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REALITY.SERVICES [REALITAETS.DIENSTE] => Erweiterter Machtdiskurs (Politik) => Topic started by: Link on December 02, 2010, 02:43:54 PM

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on December 02, 2010, 02:43:54 PM
Die Website WikiLeaks ist eine Enthüllungsplattform, auf der Dokumente anonym veröffentlicht werden, die durch Geheimhaltung als Verschlusssache, Vertraulichkeit, Zensur oder auf sonstige Weise in ihrer Zugänglichkeit beschränkt sind (Whistleblowing).
https://de.wikipedia.org/wiki/WikiLeaks

Julian Paul Assange (* 3. Juli 1971 in Townsville, Queensland, Australien) ist ein politischer Aktivist, Journalist und ein Sprecher von WikiLeaks.
http://de.wikipedia.org/wiki/Julian_Assange

TED: Julian Assange - Why the world needs WikiLeaks (26.07.2010)
The controversial website WikiLeaks collects and posts highly classified documents and videos. Founder Julian Assange, who is reportedly being sought for questioning by US authorities, talks to TED's Chris Anderson about how the site operates, what it has accomplished and what drives him.
https://youtu.be/HNOnvp5t7Do

Quote
[...] Wer ist eigentlich Julian Assange? - Der 47-Jährige wurde in Townsville in Australien geboren, seine Eltern waren Künstler und betrieben einige Jahre lang einen Wanderzirkus. Seine Kindheit war geprägt von vielen Wohnortswechseln. Bis zu seinem 15. Lebensjahr hatte Assange in mehr als 30 australischen Orten gelebt.

Nach der Schule begann er ein Mathematik- und Physikstudium, das er jedoch abbrach. Parallel brachte er sich das Programmieren selbst bei. In den frühen Neunzigerjahren schloss sich Assange mit anderen Hackern zusammen, 1992 wurde er wegen illegalen Hackings zu einer Bewährungsstrafe und einem Bußgeld verurteilt. Später nutzte er seine Kenntnisse unter anderem, um eine Verschlüsselungssoftware und ein Dateisystem zu entwickeln.

Assange war an der 2006 gegründeten Enthüllungsplattform WikiLeaks beteiligt, zu deren Sprecher er wurde. Laut eigener Aussage war seine Motivation, für WikiLeaks zu arbeiten, die Absicht, die Presse zu befreien und Fälle von staatlichem Machtmissbrauch aufzudecken. Infolge seiner Arbeit für WikiLeaks wurde er mehrmals abgehört, verhaftet und verklagt. Assange erhielt für seine Tätigkeit verschiedene Auszeichnungen, unter anderem auch Journalistenpreise. Er selbst bezeichnet sich als investigativen Journalisten und beruft sich daher auf besonderen Quellenschutz.

Assange ist geschieden und hat einen erwachsenen Sohn.

...


Quelle: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-04/julian-assange-wikileaks-gruender-festnahme-london-auslieferung (https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-04/julian-assange-wikileaks-gruender-festnahme-london-auslieferung) (Tina Groll, 11. April 2019)


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Quote
... Selbst wenn die USA Julian Assange morgen früh in Ketten in Guantanamo einkerkerten, die Wikileaks-Server mittels Stuxnet II lahmlegten und Wikileaks' 640.000 Twitter-Follower rund um die Uhr durch je einen eigenen CIA-Agenten beobachten ließen, es würde nichts nützen: Seit Informationen sich von ihren stofflichen Wirtskörpern befreit haben, lassen sie sich nicht mehr festhalten. Eine Lektion, die schon die Musik- und Film-Industrien unter Schmerzen lernen mussten und die jetzt unvermittelt auf dem Lehrplan mächtiger Staatenlenker steht. ... Wie müssen Regierungen, Unternehmen, Institutionen sich anpassen, damit sie in einer Umwelt überleben können, in der Informationen gleichzeitig flüchtig und allgegenwärtig sind wie Sauerstoffmoleküle? Eine Idee davon, in welche Richtung eine Antwort zielen könnte, liefert uns Julian Assange selbst, der schrieb nämlich Anno 2006: "In einer Welt, in der das Leaken von Informationen einfach ist, werden geheimniskrämerische, ungerechte Systeme ungleich härter getroffen, als offene, gerechte Systeme." Nun mag man von Assange halten, was man will: Mit dieser Einschätzung hat er fraglos Recht. Institutionen, die ihre Existenz auf Heimlichkeit und Halbwahrheiten aufbauen, müssen eher vor Enthüllungen zittern, als solche, die offen und transparent agieren. Regierungen, die im Interesse ihrer Bürger arbeiten und die Grundlagen ihrer Entscheidungsprozesse öffentlich machen, müssen Enthüllungen nicht fürchten; solche, die sich Gesetze von Lobbyistenverbänden vorformulieren lassen oder denen ihre jeweiligen Parteikassen wichtiger sind als der Staatshaushalt, schon. Ein Staat besitzt keine Privatsphäre, er hat kein Recht auf Heimlichkeit. Er ist allein seinen Bürgern verpflichtet und der Default-Status für Regierungsinformationen sollte "frei" lauten. ...

"Wer hat Angst vor Wikileaks?" Mario Sixtus (11.01.2011)
Quelle: http://blog.zdf.de/zdfdasblog/2011/01/wer-hat-angst-vor-wikileaks-1.html

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"Wikigate in den USA - Ein offenes Geheimnis" Lotta Suter, Boston (WOZ vom 09.12.2010)
Für die einen ist Julian Assange ein Hightechterrorist, der mit allen Mitteln unschädlich gemacht werden muss. Für andere ist er das neue Gesicht einer unabhängigen Presse. ...
http://www.woz.ch/artikel/2010/nr49/international/20154.html

"Who is Julian Assange?" By the people who know him best
http://www.guardian.co.uk/media/2012/aug/24/who-is-julian-assange

Guardian News: Julian Assange
http://www.theguardian.com/media/julian-assange

"Verschwörung als Regierungshandeln" Julian Assange | iq.org (3. Dezember 2006)
... Autoritäre Regime produzieren Widerstand indem sie gegen den Wunsch der Leute nach Wahrheit, Liebe und Selbstverwirklichung angehen. Pläne, die der autoritären Macht helfen, schaffen noch mehr Widerstand, sobald sie bekannt werden. Deshalb werden solche Pläne von erfolgreichen autoritären Regierungen unter Verschluss gehalten, bis der Widerstand vergeblich ist, oder die Wirksamkeit der nackten Macht überwiegt. Diese gemeinschaftliche Geheimhaltung zum Nachteil der Bevölkerung ist ausreichend, um ihr Verhalten als Verschwörerisch zu bezeichnen. ...
http://le-bohemien.net/2010/12/09/exklusiv-das-wikileaks-manifest/

Veröffentlichungen von WikiLeaks
Dieser Artikel behandelt die Veröffentlichungen auf der Internetplattform WikiLeaks.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ver%C3%B6ffentlichungen_von_WikiLeaks | http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:WikiLeaks

Wikileaks - global defense of sources and press freedoms
..."could become as important a journalistic tool as the Freedom of Information Act.„ — Time Magazine
http://wikileaks.org | http://twitter.com/wikileaks

"Wikileaks mit ausgefeilter Suchmaschine für Geheimdokumente"
Unter http://search.wikileaks.org/ (http://search.wikileaks.org/) bietet das Whistleblowing-Projekt, das vor allem durch die Veröffentlichung durch US-Geheimmaterial aufgefallen war, seit kurzem eine komplexe Suchmaschine an. Sie beherrscht unter anderem die Suche nach genauen Zeichenketten, die in Anführungszeichen gesetzt werden können, wie auch Boolesche Operatoren. ...
http://www.golem.de/news/metasuche-wikileaks-mit-ausgefeilter-suchmaschine-fuer-geheimdokumente-1402-104633.html

Underground by Suelette Dreyfus with research by Julian Assange
475 pages with bibliography
ISBN: 1 86330 595 5, Published June 1997 by Random House Australia
http://www.underground-book.net/

"Cypherpunks - Freedom and the Future of the Internet"
JULIAN ASSANGE With JACOB APPELBAUM, ANDY MÜLLER-MAGUHN and JÉRÉMIE ZIMMERMANN
Publication November 2012 • 192 pages
Paperback ISBN 978-1-939293-00-8 • Ebook ISBN 978-1-939293-01-5
http://www.orbooks.com/catalog/cypherpunks/

"Die Daten sind frei - Mit Wikileaks betritt eine Subkultur die Weltbühne, die fremd und undurchdringlich wirkt – die Hacker" | Andrian Kreye (29.11.10)
Es ist nicht ganz einfach, die Frage zu klären, ob Wikileaks-Gründer Julian Assange nun ein Revolutionär ist, der mit Hilfe der digitalen Technologie ein neues Niveau der politischen Transparenz geschaffen hat. Oder ob er letztlich doch nur ein Anarchist ist, der mit dem selbstgerechten Gestus des Weltretters viel Schaden anrichtet. Beides stimmt ...
http://blogs.sueddeutsche.de/feuilletonist/2010/11/29/die-daten-sind-frei/

