Author Topic: Urbanistik & Stadtforschung & Widerstand...  (Read 8022 times)

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Urbanistik & Stadtforschung & Widerstand...
« on: April 21, 2011, 01:05:44 PM »
Urbanistik (auch Stadtforschung) bezeichnet das interdisziplinäre Studium von Städten unter ökonomischen, sozialen, geographischen, verwaltungswissenschaftlichen, kulturellen und städtebaulichen, aber auch zunehmend unter ökologischen Gesichtspunkten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Urbanistik

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Studien zu HETEROTOPIE, NOMADOLOGIE, PSYCHOGEOGRAPHIE
Guy Debord hat in seiner “Einführung in eine Kritik der städtischen Geographie” Psychogeographie als die experimentelle Erforschung der Umwelt und ihrer Auswirkungen definiert. Es ist die Frage danach, welchen Einfluss die geographische Umgebung auf die Wahrnehmung, das psychische Erleben und das Verhalten hat. Techniken und Methoden der Psychogeographie sind das Umherschweifen, Driften bzw. ein Dérive. Damit verbunden ist das Verlaufen oder das Sammeln, Protokollieren, Kartographieren und Zweckentfremden von Fundstücken, Gesprächen mit Passanten, Sounds etc.. Mit anderen Worten lassen sich darunter Techniken und Methoden des achtsamen oder eiligen Durchquerens von städtischen oder ländlichen Zonen verstehen. ...
http://nowhere-nowhere.org/

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dérive - Zeitschrift für Stadtforschung
http://www.derive.at/

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raumlaborberlin
yes we do love the great ideas of the 60s 70s and the optimism which is inherent in changing the world at the stroke of a pen to the better. but we strongly believe that complexity is real and good and our society today does need a more substantial approach. therefore our spacial proposals are small scale and deeply rooted in the local condition…. BYE BYE UTOPIA!
http://raumlabor.net/

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Nachrichten aus Nord-Neukölln
Wir wehren uns gegen Ausgrenzung und Verdrängung durch steigende Mieten. ...
http://nk44.blogsport.de/


Wir, BewohnerInnen des Hauses Fuldastrasse 31/32, Weichselplatz 8/9 in Berlin-Neukölln, wehren uns gegen die Verdrängung aus unserem Haus. Die neuen HausbesitzerInnen wollen umfangreiche Moderni- sierungsarbeiten durchführen, für uns bedeutet dies steigende, unbezahlbare Mieten. ...
https://fuldaweichsel.wordpress.com/


Dieser Blog ist Teil unseres Kampfes, den wir gegen die Pläne unserer “neuen” Eigentümerin, der CITEC-Immobiliengruppe führen, unser Haus durch eine ungewollte und umstrittene energetische Sanierung (Wärmedämmung der Außenfassade) aufzuwerten. Dies würde zu Mietsteigerungen zwischen 40 und 70% gegenüber der aktuellen Miete führen. ... Schon Ton Steine Scherben sangen 1972 “Allein machen sie dich ein”. Dieser Slogan hat trotz des rüstigen Alters leider nichts an Aktualität verloren. Das gilt für die Bewohner*innen und Nutzer*innen der Friedelstraße 54, die sich zusammengeschlossen haben, um der Bedrohung ihres Wohn- und Lebensraums gemeinsam entgegen zu treten. Das ist ein ungemein wichtiger Schritt, denn als einzelne Miet- oder Nutzungspartei wäre der Widerstand gegen Modernisierung, Mietexplosion und sonstige Schikanen seitens der neuen Eigentümer weit weniger erfolgsversprechend. ...
http://friedelstrasse54.blogsport.eu/


Gentrification Blog
Nachrichten zur Stärkung von Stadtteilmobilisierungen und Mieter/innenkämpfen...
https://gentrificationblog.wordpress.com/


Zwangsräumungen gemeinsam verhindern (Berlin)
http://zwangsraeumungverhindern.blogsport.de/


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Kein Abriss der ESSO-Häuser!
In dem Bereich Spielbudenplatz 5-13 befinden sich neben einer Tankstelle inkl. Waschstrasse und einer Tiefgarage, der Zeit ca. 100 Wohneinheiten, diverse Clubs und kleinere Geschäfte. Das Ensemble wurde 1959 -1960 von den Architekten Großner und Professor Hans Stich erbaut, mit dem Ziel zwei damals als häßlich empfundene Baulücken zu schließen und dem Spielbudenplatz ein modernes Antlitz zu verleihen. Seitdem pulsiert hier das Leben. Irgendwas scheint dran zu sein, an dem Geist der Nachkriegsmoderne. Kein Gebäudekomplex in Hamburg hat eine derart vielseitige Nutzung. Die Architektur verbindet Wohnen, Arbeiten und Nachtleben auf einzigartige Weise. Der Ort ist seit vielen Jahren eine der zentralen Anlaufstellen des Kiezes und steht für den rauen, egalitären Charme des Schmelztiegels Reeperbahn. Sowas lässt sich nicht nachbauen.Der langjährige Besitzer des Grundstücks, Jürgen Schütze, hat das Grundstück 2009 an die milliardenschwere Bayerische Hausbau GmbH verkauft. Der neue Besitzer machte von Anfang an kein Hehl daraus, dass er die Gebäude abreißen und die so genannte „Bruttogeschoßfläche“ durch eine Neubebauung verdreifachen will. Verschwinden würden neben 107 Wohnungen, u.a. die legendäre Esso Tanke, das Molotow, der Planet Pauli Club, das alt eingesessene Autohotel und anderes kiezaffines Gewerbe.
Entstehen soll überwiegend hochpreisiger Wohn- und Gewerberaum. ...

http://www.initiative-esso-haeuser.de/

Als Esso-Häuser wird ein Gebäudekomplex im Hamburger Stadtteil St. Pauli zwischen Spielbudenplatz, Taubenstraße und Kastanienallee bezeichnet. Es handelt sich um einen Plattenbau der 1960er-Jahre.
https://de.wikipedia.org/wiki/Esso-H%C3%A4user

"Esso-HäuserGeliebter Schandfleck" Christoph Twickel (DIE ZEIT Nº 21/2014)
Der Widerstand war zwecklos – jetzt hat der Abriss der Esso-Häuser auf St. Pauli begonnen. Die Vertriebenen trauern. Wird die Stadt aus dem Fall lernen?...
http://www.zeit.de/2014/21/essohaeuser-hamburg-abriss

"Essohäuser Planung von unten"
Aktivisten und Anwohner auf St. Pauli wollen für eine verträgliche Entwicklung des Essohäuser-Areals kämpfen.  Am Donnerstag haben sie ihren Planungsprozess vorgestellt. ...
von Christoph Twickel am 24. April 2014
http://blog.zeit.de/hamburg/planung-von-unten/

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Siedlung am Steinberg (Berlin/Reinickendorf)
Die Siedlung am Steinberg wurde in den frühen 20er Jahren des letzten Jahrhunderts erbaut.
Der verantwortliche Architekt war Ernst Hornig, einst Berliner Stadtbaumeister.
Die Siedlung steht unter Denkmalschutz ... Seit dem Verkauf an den neuen Investor, entbrannte hier ein steter Kampf zwischen Eigentümerin und Mietern. Begleitet von Abmahnungen, Klagen, Kündigungsandrohungen und Kündigungen gegen einige Mieter, berichteten die lokalen Medien schon oft über diese Siedlung.
Viele Gebäude in der Siedlung lassen erkennen das hier ein dringender Instandsetzungsbedarf durch den Eigentümer besteht. manche Fassaden sind in einem schlechten Zustand, viele Dächer erscheinen als wenn sie die besten Jahre hinter sich haben und man berichtete uns von Wassereinbrüchen, die ggf. die Bausubstanz nachhaltig schädigen können.  Eine nicht unerhebliche Anzaahl von Wohneinheiten in der Siedlung am Steinberg stehen leer und wurden teilweise seit vielen Jahren nicht mehr vermietet. Die ebenso unter Denkmalschutz stehenden Gärten der freistehenden Objekte, befinden sich entsprechend in einem ungepflegten Zustand. Man möchte gar nicht wissen, wie es in den Objekten aussieht, wenn diese zum Teil seit rund 10 Jahre leerstehen. Der Denkmalschutz und die Denkmalpflege einer Wohnanlage sollte anders aussehen. ...

http://siedlungamsteinberg.net/

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"Charlottenburg Alternativentwurf für Neubau am Zoo bleibt chancenlos" Cay Dobberke (10.12.2014)
Als Investor Hines den Siegerentwurf für seinen Neubau in der Joachimsthaler Straße präsentierte, hielt sich die Begeisterung unter Bezirkspolitikern in Grenzen. Jetzt wurde der zweitplatzierte Entwurf vorgestellt. Es gab viel Lob – außer vom Investor und dem Bauamt. ...
http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/kudamm-blog/charlottenburg-alternativentwurf-fuer-neubau-am-zoo-bleibt-chancenlos/11092854.html
« Last Edit: July 11, 2016, 02:45:56 PM by Link »

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Zur Urbanistik & Psychogeographie...
« Reply #1 on: April 21, 2011, 01:11:19 PM »
Psychogeography is an approach to geography that emphasizes playfulness and "drifting" around urban environments. It has links to the Situationist International. Psychogeography was defined in 1955 by Guy Debord as "the study of the precise laws and specific effects of the geographical environment, consciously organized or not, on the emotions and behavior of individuals."...
https://en.wikipedia.org/wiki/Psychogeography

Die Psychogeographie untersucht, welchen Einfluss die architektonische oder geographische Umgebung auf die Wahrnehmung, das psychische Erleben und das Verhalten hat. Die Psychogeographische Forschung findet dabei an der Schnittstelle der Fachgebiete Kunst, Architektur, Geographie und Psychologie statt. Der Begriff wurde vor allem von der Künstlergruppe Situationistische Internationale geprägt, in der die vormalige London Psychogeographic Society aufging...
http://de.wikipedia.org/wiki/Psychogeographie

psychogeography
http://de.urbandictionary.com/define.php?term=psychogeography

Essay: Introduction to a Critique of Urban Geography
by Guy-Ernest Debord (1955)
http://library.nothingness.org/articles/SI/en/display/2

The Flaneur Society was created in response to Walter Benjamin's book Berlin Childhood Around 1900. In it he explores the concept of the Flaneur, one who wanders without destination. ...
http://flaneursociety.org/ | http://flaneursociety.tumblr.com/

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Pruitt-Igoe war ein städtisches Wohnungsbauprojekt in St. Louis, Missouri. Es wird in den USA häufig als Beispiel für Fehlschläge im sozialen Wohnungsbau und der Stadterneuerung verwendet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Pruitt-Igoe

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the Pruitt-Igoe Myth
What happened in Pruitt-Igoe has fueled a mythology repeated in discussions of many urban high-rise projects. Violence, crime, and drugs, so the story goes, plagued the housing project from nearly the beginning as it became a “dumping ground” for the poorest city residents. According to one standard account, it was quickly torn apart by its residents who could not adapt to high-rise city life.
Widely circulated images of “Pruitt-Igoe” reveal this legacy. Vandalized hallways. Acres of broken windows. A building imploded. These images of destruction are periodically interrupted by images of a different kind: hopeful images of a massive, newly-built housing complex in the mid-fifties, the scale and grandeur of the buildings reflecting the optimistic spirit out of which Pruitt-Igoe came.
The quick, unexamined transition from hope to disillusionment is the standard structure of the Pruitt-Igoe narrative. But there is another Pruitt-Igoe story, another approach.
http://www.pruitt-igoe.com/

http://vimeo.com/user4817953

« Last Edit: June 15, 2015, 07:55:28 AM by Link »

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Zur Urbanistik & Psychogeographie
« Reply #2 on: April 21, 2011, 01:49:44 PM »
bricoleurbanism.org
urbanism - landscape - ideas - theory - whimsy
http://www.bricoleurbanism.org/

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Trift hat viele Bedeutungen. Eine davon verweist auf eine (~wissenschaftliche) Erhebungsmethode. Die dazugehörige Wissenschaft namens Psychogeographie hat sich zwar nie ganz durchgesetzt, ist aber trotzdem durchwegs interessant. ...
http://trift.org/diary/trift-in-der-psychogeographie

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Psychogeographie heute: Kunst, Raum, Revolution?
Bernd Adamek-Schyma (26 Seiten)
http://www.acme-journal.org/vol7/Adamek.pdf

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Psychogeographie
Ein Vortrag von Claudia Basrawi
Vom 12. Mai 2001 bei Laura Mars Grp./Berlin
http://www.lauramars.de/display/salon/psychogeo120501-1.pdf

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Angeregt von den Dérive-Experimenten der Situationis- ten, die der von den Verheerungen des Kapitalismus und einer „autogerechten“ Verkehrsplanung gezeichneten modernen Stadt ihre bewußt subjektive Aneignung des Stadtraums entgegensetzten, durchstreife ich „Deutsch- lands größte Stadt“, die eigentlich keine ist – oder ein Patchwork aus vielen. Das mag absurd erscheinen, zumal das Ruhrgebiet zu einem nicht unbeträchtlichen Teil aus „automobilen Zonen“ besteht, die in der Regel durchfah- ren werden und nicht durchwandert. Dennoch scheint mir das Gehen die einzige Möglichkeit zu sein, eine Stadt wirklich zu lesen...
Florian Neuner, Ruhrtext - Eine Revierlektüre
Mit einer Fotoserie von Jörg Gruneberg, ca. 480 S.

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vagabundiert durch städte, randgebiete, unorte und imaginäre welten. NOWHERE beschäftigt sich mit Konzepten zur ||| psychogeographie_heterotopie_nomadologie |||
http://nowhere-nowhere.org/


« Last Edit: May 06, 2015, 09:53:17 AM by Link »

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Die Stadt...
« Reply #3 on: August 14, 2011, 01:49:06 PM »
“We decide how we reside” invites artists and residents from Berlin, Istanbul, and Marseilles to develop images and concepts for self-determined dwelling. This blog illustrates the processes of the individual projects in the three cities. ...
http://wedecidehowwereside.com/

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Dr. Andrej Holm Videovortrag: Zusammenhänge von Gentrifizierung, Subkultur und Kulturproduktion
Matthias Hoffmann
In Österreich hielt der Stadtsoziologe Dr. Andrej Holm im Februar 2011 einen anderthalb stündigen Vortrag mit dem Thema "So haben wir das nicht gemeint. Gentrification, Protest und Subkultur", der auch online abrufbar ist -- see below. Im Vortrag wird erklärt, welche Zusammenhänge zwischen Szenen/Subkulturen, Gentrifizierung und Kulturproduktion ("Pionierdilemma") bestehen.
https://www.youtube.com/watch?v=TI6wGw7UZi8


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Wolfgang Kaschuba: STADTKULTUR: IM RAUMKAMPFMODUS?
STADTKULTUR: IM RAUMKAMPFMODUS? - "Nach seinem "geplanten Tod" in den Nachkriegsjahren verkörpert der Öffentliche Raum heute (wieder?) das wichtigste "Labor" unserer Zivilgesellschaften. Deren Repräsentationen und Interventionen, deren Sozial- und Kulturprojekte von der Mieter- bis zur Flüchtlingsinitiative, vom Stadtstrand bis zum Urban Gardening haben in den letzten Jahren eine regelrechte urbane Kulturrevolution bewirkt. Dies nützt Einheimischen wie Migranten wie Touristen. Aber es schafft auch situative Konfrontationen wie strategische Zielkonflikte.“...
https://www.youtube.com/watch?v=7SDRTqltuA8

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Buch: "Die Kultur der Stadt" (2015)
Autor: Walter Siebel, Taschenbuch: 475 Seiten (Verlag: Suhrkamp Verlag, ISBN-13: 978-3518126981)
Siebels Buch versucht eine Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Stadtkultur. Er diagnostiziert eine Umbruchsituation, in der die bürgerliche Stadt, wie wir sie seit langem kennen, von neuen Formen abgelöst zu werden scheint, die ein stärkeres Gewicht auf die Pluralität legen. Die Pluralisierung der Stadtkultur, die Kultivierung der Ökonomie und die Ökonomisierung der Kultur – jene wechselseitigen Austauschprozesse sind charakteristisch für jenen Lebensraum, den wir Stadt nennen und der sich heute mehr denn je in einer ungekannten Komplexität ausformt und funktional differenziert....
http://www.kulturbuchtipps.de/archives/1596


Vortrag von Walter Siebel (Universität Oldenburg) mit dem Titel "Was heißt Urbanität?" an der Technischen Universittät Wien im Jänner 2012. Was macht solche Blasiertheit zu einer urbanen Tugend? Was macht die besondere Qualität von Stadt, ihre Urbanität, aus? Darauf Antworten zu finden ist schwierig -- Walter Siebel wird in seinem Vortrag vier Besonderheiten einer urbanen Stadt vorschlagen: Die Stadt als Maschine zur Entlastung von Arbeit, die Stadt als Ort, an dem Fremde wohnen, die Stadt als Ort einer besonderen Kreativität und die Ambivalenz der urbanen Stadt. Außerdem wird der Frage nach der Planbarkeit der urbanen Stadt nachgegangen. Walter Siebel ist Universitätsprofessor für Soziologie mit Schwerpunkt Stadt- und Regionalforschung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. (Veröffentlicht am 14.11.2012) ...
https://www.youtube.com/watch?v=SS-hRwuvXws

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Polis is an inclusive blog about cities around the world. The name is an adaptation of its meaning as city-state, representing a virtual gathering place where anyone can address an international community. We offer multimedia posts on diverse urban-related themes, encouraging submissions from experts and enthusiasts alike. Founded in 2009, Polis is a volunteer effort dedicated to facilitating dialogue and collaboration toward improving the quality of life in cities. We embrace theory and practice, observation and engagement, research and development, critique and creativity. ...
http://www.thepolisblog.org/

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Das Recht auf Stadt ist ein Anspruch, der erstmals 1968 vom französischen Soziologen und Philosophen Henri Lefebvre in seinem gleichnamigen Buch Le droit à la ville erhoben wurde. ... Seit der Jahrtausendwende wurde Lefebvres Forderung von ganz unterschiedlichen Seiten verstärkt aufgegriffen. In zahlreichen Städten formierten sich unter dem Motto Recht auf Stadt sozialen Protestbewegungen ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Recht_auf_Stadt


Die neoliberale Stadt ist gescheitert. Immer mehr Bewohner_innen wehren sich gegen wuchernde Mieten, Investorenarchitektur, Standortmarketing und urbane Segregation. ...
http://www.rechtaufstadt.net/ | http://wiki.rechtaufstadt.net/index.php/Start


"Recht auf Stadt": 3.000 Demonstranten erwartet"  (30.01.2015)
http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Recht-auf-Stadt-3000-Demonstranten-erwartet,demonstration512.html


„Nehmen wir uns das Recht auf Stadt! Es liegt auf der Straße, es hängt in Bäumen und versteckt sich unter Pflastersteinen“, so wurde im Juni 2009 zu den Recht-auf-Stadt-Tagen ins Centro Sociale geladen. Seitdem ist in Hamburg viel passiert, das „Recht auf Stadt“ wurde sich massenhaft genommen. ...
http://wiki.rechtaufstadt.net/index.php/Start


Unter dem Slogan «Recht auf Stadt» haben sich in den letzten 10 Jahren rund um den Globus vielfältige Bündnisse formiert. Wir sind Teil dieser Bewegung. Wir setzen uns für ein Recht auf Stadt für alle ein und unter «alle» verstehen wir in erster Linie diejenigen, denen dieses Recht heute verwehrt wird. Denen das «Recht auf Stadt» und somit das Recht auf aktive und gleichberechtigte Teilhabe und Gestaltung der urbanen Gesellschaft verwehrt wird, weil sie zu arm sind, weil sie die falsche Staatsbürgerschaft haben, weil keine Lobby für sie eintritt und weil sie keine Macht haben. ...
http://rechtaufstadt.at/

Recht auf Stadt München
https://rechtaufstadtmuc.wordpress.com/

Recht auf Stadt Hamburg
http://www.rechtaufstadt.net/

Recht auf Stadt – Konstanz
http://rechtaufkonstanz.blogsport.de/

Recht auf Stadt - Freiburg
http://www.rechtaufstadt-freiburg.de/

Recht auf Stadt Potsdam
http://www.rechtaufstadt-potsdam.de/

Recht auf Stadt – Köln
http://rechtaufstadt-koeln.de/

Das stadt.labor ist eine öffentliche Plattform, welche Fragen zur Stadtentwicklung kritisch analysiert und debattiert. Unser Ziel ist es politisch seriös und gleichzeitig unterhaltsam-provokativ Themen aufzugreifen und Probleme aufs Tapet zu bringen. Mehrheitlich konzentrieren wir uns dabei auf die Situation in der Stadt Zürich. ...
http://www.stadtlabor.ch/

Recht auf Stadt – CH
http://www.rechtaufstadt.ch/

labitzke-areal
http://www.labitzke-areal.ch/

"Nach Blockade-Aktion: Strafbefehle für Labitzke-Besetzer" Fabian Baumgartner (6.8.2014)
http://www.nzz.ch/zuerich/stadt-zuerich/strafbefehle-fuer-labitzke-besetzer-1.18357915


solara: ... wann begreifen die leute in der schweiz dass leider nicht jeder die chance hatte gebildet zu sein? dass nicht jeder will so ein leben zu leben im luxus? das menschen verschieden sind und jeder das recht haben sollte wenigstens ein bisschen so zu leben wie man will? ausserdem ist das kunst und kultur neben so einer hässlichen architektur die die schweiz sonst zu bieten hat. eine schande ist das!!!!!!
zu: "Jetzt beginnt der Abbruch - Das Labitzke-Areal ist geräumt" André Müller (7.8.2014)
http://www.nzz.ch/zuerich/steht-die-raeumung-des-labitzke-areals-bevor-1.18358190

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Auf-dem-LabitzkeAreal-beginnt-der-Abbruch/story/14339225

"Labitzke-Areal geräumt: Die farbige Festung ist gefallen" Katrin Schregenberger (7.8.2014)
Am Donnerstagvormittag hat die Stadtpolizei Zürich das besetzte Labitzke-Areal gestürmt. Die Abbrucharbeiten begannen, noch während die letzten Besetzer von der Polizei verhaftet wurden. ...
http://www.nzz.ch/zuerich/stadt-zuerich/die-farbige-festung-ist-gefallen-1.18358640

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Urbanism in Vienna. Events & current debates on urbanism inside and outside of Vienna.
http://urbanizm.net/

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Right to the City (RTTC) emerged in 2007 as a unified response to gentrification and a call to halt the displacement of low-income people, people of color, marginalized LGBTQ communities, and youths of color from their historic urban neighborhoods. We are a national alliance of racial, economic and environmental justice organizations. ...
http://righttothecity.org/

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Der öffentliche Stadtraum droht als lebenswerter Raum unter Anderem durch den motorisierten Verkehr, Überwachung, Kommerzialisierung und Privatisierung in seiner freien Nutzung eingegrenzt zu werden. Er ist ähnlich einem Landschaftsschutzgebiet ein besonders schützenswerter Raum. Es gibt Phänomene, Rituale, Besonderheiten, die nur im öffentlichen Raum existieren und die auf lange Sicht durch seine Reduzierung zu verschwinden drohen. Der Verein für Freie Stadterforschung setzt sich zum Ziel das Städtische zu bewahren. Wir sind eine Organisation deren Mitglieder sich gerne frei im Stadtraum bewegen dort experimentieren und deshalb einen freien Zutritt zu unserem „Experimentierfeld Stadt“ einfordern. ...
http://stadterforschung.de

