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Julia Sica (8.6.2023): " ... So strikt die Trennung zwischen Astronomie und Astrologie heute ist, so eng hingen die beiden für die längste Zeit zusammen. "Bis ungefähr zum 17. Jahrhundert stand außer Frage, dass Astrologie Wissenschaft ist", schrieb der Historiker Michael Gordin von der US-amerikanischen Universität Princeton 2022 im Sachbuch "Am Rande: Wo Wissenschaft auf Pseudowissenschaft trifft". Mit hohem Aufwand sammelten Himmelsgelehrte wie Johannes Kepler im Auftrag von Herrschenden Daten zur Position von Sternen und Planeten am Himmel. Aus "günstigen" oder "ungünstigen" Ergebnissen leiteten sie Prognosen ab, die auch die Politik beeinflussten. ... Sigmund Freuds Auffassungen werden in der Psychologie heute selten ernsthaft behandelt oder umgesetzt. Dafür bieten sie etwa in den Literaturwissenschaften eine Möglichkeit der Interpretation. Ähnliches gilt für Motive aus der Astrologie, die von Henry Millers "Wendekreis des Krebses" bis zum Hippie-Musical "Hair" direkt zitiert wird. Interessant ist im Vergleich mit der Psychoanalyse auch der Aspekt der Falsifizierbarkeit, den der Wiener Karl Popper als Kriterium für Wissenschaftlichkeit vorschlug. Dazu sah sich Popper veranlasst, weil er bereits 1919 die Psychoanalyse sowie den Marxismus als pseudowissenschaftlich ansah, schreibt Historiker Gordin. Seine Wissenschaftstheorie und das Argument, wissenschaftliche Thesen müssen widerlegbar sein, seien daher auch dezidiert auf den Ausschluss dieser beiden Bereiche angelegt. Auch die Astrologie lässt sich nach Poppers Konzept nicht falsifizieren. ..." | https://www.derstandard.at/story/3000000124838/sternzeichen-schlangentraeger-die-ehemalige-wissenschaft-der-astrologie

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"Ufo-Bericht an US-Kongress" Thomas Bergmayr (7. Juni 2023)
US-Geheimdienstler berichtet von Bergung "nichtmenschlicher" Flugobjekte ... David Charles Grusch, ehemaliger Mitarbeiter verschiedener Geheimdienste, gab angebliches Material über "intakte Ufos und exotische Materialien" weiter. ... Andere pensionierte und aktive Geheimdienstmitarbeiter und US-Regierungsmitglieder, die im Rahmen ihrer Arbeit in unterschiedlichen Behörden Einblicke in geheime Regierungsprogramme zu UAPs gewinnen konnten, bürgen für Gruschs Vertrauenswürdigkeit und untermauerten seine Aussagen. Einige stellten inoffiziell als auch offiziell unabhängig voneinander ähnliche Informationen bereit. Jonathan Grey, Geheimdienstmitarbeiter, der für das National Air and Space Intelligence Center (Nasic) unerklärliche anomale Phänomene analysiert, ist einer davon. Er bestätigte gegenüber "Debrief" die Existenz dieser “exotischen Materialien" und fügte hinzu: "Wir sind nicht allein. [...] Bergungsaktionen dieser Art sind aber nicht auf die Vereinigten Staaten beschränkt, es handelt sich um ein globales Phänomen."
https://www.derstandard.at/story/3000000173673/us-geheimdienstler-berichtet-von-bergung-nichtmenschlicher-flugobjekte

https://thedebrief.org/intelligence-officials-say-u-s-has-retrieved-non-human-craft/

https://www.politico.com/news/magazine/2023/06/03/ufo-crash-materials-intelligence-00100077

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Ich bin nicht alt, ich bin retro

Ich finds ja immer belustigend das aliens immer nur in den usa, mit der usa, geborgen in der usa, kontakt in der usa, sichtungen in den usa, bedrohung in den usa, area 51 in den usa vorkommen und sogut wie nie in anderen erdteilen. Die aliens und ihre technik sind wohl fixiert auf die usa!


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1816/55

"Er selbst habe keine außerirdischen Fluggeräte gesehen..."
Es ist wie mit den Gespenstern - man kennt immer nur wen, der wen kennt, der ein Gespenst gesehen hat, man kennt nie jemanden, der selber eines gesehen hat.


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Sechs unerlässliche Eigenschaften für authentische UFO Fotos:

1. Möglichst unscharfe Abbildung
2. Stets in der Luft fliegend
3. Idealerweise Über-/Unterbelichtet
4. Das wichtige Sujet möglichst klein
5. Grobkörniges Filmmaterial als Grundvoraussetzung
6. Nebst dem UFO ist nur Himmel oder Meer zu sehen, keine wiedererkennbaren Orte.

Bei Filmmaterial, zusätzlich zu obigem:
1. UFO fliegen stets im Himmel (d.h. landet nicht)
2. Kurze Blitze
3. Grelle Kugel
4. Schnelle seitliche Bewegung, keine Größenänderung
5. Alternativ zu 4.: Still Schwebend
5. Einschätzung von Entfernung und Größe nicht möglich
6. Digitalzoom
7. Anmutung: Qualität alter VHS-Bänder


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Friedhelm Gscheidinger

Die Kornkreise

wurden immerhin mit jeder Photo Shop Version besser.


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THE MGT.

Wir sind das Bermuda-Dreieck dieser Ecke der Milchstraße.


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Kater Klysm

Ich frage mich halt, wenn die fähig sind interstellare Reisen zu tätigen, wieso stürzen die dann ständig ab?


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gestammelte Abstrusitäten

Wenigstens harmloses Verschwörungsklumpert.


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CosMoe

Für viele leider eine "Einstiegsdroge", so wie auch die Fantasy-Geschichten von Däniken.


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Der Viktor

Ich denke nicht, dass es sich um außerirdische Flugobjekte handelt. Es werden die Transportmittel von Zeitreisenden aus der Zukunft sein, die unterwegs zu Dinosaurier-Safaris in der Vergangenheit sind und in unserer Zeit dringend eine Lulu-Pause einlegen müssen.


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. Diogenes

Na sowas!

Da fliegen die kleinen grünen Männchen Millionen von Lichtjahre durch die Gegend ohne ein Panne zu haben und ausgerechnet über den USA stürzen sie ab. So ein Pech muss man mal haben. Naja, Wenigstens sind sie nicht über Russland abgestürzt.


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rreins

UAP, UFO und Außerirdische hin oder her ...
Was hält die USA tatsächlich davon ab, einmal zu veröfentlichen was da abgeschossen wurde und wie die Dinger aussehen?
Man kann sich eigentlich keinerlei Reim darauf machen, warum das auch nur ansatzweise geheim sein sollte, außer es wäre für die breite Öffentlichkeit in irgendeiner Weise ... verstörend.


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oksimson

der us staat hat angst dass es zu einer massenpanik kommt..außerdem fallen christlich religiöse vorstellungen und konditionierungenn( welche in den usa weit verbreitet sind ) in sich zusammen...mit den ergebniss dass sich breite teile der bevölkerung nicht mehr bevormunden lassen wollen...frankreich hat ebenso massive ufo sichtungen meist um deren nuklearanlagen herum...dort gibt es eine staatliche behörde dafür....also nichts nur die usa....wie die massenmedien es verbreiten ( wenn sie es nicht lächerlich machen )


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extrusio

So ein Unsinn.


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ka05

Eher ein Unsinn dass in unserer Galaxie mit bis zu 400 Milliarden Sternen nur im Sonnensystem intelligentes leben Entstanden sein soll.


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Buchstabenschieber

Stimme Ihnen zu.

Beim Begriff "intelligentes Leben" allerdings mit Vorbehalt.


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methinks there is much reason in his sayings

wenn man dem mann genau zuhört, wird man feststellen, dass das, was er von sich gibt nichts weiter ist, als das, was es in solchen fällen bisher immer war: verschwommene g'schichten ohne konkrete orte und namen, nichts, was auch nur ansatzweise einem beleg nahekommen würde, alles bloß (bestenfalls) hörensagen - mit anderen worten: reines geschwätz.
alle paar jahre treibt einer diese sau durchs dorf, aus welchen meist wohl eher schrägen motiven immer.

ich hab schon interviews mit leuten gesehen, die mit größtem ernst & unter genauester beschreibung aller äusseren umstände erläutern, wann und wo sie bigfoot gesehen haben. und warum sie leider kein foto machen konnten :-)


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KRW_Leaf

Wenn man über 50 Geheimdienste hat, kann es schon passieren, das man keine Ahnung hat und den Überblick verliert...
;-)


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Bildung hilft

Kriege die Akte X Melodie jetzt nicht mehr aus dem Kopf, danke dafür


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/dev/tty0

Da müssen sie zwei Annahmen trennen.
Ich denke die meisten halten außerirdisches Leben für sogar wahrscheinlich, zweifeln aber an der Existenz von Flugobjekten hier auf der Erde.
Und das läßt sich sogar relativ bescheiden argumentieren, weil auch für Lebewesen weit, weit entfernt dieselben physikalischen Prinzipien wie für uns gelten.
Und das läßt schlussfolgern, dass interstellare Reisen mit biologischen Lebewesen unmöglich sind.


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Pizzamargherita

Nicht nur USA, nicht nur 20. Jahrhundert:

Bild.de berichtet am 30. Januar 2016 von einem "merkwürdigen Abschnitt" in "Dichtung und Wahrheit". Der 16-jährige angehende Jurastudent ist im Herbst 1765 auf der Reise nach Leipzig, wo schon sein Vater studiert hatte. ... Dies erlebte Goethe 1795 in Deutschland: "Auf einmal sah ich an der rechten Seite des Wegs, in einer Tiefe, eine Art von wundersam erleuchtetem Amphitheater. Es blinkten nämlich in einem trichterförmigen Raum unzählige Lichtchen stufenweise über einander, und leuchteten so lebhaft, dass das Auge davon geblendet wurde... Ob dieses nun ein Pandämonium von Irrlichtern oder eine Gesellschaft von leuchtenden Geschöpfen gewesen, will ich nicht entscheiden." ... Dass es ein nachhaltiger Eindruck gewesen ist, bezeugt die Tatsache, dass Goethe in seinem Werk auf dieses Phänomen eingegangen ist: Zu Beginn der Walpurgisnacht fordert Mephistopheles ein Irrlicht auf, ihm und Faust den Weg zu leuchten, und in "Das Märchen" machen sich zwei Irrlichter einen Spaß, erst eine Schlange zum Leuchten zu bringen und am Ende Goldstücke unter die Leute zu werfen, woran diese ihre Freude haben.
Lichtphänomene, die über das Menschenmögliche hinausgehen, hat es schon früher gegeben. ... Der französische Ufo-Forscher Patrick Gross belehrt im Internet über Unterschiede zwischen Ufo, Fee und Geist, und beobachtet, wie Goethes Erscheinung bei dem belgischen Chemiker und Ufologen Jacques Scornaux und seiner Mitautorin Christiane Piens zu einem oder mehreren Flugobjekten umgedeutet ("saucerized") wird. Außerdem sehe es so aus, als wisse Vallée gar nicht, was er überhaupt dazu denken soll. Goethe habe dazu geneigt, die Natur als wundervoll zu schildern, ein Amphitheater sei kein Ufo, Goethe habe die Gegend gar nicht gekannt, und der Postillon habe ja schon gesagt, das sei ein Steinbruch. Also tippt auch er auf die Glühwürmchen. ...
https://www.sueddeutsche.de/panorama/raetsel-goethe-irrlicht-ufo-1.5272148


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Zathras

Wenn das so weitergeht, dann werden UFOs bald so etwas wie Homöopathie...
Jeder glaubt daran, wer was dagegen sagt, wird in weiten Kreisen schief angeschaut, aber es es ist noch immer reiner Humbug...


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Bonewerkz

Es gibt einen Unterschied, ob irgendeine labile aeltere Dame erzaehlt,dass sie von Aliens von hinten sondiert wurde, oder hochdekorierte, hochgebildete Militaerangehoerige praezise Angaben ueber Flugobjekte schildern, oder zivile Piloten, die regelmaessig aerztlich untersucht werden, Zeugenaussagen machen,die rein zufaellig nicht in den Mainstream passen.


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CEG

die präsisen anhaben sind aber, wie immer in solchen fällen, hörensagen.
selbst gesehen hat er nichts! er kennt jemenden, der jemanden kennt, der was gesehen hat :-)


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Bonewerkz

Nur weil er etwas gesehen hat,das nicht ins Mainstream passr,wird ein Pilot, Ingeneur etc automatisch zur labilen Hausfrau?
Die Leute haben genau deswegen ueber sowas zu berichten, aus Angst davor,als Verrueckter abgestempelt zu werden.


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ka05

Ein paar Hintergrund Informationen:

Warum gibt es keine Beweise oder Bilder von Grusch?
A: Er ist kein Edward Snowden, er geht den offiziellen Whistleblower Complaint Weg, damit er nicht strafbar gemacht werden kann. Dafür hat er sogar eine Berechtigung vom DoD was er veröffentlichen darf und was nicht (Bilder und Dokumente zb darf er nicht veröffentlichen)

Warum macht er das?
A: Das Büro für dass er gearbeitet hat AARO (siehe Artikel) ist quazi machtlos, es hat den Auftrag diese Dinge aufzuklären, seine Kollegen im DoD erzählen ihm von allen Möglichen relevanten Fällen und jedes Mal wenn er dann Nachschauen will wo diese Crafts und Materialien Aufbewahrt werden bekommt er keinen Zugang. Hier wird versucht über die Öffentlichkeit/Kongress Druck aufzubauen das zu ändern.

