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Erweiterter Machtdiskurs (Politik) / Zur Flüchtlingspolitik...
« on: Yesterday at 04:52:38 PM »
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[...] Wird Frankreich von Migranten "überschwemmt", wie Innenminister Gérard Collomb schätzt? Oder entehrt sich die Nation der Menschenrechte, indem sie "Kinder hinter Stacheldraht" steckt, wie die kommunistische Abgeordnete Elsa Faucillon erklärte? Solche grundsätzlichen Fragen prägten die mehrtägige Parlamentsdebatte über ein Gesetz, das die Asylverfahren wie auch die Abschiebungen zu beschleunigen sucht. Asylgesuche sollen in Zukunft in sechs statt elf Monaten behandelt werden. Rekurse gegen ablehnende Bescheide sind nur noch innerhalb von zwei Wochen (bisher ein Monat) möglich. Und die Abschiebehaft wird von 45 auf 90 Tage verlängert. Das solle mehr Asylplätze für echte Flüchtlinge schaffen, sagte Collomb. Sein umstrittenes Rundschreiben von 2017, das die Polizei ermächtigt, in Asylzentren Personenkontrollen durchzuführen, erhält deshalb Gesetzeskraft.

Die Nationalversammlung stimmte in der Nacht auf Montag in erster Lesung mit 228 gegen 139 Stimmen für das neue Gesetz. Ausschlaggebend waren die Stimmen der Partei La République en marche (LRM) von Präsident Emmanuel Macron. Etliche "Marcheurs" enthielten sich allerdings der Stimme, und einer der 312 LRM-Abgeordneten, Jean-Michel Clément, zog es vor, mit Nein zu stimmen – und die Fraktion zu verlassen, wie es die Partei bei der Verletzung der Fraktionsdisziplin vorgegeben hatte. Clément sagte, er könne die Verschärfung des Asylgesetzes nicht mit seinem Gewissen vereinbaren. Auch wenn er in der LRM-Fraktion ein Einzelfall war, erhielt er viel mediale Aufmerksamkeit, da er für viele "Marcheurs" spricht, die Macrons Gesetz in der Parlamentsdebatte zwar kritisierten, aber nicht zum Fraktionsausschluss bereit waren.

Redner der Linksparteien sagten in der Debatte ebenfalls, das Gesetz verletze den "universellen" Anspruch Frankreichs als Menschenrechtsnation, stemple es doch "die Ausländer zu Verdächtigen". Collombs Anspruch, mit dem Gesetz die Integration der aufgenommenen Asylwerber zu fördern, bleibe "bloßes Gerede", wenn man ihnen das Recht zur Arbeit verweigere, meinte Alexis Corbière von der Formation der "Unbeugsamen Franzosen". Die Macronisten gaben insofern nach, als sie das Arbeitsverbot für Asylwerber von neun auf sechs Monate verkürzten. Das sogenannte "Solidaritätsdelikt" von Franzosen, die abgewiesene Asylwerber beherbergen, entschärften sie zudem geringfügig.

Die Linke stimmte dessen ungeachtet geschlossen gegen das Gesetzesprojekt. Das Gleiche taten – obschon aus gegenteiligen Gründen – die konservativen Republikaner und die Handvoll Abgeordneten des Front National. Deren Chefin Marine Le Pen verdächtigte die Macron-Regierung, sie verfolge einen "geheimen Plan, weitere 40.000 Migranten zu legalisieren". Republikanerchef Laurent Wauquiez erklärte, es genüge nicht, die Gesetze zu verschärfen, wenn die Polizei keine zusätzlichen Mittel zur Durchsetzung der Abschiebung erhalte – zumal 90 Prozent der Abgeschobenen jeweils nach Frankreich zurückkehrten. Auch die von Collomb geforderte Revision des Dublin-Abkommens auf EU-Ebene hält Wauquiez für nutzlos. Die Rechte will im Senat, wo sie die Mehrheit hat, Zusatzanträge für die weitere Verschärfung des Asylrechts einbringen. Das letzte Wort hat allerdings die Nationalversammlung; und sie dürfte an dem Gesetzestext kaum mehr viel ändern.

Wie gespannt die Lage an der französischen Asylfront ist, zeigt sich nicht nur in Calais am Ärmelkanal, wo weiterhin hunderte meist junge Männer wild campieren, um nachts nach England überzusetzen zu versuchen. Auch im Pariser Villette-Viertel wächst derzeit wieder ein großes Zeltlager Ankommender. Hilfswerke bezeichnen die Lebensbedingungen als unmenschlich. Collomb erklärte, die Aufnahmelager seien überfüllt, nachdem Frankreich 2017 erstmals mehr als 100.000 Asylanträge registriert habe. In den Südalpen kletterten am Wochenende Vertreter der "Génération identitaire" zur Grenze nach Italien hoch, wo viele Asylsuchende aus Lampedusa kommend nach Frankreich gelangen. Aus Hubschraubern filmten die Rechtsextremisten ihr Riesentransparent mit der Inschrift "Zurück in euer Herkunftsland!". Die Regierung musste von links wie rechts Kritik einstecken, sie überlasse dieses Grenzgebiet den Migranten und deren Gegnern. Collomb kündigte nun eine "umfangreiche" Verstärkung der Polizei an, "um die absolute Kontrolle der Grenze" zwischen Südfrankreich und Italien zu gewährleisten.


Aus: "" Stefan Brändle aus Paris (23.4.2018)
Quelle: https://derstandard.at/2000078470341/Frankreich-verschaerft-Asylrecht

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[...] Rund 80 Menschen haben in Hannover eine Mahnwache für Chico abgehalten, den eingeschläferten Staffordshire-Terrier-Mix. Wer zündet Kerzen an für einen Hund, der zwei Menschen tötete? ...

Die offizielle Version nehmen einige Mahnwachen-Teilnehmer der Stadt nicht ab. "Das ist eindeutig Mord gewesen", sagt Andrea N., sie hat gerade das Schild eines kleinen Mädchens fotografiert, das in Begleitung zweier Männer gekommen ist: "R.I.P. Chico - Ermordet von Medien, Politik und Inkompetenz".

An dem Hergang des Vorfalls hat die 50-Jährige ebenfalls Zweifel, und auch damit ist sie an diesem Nachmittag nicht alleine: "Ich sage, der Hund war's nicht." Auf Bildern habe sie kein Blut an der Schnauze gesehen und keins am Fell. Offenbar kursieren auch im Internet Verschwörungstheorien zu dem Fall, die Polizei Hannover warnte am Freitag auf Twitter vor "Behauptungen rund um den Fall Chico".

Und nun? Sebastian Glaubitz sitzt nach der Mahnwache auf einer Stufe vor dem Veterinäramt und schnauft durch. Er wolle bei Facebook aktiv bleiben, vielleicht folge auch noch die eine oder andere Mahnwache, sagt er. "Bis die Verantwortlichen vor Gericht stehen."