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Leerstände melden. Für mehr Transparenz und neue Möglichkeitsräume in der Stadt!
http://www.leerstandsmelder.de/

INURA ist ein Netzwerk von Leuten, die in Stadtforschung und -aktion involviert sind und eine kritische Attitude gegenüber den Entwicklungen teilen. Das heisst, das Netzwerk besteht aus AktivistInnen und ForscherInnen aus Nachbarschafts- und Umweltgruppen, Universitäten und öffentlichen Verwaltungen, die Erfahrungen austauschen und gemeinsame Forschung betreiben wollen.
Themen von INURA sind grosse Stadterneuerungsprojekte, die Entwicklung der Peripherie, Partiziation und Planung, soziale Bewegungen, Wohnungsbau, Verkehr, Urbane Renaissance etc. Die Forschung ist verbunden mit lokalen Aktivitäten und Vorgängen und wird international verglichen. INURA ist eine nicht-regierungs- und non-profit Organisation mit einer selbsorganisierenden und nicht-hierarchischen dezentralisierten Struktur. Die Konferenzen werden jedes Jahr von Mitgliedern in den verschiedenen Städten organisiert und durchgeführt.
http://www.inura.org/

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Harlem: The Unmaking of a Ghetto by Camilo Jose Vergara
Published on Feb 28, 2014
Writer-photographer Camilo José Vergara's deeply personal Harlem: The Unmaking of a Ghetto is an unprecedented record of urban change. Vergara, a MacArthur fellow, will talk about the neighborhood he chronicled for 43 years, documenting segregation, poverty, and crime, and eventually, economic recovery, gentrification, and racial integration. Eric Washington, author of Manhattanville: Old Heart of West Harlem; Phil Bicker, senior photo editor at Time; and Sharon Zukin, professor of sociology at the Graduate Center, join in the discussion. Co-sponsored by the Gotham Center for New York City History. ...
https://www.youtube.com/watch?v=OOg_C_RNPfA

« Last Edit: March 15, 2016, 09:32:04 AM by Link »

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Wiederstand, Wohn - und Kulturprojekte...
« Reply #4 on: January 31, 2015, 02:10:10 PM »
Teepeeland ist ein offenes nichtkommerzielles und demokratisches Nachbarschafts-, Wohn- und Kulturprojekt. Hier leben Menschen, jenseits gesellschaftlicher Zwänge aus unterschiedlichen Generationen und Nationen in einer Gemeinschaft zusammen. Sie werfen damit zentrale Fragen des Zusammenlebens von Menschen in der Großstadt auf. Die Bewohner des Teepeelands gehen sehr verschiedenen Berufen und Tätigkeiten nach. Intern gibt es eine stakte Struktur. So werden alle Entscheidungen basisdemokratisch auf einem wöchentlichen Plenum herbeigeführt. ... (Stand 03/2015)
https://teepeeland.wordpress.com/


"Teepee Land" - Veröffentlicht am 18.08.2014
Eine Aussteiger-Kommune ganz ohne Suff und Randale ...
https://www.youtube.com/watch?v=ujj07LkV8Yc


"Roll Naumenko showing Teepeeland in Berlin"
https://www.youtube.com/watch?v=wEF2Gj7ZetI

"Kommune Teepeeland in Berlin: Zelte am Spreeufer müssen Zaun weichen" von Thomas Lackmann, Angie Pohlers (17.03.2015)
Lange war es friedlich im Teepeeland auf der Eisfabrik-Brache in Mitte. Nun ließ der Eigentümer des Nachbargrundstücks einige Zelte unter Aufsicht der Polizei abbauen - und einen Zaun ziehen. ...
http://www.tagesspiegel.de/berlin/kommune-teepeeland-in-berlin-zelte-am-spreeufer-muessen-zaun-weichen/11515198.html

"Streit um Berliner Mauer am Spreeufer Hilfe! Unsere Mauer kommt weg" Thomas Lackmann (05.08.2014)
Eine Initiative möchte das Stück Grenze an der Eisfabrik retten – der Bezirk plant hier einen Uferweg. Ein Rundgang im Hippie-Schmuddel an der Schillingbrücke. ...
http://www.tagesspiegel.de/berlin/streit-um-berliner-mauer-am-spreeufer-hilfe-unsere-mauer-kommt-weg/10290376.html


"Steigende Mieten in Berlin: Politik scheitert an Lösungen für günstigen Wohnraum" Ralf Schönball (12.04.2015)
Die Schere zwischen den vielen neuen und teuer angebotenen Miet- und Eigentumswohnungen sowie dem dafür viel zu kleinem Budget der vielen zehntausend Wohnungssuchenden geht immer weiter auf. Stadtsoziologe Andrej Holm sagt: „Wohnungen für über zehn Euro gibt es genug, es fehlen aber 120 000 leistbare Wohnungen in der Stadt“. Vier Wände also für Minijobber, Alleinerziehende, Krankenschwestern, für das ganze große Heer von Geringverdienern in Berlin. ...
http://www.tagesspiegel.de/berlin/steigende-mieten-in-berlin-politik-scheitert-an-loesungen-fuer-guenstigen-wohnraum/11622824.html

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Der Bauwagenplatz Duisburg
ist ein ein Wohnprojekt in Duisburg Homberg, getragen von dem Verein "Experimentelles Wohnen e.V." ...
http://bauwagenplatzduisburg.blogsport.eu/

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Wagengruppe Rummelplatz - Wagenleben in Berlin
http://rummelplatz.blogsport.de/

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Wagenburg Wienebüttel bleibt!
Wagenplatz Gut Wienebüttel/Lüneburg
http://unverrueckbar.blogsport.de/

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Streetart & Kram - Urban Art in Berlin
Freundeskreis Street-Art Berlin
Erster deutsch-sprachiger Urban-Art Blog. Von und für Subkultur. Seit 2006.
http://just.blogsport.eu/


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Wagentruppe Treibstoff
Der Wagenplatz Treibstoff, hat sich aus einer Gruppe von ArbeiterInnen, KünstlerInnen, StudentInnen, Eltern und HandwerkerInnen im Sommer 2009 gebildet. Alle haben sich bewusst dazu entschlossen, auf diesem Wege ihre unterschiedlichen Ziele zu verwirklichen.
Wir wollen auf der Grundlage mobiler Lebens- und Arbeitsräume eine Kulturwerkstatt aufbauen und Raum erschließen zur Bereicherung des gesellschaftlichen Lebens in der Stadt- dies und vieles mehr verstehen wir unter dem Begriff „Wagenplatz“. Ziel unseres Vereins ist die Förderung von Kunst, Politik und Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des transkulturellen Dialogs.
Das Wagenleben schafft ein Bewusstsein für den Umgang mit Ressourcen. Vor allem knappe und wertvolle Ressourcen werden in einem ganz anderen Ausmaß und viel bewusster verwendet. Das Wagenleben ist im Vergleich zum Leben in einer Mietwohnung ökologisch viel nachhaltiger und somit ein wertvoller Beitrag für sein Umfeld.
Der Wagenplatz Treibstoff ist eine Gemeinschaft von Menschen die sich für ein gemeinsames Leben auf Rädern entschieden haben.
http://treibstoff.wagenplatz.at/

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Zomia – ein Wagenplatz in Hamburg
Bewohner_innen von Bauwagenplätzen haben es überall schwer, eine dauerhafte Anerkennung ihrer Wohnform zu erreichen. Sie sind auf Duldungen seitens der Politik angewiesen, die wenn überhaupt nur zeitlich begrenzt gewährt werden. In Hamburg ist die Räumung von Bambule, Wendebecken, Parkplatz Braun und anderen nicht vergessen: Wagenplätze sind in Hamburg seit Jahren hoffnungslos überfüllt, einige hundert Menschen stehen an der Bordsteinkante, wohnen in Hinterhöfen oder im Umland. ...
http://zomia.blogsport.eu/

Bambule war der Name eines Bauwagenplatzes im Hamburger Karolinenviertel. Er wurde am 4. November 2002 von der Polizei geräumt, nachdem der Hamburger Senat mit dem zuständigen, umstrittenen Innensenator Ronald Schill entschieden hatte, diese Wohnform nicht mehr zu dulden. Die Entscheidung war in der Hansestadt heftig umstritten. ... Während einer Demonstration für den Erhalt des Bauwagenplatzes verprügelten drei thüringische Polizisten im Jahr 2002 zwei Zivilpolizisten aus Schleswig-Holstein und verletzten diese. Sie hielten die beiden Polizisten in szenetypischer Kleidung für gewalttätige Demonstranten. Vorausgegangen waren Auseinandersetzungen in der Demonstration. Die Zivilpolizisten hatten, bevor sie zu Boden gebracht wurden, das gemeinsame Kennwort "Mondlicht" gerufen, das die anderen Beamten angeblich nicht gehört hatten. ... (3. Juli 2015)
https://de.wikipedia.org/wiki/Bambule_%28Wagenplatz%29

S C H I L L E R N D E Z E I T E N
ein Film ueber Bauwagen, Bambule, Senat und Meinungen
Dokumentarfilm 65 min, Regie: Skrollan Alwert, Hamburg/Germany 2003
http://schillerndezeiten.de/

"10 Jahre Bambule Räumung"
http://ueberlebeninaltona.blogsport.de/schon-10-jahre-her-raeumung-des-bauwagenplatzes-bambule/

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Bauwagenplatz Borribles. Die Stadt gehört allen.
Wagenplatz Borribles. Seit 19 Jahren in Hamburg Nord.
http://borribles.blogsport.eu/

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Aus der Besetzung des Gieszerradwegs Ende Oktober 2012 entstand der Wagenplatz der Initiative Jetze Wagenplätze am Karl-Heine-Kanal in Leipzig-Lindenau. Seit November sind wir nun dort und derweil sieht es wohl aus, als würden wir erstmal hier bleiben …
http://jetzewagenplaetze.noblogs.org/

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Am Samstag haben wir uns, die Gruppe Trailerpark, mit vielen Unterstützer_innen, Wohnwägen und Zelten auf den Weg gemacht, auf die ungenutzte Brachfläche in der Schultze-Delitzsch-Straße im Leipziger Osten zu ziehen. Wir sind eine Gruppe von Menschen, die sich zusammengefunden hat, um eine Brachfläche im Leipziger Osten zu besetzen und dort kollektiv in Wägen zu leben; drauszen und trotzdem zentral in der Stadt. ....
http://trailermoon.blogsport.de/

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Wir, eine Gruppe von überwiegend jungen Menschen, wollen im Leipziger Osten unsere Vorstellung von einem selbstbestimmten, selbstverwalteten, solidarischen Hausprojekt verwirklichen. Dazu wird momentan das frisch erworbene Haus in der Wurzner Str. 2 in Leipzig Reudnitz bewohnbar gemacht. ...
http://wurze.de/ | http://wurze.de/blog/

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Rixdorfer Kiezforum
Nachbarschaftliche Organisierung in Berlin Neukölln
Das Rixdorfer Kiezforum ist ein Diskussions- und Handlungsraum von Menschen, die sich mit dem Kiez rund um den Richardplatz von Berlin-Neukölln verbunden fühlen. Unser Ziel ist eine Stadtentwicklung, die menschenwürdiges Leben in sozialer Sicherheit, Freiheit und kultureller Vielfalt ermöglicht. ...

http://rixdorf.org/

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Wir, die Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG sind ein Zusammenschluss von Menschen aus dem Chamisso-, Großbeeren-, Graefekiez und Umgebung. Wir sind aktiv gegen Verdrängung durch steigende Mieten, Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen, Luxusmodernisierungen, spekulativen Leerstand, und die massive Zunahme von Ferienwohnungen vor Ort, sowie gegen die menschenverachtende Politik der Privatisierung und Ausbeutung weltweit. ...
http://www.wem-gehoert-kreuzberg.de/

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Everyone in Berlin creates the city as we know it. Every day we shape and build our homes, our streets, our neighborhoods. Everyone in her or his own way. As everywhere in Berlin neighborhoods are transforming – including the Wedding. These changes are associated with numerous problems. Mainly because a few want to earn of what all are creating together. Homes are being sold or renovated, rents are increasing. If accommodations can no longer be afforded you have to move in outer districts or in the worst case, your flat will be evicted. ...
http://haendewegvomwedding.blogsport.eu/

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Wildenbruchstraße/Weserstraße
Dieser Blog befasst sich dem dem Vorgehen von Berlin Aspire, Berlin Estate, Hausverwaltung und pro soluta im Haus Wildenbruchstr. 6 und Weserstr. 59/60 und mit der Gegenwehr der Mieterinnen und Mieter
http://wildeweser.blogsport.de/

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Gemeinsam gegen Sozialabbau, Verdrängung und den Ausverkauf der Stadt... (Berlin)
http://wirbleibenalle.org/

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"Abschied von einer Legende"
Veröffentlicht am 28. Januar 2015 von Jan Zombik
Viele kennen das Inter1: Das altgediente Wohnheim auf dem Mainzer Uni-Campus ist berühmt für seine Offenheit, seine Community und internationale Kultur. Fast 50 Jahre lang beherbergte es Generationen von Studierenden. Jetzt soll das Inter1 nach dem Willen des Studierendenwerks Mainz endgültig geschlossen werden. ...
https://www.zwischenze.it/abschied-einer-legende/


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Die Rote Flora existiert seit 1989 als besetztes politisch-kulturelles Zentrum. In den 21 Jahren ihres Bestehens gab es immer wieder Phasen, in denen der Versuch einer gewaltsamen Beendigung des Projektes durch die Stadt unmittelbar bevorzustehen schien. Doch während sieben Innensenatoren kamen und wieder gingen, ist die Rote Flora geblieben.
http://florableibt.blogsport.de/

« Last Edit: November 30, 2015, 03:51:07 PM by Link »

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Urbanistik & Stadtforschung & Widerstand...
« Reply #5 on: April 24, 2015, 09:04:23 AM »
"Gefahrengebiet Schluss mit dem Theater" Frank Drieschner (23. April 2015)
Die Polizeiaktionen in einem angeblichen "Gefahrengebiet" im Schanzenviertel Anfang vergangenen Jahres stellt man sich am besten zusammen mit linker Randale und Bürgerprotest als doppelte Inszenierung vor: eine Bühne, aber zwei Ensembles, die vor zwei unterschiedlichen Arten von Publikum auftreten.  ...
http://blog.zeit.de/hamburg/schluss-mit-dem-theater/

"„Die sollen erstmal kommen“" Jan Zombik (5. Mai 2015)
Etwa 50 Menschen haben sich am frühen Abend des 4. Mai vor der Liebfrauengemeinde  in der nördlichen Neustadt versammelt. Hierhin hatte der Vorstand der Mainzer Wohnbau die Bewohner_innen der Soemmeringstraße 48-54 zu einer nicht-öffentlichen Mieter_innenversammlung geladen. Die betreffenden Gebäude sollen abgerissen werden. Eine Entschädigung gibt es dafür nicht, alternative Wohnungen bietet die Wohnbau den Mieter_innen nicht an. Um gegen die geschlossene Versammlung zu protestieren, hatten die Betroffenen die solidarische Öffentlichkeit eingeladen. ...
https://www.zwischenze.it/die-sollen-kommen/

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"Gentrifizierung in San Francisco - Willkommen in der Hyperzivilisation" Johannes Kuhn, San Francisco (24. Juni 2015)
Je nach Schätzung verlassen zwischen 5000 und mehr als 20 000 Bewohner im Jahr San Francisco - in der Regel unfreiwillig. Weil sie sich die Miete nicht mehr leisten können oder aus ihrer Wohnung geklagt werden. ... Die Stadt mit ihren 850 000 Einwohnern feiert Homosexualität und die freie Wahl des Geschlechts als Teil der Identität. Sie setzt konsequent auf erneuerbare Energien und plant, spätestens 2020 den eigenen Müll zu 100 Prozent zu recyceln. Die Zahl der Elektro- oder Hybrid-Fahrzeuge, der Bio-Läden und Öko-Restaurants ist beeindruckend.
San Francisco ist jedoch auch eine überforderte Stadt. Sie leidet wie der Rest der USA an einer maroden Infrastruktur. Bei Regen kann in einigen Bezirken schon mal der Strom ausfallen; die öffentlichen Verkehrsmittel sind hoffnungslos überfüllt und veraltet. Vor allem aber leidet San Francisco an Ungleichheit: 5460 Bürger besitzen ein Vermögen von je mehr als 30 Millionen Dollar; etwa 7000 San Franciscans sind obdachlos, viele davon haben psychische Krankheiten.
Morgens erheben sich die Obdachlosen aus ihren Pappkarton-Schlafquartiers und nur wenige Meter weiter stehen die Gruppen der Tech-Arbeiter am Straßenrand und warten auf die Spezial-Busse, die sie direkt zu Google, Facebook, Yahoo oder Apple bringen. Die Stadt ist längst mit dem Silicon Valley verschmolzen, zum Zentrum und Versuchslabor der Tech-Kultur geworden. Von Lebensmitteln und Shopping-Artikeln über Massagen bis zum medizinischen Marihuana - alles lässt sich per Smartphone ordern und in zehn bis 60 Minuten in Empfang nehmen.
Der Komfort dieser Hyperzivilisation macht eine Konfrontation mit der Realität für Tech-Arbeiter theoretisch überflüssig. ...
Viele Menschen sind ratlos und haben Angst. Einige verstehen nicht, was gerade passiert, weil sie nur an einer Gegenwart Interesse haben, in der sich beliebig viele Realitäten ausblenden lassen. Andere sind sich unsicher, was San Francisco gerade ist und künftig sein wird. ...

http://www.sueddeutsche.de/leben/gentrifizierung-in-san-francisco-willkommen-in-der-hyperzivilisation-1.2528338

"These Are the Faces of San Francisco’s Homelessness Crisis" Photography by Phoebe Heaton / Text by Keith A. Spencer (2016)
The greatest power of the photograph is its ability to pause time. Things that we would not dare stare at for more than a fleeting moment are made still by the shutter — frozen in a moment, forever, compelling us to return to them again and again. Homelessness is a crisis that needs to be frozen. It is something that is, from our perception, always fleeting. We look for a second, drop a coin or look away, and then we forget. ...
https://thebolditalic.com/these-are-the-faces-of-san-franciscos-homelessness-crisis-8fd3750edacc

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"Wir sind das Gemüse" Jan Brandt (7. Juli 2015)
Es ist Mittwoch, ein warmer Sommerabend, die Sonne scheint, voller Kampfeslust gehe ich die Wrangelstraße entlang. Die Wrangelstraße, die vom Mariannenplatz zur Taborkirche reicht, ist zurzeit ständig in den Medien. Wegen Bizim Bakkal. Bizim Bakkal ist Türkisch und heißt "Unser Lebensmittelladen". Bizim Bakkal ist der letzte Gemüseeinzelhändler in der Gegend, die letzte Bastion gegen Konzerne, die Globalisierung, die durchkommerzialisierte Stadt. Jetzt soll Bizim Bakkal schließen. Der neue Eigentümer des Hauses mit der Nummer 77 hat der Familie Çalişkan, die seit 28 Jahren im Erdgeschoss Gemüse verkauft, gekündigt. Ende September soll sie raus. Das will die Nachbarschaft nicht zulassen. Seit fünf Wochen gibt es Proteste. Jeden Mittwoch versammeln sich mehr und mehr Menschen vor Bizim Bakkal und demonstrieren dafür, dass er bleibt, wo er ist. ...
http://www.zeit.de/freitext/2015/07/07/bizim-bakkal-wrangelkiez-berlin/

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"Gentrifizierung: Ihr kriegt uns hier nicht raus" Jana Gioia Baurmann (12. Juli 2015)
Im "Horrorhaus" in Berlin stinkt es, überall liegt Müll, ständig ist die Polizei da. Der Eigentümer benutzt offenbar Roma, um Altmieter zu vergraulen. Doch eine Frau wehrt sich. ... Das Haus ist 2012 verkauft worden, Eigentümer ist seitdem die G 87 Grundbesitz GmbH. Repariert wird schon lange nichts mehr, weil das Haus gewinnbringend weiterverkauft werden soll – dafür müssen die 19 Bestandsmieter raus. Die Roma sind kein Problem, ihre Verträge sind befristet. ...
http://www.zeit.de/2015/26/roma-haus-berlin-grunewaldstrasse

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Seit der Besetzung 1990 gibt es in der Linienstrasse 206 ein lebendiges, politisches Wohnprojekt. In den vergangenen 22 Jahren gab es immer mal neue Eigentümer_innen, die versuchten ihre Vorstellung davon mit dem Haus Profit zu machen umzusetzen. So auch die neuen Eigentümer Frank Wadler und Bernd-Ullrich Lippert: Nach erzwungenen Hausbesichtigungen und diversen von ihrer Seite abgelehnten Gesprächsangeboten kamen jetzt die ersten Abmahnungen, Kündigung und zu einem seit Herbst 2012 anhaltenden Rechtsstreit. Das ist eine klare Kampfansage, die wir selbstverständlich nicht unbeantwortet lassen!...
http://linie206.blogsport.de/

http://linie206verteidigen.blogsport.de/

http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/linkes-wohnprojekt-linie206-zwei-wohnungen-in-linienstrasse-geraeumt/13574262.html

