Author Topic: Anarchie (Versuche zur Herrschaftlosigkeit)...  (Read 3414 times)

Link

  • Global Moderator
  • Hero Member
  • *****
  • Posts: 2059
    • View Profile
Anarchie (Versuche zur Herrschaftlosigkeit)...
« on: December 27, 2008, 11:24:20 PM »
Anarchismus (abgeleitet von griechisch ἀναρχία „Herrschaftslosigkeit“; Derivation aus α privativum und ἀρχή, „Herrschaft“) ist eine politische Ideenlehre und Philosophie, die Herrschaft von Menschen über Menschen und jede Art von Hierarchie als Form der Unterdrückung von individueller und kollektiver Freiheit ablehnt. Daher wird von seinen Anhängern eine anarchistische Gesellschaft als freiwilliger Zusammenschluss von selbstbestimmten Individuen und Kollektiven propagiert. Unter der Anarchie in diesem Verständnis wird damit die Aufhebung hierarchischer Strukturen in einem umfassenden Sinn – bis hin zur Auflösung der staatlichen Organisiertheit der menschlichen Gesellschaft – verstanden. ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Anarchismus


Diese Kategorie dient für Personen, die Schriften vorgelegt und Taten ausgeführt haben, die mit dem Anarchismus im Zusammenhang stehen. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Person_des_Anarchismus


Bibliothek der Freien
http://www.bibliothekderfreien.de/

Jörg Bergstedt (* 2. Juli 1964 in Bleckede) ist ein Ökoaktivist, Buchautor und Anarchist aus Mittelhessen (Reiskirchen/Saasen).
http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_Bergstedt

Die Anarchopedia ist das offene Wissensportal von AnarchistInnen für AnarchistInnen und am Anarchismus interessierte Personen...
http://deu.anarchopedia.org/Hauptseite

Robert Anton Wilson (eigentlich Robert Edward Wilson; * 18. Januar 1932 in Brooklyn; † 11. Januar 2007 in Capitola bei Santa Cruz, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Bestsellerautor, Philosoph und Anarchist. Berühmt wurde er unter anderem durch seine Romantrilogie Illuminatus! - Inhaltlich pflegte Wilson ein breites Spektrum von Sujets aus der Quantenmechanik, der Drogen-Subkultur und der Welt der geheimen Initiationsorden. Sein immer wiederkehrendes Thema ist dabei die Relativität der Wahrheit und der Grenzbereich zwischen Rauschzuständen und mystischen Erfahrungen. Dies brachte auch ein Interesse an solchen Phänomenen mit sich, die sich in das bestehende Wissenssystem nicht einordnen lassen. Er betonte in Referenz auf Alfred Korzybski oft, dass unsere Vorstellungen von der Welt nur eine Annäherung an diese darstellen. Er warb daher stets für eine Form von grundsätzlichem Agnostizismus, die er als Modell-Agnostizismus bezeichnete. Dieser sollte unter anderem Menschen bei ihrer "Selbst-Programmierung" hin zu größerer Bewusstheit und Freiheit unterstützen. Eines seiner Mittel war die Erschütterung vertrauter Weltbilder. Vieles in seinen Büchern dient der Verunsicherung des Lesers. Er versucht, seinen Lesern ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber allen „Autoritäten“, seine eigenen Ideen eingeschlossen, nahezubringen.
Schon in den 1980ern entwarf Wilson Ideen zu einem heute immer breiter diskutierten Bedingungslosen Grundeinkommen, wobei er als Endstufe große Investitionen auf dem Gebiet der Erwachsenenbildung vorschlug [4]. Er sah auch das Internet als eines der bedeutendsten Werkzeuge zur Weiterentwicklung der menschlichen Intelligenz an. Wer einer solchen Menge sich widersprechender Signale ausgesetzt ist, muss früher oder später beginnen, selbst zu denken, so folgert er mit Augenzwinkern.
http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Anton_Wilson


"Anarchie als praktische Herausforderung"
Horst Stowassers Lesebuch "Anarchie!" informiert über Idee, Geschichte und Perspektive der Idee des Anarchismus
Von H.-Georg Lützenkirchen - Besprochene Bücher / Literaturhinweise
literaturkritik.de » Nr. 2, Februar 2008 » Politik und Geschichte
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=11579