Aus: "Mahnwache für Hund Chico: "Unser Held, unser Freiheitskämpfer"" Félice Gritti  (23.04.2018)
Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/mahnwache-fuer-hund-chico-in-hannover-unser-held-a-1204224.html

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Music and Sound Art (Klang) / bands, musicians...
« on: April 22, 2018, 11:48:25 AM »
Aerial M (1997)
https://www.youtube.com/watch?v=REB2Nrn5zyg | https://www.discogs.com/de/artist/68469-Aerial-M

Matt Elliott - Drinking Songs (2004)
https://www.youtube.com/watch?v=YDWEz1mia1I

60s-70s Japanese Instrumental Cinema Funk Breaks
https://www.youtube.com/watch?v=TA9LVzuC7z4

Road - Road (1972) [Full Album] 🇺🇸 Heavy Psychedelic Rock/Space Rock
Noel Redding – bass, vocals Rod Richards – guitar, vocals Leslie Sampson – drums, vocals
https://www.youtube.com/watch?v=EE0uK9lXN2Q

Joe Farrell-Joe Beck Group (feat. Steve Gadd) – Live at Jazzfest Berlin 1973
https://www.youtube.com/watch?v=5B5esWLMpQ4

#29 - Piero Piccioni - IL Disprezzo (1963) FULL ALBUM
https://www.youtube.com/watch?v=u5A6qHEM0eo

“Moon Gas” (Usa, 1963) de Dick Hyman & Mary Mayo (space age pop)
https://www.youtube.com/watch?v=U9iTsyrnjSA

Kahvas Jute - Wide Open 1971 (full album)
https://www.youtube.com/watch?v=77ZPepbQtOs

L'Armée des ombres est un film franco-italien de Jean-Pierre Melville, sorti en 1969 et adapté du roman du même nom de Joseph Kessel, écrit en 1943.
Bande Originale - Eric Demarsan
https://www.youtube.com/watch?v=BTiLd95fiiU | https://de.wikipedia.org/wiki/Armee_im_Schatten

Le Cercle Rouge (1970) Bande Originale - Eric Demarsan & Inédits Michel Legrand
https://www.youtube.com/watch?v=GkHmMGMkFpM

Piero Piccioni ‎– La Fuga
https://www.youtube.com/watch?v=zQ6IQfHQE3E

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Architektur (Bauwerk & Raum) [Verortung] / Kiel...
« on: April 19, 2018, 04:44:55 PM »
Notiz:

Hans Albert Edmund Söhnker (* 11. Oktober 1903 in Kiel; † 20. April 1981 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler. .. Er besuchte in Kiel die Mittelschule und die Höhere Handelsschule, entwickelte aber schon früh eine Neigung zum Theater. Er nahm Schauspielunterricht bei Clemens Schubert und erhielt 1922 sein erstes Engagement am Theater Kiel.  ... 1944: Große Freiheit Nr. 7
https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_S%C3%B6hnker


Der Film Große Freiheit Nr. 7 wurde während des Zweiten Weltkriegs von Mai bis November 1943 im Deutschen Reich und dem damaligen Protektorat Böhmen und Mähren von Helmut Käutner gedreht. Es ist der erste Agfa-Farbfilm der Terra Film. Er durfte nach der Zensur vom Dezember 1944 in Deutschland nicht gezeigt werden und wurde erst 1945 von den Alliierten freigegeben. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Freiheit_Nr._7

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[...] Mit einer Resolution aus dem Februar 2017 zu klareren zivilrechtlichen Regeln in den Bereichen Robotik und Künstliche Intelligenz (KI) hat das EU-Parlament eine heftige Debatte ausgelöst. Stein des Anstoßes ist der Appell der Abgeordneten an die EU-Kommission, langfristig einen speziellen rechtlichen Status für Roboter als eine "elektronische Person" zu etablieren. Das soll nach Ansicht der Gesetzgeber klären helfen, wer im Schadensfall haftet. Experten halten aber nichts davon, da es auf einer "verzerrten Wahrnehmung" beruhe und "unangebracht" sei.

Rund 160 europäische Sachverständige aus Forschung, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik haben einen offenen Brief an EU-Kommissionspräsident Jean Claude Juncker und einen Großteil seines Kabinetts und an Generaldirektionen geschickt, in dem sie nachdrücklich davor warnen, "autonomen", "unvorhersehbaren" und "selbstlernenden" Maschinen rechtlich einen Persönlichkeitsstatus zu erteilen. Ein solches Vorhaben ist ihrer Ansicht nach getrieben von der falschen Behauptung, dass die Haftung für Schäden solcher Roboter unmöglich nachzuweisen sei.

Technisch gesehen überschätze eine solche Aussage die "aktuellen Fähigkeiten selbst der am weitesten fortgeschrittenen Roboter", schreiben die Experten, darunter aus Deutschland der Würzburger Philosophieprofessor Wolfgang Schröder, der Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, Georg Martius, und Ulrich Borgolte von der Fernuniversität Hagen. Sie sei mehr von Science Fiction und "ein paar sensationellen Pressemitteilungen jüngeren Datums" geprägt als von der Realität.

Auch aus ethischer und rechtlicher Sicht weisen die Unterzeichner des Briefs das Anliegen des EU-Parlaments zurück. Ein Persönlichkeitsstatus für fortgeschrittene Maschinen könne nicht vom Modell der "natürlichen Person" abgeleitet werden, da ein Roboter dann Menschenrechte genösse, für sich also eine gewisse Würde oder Integrität sowie Bürgerrechte beanspruchen könnte. Dies stünde im Widerspruch zur Europäischen Grundrechtecharta und zur Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten. (Stefan Krempl) / (anw)

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     Jim Bo, 12.04.2018 14:20

Dahinter steckt bestimmt die Automobilindistrie

Ein Auto mit "Autopilot" ist dann selbst für Unfälle verantwortlich und nicht mehr der Hersteller.
Und wenn es dann - leider, leider - zur Strafe verschrottet werden muss, verkaufen sie dir natürlich gern ein neues, mit "verbessertem" Autopilot und dementsprechend teurer.


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Aus: "Streit über "Persönlichkeitsstatus" von Robotern kocht hoch" Stefan Krempl (12.04.2018)
Quelle: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Streit-ueber-Persoenlichkeitsstatus-von-Robotern-kocht-hoch-4022256.html

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Erweiterte Gehirn Erkundschaftungen / Zum Rauschmittel...
« on: April 17, 2018, 07:35:33 AM »
"Montag – Zeit für einen Horrortrip" (16. April 2018)
Und wer hat's erfunden? Ein Schweizer entdeckte vor 75 Jahren die Wirkung von Lysergsäurediethylamid, kurz LSD. Im Selbstversuch schluckte der Chemiker zu viel davon. ... Es ist Freitag, der 16. April 1943. Albert Hofmann räumt sein Labor beim Pharmaunternehmen Sandoz in Basel etwas frustriert fürs Wochenende auf. Seine Suche nach einem Mittel zur Kreislaufstabilisierung kommt nicht voran. Und dann passiert es. Er erlebt einen gewaltigen Rausch, den er später als wunderbares Erlebnis bezeichnet. Der Chemiker war vor 75 Jahren etwas schlampig im Labor gewesen und mit dem Mittel in Berührung gekommen, an dem er forschte: Lysergsäurediethylamid, abgekürzt LSD. ...
http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2018-04/lsd-drogen-albert-hofmann-horrortrip-lysergsaeurediethylamid-halluzinationen

"So wirkt sich Microdosing auf deine Gesundheit aus" Thomas Vorreyer (Nov. 6 2017, 1:10pm)
Ergebnisse der bisher umfangreichsten Studie zum Thema: Es gibt viele positive Effekte, aber auch zwei Risikogruppen. Mit ein bisschen LSD kreativer und erfolgreicher zu werden, das versuchen immer mehr Menschen. Microdosing nennt sich diese Form der Selbstoptimierung. Dabei nimmt man regelmäßig Kleinstdosen psychoaktiver Substanzen zu sich. Auf deine Gesundheit kann sich das positiv auswirken, wie zwei US-Forscher herausgefunden haben wollen. James Fadiman und Sophia Korb haben die bislang größte weltweite Studie zu Microdosing durchgeführt, am Samstag haben sie in Berlin neue Zwischenergebnisse bei der Altered, einer Konferenz für Bewusstseins- und Drogenforschung, präsentiert. ...
https://www.vice.com/de/article/a37nwp/so-wirkt-sich-microdosing-auf-deine-gesundheit-aus

https://sites.google.com/view/microdosingpsychedelics/home

https://www.alteredconference.com/

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[...] Sie selbst forschen seit Jahren zu LSD. Woher kommt Ihr persönliches Interesse an der Droge?

