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Erweiterte Gehirn Erkundschaftungen / Klaus Theweleit
« on: Today at 12:22:52 PM »
"Heimatphantasien: Heimatphantasien = Männerphantasien: Die männliche Nation?" (2018)
Gespräch mit Gabriele Kämper und Klaus Theweleit. Moderation: Elahe Haschemi Yekani* Die Leiterin der Geschäftsstelle Gleichstellung des Berliner Senats und Autorin von »Die männliche Nation. Politische Rhetorik der neuen intellektuellen Rechten«, Gabriele Kämper, und der Kulturtheoretiker und Verfasser der bekannten Untersuchung »Männerphantasien«, Klaus Theweleit, gehen der Frage nach, warum Männlichkeit traditionell als Chiffre des National-Völkischen galt und wie dies nun in Form eines rechtsextremen Antifeminismus reartikuliert wird. Die Konferenz HEIMATPHANTASIEN fand am 18. und 19. August 2018 auf dem Internationalen Sommerfestival auf Kampnagel statt und setzte sich kritisch mit den Konzepten von »Nation« und »Heimat« auseinander: An zwei Tagen wurden ihre impliziten Projektionen, ihre Widersprüche, sowie ihre historische Gewordenheit untersucht. Es wurde diskutiert, welches Potential darin liegt, Migration als Unterbrechung des nationalen Narrativs zu denken und der traditionellen Verwobenheit von nationalistischer Ideologie und patriarchaler Herrschaft auf den Grund gegangen. Es wurde die historische Gleichzeitigkeit von Kolonialismus und Nationenbildung aufgearbeitet – und es wurden gegenwärtige Versuche diskutiert, die bereits trans- oder postnationale Gemeinschaften jenseits nationaler Identitäten schaffen. Kuration: Margarita Tsomou, Lena Kollender Gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung.
https://youtu.be/fT-nLIshGOI

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Verschwörungstheorien: "Für das Ringen um eine bessere Welt verloren" Martin Bauer (12. Dez 2018)
Bernd Harder: Verschwörungstheorien. Ursachen – Gefahren – Strategien. Reihe Kritikpunkt.e. Alibri, 2018. 165 Seiten, kartoniert, ISBN 978-3-86569-123-1
Schlagworte: Interview Verschwörungstheorien Bücher ... Wird die Menschheit von reptilienartigen Wesen regiert? Vergiften uns die Herrschenden mit Chemikalien, die von Flugzeugen versprüht werden? Wird die Weltgeschichte von geheimen Kräften gesteuert? Bernd Harder befasst sich in seinem neuen Buch "Verschwörungstheorien" mit denjenigen, die auf solche Fragen mit "Ja" antworten. Im Gespräch mit dem hpd erläutert er, was unter einer Verschwörungstheorie zu verstehen ist, warum dieses Denken derzeit so viele Anhänger findet und weshalb davon eine Gefahr für die politische Kultur ausgeht. ... subjektiv würden Verschwörungstheorien das leisten, was man von Theorien im Allgemeinen erwartet: Sie erklärten einerseits bereits Geschehenes und erlaubten andererseits Vorhersagen über die Zukunft. Nein – sagt der Politikwissenschaftler Armin Pfahl-Traughber, da Verschwörungstheorien nicht durch gegenteilige Beweise korrekturfähig, also nicht falsifizierbar seien.
Verschwörungsgläubigen sind solche akademischen Diskurse aber eh völlig egal. Denn sie sehen sich selbst ja nicht als "Verschwörungstheoretiker", sondern als "Querdenker", "Aufklärer" oder "Wahrheitssucher". ... Bekannt gewordene echte Verschwörungen wie Watergate oder die Ermordung Cäsars unterscheiden sich signifikant von den imaginären Verschwörungen der Konspirologen. Deren Verschwörungstheorien – zum Beispiel "Chemtrails", "Umvolkung" oder die "New World Order" – zeichnen von politischen, gesellschaftlichen und historischen Prozessen ein realitätsverzerrendes Bild, in dem Zufälle, individuelle Fehleinschätzungen und Versäumnisse, Irrtümer, Unfähigkeit, Kompromisse, Getriebensein und vieles mehr keine Rolle spielen. Verschwörungstheoretiker entwerfen fast immer Szenarien, an denen Dutzende, Hunderte oder noch mehr Verschwörer beteiligt sein müssten. Außerdem behaupten sie nahezu ausnahmslos, dass die Akteure über einen längeren Zeitraum aktiv sind und dass Geschichte mittel- und langfristig planbar ist. Tatsächlich aber haben wir es in unserer multikausalen Gegenwart mit hochkomplexen Systemen zu tun, in denen sich eine Vielzahl von Akteuren mit zum Teil widerstrebenden Interessen, Zielen und Absichten tummeln – und die allesamt mit Problemen der realen Welt zu kämpfen haben. Etwa mit der Tatsache, dass die wenigsten Menschen ein Geheimnis lange für sich behalten können. ...
https://hpd.de/artikel/fuer-ringen-um-bessere-welt-verloren-16285

Quote
Frank am 12. Dezember 2018 - 11:22

"Verschwörungstheoretiker entwerfen fast immer Szenarien, an denen Dutzende, Hunderte oder noch mehr Verschwörer beteiligt sein müssten. "
So etwas nennt sich organisierte Kriminalität und unzählige Organisation mit tausenden von Mitarbeitern sind daran beteiligt, korrupte Personen in einflussreichen Positionen helfen der organisierten Kriminalität. Dagobert Lindlau war ein Journalist, der sich mit der organisierten Kriminalität beschäftigte. Manches was er sagte, klingt nach Verschwörungstheorien.

Die organisierte Kriminalität verschiebt Milliarden und nur selten gelingt den Behörden der große Schlag
"Außerdem behaupten sie nahezu ausnahmslos, dass die Akteure über einen längeren Zeitraum aktiv sind und dass Geschichte mittel- und langfristig planbar ist."
Unzählige Gruppen versuchen es ständig, mit wechselnden Erfolg.


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A.S. am 12. Dezember 2018 - 12:09

Wenn ich der Ansicht bin, dass Kleriker Macht über Menschen wollen (bzw.: Priester wollen, dass möglichst viele Menschen nach ihrer Pfeiffe tanzen, und dazu sind ihnen praktisch alle Mittel recht), bin ich dann Verschwörungstheoretiker oder Realist?


Quote
Roland Weber am 12. Dezember 2018 - 14:43

Ich kann nur schärfstens warnen, wenn es sich um die Kennzeichnung "Verschwörungstheorie" handelt. Gewiss gibt es genug Spinnereien und Spinner, die man damit bezeichnen könnte.
Ich sehe darin aber oft genug, einen Kampfbegriff der Kritiker und Aufklärer diffamieren soll. Abgas-Werte sind o.k.; 9/11 allein Teppichmesser-Experten; Cum-was? - Alles Verschwörungstheoretiker!?
Man sollte jeden bis zum definitiven Beweis (!) des Gegenteils erst man als "Theoretiker" ansehen. Was als Verschwörungstheorie bezeichnet wird, ist oft genug auch der Beginn einer Wahrheit. NSU ein Netz bis in den Verfassungsschutz hinein, ist ja auch so eine - was denn nun?


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Adam Sedgwick am 12. Dezember 2018 - 18:36

Zu diesem Thema habe ich Ihnen doch schon einen Kommentar am 3.12. geschickt. Hier noch einmal:
Es gibt zwei Sorten von Verschwörungstheorien: (a): Die Unsinnigen wie Chemtrails, grüne Marsmännchen etc. die jeglichen physikalischen und chemischen Gesetzen widersprechen.
und dann gibt es (b):die seriösen Verschwörungstheorien: Ersetzt man das Wort Verschwörung durch die Begriffe - geheime Absprache, stillschweigende Übereinkunft - dann sind das äußerst gefährliche Theorien, es gibt sogar eine Bundesbehörde die versucht solchen Absprachen auf die Schliche zu kommen: es ist das Bundeskartellamt.
Die Autoindustrie und auch einige unserer Bundesminister arbeiten hart daran, dass es seriöse Verschwörungen gibt: Wie soll man sonst den Dieselskandal verstehen? Die Geschichte der Bundesrepublik ist voll von solchen aufgedeckten geheimen Absprachen-Verschwörungen.
Man sollte kostbare Zeit nicht durch Diskussionen mit Anhängern der Kategorie (a) verschwenden und sich besser auf den Punkt (b) konzentrieren.


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ThomasC am 15. Dezember 2018 - 12:10

Ich bin auch ziemlich unzufrieden mit dem Terminus "Verschwörungstheorie". Der Begriff ist zwischenzeitlich hochgradig vermint.
Wenn man eine Theorie aufstellt, um deren Wahrheitsgehalt prüfen zu lassen, ist das für mich zunächst eine "Arbeitshypothese", mit sowas fängt man in aller Regel an, das Ergebnis ist ein "Modell" (Beispiel: Wetter/Klima).

Als "Verschwörungstheorie" würde ich es erst dann bezeichnen, wenn die Hypothese widerlegt wurde, aber dennoch weiterhin Anhänger findet, Beispiel "Flatearther": man nehme eine Scheibe (Bierdeckel o.Ä.), eine Taschenlampe als "Sonne", zeichne sich die Weltkarte auf die Scheibe und halte die Taschenlampe dann so, daß die Sonne in unterschiedlichen Ländern unterschiedlich hoch am Horizont steht. Viel Erfolg!

Abseits von solcherlei klaren Fällen finde ich es erstaunlich, daß hier immer wieder von "Verschwörungstheorien" geschrieben wird. Dient das wirklich der Wahrheitsfindung? ...


...