"Wohnprojekt geräumt: "Linie206" war das letzte umkämpfte Haus in Mitte" Gerd Nowakowski (10.05.2016)
Vor 26 Jahren wurde die "Linie206" besetzt - am Dienstag wurde sie von der Polizei geräumt. Das Berliner Haus und seine Bewohner wirkten schon im vergangenen Sommer wie aus der Zeit gefallen. ... Das heruntergekommene Gemäuer wirkt wie aus einer anderen Welt; einer, die Berlin auch einmal war. Ein Fremdkörper in der „Spandauer Vorstadt“, die heute als Inbegriff der Gentrifizierung gilt, wo seit dem Mauerfall die Sanierungen und steigenden Mieten den größten Teil der ehemaligen Bewohner verdrängt haben.
„Wir gehen nicht, wir bleiben“, sagt Johannes, ein schlanker Mann in T-Shirt und Jeansjacke, bestimmt. Er und die übrigen Bewohner sehen sich als Mitglieder des letzten umkämpften Hausprojekts in Berlin. Besetzt wurde die „Linie206“ im Mai 1990, in jenen wilden Zeiten nach dem Mauerfall, als sich die bürokratische Ordnung gewissermaßen eine Auszeit nahm, weil die alten SED-Kader sich lieber unsichtbar machten und die neuen Kräfte noch nicht in ihre Rolle gefunden hatten. Die Häuser denen, die drin wohnen, hieß es da, was besonders für jene galt, in denen niemand lebte, weil die DDR sie hatte verkommen lassen. Also zogen dort Menschen ein, die eben diese Hinterlassenschaften des zusammengebrochenen DDR-Sozialismus als durchaus fruchtbar für ihre eigenen Utopien sahen.
Es ist schwer, mit den Bewohnern ins Gespräch zu kommen. Ein offenes Haus ist das nicht. Es braucht mehrere Besuche, um hineinzukommen: jedes Mal langes Ausharren vor dem Eingang, bis endlich wer öffnet – aber nur einen Spalt breit. Immer wieder eine Abfuhr; das Plenum müsse beraten, heißt es. Dann, im fünften Anlauf, gibt es doch Einlass und die Möglichkeit zu einem Gespräch. Allerdings unter Auflagen. Keine Fotos von den Wohnungen und vom Hof, keine von den Bewohnern, auch keine Nachnamen, so hat es das Plenum entschieden. Man wisse ja nie, was die andere Seite plant. Die andere Seite, das sind die Eigentümer dieses bunten Hauses. ... „Wir haben einen undogmatischen, linksradikalen und anarchistischen Anspruch“, – so haben sie sich mal in einer Selbstdarstellung beschrieben – „und versuchen, ein möglichst selbstbestimmtes, hierarchiefreies Leben zu realisieren.“ Wie schwer so etwas im Alltag sein kann, trotz wöchentlichen Plenums, kann man ahnen. ...  Das Thema Stadtzerstörung sei doch aktuell wie nie, sagt Johannes. Trotzdem stoße man damit in der Stadt auf „taube Ohren“. Da komme er sich vor wie ein „altmodischer Revoluzzer“, sagt er, was aus seinem Mund irgendwie merkwürdig klingt. Wie sich die Stadt verändert habe, dafür „geben wir nicht denen die Schuld, die im St. Oberholz sitzen“, beteuert er.
„Wir wollen kein Stück vom Kuchen, wir wollen die ganze Bäckerei“, unter diesem Motto feiern dieser Tage einige ehemals besetzte Häuser den wilden Ost-Berliner Sommer vor 25 Jahren. Um die ganze Bäckerei aber geht es längst nicht mehr, sie müssen mit den Krümeln zufrieden sein. Mitte 1990 gab es in Ost-Berlin nahezu 120 besetzte Häuser, geduldet vom Ost-Berliner Magistrat. Erst ab August galt auch in den Ost-Bezirken die sogenannte „Berliner Linie“, nach der neu besetzte Häuser innerhalb von 24 Stunden geräumt werden. Bewohnern bis dahin besetzter Häuser wurden dagegen Verträge angeboten. Die Besetzer der Linie 206 waren schon 1990 für Mietverträge – und konnten damals nicht ahnen, dass diese bis heute die Existenz des Projekts sichern würden. ... Wie es enden könnte, irgendwann, haben die Bewohner der „Linie206“ nicht weit entfernt täglich vor Augen, auf der anderen Seite des Rosenthaler Platzes. Dort wurde 2010 das ehemals besetzte Haus „Brunnen183“ geräumt. Auch hier wurden vom Gericht die Mietverträge für nichtig erklärt. Heute existiert die Fassade mit dem Spruch „Wir bleiben alle“ nur noch als Postkartenmotiv. Seit Ende 2014 steht auf der nun schwarz gestalteten Fassade des inzwischen sanierten Hauses in meterhohen goldenen Lettern „183“. Es wirkt fast wie ein arroganter Hinweis, dass dies goldene Zeiten für Spekulanten sind.
http://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/wohnprojekt-geraeumt-linie206-war-das-letzte-umkaempfte-haus-in-mitte/12180220.html

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Kirche von Unten, Kremmener Straße 9-11 (Berlin)
Vielmehr bildet das Verantwortungsbewußtsein jedes Einzelnen die Grundlage für einen partnerschaftlichen Umgang miteinander und läßt in der Gruppe keine Hierarchien zu. Dem liegt unser Anspruch zugrunde, keine Strukturen zu dulden, die andere Menschen unterdrücken. Dieser Idealfall muß allerdings im Beziehungsgeflecht unserer Gruppendynamik immer wieder aufs neue erkämpft und hinterfragt werden. Die Erfahrungen aus solchen Auseinandersetzungen erzeugen eine spezielle Form des Miteinander-Umgehens in der VV und lassen diese besonders schüchternen Außenstehenden häufig als abgeschottete, verschworene Gemeinschaft erscheinen. Die KvU ist aber weder eine Therapiegruppe für Althippies, Anarchopunks und andere seltsame Sitzengebliebene, noch will sie sich zum Billigst-, Veranstaltungs- und Saufort bestimmen lassen. Sie ist allenfalls eine Mischung aus beidem. Die spezifischen Würze jedoch ergibt sich aus der sensiblen Basissuppe unserer sozialen und politischen Vorstellungen, deren unbeirrter praktischer Anwendung und nicht zuletzt einem wohldosierten Spritzer Bier. ...
http://kvu.blogsport.de/

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Wir sind Kotti & Co – die Mietergemeinschaft vom Kottbusser Tor in Berlin Kreuzberg. Wir sind ca. 20 Peronen im engeren Kreis (Kerngruppe) – plus Familien und  Verwandte – und natürlich unsere Freunde und Freundinnen. Darüber hinaus gibt es viele die sich bei unserem Protesthaus (Gecekondu) engagieren oder wieder andere die eher im Hintergrund uns mit ihrer Stadt- und Mietenpolitischen Expertise zu Rat stehen. Desweiteren gibt es seit Mitte 2013 eine Jugend AG (Kotti-Youth) mit ca. 15-20 Mitgliedern. Alles weitere entnehmt bitte unseren Veröffentlichungen auf dieser Webseite...
http://kottiundco.net

Der Kotti-Shop ist ein experimenteller, non-profit Kunst- und Projektraum, im Erdgeschoss des Neuen Kreuzberger Zentrums, direkt am Kottbusser Tor in Berlin.
Er betreibt eine eigene kleine Druckwerkstatt "Copyroboter“ mit maschinellen Siebdruckmaschinen....
http://kotti-shop-blog.tumblr.com/ | http://www.kotti-shop.net/

...

"Raub und Schläge am Kottbusser Tor in Berlin Selbst für Kreuzberg zu krass" Hannes Heine (18.02.2016)
Seit 30 Jahren gehört das Kottbusser Tor zu den Berliner Problemplätzen. Nun ist es richtig gefährlich geworden. 50 Prozent mehr Überfälle, 100 Prozent mehr Diebstähle. Ex-Hausbesetzer und türkische Gastronomen haben genug. ...


"Kriminalität in Berlin-Kreuzberg Wachschutz soll für Sicherheit am Kottbusser Tor sorgen" Jörn Hasselmann (15.03.2016)
Die Hausverwaltungen am Kottbusser Tor wollen einen Wachschutz bezahlen, damit sich die Mieter sicherer fühlen. 20.000 Euro monatlich soll das kosten. ...
http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/kriminalitaet-in-berlin-kreuzberg-wachschutz-soll-fuer-sicherheit-am-kottbusser-tor-sorgen/13320636.html

Quote
    onkelrie
    15.03.2016 07:26 Uhr

Das ist Sache der Polizei
Die Hausverwaltungen werden das nicht aus eigener Tasche bezahlen, sondern auf die Mieter umlegen. Die sozial Schwachen sollen nun auch noch eine originäre Staatsaufgabe selbst bezahlen. Warum bezahlen eigentlich die Politiker ihren Personenschutz nicht aus der eigenen Tasche, wenn die Polizei ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen kann?




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Unser Bündnis besteht aus unterschiedlichen Gruppen, Organisationen und Individuen, die gemeinsam gegen die Politik der sozialen Ausgrenzung in Berlin protestieren und für eine soziale und solidarische Stadt kämpfen. ...
https://bsolidarischestadt.wordpress.com/



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Friedrichshain-Blog - Berlin Friedrichshain & Kreuzberg
http://friedrichshainblog.de/


MieterInnen aus der Palisadenstraße 41-46 gegen ihre Verdrängung durch hohe Mieten... Wir sind die MieterInnen aus der Palisadenstraße 41-46 in Berlin-Friedrichshain. Wir stehen vor großen Mieterhöhungen, die unsere Renten bei Weitem übersteigen. Wir wehren uns dagegen, weil die Wohnung mehr als ein Sack Kartoffeln ist, den man auf dem Markt erwirbt. ...
http://palisaden-panther.blogspot.de/

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ABRISSBERLIN vernetzt Menschen und Initiativen gegen Abrisspolitik und Privatisierung – für Aufbruch und Ausbrüche! Gegen Stadtlifting. Für den Mut zur Unordnung am Sehnsuchtsort Berlin. ...
http://www.abriss-berlin.de/

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"In Hamburgs Bahnhofsviertel sterben die Spelunken"  Lorenz Hartwig (August 13, 2015)
Henrik Malmström: Als meine damalige Freundin und ich 2010 eine günstige Wohnung in der Robert-Nhil-Straße gefunden haben, war draußen auf der Straße die Prostitution in vollem Gange. In einem ersten Projekt habe ich von meinem Wohnzimmerfenster aus die Frauen fotografiert. Dann führte mich meine Neugier in die Kneipen. ...
https://www.vice.com/de/read/hansaplatz-st-georg-kneipe-henrik-malmstroem-332

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"Steht's noch? Architektur und Abriss in Hamburg (3): Mach’s gut, altes Haus!" Hanno Rauterberg (DIE ZEIT Nº 31/2015)
Zertrümmert, zerlegt und zerbröselt: Hamburgs Geschichte ist eine Geschichte aus Staub und Asche. Kein alter Stein, so scheint es, darf auf dem anderen bleiben. Was Brände und Kriege nicht erledigen, geht in den Schlachten der Immobilienwirtschaft unter. Hamburg, so schrieb einst Alfred Lichtwark, der erste Direktor der Kunsthalle, "hätte die Stadt der Renaissance sein können, des Barock und des Rokoko. Doch alle diese Schätze wurden stets begeistert dem Kommerz geopfert."
Die Statistiken geben Lichtwark noch immer recht. Längst hat die Abrissbirne auch weite Teile der Gründerzeit vernichtet, noch nicht mal mehr zehn Prozent aller Gebäude in Hamburg sind heute älter als 100 Jahre. ... Im Grunde ist so ein Haus ja auch nur ein Mensch. Und wenn kein Mensch, dann zumindest ein sehr eigentümliches Ding, weil es uns, die Bewohner, umschließt und umfasst, weil es belebt wird und damit selbst zu leben beginnt und eine eigene Geschichte birgt.
In alten Häusern ist etwas verwahrt, das die Gegenwart nicht künstlich produzieren kann, man könnte es den Geist der Verbundenheit nennen. Weil so ein betagtes Bauwerk schon ganz andere Zeiten gesehen hat, weil sich ihm viele Spuren des gelebten Lebens eingeschrieben haben, setzt es die Menschen in Beziehung: mit anderen, mit einer Vergangenheit, vielleicht sogar mit sich selbst.
Alte Häuser können wie Erbstücke sein, die man auch dann noch mit sich trägt, wenn man nicht weiß, was sie ihren früheren Besitzern wirklich bedeuteten. Man verwahrt sie: aus einem Gefühl der Demut heraus.
Kostbar wird so ein altes Haus eben nicht allein aus materiellen Gründen. Kostbar ist es, weil es die eigene Lebensspanne überragt – es war schon da, und es wird noch da sein. Es lässt Menschen spüren: Sie leben nicht allein aus sich heraus. Sie dürfen sich anlehnen an das, was auf sie kam. Dürfen sich daran reiben, können darüber staunen. Im Angesicht alter Häuser weitet sich der Blick auf das, was allen eigen ist: geteilte Geschichte, im Guten wie im Schlechten. Und vermutlich deshalb empfinden manche den Abriss eines Bauwerks als eine Form von kollektiver Enteignung. Der Mensch ist ja, immer noch, ein spürendes Wesen. Es verlangt ihn nach Zugehörigkeit, nach Kontemplation, nach dem Schönen – und all das vermögen alte Häuser zu bieten.
Erst im Umgang mit ihnen zeigt sich, was der Gegenwart wichtig ist. Was bedeutet ihr die Treue zu sich selbst und also zur eigenen Vergangenheit? ...
http://www.zeit.de/2015/31/architektur-alte-gebaeude-abreissen-erhalten

« Last Edit: September 02, 2016, 10:12:54 AM by Link »

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Urbanistik & Stadtforschung & Widerstand...
« Reply #6 on: August 18, 2015, 12:07:36 PM »
Reiche 63a
Die Reiche 63a ist ein linkes Hausprojekt in Kreuzberg, das seit 20 Jahren in seiner jetzigen Form existiert und, wie viele andere Projekte, akut in seiner Existenz bedroht wird.
Hier wohnen nicht nur etwa 25 Menschen, wir stellen auch Räume bereit, die von anderen Menschen und Gruppen für Info-Veranstaltungen, Gruppentreffen und kulturelle Veranstaltungen, wie Kino, Partys, Konzerte,… genutzt werden.
Auch wenn unser Haus natürlich unser Haus ist (und bleibt, sollen die doch selber umziehen!), gehört es juristisch der Firma Heymann und Kreuels. Von dieser hat es im Rahmen der Legalisierung 1990 das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg (BA) gemietet und dann an uns weiter vermietet. Der Vertrag sieht keine Kündigung durch das BA vor. Nun versucht der Bezirk jedoch durch eine Feststellungsklage aus dem Vertrag rauszukommen, um damit den Weg zu einer Räumungsklage zu bereiten. ...
http://reiche63a.blogsport.de/

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Reichenberger 114 - Stop Gentrification!
Die Reichenberger Straße 114 ist ein Mietshauskomplex in Berlin-Kreuzberg, dessen Bewohner_innen sich gegen Verdrängung durch Luxusmodernisierung und Umwandlung in Eigentumswohnungen wehren. ACHTUNG RISIKOKAPITAL - WIR BLEIBEN ALLE! Reichenberger Strasse 114 is a tenement building in Berlin-Kreuzberg, whose residents resist expulsion through luxury modernization and condominium conversion. BERLIN ASPIRE F*** OFF - WE WILL STAY!
https://reichenberger114.blogspot.de/

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linien142 | Blog der Mieter Linien 142 in Berlin Mitte
Privater Blog der Mieter Linien 142 in Berlin Mitte – wer hier kauft, verdrängt Menschen aus ihrem langjährigem Lebensraum
Gentrifizierung ist ein Wort ohne Emotionen. Es kann nicht beschreiben was Betroffene erleben und wie sich fühlen. Dieser private Blog soll darüber berichten. ...
https://linien142.wordpress.com/

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"Londons Superreiche verändern die Stadt: Krösus und seine Kinder" Marion Löhndorf (16.8.2015)
Schon lange zieht London die Begüterten an. Aber in dem Mass, da der städtische Raum knapper und teurer wird und die Ansprüche an den Lebensstandard wachsen, wird ihre Präsenz spürbarer.  ...
http://www.nzz.ch/feuilleton/kroesus-und-seine-kinder-1.18596134

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"Deutscher Immobilienmarkt: Wohnungsnot hier, Leerstand dort" Henrik Mortsiefer (19.08.2015)
In Großstädten wie Berlin wird zu wenig gebaut, in einigen ländlichen Regionen zu viel. Eine Studie zeigt: Allein in Berlin fehlen am Ende des Jahrzehnts 55.000 Wohnungen. ...
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/deutscher-immobilienmarkt-wohnungsnot-hier-leerstand-dort/12209404.html

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"Kippt Duisburger Bauwagenplatz durch grünen Bezirksvertreter?"
In Duisburg, Ruhrgebiet | Am 27. August 2015 | Von Thomas Meiser
In Duisburg soll von Seiten der Stadtverwaltung ein seit Jahrzehnten bestehender Bauwagenplatz geräumt werden. Darüber wird heute nachmittag die Bezirksvertretung Homberg beschliessen. Doch ausgerechnet CDU und FDP sind nun dagegen. Während die SPD-Bezirksvertreter für die Räumung eintreten. Und ein grüner Architekt ist das Zünglein an der Waage. Neigt er den Genossen in Sachen Räumung zu? ... Das neueste Kapitel der Schlacht von Goliath gegen David ist das vom Bauwagenplatz in Duisburg-Homberg.
Der wurde einst von Barfuss-Hippies auf dem Gelände des jetzigen Innenhafens aufgezogen und durfte nach massiver Intervention von grünen Jugend- und Kulturpolitikern auf eine linksrheinische Brachfläche der Kommune in Duisburg-Homberg umziehen.
Niemanden hat die Wagenburg dort gestört. Im Gegenteil: Die wechselnden Siedler, durchgängig hippieeske junge Leute haben sich in der Nachbarschaft viele Freunde gemacht. Weil sie mitanpackten. Dann kamen kommunale Liegenschaftsverwalter zu der Einschätzung: Die Wagenburg wäre fehl am Platze, sie störe, sie müsse weg. ...
http://www.ruhrbarone.de/kippt-duisburger-bauwagenplatz-durch-gruenen-bezirksvertreter/112605

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"Berlin-Alexanderplatz: Künstler protestieren gegen Leerstand" Thomas Loy (17.09.2015)
Das Haus der Statistik am Alexanderplatz steht leer, schon seit Jahren. Warum kann man dieses Gebäude nicht für Künstler und Flüchtlinge nutzen? In einer neuen Kampagne werden solche Orte "markiert". Die „Allianz bedrohter Berliner Atelierhäuser“ (ABBA) hat auf dem Alexanderplatz für „alternative Formen der Immobiliennutzung“ demonstriert. Mit einem Fassadenplakat wurde auf den Leerstand im Haus der Statistik aufmerksam gemacht. Dort könnten „Räume für Kunst, Kultur und Soziales“ entstehen. Auch der Club Stattbad aus Wedding würde gerne dort einziehen, sagte Florian Schmidt, Atelierbeauftragter des Berufsverbands Bildender Künstler (bbk).
Das Haus der Statistik soll abgerissen werden, um Platz für neue Hochhäuser zu schaffen. Konkrete Baupläne gibt es aber noch nicht. Das Angebot vom Bund, das Bürohaus vorübergehend als Flüchtlingsheim zu nutzen, habe das Land abgelehnt, so Schmidt. ...
http://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-alexanderplatz-kuenstler-protestieren-gegen-leerstand/12331552.html

AbBA - Allianz bedrohter Berliner Atelierhäuser
Arbeitsplätze für Künstlerinnen und Künstler (erhalten!)
bezahlbar, langfristig, vielfältig, innerstädtisch.
http://abbanetzwerk.tumblr.com/

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Valentina Ferrandes is an italian artist living in Berlin. Her video and sound pieces explore possible connections
between micro-narratives, landscapes and urban geography. Valentina presented her project "Berg", an exploration of the former Teufelsberg Listening Station, involving a video and a GPS triggered soundscape for mobil devices (available on itunes, free).
Artist talk by Valentina Ferrandes - valentinaferrandes.com Duration 44min49sec | http://scopesessions.org/
sound explorations visualmicronarratives urbangeography berlin 2014 | http://www.valentinaferrandes.com/BergSound.html
https://vimeo.com/89011441

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"Der Traum ist aus ...!"
Am 12./13./14. November 2015 jährt sich die Räumung der besetzten Häuser in der Mainzer Straße zum 25sten Mal und damit auch der Beginn vom Ende der zweiten großen HausbesetzerInnenbewegung in Berlin. Die damaligen Redakteure der Ostberliner Zeitschrift telegraph waren in diesen drei Tagen zu jeder Stunde vor Ort. Sowohl hinter, als auch vor den Barrikaden. Neun Tage nach der Räumung erschien der telegraph 16/1990. In diesem wurde die Räumung spontan zum Schwerpunkt.  ...
http://www.ostblog.de/2015/11/der_traum_ist_aus.php

« Last Edit: July 11, 2016, 02:36:24 PM by Link »

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« Reply #7 on: December 15, 2015, 10:02:11 AM »
Wrangelstraße 66: "Gentrifizierung in Kreuzberg Bezirk stoppt Verdrängung durch Spekulanten im Wrangelkiez" Karin Schmidl (14.12.2015)
Die Mieter in der Wrangelstraße 66 können langfristig in ihren Wohnungen bleiben. Das war ungewiss, weil eigentlich sämtliche Wohnungen an eine Gesellschaft in Luxemburg verkauft wurden. Doch dann stoppte der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg das Geschäft. ... In der Wrangelstraße 66 in Kreuzberg ist die Freude groß. Nicht nur auf das bevorstehende Weihnachtsfest, sondern vor allem wegen einer Sicherheit, die die 30 Mieter seit Monaten sehnlichst vermisst haben: Nach dem Verkauf ihrer Wohnungen an eine Aktiengesellschaft in Luxemburg mussten sie damit rechnen, dass sie irgendwann raus müssen. Dass der 1907 errichtete Fünfgeschosser entmietet, teuer saniert und dann als Filetstück weiterverkauft wird.
Dieses Prozedere scheint jetzt abgewendet. Kurz vor Ablauf der dafür vorgesehenen Frist hat der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg sein Vorkaufsrecht für das Haus Wrangelstraße 66 angemeldet. ...

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/gentrifizierung-in-kreuzberg-bezirk-stoppt-verdraengung-durch-spekulanten-im-wrangelkiez-,10809148,32925766.html

Die Masche, es insbesondere langjährigen Mietern, die noch keine High-End-Beträge für ihren Wohnraum bezahlen, in ihrer Wohnung möglichst unangenehm zu gestalten und sie durch unterlassene Instandsetzungsmassnahmen und irrwitzige Kündigungsschreiben zum Auszug zu bewegen, um offensichtlich frisch saniert neu vermieten zu können, hat bislang leider bei mehreren Mietern des Hauses funktioniert: Viele sind nicht mehr da. Einige wussten sich nicht zu wehren oder haben kapituliert und sind ausgezogen. Menschenfreundlich ist das nicht. So werden langjährig gewachsene Kiezstrukturen zerstört, genauso wie menschliche Beziehungen innerhalb dieser Gegenden geschädigt werden. Vergessen wird dabei, wie wichtig es ist, sich auf etwas verlassen zu können. Zum Beispiel darauf, dass das M99 Gemischtwarenladen mit Revolutionsbedarf auch morgen noch einfach DA ist. Weil es dazu gehört, weil es einzigartig ist und ganz profan einfach auch, weil es schon immer da war! ...
http://www.bizim-kiez.de/blog/

Friedrichshain-Kreuzberg übt zum ersten Mal das kommunale Vorkaufsrecht in Berlin aus und öffnet damit ein neues Kapitel städtischer Wohnungspolitik...
http://mietenstopp.blogsport.de/2015/12/14/bezirk-nimmt-vorkaufsrecht-wahr-wrangelstr-66-wird-gemeingut/

http://mietenstopp.blogsport.de/

http://peter-nowak-journalist.de/tag/wrangelstrase-66/


"Mit einen Mietwal gegen Miethaie" (Samstag, 14. November 2015)
Vor einigen Monaten sorgte die Bizim-Bakkal-Bewegung im Kreuzberger Wrangelkiez für großes mediales Interesse. Nachdem bekannt geworden war, dass ein Gemüseladen in der Wrangelstraße 77 gekündigt wurde, mobilisierten NachbarInnen über Internet den Protest und gingen jeden Mittwoch auf die Straße (MieterEcho Online berichtete).  In den letzten Wochen war es um die Bizim-Bakkal-Bewegung still geworden. Doch am 11.11. meldete sie sich mit einem Lichterumzug zurück. Ca. 400 MieterInnen trafen sich vor dem Gemüseladen, dessen Zukunft noch immer ungewiss ist. Die Wrangelstr. 77 GmbH hat zwar die Kündigung zurückgenommen, doch ein neuer Mietvertrag ist bis heute nicht unterschrieben. ...
http://peter-nowak-journalist.de/tag/wrangelstrase-77/

...