Daniel Wacker ist Pharmakologe und Professor an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai in New York: Wir wissen in der Wissenschaft extrem wenig über das menschliche Bewusstsein. LSD eignet sich so gut wie kaum eine andere Substanz, um die Frage zu erforschen, was genau eigentlich das menschliche Bewusstsein ausmacht. Es gibt sehr wenige chemische Verbindungen, die bereits in geringen Dosierungen einen so dramatischen Effekt auf das Gehirn haben wie LSD.

Welche Effekte meinen Sie genau?

Eine tiefgehende und oft anhaltende Veränderung des Bewusstseins. Viele Leute, die auch nur einmal auf einem LSD-Trip waren, berichten über langfristige Auswirkungen: Dass sie weniger depressiv und ausgeglichener sind und umgänglicher mit ihrem Umfeld umgehen.

Worin liegt hier der wissenschaftliche Ansatzpunkt für Ihre Forschung?

LSD löst an einem Serotonin-Rezeptor in der Zelle ein bisschen etwas anderes aus als Serotonin selbst. Man darf sich diese Rezeptoren wie ein Sprachrohr vorstellen - und LSD schickt eine eigene Botschaft in die Zelle. Wie genau diese Botschaft lautet, versuchen wir derzeit herauszufinden. Also: Was macht LSD am Rezeptor anders als Serotonin? Die Antwort könnte uns helfen, neue Substanzen zu entwickeln und damit zielgerichtet Menschen mit Depressionen oder anderen psychischen Krankheiten zu behandeln. Vielleicht gelingt es uns, die langfristige und positive Wirkung von LSD, dass Menschen grundlegend und anhaltend fröhlicher sind, von unerwünschten halluzinogenen Effekten zu trennen.

Sollte LSD also in der Therapie von Depressionen zum Einsatz kommen?

Das ist eine kontroverse Debatte in der Wissenschaft. LSD hat sehr starke Nebenwirkungen. Es gibt Menschen, die durch Überdosierungen an Psychosen erkrankt sind. Da ist noch vieles, was wir verstehen müssen, bevor wir in der Medizin daraus Kapital schlagen können. Allerdings: Es gibt genügend Studien, die zeigen, dass zumindest ein erhebliches Potenzial für LSD in der Therapie von Depressionen liegt.

...

Sollten wir also unsere Einstellung zu psychoaktiven Drogen wie LSD grundsätzlich überdenken?

Noch mal: Der Konsum von LSD ist zu Recht verboten und ich kann als Wissenschaftler nur abraten, sich selbst damit zu behandeln. Gleichzeitig wurde die Droge jahrelang auch in der Wissenschaft stigmatisiert, weshalb die Forschung deutlich erschwert ist. Grundsätzlich halte ich die Art und Weise, wie wir über Drogen denken, für problematisch. Als Wissenschaftlicher, der täglich die Daten vor Augen hat, muss ich sagen: Die weltweit gefährlichsten Drogen sind Alkohol und Zucker. Beide Substanzen verursachen beim Menschen erheblich mehr Schaden als LSD, Kokain und Heroin zusammen - sind aber völlig legal und die Industrie darf sogar Werbung dafür machen.




Aus: ""LSD ist aus wissenschaftlicher Sicht ein Glücksfall"" Interview von Felix Hütten (16. April 2018)
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/medizin-lsd-ist-aus-wissenschaftlicher-sicht-ein-gluecksfall-1.3943491

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"Der antisemitische Verschwörungsglauben von Kollegah"  Michael Blume (14. April 2018)
Am Freitag – dem jüdischen Holocaust-Gedenktag Yom HaSchoah – erhielten die deutschen “BattleRapper” Kollegah und Farid Bang trotz vereinzelter Widerstände einen Echo-Musikpreis. Auf der peinlichen Preisverleihung, auf der sich die Musikindustrie für ihre Einnahmen feierte, wagte immerhin Campino von den “Toten Hosen” Einspruch gegen eine Musikkultur, die auch Gewaltverherrlichung, Frauenverachtung, Antisemitismus und Schwulenfeindlichkeit ausschlachte. ... in Liedern und Videos wie “Apokalypse” (griechisch: Enthüllung) hatte Kollegah (Felix Blume, wir sind nicht verwandt) einen Glauben in eine satanistisch-jüdisch-freimaurerische Weltverschwörung ausgearbeitet. ... Und hier handelt es sich keineswegs um ein freischwebendes, künstlerisch-ironischens Produkt: Wie auch Leon Dische Becker aufgezeigt hat, vertritt der konvertierte Muslim “Kollegah” bis in Details die Verschwörungsmythologie der “13 Illuminaten-Familien”, die der christliche Rechtsesoteriker Fritz Springmeier (USA) ausgearbeitet hat und bei denen es sich, klar, überwiegend um Juden sowie um Satanisten und Freimaurer handele. ...
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-antisemitische-verschwoerungsglauben-von-kollegah/

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[...] Hunderttausende Internetnutzer haben in den vergangenen Tagen eine Theorie über den "Australien-Hoax" gelesen. Der Kontinent soll gar nicht existieren, behaupteten seit Jahren Verschwörungstheoretiker im Netz. Eine Facebook-Userin namens Shelley Floryd hat nun "Fakten" gesucht und ihre bizarre Recherche auf dem sozialen Netzwerk verbreitet. Sie schreibt darin, dass Australien eine Erfindung der Briten sei, die ab dem Ende des 18. Jahrhunderts behaupteten, Häftlinge dorthin zu schicken, diese aber tatsächlich exekutierten.

Seit damals sei eine "riesige Vertuschungsaktion" in Gang, um die Illusion von Australien weiter aufrecht zu erhalten, so Floryd. Australier seien "Schauspieler oder Bots", Flugpiloten würden Inseln nahe Südamerika ansteuern. Das Posting hat zehntausende überwiegend wütende Kommentare gesammelt, vor allem von Australiern.

Wie der Guardian analysiert, sind derartige Theorien aber nicht neu. Schon in den Urzeiten des World Wide Webs scherzten deutsche Nutzer, dass Bielefeld eine Erfindung der CIA sei. Das Meme breitete sich global aus. Später kam etwa Finnland an die Reihe; auch innerhalb eines Landes behaupten Nutzer immer wieder, gefälschte Regionen aufgestöbert zu haben. In Brasilien wird etwa gescherzt, dass der Bundesstaat Acre nicht exisiert; in Italien geht es um die Region Molise.

Die Grenze zwischen Satire und Verschwörungstheorie ist dabei nicht immer leicht zu erkennen. Einige dieser Theorien werden auch von der sogenannten Reichsbürger-Szene aufgenommen, die das Existenzrecht ihres Staates nicht anerkennt (Stichwort Deutschland GmbH). (red, 16.4.2018)

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Crom

Und was ist dann mit all den Lisas, 19, die alle in Australien waren und jetzt kein richtiges Deutsch mehr können?


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Ritter Trenk

Wenn es Australien wirklich gäbe, müsste es auf der Unterseite der Erdscheibe liegen, was ja nicht funktionieren kann.


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countdawn

Habe Beweis, dass Australien ein Fake ist!
Schaut Euch mal ganz genau den Film Crokodile Dundee an!
Dort gibts eine Szene, die in der Nacht im angeblichen Australien spielt und man den Mond sieht. Der Mond steht aber in der gleichen aufrechten Position, wie er bei uns auf der Nordhabkugel zu sehen ist. Nämlich so, dass rechts die dunklen Flecken wie ein springender Hase aussehen, wie auf diesem Bild: http://www.calendersign.com/images/mondhase.jpg
Wenn es Australien wirklich gäbe und es auf der Südhalbkugel wäre, dass müsste der Hase am Kopf stehen, tut er aber im Film nicht! Und in vielen Filmen, die angeblich in Australien spielen ist das so!
Auf praktisch allen Bildern des Mondes ist das so und gilt wohl als sicherer Beweis, dass es Australien nicht gibt.
Astronomie beweist das!


