Author Topic: Julian Assange / Wikileaks ...  (Read 37565 times)

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Julian Assange / Wikileaks ...
« Reply #80 on: October 19, 2016, 11:29:52 AM »
"Wikileaks-Bücher: Psychogramm eines Paranoiden" Roland Mischke (15. Februar 2011)
... Daniel Domscheit-Bergs Abrechnung mit Julian Assange und ein "Spiegel"-Buch befassen sich mit der Enthüllungsplattform und ihrem exzentrischen Aushängeschild. ... Heute empfindet Domscheit-Berg mit dem Wikileaks-Gründer nur Mitleid, "er kommt ja von seinem Trip nicht mehr runter". Deshalb musste er sein Buch schreiben, sich abnabeln, "immer wieder mit Lektoren und Anwälten" sprechen, das war "wie eine kleine Therapie". Es ist zeitgleich in 19 Ländern erschienen. ... Als verwöhntes Kind einer australischen Hippie-Mama wird Assange in "Staatsfeind Wikileaks" von Marcel Rosenbach und Holger Stark vorgeführt. Als die Beziehung der Eltern sich mitsamt der Idylle auf einer Tropeninsel in Nichts auflöste, suchte Jung-Julian vor Schmerz das Weite in der digitalen Sphäre. Dieser Charakter der Flucht und des Getriebenseins beherrscht, so die Autoren, das Streben und Handeln des Wikileaks-Gründers mehr als alles andere. ... Was aber auch in dem Buch ersichtlich wird: Wikileaks ist der Kampf der jüngeren Generation um die Hoheit der Weltdeutung, ein gesellschaftlicher Befreiungsschlag, die Erfindung einer neuen Kultur. Auch die 68er wollten das schon, zu ihnen gehörte Assanges Mutter, ihr Kampf Ende der sechziger Jahre ist sein geistiges Erbe. Jede Generation muss wohl diese Auseinandersetzung auf diese oder jene Weise führen. ...
http://www.badische-zeitung.de/literatur-rezensionen/wikileaks-buecher-psychogramm-eines-paranoiden--41304881.html


Quote
... Sie informierten Journalisten des Freitag darüber, dass dieses Passwort veröffentlicht und für Kenner der Materie leicht zu finden sei. Ein Akt der Rache an Assange?

Daniel Domscheit-Berg: Das war keine Racheaktion, ganz im Gegenteil. Wir haben monatelang versucht, Julian davon zu überzeugen, die Öffentlichkeit über das Leck zu informieren - um die Menschen zu schützen, denen eine Enthüllung der Daten hätte gefährlich werden können. Das Problem war, dass eben dieses Datenpaket, ursprünglich als Sicherheitskopie gedacht und durch eine Verschlüsselung geschützt, plötzlich auf einem öffentlich zugänglichen Server im Netz auftauchte. Gleichzeitig veröffentlichte ein Journalist des Guardian in seinem Buch über WikiLeaks den dazugehörigen Schlüssel - Julian hatte in seinem Leichtsinn keine personalisierten Schlüssel angefertigt, wie es eigentlich der Fall hätte sein müssen, sondern gab sozusagen den Generalschlüssel weiter. Und somit schwirrten die für den Zugang zu den Daten benötigten Schlüssel frei in der Welt herum. Und es war ohnehin nur eine Frage der Zeit, bis kluge Köpfe den Zusammenhang von Schlüssel und Dokumenten herausgefunden hätten.

Das mag sein. Aber letztendlich haben Sie durch Ihr Interview mit dem Freitag eine Spur gelegt und dafür gesorgt, dass die entsprechenden Puzzleteile zusammengesetzt wurden.

Daniel Domscheit-Berg: Aber nicht ich habe die Puzzleteile zusammengesetzt. Es stimmt, ich habe dem Freitag ein Interview mit der Information gegeben, dass der Schlüssel im Internet veröffentlicht ist. Ich hatte lange versucht, Julian zur Vernunft zu bringen, wurde gleichzeitig in einer öffentlichen Debatte aber immer als Lügner dargestellt und der Sabotage beschuldigt, weil ich ein weiteres Datenpaket nicht über jenen Vermittler an WikiLeaks zurückgeben wollte, der für das Datenleck verantwortlich war. Ich wollte durch das Interview einfach einmal unabhängig klarstellen, dass ich mir meine Bedenken nicht ausdenke.

Das Motiv war also die Rettung der eigenen Reputation.

Daniel Domscheit-Berg: Irgendwann war das Maß einfach voll. Vielleicht ging es tatsächlich auch um Selbstschutz. Durchweg als Lügner bezeichnet zu werden, macht wütend. Sicherlich bin ich kein Gewinner in der Sache. Ein Verräter aber auch nicht. Letztendlich hat Julian sich selbst verraten, indem er, nachdem das Interview publiziert wurde, über den Twitter-Account viele Andeutungen gemacht hat, die Leuten, die sich etwas auskannten, Hinweise auf das Passwort gaben. Er hat die Puzzleteile selbst öffentlichkeitswirksam zusammengefügt. ...

Warum hätte er das tun sollen?

Daniel Domscheit-Berg: Weil er den Ehrgeiz hat, alles für seinen eigenen Lebenslauf zu verbuchen. Wenn schon jemand das Geheimnis um die Dokumente verrät, dann hat er es zu sein, der diese Rolle übernimmt. Das ist eine seltsame Form des Ehrgeizes, spiegelt aber seine skurrile Wahrnehmung der Welt wider. ...

...

Haben Sie Mitleid?

Daniel Domscheit-Berg: Natürlich. ...

Quote
     theo_physics, 03.02.2013 17:37

Was will die journalistische Elite/das Bürgertum?
Entlarvend fand ich die Bemerkung der Frauen über die (meiner Meinung
nach richtigen) Ansicht von Assange über einen in der Bevölkerung und
für die Bevölkerung arbeitenden Enthüllungs-Geheimdienst:
Assange: "WikiLeaks könne ein...mächtiger Geheimdienst des Volkes
werden...
".

Unwohlfühlend bemerken die Damen aus gutem Hause:

"Das sind nicht gerade demokratische Visionen".

Hier sieht man, dass das Bildungsbürgertum es in letzter Konsequenz
lieber mit dem Verfassungsschutz und BND hält als mit Wikileaks: Für
die zwei Journalistinnen ist Demokratie wohl gleichbedeutend mit
Parlament, Marktwirtschaft und den damit Verbundenen
Besitzverhältnissen. Ein bisschen leaken, so damit es den
kapitalistischen Bonzen nicht wirklich weh tut, wie es die Kopfgeburt
Openleaks vorschlägt, das wäre OK...Immer brav bleiben und nicht
radikal sein. Das deutsche Bildungsbürgertum wie wir es seit ihrer
Niederlage im Jahr 1848 kennen.

Quote
     checkboxdoubleclick, 03.02.2013 20:54

Re: Was will die journalistische Elite/das Bürgertum?
theo_physics schrieb am 3. Februar 2013 17:37

> Unwohlfühlend bemerken die Damen aus gutem Hause:
>
> "Das sind nicht gerade demokratische Visionen".
>
> Hier sieht man, dass das Bildungsbürgertum es in letzter Konsequenz
> lieber mit dem Verfassungsschutz und BND hält als mit Wikileaks:

Die Tanten sind 24 Jahre alt und haben gerade Medienwissenschaft
studiert - was erwartest Du? Vermutlich haben die von BND und und VS
noch nie was gehört, geschweige von deren Verfassungs-schädigenten
Aktionen.

Das war wohl eher ein Artikel für die Schülerzeitung. Mich wundert
das der sich darauf eingelassen hat.



Quote
     brainOnaut, 03.02.2013 14:53

ach ja, der daniel...
ich werds mir noch durchlesen, aber als der absatz

"Plötzlich warf er mir vor, ich würde für die CIA oder andere
Geheimdienste arbeiten, sei nur darauf aus, ihn vom Thron zu stürzen
und selbst Kopf von WikiLeaks zu werden."

mit dem nachfolgendem

"Alles Lügen."

kam, habe ich erstmal jegliche lust verloren weiterzulesen.


Quote
     Rarus Schneutz, 03.02.2013 14:15

Domscheit-Berg hat doch seinen Deal mit Bertelsmann gemacht
...als er seine Homestory einer ZEIT-Journalistin vorheulte, die
daraus den passenden Insider-Bestseller machte (die ZEIT ist über G+J
mit den Mohn-Milliardären hinter Bertelsmann verbunden). Dann noch
den Schmarren von SPIEGEL-Chef & Co. nachgeschoben und das
Wikileaks-Bild war sturmreif geschossen für die ganz große
Verleumdungs-Attacke auf den angebl. "Sexualverbrecher" Assange...
geht jetzt gerade weiter mit dem Spielfilm und im
SPIEGEL-Schwesterblatt STERN, siehe hier [Der Niedergang des Journalismus lässt sich am Fall Assange lupenrein mitverfolgen. Kritische und intellektuelle Ansprüche werden gegen eine rückgratlose Hofberichterstattung ausgetauscht. ]:
http://jasminrevolution.wordpress.com/2013/02/03/wikileaks-spielfilm-bertelsmann-hetzt-weiter-gegen-assange/ [(Gerd R. Rueger 03.02.2013)]


Quote
     druckbleistift, 03.02.2013 13:39

Dieser Mann macht keine Fehler ...
Sehr lustig, ist mir gerade beim Lesen aufgefallen:

Daniel Domscheit-Berg wirft Julian Assange vor, Fehler immer nur von
sich zu weisen, sie bei anderen zu suchen und nicht sehen zu können,
dass er auch mal selbst Fehler mache.
Was die Auseinandersetzung mit Julian Assange betrifft, weist D.DB.
denn auch konsequent alle Fehler von sich und beschreibt die Fehler
J.A.s ...

Naja.

Mich irritiert im übrigen wie Daniel Domscheit-Berg über den Fall
Bradley Manning spricht. Er bedauert ihn auf der einen Seite, auf der
anderen Seite belastet er ihn.



Quote
     TimurLenk, 03.02.2013 11:48

Wo bleibt open leaks?
Oder ist Holzscheit-Zwerg ... doch eher [ein] U-Boot auf Abruf?



Quote
     IchBIN, 03.02.2013 01:13

Naivität des Daniel Domscheit-Berg
Während er die Bearbeitung geleakten Materials durch journalistische
Experten für wichtig hält, so ist er doch zugleich davon enttäuscht,
wie wenig die Medien aus den geleakten Botschaftsdepeschen gemacht
hat.

Ja, ist dem denn nicht klar, dass es bei journalistischen Experten,
die aus dem Kreis der in der "alten Welt" etablierten Medien gar
nicht anders sein kann, als genau so? Diese Journalisten - und noch
wichtiger, die Medien in denen sie publizieren gelassen werden - sind
doch schon längst "auf Linie", nicht darauf bedacht am Status Quo des
neufeudalistischen Kampfes der selbsternannten "Geld- und
Machteliten" gegen die breite Bevölkerung irgend etwas zu ändern. Da
ist dann ein brisanter Leak wie die Botschaftsdepeschen höchstens
eine "slight disturbance in the force", die es im Wesentlichen
abzufangen und auszugleichen gilt.

Solche Medien handeln mit der Agenda, dass, wenn etwas brisantes
rauskommt, was das Potential hätte, die Machtverhältnisse grundlegend
zu ändern, die Wucht dieser Veröffentlichung oder des daraus
resultierenden Skandals möglichst abzudämpfen, einen kurzen
boulevadesken Aufschrei in Form markiger Headlines daraus zu
generieren, während aber die *wirklich* brisanten Dinge dann dezent
unter den Tisch fallen gelassen werden, anstatt Fragen zu stellen,
die in den Zentren der Macht als äußerst unbequem oder gar
"Existenzbedrohend" empfunden werden könnten.

Ja, weiß das der Herr Domscheit-Berg etwa nicht? Ist der also einfach
nur grenzenlos naiv, um tatsächlich überrascht darüber zu sein, wie
die Medien mit den Botschaftsdokumenten umgegangen sind? Ist er denn
mit dieser Naivität dann überhaupt der richtige für diesen Job einer
Whistleblower-Plattform? Diese Frage muss gestellt werden.

Ich würde mich über eine Antwort von Daniel Domscheit-Berg freuen,
falls er hier im Heiseforum einen Login haben sollte. Wenn nicht,
dann kann natürlich auch jeder andere seinen Senf dazukommentieren
und ich werde es zu Unterhaltungszwecken auch lesen :-)


Quote
     bienenstich, 03.02.2013 02:11

Dieser Type traue ich keinen Meter weit.
Begründung: Bauchgefühl!

Verstehe auch nicht, warum der plötzlich wieder ausgegraben wird.
Neue Infos zu seinem OpenLeaks sind spärlich. Hat wohl nicht so
gefruchtet.

Stattdessen die selben ollen Kamellen, wie böse und intrigant doch
der Ex-Arbeitgeber und Kompagnon ist. Meinetwegen. Eine Empfehlung
ist das in meinen Augen aber weniger.

Quote
     Keorangar, 03.02.2013 02:55

noch drastischere Verhüllungen
Das gesamte Interview müsste man mal sehr genau sprachlich
auseinander nehmen, da gibt noch viele tolle Entdeckungen z.B. diese
Frage:

"Und so lange das Ziel noch nicht erreicht ist, gibt es
Organisationen wie WikiLeaks, die auf Missstände hinweisen und
Starthilfe leisten für eine transparentere Welt. Aber führt die
ständige Angst vor der Enthüllung nicht viel eher zu noch
drastischeren Verhüllungen durch die politischen
Entscheidungsträger?
"

Darauf antwortet Daniel Domscheit-Berg:"... dann ist es auch
vollkommen akzeptabel, wenn einzelne Dinge geheim gehalten werden.
Dann nämlich wissen Bürger, dass sie dem Staat und den
Entscheidungsträgern vertrauen können, weil die zugrunde liegenden
Strukturen offen liegen. Generell gilt jedoch, dass heute viel zu
viel für 'geheim' erklärt wird und damit auch demokratische Prozesse
häufig intransparent bleiben.
"

Ich interpretiere das als eine Wertung. Hier wertet jemand so, dass
es Geheimnisse geben darf, andererseits alles in Ordnung ist, wenn -
dann, aber nach welchem Maßstab? Natürlich nach dem, was man selbst
für demokratisch und transparent hält. Mit andere Worten: auch ein
Leaker kann sich in den gesellschaftlichen Verhälntnissen einrichten,
die intransparant sind, wenn es nur akzektable Alternativen mit
Restintransperanz gibt, es geht ihm überhaupt nicht um die
Transparenz im Sinne von Entlarvung, Enthüllung, es dreht sich nur
darum, wie man einen Konsens mit den intransparenten "Mächten" findet.
 Man kann sich auch vorstellen, auf der anderen Seite zu stehen.

Das ist alles nur Schönschwätzerei.



...


Aus: "Kollateralschaden" Kati Trinkner und Maren Weber (03.02.2013)
Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/38/38370/1.html


"Domscheit-Berg hat Mitleid mit Julian Assange" Von Tina Kaiser (09.10.2016)
Der frühere Wikileaks-Sprecher Daniel Domscheit-Berg ist darüber enttäuscht, was aus der Enthüllungsplattform geworden ist. „Heutzutage ist WikiLeaks eine Plattform, auf der Leute versuchen, Wahlen zu beeinflussen oder die Geschicke der Welt zu manipulieren“, sagte Domscheit-Berg der „Welt am Sonntag“. In den vergangenen Wochen gab es immer wieder Gerüchte, Russland habe WikiLeaks mit Informationen über die USA infiltriert. Domscheit-Berg sagte, er wisse nicht, ob das stimme. Er habe keinen Kontakt mehr mit dem Wikileaks-Gründer Julian Assange, seit die beiden sich im Jahr 2010 zerstritten hatten. Damals war Domscheit-Berg bei Wikileaks ausgestiegen. ...
https://www.welt.de/wirtschaft/article158635266/Domscheit-Berg-hat-Mitleid-mit-Julian-Assange.html


Stephan Dörner
‏@Doener
Stephan Dörner hat WELT retweetet
Was macht eigentlich ... OpenLeaks?
Stephan Dörner hat hinzugefügt, WELT @welt
Wikileaks: Domscheit-Berg hat Mitleid mit Julian Assange
 01:47 - 9. Okt. 2016
Berlin, Deutschland
https://twitter.com/Doener/status/785038913098375168

« Last Edit: October 19, 2016, 12:21:31 PM by Link »

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Julian Assange / Wikileaks ...
« Reply #81 on: November 05, 2016, 11:28:50 AM »
"Suizidversuch: Erneuter Selbstmordversuch von Chelsea Manning" (5. November 2016)
Die inhaftierte WikiLeaks-Informantin Chelsea Manning hat einem Bericht der New York Times zufolge erneut versucht, sich im Militärgefängnis selbst zu töten. Demnach wollte sie sich zu Beginn ihrer einwöchigen Isolationshaft Anfang Oktober das Leben nehmen. Die Isolationshaft war als Strafe für einen vorherigen Suizidversuch Mannings angeordnet worden.  ...
http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-11/suizidversuch-chelsea-manning-gefaengnis-wikileaks

Quote
LosNinjas #2

Es ist bedauerlich, dass die Öffentlichkeit solche Personen im Stich lässt.
Diese (wie z.B. auch E. Snowden) decken Missstände auf, werden dafür
aber in keinster Weise gewürdigt. Leider führt dieses Verhalten dazu, dass
viele weitere Missstände nicht mehr gemeldet werden. Schade eigentlich.


Quote
Kasha Rubini #2.1

Es gibt da noch einen, der sitzt seit 4 Jahren in einer kleinen Botschaft in London.


Quote
citizen_k #5

Die Wahrheit gefährdet Gesundheit und Leben. ...


Quote
tsitsinotis08 #13

Es ist unfassbar pervers, einen Menschen zu bestrafen, der aus Verzweiflung sein Leben beenden will -- ein aufrechtes Leben.

Hatte nicht auch Pastor Gauck Edward Snowden als Verräter bezeichnet?
So sind sie, die angepassten Apparatschiks. Und dann von Freiheit faseln.


Quote
nano846a #16

und ich dachte immer, die deutsche regierung hält das asylrecht für politisch verfolgte hoch. bei whistleblowern wie manning und snowden ist dann plötzlich schweigen im walde. bei folter (z.b. abu ghraib) und entwürdigenden haftbedingungen (manning) seitens der USA muss man dann halt beide augen fest zudrücken.


...

