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Geopolitik wird häufig als Synonym für das raumbezogene, außenpolitische Agieren von Großmächten im Rahmen einer Geostrategie bezeichnet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Geopolitik

Als Großmacht bezeichnet man einen Staat, der einen wesentlichen geopolitischen Einfluss hat. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fmacht

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Kalter Krieg wird der Konflikt zwischen den Westmächten unter Führung der Vereinigten Staaten von Amerika und dem sogenannten Ostblock unter Führung der Sowjetunion genannt, den diese von 1947 bis 1989 mit nahezu allen Mitteln austrugen. Zu einer direkten militärischen Auseinandersetzung zwischen den Supermächten USA und Sowjetunion und ihren jeweiligen Militärblöcken kam es jedoch nie. Der Kalte Krieg trat als Systemkonfrontation zwischen Kapitalismus und Kommunismus in Erscheinung und bestimmte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts weltweit Außen- und Sicherheitspolitik. Dabei wurden jahrzehntelang auf beiden Seiten politische, wirtschaftliche, technische und militärische Anstrengungen unternommen, um den Einfluss des anderen Lagers weltweit einzudämmen oder zurückzudrängen. Als Synonym für diese Ära des 20. Jahrhunderts wird auch die Bezeichnung Ost-West-Konflikt verwendet ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Kalter_Krieg

https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Kalter_Krieg


"70 SPIEGEL-Jahre Kalter Krieg - das lange Ringen zwischen Ost und West" Konstantin von Hammerstein (30.12.2016)
... Der Antagonismus des Kalten Krieges schärft die Konturen, die innenpolitische Debatte wird von den Parteien, aber auch von Blättern wie dem SPIEGEL, mit einer Härte geführt, die heute kaum noch vorstellbar ist. Von den Vierzigerjahren an stehen sich die ehemaligen Weltkriegsalliierten USA und Sowjetunion in einem tödlichen Patt gegenüber. Ein "Eiserner Vorhang" sei vor der sowjetischen Front niedergegangen, schreibt der britische Premier Winston Churchill am 12. Mai 1945 in einem Telegramm an den neuen US-Präsidenten Harry S. Truman, "was dahinter vorgeht, wissen wir nicht". ...
http://www.spiegel.de/einestages/70-jahre-spiegel-kalter-krieg-das-ringen-zwischen-ost-und-west-a-1130398.html


Als Eiserner Vorhang wird in Politik und Zeitgeschichte nach dem Namensgeber aus dem Theaterbau sowohl der ideologische Konflikt als auch die physisch abgeriegelte Grenze bezeichnet, durch welche Europa in der Zeit des Kalten Krieges geteilt war. Er bildete bis zum Jahr 1989 die Trennlinie zwischen den kapitalistisch orientierten Staaten im Westen (unter Dominanz der USA) und den planwirtschaftlich geleiteten, sozialistischen Staaten im Osten (unter Dominanz der UdSSR). Die innerdeutsche Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR und somit die Berliner Mauer war Teil des Eisernen Vorhangs. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Eiserner_Vorhang

https://de.wikipedia.org/wiki/Ostblock


Der Warschauer Pakt – eine im Westen gebräuchliche Bezeichnung, im offiziellen Sprachgebrauch der Teilnehmerstaaten Warschauer Vertrag genannt – war ein von 1955 bis 1991 bestehender militärischer Beistandspakt des sogenannten Ostblocks unter der Führung der Sowjetunion. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Warschauer_Pakt


Bald nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs traten die Gegensätze zwischen den ehemaligen Teilnehmermächten der Anti-Hitler-Koalition – der UdSSR auf der einen und den westlichen Siegermächten Vereinigtes Königreich, Frankreich und USA auf der anderen Seite – klar zutage. Bereits mit dem Brüsseler Vertrag vom 17. März 1948 schlossen sich die westeuropäischen Länder Frankreich, das Vereinigte Königreich, die Niederlande, Belgien und Luxemburg zu einem Bündnis für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Zusammenarbeit sowie zur kollektiven Selbstverteidigung zusammen. Dieses Bündnis war nominell noch als Beistandspakt gegen eine erneute deutsche Aggression vorgesehen. Im März 1947 hatten die USA die britische Schutzmachtrolle über Griechenland und die Türkei übernommen, um einer sowjetischen Machtausweitung entgegenzuwirken. Mit dem Februarumsturz in der Tschechoslowakei und der Berlin-Blockade 1948 rückte in Westeuropa eine mögliche militärische Bedrohung durch den von der Sowjetunion angeführten kommunistischen Ostblock ins Blickfeld. Die westeuropäischen Staaten wandten sich nun an die USA mit der Bitte um militärischen Beistand gegen eine mögliche sowjetische Aggression. ... Durch die Unterzeichnung der Pariser Verträge am 23. Oktober 1954 im Zuge der Westintegration der Bundesrepublik Deutschland wurde diese zum Beitritt eingeladen, der kurz nach Inkrafttreten der Verträge in einer Beitrittszeremonie im Pariser Palais de Chaillot am 9. Mai 1955 feierlich vollzogen wurde. Am 14. Mai 1955 wurde wegen dieses NATO-Beitritts der Warschauer Pakt gegründet. Am 15. Mai 1955 wurde der Österreichische Staatsvertrag in Wien unterzeichnet, der die Souveränität des Staates wiederherstellte und bis Oktober 1955 zum Abzug der Besatzungstruppen führte. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/NATO (15. März 2017)



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Konkrete Utopie ist ein von dem Philosophen Ernst Bloch gebildeter Begriff, mit dem der Zustand nach einer real möglichen Gesellschaftsveränderung gemeint ist. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Konkrete_Utopie

Ernst Bloch (Ernst Simon Bloch; * 8. Juli 1885 in Ludwigshafen am Rhein; † 4. August 1977 in Tübingen) war ein deutscher Philosoph. [ ... Ernst Bloch ist der Philosoph der „konkreten Utopien“, der Tagträume, des Prinzips der Hoffnungen. Im Zentrum seines Denkens steht der über sich hinausdenkende Mensch. Das Bewusstsein des Menschen ist nicht nur das Produkt seines Seins, es ist vielmehr mit „Überschuss“ ausgestattet. Dieser „Überschuss“ findet seinen Ausdruck in den sozialen, ökonomischen und religiösen Utopien, in der bildenden Kunst, in der Musik und in den Tagträumen. ...] ... der ungarische Volksaufstand 1956 brachte den überzeugten Marxisten Bloch auf Gegenkurs zum SED-Regime: Seine letzte Vorlesung am 17. Dezember 1956 behandelte die „Probleme der Fortentwicklung des Marxismus nach Marx“, für die Partei galt der historische und dialektische Materialismus jedoch als unveränderbar und abgeschlossen. Weil er seine humanistischen Freiheitsideen lehrte, wurde er 1957 aus politischen Gründen – nicht wegen seines Alters von 72 Jahren – emeritiert. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Bloch

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"Der Denker als Grenzgänger" Werner Jung (2015)
Leo Koflers Philosophie der Praxis in der Betrachtung von Christoph Jünke.
Christoph Jünke: Leo Koflers Philosophie der Praxis. Eine Einführung in sein Denken.
LAIKA-Verlag GmbH & Co. KG, Hamburg 2015, 231 Seiten, ISBN-13: 9783944233338

http://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=22350

Leo Kofler (* 26. April 1907 in Chocimierz bei Stanisławów, Ost-Galizien, Österreich-Ungarn, heute: Ukraine; † 29. Juli 1995 in Köln)
https://de.wikipedia.org/wiki/Leo_Kofler

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Erweiterte Gehirn Erkundschaftungen / Marvin Minsky...
« on: September 06, 2016, 12:19:37 PM »
Marvin Lee Minsky (* 9. August 1927 in New York) ist ein US-amerikanischer Forscher auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz...
http://de.wikipedia.org/wiki/Marvin_Minsky


The Society of Mind (wörtlich: Die Gesellschaft des Geistes, deutscher Titel: Mentopolis) ist der Titel eines Buches und einer Theorie von Marvin Minsky.
Minsky entwickelt in einem Schritt-für-Schritt-Prozess ein umfassendes Modell menschlicher Intelligenz, und versucht dieses auf das Feld der Künstlichen Intelligenz zu übertragen. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/The_Society_of_Mind


Marvin Minsky - What are Possible Worlds?
Possible worlds' are all the ways in which a world can be. A 'world' is a complete state of cosmic affairs: all the infinite variations of innumerable parts and their myriad relationships. ...
https://www.youtube.com/watch?v=PUbANEalnzc


Marvin Minsky (August 9, 1927 – January 24, 2016) reflects on a lifetime in the field he helped start, Artificial Intelligence, over the course of a 5+ hour interview.
https://www.youtube.com/watch?v=xiUuQSCR4h8