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Cuca Racha

Glaubt ihr jetzt an "Australien" - ja oder nein?  ...


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Hillsmith

Ich habe es noch nicht gesehen. Ich bin Agnostiker.


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Aus: "Immer mehr Internetnutzer leugnen Existenz von Australien" (16. April 2018)
Quelle: https://derstandard.at/2000078055574/Immer-mehr-Internetnutzer-leugnen-Existenz-von-Australien

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Erweiterter Machtdiskurs (Politik) / Grundrechte & Global Issues...
« on: April 11, 2018, 05:22:50 PM »
"Hausangestellte von Diplomaten: Du kannst mir gar nichts!" Bettina Malter (11. April 2018)
 Manche Diplomaten verhalten sich, als stünden sie über dem Recht. Darunter leiden Hausangestellte, die sich mitten in Deutschland kaum gegen Ausbeutung wehren können. ... Menschenrechte oder Immunität.   
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-04/hausangestellte-diplomaten-deutschland-arbeitsbedingungen-ausbeutung-arbeitsrecht/komplettansicht

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justAmoonwalker #4

"Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht."


http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-04/hausangestellte-diplomaten-deutschland-arbeitsbedingungen-ausbeutung-arbeitsrecht?cid=19305907#cid-19305907

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-07/berlin-diplomaten-verkehrsdelikte-immunitaet-botschaften

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"Schuldenberg droht Afrikas Entwicklung zu ersticken" Johannes Dieterich aus Johannesburg (April 2018)
Trotz vieler Bodenschätze, einer reichen Fauna und Flora und zuletzt deutlich gewachsener Investitionen steigen Afrikas Schulden massiv Längst ist das Feuerwerk zur Eröffnung der Bahnstrecke zwischen der kenianischen Hauptstadt Nairobi und der Hafenstadt Mombasa verglüht – die Schuldenlast des von China verwirklichten Megaprojekts wird den ostafrikanischen Staat noch jahrzehntelang drücken. Fast vier Milliarden Dollar (3,2 Milliarden Euro) hat die 450 Kilometer lange Strecke Kenia gekostet. Seine Auslandsverschuldung schwoll deshalb auf 24 Milliarden Dollar an. Zwar ist Kenias Schuldenlast mit einem Drittel des Bruttoinlandprodukts (BIP) im internationalen Vergleich noch moderat. Doch für Afrika zählen andere Maßstäbe, weil die Entwicklungsstaaten viel weniger Steuereinnahmen haben und unter stark schwankenden Rohstoffpreisen leiden. Kenias Beleihungsquote ist auch im afrikanischen Vergleich noch relativ harmlos: Das benachbarte Tansania steht mit mehr als 60 Prozent des BIP in der Kreide, dessen Nachbarstaat Mosambik sogar mit fast 300 Prozent. ...
https://derstandard.at/2000078421612/Schuldenberg-droht-Afrikas-Entwicklung-zu-ersticken

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"Warum es eine Wende in der Landwirtschaft braucht" Sebastian Bohrn Mena (April 2018)
Immer mehr Futtermittel werden aus der ganzen Welt importiert, um immer größere heimische Tierfabriken zu beliefern. Mit großem Aufwand und enormem Einsatz öffentlicher Mittel wird ein kaputtes System befeuert, das Menschen, Umwelt und Tieren schadet Jährlich werden über 600.000 Tonnen Soja als Futtermittel nach Österreich importiert, zum Großteil aus Südamerika. Dort wurden bislang zehn Millionen Hektar Regenwald vernichtet, Artenvielfalt zerstört, Indigene vertrieben und Menschenrechte verletzt. Mit Schiffen wird das Soja nach Europa geliefert, das über 70 Prozent seines Futtermitteleiweißbedarfs importieren muss, weil es die explodierende Nachfrage nicht aus eigener Produktion decken kann. Das importierte Soja landet direkt in den heimischen Tierfabriken, wo der unverzichtbare Proteinlieferant für die beschleunigte Mast benötigt wird. Die Fleischindustrie lebt davon, dass die Produktionszyklen immer kürzer werden – dass also die Tiere so schnell wie möglich Gewicht zulegen und der Verwertung zugeführt werden können. Das unterstützt Konzentrationsbewegungen in der Landwirtschaft.
Seit 1980 hat sich die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich halbiert, die bewirtschaftete Fläche hingegen verdoppelt und die Summe der gehaltenen Tiere sogar vervielfacht. Schon jetzt gibt es eine absolute Überproduktion an Fleisch, weswegen ständig neue Absatzmärkte dafür gesucht werden müssen – etwa in China, wo jüngst beim Staatsbesuch ein Abkommen für den Export von Schweinefleisch geschlossen wurde. Die gesteigerte Produktion in immer größeren Tierfabriken führt zu einer zunehmenden Belastung für die Böden und Grundwasser in der Umgebung. Die Ausbringung der Unmengen an Fäkalien führt mittelfristig zu hohen Nitratbelastungen, einem deutlich höheren Wasseraufbereitungsaufwand und damit auch zu steigenden Trinkwasserpreisen, wie die Situation in einigen Regionen Deutschlands beispielhaft zeigt. ...
https://derstandard.at/2000078453369/Warum-es-eine-Wende-in-der-Landwirtschaft-braucht



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Erweiterte Gehirn Erkundschaftungen / Ernst Cassirer
« on: April 10, 2018, 01:09:17 PM »
Birgit Recki - Die aktualität des Geistes -- "Cassirers Begriff des Geistes" (Am 15.08.2017 veröffentlicht)
Ernst Cassirer verfolgt in seiner Philosophie der Kultur das systematische Ziel einer Grundlegung der Geisteswissenschaften. Er setzt an beim Symbolprozess, den er als das Element der Kultur begreift. „Unter einer `symbolischen Form´ soll jede Energie des Geistes verstanden werden, durch welche ein geistiger Bedeutungsgehalt an ein konkretes sinnliches Zeichen geknüpft und diesem Zeichen innerlich zugeeignet wird.“ Die Philosophie der symbolischen Formen untersucht die Sphären der Kultur (Sprache, Mythos, Religion, Kunst, Wissenschaft, Technik) als die exemplarischen Modi menschlicher Symbolleistungen, und damit als Energien des Geistes, der sich nicht anders zeigt als in stets neu und aufs Neue zu leistenden Funktionen der `Verkörperung´ von Bedeutung. In ihnen konstituiert sich – im Spannungsverhältnis von Innovation und Tradition – die dauerhafte Welt menschlicher Wirklichkeit. Die Nähe dieser Konzeption von Geist zu Hegels Theorie des objektiven Geistes liegt auf der Hand. Der Beitrag will zeigen, dass dieser Befund nur die halbe Wahrheit wäre.
https://www.youtube.com/watch?v=14vN6vy2XFE

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Architektur (Bauwerk & Raum) [Verortung] / Stadtgeschichte - New York
« on: April 10, 2018, 08:57:57 AM »
1911 - A Trip Through New York City (speed corrected w/ added sound)
Old film of New York City in the year 1911. Print has survived in mint condition. Slowed down footage to a natural rate and added in sound for ambiance. This film was taken by the Swedish company Svenska Biografteatern on a trip to America ...
https://www.youtube.com/watch?v=aohXOpKtns0

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Erweiterter Machtdiskurs (Politik) / [CDU (Politik)...]
« on: April 08, 2018, 11:00:52 AM »
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[...] Mitglieder von CDU und CSU haben ein Manifest beschlossen, in dem sie auf ein konservativeres Profil der Unionsparteien dringen. Sie verlangen in dem sogenannten Konservativen Manifest eine Abkehr des Kurses der Union in die politische Mitte. Es richtet sich außerdem gegen die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

In dem Manifest fordert die Werte-Union unter anderem ein schnelleres und konsequenteres Abschieben illegaler Einwanderer und ein Ende der doppelten Staatsbürgerschaft. "Ehe und Familie sind für uns die wichtigsten Grundlagen unserer Gesellschaft. Dabei sehen wir das Leitbild 'Vater, Mutter, Kinder' als elementaren Grundpfeiler an", heißt es in dem Papier. Einige Mitglieder hatten außerdem gefordert, die allgemeine Wehrpflicht wieder einzuführen. Das war jedoch umstritten. Die Teilnehmer einigten sich auf eine Prüfung.