Gefahrengebiet: "Verfahren vom Tisch - Der umstrittene Angriff" Kai von Appen (4. 1. 2016)
Ein vermeintlicher Angriff auf die Hamburger Davidwache führte zum größten Gefahrengebiet der Stadtgeschichte. Das Verfahren wurde eingestellt. ... HAMBURG taz | Für die Hardliner unter den Polizeibeamten lieferte der vermeintliche Angriff den perfekten Rückenwind zum Agieren nach den Ausschreitungen bei der Soli-Demo für die Rote Flora eine Woche zuvor: Angeblich hätten 40 Autonome am Abend des 28. Dezember 2013 an der Davidwache einen Polizisten schwer verletzt. Der umstrittene Vorfall war der maßgebliche Grund, weshalb die Polizei vor zwei Jahren die gesamte westliche Innenstadt zum „Gefahrengebiet“ erklärte. Doch ob es diese Attacke gegen die Davidwache überhaupt jemals gegeben hat, ist weiterhin ungeklärt. „Das Ermittlungsverfahren ist eingestellt worden“, sagt die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Nana Frombach. ...
https://www.taz.de/!5266077/

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"Großdemo für Berliner Hausprojekt: Cheerleader mit Müllsäcken" Moritz Wichmann (7. 2. 2016)
BERLIN taz | „Mal gucken, wie weit sie es schaffen“, sagt ein Anwohner skeptisch-belustigt, als die Demo schnellen Schrittes mit dem halb vermummtem Frontblock loszieht. Deutlich mehr als die ursprünglich 200 angemeldeten Teilnehmer sind am Samstag zur Demo für die Rigaer 94 und gegen die Polizeikontrollen in der Rigaer Straße gekommen.
„Rebellische Strukturen verteidigen, solidarische Kieze schaffen“, fordert das Fronttransparent, inklusive Anarchie A. Dem Aufruf der Veranstalter, keine Parteifahnen mitzuführen, wird Folge geleistet, Berliner Hausprojekte aber halten Transparente in die Höhe. Für sie ist die Demonstration Auftakt zur nächsten Runde im Berliner Häuserkampf, weil in den nächsten Monaten gleich mehrere Projekte wie etwa der Kiezladen in der Friedelstraße in Neukölln räumungsbedroht sind. ...

http://www.taz.de/Grossdemo-fuer-Berliner-Hausprojekt/!5272092/

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Herzlich willkommen auf der Seite der Arbeitsgruppe Möbel Kraft bei der BUND-Kreisgruppe Kiel.
Seit August 2010 arbeiten Teile der Verwaltung Kiels und Möbel Kraft an der Errichtung eines Möbelzentrums zusammen mit dem Discounter Sconto auf dem Kleingartengelände Prüner Schlag am Westring. Dieses seit dem Bekanntwerden im Sommer 2011 höchst umstrittene Vorhaben hat im März 2014 zum bisher 1. Bürgerentscheid Kiels geführt. Ein Planungsstopp konnte jedoch aufgrund der knappen Niederlage von 47.5%: 52.5% der Stimmen nicht herbeigeführt werden. Damit geht der vorgeschriebene Weg eines Bauleitverfahrens jetzt in die entscheidende Runde der Entwurfsauslegung und Öffentlichkeitsbeteiligung. Dabei sollte, wenn Bürgerbeteiligung erst gemeint ist, ein ehrlicher Abwägungsprozess stattfinden und nicht nur Investorenwünsche  berücksichtigt werden. Alle KielerInnen können sich hier beteiligen.
https://ttkielblog.wordpress.com/

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Let's get walking
Jane Jacobs (1916-2006) was an urbanist and activist whose writings championed a fresh, community-based approach to city building. Read more about her here.
Everyone knows something about where they live. Every perspective is important to building vibrant and healthy cities. Click here to read about who you can help reach out to locally to build the Jane's Walk movement in your city or town. ...
http://janeswalk.org/

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Gleimstraße 52, Berlin
Prenzlauer Berg, Pankow, Berlin: Einblicke hinter die Kulissen
https://gleim52-berlin.blogspot.de/

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Wins59 - für ein sozialverträgliches Sanierungskonzept
Das Haus ist aufgrund seines Originalzustands inzwischen eine touristische Attraktion. Auch die Mieterstruktur ist, in diesem weitestgehend durchgentrifizierten Bezirk eine Rarität. Hier wohnen 75 Menschen aus Ost und West, Familien, Studenten, normale Arbeitnehmer ebenso wie Selbstständige, Bezieher von Sozialleistungen und auch ältere Leute, die seit 30-40 Jahren in diesem Haus leben.
Wir sind keine Hausbesetzer: Wir sind treue Mieter, die hier seit Jahren ihren Lebensmittelpunkt haben!
https://winsstrasse59.wordpress.com/

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AUGUSTSTRASSE
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/

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Kopenhagener 46, das Jahnke-Haus im Prenzlauer Berg, Berlin
Dieser Blog dokumentiert den Zusammenprall einer Berliner Hausgemeinschaft mit sehr tüchtigen Geschäftsmännern, die viel Geld verdienen wollen. Und dies tut die Christmann Unternehmensgruppe – u.a. auch Eigentümerin der  Winsstraße59 – bekanntlich mit großer Leidenschaft. Dabei wird sie rechtlich von STEINPILZ Rechtsanwälten vertreten. Keine kleine Nummer …
Dieser Blog soll auf ein sanierungsbedürftiges Gesetz hinweisen das Mieterinnen und Mieter in Deutschland sämtlichen Investoren völlig schutzlos ausliefert, ganze Viertel verändert und soziale Strukturen zerstört.
Ein Zeitzeugnis über den (tristen) Wandel Berlins.
Das Haus in der Kopenhagener Strasse 46 erfuhr 1986 eine Rekomaßnahme. Elektrische Anlagen, Gasversorgung und das Dach wurden erneuert und/oder instand gesetzt. Einige Wohnungen im Vorderhaus hatten bereits eigene Bäder, im Seitenflügel und Hinterhaus gab es noch einen größeren Bestand von Außentoiletten. Das Haus ging an eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft, die zur Aufgabe hatte einen großen Prozentsatz privatisieren.
1999 erwarb dann Jens Jahnke die Immobilie. Seinerzeit war der Kiez noch grau und bald hielten die Pioniere Einzug…Wir zum Beispiel ...
https://kopenhagener.wordpress.com/

kop46 Kopenhagener 46 – Life goes on!
Wohnen in Berlin! - Leben in der Kopenhagener Straße.
Das 1906 erbaute Haus war bis vor kurzem noch voll vermietet.
Hier wohnten, lebten und arbeiteten Menschen aus 4 Kontinenten.
Als die Kopenhagener 46 zum Mai 2013 verkauft wird, haben 29 große und 16 kleine Menschen hier ihr zu Hause.
Sie sind zwischen 2 Monaten und 76 Jahren alt. Einige sind hier geboren.
Sie wohnen hier seit 52 Jahren und seit 2 Monaten.
Zwei Jahre später stehen in der Kopenhagener Straße Wohnungen zum Verkauf.
Wo sind die Menschen jetzt? Hatten sie keine Lust mehr, am Mauerpark zu wohnen? Und warum? Was ist hier geschehen?
https://kop46.wordpress.com/

Willibald-Alexis-Str. 34 - WAX 34
(30. März 2016): Nix los mehr hier? Stimmt! Die WAX34 ist nun, auch mit aktiver Unterstützung einiger Vertreter des sozial-alternativen Milieus, fast vollständig in die spekulative Wohnraum-verwertungsmaschinerie integriert. Selbstverwalteten Wohnraum wird es hier niemals geben, bezahlbare Wohnungen sind vernichtet worden oder werden es in absehbarer Zeit sein.
Aber immerhin, durch die praktische Solidarität vieler Freunde und Bekannter und unserem Zusammenhalt als Hausgemeinschaft konnten wir einige Kaufinteressenten von ihrem Vorhaben abbringen und den Ausverkauf verzögern. ...

https://willibald-alexis-strasse34.blogspot.de/
« Last Edit: July 11, 2016, 02:41:19 PM by Link »

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Urbanistik & Stadtforschung & Widerstand...
« Reply #8 on: April 04, 2016, 09:56:13 PM »
"Farbe, Steine und Feuer gegen die Stadt der Reichen!"
Verfasst von: Autonome Gruppen. Verfasst am: 29.05.2016 - 20:39. Geschehen am: Sonntag, 29. Mai 2016.
Wir haben uns in der Alten Jakobstraße ein Stelldichein gegeben um unsere Wut über Ausgrenzung, Vertreibung, Kontrolle und Verachtung gegenüber einer Stadt der Reichen mit Farbe, Steinen und Feuer sichtbar zu machen. ...
https://linksunten.indymedia.org/de/node/180538

Quote
"die Reichen"
Verfasst von: anonym. Verfasst am: Mo, 30.05.2016 - 10:12.
sind schon ein eklatanter Bestandteil des Problems, denn "die Reichen" sind es, die den Kapitalismus nach ihren Bedürfnissen organisieren. Der Kapitalismus entsteht eben nicht von selbst aus irgendwelchen Sachzwängen heraus, sonders es ist ein menschengemachtes System, und einige Menschen haben eben einfach mehr Einfluss, Macht und Möglichkeiten. Und zur Veränderung muß man den Hebel genau dort ansetzen, alles andere sind Nebelkerzen oder Geschwätz aus dem Theorieseminar.

Quote
oh man..
Verfasst von: anonym. Verfasst am: Mo, 30.05.2016 - 12:58.
"die reichen" sind genauso wie alle anderen den prinzipien des kapitalismus unterworfen und ich würde sogar behaupten die schicht die sich mit am stärksten selbst ausbeutet, weil sie die prinzipien am stärksten verinnerlicht hat.
und nur weil eine person viel ökonomisches kapital hat, heißt es ja noch lange nicht, dass sie auch viel soziales, symbolisches, whatever kapital hat oder in der lage ist ihr ökonomisches kapital in diese umzusetzen: der vom hauseigentümer beauftragte gerichtsvollzieher kann noch so oft klingeln und fordern, wenn an der tür 200 solidarische menschen sitzen, zum beispiel.
und wenn es mir um die verteilungsfrage ginge, dann könnte ich auch meine stimme an die LINKE bei der nächsten wahl abgeben. das ist es aber nicht. das problem ist, wie ja schon geschrieben wurde, dass der kapitalismus nicht untergeht, nur weil "die reichen" nicht mehr existieren, oder eine bank entglast wurde, oder ein manager jetzt arbeitsfrei ist. der kapitalismus wird dann untergehen, wenn wir nicht mehr nach diesen prinzipien handeln, die sich inzwischen auf alle institutionen der gesellschaft ausgedehnt hat.


Quote
"den Prinzipien unterworfen..."
Verfasst von: anonym. Verfasst am: Di, 31.05.2016 - 07:45.

So ein Schwachsinn. Die Reichen haben Handlungfreiheit, im Gegensatz zum Arbeitnehmer oder Hartz4-Empfänger. Die Reichen können sich entscheiden, ob sie weiterhin die Arbeitskraft anderer zur eigenen Profitmaximierung nutzen, das Systen mit Gesetzen entsprechend ausgestalten ... oder ob sie ihr Vermögen für was Sinnvolles spenden und ihr zukünftiges Leben in der Arbeiterklasse verbringen und ihr politisches Wirken einer besseren Gesellschaft widmen. Die sogenannten "Sachzwänge" gelten nur insofern, dass ein Kapitalist gegen den anderen konkurriert um noch weiter nach oben zu kommen. Dazu ist er aber in keinster Weise gezwungen, so wie ein einfacher Arbeiter oder Hartzer den strukturellen Zwängen ausgesetzt ist. Bei der Gentrifizierungsfrage ist die Lage völlig eindeutig, denn es gibt keinerlei Zwang für Wohnungseigentümer, die Mieten zu erhöhen und Leute rauszuschmeißen.


Quote
schön,
Verfasst von: ich noch mal. Verfasst am: Mo, 30.05.2016 - 23:06.

wo verdammt nochmal bleiben denn jetzt eure konstruktiven vorschläge und alternativen zu aktionen wie diesen?

kein wort, das weiterhilft. euer dämliches pseudohumanistengelalle ist unterm strich destruktiver als es ein brennendes auto je sein kann. und dem schwachkopf, der da behauptet, daß die kapitalisten am bemitleidenswertesten von allen seien, da sie am meisten in das rat race investieren müßten (oder gar dafür arbeiten müßten- als ob man mit arbeit je reich werden würde), kann ich nur raten, sich vielleicht mal mit dem wesen des kapitalismus/bürokratie/mehrwertschaffung/unterdrückungsstrukturen etc.pp. auseinanderzusetzen- ich empfehle marx, graeber, chomsky etc.- bevor er sich hier selbst weiter lächerlich macht.

an die truppe, die das schöne feuerwerk da veranstaltet hat:
chapeau und weiter so. laßt euch von diesen sesselfurzenden ewignörglern nicht beeindrucken, die sich ja nur schönreden wollen, daß sie mit dem nächsten nachttanzrave viiiiiel revolutionärer als ihr seien, um ihr kleinbürgeliches ärschchen nicht in gefahr zu bringen. vorbestraft arbeitet sich das nach den sturm- und drangjahren nämlich schlecht in papas anwaltskanzlei.

ps.:
ich übrigens einer der alten nichtverhandler und meine hütten- ja, es waren im laufe der bewegung mehrere- sind alle ehrenvoll geräumt worden, wie im übrigen alle nichtverhandler. erzähl hier also keinen scheiß. wenn dann z.b. sone maulaufreißer wie die luckauer (wo ja auch neben der herrnhuther die halbe goltz gelandet war, alles mordsmilitante) sich noch vor torschluß damals schandverträge der übelsten art andrehen haben lassen, dann waren die eben keine nichtverhandler mehr und wurden massiv gedisst, sogar in der radi. wenn du damals am start warst, solltest du das eigentlich wissen. also: welche hütte war denn nun nichtverhandler und hat heute vertrag oder sogar eigentum an ihrer hütte? fakten oder schnauze halten!


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"Vandalismus in Berlin-Mitte "Autonome Gruppen" rechtfertigen Randale"  Jörn Hasselmann (30.05.2016)
"Autonome Gruppen" haben sich auf einer linksextremistischen Webseite zur Randale in der Alten Jakobstraße in Mitte bekannt. Dort brannten in der Nacht zu Sonntag mehrere Autos, Häuser wurden beschädigt. ... Am späten Sonntagabend ist auf der linksextremistischen Internetseite "indymedia" ein Bekennerschreiben zu den Anschlägen in Mitte in der Nacht zu Sonntag veröffentlicht. Darin heißt es: "Wir haben uns in der Alten Jakobstraße ein Stelldichein gegeben um unsere Wut über Ausgrenzung, Vertreibung, Kontrolle und Verachtung gegenüber einer Stadt der Reichen mit Farbe, Steinen und Feuer sichtbar zu machen." Unterzeichnet ist das Schreiben mit nur mit "Autonomen Gruppen". Begründet wird die nächtliche Randale so: "Die Luxusneubauten stehen für eine Stadtentwicklung zu Gunsten der Reichen und zeigen offenkundig die Trennung in Teilhabende und Ausgeschlossene: Während die einen in ihren Appartments der gefühlsvollen Inszenierung italienischer Lebensqualität fröhnen wird der Pöbel durch Überwachungskameras fern gehalten." Ob die Selbstbezichtigung authentisch ist, bleibt unklar. ... Auf der linksextremistischen Internetseite „Indymedia“ war der Baubeginn im Oktober 2014 registriert worden. Der bundesweit tätige Konzern errichtet auf dem ehemaligen Mauerstreifen 102 Eigentumswohnungen, die in diesem Jahr bezogen werden sollen. „Die Preise werden eine breite Zielgruppe ansprechen“, hatte ein Firmensprecher vor drei Jahren dem Tagesspiegel gesagt, genannt wurden Quadratmeterpreise von 4000 bis 5000 Euro.
„Jeden Tag schönes Erleben“ steht in großen Lettern auf einem Werbeschild der Patrizia, es blieb unbeschädigt. Einem Mieter von der anderen Straßenseite reicht das Erlebte. „Bloß hier wegziehen“, schimpft er in sich hinein.
SPD, CDU und Grüne verurteilten die Attacke. „Linksextremisten sind Feinde der Demokratie. Sie verstehen nur den Haftrichter“, twitterte der SPD-Abgeordnete Tom Schreiber. "Diese linksautonomen Feuerteufel gehören alle in die JVA Tegel." Die Grünen warfen Innensenator Frank Henkel (CDU) eine fehlende "durchdachte Strategie" vor. "Die Polizei scheint nachts weniger unterwegs zu sein", behauptete der Abgeordnete Benedikt Lux. Der Abgeordnete kündigte an, den Anschlag im nächsten Innenausschuss zu thematisieren.
In den vergangenen Monaten haben Linksextremisten in verschiedenen Bezirken randaliert, unter anderem in der Neubausiedlung am Gleisdreieckpark. ...
http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/vandalismus-in-berlin-mitte-autonome-gruppen-rechtfertigen-randale/13656262.html

Quote
    DaW, 30.05.2016 11:43 Uhr

Was für Idioten
Gewalt und Aufrufe dazu sind durch nichts zu rechtfertigen. Ihrer (vermeintlichen) Sache haben sie einen Bärendienst erwiesen, letztlich profitieren nur "A"fD, PEGIDA & Co davon - und können mal wieder super whataboutism betreiben. Danke, ihr selbsternannten Retter der Welt ...


Quote
  apnoe, 30.05.2016 12:19 Uhr

Antwort auf DaW vom 30.05.2016 11:43 Uhr
Was ich mich immer wieder frage:
Inwiefern bauen diese Autonomen Gruppen (bzw. ihre Mitglieder) eigentlich noch darauf, den Rückhalt der Massen zu haben, für die sie eigentlich kämpfen wollen? Oder haben sie sich in ihrer Rechtfertigungsblase schon so abgeschottet, dass der Kampf gegen das System schon als Selbstzweck durchgeht, bei dem die "Befreier" ganz ohne die "Befreiten" auskommen?


Quote
    SuOm, 30.05.2016 11:27 Uhr

Meine Güte was für Deppen. Als ob solche Aktionen irgend etwas ändern würden. Viel mehr zieht man sich noch weiter den Zorn der Gesellschaft zu und verliert dadurch mehr und mehr den Fokus auf die Probleme der Stadt.


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    lahaine, 30.05.2016 10:25 Uhr

Luxusbewohner
Was erwartet der Autor dieses Artikels, sollen die Leser des Tagesspiegels sich jetzt solidarisch fühlen mit den Bewohnern teurer Eigentumswohnungen oder großer Autos?


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    Frauenarzt, 30.05.2016 10:32 Uhr

Antwort auf lahaine vom 30.05.2016 10:25 Uhr

Tagesspiegel-Leser
sollten Brandanschläge ablehnen, erst recht solche zur Vertreibung von Menschen aus ihrem Zuhause. Das sollte unser kleinster gemeinsamer Nenner sein. Ist es aber wohl leider nicht.


Quote
    fritz, 30.05.2016 10:39 Uhr

Antwort auf lahaine vom 30.05.2016 10:25 Uhr
Solidarität mit Verbrechensopfern ist selbstverständlich.

Wohlhabende sind kein Freiwild für Gewalttäter, die es zu nichts gebracht haben und aus Wut und Neid das zerstören, was sie nicht haben können.


Quote
    vicym
    30.05.2016 11:05 Uhr

Antwort auf lahaine vom 30.05.2016 10:25 Uhr
Die meisten Eigentumswohnungen werden vermietet, und es haben definitiv keine "großen" Autos gebrannt. Und das der vorhandene Supermarkt ebenfalls etliches abbekommen hat, wurde garnicht berichtet.

Das sind einfach nur verzogene Gören, die keinen Funken Anstand haben. Nur noch bekloppt!


Quote
    habimmerrecht, 30.05.2016 11:55 Uhr

Antwort auf lahaine vom 30.05.2016 10:25 Uhr
Ja, ich bin solidarisch. Ab welcher Höhe des monatlichen Einkommens mein Solidaritäts-Gefühl sinken sollte, lassen Sie mich bitte wissen.


Quote
    RobertCrumb, 30.05.2016 08:39 Uhr

Das ist der Preis für die Politik des Establishment,den ganzen Wohnungsmarkt den gesetzlosen Immobilienhaien zu überlassen.
Praktisch ganze Bevölkerungsschichten werden an den Stadtrand vertrieben um Platz für die Neureichen zu machen.


Quote
     Frauenarzt, 30.05.2016 09:46 Uhr

Antwort auf RobertCrumb vom 30.05.2016 08:39 Uhr
Das ist einfach nur das Werk von gewohnheitsmäßigen Randalierern. Die kleinen Leute, gegen die sich deren Terror richtet, sind keine "Immobilienhaie", sie müssen für ihr kleines bisschen Wohlstand und Sicherheit für ihre Kinder hart arbeiten, sich vielleicht sogar verschulden. Und nun zünden ein paar gesetzlose Idioten diesen "Neureichen" die Styropor-Fassaden und Untere-Mittelklasse-Wagen an. Mich würde nicht wundern, wenn diese Hass- und Neidverbrecher, die für ihre krude Ideologie Menschenleben aufs Spiel setzen, selber in einem der begehrten Innenstadtbezirke hausen.


Quote
    AdeleSandrock
    30.05.2016 19:42 Uhr

Antwort auf RobertCrumb vom 30.05.2016 19:12 Uhr
Effekt
Und Sie glauben tatsächlich, daß die Welt besser und gerechter wird, wenn diese Lumpen marodierend durch die Straßen ziehen und anderen das zerstören, was die sich erarbeitet haben?
Welchen Effekt erhoffen Sie sich dadurch für ihren Techniker und die Verkäuferin? Ich kann mir nicht vorstellen, daß die solche Kriminellen beauftragen würden, um ihre Interessen zu vertreten.


Quote
    RobertCrumb, 30.05.2016 20:51 Uhr

Antwort auf AdeleSandrock vom 30.05.2016 19:42 Uhr
Nein
das nicht aber vielleicht wird auch mal quer gedacht und sozialistisch,denn die Werte der Gesellschaft können nur von Dauer sein wenn sie für Alle gemacht sind.


Quote
    Elena66
    30.05.2016 21:48 Uhr

Antwort auf RobertCrumb vom 30.05.2016 20:51 Uhr
Stecken lassen
Haben wir gesehen, wie gut das in der DDR und anderen sozialistischen Ländern funktioniert hat.

Wenn man mehr Wohnraum in den Innenstädten will, dann geht das nur durch private und öffentliche Investitiionen. Berlin ist klamm, da geht also soviel nicht, sonst hätte man wohl auch nicht so umfassend privatisiert.

Bauen ist aber nun mal teuer, zumal in begehrten Lagen. Wenn da jemand günstigen Wohnraum will, dann klappt das nur, wenn man dem Investor die Möglichkeit gibt, diese Sozialwohnungen durch teurere Wohnungen querzufinanzieren. Sei es durch höhere Mieten, als Eigentumswohnung oder indem man die Nutzung als Ferienwohnung erlaubt. Oder aber man lässt den Investor 3 Stockwerke draufsatteln, dann rechnet sich das auch. Mietpreisbremse, das Verbot von Ferienwohnungen und die notorische Weigerung des Senats, die Traufhöhe zu erhöhen führen dazu, dass es nicht oder nur mit sehr hohem finanziellen Risiko möglich ist, profitabel zu bauen (nicht schnappatmen, so sind Geschäftsleute, die wollen immer was für ihr Geld zurück, das gilt selbst für Kioskbesitzer, die einem einzelne Gummibärchen für das Doppelte des Einkaufspreises verkaufen). Und was dann passiert, sieht man an der Curvy-Brache, wo der Bauherr sich nun entschlossen hat, doch lieber keine Wohnungen zu bauen (weder niedrig- noch hochpreisige), sondern lieber ein Geschäftshaus.