Der Anarchist Constantin Seibt (09.12.2010)
Klar ist nichts. Nur, dass ein längst vergessener Spieler auf der Weltbühne zurück ist: der Anarchist. Seine Macht ist noch so ungeklärt wie die Frage, ob er zu Recht so handelt. Aber sie ist gross genug, dass Regierungen und Konzerne plötzlich ein Gefühl gegenüber ihren Untergebenen teilen, wie der junge Assange es hatte: «Dass du paranoid bist, heisst nicht, dass sie nicht hinter dir her sind.» Das 21. Jahrhundert hat begonnen. ...
http://bazonline.ch/ausland/asien-und-ozeanien/Der-Anarchist/story/18243884

Es ist schon echt mies, wenn man ins Visier von 25 Sicherheitsbehörden in seinem eigenen Land gerät, nur weil man ein Freund von Julian Assange ist. ... (Jacob Appelbaum)
http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2012-02/jacob-appelbaum-interview

"Julian Assange – Wikileaks – Link-Chronicle" (bis Dezember 2010)
http://medienkritikwien.wordpress.com/category/internet/wikileaks/

Title: Julian Assange ...
Post by: Link on December 03, 2010, 11:34:00 AM
DELIVERY FOR MR. ASSANGE
A LIVE MAIL ART PIECE
RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRADICAL REALTIME
!Mediengruppe Bitnik (2013)
http://wwwwwwwwwwwwwwwwwwwwww.bitnik.org/assange/

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"John Pilger in conversation with Julian Assange" (201?)
An extended interview with Julian Assange recorded during filming of John Pilger's latest film The War You Don't See. The attacks on WikiLeaks and its founder, Julian Assange, are a response to an information revolution that threatens old power orders, in politics and journalism.
The incitement to murder trumpeted by public figures in the United States, together with attempts by the Obama administration to corrupt the law and send Assange to a hell hole prison for the rest of his life, are the reactions of a rapacious system exposed as never before.
The US Justice Department has established a secret grand jury just across the river from Washington in the eastern district of the state of Virginia. The object is to indict Julian Assange under a discredited espionage act used to arrest peace activists during the first world war, or one of the war on terror conspiracy statutes that have degraded American justice.
Judicial experts describe the jury as a deliberate set up, pointing out that this corner of Virginia is home to the employees and families of the Pentagon, CIA, Department of Homeland Security and other pillars of American power. ...

http://johnpilger.com/videos/julian-assange-in-conversation-with-john-pilger

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Special: Julian Assange
http://www.golem.de/specials/julian-assange/

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"Wikileaks-Gründer: Julian Assange Der Gegenverschwörer" Niklas Hofmann (02.12.2010)
... Es gibt ein Konvolut von E-Mails, die Assange zwischen 1995 und 2002 auf der Mailingliste "Cypherpunks" geschrieben haben soll, und die der von ihm im Streit geschiedene Wikileaks-Mitgründer John Young auf seiner Seite cryptome.org veröffentlicht hat. Es gibt das Buch "Underground", ein Werk der Autorin Suelette Dreyfus, an dem Assange 1997 mitgearbeitet hat, und das unter anderem auch seine eigenen Erfahrungen als jugendlicher Hacker mit dem Pseudonym Mendax beschreibt. Es gibt seinen Blog "Interesting Question" unter der Adresse iq.org, den er von 2006 bis 2007, also zur Zeit der Wikileaks-Gründung, unterhielt und der inzwischen abgeschaltet, aber über das Internet Archive noch auffindbar ist. Und es gibt schließlich "Conspiracy as Governance", eine Schrift, die der New Yorker in seinem großen aufschlussreichen Assange-Porträt zu Recht "eine Art Manifest" genannt hat, deren Rezeption bislang aber doch bemerkenswert dürftig geblieben ist. ...
http://www.sueddeutsche.de/digital/wikileaks-gruender-julian-assange-der-gegenverschwoerer-1.1031477

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"An Interview With WikiLeaks’ Julian Assange" Nov. 29 2010 - 5:02 pm
In a rare, two-hour interview conducted in London on November 11, Assange said that he’s still sitting on a trove of secret documents, about half of which relate to the private sector. And WikiLeaks’ next target will be a major American bank. “It will give a true and representative insight into how banks behave at the executive level in a way that will stimulate investigations and reforms, I presume,” he said, adding: “For this, there’s only one similar example. It’s like the Enron emails.” ...
http://blogs.forbes.com/andygreenberg/2010/11/29/an-interview-with-wikileaks-julian-assange/

Title: Julian Assange ...
Post by: Link on December 07, 2010, 10:46:47 AM
parodius schrieb am 7. Dezember 2010 at 01:17
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/4648/willkommen-im-informationskrieg#comment-93538
Ich fasse mal meinen Erkenntnisstand nach Lektüre der Presse zusammen: In den geleakten Dokumenten steht überhaupt nichts interessantes oder neues drin. Das ist nur Geschwätz und Gerüchte, und Dinge, die eh jeder weiß. Deshalb ist also auch nicht die halbe Welt nun hinter Assange her, oder zensiert twitter. (1). Sondern er wird gesucht, weil er zwei mal kein Kondom verwendete (2). Daher wird er nun mit internationalen Haftbefehlen gejagt. Sein Konto wiederum wurde ihm plötzlich gekündigt, weil er nicht in Genf lebt, scheinbar eine Voraussetzung seines Kontos.

1) http://bubbloy.wordpress.com/2010/12/05/twitter-is-censoring-the-discussion-of-wikileaks

2) http://www.guardian.co.uk/media/2010/aug/24/assange-wikileaks-swedish-prosecutors-charges


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"The Shameful Attacks on Julian Assange" The Atlantic Home, Tuesday, December 7, 2010 by David Samuels
...For his part, Assange has not been shy about expressing his contempt for the failure of traditional reporting to inform the public, and his belief in the utility of his own methods. "How is it that a team of five people has managed to release to the public more suppressed information, at that level, than the rest of the world press combined?" he told The Sydney Morning Herald. "It's disgraceful." Assange may or may not be grandiose, paranoid and delusional - terms that might be fairly applied at one time or another  to most prominent investigative reporters of my acquaintance. But the fact that so many prominent old school journalists are attacking him with such unbridled force is a symptom of the failure of traditional reporting methods to penetrate a culture of official secrecy that has grown by leaps and bounds since 9/11, and threatens the functioning of a free press as a cornerstone of democracy. ...
http://www.theatlantic.com/international/archive/2010/12/the-shameful-attacks-on-julian-assange/67440/

-.-

Quote
[...] In Schweden wird derweil heftig darüber debattiert, ob das harte Vorgehen der Staatsanwaltschaft gegen Assange richtig ist. Denn nicht eine internationale Verschwörung von Geheimdiensten, sondern eine übereifrige Staatsanwältin gilt als wesentlicher Grund für die Verhaftung. Inzwischen zweifelt sogar eine Vereinigung junger feministischer Frauen innerhalb der Sozialdemokratischen Partei an der Ernsthaftigkeit der Anschuldigungen und der Professionalität der Staatsanwaltschaft. Das ist insofern bemerkenswert, weil Assanges vermeintliches Vergewaltigungsopfer aus den Reihen dieser Gruppe stammt.

Selbst innerhalb dieser Gruppe geht man nun davon aus, dass sich die Anklage allein darauf stützte, dass Assange gegen den Willen seiner Sexpartnerin kein Kondom benutzt haben soll. Diese Behauptungen sind allerdings nicht offiziell bestätigt. Sie würden allerdings zum Gebaren der schwedischen Justiz im Fall Assange passen:

Es begann im vergangenen August, als die Anzeigen gegen Assange bei der schwedischen Polizei eingingen. Zunächst entschied die Staatsanwaltschaft, keine Anklage zu erheben. Dann gab es einen Personalwechsel. Eine neue Anklägerin, Marianne Ny, nahm sich des Falles an, distanzierte sich vom vorherigen Beschluss und erhob Anklage wegen Vergewaltigung.

Im schwedischen Rechtssystem sind die Grenzen zur Verbrechensrubrizierung "Vergewaltigung" deutlich niedriger angesetzt, als in den meisten anderen EU-Staaten. Marianne Ny gilt darüber hinaus als besonders weitgehende Staatsanwältin. So hatte sie sich einst in einem Fall von Frauenmisshandlung dafür ausgesprochen, dass Männer, die von Frauen beschuldigt werden, aber nicht verurteilt sind, in jedem Fall vorsorglich eingesperrt werden müssten – um der Frau "Raum zum Nachdenken" zu verschaffen. "Erst wenn der Mann gefangen genommen ist und die Frau in aller Ruhe Zeit bekommt, mit etwas Abstand auf ihr Dasein zu blicken, bekommt sie die Chance zu entdecken, wie sie behandelt wurde", sagte sie damals.

Auch deshalb ging Assanges britischer Anwalt mittlerweile zu persönlichen Angriffen auf die Staatsanwältin über: Marianne Ny sei wie eine "ungesicherte Schusswaffe auf dem wackligen Deck eines in stürmischer See befindlichen Schiffes", sagte er schwedischen Medien.