Der Vorsitzende der vor einem Jahr gegründeten Gruppierung, der Diplomkaufmann Alexander Mitsch aus Heidelberg, sieht das Papier als Rückkehr zum "Markenkern" der Union.

Ein Grußwort von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wurde mit viel Beifall aufgenommen. In dem von Mitsch verlesenen Schreiben bezeichnete Spahn die Konservativen als "Anwälte der Unterschiede". Die Union brauche Kreise wie die Werte-Union und die Besinnung auf einen klugen liberalen Konservatismus: "Wenn wir reden und handeln in einer Haltung, die breite, sich bürgerlich fühlende Schichten zuletzt oft schmerzlich vermisst haben, dann können wir die AfD überflüssig machen." Spahn schrieb weiter: "Wenn Menschen sich frei entfalten, kommt nichts Gleiches dabei heraus." Den Rahmen und die Spielregeln müsse "die Gemeinschaft" schaffen und garantieren.

Mitsch sagte, die Werte-Union habe Spahn nicht zu dem Treffen eingeladen, "weil das Format lange feststand". Aber die Gruppierung habe den Minister um ein Grußwort gebeten: "Das kam dann."

Rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zu dem Jahrestreffen der Werte-Union nach Schwetzingen gereist. Zum Auftakt des Treffens sagte der Generalsekretär der CDU Baden-Württemberg, Manuel Hagel, von dem Treffen solle das Signal einer Partei ausgehen, die diskutiere. Vom früheren CSU-Chef Franz Josef Strauß stamme das Zitat: "Eine Volkspartei muss immer in Bewegung bleiben." Es gehe um die Frage, wie die Partei in 10 bis 15 Jahren aussehen solle. Die Konservativen seien keine Abtrünnigen oder Ausgestoßenen, sondern befänden sich in der Mitte der Partei, sagte der 29-Jährige. Die Kritik der Konservativen sei für den künftigen Kurs der Union wichtig: "Wenn wir keine Antwort darauf haben, was liberal und konservativ heißt, machen wir uns überflüssig."

Zur Forderung nach einem Ende der doppelten Staatsbürgerschaft sagte Hagel: "Der Doppelpass ist ein Integrationshindernis. Der Doppelpass ist wie Petersilie auf dem Schnitzel: Beides ist überflüssig." Der Islam gehöre nicht zu Deutschland.

Die Werte-Union hatte sich vor gut einem Jahr gegründet. Sie kritisiert Bundeskanzlerin Merkel unter anderem für ihre angeblich verfehlte Flüchtlingspolitik und propagiert eine Rückkehr zum konservativen Markenkern der Union.

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer bemüht sich um einen Dialog mit den Vertreterinnen und Vertretern der Werte-Union. In den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland rief sie den konservativen Flügel ihrer Partei dazu auf, am neuen Grundsatzprogramm mitzuarbeiten. "Die CDU hat drei Wurzeln – die christlich-soziale, die liberale und die konservative. Alle drei sind uns gleichermaßen wichtig", sagte Kramp-Karrenbauer. Jedes Parteimitglied sei eingeladen, sich "konstruktiv und an der Sache orientiert" an dem Programmprozess zu beteiligen.

Der Vorsitzende der Werte-Union begrüßte den Appell. "Wir haben bereits schriftlich Kontakt zu Frau Kramp-Karrenbauer aufgenommen und freuen uns auf den Dialog", sagte Mitsch. Die Werte-Union wolle insbesondere die Inhalte des konservativen Manifests in das Grundsatzprogramm einbringen.

Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (SPD) deutete die Kritik der Werte-Union als Hinweis, dass sich die innerparteiliche Opposition gegen Merkel inzwischen "überall formiert". Die CDU habe "Konservativen zu lange keine Heimat mehr geboten, das wollen viele nicht mehr hinnehmen und drängen die Partei nach rechts", sagte der frühere SPD-Fraktionschef der Neuen Osnabrücker Zeitung. Das Regieren wird dadurch nicht einfacher.

"Teile der Union sind ganz offensichtlich für Rückschritt", sagte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter der Zeitung. Er warnte CDU und CSU davor, der AfD hinterherzulaufen und zu einer "reaktionären Politik zurückzukehren". Bundesinnenminister Horst Seehofer solle "schleunigst damit aufhören, das Land weiter zu spalten", indem er Millionen Muslime ausgrenze.


Aus: "Werte-Union hat "Konservatives Manifest" beschlossen" (7. April 2018)
Quelle: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-04/unionsparteien-konservatives-manifest-kritik-angela-merkel

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[...] Von den teilnehmenden Frauen gaben 85 Prozent an, regelmäßig mindestens einmal pro Woche zu Hause zu putzen. Bei den Männern waren es 46 Prozent. ...


Aus: "Putzmittel könnten so gefährlich sein wie Rauchen" (4. April 2018)
Quelle: https://derstandard.at/2000077310196/Putzmittel-koennten-so-gefaehrlich-sein-wie-Rauchen

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"Festival „Digital Feminism“ in Dresden - Intimität in Zeiten des Internets" Marlen Hobrack (20. 3. 2018)
Twerking, Adorno und Tinder: Ein Festival verhandelt wie Webcams und Virtual-Reality-Brillen sich zwischen Körper schieben und sie doch verbinden.
„Und, habt ihr auch alle euren Adorno gelesen?“, ruft die junge Frau auf dem Dresdner Albertplatz ihren drei Freundinnen zu. Die Frauen tragen ihr kinnlanges Haar mit reichlich Gel zu strengen Bobs frisiert, den Nackenansatz ausrasiert, damit das Haar eng am Kopf anliegt. Eine scrollt durch ihren Instagram-Feed, schaut sich das Video einer twerkenden Tänzerin findet.
Die Frauen sind auf dem Weg zum Festival „Digital Feminism“ im Festspielhaus Hellerau. Einem Ort, an dem durch Tänzerinnen wie Mary Wigman nicht nur vor etwa hundert Jahren der moderne Ausdruckstanz begründet wurde – sondern an dem von Anfang an auch Geschlechtergrenzen gesprengt wurden. Und nun, im März 2018, wird auf dem Weg dorthin getwerkt, womöglich in Vorbereitung auf den „Twerkshop“ von Kulturvotzen TV (nun, sie heißen wirklich so). Denn die junge Frau ist vom Betrachten zum Tanzen übergegangen.
Was hat nun Twerking, bei dem Becken und Po rhythmisch schwingen und hüpfen, mit Digitalem Feminismus zu tun? Und was mit Adorno? ...
https://www.taz.de/!5489596/

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Erweiterter Machtdiskurs (Politik) / InfoWar, PSYOP, Propaganda...
« on: April 03, 2018, 03:30:59 PM »
Bei der Plutonium-Affäre handelt es sich um die Hintergründe des vom Bundesnachrichtendienst (BND) veranlassten illegalen Transports von mehr als 360 Gramm Plutonium mit einer Maschine der Lufthansa von Moskau nach München im Jahr 1994 im Vorfeld der anstehenden Landtagswahlen. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Plutonium-Aff%C3%A4re