Und der Wohnungsmangel wächst ....


Quote
    Muhkuhhh, 29.05.2016 15:41 Uhr

Was drückt sich darin aus?
Natürlich sind solche Vorgänge ohne wenn und aber zu verurteilen! Autos in Brand zu stecken, Gebäude zu beschädigen und generell Verwüstungen anzurichten sind nicht zu tolerieren und muss für den Fall, dass diese Menschen erwischt werden auch entsprechend bestraft werden.

Aber: In solchen Taten drückt sich etwas aus! Und diesen Dingen auf den Grund zu gehen ist mindestens so wichtig, wie die Täter ausfindig zu machen...
Wo auch immer man in dieser Stadt unterwegs ist , entstehen nur noch Luxuswohnungen und werden Bauwerke hochgezogen, die einfach teuer aussehen und unglaublich hässlich sind. Sie bringen zum Ausdruck, dass hier ohne viel Geld nichts geht.
Wenn man durch die Gegend nahe dem Spittelmarkt läuft,ist es ganz genau so. Teure Bauten und nur noch Luxus, Luxus.....
Kann es nicht sein, dass es für ganz viele Menschen dafür erhebliches Unverständnis gibt? Dass Menschen mit " normalem Gehalt" sich fragen, was das alles soll?
Hier einfach mal so zu tun, als ob hier nur ein paar linksextremistische Spinner unterwegs sind, die Chaos und Verwüstung anrichten wollen, ist viel zu oberflächlich und zeigt, dass viele Politiket dieser Stadt gar kein angemessenes Bild ihrer eigenen Stadt haben. Und die Grünen machen es sich wie immer ganz einfach. Schuld ist die Polizei. Das ist echt Quatsch und wahnsinnig kurzsichtig. ...


Quote
    nochnefrage
    29.05.2016 18:03 Uhr

Linkspopulismus
Es ist doch immer wieder interessant, Lesermeinungen zu lesen:

    In solchen Taten drückt sich etwas aus!

Das hätte mal jemand über sie Brandstiftungen der rechten Verbrecher sagen sollen ...


Quote
    motmax
    29.05.2016 11:48 Uhr

Sprachrohr für Scharfmacher?
Die Kommentare von Tom Schreiber offenbaren entweder eine absurde Profilierungssucht um sich plump als nächster Law and Order Innensenator zu empfehlen oder eine ungesunde neurotische Fixierung auf sein Thema, was beides nicht sonderlich sympatisch wirkt.
Bevor es irgendwelche konkreten Hinweise gibt, benennt er pauschal eine Gruppe von Mitbürgern als schuldig und hat auch schon eine angemessene Strafe zu empfehlen.

Ich erinnere Fälle in der jüngeren Geschichte, wo interessierte staatliche sowie andere Kreise einen sogenannten "Linksextremismus" geschürt bzw. radikalisiert und instrumentalisiert haben.

Die Bezeichnung "Linksextremisten" ist historisch schon oft in verschiedener Weise angewendet worden, oft hat es dann grausame Verfolgungen gegen irgendwelche unliebsamen Personengruppen gegeben, auch in rechten wie in sogenannten kommunistischen Regimen.

Die Presse hat eine grosse Verantwortung, Scharfmachern nicht Sprachrohr zu sein lieber Tagesspiegel ...


Quote
    greg, 29.05.2016 13:54 Uhr

Antwort auf motmax vom 29.05.2016 11:48 Uhr
Würden Sie bei einem Vorfall, der mutmaßlich rechtsextrem ist und als solcher auch zu erkennen ist, genauso argumentieren?


...

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« Last Edit: July 11, 2016, 02:29:04 PM by Link »

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Urbanistik & Stadtforschung & Widerstand...
« Reply #9 on: June 19, 2016, 10:47:51 AM »
Das Mercure Hotel Potsdam (früher: Interhotel Potsdam) ist ein im Jahr 1969 fertiggestelltes Hotel aus der Zeit der DDR, das von der Interhotel-Kette betrieben wurde. Nach der Wende gelangte es in das Eigentum der Mercure-Kette, die den Plattenbau sanieren und auf den nun üblichen Ausstattungsstandard umbauen ließ. Es steht an der Langen Brücke und grenzt an den Lustgarten. ... Der Vorsitzende des DDR-Staatsrats Walter Ulbricht gab 1967 den Auftrag, eine „sozialistische Stadtkrone“ in Potsdam zu bauen. Das Hotelgebäude wurde als Prestigebau durch ein Architektenkollektiv unter der Leitung von Sepp Weber verwirklicht und sollte höchsten internationalen Standards entsprechen. Für die Fertigstellung kamen einige Baugeräte aus dem kapitalistischen Ausland zum Einsatz. Das Haus bietet über 420 Gästezimmer in 17 Etagen und wurde als erstes Hotel der DDR mit 20 Fernsehern ausgerüstet. Prominente wie Karlheinz Böhm, Audrey Landers und Zsa Zsa Gabor waren hier Gäste. ... (20. November 2015)
https://de.wikipedia.org/wiki/Mercure_Potsdam


"Städtebau: Potsdam sind im Fall "Hotel Mercure" die Hände gebunden" Katrin Starke (12.05.2012)
Für viele ist der 17-geschossige Bau ein architektonischer Schandfleck. Vergleichbare Gebäude der Ost-Moderne sind schon niedergerissen. ... Gäbe es nur eine Möglichkeit, die Potsdamer Bauverwaltung würde wohl selbst die Abrissbirne in Schwung setzen, um das ehemalige "Interhotel" an der Langen Brücke abzureißen. Und stünde damit nicht allein. Das 1969 erbaute Hochhaus, das heute als Mercure-Hotel Gästen in 210 Zimmern Vier-Sterne-Qualität bietet, ist vor allem denen ein Dorn im Auge, die sich einem historischen Stadtbild verschrieben haben. Plattenbau gegen klassizistische Fassade – in Potsdam wird derzeit kontrovers über das Erbe der DDR-Architektur diskutiert. ... Das Haus, das Hotelbetreiber Accor gemietet hat, befindet sich im Eigentum der US-Investmentgesellschaft Blackstone. Klipp will auf seine Chance warten. Die könnte Ende des Jahres kommen. Der Betreibervertrag läuft im Dezember aus. Noch steht nicht fest, ob Accor verlängern wird. "Die Rahmenbedingungen haben sich geändert. Aber wir sind in guten und konstruktiven Gesprächen mit dem Vermieter. Immerhin ist der Standort des Hotels herausragend", erklärt Accor-Sprecher Michael Kirsch. Der SED-Prestigebau im Zentrum der Stadt ist nur ein Posten auf Klipps Liste der zur Disposition stehenden Objekte der Ost-Moderne. Umstritten deshalb, weil sie "in einer bestimmten Zeit ganz bewusst gegen den Stadtgrundriss gebaut wurden", sagt Klipp. ...  Dass beispielsweise das ehemalige Kulturhaus des früheren Ministeriums für Staatssicherheit in Golm unter Denkmalschutz stehe, belege, dass in Potsdam unverkrampft und unideologisch mit der DDR-Architektur umgegangen werde. "So etwas wie in Berlin kann in Potsdam nicht so schnell passieren", spielt Klipp auf den Abriss des "Ahornblatts" an der Fischerinsel an. Im Jahr 2000 war der von Ulrich Müther entworfene Schalenbau zur Bestürzung vieler Berliner dem Erdboden gleichgemacht worden. In Potsdam dagegen sei das Werk des Schalenbau-Pioniers, das Café "Seerose", geschützt.
18 Gebäude aus der DDR-Zeit genießen in Potsdam den gleichen Status. Vergleichsweise viele, wie das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege bescheinigt. "Zu wenige", sagt dagegen Thomas Hintze, Chef der Bürgerinitiative "Pro Brauhausberg". Das Terrassencafé Minsk hat der Potsdamer dabei vor Augen. Von der Pracht des 1977 zum 60. Jahrestag der Oktoberrevolution eröffneten Restaurants mit einer Außenterrasse, die Platz für 110 Gäste bot, ist kaum etwas geblieben. Seit gut 15 Jahren pfeift der Wind durch die Fensterhöhlen, haben Sprayer und Randalierer ihre Spuren am Gebäude hinterlassen. Kein schöner Anblick, wie Hintze zugibt. "Aber das 'Minsk' hat etwas zu erzählen. Für viele Alteingesessene bedeutet es ein Stück Identität." Der 41-Jährige erinnert an die ungewöhnliche Baugeschichte. ...
http://www.morgenpost.de/brandenburg/article106294437/Potsdam-sind-im-Fall-Hotel-Mercure-die-Haende-gebunden.html


"Potsdamer Interhotel: Kann das weg?" Anne Hähnig (16. Juni 2016)
Das einstige Potsdamer Interhotel soll abgerissen werden. Beim Streit darüber geht es um mehr als nur um ein Gebäude – es tobt ein Kulturkampf: Wer bestimmt, wie diese Stadt künftig aussieht? ... "Sozialistische Notdurftarchitektur" hat der in Potsdam lebende TV-Moderator Günther Jauch das Mercure einmal genannt. Und der Schauspieler Jörg Hartmann sagte: "Kein Mensch mit einem Schönheitsempfinden kann solche Bauten dauerhaft wollen." Auch Kai Diekmann wollte, dass es verschwindet. Tatsächlich soll das Mercure abgerissen werden: Die Stadtverordnetenversammlung hat im März beschlossen, das Gebäude zu kaufen, um es später wegreißen zu können. Denn es ist, wie selbst Hoteldirektor Wesolowski sagt, "von außen nicht gerade ein Schokoladenhohlkörper". Es sieht also nicht eben verführerisch aus – und direkt gegenüber steht eines der prächtigsten Häuser Potsdams: das wiederaufgebaute Stadtschloss. Deshalb, finden die Kommunalpolitiker, passe das Mercure dort nicht hin, zumal es mit seinen 60 Metern Höhe alle anderen Gebäude um Längen überragt. Es soll einem Park weichen, und dieser Park soll "Wiese des Volkes" heißen.
Doch diese Rechnung wurde ohne das Volk gemacht, denn das wehrt sich: gegen den Abriss, gegen die Stadt, gegen die Prominenten. Es gibt eine Bürgerinitiative, die ein Bürgerbegehren auf den Weg gebracht hat. Das richtet sich gegen den Abriss des Mercure und zweier weiterer DDR-Gebäude in der Innenstadt. Etwa jeder zehnte Potsdamer hat schon unterzeichnet, die Zahl der Unterstützer liegt aktuell bei 16.000. Das sind 2.000 mehr, als notwendig wären. Mit Unterstützung der Linken wurden Unterschriften vor allem in den Plattenbauvierteln der Stadt gesammelt. Die kleinen Leute unterschreiben für den Erhalt eines in die Jahre gekommenen Luxushotels. Das ist Potsdamer Ironie.
Längst ist die Zukunft des Mercure eines der wichtigsten Themen in dieser Stadt, die zuletzt eine enorme Anziehungskraft auf die Reichen und Prominenten ausgeübt hat; so sehr wie wohl keine andere in Deutschland: Viele, die Ruhm und Geld haben, wollen hier leben. Nah an Berlin und doch in entrückter Schönheit. Der Streit um das Mercure ist so auch ein Streit zwischen alten Potsdamern und neuen. ...
http://www.zeit.de/2016/26/potsdamer-interhotel-abriss-kulturkampf/komplettansicht


"Stadtgestaltung in Potsdam Das Hotel Mercure bleibt stehen" Henri Kramer (19.09.2016)
Der jahrelange erbitterte Konflikt um die Gestalt der Potsdamer Mitte kann ein Ende finden: Der Abriss des Hotel Mercure ist für die kommenden Jahre vom Tisch. ...
http://www.tagesspiegel.de/berlin/stadtgestaltung-in-potsdam-das-hotel-mercure-bleibt-stehen/14547746.html


« Last Edit: September 15, 2016, 09:31:39 AM by Link »

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« Reply #10 on: June 22, 2016, 04:45:31 PM »
"Berlin-Friedrichshain: Polizeieinsatz in der "Rigaer 94" - Eigentümer lässt Fahrräder entfernen" Christian Vooren (22.06.2016)
Die Berliner Polizei führt am Mittwochvormittag einen Einsatz im linksalternativen Wohnprojekt in der Rigaer Straße 94 in Friedrichshain durch.
"Der Einsatz läuft seit 7.30 Uhr", hieß es bei der Polizei. Die Hausverwaltung habe um Unterstützung gebeten, weil Bauarbeiter im Haus Baumaßnahmen durchführen sollen. Es gehe um Brandschutz, die Räumung von Fluchtwegen und die Entfernung von Sperrmüll, sagte ein Sprecher. "Wir schützen die Bauarbeiter. Sie sind zuletzt wiederholt bedrängt und beleidigt worden." Man sei aber nicht da, um Wohnungen zu durchsuchen oder Personen festzunehmen. ... Das Wohnprojekt in der Rigaer Straße gilt als Treffpunkt von Linksextremisten, es kommt es immer wieder zu Angriffen auf Polizeistreifen und politische Gegner. Zuletzt war die Polizei im Januar dieses Jahres in dem Wohnprojekt im Einsatz - zuvor war ein Kontaktbereichsbeamter direkt vor dem Haus angegriffen worden. ...
http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/berlin-friedrichshain-polizeieinsatz-in-der-rigaer-94-eigentuemer-laesst-fahrraeder-entfernen/13769300.html

Quote
McSchreck 15:20 Uhr
oje, wenn ein Eigentümer in seinem Eigentum an Flüchtlinge vermieten will, ist das also "Besetzer gegen Flüchtlinge ausspielen". ....


...

Das Haus an der Rigaer Straße 94 im sogenannten „Nordkiez“ (Samariterviertel) in Berlin-Friedrichshain ist ein aus einer illegalen Hausbesetzung entstandenes Wohnobjekt, das als eines der letzten Häuser in Berlin zu großen Teilen auch heute noch besetzt ist. In den Räumlichkeiten befindet sich die Hausbesetzerkneipe Kadterschmiede, die nicht öffentlich zugänglich ist. ....
https://de.wikipedia.org/wiki/Rigaer_Stra%C3%9Fe_94

https://rigaer94.squat.net/ | https://rigaer94.squat.net/chronik/

"Erklärung der Rigaer 94 zu den heutigen Ereignissen"
Verfasst von: Rigaer94. Verfasst am: 13.01.2016 - 21:35. Geschehen am: Mittwoch, 13. Januar 2016
https://linksunten.indymedia.org/de/node/165191

Bullen in Rigaer94
Verfasst von: Rigaer94. Verfasst am: 22.06.2016 - 08:07. (unmoderiert) Kommentare: 24
Bullen in der Kadterschmiede seit 7:00Uhr wollen sie wohl räumen...
Quote
Presseinformation Begehung Rigaer Str.94
Verfasst von: Hausverwaltung Pawel Kapica. Verfasst am: Mi, 22.06.2016 - 10:06.
Am 22. Juni 2016 werden wir als beauftragte Hausverwaltung im Auftrag der Eigentümergesellschaft Lafone Investments Ltd. eine Begehung des Hauses Rigaer Str. 94 in Berlin-Friedrichshain durchführen.
Im Ramen der Begehung werden der nicht ausgebaute Dachbodendes Vorderhauses sowie zwei zweckentfremdete Flächen im Erdgeschoss des Quergebäudes und des Seitenflügels geräumt. Gleichzeitig werden vorhandene Mängel im Brandschutz sowie der Verkehrssicherheit in den Treppenhäusern behoben und der Hof von Sperrmüll, darunter 20-30 alte Kühlschränke, entsorgt.
Von insgesamt 30 Wohnungen im Haus sind derzeit noch sieben Wohnungen besetzt. Laute dem Berliner Melderegister sind in diesen 7 Wohnungen auch keine Bewohner gemeldet. Bei den beiden zu räumenden Flächen handelt es sich jedoch um keinen genutzten Wohnraum.
Im Jahr 2015 wurden Reinigungskräfte und Hausmeister von Bewohnern unter Gewaltandrohung des Vorderhauses verwiesen. Im selben Jahr wurden ein Räumungsversuch des widerrechtlich bestzten Vorderhaus- Dachbodens wosie weitere Begehungen von Bewohnern des Seitenflügels/ Quergebäudes und deren Sympathisanten unter Gewaltandrohung verhindert.
Die Eigentümergesellschaft hat deshalb über einen Rechtsanwalt für die Begehung am 22.6.2016. die Berliner Polizei um Unterstützung gebeten.
Die beiden zu räumenden Flächen im Erdgeschoss werden ab sofort instandgesetzt und an Flüchtlinge mit regulären Mietverträgen zu Konditionen des Berliner Mietspiegels als Wohnraum vermietet.
In Veröffentlichungen der Berliner Presse und im Internet wurde verbreitet, dass in den Treppenhäusern Schäden und Mängel der Verkehrsicherheit und des Brandschutzes vorliegen. Sollte dies zutreffen, müssen diese Mängel aus Haftungsgründen im Auftrag der Eigentümerschaft behoben werden. Obwohl das Bezirksamt offiziell darüber informiert wurde, hat es keine entsprechenden Kontrollen oder Maßnahmen ergriffen. Die Eigentümerschaft steht jedoch in der Verantwortung solche Mängel abzustellen.
Das Angebot zum Kauf des Hauses Rigaer Str. 94 durch die Unterstützung der Edith Maryon Stiftung haben die jetztigen Bewohner seinerzeit mit dem Hinweis auf "ihren politischen Kampf" abgelehnt und sich somit gegen eine Übernahme dieser Verantwortung enschieden.
Hausverwaltung Pawel Kapica
Quote
Korrektur
Verfasst von: anonym. Verfasst am: Mi, 22.06.2016 - 14:16.
Hausverwaltung Kapica ist nur "vorgeschoben".
Organisatorisch verantwortlich für den heutigen Einsatz ist weiterhin die "BELIMA - Berliner Liegenschaften Management GmbH & Co. KG" aus der Arndtstraße 34, 10965 Berlin.
https://linksunten.indymedia.org/en/node/153892

https://linksunten.indymedia.org/de/node/182744

"Berlin / Brandenburg: 22.06.2016Polizei schon wieder im linken Hausprojekt Rigaer 94" ( 22.06.2016)
Polizei: Amtshilfe für die Hausverwaltung / Bewohner: Auch Kneipe »Kadterschmiede« betroffen / Beamte und Handwerker mit Gerät unterwegs...
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1016144.polizei-schon-wieder-im-linken-hausprojekt-rigaer.html


"Polizeieinsatz in der Rigaer Straße: Linke Szenekneipe geräumt" Volkan Agar (Berlin, 22. 6. 2016)
Mit der Unterstützung von 300 Polizisten, privaten Security-Mitarbeitern und Handwerkern begann am Mittwochmorgen um 7.30 Uhr die Räumung einer Werkstatt und der Szenekneipe „Kadterschmiede“ in der Rigaer 94 in Friedrichshain. ...
https://www.taz.de/Polizeieinsatz-in-der-Rigaer-Strasse/!5312427/

"Nach Einsatz in Rigaer Straße in Friedrichshain Nächtliche Randale: Autos angezündet, Steine geworfen"
Karin Christmann (tagesspiegel.de, 23.06.2016)
Nach dem Polizeieinsatz in der "Rigaer 94" am Mittwoch gab es in der Nacht zu Donnerstag Randale in mehreren Bezirken: Autos brannten, Bankfilialen wurden attackiert. ...
http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/nach-einsatz-in-rigaer-strasse-in-friedrichshain-naechtliche-randale-autos-angezuendet-steine-geworfen/13774948.html

Quote
IchGlaubeGarNichtsMehr 23.06.2016 09:26 Uhr
Was für Helden - einen Roller umschmeißen und ein BVG Häuschen kaputt machen.
Und diese Leute wollen uns ein anderes Gesellschaftsmodell vorleben...


Quote
wohltemperiert 23.06.2016 07:57 Uhr
Na, das ist doch mal wieder etwas!!!
Rechtsfreier Raum - Teekesselchen [https://de.wikipedia.org/wiki/Teekesselchen]


...

« Last Edit: June 23, 2016, 12:34:18 PM by Link »

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« Reply #11 on: June 24, 2016, 01:29:21 PM »
"Wir sind verdammt wütend – und das ist gut so!" Arno Kleinebeckel (23.06.2016)
Linker Mob randaliert in Berlin und hinterlässt eine Schneise der Verwüstung – Aufruf zur Gewalt per Internet. ... Die BZ zitiert den Berliner Innenpolitiker Benedikt Lux (Grüne), er sprach von einer schlimmen Eskalationslage: "Sie lässt mich ratlos werden. Gewalt kann niemals Mittel der politischen Auseinandersetzung sein. Wir brauchen eine Politik, die konsequent für Anwohner (…) streitet." ...
http://www.heise.de/tp/artikel/48/48630/1.html

Quote
    Tobias Conradi, 23.06.2016 20:48


Benedikt Lux: Gewalt kann niemals Mittel der politischen Auseinandersetzung sein
Ein Mitglied der Kriegspartei "B90/Grüne".

Wie war das mit den Bomben auf Jugoslawien?

https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Allied_Force#V.C3.B6lkerrechtliche_Beurteilung

https://www.google.com/search?q=%22Es+begann+mit+einer+L%C3%BCge%22

https://de.wikipedia.org/wiki/Hufeisenplan (Hoax)

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (23.06.2016 20:50).


Quote
    albert992, 23.06.2016 22:46

Informativer Artikel

Hab alles gelesen und weiß jetzt eigentlich nicht, was dort warum los war.
Könnten Sie da nochmal drübergehen, bitte?

Sonst schau ich bei Bild.


---

"Wir sind verdammt wütend – und das ist gut so! Solidarität mit der Rigaer94"
Verfasst von: Schwarzer Kadter. Verfasst am: 23.06.2016 - 02:22. Geschehen am: Mittwoch, 22. Juni 2016. Kommentare: 16
https://linksunten.indymedia.org/de/node/182896

"Chaoten-Mob randaliert auf Berlins Straßen" - Wut zu Widerstand
Verfasst von: (A). Verfasst am: Do, 23.06.2016 - 08:27.
„In Pankow brannte in der Glaßbrennerstraße ein Fahrzeug”, sagte ein Polizeisprecher. In der Finnländischen Straße (Pankow) standen Baumaschinen in Brand, in der Wohnanlage Dora-Benjamin-Park zündeten Unbekannte weitere Autos an. An Bankfilialen in der Beusselstraße und am Halleschen Ufer wurden Fensterscheiben eingeworfen. „Festnahmen gab es nicht”, sagte der Sprecher.
Quelle: http://www.bz-berlin.de/berlin/chaoten-mob-randaliert-auf-berlins-strassen

Quote
Refugees welcome??
unmoderiert
Verfasst von: Anouk. Verfasst am: Fr, 24.06.2016 - 11:52.