US Has 12 Or More Alien Spacecraft, Say Military And Intelligence Contractors
Military and intelligence agencies are withholding evidence from Congress, sources say
Michael Shellenberger
08.06.2023, Quelle: https://public.substack.com/p/us-has-12-or-more-alien-space-craft

(Der Autor des Artikels Michael Shellenberger ist ein renommierter Autor und Journalist nicht irgend ein Ufo-nitwit)


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Ise18

Na wenigstens sind die Regierungen auf der ganzen Welt in einer Sache einig: Wenn ein Alien-Raumschiff abtürzt, muss es geheim bleiben und es darf kein brauchbares Foto geben.


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trüffelkuh

Fluggeräte nichtmenschlichen Ursprungs gibt es massenhaft. Beispielsweise die hübschen Samen des Löwenzahns


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Klartext und Subtext

Geh bitte...!


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g tag

sie werden kommen!

es gibt in unserer galaktischen nachbarschaft eine technische "zivilisation", hochaggressive schwitzende stinkende raubtiere, brutal und grausam, die schlagen sich gegenseitig die schädel ein und metzeln gleich mal millionen nieder ... jederzeit an der schwelle sich selbst mit massenvernichtungswaffen auszurotten.

und: sie ruinieren gerade ihren planeten und MÜSSEN ihn demnächst verlassen. wir sind die einzigen in reichweite.


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Genuin Liberaler

Man sollte den Artikel halt auch fertig lesen. Abgesehen davon gibt es ähnliche Berichte auch aus Frankreich, England, China, Iran - und wenn man den Geschichten glaubt, wurde das erste unbekannte Flugobjekt von den Italienern 1933 beschrieben: https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/mehr-kultur/575488-Das-UFO-des-Benito-M..html

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jedenspeiben

lesens halt nochmal bis zum schluss … auch wenns schwer fällt


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Dr. (K)now

Interstellares reisen ist für uns Menschen zwar schwer, für Maschinen aber kein Problem. Einer KI ist es ziemlich egal, ob diese 400 000 Jahre durchs nichts fliegt.


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ka-tse

Aber auch Chips sind nicht unsterblich. Sowohl die der Kartoffel als auch die elektrischen.


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Random Moon

Ich halte es für wahrscheinlicher, außerirdische Bakterien zuerst zu finden. Aber das ist jetzt nicht so spannend....


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Kvik_mig_op

Mich wundert eigentlich schon immer, daß Extraterresten mit unglaublicher Technologie zur Erde fliegen, um dann entweder nicht zu landen oder gleich abzustürzen.


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J.DeRibber

Gravitation?

Vllt habens die Erdanziehungskraft unterschätzt ;)


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DerSchuWida

Wer glaubt das ganze Universum existiert nur für uns paar Hanseln, ist sehr von seiner Spezies überzeugt.


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-lt-

Um „Contact“ zu zitieren: wenn wir die einzigen wären, wäre das eine ziemliche Platzverschwendung.


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h.e.s.

Aber es ist ein Unterschied, an andere Lebewesen irgendwo im Universum zu glauben (wie ich es auch tue), oder anzunehmen, dass Außerirdische zur Erde fliegen und prinzipiell in den USA abstürzen und sonst nichts von ihnen zu bemerken ist.


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Andreas_Egger

Wenn es tatsächlich eine derart hochentwickelte ausserirdische Zivilisation gibt - Warum sucht sie sich dann ausgerechnet diesen Planet der Deppen aus die offensichtlich mehrheitlich auf Selbstvernichtung programmiert sind? Studienprogramm wie man's nicht machen sollte?


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ka-tse

Wir sind vielleicht ihr Labor.


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Tinnitus der Reichen

ich glaube gut 2/3 der menschheit würd es psychisch nicht aushalten wenn uns aliens besuchen
die sind sowieso schon kurz vorm zusammenbruch, das würd diese leut endgültig brechen...


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nwanma

die Aliens wollen uns täuschen und mittels gestreuten Fake UFO Teilen bei der Entwicklung eines Antriebs behindern


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ML01

Auch ein 36 Jahre alter hochdekorierter ehemaliger Kampfoffizier kann an einer Schizophrenie erkranken oder unter einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung leiden. Was auch immer dahinter steckt. Weltliche, psychologisch medizinische Erklärungen wie diese sind halt dann doch ein bissal naheliegender als eine globale Alien-Verschwörungstheorie.


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not THE real scienceguy, but another

"einzigartige atomare Anordnungen und radiologische Signaturen“

Aha. Was soll das heißen. Gehts bissl konkreter? Legierung? Oder was? Das Problem für kleine grüne Männchen ist das selbe, wie das unsrige: Die Gesetze der Physik. Auch außerirdische müssen sich daran halten, hilft nix. Und da fang ich noch gar nicht an, dass die in ihren Schüsseln, die viel zu klein für ein Bordklo sind, wahrscheinlich 100e wenn nicht 1000e Lichtjahre fliegen. Aber ja eh.


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Erklären Sie mal einem Menschen von vor nur 150 Jahren die einzigartige atomare Anordnung in einem Bose-Einstein-Kondensat...

[https://de.wikipedia.org/wiki/Bose-Einstein-Kondensat]


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StefVienna

"Er selbst habe keine außerirdischen Fluggeräte gesehen und er wisse auch nicht, wo sie gelagert werden"

ok, also irgendwelche Leute haben ihm irgendwas erzählt, das ganz sicher richtig ist - selbst weiß er gar nichts.
Ja eh, alles klar. - Der nächste Wichtigmacher ... könnte bei uns Politiker werden, paßt perfekt in die aktuelle Populisten-Riege.
Ich frage mich nur welche Pillen er nimmt - die rosanen oder die hellblauen?


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[...] Wie ernst ist es den amerikanischen Ermittlungsbehörden mit ihrer Strafverfolgung von Julian Assange? Die Frage hat dieser Tage neue Brisanz dadurch erhalten, dass ein einstiger Kooperationspartner des Wikileaks-Gründers um eine Zeugenaussage gebeten wurde – sechs Jahre, nachdem die damalige Trump-Administration dem FBI-Verfahren neuen Schwung verliehen hatte.

Unterdessen hat Assanges Frau Stella in der australischen Heimat ihres Mannes für dessen Freilassung aus mehr als vierjähriger Haft in London geworben. Angesichts der Unnachgiebigkeit Londons und Washingtons setzt Stella Assange ihre Hoffnungen mittlerweile auf Druck aus Australien: Das Leben ihres Mannes „ liege in den Händen der australischen Regierung“, sagte sie beim Besuch in Canberra Ende Mai. „Genug ist genug“, glaubt auch Canberras Premierminister Anthony Albanese.

Der Labour-Regierungschef hat sich bereits persönlich bei US-Präsident Joe Biden für den depressiven und suizidgefährdeten Aktivisten eingesetzt. Hingegen steht das Schicksal des 51-Jährigen dem Vernehmen nach nicht auf der Agenda für den Besuch des britischen Premiers Rishi Sunak in Washington in dieser Woche.

Gemeinsam mit Australien haben die beiden anglophonen Staaten vor zwei Jahren ihren neuen Verteidigungspakt Aukus auf den Weg gebracht, dessen Kern aus der Belieferung Australiens mit atombetriebenen U-Booten aus amerikanischer Herstellung besteht. Bei einem Treffen im kalifornischen Kriegshafen San Diego sprach Sunak im März vom Zweck der Vereinbarung als „Bewahrung von Freiheit, Frieden und Sicherheit“.

Aber Freiheit für Julian Assange? Das scheint aus amerikanischer Sicht keine Priorität zu sein. Den Eindruck gewann jedenfalls der preisgekrönte schottische Romancier Andrew O’Hagan, bei dem sich kürzlich das FBI meldete.

Kurioserweise wollten sich die US-Ermittler mit dem Autor über dessen Zusammenarbeit mit Assange vor mehr als einem Jahrzehnt unterhalten.

Der in London lebende Schotte lehnte brüsk ab. „Eine Zeugenaussage gegen einen Kollegen, der dafür verfolgt wird, dass er die Wahrheit veröffentlicht hat, kommt nicht in Frage. Lieber gehe ich ins Gefängnis“, erläuterte O’Hagan seine Entscheidung dem „Sydney Morning Herald“.

Die Haltung ist keineswegs selbstverständlich, schließlich machte O’Hagan mit Assange die gleiche Erfahrung wie frühere Helfermedien von Wikileaks, etwa der britische „Guardian“ oder die „New York Times“: Die ursprünglich gute Zusammenarbeit endete rasch in einem Zerwürfnis.

Statt als Ghostwriter für Assanges Autobiographie zu fungieren, veröffentlichte O’Hagan 2011 die unautorisierte Lebensgeschichte des Wikileaks-Gründers. Nicht umsonst wird der preisgekrönte Autor in Pressemitteilungen der Assange-Unterstützer nicht mit Namen genannt, sondern nur spitz als „in London lebender Schreiber“ tituliert.

Bereits dreizehn Jahre liegt zurück, dass Assanges Enthüllungsplattform Wikileaks umfassende Informationen über US-Kriegsverbrechen in Afghanistan und Irak veröffentlichte. Keine der damals angeprangerten Straftaten hatte ein Verfahren gegen die Verantwortlichen zur Folge.

Hingegen beschäftigten sich Londoner Gerichte seit 2010 mit dem Australier, als zunächst Schweden seine Auslieferung wegen angeblicher Sexualdelikte forderte.

Später folgte die USA mit der Aufforderung an Großbritannien, Assange zu überstellen. Ihm werden Computer-Hacking und Spionage zur Last gelegt.

Auch ohne rechtsgültige Verurteilung muss der mittlerweile 51-Jährige auf seine Freiheit verzichten: Auf zwei Jahre Hausarrest sowie sieben Jahre Asyl in der Londoner Botschaft Ecuadors folgte seit April 2019 die Straf- und Auslieferungshaft.

Derzeit sind Einsprüche gegen die bereits genehmigte Auslieferung vor dem Londoner High Court sowie dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg anhängig.

Bei ihrem Besuch in Canberra konnte Stella Assange bei Parlamentariern aller Parteien für die Freilassung des Vaters ihrer beiden Kinder werben.

Sie habe „starke Unterstützung erfahren; Julian ist der Rückkehr in den Schoß seiner Familie näher denn je“, lautet das optimistische Resümee der früheren Anwältin des Aktivisten.


Aus: "Wikileaks-Gründer Julian Assange: „Sein Schicksal liegt in Australiens Hand“"  Sebastian Borger (07.06.2023)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/internationales/wikileaks-grunder-julian-assange-sein-schicksal-liegt-in-australiens-hand-9937020.html

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"Aktivistinnen und Aktivisten besetzen Brachfläche neben Ostbahnhof" Stefan Simon (27.08.2020)
Eine Gruppe von zehn Leuten hat die Brachfläche neben dem Ostbahnhof mit ihren Bussen besetzt. Das Gelände befindet sich leicht versteckt neben dem Ostbahnhof und gegenüber dem Danziger Platz. Am Eingang zur Brachfläche hängt gut sichtbar ein großes Banner mit einem bunten Graffiti. Darauf steht: „We need homes to stay at home“ („Wir brauchen Häuser, um zu Hause zu bleiben“). ... In einem offenen Brief, den die Gruppe auf dem Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlichte, schreibt sie, dass es gerade in der Zeit der Pandemie besonders problematisch sei, dass viele Menschen kein Zuhause hätten und obdachlos in Frankfurt leben müssten. „Es gab bereits von vielen Seiten die Forderung, Hotels und Leerstand, den es in Frankfurt ja zu genüge gibt, für Menschen ohne festen Wohnsitz zur Verfügung zu stellen.“ Doch die Forderungen fanden in ihren Augen bisher zu wenig Beachtung. Deswegen wollen sie durch Aktionen weiterhin auf die Problematik aufmerksam machen. ...
https://www.fr.de/frankfurt/aktivisten-besetzen-brachflaeche-neben-dem-ostbahnhof-90032059.html

"Gruppe vom Bauwagenplatz am Ostbahnhof: Situation nach Umzug ist prekär" (04.06.2023) Christoph Manus
Die Stadt will der Gruppe zumindest ermöglichen, dass sie das Grundstück in Kalbach, auf dem einmal eine Schule entstehen soll, ein Jahr länger nutzen darf. „Wir arbeiten zurzeit an einer vertraglichen Regelung, die den Verbleib des Bauwagenplatzes auf dem Gelände an der Talstraße sichert“, teilt Markus Radermacher mit, Büroleiter von Baudezernentin Sylvia Weber (SPD). Das Dezernat sei zudem auf der Suche nach einer langfristigen Perspektive für die Bewohner:innen, habe aber noch kein Ergebnis erzielt, heißt es weiter. ...
https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-leben-im-bauwagen-92319387.html

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"350 Menschen demonstrieren in Bremer Innenstadt gegen Überwachung " (4. März 2023)
In der Bremer Innenstadt hat am Samstag eine Demonstration der Bauwagen-Szene am Güterbahnhof stattgefunden. An dem Protestzug mit sechs Bauwagen nahmen laut Polizei etwa 350 Menschen teil. Gegen 19 Uhr fand eine Abschlusskundgebung an der Theodor-Heuß-Allee statt. Die Demo richtete sich gegen das angebliche Ausspionieren der Szene durch die Behörden. Nach einer Presseinformation der Organisatoren soll der Bauwagenplatz "Querlenker" mit aufwendiger Kameratechnik überwacht worden sein. Demnach sei die Kamera im Papageienhaus gegenüber aufgefunden worden. Außerdem verweist das Kolletiv auf ein Schreiben, wonach Immobilien Bremen dem Raum dort der Polizei überlassen habe. Das Bremer Innenressort weißt zurück, dass Stellen des Landes beteiligt seien und antwortet schriftlich. Laut Innenressort soll das Thema auch noch in der Bremischen Bürgerschaft im März Thema sein.
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/demonstration-wagenplatz-ueberwachung-polizei-bremen-100.html