---

"Clintons Mitarbeiter und CNN make Trump great again" Don Alphonso (7. November 2016)
Lange wurde Donald Trump ausgelacht, wenn er gegen Medien wetterte und behauptete, sie würden parteiisch für das Establishment und die Demokraten arbeiten. Der Höhepunkt war erreicht, als er ein Mikrophon für sein schlechtes Abschneiden verantwortlich machte. Seitdem ist das Lachen leiser geworden, denn tatsächlich war das Mikrophon nicht in Ordnung. Dann kam die Wikileaks-Veröffentlichung der Mails von Demokraten, die besprachen, wie sie bekannte Journalisten in einem Conference Call gegen den demokratischen Bewerber Bernie Sanders in Position bringen können. Beobachter fragten sich an dieser Stelle, was dann erst wohl gegen Trump unternommen wurde. ... Für Hillary Clinton, die versucht, Donald Trump als gefährlich und verantwortungslos darzustellen, kommen diese Enthüllungen zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Demokraten und Medien sehen dabei nicht gut aus. Und CNN hat als Haussender der Demokraten nur einen Tag, die Kooperation zu erklären. ... Besonders gravierend ist eine Mail der Rechercheleiterin Lauren Dillon, die im April in Clintons Team die Aufforderung verbreitet, Fragen an Donald Trump vorzubereiten: Wolf Blitzer is interviewing Trump on Tues ahead of his foreign policy address on Wed. Please send me thoughts by 10:30 AM tomorrow.  Darauf reagieren die Mitarbeiter mit sehr komplizierten Fragen, die offensichtlich dazu geeignet sein sollen, den Befragten in die Enge zu treiben – etwa, wie viele Militärbasen die USA im Südostpazifik haben sollten. ... Offensichtlich handelt es sich nicht um eine lose Verbindung, sondern um eine längerfristig angelegte Kooperation. Wolf Blitzer gilt als eines der Aushängeschilder von CNN, und hat in den vergangenen Jahren immer wieder die Wahlen für den Sender präsentiert. Gegenüber Trump-Unterstützer Rudy Guiliani gab er sich erst vor kurzem als harter und unbestechlicher Nachfrager. Warum jemand im Sender meint, ein journalistisches Schwergewicht wie Blitzer würde die Hilfe der Demokraten zu brauchen, ist nur schwer erklärbar. ...
http://blogs.faz.net/deus/2016/11/07/clintons-mitarbeiter-und-cnn-make-trump-great-again-3876/
« Last Edit: November 08, 2016, 12:34:36 PM by Link »

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Julian Assange / Wikileaks ...
« Reply #82 on: November 14, 2016, 05:20:32 PM »
Quote
[...] Stockholm/London – Eine Uno-Arbeitsgruppe hat das Zwangsexil von Wikileaks-Gründer Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London als nicht rechtmäßige Festsetzung eingestuft. Das sagte eine Sprecherin des schwedischen Außenministeriums in Stockholm der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag, einen Tag vor der geplanten Veröffentlichung eines Berichts der Arbeitsgruppe. ...

Quote
    dearseall, 16. September 2016, 13:26:47

Soviel zum Thema EUropäische Werte.



Aus: "Schweden bestätigt: Uno-Tribunal urteilte gegen Assange-Festnahme" (4. Februar 2016)
Quelle: http://derstandard.at/2000030386120/Schweden-bestaetigt-UNO-Tribunal-urteilte-gegen-Assange-Festnahme?ref=rec

---

Quote
[...] Selbst wenn Schweden die Ermittlungen einstellen sollte, ist nicht ausgemacht, dass Assange freikommt. Die britischen Behörden könnten ihn festnehmen lassen. Hintergrund sind Verstöße gegen die Auflagen, die sie ihm 2012 für seine vorläufige Freilassung gemacht hatten. ... Die schwedische Oberstaatsanwältin Ingrid Isgren traf am Montag in der Botschaft ein und kann ihre Fragen über einen ecuadorianischen Kollegen stellen, der die Antworten später nach Schweden übermittelt. Die Befragung soll voraussichtlich bis Dienstag oder Mittwoch dauern. ...   (APA, Reuters, 14.11.2016)

Quote
    /secret/ 14.111.2016

seltsam dass die westliche wertegemeinschaft snowden,assange, manning verfolgt und russland whistleblower asyl bietet, in hollywood ist es immer anders.



Quote
    el:grillo 14.111.2016


Sie vergessen, dass es sich in allen Fällen nicht um "die westliche Wertegemeinschaft" handelt ...


Quote
    THE MGT. 14.111.2016


Was mir im Artikel fehlt ist das nicht so ganz unwesentliche Detail, dass die schwedische Staatsanwaltschaft sich vier Jahre lang geweigert hat, ihn im UK bzw. in der Botschaft zu befragen, was sie in anderen Fällen, in denen Beschuldigte im Ausland (inkl. UK) sind, aber durchaus und sehr sehr viel rascher tut.


Quote
    drilling des gesetzes 14.111.2016

psst! das interessiert niemanden er hat ja die wahl von hillary verhindert!
...werft den purschen zu poden!!eins11!!elf!! ...und drohnt ihn!




Aus: "London: Schwedische Ermittler befragen Julian Assange" (14. November 2016)
Quelle: http://derstandard.at/2000047522286/London-Schwedische-Ermittler-befragen-Julian-Assange

---

"WikiLeaks-Gründer Schwedische Staatsanwaltschaft befragt Julian Assange" (14.11.2016)
UN-Experten kamen im Februar zu dem Schluss, dass Assanges Aufenthalt in der Botschaft einer willkürlichen Verhaftung gleichkomme und er auf freien Fuß gesetzt werden sollte.
Am Montag hieß es, Informationen über das Ergebnis der jetzigen Befragung würden die Ermittler im Anschluss nicht bekannt geben. Assanges Anwalt Per Samuelsson sagte, die Befragung werde wohl mehrere Tage dauern. Es sei zudem zu früh für eine Einschätzung, was bei der Anhörung herauskommen könnte.
Selbst wenn Schweden die Ermittlungen einstellen sollte, wäre damit nicht gesichert, dass der WikiLeaks-Gründer die Botschaft folgenlos verlassen könnte. Die britischen Behörden könnten ihn auch dann noch festnehmen lassen. Hintergrund sind Verstöße gegen die Auflagen, die ihm 2012 für seine vorläufige Freilassung gemacht worden sind.
Assanges Plattform WikiLeaks hatte zuletzt mit Enthüllungen rund um die US-Wahl Aufsehen erregt, vor allem mit den "Podesta-E-Mails", die Hillary Clintons Demokratische Partei zumindest teilweise in Erklärungsnot brachten. ...
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/julian-assange-befragung-in-der-ecuadorianischen-botschaft-in-london-a-1121194.html

« Last Edit: November 15, 2016, 09:16:48 AM by Link »

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Julian Assange / Wikileaks ...
« Reply #83 on: November 15, 2016, 04:44:25 PM »
"US-Wahl und Wikileaks: Wie der "Verräter" Julian Assange zum Helden der Rechten wurde" Malte Mansholt (10. November 2016)
Seit dem Sieg Donald Trumps feiert die amerikanische Rechte ihre Helden. Einer ist Wikileaks-Gründer Julian Assange. Vor Kurzem wollte man den vermeintlichen Verräter noch am liebsten tot sehen. ... Im republikanischen Hofsender Fox-News wurde die Todesstrafe gefordert, der rechte Talk-Radio-Star Rush Limbaugh wollte Assange an einem Baum aufknüpfen. Die ehemalige Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin fragte, warum man Assange nicht mit den Terroristen von al Kaida gleichsetzte. Assange war Verräter und Staatsfeind. ... Ausgerechnet die amerikanische Rechte sieht Assange seit einigen Wochen als ihren Helden. Unter dem Hashtag #freejulian fordert sie, die Vorwürfe gegen ihn fallen zu lassen. Selbst der ehemalige Chef des Ku-Klux-Klan und republikanische Senats-Kandidat, David Duke, bedankte sich per Twitter bei Assange - er habe Amerika die Freiheit gebracht. ... Der Grund für die plötzlichen, überschwänglichen Sympathiebekundungen dürfte in den letzten Wikileaks-Aktionen liegen. Assange und Co. hatten in einer Serie von Hillary-Leaks Zehntausende E-Mails von Trumps Rivalin und ihrem Wahlkampfteam veröffentlicht. Zudem hatte der Wikileaks-Account auf Twitter regelmäßig Clinton-kritische Texte geteilt. Für viele Beobachter ist klar: Zusammen mit den FBI-Ermittlungen gegen sie haben die Leaks Clintons Ansehen schwer geschadet. ...
http://www.stern.de/digital/online/donald-trump--wikileaks-chef-julian-assange-wird-held-der-rechten-7142392.html

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"Gerechtigkeit auch für Whistleblower in Deutschland" Peter Nowak (05. Dezember 2016)
Die Verantwortlichen für die Wikileaks-Veröffentlichungen aus dem NSA-Ausschuss dürfen auf wenig Verständnis hoffen ... Eine Diskussion über die Inhalte der geleakten Informationen hat gar nicht erst begonnen. Stattdessen wird darüber gestritten, wie die Informationen überhaupt an Wikileaks gelangen konnten. Die Jagd nach den Verantwortlichen hat längst begonnen. Die Justiz hat die Ermittlungen aufgenommen. ...
https://www.heise.de/tp/features/Gerechtigkeit-auch-fuer-Whistleblower-in-Deutschland-3549769.html

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"The Guardian’s Summary of Julian Assange’s Interview Went Viral and Was Completely False" Glenn Greenwald (December 29 2016, 2:41 p.m.)
Julian Assange is a deeply polarizing figure. Many admire him and many despise him (into which category one falls in any given year typically depends on one’s feelings about the subject of his most recent publication of leaked documents). But one’s views of Assange are completely irrelevant to this article, which is not about Assange. This article, instead, is about a report published this week by The Guardian that recklessly attributed to Assange comments that he did not make. ...
https://theintercept.com/2016/12/29/the-guardians-summary-of-julian-assanges-interview-went-viral-and-was-completely-false/

https://www.theguardian.com/media/2016/dec/24/julian-assange-donald-trump-hillary-clinton-interview

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"Julian Assange - Wikileaks Press Conference" (09.01.2017)
recorded live on periscope January 9, 2017
https://www.youtube.com/watch?v=Az8zRgsluJk

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"CIA-Hacker spionieren offenbar von Frankfurt aus" Michael Sontheimer  (07.03.2017)
WikiLeaks hat Dokumente über die Cyberangriffswerkzeuge des US-Geheimdienstes veröffentlicht. Demnach macht die CIA die Fernseher zur Abhöranlage und umgeht die Verschlüsselung von Diensten wie WhatsApp. ... Insgesamt zeigen die Dokumente, dass die CIA die Überwachung des Cyberspace nicht der National Security Agency (NSA) überlassen will, die ihrerseits über einen stattlichen Werkzeugkasten für Cyberangriffe verfügt. Aus Sicht von WikiLeaks hat die CIA mittlerweile ihre "eigene NSA" aufgebaut. ...
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/wikileaks-enthuellung-vault-7-cia-soll-auch-von-deutschland-aus-spionieren-a-1137580.html




« Last Edit: March 08, 2017, 07:44:50 AM by Link »

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Julian Assange / Wikileaks ...
« Reply #84 on: April 10, 2017, 10:09:02 AM »
(faz.net, 08.03.2017): “ … Akribisch beschreiben die Dokumente, die im Gegensatz zu früheren Veröffentlichungen von Wikileaks teilweise zensiert wurden, wie Agenten in Smartphones, Laptops oder Bordcomputer von Autos einbrechen oder Fernseher in Abhörwanzen umwandeln können. „Sie können Musik abspielen oder komplett die Kontrolle über das Auto übernehmen und einen Unfall verursachen, wenn sie jemand umbringen“, sagte der Sicherheitsexperte Ross Schulmer dem Sender CNN. … Eine andere Gruppe von Programmierern hat demnach Programme entwickelt, um gängige Smartphones zu hacken. So könnte der CIA laut Wikileaks sowohl den Standort des Besitzers senden als auch heimlich das Mikrofon und die Kamera des Handys aktivieren und so seine Audio- und Video-Kommunikation mitschneiden. Seit Oktober 2014 hat die CIA den Dokumenten zufolge auch versucht, Kontrolle über die Bordcomputer von Autos und Lkw zu erlangen – womöglich mit dem Ziel, künftig gezielte Tötungen ausführen zu können, die kaum noch nachzuweisen wären, wie Wikileaks mutmaßt. … Laut Wikileaks war neben dem CIA-Hauptquartier in Langley Frankfurt ein Ausgangspunkt der Überwachungen. So hätten die Hacker vom dortigen amerikanischen Generalkonsulat aus ihre Angriffe in Europa, dem Nahen Osten und Afrika gesteuert. In Frankfurt befindet sich einer der größten Knotenpunkte für das europäische Internet. …“ | http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/wikileaks-cia-spaeht-smartphones-und-fernseher-aus-14914713.html

Oliver Georgi „Wikileaks-Enthüllungen „Der BND macht ähnliche Sachen““ (08.03.2017): “ … [Konstantin von Notz]: Dass Geheimdienste spionieren und dabei teilweise auch drastische Mittel verwenden, ist natürlich nichts Neues – aber die Enthüllungen sind in Umfang und Konkretisierung schon erstaunlich. Wenn potentiell jeder Fernseher, jedes Smartphone und auch jedes andere Gerät in unserer digitalen Infrastruktur zu einer Wanze umfunktioniert werden kann, dann geht das weit über alle bisherigen Vorbehalte gegenüber der neuen Technik hinaus. Es zerstört grundlegend das Vertrauen der Bürger in unsere digitale Infrastruktur – das ist auch wirtschaftspolitisch ein Riesenproblem. … Wenn wir bei allem, was wir sagen und schreiben, Angst haben müssen, dass es morgen gegen uns verwendet wird, dann führt das in eine Unfreiheit, die zutiefst zersetzend ist. Und wenn ein Staat, der rechtsstaatliche Prinzipien für sich beansprucht, in der digitalen Welt rechtsstaatlich wilde Sau spielt, dann geht jeder moralische Anspruch verloren. … “ | http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/konstantin-von-notz-fordert-grenzen-fuer-geheimdienste-14914903.html

Beat Leutwyler 13 (beat126) 08.03.2017 17:13 “ … Wenn Geheimdienste tun und lassen können was sie wollen stellt sich für die Bürger weltweit die Frage, warum es eigentlich Verfassungen gibt. …“

“ … WikiLeaks gefährde mit den Enthüllungen von Hackerangriffen der CIA auf Handys und Fernseher die Bürger, klagt der Geheimdienst. … Der US-Auslandsgeheimdienst CIA hat eine eigene Programmiertruppe aufgebaut, um systematisch Sicherheitslücken und Schwachstellen in Smartphones, Computern aber auch Fernsehgeräten oder Telefonanlagen auszunutzen. Dass diese Dokumente nun öffentlich seien, gefährde das Leben von US-Bürgern, sagt die CIA. … “ | http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2017-03/usa-cia-wikileaks-cyberspionage-datenschutz

Temposcriber #16 (09.03.2017): “ … ENTHÜLLUNGEN von Hackerangriffen gefährden die Sicherheit. Nicht die Hackersngriffe selbst, sondern die Tatsache dass man erwischt worden ist … “ http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2017-03/usa-cia-wikileaks-cyberspionage-datenschutz?cid=11970595#cid-11970595

Dolian #16.1 (09.03.2017): “ … Wie sagte Snowden: „Wenn das Aufdecken von Verbrechen wie ein begangenes Verbrechen behandelt wird, werden wir von Verbrechern regiert“ …“ | http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2017-03/usa-cia-wikileaks-cyberspionage-datenschutz?cid=11970845#cid-11970845

Thomas Seibert und Kurt Sagatz (09.03.2017): “ … Dass sich neben Computern und Smartphones auch Smart-TVs zum Ausspähen eignen, ist an sich nicht neu. Vor drei Jahren wurde erstmals darüber berichtet, dass mit den Smart-TVs Daten über die Fernsehnutzung erhoben und an TV-Sender verschickt werden konnten. Den Wikileaks-Enthüllungen zufolge ist es den CIA-Hackern gelungen, bei einigen Samsung-Fernsehern Zugriff auf das Mikrofon und die Kamera zu erhalten, wobei der Fernseher dem Anschein nach ausgeschaltet ist. …“ | Quelle: http://www.tagesspiegel.de/politik/cia-spionage-warum-trump-die-wikileaks-enthuellungen-helfen-koennten/19490594.html

bmkt 09:01 Uhr: “ … Vor ein paar Monaten wurde hier über Verschwörungstheorien diskutiert und größtenteils über die gelacht, die ein o.g. Szenario für möglich hielten. …“

medienskeptiker (08.03.2017 13:12): “ … ok wir alle haben all das ohnehin schon lange vermutet … aber jetzt ist es BELEGT …“| https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/WikiLeaks-stellt-CIA-wegen-umfangreicher-Hackprogramme-an-den-Pranger/NIEMAND-stellt-die-wirkliche-Frage/posting-30063593/show/

Florian Rötzer „WikiLeaks stellt CIA wegen umfangreicher Hackprogramme an den Pranger“ (08. März 2017): “ … Eine Abteilung, genannt Automated Implant Branch (AIB), hat Programme für automatisierte Infektion von Computern über verschiedene Wege und der Kontrolle von Schadsoftware wie Medusa oder Assasin entwickelt. Großen Wert legt man darauf, dass die Cyberwaffen oder Schadprogramme bei einer forensischen Überprüfung nicht auf die CIA oder die Regierung zurückverfolgt werden können. Das wird bei anderen Geheimdiensten wie denen Russlands oder Chinas nicht anders sein, woraus sich ableiten lässt, dass die in letzter Zeit behaupteten Zuschreibungen von Hacks an russische Gruppen mit Verbindungen zu russischen Geheimdiensten im Auftrag des Kreml großes Theater sind. Aber der CIA ging es nicht nur um Belauschen und Zugriff auf Daten. Im Oktober 2014 suchte man nach Möglichkeiten, auf Steuersysteme von neuen PKWs und LKWs Zugriff erlangen zu können. Gründe werden nicht genannt, aber es wäre möglich, aus der Ferne Fahrzeuge zum Stoppen zu bringen oder, wie WikiLeaks anmerkt, Anschläge zu machen, die nicht zurückverfolgbar sind, indem man die Fahrzeuge beschleunigt und gegen ein Hindernis fahren lässt. …“ | https://www.heise.de/tp/features/WikiLeaks-stellt-CIA-wegen-umfangreicher-Hackprogramme-an-den-Pranger-3646552.html

Christoph von Marschall „Die Empörung verbraucht sich“ (08.03.2017): Die Enthüllungsplattform hat soeben die Programme veröffentlicht, mit denen der US-Auslandsgeheimdienst sich in Smartphones, Computer und die Kommunikation über soziale Medien hackt – ja, sogar einen ausgeschalteten Smart-TV als Instrument zum Abhören von Gesprächen in dem betreffenden Raum nutzen kann. Die Verschlüsselung von Apple- wie Android-Geräten habe die CIA geknackt. … [es] muss inzwischen wirklich jede interessierte Zeitgenossin und jeder interessierte Zeitgenosse wissen und sich damit abfinden: Kommunikation ist nicht mehr zu schützen. Die meisten Bürger sind ja noch gut dran. Warum sollte sich jemand die Mühe machen, die sprichwörtliche Lisa Müller in Oldenburg oder Otto Schmidt in Stuttgart abzuhören. …“ | http://www.tagesspiegel.de/politik/wikileaks-coup-vault-7-die-empoerung-verbraucht-sich/19487006.html