Kritik an Ny wird auch deshalb laut, weil Assange nach der Anklageerhebung freiwillig drei Wochen in Schweden geblieben war, um sich einem Verhör zu stellen. Dennoch versäumte es Ny, ihn verhören zu lassen. Schließlich rief Assange die Staatsanwältin laut deren eigener Aussage an und fragte sie, ob er wieder ausreisen dürfe. Und Ny antwortete, ebenfalls nach eigener Angabe: Ja, er dürfe. Assange reiste aus, ganz offiziell.

Erst im November beschloss das Amtsgericht einen international wirkenden Haftbefehl. Der Grund: ein "ernster Verdacht" auf Vergewaltigung, sexuelle Belästigungen und Nötigung. Assange weigerte sich, erneut nach Schweden zu fahren und ging in Berufung. Doch die zweithöchste juristische Instanz in Schweden, das Hofgericht, ließ den Haftbefehl bestehen.

Allerdings schwächte das Gericht die Anklagepunkte, kaum bemerkt von der Weltöffentlichkeit, deutlich ab: Ein Vorwurf der sexuellen Belästigung wurde ganz fallengelassen, es gebe keine Beweise. Bestehen blieb die Anklage wegen Vergewaltigung, allerdings auch hier in abgeschwächter Form: Gesucht – und heute festgenommen – wurde Assange wegen des Verdachts auf eine "weniger grobe Vergewaltigung".

Quote
    fanta4
    07. Dezember 2010 18:31 Uhr

... Das ist nicht rechtsstaatlich, sondern pure Willkür!


Quote
    Anay
    07. Dezember 2010 18:33 Uhr

Radio-Interview mit Ny

Es gab vor ein paar Monaten ein US-Radio-Interview mit der Ny (oder ihrer Assistentin?) – vor Assanges Ausreise –, und auf die Frage, ob es denn überhaupt Beweise gäbe, die die Anklage rechtfertigen, konnte sie nichts konkretes angeben. Es wurde nachgebohrt, und sie gab zu, dass es keine Anhaltspunkte für Vergewaltigung gibt. Trotzdem solle (aus nicht genannten Gründen) die Anklage aufrechterhalten werden. Das muss man sich mal vorstellen! Die Strafverfolgung gibt zu, dass es keine Beweise gibt, will aber die Anklage nicht fallenlassen. Ein paar Tage später wurde das Verfahren dann doch zu den Akten gelegt… erst einmal. Hängengeblieben ist bei mir aber das Rumgeeiere dieser Staatsanwältin, als sie in die Enge gedrängt wurde. Ich frage mich, was für unglaublich stichhaltige Beweise seitdem aufgetaucht sind. :)


Quote
    robertjordan
    07. Dezember 2010 18:35 Uhr

Besser als jeder Film, das Drehbuch wäre allerdings wegen Unglaubwürdigkeit abgelehnt worden. Frau Ny (Name klingt wie aus einem Monty Pythons Film) hat bestimmt keinen Anruf bekommen in den letzten Monaten? "Wir machen Ihnen einen Vorschlag, den Sie nicht ablehnen können..."

Bitte bemühen Sie sich um einen konstruktiven, artikelbezogenen Diskussionsbeitrag. Danke. Die Redaktion/lv


Quote
    dopethepope
    07. Dezember 2010 18:49 Uhr

12. das darf doch alles nicht wahr sein...

Ich stehe Wikileaks und insbesondere der jüngsten Veröffentlichung durchaus kritisch gegenüber.
Aber was jetzt alles in Bezug auf Assange passiert ist ja wohl ein schlechter Scherz?

- Amazon kündigt die Server
- Paypal kündigt die Kooperation mit Wikileaks
- Mastercard kündigt die Kooperation mit Wikileaks
- Internetadressen werden gekündigt
- Privatkonten von Assange werden gesperrt
- Vergewaltigung weil kein Kondom benutzt????

Mit "Recht" hat das alles nichts mehr zu tun...


Quote
    rms_titanic
    07. Dezember 2010 19:13 Uhr

Im Fall Nadja Benaissa war die Hysterie riesig, und in den diversen Foren waren sich die meisten User darin einig, dass die HIV-positive Nadja Benaissa wegen ungeschütztem GV und der wahrscheinlichen Ansteckung eines Sexpartners (der selbst kein Kondom verwenden wollte!) der vollendeten gefährlicher Körperverletzung und der versuchten gefährlichen Körperverletzung (in vier weiteren Fällen von ungeschütztem GV ohne Ansteckung) schuldig sei, und sie dafür möglichst hart bestraft werden müsse.

Im Verdachtsfall der sexuellen Nötigung gegen Julian Assange sind nun plötzlich die meisten Foristen der Ansicht, dass erzwungener GV ohne Kondom keine Straftat sei, weil der mutmaßliche Täter doch ihr Idol Julian Assange ist.

Ich finde solch dreiste Doppelmoral ziemlich schräg und sehr bedenklich.

Es erschließt sich mir auch nicht, warum ein Beschuldigter namens Assange von vornherein über dem Gesetz stehen soll, während man eine Nadja Benaissa bereits hysterisch vorverurteilte, um sie dann nach ihrer Verurteilung noch kollektiv in Grund und Boden zu verfluchen, obwohl doch ihre Sexpartner selbst leichtsinnig und unverantwortlich gehandelt hatten, als sie ungeschützt mit ihr Sex hatten.

Was soll dieses männlich-selbstherrliche Messen mit mehrererlei Maß, sobald es um ungeschützten Sex und um sexuelle Nötigung geht?

Drehen wir hier die Zeit gerade leichtfertig um 100 Jahre zurück?

Quote

    dopethepope
    07. Dezember 2010 19:28 Uhr

@titanic

nun wirf doch nicht alles in einen Topf ... Ist Assange denn wissentlich HIV-positiv?
... Was zum Teufel hat das mit Vergewaltigung zu tun???



Quote
    hintensitzer
    07. Dezember 2010 19:34 Uhr

Soweit ich weiss wusste Frau Benaissa von ihrer Infektion. Über den Infektionsstatus von Herrn Assange weiß ich nichts, Sie wohl auch nicht. Die beiden Frauen hätten beim Bestehen auf ungeschützten Verkehr seitens Herrn Assanges ja aber einfach "Nein" sagen können. Ein ERZWUNGENER GV ohne Kondom steht meines Wissens nicht im Raum ...



Quote
    SPITAMENES
    07. Dezember 2010 21:30 Uhr

Interessant damit ist Julian Assange wohl der erste und einzige Mensch, der wegen "weniger grobe Vergewaltigung" von Interpol gejagt wurde. ...



"Die Frau, die Assange jagt" André Anwar (7. Dezember 2010)
http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-12/wikileaks-assange-schweden

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Sex, Lies and Julian Assange  - In December 2010 Sweden issued two international warrants for Julian Assange’s arrest. He has been detained without charge since. ....
https://justice4assange.com/
Title: Julian Assange ...
Post by: Link on December 08, 2010, 09:09:11 AM
"Julian Assange und die Computerverschwörung: “diese unsichtbare Regierung zu Fall zu bringen”"
Dieser Text ist eine Übersetzung aus dem Amerikanischen von Aaron Badys Beitrag zu Wikileaks vom 29. November 2010.
Der Text, den dieses Zitat einleitet, ist intellektuell anspruchsvoll, aber nicht schwer zu lesen. Du könntest ihn dir also genauso gut auch selber anschauen. Die breite Masse der Medien scheint angesichts Wikileaks ganz verrückt zu werden, ohne jedoch diese Aufsätze gelesen zu haben, obgleich sie die Funktion und Zielsetzung einer Organisation wie Wikileaks recht eindeutig erklären. ... selbst wenn Wikileaks einiges davon leistet, was sonst Journalisten leisten, so tun sie doch auch einige ganz andere Dinge. In seiner Einleitung sagt Assange das ganz klar: sein Kerngeschäft ist die “radikale Änderung des Verhaltens von Regimen”. ...[/i]
http://axyl.us/post/2079481891/julian-assange-und-die-computerverschworung-diese

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"Der Subversive" Sebastian Moll (7.12.2010)
Im Jahr 2006 schrieb er dann einen Aufsatz mit dem Namen „Conspiracy as Governance“, der heute auch als das Wikileaks-Manifest gilt. Das Dokument, das Assange zuerst auf seinem Blog iq.org veröffentlichte, ist keine sechs DIN-A4-Seiten lang. Doch es enthält nicht weniger als eine umfassende Theorie der Macht sowie präzise Handlungsanweisungen, wie man die Mechanismen der Macht torpedieren kann. Jedes autoritäre Regime, schreibt Assange in dem Pamphlet – und damit meint er unzweifelhaft auch westliche Staaten – hat die Struktur einer Verschwörung. Die Konspiration bestehe aus einem geheimen System von Mechanismen zur Machterhaltung, Mechanismen, die „sich gegen den Wunsch des Volkes nach Wahrheit, Liebe und Selbstverwirklichung“ wenden. ...
http://www.fr-online.de/politik/der-subversive/-/1472596/4904122/-/index.html