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Literatur (Zum ORT im wORT) / Bücherläden ...
« on: July 28, 2016, 05:33:30 PM »
Buchladen Zapata (Wilhelmplatz 6 24116 Kiel)
http://www.zapata-buch.de/ | https://www.genialokal.de/buchhandlung/kiel/zapatabuch/

b_books
lübbenerstr. 14   .  10997 berlin
mo-fr 12-19 h
sa 12-17 h
http://www.b-books.de/

ANTIQUARIAT BÜCHERWURM
Antiquariat Bücherwurm, 24103 Kiel, Knooperweg 28
http://www.buecherwurm-kiel.de/

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Erweiterter Machtdiskurs (Politik) / Humanismus & Freidenker...
« on: July 21, 2016, 02:55:04 PM »
Freidenker ist eine Bezeichnung für Menschen, die für eine selbständige und selbstverantwortliche Lebensgestaltung im Sinne der Aufklärung eintreten und jeden religiösen Glauben, Gottesglauben und kirchliche Dogmen ablehnen, oder allgemeiner, sich als Atheisten, Agnostiker, Skeptiker und säkulare Humanisten verstehen. ... Die deutsche Übertragung von Freethinker zu Freidenker, die 1715 durch Gottfried Wilhelm Leibniz erfolgte, verband sich im Laufe des 18. Jahrhunderts mit dem schon bekannten Begriff Freigeist.[4] Die Begrifflichkeit blieb jedoch relativ diffus. ...Bereits am 28. März 1931 schränkte die „Verordnung des Reichspräsidenten zur Bekämpfung politischer Ausschreitungen“ die Wirkungsmöglichkeiten des kommunistischen Freidenkertums in Deutschland stark ein. Eine weitere Verordnung vom 3. Mai 1932 verbot die kommunistischen Verbände mit dem Vorwurf der „Gottlosenpropaganda“ ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Freidenker


Humanisten im Fokus - Zerstörte Vielfalt
Die Ausstellung Humanisten im Fokus - Widerstand einer vielfältigen Bewegung und ihre Verfolgungsgeschichte entstand im Rahmen des Themenjahres Zerstörte Vielfalt, Berlin 1933-1938-1945, das der von den Nationalsozialisten zerstörten gesellschaftlichen und kulturellen Vielfalt Berlins gedenkt. Sie stellt das Leben von Berliner Humanisten in den Mittelpunkt, die sich - anders als viele der heute bekannten und geehrten Widerstandskämpfer - von Anfang an gegen das NS-Regime auflehnten. Bisher wurden Humanisten von der historischen Forschung pauschal dem Widerstand der Arbeiterbewegung zugerechnet, die Motivation für ihr Handeln aus ihrer humanistischen Grundhaltung heraus nicht ausreichend gewürdigt. Diese Ausstellung will das ändern und betrachtet zugleich das Wirken und Handeln der humanistischen Bewegung vor 1933 und ihre Zerschlagung. ...
http://www.zerstoerte-vielfalt-humanismus.de/


Der Humanistische Pressedienst (hpd) präsentiert aufklärerische, humanistische und freigeistige Positionen zu aktuellen Ereignissen. Das Internetportal will konfessionsfreien Menschen – in Deutschland ein Drittel der Bevölkerung – eine Stimme geben. Der hpd versteht sich als Plattform für das breite Spektrum säkularer Bestrebungen, mit deren Akteuren er bestens vernetzt ist und zu deren Meinungsbildung er beitragen möchte. Die Redaktion des hpd orientiert sich an einem wissenschaftlichen Weltbild, dem diesseitigen Leben und den Traditionen der Aufklärung. ...
http://hpd.de/


diesseits.de
Das humanistische Magazin

http://www.diesseits.de/


Humanistische Akademie Deutschland
Die Humanistische Akademie Deutschland (HAD) ist das Studien- und Bildungswerk des Humanistischen Verbandes Deutschlands (HVD), Bundesverband, und im März 2006 gegründet worden.
Sie ist eine Bundesakademie und ein Zusammenschluss von Einzelpersonen und Personenvereinigungen, die sich die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit grundlegenden Fragen von Natur, Mensch und Gesellschaft unter humanistischen Prinzipien zum Ziel gesetzt haben. ...

http://www.humanistische-akademie-deutschland.de/blog

http://www.humanistische-akademie-berlin.de/

Das Humanistische Selbstverständnis 2015 dient der Selbstverständigung des Humanistischen Verbandes Deutschlands (HVD) als Organisation in seiner jetzigen Phase der Entwicklung. Es soll dazu einladen, sich über Voraussetzungen, Grenzen und Perspektiven des organisierten Humanismus neue Gedanken zu machen. ...
http://www.humanismus.de/

Willkommen bei der wissenschaftlichen Zeitschrift „Humanismus aktuell (Internet)
http://www.humanismus-aktuell.de/

Partei der Humanisten
Wir sind die erste Partei der säkularen und evolutionären Humanisten.Unsere Politik stellt den Menschen über Dogmen und Ideologien und betont die individuelle Freiheit, eine soziale Gesellschaft und wissenschaftlichen Fortschritt.  ...
https://parteiderhumanisten.de/


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Erweiterter Machtdiskurs (Politik) / Hannah Arendt...
« on: June 27, 2016, 12:25:42 AM »
Hannah Arendt (geboren am 14. Oktober 1906 in Linden, heute ein Stadtteil von Hannover; gestorben am 4. Dezember 1975 in New York City, New York; eigentlich Johanna Arendt) war eine jüdische deutsch-amerikanische politische Theoretikerin und Publizistin. ... Es existiert keine philosophische oder politologische Schule, die sich auf Hannah Arendt beruft. Ihr weit verzweigtes Werk bietet die Möglichkeit, passende Versatzstücke für die Begründung der eigenen Position herauszugreifen. Nach eigener Auskunft war sie – anders als viele bedeutende intellektuelle Zeitgenossen – niemals Sozialistin oder Kommunistin, andererseits aber auch nicht durchgängig Zionistin und passte auch in kein anderes Schema hinein. Daher gab es lange Zeit nur wenige Wissenschaftler, wie Jürgen Habermas und Ernst Vollrath, die ihr Gesamtwerk ernst nahmen.
Dies hat sich in den letzten Jahren grundlegend geändert. In den Zeiten der Postmoderne werden ihr individuelles „Denken ohne Geländer“, ihre Ausführungen über Pluralität und Vielstimmigkeit eher geschätzt, auch weil – wie häufig angemerkt wird – ihr Denk- und ihr Lebensweg ein hohes Maß an Übereinstimmung aufweisen.[164] Etwa seit 1945 konnte Arendt in den USA durchgängig in großem Umfang publizieren, seit 1953 akademisch lehren und in der Öffentlichkeit eine bedeutende Stellung als politische Intellektuelle einnehmen, eine Tatsache, die Thomas Wild folgendermaßen kommentiert: „Eine «Karriere» dieser Art wäre für eine Frau in den Ländern des alten Europas zu jener Zeit kaum vorstellbar gewesen.“...
https://de.wikipedia.org/wiki/

https://de.wikipedia.org/wiki/Hannah_Arendt#Hauptwerke


Hannah Arendt "Zur Person" Interview, ARD 1964 (Günter Gaus im Gespräch mit Hannah Arendt)
https://youtu.be/dsoImQfVsO4

Sendung vom 28.10.1964 Arendt, Hannah
Günter Gaus im Gespräch mit Hannah Arendt
https://www.rbb-online.de/zurperson/interview_archiv/arendt_hannah.html


Hannah Arendt im Gespräch mit Joachim Fest (1964)
Vollständige Fassung. Joachim Fest hat zur selben Zeit wie Hannah Arendt "Eichmann in Jerusalem" sein Werk "Das Gesicht des Dritten Reiches" veröffentlicht, welches zu einem ähnlichen Schluss kam wie Arendt, nämlich dass man mit dem Problem konfrontiert sei, wie „so viel Unvermögen, so viel Durchschnittlichkeit und charakterliche Nichtigkeit“ mit den ungeheuren Verbrechen , die hiervon ausgingen, in einen begrifflichen Zusammenhang zu bringen sind.
Das Gespräch behandelt Themen wie die Definition eines neuen Verbrechertypus, welcher eben keine kriminelle Energie hat, sondern aus (oft blindem) Gehorsam handelt, es handelt von der Frage nach Verantwortung und Schuld in einem totalitären System, von Gerechtigkeit nach einem historischen Unrecht solchen Ausmasses, sowie von Gut und Böse als moralischen Urteilen. Dieses Gespräch wurde am 9. November 1964 im Südwestrundfunk (SWR) in der Reihe „Das Thema“ gesendet. ...
https://youtu.be/jF_UvHhbZIA