"Bremer Bauwagenplatz ausgespäht: Eigentümer von Monster-Tele gesucht"
Gernot Knödler, Hamburg-Redakteur (20. 12. 2022)
In Bremen ist der Bauwagenplatz Querlenker offenbar observiert worden. Der Bremer Senat dementiert, dass Stellen des Landes beteiligt waren.
https://taz.de/Bremer-Bauwagenplatz-ausgespaeht/!5903261/

"Bremer Bauwagen-Siedlung „Querlenker“: Wagenburg muckt auf" (19. 2. 2019)
Die Obdachlosen-Siedlung am Güterbahnhof ist geräumt. Jetzt fürchten auch die Bauwagen-Bewohner, verdrängt zu werden.
https://taz.de/Bremer-Bauwagen-Siedlung-Querlenker/!5571001/

von: anonym am: 15.12.2022 - 10:13
Themen: Repression
Was ist passiert?
Vor kurzem wurde im links-alternativen queer-feministischen Kulturprojekt „p.ara“ in der Bremer Bahnhofsvorstadt Überwachungstechnik der Bullen oder des Geheimdienstes entdeckt, mitgenommen und unschädlich gemacht. Ziel der Überwachung war offensichtlich der linke Wagenplatz 'Querlenker' auf der gegenüberliegenden Seite der Schienen. Die Kameras zielten direkt auf den Eingang des Wagenplatzes. Seit wann die Maßnahme lief, ist bislang unklar.
https://de.indymedia.org/node/245569


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"#Westsplaining und #Eastsplaining" Sylvia Sasse (28. Mai 2023)
" ... Der Blick in die russische Propaganda zeigt, dass es bei Westsplaining eigentlich nicht um Ost und West geht. Die Gegenüberstellung von Osten und Westen lenkt nur davon ab, die politische Interessen und Machttechniken zu tarnen. Bei den russischen „Werten“, die Putins Regime vertritt, und die dieses in Russland seit mehr als zwanzig Jahren Schritt für Schritt mit repressiven Maßnahmen durchsetzt, handelt es sich um einen rechtskonservativen und christlich-fundamentalistischen kulturellen Backlash, den das Putinregime u.a. von rechten Kreisen aus den USA nach Russland importiert hat. Umgekehrt lässt sich auch sagen, dass Putins ‚russische‘ Werte auch die Werte von Alt-Right oder die von AfD sind, die Werte des Front National und weiterer rechtsnationalen Parteien. ... Das Kulturparadigma, das im ‚Westsplaining‘ mitspielt – eben ein angeblich einheitlicher Westen gegen einen angeblich einheitlichen Osten –, verstellt die politische Dimension der Debatte und das Ziel der russischen Desinformation, den kulturellen und politischen Backlash weiter zu befördern und das Politische zu kulturalisieren. ..."
https://geschichtedergegenwart.ch/westsplaining/

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Erweiterter Machtdiskurs (Politik) / [FDP (Politik)...]
« on: May 29, 2023, 11:42:38 AM »
Mareile @Hoellenaufsicht: ... Freiheit ist für mich [ ] kein Klientelprivileg ... der Freiheitsbegriff der Liberalen bedarf einer intellektuellen Generalüberholung ...

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Mareile @Hoellenaufsicht
9:20 vorm. · 27. Mai 2023

Ich möchte schon noch ein paar Worte dazu sagen, wie es bei mir innerlich dazu kam, die FDP zu verlassen und jetzt bei den Grünen gelandet zu sein. Here it goes:

Ich komme aus einem liberalen Haushalt, der immer FDP gewählt hat. Das war auch bei meinen Großeltern mütterlicherseits so. Als ich mich erstmals für einen Parteieintritt interessiert habe, war es für mich völlig natürlich, dass es die FDP sein würde. Und mit der Entscheidung war ich auch einige Zeit glücklich. Dann kam die Pandemie.

Das erste Mal in meinem Leben hatte ich einige Monate wirkliche Angst um meine Familie, gleichzeitig hat die FDP angefangen, eine Corona-Politik zu machen, die ich nicht in toto, aber in Teilen schlicht verantwortungslos fand. Ich begann mich zunehmend sehr unwohl zu fühlen.

Innerhalb dieser Politik hat sich ein Freiheitsverständnis gezeigt, das mit meinem, das sich in der Pandemie nochmal schärfte, nichts zu tun hatte. Meines ist nicht auf das Jetzt, auf den schnellen Freiheitsfix, ausgelegt, sondern denkt in mittel- und langfristigen Kategorien.

Freiheit ist für mich auch kein Klientelprivileg, sondern ein fundamentales Gut, das jeder einzelnen Person zusteht. Es war ein bisschen so, dass mir die FDP-Haltung in der Pandemie sehr harsch die rosagelbe Brille von der Nase gerissen hat.

Ich habe gemerkt, dass viele Freiheitsfragen von der FDP für mich (!) falsch bzw. unzureichend beantwortet werden. Gleichzeitig hatte ich immer noch die Hoffnung, dass sich mit dem Eintritt in die Ampel bei den Liberalen etwas verändert. Und gefühlt hat es das auch. Allerdings oft nicht zum Positiven. Wenige Monate nach der Bundestagswahl bin ich ausgetreten und habe mir selbst in die Hand versprochen, dass ich jetzt erstmal ein parteipolitisches Sabbatjahr mache.

Zu diesem Austrittszeitpunkt hatte ich aber schon längst gemerkt, dass ich bei den Grünen viel häufiger nicke als bei der FDP. Innerhalb der letzten 1,5 Jahre war mir eigentlich schon klar, wohin die Reise geht.

Aber ich trenne mich immer sehr schwer und ich glaube, dass da auch noch eine Weile ein Rest an Hoffnung war, dass die FDP doch noch mal Gerhart Baum genauer zuhört. Denn der Freiheitsbegriff der Liberalen bedarf einer intellektuellen Generalüberholung. Dringend.

All die Gedanken und politischen Grundimplikationen, die aus meinen Überlegungen zur Freiheit erwachsen, finde ich, das verstand ich irgendwann überdeutlich, politisch am ehesten bei den Grünen repräsentiert. Diesen Parteien-Shift zu vollziehen war gleichwohl nicht einfach.

Aber er ist richtig und er fühlt sich jetzt auch wirklich richtig an. Ich bin davon überzeugt, dass eine Zukunft in Freiheit für alle nur gelingt, wenn diese Zukunft grün ist. Und ich freue mich darauf, daran mitzuarbeiten, in welcher Form auch immer.

Abschließend: Ich bin mit der FDP hart ins Gericht gegangen. Und vermutlich werde ich das auch weiterhin tun. Das tat ich aber nicht, weil ich die Menschen in der Partei nicht mag. Es gibt, das habe ich immer wieder gesagt, großartige Menschen in der FDP, die das Beste wollen.

Und für diese Menschen und für unser Land wünsche ich mir eine bessere FDP. Sie war meine erste politische Liebe und sie wird mir nie egal sein.


https://twitter.com/Hoellenaufsicht/status/1662358064828170241

Quote
Alois Vedder
@Alois_Vedder
·
27. Mai
Respekt! Ich kann das gut verstehen, hatte noch 10 Jahre Phantomschmerz nach dem Austritt aus der kath. Kirche, obwohl ich schon vorher 10 J. damit durch war. Aber wie konntest du noch die zynische Klientelpolitik von Westerwelle und Brüderle ertragen? Baums Zeit war lange vorher


Quote
Mareile 💥
@Hoellenaufsicht
·
27. Mai
Da war Ich nicht in der Partei und auch noch nicht so deep in der Politik unterwegs. Und Baums Zeit ist, solange er lebt.


Quote
Florian Lipp
@Flipp_official
·
27. Mai

Habe letztens das sehr zu empfehlende Interview mit Gerhard Baum von @Zeit [...] gehört.
Dort klang es nicht so, als hätte er viel Hoffnung, dass sie zu ihren sozialliberalen Werten zurück findet.


Quote
Mareile
@Hoellenaufsicht
·
27. Mai

Nee, und das Gespräch hat auch zu dieser Entscheidung beigetragen.


Quote
Sabine Horvath
@61_redhead
·
27. Mai

Und großen Dank auch für Ton und Stil Ihrer Auseindersetzung! ...


Quote
Gliebenfaus
@SkipperBonn
·
27. Mai
Wenn ich das richtig verstehe haben Sie sich also von Gedanken der Freiheit ab- und dem Totalitarismus zugewandt. Krasser Schwenk, kann ich nicht nachvollziehen.


Quote
Mareile
@Hoellenaufsicht
·
28. Mai
Äh, das hier ist nicht der Account von Andreas Scheuer.


Quote
Reinhard Hoene
@ReinhardHoene
·
27. Mai
RESPEKT!!!

Das schaffen viele Leute nicht - so reflektiert zu agieren.
Dieses Statement wird wahrscheinlich viele Hater (schon in ersten Antworten erkennbar) auf den Plan rufen.

Bleiben Sie sich treu!


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Erik Son
@99erikson99
·
27. Mai
Ich habe nur eine Frage: Was haben die Grünen, egal ob kurz- oder langfristig, auch nur ANSATZWEISE mit Freiheit zu tun?


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Mareile
@Hoellenaufsicht
·
27. Mai
Denk mal über deine persönliche Freiheit nach, wenn die Klimakrise richtig kickt und niemand hat Politik gemacht, um die Folgen abzumildern. Denk mal über deine persönliche Freiheit nach, wenn du eine trans Person bist und dich Hunderttausende diskriminieren.

Denk mal über deine persönliche Freiheit nach, wenn du als Kind in eine von Armut betroffene Familie geboren wirst. Denk mal über deine persönliche Freiheit nach, wenn du in deinem Heimatland ausgebombt wurdest und flüchten musstest. Ich könnte ewig so weitermachen.


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T_Wolf
@TWolf81435497
·
27. Mai
Danke für den thread..
Es ist genau dieser auf den eigenen Tellerrand bezogene Freiheitsbegriff, ein Egoismus für die, die es sch leisten können, a la Anna Schneider, der die fdp für mich unwählbar macht.
Keine Zuwendung für Menschen, die in von Dir genannten Stuationen leben.


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Thomas Jargstorff
@TJargstorff

Freiheit in „mittel- und langfristigen Kategorien“ hat das Problem, dass der propagierte Weg der falsche sein kann und die Akteure zu freiheitsbeschränkenden Interventionen greifen müssen, um weiter zu machen. Das führt zu weniger Freiheit. Diesen Staatsdirigismus im Namen der guten Sache beobachte ich bei den Grünen. Freiheit muss zu jedem Zeitpunkt gelten.


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Marc Stibane
@stibane
·
28. Mai

Aber Deine Freiheit kann niemals unbeschränkt sein - sie endet immer da wo die Freiheit Anderer anfängt.
Ansonsten musst Du Dir eine eigene Insel bzw. sogar einen eigenen Planeten suchen.


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Mareile
@Hoellenaufsicht
·
15 Std.
So ist es. Das ist die Grundlage unseres Verfassungsrechts und ich denke nicht, dass irgendwer behaupten will, dass Grundgesetz wäre illiberal.


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Thomas Jargstorff
@TJargstorff
·
15 Std.
Ist ja auch ein Strohmann-Argument. Unbeschränkte Freiheit fordern weder FDP noch ich.


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Natascha Sch
@lasstmichdurch
·
27. Mai

Für alle? Oder nur für die Privilegierten? Jedes Kind versteht, daß Freiheit und Wohlergehen für alle oder zumindest viele Regeln braucht. Diese Vernunft ist vielen Erwachsen in letzter Zeit abhanden gekommen.


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Daniel
@geby85

Das fühle ich sehr und kann inhaltlich alles so unterschreiben.

Habe eine ähnliche Reise hinter mir. Nicht als Mitglied sondern als Wähler.
Ich mag viele Menschen in der FDP und bin im Grunde Ur Zielgruppe.

Aber seit über 10 Jahren kann ich zur FDP nur sagen: „Helft mir euch zu mögen“

Gefühlt treibt da aber auch nur eine kleine Gruppe in der FDP um Scheffler und Kubiki den Rest der Partei vor sich her und Lindner bekommt es nicht moderiert.


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Senf Dazugeber sen.
@sen_senf
·
27. Mai

Was gefällt dir denn nicht an der FDP?


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Daniel
@geby85
·
27. Mai
Die Interpretation von Freiheit.

Mein Freiheitsbegriff schließt die Gesellschaft in der ich Lebe mit ein und ist nicht Blind mit dem Blick auf die eigenen Füße egoistisch aufs Individuum gerichtet.

Und das äußert sich dann in vielen Bereichen.


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Raphael Morasch (er/ihm)
@RaphaelFor
·
27. Mai

... Ich hoffe auch, dass die FDP irgendwann (möglichst bald hoffentlich) wieder zu einer Partei wird bei der Freiheit nicht das gleiche bedeutet wie Verantwortungslosigkeit. ...


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Sabine Horvath
@61_redhead
·
27. Mai

Wow. Vielen Dank für diesen Tweet! Ich war nie FDP-Fan, aber die feine Differenzierung ist so hilfreich! Denn wer kann schon gegen Freiheit sein?