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"Kommentar: Assange und die Freiheit" Holger Schmale (07.12.2010)
Julian Assange und Wikileaks aber sind die Ersten, die die Macht des Netzes gegen die USA einsetzen. Deshalb werden sie so gnadenlos verfolgt. Nicht die Regierung in Washington, sondern der kriminalisierte Julian Assange steht heute in einer großen amerikanischen Tradition: des unerschrockenen Kampfes für die Freiheit der Information. ...
http://www.fr-online.de/politik/meinung/assange-und-die-freiheit/-/1472602/4903702/-/index.html

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"Wer ist Julian Assange?" Ingo Scheel (7. Dezember 2010)
Cyberpunk, moderner Robin Hood und Visionär - Wikileaks-Chef Julian Assange hat viele Gesichter, doch wer ist dieser Mann, der die Welt verbessern will, tatsächlich? ...
http://www.stern.de/panorama/wikileaks-gruender-wer-ist-julian-assange-1632207.html

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"Julian Assange - Große und kleine Fische" Lorenz Jäger (07. Dezember 2010)
Was immer auch nach seiner Verhaftung mit ihm geschieht: Wikileaks-Gründer Julian Assange hat mit seinen Enthüllungen die Weltpolitik justiert und Dinge erreicht, die der globalen Öffentlichkeit im Gedächtnis bleiben werden. ...
http://www.faz.net/s/RubCEB3712D41B64C3094E31BDC1446D18E/Doc~E93D56E0D2144422FB17C3E8B64891264~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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"WikiLeaks Battles for the Future of Journalism" (December 22, 2010)
WikiLeaks is tearing away the cloak of secrecy and lies that our media and politicians have shrouded US actions in for so long. WikiLeaks is not changing the power structures of media and government, it is destroying it with each and every leak released. In the place of this corrupt system, WikiLeaks hopes to bring about a new breed of journalism and a new fear of exposure instilled in power’s abusers. ....
http://griid.org/2010/12/22/wikileaks-battles-for-the-future-of-journalism/

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"Fox News-Kommentator ruft zur "Erschießung" von Wikileaks-Gründer auf" Zsolt Wilhelm  (19. Dezember 2010)
In der Sendung "Follow the money" sprach sich Beckel offen für die Beseitigung Assanges aus. "Wem schadet das: den amerikanischen Bürgern. Die Art und Weise, wie man mit dieser Situation umgehen sollte, ist simpel: Wir haben Spezialeinsatzkräfte - ein toter Mann kann keine Sachen veröffentlichen. Dieser Typ ist ein Verräter, ein Verräter, hat jedes Gesetz der USA gebrochen. Der Typ sollte... - und ich bin nicht für die Todesstrafe - ..so ich würde den Hurensohn (illegal) erschießen." Zuspruch erhielt Beckel von Analyst Bo Dietl und Kolummnist Joel Mowbray. "Dieser Typ muss weg", so Dietl. ... Dass Assange bei derartigen Drohungen um sein Leben fürchten muss, betonte er am Wochenende selbst. Am Samstag erklärte der Wikileaks-Gründer Jnach seiner Freilassung aus der Haft, sich in Lebensgefahr zu befinden. "Es gibt eine Bedrohung für mein Leben. Es gibt Bedrohungen für meine Leute", sagte Assange. Er bezichtigt die USA, hinter den Vergewaltigungs-Vorwürfen gegen ihn zu stecken. In den USA wird zudem ein Verfahren gegen Assange wegen Spionage und Verschwörung geprüft. ...
http://derstandard.at/1292462169257/Wikileaks-Enthuellungen-Fox-News-Kommentator-ruft-zur-Erschiessung-von-Wikileaks-Gruender-auf


"Julian Assange: Why the world needs WikiLeaks" (26. Juli 2010 (?))
The controversial website WikiLeaks collects and posts highly classified documents and videos. Founder Julian Assange, who is reportedly being sought for questioning by US authorities, talks to TED's Chris Anderson about how the site operates, what it has accomplished and what drives him. ...
http://www.ted.com/talks/julian_assange_why_the_world_needs_wikileaks


"Julian Assange on the Afghanistan war logs: 'They show the true nature of this war'"
Julian Assange, the founder of Wikileaks, explains why he decided to publish thousands of secret US military files on the war in Afghanistan (2010) ...
http://www.youtube.com/watch?v=-E5nrTRHSck&feature=fvw



AlJazeeraEnglish | 22. Dezember 2010
The WikiLeaks founder talks about secrets, leaks and why he will not go back to Sweden.
http://www.youtube.com/watch?v=U6mcSXge4Qo


Cenk Uyger on MSNBC's "The Dylan Ratigan Show" Dec. 21, 2010.
Cenk Uyger interviews Julian Assange  (15 Minutes)
http://www.youtube.com/watch?v=MBJOBl1G3Kc

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Julian Assange is gorgeous
http://julianassangeisgorgeous.tumblr.com/

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Julian Assange beim Couch-Surfing
http://www.kanzleikompa.de/2011/03/25/julian-assange-beim-couch-surfing/

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Wikileaks: Image-Video als Mastercard-Parodie
Von markus | Veröffentlicht am: 30.6.2011
https://netzpolitik.org/2011/wikileaks-image-video-als-mastercard-parodie/

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Staatsfeind WikiLeaks (Buch)
Marcel Rosenbach, Holger Stark:
Wie eine Gruppe von Netzaktivisten die mächtigsten Nationen der Welt herausfordert.
DVA; 336 Seiten; 14,99 Euro
http://www.spiegel.de/thema/staatsfeind_wikileaks/

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Žižek, Assange and the "new McCarthyism"
on July 2, 2011 11:52 PM
By Viola Caon
http://www.frontlineclub.com/slavoj_zizek_julian_assange_and_the_new_mccarthyism/

WikiLeaks 'blackmailed' over Bank of America leaks
on July 4, 2011 3:15 PM
http://www.frontlineclub.com/wikileaks_bank_of_america_blackmail_assange/

Title: Julian Assange, Domscheit-Berg & der CCC
Post by: Link on August 14, 2011, 11:55:01 AM
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CCC Vorstandsmitglied Müller-Maguhns hatte versucht zwischen Wikileaks und Openleaks hinsichtlich der von
DDB entwendeten Daten zu vermitteln.

Spiegelonline heute :
"Müller-Maguhns Bilanz fällt jedenfalls bitter aus: Mittlerweile zweifle er "an Domscheit-Bergs Integrität". Auf jeden Fall gehe dieser "mit Fakten sehr flexibel um"."

DDB hat sich in seinem Verhalten gegen Assange bereits als charakterlich recht mies gezeigt, hat mich eigentlich eher
gewundert, dass ihm bis vor kurzem von einigen Seiten überhaupt noch ein Vertrauensvorschuß gewährt wurde.
OL wird ein Flop sein und WL wurde durch DDB zusätzlich geschädigt.

Der Plan der WL Gegner in den USA und anderswo ist damit wohl aufgegangen....



Aus einem Kommentar zu: "Chaos Computer Club misstraut OpenLeaks" Kai Biermann (14.8.2011)
Quelle: http://www.zeit.de/digital/2011-08/openleaks-chaos-computer-club?commentstart (http://www.zeit.de/digital/2011-08/openleaks-chaos-computer-club?commentstart)

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[...] Sat Aug 13 2011

    * [l] Uh-oh, jetzt wird es unharmonisch: Das ehemalige Nachrichtenmagazin titelt "Chaos Computer Club - Hacker distanzieren sich von OpenLeaks".

      Es geht darum, dass Daniel damals bei WikiLeaks eine Festplatte mit verschlüsselten Daten mitgenommen hat (Update: das schreibt er u.a. in seinem Buch). Auf der Platte waren wohl die eingereichten Daten von ein paar Monaten (Wochen?) drauf, und Julian wollte die Daten natürlich wiederhaben. Daniel/OpenLeaks hat dann argumentiert, dass Julian gar keine Zusagen machen kann, dass die Anonymität der Leaker gewährleistet ist, was ja angesichts der Lage von Julian mit Hausarrest und Fußfessel und Überwachung und co auch nicht von der Hand zu weisen ist. Der CCC hat sich dann angeboten, als die beiden Parteien nicht miteinander reden wollten, als Mittelsmann bei der Übergabe zu helfen, und damals auch die Zusage von Daniel gekriegt, dass wir die Platte innerhalb von zwei Wochen übergeben kriegen. Das war vor 11 Monaten. Seit dem ist nichts passiert. Daher gibt Andy Müller-Maguhn jetzt auf und stellt offiziell das Angebot ein, die Daten übergeben zu wollen.

      Man kann jetzt debattieren, ob das über einen Spiegel-Artikel hätte laufen müssen, das finde ich persönlich übertrieben. Aber für mich ist auch ziemlich klar, dass ich mich da nicht mehr groß involvieren will, weil ich von beiden Seiten (Update: gemeint ist von Julian und Daniel) Dinge gesagt bekommen haben habe, die sich später als unwahr herausstellten. Aus meiner Sicht fehlt es da an einer Vertrauensgrundlage. Auch das ganze Transparenz-Erzählen nervt mich, wenn dann weder der Quellcode noch das Konzept noch der Businessplan offengelegt sind. Ich finde es schade, dass wir jetzt keine Leak-Plattform haben, aber glaube angesichts der aktuellen Lage nicht, dass von Julian oder Daniel in absehbarer Zukunft eine solche Plattform kommen wird, zu der ich dann auch hinreichend Vertrauen haben könnte, um möglichen Whistleblowern raten zu können, dort ihre gefährlichen Inhalte zu leaken.