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Prognosencheck 2018 der GWUP: "Das Versagen der esoterischen Zukunftsdeuter" Inge Hüsgen (14. Dez 2018)
Ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu. Erinnern Sie sich noch an die royale Hochzeit in England, als sich Meghans Ex vom Dach der Hochzeitskirche abseilte und einen Boxkampf mit dem Bräutiam Prinz Harry lieferte? Nicht zu vergessen der Fußball-Weltmeistertitel für Jogis Jungs und der Papagei, der eine Bank ausraubte.
All dies hat sich wirklich ereignet – jedenfalls im Paralleluniversum der Hellseher und Wahrsager, wo auch eine rosa Kuh zur Welt kam und ein drei Meter großes Riesenkaninchen durch die Gegend hoppelte. Nur: Die Realität hat den Auguren wieder einen ordentlichen Strich durch die Rechnung gemacht. "Auch 2018 versagte die Zunft – oft auf spektakuläre Weise", resümiert "Wahrsagerchecker" Michael Kunkel von der GWUP. ...
https://hpd.de/artikel/versagen-esoterischen-zukunftsdeuter-16295

Zusätzlich zum jährlichen Sammeln von Prognosen der esoterischen Augurenfraktion gibt es immer mal wieder Nachrichten zu Prognosen und Prognoseversuchen von Wahrsagern, Hellsehern, Kartenlegern und Astrologen, die mir einen – hoffentlich unterhaltsamen – Kommentar wert sind.
https://wahrsagercheck.wordpress.com/

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Karen U. Kwiatkowski (* 24. September 1960, geborene K. U. Unger) ist eine US-amerikanische Autorin und ein ehemaliger weiblicher Berufsoffizier der U.S. Air Force. Mit ihrem Namen verbunden wird ihr Wirken im Jahr 2003 als Whistleblowerin, die einige Hintergründe zum Beginn des Irakkrieges (März bis Mai 2003) in der Bushadministration bekannt machte und Geheimdienstarbeit kritisierte.
Ihre Enthüllungen wurden auch vom ehemaligen Chef der CIA-Antiterrorabteilung, Vincent Cannistraro, bestätigt. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Karen_Kwiatkowski

"Karen Kwiatkowski erhält Sam Adams Award" Markus Kompa (16. Dezember 2018)
Während 2003 nahezu alle US-Medien für den Irakkrieg trommelten, leistete sich einzig die damalige Mediengruppe Knight Ridder eine kritische Perspektive. So verfügten deren Journalisten über Insiderinformationen darüber, dass dem Nationalen Geheimdienstdirektor James Clapper Lügen über Massenvernichtungswaffen aufgetischt wurden. Tatsächlich bestätigte Clapper in seinen Memoiren, dass ihn der damalige Vizepräsident Dick Cheney dazu gebracht habe, Dinge zu finden, die gar nicht vorhanden gewesen seien. Wesentliche Quelle für die Knight Ridder-Autoren war eine Pentagon-Analystin, die von Kriegslügen genug hatte.
... Kwiatkowski gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS), die nicht müde werden, Missstände in der westlichen Geheimdienstcommunity anzuprangern (Die pfeifenden Spione). Die Gruppe zeichnet seit 2002 Whistleblower mit dem Sam Adams Award aus, der nach einem Geheimdienstanalysten benannt ist, der Regierungslügen im Vietnamkrieg aufdeckte ...
https://www.heise.de/tp/news/Karen-Kwiatkowski-erhaelt-Sam-Adams-Award-4252093.html

Quote
observer3, 16.12.2018 14:14

In den USA gibt es immer wieder Menschen im Aparat, die ihrem Gewissen folgen
und selbst unter teilweise großer persönlicher Bedrohung der Öffentlichkeit die Wahrheit über ihr System sagen.
In Deutschland finden sich in solchen Einrichtungen fast ausschliesslich treue Untertanen und Schreibtischtäter.


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Hans Blumenberg (* 13. Juli 1920 in Lübeck; † 28. März 1996 in Altenberge bei Münster) war ein deutscher Philosoph.
... Die frühe Schrift Paradigmen zu einer Metaphorologie verfolgt anhand ausgewählter Beispiele aus der Geistes- und Philosophiegeschichte den Gedanken, dass bestimmte Metaphern (wie etwa die der „‚nackten‘ Wahrheit“) als „Grundbestände der philosophischen Sprache“ anzusehen sind, die sich nicht durch Begriffe ersetzen und so „ins Eigentliche, in die Logizität zurückholen lassen“. Solche „absoluten Metaphern“ konstituieren nach Blumenberg eine in ihrer Anschaulichkeit und ihrem Sinngehalt begrifflich nie vollständig einholbare Vorstellung von Wirklichkeit als einem Ganzen, an der sich menschliches Denken und Handeln orientieren kann und muss. Dieser Ansatz wird darauf in Einzeldarstellungen unter anderem zur Lichtmetaphorik in erkenntnistheoretischen Zusammenhängen, zur Schifffahrt als Metapher für das Dasein (Schiffbruch mit Zuschauer, 1979) sowie zur Buchmetapher (Die Lesbarkeit der Welt, 1979) weiter ausgeführt. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Blumenberg

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Erweiterter Machtdiskurs (Politik) / Kategorie:Aufruhr
« on: December 10, 2018, 12:37:00 PM »
"Tage des Zorns" (Montag, 03. Dezember 2018)
Den französischen „Gelbwesten" ist der Kragen geplatzt.
Die Forderungen der „Gelbwesten“ gehen nun offiziell über die bloße Frage der Treibstoffpreise hinaus. In einem langen, der Presse und den Abgeordneten übermittelten Kommuniqué, das in den französischen Medien breite Beachtung fand und das Rubikon hier abdruckt, listen sie eine Reihe von Forderungen auf, die sie erfüllt haben möchten. ...
https://www.rubikon.news/artikel/tage-des-zorns

"Der Aufstand" (Samstag, 08. Dezember 2018)
Als Echo auf die Erklärungen des Präsidenten verurteilen Minister und Medien „die Gewalt“, die sich vor dem Hintergrund der Massenmobilisierung der Gelbwesten ausbreitet, und schieben die Verantwortung auf „gewalttätige Demonstranten“, die versuchen, Chaos auf den Straßen unserer Städte anzurichten. Jean Lévy, vier Jahrzehnte lang engagiert für die französische Gewerkschaft CGT, rückt dieses schiefe Bild zurecht. ...
https://www.rubikon.news/artikel/der-aufstand


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Architektur (Bauwerk & Raum) [Verortung] / Kiel Gaarden...
« on: December 09, 2018, 06:18:56 PM »
Quote
[...] Mit der Hoffnung auf schnelles Geld stehen vorwiegend Osteuropäer jeden Morgen in Gaarden an der Straße. Sie werden abgeholt, um Arbeiten zu verrichten - ohne Rechte, ohne Versicherung. Für Experten ist der sogenannte Arbeiterstrich keine Seltenheit.

Kiel - Dienstagmorgen, es ist kurz nach 6 Uhr. Drei Männer stehen im Stadtteil Gaarden an der Kreuzung zwischen Iltisstraße und Kirchenweg. Es ist dunkel und kalt, sie stehen zusammen, einer zündet sich eine Zigarette an. Um 6.15 Uhr hält plötzlich ein kleiner Lkw mit Plöner Kennzeichen direkt neben ihnen. Alle drei steigen ein, und das Fahrzeug braust davon. Selber Ort, selbe Zeit einen Tag danach: Wieder kommt der Transporter, diesmal wartet er eine Weile: Einer der Männer holt sich noch einen Kaffee vom Kiosk gegenüber. Er trägt Arbeitskleidung und einen Werkzeuggürtel. Dann fährt der Wagen in Richtung Preetzer Straße los.

Was auf den ersten Blick wie eine gut funktionierende Fahrgemeinschaft wirkt, nennt Adrian Stoica von der Kieler Beratungsstelle Arbeitnehmerfreizügigkeit „Arbeiterstrich“. Stoica arbeitet seit fünf Monaten als Projektleiter in der Einrichtung. Vom Arbeiterstrich erfuhr er durch Berichte eines Klienten, dessen Beschreibungen sich auch mit dem beobachteten Szenario am Dienstagmorgen decken. Nach Stoicas Darstellung funktioniert der Arbeiterstrich so: Frühmorgens gegen 6 Uhr stellen sich Menschen, vorwiegend Männer aus osteuropäischen Ländern, an die Straße und warten darauf, dass jemand sie mitnimmt und sie für einen Tag oder zwei beschäftigt. Das Geld gebe es am Ende des Tages bar auf die Hand, sagt Stoica. Zu wem sie einsteigen und was sie den Tag über arbeiten, wissen die Männer im Voraus meistens nicht. Im Prinzip seien sie Tagelöhner – ohne Rechte und ohne Versicherung. „Sie arbeiten schwarz. 90 Prozent der Männer, die sich hier auf den Arbeiterstrich stellen, sind Bulgaren“, sagt Stoica.

Ein Mann, der vor dem Kiosk in Gaarden steht, bestätigt den Ablauf: „Das machen die hier schon seit Monaten so. Meistens holen Baufirmen die Männer ab.“ Manchmal seien es sechs, manchmal nur drei, die an der Kreuzung stehen und darauf warten, abgeholt zu werden. „Naivität und Geldnot sind für die meisten die Beweggründe, um nach Deutschland zu kommen und sich hier mit Schwarzarbeit ihr Geld zu verdienen“, sagt Stoica. Auch in Neumünster soll es einen Arbeiterstrich geben, in Großstädten wie Hamburg, München und Köln wurde ebenfalls über das Phänomen berichtet. Dagegen sei der Arbeiterstrich in Kiel vergleichsweise klein, sagt Stoica.

... In Gaarden gibt es inzwischen viele bulgarische Cafés. Eins davon ist laut Stocia der Ort, an dem sich Männer treffen, die auch auf dem Arbeiterstrich ihr Geld verdienen. Wer sie vor Ort anspricht, stößt auf eine Mauer des Schweigens. „Davon wissen wir nichts“, sagt ein älterer Mann. Das Geschäft mit dem Arbeiterstrich bliebt im Kiel im Verborgenen.


Aus: "Ein Job für einen Tag" Franziska Martin (11.10.2018)
Quelle: http://www.kn-online.de/Kiel/Arbeiterstrich-Gaarden-Ein-Job-fuer-einen-Tag


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Erweiterter Machtdiskurs (Politik) / Nachrichten|+Geheimdienste, etc.
« on: December 09, 2018, 01:29:26 PM »
"BND und Verfassungsschutz finden nicht genug Mitarbeiter" (8. Dezember 2018)
"Im Verborgenen Gutes tun", mit diesem Slogan wirbt der Verfassungsschutz um Nachwuchs. Doch offensichtlich wollen nicht genug Bundesbürger Dienst im Verborgenen leisten. Beim Bundesnachrichtendienst waren Ende August 970 Planstellen unbesetzt, beim Bundesamt für Verfassungsschutz gibt es aktuell mehr als 1.000 offene Stellen. Das geht aus internen Unterlagen des Bundesrechnungshofes hervor, aus denen Der Spiegel zitiert. ...
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-12/bnd-verfassungsschutz-bewerber-offene-stellen

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bromfiets #1

Entfernt. Bitte belegen Sie Ihre Aussagen mit Quellen oder verzichten Sie auf Spekulationen. Danke, die Redaktion/as


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AlaskaS #1.1

Der Kommentar, auf den Sie Bezug nehmen, wurde bereits entfernt.


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AlaskaS #2

Entfernt. Bitte bleiben Sie beim Thema. Danke, die Redaktion/as


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Die Alternative zur Alternative #2.1

Der Kommentar, auf den Sie Bezug nehmen, wurde bereits entfernt.


Quote
1500Zeichen #3

Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/as


Quote
SpätzleundSauerbraten #3.1

Der Kommentar, auf den Sie Bezug nehmen, wurde bereits entfernt.


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heikensen #4

Entfernt. Bitte bleiben Sie beim Thema. Danke, die Redaktion/as


Quote
matotope #4.1

Der Kommentar, auf den Sie Bezug nehmen, wurde bereits entfernt.


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Nur.meine.Pflicht #6

Entfernt. Bitte verzichten Sie auf überzogene Polemik. Danke, die Redaktion/as


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jawthruster #8.11

Nicht jeder möchte für die dunkle Seite der Macht arbeiten.


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Freezer #16

Wahrscheinlich scheitert es auch an den Erwartungen - man geht hin mit der Vorstellung dass man die Verfassung vor Radikalen schützt, muss aber feststellen dass die Radikalen vor der Verfassung geschützt werden. Vielleicht gefällt das einigen nicht so wirklich. Könnte ja sein...