Ach 08.03.2017, 12:01 Uhr: “ … „Die Empörung verbraucht sich“ Gibt ja schließlich genug Freunde von CIA und NSA, die noch nie empört waren und das auch so seit Jahren zur Pflege des Meinungsbildes verkünden. …“

tizian2011 08.03.2017, 15:52 Uhr: „Oder ich formuliere es mal kürzer, wie die Schlagzeile aus meiner Sicht aussähe: Nicht: Die Empörung verbraucht sich – Sondern: Die Resignation hat gesiegt

Heinz321 08.03.2017, 11:17 Uhr: “ … [Stell Dir vor, Wikileaks landet den größten Coup seiner Geschichte, und die Öffentlichkeit findet andere Themen wichtiger.] … Der Autor sollte nicht von sich auf andere schließen. Ist hier vielleicht der Wunsch Vater des Gedankens? …“

Thomas_Mueller 08.03.2017, 15:22 Uhr: “ … „Die Empörung verbraucht sich“ – das wünscht sich vielleicht die Politik und der ihr nahestehende Journalismus …“

tagestorsten 08.03.2017, 10:57 Uhr: “ … Warum sollte sich jemand die Mühe machen, die sprichwörtliche Lisa Müller in Oldenburg oder Otto Schmidt in Stuttgart abzuhören. – Der Autor hat das aktuelle Prinzip der Überwachung nicht verstanden. Hier hört keine eine Telefonanlage wie in den 50er-Jahren ab. Man macht sich keine Mühe, um Gründe für die Sammelwut zu suchen. Erstmal sammelt man Daten und dann schaut man was man damit anstellen kann. Und das alles vollkommen automatisch. Auch Lisas Daten aus Oldenburg können interessant sein. …“

Whatever, 08.03.2017 14:35: “ … Was bleibt ist die Gewissheit, dass wir jederzeit abgehört und überwacht werden (egal ob von den USA, den Chinesen oder Russen oder unseren eigenen Leuten), unsere Regierung uns weder schützen kann noch will, es einen akzeptierten doppelten Standard bei Rechtsverstössen bzgl. Datenschutz / Briefgeheimnis gibt (Geheimdienste = „ok“ vs Unternehmen / Privatleute = „zu ahndender Rechtsbruch“). Damit sinkt das Vertrauen in den Rechtstaat und Demokratie …“ | https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Techniker-analysieren-Vault-7-von-Wikileaks-Ein-Github-fuer-Malware/Was-bleibt-ist-die-Gewissheit-dass/posting-30064223/show/

// “ … Vault 7 is a series of documents that WikiLeaks began to release on March 7, 2017 that detail activities of the United States Central Intelligence Agency to perform electronic surveillance and cyber warfare. …“ | https://en.wikipedia.org/wiki/Vault_7

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"Vault 7: Von Wikileaks veröffentlichte CIA-Werkzeuge könnten Geheimoperationen enttarnen" Fabian A. Scherschel (heise Security, 03.04.2017)
Wikileaks hat nun damit begonnen, Teile der Malware-Entwicklungsumgebung des US-Geheimdienstes Central Intelligence Agency (CIA) zu veröffentlichen. Mit diesen Tools wurden offenbar Schadcode-Programme des Geheimdienstes einsatzbereit gemacht. Dazu gehört Software, welche die Herkunft des Schadcodes verschleiert und fremdsprachige Kommentare in den Code einbaut, um falsche Fährten zu legen. Und dazu gehören sogenannte Packer, die binären Schadcode verschleiern, um ihn an Anti-Viren-Software vorbei zu schleusen. Diese Enthüllungen sind vor allem deshalb brisant, weil sich mit diesem Wissen vergangene Hackerangriffe der CIA zuschreiben lassen.
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Vault-7-Von-Wikileaks-veroeffentlichte-CIA-Werkzeuge-koennten-Geheimoperationen-enttarnen-3673845.html

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Julian Assange / Wikileaks ...
« Reply #85 on: April 11, 2017, 09:52:15 AM »
"Assange: "Erst ein Prozent des CIA-Materials veröffentlicht""
Wikileaks hat mit veröffentlichtem CIA-Material eine Diskussion über Cyber-Sicherheit angestoßen. Im DW-Interview kündigte Julian Assange jetzt weitere Veröffentlichungen an - und erhob Vorwürfe gegen US-Unternehmen. ...
http://www.dw.com/de/assange-erst-ein-prozent-des-cia-materials-ver%C3%B6ffentlicht/a-38072255

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"Peinliche Blöße" (c't 07/2017, S. 38)
Bislang hat die CIA die Echtheit der Sammlung nicht offiziell bestätigt. Sie ließ nur ganz allgemein verlauten: „Die amerikanische Öffentlichkeit sollte schwer besorgt sein“, wenn Wikileaks Veröffentlichungen vornehme, die dazu gedacht seien, die Leistungsfähigkeit der Geheimdienste beim Schutz Amerikas vor „Terroristen und anderen Gegnern“ zu beschädigen. ... Mit den Vault-7-Dokumenten kann jeder genau nachvollziehen, dass die CIA zumindest zeitweise 22 Antivirenprogramme aushebeln konnte. Man kann einige wichtige Abteilungen des CCI identifizieren und man sieht gut aufgeschlüsselt, mit welchen befreundeten Geheimdiensten die CIA wann welche Zero-Day-Exploits ausgetauscht hat. ...
https://www.heise.de/ct/ausgabe/2017-7-Die-Vault-7-Dokumente-zeichnen-ein-intimes-Bild-vom-digitalen-Arsenal-der-CIA-3652833.html

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"Sicherheitsexperten könnten CIA-Hackergruppe enttarnt haben" Markus Böhm und Judith Horchert (10.04.2017)
Die CIA dürfte es wie schon die NSA zu Zeiten der Snowden-Dokumente ärgern, wie viel nun über ihr Vorgehen bekannt wird. Denn Experten - und somit auch andere Geheimdienste - haben durch die veröffentlichten Dokumente einen detaillierten Einblick in die Arbeit und die interne Kommunikation der CIA. Und der normale Bürger kann jetzt zumindest nachvollziehen, was heute unter Geheimdienstmethoden zu verstehen ist. ... Zu welchen konkreten Erkenntnissen die Dokumente führen können, zeigt gerade die amerikanische Sicherheitsfirma Symantec. Die Kalifornier, die die Norton-Schutzprogramme veröffentlichen, meldeten am Montag, eine schon seit Längerem beobachtete Cyberspionage-Gruppe nun mit dem Vault-7-Leak in Zusammenhang bringen zu können.
"Die WikiLeaks-Dokumente haben uns geholfen, unser Bild über die Gruppe zu vervollständigen", sagt Candid Wüest, Sicherheitsexperte bei Symantec auf eine SPIEGEL-Anfrage. Das Unternehmen habe in den vergangenen Jahren Malware gefunden, die - wie sich jetzt zeigte - teils fast exakt zu den Entwicklungsplänen und technischen Spezifikationen passt, die in den Vault-7-Dokumenten von WikiLeaks auftauchen.
Schon 2014 war Symantec auf eine Hackergruppe aufmerksam geworden, die offenbar hinter ganz bestimmten Spionageangriffen steckt. Sie nannte die Gruppierung Longhorn. Wie schon mehrere Dutzend andere landete die Gruppe damals auf dem Firmenradar, weil sie in Form eines manipulierten Word-Dokuments einen Zero-Day-Exploit für Windows-Rechner ausnutzte. Als Zero-Days bezeichnet man gravierende, bis dato unbekannte Schwachstellen.
Es blieb nicht bei dieser einen Attacke. Symantec seien mittlerweile 40 Ziele der Gruppe in 16 Ländern bekannt, heißt es: zwar nicht in Deutschland, aber im Nahen Osten, in Europa, Asien und in Afrika. Betroffen seien etwa eine Bank, ein Provider und Non-Profit-Organisationen. "Alle Organisationen, die im Fokus standen, wären für einen staatlichen Angreifer interessant", heißt es. Im Spionageeinsatz sollen die Werkzeuge von Longhorn mindestens schon seit 2011 sein. ...
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/wikileaks-vault-7-sicherheitsexperten-koennten-cia-hackergruppe-enttarnt-haben-a-1142643.html


"Symantec dokumentiert Verbindung zwischen angeblichen CIA-Tools und weltweiten Attacken" Jürgen Schmid (heise online, 10.04.2017)
Es spricht einiges dafür, dass die Longhorn-Gruppe tatsächlich zumindest im Auftrag der CIA agierte. Was jedoch verwundert: Unter den Zielen von Longhorn-Angriffen finden sich neben Regierungen auch Firmen aus den Bereichen Finanzen, Telekommunikation, Energie, Luftfahrt und IT; klassische Terroristen hingegen, wie man sie eigentlich im Fokus der CIA-Aktivitäten vermuten würde, finden sich nicht auf der Liste. ...
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Symantec-dokumentiert-Verbindung-zwischen-angeblichen-CIA-Tools-und-weltweiten-Attacken-3680265.html

Quote
     JoeeoJ, 10.04.2017 18:01

Um die Ohren hauen sollte man den Verantwortlichen in unserer Regierung/Verwaltung diese Unterlagen,. Vielleicht dringt dann ja der Inhalt endlich in deren Grosshirnrinde ein.

Ich verstehe nicht, warum bei uns die Staatsanwaltschaft schläft. Bei der Regierung ... da bekomme ich langsam aber sicher mit jeder weiteren Untätigkeit bei Veröffenlichung neuer IT-Spionage Dokumente einen ganz bitterbösen Verdacht ...


Quote
     cooregan, 10.04.2017 17:48

    Was jedoch verwundert: Unter den Zielen von Longhorn-Angriffen finden sich neben Regierungen auch Firmen aus den Bereichen Finanzen, Telekommunikation, Energie, Luftfahrt und IT

Nichts, aber auch gar nichts daran ist verwunderlich, wenn der Angreifer auch Wirtschaftsspionage betreibt.



...


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Julian Assange / Wikileaks ...
« Reply #86 on: April 14, 2017, 12:05:51 PM »
"Analyse von Wikileaks-Dokumenten: Die Softwarefirma Symantec kommt zum Schluss: 40 Hackerangriffe in 16 Ländern gehen auf das Konto der CIA" (10.4.2017)
Die CIA selbst ging auf die Analyse von Symantec nicht direkt ein. Eine Sprecherin sagte aber, mit der Veröffentlichung von WikiLeaks erhielten Feinde der USA Möglichkeiten, um den Land zu schaden. ...
https://www.nzz.ch/digital/analyse-von-wikileaks-dokumenten-die-softwarefirma-symantec-kommt-zum-schluss-40-hackerangriffe-in-16-laendern-gehen-auf-das-konto-der-cia-ld.1085497

"CIA-Chef schießt scharf gegen Wikileaks" (14.04.2017)
Die Enthüllungsplattform sieht sich in der Rolle eines Aufklärers. Für den neuen CIA-Direktor Pompeo ist Wikileaks hingegen ein "feindlicher Geheimdienst" - gerichtet vor allem gegen die Vereinigten Staaten. ... Pompeo bezeichnete Wikileaks-Gründer Julian Assange und Ex-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden als eine der größten Bedrohungen für die USA. "Assange und seinesgleichen" machten "gemeinsame Sache mit Diktatoren", betonte der CIA-Direktor. ...
http://www.dw.com/de/cia-chef-schie%C3%9Ft-scharf-gegen-wikileaks/a-38424258

"Wikileaks: CIA nutzte Carberp-Trojaner für die Entwicklung eigener Malware" Stefan Beiersmann (10. April 2017)
Laut neuen Vault-7-Dokumenten verfügt die CIA über eine Plattform für die Entwicklung maßgeschneiderter Schadsoftware. Einzelne Module liefern beispielsweise Code für die Umgehung von Sicherheitssoftware. Andere helfen bei der Definition von Zielsystemen.
http://www.zdnet.de/88291765/wikileaks-cia-nutzte-carberp-trojaner-fuer-die-entwicklung-eigener-malware/

"CIA-Chef nennt WikiLeaks "feindlichen Geheimdienst"" (14.04.2017)
Pompeo bezeichnete WikiLeaks-Gründer Julian Assange als Betrüger und als Feigling. ... Pompeo wurde von Trump als CIA-Chef nominiert. Nachdem die Hacker-Attacken seine Rivalin Hillary Clinton trafen, hatte der heutige Präsident im Wahlkampf noch gesagt: "Ich liebe WikiLeaks." Mittlerweile empört sich Trump selbst über die Weitergabe vertraulicher Informationen. Dies sei "sehr unamerikanisch", schrieb er im Februar auf Twitter. ...
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/cia-chef-pompeo-nennt-wikileaks-feindlichen-geheimdienst-a-1143374.html

"CIA sieht in Enthüllungsplattform "feindlichen Geheimdienst"" (14. April 2017)
Die CIA stuft Wikileaks als "feindlichen, nicht-staatlichen Geheimdienst" ein. ... Direkt griff er auch bekannte Whistleblower an. In Wirklichkeit bestehe deren Mission in der "Selbstverherrlichung durch die Zerstörung westlicher Werte". Während die Geheimdienstes ihre Informationen möglichst stillschweigend zusammentrügen, seien Menschen wie Julian Assange oder Edward Snowden nur daran interessiert, "sich selbst einen Namen" zu machen. ...
http://www.deutschlandfunk.de/wikileaks-cia-sieht-in-enthuellungsplattform-feindlichen.1939.de.html

"WikiLeaks: Showtime bringt Doku über Julian Assange in die Kinos" Jonas Wagner (11. April 2017)
Aktuell diskutiert die Boulevardwelt über eine angebliche Liebesbeziehung des Aktivisten zur ehemaligen „Baywatch“-Nixe Pamela Anderson. ...
http://www.cnet.de/88169497/wikileaks-showtime-bringt-doku-ueber-julian-assange-in-die-kinos/

"Risk": Erster Trailer gibt Einblick in Film über Wikileaks 11. April 2017
http://derstandard.at/2000055794344/Risk-Erster-Trailer-gibt-Einblick-in-Film-ueber-Wikileaks

"Trump’s CIA Director Pompeo, Targeting WikiLeaks, Explicitly Threatens Speech and Press Freedoms"
What made Pompeo’s overt threats of repression so palatable to many was that they were not directed at CNN, the New York Times or other beloved-in-D.C. outlets, but rather at WikiLeaks, more marginalized publishers of information, and various leakers and whistleblowers, including Chelsea Manning and Edward Snowden.
Trump’s CIA Director stood up in public and explicitly threatened to target free speech rights and press freedoms, and it was almost impossible to find even a single U.S. mainstream journalist expressing objections or alarm, because the targets Pompeo chose in this instance are ones they dislike – much the way that many are willing to overlook or even sanction free speech repression if the targeted ideas or speakers are sufficiently unpopular.
Decreeing (with no evidence) that WikiLeaks is “a non-state hostile intelligence service often abetted by state actors like Russia”  a belief that has become gospel in establishment Democratic Party circles – Pompeo proclaimed that “we have to recognize that we can no longer allow Assange and his colleagues the latitude to use free speech values against us.” He also argued that while WikiLeaks “pretended that America’s First Amendment freedoms shield them from justice,” but: “they may have believed that, but they are wrong.”
He then issued this remarkable threat: “To give them the space to crush us with misappropriated secrets is a perversion of what our great Constitution stands for. It ends now.” At no point did Pompeo specify what steps the CIA intended to take to ensure that the “space” to publish secrets “ends now.” ... The Obama administration, in 2010, explored theories for how it could prosecute WikiLeaks, and even convened a Grand Jury to investigate. But it ultimately concluded that doing so would be impossible without directly threatening First Amendment press freedoms for everyone. ...
https://theintercept.com/2017/04/14/trumps-cia-director-pompeo-targeting-wikileaks-explicitly-threatens-speech-and-press-freedoms/

Quote
gezzerx
April 15 2017, 5:21 a.m.

As a reminder Hermann Goering said at the Nuremberg Trials . “The people can always be brought to the bidding of the leaders. That is easy. All you have to do is tell them they are being attacked and denounce the pacifists for lack of patriotism and exposing the country to danger. It works the same way in any country.”

“Fascism should more appropriately be called Corporatism because it is a merger of state and corporate power.”
Benito Mussolini


Quote
Billy
April 15 2017, 4:02 a.m.

I don’t know why Pompeo and his kind care about Wikileaks exposing crimes. The Criminals exposed never get prosecuted or punished for their warcrimes or whatever. They just get mad and try to find the whistleblower so they can punish them. And they continue on committing more Crimes. So what if the peons know about it?


...

https://theintercept.com/2017/04/14/trumps-cia-director-pompeo-targeting-wikileaks-explicitly-threatens-speech-and-press-freedoms/?comments=1#comments

« Last Edit: April 15, 2017, 10:41:43 AM by Link »

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Julian Assange / Wikileaks ...
« Reply #87 on: April 20, 2017, 07:36:20 AM »
Intercepted Podcast: Julian Assange Speaks Out as Trump’s CIA Director Threatens to “End” WikiLeaks
Intercepted, April 19 2017, 12:01 p.m. (Intercepted with Jeremy Scahill - Wikileaks vs the CIA)
WikiLeaks founder Julian Assange hits back at Trump’s CIA director Mike Pompeo after he accused WikiLeaks of being a “hostile nonstate intelligence agency” operating outside of the protections of the First Amendment. This week on Intercepted: We spend the entire show talking with Assange from inside the Ecuadorian embassy in London where he has been holed up since June 2012. In the wide-ranging interview, Assange discusses the allegations that WikiLeaks was abetted by Russian intelligence in its publication of DNC emails and the new-found admiration for him by FOX News, Anne Coulter, Sarah Palin, and Donald Trump. Also, why Assange believes he and Hillary Clinton may get along if they ever met in person. And we premiere an unreleased song by Tom Morello of Rage Against the Machine fame.
https://theintercept.com/2017/04/19/intercepted-podcast-julian-assange-speaks-out-as-trumps-cia-director-threatens-to-end-wikileaks/

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"USA bereiten Anklage gegen Assange vor" (21.04.2017)
http://www.tagesspiegel.de/politik/wikileaks-gruender-usa-bereiten-anklage-gegen-assange-vor/19698406.html

Quote
nabucco666 09:14 Uhr
Ja, so agieren Rechtsstaaten und Demokratien. ... 