Horst Stowasser (* 7. Januar 1951 in Wilhelmshaven) ist Autor und Anarchist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Horst_Stowasser


Michail Alexandrowitsch Bakunin
Bakunins politische und philosophische Positionen veränderten sich im Laufe seines Lebens: Als junger Mann vertrat er stark religiös geprägte und panslawistische Ansichten, kehrte später davon ab und entwickelte auf der Basis des erkenntnistheoretischen Materialismus die Idee eines anti-autoritären Sozialismus und kollektivistischen Anarchismus. Dieses Gemeinschaftswesen sollte ein Leben in größtmöglicher Autonomie und Chancengleichheit ermöglichen, und ein Tauschsystem etablieren, welches jedem Menschen den vollen Anteil am Produkt seiner eigenen Arbeit garantiert. Der Wandel zum Anarchisten zeichnet sich in den Schriften ab, die er von 1864 bis 1867 verfasste, also seiner Zeit in Italien. Dort formulierte er bereits seine Ideen, für die er in der Internationale einstand und die er in Gott und der Staat oder Staatlichkeit und Anarchie niederschrieb. Dennoch strebte Bakunin keine ausgearbeitete Theorie an, „denn jede absolute Theorie wird nie verfehlen, in praktischen Despotismus und Ausbeutung umzuschlagen.“ ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Michail_Alexandrowitsch_Bakunin

Projekt Revolutionäre Perspektive
http://prp-hamburg.org/

Als Anarchistische Gruppe Neukölln haben wir drei öffentliche Termine in der Friedel 54.
Jeden 3. Dienstag im Monat machen wir eine Küche für Alle, bei der wir meistens einen Film bzw. eine Doku im Kinoraum zeigen.
https://anarchistischegruppe.noblogs.org/

Anarchistisch-pazifistische Monatszeitung für eine gewaltfreie, herrschaftslose Gesellschaft.
http://www.graswurzel.net/


The scope of the Anarchist Library project is enormous. It will be a central website for all anarchist texts. Our collection eventually will consist of every digitally-available anarchist book, essay, story and article. We will be using only Free Software and Open Formats to produce typographically accurate, easy to parse, clean textual treatments of anarchist texts. ...
http://theanarchistlibrary.org/


Zusammengestellt werden diese Seiten von einem lockeren libertären Zusammenhang von Menschen aus dem Rhein-Main-Gebiet. Einige von uns waren aktiv beim Libertäres Forum Frankfurt, das sich als öffentlich ansprechbare Gruppe im Jahre 1997 auflöste, bzw. bei der FAU Frankfurt. Beide Gruppen waren im Trägerkreis des libertären Treffs DEZENTRAL, Frankfurt/Main. Das DEZENTRAL wurde Ende Mai 1999 aufgelöst. Die Freie Arbeiterinnen und Arbeiter Union (FAU), Ortsgruppe Frankurt trifft sich jeden Sonntag ab 19 Uhr in der Mühlgasse 13, 60486 Frankfurt-Bockenheim. ...
http://www.anarchismus.de/
« Last Edit: June 26, 2018, 09:46:31 AM by Link »

Link

  • Global Moderator
  • Hero Member
  • *****
  • Posts: 2059
    • View Profile
Anarchie :: Versuche zur Herrschaftlosigkeit...
« Reply #1 on: May 11, 2010, 04:52:40 PM »
Hans Manfred Bock – Syndikalismus und Linkskommunismus von 1918-1923 (1969)
31. Juli 2010, eBooks, Anarchismus und Syndikalismus
http://raumgegenzement.blogsport.de/2010/07/31/ein-klassiker-hans-manfred-bock-linkskommunismus-und-syndikalismus-1969/

---

"Wehe dem Menschen, der verstockt auf einem Standpunkt steht! Er wächst darauf fest, und seinem Geiste knicken die Schwingen ab." - Brevier für Menschen. In: Sammlung 1898-1928. Berlin: J. M. Spaeth Verlag, 1928. S. 232

Erich Kurt Mühsam (* 6. April  1878 in Berlin; † 10. Juli 1934  in Oranienburg) war ein deutscher politischer Aktivist, Anarchist, Publizist  und Schriftsteller. Nach einflussreicher politischer und publizistischer Tätigkeit wurde er von den Nationalsozialisten im KZ Oranienburg ermordet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Erich_M%C3%BChsam


