diese s.g. Aktivisten handeln nach ihren eigenen ideologischen
Moralvorstellungen und wollen der Gesellschaft ihren Willen aufzwingen, ganz
abgesehen davon dass ihr Handeln völlig sinnlos ist, da das Klima bestimmt nicht durch den Abbau des Deutschen Tagebaus
beinflusst wird.

Der Abbau der Braunkohle ist politisch und Vertraglich geregelt.
Es wurden mit zig Millionen Euro, eine Autobahn verlegt Orte
umgesiedelt, Grundwasserhaltungen gebaut usw. usw..
Es kann doch nicht sein, dass wegen ein paar fehlgeleiteten
jungen Menschen ,die meinen dadurch das Weltklima beeinflussen zu können all das aufgegeben
werden soll .
Langsam verliere ich wirklich den Glauben an unseren
Rechtsstaat.


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shizzobi @BZW

Fehlgeleitet sind eher die, welche Wald roden wollen um mit der gewonnenen Kohle die Luft noch mehr zu verpesten..
Aber gut jedem seine Meinung.


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Thomas

Der Staat für dreckige Energie und gegen Öko und Wald. Die Bilder der Räumung werden bleiben und später ihre Wirkung entfalten. ...


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kantig

Hoffentlich haben die under-cover Verfassungsschützer vorher sichergestellt, dass keine Braunen mehr im Wald sind. Aber schön zu sehen, dass Polizeigrosseinsätze doch noch stattfinden - müssen halt die "richtigen" Bedrohungen sein, so wie z.B. Menschen auf Bäumen.


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Herr Nord

wenn es schon "extrem gewaltbereite Linksextreme" braucht, um so offenkundigen Unsinn wie Braunkohletagebau in Zeiten sich erwaermenden Klimas etwas entegegenzusetzen, dann wirft das ein armseligen Licht auf den Rest der Gesellschaft. ...


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« Reply #44 on: September 19, 2018, 09:33:43 AM »
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[...] Berliner zahlen weniger fürs Wohnen als Einwohner von München oder Wien. Dies gilt nach einer Studie des digitalen Haus- und Wohnungsvermittlers „Immoscout“ auch noch, wenn der Aufwand für Miete und Nebenkosten in Verhältnis zu der der Kaufkraft der jeweiligen Städte gestellt wird. Für Entwarnung sorgen die Zahlen trotzdem nicht: Mit Wohnkosten von 46 Prozent fließt fast jeder zweite verfügbare Euro für die Unterkunft.

Alarmierend ist dabei vor allem der Trend: Innerhalb von nur einem Jahr stiegen die anteiligen Wohnkosten in Berlin von 40 auf 46 Prozent. Noch stärker stiegen die Wohnkosten allerdings in München: um neun Prozent auf 55 Prozent. Die Wiener zahlen sogar einen Prozentpunkt mehr fürs Wohnen.

 Zugrundegelegt haben die Forscher die Kosten für eine 80 Quadratmeter große Wohnung, die in Berlin nach Daten des Vermittlungsportals rund 8784 Euro im Jahr kostet – das entspricht einer Monatsmiete von 732 Euro, gut neun Euro je Quadratmeter. In Hamburg kostet eine gleich große Wohnungen zwar deutlich mehr (9870 Euro), dafür verdient man an der Alster aber besser (23 858 Euro). Deshalb müssen die Hamburger inzwischen sogar anteilig weniger fürs Wohnen bezahlen (41 Prozent) als die Berliner.

Allerdings zahlten die Berliner vor zehn Jahren nur 5,20 Euro je Quadratmeter für eine freie Wohnung – heute sind es 9,50 Euro, fast doppelt so viel. In Neukölln sei die Miete sogar um 143 Prozent gestiegen, sagt Jan Hebecker von Immoscout. Die Kaufpreise explodierten sogar: 900 Euro je Quadratmeter kosteten Wohnungen seinerzeit, heute sind es 3900 Euro. Im Berliner Durchschnitt sind es nur 100 Euro weniger, von Spandau bis Zehlendorf.

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Aus: "Berliner geben 46 Prozent des Einkommens für Wohnen aus" Ralf Schönball (18.09.2018)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/berlin/ansteigende-mietpreise-berliner-geben-46-prozent-des-einkommens-fuer-wohnen-aus/23070316.html