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"Julian Assange : US-Justizminister Sessions will härter gegen WikiLeaks vorgehen" (21. April 2017)
Jeff Sessions plant Medien zufolge, Haftbefehle gegen WikiLeaks-Chef Assange und Mitarbeiter zu erlassen. Ein Grund soll Verschwörung gegen die Regierung sein.  ... US-Justizminister Jeff Sessions hat die Festnahme von WikiLeaks-Gründer Julian Assange sowie den Kampf gegen die Veröffentlichung von Staatsgeheimnissen zu "einer Priorität" der neuen US-Regierung erklärt. "Wir werden unsere Anstrengungen gegen alle undichten Stellen verstärken und verstärken diese bereits", sagte Sessions. Der Justizminister beklagte, der Geheimnisverrat habe ein nie da gewesenes Ausmaß angenommen. Erfahrene Sicherheitsexperten seien "schockiert über die Zahl der undichten Stellen". "Wann immer ein Fall eingeleitet werden kann, werden wir versuchen, die Leute ins Gefängnis zu stecken", sagte Sessions. ... Einem Bericht der Washington Post zufolge haben US-Staatsanwälte in den vergangenen Wochen an einem Memo gearbeitet, das Anklagen gegen Assange und andere WikiLeaks-Mitarbeiter wegen Verschwörung, Diebstahl von Regierungseigentum und Verstöße gegen das Spionagegesetz vorsehe. Auch der Nachrichtensender CNN berichtet unter Berufung auf nicht namentlich genannte Behördenvertreter, es werde eine Klage gegen Assange vorbereitet. Das Justizministerium wollte sich zu den Berichten nicht äußern. ...
http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-04/julian-assange-jeff-sessions-klage-haftbefehl-wikileaks

Quote
SnoopyCornflakes #1

Womit Julian Assange mit seinen Befürchtungen recht behalten hat und es jetzt lediglich offiziell ist.

Quote
makke14 #1.1

Am Umgang mit Whistleblowern erkennt man immer den Unterschied zwischen Demokratien und Diktaturen.



...

"Wikileaks: USA bereiten angeblich Anklage gegen Julian Assange vor" Andreas Wilkens (21.04.2017)
Während Obamas Präsidentschaft habe das Justizministerium festgehalten, es könne schwierig werden, Assange anzuklagen, da Wikileaks die von Manning überlassenen Dokumente nicht als einzige veröffentlicht habe, schreibt CNN. Auch die New York Times und andere Medien seien dabei gewesen. Die Untersuchungen seien aber fortgeführt worden, insbesondere als die Ermittler meinten, Wikileaks habe Edward Snowden bei dessen Enthüllungen aktiv geholfen. ...
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-USA-bereiten-angeblich-Anklage-gegen-Julian-Assange-vor-3689840.html

Quote
     JonChaos, 21.04.2017 08:24

Wie kann ein

- Nicht US Bürger
- der sich während des Tatzeitraumes nicht in den USA befindet

Sich eines Vergehens nach US Recht schuldig gemacht haben? Nach der Logik müsste man Personen die sich kritisch über das Saudische Königshaus äußern auch an dieses Land ausliefern damit sie sich dort vor einem Tribunal äh Gericht verantworten müssen...

« Last Edit: April 21, 2017, 10:27:01 AM by Link »

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Julian Assange / Wikileaks ...
« Reply #88 on: May 04, 2017, 02:16:34 PM »
"Assange sieht keine Russland-Nähe bei Wikileaks" (18.04.2017)
„Wir erhalten keine Unterstützung oder Finanzierung aus Russland“, sagte Julian Assange in der Nacht auf Dienstag in einem Interview des Fernsehsenders CNN Español. „Wikileaks hat über 600 000 Dokumente über Russland veröffentlicht. Es gibt keine Beziehung zwischen Wikileaks und Russland.“ Über die angebliche Unterstützung des Wahlkampfs von US-Präsident Donald Trump durch Russland habe er keine Anhaltspunkte, sagte Assange. „Wenn wir dazu Informationen erhalten, werden wir sie natürlich veröffentlichen.“ ...
https://futurezone.at/netzpolitik/assange-sieht-keine-russland-naehe-bei-wikileaks/259.112.125

"Julian Assange: "Unsere Quelle ist kein Staat"" (18. April 2017)
Assange sagte nun im CNN-Interview, er sehe keine Anhaltspunkte dafür, dass der heutige US-Präsident Donald Trump von Russland unterstützt wurde. Wenn WikiLeaks Informationen darüber erhielte, würde die Enthüllungsplattform diese veröffentlichen. Jedoch erhalte WikiLeaks seine Informationen nicht von Regierungen. "Unsere Quelle ist kein Staat – weder Russland noch China", sagte Assange.  ...
http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-04/julian-assange-wikileaks-russland-zusammenarbeit-spekulationen

Quote
RaLiWiWi, #8

Der von den Eliten zutiefst verachtete Souverän soll weitestgehend uninformiert und damit dumm gehalten werden - und zum größten Feind werden Menschen und Organisationen erklärt , die dem Souverän ein Stück der ungeschminkten Wahrheit zukommen lassen
Ob in den USA ( unter Obama), in der EU oder auch in D wurden in den letzten Jahren die Gesetze gegen Whistleblower massiv verschärft und die Gerichts-Urteile gegen diese Zivilistions-, Demokratie-Schützer fallen immer harscher aus
Daniel Elsberg der die Pentagon-Papers veröffentlichte die die US Lügengeschichte zum Beginn des Vietnam-Krieges entlarvte ging noch straffrei aus - Edward Snowden würde wohl den Rest seines Lebens in einem US Knast verrotten

Gäbe es nicht WIKILEAKS wüssten wir nicht, wie Frau Rice und Frau Clinton schon seit Jahren versuchen einen Konflikt zwischen der Ukraine und der RF zu schüren
Wir wüssten auch nicht, dass die CIA einen im Detail nun vollzogenen (aber bis dato nicht erfolgreichen) Regime Change Plan für Syrien entwickelte

Strikte Geheimhaltung ist für alle Herrschenden Systeme ( von der Westlichen-Werte-Gemeinschaft über die RF bis hin zur PRC) zum obersten Gebot geworden - informierte mündige Bürger unerwünscht und Organisationen und Menschen die dies zum Teil ermöglichen der erklärte Feind

Egal ob sogenannte Handelsverträge des neuen Typs wie CETA, TISA,TTIP streng von der Öffentlichkeit fern gehalten, ÖPP Verträge strikte Geheimhaltung da Betriebsgeheimnisse gewahrt werden müssen usw.


Quote
1Hz
#8.2  —  vor 2 Wochen 14

Schauen wir doch mal, was der gute Kennedy zum Thema beizutragen hatte:

"Meine Damen und Herren,

Geheimhaltung ist abstoßend in einer freien und offenen Gesellschaft. Als Volk haben wir eine natürliche und historische Abneigung gegen Geheimgesellschaften und Geheimbünde. Die Nachteile einer übermäßigen Geheimhaltung übersteigen die Gefahren, mit denen diese Geheimhaltung gerechtfertigt wird. Es macht keinen Sinn, einer unfreien Gesellschaft zu begegnen, indem man ihre Beschränkungen imitiert. Das Überleben unserer Nation hat keinen Wert, wenn unsere freiheitlichen Traditionen nicht ebenfalls fortbestehen. Es gibt eine sehr ernste Gefahr, daß der Vorwand der Sicherheit mißbraucht wird, um Zensur und Geheimhaltung auszudehnen.
Ich habe nicht die Absicht, so etwas zu dulden, sofern dies in meiner Kontrolle liegt, und kein Beamter meiner Administration, egal in welchem Rang, zivil oder militärisch, sollte meine Worte hier und heute abend als eine Entschuldigung interpretieren, Nachrichten zu zensieren oder dezent zu unterdrücken, unsere Fehler zuzudecken oder der Presse und der Öffentlichkeit Tatsachen vorzuenthalten, die sie erfahren sollten.
"

27.04.1961


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"Assange beantragt in Schweden erneut Aufhebung von europäischem Haftbefehl" (3.5.2017)
Wikileaks-Gründer Julian Assange hat bei der schwedischen Justiz einen neuen Antrag auf Aufhebung des gegen ihn erlassenen europäischen Haftbefehls gestellt.
Sein Anwalt Per Samuelsson teilte mit, der Antrag sei am Mittwoch bei einem Gericht in Stockholm eingereicht worden. Dies sei eine Reaktion auf eine Äußerung von US-Justizminister Jeff Sessions aus dem April, wonach die Festnahme von Assange eine Priorität der neuen Regierung in Washington ist.
„Wir können nun beweisen, dass die USA den Willen haben zu handeln“, sagte Samuelsson der Nachrichtenagentur AFP. „Deshalb beantragen wir die Aufhebung des europäischen Haftbefehls, so dass Julian Assange nach Ecuador fliegen und politisches Asyl bekommen kann.“... Die neue US-Regierung will sich laut Justizminister Sessions verstärkt darum bemühen, Assange und andere als Geheimnisverräter beschuldigte Menschen vor Gericht zu stellen.
Assange ist bereits acht Mal vor schwedischen Gerichten mit seinem Versuch gescheitert, die Aufhebung seines Haftbefehls zu erwirken.
Die Justiz des skandinavischen Landes weigerte sich, die Einschätzung eines UN-Ausschusses zum Fall Assange zu berücksichtigen. Dieser war im Februar 2016 zu der Einschätzung gelangt, dass Assange mit seinem Exil in der ecuadorianischen Botschaft von Großbritannien und Schweden „willkürlich festgehalten“ werde. (afp)
http://www.epochtimes.de/politik/welt/assange-beantragt-in-schweden-erneut-aufhebung-von-europaeischem-haftbefehl-a2110261.html

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"Julian Assange ist ein politischer Gefangener" London, Großbritannien - Sabine Bock (17.04.2017)
Julian Assange ist ein politischer Gefangener. Er wurde nie angeklagt oder verurteilt, dennoch sitzt er seit fünf Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London gefangen, mit Haftbefehl aus Schweden, ohne Anklageschrift, mit der Befürchtung, an die USA ausgeliefert zu werden, wo ihm der Prozess wegen der Wikileaks-Enthüllungen droht. Eine Lösung seiner Situation ist nicht in Sicht und offensichtlich nicht im Interesse der Regierungen und der Justiz von Schweden, Großbritannien und der USA.
Seit Juni 2012 befindet Assange sich nun in der ecuadorianischen Botschaft in London, in der ihm die Regierung von Ecuador politisches Asyl gewährt hat. Er hat das Gebäude nie verlassen, bekommt kaum Sonnenlicht oder frische Luft. Die medizinische Untersuchung in einem Krankenhaus wurde ihm von der britischen Regierung nicht gewährt.
Es ist nicht verwunderlich, dass die mächtigsten Menschen der Welt verhindern wollen, dass ihre Verbrechen veröffentlicht werden. Es ist überraschend, dass sie dabei so viel Unterstützung bekommen.
https://www.pressenza.com/de/2017/04/julian-assange-ist-ein-politischer-gefangener/

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"Julian Assange & schwarze Spitze: Das macht Pamela Anderson an" (Donnerstag, 06. April 2017)
... Seit Monaten schon besucht Anderson den Wikileaks-Gründer Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London. Dort lebt der 45-Jährige seit 2012 im politischen Asyl, nachdem ihn Großbritannien nach Vergewaltigungsvorwürfen an Schweden ausliefern wollte. Promi-News des Tages: Sind Pamela Anderson und Julian Assange ein Paar? 06.02.2017
"Meine Beziehung zu Julian - es ist kein Geheimnis, er ist einer meiner Lieblingsmenschen", schreibt Anderson. Sie beschreibt Assange als "wahnsinnig empathisch". "Julian versucht, die Welt zu befreien, indem er sie aufklärt." ...

http://www.n-tv.de/leute/Das-macht-Pamela-Anderson-an-article19783013.html

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"What Risk Says About Julian Assange" David Sims (02.05.2017)
The new documentary from Laura Poitras, the director of Citizenfour, follows the Wikileaks founder as his public profile radically shifts around him. ... Still, the film doesn’t keep the audience at a similar distance. Much as Citizenfour’s look at Snowden felt disarmingly raw, the inside footage of Wikileaks at work is similarly riveting. There are unspoken dynamics between Assange and his co-workers that Poitras largely leaves to the imagination. But as the years pass, it’s easy to come away with the overall impression of noxious sexism pervading this small community of hackers and activists. Whether or not you view Assange’s actions as laudable, in the film, he’s a very difficult figure to engage with. Risk first premiered a year ago at the Cannes Film Festival, with a vastly different cut that was reportedly a much more straightforward, positive portrayal of Wikileaks and Assange. ...
https://www.theatlantic.com/entertainment/archive/2017/05/risk-julian-assange-laura-poitras-review/525030/


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Julian Assange / Wikileaks ...
« Reply #89 on: May 17, 2017, 09:54:49 AM »
"US-Wahlkampf-Leaks: Neue Spur?" Thomas Pany (16. Mai 2017)
Ein privater Ermittler im Mordfall Seth Rich behauptet Verbindungen zwischen dem DNC-Mitarbeiter und WikiLeaks ... Der bis heute ungeklärte Fall bekam dann eine zusätzliche Dimension, als WikiLeaks am 9. August eine Belohnung von 20.000 Dollar für Informationen aussetzte, die zur Verurteilung des Mörders von Seth Rich führen. ... Auf Nachfragen des niederländischen Journalisten wollte sich Assange aber nicht auf eine handfeste Aussage festlegen lassen, dass Seth Rich mit WikiLeaks zusammengearbeitet habe und der Mord damit zu tun habe. Dies würden andere suggerieren. Er wolle nur ein Verständnis dafür wecken, wie groß die Risiken in den USA seien. ... Die Familie von Seth Rich wehrte sich gegen die Politisierung des gewaltsamen Tods ihres Sohnes. ... Der eigentliche Kern des aktuellen Berichts von Fox-News besteht [ ] darin, dass Rod Wheeler stocksauer auf die Polizei und das FBI ist, weil sie den Laptop von Seth Rich nicht herausgeben. Wheeler ist, ... überzeugt davon, dass sich auf dem Laptop "handfeste Beweise" befinden. ... Seine Quellen hätten ihm auch gesagt, dass es dort Informationen gebe, die eine Verbindung zwischen Rich und WikiLeaks bestätigen. "Absolutely. Yeah. That's confirmed." Dass es wahrscheinlich kein Hack war, sondern ein Insider-Leak, der zur Veröffentlichung der DNC-Mails führte, hatten Mitte Dezember auch Experten nahegelegt (siehe US-Wahl: War es ein Leak und kein Hack?: https://www.heise.de/tp/features/US-Wahl-War-es-ein-Leak-und-kein-Hack-3572764.html ). Den Namen Seth Rich nannten sie aber nicht. Der Fall bleibt bis auf Weiteres ungeklärt.
https://www.heise.de/tp/features/US-Wahlkampf-Leaks-Neue-Spur-3715256.html

Quote

    Artur_B, 16.05.2017 21:18

... Rod Wheeler konzentriert sich auf den Umstand, dass viele Indizien darauf hindeuten, dass Seth Rich der Informant Assanges war. Wenn sich das beweisen ließe, dann sitzen die Demokraten aber in der Tinte: eine dermaßen zeitnahe Ermordung wäre ein astronomischer Zufall. Und Wheeler macht seine Sache ziemlich gut: https://www.youtube.com/watch?v=grkK33chJkw#t=74

Gruß Artur


...


"Julian Assange zu Chelsea Mannings Freilassung: "Epischer Sieg"" (05/2017)
Wikileaks-Gründer Julian Assange feiert die Entlassung von Whistleblowerin Chelsea Manning als "epischen Sieg". Manning wurde am Mittwoch vorzeitig aus der Haft entlassen. ...
http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Julian-Assange-zu-Chelsea-Mannings-Freilassung-Epischer-Sieg-id41481576.html

"Schweden stellt Ermittlungen gegen Assange ein" (19.05.2017)
Die Ermittlungen gegen Julian Assange wegen des Vorwurfs einer Sexualstraftat in Schweden werden eingestellt. Ecuadors Botschaft in London wird der WikiLeaks-Gründer wohl trotzdem nicht verlassen. ...
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/julian-assange-schweden-stellt-ermittlungen-ein-a-1148429.html

"Schweden beendet Ermittlungen gegen Julian Assange Update" Martin Holland (heise online, 19.05.2017)
Die schwedische Generalstaatsanwaltschaft stellt die Ermittlungen gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange ein. Das teilte sie am heutigen Freitag mit. Damit wird auch der europaweite Haftbefehl gegen den Whistleblower aufgehoben. Der befindet sich seit Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London, um diesem Haftbefehl und einer befürchteten Auslieferung an die USA entgegen zu wirken. ... Wie die schwedische Nachrichtenseite The Local berichtet, hält die zuständige Generalstaatsanwältin Marianne Ny es nicht mehr für verhältnismäßig, Untersuchungshaft in Abwesenheit gegen Assange zu verhängen. Auch der europäische Haftbefehl werde deshalb nicht mehr aufrechterhalten. Deshalb habe sie angeordnet, die Ermittlungen zu beenden. ...  Die Londoner Polizei hat inzwischen erklärt, dass weiterhin ein Haftbefehl gegen Assange vorliege, den sie zu vollstrecken gezwungen sei, sobald Assange die Botschaft Ecuadors verlassen sollte. Assange war im Juni 2012 nicht zu einer polizeilichen Anhörung erschienen, woraufhin ein Gericht den Haftbefehl ausgestellt hatte. Nachdem die Schweden nun den Europäischen Haftbefehl zurückziehen, werde Assange aber nur noch für ein minderschweres Vergehen gesucht, betont die Polizei. Das werde die Behörde auch beim Ressourceneinsatz berücksichtigen. ...
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Schweden-beendet-Ermittlungen-gegen-Julian-Assange-3718243.html

"Schweden stoppt Verfahren: Die Odyssee des Julian Assange" (19.05.2017)
Sieben Jahre hat die schwedische Staatsanwaltschaft gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange ermittelt – wegen eines Vergewaltigungsverfahrens. Diese Ermittlungen werden nicht weitergeführt. Ein Rückblick auf Assanges Spiessrutenlauf. ...
https://www.srf.ch/news/international/die-odyssee-des-julian-assange-2

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"Sweden Withdraws Arrest Warrant for Julian Assange, but He Still Faces Serious Legal Jeopardy" Glenn Greenwald (May 19 2017)
The termination of the Swedish investigation is, in one sense, good news for Assange. But it is unlikely to change his inability to leave the embassy any time soon. If anything, given the apparent determination of the Trump administration to put him in a U.S. prison cell for the “crime” of publishing documents, his freedom appears further away than it has since 2010, when the Swedish case began. ...
https://theintercept.com/2017/05/19/sweden-withdraws-arrest-warrant-for-julian-assange-but-he-still-faces-serious-legal-jeopardy/

« Last Edit: May 20, 2017, 12:50:08 PM by Link »

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« Reply #90 on: May 20, 2017, 01:32:21 PM »
"Wikileaks-Gründer Julian Assange "Der richtige Krieg fängt gerade erst an"" (19.05.2017)
Der Anwalt des Wikileaks-Gründers, Per Samuelson, sprach dennoch von einem „totalen Sieg“. Assange selbst kritisierte am Freitag, dass er sieben Jahre ohne Anklage festgehalten worden sei. Fünf Jahre davon habe er in der ecuadorianischen Botschaft in London verbringen müssen. „Das kann ich nicht vergeben und nicht vergessen“, sagte Assange am Freitag auf dem Balkon der Vertretung. „Der richtige Krieg fängt gerade erst an.“ Zu Beginn seines Auftritts reckte er die Faust. ... Ecuador forderte indes freies Geleit für den Wikileaks-Gründer. Das Vereinigte Königreich müsse Assange nun eine sichere Passage garantieren. Wenn Großbritannien dies gewähre, sei Assange in Ecuador willkommen, sagte Außenminister Guillaume Long am Freitag auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Quito. Doch trotz der schwedischen Entscheidung kann Assange die Botschaft derzeit nicht verlassen, ohne verhaftet zu werden. Die Londoner Polizei erklärte am Freitag, Assange werde nach wie vor gesucht, da er die Kaution hatte verfallen lassen und nicht vor Gericht erschienen war. Allerdings sei dies „ein viel weniger schwerwiegendes Verbrechen“. ... Staatsanwältin Ny bestritt, dass das Ende der Ermittlungen mit einer möglichen Strafverfolgung von Assange durch die US-Behörden zusammenhänge. Im April hatten US-Medien berichtet, die Behörden bereiteten eine Anklage gegen ihn vor, über die unter anderem brisante US-Dokumente aus den Kriegen in Afghanistan und im Irak veröffentlicht wurden.
Erst am Mittwoch war die amerikanische Whistleblowerin Chelsea Manning vorzeitig aus der Haft entlassen worden. 2010 hatte Wikileaks tausende Seiten vertraulicher Dokumente veröffentlicht, das von der IT-Spezialistin Manning im Irak gestohlen worden war. Manning wurde dafür zu 35 Jahren Gefängnis verurteilt, doch US-Präsident Barack Obama verkürzte am Ende seiner Amtszeit ihre Haft.  ...
http://www.tagesspiegel.de/politik/wikileaks-gruender-julian-assange-der-richtige-krieg-faengt-gerade-erst-an/19827508.html

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-05/wikileaks-gruender-julian-assange-ermittlungen-einstellung-drohung-klage

Quote
Hans C. Anderson #2  —  vor 18 Stunden 51

" mutmaßlich im Auftrag von Russland beschafft hatten."