Erich Mühsam, 1878 bis 1934, Dichter und Anarchist. Erich Mühsam war führend beteiligt an der anarchistischen Münchner Räterepublik, verbrachte danach mehrere Jahre in Festungshaft. Erich Mühsam kämpfte in der Weimarer Republik in der Roten Hilfe für die Freilassung politischer Gefangener. In der Nacht des Reichstagsbrandes wurde er verhaftet. In der Nacht vom 9. zum 10. Juli 1934 wurde er von der bayerischen SS-Wachmannschaft des KZ Oranienburg ermordet.
http://www.muehsam.de/


"Zeitreisen: Rebell im Familienidyll" von Lea Albring am 24. März 2016
Wer sich fügt, der lügt: der Schriftsteller und Aktivist Erich Mühsam hat diesen Satz in radikaler Konsequenz gelebt. 1934 wurde er im KZ Oranienburg ermordet. Zuvor verbrachte er seine letzten Jahre in Neukölln. Ein Blick auf seine Britzer Zeit – und das grausame Danach. ...
http://www.neukoellner.net/zeitreisen/rebell-im-familienidyll/
« Last Edit: March 24, 2016, 01:05:54 PM by Link »

Link

  • Global Moderator
  • Hero Member
  • *****
  • Posts: 2059
    • View Profile
Anarchie :: Versuche zur Herrschaftlosigkeit...
« Reply #2 on: May 11, 2010, 05:11:48 PM »
Otto Hans Adolf Gross (* 17. März 1877  in Gniebing bei Feldbach, Steiermark; † 13. Februar 1920 in Berlin) war ein österreichischer  Psychiater, Psychoanalytiker und Anarchist. Gerhard M. Dienes, Kurator der Grazer Ausstellung Die Gesetze des Vaters, kommentiert zusammenfassend das organisierte Vergessen:
    "Otto Gross gehörte dem Kreis von Freuds abgefallenen Schülern an. Er stellte nicht die Sexualität, sondern deren Konfliktsmodelle (sic!) in das Zentrum der Psychoanalyse. Er war es, der die gesellschaftliche und politische Bedeutung der Psychoanalyse lange vor Wilhelm Reich in den Vordergrund gestellt hat. Er war der erste Gesellschaftskritiker unter den Psychoanalytikern."
Aber auch Anarchisten und Literaten, die zu Gross' Lebzeiten mit ihm in Kontakt standen, diskutierten seine Ideen nicht weiter. Zwar plante Franz Jung schon für das Jahr 1923 eine Ausgabe der Schriften von Otto Gross im Berliner Verlag Erich Reiss. Für die Sammlung verfasste er sogar ein Vorwort unter dem Titel Von geschlechtlicher Not zur sozialen Katastrophe. Das Buchprojekt kam nicht zustande.
Ein halbes Jahrhundert später traf es den Berliner Antiquar Hansjörg Viesel „wie ein Schlag“, als er nach vielen Jahren gründlicher Befassung mit der Geschichte des Anarchismus ausgerechnet in einem Buch von Carl Schmitt das erste Mal auf den Namen Otto Gross stieß:
    "Jede Souveränität handelt, als wäre sie unfehlbar, jede Regierung ist absolut − ein Satz, den ein Anarchist, wenn auch aus ganz anderer Absicht, wortwörtlich ebenso hätte aussprechen können... Alle anarchistischen Lehren, von Babeuf bis Bakunin, Kropotkin und Otto Groß (sic!), drehen sich um das eine Axiom: le peuple est bon et le magistrat corruptible." ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Gross


International Otto Gross Society
Who was Otto Gross? - Some praised Otto Gross (1877-1920) as a highly gifted analyst, a brilliant scholar and philosopher while others had him committed as a dangerous lunatic and had him declared legally incompetent for the rest of his life. ...
http://www.ottogross.org/

« Last Edit: June 30, 2015, 02:46:06 PM by Link »

Link

  • Global Moderator
  • Hero Member
  • *****
  • Posts: 2059
    • View Profile
Versuche zur Herrschaftlosigkeit...
« Reply #3 on: September 12, 2012, 10:02:08 PM »
Voltairine de Cleyre (* 17. November 1866 in Leslie, Michigan; † 20. Juni 1912 in Chicago) war eine US-amerikanische Autorin und Anarchistin. ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Voltairine_de_Cleyre