"Hannah Arendt - Wahrheit und Politik"
Quelle: BR-Archivband 69/15836/1-2; auch DRA Band-Nr. 86 U 4353/2
Ms. / Veröffentl.: Hörbuch „Von Wahrheit und Politik“ (1999); vollständige Fassung in: Philosophische Perspektiven (1969), S. 9-51, und verschiedene Nachdrucke

https://youtu.be/helZc310GBM


Hannah Arendt - Reflexionen über Bert Brecht (1969)
https://youtu.be/V3uNW7s5T8U


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Die Archäologie (gr. ἀρχαῖος archaios, ‚alt‘ und lógos ‚Lehre‘; wörtlich also ‚Altertümerkunde‘) ist eine Wissenschaft, die mit naturwissenschaftlichen und geisteswissenschaftlichen Methoden die kulturelle Entwicklung der Menschheit erforscht. Sie hat sich weltweit zu einem Verbund unterschiedlichster theoretischer und praktischer Fachrichtungen entwickelt. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Arch%C3%A4ologie

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Archäologie - Spektrum der Wissenschaft
http://www.spektrum.de/archaeologie

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"Weltkulturerbe Angkor Wat: Megacity Angkor Wat, größer als Berlin" (13.06.2016)
Eine Metropole im Dschungel: Der Archäologe Damian Evans hat die Ausmaße von Angkor Wat sichtbar gemacht. Die Stadt war womöglich der weltweit größte Ballungsraum im 12. und 13. Jahrhundert. ... Das größte religiöse Bauwerk der Welt im Dschungel von Kambodscha zu erkunden ist nichts für hitzeempfindliche Reisegruppen. Das Ausmaß der gigantischen Anlagen von Angkor Wat verlangt immer wieder lange Fußmärsche - bei 40 Grad und Luftfeuchtigkeit wie in der Sauna. Was sich dann offenbart, ist aber einzigartig...
http://www.tagesspiegel.de/kultur/weltkulturerbe-angkor-wat-megacity-angkor-wat-groesser-als-berlin/13727546.html

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"Ausgewählte "Feiertage" für Geeks und Nerds" Volker Zota (heise online, 24.05.2016)
Rechte und Pflichten von Geeks wurden sogar in einem Manifest verewigt, das unter anderem das Recht umfasst, Fußball oder Sport insgesamt nicht zu mögen, kaum Freunde zu haben und die Weltherrschaft zu übernehmen. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Zahlen-bitte-Nicht-vergessen-Morgen-ist-Geek-Pride-Day-3216297.html


Der Towel Day (dt. Handtuch-Tag) ist ein Gedenktag für den britischen Autor Douglas Adams. Der Towel Day findet seit 2001 alljährlich am 25. Mai statt. ... Bei der Auswahl des Termines spielte kein besonderes historisches Datum eine Rolle. Vielmehr war er ein Kompromiss aus dem Wunsch, möglichst bald nach dem Tod Douglas Adams’ diesen Gedenktag zu begehen, und der Notwendigkeit, genügend Vorlaufzeit zu haben, um die Nachricht um die Welt zu bekommen. Der 25. Mai hat sich seitdem als Gedenktag etabliert. Andere Termine, die eine Bedeutung in Bezug zu Douglas Adams haben, sind der 11. Februar (der 42. Tag des Jahres), sein Geburtstag (11. März) und sein Todestag (11. Mai). Diese wurden für 2002 als neue Termine des Towel Day diskutiert, aber nicht akzeptiert. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Towel_Day


Der Pi-Tag (englisch Pi Day) ist ein inoffizieller Feiertag, der zu Ehren der Kreiszahl Pi abgehalten wird. ... Der Pi-Tag wird traditionell mit dem gemeinsamen Verzehren von runden Kuchen begangen (im Englischen wird der griechische Buchstabe π lautgleich wie das englische Wort pie, Kuchen, ausgesprochen). ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Pi-Tag

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Architektur (Bauwerk & Raum) [Verortung] / Stadtgeschichte - New York
« on: April 18, 2016, 10:59:49 AM »
Nachdem 1524 Giovanni da Verrazano und 1609 Henry Hudson die Gegend des heutigen New Yorks erforscht hatten, siedelten ab 1610 niederländische Kaufleute an der Südspitze der Insel Manna-Hatta und bald darauf an der Westspitze von Long Island, dem heutigen Brooklyn. Erst 1626 kaufte Peter Minuit den Einheimischen, wahrscheinlich Lenni-Lenape-Indianern, die Insel „Manna-hatta“ für Waren im Wert von 60 Gulden ab. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/New_York_City


Going With Eddie
Documenting Bad Subway Behavior & Other CRAZY Happenings In NYC!
https://goingwitheddie.com/

Moment: New York
http://www.moment-newyork.de/

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Erweiterte Gehirn Erkundschaftungen / Alain Badiou...
« on: March 22, 2016, 10:41:31 AM »
Alain Badiou (* 17. Januar 1937 in Rabat) ist ein französischsprachiger, marxistisch bzw. kommunistisch orientierter Philosoph, Mathematiker und Autor von Dramen und Romanen. ... Badiou will mit Arthur Rimbaud in der Liebe das Risiko und das Abenteuer wiedererfinden, gegen Sicherheitsdenken und Komfortbedürfnisse. Ohne Liebe sei auch die Philosophie nicht zu verstehen. Gelehrter, Künstler, Aktivist und Liebender zu sein, das sind die vier Bedingungen der Philosophie. Die Liebe sieht er bedroht durch die Suche nach dem idealen Partner aufgrund besonderer uns ähnlichen oder ergänzenden Eigenschaften seines Persönlichkeitsprofils: Man möchte Leid vermeiden, das Risiko des Scheiterns verringern und das Glück durch Berechnung erzwingen. So verliere das Leben seine zufälligen Begegnungen, seine Möglichkeiten und damit seine Poesie. Es bleibe immer ein Risiko, sich zu verlieben, aber gerade das Risiko, Fehler zu machen, zu leiden, zu enttäuschen, gibt dem Leben einen Sinn und Intensität. Man müsse die Welt vom Unterschied aus erfahren, nicht nur von der Identität aus. Der Austausch der Partner gehe über das wechselseitige Genießen hinaus, er entwickele sich zu einer "Bühne der Zwei", in der ein unendlich anderer "mit seinem Sein bewaffnet in mein Leben getreten ist und es damit zerbrochen und neu zusammengesetzt hat". ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Alain_Badiou

https://de.wikipedia.org/wiki/Alain_Badiou#Schriften

Badiou Studies is a multi-lingual, peer-reviewed journal dedicated to the philosophy and thought of and surrounding the philosopher, playwright, novelist and poet Alain Badiou.
http://badioustudies.org/

Gernot Kamecke: Alain Badiou (05 2012)
http://www.information-philosophie.de/?a=1&t=7055&n=2&y=4&c=103


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"Yesterday and Tomorrow in Detroit"
Compilation of archival film images of Detroit, its places and people, 1925-1976. Made to be shown to participatory audiences who speak while the film is playing and identify locations, ask questions, and discuss the future of this great city.
https://vimeo.com/90137152

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Erweiterte Gehirn Erkundschaftungen / Medienphilosophie...
« on: February 07, 2016, 08:49:52 PM »
"Armand Mattelart: Kleine Geschichte der Informationsgesellschaft"
Avinus Verlag: Berlin 2003, 163 Seiten
Die "kleine Geschichte der Informationsgesellschaft" charakterisiert sich durch eine Vielzahl von brauchbaren Exkursen. Marshall McLuhan, Harold A. Innis, Teilhard de Chardin oder André Leroi-Gourhan finden ebenso Eingang wie die Debatte um den Stellenwert der Wissensindustrie, die Kybernetik, das Entstehen der Massengesellschaft, das Ende der Ideologien, das Projekt der "National Information Infrastructure". Des Weiteren finden sich Hinweise auf die Auseinandersetzung um den "Free flow of information", die globale Ökonomie und die Industrialisierung von Bildung. Der Autor zeichnet ein engmaschiges Netz, liefert vielfältigen kritischen Input zur Ideologie des techno-globalen Chiliasmus, und entlässt seine Leser mit der Aufforderung, die Zukunft der Informationsrevolution mit politischem Bewusstsein zu verfolgen. ...
https://homepage.univie.ac.at/frank.hartmann/reviews/mattelart.html

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Architektur (Bauwerk & Raum) [Verortung] / Stadtgeschichte - London
« on: January 17, 2016, 06:17:43 PM »
London
Im Jahre 50 n. Chr. von den Römern als antike Siedlung „Londinium“ gegründet, wurde die Stadt nach der normannischen Eroberung 1066 zur Hauptstadt des Königreichs England und in Folge Sitz des britischen Königshauses. Bereits im Mittelalter wurde London zu einem bedeutenden Handelsplatz in Europa. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/London

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London 1927
incredible colour footage of 1927s London shot by an early British pioneer of film named Claude Friese-Greene
Debussy - Jeux de vagues, from La mer

https://youtu.be/4W7tvHEVfSg


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This Is London - Reel 1 And 2 (1950-1959)
British Travel Association travelogue. Commentary by Rex Harrison.
https://www.youtube.com/watch?v=xUdoi_aTx1Q