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Joachim
@Allman_Joachim
·
27. Mai

Kanns 100% nachvollziehen. Bin als Volkswirt meist auf Seite des Marktes und der (wirtschaftlichen) Freiheit. Zum einen verlieren sich die Grünen leider im regulatorischen Klein-Klein, zum anderen liefert die FDP aber nur Klientelpolitik, sonst komplette Verantwortungslosigkeit…


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Agent Provocateur
@Flingeraner
·
27. Mai
Ich teile deine Kritik an der FDP grundsätzlich und kritisiere deren Freiheitsbegriff seit Jahren. Nur während Corona und auch Klima vermisse ich völlig die soziale Dimension bei den Grünen. Da werden Maßnahmen durchgesetzt, unter denen die Privilegierten am wenigsten leiden.


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EvanGemmeren
@EGemmeren
·
27. Mai

Von der einen Klientel-Partei für Priviligierte zur nächsten Klientel-Partei für Priviligierte. ...


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Kai Gotthardt
@KaiGotthardt
·
27. Mai
Kleiner Take von mir: fand, dass die FDP in den 1. Phasen der Pandemie eine gute Rolle aus der Opposition gespielt hat. Ich stimmte nicht unbedingt überein, aber sie hat verantwortungsbewusst eine andere Perspektive aufgezeigt. Ab Wahlkampf wurde es dann recht schräg, leider.


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Nonpoetry
@Nichtpoet
·
27. Mai
Aich wenn die Grünen immer noch ein hartes Esoterikproblem hat, kann ich die Gründe nachvollziehen.


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Alexander Esslinger
@patentlyGerman
·
27. Mai
Mir geht es ganz ähnlich. Nach 30 Jahren FDP bin ich am Tag nach der Kemmerich-Wahl ausgetreten. ...


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Anja
@anni76w
·
27. Mai
Vieles fühle ich genauso und es war sogar der gleiche Grund warum ich die FDP am Ende verlassen habe. Selbst unser Ortsverband hat sich so gewährt gegen diesen unsäglichen Freiheitsverständnis, aber am Ende leider kapituliert, da 0 durchkommen [ist] in der Parteiführung [ ].


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Lothar Loeffel
@loeffel_lothar
·
27. Mai
Ich teile deine Empfindung. Die FDP habe ich nie gewählt, aber sie war für mich als Jungwähler in den 70ern und 80ern grundsätzlich wählbar. Danach ist die FDP immer mehr zu einer Klientelpartei verkommen (Möwenpick), die ihr Wählerpotential mit krudem Populismus erweitern will.


...

7
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[...] Eine italienische Hilfsorganisation sucht auf dem Mittelmeer nach einem Schiff in Not. Dass die Küstenbehörden nichts wüssten, sei "schwer zu glauben", teilte sie mit.

Drei Tage nach dem Notruf eines Flüchlingsboots mit 500 Migranten an Bord ist die Suche einer italienischen Hilfsorganisation ergebnislos verlaufen. Ihr Schiff Life Support habe keine Überreste eines Bootsunglücks entdeckt, und die Menschen seien auch nicht in Italien an Land gegangen, teilte die Nichtregierungsorganisation Emergency in Mailand mit. "Es ist schwer zu glauben, dass keine Küstenbehörde weiß, wo diese 500 Personen sind".

Möglicherweise sei es den Migranten gelungen, den Motor zu reparieren und Richtung Sizilien zu fahren oder sie seien von einem anderen Schiff gerettet worden, hieß es. Die italienische Küstenwache äußerte sich nicht. Oder die Menschen seien zurück nach Libyen gebracht worden. Von dort brechen viele seeuntaugliche Boote in Richtung Italien auf, organisiert von Menschenschmugglern. Emergency teilte mit, dass die libyschen Behörden bestritten, dass die Passagiere dorthin zurückgebracht worden seien. In Libyen verbringen viele Migranten Monate unter unmenschlichen Bedingungen in Internierungslagern.

Der Notruf des Schiffs war am Dienstag von der Nichtregierungsorganisation Alarm Phone empfangen worden, die Seenotrufe von Migrantenbooten entgegennimmt. Die Migranten berichteten, der Motor sei ausgefallen. Das Schiff trieb zuletzt auf hoher See 320 Kilometer von der libyschen Hafenstadt Benghasi und 400 Kilometer von Sizilien und Malta entfernt. Am Mittwochmorgen sei der Kontakt abgebrochen.

Emergency teilte mit, ihr Schiff Life Support sei nach 32 Stunden in dem Gebiet im zentralen Mittelmeer angekommen und habe am Donnerstag 24 Stunden lang in internationalen Gewässern nach dem mutmaßlichen Boot in Seenot gesucht. Wegen schlechteren Wetters habe die Suche am Donnerstagabend beendet werden müssen. Am Freitag sagte ein Sprecher, die Suche laufe weiter.

Unterdessen kenterte ein anderes Boot mit Geflüchteten vor der griechischen Insel Mykonos. Dabei starben zwei Frauen und ein Mann, mindestens zwölf Menschen werden vermisst, teilte die griechische Küstenwache am Freitag mit.

Auf der Flucht über das Mittelmeer sind im ersten Quartal dieses Jahres so viele Menschen gestorben wie seit 2017 nicht mehr, insgesamt mindestens 441. Die Vereinten Nationen kritisieren "Verspätungen und Lücken" staatlicher Rettungsmissionen.


Aus: "Suche nach verschollenem Schiff mit 500 Migranten ergebnislos" (27. Mai 2023)
Quelle: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2023-05/mittelmeer-schiff-migranten-verschollen-suche-libyen

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Svenglückspilz

Ein vermisstes Kreuzfahrtschiff mit 500 Passagieren, da wäre aber der Teufel los.


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Am4ranth

Und ein weiterer Tag bricht an, an dem wir unsere sogenannten christlichen Werte im Mittelmeer absaufen lassen und uns stattdessen alle darum sorgen machen sollen, dass es eine Rezension gibt. Unsere Gesellschaft hat moralisch jeglichen Kompass verloren und treibt im stumpfen Überkonsum orientierungslos auf dem Meer der Ignoranz umher.


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Mirgas

Hoffen wir dass der Grund für das Nicht finden nicht ist, dass sie untergingen.


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VonKindernFernhalten

Wenn man die Kommentare hier liest, ist das christliche Abendland längst untergegangen.


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[...] Erneut haben sich Hunderte Menschen auf den Weg gemacht, übers Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Ihr Schiff geriet in Seenot. Nach Angaben der Hilfsorganistion Ärzte ohne Grenzen konnten die 599 Migranten an Bord aber gerettet werden.

 Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat nach eigenen Angaben mit einem Schiff 599 Flüchtlinge auf dem Mittelmeer aus Seenot gerettet. Die Menschen, darunter Kinder, seien am Samstag vor Sizilien aus einem überfüllten Schiff aufgenommen worden, teilte die Organisation mit. Das zur Rettung eingesetzte Schiff "Geo Barents" habe sich zu Ausbildungszwecken in der Region aufgehalten.

Zuvor hatte es Berichte über ein seit Mittwoch vermisstes Schiff gegeben, auf dem sich etwa 500 Migranten befunden haben sollen. Laut der italienischen Hilfsorganisation Emergency hätten zwei Schiffe 24 Stunden lang erfolglos nach dem Boot gesucht, das nach einem Motorausfall auf hoher See trieb. Ob es sich bei den jetzt geretteten Migranten um jene auf dem zunächst verschollenen Schiff handelt, wurde bislang nicht bekannt.

Ärzte ohne Grenzen erklärte, die Flüchtlinge müssen auf Anordnung der italienischen Behörden nun in der Hafenstadt Bari an der Ostküste an Land gebracht werden. Die Fahrzeit dorthin betrage rund 40 Stunden.

 Hilfsorganisationen haben der italienischen Regierung in der Vergangenheit vorgeworfen, sie erschwere Rettungsaktionen, indem sie Schiffe nach der Aufnahme von Flüchtlingen in weit entfernt gelegene Häfen schicke.

Die rechtsgerichtete Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni verfolgt eine restriktive Migrationspolitik. Seit Jahresbeginn sind nach Daten des Innenministeriums mehr als 47.000 Flüchtlinge in Italien angekommen. Im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres waren es rund 18.000.


Aus: "Fast 600 Migranten aus Seenot gerettet" (28.05.2023)
Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/fluechtline-rettung-mittelmeer-100.html


8
[Stand: 25.05.2023]:
Nachdem das Schneiderlein sieben Fliegen auf einen Schlag getötet hat, näht es sich eine Scherpe mit der Aufschrift "7 auf einen Streich". Voller Zuversicht zieht er über Berg und Tal, um nun seinen Mut zu erproben.
https://www.ardmediathek.de/video/maerchen-im-mdr/das-tapfere-schneiderlein/mdr-fernsehen/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy9kMWIwZGUwNC1mZmQxLTQwMjMtYTkwMS1jYThkNWM4ZjQxOTc?isChildContent

Quote
Aktuell kann man den #DEFA-Märchenfilm "Das tapfere Schneiderlein" von 1956 @ARDde-Mediathek sehen. Als der Film 1957 in der Bundesrepublik gezeigt werden sollte, kam es zu einem der skurrilsten Fälle von #Filmzensur.
Die DEFA hatte das Grimm'sche Märchen mit politischen Untertönen adaptiert: Anstatt am Ende die Königstochter zu heiraten und das halbe Reich zu erben, wird der feudale König nebst dekadentem Hofstaat verjagt und das Schneiderlein heiratet eine einfache Bauersmagd.
Die ideologische Überzeichnung stieß selbst in der DDR-Presse auf deutliche Kritik. Das "Neue Deutschland" sprach von einer "vulgären Anwendung marxistischer Grundsätze". Die "Neue Zeit" meinte, durch die "gutgemeinte Fortschrittlichkeit" würde der Märchenstoff verballhornt.
Auch in der Bundesrepublik waren die Reaktion deutlich. Die "Zeit" berichtete ausführlich über das "marxistische Schneiderlein", ging aber nicht weiter darauf ein, dass die plumpe Politisierung des Märchens selbst in der DDR umstritten war.
1957 beschäftigte das "Schneiderlein" schließlich den "Interministeriellen Ausschuss". Sechs Bonner Ministerialbeamte sichteten den #DEFA-Film und sprachen ihre "Bedenken" gegen eine Kinovorführung in der Bundesrepublik aus. Näher begründet wurde das Verbot nicht.
Die Angst vor "kommunistischer Propaganda" war jedoch bei Kinderfilmen besonders ausgeprägt und sicher au Das Filmverbot bestand fast zwei Jahre, bis zum Herbst 1958, als das "Schneiderlein" erneut vom Ausschuss begutachtet wurde.
Diesmal nahmen 14 Beamte aus sieben verschiedenen Bundesministerien an der Filmvorführung teil. Die Bedenken wurden schließlich zurückgestellt und der Film nachträglich freigegeben.
Die Geschichte wirkt heute befremdlich, zeigt aber zugleich, welche besondere Wirkmächtigkeit Filmen in der Zeit des Kalten Krieges zugesprochen wurde, insbesondere wenn es um ein jugendliches Publikum ging.
Kurze Randnotiz: 1961 verschwand der Film still und leise aus den Kinos der DDR - der Hauptdarsteller, Kurt Schmidtchen, war nach dem Mauerbau in die Bundesrepublik übergesiedelt. Der Film wurde danach kaum noch gezeigt.

Andreas Kötzing @AKoetzing
11:37 vorm. · 24. Mai 2023

https://twitter.com/AKoetzing/status/1661305466184511490

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9
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[...] Berlin – Es handelt sich um einen der spektakulärsten Vermisstenfälle der letzten Jahre: Im April 2018 war Karl-Erivan Haub, einer der reichsten Männer Deutschlands, spurlos beim Skifahren in den Schweizer Bergen verschwunden. Der damals 58-Jährige war Geschäftsführer und Mitinhaber der Unternehmensgruppe Tengelmann, zu der neben der Supermarktkette Tengelmann auch Obi und Kik gehören. Der Wert der Unternehmensgruppe, die der Familie Haub gehört, wurde 2017 auf 4,2 Milliarden Euro geschätzt.

... Nach etwa einer Woche wurde die intensive Suche eingestellt, man ging von einem tragischen Unglück aus. Gut drei Jahre nach seinem Verschwinden, im Mai 2021, wurde Karl-Erivan Haub vom Kölner Amtsgericht für tot erklärt. Sein Bruder Christian Haub übernahm das Ruder – und dessen Anteile in Milliardenhöhe.

... In einem Interview mit der Welt äußerte von Boetticher aufgrund ihrer Recherchen den Verdacht, dass „Karl-Eriwan Haub in dubiose Geschäfte verstrickt war und mithilfe des russischen Geheimdienstes FSB in Russland abgetaucht sein könnte“. Gerüchte, dass es Verbindungen nach Russland gibt, existieren schon länger.

... Eine große Rolle bei von Boettichers Recherchen spielt eine mysteriöse Russin, Veronika E. Sie arbeitete für eine Event-Agentur, die demnach im Jahr 2004 den Geburtstag von Haubs Mutter Helga in Sankt Petersburg organisiert hatte. Die Journalistin fand Hinweise darauf, dass Haub und Veronika E. dann in regelmäßigem Kontakt standen und sich häufig zur gleichen Zeit am gleichen Ort aufhielten. Zudem habe Veronika E. wohl Verbindungen zu den russischen Geheimdiensten.

Außerdem gehören zu von Boettichers Recherchematerial biometrische Überwachungsaufnahmen aus Moskau aus dem Jahre 2021, die den verschwundenen Haub zeigen sollen. Diese sollen von einer israelisch-amerikanischen Ermittlungsagentur stammen. Besonders brisant: Die Aufnahmen seien angeblich auch dem Bruder Christian Haub vorgelegt worden.