Anarchismus ohne Adjektive (von sp. anarquismo sin adjetivos) bezieht sich in den Worten des Historikers Esenwein auf eine „Form des Anarchismus' ohne Bindestrich, also eine Lehre ohne beschreibendes Etikett wie kommunistisch, kollektivistisch, mutualistisch oder individualistisch. Andere verstanden darunter, die Koexistenz der verschiedenen anarchistischen Schulen zu tolerieren.“ ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Anarchismus_ohne_Adjektive



Unter Postanarchismus werden verschiedene theoretische Auseinandersetzungen mit poststrukturalistischen und postmodernen Theorien aus anarchistischer Perspektive zusammengefasst. Der Postanarchismus stellt keine kohärente Theorie dar, sondern umfasst wie der Poststrukturalismus (Michel Foucault, Gilles Deleuze), der Postfeminismus (Judith Butler) und der Postmarxismus (Ernesto Laclau, Chantal Mouffe) eine ganze Reihe unterschiedlicher theoretischer Auseinandersetzungen.
Das Präfix Post steht für eine Infragestellung und Verwerfung von einigen Grundannahmen des klassischen Anarchismus. Anarchistische Ziele werden nicht aufgegeben, sondern es geht darum „die gesellschaftlichen Transformationen der letzten Jahrzehnte, die neuen Erkenntnisse und gesellschaftlichen Diskurse kritisch zu reflektieren.“...
http://de.wikipedia.org/wiki/Postanarchismus

Postanarchismus setzt sich mit poststrukturalistischen und postmodernen Theorien aus anarchistischer Perspektive auseinander. Es geht dabei um eine Aktualisierung anarchistischer Theorie und Praxis. ...
http://www.postanarchismus.net/

anarchistische föderation berlin
http://afb.blogsport.de/

Forum deutschsprachiger Anarchist*innen
organisiert in der Internationale der anarchistischen Föderationen
http://fda-ifa.org/

Das A-​Ra­dio ist ein Zu­sam­men­schluss ver­schie­de­ner Ber­li­ner An­ar­chis­t_in­nen, die ge­mein­sam Ra­dio­bei­trä­ge mit li­ber­tä­ren In­hal­ten er­stel­len. Wir ori­en­tie­ren uns dabei an den Grund­sät­zen der ge­gen­sei­ti­gen Hilfe und So­li­da­ri­tät sowie des Wi­der­stands gegen jede Form von Dis­kri­mi­nie­rung, Un­ter­drü­ckung und Herr­schaft. ...
http://aradio.blogsport.de/



« Last Edit: December 31, 2013, 03:47:59 PM by lemonhorse »

Link

  • Global Moderator
  • Hero Member
  • *****
  • Posts: 2059
    • View Profile
David Graeber...
« Reply #4 on: November 01, 2012, 05:01:50 PM »
David Rolfe Graeber (* 12. Februar 1961) ist ein amerikanischer Ethnologe und Anarchist. Er lehrt am Goldsmiths College der University of London.
David Graeber ist Autor von Fragments of an Anarchist Anthropology (dt. Fragmente einer anarchistischen Anthropologie, erschienen als Frei von Herrschaft) und Towards an Anthropological Theory of Value: The False Coin of Our Own Dreams (dt. In Richtung einer anthropologischen Theorie des Werts: Die falsche Münze unserer Träume). Ausgiebige Feldforschungen in Madagaskar resultierten in seiner Doktorarbeit The Disastrous Ordeal of 1987: Memory and Violence in Rural Madagascar (dt. Die katastrophale Tortur von 1987: Erinnerung und Gewalt im ländlichen Magadaskar), in der Graeber sich mit der anhaltenden sozialen Spaltung zwischen den Nachfahren des Adels und den Nachfahren ehemaliger Sklaven befasst. Seit Mai 2005 arbeitete Graeber an der Herausgabe zweier Bücher: Reinventing Revolution (dt. Revolution neu erfinden, erschienen als Kampf dem Kamikaze-Kapitalismus) und Direct Action: An Ethnography (dt. Direkte Aktion: Eine Ethnografie).
Graeber ist ein bekannter sozialer und politischer Aktivist, der an den Protesten des Weltwirtschaftsforums in New York City (2002) teilnahm. Darüber hinaus ist er Mitglied der Gewerkschaft Industrial Workers of the World und der Internationalen Organisation für eine Partizipatorische Gesellschaft ...
https://de.wikipedia.org/wiki/David_Graeber