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Architektur (Bauwerk & Raum) [Verortung] / Stadtgeschichte - Venedig
« on: January 17, 2016, 10:59:58 AM »
Venedig war bis 1797 Hauptstadt der Republik Venedig und mit über 180.000 Einwohnern eine der größten europäischen Städte. Bis ins 16. Jahrhundert war sie eine der größten Handelsstädte, über die der Handel zwischen Westeuropa und dem östlichen Mittelmeer abgewickelt wurde. Venedig unterhielt die meisten Handels- und Kriegsschiffe. Ihr Adel profitierte vom Handel mit Luxuswaren, Gewürzen, Salz und Weizen. Venedig entwickelte sich zum größten Finanzzentrum und dominierte ein Kolonialreich, das von Oberitalien bis Kreta und zeitweise bis nach Zypern reichte. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Venedig

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http://vene-venezia.tumblr.com/

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"Venedig: Mittendrin ausgeschlossen" Birgit Schönau (7. April 2016)
Vor 500 Jahren wurde in Venedig das Judenviertel "Ghetto" eingerichtet. Der Begriff machte eine unrühmliche Karriere. Doch die Lagunenstadt diente damals Juden aus ganz Europa als Zufluchtsort.  ... Vor 500 Jahren, am 29. März 1516, wies der Senat der Republik Venedig den Juden diese damals abgelegene und unwirtliche Gegend zu. "Die Juden müssen alle gemeinsam in den Häusern [...] bei San Girolamo wohnen", hieß es in dem Beschluss, "und damit sie nicht die ganze Nacht umherstreunen, sollen zwei Tore errichtet werden. Diese müssen morgens beim Klang der Marangona-Glocke von San Marco geöffnet und um Mitternacht durch vier christliche Wächter zugesperrt werden, die dafür von den Juden bezahlt werden zu dem Preis, der Unserem Kollegium angemessen erscheint."  ... Im Dialekt der Venezianer bedeutete geto zunächst nichts anderes als "Gießerei", denn das Gelände des Judenviertels hatte zuvor der Kupfer- und Eisenherstellung gedient. Gleich nebenan befand sich das Massengrab für die Hingerichteten – die Gegend war also für die ehrbaren Venezianer so etwas wie das Tor zur Unterwelt. Mehr als 700 Familien wurden 1516 in das Ghetto Nuovo umgesiedelt, benannt nach der "neuen Gießerei", die indes schon lange geschlossen war. Weitere folgten 1541 im angrenzenden Ghetto Vecchio und 1633 im Ghetto Nuovissimo. ...
http://www.zeit.de/2016/14/venedig-viertel-ghetto-juedische-gemeinde-faschismus-italien

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Architektur (Bauwerk & Raum) [Verortung] / Stadtgeschichte - Hamburg
« on: January 03, 2016, 01:05:47 PM »
Hamburg
https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburg

Die Geschichte Hamburgs reicht bis zum Beginn des 9. Jahrhunderts zurück. Hamburg, als Stützpunkt zur Missionierung der Sachsen gegründet, wurde seit dem Mittelalter einer der bedeutendsten Handelsplätze Europas. Neben der günstigen Lage des Hamburger Hafens stärkte die jahrhundertelange politische Unabhängigkeit als Freie und Hansestadt die Entwicklung Hamburgs zur zweitgrößten Stadt Deutschlands nach Berlin.
https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Hamburgs

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"Hafen, Flut und Feuerstürme - Hamburgs Geschichte" Teil 1: 1842-1914 Doku (2003)
Hamburgs Geschichte ist bislang in keiner großen Dokumentation dargestellt worden. Der Zweiteiler ,Hafen, Flut und Feuerstürme" erzählt von den Jahren 1842 - 1945, vom Großen Brand 1842 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945. Es sind die kleinen Geschichten, die sich in den großen Ereignissen verstecken und die ein neues Bild geben von dem, was in dieser Stadt geschah, was sie prägte und ihre Menschen bewegte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Hamburg eine ,Boomtown". Die Stadt hatte sich auf dem Weg dorthin schweren Herausforderungen stellen müssen, aber noch schwerere lagen vor ihr, von denen der zweite Teil der Dokumentation berichtet. Zwei Weltkriege, dazwischen eine kurze Zeit des Aufschwungs, der Demokratie, die aber sehr bald im Naziterror endete. Gauleiter und Reichsstatthalter Karl Kaufmann führte die Stadt in die Zerstörung, in den Feuersturm, in das verheerende Bombardement im Zweiten Weltkrieg. Und er führte durch Jahre der Verfolgung der Juden und Andersdenkender. ,Führerstadt" sollte Hamburg werden, nach Hitlers Willen. Monumentalarchitektur am Elbufer, erbaut mit Ziegeln, die Häftlinge im KZ Neuengamme brennen mussten. Erzählt werden neue spannende Geschichten dieser Jahre, mit teils nie gezeigtem Bildmaterial. Eine Dokumentation, die einen neuen Blick auf die bewegte Geschichte dieser zweitgrößten deutschen Stadt wirft. ...
https://www.youtube.com/watch?v=tthxqq1wJwg

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"Alltag in Trümmern: Hamburg nach dem Feuersturm" (Doku, ZDF)
Kinder fahren Rollschuh zwischen Trümmern. Familien richten sich in den Kellern zerstörter Gebäude ein. Im Sommer 1948 ist Hamburg noch vom Feuersturm gezeichnet, doch es herrscht Aufbruchstimmung. Ein seltener Farbfilm dokumentiert eine beinah gelöste Atmosphäre. Die Aufnahmen des schwedischen Filmteams zeigen einen besonderen Sommer. Es ist eine Zeit des Neuanfangs, eine Zeit, in der eine Zukunft wieder möglich wird. Zeitzeugen berichten, wie sehr sie diese Zeit geprägt hat. ...
https://youtu.be/8DDADFA0kbU

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Stunde Null in Hamburg - 3. Mai 1945
Hamburg nach der Kapitulation. Die Stadt ähnelt einer Ruine, vielerorts stehen nur Fassaden.
Luftaufnahmen von der Innenstadt und dem Hafen: u.a. Rathausmarkt, Hamburger Rathaus, Kirchen, Hauptbahnhof, Binnenalster, Mönkebergstrasse, Elbbrücken
Ausschnitte aus den Episoden 3 und 4 der Dokumentationsreihe "Spirit of Hamburg"

https://www.youtube.com/watch?v=yDsWGWPLmu4

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Filmaufnahmen über und aus Hamburg 1948
https://youtu.be/tIZagJY4S2Y

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Hamburg 1948 - Filmaufnahmen in Farbe
https://youtu.be/Qpu-zqDbnN0

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Filmaufnahmen über und aus Hamburg 1951-1952
Sicherer S-und U-Bahn-Verkehr in den Nachkriegsjahren...
https://www.youtube.com/watch?v=6YLpayb3mOM

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Filmaufnahmen über und aus Hamburg 1956 - 1957
Februar 1956 der kälteste Winter seit Menschengedenken
Hamburger Funkamateure kommunizieren
über Kurzwelle mit der Welt
Auftakt zur Bockbiersaison 1957
Der NDR startet sein Reginalprogramm

https://www.youtube.com/watch?v=EC784dcdkRY

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Filmaufnahmen über und aus Hamburg 1962
1. Flutkatastrophe am 16. Februar 1962
Ausmass der Überflutungen und Hilfsmassnahmen
2. Firmenzusammenbruch der Schlieker-Werft
3. Spiegel-Affäre: Vorwurf des Landesverrats
Rücktritt von Verteidigungsminister Franz-Josef Strauss
https://www.youtube.com/watch?v=q3F49XEhFXU

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"Flutkatastrophe Hamburg 1962"
Situation in Hamburg am 16. Februar 1962
Sturmwarnung erreicht die meisten Hamburger abends nicht mehr
Nachts tritt das Hochwasser über die Deiche und verursacht Deichbrüche
Weitläufige Überflutungen in elbnahen Stadtteilen
300 Flutopfer in Wilhelmsburg und Waltershof
Innensenator Helmut Schmidt organisiert Hilfsmassnahmen
Bundeswehr und allierte Streitkräfte retten mit Hubschraubern und Sturmbooten
Bilder vom Schauplatz der Katastrophe
Trauerfeier für die Opfer der Fluten
Errichtung von Hochwasserschutzanlagen
Katastrophenschutzmassnahmen für die Bevölkerung

https://www.youtube.com/watch?v=TliHYytyRlQ


"Dokumentation: ZDF-History: Sturmflut in Hamburg"
Hamburg im Februar 1962: Das Tief "Vincinette" verursacht in Norddeutschland die folgenreichste Sturmflut der Bundesrepublik.
In Hamburg brechen Deiche, allein dort sterben 315 Menschen, mehr als 70 000 werden obdachlos. Die Flut verursacht in der Hansestadt einen Schaden von rund 873 Millionen Mark.

https://www.youtube.com/watch?v=SefKi_PByz0


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Die 70er Jahre im Hamburger Hafen
Porträt eines Universalhafens: Wunderbarer Imagefilm des Hamburger Hafens im typischen Stil der 1970er Jahre.
https://youtu.be/ULzF5_zKdvM