Liebe menschen der Rigaer!
Wenn ihr euch "Refugees welcome" auf die Fahne schreibt, dann setzt es auch so um!
Dann setzt euch mit dem Investor und Henkel hin und macht einen Vertrag!
Das was ihr jetzt macht mit Widerstand und Steine schmeißen macht euch nicht grad authentisch in Sachen Wilkkommenskultur, sonst schreibt das nächste mal mit Sternchen refugees welcome, aber nur unter gesonderten Bedingungen! Es war klar das es so kommen wird. Viele andere bewohner mussten wegen der Flüchtlingskrise ihre Häuser wechseln. Und die Flüchtlige brauchen jetzt ein dach über dem Kopf und ncht für ein paar Tage eine dusche!

Klar gibt es viel leerstand! der leerstandsmelder ist voll! Aber gerade bei euch möchte mal doch meinen das ihr die Flüchtlinge willkommen heißt! Ansonsten wäre es wichtig gewesen, sich auch mal kritischer mit dem Thema auseinanderzusetzen! Denn es gibt da noch mehr zu beachten! Zeigt eure Willkommenskultur jetzt. Was soll sonst ein refugee davon halten? Die denken ja ihr seid rechts! Das wars dann wohl mit der willkommenskultur! Tschö mit ö! Denkt mal drüber nach!


Quote
unmoderiert
Verfasst von: oskar. Verfasst am: Fr, 24.06.2016 - 12:24.

Das gegenseitige Ausspielen der Interessen der Gruppen, die du hier ausgemacht hast, führt zu nichts.

Gegenvorschlag:
Gemeinsam mit den Flüchtlingen "Spontanbesetzungen" organisieren und solidarisch bleiben.



...

---

"Großeinsatz gegen linkes Hausprojekt: Hausverbot für Polizisten" Manuela Heim (Berlin, 28. 6. 2016)
BERLIN taz | In der Rigaer Straße schaukelt sich die Stimmung hoch. Die permanente, vermutlich noch Wochen andauernde Präsenz dutzender Beamter wird von vielen AnwohnerInnen als Provokation betrachtet. Ein Konflikt rund um die Kiezbäckerei zeigt die Angespanntheit bis auf die höchste politische Ebene.
Am Mittwoch vergangener Woche hat der Eigentümer Teile des linken Hausprojektes Rigaer 94 von Bauarbeitern ausräumen lassen. Die Arbeiter rückten mit einem privaten Sicherheitsdienst sowie 300 Polizeibeamten an. Eine Gefahrenanalyse habe ergeben, dass das Polizeiaufgebot nötig sei, um die Arbeiter zu schützen, rechtfertigte Innensenator Frank Henkel (CDU) den Einsatz.
In den vergangenen Jahren war es eigentlich eher ruhig geworden in der ehemals heiß umkämpften Rigaer Straße. Trotzdem hatte die Polizei ihre Strategie im Herbst geändert und mit diversen Großeinsätzen, Straßensperrungen, verdachtsunabhängigen Personenkontrollen und Hausbegehungen den Druck erhöht. „Wir sorgen hier gerade nicht für Balance“, so ein Polizeibeamter gegenüber Anwohnern.
Die aktuellen Bauarbeiten dauern an, die Polizeiabsperrung vor dem Haus auch. Am Sonntagabend war nun ein Mieter aus dem Vorderhaus der Rigaer 94 von der Polizei vor den Augen seiner Kinder niedergerungen und festgenommen worden. Wie die Kinder und AugenzeugInnen berichten, habe es Gerangel um ein Handy gegeben, mit dem die Kinder Polizeibeamte filmten. Der Familienvater soll erhebliche Verletzungen davongetragen haben.
Bewohner und Sympathisanten gaben hierzu am Montagabend eine Kundgebung vor dem benachbarten Hausprojekt Liebigstraße 34. Von SprecherInnen und aus den Reihen der rund 300 Anwesenden waren sowohl substanzielle Kritik am Vorgehen der Polizei als auch Hasstiraden und Beschimpfungen zu hören. ...
http://www.taz.de/Grosseinsatz-gegen-linkes-Hausprojekt/!5313654/

« Last Edit: June 29, 2016, 07:39:59 AM by Link »

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« Reply #12 on: June 27, 2016, 10:56:56 AM »
"Angst vor Verdrängung im Reuterkiez" Sylvia Baumeister (18.06.2016)
Neukölln. Weil sie höhere Mieten und Verdrängung fürchten, haben sich die Mieter von 170 Wohnungen zwischen der Nansen-, Fram- und Pannierstraße in einer Initiative gegen eine Zwangsversteigerung zusammengeschlossen. Zwar wurde der Termin kurzfristig abgesagt, beruhigt sind die Mieter aber dennoch nicht. ... der Milieuschutz im Reuterkiez, der es dem Bezirk ermöglicht, mietsteigernde Luxussanierungen zu untersagen, könne letztlich Sanierungen nicht verhindern, die dann doch zu höheren Mieten führen. „Das können sich viele der jetzigen Bewohner, die im Mittelwert etwa 5 Euro bruttokalt pro Quadratmeter zahlen, nicht leisten.“ Nur ein Erwerb der Immobilien durch eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft könne starke Mietsteigerungen verhindern. Kurzfristig kam dann die Absage der Versteigerung. Nach Auskunft von Florian Hintze sei diese nicht mehr nötig, da sich die Erben jetzt geeinigt hätten. Die Mieter beruhigt das dennoch nicht. Eine Sprecherin: „Wir wurden bisher gar nicht informiert und fordern daher mehr Transparenz, einen Mieterbeirat und Gespräche zwischen allen Beteiligten an einem Tisch.“...
http://www.berliner-woche.de/neukoelln/wirtschaft/angst-vor-verdraengung-im-reuterkiez-d103442.html

UNSER BLOCK BLEIBT!
Wir sind ungefähr 300 Nachbarinnen und Nachbarn, alt und jung, Alt- und Neu-Neuköllner, die alle im Häuserblock Fram-, Nansen-, Pflüger-, Pannierstraße wohnen. Es gibt einen Innenhof mit Gewerbefläche, dort arbeitet eine Gruppe von Künstlern und Künstlerinnen seit Jahren in ihren Ateliers. Anfang Mai 2016 haben wir durch Zufall erfahren, dass die Häuser in der Fram-, Nansen- und Pannierstraße (und möglicherweise auch in der Pflügerstraße) zwangsversteigert werden sollen. ... Kurzer historischer Exkurs: Unsere Häuser wurden in den 1920er Jahre vom Bauunternehmer Lindow errichtet. Die Baufirma Lindow hatte jahrzehntelang auf der Gewerbefläche im Innenhof ihren Sitz. Nach dem Tod des Firmengründers erbten seine drei Kinder zu gleichen Teilen die Häuser und Grundstücke, die zu „Unserem Block“ gehören. Jahrzehntelang waren die Häuser in Familienbesitz. Weil Neukölln als „Bronx von Berlin“ galt und niemand hier wohnen wollte, standen die Wohnungen manchmal mehrere Jahre lang leer, bevor sie neu vermietet werden konnten. Das begann sich vor ca. 10 Jahren zu ändern. ....
https://unserblockbleibt.wordpress.com/ | http://twitter.com/unserblock

https://unserblockbleibt.wordpress.com/aus-den-medien/

---

"Neukölln: Unser neuer Kiez" Thomas Lindemann (23. Juni 2016)
Der Grund für den Umzug waren die Mieten. Für uns fünf war es in unserem gentrifizierten Bio-Stadtteil zu teuer – mein Frau und ich arbeiten freiberuflich. Als ich einmal eine Vermieterin fragte, warum sie fast doppelt so viel verlange, wie der Mietspiegel vorsieht, nannte sie mich einen "Korinthenkacker" und sagte, "an Leute wie Sie vermieten wir nicht". In Berlin-Neukölln fanden wir eine günstige Wohnung, nach zwei Jahren Suche. Zwar beginnt auch hier die sogenannte Aufwertung, die schicken Bars kommen und die Austauschstudenten aus Barcelona und New York. Aber im Kern bleibt es das, was viele einen "Problemkiez" nennen. Denn mehr als ein Drittel der Einwohner ist arm, der Migrantenanteil liegt bei gut der Hälfte, die Eckkneipen sind schon morgens mit (übrigens deutschen) Zechern gefüllt. Die linksliberalen Familien, die früher unser Umgang waren, meiden solche Gegenden wie der Teufel das Weihwasser. ...
http://www.zeit.de/2016/25/neukoelln-berlin-schulen-kinder-konflikte/komplettansicht


---

"Szeneladen "M99" in Kreuzberg Ein Überbleibsel eines wilden Berlins" Johannes Laubmeier (20.01.2016)
Im Kiez ist er Kult. Hans-Georg Lindenau und sein Laden in der Manteuffelstraße sind Überbleibsel eines wilderen Berlins. Jetzt sind beide nicht mehr erwünscht. Doch er verkauft weiter „Revolutionsbedarf“. Nur der Bedarf für Revolution ist nicht mehr so groß wie früher. ... Seit 30 Jahren betreibt Hans-Georg Lindenau, den jeder hier nur HG nennt, seinen linken Szeneladen M99 in Berlin-Kreuzberg. Verknitterte Kleidungsstücke und Schuhe liegen in Kisten vor den Fenstern im Schnee, daneben eine alte Kaffeemaschine und ein paar Bücher. Die Ladenfront sieht aus, als wäre das Innere durch Fenster und Türen nach außen gequollen. Als wären die Räume im Erdgeschoss des Eckhauses zu klein, um zu fassen, was der Laden bietet: „M99 – Gemischtwarenladen mit Revolutionsbedarf“, steht unter den Fenstern im ersten Stock, in Schwarz auf Gelb, von Hand geschrieben. ... Das Geschäft ist eines der Letzten seiner Art. Einen wie Hans-Georg Lindenau gibt es ohnehin nicht noch mal. Beide, Laden und Lindenau, sind in der Manteuffelstraße nicht mehr erwünscht. Die Kündigung des Vermieters ist rechtskräftig. Lindenau ist trotzdem noch da. Welcher echte Revolutionär schert sich schon um die Regeln des Systems?... 1985 hat Lindenau das M99 als Copyshop und alternativen Buchladen gegründet. Nicht sein erstes Projekt. Seit er 18 ist, war er, der gebürtig aus Franken kommt, in der Hausbesetzerszene Westberlins aktiv. Seine Wohnsitze im Laufe der Jahre, ein Best-of der Hausbesetzerszene: Kuckuck, Schrippenkirche, Rauch-Haus. Wohnraum ohne Staat, gegen das System.
... Alles lange her. Geschichten über Revolution beginnen in Kreuzberg heute oft mit: „Weißt du noch?“
Lindenau ist vielleicht der Letzte, der den Kampf nie aufgegeben hat und auch kurz vor dem Rentenalter willens ist, einen neuen anzufangen.
Im Rollstuhl sitzt Lindenau seit 1989. In diesem Jahr, so sagt er das selbst, starb er. Nach seiner Mauerflucht plagte ihn die Angst. Er fühlte sich verfolgt, von Staatsschutz und System. Immer, wenn die gefühlte Bedrohung überhand nahm, kletterte er durch ein Fenster in die Kirche am Lausitzer Platz und wartete, bis es vorbei war. Suizidprävention nennt er das. Eine Zeit lang ging es gut. Dann, an einem Tag im September, sprang Hans-Georg Lindenau vom Dach. Warum, weiß er nicht. Mehrere Wochen lag er im Koma. Als er wieder aufwachte, war er querschnittsgelähmt.
... Die Tür in der Manteuffelstraße 99 scheppert wieder und ein Mann mit langen, grauen Haaren und Schnauzbart zwängt sich durch die Gänge auf Lindenau zu. Er kennt ihn, auch er war Hausbesetzer. Sie beginnen, sich über früher zu unterhalten. In welchem Haus warst du wann? Wer war da noch? Ah, damals! Ja, da war ich schon weg. Fachsimpeln. Irgendwann, als die Geschichten ausgehen, fragt Lindenau den Mann: „Sag mal, kennst du das auch, dass viele von denen, die früher dabei waren, heute tot sind?“...
http://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/szeneladen-m99-in-kreuzberg-ein-ueberbleibsel-eines-wilden-berlins/12812980.html


"Verdrängung aus dem Kiez: Keine freiwillige Räumung der M99" (27. 6. 2016)
Am 9. August 2016 wird um 9 Uhr eine Gerichtsvollzieherin die Ladenräume des Kreuzberger Gemischtwarenladens mit Revolutionsbedarf (M99) in der Manteuffelstraße 99 mit Polizeiunterstützung räumen. Das ist der Inhalt eines Schreibens, das dem Ladenbetreiber Hans-Georg Lindenau, auch als HG bekannt, am vergangenen Wochenende zugestellt wurde. Magnus Hengge von der Bizim-Initiative hatte in den letzten Monaten versucht, die Räumung durch einen Dialog mit Behörden und Eigentümern abzuwenden. „Es gab einige positive Signale, daher ist die Festlegung des Termins doch überraschend“, sagt er.
Im März war ein von Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann moderierter runder Tisch gescheitert, weil die Eigentümer den Räumungstitel nicht zurücknehmen wollten. Im Mai verfassten NachbarInnen dann einen Aufruf für den Verbleib des M99 im Kiez. Die Initiative Bizim Kiez, die sich im letzten Jahr gegen die Verdrängung von MieterInnen und Projekten aus dem Kiez gegründet hat, warnte davor, dass mit dem M99 ein weiteres Stück des rebellischen Kreuzberg verschwinden würde. Sie erinnerte auch daran, dass HG, der den Laden seit 1988 betreibt und nach einem Unfall auf den Rollstuhl angewiesen ist, mit der Räumung auch seine Wohnung verlieren würde.
HG denkt auch jetzt nicht ans Aufgeben. „Ich hoffe bis zur letzten Minute, dass die Räumung verhindert wird, und werde den Laden nicht freiwillig räumen“, erklärte er der taz. ...
https://www.taz.de/Verdraengung-aus-dem-Kiez/!5313428/

« Last Edit: June 28, 2016, 02:01:10 PM by Link »

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« Reply #13 on: June 30, 2016, 03:19:43 PM »
"Rigaer Straße Wie der Häuserkampf den Wahlkampf befeuert" Andreas Kopietz (30.06.16)
Der Ton ist schon eine Weile rau in der „Rigaer94“, wie das linke Szeneobjekt europaweit genannt wird. Es ist nicht irgendein Haus, es ist eines der letzten Projekte der Hausbesetzerszene, die in Berlin blühte wie in kaum einer anderen Stadt – zuerst in den Achtzigerjahren in West-Berlin und dann noch mal in den Neunzigern im Osten der Stadt.
Längst steht die Rigaer Straße 94 in Friedrichshain für den Wandel Berlins: Für Investoren ist sie ein lästiges Überbleibsel aus anderen Zeiten, für Linksautonome eine der letzten Inseln, die ihnen die „Freiräume“ gewähren, wie sie das nennen. Ringsum sind die Fassaden saniert, die Mieten hoch. Die Bewohner der „Rigaer 94“ und ihre Sympathisanten reklamieren für sich, die Vorhut zu sein im Kampf gegen die Verdrängung einkommensschwacher Bevölkerungsschichten – im Kampf Arm gegen Reich.
... Am Abend jenes Tages demonstrierten in Kreuzberg vermummte Linksautonome. In der Nacht zündeten sie Autos an, bewarfen Fassaden mit Steinen und zertrümmerten BVG-Wartehäuser. In sechs Tagen zählte die Polizei 100 Straftaten. Auf der Internetseite Indymedia feierten Sympathisanten diese Taten. Der Widerstand solle in alle Stadtgegenden getragen werden, hieß es. Danach brannten sechs Autos in Zehlendorf, an den Zaun einer Villa sprühte jemand „Rigaer bleibt“. In Pankow flogen 30 Pflastersteine auf ein Polizeiauto, weshalb Innensenator Frank Henkel (CDU) von versuchtem Mord spricht und sogar das Wort „Terror“ gebraucht. Ebenso markig sprach die andere Seite von „Bullenterror“.
... Verschärft hat sich die Lage in der Gegend schon vor Jahren. Seit Anfang 2011 das benachbarte linke Wohnprojekt Liebigstraße 14 geräumt wurde, kommt es immer wieder zu Sachbeschädigungen. Ein Streifenpolizist berichtet von fingierten Notrufen, die Polizisten anlocken sollen. Auf die würde dann mit Steinen geworfen. An den Fenstern der Streifenwagen klebt jetzt eine Spezialfolie, an der Steine abprallen.
Auch auf den Baustellen rings um die Rigaer Straße brennen Dixi-Toiletten, Baumaterial und Bagger, werden renovierte Fassaden mit Farbbeuteln beworfen. Die Polizei erklärte den Kiez schon Ende vergangenen Jahres intern zum „Kriminalitätsbelasteten Ort“ und fuhr ihre Präsenz hoch. „Die linksextremistische Szene hat der Stadt eine Kampfansage gemacht“, sagt Innensenator Henkel. Mit seinem Polizeichef vereinbarte er am Dienstag die Gründung einer Ermittlungsgruppe namens „LinX“, was wohl dynamisch klingen soll. Sie ist beim Staatsschutz angesiedelt und besteht aus 14 Beamten. Diese sollen die Straftaten aufklären, die es seit der Teilräumung vor einer Woche gegeben hat. Die Gewerkschaft der Polizei sähe die knappen Ressourcen lieber in anderen Bereichen eingesetzt. Die Linkspartei wirft Henkel vor, die Gewalteskalation zum Teil seiner Wahlkampfstrategie zu machen. Fünf Jahre lang habe Henkel wenig gegen Brandstiftungen an Autos getan. Nun aber, vor der Abgeordnetenhauswahl im September, werde er aktiv, kritisiert der Fraktionsvorsitzende Udo Wolf. ...
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/rigaer-strasse-wie-der-haeuserkampf-den-wahlkampf-befeuert-24317006

---

"Müller und Henkel streiten über Umgang mit der Rigaer" Sigrid Kneist und Gerd Nowakowski (04.07.2016)
Die Krawalle in der Rigaer Straße entzweien die Koalition: Der Regierende Bürgermeister fordert Gespräche, die CDU reagiert empört. Nun schaltet sich die Bezirksbürgermeisterin ein.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/linksextremismus-in-berlin-mueller-und-henkel-streiten-ueber-umgang-mit-der-rigaer/13828824.html

Quote
Schmalhans 08:51 Uhr (5.07.2016)
Weniger Martinshorn, weniger Helis, und die Kinder können wieder schlafen.
Die Polizei muss gegen Brandstiftung vorgehen, und sie muss gegen Nötigung von Bauarbeitern vorgehen. Aber nicht mit 200 Beamten. Die fehlen dann woanders. Und nicht mit Hubschraubern, die mehr Leute vom Schlafen abhalten als alle Autononmenpartys zusammen.
Und das ständige Martinshorn nervt auch. Ich wohne in einer Parallelstraße, und es macht überhaupt keinen Sinn, die Proskauer mit Martinshorn hochzuheizen, wenn man in die Rigaer will. Erstens gibt es da keine echte Kreuzung, wo das nach Stvo vielleicht sinnvoll wäre. Zweitens steht die Rigaer sowieso voll mit Polizei, so dass 3 Sekunden Verzögerung für einen weiteren Wagen nicht entscheidend sind. Drittens sind die Delikte in der Rigaer nicht Straßenkriminalität, sondern anderer Natur.

Die Polizei patrouilliert auch in meiner Straße, wo überhaupt keine Hausprojekte sind.
Es geht Henkel ganz klar darum, optisch und akustisch Präsenz zu zeigen. Die Anwohner sollen wissen, dass die Rigaer ganz ganz gefährlich ist! Und dass Frank was dagegen tut! Das wirkt allerdings hilflos bis unbeholfen.
Für den Wahlkampf ist Henkel die Eskalation sehr recht, und die autonome Szene freut sich auch, mal wieder vorgeführt zu bekommen, dass die Polizei willkürlich handelt.
Ich hätte gerne, dass die Beamten an Orten eingesetzt werden, wo sie nötiger sind. Gibt da ja genügend von. Und ich hätte gerne einen Innensenator, der nicht auf Kosten der Anwohner Wahlkampf macht.


Quote
jonnyrotten 07:16 Uhr (5.07.2016)
Wer gerade auch Kleinwagen von Leuten anzündet, die nicht viel haben und wahrscheinlich auch nicht teilkasko versichert sind, ist für mich Abschaum. Diese Hohlköpfe haben mit  Linken nichts zu tun. ...


...

"Bilder: Die Rigaer Straße im Wandel der Zeit" (90 Bilder, Stand 07/2016)
http://www.tagesspiegel.de/suchergebnis/fotostrecken/?sw=Rigaer
« Last Edit: July 05, 2016, 09:32:04 AM by Link »

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« Reply #14 on: July 10, 2016, 10:19:22 PM »
"Nach Krawallen in Berlin-Friedrichshain Frank Henkel bleibt kompromisslos" Jörn Hasselmann (10.07.2016)
Berlin erlebte am Samstag die nach Polizeiangaben gewalttätigste Demonstration seit fünf Jahren. Wie kam es zu dieser Eskalation und wie reagiert die Politik?.... http://www.tagesspiegel.de/berlin/nach-krawallen-in-berlin-friedrichshain-frank-henkel-bleibt-kompromisslos/13855806.html

"(B) Demonstration "Rigaer 94 verteidigen! Investor*innenträume platzen lassen!" + Dezentrale Aktionen [Eine Einschätzung]"
Verfasst von: Autonome Gruppe. Verfasst am: 10.07.2016 - 18:52. Geschehen am: Samstag, 09. Juli 2016.
Die Schweine sprechen heute von der "aggressivsten und gewalttätigsten Demonstration der zurückliegenden fünf Jahre in Berlin." ...
Es soll angeblich 123 verletzte Schweine geben. Wir hoffen das stimmt, wenn wir das auch stark bezweifeln. Mögen es beim nächsten Mal 234 verletzte Schweine sein!  ...

https://linksunten.indymedia.org/de/node/184675

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Verfasst von: anonym. Verfasst am: So, 10.07.2016 - 20:21.
Schweine sind Schweine. .. und natürlich darf geschossen werden...

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Womit du dich von jeglichem Konsens
Verfasst von: anonym. Verfasst am: So, 10.07.2016 - 20:53.

... Hör auf Henkel und der Springerpresse unter falscher Flagge Material zu liefern. Keine politische Gruppierung spricht für Schusswaffen auf Demonstration oder bei Aktionen, auch nicht die R94. Also Tummel dich bitte woanders kleiner Troll.

Irgendwo bei einem Schützenvereinsheim, einer Wehrsportgruppe oder auf Playstation.
Und das Schweine schlecht riechen ist Fleischfresserpropaganda!


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Wie die Verfasser schon sagten ...
Verfasst von: anonym. Verfasst am: So, 10.07.2016 - 20:33.

Schweine sind Schweine! Polizisten verhalten sich nicht wie Menschen, sondern wie Roboter.





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(A)
Verfasst von: anonym. Verfasst am: So, 10.07.2016 - 20:21.
Schweine sind Schweine. .. und natürlich darf geschossen werden...


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wortwahl 2
Verfasst von: anonym. Verfasst am: So, 10.07.2016 - 20:35.

Schweine, echt jetzt? Verständliche Wut und Abscheu dem ausführenden Organ des Staates gegenüber wird durch die Gleichsetzung mit sehr liebenswerten (noch nicht mal agressiven) und intelligenten Tieren total entwertet . Check your priviliges !