Käme man mal vom Vermutungsjournalismus zurück zur faktenbasierten Berichterstattung, gäbe es sicher mehr Zustimmung seitens der zahlenden Kundschaft, also den Lesern.


Quote
Derwitz
#2.1  —  vor 17 Stunden 17

Wieso sollten Journalisten keine Vermutungen äußern? Es ist doch sogar gut, wenn angegeben wird, dass es sich um eine Vermutung handelt. Problematisch wird es doch erst, wenn die Vermutung als Fakt dargestellt wird.


Quote
Unbeugsam
#2.2  —  vor 17 Stunden 25

Und selbst wenn die Emails von Russland beschafft wurden:
Clinton hat mittels illegitimer Mittel Sanders als Präsidentschaftskandidat verhindert, weil diese narzistische Person unbedingt auch mal Präsidentin werden wollte.
Nicht weil sie eine politische Vision hatte oder beeindruckend kompetent oder integer war.
Es ist weder die Schuld von Russland und erst recht nicht von Assange, dass nun Trump Präsident ist.
Trump ist Präsident geworden, weil Clinton so eine unerträgtliche und unfähige Kandidatin war und die Masche "ich bin ja nicht ganz so schrecklich wie mein Konkurrent, also wählt mich!" einfach nicht genug war.


Quote
Unbeugsam
#4  —  vor 17 Stunden 36

++ Die Plattform steht in der Kritik, sowohl aufgrund von Veröffentlichungen als auch öffentlichen Äußerungen. So hatte WikiLeaks nach dem Anschlag im Pariser Bataclan-Theater getwittert, der Anschlag sei das "Resultat einer westlichen Politik". ++

Ja, und?
Der westliche Imperialismus war es, der weite Teile Afrikas und Asiens in die heutigen Staaten aufteilte, nicht nach Ethnien, oder irgendwelchen rationalen Gesichtspunkten, sondern so, wie es den Westmächten eben politisch gerade passte.
Der Kolonialismus und Imperialismus war ein Verbrechen, die Länder wurden ausgeraubt, die Bevölkerung brutal unterdrückt. England, Frankreich, Italien und Spanien setzten allesamt auch Giftgas gegen die dissidente Zivilbevölkerung ein.

Ab 2001 dann der "war on terror", ein verbrecherischer Krieg von Rachegefühlen- und Profitinteressen getrieben, mit Hunderttausenden Toten - meist Moslems - und daran anschließend die Zerstörung vorhandender staatlicher und gesellschaftlicher Strukturen im Irak. Durch den Westen.
Ab 2011 dann wiederum die Intervention durch den Westen in Form von Waffenlieferungen an syrische "Rebellen" und darauf folgend der Aufstieg des IS, der seitdem u.a. von Frankreich massiv mittels Luftwaffe angegriffen wird.
Und dann folgt - nach unzähligen Tonnen Bomben, die frz. Kampfflugzeuge über IS-Gebiet abgeworfen haben - der Anschlag im Namen des IS in Paris.

Und Assange wird nun vorgehalten, dass er das offensichtliche ausspricht?
Ernsthaft?


...

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""Risk": Kein normaler Mensch" Monika Ermert (17. Juni 2017)
In ihrer Dokumentation "Risk" nähert sich Laura Poitras dem egozentrischen WikiLeaks-Gründer Julian Assange und seinem Umfeld. Auch ihre eigene Rolle ist von Bedeutung.
http://www.zeit.de/digital/internet/2017-06/risk-wikileaks-julian-assange-laura-poitras/komplettansicht

Quote
SchartinMulz #3

Das Problem ist nicht die Frage ob Assange egozentrisch ist, ein Selbstdarsteller oder ob er Frauen belästigt hat.
Das Problem ist, dass dadurch die Erkenntnisse, die die Welt durch seine Arbeit gewonnen hat, in den Hintergrund geraten. Sind die Skandale, die von wikileaks aufgedeckt wurden, nicht mehr schlimm, weil Assange Egozentriker ist? Es ist für alle einfacher so, Assange ist ein "Vergewaltiger", Snowdon ist "russischer Spion", damit ist die Sache aus der Welt.


Quote
Ministerium für Überfülle #3.1

"Das Problem ist, dass dadurch die Erkenntnisse, die die Welt durch seine Arbeit gewonnen hat, in den Hintergrund geraten. Sind die Skandale, die von wikileaks aufgedeckt wurden, nicht mehr schlimm, weil Assange Egozentriker ist?"

Das ist kein Problem, dass ist die vorsätzliche Demontage von Wikileaks und Assange. Es ist doch spannend, wie sehr sich nahezu alle Medien an der Hetze gegen Assange beteiligen. Wie nicht mehr der Erkenntnisgewinn in den Vordergrund gerückt wird sondern in immer kürzeren Abständen die Quelle diskreditiert wird.

Wir verdanken Wikileaks sehr viel. Assange hat den Mächtigen in unglaublicher Weise auf die Füße getreten. Er und schlimmer Wikileaks soll systematisch zerstört werden. Und es ist spannend wie ein Thriller, wie ausgerechnet seine Berufskollegen, die eigentlich sonst bei jedem Pipifax mit Journalisten solidarisch sind und das Ende der Pressefreiheit ausrufen, Assange als Witzfigur versuchen darzustellen.


Quote
Michel 47 #3.3

Zitat: Es ist für alle einfacher so, Assange ist ein "Vergewaltiger", Snowdon ist "russischer Spion", damit ist die Sache aus der Welt.

Genau das ist der Punkt.

Täglich werden wir mit gravierenden Tatsachen wie Verschwendung
von Steuermilliarden, Affären, politische Fehlentscheidungen, brutale
Vergehen usw. bombardiert.

Wir sehen es, wir hören es, regen uns mehr oder weniger
darüber auf und .. das war’s.

Frei nach dem Motto, "C'est la vie" bzw. "The show must go on",

Zu mindestens so lange wir nicht direkt von den Ereignissen
persönlich betroffen sind.

Sind wir gegen so viel Negatives mehr oder weniger immun/abgestumpft?


Quote
Rage against the Washmachine #3.5

Es war für jeden vernunftbegabten, nicht völlig naiven, Menschen abzusehen dass man Snowden und Assange versuchen wird zu diskreditieren und letztendlich unglaubwürdig zu machen. Unabhängig davon dass die Leaks immer echt sind. Liegt auch in der Natur der Sache,ist psychologisch wirksam - ähnlich wie permanentes Wiederholen unbewiesener Anschuldigungen - gerade bei den leicht Beeinflussbaren und denen mit zementiertem Weltbild und klarer Gut/Böse-Verteilung..


Quote
dborrmann #4.5

"Egozentrismus" ist keine medizinische Diagnose. Wenn, dann sollte man auch von Egozentrik sprechen, das wäre dann aber auch nur ein Symptom und keine Diagnose. Narzissmus wäre eine Diagnose, Egozentrik ist ein führendes Symptom von Narzissmus.

Ob Herr Assange narzisstisch ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Soweit ich weiß, gibt es auch keine fachpsychiatriasche Auskunft hierzu, ganz im Gegenteil übrigens zu Herrn Trump. Da hat sich die John-Hopkins-Universitätsklinik eindeutig geäußert. Allerdings kann man daran rügen, dass es sich um eine Ferndiagnose handelt. ...


Quote
deep_franz #4.6

Nur mal so als Nachtrag
Eigentlich geht es um eine Dokumentation der Filmemacherin Laura Poitras.
Ersaunlicherweise wird aber hier nicht etwa Film diskutiert oder was der Artikel über den Film aussagt, sondern es wird die mutmaßliche Persönlichkeit des Herrn Assange diskutiert und in wie weit der Artikel möglicherweise manipulativ vorgeht.
Liegt das am Artikel selbst oder am Thema?


Quote
holzhammernarkose #7

Herr Assange ist eine arme Sau - man entschuldige die Ausdrucksweise - da hat es Herr Snowden vermutlich besser getroffen.


Quote
pepi06 #7.1

Ohne Assange und Wikileaks wäre Snowden jetzt bereits in Haft oder tot.


Quote
akomado #11

So lange sich die "Vierte Gewalt" ihrer Aufgabe verweigert, objektiv, wahrheitsgemäß, unparteiisch zu berichten - so lange werden Initiaitiven wie Wikileaks und "Helden" wie Assange, Manning, Snowden u. a. nötig sein. Ich betrachte es als feindliche Handlungen gegenüber den demokratischen Tugenden von Transparenz, Öffentlichkeit und Wahrhaftigkeit, wenn auf "Persönlichkeitsmerkmalen" der Protagonistinnen und Protagonisten herumgeritten wird - dies verdeckt wunderbar, worum es einzig und allein geht: Die Verbrechen der Herrschenden, welche durch derartige Leaks aufgedeckt werden. (Nicht anders die alberne Kampagne des Washingtoner Establishments gegen die Trump-Administration wegen ihrer "Russland-Kontakte" - hey, sucht euch ernsthafte Themen aus!) Kein Mensch ist ohne Fehl und Tadel und es ist lächerlich, dies von Whistleblowern usw. zu verlangen, während die Mächtigen von Fehl und Tadel nur so strotzen, aber keiner dies anprangert. Es geht schlichtweg um die Inhalte der Leaks - und da kommt das Clinton-Lager schlecht weg mit seiner Kampagne, den tatsächlich linken Kandidaten Sanders auszubooten. Sollte dies Hillary Rodham Clinton bei der Wahl geschadet haben, dann zu Recht.


Quote
Turna #14

Fakt ist: Die Welt hat WikiLeaks bitter, bitter nötig.
Die "etablierten" Medien versagen völlig in ihrer Aufgabe, globale Misstände aufzudecken sowie Ursachen, Zusammenhänge und kriminelle Verantwortliche offen beim Namen zu nennen.
Es ist bedauerlich, wenn Herr Assange einen unangenehmen Charakter haben sollte, und niemand darf über Kritik erhaben sein - allerdings hat er keine Menschen ermordet oder ermorden lassen.
Die Leute, deren Taten auf WikiLeaks zu Recht bloßgestellt werden dagegen sehr wohl. Die Mord-Bilder des US-Hubschrauberkommandos aus dem Irak verfolgen mich noch heute. Und es ist kaum besser geworden seither. Nur noch verdeckter und noch verschwiegener.


Quote
area #16

Ihre negative Darstellung Assanges überrascht nicht, es ist ja so üblich und so einfach. Wie könnte eine "Oscar-Preisträgerin" irren? Sie sollten aber schon darauf hinweisen, dass sie 2016 in Cannes eine ganz andere Version des Filmes präsentiert hat.
WikiLeaks macht gute Arbeit, genau wie früher, als alle es toll fanden. Den ganzen psychologischen Ferngutachtern Assanges kann ich nur sagen: ich finde Ihn sympathisch, weil er sich gegen den Medienmainstream stellt, trotz der täglichen persönlichen Attacken weitermacht.

#16.2

Gerade solche Filme wie die von Poitras lenken von den Veröffentlichungen von WikiLeaks wie auch den leaks von Snowden total ab: Assange unsympathisch, Snowden sympathisch. Außerdem ist doch bekannt, wie die Auswahl in Dokumentarfilmen die Meinung der Zuschauer lenkt. Sie hätte mit Material von Jahren(!) selbstverständlich auch Szenen zeigen können, in denen Assange lustig oder traurig ist, nachdenklich, wütend, eben doch normal. Es ist mehr ein Film über Poitras als über WikiLeaks.


...
« Last Edit: June 19, 2017, 09:57:19 AM by Link »

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« Reply #91 on: June 19, 2017, 10:17:50 AM »
"Wikileaks: So hackt die CIA unsere Router" (16.06.2017)
Die CIA verfügt über Software, mit der sie viele bekannte Router übernehmen kann. Das zeigen Dokumente von Wikileaks. ... Unter der Bezeichnung Cherryblossom führt die CIA eine Reihe von Hacker-Werkzeugen, mit denen der US-Geheimdienst die Kontrolle über eine ganze Reihe von Routern übernehmen kann. Das geht aus geheimen Dokumenten hervor, die Wikileaks im Rahmen der Vault-7-Enthüllungen veröffentlicht hat. Cherryblossom ermöglicht es der CIA, die Firmware von Routern verschiedener Hersteller zu überschreiben und so die Kontrolle über die Geräte zu übernehmen. ...
http://t3n.de/news/wikileaks-hackt-cia-router-831217/

"Wikileaks: CIA späht seit Jahren WLAN-Router aus" Stefan Beiersmann (16. Juni 2017)
Per Schadsoftware erhält der Geheimdienst Zugriff auf den gesamten Internetverkehr eines Ziels. Die CIA ist auch in der Lage, Datenverkehr zu manipulieren. Das erlaubt es ihr, Sicherheitslücken in Anwendungen und Betriebssystemen auszunutzen. ... Einem der Wikileaks-Dokumente zufolge soll die CIA bis Mitte 2012 Exploits für rund 25 verschiedene Geräte von 10 unterschiedlichen Herstellern entwickelt haben. Darunter sind namhafte Anbieter wie Asus, Belkin, Buffalo, Dell, D-Link, Linksys und Netgear. ...
http://www.zdnet.de/88301165/wikileaks-cia-spaeht-seit-jahren-wlan-router-aus/

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"Nach Verhaftung von Quelle: Wikileaks setzt "Kopfgeld" auf Reporter aus" (8. Juni 2017)
In der Diskussion über journalistisches Fehlverhalten bei "The Intercept" hat sich Wikileaks zu Wort gemeldet. Die Whistleblowing-Plattform schreibt 10.000 Dollar "Kopfgeld" auf einen Journalisten aus. Wer Informationen hat, die zur "öffentlichen Bloßstellung" und zur "Terminierung" des Reporters führen, erhält eine Belohnung von Wikileaks. Der dabei benutzte Begriff "Termination" kann Entlassung, aber auch Tötung bedeuten, wurde von der Plattform aber nicht näher definiert. Dafür gab es Kritik. Prinzipiell herrscht unter investigativen Journalisten jedoch Entsetzen über das Vorgehen von "The Intercept". Das Portal hatte von einer Quelle geheime Informationen per Post erhalten. Laut Gerichtsdokumenten soll ein Intercept-Journalist eine weitere Quelle im Geheimdienstsektor zur Echtheit der übermittelten Informationen befragt haben. Dabei verriet er, dass der Brief der Quelle in "Augusta, Georgia" aufgegeben worden ist. Dadurch konnte das FBI offenbar die Identität der Quelle endgültig feststellen und diese festnehmen. Laut Medienberichten handelt es sich um eine 26-jährige US-Bürgerin namens Reality Winner. Zuvor hatte The Intercept den Behörden bereits Originaldokumente gezeigt, wodurch diese erfuhren, dass die Dokumente gedruckt und per Post versandt wurden. "Ich habe einen Fehler mit derartigen Konsequenzen noch nie gesehen", kommentierte Pulitzer-Preisträger Barton Gellmann, der für die Washington Post über die Snowden-Enthüllungen berichtet hatte. Bill Grueskin von der Columbia School of Journalism gab gegenüber der New York Times an, dass man Originaldokumente oder Kopien "niemals an die Behörden" weitergeben dürfe. The Intercept selbst äußerte sich in einem kurzen Statement zu der Causa. Chefredakteurin Betsy Reed gab an, dass The Intercept die Identität seiner Quelle nicht kenne und die Angaben der Ermittlungsbehörden "unbewiesene Unterstellungen" beinhalteten.
Persönliche Konsequenzen für die beteiligten Reporter gab es vorerst keine. Genau darauf will Wikileaks nun aber abzielen. "Ich liebe The Intercept meistens, aber wenn das euer Kerl gemacht hat, stellt ihn bloß und terminiert ihn jetzt", twitterte Wikileaks-Gründer Julian Assange in Bezug auf die kritisierten journalistischen Praktiken.
Journalisten befürchten, dass die Festnahme von Reality Winner künftige Quellen abschrecken dürfte. (red, 8.6.2017)
https://derstandard.at/2000058934166/Nach-Verhaftung-von-Quelle-Wikileaks-setzt-Kopfgeld-auf-Reporter-aus