Laut der Journalistin sei Christian Haub schon im Mai 2021 eine „unfassbare Fülle an Indizien“ vorgelegen, die nahelegen, dass sein Bruder in Moskau lebe. Sie sagte der Welt: „Darüber hat er das Amtsgericht Köln im Unklaren gelassen und seinen Bruder für tot erklären lassen. Damit könnte er die Grundlage für einen Milliardendeal geschaffen haben.“

...


Aus: "Verschwundener Tengelmann-Milliardär in Russland? Video sorgt in mysteriösem Fall für Furore" (23.05.2023)
Quelle: https://www.merkur.de/wirtschaft/karl-erivan-haub-verschwundener-tengelmann-milliardaer-wohl-in-russland-gesichtet-zr-92297980.html

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Almdudler (05/2023)

Ich fand es seinerzeit schon sehr seltsam dass er in den Bergen trotz intensiver Suche und Schneemangel nicht gefunden wurde.


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[...] Ein neues Buch befasst sich mit der Frage, ob der frühere Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub wirklich tot ist. Fast interessanter sind die Erkenntnisse über dubiose Berater aus dem Firmenumfeld.

Am Morgen des 7. April 2018 verlässt der Chef des Handelsimperiums Tengelmann und damit Herrscher über Ketten wie Obi und Kik, sein 5-Sterne-Hotel im schweizerischen Zermatt. Er nimmt die erste Gondel auf den Berg. Eine Kamera am Skilift der Bergstation „Klein Matterhorn“ filmt ihn ein letztes Mal. Dann verliert sich die Spur von Karl-Erivan Haub. Die einen sind sicher, dass der Milliardär am 7. April 2018 bei einem Skiausflug in den Schweizer Alpen tödlich verunglückte. Andere sind es nicht, so wie die Journalistin Liv von Boetticher. Sie hat hierzu bereits eine Doku für RTL gedreht und jetzt ein Buch geschrieben mit dem Titel: „Die Akte Tengelmann und das mysteriöse Verschwinden des Milliardärs Karl-Erivan Haub“. Und dieses Buch beginnt erfrischend ehrlich:

Anfang Januar 2021 habe sie von ihrer Chefin den Auftrag erhalten, sich mit Haub zu befassen und sei zunächst nicht sonderlich begeistert gewesen. „Weder von Karl-Erivan Haub noch vom Rest seiner Familie habe ich bis dato gehört“, schreibt von Boetticher. Aber den Auftrag abzulehnen, sei auch nicht infrage gekommen. Und so begann ihre Recherche zum möglichen Unfalltod von Karl-Erivan Haub, die sie nicht nur nach Zermatt, sondern auch nach Moskau führen sollte. Die Autorin gibt sich überzeugt, dabei mindestens gute Indizien dafür gesammelt zu haben, dass Haub nicht am 7. April 2018 tödlich verunglückt ist. Zu diesen Indizien zählen etwa Fotos aus einem biometrischen Überwachungssystem in Moskau, die einen lebendigen Karl-Erivan Haub nach seinem offiziellen Todestag zeigen sollen. Im Buch sind die Fotos nicht abgebildet. Es ist nicht möglich, Herkunft und Authentizität zu prüfen.

Aufschlussreich sind die Recherchen aber auch unabhängig von der Frage, ob Karl-Erivan Haub noch lebt. Denn sie geben Einblick in die Arbeit einiger zweifelhafter Berater, die sich offensichtlich im Firmenumfeld tummelten und – laut Autorin – Teil eines Katz-und-Maus-Spiels „im Erbschaftsstreit um Macht und Milliarden bei Tengelmann“ waren.

Um den wichtigsten Mann aus der Truppe geht es gleich zu Beginn. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes sei es ihr nicht möglich, „diese Person beim Namen zu nennen“, schreibt von Boetticher. Und das bedauere sie zutiefst, „denn bei dieser Person handelt es sich meiner Wahrnehmung nach um einen der skrupellosesten Akteure der ganzen Geschichte.“ Erstmals habe sie den Mann im Januar 2021 kontaktiert, weil sie davon ausgegangen sei, dass er einen sehr guten Draht zu Christian Haub habe, dem Bruder des verschwundenen Karl-Erivan Haub. Und dieser Mann scheint anfangs ein großes Interesse daran gehabt zu haben, von Boetticher bei ihrer Recherche zu unterstützen. Es gab offenbar Telefonate und Treffen. Mails und Unterlagen wurden ausgetauscht. Haubs Kontakte in Russland wurden thematisiert, genauso Geschehnisse rund um den Tag, an dem der Milliardär verschwand und auch innerfamiliäre Streitigkeiten. Der Mann kannte sich scheinbar aus.

Viel wichtiger aber ist: Er brachte von Boetticher mit zwei Sicherheitsberatern zusammen, die sich bereits seit Monaten mit der Frage befassten, ob Haub noch leben könnte oder besser gesagt: Die Herren suchten offenbar bereits seit Monaten Indizien dafür, dass Haub noch lebt. Von Boetticher schreibt, die Berater seien seinerzeit davon ausgegangen, dass Karl-Erivan Haub in Russland untergetaucht sei. Die beiden Männer hätten angegeben, dass sie „über Kontakte vor Ort“ und gegen eine Bezahlung von Hunderttausend Euro sowohl ein Foto von Haub als auch Informationen dazu besorgen könnten, wo und unter welchem Namen er mittlerweile lebt.

Anfangs hätten sie sich noch gesträubt, mit der Journalistin zusammenzuarbeiten. Aber ihr Kontakt habe Druck gemacht. Von Boetticher vermutet, dass das Ziel war, „die internen Ermittlungsergebnisse durch unsere journalistische Recherche nicht nur unabhängig prüfen zu lassen, sondern vielmehr die Theorie zu unterfüttern, der ehemalige Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub könne sein Verschwinden absichtlich herbeigeführt haben.“ Und offenbar war es dem Berater auch wichtig, dass darüber breit berichtet wird.

Ziemlich plötzlich – so klingt es jedenfalls im Buch – wollten die Unterstützer mit der Suche nach dem verschollenen Manager dann aber nichts mehr zu tun haben. Karl-Erivan Haub wurde für tot erklärt. Von stichhaltigen Indizien dafür, dass er noch leben könnte, war nun keine Rede mehr – was zeitlich im  Zusammenhang mit einer Einigung innerhalb der Familie Haub hinsichtlich des Tengelmann-Erbes stand.

Zufall?

Die Akte Tengelmann und das mysteriöse Verschwinden des Milliardärs Karl-Erivan Haub – ein Buch von Liv von Boetticher, erschienen im Finanzbuch Verlag


Aus: "Die düstere Geschichte von Karl-Erivan Haub" Melanie Bergermann (23. Mai 2023)
Quelle: https://www.wiwo.de/unternehmen/handel/ehemaliger-tengelmann-chef-die-duestere-geschichte-von-karl-erivan-haub/29158284.html?wt_mc=zeitparkett

https://www.wiwo.de/unternehmen/handel/nach-verschwinden-gericht-erklaert-verschollenen-tengelmann-chef-fuer-tot/27191604.html

https://www.wiwo.de/my/unternehmen/handel/tengelmann-chef-christian-haub-es-wird-eine-gewaltige-schliessungswelle-geben/26994640.html


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"Künstliche Intelligenz: Unsere neue Denkaufgabe" Von Ulrich Schnabel (23. Mai 2023)
Die künstliche Intelligenz wird immer klüger, schneller und kundiger. Der Mensch aber fragt sich: Versteht sie überhaupt, was sie da rechnet? Und was heißt das eigentlich – die Welt verstehen?  ... Man könne sich darauf einstellen, postuliert Bajohr, "dass man es hier [bei der Künstliche Intelligenz] mit einer Art von Rationalität zu tun hat, die einerseits nicht menschengleich ist, andererseits eben doch über das hinausgeht, was man mit den alten, regelbasierten Systemen machen konnte". Darin also liegt die neue Denkaufgabe für den Menschen: dass uns in Wahrheit weder eine künstliche noch dumme Intelligenz herausfordert. Sondern etwas Neues, für dessen Fähigkeiten uns noch die passenden Begriffe fehlen. ...
https://www.zeit.de/2023/21/ki-sprachmodelle-denkvermoegen-verstaendnis-lernfaehigkeit/komplettansicht



11
Quote
[...] Die Münchner Staatsanwaltschaft hat vier Manager des Spähsoftware-Herstellers FinFisher wegen illegalen Exports angeklagt. Sie sollen den Trojaner FinSpy an den türkischen Geheimdienst MIT verkauft und dabei EU-Exportkontrollen vorsätzlich umgangen haben. Nun muss das Landgericht München I über die Zulassung der Anklage entscheiden.

FinFisher habe seine Spionagesoftware an den türkischen Geheimdienst MIT verkauft, ohne die dafür nötige Genehmigung des Bundeswirtschaftsministeriums einzuholen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Um das Geschäft zu verschleiern, sei eine Gesellschaft in Bulgarien genutzt worden. Die Spionagesoftware FinSpy ermögliche es, die volle Kontrolle über Computer und Smartphones zu erlangen und dabei auch die laufende Kommunikation zu überwachen. Der Preis für den illegalen Verkauf an den türkischen Geheimdienst soll laut Staatsanwaltschaft fünf Millionen Euro betragen haben.

Die Organisationen Reporter ohne Grenzen, Netzpolitik.org, Gesellschaft für Freiheitsrechte und das European Center for Constitutional and Human Rights hatten 2019 Anzeige gegen das Unternehmen erstattet. Dabei hatten sie darauf verwiesen, dass die Software 2017 dazu genutzt werden sollte, die Handys von Oppositionellen auszuspähen. Auch in Bahrain soll die Software gegen Oppositionelle eingesetzt worden sein. Zu den europäischen Kunden zählte einst auch das Bundeskriminalamt. 2020 gab es Razzien gegen die Unternehmensgruppe in Deutschland und Rumänien. Seit etwa einem Jahr ist FinFisher insolvent.



Aus: "Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen FinFisher" (22. Mai 2023)
Quelle: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2023-05/finfisher-spionagesoftware-anklage-muenchen

12
Quote
[...] Die Münchner Staatsanwaltschaft hat vier Manager des Spähsoftware-Herstellers FinFisher wegen illegalen Exports angeklagt. Sie sollen den Trojaner FinSpy an den türkischen Geheimdienst MIT verkauft und dabei EU-Exportkontrollen vorsätzlich umgangen haben. Nun muss das Landgericht München I über die Zulassung der Anklage entscheiden.

FinFisher habe seine Spionagesoftware an den türkischen Geheimdienst MIT verkauft, ohne die dafür nötige Genehmigung des Bundeswirtschaftsministeriums einzuholen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Um das Geschäft zu verschleiern, sei eine Gesellschaft in Bulgarien genutzt worden. Die Spionagesoftware FinSpy ermögliche es, die volle Kontrolle über Computer und Smartphones zu erlangen und dabei auch die laufende Kommunikation zu überwachen. Der Preis für den illegalen Verkauf an den türkischen Geheimdienst soll laut Staatsanwaltschaft fünf Millionen Euro betragen haben.

Die Organisationen Reporter ohne Grenzen, Netzpolitik.org, Gesellschaft für Freiheitsrechte und das European Center for Constitutional and Human Rights hatten 2019 Anzeige gegen das Unternehmen erstattet. Dabei hatten sie darauf verwiesen, dass die Software 2017 dazu genutzt werden sollte, die Handys von Oppositionellen auszuspähen. Auch in Bahrain soll die Software gegen Oppositionelle eingesetzt worden sein. Zu den europäischen Kunden zählte einst auch das Bundeskriminalamt. 2020 gab es Razzien gegen die Unternehmensgruppe in Deutschland und Rumänien. Seit etwa einem Jahr ist FinFisher insolvent.



Aus: "Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen FinFisher" (22. Mai 2023)
Quelle: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2023-05/finfisher-spionagesoftware-anklage-muenchen

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"Replika: Wie eine Trauer-KI zum Sexbot wurde" Peter Zellinger (20. Mai 2023)
Sie soll die "emotionale" KI sein. Man soll sich sogar in sie verlieben können – und der Chatbot soll diese Liebe erwidern. Das verspricht zumindest die Werbung von Replika AI. Replika war eigentlich als Mittel zur Trauerbewältigung gedacht. Später sollte sie ein freundschaftlicher Begleiter für die Hosentasche werden, bis sie sich schließlich zum Sexbot entwickelte. Die Entwicklerfirma versucht gegenzusteuern und macht bislang alles nur noch schlimmer. Das ist die wilde Geschichte einer KI, die Freundschaften bilden sollte, als individuelle Pornodarstellerin endete, teilweise verboten wurde und vor der Datenschützer warnen. ...
https://www.derstandard.at/story/3000000021186/replika-wie-eine-trauer-ki-zum-sexbot-wurde

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[...] Im Streit über eine Anhebung der Schuldenobergrenze in den USA ist am Freitagabend eine weitere Verhandlungsrunde zwischen der Regierung von Präsident Joe Biden und Republikanern, die im Repräsentantenhaus die Mehrheit haben und für eine Zustimmung massive Ausgabenkürzungen fordern, ergebnislos zu Ende gegangen.

„Wir hatten ein sehr, sehr offenes Gespräch darüber, wo wir stehen und wo wir hin müssen“, sagte der republikanische Abgeordnete Garret Graves nach dem Treffen in Washington. Verhandlungen seien das aber nicht gewesen. Es seien keine Fortschritte erzielt worden.