...


"Linksextremismus: Durchgreifen oder mit der Szene reden?" (ZEIT ONLINE, dpa, mm, 10. Juli 2016)
123 Polizisten sind in Berlin bei Krawallen von Autonomen verletzt worden. Jetzt streitet die Politik: Die CDU will hart durchgreifen, die SPD mit Teilen der Szene reden. ... Am 22. Juni hatten Polizisten Teile des linken Wohnprojektes – die Dachböden und die illegal betriebene Hausbesetzerkneipe Kadterschmiede – geräumt. Das wurde als Kampfansage des Staates "auf unsere Strukturen" gewertet. Außerdem ging es den Demonstranten offenbar um die von Kritikern sogenannte Gentrifizierung von Friedrichshain im Allgemeinen und der Rigaer Straße im Besonderen. ...
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-07/linksextremismus-krawalle-berlin-friedrichshain-streit-grosse-koalition

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Juliett Tango Two #2

"Durchgreifen oder mit der Szene reden"?

Wer Gewalt ausübt, um seine krude politische Ideologie durchzusetzen, der disqualifiziert sich für Gespächsrunden. Diese Gwalt-Brüder gehören in den Knast.

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Gerry10 #2.1

Naja, der Mann ist gewählt, so leicht bekommen Sie den nicht in den Knast....


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andrerae #2.2

Hihihihi



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Shinee #2.3

Das sind besorgte Bürger, die um ihre Existenz fürchten.
Ich hoffe, Siggi zieht den Baumwollpulli an und redet mit den Leuten.
Alles andere wäre undemokratisch.



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Unermüdlich #4.1

++ Mit Radikalen, die Polizisten angreifen und verletzen, kann nicht geredet werden - ohne Ausnahme! Die Devise lautet keine Gewalt, wer das nicht kann, dem darf die Hand nicht gereicht werden! ++

Keine Gewalt?
Henkel hat im Januar auf die erstbeste Gelegenheit gewartet, massiv zu reagieren, um sich der linksradikalen Szene in Berlin GEWALTSAM zu entledigen, weil ohne widerständische linke Szene die Gentrifizierung schneller geht.
Dazu wurde dann das umschubsen(!) eines knöllchenschreibenden Polizisten vor der R94 zum brutalen Gewaltakt hochstillisiert (der Beamte war nachweislich nicht verletzt worden und konnte seinen Dienst fortsetzen) woraufhin knapp 500 Polizisten die R94 stürmten und dort u.a. rechtswidrig die Heizkohle zu beschlagnahmen...willkürliche "Begehungen" und Beschlagnahmen finden seitdem ständig statt...
Wenn Henkel keine Gewalt will, sollte er vielleicht selbst darauf als Mittel der Profitinteressendurchsetzung - nichts anderes ist die Räumung der R94 - verzichten.


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JustcallmeFrank #5

Dazu sollte man erwähnen, dass die Räumung des besetzten Hauses deswegen durchgesetzt werden soll, um dort Flüchtlingswohnungen zu errichten.

Das die Linke nun dagegen gewaltsam vorgeht, lässt die stets bemühte internationale Solidarität etwas bigot erscheinen.

Abgesehen davon, bin ich der Meinung das hier mit harter Hand durchgegriffen werden sollte. Reden funktioniert bis zu einem gewissen Grad, wenn dann aber die Partei mit der geredet wird, ihr verhalten nicht ändern will, müssen Konsequenzen gezogen werden, will man sich nicht unglaubwürdig machen.


Quote
das rote Eichhörnchen #5.2

Erst vollständig informieren:

Der Hauseigentümer ist bekannt dafür, dass er Flüchtlingsunterkünfte einrichtet... natürlich auf Kosten des Staates, um erst den großen Reibach zu machen, und dann in spätestens 6 Monaten wird das Gebäude auf Staatskosten Luxussaniert.

Aber klar: Die Linken sind alle verblendet.


Quote
das rote Eichhörnchen #5.6

Das hätten Sie doch nicht extra erwähnen müssen. Diese gewaltaffinenen Extremlinken haben selbstverständlich gute Gründe bei ihnen Flüchtlinge abzulehnen. Ist doch klar.

Da wunder ich mich doch, dass ausgerchnet die Rechten kein Herz für ihre Landsleute haben. Da werden blutsdeutsche Bürger von einem windigen Investor aus dem Ausland auf die Straße gesetzt, aber von den Kammeraden kommt nicht der leiseste Aufschrei.




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Thomas Klein #10

Mit Terroristen und Kleinkindern verhandelt man nicht!
Genau das nämlich seid ihr, ihr Chaoten: Terroristen mit dem Horizont eines Kleinkindes.



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Anopheles Muckenschnabel
#19  —  vor 52 Minuten 11

" Der Protest richtete sich gegen die seit Längerem andauernde Polizeipräsenz rund um von Autonomen bewohnte Häuser in der Rigaer Straße und gegen die Teilräumung eines besetzen Hauses. "

Verhandeln oder durchsetzten?
Kann das überhaupt eine Frage sein?

Egal, ob libanesische Großfamilien ganze Stadtteile zu ihrem Hoheitsgebiet machen, oder Rechte "national befreite Zonen" ausrufen, oder eben die Linken Straßenzüge für sich beanspruchen und Häuser besetzen - der Staat muss sich durchsetzen, sonst dankt er ab.
Ohne Staat aber herrscht die pure Macht des Stärkeren.
Das Grundgesetz verliert sein Gültigkeit.
Das können wir nicht zulassen.

Dass unabhängig davon Misstände behoben werden müssen, ist davon völlig unberührt.
Wenn Wohnungsnot herrscht bei denen, die sich keine Luxusimmobilien leisten können, dann hat das Gemeinwesen ein Problem.
Frankfurt hatte mal Schwierigkeiten, Busfahrer anzuheuern, weil die sich die Mieten in der Stadt von ihrem Gehalt nicht leisten konnten.
Das trifft dann alle.

Aber Faustrecht dürfen wir nicht zulassen.
Auf keinen Fall und auf keinem Gebiet.


Quote
Fatimah #21

Diskutieren!
Selbstverständlich sind die Autonomen ruhigen Gesprächen zugänglich und werden dann alle ungesetzlichen Handlungen einstellen.

Oder etwa nicht?


Quote
MysteriousStranger #23

Wer keine Argumente hat, greift zur Gewalt.
Als Polizist hat man es nicht leicht, denn man ist das gemeinsame Feindbild von Links- und Rechtsextremen. Die viel zu liberale Politik in Berlin hat leider dazu geführt, dass sich solche Ideologien ausprägen konnten. Andererseits hat man das Pulverfass Gentrifizierung (besonders in Szenevierteln wie Friedrichshain oder Prenzlauer Berg) zu lange unterschätzt. Selbstverständlich entstehen Frust und Wut, wenn Geringverdiener die Wohnung oder den Bezirk verlassen müssen, weil der Hausherr lieber an Parvenüs oder verwöhnte Studenten vermietet.


...

---

"Berlin: Auseinandersetzungen über Rigaer Straße schaukeln sich hoch" Thomas Pany (11.07.2016)
Polizei berichtet von "aggressivster und gewalttätigster Demonstration seit fünf Jahren". Autonome sprechen von "Schweinen" ...
http://www.heise.de/tp/artikel/48/48786/1.html

Quote
     Twistie2015, Bettina Hammer,11.07.2016 11:42

Deprimierend

"Als die Menschen die Frankfurter Allee erreichten, und die Demospitze bereits in die Voigtstraße einbog, setzten sich erste behelmte Schweine an die Demo, um diese provokant zu begleiten. Dies wurde von Teilnehmern entschlossen mit Stein & Flaschenwürfen beantwortet, woraufhin diese sich wieder entfernen mussten"

also, egal wie provokant jemand das empfindet, Steinewürfe auf Objekte und vor allen Dingen auf Personen sind für mich ein absolutes "No Go". Da muss man nicht darüber diskutieren, dass die Polizei sich oft auch mehr als nur daneben benimmt usw, aber mit Steinen zu werfen ist wohl für manche mittlerweile völlig okay, so nach dem Motto "aber die haben doch eh den Helm und sind gepolstert, da ist das doch okay, da passiert nichts".


Quote
         Brunnenkresse, 11.07.2016 14:57

O.K., das ist ja dann wohl geklärt.

Wer andere Menschen als "Schweine" ansieht und sich den Einsatz von Heckenschützen, also einer der heimtückischten Tötungsmöglichkeiten für seine Gegner herbeisehnt, hat sich soeben selbst aus der Zivilisation verabschiedet.


...

"Rigaer Straße Anwohner wollen Konflikt entschärfen" Thomas Rogalla (11.07.16)
„Das ist enttäuschend, aber wir lassen uns nicht beirren, einen vernünftigen Ausweg aus dem Konflikt zu finden“, sagt Döhler. Denn es gebe letztlich nur eine Chance, aus der Konfrontation herauszukommen: „Durch vorbehaltlose Gespräche mit allen Beteiligten“– den Bewohnern des umkämpften Hauses Rigaer Straße 94, der Polizei, des Bezirks und der Anwohner, zu denen Döhler, der um die Ecke in der Liebigstraße wohnt, gehört.
Wie viele andere Nachbarn ist er seit langem von den „polizeilichen Maßnahmen“ genervt, zu denen ständige Präsenz von Mannschaftswagen und Ausweiskontrollen gehören, die oft als willkürlich wahrgenommen werden. „Viele im Quartier haben es satt, dass wir in den Medien nur noch als Kampfgebiet dargestellt werden“, kritisiert der Aktivist, der trotz des derzeitigen Aufmuskelns von beiden Seiten Chancen für eine Gesprächslösung sieht. ...
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/rigaer-strasse-anwohner-wollen-konflikt-entschaerfen-24380070
« Last Edit: July 11, 2016, 10:24:03 PM by Link »

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« Reply #15 on: July 11, 2016, 10:20:45 PM »
"Räumung der Cuvry-Brache verhindern!" R. Heinsmann (23.07.2012)
Die Kreuzberger Cuvry-Brache, die zuletzt wegen eines „freien Camps“ in den Schlagzeilen war oder wegen des Rückziehers des BMW-Guggenheim-Labs, soll am 24.07.2012 geräumt werden. ... Hier leben Menschen, die keinen anderen Platz gefunden haben oder zusammen mit vielen anderen aus einer sterilen Wohnsituation ausgebrochen sind, um ihre Vorstellung von gemeinschaftlichem Leben zu verwirklichen. Hier tanzen, reden, essen, trinken und streiten Yuppies und Leute ohne Wohnung, Atzen und Studies, Touries und Nachbarn, bei Livemusik, Theater und Lesungen in und am „Reäuberläb“.
Anfangs schienen die Eigentümer (Nieto GMBH+Co und Ritter Finest Real Estate) die Nutzung des Geländes zu dulden, doch am 18.07.2012 schrieben sie einen Brief an die Menschen auf der Brache, in dem sie ankündigten, das Gelände „frei“ räumen zu lassen und drohten mit Anzeige wegen Hausfriedensbruch für alle Verbleibenden. Zu vermuten steht, das sie ein wachsendes Geschwür an ihrem Profit nicht hin nehmen wollen und das Vertrauen in den Kiez verloren haben... Seit 15 Jahren steht das Gelände frei und ist Gemeinschaftsgut! Der Bebauungsplan für das Gelände stammt aus der Steinzeit des Neoliberalismus und gehört versenkt. ...
https://de.indymedia.org/2012/07/332934.shtml

Di, 24/07/2012 - Die Kreuzberger Cuvry-Brache ist bisher nicht geräumt worden (Stand 14:00 Uhr).  Bauarbeiter, welche die Zugänge durch Zäune sichern wollten, zogen unverrichteter Dinge wieder ab. Zwei Hubschrauber beobachteten das Camp aus der Luft, ansonsten hielt sich die Polizei weitestgehend zurück. ...
http://www.xhain.net/news/2012/cuvry-brache-bisher-nicht-geraeumt-die-party-geht-weiter

"Bunker, Club, Brache Die Geschichte der Cuvry-Brache" Karin Schmidl (13.07.2014)
Auf dem gut 12.000 Quadratmeter großen Gelände zwischen Cuvrystraße, Schlesischer Straße und Spree standen einst ein Bunker und ein paar Lagerhallen. Vor knapp 20 Jahren begann dort das Jugend- und Kulturprojekt Yaam seine Arbeit, eine der ersten Strandbars der Stadt entstand dort. 1998 musste das Yaam weichen, weil gebaut werden sollte. ...
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/bunker--club--brache-die-geschichte-der-cuvry-brache-1546724


"Cuvrybrache für alle!" (2012)
Am Spreeufer im Herzen des Wrangelkiezes liegt mitten im sogenannten „MediaSpree“-Gebiet eine seit langem unbebaute Brachfläche. Irgendwann im Mai kamen einige Anwohner_Innen der Cuvry-Brache/Ecke Schlesische Straße auf die Idee, den bevorstehenden Sommer im Zelt an der Spree zu begrüßen. Das war eine einleuchtende Idee und so wuchs das Camp bis heute auf über 30 Zelte an. AnwohnerInnen organisierten am 2. Juni ein großes Fest. Dann gesellte sich das „RäuberLab“ dazu, eine kostenlose und unkommerzielle Kultur-Kneipe. Die Eigentümer wollten das Gelände bis zum 24. Juli räumen lassen – jedoch: sie können weder ein Nutzungskonzept für das Gelände vorweisen (was nach der sog. Berliner Linie Voraussetzung ist für eine Räumung ) noch gibt es Akzeptanz dafür, das das Gelände nach einer möglichen Räumung – wie in den letzten 15 Jahren – wieder ungenutzt vor sich hin rotten würde. Zudem ist seit dem Rückzug von BMW-Guggenheim-Lab die Aufmerksamkeit der Medien groß. So stehen die Chancen gar nicht mal schlecht, die Cuvrybrache als Gemeinschaftsfläche zu erhalten. ...
https://www.umbruch-bildarchiv.de/bildarchiv/ereignis/cuvrybrache_fuer_alle.html


"Cuvry-Brache in Berlin: Sie leben in der Lücke" Carolina Ambrosi (4. Juli 2014)
Ohne Toiletten, Duschen und Strom wohnen mehr als hundert Menschen auf einer Brache in Berlin-Kreuzberg. Sie kämpfen mit Drogen und Müll – und dafür, bleiben zu dürfen. ... Ein "Getto" wurde die Cuvry-Brache offiziell noch nicht genannt. Doch von Berlins erster "Favela", einem "Slum" und einer "Dreck-Siedlung" war die Rede. Der Besitzer des Geländes will dem nun ein Ende machen, die Brache zu einem Teil des neuen Kreuzberg machen. Er soll die Räumung beantragt haben, will eine Wohnanlage, eine Kita und einen Supermarkt bauen. Darüber machen sich die Bewohner aber wenig Sorgen. "Es gibt immer wieder Gerüchte, dass geräumt werden soll, passiert ist bisher aber noch nichts", erzählt einer in der Männerrunde am Ufer. Ein anderer scherzt: "Wir brauchen Benzin und Altöl, dann errichten wir einen brennenden Graben gegen die Bullen." Doch dieses "wir" gibt es nicht auf der Brache, nicht alle ziehen an einem Strang. "Ich nehme alle mit offenem Herzen auf", sagt Mark. Das Aber folgt aus der Runde: "Die sollen sich hier nicht so breit machen!" Ein anderer erwidert: "Ich bin ja nicht rechts, aber wenn ein Flugzeug die mal alle wieder da hinbringen würde, wo sie hergekommen sind … Da hätte ich nichts dagegen."
Ob er damit die polnischen Wanderarbeiter und Pfandsammler oder die Sinti- und Roma-Familien meint, sagt er nicht. Auf der Brache leben die Menschen eng aneinander, aber auch räumlich getrennt. In Ufernähe stehen Zelte und zwei Hütten. Hier leben die, die freiwillig gekommen sind, um gegen das System zu kämpfen, wie Mark. Vor zwei Jahren waren sie die ersten, die ihre Zelte hier aufschlugen. An der Seite zur Cuvrystraße ist eine kleine Siedlung entstanden, Hütten aus Holz und Wellblech reihen sich aneinander. ...
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-07/cuvry-brache-kreuzberg/komplettansicht


"Cuvry-Brache in Kreuzberg geräumt - Berlins Favela ist nicht mehr" (19. 9. 2014)
Die Brache an der Spree, wo seit mehreren Jahren Menschen in Zelten und Hütten lebten, wird nach einem Feuer geräumt und dem Eigentümer übergeben. ... Polizei und Eigentümer nutzten die Gelegenheit und sperren die Brache ab: Sie lassen niemanden der vor dem Feuer geflüchteten Bewohner wieder auf das Gelände. Vor allem Roma-Familien, überwiegend aus Bulgarien, Obdachlose und Flüchtlinge, aber auch Menschen auf der Suche nach alternativen Lebensformen hatten das verwilderte Gelände zwischen Schlesischer Straße und Spreeufer bebaut und bewohnt. ... Die EinwohnerInnen hätten das Gelände nach dem Brand freiwillig verlassen, so die Polizei: Der Bezirk habe zugesichert, sich um Angebote für Unterkünfte zu kümmern. Bezirkssprecher Sascha Langenbach bestätigt das der taz am Telefon: Es seien Listen mit Anlaufstellen verteilt und die PolizistInnen angewiesen worden, die AnwohnerInnen darüber zu informieren. Gemeinsam mit den Sozialämtern aller Berliner Bezirke werde man sich um alternative Unterbringungsmöglichkeiten für die nun obdachlosen BrachenbewohnerInnen bemühen, ein Mitarbeiter des Bezirksamtes sei dafür vor Ort. ...
Auf die Brache werden sie jedenfalls nicht mehr zurückkönnen. Zwar baut die Polizei am Nachmittag die Gitter ab, doch man werde vor Ort bleiben, bis der Eigentümer das Gelände selbstständig sichern könne, so die Sprecherin. Noch am Freitag wolle der mit Baggern kommen und die Hütten abreißen, meint einer der Wartenden. Nein, das solle erst am Montag geschehen, glaubt ein anderer. Was dann mit dem Grundstück geschieht, weiß auch der Vertreter Friedrichshain-Kreuzbergs nicht...
http://www.taz.de/!5032815/


"Senat will weiter mit Investor verhandeln - Tauziehen um die Kreuzberger Cuvrybrache" (29.03.16)
Es wirkt, als habe sich der Berliner Senat bei den geplanten "Cuvryhöfen" verzockt. Vom Investor Süßkind, der auf dem freiliegenden Bauland an der Spree vor allem Büros und Lofts bauen wollte, forderte er mindestens 25 Prozent Sozialwohnungen. Daraufhin kippte Süßkind vorerst seine Baupläne. Doch der Senat will weiterverhandeln.  ...
http://www.rbb-online.de/wirtschaft/beitrag/2016/03/verhandlungen-senat-investor-cuvrybrache-kreuzberg.html


"Umstrittene Cuvryhöfe in Berlin-Kreuzberg - Hallo, Cuvry, ist da wer?" Melanie Berger (10.07.2016)
Beste Ecke in Kreuzberg: Das berühmte Camp ist seit zwei Jahren Geschichte. Der Senat sagt nun: „Bis zum Winter hat der Investor noch Zeit, dann …“. Der Anruf bei Terra Contor endet nach wenigen Sekunden. „Wir geben dazu keinen Kommentar ab“, sagt eine Frauenstimme am anderen Ende der Leitung. Das Unternehmen gehört dem Münchener Investor Artur Süßkind, er ist Eigentümer der Cuvrybrache in Kreuzberg, die vor gar nicht so langer Zeit mal im Mittelpunkt stand und „Favela“ genannt wurde. Passiert da eigentlich was? ... Unweit dem Schlesischen Tor, umgeben von Clubs, Bars und Cafés, standen auf dem Brachland bis 2014 Zelte und Wellblechhütte. Darin hausten Obdachlose, Aussteiger und Idealisten, die mit dem ganzen „Geld-Scheiß“, wie es eine ausdrückte, nichts zu tun haben wollten. Nach der Räumung durch 120 Polizisten im September 2014 muss das Gelände bewacht werden, damit es sich die damaligen Bewohner nicht zurückholen. Wochenlang gab es kein anderes Thema: Die einen wollten die „Freie Cuvrybrache“ retten, andere waren froh, dass das Müll- und Schnapslager endlich aufgeräumt wurde. Die berühmten Graffiti an der Wand wurden durch einen Mittelfinger auf schwarzem Grund ersetzt.  ... Der Investor plante dort 250 Luxuswohnungen, Büros und Läden, der Senat wollte einen Uferweg, eine Kita und 25 Prozent Sozialwohnungen. Die geforderte soziale Infrastruktur war dem Artur Süßkind aber zu viel. Süßkind wollte die Quote von 25 Prozent Sozialwohnungen nicht erfüllen, mehr als zehn Prozent sei nicht drin, hieß es. Es ist bereits der dritte Bauplan für die Cuvrybrache, der seit den 90ern gescheitert ist. ...
http://www.tagesspiegel.de/berlin/umstrittene-cuvryhoefe-in-berlin-kreuzberg-hallo-cuvry-ist-da-wer/13856144.html


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« Reply #16 on: July 13, 2016, 12:50:48 PM »
"Gerichtsverhandlung wegen Kadterschmiede" (12.07.2016)"
https://rigaer94.squat.net/2016/07/12/b-gerichtsverhandlung-wegen-kadterschmiede/

Quote
[...] Juristischer Erfolg für das linke Berliner Wohnprojekt in der Rigaer Straße 94 im Stadtteil Friedrichshain: Laut der Zivilkammer des Berliner Landgerichts war der Polizeieinsatz zur Teilräumung rechtswidrig.

Das Gericht bestätigte vorläufig die Nutzungsrechte des klagenden Vereins "Freunde der Kaderschmiede". Damit muss der von der Polizei beschützte Hauseigentümer, das Unternehmen Lafone Investments Limited, die Räumlichkeiten bis zur endgültigen Klärung der Besitzverhältnisse wieder freigeben.

In der mündlichen Verhandlung stellte Richterin Nicola Herbst fest, dass der Hauseigentümer vor dem Polizeieinsatz am 22. Juni weder einen Räumungstitel vorgelegt noch einen Gerichtsvollzieher bei der Vollstreckung mitgebracht hatte. Damit sei das Vorgehen der Lafone Investments und der Polizei rechtlich nicht gedeckt gewesen, sagte Herbst.

Der massive Polizeieinsatz hatte in den vergangenen Wochen zu heftigen Auseinandersetzungen mit Linksautonomen und Linksradikalen geführt, der am Wochenende in einer der gewalttätigsten Demonstrationen der vergangenen Jahre in der Hauptstadt gipfelte. Dabei wurden nach Polizeiangaben über 120 Beamte verletzt. In Bezugnahme auf die Rigaer 94 gab es zudem zahlreiche Brandanschläge auf Autos im gesamten Berliner Stadtgebiet, sowie Attacken auf Immobilienbüros und andere Einrichtungen.

Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU), der den Polizeieinsatz zu verantworten hat, ist für seine harte Linie gegenüber der linksautonomen Szene bekannt. Er hatte sich zuletzt trotz der Aufforderung von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) gegen Gespräche mit der Szene ausgesprochen. Nach den Ausschreitungen vom Wochenende war auch Müller von seiner Position abgerückt.