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Südvorstadt #23

Na gut, ich mach's!


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Bruder Tomas #28

Geheimdienste, Spitzel, Agenten und Spione gibt es nur im putinistischen Rußland, PUNKT!


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neleabels #32

Ich bin überzeugter Demokrat aus der bürgerlich-liberalen Ecke. Ich halte die Verfassung der Bundesrepublik bei allen Problem für die beste Staatsordnung, die wir in Deutschland jemals hatten.

Aber ich hätte ernsthaft Probleme, es mit meinem Gewissen zu vereinbaren, mich bei den Geheimdiensten zu verdingen und würde ein Stellenangebot von dort nicht annehmen. Ich habe das Vertrauen verloren, dass dort tatsächlich die Verfassung verteidigt wird, so es sein sollte.


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soumission #33

Ich frag mich ja sowieso, wie jemand, der noch einen Funken Anstand im Leib hat, bei so einer Behörde arbeiten kann bzw. möchte.


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DerAuswanderer #45

Wer moralisch mit sich im Reinen sein will, der wird für solche fragwürdigen Institutionen nicht arbeiten wollen. Offenbar gibt es also noch genug Menschen, die sich für die Beschattung anderer nicht begeistern können.


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PetraK. #52

Das Problem des Verfassungsschutzes scheint zu sein, dass von den neuen Mitarbeitern nicht nur fundierte Fachqualifikation, sondern auch eine eher flexible Moral erfordert wird. ...


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  hampelmann #68

Da die Medien jetzt aber genug darüber berichten, werden jetzt viele rechtsgesinnte ihre Bewerbung abschicken.


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lgermer #68.1

Das fände ich persönlich, äußerst wünschenswert.


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Werner Kampmann #75

"BND und VS finden nicht genug Mitarbeiter"

Dabei ist das Anforderungsprofil doch recht niedrig. Gefordert sind

- stramm rechts-autoritär-biedermeierndes Weltbild
- Bock auf konspirative wichtigtuerische Geheimniskrämerei
- Bock andere Menschen zu bespitzeln und zu denunzieren
- krankhafte Neigung zum Lügen, Täuschen und Verdecken
- wissen wo die Löschen-Taste ist
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[...] Ob Frau oder Mann - die Pornopower hinterlässt ihnen einen gigantischen seelischen Scherbenhaufen und die hypersexualisierte Moderne nichts als nackte Leere.


Aus: "Die Pornografisierung als globale Waffe" Wolf Reiser (08. Dezember 2018)
Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Die-Pornografisierung-als-globale-Waffe-4239828.html

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Christina Dongowski
@TiniDo
Für Männer ist das Abtreibungsrecht übrigens schon ewig extrem liberal. Auch aktuell: Schwangere verlassen, Baby verlassen, Kind verlassen, Unterhaltspflicht ignorieren (geht sanktionslos recht einfach). Und du bist das Blag los.
https://twitter.com/TiniDo/status/1073868538744631296

TheRealGemaux
@TheGemaux
Antwort an @TiniDo
Das sind keine Männer, sondern Männchen. Echte Männer/Kerle übernehmen Verantwortung.
Würd gern den Passus „Arschloch“ dann vor der Verallgemeinerung haben.

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Danke, liebe Nazis
6 Monate Gedanken, 3 Monate Recherche, 1 riesiges Team und am Ende nur eine Frage: Wer von Euch, liebe Nazis, war dabei. Mit 1.552 ermittelten Teilnehmerinnen und Teilnehmern konnten wir einen Großteil identifizieren. – Aber nicht alle.
Dann kam uns eine Idee…
Wäre es möglich, das bereits gewonnene Wissen als Waffe einzusetzen, um mit Eurer Hilfe an den Rest zu kommen? Wir arbeiteten mit Experten der Bilderkennung, künstlichen Intelligenz und Algorithmik. Und wir bauten eine Webseite mit einem einzigen Ziel: Ihr liefert uns Euer gesamtes Netzwerk selbst aus und zwar ohne es zu merken. Das wichtigste Element dieser Seite: die Suchfunktion. Über die Suche habt Ihr uns mehr mitgeteilt, als öffentlich zugängliche Quellen je verraten hätten.
Methode
Jedem Besucher der Seite wurde ein zufälliges Sample aus nur 20 Profilen pro Kategorie ausgespielt. Viele von Euch braunen Mobbern haben dann sofort die Suchfunktion genutzt und oftmals zuerst den eigenen Namen gesucht. Die Suchdaten wurden gemäß Datenschutzbestimmung wie bei allen Web-Suchdiensten mitgeloggt und einer pseudonymisierten Benutzerkennung zugewiesen. Als nächstes haben mehr als 62 Prozent der relevanten Besuchergruppe unsere Datenbanken nach Familienangehörigen durchforstet, bevor im Schnitt nach 6,72 Freunden oder Bekannten gesucht wurde. ...
Je nach Anfrage haben wir bei erneutem Besuch oder Reload (ja, deshalb haben wir nur 20 Profile ausgespielt und um Reload gebeten) ein neues Sample angezeigt. Die Suchanfrage förderte nicht nur jede Menge vollständiger Namen zutage, sondern auch Wahrscheinlichkeitswerte: wenn Du uns einen von 1.500 Namen gibst, die wir schon kennen (insbesondere, wenn er nicht ganz so prominent oder gar nicht bekannt ist), dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Du mehr von dem weißt, was wir wissen wollen. Die Datensätze boten die einmalige Möglichkeit, das „Netzwerk Chemnitz“ auszuleuchten. Mittels Netzwerkanalyse und Datenvisualisierung waren Freundeskreise, Knotenpunkte, Mitläufer und Aufenthaltsorte relativ einfach auswertbar. Die Ausgangsprofile haben wir gescored und die Scoring-Werte färbten wiederum auf die Gewichtung der Gesuchten ab.
Danke für das vorzeitige Weihnachtsgeschenk!
(Stand: 6.12.2018).
https://soko-chemnitz.de/.

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"Zentrum für politische Schönheit: Künstlergruppe schaltet umstrittene Website ab" (6. Dezember 2018)
Mit der Aktion "Soko Chemnitz" wollten Aktivisten die Teilnehmer rechter Aufmärsche identifizieren. Eine Falle, teilten sie nun mit. Die Szene habe sich selbst enttarnt. ...
https://www.zeit.de/kultur/2018-12/zentrum-fuer-politische-schoenheit-onlinepranger-abgeschaltet-falle-rechtsextreme

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links-rechts-Drehwurm #35

Also quasi das was Facebook die ganze Zeit macht....


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Europäischer freier Demokrat #18

"... Denn den Aktivisten zufolge folgten die meisten Suchanfragen einem Muster: So hätten die meisten Nutzer zunächst nach ihrem eigenen Namen gesucht und damit ihre Identität verraten.
"Als Nächstes haben mehr als 62 Prozent der relevanten Besuchergruppe unsere Datenbanken nach Familienangehörigen durchforstet, bevor im Schnitt nach 6,72 Freunden oder Bekannten gesucht wurde", ..."

Wie naiv, ja dumm kann man sein?!


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CornelPanic #19

"Denunzieren Sie noch heute Ihren Arbeitskollegen, Nachbarn oder Bekannten und kassieren Sie Sofortbargeld."

Wer auf sowas reinfällt, nimmt auch Mails aus Nigeria für bare Münze.


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Ich_fahre_Fahrrad #19.1

Vielleicht kommt daher der Hass auf farbige :-)


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Romara #16

"Denn den Aktivisten zufolge folgten die meisten Suchanfragen einem Muster: So hätten die meisten Nutzer zunächst nach ihrem eigenen Namen gesucht und damit ihre Identität verraten."

Demnach wäre jeder, der sich auf diesen Seiten getummelt hat, ein Neonazi. Welcher Schwachsinn!


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Dogu #16.1

Wieso sollte jemand, der nicht in Chemnitz war, seinen Namen dort eingeben? Also ich hatte da keine Veranlassung.


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jo.jo #6

Well played! *Kisses to all of us fools*


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Bostonsilver #14

Haha, sehr gute Aktion! Bezeichnend ist aber leider, dass es recht schnell eine Durchsuchung des angemieteten Büros der sächsischen Polizei gab unter Angabe von recht fadenscheinigen (es wurden rechte Aktionen angekündigt) Gründen.

Ich hoffe sehr, dass auch in Sachsen die Menschen endlich aufwachen und dabei mithelfen, den braunen Sumpf trocken zu legen.


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cymex #3.2

Mich beschleicht das Gefühl, dass der wahre Hintergrund der Aktion ist die Demokratiefeinde auf Seiten der Linken zu identifizieren und nicht die der Rechten. Ein Spiegel der aufzeigt wie weit die angeblich „Guten“ bereit sind zu gehen, um den politischen Feind zu bekämpfen.
Und es ist erstaunlich wieviele selbsternannte Retter der Demokratie Nazi- und Stasimethoden plötzlich gut heißen, wenn diese sich gegen die vermeintlich Bösen richtet.

Doch nichts aus der Geschichte gelernt. Schade.
Vielleicht doch eine Klasse Aktion.


Quote
MattHighAs #3.3

"Mich beschleicht das Gefühl, dass der wahre Hintergrund der Aktion ist die Demokratiefeinde auf Seiten der Linken zu identifizieren..."

Gaaaanz bestimmt. Alles wird gut.


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Karl Lauer #3.8

Ich bin versucht, für jeden wutentbrannten Post von Ihren, einen Euro zusätzlich an das ZPS zu spenden. Da kommt gut was zusammen :-)


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CheekyCornflakes #3.10

Ich bin versucht, für jeden wutentbrannten Post von Ihren, einen Euro zusätzlich an das ZPS zu spenden. Da kommt gut was zusammen :-)

Ich könnte Sie dann quasi in die Privatinsolvenz kommentieren. Führen Sie mich nicht in Versuchung! ...


Quote
F00bart #3.13

Das ZPS spielt doch genau das Spiel, dass die AfD groß gemacht hat, aber das ZPS spielt besser, weil sie schlauer sind. Das tut natürlich weh.

Die haben 4 Parteien gleichzeitig an der Nase herumgeführt:

- die Nazis (sorry, ich meinte natürlich die besorgten Demonstranten) und deren Sympathisanten, die sich natürlich als Opfer betrachten und finden, dass das ganz was anderes ist als der Lehrerpranger oder die Todeslisten der Nazis (siehe z.B. Franco A. und Andre S.)

- die Presse, die dem ZPS wie gewünscht die Aufmerksamkeit besorgt hat, indem sie die Aktion von Anfang an stark kritisiert hat, ohne zu wittern, dass da noch was nachkommen muss, und die sich die Webseite nichtmal genau angesehen hat, da hätte man schon merken können, dass es nur wenige Profile gibt, und wohl nur Bilder von AfD-Abgeordneten zeigen

- diejenigen Linken, die der Ansicht waren, dass man gegen Nazis schon problemlos deren eigene Methoden anwenden kann

- die Staatsorgane, vornehmlich im Lande Sachsen, die ihren Job nicht machen und dann in dieser Angelegenheit das Recht beugen. Die Polizei hatte wohl Angst, dass auch rechte Polizisten enttarnt werden

Und das Ganze macht das ZPS ohne Angst vor der Öffentlichkeit, im Wissen dass die Nazis sehr schnell gewalttätig werden, wenn ihnen die Argumente ausgehen.