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"Wikileaks veröffentlicht Dokumente zu russischer Internet-Überwachung" Detlef Borchers (19.09.2017)
Wikileaks hat heute mit der Veröffentlichung der "Spy Files Russia" begonnen. Anhand von 34 Kern-Dokumenten einer Firma soll das Ausmaß der Internet-Überwachung in Russland dokumentiert werden. Mit den Spy Files Russia zeigt Wikileaks, dass die Enthüllungsplattform auch russischsprachige Dokumente veröffentlichen kann. Rund 200 Dokumente der Telekommunikationsfirma Peter-Service aus den Jahren 2007 bis 2015 belegen, dass der Abrechnungsspezialist weit mehr anbietet als die Abrechnung von Telefon-Dienstleistungen für Konzerne wie Gazprom (Russland), Turkcell (Türkei) und Megafon (Tadschikistan). Aus den von Wikileaks ins Englische übersetzten Dokumenten geht hervor, dass man Kommunikationsdaten auf Vorrat sammelt und eine Abfrage-Schnittstelle für den russischen Nachrichtendienst FSB betreibt. ...
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-veroeffentlicht-Dokumente-zu-russischer-Internet-Ueberwachung-3835600.html

""Spy Files Russia" WikiLeaks veröffentlicht Dokumente aus Russland" (19.09.2017)
Immer wieder wurde von WikiLeaks gefordert, Enthüllungen über Russland zu veröffentlichen. Nun ist dies geschehen: Am Dienstag stellte die Plattform Dokumente zu einem russischen Unternehmen ins Netz. ...
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/wikileaks-und-russland-enthuellungsplattform-veroeffentlicht-die-spy-files-russia-a-1168748.html

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"Macht und Missbrauch" Simon Hattenstone | Ausgabe 34/2017
Wikileaks Laura Poitras porträtierte Edward Snowden. Ihr neuer Dokumentarfilm „Risk“ erzählt nun über Julian Assange – und eine Entfremdung
https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/macht-und-missbrauch

« Last Edit: September 20, 2017, 07:37:25 AM by Link »

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« Reply #92 on: October 12, 2017, 10:14:32 AM »
"Julian Assange Marks 5.5 Years Inside Ecuadorean Embassy as UK & US Refuse to Confirm Arrest Warrant" (Democracy Now!, October 10, 2017)
As we speak with WikiLeaks founder and editor-in-chief Julian Assange, he shares an update on when he may be able to leave the Ecuadorean Embassy in London, where he has sought refuge and political asylum for more than five years. Earlier this year, Swedish prosecutors have dropped an investigation into allegations of sexual misconduct by Assange, which he denies and calls a pretext for his ultimate extradition to the United States to face prosecution under the Espionage Act. ...
AMY GOODMAN: This is Democracy Now!, democracynow.org, The War and Peace Report. I’m Amy Goodman. We’re talking to Julian Assange, who has taken refuge, got political asylum in the Ecuadorean Embassy in London, for the last five-and-a-half years has lived in this tiny embassy in London. Julian, talk about the status of your case. In fact, you were holed up there so that you wouldn’t be extradited to Sweden, fearing then you would be extradited to the United States. But Sweden has dropped its case against you. ...
https://www.democracynow.org/2017/10/10/julian_assange_marks_55_years_inside

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"Fake-Zertifikate: CIA verschleierte Spionage mit Kaspersky-Tarnung" (10.11.2017)
In den USA sieht sich der russische Antivirenspezialist Kaspersky seit Monaten dem Vorwurf aufgesetzt, mit seiner Software US-Behörden auszuspionieren und ein Naheverhältnis zum russischen Geheimdienst zu unterhalten. Nun zeigt sich allerdings: Die russischen Virenjäger wurden ihrerseits vom US-Geheimdienst CIA ausgenutzt. Dieser hatte bei Lauschangriffen die Kommunikation mit seinen Kommandoservern mit gefälschten Kaspersky-Zertifikaten verschleiert.
Das berichtet "Heise" unter Berufung auf Dokumente aus dem Fundus der Enthüllungsplattform Wikileaks. Demnach habe der Auslandsgeheimdienst bei Abhöraktionen die Kommunikation angezapfter PCs mit dem CIA-Kommandoserver so aussehen lassen, als handle es sich um Kaspersky-Datenverkehr. ... Die dafür nötigen gefälschten Zertifikate sollen von der Zertifikats-Tochter Thawte des US-Antivirenanbieters Symantec ("Norton Antivirus") stammen. Wie der Geheimdienst an die Zertifikate gekommen ist, ist noch nicht bekannt. Eugene Kaspersky, der Chef der russischen Virenjäger, hat bereits eine Untersuchung angekündigt, um dem Ursprung der Zertifikate zu klären.
http://www.krone.at/597815

"CIA hat Spionage-Tool als Kaspersky-Software getarnt" Peter Marwan (9.11.2017)
Wikileaks hat eine weitere, als Vault 8 bezeichnete Sammlung von Unterlagen zu Cyberwaffen der CIA veröffentlicht. Darin werden das Management für bereits durch Vault 7 bekannte Tools sowie eine Hive genannte Kommunikationsplattform beschrieben. ... Vor allem geht es in den Dokumenten um die als Hive bezeichnete Komponente. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil der Infrastruktur, mit der die CIA die von ihr verwendete Malware kontrollierte. Hive (zu Deutsch: Bienenkorb) stellte für zahlreiche CIA-Malware die erforderliche Kommunikationsplattform bereit, die benötigt wird, um abgegriffene Informationen möglichst unbemerkt vom Opfer an CIA-Server zu übertragen und der eingeschleusten Software neue Anweisungen zu übermitteln.
Außerdem diente Hive auch dazu, die Spuren zu verwischen, wenn eine eingeschleuste Software auf einem Rechner entdeckt wurde. In dem Fall musste es im Interesse der CIA sein, dass der Angegriffene die Attacke möglichst nicht zu ihr zurückverfolgen kann. Dazu wurden für die einzelnen Operationen jeweils anonym mindestens immer eine Domain registriert.
Der Server, auf dem die zugehörige Website lief, wurde von gewerblichen Hosting-Anbietern gemietet, meist als Virtual Private Server. Um deren eigentlichen Zweck zu verschleiern wurde Besuchern der Website, beliebiger, harmloser Inhalt angezeigt. Diese Server dienten aber eigentlich als Relaisstation, um die Daten über eine VPN-Verbindung zu einem Blot genannten, CIA-eigenen Server zu übertragen. ...
http://www.silicon.de/41662765/cia-hat-spionage-tool-als-kaspersky-software-getarnt/


"Wikileaks: CIA tarnt Spionage-Software mit gefälschten Kaspersky-Zertifikaten" Detlef Borchers (10.11.2017)
Neues aus dem von Wikileaks veröffentlichten CIA-"Bienenkorb": Der US-amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA hat den Nachrichtenverkehr zu seinen Command-&-Control-Servern mit gefälschten Zertifikaten des russischen Kaspersky Lab abgesichert. ... Die CIA nutzte  [ ] Zertifikate, die von Thawte auf die russische Firma Kaspersky Labs ausgestellt waren. Der Zeitpunkt der Vault-8-Veröffentlichungen fällt mit vielfältigen Spekulationen zusammen, wie "russische Hacker" aus der so genannten Fancy-Bear-Szene die Wahlen in den Vereinigten Staaten möglicherweise beeinflusst haben. ...
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-CIA-tarnt-Spionage-Software-mit-gefaelschten-Kaspersky-Zertifikaten-3887010.html

Quote
     ListigerLurch, 10.11.2017 09:24

Hat Putin jetzt auch die CIA unterwandert?
Anders ist das alles langsam nicht mehr zu erklären. ;)
Außer natürlich mit der Wahrheit.


Quote
     kopf-schmerz, 10.11.2017 09:11


Ach so, jetzt verstehe ich wie sie die ganze Zeit behaupten können, Kaspersky würde spionieren...
Da wurde der CIA wohl im Inland aktiv und musste den offenen Rechtsbruch irgendwie tarnen.
Und wenn die dabei noch einer russischen (oder sonstige ausländische) Firma schaden können, ist das bestimmt ein netter Bonus.

P.S.: ich weiß, Aluhut. Dummerweise wurde ich auch früher schon als Aluhutträger bezeichnet, dann kam Snowden und ich musste feststellen, dass ich nicht mal ansatzweise weit genug gedacht habe und nicht mal im Ansatz paranoid genug war...


Quote
     Dr.Flow, 10.11.2017 09:46

Re: Ach so, jetzt verstehe ich...
Das Bittere ist, dass die Allgemeinheit keinerlei Notiz nimmt an der Unterwanderung der Grundrechte. Da sind andere Brot&Spiele-Themen viel wichtiger.


Quote
     Georg Meier, 10.11.2017 08:21

... es ist schlimm, dass solche Informationen heute keinen Wert mehr haben.
Die US und Nato-Seite rührt seid WW2 im Propagandabrei.
Sie versuchen ihre Sicht und ihre Doktrin öffentlich und/ oder verdeckt unters Volk zu bringen.
Im selben Brei rühren aber ebeenso die Russen, Chinesen und sonst wer.
Daher ist dieses Detail schön zu wissen...nur glaubhafter wird dadurch keiner der Beteiligten.
Dazu kommt, dass man irgendwann bei all den Machenschaften abstumpft und froh ist, einfach nur halbwegs normal leben zu können; Noch!


---

"Wau-Holland-Stiftung distanziert sich von Assange" Detlef Borchers (26.12.2017)
Die Wau-Holland-Stiftung betont die Bedeutung des Transparenz-Projekts Wikileaks, distanziert sich dabei aber von Julian Assange, der mit Aktivitäten auf Twitter und in anderen sozialen Medien eine eigene politische Agenda verfolge.  ... Die Stellungnahme der Wau-Holland-Stiftung enthält so etwas wie einen deutlichen Ordnungsruf, was Wikileaks und ähnliche Projekte anbelangt, die sich für Informationsfreiheit einsetzen: "Die Wau-Holland-Stiftung verfolgt keine parteipolitischen Ziele oder politische Agenda im In- oder Ausland und distanziert sich ausdrücklich von Tweets und Aktivitäten, die Zweifel an der Unabhängigkeit und Integrität des Projekts aufkommen lassen und den Eindruck erwecken, Wikileaks selbst unterstütze oder sabotiere direkt politische Parteien oder Personen." Die Stiftung sei vielmehr dem friedlichen Zusammenleben der Völker verpflichtet. Dieser Passus bezieht sich offenbar auf den Wikileaks-Chef Julian Assange, der sich zuletzt mit einer Serie von Tweets für die katalonische Unabhängigkeit engagierte....
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Wau-Holland-Stiftung-distanziert-sich-von-Assange-3927939.html

« Last Edit: January 06, 2018, 01:13:10 PM by Link »

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Julian Assange / Wikileaks ...
« Reply #93 on: January 11, 2018, 10:14:04 AM »
"Julian Assange ist jetzt Ecuadorianer" Harald Neuber (11. Januar 2018)
Der Mitbegründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, Julian Assange, hat nach fünfeinhalb Jahren Exil in der Botschaft von Ecuador in London die Staatsbürgerschaft des südamerikanischen Landes erhalten. Das bestätigte das ecuadorianische Außenministerium in einer offiziellen Stellungnahme.
Mit der Maßnahme soll Assange offenbar vor einer drohenden Abschiebung in die USA geschützt werden, sollte er die geschützten Botschaftsräume verlassen. Die ecuadorianische Regierung versucht seit geraumer Zeit, den Internetaktivisten aus seinem Exil in den engen Räumen in London zu befreien, um ihm eine Ausreise in das südamerikanische Land zu ermöglichen. Der gebürtige Australier, so heißt es in der Mitteilung des Außenministeriums, sei mit der Annahme der Staatsbürgerschaft in der Provinz Pichincha gemeldet.
"Julian Assange hat im Juli 2012 von der damaligen ecuadorianischen Regierung einen internationalen Schutzstatus erhalten. Der amtierenden Regierung kommt es daher zu, Alternativen zu suchen, um diese vorgefundene Situation in voller Übereinstimmung mit den bestehenden rechtlichen Bestimmungen, dem Völkerrecht und den Menschenrechten zu lösen", heißt es in der Erklärung aus Quito. Das Außenministerium bekräftige zugleich, dass man auf der geltenden rechtlichen Basis "und in Abstimmung mit Großbritannien, einem Land, mit dem freundschaftliche Beziehungen und eine gute Zusammenarbeit bestehen" Lösungen suche. Assange habe sich indes verpflichtet, "sich nicht in Belange einzumischen, die nichts mit seinen Asylbedingungen zu tun haben". ...
https://www.heise.de/tp/news/Julian-Assange-ist-jetzt-Ecuadorianer-3938465.html

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Quote
[...] Er sei politisch nach rechts gerückt und verhalte sich wie ein Verschwörungstheoretiker. Sein egozentrischer Kampf gegen alle, die nicht seiner Meinung sind, habe das Anliegen von Wikileaks verraten. Auf den ersten Blick ist die Distanzierung verständlich. ... Betrachtet man sein Verhalten einmal von seiner Warte, wird schnell klar, dass er sich gar nicht so sehr verändert hat. Assange war nie ein Linker. Das Leaken von Dokumenten betrachtet er als „anarchistische Tat“. Jede Regierung, die Geheimnisse hat, ist für ihn eine Verschwörung, die zerstört werden muss. Gegenüber Fox News betonte er, er hätte „die Mails auch veröffentlicht, wenn sie das Trump-Lager getroffen hätten“. Julian Assange handelt treu nach den anarchistischen Grundsätzen, die er 2006 in seiner Schrift „Conspiracy as Governance“ entwickelt hat. Er will die Kommunikationsflüsse der Mächtigen behindern. Sein Motto: „Lasst uns Ärger machen.“

... Auch in Donald Trump erkannte Assange einen Verbündeten. Wie Ron Paul hasst Trump die demokratische Elite in Washington. Trump kritisierte die Geheimdienste und lobte das Wirken von Wikileaks. „I love Wikileaks“, tönte er auf seiner Wahlkampftour im Oktober 2016. Das schmeichelte dem in London schmorenden Wikileaks-Gründer und vernebelte ihm jeden Realitätssinn. Er dachte, er könne auf dem Ticket von Trump seine Freiheit wiedererlangen. Diese Selbsttäuschung „enthüllt“, was Assange in Wahrheit ist: ein unpolitischer Anarchist, der sich überschätzt und die Politik allein danach bewertet, ob sie gegen den Staat ist oder nicht. Es wird Zeit, dass ihm viel frische Luft die Gedanken durchpusten kann.

Quote
et | Community

Mich wundert immer, dass der Inhalt der geleakten Dokumente bei der Beurteilung des ganzen Vorgangs nicht berücksichtigt wird. Aus diesen Dokumenten ging hervor, dass Frau Clinton [Leuten von der] Wallstreet etwas ganz Anderes sagt als den Wählern und dass die Führung der Demokratischen Partei Sanders Nominierung durch Manipulationen verhindert hat. Es diente doch der Demokratie der USA, dass die Wähler das erfuhren. Allerdings war es für diejenigen, die solche Leaks zur Kenntnis nehmen, sowieso ein offenes Geheimnis.



...


Aus: "Frische Luft täte dem Mann gut" Wolfgang Michal | Ausgabe 05/2018 1
Quelle: https://www.freitag.de/autoren/wolfgangmichal/frische-luft-taete-dem-mann-gut

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Quote
[...] „Was würdest du als Erstes machen, wenn du die Botschaft verlassen könntest?“, fragte ich bei einem unserer Treffen, bei permanent künstlichem Licht. „Ich würde in den Himmel schauen“, sagte Julian Assange. Ich fragte ihn, was er in all den Jahren vermisst hat, in denen er sich in „willkürlicher Haft“ befand, wie die Vereinten Nationen im Februar 2016 seine Lage nannten. Julian antwortete ruhig: „Nichts.“ – „Nicht einmal den Himmel?“ – „Nein.“

Diese scheinbar widersprüchliche Antwort ist wahrscheinlich die beste Abkürzung in den Kopf eines Mannes, der ohne Zweifel der größte Feind der Geheimdienste auf der ganzen Welt ist. In seiner ersten Rede im April 2017 bezeichnete der neue CIA-Chef Mike Pompeo Julian Assanges Organisation Wikileaks als „nicht staatlichen feindlichen Geheimdienst“.

Wie passt zusammen, dass er sofort zum Himmel schauen würde, sobald er die Botschaft verlässt, aber den Himmel nicht vermisst? Ich bin mir sicher, dass er ihn vermisst, ebenso wie er als Australier das Meer vermisst. Aber Julian hat seine Situation so beschrieben: „Es ist nicht so, dass ich diesen Preis bezahle, weil ich nicht wusste, wie die Welt funktioniert. Ich wusste, dass ich einen Preis bezahlen muss, nicht exakt welchen, aber etwas in der Art. Meine Lage ist schwierig, aber ich glaube, dass man für seine Überzeugung eintreten und bezahlen muss.“ Ich bin sicher, dass er diese Worte heute ganz genau so wiederholen würde.

Drei in der Behandlung Traumatisierter erfahrene Ärzte haben kürzlich 20 Stunden, über drei Tage verteilt, bei Julian Assange verbracht, um seine physische und psychische Gesundheit zu untersuchen. Hernach schrieben sie in einem Offenen Brief im Guardian: Das anhaltende Gefangensein gefährde ihn „physisch wie mental“ und verletze ganz klar sein Menschenrecht auf Gesundheitsversorgung.

Ich kann bestätigen, dass Julian Assange all diese Jahre nicht einmal das Menschenrecht auf Gesundheitsversorgung gewährt wurde. Vor zwei Jahren verweigerten die britischen Behörden ihm „Schutz vor Verhaftung“, um im Krankenhaus eine MRT seiner verletzten Schulter machen zu lassen. Die Schulter schmerzt heute noch. In Großbritannien und Deutschland angefragte Ärzte lehnten trotz anfänglichen Interesses ab, ihn in der Botschaft zu untersuchen. Sie fürchteten um ihre Karriere.

„Alle Dinge für alle Menschen, überall“, wie es das Harrods-Motto verspricht, gilt nicht für die Gesundheitsversorgung von Julian Assange. Mit Ausnahme der mutigen Ärzte, die gerade ihren alarmierenden Bericht veröffentlicht haben, zählt nicht einmal der hippokratische Eid, wenn es um den Wikileaks-Gründer geht.

Einmal – es muss im Winter 2015 gewesen sein – flog ich von Paris nach London und brachte ihm das neueste Asterix-und-Obelix-Heft Der Papyrus des Cäsar mit. In dem Band geht es um Zensur und den Kampf um Informationen. Der Comicautor schuf daher einen Charakter, der von Assange inspiriert ist und ihm ähnelt.