„Wir haben ernsthafte Differenzen“, räumte auch die Sprecherin der US-Regierungszentrale, Karine Jean-Pierre, am Samstag am Rande des G7-Gipfels im japanischen Hiroshima ein. US-Präsident Joe Biden sei aber zuversichtlich, dass es einen Weg nach vorne gebe und eine Lösung möglich sei. Biden sei auch während seiner Teilnahme am G7-Gipfel eng in die Verhandlungen eingebunden.

„Ich glaube immer noch, dass wir einen Zahlungsausfall vermeiden können und etwas Anständiges zustande bringen werden“, sagte Biden in Hiroshima. Auf die Frage, wie besorgt er über die Verhandlungslage sei, entgegnete er: „Überhaupt nicht.“ Es handele sich um Verhandlungen, da gebe es immer verschiedene Phasen.

Etwas gereizt reagierte Biden dabei auf Zwischenrufe eines Journalisten. „Seien Sie still“, fuhr der Präsident den Reporter an. Biden und der republikanische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Kevin McCarthy, haben eigentlich eine Einigung bis Sonntag angepeilt. Dann soll der Präsident vom G7-Gipfel zurückkehren.

Noch aber offenbart sich die Lage als verfahren. Zwischenzeitlich waren die zähen Verhandlungen am Freitagabend sogar unterbrochen worden - nachdem beide Seiten zuvor ermutigende Signale ausgesendet hatten. Die republikanischen Unterhändler verließen die Gespräche nur etwa eine Stunde nach Beginn, wie US-Medien berichteten.

Am Abend seien die Parteien dann wieder an den Verhandlungstisch zurückgekehrt. Der leitende Berater der Weißen Hauses, Steve Ricchetti, verließ am Freitagabend den Sitzungssaal und sagte Reportern, er wolle die Gespräche nicht beurteilen. Wann die Gespräche fortgesetzt werden sollen, ist ungewiss.

Der republikanische Unterhändler Patrick McHenry sagte, er sei nicht zuversichtlich, dass beiden Seiten an diesem Wochenende eine Einigung erzielen, die dann in den kommenden Tagen dem Kongress zur Verabschiedung vorgelegt werden könnte.

Gestritten wird in Washington über eine Anhebung der Schuldenobergrenze des Bundes von 31,4 Billionen Dollar. Sollte keine Einigung zustande kommen, droht den USA schon Anfang Juni die Zahlungsunfähigkeit. Ein Zahlungsausfall der weltgrößten Volkswirtschaft könnte eine globale Finanzkrise und einen wirtschaftlichen Abschwung auslösen.

Ein Streit über die Schuldenobergrenze ist in den USA zwar vergleichweise häufig und oft kam es zu Einigungen erst in letzter Minute. In den USA legt das Parlament in unregelmäßigen Abständen eine solche Grenze fest und bestimmt, wie viel Geld sich der Staat leihen darf.

Diesmal ist das Prozedere ausgeartet in erbittertes parteipolitisches Gezerre zwischen Bidens Demokraten und den oppositionellen Republikanern. Die Republikaner fordern massive Ausgabenkürzungen, Ausgabenobergrenzen und überdies Arbeitsanforderungen für Bürger zu schaffen, die bestimmte staatliche Sozialleistungen beziehen. Biden und seine Demokraten wehren sich dagegen, dass es vor allem bei Bildung und Sozialleistungen zu Kürzungen kommt.

Wegen des innenpolitischen Streits hatte Bidens Teilnahme am G7-Gipfel in Japan zeitweise sogar auf der Kippe gestanden. Er sagte schließlich den zweiten Teil seiner Auslandsreise - einen Besuch in Papua-Neuguinea und Australien - ab, um am Sonntag direkt nach den Beratungen in Hiroshima nach Washington zurückzukehren.

Bidens Nationaler Sicherheitsberater Jake Sullivan sagte, der Schulden-Streit komme auch bei den Gesprächen des Präsidenten in Hiroshima zur Sprache. „Es ist definitiv ein Thema von Interesse hier auf dem G7-Gipfel“, sagte Sullivan. Andere Länder wollten wissen, wie die Verhandlungen liefen. „Und der Präsident hat seine Zuversicht zum Ausdruck gebracht, dass er glaubt, dass man zu einem Ergebnis kommt, das einen Zahlungsausfall verhindert.“ Das Thema löse beim G7-Gipfel allerdings „keinen Alarm“ aus, betonte er. (Reuters, dpa)


Aus: "Weißes Haus spricht von „ernsthaften Differenzen“: Weitere Verhandlungsrunde im US-Schuldenstreit geplatzt" (20.05.2023)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/internationales/weisses-haus-spricht-von-ernsthaften-differenzen-weitere-verhandlungsrunde-im-us-schuldenstreit-geplatzt-9849260.html

Quote
Paul_Kalbautzke, 20.05.23 09:48

    31,4 Billionen Dollar

Entspricht immerhin 100.000 Dolllar Schulden pro US Staatsbürger. Vierköpfige Familie = 400.000 Dollar Schulden.

...


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[...] In Deutschland lebende Ausländer sollen künftig unter bestimmten Voraussetzungen schon nach drei Jahren einen deutschen Pass beantragen können. Ein entsprechender Gesetzentwurf sei bereits '"so gut wie fertig", wie das von der Sozialdemokratin geführte Ministerium am Freitag bestätigte.

Zuvor hatten mehrere Medien über die Pläne Faesers berichtet, mit denen sie das umzusetzen gedenkt, was die Regierungsparteien in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart haben. Ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger sollen künftig nicht nur schneller an einen deutschen Pass kommen, auch andere Voraussetzungen sollen deutlich heruntergefahren werden.

Die Zahl derer, die mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Deutschland leben, ist groß: Laut Statistischem Bundesamt sind das 11,8 Millionen Menschen im Jahr 2021. 1,17 Prozent der Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit sind 2021 eingebürgert worden - bei denen, die mehr als zehn Jahre in Deutschland leben waren es 2,45 Prozent.

Derzeit muss der einbürgerungswillige Ausländer maximal acht - mit besonderen Integrationsleistungen aber mindestens sechs - Jahre lang "dauerhaft und rechtmäßig in Deutschland" leben, ehe er überhaupt einen Anspruch auf Einbürgerung hat. Die hat er dann aber auch nur unter bestimmten Voraussetzungen.

So muss sein Aufenthaltsrecht zum Zeitpunkt der Einbürgerung unbefristet sein. Neben mündlichen werden auch schriftliche Sprachkenntnisse verlangt, und man muss einen Einbürgerungstest bestehend aus 33 Fragen mit mindestens 17 richtigen Antworten bestehen. Dabei hat man immer vier Antwortmöglichkeiten und sollte unter anderem wissen, dass das Wappentier Deutschlands nicht das Pferd ist, Elsass-Lothringen kein Bundesland und die Pressefreiheit als Grundrecht nicht abgeschafft werden kann.

Zudem darf man kein verurteilter Straftäter sein, muss für seinen Lebensunterhalt sorgen können und seine bisherige Staatsangehörigkeit "grundsätzlich" aufgeben. Letztere Regel kennt allerdings jetzt schon zahlreiche Ausnahmen.

Weder sind alle Details des neuen Gesetzesentwurfs bekannt, noch ist davon auszugehen, dass alle alten Regeln über Bord geworfen werden. Die Kernpunkte von Faesers Plänen hat das Ministerium am Freitag jedoch bekanntgegeben:

    * Die Einbürgerung soll künftig in der Regel schon nach fünf statt nach acht Jahren möglich sein.
    * Für Angehörige der so genannten Gastarbeitergeneration sollen die Hürden für die Einbürgerung gesenkt werden.
    * Die Möglichkeiten zur Mehrfachstaatsangehörigkeit sollen ausgeweitet werden.

Im Koalitionsvertrag der Ampelparteien ist zudem vereinbart worden, dass die Einbürgerung bei besonderen Integrationsleistungen - etwa in Schule oder Beruf - schon nach drei Jahren möglich sein soll. Bei Senioren, die älter als 67 Jahre alt sind, will Faeser die bisher verlangten formellen Sprachnachweise streichen. Stattdessen soll künftig die "Fähigkeit zur mündlichen Verständigung" ausreichen.

In Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern sollen automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten, wenn ein Elternteil seit fünf Jahren einen rechtmäßigen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hat.

Die Einbürgerung ist im Staatsangehörigkeitsgesetz geregelt. Um die für seine Änderung nötige Mehrheit zu organisieren, scheint in der Ampelkoalition noch Abstimmungsbedarf zu bestehen. Der FDP sei wichtig, "dass wir Migration in den Arbeitsmarkt voranbringen, nicht in die sozialen Sicherungssysteme", so Fraktionschef Christian Dürr. Dies ist allerdings bereits im aktuellen Gesetz bereits geregelt und steht, nach allem was man hört, auch nicht zu Disposition.

Von Union und AfD gab es für den Vorstoß Faesers am Freitag keine Zustimmung, dafür aber aus den Reihen der eigenen Partei und von der Linksfraktion. Die ganz großen Hürden sind derzeit für die Umsetzung der Koalitionsvereinbarung nicht in Sicht. Dass die Änderungen im Parlament hitzige Debatten auslösen dürften, ist indes zu erwarten: "Nancy Faeser behandelt unsere Staatsbürgerschaft wie eine Billigware am Black-Friday", sagte etwa der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm (CDU).

Gökay Sofuoglu, Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland, hofft dennoch, dass auch die Union zustimmt und das Thema nicht "emotionalisiert" wird: "Ich begrüße die Initiative, den hier lebenden Menschen bereits nach fünf oder sogar drei Jahren die Chance auf die deutsche Staatsbürgerschaft zu geben. Besonders, weil die Möglichkeit zur doppelten Staatsbürgerschaft gewährt wird, das ist dabei entscheidend."

Sofuoglu betont die Bedeutung von Einbürgerungskampagnen im nächsten Schritt: "Wir müssen Hürden abbauen, damit Menschen sich für die deutsche Staatsbürgerschaft entscheiden und sich politisch stärker einbringen."

Petra Bendel, Vorsitzende des Sachverständigenrates für Migration, betrachtet unkomplizierte Einbürgerungen als richtiges Signal - vor allem mit Blick auf die an die Staatsbürgerschaft gebundene politische Teilhabe: "Wenn sehr, sehr viele Menschen ausgeschlossen sind von dieser politischen Teilhabe, dann sind sie auch ein Stück weit ausgegrenzt."


Aus: "Neues Gesetz: Innenministerin Faeser plant Einbürgerung nach fünf Jahren" (25.11.2022)
Quelle: https://www1.wdr.de/nachrichten/einbuergerung-deutschland-verkuerzung-wartezeit-100.html

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[...] Von den in der Bundesregierung geplanten erleichterten Einbürgerungen sollen laut SPD-Chef Lars Klingbeil auch die Gastarbeiter der 1960er Jahre profitieren. Sie könnten nun viel leichter Deutsche werden, sagte Klingbeil am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

„Dieser Generation wurde nie ein Integrationsangebot gemacht. Sie haben oft ihr Leben lang hart gearbeitet“, betonte er. „Für mich ist das eine Frage von Respekt vor der Lebensleistung der Gastarbeiter-Generation.“

Die Ampel-Regierung hat sich auf Grundzüge eines neuen Staatsbürgerschaftsrechts mit leichterer Einbürgerung geeinigt. Ausdrücklich davon ausgeschlossen sein sollen Menschen, die aus antisemitischen, rassistischen, fremdenfeindlichen oder sonstigen menschenverachtenden Beweggründen Straftaten begangen haben.

Das sieht ein neuer Entwurf des Innenministeriums vor, der unter anderem mit dem Justizressort abgestimmt wurde. Er liegt der Deutschen Presse-Agentur vor, zunächst berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ (Freitag) darüber.

„Wir wollen Deutschland zu einem modernen Einwanderungsland machen, in das ausgebildete Fachkräfte gerne kommen“, sagte Klingbeil. Wer sich zu den deutschen Grundwerten bekenne, die Sprache beherrsche und wirtschaftlich für sich und seine Familie sorgen könne, solle in Deutschland auch demokratisch mitbestimmen dürfen. „Das macht uns als vielfältige Gesellschaft stark“, betonte der SPD-Chef.

Kern der Gesetzespläne, zu denen bereits ein erster Entwurf vorgelegt worden war, ist eine Verkürzung der Mindestaufenthaltszeit für Einbürgerungen von acht auf fünf Jahre. Bei besonderen Integrationsleistungen sollen auch drei Jahre genügen. Der neue Entwurf soll nun zur Abstimmung an Länder und Verbände gehen. (dpa)


Aus: "„Eine Frage von Respekt“: Klingbeil sieht durch neues Einbürgerungs-Gesetz die Gastarbeiter-Generation gewürdigt" (19.05.2023)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/politik/eine-frage-von-respekt-klingbeil-sieht-durch-neues-einburgerung-gesetz-die-gastarbeiter-generation-gewurdigt-9847928.html

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Erweiterter Machtdiskurs (Politik) / [CDU (Politik)...]
« on: May 20, 2023, 11:02:42 AM »
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[...]  Dass die Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) zu den Großspendern in der deutschen Parteienlandschaft zählt, ist keine Neuigkeit. Auch nicht, dass sie dabei den Unionsparteien mehr Geld spendet als den Bündnis/Grünen oder der SPD. Doch nun berichten abgeordentenwatch.de und das Nachrichtenmagazin ‚Der Spiegel‘ von einem „ominösen Treffen“, das „pikant“ gewesen sei.