Das ZPS hat durch diese Aktion nicht an Glaubwürdigkeit verloren, sondern erneut demonstriert, dass sie sowohl den Verstand als auch die handwerklichen Fähigkeiten besitzen, große Kunst zu machen.


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Karl Josef Schleidweiler #7

Wenn diese Aktion zum Erwachen - auf allen Ebenen - beitrüge,
wäre sie sinnvoll gewesen:
Enttarnung und Selbstoffenbarung könnten (Selbst-?)Erkenntnisse bringen.


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MischaS #28

..also jeder, der von irgendwem auf dieser Webseite gesucht wurde, vom bösen Nachbarn, von Journalisten oder den "Künstlern" selber, gerät jetzt in Nazi Verdacht? Ein Trojaner zur Rasterfahndung also..


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tRiddle #28.1

Ach MischaS, sie sind doch sonst nicht so penibel, wenn es um die Wahrheitsfindung geht. :)



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Erweiterter Machtdiskurs (Politik) / [SPD (Politik)... ]
« on: December 05, 2018, 05:16:05 PM »
Quote
[...] Empört hatte sich Susanne Neumann zuletzt in einem Clip geäußert. "Wenn du einmal in der Scheiße hängst, egal was du machst, du kommst mit eigenen Kräften da nicht mehr raus", sagte sie. Nun hat Deutschlands wohl bekannteste frühere Putzfrau auch den Glauben daran verloren, dass die SPD an diesem Problem etwas ändern kann. Die Gewerkschafterin Neumann hat die Partei nach zweieinhalb Jahren wieder verlassen.

eumann war 2016 nach einem Talkshow-Auftritt in die SPD eingetreten. Sie wurde kurz darauf bundesweit bekannt, als sie dem damaligen Chef der Sozialdemokraten, Sigmar Gabriel, bei einer SPD-Veranstaltung schlagfertig riet, aus der Großen Koalition auszusteigen. Zuletzt warb Neumann für die linke Sammlungsbewegung "Aufstehen".

Die "Schlipsträger" in der einstigen Arbeiterpartei seien auf dem falschen Weg, sagte die Frau aus dem Ruhrgebiet nun zu ihrem Austritt, nachdem zunächst die "WAZ" aus Essen darüber berichtet hatte.

"Das i-Pünktchen für mich war die Umgangsweise mit Marco Bülow", sagte Neumann. Der Dortmunder Bundestagsabgeordnete aus dem linken Parteiflügel hatte vor einigen Tagen die Partei verlassen. "Ein Politiker, der sich 16 Jahre - mit meinen Worten - den Arsch aufgerissen hat. Aber gegen den Strom", sagte sie. Als er ausgetreten sei, seien andere Sozialdemokraten "wie die schlimmsten Geier über ihn hergefallen".

Neumann bekräftigte auch ihre Kritik an der Großen Koalition und kritisierte namentlich SPD-Chefin Andrea Nahles: "Die GroKo, die dann stattfand, war der erste Nackenschlag. Die Wahl von Nahles war der zweite Nackenschlag." Neumann war vor ihrer Zeit in der SPD auch bereits Mitglied bei den Linken.


Aus: "Abrechnung mit "Schlipsträgern": Ex-Putzfrau Susanne Neumann tritt aus SPD aus" (05.12.2018)
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-ex-putzfrau-susanne-neumann-tritt-aus-der-partei-aus-a-1242056.html

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MisterD heute, 14:47 Uhr

Wie soll man das Problem denn lösen? - Es ist eine seit langem fortschreitende Entwicklung, dass Jobs, die ein jeder erledigen kann, immer schlechter bezahlt werden. Das liegt schon allein daran, dass keiner seiner privaten Putzfrau 25 EUR/Stunde bezahlen will bzw. kann... Das wird zunehmen, je weiter wir in der Automatisierung voranschreiten. Ich habe noch einen Satz im Ohr, den ich in der Schule vor knapp 20 Jahren gehört habe: In der Zukunft wird 1/3 der heutigen Arbeitnehmer noch einen Job haben, dabei die doppelte Arbeit leisten und das Dreifache verdienen. Der Rest fällt langfristig hinten runter. Die Zeiten, in denen man mit einem Hilfsarbeiterjob beim Daimler (z.B. Kurbelwellen von A nach B tragen) richtig gutes Geld verdienen konnte, sind so langsam endgültig vorbei... Daran wird die SPD nichts ändern, daran wird die Linke nichts ändern, daran wird auch die DKP nichts ändern. Diese Zeiten sind unwiederbringlich verloren...


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n.wemhoener heute, 15:07 Uhr

5. Als die "Putzfrau" Susanne Neumann Gabriel die richtige Frage stellte: "Warum bleibt ihr denn bei den Schwatten ?" da lag die SPD in den Umfragewerten noch bei 20 %. Heute liegen sie bei 14 %, und die Frage ist immer noch nicht beantwortet.


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MarkusHenny heute, 15:11 Uhr

7. @MisterD: Viele Putzfrauen wären sehr glücklich wenn sie die Hälfte von 25 Euro erhalten würden. Die Realität ist nach meinem Wissensstand, dass viele weniger als 10 Euro erhalten. Entsprechend tief wird dann auch die Rente sein. Es wäre wirklich die Aufgabe der SPD diese Ungerechtigkeiten, dass Frauen in DE extrem schlecht entlohnt werden, zu beseitigen. Bestimmt würde sie dann wieder etwas mehr Zustimmung im Volk erhalten.


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kfr_berlin heute, 15:18 Uhr

8. ... Ich war in meinem Leben zwar Schlipsträger und (seit dem 17. Geburtstag) nie Sozialdemokrat, aber: 1. Die Suche der Frau Neumann nach sozialer Demokratie in mehreren Parteien ist zu loben. Aber nun ist sie leider vergrault 2. Die SPD ist nur noch eine schöne Fassade. Ihre Politiker verstehen weder "sozial" noch "Marktwirtschaft", verkaufen wie die CDU nur noch Friede - Freude -Eierkuchen indem sie zu jedem Problem ein billiges Gesetz machen/vorschlagen, das nur billig für die Wohlhabenden sein muss aber beliebig unsinnig sein kann. Zuletzt: Verkehrspolitik: Anders als CH und AUS die Bahn ruinieren und dann den überlasteten Polizisten vorschreiben, länger im LKW übernachtende und durch fehlende Parkplätze leidende LKW-Fahrer zu verfolgen. Oder: Finanzpolitik: Finanztransaktionsteuer - nur auf die für die Stabilität der Volkswirtschaft wichtige Eigenkapitalzuführung (Aktienerwerb) erheben wollen, aber die volkswirtschaftlich riskanten Derivate ausklammern. Diese Politik kann man nur mit zweierlei erklären: a) Wie die CDU die Wähler für dumm verkaufen (Wir tun was - und wenn es das Falsche ist. UND b) Die Freiheit der unterkapitalisierten Finanzindustrie sichern (Notfalls zahlt ja der Staat). ...


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chlorid heute, 15:27 Uhr

11. Was tun, Frau Neumann?

Vorab: Meine Mutter hat lange die Familie durch eine Tätigkeit als Putzfrau unterstützt (und vor Ihr deren Mutter ebenso).Das fand niemand schlimm, aber es war viel Arbeit und nicht so gut bezahlt. Meine Mutter hat sich dann in hohem Alter noch über das Arbeitsamt bescheiden fortgebildet. Sie ist noch vor Ende der Fortbildung in einer hübschen Stelle unterkommen, die sie lange mit Begeisterung gemacht hat. Auch nichts weltbewegendes, aber sie hatte großen Spaß dabei und ein bisschen mehr Geld hat sie auch verdient. Ich will damit sagen: Das geht. Und ich will fragen: Was möchte Susanne Neumann denn, das die SPD konkret für sie tut? Bei den Linken war sie ja auch schon.


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Matze38, 15:31 Uhr

14. Die SPD hat sich dem System ergeben und nun kommen sie aus der Geschichte nicht mehr raus. Die Grünen werden die nächsten sein, auch wenn es danach noch nicht ausschaut, aber auch sie werden bald regieren mit der Union. Die Linken werden irgendwann folgen, weil auch sie denken, wenn man sich mit dem System arrangiert, wird man davon profitieren.Wenn man Veränderungen möchte, die auch dringend notwendig sind, vor allem bei der Altersarmut, die uns noch viel härter treffen wird als jetzt schon, dann braucht man neue Parteien und Leute mit den Eiern einer Sahra Wagenknecht, die ihren Überzeugungen folgen.


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manni.baum heute, 15:39 Uhr

21. der kleine Mann kann nicht rechnen

er beklagt sich weil die SPD nur zu 51% (gefühlt 15%) seine Interessen vertritt, CDU, FDP und Grüne liegen noch deutlich darunter.


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Bondurant heute, 15:49 Uhr

24. Hausgemachtes Problem.

Die SPD hat ihre richtigen Wähler verloren, seit sie die besseren Grünen sein will. Komisch, dass das keiner merkt.


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ax-mustermann heute, 16:00 Uhr

28. ... Das schlimme ist ja das es bei der Union inzwischen nicht viel besser aussieht, da muss aber nur ein Friedrich Merz um die Ecke kommen ein bisschen seine neoliberale Soße verbreiten und schon wird er von allen als großer Messias gefeiert. Den Wählern in Deutschland ist echt nicht mehr zu helfen.


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so-long heute, 16:08 Uhr

31. Die SPD ist schon lange keine Arbeiterpartei mehr. In den 80er-Jahren traten immer mehr "linke" Studienräte in die Partei ein und übernahmen die Diskussion. Heute sitzen für die SPD überwiegend Akademiker (mit oder ohne richtigem Uni-Abschluß) in Berlin.Die wissen gar nicht mehr, wen sie -außer sich selbst- vertreten. Der Abwärtstrend geht weiter, länger als viele in ihren kühnsten Träumen erahnen wollen.


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mostly_harmless heute, 16:19 Uhr

37. ... Wir haben die Häme gesehen, die ein ehemaliger Buchhändler als Spitzenkandidat auslöste. Was meinen Sie wohl, die die konservative Kampfpresse einen "Arbeiter" zerrisse, der für die SPD im Bundestag sitzt oder gar für ein Amt in der ersten Reihe kandidiert?


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Erweiterter Machtdiskurs (Politik) / Kategorie:Aufruhr
« on: December 05, 2018, 09:02:11 AM »
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[...] Es gibt eine Forderung, die den Unterschied zwischen der Regierung und der Protestbewegung verdeutlicht. Es ist die Forderung nach Wiedereinführung der Vermögenssteuer in der früheren Form. Das würde Geld in die Staatskasten spülen und ein Zeichen dafür setzen, dass Macron die Verteilungsgerechtigkeit als politisches Ziel erkennt.