https://en.wikipedia.org/wiki/David_Graeber


-.-

David Graeber "Das ist purer wirtschaftlicher Sadismus"
In der Euro-Krise gibt es kein ökonomisches, sondern vor allem ein moralisches Problem, sagt der Anarchist David Graeber. Der Schuldenkapitalismus ist für ihn am Ende.  Von David Hugendick
http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-07/david-graeber

-.-

"Revolution noch ohne Megaphon" Von Felix Stephan (01.11.2012)
Die westliche Ideologie des Marktes basiert auf falschen Grundannahmen: David Graebers Studie "Die falsche Münze unserer Träume" weist den Weg zu Occupy. ...
http://www.zeit.de/kultur/literatur/2012-10/David-Graeber-Die-falsche-Muenze-unserer-Traeume

Wert, Tausch und menschliches Handeln
David Graeber, Vordenker der Occupy-Bewegung und Autor von »Schulden. Die ersten 5000 Jahre«, gilt als »Mann der Stunde« (FAS). Seine Bücher verbinden politisches Engagement, Gesellschaftstheorie und ethnologische Perspektive auf höchst anregende Weise. Mit »Die falsche Münze unserer Träume« liefert Graeber das Gegenstück zu »Schulden«, indem er den »Wert« ins Zentrum menschlichen Handelns stellt. Ob in der Anhäufung von Reichtum oder in dessen bewusster Zerstörung, ob altruistisch gewendet, ob als Geschenk oder im Gabentausch: um das, was Wert ausmacht, bilden sich Gesellschaften und Machtbeziehungen aus.
Graeber benennt damit das Kernproblem gegenwärtiger Sozialtheorien, die im Angesicht des Neoliberalismus und der alles dominierenden Marktideologie Schiffbruch erlitten haben. ...

http://www.diaphanes.net/buch/detail/1681



« Last Edit: February 19, 2013, 09:37:28 PM by lemonhorse »

Link

  • Global Moderator
  • Hero Member
  • *****
  • Posts: 2059
    • View Profile
Versuche zur Herrschaftlosigkeit...
« Reply #5 on: February 19, 2013, 09:37:05 AM »
The goal of anarchistnews.org is to provide a non-sectarian source for news about and of concern to anarchists
http://anarchistnews.org/


-.-

Ernst Friedrich (* 25. Februar 1894 in Breslau; † 2. Mai 1967 in Le Perreux-sur-Marne, Frankreich) war ein anarchistischer Pazifist (vgl. auch Anarchopazifismus). ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Friedrich

http://www.anarchismus.at/texte-antimilitarismus/332-ein-portrait-des-anarchisten-und-widerstandskaempfers-ernst-friedrich

-.-

Anarchie in Leipzig
http://ainleipzig.blogsport.de/

-.-

Der Karin Kramer Verlag (KKV) ist ein anarchistischer Verlag in Berlin-Neukölln. Betrieben wurde er bis 2014 von Karin Kramer und Bernd Kramer. ...
http://www.karin-kramer-verlag.de/

http://dadaweb.de/wiki/Karin_Kramer_-_Gedenkseite

http://www.dadaweb.de/wiki/Bernd_Kramer_-_Gedenkseite

http://www.graswurzel.net/302/karinkramer.shtml

---

"Horst Stowasser in Gedenken" (Sonntag, 30. August 2015)
Geschrieben von Thomas Trueten in Antirepression, Kapitalismus, Parlamentarismus, Perspektive und Befreiung
Heute vor 6 Jahren starb Horst Stowasser, wohl einer der bekanntesten Anarchisten Deutschlands der jüngeren Zeit. Wir hatten an dieser Stelle bereits mit einer Lesung aus seinem Hauptwerk: "Anarchie!: Idee - Geschichte - Perspektiven" sowie einem Gespräch über Anarchie als Utopie von morgen im Rahmen des Interpenetration Festivals von chmafu nocords an ihn erinnert. Er hielt kurz vor seinem unerwarteten Tod einen Vortrag über Kapitalismus und Anarchismus in Mainz, der ein Vorgriff auf die aktuellen Ereignisse in Griechenland ist. ...
http://www.trueten.de/permalink/Horst-Stowasser-in-Gedenken.html