      Update: Kleine Anmerkung noch: es gibt kein CCC-Gütesiegel. Der CCC hat sich immer bemüht, das auch klar so zu kommunizieren. Vom CCC wird niemals eine Aussage der Art "wir haben das getestet und für gut befunden" geben. Der CCC testet generell keine Produkte. Anders herum wird ein Schuh daraus: der CCC deckt gelegentlich Sicherheitsprobleme auf. Die erheben dann aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Und was der CCC auf keinen Fall zulassen wird, ist dass Firmen oder Projekte damit werben, vom CCC getestet worden zu sein. Das ist die Basis, auf der die gesamte Glaubwürdigkeit des CCC ruht, und daher reagiert der CCC gerade so gereizt angesichts der OpenLeaks-auf-dem-Camp-getestet-Sache. Daniel weiß das auch und ich bin mir ziemlich sicher, dass er das der Presse auch nie so gesagt hat. So ist es aber offenbar angekommen und daher muss der CCC diesen Eindruck jetzt schnell und nachhaltig korrigieren.

...


Quelle: http://blog.fefe.de/?ts=b0b868f3 (http://blog.fefe.de/?ts=b0b868f3)

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CCC feuert gegen OpenLeaks (14.08.2011)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/CCC-feuert-gegen-OpenLeaks-1322825.html

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2011-08-21 Former Wikileaks spokesman destroyed unreleased files
Submitted by Heather Marsh on Sun, 08/21/2011 - 06:59
http://wlcentral.org/node/2172

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Zu "Wikileaks, Openleaks und: Kein Ende, doch ein Schrecken"
21. August 2011 18:07, Korporatismus
Von Lord Chao
http://www.heise.de/tp/blogs/foren/S-Korporatismus/forum-207658/msg-20668614/read/

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"Datenleck bei WikiLeaks - Depeschen-Desaster in sechs Akten" (01.09.2011)
Von Christian Stöcker
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,783694,00.html

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Johannes_Kuhn, sueddeutsche.de schreibt Ergänzung der entsprechenden Passagen

Liebe Nutzer,
das Interview wird hier nicht in voller Länge erscheinen, da es allerdings Nachfragen zu den konkreten Vorwürfen gegeben hat, hier die entsprechende Textstelle im Wortlaut:

SZ: Daniel Domscheit-Berg sagt, er habe bei seinem Ausstieg aus Wikileaks Software mitgenommen, ohne die Wikileaks nicht funktionstüchtig sei. Stimmt das?

Assange: Domscheit-Berg wurde entlassen. Er hat Bargeld, Hardware, Material unserer Quellen, E-Mails, Software und Archivmaterial, das ich geschrieben hatte, mitgenommen. Das alles geschah im Kontext einer öffentlich bekannten Arbeitsgruppe der CIA, die gegen uns gearbeitet hat, sowie der Untersuchungen einer Grand Jury in Washington.

SZ: Wollen Sie damit sagen, dass Daniel Domscheit-Berg Teil dieser Operationen war?

Assange: Ich glaube, Domscheit-Berg ist ein Informant der Polizei.

SZ: Wissen Sie das oder glauben Sie das?

Assange: In den Unterlagen der Grand Jury taucht sein Name in auf keinem einzigen Dokument auf, während mein eigener und die Namen anderer Individuen aus unserer Organisation aufgeführt werden.

Beste Grüße,

Johannes Kuhn, sueddeutsche.de


Julian Assange über die Wikileaks-Schlammschlacht "Ich glaube, Domscheit-Berg ist ein Informant der Polizei" (09.09.2011)
http://www.sueddeutsche.de/digital/julian-assange-ueber-die-wikileaks-schlammschlacht-ich-glaube-domscheit-berg-ist-ein-informant-der-polizei-1.1140726

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"Wikileaks-Mitarbeiter war FBI-Informant" (28.06.2013)
Der Isländer Sigurdur Ingi Thordarson hat während seiner Zeit als Wikileaks-Aktivist mit dem US-amerikanischen FBI kooperiert und dafür 5000 US-Dollar erhalten. Thordarson übergab dabei den FBI-Agenten mehrere Festplatten mit den internen Chat-Mitschnitten von Wikileaks. Dies berichtet der Ex-Hacker Kevin Poulsen im Magazin Wired. [http://www.wired.com/threatlevel/2013/06/wikileaks-mole/ (http://www.wired.com/threatlevel/2013/06/wikileaks-mole/)] ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-Mitarbeiter-war-FBI-Informant-1902566.html

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28. Juni 2013 14:39
Es wird ja immer bizarrer
Pieter deCloak, Pieter deCloak (103 Beiträge seit 09.03.13)

Erst das unglaubliche Gewürge um DDB und nun ein weiterer
Abwerbeversuch, scheinbar wieder erfolgreich. ...
http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Es-wird-ja-immer-bizarrer/forum-259550/msg-23746196/read/

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Quote
... Die Whistleblower-Plattform Openleaks ist trotz anderslautender Berichte nicht eingestellt. Das sagte Gründer Daniel Domscheit-Berg in einem Interview mit Technology Review. "Wir sind in den letzten Monaten leider mit anderen, komplementären Projekten beschäftigt gewesen. Da blieb ein bisschen was auf der Strecke, aktuell unter anderem die Erreichbarkeit der Website", erklärte der ehemalige Wikileaks-Sprecher, der die Plattform von Julian Assange nach einem Streit im September 2010 verlassen hatte.

Die Arbeit am Openleaks-Projekt werde weiter fortgesetzt, allerdings habe man sich mittlerweile entschlossen, das Projekt durchzuziehen, "ohne die Öffentlichkeit groß einzubinden", meinte Domscheit-Berg. ...

"Daniel Domscheit-Berg: Openleaks lebt noch" (03.07.2013)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Daniel-Domscheit-Berg-Openleaks-lebt-noch-1909846.html (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Daniel-Domscheit-Berg-Openleaks-lebt-noch-1909846.html)


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3. Juli 2013 18:34
Auf die Machtspiele eines selbstgefälligen Datenlöschers hat keiner Lust
Atalanttore

Der Typ hat schon einmal Beweismaterial, dass womöglich unter hohem
Risiko beschafft wurde, wegen eigenen Machtspielchen mit Wikileaks
gelöscht.


Siehe: ["Quellenschutz - Daniel Domscheit-Berg löscht Daten" (22.8.2011)
Daniel Domscheit-Berg hat nach eigenen Angaben die Daten, die er 2010 bei seinem Ausstieg von Wikileaks mitgenommen hat, gelöscht. 3.500 Dokumente sollen unwiederbringlich verloren sein. ...
]
http://www.golem.de/1108/85879.html (http://www.golem.de/1108/85879.html)


http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Auf-die-Machtspiele-eines-selbstgefaelligen-Datenloeschers-hat-keiner-Lust/forum-259783/msg-23772399/read/

Quote
3. Juli 2013 11:29
ich glaube diesem typen nicht ein wort mehr.
brainOnaut (mehr als 1000 Beiträge seit 26.02.10)

das interview in der TR ist eigentlich nur standart-gefasel und seine
aussage bezüglich open-leaks spricht bände; DER honeypot war wohl
nach seinem CCC-desaster endgültig tot, jetzt noch rumzulavieren ist
schon echt peinsam.

am besten fand ich aber echt den hier:

"TR: Sind Sie selbst aufgrund Ihrer Arbeit bei Wikileaks schon einmal
ins Visier der Behörden geraten?

Domscheit-Berg: Nicht, dass es mir bewusst wäre."

what? wait, WHAT? äh, WHAT????

"Es gibt ja eine nicht-öffentliche Untersuchung durch amerikanische
Behörden – und ich weiß nicht, inwiefern ich Teil dieser Untersuchung
bin."

what? wait, WHAT? äh, WHAT???? äh, er war der verdammte SPRECHER VON
WIKILEAKS!

"Viele der Leute, die damals mit uns gearbeitet haben, werden unter
die Lupe genommen. Ich erfahre das vielleicht im Moment nur noch
nicht, weil ich zum Beispiel nie einen Google Account hatte, der nun
ins Visier einer Ermittlung gerät."

what? weil "ich nie einen google-account hatte"???? wenn will der
eigentlich noch verarschen?

jetzt, nachdem sie ihn anscheinend in ruhe lassen (der mohr hat seine
schuldigkeit getan) kommt der mit solch einem stuss? und open-leaks
ist nicht tot, aber sicher doch.

und anke bei den piraten, na herzlichen dank. gott ist das grausam
alles.