Auf der Regierungsseite, die unbedingt an der für Reiche sehr viel vorteilhafteren neuen Regelungen festhalten will, gibt es dazu Erklärungen, wonach die Erleichterungen bei der Vermögenssteuer dazu führen sollen, dass die Wohlhabenden das freigeworden Geld investieren und so als Schwungmasse für die Wirtschaft verwenden - eine Variation der alten Trickle-Down-Idee, deren Annahmen von der Wirklichkeit nicht bestätigt werden.

Ganz elementar zeigt sich: Sämtliche Aspekte, die mit einer anderen, grundsätzlich verschiedenen Auffassung vom Umgang mit der Ungleichheit oder der Verteilungsgerechtigkeit zu tun haben, werden von der Regierung ignoriert. Sie fehlen völlig in der Reaktion der französischen Regierung. Sie sind ausgeblendet. Entsprechend zeigen sich die Antworten, die von Teilnehmern der gilets-jaunes-Protesten übermittelt werden, enttäuscht.

Das seien "nicht die Aktionen, die auf unsere Erwartungen an das Leben heute antworten", zitiert Le Monde aus dem Schreiben einer Gruppe, die zu den gelben Westen in der Region um Bordeaux gehört. "Das sind keine Verbesserungsvorschläge, sondern nur die Aufhebung von Maßnahmen, die alles noch verschlimmern."

...


Aus: "Frankreich: Versuch der Befriedung einer unbekannten Protestbewegung" Thomas Pany (04. Dezember 2018)
Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Frankreich-Versuch-der-Befriedung-einer-unbekannten-Protestbewegung-4241006.html

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Hat se nicht alle, 04.12.2018 19:57

... Es scheint so, als ob ein gewisser Prozentsatz derer, die all die Jahrzehnte unbeachtet ausgesaugt wurden nun einfach darauf keinen Bock mehr haben. Es ist eben NICHT auf Leistung begründet, wenn sich ein kleiner Teil das 20-100 fache eines Durchschnittsgehalts gönnt und steuerlich recht unbelastet ihr Geld vermehrt. ...


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     Nickellodeon, 04.12.2018 22:27

Bei Phönix ist das alles nur ein Kommunikationsproblem


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[...] Der Sprecher der Regierung von Emmanuel Macron, Benjamin Griveaux, hat ein weiteres Zugeständnis an die Demonstranten angedeutet. Im Sender RTL stellte er eine mögliche Rückkehr zur Vermögensteuer in Aussicht, wie sie die Protestbewegung fordert. Aktuell stehe eine Rückkehr zwar nicht an. Aber er fügte hinzu: "Wenn etwas nicht funktioniert, sind wir nicht dumm, dann werden wir es ändern." Voraussichtlich ab Herbst 2019 werde dies vom Parlament überprüft.

Die "Gelbwesten"-Bewegung lässt sich keinem politischen Lager, keiner Gewerkschaft oder Partei zuordnen. Ursprünglich richtete sie sich gegen zu hohe Spritpreise. Mittlerweile ist sie zu einer Protestbewegung gegen die Politik des französischen Präsidenten Emmanuel Macron geworden.

...


Aus: "Macron erwägt Rückkehr zur Vermögensteuer" (05.12.2018)
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/frankreich-emmanuel-macron-will-womoeglich-zur-vermoegensteuer-zurueck-a-1242071.html

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[...] Am 2. November gegen halb sechs Uhr abends betrat Scott Beierle ein Yoga-Studio in Tallahassee, Florida. Der 40-Jährige gab sich als Kunde des Studios aus, marschierte in einen der Trainingsräume und zog dort eine Pistole aus seiner Tasche. Ohne Vorwarnung begann er auf die KursteilnehmerInnen zu schießen, zwei Frauen tötete er an Ort und Stelle, vier weitere Menschen verletzte er schwer. Hätten sich Einzelne dem Attentäter nicht entgegengestellt – ein Student griff zu einem Staubsauger und einem Besen und schlug auf ihn ein –, hätte Beierle wohl noch mehr Menschen ermordet. Attentate wie dieses passieren nahezu täglich in den USA, die TäterInnen sind fast ausschließlich Männer. Im Fall von Scott Beierle berichteten US-Medien von Videos, die er 2014 auf Youtube veröffentlicht hatte. Darin verbreitete er rassistische, homofeindliche und frauenfeindliche Ideen, immer wieder beschwerte er sich über Zurückweisung durch Frauen. In einem der Videos fiel der Name Elliot Rodger. Beierle verglich sein jüngeres Ich mit jenem Massenmörder, der 2014 im kalifornischen Isla Vista sechs Menschen getötet und weitere 13 verletzt hatte. Sein Motiv legte Rodger in einem 141 Seiten umfassenden "Manifest" dar: Er wollte Rache üben an Frauen, die ihm, dem "perfekten Gentleman", sein Leben lang Sex vorenthalten hätten, der 22-Jährige fantasierte von Konzentrationslagern, in denen er Frauen genüsslich beim Sterben zusehen wolle. Wie auch Scott Beierle tötete er sich selbst, bevor ihn die Polizei überwältigen konnte.

In Teilen der Incel-Community wird Rodger bis heute als Held gefeiert – im Netz kursieren Bilder, auf denen er mit Heiligenschein zu sehen ist. Elliot Rodger, Schutzpatron der Incels. "Incel" steht für "involuntary celibate", also unfreiwillig Enthaltsame, die darunter leiden, keinen Sex, keine Liebesbeziehung zu haben. In ihrer radikalen Ausformung sind es Hetero-Männer, die der Selbsthass und ein unbändiger Hass auf Frauen antreiben und die sich eine Welt aus obskuren Theorien zusammengezimmert haben, erklärt Debbie Ging. Die irische Kommunikationswissenschafterin forscht zu Männerrechtsbewegungen und Hass im Netz und hat auch die Geschlechterbilder der Incels untersucht. Es ist ein Online-Phänomen, dessen Entstehung Ging in den USA und Kanada verortet, das sich mittlerweile aber über den gesamten englischsprachigen Raum und darüber hinaus verbreitet habe. "Incels stützen sich auf halbgare Theorien aus der Evolutionspsychologie. Frauen würden immer nach oben heiraten und deshalb 'Alpha-Männer' bevorzugen, mit 'Beta-Männern' ließen sie sich nur ein, um ihre Rechnungen zu bezahlen", sagt Ging im STANDARD-Interview. Was einen Alpha-Mann definiert, machen Incels unter anderem genetisch fest: Sogenannte Chads sind muskulös und weisen besonders männliche Gesichtszüge auf – und würden im Gegensatz zu "Normies" von Frauen als Sexualpartner begehrt. Das Gegenüber der Chads nennt sich Stacey, sie ist Objekt der männlichen Begierde und wird als langhaarige, blonde Frau mit "natürlichen Kurven" und knappem Outfit imaginiert, der alle Wünsche erfüllt würden. Da in dieser Theorie 20 Prozent der Männer 80 Prozent des Sex zukommen würden, wird "erzwungene Monogamie" als ein Ausweg gesehen.

Reddit verbannte im vergangenen Jahr eine Community mit rund 40.000 Mitgliedern, in der Incels Vergewaltigungsfantasien austauschten und Frauen nur noch als "Femoide" bezeichneten. Schließt ein Forum, finden sich die Incels anderenorts zusammen. Der Frauenhass verbindet sie mit anderen Gruppen der "Manosphere": antifeministischen Maskulinisten, die den vermeintlichen Verlust der weißen männlichen Vorherrschaft beklagen. "Incels machen unter anderem körperliche Unzulänglichkeiten für ihre sexuellen Misserfolge verantwortlich – niemals ihre misogynen Haltungen Frauen gegenüber", sagt Kommunikationswissenschafterin Ging. Als Incel gab sich im April dieses Jahres ein weiterer Attentäter zu erkennen: Der 25-jährige Alek Minassian fuhr in Toronto mit einem Lieferwagen in eine Menschenmasse, er tötete zehn Menschen und verletzte weitere 16 – überwiegend Frauen. "The Incel Rebellion has already begun! We will overthrow all the Chads and Stacys!", postete er zuvor auf Facebook. Ein Polizeibeamter konnte Minassian wenige Minuten nach der Amokfahrt überwältigen, laut Angaben seines Anwalts wird der Prozess gegen ihn in zehn bis 15 Monaten beginnen. Auch Alek Minassian wird in der radikalen Incel-Szene gefeiert, weiß Andreas Hechler. Hechler ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Bildungsreferent beim Berliner Institut Dissens tätig und hat sich auf Jungenarbeit, Antifeminismus und die extreme Rechte spezialisiert. "Minassian wird dafür verehrt, dass er das Anliegen der Incels einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht hat", sagt Hechler. Weltweit berichteten Medien im Frühjahr über die Amokfahrt und die hasserfüllte und gewaltverherrlichende Welt der Incels. Der radikale Kern sei aber nur eine Subszene innerhalb der Incels, betont der Pädagoge.

 Geprägt wurde der Begriff von einer kanadischen Studentin, die in den 1990er-Jahren "Alana's Involuntary Celibacy Project" ins Leben rief, eine einfache Website und eine Mailingliste betrieb. Schüchterne Menschen, queere Personen und Heteros, Frustrierte und Optimisten fanden dort zusammen, Alana verlor das Interesse und übergab die Seite an eine andere Person. Erst Jahre später erfuhr sie per Zufall von der Radikalisierung der Incels, wie sie in Interviews erzählte. Sich in Foren auszutauschen, sich gegenseitig zu unterstützen – eigentlich eine gute Sache, meint Andreas Hechler. In Deutschland existiert etwa der "Absolute Beginner Treff", ein Forum für "Menschen, die unfreiwillig keine oder nur geringe Beziehungserfahrungen machen konnten", es wird von einem ModeratorInnen-Team verwaltet und gestaltet sich entsprechend harmlos. Gefährlich wird es dort, wo Menschen andere für ihren Frust verantwortlich machen und in einem geschlossenen, unmoderierten Raum aufeinandertreffen. "In solchen Foren unterstützen sich heterosexuelle Männer gegenseitig in ihrer misogynen Weltsicht, das kann zu einer raschen Radikalisierung führen", sagt Hechler.