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Architektur (Bauwerk & Raum) [Verortung] / Stadtgeschichte - Paris
« on: December 27, 2015, 04:35:47 PM »
Die Geschichte der Stadt Paris reicht über 2000 Jahre zurück. Während dieser Zeit entwickelte sich der Ort von der keltischen Siedlung Lutetia des Stammes der Parisii zur heutigen Millionenstadt und Hauptstadt Frankreichs. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_von_Paris

Der Eiffelturm (französisch La Tour Eiffel) ist ein 324 Meter hoher Eisenfachwerkturm in Paris. Er steht im 7. Arrondissement am nordwestlichen Ende des Champ de Mars (Marsfeld), nahe dem Ufer der Seine. Das von 1887 bis 1889 errichtete Bauwerk wurde als monumentales Eingangsportal und Aussichtsturm für die Weltausstellung zur Erinnerung an den 100. Jahrestag der Französischen Revolution errichtet. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Eiffelturm

"Und der Mensch schuf... Paris - Aufstieg zur Weltstadt (Doku, Arte/Phoenix, Datum ?)"
Paris: Eleganz und Stil prägen das Image der "Lichterstadt". Doch die Geschichte von Paris verbirgt sich fern der netten Cafés und berühmten Avenuen. Beim Besuch der Keller und Katakomben oder beim Schlendern durch die Straßen kommen ehemalige Festungen sowie ein kompliziertes Netz aus Kanälen und Tunneln zum Vorschein. Selbst der Paris-Kenner wird überrascht sein, was er über die Thermen von Cluny, den Bau des Pont Neuf und die Wolkenkratzer der futuristischen Bürostadt La Défense erfährt.
Wie sahen London, Paris und New York in der Vergangenheit aus? Wo lagen die städtebaulichen Meisterleistungen, die auch heute noch das Bild dieser legendären Metropolen prägen?
Mit Hilfe von Historikern und Archäologen deckt der Film die Spuren der Vergangenheit auf und rekonstruiert die geschichtlichen Hintergründe der Entstehung und Entwicklung dieser Weltstädte.
https://www.youtube.com/watch?v=AaNAHzvSqco


Mit offenen Karten - Paris: Geburt einer Hauptstadt [1/4] (2013-24)
Erstausstrahlung am 21. September 2013 auf Arte.
Die erste uns überlieferte Erwähnung der Stadt Lutetia findet sich in Caesars Berichten vom Krieg in Gallien aus den Jahren um 50 v. u. Z. In der ersten Folge zur Geschichte von Paris zeichnet MIT OFFENEN KARTEN anhand von Stadtplänen und 3D-Animationen die Entwicklung der Stadt von der gallorömischen Antike bis zum Ende des Mittelalters nach.
https://www.youtube.com/watch?v=OsDzLVjhn4A

Mit offenen Karten - Paris: Von der Renaissance zur Aufklärung [2/4] (2013-25)
Erstausstrahlung am 28. September 2013 auf Arte.
MIT OFFENEN KARTEN wirft anhand von vier zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert entstandenen prächtigen Stadtplänen einen Blick auf das Paris der Renaissance, zeigt den Einfluss der Monarchie auf das Stadtbild und stellt die Veränderungen der Seine-Metropole bis zur Französischen Revolution vor.
https://www.youtube.com/watch?v=vwHNIky3yLE

Mit offenen Karten - Paris: Die "Haussmannisierung" [3/4] (2013-26)
Erstausstrahlung am 5. Oktober 2013 auf Arte.
In der dritten Folge über die Geschichte von Paris untersucht Jean-Christophe Victor die wirtschaftliche, politische und soziale Lage der französischen Hauptstadt Mitte des 19. Jahrhunderts. Anhand von Stadtplänen, Fotografien und zeitgenössischen Dokumenten zeigt er, wie Napoleon III., der Präfekt Georges-Eugène Haussmann und der Ingenieur Eugène Belgrand Paris 17 Jahre lang in eine riesige Baustelle verwandelten, um der unhygienischen Verhältnisse in der Stadt Herr zu werden und ihr das Aussehen und die Struktur zu verleihen, die wir heute von ihr kennen.
https://www.youtube.com/watch?v=Q5FV2TRRaqs

Mit offenen Karten - Paris: Das "Grand Paris" [4/4] (2013-27)
Erstausstrahlung am 12. Oktober 2013 auf Arte.
In der letzten Folge über die Geschichte von Paris beschäftigt sich MIT OFFENEN KARTEN mit den Widersprüchen der französischen Hauptstadt, bei deren territorialer und institutioneller Verwaltung sich die Interessen der Stadt Paris, der umliegenden Gemeinden und Departements sowie der Region überschneiden. Die Bevölkerungsdichte der Stadt ist eine der höchsten der Welt und der öffentliche Nahverkehr ist überlastet. Jean-Christophe Victor wagt anhand von Karten einen Ausblick auf die Zukunft der Metropole und des ebenso ehrgeizigen wie notwendigen Projektes „Grand Paris“.
https://www.youtube.com/watch?v=s8QyzvzpIT8







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Architektur (Bauwerk & Raum) [Verortung] / Stadtgeschichte - Berlin
« on: December 27, 2015, 03:47:14 PM »
"Berlin zur Kaiserzeit Glanz und Schatten einer Epoche - Doku über Berlin" (Datum ?)
Glanz, das galt für die Bewohner der feinen Gegenden, in der Stadtmitte, bedeutete Gesellschaft, Tiergarten, "Unter den Linden" mit Paraden, Theatern, eleganten Geschäften. Schatten lag über den Mietskasernen in den Arbeiterbezirken im Norden und Osten der Stadt, bedeutete harte Arbeit, schlechte Wohnverhältnisse, Hunger, aber auch bescheidene Vergnügungen am Sonntag: Biergarten, Wannsee, Rummel. Dieser Film zeigt die Auswirkungen des 1.Weltkrieges auf die Bevölkerung und endet mit der Ausrufung der Republik.
https://www.youtube.com/watch?v=oOFKfnoQc38


"Die Stunde Null - Berlin im Sommer 1945 " (Phoenix, Datum ?)
Der 8. Mai 1945: das Ende des "totalen Krieges". Die Gefühle der Besiegten schwankten - Niederlage oder Befreiung? Wenige Minuten nach Mitternacht unterzeichnet Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel in Berlin-Karlshorst die deutsche Kapitulationserklärung. Nach den dunklen Jahren des Krieges zwischen Hoffen und Bangen, zwischen Leben und Tod markiert das Ende des "Dritten Reiches" zugleich einen Neuanfang.
Die "Stunde Null" ließ Sieger und Besiegte, Soldaten und Gefangene, die Überlebenden in den Konzentrationslagern, die Flüchtlinge und Vertriebenen sowie die Bewohner der zerbombten Städte aufatmen. Für einen Moment schien die Geschichte stillzustehen. Doch der Schein trog. Nicht nur Trauer und Verzweiflung über den Tod von Verwandten und Freunden, auch den Verlust von Idealen, die pervertiert worden waren, galt es zu verkraften. Der Erkenntnis vieler Deutschen, schamlos betrogen worden zu sein, folgte die deprimierende Aussicht, daß Jahre des Hungers, der Not und der Entbehrung bevorstanden. Im Film prallen Erinnerungen an den 8. Mai 1945 aufeinander, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Kindersoldaten, die noch in den Trümmern für den "Endsieg" kämpften. Der Elendszug der Flüchtlinge. Der Kampf ums nackte Überleben. Das "Frau komm" der Sowjets und die Lucky Strikes der Amerikaner. Die Konfrontation mit der Wahrheit über die Konzentrationslager und die Hoffnung, daß es irgendwie weitergeht. Erinnerungen, die schmerzen - auch heute noch. Im "ZDF-Jahrhundertbus" äußerten sich viele Zeitzeugen zum ersten Mal, wie sie die schwerste Stunde der deutschen Geschichte erlebten: Menschen, die auf der Flucht waren, Frauen, die noch in den letzten Tagen des Krieges ihre Männer verloren, Männer, die den Tag der Kapitulation in der Kriegsgefangenschaft erlebten, und solche, die froh waren, zum ersten Mal Glen Miller zu hören. Der Film zeigt, daß "Die Stunde Null" nicht nur Ende, sondern auch Anfang war. Der Film "Die Stunde Null" von Peter Adler zeigt, wie zwiespältig bei vielen Deutschen die Empfindungen bis heute sind.
https://www.youtube.com/watch?v=QZ9Pil_kgOI

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Erweiterte Gehirn Erkundschaftungen / Klaus Theweleit
« on: November 18, 2015, 10:11:11 AM »
Klaus Theweleit (* 7. Februar 1942 in Ebenrode, Ostpreußen – heute Nesterow, Russland) ist ein deutscher Literaturwissenschaftler, Kulturtheoretiker und Schriftsteller.
http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Theweleit