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-ich-glaube-diesem-typen-nicht-ein-wort-mehr/forum-259783/msg-23769587/read/

Quote
3. Juli 2013 08:56
Onlineschelm:
onlineschelm

"Evlis lebt noch"


http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Onlineschelm/forum-259783/msg-23768567/read/

Quote
3. Juli 2013 07:58
Gestern Abend bei Lanz
miniMAC

...muss sagen fand seine Wortbeiträge ziemlich gut und fundiert,
schade , das man ihn später nicht nochmal  zum Wort kommen lies ;)

P.S. Hat es jemand aufgezeichnet ?

Quote
3. Juli 2013 08:03
Re: Gestern Abend bei Lanz
schnubbi (mehr als 1000 Beiträge seit 10.04.02)

http://www.youtube.com/watch?v=pJiqxFUcWm8 (http://www.youtube.com/watch?v=pJiqxFUcWm8)

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Re-Gestern-Abend-bei-Lanz/forum-259783/msg-23768315/read/


http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Gestern-Abend-bei-Lanz/forum-259783/msg-23768303/read/

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Quote
Das 2010 veröffentlichte "Insurance File" war seinerzeit so lange sicher, bis die Wochenzeitung "Der Freitag" enthüllt hatte, dass das Passwort zur Datei aus einer Kapitelüberschrift eines Buches gebildet werden kann. Wikileaks-Chef Julian Assange hatte dieses Passwort einem britischen Journalisten gegeben, der es in seinem Buch verwendete. (Detlef Borchers) / (mho)


Aus: "Wikileaks veröffentlicht neue "Insurance Files"" (19.08.2013)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-veroeffentlicht-neue-Insurance-Files-1937933.html (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-veroeffentlicht-neue-Insurance-Files-1937933.html)

Kontext: http://www.heise.de/newsticker/meldung/OpenLeaks-Medienpartner-veroeffentlicht-Sicherheitsluecke-von-Wikileaks-1331075.html (http://www.heise.de/newsticker/meldung/OpenLeaks-Medienpartner-veroeffentlicht-Sicherheitsluecke-von-Wikileaks-1331075.html)


Quote
Jon Do, 19. August 2013 11:51
Also die Torrents runterladen und archivieren!

... Zu der etwas verdrehten Darstellung von Herrn Borchers bezüglich des
Depeschen-Files und seines Paßwortes:

Das Paßwort konnte nicht irgendwie aus einer Überschrift "gebildet"
werden, sondern wurde direkt und ohne Notwendigkeit einer "Bildung",
"Umbildung" oder sonsteiner "Veränderung" von David Leigh als
Kapitelüberschrift verwendet und der Weltöffentlichkeit mitgeteilt.

Weiterhin war der Depeschen-File nicht der offizielle
Wikileaks-"Insurance-File", sondern eine obskure (und unbeachtete)
Datei, auf deren Lokation im Internet der Wikileaks-Saboteuer Daniel
Domscheit-Berg die Weltöffentlichkeit vorsätzlich stieß.

Machen Sie Ihre Hausaufgaben, Herr Borchers!


http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Also-die-Torrents-runterladen-und-archivieren/forum-263238/msg-23975366/read/

Title: Wikileaks
Post by: Link on October 24, 2011, 04:33:13 PM
Quote
[...] Eine Möglichkeit an Wikileaks zu spenden war bislang, den Umweg über die Wau-Holland-Stiftung zu gehen. Dieser sei aber, so Bernd Fix, nicht mehr gangbar, da Paypal nun auch dieser Stiftung den Zugang gesperrt habe. Dadurch sei das Spendenaufkommen um 95 Prozent eingebrochen...

... Der finanzielle Aspekt ist die eine Seite; viel gravierender dürfte die Tatsache sein, dass Wikileaks bereits seit Sommer 2010 kein neues Material entgegennimmt. Seit dem Abgang einer Gruppe von Mitgliedern rund um Openleaks-Chef Daniel Domscheit-Berg funktioniert der Hochlade-Mechanismus nicht mehr. Nun will Wikileaks am 28. November ein neues System ans Netz bringen.


"Wikileaks stellt Enthüllungen ein" Mirjam Hauck und Johannes Kuhn (24.10.2011)
http://www.sueddeutsche.de/digital/whistleblower-plattform-droht-finanzkollaps-wikileaks-stellt-enthuellungen-ein-1.1172082 (http://www.sueddeutsche.de/digital/whistleblower-plattform-droht-finanzkollaps-wikileaks-stellt-enthuellungen-ein-1.1172082)

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"Whistleblower: Wikileaks- und Openleaks-Gründer im Dauerstreit" Jörg Thoma (31.8.2011)
Der Streit zwischen Wikileaks-Aktivist Julian Assange und Openleaks-Gründer Daniel Domscheit-Berg ist noch lange nicht beendet. Assange beschuldigt Domscheit-Berg über seinen Anwalt, Urheber des jüngsten Datenlecks bei Wikileaks zu sein.
Es geht weiter um die noch nicht offiziell freigegebenen Botschaftsdepeschen, die Wikileaks nach mehrmonatiger Pause wieder veröffentlicht. Einige davon sind nun unredigiert im Internet aufgetaucht und gefährden womöglich darin genannte Personen. Inzwischen bestätigte Wikileaks das Datenleck und twitterte, dass "die Massenmedien" die Inhalte fahrlässig verbreitet hätten.
Gleichzeitig erhielt Daniel Domscheit-Berg ein Schreiben von Julian Assanges deutschem Anwalt, in dem ihm vorgeworfen wird, er habe Journalisten die Schlüssel zur Öffnung der Depeschen zugespielt. Die Herkunft der Daten ist unklar. ... Domscheit-Berg konterte. "Aus meiner Sicht ist das Schreiben ein klassisches Ablenkungsmanöver", schrieb er in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur dpa. Wikileaks habe selbst die Botschaftsdepeschen "durch offizielle Vertreter von Wikileaks weitergegeben und verkauft.". Erst gestern hatte Wikileaks über Twitter einen Link zu einer Webseite verbreitet, die Domscheit-Bergs Rolle bei Wikileaks teilweise herunterspielt und dem Inhalt seines Buches über seine Zeit bei Wikileaks widerspricht. ...
https://www.golem.de/1108/86119.html

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"OpenLeaks – das ewige Projekt" von Wolfgang Michal (20.08.2012)
" ... Da Domscheit-Berg nicht bereit war, die Dokumente an WikiLeaks zurückzugeben, hatte Julian Assange den Berliner Rechtsanwalt Johannes Eisenberg mit der Wahrnehmung seiner Interessen beauftragt. Eisenberg warf Domscheit-Berg im Sommer 2011 vor, er habe Informationen an Journalisten weiter gegeben, die zur Entdeckung der im Internet kursierenden Datei mit den unredigierten US-Botschaftsdepeschen geführt hätten. Mit dieser Aktion sollten die Sicherheitslücken von WikiLeaks entlarvt werden. Der Openleaks-Partner Freitag hatte als erstes Medium über das Leck berichtet. Die von Domscheit-Berg abgezweigten Dokumente blieben jedoch verschwunden. Angeblich hat er sie vernichtet.
Die weitere Geschichte verlief seltsam. Nachdem sich der Partner Foodwatch am 7. November 2011 von OpenLeaks distanziert hatte, wurde Domscheit-Berg im Februar 2012 in allen Ehren wieder in den CCC aufgenommen – Gegenspieler Andy Müller-Maguhn schied dagegen aus dem Vorstand aus. Heise Online am 6. Februar:
    „OpenLeaks-Gründer Daniel Domscheit-Berg ist wieder Mitglied des Chaos Computer Club (CCC). Das teilte der Verein im Anschluss an eine außerordentliche Mitgliederversammlung am Sonntag in Berlin mit. Domscheit-Berg war aufgrund eines einstimmigen Vorstandsbeschlusses während des Chaos Communication Camp im August 2011 ausgeschlossen worden. Seither war er nur Mitglied des eigenständigen lokalen Chaos Computer Clubs Berlin.
    Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung, die am Sonntag den Beschluss zur Wiederaufnahme Domscheit-Bergs fällte, wurde zudem ein neuer Vorstand gewählt. Ihm gehört das langjährige Vorstandsmitglied Andy Müller-Maguhn nicht mehr an, der seinerzeit zwischen WikiLeaks und OpenLeaks vermitteln wollte. Der auf dem Camp angekündigte Test der eigenständigen Whistleblower-Plattform OpenLeaks steht nach wie vor aus.“
Ende Februar 2012 interessierten sich dann offenbar die Piraten für das Phantomprojekt OpenLeaks:
    „Gäbe es bei Openleaks/Wikileaks einen echten Neuanfang, dann könnte es auch die Piraten wieder interessieren. Dafür müsste die Plattform weniger in der Diskussion wegen Querelen sondern wegen Inhalten sein. Wichtig ist, dass die Plattform unabhängig ist.“
Schließlich traten Daniel Domscheit-Berg und seine Frau Anke im Mai 2012 überraschend der Piratenpartei bei. Und wenn OpenLeaks nicht gestorben ist, dann lebt es wohl noch heute… "
http://www.carta.info/47455/openleaks-das-ewige-projekt/
Title: Julian Assange (Großbritannien darf Assange ausliefern)
Post by: Link on November 02, 2011, 02:03:01 PM
Chronologie: Assanges Kampf gegen Auslieferung
http://www.zeit.de/news/2011-11/02/kriminalitaet-chronologie-assanges-kampf-gegen-auslieferung-02143202/

Julian Assange loses extradition appeal – full judgment
http://www.guardian.co.uk/media/interactive/2011/nov/02/julian-assange-extradition-full-judgment

Julian Assange loses High Court appeal against extradition
November 2, 2011 by Adam Wagner
http://ukhumanrightsblog.com/2011/11/02/julian-assange-loses-high-court-appeal-against-extradition/

Gericht: Großbritannien darf Assange ausliefern (02.11.2011)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Gericht-Grossbritannien-darf-Assange-ausliefern-1370194.html

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Gericht-Grossbritannien-darf-Assange-ausliefern/forum-214815/list/

Quote
2. November 2011 11:46
Eine Nummer aus dem Tollhaus
MajorGriffon

Ansange wird der Vergewaltigung angeklagt, weil eine Sexualpartnerin
nachträglich ihr Einverständniss zu ungeschütztem GV zurück gezogen
hat...