Als er das kleine Geschenk entgegennahm, glänzten Julians Augen. Auf die Frage, wie er es finde, zum Comic-Charakter geworden zu sein, antwortete er: „In einem Asterix-Heft zu erscheinen, das ist besser, als den Nobelpreis zu erhalten. Es gibt mehr Nobelpreis-Gewinner als Leute, die in einem Asterix-Heft vorkommen.“

Genau diese charakteristische Antwort und Asterix können uns dabei helfen, Wikileaks besser zu verstehen. In der Comicreihe wird ganz Gallien vom Römischen Reich beherrscht, nur nicht ein kleines Dorf in der heutigen Bretagne, dessen Bewohner ein Zaubertrank unbesiegbar macht. Ganz ähnlich ist Wikileaks eine winzige Organisation, die seit Jahren die schmutzigen Geheimnisse der führenden Mächte der Welt von den USA bis Russland, von Saudi-Arabien bis Syrien, von der EU bis zu Google veröffentlicht.

Was ist der „Zaubertrank“ von Wikileaks? „Kryptografie“, sagt Julian Assange, Datenverschlüsselung. Aber in der Realität läuft es nicht immer wie im Comic.

Sofort nachdem Wikileaks im November 2010 „Cablegate“ veröffentlicht hatte – zu diesem Zeitpunkt der größte Satz an vertraulichen Daten, der je an die Öffentlichkeit gelangte –, wurde im US-Bundesstaat Virginia eine geheime Grand Jury eingesetzt: eine Instanz, die in einem nicht öffentlichen Verfahren prüft, ob die von der Staatsanwaltschaft vorgelegten Beweise für eine Anklage wegen eines Verbrechens reichen. Die US-Behörden leiteten eine Untersuchung ein und bereiteten die Anklage gegen Assange und Wikileaks vor, während Chelsea Manning im Knast landete.

Genau zu diesem Zeitpunkt wählten Angehörige des Tiefen Staates in den USA ein paar Telefonnummern; schnell brachten sie Visa, Mastercard, Amazon und Paypal dazu, Spenden an Wikileaks zu blockieren. Ähnliches geschah in Bezug auf die Freedom of Press Foundation, eine Stiftung, die vor allem als Reaktion auf die Bankenblockade gegen Wikileaks gegründet worden war und die vor Kurzem aufgehört hat, Spenden abzuwickeln. Wenn der CIA-Chef jemanden als „feindliche nicht staatliche Organisation“ behandelt, nachdem Hillary Clinton, Joseph Biden und andere ihn als „Terroristen“ bezeichnet haben und es sogar Stimmen gibt, die fordern, ihn durch eine Drohne zu töten, dann ist offensichtlich, warum Julian Assange nicht einmal das elementare Recht auf Gesundheitsversorgung gewährt wird.

Seit meinem letzten Besuch in der ecuadorianischen Botschaft in London im vergangenen November hat sich viel verändert. Oder: Es scheint sich viel geändert zu haben, denn noch immer ist Julians Zukunft ungeklärt. Er hat die ecuadorianische Staatsbürgerschaft erhalten, und seine Anwälte haben vor einem britischen Gericht die Aufhebung des Haftbefehls beantragt, der ihn daran hindert, die Botschaft zu verlassen. Da der sogenannte schwedische Fall keiner mehr ist, weil die Ermittlungen wegen des Vorwurfs einer Sexualstraftat in Schweden eingestellt worden sind, habe der Haftbefehl seinen Zweck verloren, so argumentieren die Anwälte.

Aber selbst wenn das zuständige Gericht am 6. Februar entscheiden sollte, den Haftbefehl aufzuheben, bleibt das eigentliche Problem bestehen: Die britischen Behörden weigern sich, zu beantworten, ob es einen Auslieferungsantrag der USA gibt. Als die Journalistin Stefania Maurizi jüngst beantragte, Dokumente in Zusammenhang mit Assange und dessen Auslieferung freizugeben, gab die britische Staatsanwaltschaft sogar zu, wichtige E-Mails in dieser Angelegenheit vernichtet zu haben.

Am Ende stehen wir wieder ganz am Anfang. Nach all den Jahren, inklusive des schwedischen „Ermittlungsverfahrens“ – es war niemals eine Anklage – und der Dämonisierung von Wikileaks, kommen wir auf den wahren Grund dafür zurück, dass Julian so lange in der ecuadorianischen Botschaft ausharren musste. Der Grund ist ganz einfach: Das Imperium wird diese kleine Gruppe Gallier niemals tolerieren.

Jedes Mal, wenn ich die Botschaft in London verließ und Julians bohrenden letzten Blick spürte, hatte ich die gleichen Gedanken. War es diesmal mein letzter Besuch hier, in dieser postmodernen Gefängniszelle inmitten einer westlichen Metropole? Oder werde ich wiederkommen, frisches Meerwasser oder andere Spuren von Freiheit mitbringen, die er genauso verdient wie wir, die wir in den Himmel schauen und die Sonne genießen können?

Ich weiß nicht, was Julian in der Zwischenzeit mit dieser Flasche mit Meerwasser gemacht hat. Aber ich hoffe, sie bleibt – auch nachdem er wieder frei ist – noch lange dort in der Hans Crescent Street 3, gegenüber von Harrods. Als Erinnerung daran, dass Freiheit eine kostbare Sache ist und dass es Dinge gibt, die es wert sind, sie mit ihrem Verlust zu bezahlen: Denn was bringt die Freiheit, im Meer zu schwimmen, wenn man an rein gar nichts glaubt?

Quote
reziplikativ | Community

Jemand muss nicht ständig hilfreich, edel und gut sein, kann aber dennoch einen historischen Verdienst erlangen. Julian Assange ist sicher kein Aufklärer mit den Sympathiewerten eines Daniel Ellsberg oder Edward Snowden. Es schmälert nicht seine Leistung. In ungeahnten Dimensionen hat er für einen kleinen Moment mit seiner Enthüllungsplattform den Vorhang gelüftet und das skrupellose Agieren von Staaten, Regierungen und Geheimdiensten, speziell das verbrecherische Handwerk der USA, allen denkenden Menschen sichtbar gemacht. Was politisch interessierte Bürger längst wussten, viele weltweit am eigenen Leib erfuhren, wurde nun sogar greifbar und dokumentiert. Assange lebt seither mit zwei Tragödien. Ein normales Leben ist bis zum Ende seiner Tage vorbei. Die Perspektive dieses Lebens liegt wohl eher bei einem geschickten Geheimdiensttod oder einem tragischen Unfall als im friedlichen Sterben an Altersschwäche. Die zweite Tragödie ist die völlige Gleichgültigkeit einer breiten Mehrheit der Bevölkerung. Dieser große Teil will nicht aufgeklärt werden, schätzt eher die profane Teilhabe an der „Brot und Spiele Welt“, möchte sich lieber zwischen Hollywood, Dschungelcamp, billigem Bier und Coca nebst Fast Food weiter einlullen lassen. Der Spaßfaktor wird wesentlich höher geschätzt als Freiheit, Selbstachtung oder Schutz der Privatsphäre. Gemeinsam hat Assange mit Ellsberg und Snowden die finale Folgenlosigkeit seines Tuns. Nichts hat sich geändert. Dennoch sollten wir Julian Assange dankbar sein und bleiben. Dieser Botschaftsflüchtling ist vom Alltag, mit dem Rest seines Lebens und durch unser System längst gestraft, da kann er nicht noch zu Muttis Liebling werden. „Mutti“ ist hier bitte im herkömmlichen und früheren Wortsinn gemeint und nicht auf bestimmte Personen des unsäglichen Zeitgeschehens gemünzt.


...



Aus: "An einem Ort ohne Zeit" Srećko Horvat (Ausgabe 05/2018)
Quelle: https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/an-einem-ort-ohne-zeit
« Last Edit: February 06, 2018, 01:06:57 PM by Link »

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« Reply #94 on: February 07, 2018, 11:02:16 AM »
Quote
[...] Die britische Justiz hat ihren Haftbefehl gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange aufrecht erhalten. Das entschied die zuständige Richterin am Westminster Magistrates Court am Dienstag in London. Das Gericht lehnte den Antrag der Anwälte von Assange ab, den Haftbefehl aufzuheben. Assange hält sich seit 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London auf und fürchtet, bei einem Verlassen des Gebäudes festgenommen und an die Vereinigten Staaten ausgeliefert zu werden....


Aus: "Haftbefehl gegen Assange besteht weiter" (06.02.2018)
Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/haftbefehl-gegen-wikileaks-gruender-assange-besteht-weiter-15435455.html

---

Quote
[...] Dass sich Assange der Festnahme entzogen habe, sei ein eigenständiges Vergehen, begründete die Richterin ihre Entscheidung. Er muss dafür mit bis zu einem Jahr Gefängnis rechnen. Doch viel mehr als das fürchtet Assange eine Auslieferung in die USA. ... Der linksgerichtete ecuadorianische Präsident Rafael Correa hatte Assange das Botschaftsasyl aus humanitären Gründen gewährt. Correas Nachfolger Lenín Moreno wollte den Zustand beenden und verschaffte Assange die Staatsbürgerschaft des südamerikanischen Landes. Der Versuch, Assange als ecuadorianischen Diplomaten zu akkreditieren, scheiterte am Widerstand der Briten. ...


Aus: "Haftbefehl gegen Assange in Großbritannien bleibt bestehen" (06.02.2018)
Quelle: https://www.handelsblatt.com/politik/international/wikileaks-gruender-haftbefehl-gegen-assange-in-grossbritannien-bleibt-bestehen/20934016.html

---

Quote
[...] Nach ihrem Urteil kündigte Richterin Arbuthnot an, am 13. Februar über einen weiteren Antrag von Assanges Anwälten entscheiden zu wollen. Darin geht es um die Frage, ob die Aufrechterhaltung des Haftbefehls im öffentlichen Interesse ist.

Ecuador hatte Assange kürzlich eingebürgert. Einen Antrag Quitos auf einen Diplomatenstatus für den Wikileaks-Gründer lehnte Großbritannien jedoch ab. Als Diplomat hätte er beim Verlassen der Botschaft einer Festnahme entgehen können.

Auch nach der Bestätigung des Haftbefehls durch die britische Justiz will Ecuador Assange Schutz gewähren, "solange Gefahr für sein Leben besteht". Das teilte das Außenministerium des südamerikanischen Staates mit. Die Regierung unterhalte "die besten Beziehungen zu Großbritannien" und arbeite weiterhin auf "eine für beide Länder befriedigende Lösung" hin, hieß es in einer Stellungnahme. ...


Aus: "Großbritannien: Haftbefehl gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange bleibt bestehen" (06.02.2018)
Quelle: http://www.dw.com/de/haftbefehl-gegen-wikileaks-gr%C3%BCnder-julian-assange-bleibt-bestehen/a-42469952

---

Quote
[...] Es liegt eine Tragik über dem Leben von Wikileaks-Gründer Julian Assange. Gleichgültig was er macht: Der Whistleblower hat keine Aussicht mehr auf eine Rückkehr in ein normales Leben. Schuld daran sind die USA, deren Geheimdienste Assange mit ihrer Rache weltweit verfolgen. Der Geheimnis-Enthüller ist seiner Freiheit beraubt, obwohl er gar nicht im Gefängnis sitzt. Dieses Schicksal teilt Assange mit Edward Snowden, der im Moskauer Exil lebt und die Überwachungspraktiken des Geheimdienstes NSA enthüllt hat. Beiden Männern droht in den USA ein Prozess wegen Hochverrats bis hin zu lebenslanger Haft, manche sprechen gar von der Todesstrafe.

Auch wenn Assange und Snowden Gesetze verletzt und sich angreifbar gemacht haben, so haben sie doch der Welt große Verdienste geleistet. Mit Wikileaks hat Assange eine unerschöpfliche Fundgrube geschaffen, die Beweise für die schmutzige Kriegsführung der USA in Afghanistan und im Irak bewies und etwa auch die Geschäfte von Steueroasen ans Licht brachte. Was folgte, waren Vergewaltigungsvorwürfe zweier schwedischer Frauen, die möglicherweise bloßer Rufmord waren, denn die Ermittlungen sind inzwischen eingestellt. Seit fünfeinhalb Jahren lebt Assange nun schon auf der Flucht und sitzt in der Londoner Botschaft von Ecuador fest. Es ist ein Skandal, dass diese modernen Helden keine Möglichkeit auf ein normales Leben haben. ...


Aus: "Warum Julian Assange ein tragischer Held ist" Kommentar von Marion Trimborn (06.02.2018)
Quelle: https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/1016678/warum-julian-assange-ein-tragischer-held-ist

--

Quote
     Graf Porno von Geilsberg, 07.02.2018 02:19

Haftbefehl wegen Nichterscheinens vor Gericht

Meines Wissens ist es auch in GB keine Straftat, sich der Strafverfolgung nicht zu stellen.
Kommt noch dazu, dass das Verfahren in der Sache bereits eingestellt wurde
Also eigentlich nur gegen die Auflagen des Gerichts verstoßen (zum festgelegten Termin nicht erschienen). Was für eine Strafe droht ihm dafür?

Mich wundert schon ein wenig, mit welchem Elan sich die britische Justiz hinter diesen Fall klemmt.

https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Aufhebung-abgelehnt-Haftbefehl-gegen-Julian-Assange-bleibt-bestehen/Haftbefehl-wegen-Nichterscheinens-vor-Gericht/posting-31814134/show/


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« Reply #95 on: February 12, 2018, 01:49:52 PM »
Quote
[...] Sweden tried to drop Assange extradition in 2013, CPS emails show - UK prosecutors tried to dissuade Swedish counterparts from doing so, exchange shows

Swedish prosecutors attempted to drop extradition proceedings against Julian Assange as early as 2013, according to a confidential exchange of emails with the Crown Prosecution Service seen by the Guardian.

The sequence of messages also appears to challenge statements by the CPS that the case was not live at the time emails were deleted by prosecutors, according to supporters of the WikiLeaks founder.

Assange was first questioned over allegations of sexual assault and rape in Sweden, which he denies, in 2010. He travelled to the UK later that year and Swedish authorities began extradition proceedings against him.

He subsequently skipped bail and was granted asylum in the Ecuadorian embassy in London in 2012 in order to avoid extradition. It was not until last year that the Stockholm publicly announced they had dropped their European arrest warrant application for him.

Assange still faces arrest for breaching his former bail conditions in the UK if he leaves the embassy in Knightsbridge. He fears there is a secret US indictment against him relating to WikiLeaks’ disclosure of leaked classified US documents.

The newly-released emails show that the Swedish authorities were eager to give up the case four years before they formally abandoned proceedings in 2017 and that the CPS dissuaded them from doing so.

Some of the material has surfaced from an information tribunal challenge brought late last year by the Italian journalist Stefania Maurizi.

The CPS lawyer handling the case, who has since retired, commented on an article which suggested that Sweden could drop the case in August 2012. He wrote: “Don’t you dare get cold feet!!!”.

As the case dragged on, the Swedish director of public prosecutions, Marianne Ny, wrote to the CPS on 18 October 2013 explaining that she had few options left. “There is a demand in Swedish law for coercive measures to be proportionate,” she informed London.

“The time passing, the costs and how severe the crime is to be taken into account together with the intrusion or detriment to the suspect. Against this background, we have found us to be obliged to lift the detention order ... and to withdraw the European arrest warrant. If so this should be done in a couple of weeks. This would affect not only us but you too in a significant way.”

Not all the emails are preserved in the exchange, but three days later Ny emailed the CPS again to say: “I am sorry this came as a [bad] surprise... I hope I didn’t ruin your weekend.”

The CPS lawyer wrote back to Ny in December 2013, insisting: “I do not consider costs are a relevant factor in this matter.” This was at a time when the Metropolitan police had revealed that its security operation to prevent Assange escaping from the embassy had already cost £3.8m. “I do wonder occasionally if the police just make public comments because they think it will somehow progress a case,” he wrote.

“All we can do is wait and see [and perhaps be eternally grateful that neither of us have to share a room in the embassy with him over Christmas!].”

At the beginning of the legal battle over Assange in 2011, the CPS advised Swedish prosecutors not to interview him in Britain, but they eventually did.

The CPS lawyer also told Ny that year: “It is simply amazing how much work this case is generating. It sometimes seems like an industry. Please do not think this case is being dealt with as just another extradition.”

Assange’s supporters allege that the CPS has been inconsistent in declaring whether or not the case was live. In dismissing a personal data request by him in April 2013, the CPS wrote that they could not release anything “because of the live matters still pending”.

But when explaining the deletion of emails about the case in 2014, after the CPS official who had been corresponding with Ny retired, it was defended on the grounds that: “The case was, therefore, not live when the email account was deleted.” Little had changed over that period, Assange’s supporters maintain.

A CPS spokesperson said: “As there are legal proceedings still under way it would be inappropriate to comment.”

Westminster magistrates court is due to deliver judgment on Tuesday in response to arguments from Assange’s lawyers that continuing to enforce the arrest warrant is disproportionate after so many years.

The UK supreme court ruled last week in relation to a case about the Chagos Islands that diplomatic cables published by WikiLeaks are admissible as evidence in the dispute over creating a marine protection zone in the British territory.



From: "Sweden tried to drop Assange extradition in 2013, CPS emails show"  Owen Bowcott and Ewen MacAskill (Sun 11 Feb 2018)
Source: https://www.theguardian.com/media/2018/feb/11/sweden-tried-to-drop-assange-extradition-in-2013-cps-emails-show
« Last Edit: February 12, 2018, 02:05:55 PM by Link »

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« Reply #96 on: March 29, 2018, 07:31:35 AM »
Quote
[...] Julian Assange twitterte zum Fall Skripal und zu Puigdemont. Jetzt schaltet ihm Ecuador das Internet ab - das Land sieht seine diplomatischen Beziehungen gefährdet.  ... Ecuador will damit verhindern, dass sich Assange in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einmischt, hieß es zur Begründung. Assanges Äußerungen in sozialen Medien gefährdeten die Beziehungen Ecuadors zu den EU-Staaten. Der Wikileaks-Gründer hatte im Kurznachrichtendienst Twitter die britischen Schuldzuweisungen gegenüber Russland im Fall Skripal infrage gestellt. Zudem kritisierte er die wegen des Giftanschlags auf den russischen Ex-Spion verhängten Sanktionen gegen Moskau. Außerdem hatte Assange über Twitter die Festnahme des ehemaligen katalonischen Regierungschefs Carles Puigdemont in Deutschland kritisiert und ihn als "politischen Häftling" bezeichnet.

Quote
moniutapEf3217 #1

"Der Wikileaks-Gründer hatte im Kurznachrichtendienst Twitter die britischen Schuldzuweisungen gegenüber Russland im Fall Skripal infrage gestellt. Zudem kritisierte er die wegen des Giftanschlags auf den russischen Ex-Spion verhängten Sanktionen gegen Moskau."

Mit Rücksicht auf die EU wird er abgestellt.
Meinungsfreiheit, wo bist du?


...