Studium der Germanistik, Anglistik und Musikwissenschaft in Kiel und Freiburg.
Dissertation: „Freikorpsliteratur; Vom deutschen Nachkrieg 1918−1923“ von 1977 war die
Grundlage für das zweibändige, extensiv und ungewöhnlich bebilderte Buch Männer-
phantasien, eine stark an Konzepten der Psychoanalyse und von Gilles Deleuze und Félix Guattari orientierte Untersuchung des faschistischen Bewusstseins und der soldatischen Prägung des Ich. Das Buch untersucht soldatische und faschistische Literatur und stellt die – immer wieder aktuelle – Frage, wie ein Mensch zu einem Nazi oder einem tötungsbereiten Soldaten werden kann.
http://www.klaus-theweleit.de/


Linkliste Klaus Theweleit
Universitätsbibliothek | Freie Universität Berlin : Service - Internetquellen
http://www.ub.fu-berlin.de/service_neu/internetquellen/fachinformation/germanistik/autoren/autort/thewel.html


Theweleit: „Rock'n'Roll hat uns befreit!“
21.10.2010 | 18:32 |  CHRISTOPH WEINBERGER (Die Presse)
http://diepresse.com/home/kultur/literatur/604161/index.do?from=suche.intern.portal

Sven Reichardt: Klaus Theweleits „Männerphantasien“ – ein Erfolgsbuch der 1970er-Jahre
http://www.zeithistorische-forschungen.de/site/40208708/default.aspx

Klaus Theweleit über Pasolini, Godard und andere...
Das Interview entstand im Rahmen von "SCHAU-TV" - Ein Projekt der Schaubühne Lindenfels Leipzig - www.schaubuehne.com
Interview, Kamera1, Schnitt: Alexander Biedermann
Licht, Kamera2: Daniel Laudowicz
http://www.youtube.com/watch?v=vDXWKgcAXuc

"Warum Männer morden – und dabei auch noch lachen" Jan Ole Arps (November 17, 2015)
Die Anschläge in Paris haben uns grausam in Erinnerung gerufen, wie wenig auch ein hochgerüsteter westeuropäischer Polizeiapparat tun kann, wenn jemand entschlossen ist, mit möglichst kruden Mitteln möglichst viel Zerstörung anzurichten. Die Anschläge waren von langer Hand geplant und haben sicher einiges an Vorbereitung erfordert. Trotzdem waren sie (zum Beispiel im Vergleich zum 11. September 2001) relativ simpel. Um ein solches Blutbad anzurichten, braucht man keine komplizierten Bomben oder High-Tech-Waffen—das Wichtigste sind Menschen, die bereit sind, andere Menschen mit absoluter Brutalität hinzurichten.
Diese Brutalität hatte sich die Terrormiliz Islamischer Staat von Anfang an praktisch auf die Fahnen geschrieben. Die Exekutions-Videos gehörten genau so zum öffentlichen Bild der Gruppe wie ihre Flagge.
Aber an den Bildern, die der „Islamische Staat" um die Welt schickt, verstört nicht allein die brutale Gewalt gegen andere Menschen. Fast noch unverständlicher ist der Stolz, den die Mörder offensichtlich empfinden, wenn sie zum Beispiel einen abgeschlagenen Kopf in die Höhe halten. Es geht ihnen nicht nur um die reine Beseitigung eines Feindes—das Töten bereitet ihnen offensichtlich Freude.
Auch von Anders Behring Breivik, dem selbsternannten „Tempelritter", der 2011 auf der norwegischen Insel Utøya 77 Jugendliche und junge Erwachsene erschoss, berichten Überlebende, er habe beim Töten gelacht und laut gejubelt.
Warum lachen die Täter? Macht das Morden Spaß? Mit dieser Frage hat sich der Literaturwissenschaftler und Autor Klaus Theweleit in seinem Buch Das Lachen der Täter beschäftigt. ...

https://www.vice.com/de/read/warum-maenner-morden-und-dabei-lachen-102


nachtstudio |2012| Die Macht der Musik
Gäste in dieser Folge: Christian Lehmann, Albrecht Riethmüller,
Klaus Theweleit, Bernd Thewes.
https://youtu.be/aEW1Vdo0M0A


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Erweiterte Gehirn Erkundschaftungen / Roland Barthes...
« on: October 10, 2015, 08:25:04 PM »
Roland Barthes [ʁɔlɑ̃ baʁt] (* 12. November 1915 in Cherbourg; † 26. März 1980 in Paris) war ein französischer Philosoph, Schriftsteller und Literaturkritiker des 20. Jahrhunderts. Er gilt als einer der markantesten Wissenschaftler im Bereich der strukturalistischen Semiotik bzw. Semiologie. Barthes verwendete die Methoden des Strukturalismus und der Dekonstruktion, aber auch der Psychoanalyse, um moderne gesellschaftliche Phänomene wie Texte, Filme, Fotografie, Mode, Werbung oder die Liebe zu untersuchen. Indem er die Methoden des Strukturalismus radikalisierte, wurde er zu einem der Begründer des Poststrukturalismus ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Roland_Barthes

https://de.wikipedia.org/wiki/Dekonstruktion

https://de.wikipedia.org/wiki/Strukturalismus

https://de.wikipedia.org/wiki/Poststrukturalismus



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Erweiterter Machtdiskurs (Politik) / Jeremy Bernard Corbyn ...
« on: September 15, 2015, 12:16:35 PM »
Jeremy Bernard Corbyn (* 26. Mai 1949 in Chippenham, Wiltshire) ist ein britischer Politiker der Labour Party ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Jeremy_Corbyn

Eigentlich müsste das Establishment der britischen Labour-Partei sich glücklich schätzen. In den letzten Tagen vor Registrierungsschluss für die Wahl zum neuen Vorsitzenden haben sich 160 000 Menschen neu in die Listen eingetragen, sodass nun 610 000 Wahlberechtigte mit darüber abstimmen können, wer die Geschicke der Partei künftig lenken soll. Viele dieser neuen Unterstützer sind junge Wähler. Das Interesse an der Partei ist so groß wie lange nicht mehr, zu den Wahlveranstaltungen kommen zum Teil Tausende Zuhörer. Doch das Labour-Establishment ist nicht glücklich.
Das liegt daran, dass das neue Interesse vor allem dem 66 Jahre alten Jeremy Corbyn gilt, der beste Aussichten hat, neuer Parteichef zu werden. Corbyn zählt zum ganz linken Labour-Flügel, er ist beliebt bei den Gewerkschaften und der Basis, bei den Parteigranden jedoch gefürchtet. Allein in den vergangenen zehn Jahren widersetzte er sich als Abgeordneter fast 300 Mal dem Fraktionszwang und stimmte gegen die verordnete Parteilinie. ...

Aus: "Jeremy Corbyn - Außenseiter mit Strahlkraft" Christian Zaschke, London (18. August 2015)
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/grossbritannien-die-strahlkraft-des-aussenseiters-1.2610407

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"Labour leadership: Jeremy Corbyn elected with huge mandate" (Saturday 12 September 2015 13.27 BST)
Jeremy Corbyn has been elected leader of the British Labour party, in a stunning first-round victory that dwarfed even the mandate for Tony Blair in 1994. ... Corbyn’s victory is all the more remarkable because he started as the rank outsider, behind rivals Burnham, Cooper and Kendall, and only scraped on to the ballot paper when about 15 Labour MPs lent him their votes in order to widen the debate. ... In the campaign, he promised to give Labour members a much greater say in the party’s policymaking process, in a move that could sideline MPs. His key proposals include renationalisation of the railways, apologising for Labour’s role in the Iraq war, quantitative easing to fund infrastructure, opposing austerity, controlling rents and creating a national education service. He is also likely to prove an obstacle to David Cameron’s ambition to launch airstrikes on Syria, although some Labour MPs could defy the whip to vote with the government. ...
http://www.theguardian.com/politics/2015/sep/12/jeremy-corbyn-wins-labour-party-leadership-election


... Holland, der heute als Professor in Portugal lehrt, war Abgeordneter und Minister im Schattenkabinett, als Corbyn zum ersten Mal ins Unterhaus gewählt wurde. „Er hatte diese wahnsinnige Integrität“, sagt Holland am Telefon. Im Jahr 1984 wurden beide festgenommen, als sie vor der südafrikanischen Botschaft in London gegen Apartheid protestierten.
Corbyn, behauptet Holland, habe nie irgendwen um irgendeine Erlaubnis gefragt.  ... In vielen seiner Überzeugungen hat Jeremy Corbyn die Geschichte recht gegeben. Pinochet wurde im Jahr 1998 in London verhaftet, Sinn Fein ist heute anerkannt in Irland, und die Kriege der Blair-Ära werden von den meisten Briten als unrechtmäßig empfunden. Jeremy Corbyn, so könnte man zusammenfassen, hat die richtigen Ideen – zur falschen Zeit.
Nun will er also im Jahr 2015 eine sozialistischere Gesellschaft und reist dafür durch Großbritannien.
Wer wissen will, warum er gerade jetzt so viel Erfolg damit hat, muss eine seiner vielen Veranstaltungen besuchen.
Vor dem Theater in Chelmsford warten sie schon lange auf Jeremy Corbyn. Bis um die nächste Ecke stehen die Menschen Schlange. Alte Pärchen neben Gruppen von Jugendlichen, Eltern schieben ihre Babys in Kinderwagen vor sich her. Ein älterer Mann schreitet die Reihen der Wartenden ab. Er hat einen Stapel Zeitschriften in der Hand. „Labour Briefing, nur ein Pfund!“, ruft er, und immer wieder: „Für Jeremy!“
Der Aktivist sagt, er sei 1969 der Partei beigetreten, weil er wirklichen Sozialismus wollte. Ausgetreten ist er nie, auch nicht, als Tony Blair die Partei führte. Wie immerzu mit dem Kopf gegen die Ziegelmauer, so habe es sich oft angefühlt, während der Zeiten von New Labour, trotz Regierungsbeteiligung, erzählt er. Seit Corbyns Kandidatur fällt ihm die Parteimitgliedschaft wieder leicht: „Darauf habe ich mein ganzes Leben gewartet.“ ...