Auch wenn es im deutschsprachigen Raum bisher keine Attentate gab, die von selbstdeklarierten Incels begangen wurden – ähnliche Muster und Motive finden sich auch hier. So tötete der 17-jährige Tim Kretschmer 2009 in Winnenden 15 Menschen, elf der zwölf Opfer in seiner Schule waren Mädchen und Frauen. Auch Femiziden und Tötungsversuchen in Beziehungen geht oft Zurückweisung in Form einer Trennung voraus. Ein Umstand, der sich als Auftrag an PädagogInnen insbesondere in der Jungenarbeit interpretieren lässt. "Jungen müssen von klein auf lernen, mit Frustration umzugehen. Und wir müssen die Botschaft vermitteln: Es gibt kein Recht auf Sex mit irgendwem", sagt Hechler. Empathiefähigkeit, Kommunikation, lernen, in Beziehung zu sich und den anderen zu treten – Inhalte, die auf jeden Lehrplan gehörten. Politik und Wissenschaft würden bisher allerdings unzureichend auf das Phänomen reagieren, meint Hechler. Ein Monitoring spezifischer Hassformen im Netz, die sich gegen Frauen richten, fehlt, Präventionsarbeit gestaltet sich in Deutschland wie Österreich äußerst lückenhaft. "Männer, die meinen, einen Anspruch auf Sex zu haben, und wütend werden, wenn sie ihn nicht bekommen, sind nichts Neues. Sie haben jetzt nur eine Pseudophilosophie gefunden, an der sie sich festhalten können", sagt Kommunikationswissenschafterin Debbie Ging. "Wenn wir Frauenhass, Antifeminismus und patriarchale Strukturen nicht umfassend bekämpfen, wird das Phänomen auch nicht verschwinden." (Brigitte Theißl, 2.12.2018)


Aus: ""Incels": Recht auf Sex als radikale Ideologie" Brigitte Theißl (2. Dezember 2018)
Quelle: https://derstandard.at/2000092615853/Incels-Recht-auf-Sex-als-radikale-Ideologie

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Pyg Malia, 2. Dezember 2018, 20:14:54

Ich kenne verdammt viele Männer, die weder "muskulös" sind, keine "besonders männlichen Gesichtszüge" und auch kein großes Bankkonto aufweisen, und trotzdem bei attraktiven Mädels ankommen.
An dem wird's also nicht scheitern, eher an etwas anderem wie diverse psychosoziale Störungen (Narzissmus, Minderwertigkeitskomplex,...), Antriebslosigkeit, ausgeprägte Selbstbezüglichkeit, kindliche Traumata, Unfähigkeit, sich auszudrücken und mitzuteilen, fehlender Optimismus und negative Weltsicht, Gaming-Junkie, Dauer-Kiffer usw. usw.


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Miezekatz1

Ich finde es erschreckend, dass es hier ernsthaft hingestellt wird als wären Frauen irgendwie gemein, weil sie sich weigern, mit Männern ins Bett zu gehen, von denen sie nichts wollen und als wären Incels arme untervögelte Männer, die überhaupt nichts dafür können, ihrem unbändigen Hass online freien Lauf zu lassen.


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Lovecrafts Katze

Du bist nicht mein Typ hab ich als Frau auch schon sehr oft im Leben gehört.
Das ist normal, dass man nicht jedem auf diese Art und Weise gefällt.


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Gerald Unbekannt

Es ist verständlich, dass Männer die eine Beziehung haben wollen und ständig von Frauen abgewiesen werden Frauen hassen. Meiner Meinung nach sind diese Männer auch dazu berechtigt Frauen zu hassen.
Gedanken sind frei. Es ist jedoch verboten jemanden anderen zu töten, zu verletzen, oder zu beleidigen. Das ist allgemein bekannt. Wer einen anderen tötet, verletzt, oder beleidigt ist zu bestrafen. Gleichgültig ob er diese Tat begangen hat weil er Frauen hasst oder aus einem anderen Motiv. Den meisten Menschen ist das klar und sie verhalten sich gesetzeskonform, obwohl sie z.B. Frauen hassen. Für die Anderen wurde das Strafrecht geschaffen.


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Lovecrafts Katze

Du meine Güte. Was bin ich als Frau doch oft mit den Männern meiner Wahl eingefahren.
Ich weiß gar nicht wie oft. "Nein das kann ich mir nicht vorstellen." "Du bist nicht mein Typ." etc.
Aber deswegen hab ich nicht den Rest der XY Truppe verdammt. ^^


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Abiona

Japp... Ich hab mir auch ewig anhoeren koennen, dass ich doch keine richtige Frau sei, nur als beste Freundin tauge, etc. Irgendwie bin ich da trotzdem nicht ausgerastet oder zur Maennerhasserin geworden. Woran der Unterschied wohl liegen mag?


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Brainfart

Früher gab's in jedem Dorf einen oder mehrere Trottel. Vollkommen harmlos und die Gemeinschaft hat sich mehr oder weniger solidarisch darum gekümmert.

Im globalen digitalen Dorf kann sich heute jeder Trottel mit seinesgleichen verbinden, solidarisieren und sein verschrobenes Weltbild anonym pflegen, leben und weiteentwickeln. Das ist nicht mehr harmlos.


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MUT

Der Ausdruck "Incels" ist für mich neu. Mit einem "Recht auf Sex" kann ich überhaupt nichts anfangen.
Dass VIELE Frauen VIELE Männer abgehängt haben, ist eine Tatsache. Es mangelt bei vielen Männern einfach an gutem Benehmen, Bildung, Körperpflege und sozialer Kompetenz.


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flieger1961

TäterInnen sind ausschliesslich Männer...

I like that! :-))


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Papst Turban III

... Manieren und gepflegtes Auftreten sollten logisch sein, wenn man auf der Suche ist (und nicht nur dann), das gilt für beide Seiten. Dann muss noch der Charakter passen, das ist mit Abstand das schwierigste Kriterium.


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[...] T. war im Frühsommer verhaftet worden, kurz nach Franco A. Er soll in Wien dabei gewesen sein, als A. dort eine Pistole auf dem Flughafen versteckte. Außerdem soll er A. gedeckt und gegenüber Vorgesetzten entschuldigt haben, wenn A. nicht bei seiner Einheit erschien, weil er sich bei anderen Behörden als Flüchtling ausgab. Und T. soll eine Liste geschrieben haben. "Politik und Medien" ist sie überschrieben, verzeichnet sind darauf Namen von Politikern und Organisationen. Unter anderem stehen Alt-Bundespräsident Joachim Gauck, der frühere Justiz- und heutige Außenminister Heiko Maas oder das Zentrum für Politische Schönheit auf dieser Liste. Sie könnte, so vermutet es die Bundesanwaltschaft, mögliche Anschlagsziele enthalten.   T. selbst antwortete nicht auf Fragen zu diesen Vorwürfen. Seine Anwälte bestreiten aber, dass er in eine Anschlagsplanung verwickelt ist. ...


Aus: "Fall Franco A. - Terrorverdächtiger arbeitet für AfD-Bundestagsabgeordneten" (19.04.2018)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/politik/fall-franco-a-terrorverdaechtiger-arbeitet-fuer-afd-bundestagsabgeordneten/21191688-all.html

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"Zentrum für Politische Schönheit: Neonazis beim Chef denunzieren" Alexander Fröhlich (03.12.2018)
Das "Zentrum für Politische Schönheit" hat eine neue Aktion in Berlin gestartet. Und die dürfte neue Debatten darüber auslösen, was Kunst darf und was nicht. Denn jetzt betreibt die Aktivistengruppe ganz offen Denunziation und bildet Teilnehmer von rechten Demonstrationen ab. "Ein Jahr nach dem Holocaust-Mahnmal vor dem Haus von AfD-Fraktionschef Björn Höcke ist es soweit: Wir haben etwas zur Aufklärung von Chemnitz beizutragen!", heißt es in einer Stellungnahme der Gruppe.
Am Montag stellte Gruppe eine Installation vor dem Reichstag auf. Auf der am Morgen freigeschalteten Internetseite „Soko Chemnitz“ rufen die Aktivisten dazu auf, Teilnehmer rechter Demonstrationen in Chemnitz zu identifizieren und zu melden. Zu Bildern von Demonstrationsteilnehmern heißt es: „Gesucht: Wo arbeiten diese Idioten.“ Die Gruppe ruft zudem auf: „Arbeitgeber positioniert Euch. Unternehmen zeigen Haltung. Standortfaktor Menschlichkeit.“... Nach Holocaust-Mahnmal Bornhagen, Die Toten kommen und Flüchtlinge fressen startet das Zentrum für Politische Schönheit am nächsten Montag seine neue Aktion."
https://www.tagesspiegel.de/berlin/vor-reichstag-in-berlin-zentrum-fuer-politische-schoenheit-neonazis-beim-chef-denunzieren/23686530.html

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uwemohrmann 12:13 Uhr
Was passiert,
wenn der Chef selbst nen Nazi ist??? Befördert der den dann.
Abgesehen davon, finde ich Denunziantentum widerlich. Allerdings, was die machen mit dem Lehrerportal machen, ist ja auch nicht besser....


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lassed 11:53 Uhr

Das geht eindeutig zu weit.


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Lanarkon 11:41 Uhr
Idiot sein manifestiert sich nicht nur in der Gesinnung. Die Mehrheit der Menschen sind Idioten. Minimum 50% +1. Möglicherweise, den Arbeitsplatz durch Denunziantentum zu verlieren, provoziert Rachegelüste. Ergo - kein guter Plan.


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narrow 11:39 Uhr
Vorschlag:

der Tsp informiert wieder mal - nach diesem Text hier

Geheime Gruppen auf Facebook Wo Rechtsextreme ungestört zum Mord aufrufen
 
https://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/geheime-gruppen-auf-facebook-wo-rechtsextreme-ungestoert-zum-mord-aufrufen/14008436.html

über die Aufrufe der Neonazis, Linke und "Andersartige" zu jagen - etwas direkter als Gaulands vornehmes "Wir werden sie jagen"

https://www.br.de/bundestagswahl/afd-politiker-gauland-ueber-merkel-wir-werden-sie-jagen-100.html

Ein "Erfolg" dieser schon etliche Jahre andauerenden Jagd war gestern ganzseitig zu lesen - bisher ohne rechte Beteiligung:

https://www.tagesspiegel.de/berlin/opfer-rechter-gewalt-dieses-jahr-war-ganz-schlecht/23706514.html

Aber wahrscheinlich brüten die Nenonazis noch über den Taten ihrer Vorfahrenvorbilder - arte vom letzten Dienstag:

https://dokunation.de/2018/11/die-grauen-der-shoah-mentiert-von-sowjetischen-kameramaennern-arte/


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Zimbo 11:34 Uhr
Leider befinden wir uns mittlerweile in einer Gesellschaft, in welcher scheinbar jede politische Strömung meint, den jeweiligen politisch Andersdenkenden denunzieren zu müssen.

Was will man erwarten, wenn man in einer Stadt lebt, in welcher der Bürger schon aufgefordert wird, Ferienwohnungenbetreiber zu denunzieren und ein Meldeportal einrichtet.


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Seriamente 11:33 Uhr
Wunderbare Aktion! Sie bekämpfen Nazis mit ihren eigenen Methoden und machen es Ihnen dadurch unmöglich, sie zu kritisieren, ohne sich selbst zu kritisieren. Next level Antifa-Kunst.


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2010ff 11:14 Uhr
Wenn es sich um einen Anhänger der FDP oder der CDU handeln würde, käme dann auch das Wort anschwärzen zur Anwendung?

Würde ein CDU-Anhänger bei seinem Arbeitgeber "angeschwärzt"?

Bestenfalls würde man von einem Outing oder ähnlichem sprechen.

Die Neonazis, die hier geoutet werden, wurden bei einer Demonstration aufgenommen.