Aus: "Ecuador kappt Assange den Zugang zum Internet" (29. März 2018)
Quelle: http://www.zeit.de/politik/ausland/2018-03/wikileaks-gruender-julian-assange-ecuador-internet-abschaltung

---

Quote
[...] WikiLeaks-Gründer Julian Assange seit zwei Wochen zum Schweigen gezwungen
Von Niles Niemuth
14. April 2018

Bereits zwei Wochen sind vergangen, seit die ecuadorianische Regierung sämtliche Kommunikation des WikiLeaks-Gründers Julian Assange zur Außenwelt gekappt hat. Sie blockieren Assanges Internet- und Telefonverbindung und verbieten Besuche.

Assange sitzt seit sechs Jahren in der Botschaft Ecuadors in London fest. Dort hatte man ihm politisches Asyl gewährt, um eine Auslieferung nach Schweden aufgrund von erlogenen Anschuldigungen sexueller Gewalt zu verhindern. Schon länger wollen die USA ihn verhaften und verurteilen, weil er Emails und diplomatische Protokolle veröffentlicht hatte, die amerikanische Kriegsverbrechen im Nahen Osten sowie die Korruption der ehemaligen Außenministerin Hillary Clinton aufdeckten.

Die Anschuldigungen gegenüber Assange wurden von der schwedischen Regierung bereits vor einem Jahr fallengelassen. Außerdem erklärten die Vereinten Nationen seine Inhaftierung in der Botschaft als illegal. Trotzdem bleibt die britische Regierung dabei, dass sie Assange in jedem Fall verhaften würde, wenn er die Botschaft beispielsweise aus medizinischen oder anderen Gründen verlassen müsste. Voraussichtlich würden sie ihn dann direkt an die USA ausliefern. ...

Letzten Donnerstag traten der Dokumentarfilmer und Journalist John Pilger und Assanges Mutter Christine Assange zusammen im Programm Flashpoints des Radiosenders Pacifica Radio auf. Dort sprachen sie über die politische Motivation hinter der Zensur.

„Gegen Julian Assange wird besonders brutal vorgegangen, weil er die kritische Meinung repräsentiert, die im westlichen politischen Spektrum fehlt“, sagte Pilger. „Er wurde zum Feind der westlichen Regierungen.“

„Dass ihm das Recht auf Kommunikation genommen wurde, ist ein Angriff auf die Meinungsfreiheit. Es ist ein Angriff sowohl auf seine als auch auf unserer Rechte. Noch nie habe ich jemanden getroffen, der so kühn und mutig wie Julian Assange ist. Überhaupt keinen Mut hat hingegen die sogenannte Opposition bewiesen, die jetzt schweigt.”

Christine Assange setzte die Zensur gegen ihren Sohn in Verbindung mit seiner Kritik an der antirussischen Kampagne der britischen Regierung, die im Zuge der Skripal-Affäre in Gang gesetzt und schnell als Lügenkonstrukt entlarvt wurde.

„John Pilger hat darauf hingewiesen, dass wir uns aufgrund der Propaganda rund um den Giftanschlag in Großbritannien an einem ziemlich kritischen Punkt im Verhältnis zu Russland befinden. Die Vergiftung konnte nicht eindeutig Russland zugeordnet werden.“

„Ich würde auch sagen, dass wir an einem kritischen Punkt bezüglich Julians Freiheit und Sicherheit sind. Beide Situationen sind miteinander verbunden. Am Tag, bevor Julians Kontakt mit der Außenwelt gekappt wurde, meldete sich zum Beispiel ein Mitglied des britischen Parlaments zu Wort und fragte: ‚Ist es nicht an der Zeit, etwas gegen die ecuadorianische Botschaft zu unternehmen?‘ Er war offenbar nicht erfreut über die Twitter-Nachrichten, in denen Julian die Reaktion der Regierung auf den Anschlag in Salisbury kommentierte.“

...


Aus: "WikiLeaks-Gründer Julian Assange seit zwei Wochen zum Schweigen gezwungen" Niles Niemuth (14. April 2018)
Quelle: https://www.wsws.org/de/articles/2018/04/14/assa-a14.html

« Last Edit: May 05, 2018, 09:45:42 PM by Link »

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« Reply #97 on: May 16, 2018, 04:12:01 PM »
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[...] Ende März hatte das Außenministerium von Ecuador Julian Assange, dem seit mehr als sechs Jahren Asyl in der ecuadorianischen Botschaft gewährt wird, den Internetzugang gesperrt und überhaupt verboten, sich an die Öffentlichkeit zu wenden oder mit Journalisten zu sprechen. Der WikiLeaks-Gründer und Internetaktivist hatte sich zuletzt zu den Vorgängen in Katalonien geäußert und die Festnahme von Puigdemont in Deutschland kritisiert. Vermutlich war dies der Anlass für die Außenministerin María Fernanda Espinosa, Assange abzuklemmen, weil er damit die Vereinbarung verletzt habe, sich mit seinen öffentlichen Kommentaren nicht in Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen. Auf WikiLeaks wird allerdings gesagt, der Druck auf die ecuadorianische Regierung gehe auf Washington zurück.

Die seit 2017 amtierende Regierung unter Präsident Lenin Moreno ist bestrebt, den Fall Assange zu lösen, nun wohl auch auf dessen Kosten. Denn Assange muss weiterhin damit rechnen, in Großbritannien nach Verlassen der Botschaft verhaftet und womöglich in die USA überstellt zu werden. Obgleich Schweden den internationalen Haftbefehl zurückgezogen hat, könnte Großbritannien ihn wegen der Verletzung der Kautionsbedingungen in Haft nehmen. Noch haben die USA keine Anklage erhoben und keinen Auslieferungsantrag gestellt, das dürfte aber schnell erfolgen, wenn die britische Polizei ihn festnimmt.

Im April 2017 hatte Trumps Justizminister Sessions erklärt, dass eine Verhaftung von Assange für die Regierung eine "Priorität" sei. ... Maria Fernanda Espinosa hat am 9. Mai erklärt, ihre Regierung wolle zusammen mit der britischen Regierung, "die Frage endgültig lösen". Assange, so die Außenministerin, dürfe weiterhin nicht das Internet nutzen. Angeblich soll er auch nicht telefonieren oder Besucher empfangen dürfen. Espinosa betonte allerdings, man suche nach einem Ausweg, der weder das internationale Recht noch die Menschenrechte von Assange verletzt. Beide Regierungen hätten das Interesse, das Problem zu lösen, man müsse dazu verschiedene Themen verbinden. Man wolle alle diplomatischen Mittel einsetzen und in einen permanenten Dialog mit der britischen Regierung eintreten. Bislang ist man aber in London nicht bereit, mit sich reden zu lassen. Auch die Labour Party und Parteichef Jeremy Courbyn scheinen mit dem Fall Assange nichts zu tun haben wollen.

Zuletzt hatte das Außenministerium vergeblich versucht, ihn aus Großbritannien mittels eines diplomatischen Passes zu bringen, nachdem ihm im Dezember die Staatsbürgerschaft zu diesem Zweck verliehen wurde. Auch hier blieb die britische Regierung hart. Das britische Außenministerium teilte mit, man gewähre Assange keinen diplomatischen Status und sei auch nicht in Verhandlungen mit der ecuadorianischen Regierung darüber eingetreten: "Ecuador weiß, dass der Weg für Assange zur Lösung des Problems das Verlassen der Botschaft ist, um sich der Justiz zu stellen."

Die Lage von Julian Assange ist verzweifelt. Seine Gefangenschaft, nun durch das Abschneiden der Kommunikation zu einer Art Isolationshaft verschärft, scheint kein Ende zu nehmen. Und wenn nun die ecuadorianische Regierung einzuknicken droht, sind die Aussichten für den Aktivisten, der für die Freiheit des Internet und der Information angetreten ist, mehr als düster. Sein Schicksal - und das von Edward Snowden, des anderen Gefangenen - ließe sich auch als Symbol für den Niedergang der Träumereien des digitalen Zeitalters verstehen (Florian Rötzer)

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15.05.2018 21:38

Julian verdient breite Solidarität. Schon vor Ewigkeiten hat Schweden die Anschuldigungen fallen gelassen. Es ist nicht einmal ein Vorwand vorhanden, der als Feigenblatt auch nur annähernd blickdicht wäre.

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     Prof Schnaffa, 16.05.2018 11:59


Und hier noch einmal die „antideutsche“ Oberleuchte Peter Nowak zusammen mit Durchblickerin Birgit Gärtner

„FREE ASSANGE“ – NICHT IN UNSEREM NAMEN! (Peter Nowak)
https://www.freitag.de/autoren/peter-nowak/201efree-assange201c-2013-nicht-in-unserem-namen

Auch interessant. Zwei echte Nowaks:

https://www.freitag.de/autoren/peter-nowak/vergewaltigungsvorwurf-nur-ein-nebenwiderspruch

https://www.freitag.de/autoren/peter-nowak/wikileaks-2013-masslos-uberschatzt

Dass Telepolis sowas unter seinem Dach duldet, macht mich ratlos.


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     Pnyx, 15.05.2018 17:51

Weltenlauf

Assanges Menschenrechte werden schon lange mit Füssen getreten.
Dem auf Veranlassung des spanischen Richters Garcon in London festgesetzt Pinochet wurde schliesslich aus Gründen der Staatsraison durch Anordnung des damaligen Labour-Ministers Straw die Ausreise nach Chile gewährt. Das war schliesslich auch ein verdienter Diktator, der viel getan hatte, um neoliberalen Wirtschaftsmodellen zum Durchbruch zu verhelfen. Wohingegen Assange immer mal wieder Informationen publik gemacht hat, die die moralische Integrität (:-D) der imperialen Zentrale und gewisser ihrer Filialen in Frage stellte. Da muss man selbstverständlich unerbittlich sein. ...


...


Aus: "Assange: Ecuadorianische Regierung sucht einen Deal mit London" Florian Rötzer (15. Mai 2018)
Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Assange-Ecuadorianische-Regierung-sucht-einen-Deal-mit-London-4049149.html

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Julian Assange / Wikileaks ...
« Reply #98 on: May 16, 2018, 04:34:39 PM »
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[...] Ecuador schützt WikiLeaks-Gründer Julian Assange in seiner Botschaft in London offenbar mit einem millionenschweren Überwachungsprogramm. Das berichten die "Süddeutsche Zeitung" und der britische "Guardian" unter Berufung auf vertrauliche Unterlagen.

Die Aktion namens "Operation Hotel" laufe seit mehr als fünf Jahren und koste pro Monat durchschnittlich 66.000 Dollar, insgesamt bereits mindestens fünf Millionen Dollar. Die Dokumente zeigten, dass der Gründer der Enthüllungsplattform aus Sicht seiner Bewacher in seinem Exil mehreren Bedrohungen ausgesetzt sei.

Als eine Gefahrenquelle gilt den Berichten zufolge die britische Polizei, der zugetraut werde, dass sie unter einem medizinischen Vorwand in die Botschaft eindringen und Assange festnehmen könnte. Auch das Botschaftspersonal und Gäste sollen ausspioniert worden sein. Für die Überwachung beauftragte die Regierung Ecuadors den Berichten zufolge eine europäische Sicherheitsfirma, die Assange rund um die Uhr überwacht.

Als Stützpunkt für die Operation wurde demnach für mehr als 4000 Euro im Monat eine Wohnung nahe der Botschaft angemietet. Das Geld dafür stamme aus einem Sonderetat des Geheimdiensts. Nicht einmal der Botschafter Ecuadors soll zunächst informiert gewesen sein.

... Obwohl die Ermittlungen in Schweden eingestellt wurden, gibt es in Großbritannien nach wie vor einen Haftbefehl gegen Assange. Die britischen Behörden warfen ihm vor, seine Kautionsauflagen verletzt zu haben, als er in die Botschaft flüchtete.

cte/dpa


Aus: "WikiLeaks-Gründer Ecuador gibt offenbar Millionen für Schutz von Assange aus" (16.05.2018)
Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/julian-assange-ecuador-schuetzt-wikileaks-gruender-mit-ueberwachungsprogramm-a-1207977.html

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[...] Ecuador überwacht ihn und fand heraus: Der WikiLeaks-Gründer kann das Hacken nicht lassen. ...  Seit dem Regierungswechsel in Ecuador überwachen [ ] Spezialisten [...] Assanges Aktivitäten: Dabei fanden sie heraus, dass er sich in das abgeschottete Intranet der Botschaft gehackt hatte und auch geheimes Material der Diplomaten mitlesen konnte.
Im März dieses Jahr schnitt die Botschaft Assange vom Internetzugang ab. Der neue ecuadorianische Präsident möchte den ungeliebten Gast so schnell wie möglich loswerden.


Aus: "Ecuador überwacht Assange" Von Jens-Peter Marquardt, ARD-Studion London (16.05.2018)
Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/assange-london-107.html

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[...] Den vertraulichen Dokumenten zufolge, über die auch die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, verschlechterte sich das Verhältnis zwischen Assange und seinen ecuadorianischen Gastgebern auch, weil der Wikileaks-Gründer sich Zugang zum internen Netzwerk der Botschaft verschaffte. Der 46-Jährige habe "die offizielle und persönliche Kommunikation der Mitarbeiter" einsehen können. Wikileaks wies diese Anschuldigungen zurück.

Assange hatte die Regierung in Quito in den vergangenen Monaten auch mit politischen Stellungnahmen verärgert. Im März kappte die Botschaft daher seinen Internetzugang.

...


Aus: "Wikileaks-Gründer überwacht Ecuador spionierte Assange in Londoner Botschaftsexil aus" (16.05.2018)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/politik/wikileaks-gruender-ueberwacht-ecuador-spionierte-assange-in-londoner-botschaftsexil-aus/22571564.html

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[...] Assange benimmt sich selbst immer wieder seltsam und beunruhigt damit seine Gastgeber. Laut einem Protokoll aus dem Jahr 2017 zum Beispiel schneidet er offenbar ein Gespräch mit zwei Gästen mit. Er benutzt dafür mehrere Geräte, die er heimlich am Körper angebracht hat. Seine Bewacher befürchten daraufhin, dass er auch vertrauliche Gespräche mit dem ecuadorianischen Botschafter aufnehmen könnte. Assanges Vertreter wollten sich auf Anfrage nicht dazu äußern. ...


Aus: "Nervenkrieg um Julian Assange"  Bastian Obermayer und Nicolas Richter (15. Mai 2018)
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/wikileaks-gruender-ueberwachung-von-julian-assange-kostet-millionen-1.3980378

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[...] According to documents seen by the Guardian, the Ecuadorian intelligence agency spent at least $5m on the surveillance operation.
The agency’s expense reports alarmed the Ecuadorian financial controller, who asked how more than $400,000 could have been spent in the first five months of the operation without a single receipt.
In March, the intelligence agency was shut down by Ecuador’s president, Lenín Moreno, who described Assange’s continuing presence as an “inherited problem”.
That same month, embassy staff cut off his internet access. Ecuadorian government sources say Quito is considering a plan for where Assange might go next, making his future more uncertain than ever.


From: "A visual guide to Ecuador's Julian Assange spy operation" (Wed 16 May 2018 12.57 BST)
Source: https://www.theguardian.com/world/ng-interactive/2018/may/16/visual-guide-ecuador-julian-assange-surveillance-operation

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[...] The Ecuadorian government’s action against Julian Assange in cutting his communication with the outside world is disproportionate and irresponsible, according to the former Ecuadorian foreign minister Guillaume Long.

In an interview with the Guardian, he said the measures being taken against the WikiLeaks founder were not justified. On Tuesday, the Guardian revealed that the previous government in Ecuador had bankrolled a multimillion-dollar spy operation to protect and support Assange in its central London embassy.
The current Ecuadorian government is denying Assange access to the internet and has installed a jamming device to prevent him from using nearby wifi. It has also put an end to the stream of visitors to the embassy, where he has been holed up since 2012, with only his legal team now allowed in.

Assange’s supporters fear the ban imposed on 28 March will be indefinite and increase pressure on him to leave the embassy.
Long said his government had also put in place similar restrictions on Assange in 2016 in response to WikiLeaks’ publication of Hillary Clinton’s emails and those of the Democratic party during the US presidential election campaign.
But he said the current ban was based on a less substantial issue. “I do not think the measure is proportionate. I think Ecuador probably thought this has been done before, let’s do it again. And I do not think it has been done in a responsible manner,” he said.

Long, who supports Assange’s right to asylum, was foreign minister from March 2016 until May 2017. The ban in 2016 was short, lasting only for the duration of the final stage of the White House race from 18 October until election day on 8 November.

“We are seeing now access in general to Julian is being restricted. I understand it is open-ended. There is no set date for a reconnection,” Long said.

Assange fled to the Ecuadorian embassy in 2012, seeking asylum amid a Swedish investigation into allegations by two women of sex crimes, which he denies. He said at the time that he did not fear the Swedish investigation, but if he were to return to Sweden, he would be extradited to the US.

Long did not know about Ecuador’s surveillance operation on Assange but said he had visited the embassy many times and was conscious of being watched.

Ecuadorian surveillance was imposed, Long said, before he became foreign minister and was not primarily about Assange, but the security of the embassy and its staff. Given the interest in Assange, it was a difficult working environment inside the embassy, he said, with concerns about the security of communications.

If – or when – Assange leaves the embassy, he is likely to face a prison sentence in the UK for skipping bail, with estimates of the sentence varying from three to 12 months. Assange’s biggest fear is being extradited to the US, where he could be jailed for more than 40 years over WikiLeaks’ release in 2010 of tens of thousands of classified US military and state department documents.

The Guardian understands the US has yet to formally request Assange’s extradition, though it is likely it would make such a request once he is in British custody.

The Obama administration did not push the Assange issue, but there has been a change under Donald Trump. The US attorney general, Jeff Sessions, described Assange as a priority last year, and over the past few months, the FBI and others have been interviewing various people associated with WikiLeaks.

Long said Ecuador’s president, Lenín Moreno, is not particularly favourable to Assange’s request for asylum, marking a shift towards returning to the US sphere of influence.

He said the greatest pressure during his time as foreign minister came not from the US, but the UK. “The UK was the most aggressive. I had a number of meetings with UK representatives, [including with Foreign Office ministers]. The meetings were difficult. They were tense. There were strong disagreements,” Long said.

“There were some sort of veiled and not so veiled threats it would affect relations not just with the UK, but the European Union, including when Ecuador wanted to sign a trade deal with the European Union. None of this was in writing but it was implied ... The UK wanted us to chuck him out of the embassy. That is pretty much what was required of us.”

Assange became a naturalised Ecuadorian citizen in December, having spent more than five years in the embassy. On top of that, the Ecuadorian government offered him a position in December as a senior diplomat, complete with salary, which he accepted. But the UK Foreign Office refuses to recognise his status.


From: "Treatment of Assange is unjust, says former Ecuador minister" (Wed 16 May 2018 12.57 BST)
Source: https://www.theguardian.com/world/2018/may/16/julian-assange-treatment-irresponsible-ecuador-foreign-minister-guillaume-long