Aus: "Radikaler Star der Labour-Partei - Jeremy Corbyn: Alter Spalter" Johannes Laubmeier (08.09.2015)
http://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/radikaler-star-der-labour-partei-jeremy-corbyn-alter-spalter/12294392.html

Quote
    comfreak,  12.09.2015 18:28 Uhr

Jeremy Corbyn, so könnte man zusammenfassen, hat die richtigen Ideen – zur falschen Zeit.

Zur falschen Zeit? - Zur richtigen Zeit!

Es war mal so, da hatte man mit dem neoliberal-Konservativem und dem Sozialdemokratisch-Progressiven mind. 2 Alternativen in der Politik.
Seit Schröder/Blair/Hollande alle versuchen die Neoliberalen auf eigenem Terrrain zu schlagen, wundert sich die Sozialdemokratie, dass sie ein Auswärtsspiel nach dem anderen verlieren. Dadurch ist die Alternative verloren gegangen und der Neoliberalismus der Babyboomer-Generation hat sich durchgesetzt.

Es wird höchste Zeit, dass diese Alternative wiederbelebt wird. Es darf eben nicht sein, dass in der Politik "Alternativlosigkeit" herrscht. Gibt es keinen Streit um den richtigen Weg, den eine Gesellschaft gehen will, gewinnt immer der Stärkere (=Reichere).

Noch ein Gedanke zur Wortwahl "radikal". Wer Corbyn ernsthaft radikal nennt, hat wohl offenbar den neoliberalen Traum der Babyboomer-Generation völlig geschluckt und sich der Alternativlosigkeitspolitik hingegeben. Corbyn ist nicht radikaler links als ein Herr Gysi oder Ströbele. Diese Vergleiche sind m.E. besonders angebracht, weil auch diese Köpfe seit Jahren durch ihre Integrität punkten und nicht durch polit. Opportunismus. In dieser Hinsicht ist es eine gute Entwicklung für die Demokratie, dass wieder jemand eine Partei führt, der durch Integrität dahin gekommen ist, wo er steht und nicht durch sein Fähnlein nach dem Wind zu hängen, wie es die Merkels, Gabriels etc gewohnt sind.


Quote
    narrow, 10.09.2015 16:25 Uhr

Lange überlegt warum bzw. womit Corby sich diesen Ehrentitel, hingemeißelt in fetten Lettern

    Alter Spalter

verdient haben könnte – dann fand ich die Erklärung in der letzten Spalte:

    Corbyn sprach sich öffentlich gegen Augusto Pinochet aus, als dieser noch die Unterstützung Großbritanniens genoss. Er lud Vertreter der irisch-republikanischen Partei Sinn Fein zu Gesprächen ins Unterhaus ein. 2001 stimmte er gegen den Krieg in Afghanistan und 2003 gegen den im Irak, seiner eigenen Parteilinie zum Trotz. Zu Zeiten der Blair-Regierung brach er 238 Mal die Parteidisziplin, stimmte im Parlament gegen die eigene Regierung.

Gegen den von den USA protegierten Schlächter Pinochet, welcher ja Anerkennung bis in die deutsche Christdemokratie hinein – „…der Aufenthalt im Stadion…“ – genoss, gestimmt zu haben, war dann doch zu ville in einer sich im Niedergang befindlichen „Labour“ Party, welche sich den wohl endgültigen Bankrott mit dem Blair-Schröder-Papier gab: die SPD lässt grüßen.


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In Deutschland avancierte unter Gerhard Schröder die "Neue Mitte" zur  zentralen, ja alleinigen Bezugsgröße sozialdemokratischer Politik. Die "Neue Mitte", das waren nicht die Kassiererinnen, Installateure und Lageristen. Erreichen wolle man die "Angestellten oder Selbstständigen mit qualifizierten Bildungsabschlüssen in den Kernbereichen der neuen Ökonomie", in "verantwortungsvollen Positionen", so formulierte es Matthias Machnig, einer der programmatischen Köpfe jener Jahre. Die strategische Fokussierung auf die Gut- und Besserverdienenden, die Leistungsträger und Wohlsituierten markierte auch die Abkehr von den traditionellen Wählermilieus. Die sozialstrukturellen Ränder der Gesellschaft rückten aus dem Blickfeld sozialdemokratischer Politik.

 Man könnte nun einwenden, dass dieser programmatische Schwenk nur eine folgerichtige Konsequenz aus gesellschaftlichen Veränderungsprozessen war. In den modernen Wissensgesellschaften existiert kein Industrieproletariat, keine klassenbewusste Arbeiterschaft, an die sich linke Politik richten könne. Doch hat die postindustrielle Individualisierung keinesfalls dazu geführt, dass sich die Ränder der Gesellschaft "nivellieren", wie es der Soziologe Helmut Schelsky in den fünfziger Jahren diagnostizierte.

Vielmehr entstand ein neues Dienstleistungsproletariat: Callcentermitarbeiter, Gebäudereiniger oder Pflegekräfte, die in Vollzeit arbeiten, aber kaum genug zum Leben verdienen. Ihr Anteil belaufe sich in Deutschland, so der Soziologe Heinz Bude, auf zwölf bis 14 Prozent der gesamten Beschäftigten. In diesem neuen Proletariat gäbe es kaum Aufstiegshoffnungen. Von der Politik seien sie enttäuscht und hätten die Hoffnung auf Veränderung aufgegeben. In Deutschland, aber auch in anderen europäischen Staaten manifestierte sich dieser Abkopplungsprozess in einer rasant sinkenden Wahlbeteiligung. In den sozialen Brennpunkten und Hochhaussiedlungen geht vielerorts kaum mehr die Hälfte der Bürger zu den Wahlen.

Jeremy Corbyn, und dies ist das Interessante an seiner Wahl, ist es gelungen, dieses Milieu der Abgehängten, der Verlierer und Underdogs durch seinen populistischen Bruch mit dem Post-Thatcher-Konsens zu mobilisieren. Sein Erfolg wurde, wie der Guardian schreibt, getragen von einer "Graswurzelbewegung" der "Armen und Schlechtbezahlten". Corbyn werde gewählt von jenen, die 50 Stunden arbeiten, aber trotzdem ihre Miete nicht bezahlen können, konstatiert der Independent. 

 Die britische Sozialdemokratie wird sich gezwungen sehen, das Verhältnis zur eigenen Wählerschaft neu zu verhandeln, die Frage zu beantworten, wen sozialdemokratische Politik adressieren soll und ob die populistische Zuspitzung ein probates Mittel sein kann. Auch der radikale Corbyn wird dabei Kompromisse eingehen müssen. Für ihn wird es darauf ankommen, ein tragfähiges Narrativ zu entwickeln, das bei den Abgehängten, aber auch in mittleren Milieus verfangen kann. Denn auch jenseits des neuen Proletariats ist man mit Modernisierungs- und Beschleunigungsprozessen überfordert und blickt skeptisch auf Ausgabenkürzung und Entstaatlichung. 

Unter den europäischen Sozialdemokraten, die in weiten Teilen mehr taumelnd als gestalterisch wirken, wird die Entwicklung in Großbritannien aufmerksam verfolgt. ...

Quote
staasdieter
#1  —  vor 15 Stunden 1

Die verlorenen Ränder ...
werden nach und nach zum Mainstream, zu einer neuen Mitte, weil sie wachsen und wachsen. Der Neoleberalismus kennt nämlich keine Mitte; er braucht auch keine. Er reduziert sie wie, schon die Unterschichten, auf eine Ressource, einen Produktionsfaktor. Und wenn er diesen zum halben Lohn und ohne soziale Absicherung bekommen kann, dann werden eben große Teile der Mittelschicht durchgereicht, dorthin, wo sich jetzt schon die unteren Schichten, die Ränder der Gesellschaft, drängen. Möglicherweise hat man in GB schon erkannt, dass der Neoliberalismus keine Wohlfahrtsökonomie ist, jedenfalls keine für die oberen Zweidrittel, sondern bestenfalls für die oberen 10-20%.