Und wegen dieser Lachnummer von Anklage darf er nun in ein Land
ausgeliefert werden, das schon allein wegen der Tatsache, das
zunächst einvernehmlicher GV im Nachhinein zur Vergewaltigung
umdeklariert werden kann als unsicheres Drittland ohne
rechtsstaatliche Strukturen betrachtet werden muss.

...

Quote
2. November 2011 11:51
Re: Eine Nummer aus dem Tollhaus
LazyJones

MajorGriffon schrieb am 2. November 2011 11:46

> Und wegen dieser Lachnummer von Anklage
Es gibt ja keine Anklage.

Quote
2. November 2011 12:09
Re: Eine Nummer aus dem Tollhaus
deafdumbblind

Bartträger schrieb am 2. November 2011 12:06
> LazyJones schrieb am 2. November 2011 11:51
>
> > MajorGriffon schrieb am 2. November 2011 11:46
> >
> > > Und wegen dieser Lachnummer von Anklage
> >
> > Es gibt ja keine Anklage.
>
> ???
> Wenn's eh keine Anklage gibt, braucht's auch keine Vernehmung.

Die Vorführung nach Schweden ist offiziell nur eine Vorführung zur
Zeugenaussage. Es gibt imho - noch - keine Anklage gegen Assange.

Quote
2. November 2011 12:21
Re: Eine Nummer aus dem Tollhaus
Bartträger

deafdumbblind schrieb am 2. November 2011 12:09

> > > > Und wegen dieser Lachnummer von Anklage
> > >
> > > Es gibt ja keine Anklage.
> >
> > ???
> > Wenn's eh keine Anklage gibt, braucht's auch keine Vernehmung.
>
> Die Vorführung nach Schweden ist offiziell nur eine Vorführung zur
> Zeugenaussage. Es gibt imho - noch - keine Anklage gegen Assange.

Soweit ist die Sache klar. Internationaler Haftbefehl wegen einer
Vernehmung ist ja das verrückte. Die Kanonen werden in Schweden nur
aufgefahren, weil die USA sich angepisst fühlen. Das ganze ist kein
Dienst am Ansehen der Rechtsstaatlichkeit in Europa.

Quote
2. November 2011 12:27
Re: Eine Nummer aus dem Tollhaus
deafdumbblind

Natürlich nicht. Das ist eher ein Dienst am Hintern der USA.






Quote
2. November 2011 13:32
keine Anklage
64kByte

Kann es wirklich sein, dass die Anklage gegen Assange davon abhängt,
was er in Schweden aussagt?
Ansonsten hätte sie doch schon längst erhoben werden können, ganz
unabhängig ob Assange im Land ist und befragt werden kann oder nicht.
Er hätte sogar in Abwesenheit verurteilt werden können und damit nach
der Auslieferung direkt in den Knast wandern. Das kommt doch sonst
ständig vor.

Was, wenn Assange jetzt nach Schweden ausgeliefert wird und dann
einfach nichts sagt, oder nichts, was ihn irgendwie zusätzlich
belastet? Darf er dann nach 30 Minunten einfach wieder als freier
Mann das Gebäude verlassen und seiner Wege gehen und die ganze Sache
ist endgültig erledigt?

Dann würde ich aus dem Lachen nicht wieder heraus kommen. :-D

Klar hat sich auch Assange ausgesprochen unkooperativ verhalten und
das hat möglicherweise dazu beigetragen, dass auch die schwedische
Staatsanwaltschaft auf stur geschaltet hat. (Wobei das schon ziemlich
kindsch wäre, für eine Behörde.) Aber wie gesagt, dürfte die Arbeit
der Staatsanwaltschaft doch nicht nur von der Kooperation des
Hauptverdächtigen abhängen. Der hat doch sowieso ein
Aussageverweigerungsrecht. Anklage und sogar Urteil müssten also auch
so möglich sein.

Warum also dieses absurde Theater um eine Person, gegen die
offensichtlich nicht mal genug vorliegt, um überhaupt Anklage zu
erheben?

Das erinnert irgendwie stark an das Verhalten gegenüber Wikileaks
selbst. Auch da liegt überhaupt nichts vor. Wikileaks hat offenbar in
keinem Land der Welt irgendein Gesetz gebrochen. Es gibt jedenfalls
keine Anklage, geschweige denn ein rechtskräfftiges Urteil. Und doch
wird es wie eine verbrecherische Terrororganisation behandelt.
Z.B. stellen diverse Finanzunternehmen spontan die Zusammenarbeit mit
Wikileaks ein. Unternehmen, die keine moralischen Probleme damit
haben, sich z.B. um das Geld von Neonaziorganisationen oder
Rüstungskonzernen usw. zu kümmern.
Also kommen eigentlich weder juristische noch "moralische" Bedenken
für dieses Verhalten in Frage.

Was steck dann dahinter?

Man muss wirklich kein Verschwörungsspinner sein, um auf den Gedanken
zu kommen, dass hier eine unbequeme Organisation bzw. Person
systematisch mundtot gemacht werden soll, gegen den rechtsstaatlich
eigentlich herzlich wenig bis gar nichts vorliegt.


http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Gericht-Grossbritannien-darf-Assange-ausliefern/forum-214815/list/e-21009801/hs-16/


Title: Wikileaks / Manning-Prozess / Global Intelligence Files / etc.
Post by: Link on December 17, 2011, 10:37:38 AM
"People OK with murdering Assange"
Steve Gill (Right-wing Nashville radio host): "Folks like Julian Assange should be targeted as terrorists. They should be captured and kept in Guantanamo Bay, or killed. "
( http://www.peopleokwithmurderingassange.com/ | http://www.peopleokwithmurderingassange.com/the_list.html )

http://web.archive.org/web/20111011122351/http://www.peopleokwithmurderingassange.com/

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"WikiLeaks founder 'abandoned' by government" Dylan Welch (November 8, 2011)
http://www.theage.com.au/national/wikileaks-founder-abandoned-by-government-20111107-1n3wj.html

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"Geheimdienst des Volkes: WikiLeaks, journalistische Ethik und die Verantwortung der Medien" Thomas Barth (02.11.2011)
http://berlinergazette.de/wikileaks-journalistische-ethik/

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"Neues System zum Einreichen von Dokumenten fast fertig" Werner Pluta (28.11.2011)
In Assanges Heimatland Australien hat die Walkley Foundation die Verdienste von Wikileaks um den Journalismus gewürdigt: Die Stiftung hat Wikileaks mit dem Walkley Award für einen herausragenden Beitrag zum Journalismus ausgezeichnet. Der Walkley Award gilt als australisches Pendant zum Pulitzer-Preis. ...
http://www.golem.de/1111/88045.html


"EU-Parlamentarier setzen sich für Bradley Manning ein" Florian Rötzer (30.11.2011)
http://www.heise.de/tp/blogs/8/150930


"Wikileaks veröffentlicht wieder Dokumente" Werner Pluta  (2.12.2011)
Trotz Spendenembargos hat Wikileaks erneut Dokumente veröffentlicht: Die Spy Files geben Einblick in das Geschäft mit Überwachungstechnik.  ...
http://www.golem.de/1112/88165.html


"Julian Assange kann gegen seine Auslieferung vor den Supreme Court ziehen" (05.12.2011)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Julian-Assange-kann-gegen-seine-Auslieferung-vor-den-Supreme-Court-ziehen-1389893.html

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Recht und Gerechtigkeit im Manning-Prozess
USA | 16.12.2011 Von Andreas Noll
... Die Geschichte wird auf der Seite Mannings stehen, glaubt ein Whistleblower im Ruhestand: Daniel Ellsberg hatte 1971 die streng geheimen Pentagon-Papiere in der New York Times veröffentlicht – und später alle Gerichtsverfahren gewonnen. Das gleiche Schicksal wünscht Ellsberg auch Manning, den er einen "Helden" nennt.
http://www.dw-world.de/dw/article/0,,15608538,00.html