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Erweiterte Gehirn Erkundschaftungen / Ernst Cassirer
« on: April 02, 2018, 08:32:38 PM »
Philosophie der symbolischen Formen ist der Titel des Hauptwerks des Philosophen Ernst Cassirer. Die Erstausgabe erschien in Berlin in den Jahren 1923–1929.
http://pubman.mpdl.mpg.de/pubman/item/escidoc:2309355/component/escidoc:2309354/Cassirer_1923_philosophie.pdf

https://archive.org/details/philosophieders00cass

Substanzbegriff und Funktionsbegriff (1910)
https://archive.org/stream/substanzbegriffu00cassuoft#page/n3/mode/2up


Dei Begriffsform im mythischen Denken
by Cassirer, Ernst, 1874-1945
https://archive.org/details/deibegriffsformi00cass


https://archive.org/search.php?query=Cassirer

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Erweiterter Machtdiskurs (Politik) / Kapitalismus (...?)
« on: April 02, 2018, 03:30:43 PM »
Quote
[...] Karl Marx hat es geschrieben, John Maynard Keynes hat davor gewarnt und die einfachen Leute haben es ohnehin schon immer gewusst: Im unregulierten Kapitalismus wachsen die Vermögen jener, die das Kapital besitzen, weit schneller als bei jenen, deren Arbeit die Kapitalerträge erzeugt. Der Teufel macht eben immer nur auf den großen Haufen. Insofern ist die Erkenntnis, die der französische Ökonom Thomas Piketty in seinem Weltbestseller über „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ ausbreitet, nicht originell.

Neu an seinem Werk ist lediglich die ausgefeilte Methodik. Anhand der Steuerdaten aus drei Jahrhunderten weist der neue Star am Ökonomenhimmel nach, dass der Trend zur Konzentration der Vermögen in den Händen einer kleinen Elite systembedingt ist und nur zeitweise durch Krieg oder harte staatliche Eingriffe umgekehrt wurde. Und hätte Piketty sein Buch schon vor zehn Jahren veröffentlicht, dann wäre das vermutlich außerhalb seiner Zunft nicht weiter aufgefallen.

Doch im Jahr sechs nach Lehman, da noch immer viele Millionen Arbeitslose und die überschuldeten Staaten mit den Folgen des großen Crashs kämpfen, trifft das Werk offensichtlich einen Nerv. Das anspruchsvolle Buch verkauft sich massenhaft und plötzlich entzündet die Wiederkehr der längst überwunden geglaubten Klassengesellschaft eine weltweite Debatte. Daran wird auch der Vorwurf von Kritikern, Piketty habe Daten verfälscht, nichts mehr ändern. Selbst die Gralshüter des Marktglaubens, die Ökonomen der OECD und des Internationalen Währungsfonds, die bisher stets gegen staatliche Eingriffe in das freie Spiel der (Kapital-)Kräfte fochten, veröffentlichten nun Studien, die der Umverteilung durch Steuern auf hohe Einkommen und Vermögen das Wort reden.

Bahnt sich nun also nach Jahrzehnten der Unterwerfung der Politik unter die Ansprüche des flüchtigen Kapitals die große Wende an? Schön wär’s. Doch die politische Praxis in Europa folgt einem ganz anderen Muster. Denn hier erzwingen die deutsche Kanzlerin und ihre Verbündeten in der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem Rat der Finanzminister per Gesetz und mit den Knebelverträgen für die Notkredite an die überschuldeten Staaten eine Politik, die im großen Stil die Ungleichverteilung verschärft. So setzte die EU-Kommission im Auftrag der Euro-Gruppe in allen Krisenländern massive Lohnsenkungen durch. Gleichzeitig weigern sich die EU-Finanzminister aber hartnäckig, für eine halbwegs gerechte Besteuerung von Kapitalerträgen zu sorgen.

Selbst die Krisenstaaten Zypern und Irland dürfen weiterhin Konzerne und Geldwäscher mit großzügigen Steuernachlässen bedienen. In Griechenland ging die soziale Spaltung im Namen der Euro-Rettung so weit, dass die Kürzung des Mindestlohns um 25 Prozent per Notstandsdekret erzwungen wurde, als im Parlament die Mehrheit fehlte, weil sogar die Unternehmer sich dagegen ausgesprochen hatten. Die auf mehr als 200 Milliarden Euro geschätzten Vermögen der griechischen Elite bei Banken und Fonds im Ausland blieben dagegen unangetastet. Nun drängen die Merkel-Regierung und die Kommission auch in Frankreich und Italien auf „Strukturreformen“, deren wesentliches Ziel es ist, die Löhne zu drücken.

All das beruht auf der Annahme, die Senkung der Lohnkosten würde die Unternehmen der betroffenen Länder befähigen, mehr zu exportieren und sie zu neuer Blüte führen. Tatsächlich geschieht das Gegenteil. Die Wirtschaft schrumpft oder stagniert, weil die interne Nachfrage fehlt. Und diese wird keineswegs durch größere externe Nachfrage ersetzt, weil alle EU-Staaten ja die gleiche Strategie verfolgen (müssen) und so ein regelrechter Lohnsenkungswettbewerb erzeugt wird.

In der Folge beginnen in einem Land nach dem anderen die Preise zu fallen, was endgültig jede Investition erstickt. Bizarrerweise wollen EZB-Chef Mario Draghi und seine Direktoren nun mit Notstandsmaßnahmen wie einem Strafzins auf Zentralbankeinlagen genau die Deflation bekämpfen, die sie selbst durch ihre Politik herbeigeführt haben. Aber das wird nicht reichen. Nötig wären vielmehr das Ende der Lohnsenkungspolitik und eine Entschuldung der Krisenländer, damit deren Regierungen wieder handlungsfähig werden. Ginge es nach Piketty, dann wäre eine EU-weit erhobene Abgabe auf große Vermögen dafür das Mittel der Wahl. Im deutschen Kanzleramt sind seine Ideen allerdings noch nicht angekommen.

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nyma 29.05.2014, 20:32 Uhr

Der Krieg Arm gegen Reich

Der Multimilliardär Warren Buffett sagte zwei Jahre vor(!) der Weltwirtschaftskrise in einem Interwiev in der New York Times:

„Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.“

Er bezog das natürlich auf die USA, aber angesichts dessen, was derzeit in Europa vorgeht, passt das Zitat auch perfekt hierher.



Aus: "Merkels Politik nutzt nur dem Kapital" Harald Schumann (29.05.2014)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/meinung/europas-krisenpolitik-merkels-politik-nutzt-nur-dem-kapital/9967406.html

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[...] Eigentlich dürfte Ungleichheit in einer funktionierenden Demokratie nicht wachsen. Da die weniger Wohlhabenden und die Armen die Mehrheit haben, müssten sie mit ihren Stimmen verhindern können, dass die Armen ärmer und die Reichen reicher werden. Es müsste umverteilt werden. Aber warum geschieht das nicht?