    Eine Demonstration (von lateinisch demonstrare, zeigen, hinweisen, nachweisen, Kurzform: Demo) im politischen Sinne ist eine in der Öffentlichkeit stattfindende Versammlung mehrerer Personen zum Zwecke der Meinungsäußerung.

Eine Demonstration ist also nichts anderes als ein Selbst-Outing. Man offenbart sich und seine Meinung. Dies geschieht nicht auf äußeren Zwang, nein, im Gegenteil. Wer demonstriert, macht dies aus intrinsischen Motiven. Man will sich zeigen und man will gesehen werden. Und dies geschieht ohne schlechtes Gewissen, ohne innere Nöte, denn schließlich wird niemand in Deutschland gezwungen, persönlich sein Gesicht bei einer Demonstration auszustellen.

Die Aktion des Zentrums für politische Schönheit kommt dem Wunsch einiger Neonazis nach, mit ihrem Bekenntnis erkannt zu werden. Der Wirkungsradius ihrer Gesinnung wird vergrößert.

Einem echten Demo-Neonazi sollte das Grund genug sein, mit großer Dankbarkeit auf diese Unterstützung zu reagieren.


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Pat7 10:55 Uhr
Jetzt bin ich auf die Reaktionen derer gespannt, die Denunziation durch und über die AfD begrüßen.

Manchmal soll es helfen den Gegner mit den eigenen Waffen zu schlagen. Doch meiner Meinung nach heiligt der Zweck nicht immer die Mittel.

Jedenfalls dann nicht, wenn man sich dazu auf das Niveau der Demokratiefeinde begeben muss. Ob nun beim Sprachgebrauch oder den Methoden.

Aber wenigstens nennen die das Kind beim richtigen Namen: Denunziation.


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Erweiterter Machtdiskurs (Politik) / Edward Snowden...
« on: November 28, 2018, 04:43:42 PM »
"Snowdens Anwalt Robert Tibbo gerät immer mehr unter Druck" Steffen Arora (28. November 201)Seit der Whistleblower sein Mandant ist, hat der Kanadier gravierende Probleme mit den Behörden. Was Tibbo seit 2016 passiert, sei alarmierend, warnen Rechtsexperten ...
https://derstandard.at/2000092508702/Snowdens-Anwalt-Robert-Tibbo-geraet-immer-mehr-unter-Druck

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Intrinsic Field

unfassbar. ist das das rechtstaatliche system, das wir gegenüber dem rest der welt glorifizieren?


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Luis Sypher

Snowden: das wäre mal ein Vorzeige-Beispiel für politisches Asyl!
nur tut sich da anscheinend relativ wenig... hat man Angst? will man nicht? kann man nicht?
Sind wir wirklich schon so schwach?


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myhumbleopinion

https://derstandard.at/2000010318614/Dokumentation-USA-zwangen-Oesterreich-2013-zu-Durchsuchung-von-Morales-Flugzeug


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Magd des Herrn

Er ist in Europa! - Und kein anderes Land ausser Russland kann ihm die Sicherheit vor den Häschern des Imperiums gewährleisten.


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Schiffer des Theseus

Snowdens Flucht: "Nur Wikileaks wollte mir helfen"

"Dass Snowden letzten Endes dennoch in Russland bleiben konnte, scheint er einer Finte Assanges zu verdanken. Dieser nutzte einen Aufenthalt des bolivianischen Präsidenten Evo Morales in Moskau, um Gerüchte zu streuen, dass Snowden mit diesem in dessen Heimatland zurückfliegen würde. Dies schien plausibel, denn Morales hatte im Gegensatz zu allen europäischen Staaten dem Whistleblower öffentlich Asyl angeboten. Offenbar gingen die USA tatsächlich davon aus, dass Snowden in der bolivianischen Präsidentenmaschine saß. "Wir legten falsche Fährten in Bezug auf den Morales-Flug. Manchmal gab es unverschlüsselte Anrufe bei Botschaftern", sagte Assange" ;-)

https://www.golem.de/news/snowdens-flucht-nur-wikileaks-wollte-mir-helfen-1501-111640.html


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iwoas

In ein paar Jahrzehnten, wenn es überhaupt so lange dauert, werden wir feststellen, dass sämtliche Dystopien bisher eher untertrieben haben, soweit es Menschenrechte, Überwachung und Freiheitsberaubung betrifft. Die Entwicklung in diese Richtung ist mehr als besorgniserregend.


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Autofahrer

DAS sind tatsächliche Asylfälle
Und ich wäre sofort dafür, denen Schutz in Europa zu gewähren.

Dass Snowden seit Jahren in Russland leben muss, um vor den Behörden der USA sicher zu sein, ist direkt peinlich. Natürlich auch nur ein taktischer Schachzug Putins, aber trotzdem...


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Hugo Specht

Rechtsstaatlichkeit ist nur ein dünner Anstrich, darunter ist's grauslich. Wir sind vermutlich sowieso am direkten Weg in den totalen Überwachungsstaat und eine große Mehrheit folgt bereitwillig.


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Dr. Sheldon Lee Cooper

Daß sich niemand im Westen bereiterklärt diesen Menschen Asyl zu geben, ist eine Schweinerei. Bei wenigen ist der Asylgrund "politische Verfolgung" so offensichtlich. ...


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der mann, der zuviel wußte...

Politische Verfolgung? Snowden ist ein Spion und ein Überläufer.


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Ohne Gurt im Ionensturm

Er ist unser Spion und dafür ein Danke.


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der mann, der zuviel wußte...

... Snowden ist unter Mitnahme seines Geheimmaterials nach Russland geflohen und hat sich um dessen Preisgabe an FSB/SWR/GRU dort sein Exil erkauft. Ein Überläufer, wie er im Buche steht.


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peace & love

sie sind ja bestens informiert. das material hat er nicht den russen verkauft, sondern der weltöffentlichkeit. in russland ist er hängengeblieben, weil sein pass ungültig gemacht wurde. versuchen Sie, sich vor abgabe von unsinn ein wenig zu informeren.


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der mann, der zuviel wußte...

Mit meiner Meinung bin ich nicht alleine. Siegfried Beer, emeritierter Professor für Zeitgeschichte und Geheimdienstexperte hat Herrn Snowden gestern im Journalpanorama auf Ö1 auch als Überläufer bezeichnet. Solche Sendungen können Sie auf Krone-Hit-Radio natürlich nicht hören.


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Sneef

Snowden hat in erster Linie Straftaten seitens der US-Regierung gegen die eigene Bevölkerung und grundsätzlich gegenüber allen Menschen, die elektronische Kommunikationsmittel benutzen, aufgedeckt!

Dafür wurde und wird er weltweit von der US-Regierung und ihren Vasalen (sorry aber hier kann ich die Weltgemeinschaft einfach nicht anders nennen) gejagt.

Noch in Erinnerung, als eine Maschine eines ausländischen Präsidenten in Wien landen musste weil man Snowden darin vermutete?


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pike bishop

Bei allem Respekt vor Herrn Beer, der mir bisher unbekannt war, ich habe dazu meine eigene Meinung und finde es bis heute extrem aufschlussreich, war wir durch Herrn Snowden erfahren haben. Dafür bin ich ihm sehr dankbar, und mein Respekt für ihn ist noch deutlich grösser als der vor dem von Ihnen genannten Experten.


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myhumbleopinion

Klar, die NATO hat ihre claqueure ... es findet sich immer ein Profiteur, der uns verlautbart, wie notwendig Übewachung und wie böse Russland ist.


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schniggschnagg

Snowden ist DAS Symbol für die Heuchelei des gesamten Westen und all seiner "Werte".


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pchofi

Es ist zwar das Beispiel für den "Westen", aber es läuft doch nirgends anders ab.
Egal ob in Russland, China, USA usw. überall werden Kritiker nicht gern gesehen, verfolgt usw.


Quote
Autofahrer

Anderswo verschwinden diese Menschen einfach und fertig. ...

Quote
jMor

Ja, aber nirgends wird mehr geheuchelt darüber, dass uns diese Werte wichtig sind.


...

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Architektur (Bauwerk & Raum) [Verortung] / Kiel Gaarden...
« on: November 28, 2018, 12:42:29 PM »
"So könnte das neue Hotel in Kiel-Gaarden aussehen" Martin Geist (22.11.2018)
Den ganzen Tag brütete am Dienstag eine Jury über den von fünf Architektenbüros eingereichten Ideen zum Hochhaus an der Werftbahnstraße in Kiel-Gaarden. Einstimmig fiel die Wahl am Ende auf das „verrückbare“ und vielleicht auch ein bisschen verrückte Hotel des Büros MVRDV aus Rotterdam.
http://www.kn-online.de/Kiel/Neues-Vier-Sterne-Hotel-in-Kiel-Gaarden-So-koennte-es-aussehen


"Noch ein Leuchtturmprojekt für Gaarden" Von Karen Schwenke (28.11.2018)
Nach den spektakulären Entwürfen für ein Hotel ist nun ein weiteres Prestigeprojekt in Gaarden geplant. Der Ostufer-Campus der Kieler Uni soll ein Hightech-Standort für Studium, Forschung und Technologietransfer werden. Dafür erhält die Technische Fakultät neue Gebäude und soll sich räumlich öffnen.
http://www.kn-online.de/Kiel/Neubau-am-Ostufer-Campus-Noch-ein-Leuchtturmprojekt-fuer-Kiel-Gaarden

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#0 Küstenfreak, 08:53 Uhr 28.11.2018

Gaarden wird sich wandeln - gut so. Solche Projekte zwingen diesen Stadtteil langfristig raus aus der Schmuddelecke. Ich bin gespannt, wie Gaarden in 20 Jahren aussieht.


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#1 11:21 Uhr 28.11.2018

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#2 Kielfisch1 11:50 Uhr 28.11.2018

Ich lache mich kaputt...

Moin, Gaarden wird sich nicht wandeln, denn sämtliche Ideen und Maßnahmen aller gehenden und Kommenden OB`s waren/sind sprichtwortlich ein " Griff ins Klo " Seit 30 Jahren geht es mit diesem Stadtteil bergab. ....  Ein "schräges Hotel" oder ein paar Maßnahmen am Campus nützen hier gar nichts.


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Kunst (Art on the net) / kulturwissenschaft und medienrecycling...
« on: November 25, 2018, 07:24:24 PM »
Flashbak - Everything Old Is New Again
https://flashbak.com/


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Erweiterter Machtdiskurs (Politik) / Julian Assange / Wikileaks ...
« on: November 25, 2018, 02:17:08 PM »
Julian Assange: Charges in the US, trial by Media? | The Listening Post (Full)
Al Jazeera English, Am 24.11.2018 veröffentlicht
https://www.youtube.com/watch?v=mNMDkEWrb1w

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Chris Hedges ist Journalist, Pulitzer-Preis-Träger und Autor der New York Times-Bestsellerliste. Er war früher Professor an der Princeton Universität, Aktivist und ordinierter presbyterianischer Pastor. Unter seinen Büchern befinden sich Bestseller wie „Der Lohn des Aufstands: Der moralische Imperativ der Revolte“, „Das Reich der Illusion: Das Ende der Bildung und der Triumph des Spektakels“ und „Amerikanische Faschisten: Die christliche Rechte und der Krieg mit Amerika“. Sein Buch „Krieg ist eine Kraft, die uns Bedeutung verleiht“ wurde 40.000 Mal verkauft und war Finalist des Nationalen Preises des Buchkritiker-Verbandes für Sachliteratur. Er schreibt eine wöchentlich erscheinende Kolumne für das Internet-Magazin Truthdig und moderiert die Sendung „On Contact“ bei RT America.