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mehrmut
#2  —  vor 15 Stunden 3

Corbyn ist Labours Linksaußen, er will die Infrastruktur verstaatlichen, die Studiengebühren abschaffen und die europäische Sparpolitik bekämpfen.

Damit ist man heutzutage linksaußen in einer linksgerichteten Partei? Ein Beweis dafür, wie irrsinnig die politische Diskussion geworden ist. Dieser Artikel ist ein weiteres Beispiel dafür, wie sehr “out of touch” die Eliten und die etablierten Medien sind.

Jeremy Corbyn [...] ist es gelungen, dieses Milieu der Abgehängten, der Verlierer und Underdogs durch seinen populistischen Bruch mit dem Post-Thatcher-Konsens zu mobilisieren.

Das ist reichlich überheblich. Als wären da nur ein paar Leute, die mit der modernen Welt nicht klarkommen, weil sie sich nicht genügend anstrengen, und als käme jetzt ein übler Demagoge, der die kluge und überaus erfolgreiche Politik des Rückzugs des Staates und der Umverteilung von unten nach oben nicht verstehen will.

Weiter weg von der Realität kann man eigentlich nicht sein.

Wie schon in den neunziger Jahren könnte das Vereinigte Königreich rund 20 Jahre später zu einem Laboratorium für eine Neuerfindung der Sozialdemokratie werden.

Blair hat nichts neu erfunden, sondern Altes einfach aufgegeben und viele Anhänger entfremdet. Corbyn holt sie zurück: “I say to those returning to the party who were in it before and felt disillusioned and went away, welcome back. Welcome back to your party, welcome home.”


Quote
PeterStein
#3  —  vor 13 Stunden 4

Ich kann Corbyn nur Glück und Erfolg wünschen!
Die "Mitte" von der Schröder, Müntefering, Steinbrück, Gabriel und Co. schwafeln wird immer mehr zerrieben durch die zunehmende Spaltung der westlichen Gesellschaften in Reich/Arm Oben/Unten.
Die größte Teil der "Mittelschicht" wird (das zeigen viele Untersuchungen) nach unten gedrückt. Der Abstand zwischen z.B. Managern und dem Durchschnittsverdienst in ihren Firmen wächst gewaltig. Deshalb wäre eine Steigerung z.B. des Spitzensteuersatzes auf das Niveau der Adenauer- oder Kohl-Zeit (deutlich über 50%), Reduzierung der Abschreibe- und Steuersparmodelle, eine Börsensteuer, das Verbot des maschinellen Handels an der Börse und insgesamt eine Reduzierung der Kapitalblase (es gibt weltweit mehr Finanzkapital als Güterwerte) das Gebot der Stunde.
Ihre jetzige Politik wird die SPD niemals aus dem 20%-Ghetto herausführen, da wählt man doch lieber die Partei der Teflonkanzlerin.


Quote
Brillalein
#4  —  vor 13 Stunden

Ich denke, Corbyn ist ein Sozialdemokrat, mit dem die SPD auch hier Chancen hätte, aus dem Dämmerstadium der Rautenhandlanger heraus zu kommen. Der Mann hat in seinen 32 Jahren Arbeit als Abgeordneter für Islington durchaus gelernt, was Rückgrat bedeutet, weswegen er von den Islingtonern wieder und wieder und wieder... gewählt wurde. Wäre vielleicht auch im Artikel erwähnenswert gewesen? Der ist kein Neuschaf. Im Gegenteil. Und dieses Vertrauen hat er zurückbekommen. Hier ein hübscher und sehr treffender Artikel: http://www.newstatesman.com/politics/2015/08/what-corbyn-moment-means-left (23 August 2015 )
Auf Englisch.



Quote
Hokan
#5  —  vor 12 Stunden

Der Analyse des Autors kann ich mich anschließen, seiner merkbaren gesellschaftspolitischen Position nicht.

Wie in vielen anderen Fällen darf man annehmen, dass der Autor für Schlagzeile und Subtitel nicht verantwortlich zeichnet. Aber dort klingt es schon an. „Neuer Held der Armen“ und „Verlierer“. Aus Sicht seiner Wähler geht es wohl kaum um Heldenverehrung. Hier geht es um Hoffnungen, die diese angesichts von Labour à la Blair verloren hatten. Die, die diese Hoffnungen mit Corbyn nun wiedergewonnen haben, kann man Verlierer nennen, stellt sich damit aber in den Dienst gängiger neoliberaler Betrachtungsweise, die strukturell Chancenlose in der wirtschaftsliberalen Gesellschaft zu individuellen Versagern macht.

Im Text geht es dann leider so weiter. In Verbindung mit Corbyn heißt es „populistisch“ und „radikal“. Und in Hinblick die an die sehr breiten Ränder solcher Gesellschaften Gedrängten spricht der Autor individualisierend von Überforderten. Aus Sicht der Betroffenen und einer weniger gängigen zeittypischen Betrachtungsweise sieht das deutlich anders aus.


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gohinein
#5.1  —  vor 2 Stunden

Zur Anregung und Beförderung der Diskussion hier lassen wir ihn doch selbst zu Wort kommen.

14. September 2015 um 17:03 Uhr
Corbyn: „Vor allem hat sich gezeigt, dass Millionen Menschen eine echte Alternative wollen …“
http://www.nachdenkseiten.de/?p=27554


 

Aus: "Jeremy Corbyn: Der neue Held der Armen" Robert Pausch (14. September 2015)
Quelle: http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-09/jeremy-corbyn-labour-grossbritannien

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Quote
Typisch bei der Einlassung über den „linken Spinner“ Jeremy Corbyn ist, dass sich das ZDF wie auch andere Medien bei der dort geläufigen Etikettierung auf Hörensagen, also auf andere Quellen berufen: „Er gilt nicht nur bei Konservativen als linker Spinner“. Wir kennen diese Methode der Denunziation, zuletzt eindrucksvoll praktiziert von Wolfgang Storz in seiner Querfront-„Studie“ für die Otto Brenner Stiftung. Weder werden fundierte Quellen genannt noch wird das Urteil des Etiketts begründet. In Bezug auf den neuen Vorsitzenden der Labour Party heißt es typisch: „Kritiker sprechen“ vom „weit links stehenden neuen Vorsitzenden, er komme „vom linken Rand“. Er sei ein „Parteispalter“. Er sei „rückwärtsgewandt und radikal“. – Offenbar haben Journalisten keine Zeit für eigene Recherchen oder sie wollen diese gar nicht. Deshalb diese hilfreiche Methode, angebliche Kritiker zu zitieren. Siehe dazu das verlinkte heute.de.

Im Falle Jeremy Corbyns ist das Etikett äußerst fad und unbegründet:

    Linker Spinner ist, wer die fatale Privatisierung der britischen Eisenbahn, die kein vernünftiger Mensch mehr rechtfertigt, rückgängig macht.
    Ein linker Spinner ist, wer gegen die Kriege antritt, die seit 15 Jahren die weite Region des Nahen Ostens, Mittleren Ostens und Nordafrikas destabilisiert haben und von Afghanistan bis Libyen Millionen Menschen getötet, verletzt und in die Flucht getrieben haben.
    Ein linker Spinner ist, wer die skandalös ungerechte Einkommens- und Vermögensverteilung, die in nahezu allen Ländern durchgesetzt wurde, korrigieren will.
    Ein linker Spinner ist, wer glaubt, die herrschende Armut lasse sich bekämpfen.

Corbyn tritt für eine bessere, eine gerechtere Gesellschaft ein, er will eine „decent society“, so sagt er. D.h., „decent“ übersetzt ungefähr: eine anständige Gesellschaft, weitere Bedeutungen des Wortes decent sind: vernünftig, ordentlich, korrekt, honorig, sittsam.

Wenn ein Politiker solche ganz normalen Werte des Anstandes, man könnte auch sagen im guten Sinne konservative Werte, zum Maßstab seines Handels machen will, dann jagt das den Konservativen außerhalb und in seiner Partei Angst und Schrecken ein. Sie brauchen korrupte Politiker, unanständige, unvernünftige, unkorrekte. Und auch dem ZDF wird richtig gruselig zumute, wenn einer nicht zu kaufen ist. Das ist dann ein Spinner. Ein linker Spinner.

Wer sich genauer informieren will, BBC hat am 14.8.2015 eine Übersicht unter dem Titel „What is Jeremy Corbyn’s programme for government?“ veröffentlicht. Dieser Text ist zwar auch von leichter Feindseligkeit geprägt, aber immerhin informiert er. ...

Aus: "ZDF zum neuen Labour-Chef: „Er gilt nicht nur Konservativen als linker Spinner“" Albrecht Müller (13. September 2015)
Quelle: http://www.nachdenkseiten.de/?p=27532


--> "What is Jeremy Corbyn's programme for government?" (14 August 2015)
http://www.bbc.com/news/uk-politics-33772024


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