Darauf hat kürzlich der französische Ökonom Thomas Piketty eine Antwort versucht. Bekannt geworden ist er durch sein 2016 erschienenes Buch „Das Kapital im 21. Jahrhundert“, in dem er aus jahrhundertealten Steuerlisten und weltweiten Wirtschaftsdaten ein altes und weit verbreitetes Muster herausdestillierte: Überall wächst das Kapitalvermögen schneller als die Realwirtschaft. Die Rendite, die Aktien und Grundbesitz erbringen, ist im Schnitt immer höher als das Einkommen. Seine erste Antwort auf die Unfähigkeit demokratischer Systeme, hier gegenzusteuern, ist ein dickes Nein: Es stimme nicht, dass das in einer globalisierten Weltwirtschaft nicht gehe. Nichts mache Umverteilung technisch unmöglich, schreibt Piketty in einer Powerpoint-Präsentation vom Januar dieses Jahres, für die er Daten aus den USA, Frankreich und Großbritannien der vergangenen 70 Jahre ausgewertet hat. Die Globalisierung der Ungleichheit sei hausgemacht: „Staaten und Regierungen entscheiden selbst, Verträge zu unterschreiben, die Freihandel und freie Kapitalflüsse vorsehen, aber keine umverteilenden Steuern und Regulierungen.“

Warum sie das tun, erklärt der Ökonom mit einem Blick über den Gartenzaun, in die Sozialgeschichte: Wer in den 50er und 60er Jahren in den USA, Frankreich, und Großbritannien links wählte – in Deutschland, das Piketty demnächst untersuchen will, wäre das wohl ähnlich – war weniger gebildet und hatte weniger Geld. In den zwei Jahrzehnten danach kamen die Gebildeteren hinzu, es entstand, was Piketty ein „Mehr-Eliten-Parteiensystem“ nennt. Die Stimmen der Vermögenden und Gutverdiener gingen nach rechts, die der Gebildeten - der Autor benennt sie nach der indischen Priesterkaste - nach links, „Brahmanen-Linke gegen Geschäfts-Rechte“, so der Titel der Präsentation.

Der Charme von Pikettys Blick auf den Wählerwandel liegt darin, dass er so weit reicht. Bisherige Studien hielten sich an Kategorien fest, dem „Arbeiter“ zum Beispiel, die immer nur für eine bestimmte Epoche gelten. Auf lange Sicht, argumentiert er, sei es besser, auf Bildung und Einkommen zu schauen. Das Vorgehen erlaubt, einen teils faszinierenden Wandel der Parteien festzustellen: Die US-Demokraten entwickelten sich erst von der Partei der Sklavenhalter zu einer für arme Weiße, dann zu der des New Deal und schließlich, schreibt Piketty, „zur Partei reicher Weißer und armer Minderheiten“. Und obwohl britische und französische linke Parteien ganz anders organisiert seien, hätten sie über die Jahrzehnte die gleiche Entwicklung ihrer Wählerschaft in puncto Bildung und Einkommen erlebt. Dabei könnte eines Tages auch die Sortierung des Parteiensystems nach Bildungs-Linker gegen Reichen-Rechte enden: „Da hohe Bildung auf lange Sicht zu hohen Einkommen/Wohlstand führt, sind Mehr-Eliten-Parteiensysteme zwangsläufig instabil: Eliten neigen dazu, sich zusammenzuschließen.“ Am Ende könnte „die völlige Neuausrichtung des Parteiensystems“ stehen.

 Was Pikettys Entwurf vorerst nur in einer Frage streift, ist ziemlich entscheidend: Die Allianz der Eliten lässt die zurück, die nicht dazu gehören. Das war so lange nicht wahlentscheidend, wie die am stärksten Abgehängten sich zurückzogen und nicht wählten. Die großen linken, die sozialdemokratischen Parteien, machten sich derweil vor, deren Interessen zu vertreten, obwohl sie es längst nicht mehr taten. Das Freihandelsabkommen TTIP haben, unter anderen, ein demokratischer US-Präsident und ein sozialdemokratischer deutscher Wirtschaftsminister verteidigt und gewollt.

Mit dem Aufkommen einer Alternative von rechts, so falsch sie auch ist, ist diese Sicherheit zerbrochen. Frankreichs Sozialisten sind schon Geschichte, der Front National lebt, und in Deutschland und Italien nähern sich dessen Schwestern einem Stimmanteil von 20 Prozent.

Wenn Demokratien die Ungleichheit wuchern lassen, dann ist das nicht einfach ein Kuriosum oder ein Naturgesetz. Dann funktionieren sie nicht. Der Aufstieg der Rechten ist eine verzweifelte, wütende Reaktion auf diese Krise der Demokratie. Ausgelöst durch Eliten, die fast geschlossen zur Religion des Marktes konvertierten. Vor vielen Jahren. Die Phantasie für eine rationale Reaktion ist wohl verdampft.



Aus: "Wenn Ungleichheit wuchert, funktioniert die Demokratie nicht" Andrea Dernbach (12.03.2018)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/meinung/reich-und-arm-wenn-ungleichheit-wuchert-funktioniert-die-demokratie-nicht/21058100.html

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2014 sorgte seine Veröffentlichung Das Kapital im 21. Jahrhundert (französisch 2013: Le Capital au XXIe siècle) weltweit, besonders in den USA, für sehr große Aufmerksamkeit. ... Piketty forscht insbesondere zu den Themen Einkommensverteilung, Vermögensverteilung und soziale Ungleichheit. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Piketty

Thomas Piketty: New thoughts on capital in the twenty-first century (06.10.2014)
French economist Thomas Piketty caused a sensation in early 2014 with his book on a simple, brutal formula explaining economic inequality: r is greater than g (meaning that return on capital is generally higher than economic growth). Here, he talks through the massive data set that led him to conclude: Economic inequality is not new, but it is getting worse, with radical possible impacts. TEDTalks is a daily video podcast of the best talks and performances from the TED Conference, where the world's leading thinkers and doers give the talk of their lives in 18 minutes (or less). Look for talks on Technology, Entertainment and Design -- plus science, business, global issues, the arts and much more. ...
https://www.youtube.com/watch?v=JKsHhXwqDqM

"Thomas Piketty - Das Kapital im 21. Jahrhundert - Finanzmarkt Ökonomie" (3sat, 15. Januar 2015)
Kann es einen fairen Kapitalismus geben?: Können die wirtschaftlichen und monetären Mechanismen, die die Kluft zwischen Arm und Reich verstärken, staatlich kontrolliert und gesteuert werden? Gert Scobel versucht mit seinen Gästen inspirierende Antworten auf die zunehmende soziale Ungleichheit zu finden.
https://www.youtube.com/watch?v=_sfbieVmfPY



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Erweiterte Gehirn Erkundschaftungen / Thomas Metzinger...
« on: March 30, 2018, 03:49:04 PM »
"Prof. Thomas Metzinger bei Sternstunde Philosophie - Wenn Maschinen zu denken beginnen" (Sendung vom 15.11.2015)
https://www.youtube.com/watch?v=zHAXUonYH3o

Virtuelle Realität und künstliche Intelligenz – Neue Fragen für Gesetzgebung und Angewandte Ethik Referent: Prof. Dr. Thomas Metzinger (Johannes Gutenberg Universität Mainz), 07.02.2018 veröffentlicht
https://www.youtube.com/watch?v=XwiM2P3xHZs

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Architektur (Bauwerk & Raum) [Verortung] / Stadtgeschichte - Hamburg
« on: March 30, 2018, 12:51:29 PM »
Bildband: Licht über Altona. Fotografien 1954., Dombrowski, Herbert.
Verlag: Hamburg, Dölling und Galitz, (1997)
ISBN 10: 393080249X ISBN 13: 9783930802494
Mit 80 ganzseitigen s/w Fotografien. Der Fotograf Herbert Dombrowski erhielt 1954 von der Wohnungsbaugesellschaft Neue Heimat den Auftrag, das Sanierungsgebiet im östlichen, durch den Krieg stark zerstörten Altona vor dem Abriß zu fotografieren - die dabei entstandenen Aufnahmen sind kostbare Zeugnisse des alten Altona. ...

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Erweiterter Machtdiskurs (Politik) / [Tierschutz ... ]
« on: March 29, 2018, 04:41:38 PM »
Quote
[...] Im vergangenen Jahr wurden mehr als 40 Millionen männliche Küken getötet – mehr als zuvor. Man arbeite an Alternativen, beteuern Geflügelwirtschaft und Bundesregierung.  ... Im vergangenen Jahr sind in Deutschland erneut mehr als 40 Millionen Küken direkt nach dem Schlüpfen getötet worden. Zwar gibt es dazu keine amtlichen Angaben – die Zahl lässt sich jedoch aus der Zahl geschlüpfter weiblicher Küken ableiten. Die lag 2017 in größeren Brütereien bei etwa 45,7 Millionen wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervorgeht. Das waren rund 1,6 Millionen mehr als im Jahr zuvor.