---


"Mein Christian Klar" Veröffentlicht am 20. Dezember 2008 von Aro Kuhrt
Damals sah ich mich als jemand, der im Widerstand steht. Hausbesetzungen waren nur eine Sache. Ich kämpfte mit gegen die Startbahn West am Frankfurter Flughafen, gegen Atomlager, sprühte Parolen an Bundeswehrkasernen, schmiss Steine gegen Polizisten, Straßenschlachten kamen immer wieder vor. Berlin, Hamburg, Freiburg, Zürich, Kopenhagen, gegen Nazis, Spekulanten, Soldaten, Atomenergie, Bullen, unsere Feindbilder waren vielfältig und sie waren überall. Aber es gab immer eine Grenze: Niemals wollte ich einen Menschen töten. Und auch in den Untergrund würde ich nicht gehen, jedenfalls nicht freiwillig. Auch mit der Kommunismus-Propaganda der RAF wollte ich nichts zu tun haben, ich sah mich eher als Anarchist, der Parteien und Führerprinzip ablehnt. Für Kadergruppen war ich sowieso viel zu chaotisch und undiszipliniert. ...
http://www.berlinstreet.de/1207
« Last Edit: September 21, 2016, 12:14:23 PM by Link »

Link

  • Global Moderator
  • Hero Member
  • *****
  • Posts: 2059
    • View Profile
Anarchie (Versuche zur Herrschaftlosigkeit)...
« Reply #6 on: June 08, 2017, 09:57:20 AM »
"Pank’s not dead" Sebastian Weirauch (31.05.2017)
Tim Mohrs Geschichte des Punk in der DDR beginnt nicht in der Drohkulisse des real existierenden Sozialismus, sondern im pulsierenden Osten Berlins kurz nach der Wende. Den hat der Autor kennengelernt, als er 1992 als DJ in die Hauptstadt kam: „Die Partys dauern bis in die frühen Morgenstunden, bald wird es wieder Nacht, und die Leute tanzen einfach weiter. Wir tanzen weiter“. Für Mohr ist klar, dass Punk der Taktgeber Berlins war und auch heute noch ist. Überall wittert er das Erbe einer Do-it-yourself-Kultur, die sich die Punks der DDR erkämpft haben. Diesen Kampf dokumentiert Mohr, vom ersten Auftauchen der als „Panks“ bezeichneten Jugendlichen in den 1970er Jahren über ihre Konflikte mit dem Staat bis hin zum Fall der Mauer in seinem 560 Seiten starken Buch Stirb nicht im Warteraum der Zukunft.
Im Vordergrund stehen dabei Akteure: Die junge „Major“ zum Beispiel, die nicht in die Bundesrepublik flieht, sondern die Sex Pistols für sich entdeckt. „Micha“, der statt Marx den Anarchisten Bakunin liest und aneckt, weil er sich über die Diskriminierung einer Christin in der Freien Deutschen Jugend empört. Oder „Otze“, der für die LP DDR von unten nur knapp einer zehnjährigen Gefängnisstrafe entgeht. Wer in der DDR Punk war, wurde von Polizei und Staatssicherheit verhaftet, verhört, geschlagen und manchmal auch zwangspsychiatrisiert. ...
Stirb nicht im Warteraum der Zukunft. Die ostdeutschen Punks und der Fall der Mauer fügt der Fachliteratur zum Thema wenig Neues hinzu. Ausgiebig dokumentiert wurde die Szene bereits in dem beim Verbrecher-Verlag erschienenen Ausstellungskatalog Too much future – Punk in der DDR von 2005. Auch der Band Wir wollen immer artig sein – Punk, New Wave, HipHop und Independent-Szene in der DDR 1980-1990, den Ronald Galenza und Heinz Havemeister 1999 bei Schwarzkopf & Schwarzkopf veröffentlicht haben und der vor kurzem in einer erweiterten Neuauflage erschienen ist, ist einschlägig.
Mohrs Werk demgegenüber gelingt es, verstreute Informationen, Dokumente, Fotografien und neues Interviewmaterial auf eingängige Weise zu bündeln.
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/pank2019s-not-dead