"Julian Assange wird ans Messer geliefert" Chris Hedges. Aus dem Englischen von Josefa Zimmermann (19. November 2018)
... Die Demokratische Partei, die versucht, die Schuld für ihre Wahlniederlage auf Russlands „Einmischung” zu schieben und nicht auf die groteske Einkommensungleichheit, den Verrat an der Arbeiterklasse, den Verlust der bürgerlichen Freiheiten, die Deindustrialisierung und den Staatsstreich, den die Partei mit orchestriert hat, greift Assange als Verräter an, obwohl er kein US-Bürger ist. Er ist auch kein Spion. Er ist an kein mir bekanntes Gesetz gebunden, das ihn zwingt, Geheimnisse der US-Regierung zu bewahren. Er hat kein Verbrechen begangen. Die Zeitungen, die einst die WikiLeaks-Dokumente veröffentlichten, fokussieren sich nun auf sein angeblich schlampiges Auftreten – das mir bei meinen Besuchen bei ihm nicht auffiel – und darauf, dass er , wie der Guardian es formuliert, „ein ungebetener Gast” in der Botschaft ist. Das entscheidende Problem der Rechte eines Publizisten und der freien Presse wird zugunsten der höhnischen Vernichtung eines Charakters ignoriert. ...
https://www.nachdenkseiten.de/?p=47287

"Die Kreuzigung" Chris Hedges (Freitag, 23. November 2018)
Julian Assanges Zufluchtsstätte in der ecuadorianischen Botschaft in London verkommt zunehmend zu einem kleinen Horrorkabinett. In den letzten sieben Monaten konnte er kaum mit der Außenwelt kommunizieren. Seine ecuadorianische Staatsbürgerschaft, die ihm als Asylsuchendem gewährt wurde, soll widerrufen werden. Sein Gesundheitszustand verschlechtert sich, medizinische Hilfe wird ihm jedoch verweigert.  ...
https://www.rubikon.news/artikel/die-kreuzigung


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Zwischenspeicher (Memos) / Interviews ...
« on: November 22, 2018, 09:29:41 PM »
Dirk Bogarde Interview - "Above the Title"
Russell Harty interviews Dirk Bogarde at Dirk's house in France, 1986.
https://www.youtube.com/watch?v=QfeDhkJ-w_8 | https://en.wikipedia.org/wiki/Dirk_Bogarde


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Erweiterter Machtdiskurs (Politik) / [FDP (Politik)...]
« on: November 22, 2018, 07:14:38 PM »
"Hartz IV: Wir müssen helfen, aber" Ein Gastbeitrag von Christian Lindner und Johannes Vogel (22. November 2018)
Wer Sozialleistungen bedingungslos zahlen will wie die Grünen, handelt unethisch, sagen die FDP-Politiker Lindner und Vogel. Sie setzen auf Fördern und Fordern. ...
https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-11/hartz-iv-fdp-christian-lindner-johannes-vogel

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Mitridate #125

Da haben wir ja wieder alle ollen Kamellen beieinander. Von „Wer arbeiten will, der findet auch Arbeit“ ... bis hin zum vielbeschworenen Fachkräftemangel, der aber mysteriöserweise nicht zu deutlichen Lohnerhöhungen führt ... Dass sich ausgerechnet die FDP zur Wahrerin der Interessen der „hart arbeitenden Normalarbeitnehmer“ aufschwingt, hat schon Kabarettqualitäten.


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Dombaumeister #65

Dass Linder und seine Arbeitgeber-Lobbypartei Hartz IV cool finden, glaube ich gerne. Was kümmert es ihn z.B, wie erniedrigend es ist, wenn man gezwungen wird, für Löhne zu arbeiten, von denen man nicht leben kann?  ...


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Oracle.kid #64

Oh du humanistischer, sozialliberaler Teil der FDP, wo bist du hin?


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E_Dantes #64.1

Gab es diesenTeil denn jemals?


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reimer_hrolf #64.2

Ja, den gabs mal halbwegs.
Da müßen Sie aber schon in die 80er zurück.
Mit dem Koalitionsbruch wurde die Partei ideel damals vergleichbar entkernt, wie die SPD unter Schröder. ...


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Stiller111 #44

... Es ist richtig, dass es Menschen gibt, die gar nicht arbeiten wollen. Es ist aber auch richtig, dass es Arbeitsbedingungen gibt, die man keinem Menschen zumuten sollte. Und wenn ich scharf nachdenke, könnte da schon ein Zusammenhang bestehen. ...


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WerJor #55

Es gibt auch Leute die keine Steuern zahlen wollen. Erst wenn beide Gruppen gleich bekämpft und alle Daten öffentlich machen müssen darf man über Hartz4 Sanktionen reden.
Wer dem einem die Hand schüttelt weil er sich etwas erhofft und den anderen verdammt ist ein Heuchler !


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Max Murks #37

Welche Sanktionen sind geplant gegen Zahnarztgattinen und Millionenerben, die nicht arbeiten wollen?


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Cranston #37.1

die einen kriegen zwangs-amalgam-füllungen, die anderen müssen in bitcoin investieren. das wär mal ein anfang.


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Marc T. #41

Erstaunlich aber wahr, es gibt Menschen die an unserem kapitalistischen System nicht teilhaben können oder wollen. Da dieses System keine alternative Lebensweise vorgesehen hat, bzw. alle Alternativen auch noch gerne verbietet oder totreglementiert, muss es und seine Bürger solche Menschen mitfinanzieren. Punkt um.

Wer nur systemkonforme arbeitende Spießbürger für lebenswert hält und armen Menschen nichtmal das Schwarze unter den Nägeln gönnt ist nichts weiter als ein Funktionär im Kapitalismus.


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Stiller111 #51

"Es gibt Menschen, die gar nicht arbeiten wollen." Und die verlegen sich dann auf Cum Ex Geschäfte..


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janipeki #75

Eine Partei, die Hotelbesitzern grundlos Umsatzsteuer geschenkt hat, sollte gar nicht erst anfangen, über Ethik zu reden.

[Im Januar 2010 wurden Parteispenden der Substantia AG an die deutsche FDP sowie an die CSU durch die Deutsche Presse-Agentur publik. Die Substantia AG gehört der Familie Finck (August von Finck junior) und hatte zwischen Oktober 2008 und Oktober 2009 1,1 Millionen Euro an die FDP und im Vorfeld der Bayerischen Landtagswahl 2008 820.000 Euro an die CSU überwiesen.[12][13] Aufgrund der Mehrheitsbeteiligung der Familie Finck an der Mövenpick-Gruppe, die in Deutschland ehemals 14 Hotels betrieben (seit 3 Jahren wurden 6 Hotels geschlossen) hat (Stand September 2017),[14] wurden die Spenden von den Oppositionsparteien im Deutschen Bundestag kritisiert. Diese sehen einen Zusammenhang zwischen den Spenden an die FDP bzw. die CSU und der von diesen Parteien betriebenen steuerlichen Entlastung der Hotelunternehmen in Deutschland durch das so genannte Wachstumsbeschleunigungsgesetz, das am 1. Januar 2010 in Kraft trat.[15] Die FDP wurde infolgedessen teils spöttisch als „Mövenpick-Partei“ bezeichnet.[16] Die FDP selbst wehrte sich gegen die Bezeichnung mit der Begründung, dass in der Vergangenheit auch viele Tourismuspolitiker aller im Bundestag vertretenen Parteien die Steuersenkung gefordert hätten.[17][18] August von Finck wird inzwischen eine Unterstützung der AfD vorgehalten.[19] Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6venpick (1. November 2018)]


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ChibaCityBlues #106

Und ich dachte, die FDP hätte sich geändert.


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DavidvonderStraße #124

Die Wahrheitist simpel, eure Sanktionen fördern Angst, Angst bricht Menschen, gebrochene Menschen sind entweder aphartisch oder aggressiv ich wünschte mehr wären aggressiv damit den Lindners die Scheiße die sie verzapfen mal um die Ohren fliegt. Das Problem ist nicht die Motivation der Sklaven, das Problem ist das wir unsere Gesellschaft zwanghaft in Gewinner / Verlierer teilen wollen und somit zwanghaft Verlierer produzieren die wir dann ihre Schande voll auskosten lassen, das Ziel müsste sein Teilhabe und Sicherheit, Würde für alle zu gewährleisten, Wohlstand wenn sie so wollen. Ich habe kein Problem damit wenn wir alle in D gut leben können, nehmt mein Geld und gebt es auch dem faulen der gebrochen wurde, gebt es ihm und helf ihm wieder auf die Beine, glaubt an ihn, lasst ihn etwas straffrei dazuverdienen, wieder unter Menschen kommen, wieder das Gefühl kriegen etwas leisten zu können, das es Menschen etwas bedeutet das er da ist, tut dies und er wird euch nicht enttäuschen, aber soweit denken die ganzen Lords und Hochwohlgeborene hier im Forum nicht die einfach lieber noch mehr mit dem Knüppel draufschlagen würden. Ich verstehs, ihr habts ja geschafft, ihr weil ihr besonders seid, eben bessere Menschen,, ihr seid ekelhaft


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Aberdochso #107

"So sieht Klassenkampf von oben aus. Für Mitgefühl und Verständnis gegenüber den oft brutalen Lebenslagen in den armen Schichten ist da kein Platz. Wer Geld vom Staat bekommt, soll auch arbeiten. Aber zack, zack, so der Tenor. Die Tatsache, dass manche – auch und gerade junge – Arbeitslose aufgrund schwerwiegender persönlicher Hintergründe nicht so funktionieren können, wie ehemalige Chefredakteure es erwarten, spielt bei dieser Positionierung keine Rolle (zur Frage, was Sanktionen für die Betroffenen bedeuten, sei dieser Artikel empfohlen). Wer Zwang als rechtmäßiges Mittel im Umgang mit Arbeitslosen befürwortet, zeigt, so darf man es sehen, ein pädagogisches Verständnis, das dem „Konzept“ der Prügelstrafe in nichts nachsteht.
Aussagen wie die hier angeführten sind sicherlich nicht neu und waren zu erwarten. Aber sie lassen erahnen, dass diejenigen in der Gesellschaft, die Probleme mit einem Sozialstaat haben, in dem die Menschenwürde im Vordergrund steht, mit Argusaugen über ihre neoliberale Vorstellung von „Sozialstaat“ wachen. Sollten Pläne einer Abschaffung von Hartz IV weiter Gestalt annehmen, ist zu erwarten, dass es einen massiven Widerstand geben wird – vermutlich auch wieder unter Schützenhilfe großer Medien. Die rhetorischen Scharfmacher, Sozialstaatshasser, Rechtsausleger, Vorurteilsschürer und Klassenkämpfer von oben werden zur Stelle sein."


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