Männliche Küken, die keine Eier legen und sich auch nicht zur Fleischproduktion eignen, werden in der Regel getötet. Dem Zentralverband der Geflügelwirtschaft (ZDG) zufolge werden männliche Küken in Deutschland nicht geschreddert, sondern mit CO2 erstickt. ...

... Während Union und SPD die industrielle Landwirtschaft jedes Jahr mit Milliarden förderten, habe die Forschung nach Alternativen "eher Alibifunktion", kritisierte Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer. Er habe den Eindruck, die große Koalition wolle an der Praxis gar nichts ändern.

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Nein es ist das Fett das dich fett macht #6

Das richtig Perverse an der Sache ist auch noch, dass die geschredderten Küken es wenigstens schnell hinter sich haben.
Das sind auch noch die Glücklichen. Die Alternative - Leben kann man dazu nicht sagen - möchte sicher auch kein Huhn.

... Und auf Youtube dann süße Tiervideos gucken von Entenküken, die aus'm Gulli gezogen werden und das Ganze liken und teilen... während irgendwo grad wieder 'ne Tonne Flauschküken zerhackt wird. Menschen können so widerwärtig sein.


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Taranis #6.2

... Suggerieren Sie, dass der Boykott von Tiervideos auf Youtube das schreddern von Hühnerküken verhindern wird?


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  Gelassener Bürger #6.3

Er suggeriert, dass die (Möchtegern) Tierschützer scheinheilig sind.



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Djentrix #6.4

Und damit hat er recht. Wir alle die nicht vegan leben sind das.


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TransmissionSky #7

Das Karma von den Verantwortlichen möchte ich nicht haben.
Nach dem letzten Atemzug geht's direkt in die Hölle, wie auch immer diese beschaffen sein mag.


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Hans Dampf in allen Gassen #7.1

Die Verantwortlichen sind nicht nur die Züchter oder Schredderer, sondern in erster Linie auch die Konsumenten. Wo keine Nachfrage, da keine "Produktion".


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Mraz #7.2

Und wer ist verantwortlich dafür? ALLE, die die billigen Eier kaufen und das Schreddern der männlichen Küken billigend in Kauf nehmen. DAS ist das Problem, welches den Leuten vor Augen geführt werden muss.
Eine Diskussion hierzu ist sehr zu begrüßen. (Ähnlich sieht es bei der Massentierhaltung und Fleisch aus.)


Quote
Hans Dampf in allen Gassen #7.3

Es betrifft nicht nur die billigen Eier.
Die Diskussion ist schon lange im Gange, nur leider hört "oben" keiner zu, weil sie Angst um ihre Position haben, im Vorfeld bezahlt wurden oder sich um die deutsche Wirtschaft sorgen und nicht von A nach B denken.


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TransmissionSky #7.4

Natürlich sind auch die Konsumenten verantwortlich.
Geiz ist da wohl an erster Stelle.
Doch direkt verantwortlich sind diejenigen, die über Tod und Leben eines Kükens entscheiden. Keine Tricks!
Ein Küken ist die offensichtliche Essenz von Unschuld, Wehrlosigkeit und Sweetness.
Man muss schon das Höchstmaß an Gefühllosigkeit mitbringen um ein Küken zu töten. Es geht hier schon definitiv in den pathologischen Bereich.
Menschen, die noch ein Minimum an Anstand und seelischer Gesundheit mitbringen, steigen vorher aus.


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Taranis #7.8

Nach dem letzten Atemzug geht's direkt in die Hölle, wie auch immer diese beschaffen sein mag.

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin generell gegen das Schredder von lebenden Tieren und allgemein gegen die super-billige, Massentierproduktion, doch wer als einziges Argument die Hölle anführen muss, scheint zum Thema selbst nicht wirklich etwas zu sagen zu haben.



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Nibbla #9

Um den Kerl von Wiesenhof vor ein paar Jahren im SPIEGEL zu zitieren: "wir können auf das Schnabelbeschneiden der Puten nicht verzichten, weil sie sich sonst kaputthacken, aber die Züchter arbeiten daran"


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Hans Dampf in allen Gassen #10

"Er habe den Eindruck, die große Koalition wolle an der Praxis gar nichts ändern. "

Was? Wie kann er das nur behaupten? Hat er etwa noch kein Geld von der Lobby bekommen? Kann den Mann bitte jemand seinen Lebensabend absichern und dann müssen wir nicht mehr immer diese fadenscheinigen Diskussionen führen. Danke.


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ralf.mueller #13

Für die Bundesregierung wäre es sehr einfach, wenn Sie denn wollte. Sie könnten eine Frist setzen, nachdem das Töten von männlichen Küken verboten wird. Das Problem besteht ja nicht erst seit gestern, es gibt nur keine "Motivation" für die Betriebe, daran etwas zu ändern, das schadet dem Profit und freiwillig werden die nie was machen, wenn es um ein paar Cent geht ist Ihnen jedes Mittel recht. Wann begreift das endlich unsere Regierung? Ich glaube Sie verstehen das ganz genau, wollen aber trotzdem nichts tun, Grund? Kann sich jeder selbst beantworten.
Frohe Ostern, Ralf.


...



Aus: "Geflügelwirtschaft: Mehr männliche Küken geschlüpft und getötet" (29. März 2018)
Quelle: http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2018-03/landwirtschaft-kueken-getoetet-gefluegel

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Keith Raniere (* 26. August 1960 in Brooklyn, New York, USA) ist ein amerikanischer Unternehmer und Psycho-Coach.  ... Im Jahr 2003 wies ein Forbes-Artikel auf die manipulative Seite von Ranieres Methoden hin. Im März 2018 wurde Ketih Raniere in Mexiko verhaftet und an die USA ausgeliefert. Der Anklage lautet auf Menschenhandel (Sex Trafficking). ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Keith_Raniere


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Erweiterter Machtdiskurs (Politik) / Julian Assange / Wikileaks ...
« on: March 29, 2018, 07:31:35 AM »
Quote
[...] Julian Assange twitterte zum Fall Skripal und zu Puigdemont. Jetzt schaltet ihm Ecuador das Internet ab - das Land sieht seine diplomatischen Beziehungen gefährdet.  ... Ecuador will damit verhindern, dass sich Assange in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einmischt, hieß es zur Begründung. Assanges Äußerungen in sozialen Medien gefährdeten die Beziehungen Ecuadors zu den EU-Staaten. Der Wikileaks-Gründer hatte im Kurznachrichtendienst Twitter die britischen Schuldzuweisungen gegenüber Russland im Fall Skripal infrage gestellt. Zudem kritisierte er die wegen des Giftanschlags auf den russischen Ex-Spion verhängten Sanktionen gegen Moskau. Außerdem hatte Assange über Twitter die Festnahme des ehemaligen katalonischen Regierungschefs Carles Puigdemont in Deutschland kritisiert und ihn als "politischen Häftling" bezeichnet.

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moniutapEf3217 #1

"Der Wikileaks-Gründer hatte im Kurznachrichtendienst Twitter die britischen Schuldzuweisungen gegenüber Russland im Fall Skripal infrage gestellt. Zudem kritisierte er die wegen des Giftanschlags auf den russischen Ex-Spion verhängten Sanktionen gegen Moskau."

Mit Rücksicht auf die EU wird er abgestellt.
Meinungsfreiheit, wo bist du?


...


Aus: "Ecuador kappt Assange den Zugang zum Internet" (29. März 2018)
Quelle: http://www.zeit.de/politik/ausland/2018-03/wikileaks-gruender-julian-assange-ecuador-internet-abschaltung


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