In der Nachbarschaft des Hauses Rigaer 94 im Samariterkiez war die massive Polizeipräsenz seit der Teilräumung auf mitunter scharfe Kritik gestoßen. Der Kiez gehört zu den angesagtesten und kinderreichsten Gegenden Berlins.

Die zahlreichen Sympathisanten aus der linken Szene, die sich im Saal des Amtsgerichts Tempelhof-Kreuzberg eingefunden hatten, quittierten das vorläufige Urteil mit lautem Jubel. "Wir haben gewonnen - ich hoffe, dass die Berliner Polizei das jetzt versteht", sagte der Anwalt des Vereins, Lukas Theune. Die Rechtsvertreter des Hausbesitzers waren der Verhandlung ferngeblieben.

Theune kündigte an, das Nutzungsrecht seiner Mandanten mithilfe eines Gerichtsvollziehers schnellstmöglich durchsetzen zu wollen. Bis zur gerichtlichen Klärung der Besitzrechte will der Verein mögliche Nutzungsüberlassungstitel aus früheren Zeiten klären. Wegen der seit den Neunzigerjahren mehrfach wechselnden Besitzverhältnisse und der wechselnden Hausnutzer sei die Rechtslage unklar, sagte Theune.

cte/flo/AFP


Aus: "Berlin: Räumung von Wohnprojekt in Rigaer Straße war rechtswidrig" (13.07.2016)
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/berlin-raeumung-von-wohnprojekt-in-rigaer-strasse-war-rechtswidrig-a-1102815.html

"Rigaer Straße 94 Teilräumung war illegal - Linksautonome gewinnen vor Gericht" (13.07.16)
Die Zivilkammer erklärte die Teilräumung des alternativen Wohnprojektes am 22. Juni, die unter anderem die Kneipe "Kadterschmiede" betraf, für illegal. Die Räume dürfen nun wieder genutzt werden, bis auf den Garten. ...
http://www.berliner-zeitung.de/politik/rigaer-strasse-94-teilraeumung-war-illegal---linksautonome-gewinnen-vor-gericht--24388162

"Randale in der Rigaer: Jetzt reden Anwohner" Timo Kather und Jana Demnitz (12.07.2016)
Anwohner der Rigaer Straße fordern ein Ende der "sinnlosen Polizeieinsätze" und eine "transparente Informationspolitik" vom Senat. Die Polizei führt nun keine Personenkontrollen auf dem Gehweg mehr durch. ... "Wir fordern Klarheit über den Umfang und die Dauer der Polizeimaßnahmen und eine transparente Informationspolitik", sagte eine Sprecherin der Anwohner. Man fühle sich zunehmend als "Spielball politischer Machtspiele", alle Anwohner der Rigaer Straße hätten unter den "sinnlosen Polizeieinsätzen" zu leiden. ... Ein weiterer Redner kritisierte die Berichterstattung der Medien. Diese sei tendenziös und teilweise verleumderisch. "Hier wird eine Gewalt herbeigeredet, die es hier faktisch gar nicht gibt", sagte der Mann unter dem Applaus der Umstehenden. Man werde weiter auf einem Dialog mit dem Senat beharren. "Wir werden uns dabei nicht beirren lassen", hieß es.
Tatsächlich allerdings gingen die Randale in Friedrichshain auch in der Nacht zu Dienstag weiter. In der Rigaer Straße traten zwei Männer die Außenspiegel von insgesamt sieben geparkten Autos ab, in der Karl-Marx-Allee wurden die Scheiben eines Immobilienbüros eingeworfen. An der Fassade wurden die Slogans „R94“ und „ACAB“ hinterlassen. ...
Henkel teilte via Pressemitteilung mit: "Wenn Polizisten angegriffen und Bauarbeiter bedroht werden, wenn fremdes Eigentum zerstört wird, dann muss der Staat handeln. Ich werde es nicht zulassen, dass irgendwo in unserer Stadt rechtsfreie Räume entstehen."...

http://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-friedrichshain-randale-in-der-rigaer-jetzt-reden-anwohner/13864300.html

"Bewohnerin der Rigaer Straße berichtet von Polizeischikanen" Christian Vooren (12.07.2016)
Ausweiskontrollen, Absperrungen, Polizeihubschrauber über dem Dach: Eine Bewohnerin der Rigaer Straße 94 schildert ihre Eindrücke der letzten Wochen und Monate....
http://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-friedrichshain-bewohnerin-der-rigaer-strasse-berichtet-von-polizeischikanen/13867606.html

« Last Edit: July 18, 2016, 09:13:50 AM by Link »

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« Reply #17 on: July 18, 2016, 09:15:17 AM »
"Brandstiftungen in Berlin Zahlreiche Autos im Stadtgebiet angezündet" Ingo Salmen ()
In der Nacht zu Montag haben in Prenzlauer Berg, Neukölln, Köpenick und Marzahn Autos gebrannt. Die Umstände deuten teils auf politische Hintergründe hin. Die Serie von Brandstiftungen an Autos in Berlin hält an. In der Nacht zu Montag gingen gleich in mehreren Bezirken Autos in Flammen auf. ...
http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/brandstiftungen-in-berlin-zahlreiche-autos-im-stadtgebiet-angezuendet/13889450.html

http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/berlin-friedrichshain-baumschulenweg-brandserie-reisst-nicht-ab-dixitoilette-und-porsche-in-flammen/13874644.html

---

"Abrechnung mit der Rigaer Straße Keine Nacht für niemand!" Ein Leidensbericht. von einer, die auszog (18.07.2016)
Fünfeinhalb Jahre lang ließ sich unsere Autorin in der Rigaer Straße den Schlaf rauben. ... Hier wohnen Sie in einer ruhigen, von Bäumen gesäumten Wohnstraße mit wenig Durchgangsverkehr. So beschreibt ein Immobilienmakler, der kürzlich eine Wohnung annoncierte, die Rigaer Straße. Nachbarn haben einander den Link zugemailt, sie haben ihn mit Smileys versehen, mit Sätzen wie „Die müssen es ja wissen“, oder mit Fragen: „Hoffnung?“ - „Eine Prophezeiung?“ Einer scherzt, dass „wenig Durchgangsverkehr“ ja im Grunde immer häufiger stimme - nämlich dann, wenn die Polizei wieder einmal die Straße abgesperrt hat oder brennende Barrikaden die Durchfahrt blockieren.
War die Rigaer Straße je eine ruhige Wohnstraße? Es muss lange her sein. In den fünfeinhalb Jahren, die ich dort gelebt habe, jedenfalls nicht. ...
März 2015, kurz vor meinem Auszug. Ich wache auf, weil es plötzlich taghell ist, obwohl der Wecker kurz vor vier Uhr morgens anzeigt. Das Licht kommt von riesigen Hochleistungsscheinwerfern, mit denen die Polizei die Häuserfassaden ableuchtet - sie scheinen direkt in unser Schlafzimmer. Randalierer haben einen großflächigen Stromausfall im Bezirk zum Anlass genommen, Sperrmüllfeuer auf der Straße zu entfachen, den Lidl zu plündern und die Scheiben der nahegelegenen Commerzbank-Filiale einzuschmeißen. Jetzt sucht die Polizei die Täter. Wenig später kreist ein Polizeihubschrauber über unseren Köpfen - und weckt noch die letzten, die dickere Vorhänge haben als wir.
...Kotze, Scherben, Scheiße. So fällt an schlechten Tagen meine Zusammenfassung des Ortes aus, an dem ich gewohnt habe. Gute Erinnerungen werden überlagert von zu vielen schlechten. Zermürbt haben mich nicht die großen Zusammenstöße, die dieser Tage die Schlagzeilen dominieren, sondern die vielen alltäglichen Nächte, in denen auf der Straße vor unserem Haus gegrölt wurde, in denen Bierflaschen zu Bruch gingen, Männer in unseren Hauseingang pissten. Einmal, das ist vielleicht zwei Jahre her, habe ich mitgezählt. Acht Mal lösten sich binnen einer Stunde Menschen aus der Traube vor dem Haus gegenüber, um die Straßenseite zu wechseln und an unsere Tür zu pinkeln. Morgens war der Gestank im Flur so durchdringend, dass man immerhin nicht Gefahr lief, ungewarnt in die Urinlache zu treten. War die Tür nicht richtig verschlossen, fanden wir mitunter auch andere Hinterlassenschaften vor. Sie stammten ziemlich offensichtlich nicht von den zahlreichen Hunden - die kackten nur auf die Bürgersteige. ...
http://www.tagesspiegel.de/berlin/abrechnung-mit-der-rigaer-strasse-keine-nacht-fuer-niemand/13892014.html

Quote
Viehdoktor 07:38 Uhr
Sie hat nicht verstanden, dass der Kiez gegen solche wie sie verteidigt werden soll, die die Kleinstadt im wilden gefährlichen Berlin haben wollen. Es gibt die Kreativität nicht ohne Freiheit und dass ist auch die Freiheit sich danebenzubenehmen. Die, die ganz andere Lebensweisen haben, gehören in Berlin dazu, zumal sie ja auch gewöhnlich aus dörflicher Strenge hierhergekommen sind um Freiheit zu erleben. In den noch günstigen Kiezen ist Raum für diesen Schmelztiegel, der die gewünschte Vielfältigkeit ausmacht, Gentrifizierung durch die, die aufgrund ihres Geldes nah dran an Vielfalt und Kreativität sein wollen ohne dazuzugehören zerstören das.
Die Gentrifizierer suchen die aufregende Freiheit zm Zugucken aus ihrer Spießeridylle. Wasch mich aber mach mich nicht nass, ich will nur die "Buntheit", die mir gefällt, doofe Farben müssen weg.
Ich wohne gerne im spießigsten Bezirk Berlins, als gebürtiger Berliner brauche ich keine zugezogene Coolness. Hier spielt niemand im Hof Geige, hier hört man höchstens Etüdengeklimper und das nur zu erlaubten Zeiten. Hier gibt es keine hippen Kneipen und in dem richtig guten Café treffen sich die Rentner. Deren Berliner Schnauze reicht mir an Unterhaltung und freiheitlicher denken als die Jungspießen tun sie oft genug auch. Wenn ich mehr Kneipen will, schwinge ich mich aufs Fahrrad und fahre abends zurück.
Hauptsache die Gentrifizierer entdecken nicht diese Gegenden und überziehen sie mit Coolness und noch teureren Mieten, leider gibt es schon Ansätze, wenn dann alles kaputt ist ziehen die Gentrifizierer weiter.
Schön für die Rigaer, dass es dort einer weniger ist, hier ist sie nicht willkommen.

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Eginhard 09:17 Uhr
Antwort auf den Beitrag von Viehdoktor 07:38 Uhr
hmmh, also wenn Linksautonome im Suff grölen und sich in den Hauseingängen "entleeren", dann ist das eine andere Lebensweise? gilt das auch für Obdachlose? oder ist es da dann nur ekelhaft?


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Thogra 09:17 Uhr
Antwort auf den Beitrag von Viehdoktor 07:38 Uhr
Wildpinkeln also als politische Aussage? Denn im Artikel beschrieben Menschen geht es einfach um Selbstbespassung verbunden mit der kulturellen Unfähigkeit, Toiletten zu benutzen!



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« Last Edit: July 19, 2016, 09:43:56 AM by Link »

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« Reply #18 on: July 21, 2016, 09:59:53 AM »
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[...] Vor der Sitzung hat Christopher Lauer, Innenpolitiker der Piratenfraktion, neue Vorwürfe gegen die Polizei, aber auch gegen Henkel erhoben. Wie andere Politiker auch hatte Lauer am Mittwoch Akten eingesehen. Er kommt zu dem Schluss, die Initiative zu weiteren Polizeieinsätzen nach jenem vom Januar sei nicht vom Eigentümer, sondern von der Polizei selbst ausgegangen. Interne Mails legten diesen Schluss nahe. So sei die Polizei aktiv auf den Eigentümer zugegangen und habe ihn ermuntert, um Hilfe zu bitten. Von sich aus habe die Polizei den möglicherweise mangelhaften Brandschutz im Haus thematisiert, obwohl ein solches Thema eigentlich in der Zuständigkeit des Bezirks liege. Lauer sagte, die Berliner Polizei habe sich "vollkommen verselbstständigt" und nehme den Innensenator nicht ernst. Er erneuerte seine Rücktrittsforderung an die Adresse von Henkel. Dieser sei erst am Vorabend des geplanten Einsatzes informiert worden, Lauer spricht von einem "massiven Versagen bezüglich der Dienstaufsicht". Ob die Vertreter der anderen Oppositionsparteien diese Vorwürfe teilen und wie sich Senator Henkel dazu äußert, wird die Ausschusssitzung ab 10 Uhr ergeben.

... Die Hausverwaltung hatte den Polizeischutz namens des Eigentümers schon am 20. Mai beantragt, um Teile des Gebäudes in der Rigaer Straße 94 zu inspizieren und zu entmüllen.  Nach Einschätzung der Polizei konnte der Eigentümer glaubhaft machen, dass es keine fremden Besitzansprüche gebe. Der Verein „Kadterschmiede“, der 2003 gegründet wurde und der Teile des Hauses seit Jahren nutzt, war der Polizei angeblich nicht bekannt. Und so kamen die Juristen der Berliner Polizei zu dem Schluss, dass es rechtens sei, zur Gefahrenabwehr die Bauarbeiter und privaten Sicherheitsleute zu beschützen, die am 22. Juni in das Gebäude eindrangen. Rechtsgrundlage war das Allgemeine Sicherheits-und Ordnungsgesetz (ASOG).


Aus: "Sondersitzung zu Polizeieinsatz in Berlin-Friedrichshain Henkel steht harte Befragung zu Rigaer bevor"
Ulrich Zawatka-Gerlach und Karin Christmann (21.07.2016)
Quelle: http://www.tagesspiegel.de/berlin/sondersitzung-zu-polizeieinsatz-in-berlin-friedrichshain-henkel-steht-harte-befragung-zu-rigaer-bevor/13905896.html

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"Bauwagenplatz in Duisburg-Homberg droht das endgültige Aus" Daniel Wiberny und Bodo Malsch (09.08.2016)
Dem Bauwagenplatz an der Ehrenstraße in Homberg droht nach einem länger andauernden Streit mit der Stadt nun das endgültige Aus. Das Landgericht Duisburg teilte dem Verein für Experimentelles Wohnen mit, dass seine Berufung gegen die Kündigung des Geländes durch Beschluss abgelehnt werden soll. ...
Aus der Anwaltskanzlei, die die Bauwagenleute vertritt, hieß es, dass eine Stellungnahme vorbereitet werde. Die Stadt hält sich deshalb derzeit noch bedeckt. „Wir warten jetzt erst einmal ab, was in den nächsten zwei Wochen passiert und schauen dann weiter“, sagte Sprecherin Susanne Stölting.
An der Einstellung, dass die Wagenburg-Bewohner den Platz räumen müssen, habe sich aber nichts geändert. Das dann frei werdende Gelände soll voraussichtlich durch den Abenteuerspielplatz Tempoli genutzt werden.
Die Stadt hatte zuletzt die Vertragsverhandlungen für einen Verbleib der Bauwagenleute auf deutlich kleinerer Fläche für beendet erklärt. Die Fronten seien verhärtet, die Vorstellungen zu gegensätzlich. ...
https://www.derwesten.de/staedte/duisburg/bauwagenplatz-in-duisburg-homberg-droht-das-endgueltige-aus-id12084124.html

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10.08.2016, 00:57
Bauwagenplatz in Duisburg-Homberg droht das endgültige Aus
von Sommerabend | #1

Die SPD und die Grünen, die diese Vertreibung vom Bauwagen-Gelände vom Zaun gebrochen haben, können sich nach Abschluss der rechtlichen Vervollstreckung anschließend gegenseitig auf die Schultern klopfen. Endlich zu einer Endlösung vorgestoßen... und etwas beseitigt, das nicht in die Gehirnwindungen von Provinzpolitikern passt.



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10.08.2016, 04:07
Bauwagenplatz in Duisburg-Homberg droht das endgültige Aus
von weltenbummler92 | #2

Der Bauwagenplatz passt nicht mehr ins Weltbild unserer Stadtspitze. Das er seit über 21 Jahren Bestand und auch eine andere Lebenseinstellung als Grundlage hatte, ist egal. Das es in Duisburg auch kein alternatives Gelände gibt, ist zusätzlich nur schwer zu verstehen.

Am Bahnhof ist es doch auch möglich. Dort wollte man das Umweltamt haben. Dafür wird die Mercatorstraße deutlich verkleinert und über 80ige Alleebäume gefällt.
Oder die Planungen für eine kleine neue Feuerwache, damit ein großes BMW-Autohaus eine Zufahrt erhält und gebaut werden kann.

Somit zeigt sich, wo ein Wille zur Umsetzung ist, da passiert auch was...


Der Bauwagenplatz Duisburg ist ein ein Wohnprojekt in Duisburg Homberg, getragen von dem Verein "Experimentelles Wohnen e.V."
Die Stadt Duisburg reichte laut eigener Aussage in der WAZ vom 13.8.2015 die Räumungsklage ein.
Richter Hilland gibt uns drei Monate um den Bauwagenplatz zu räumen. Nach dem 31.5.2016 werde vollstreckt so sein Tenor. ...

http://bauwagenplatzduisburg.blogsport.eu/

« Last Edit: August 10, 2016, 02:26:56 PM by Link »

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« Reply #19 on: September 07, 2016, 12:20:08 PM »
[2016] Von London bis New York gilt Berlin plötzlich als “the place to be“. Das weckt Begehrlichkeiten.
Jeder will hier wohnen und viele wollen sich hier eine Wohnung kaufen, die – verglichen mit „zu Hause“ – spottbillig ist. Ehemaliger staatlicher Wohnungs-bestand wird privatisiert und Mietwohnungen werden zu Eigentum. Welten prallen aufeinander und Paralleluniversen tun sich auf. Andreas Wilcke hat diesen Vorgang vier Jahre lang durchleuchtet. ...
http://www.diestadtalsbeute.com/

""Die Stadt als Beute": Ausverkauf einer Großstadt" Gunda Bartels (7. September 2016)
Für die Dokumentation "Die Stadt als Beute" beobachtete Andreas Wilcke jahrelang den Berliner Wohnungsmarkt. Nun erzählt er unaufgeregt von Gier und politischer Ignoranz. ... Im Gegensatz zu skandalisierenden Fernsehdokus über Immobilienspekulation, die einer eindimensionalen Täter-Opfer-Logik folgen, oder zu Betroffenheitsfilmen wie Katrin Rothes mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Doku Betongold, herrscht in Die Stadt als Beute jedoch ein unaufgeregter Erzählton, der die neoliberalen Marktmechanismen umso eindrücklicher freilegt. Wilcke betätigt sich als stiller Beobachter des Gentrifizierungsprozesses, der in der Kombination aus politischer Ignoranz, professioneller Gier und menschlicher Ohnmacht der Skandal aller großen Städte ist – in Berlin samt den Folgen für Altmieter, Nachbarschaften, soziale Mischung quasi in Echtzeit zu besichtigen.  ... Oder wie es einer der vielen, Wilcke und seiner Kamera erstaunlich offen gegenübertretenden Makler formuliert. "Ich vertreibe Einkommensschichten, die sich die teure Mitte nicht leisten können, an den Rand." Das sei ein internationales Phänomen, das er persönlich gar nicht schlecht finde. "Wenn ich in Madrid vom Flughafen in die Innenstadt fahre, wird es immer schöner!" Nur in Berlin gebe es, bedingt durch die einstige Teilung, noch immer hässliche Schmuddelecken mit einkommensschwachen Bewohnern mitten in der Stadt. "Das ist in 50 Jahren komplett erledigt." ...
Der Regisseur macht von der Presse bis zum Booking alles selbst. Cutter, Dramaturgen und Rudolf Moser von den Einstürzenden Neubauten, der die atmosphärisch dichte Filmmusik komponiert hat, haben noch kein nennenswertes Honorar gesehen. Und es war nicht schön, was Wilcke sich beim Abklappern der Kinobetreiber in Ermangelung eines Verleihs so anhören musste. Zwei der Abfuhren hat er sich gemerkt: "Filme wie Ihre verstopfen das Kino." Und "Kino ist was für Filme mit einer klaren Marketingstrategie." ...
Wilcke verabscheut als Anhänger des Direct Cinema Urteile im Dokumentarfilm genauso  wie Inszenierungen, persönliche Betroffenheit oder einen investigativen Reportagestil, aber das merkt man dem Film fast gar nicht an. Obwohl er die Wut und Verzweiflung der durch Brachialsanierungen terrorisierten Mieter durchaus zeigt. Allerdings nicht in dem Menschenschicksale ausbeutenden Stil, der beim Zuschauer nur einen "Verpuffungseffekt" triggere, sagt er. "Einmal aufregen und das Thema ist wieder weg."
Wilcke dagegen will, dass Film und Thema in den Köpfen bleiben. Deswegen hat er so lange hingesehen und zugehört. ...
http://www.zeit.de/kultur/film/2016-09/immobilienmarkt-mietmarkt-berlin-dokumentarfilm/komplettansicht

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secret77 #6

Ich habe 16 Jahre in der Rigaer Str in berlin gewohnt, fast gegenüber dem ach so bösen X-B. Warum die so Radau gemacht haben, dürte spätestens nach dem Film auch dem größten Verfechter des freien Marktes klar sein.
Dass "mein Haus" ua von denen gekauft und zu Eigentumswohnungen umgestaltet wurde, denen Berlin damals den Rundfunk Nalepastraße - eigentlich viele Millionen wert - damals für ein Taschengeld verschachert hat, dass ist schon seltsam.
Wieviel an Schmiere an Beamte geflossen ist, das wird wohl nie rauskommen, egal bei welchem Bauvorhaben in Berlin.


Quote
RaLiWiWi #7

Einmal mehr ein kleiner Ausschnitt wie auch die SPD-Politik die Interessen der Mehrheit der Menschen ignoriert und sie den wenigen Kapitalbesitzern bedingungslos ausliefert

Obwohl ich mich noch immer etwas darüber amüsiere wie sich die Alternativlos-Marktkonformen-Einheitsparteien Europas und ihre Medien über den rasanten Aufstieg der Neo-Rechten in Europa heuchlerisch echauffieren, da diese doch nur das Produkt ihrer eigenen verfehlten Politik seit 1980 sind , dämmert es allmählich auch mir, dass daraus durchaus sehr unangenehmes entstehen könnnte

Nur wo liegt die politische Alternative

-auf der einen Seite rückwärtsgewannte Nationalisten mit mehr oder weniger stark ausgeprägtem Rassismus

-auf der anderen Seite europäische Parteien bei denen zumindest die jeweiligen Parteispitzen sehr offen dafür eintreten die Länder EU Europas mit CETA, TTIP, TISA nahezu bedingunslos den Interessen der internationalen Konzerne aus zu liefern und Demokratie und zukünftige tiefgehende politische Gestaltungsfähigkeit völkerrechtlich abgesichert zu verhindern

Hätte ich denn nicht zwei Töchter in den frühen 20-ern könnte ich mich ja beruhigt auf meinen Alters-Zynismus zurück ziehen und das ganze Trauer-Schauspiel neutral beobachten


---

Die prenzlberger stimme ist ein journalistisches Angebot für Prenzlauer Berg ....
http://www.prenzlberger-stimme.de/

« Last Edit: May 10, 2017, 07:16:14 AM by Link »