... Bei abgeordnetenwatch.de heißt es dazu: „Pikant an dem Termin war, dass Merz und DVAG-Vorstand Helge Lach über ein Thema sprachen, das dem Konzern gerade Sorgen bereitet.

... Sowohl CDU als auch DVAG weisen jeglichen Zusammenhang zur ‚Provisionsthematik‘ zurück. Bei abgeordnentenwatch wird dennoch der gegenteilige Eindruck erweckt. Etwa, indem es in einer Zwischenüberschrift heißt: „Einen Monat vor Übergabe wurden CDU/CSU im Bundestag aktiv“. Damit wird ein kausaler Zusammenhang zwischen Kleiner Anfrage und Spende suggeriert. Für andere erklärte Gegner des Provisionsvertriebs ist das natürlich eine ‚Steilvorlage‘.


Aus: "DVAG-Parteispende wird zum Politikum" (19.04.2023)
Quelle: https://www.versicherungsbote.de/id/4910245/DVAG-Parteispende-wird-zum-Politikum/

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[...] Wenn die Deutsche Vermögensberatung AG Gutes tun will, ist für Öffentlichkeit meist gesorgt: Ein Fotograf hält die symbolische Scheckübergabe an gemeinnützige Initiativen wie die Tafeln oder den Verein “Wir helfen Kinder” für ein größeres Publikum fest.

Wenig transparent geht es zu, wenn die DVAG Geld an politische Parteien verteilt. Kürzlich machten abgeordnetenwatch.de und SPIEGEL ein ominöses Treffen des Konzerns mit CDU-Chef Friedrich Merz publik, das am 14. März in der Berliner Parteizentrale stattfand. Bei dem Termin soll eine Spende in Höhe von 100.000 Euro übergeben worden sein. So jedenfalls stellt es die DVAG dar, ohne Einzelheiten zu nennen. Die CDU wollte sich zu den genauen Umständen nicht äußern.

Nun wird klar, in welcher Form das Geld geflossen ist. Nach Informationen von abgeordnetenwatch.de und SPIEGEL stellte die DVAG der CDU einen Scheck aus. Das räumte die Partei auf Anfrage der Bundestagsverwaltung ein. Diese wollte klären, ob es sich um eine unzulässige Barspende gehandelt hatte.

Scheckspenden sind nicht verboten, dürften aber selten sein. Die Bundestagsverwaltung hat nach eigenen Angaben keinerlei Informationen zur “Üblichkeit bzw. Häufigkeit dieses Spendenwegs”.

Gebräuchlich ist die Praxis aber bei der DVAG. Wenn der Konzern Geld an Parteien verteilt, greift er offenbar regelmäßig zum Scheckbuch. So wie im letzten Bundestagswahlkampf.

Im August 2021, wenige Wochen vor der Wahl, ließ die Deutsche Vermögensberatung AG den Grünen und der SPD jeweils 100.000 Euro zukommen – per Scheck, wie die Parteien auf Anfrage mitteilten. Ein SPD-Sprecher sagte, der Verrechnungsscheck sei an den Schatzmeister "weitergeleitet" worden. In welchem Rahmen die Spende an die Sozialdemokraten übergeben wurde, lässt die Regierungspartei offen.

Die Grünen erklärten, die Spende sei an einen "Mitarbeiter der Fundraisingabteilung der Bundesgeschäftsstelle" übergeben worden, ohne auf die genaueren Umstände einzugehen. Von der DVAG habe man bereits 2017 und 2019 Schecks in einer Gesamthöhe von 60.000 Euro bekommen.   

Auch CDU und FDP erhielten im Bundestagswahlkampf viel Geld von der DVAG. Im Fall der CDU ist eine 300.000 Euro-Spende vom 13. Juli 2021 bekannt, von der FDP eine Zuwendung über 150.000 Euro wenige Tage zuvor. In welcher Form das Geld floss, ließen die Parteien offen.

Die DVAG hält sich ebenfalls bedeckt. Man spende “seit Jahrzehnten an alle demokratischen Parteien”. Warum der Konzern dabei auf Schecks zurückgreift, wollte eine Sprecherin nicht sagen.

Worin die Vorzüge eines Schecks liegen, zeigte sich vor wenigen Wochen. Mitte März wollte die DVAG der CDU eine Spende in Höhe von 100.000 Euro zukommen lassen. Das in Frankfurt am Main ansässige Unternehmen hätte das Geld aufs Parteikonto überweisen können. Doch die DVAG zog es offenbar vor, die Spende im Konrad Adenauer-Haus zu übergeben: an Parteichef Friedrich Merz persönlich, wie eine Konzernsprecherin angibt.

Pikant an dem Termin war, dass Merz und DVAG-Vorstand Helge Lach über ein Thema sprachen, das dem Konzern gerade Sorgen bereitet. In der EU-Kommission gibt es Überlegungen, Provisionen für Anlageberatungen zu verbieten. Die DVAG will ein Provisionsverbot verhindern, denn es würde ihr Geschäftsmodell massiv treffen.

Rund einen Monat vor dem Treffen mit dem DVAG-Lobbyisten hatte sich die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag dem Thema angenommen. Über eine parlamentarische Anfrage erkundigte sie sich nach der Position der Bundesregierung zu einem möglichen Provisionsverbot. Parallel verbreiteten die zuständigen Finanzexperten der Fraktion eine Pressemitteilung: Sollte ein EU-weites Provisionsverbot kommen, drohten "unabsehbare Folgen für deutsche Kleinanleger". Ein ähnliches Schreckensbild zeichnet die Versicherungslobby.

Die DVAG weist einen Zusammenhang zwischen der “Provisionsthematik­” und der Spende zurück. Auch die CDU bestreitet eine Verbindung. "Es gibt zwischen dem Treffen des Parteivorsitzenden mit Herrn Dr. Lach und der Spende der DVAG an die CDU keinerlei Zusammenhang", erklärte ein Sprecher. Ob sie weitere Scheckspenden von dem Konzern erhalten hat, wollte die CDU nicht mitteilen.

Andere Parteien tun sich ebenfalls schwer mit Transparenz. Auf die Frage nach möglichen DVAG-Spenden per Scheck antwortete die FDP ausweichend. Alle Spenden seien “nach den gesetzlichen Vorschriften entgegengenommen und veröffentlicht” worden.


Aus: "DVAG verteilte Hunderttausende Euro an Parteien – per Scheck" Martin Reyher (14.04.2023)
Quelle: https://www.abgeordnetenwatch.de/recherchen/parteispenden/dvag-verteilte-hunderttausende-euro-an-parteien-per-scheck

Die Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG)
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Verm%C3%B6gensberatung


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Music and Sound Art (Klang) / [Tango ... ]
« on: May 19, 2023, 02:14:02 PM »
Oscar Larroca Exitos - 32 Tangos Inmortales Exitos Viejitas Pero Bonitas Lo Mejor De Lo Mejor
https://youtu.be/BgKYvw-ysfs

Osvaldo Pugliese y Alberto Moran - Cafetín (1968)
https://youtu.be/XI3qvSH2yCQ

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"Razzia wegen Link: Landgericht nimmt Anklage gegen "Radio Dreyeckland" nicht an" Martin Holland (17.05.2023)
Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe ist vor Gericht mit ihrer Anklage gegen Radio Dreyeckland wegen eines Links abgeblitzt. Sie wurde nicht angenommen. ... Die Bürgerrechtler der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) unterstützten den Radiosender bei der rechtlichen Aufarbeitung und nennen die Entscheidung aus Karlsruhe ein "Signal für freie und kritische Presseberichterstattung in ganz Deutschland". Es sei festgestellt worden, dass das Setzen von Links zum geschützten Bereich der freien Berichterstattung gehört und Medien für verlinkte Inhalte "nicht ohne Weiteres strafrechtlich belangt werden können". Darauf war bereits im Januar öffentlich hingewiesen worden, auch weil nicht nur der Radiosender, sondern Medien in ganz Deutschland auf die Seite verlinkt haben. Für rechtswidrig erklärt wurden damit die Durchsuchungen der Geschäftsräume von Radio Dreyeckland, genauso wie die Razzien in Privaträumen von Angestellten. Begründet wurde die viel kritisierte Maßnahme mit einem Link in einem Onlineartikel. Der führte zu jenem Artikelarchiv und wurde als unzulässige Weiterverbreitung gewertet. Mit dem juristischen Vorgehen dagegen wollte die Gesellschaft für Freiheitsrechte ein Präzedenzurteil erstreiten und notfalls bis vors Verfassungsgericht ziehen. Das wird wohl nicht nötig sein. Noch kann die Staatsanwaltschaft aber Beschwerde gegen die Nichtzulassung einlegen. Über die von den Betroffenen eingelegten Beschwerden gegen die Durchsuchungs- und Beschlagnahmungsbeschlüsse muss dagegen noch entschieden werden. ... Radio Dreyeckland ist der älteste freie Radiosender Deutschlands; er entstand in den 1980er-Jahren aus der Anti-Atomkraft-Bewegung. ...
https://www.heise.de/news/Razzia-wegen-Link-Landgericht-nimmt-Anklage-gegen-Radio-Dreyeckland-nicht-an-9058332.html

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"Auf allen Kanälen: Was krass war" Benjamin von Wyl (Nr. 19 – 11. Mai 2023)
Der Medienkonzern «Vice» steht vor dem Konkurs. Nach knapp dreissig Jahren ist es Zeit für einen Abgesang. ... Laut einem Bericht der «New York Times» steht «Vice» vor dem Bankrott. Der Medienkonzern, der online Artikel und Videos publiziert, versprach einst mit dem Slogan «The Revolution Will Be Televised», Protestbewegungen weltweit von nahem zu begleiten. Mindestens so nah berichtete «Vice» – englisch für «Sünde, Laster» – über Drogenkonsum (auch jenen der Autor:innen), Sex (häufig in Form von Pornografie) und Subkultur. ...
https://www.woz.ch/2319/auf-allen-kanaelen/was-krass-war/!Q9DM909NKQ8V


"Kurz vor der Pleite: Medienunternehmen „Vice“ könnte bald Insolvenz anmelden" Anna Lindemann (02.05.2023)
Einst galt es als eines der erfolgversprechendsten Medienunternehmen. Seit Jahren allerdings versucht es Gewinne zu erwirtschaften. Ohne Erfolg. Nun könnte „Vice“ bald Konkurs anmelden.
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/kurz-vor-der-pleite-medienunternehmen-vice-konnte-bald-insolvenz-anmelden-9752261.html

"Vice Media meldet Insolvenz an" (15. Mai 2023)
Das Magazin "Vice" ist bekannt für seine Geschichten über Drogen, Sex und Politik. Eine Gruppe von Kreditgebern könnte das zahlungsunfähige Medienunternehmen übernehmen. ...
https://www.zeit.de/kultur/2023-05/vice-insolvenz-medien-usa

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[...] Die Ausstellung „Jetzt und zehn Jahre davor“ in den Kunst-Werken versucht den Prozess der Gentrifizierung in Berlin-Mitte und in New Yorker Stadtvierteln abzubilden. Das Sammelsurium der Exponate aber lässt den unkundigen Besucher oft ratlos

... Es ist eines der beliebtesten Themen der Stadtsoziologie. Der amerikanische Geograf und Urbanismusforscher Neil Smith definiert die Problemstellung so: „Gentrification ist der Prozess, in dessen Verlauf zuvor verwahrloste und verfallene innerstädtische Arbeiterviertel für Wohn- und Freizeitnutzungen der Mittelklasse systematisch saniert und renoviert werden.“ Mit dem Verhältnis von Kulturproduktion, Gentrifizierung und Stadtentwicklung befasst sich nun eine Ausstellung in den KunstWerken.

Der explizit künstlerische Gesichtspunkt erklärt sich dadurch, dass es KünstlerInnen selbst sind, die das Phänomen Gentrifizierung überhaupt erst in Gang bringen. Vereinfachend: Künstler sucht billigen Wohn- und Arbeitsraum, Künstler entdeckt von der Stadtpolitik und Immobilienwirtschaft vernachlässigte Quartiere; sein Kunstschaffen führt zum Imagewandel des Viertels, bald ziehen Galeristen, Kreative und Bohemiens nach, Spekulanten involvieren sich. Resultat: Luxussanierung, Mietenexplosion, Verdrängung der ursprünglichen Bewohner und – hier beißt sich die Katze in den Schwanz – auch der Künstler.

... Die gesellschaftliche Funktion von Kunst manifestiert sich manchmal erst aus der Distanz. An dem Punkt, wo Erinnerungen entweder vergessen oder historisiert und bewahrt werden, setzt die Ausstellung „Jetzt und zehn Jahre davor“ an.

„Jetzt und zehn Jahre davor“, Kunst-Werke, Auguststr. 69, bis zum 9. Januar


Aus: "Die Archäologie der Aufwertung" MARCUS WOELLER (3. 12. 2004, Berlin S. 23)
Quelle: https://taz.de/Die-Archaeologie-der-Aufwertung/!666138/

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[...] Die Kreation von ‚besonderen Orten‘ geht mit der Überführung von Ortsbezügen in künstlerische Darstellungen einher. So verweist Richard Lloyd in seiner Beschreibung der Aufwertung in Wicker Park in Chicago auf die Zunahme von kulturellen Events im Quartier und die vielfache Nutzung der Nachbarschaft als Filmkulisse sowie in einer die Bohème idealisierenden Literatur (Lloyd 2006: 165f.). Andere Studie zeigen, dass insbesondere literarische Repräsentationen des Stadtteils den tatsächlichen Veränderungen vorausgingen und als symbolische Gentrifizierung den späteren Aufwertungen vorgelagert waren (Lang 1994: 499). Auch die Gestaltung und Benennung von Galerien, Clubs und Kneipen orientieren sich oft an literarischen Zitaten, die sich nur auf der Basis einer kultur-affinen Vorbildung rezipieren lassen. Künstler/innen und ihre Ausdrucksweisen verbinden sich in diesem Zusammenhang direkt mit der Konstitution eines neuen Raumbildes. Am Beispiel von Prenzlauer Berg in Ostberlin wurden „Kulturschaffende als Pioniere und Kunst als Türöffner der Aufwertung“ beschrieben (Bernt/Holm 2005). Internationale Beispiele zeigen, dass selbst  zenespezifische Ausdrucksformen und Protestbewegungen in solche neuen verwertungsorientierten Raumbilder integriert werden können (Blechschmidt 2007; Griesser; Ludwig 2008; Pruijt 2003, 2005; Uitermark 2004).

... In der zweiten Phase der Gentrifizierung wandelt sich die Wahrnehmung der Nachbarschaften. In Folge der Konzentrationsprozesse von kulturellen Aktivitäten. Zuvor unscheinbare oder vernachlässigte Quartiere werden zunehmend als In-Viertel, urban hotspots, Galerienmeilen und Künstlerquartiere rezipiert und verwandeln sich durch oftmals gezielte Marketinganstrengungen in der Wahrnehmung vieler zu ‚besonderen Orten‘. Durch die raumwirksamen Kulturpraktiken zunächst der noch wenigen ansässigen Kulturproduzenten (als Pioniere), später auch der von weiter weg kommenden Kulturkonsumenten (die dem symbolischen Lockruf des „In“-Viertels bzw. der „In“-Szene folgen) verändern sich die Raumbilder (zunächst als Image, dann auch real) der entsprechenden Nachbarschaft. In vielen Gentrifizierungsstudien wird diese Phase als eine symbolische Aufwertung beschrieben, die materielle Aufwertungsprozesse im Raumbild vorwegnimmt (Lang 1994).

... Doch welchen Einfluss haben künstlerischen Aktivitäten, wie Ausstellungen gestaltende Künstler/innen, Lesungen von Literaten, Auftritte von Musiker/innen oder Theateraufführungen (Lloyd 2006: 10ff.) auf die Veränderung der sozialen Zusammensetzung in Aufwertungsgebieten? Peter Marcuse unterscheidet in seiner Verdrängungssystematik (Marcuse 1986) nicht nur zwischen direkten (physical and economic displacement) und indirekten (exclusionary displacement) Verdrängungen, sondern ermöglicht uns mit dem Begriff des Verdrängungsdruckes (displacement pressure) eine Beschreibung individueller Auszüge oder Fluchten, die auf diesen Druck zurückgehen (Marcuse 1986: 156). Sozialstudien in vielen Aufwertungsgebieten bestätigen diese Verdrängungseffekte einer sich etablierenden Kunst- und Alternativszene: Noch ohne oder zu Beginn von baulichen Erneuerungsarbeiten im Gebiet ist im Ergebnis selektiver Wanderungsprozesse ein deutlicher Anstieg von Bewohner/innen mit höheren Bildungsabschlüssen zu verzeichnen. So ver doppelte sich in den Sanierungsgebieten von Prenzlauer Berg in Berlin der Anteil von Abiturient/innen bzw. Hochschulabsolvent/innen zwischen 1993 und 1998. Der bauliche Durchführungsstand zu diesem Zeitpunkt lag bei lediglich 30 Prozent des Gebäudebestandes. Die in den vergangenen Jahren
durchgeführten Modernisierungsarbeiten in mittlerweile fast 80 Prozent der Gebäude und die damit verbunden Mietsteigerungen haben drastischen Verschiebungen hinsichtlich der ökonomischen Situation der Bewohner/innen ausgelöst, die Anteile der Bildungselite haben sich in dieser Zeit nicht wesentlich verschoben (PFE 2008). Richard Lloyd berichtet ähnliche Entwicklungen in Wicker Park in Chicago. Dort hat sich in den ersten Jahren der Aufwertung die Anteil der Hochschulabsolvent/innen sogar verdreifacht, während die baulichen Aufwertungsmaßnahmen erst mit einer Verzögerung
zu den sozialen Bevölkerungsverschiebungen erfolgten (Lloyd 2006: 115ff.). Hintergrund für diese frühen Sozialstrukturveränderungen ist die selektive Attraktivität, die von der Etablierung kultureller und subkultureller Einrichtungen ausgeht.

... Der Rolle von Kultur und kulturellem Kapital in Gentrifizierungsprozessen geht weit über die Beteiligung von Künstler/innen als Akteure und künstlerischen Aktivitäten als Indikatoren der Aufwertung hinaus. In allen Phasen und verschiedenen Ebenen von Gentrifizierungsprozessen lassen sich kulturell vermittelte Aufwertungsdynamiken erkennen. Eine Kultur der Aufwertung umfasst dabei Aspekte der symbolischen Umbewertung von Nachbarschaften ebenso wie solche der immobilienwirtschaftlichen Aufwertung und des Bevölkerungsaustausches. Kultur ist Motor der symbolischen Aufwertung, Medium der Inwertsetzung und Instrument der sozialen Exklusion in aufgewerteten Wohnvierteln. Insbesondere in Pionierphasen der Aufwertung tragen künstlerische Aktivitäten und kulturell aufgeladene Raumnutzungen wesentlich zur Attraktivierung von Wohngebieten bei und sind oft Kern der medialen Rezeptionen und veränderten Raumbilder. Die auch infrastrukturelle Etablierung einer Kunst- oder Alternativszene wirkt in diesem Zusammenhang als Motor der Aufwertung, der nicht auf die Pionierphase der Aufwertung beschränkt bleibt. Insbesondere die Images von Szenevierteln wirken selbst nach dem Fortzug vieler Künstler/innen der Pionierphase nach und werden in die Vermarktungsstrategien des Immobilienmarktes inkorporiert: So verweisen etwa Immobilienanzeigen im Berliner Bezirk Friedrichshain – mit über 30 besetzten Häusern in den 1990er Jahren eine regelrechte Hochburg der besetzten Häuser – regelmäßig auf die „lebendige Atmosphäre“ und die „vielfältigen kulturellen“ Angebote. Für die Vermarktung von modernisierten Luxuswohnungen in einem ehemals besetzten Haus wurde explizit die Artefakte der Besetzerzeit erhalten: „Das Treppenhaus ist nach altem Vorbild instand gesetzt und geschmackvoll farblich gestaltet. Die schönsten Graffiti-Kunstwerke der Vergangenheit wurden mit Klarlack in das neue Treppenhaus integriert und erhalten.“ (IMMS 2009) – bei Mietpreisen von 2.500 Euro je Monat ein schmückendes Extra.

... Diese Aufwertungspotentiale der Kultur beschränken sich nicht auf den Kontext von Gentrifizierungsprozessen sondern werden seit den 1990er Jahren von Teilen der Immobilienwirtschaft und Stadtpolitik als gezieltes Instrument in Brandingstrategien für einzelner Standorte (Springer 2007, Lange 2007) oder als Entwicklungs- und Marketingkonzepte ganzer Städte (Häußermann/Siebel 1993; Lindner/Mutzner 2005; Mattissek 2008) aufgegriffen.

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Aus: "Gentrifizierung und Kultur: Zur Logik kulturellvermittelter Aufwertungsprozesse" Andrej Holm (2010)
Quelle: https://www.budrich-journals.de/index.php/stadtregion/article/download/4698/3869

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[...] Im New Yorker Institut für Architektur und Stadtforschung zeigte Gordon Matta-Clark 1976 seine Fotoserie „Window Blow Outs“: demolierte Fenster von Häusern in der Bronx, die Objekte von Immobilienspekulation geworden waren. In einer Nacht schlich der Künstler mit einem Luftgewehr in den Ausstellungsraum und schoss auch hier die Scheiben heraus. Eine Kampfansage an eine Stadtplanung, die sich am Reißbrett orientiert statt am Individuum. Und ein durchschlagendes Beispiel für einen Kunstanspruch, der über den zugestandenen Rahmen hinausgeht.

Mit seinem Aufschwung zur Kohlenmine des globalen Kunstbetriebs ist Berlin zuletzt oft mit dem New York der Sechziger verglichen worden. Nach den Mietsteigerungen und dem Rückgang frei verhandelbarer Räume zu urteilen, sind allerdings bereits die Siebziger im Gange.

Ein gewichtiger Unterschied zu damals ist, dass die Politik heute eine grundsätzlich andere Wertschätzung für Kunst zeigt. Kreative, aufgeschlossene Talente sind nach den Thesen des Soziologen Richard Florida die Kernressource für die Metropolen der Zukunft. In den Senatskanzleien von Hamburg und Berlin hat man diese Lehre womöglich besser verstanden als in der von Florida so genannten „kreativen Klasse“ selbst. Und so ist auch die Kunst zur Spekulationsmasse im Standortwettbewerb geworden.

Der ursprüngliche Plan für die Ausstellung „Based in Berlin“ brachte dieses Kunstverständnis ins Bild: Ein Zelt- und Containerdorf auf den vakanten Bauflächen am Hauptbahnhof als anregende Kulisse für Investorengespräche, bestückt von den Billiglohnkräften der Kunst. Die Zelte wären hinterher abgebaut worden, die Container umgenutzt, die Künstler weitergeschickt – die Investoren aber sollten bleiben. Strukturell betrachtet ist das so, als ob man den Strick, an dem man sich aufhängt, selbst gestalten darf.

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Aus: "Kunst und Stadt: Nur zur Dekoration" Kolja Reichert (04.07.2011)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/kultur/nur-zur-dekoration-4563508.html

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2monitor 05.07.11 11:05

Die Immobilienwirtschaft bemächtigt sich des Raumes, in dem kreative Arbeit stattfindet und vereinnahmt damit die geleistete Arbeit der Kreativen, durch die Städte bewohnbar, menschlich und lebenswert werden, der Lohn ist dann die Verdrängung der Kreativen aus dem urbanen Raum durch gestiegene Mieten. Und die Politik flankiert dieses Handeln. ...


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[..] Innenstadt – Im Oktober eröffnet in der Innenstadt Kölns größte offene Kunstgalerie. Zahlreiche Besucher sind ihr gewiss, denn Ausstellungsorte sind die Hohe Straße und die Schildergasse. In Schaufenstern leerstehender Ladenlokale werden auf großformatigen Flächen Kunstwerke gezeigt. An der Aktion „Open Art Gallery“ sind die Stadt und der Verein Stadtmarketing beteiligt, die Köln Business Wirtschaftsförderungs-GmbH sowie Unternehmen aus der Immobilienbranche.

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Aus: "So will die Stadt Schildergasse und Hohe Straße aufwerten" Clemens Schminke (15.09.2022)
Quelle: https://www.ksta.de/koeln/koelner-innenstadt/stadt-koeln-neues-konzept-fuer-innenstadt-345067

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[...] Wer in Berlin in der Bildenden Kunst tätig ist und einen Atelierplatz sucht, hat es schwer: Immer häufiger müssen Künstlerinnen und Künstler ihre Häuser räumen, weil Investoren andere Pläne mit der Immobilie haben. Vielen Gemeinschaften sind dabei die Hände gebunden, Ausweichorte schwer bis überhaupt nicht zu bekommen. In Treptow-Köpenick hat sich deshalb das Netwerk NWAGTK gegründet, kurz für NetzwerkAteliergemeinschaften Treptow-Köpenick [https://nwagtk.de/].

„Die Atelierräume gehen verloren, die Preise steigen, es gibt keine Ausweichmöglichkeiten mehr! Es muss etwas passieren, was uns Künstler:innen das Arbeiten dauerhaft und sicher in Berlin ermöglicht! 2.000 subventionierte Ateliers reichen nicht. Subventionen können auch nicht die Lösung sein”, schreiben sie in ihrem Aufruf für das erste Vernetzungstreffen, das am Sonnabend, 25. März, am Flutgraben 3 in Treptow stattfindet

.„In Treptow-Köpenick haben wir erreicht, dass die Ämter Kultur, Stadtentwicklung, Bauen und Wirschaftsförderung mit uns zusammenarbeiten. Wir brauchen euch – wir müssen uns zusammentun, um jetzt mit der Senatsebene weiterzuverhandeln”, heißt es weiter.

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Aus: "Ateliers in Not: Neues Berliner Netzwerk will Räume für Kunst schaffen" Julia Schmitz (23.03.2023)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/berlin/atelierplatze-netzwerk-will-raume-fur-kunst-schaffen-9529190.html

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[...] Berlin mag seine Kunst- und Kreativszene weiterhin als touristisches Aushängeschild nutzen, Fakt ist aber auch: Die Räume, in denen Künstlerinnen und Künstler ihrer Arbeit nachgehen können, werden immer weniger. Häuser werden verkauft, Mieten sprunghaft erhöht, Ausweichorte sind nur schwer zu finden. Die Situation ist prekär: Allein in Oberschöneweide sind derzeit über 100 Kunstschaffende von Verdrängung bedroht.

... Zwar können Kunstschaffende als Einzelpersonen Stipendien und Unterstützung vom Senat bekommen, eine strukturelle Förderung von Atelierhäusern gibt es hingegen nicht. Es bleibe die Frage, sagt Körbs, ob Berlin noch Kreativhauptstadt sei. „Gibt es die berühmte ‚Berliner Mischung‘ überhaupt noch?“

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Aus: "„Die Lage ist prekär“: Künstler:innen wollen Ateliersterben verhindern" Julia Schmitz (15.05.2023)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/die-lage-ist-prekar-kunstlerinnen-wollen-ateliersterben-verhindern-9788057.html


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