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Vorverfahren gegen mutmaßlichen Wikileaks-Informanten läuft (18.12.2011)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Vorverfahren-gegen-mutmasslichen-Wikileaks-Informanten-laeuft-1397560.html

Heuchlerisch: »Unterstützung des Feindes«
Heisasa (mehr als 1000 Beiträge seit 22.10.04)
http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Heuchlerisch-Unterstuetzung-des-Feindes/forum-218070/msg-21195172/read/

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Rückblick auf WikiLeaks
Zur letzten Anhörung von Julian Assange vor dem britischem Gerichtshof
Von Gerd R. Rueger
http://le-bohemien.net/2012/02/06/ruckblick-auf-wikileaks/

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The Global Intelligence Files: The New York Times, A Postscript
By Chris Spannos, March 1, 2012
http://www.nytexaminer.com/2012/03/the-global-intelligence-files-the-new-york-times-a-postscript/

The Global Intelligence Files - List of Releases
http://wikileaks.org/the-gifiles.html

http://www.gulli.com/news/18270-global-intelligence-files-stratfor-nimmt-stellung-2012-02-27

http://www.gulli.com/news/18279-global-intelligence-files-assange-in-den-usa-heimlich-angeklagt-2012-02-28

http://www.gulli.com/news/18312-global-intelligence-files-stratfor-wollte-mit-anti-leak-massnahmen-absahnen-2012-03-02

http://www.gulli.com/news/18358-global-intelligence-files-stratfor-ueber-wikileaks-teil-5-2012-03-08

http://www.gulli.com/news/18360-global-intelligence-files-stratfor-ueber-wikileaks-teil-6-2012-03-09

Global Intelligence Files: Stratfor über WikiLeaks (Teil 7)
http://www.gulli.com/news/18368-global-intelligence-files-stratfor-ueber-wikileaks-teil-7-2012-03-10

Global Intelligence Files Gibt es eine geheime US-Anklage gegen Julian Assange? (29.2.2012)
http://www.golem.de/news/global-intelligence-files-gibt-es-eine-geheime-us-anklage-gegen-julian-assange-1202-90155.html

http://www.golem.de/news/stratfor-wikileaks-veroeffentlicht-mails-von-us-sicherheitsunternehmen-1202-90055.html

Wikileaks entblößt die "Schatten-CIA" Stratfor
Wirtschaft & Firmen, 27.02.2012
http://winfuture.de/news,68333.html

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Followed and Surveilled by Global Intelligence Company Stratfor
Luke Rudkowski got a chance to speak with Andy Bichlbaum, 1/2 of the Yes Men, at a press conference for hacktivist Jeremy Hammond. Andy is an artist, activist, film maker, and the co-creator of the infamous Yes Men. The December 2011 hack of Stratfor reveled that Andy was being followed and surveilled by Stratfor at the request of Dow Chemical for his work with the Yes Men to support the victims of the 1984 Bhopal gas disaster.
To find out more about the Yes Men, check out their site here http://theyesmen.org
https://www.youtube.com/watch?v=Z_kFOpESRHg&feature=youtu.be

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Assange will Senator in Australien werden (17.03.2012)
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,821963,00.html

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WikiLeaks: "Finanzblockade" dauert seit 500 Tagen an
http://www.gulli.com/news/18597-wikileaks-finanzblockade-dauert-seit-500-tagen-an-2012-04-18

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Australian 'No Fly List' mystery after Assange Lawyer Apprehended
Supporters of Wikileaks and Julian Assange sought to challenge Attorney General Nicola Roxon at the Commonwealth Lawyers' Association's Regional Law Conference after Australian lawyer, Jennifer Robinson was briefly apprehended at Heathrow Airport.
http://www.demotix.com/news/1165433/australian-no-fly-list-mystery-after-assange-lawyer-apprehended

2012-04-21 #WikiLeaks news update: WikiLeaks lawyer on "inhibited" list
http://wlcentral.org/node/2558

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Supreme Court: Julian Assange kann ausgeliefert werden (30.05.2012)
Der Supreme Court, das höchste britische Gericht, hat geurteilt, dass der schwedische Haftbefehl gegen Julian Assange von einer autorisierten Behörde ausgestellt wurde und er demnach an Schweden ausgliefert werden muss. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Supreme-Court-Julian-Assange-kann-ausgeliefert-werden-1586317.html

https://netzpolitik.org/2012/julian-assange-wird-nach-schweden-ausgeliefert/

http://www.gulli.com/news/18924-julian-assange-supreme-court-erklaert-auslieferung-fuer-rechtmaessig-2012-05-30

http://www.theintelligence.de/index.php/politik/international-int/4469-free-assange-freunde-von-wikileaks-rufen-zur-demo-in-frankfurt-auf.html

Assange scheitert mit Berufung gegen Auslieferungsurteil (14.06.2012)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Assange-scheitert-mit-Berufung-gegen-Auslieferungsurteil-1618230.html
Title: Julian Assange / Wikileaks
Post by: Link on June 20, 2012, 02:12:42 PM
"Julian Assange TV über Cypherpunks" Markus Beckedahl (05.06.2012)
Julian Assange hat ja seit einigen Wochen sein eigenes TV-Format bei einem russischem Sender. In der aktuellen Sendung waren Andy Müller-Maguhn, Jeremie Zimmermann und Jacob Appelbaum zu Gast und die vier haben sich über Cypherpunks unterhalten.
http://netzpolitik.org/2012/julian-assange-tv-uber-cypherpunks/ | http://youtu.be/XRkDUmT_I_w


Cypherpunks (gebildet aus Cipher und Punk) bezeichnet eine Gruppe von technisch versierten Menschen, die sich für die weitere Verbreitung des Datenschutzes in der EDV einsetzen. ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Cypherpunk


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"Botschaftsflüchtling Assange Ausgerechnet Ecuador" Judith Horchert, Konrad Lischka und Ole Reißmann (20.06.2012)
WikiLeaks-Gründer Assange ist in die ecuadorianische Botschaft in London geflohen und hat um Asyl gebeten - ein verblüffendes, riskantes Manöver. Ecuador ist alles andere als ein Hort der Menschenrechte. Wird Assanges Antrag abgelehnt, droht ihm die sofortige Verhaftung in Großbritannien. ...
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/julian-assange-fliegt-in-botschaft-alles-auf-ecuador-a-839906.html


2012-06-19 Live Blog: Assange requests political asylum from Ecuador
http://wlcentral.org/node/2663


"Die Polizei droht dem Wikileaks-Gründer mit Festnahme" (06/2012)
http://www.nzz.ch/aktuell/international/scotland-yard-droht-dem-wikileaks-gruender-mit-festnahme-1.17257864

"Ecuador berücksichtigt mögliche Todesstrafe für Assange" (21.06.2012)
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-06/assange-flucht-ecuador-asyl


"Julian Assange: The Price of Being a Western Dissident" Wei Ling Chua (June 15th, 2012)
Julian Assange is doing humanity a favour by exposing through the US Embassy Cables that “Oil motivates U.S. policy more than fighting terrorists” and that the killing and torturing of tens of thousands of civilians by the US and NATO forces in Iraq and Afghanistan through the Iraq War Logs and Afghanistan War Logs is evidence of war crimes.
However, to Assange’s dismay, as a western dissident, he does not enjoy the soft-power of being a Chinese dissident. The “free” world politicians fail to acknowledge the nobility of his work in exposing human rights violations and war crimes committed by NATO and the US. President Obama described his act as a “deplorable documents dump”; former House Speaker, Newt Gingrich believed that he should be “ treated as an enemy combatant”; Senate GOP Leader Mitch McConnell called him a “high-tech terrorist”; while Sarah Palin wanted him to be “hunted down like al-Qaeda.” Other politicians including some mainstream media “pundits openly call for his death.”...

http://dissidentvoice.org/2012/06/julian-assange-the-price-of-being-a-western-dissident/

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The Julian Assange Show
http://assange.rt.com/

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"Assange bleibt vorerst in ecuadorianischer Botschaft" Jörg Thoma (25.6.2012)
Julian Assange verharrt weiterhin in der ecuadorianischen Botschaft. Er sei bereit, sich der Befragung der schwedischen Behörden zu stellen, wenn er die Garantie erhält, nicht an die USA ausgeliefert zu werden.
Die Regierung Ecuadors will insbesondere prüfen, ob die USA planen, Assange dort wegen Spionage, Geheimnisverrat und Aufruhr vor Gericht zu stellen und ihm bei einer Verurteilung die Todesstrafe droht. Assange beharrt darauf, dass die schwedische Anklage ein Vorwand sei, ihn von dort in die USA auszuliefern. In den USA soll bereits eine geheime Grand Jury über den Fall Assange beraten.
Laut Assange liege in den USA ein inzwischen über 48.000-seitiger Untersuchungsbericht des FBI vor, der von einer Grand Jury geprüft wird. Das sei während des Prozesses gegen Bradley Manning bekanntgeworden. In den USA ist die Veröffentlichung von weitergegebenen Geheimnissen nicht strafbar, allerdings kann Assange wegen Anstiftung zum Geheimnisverrat belangt werden.
Der Franzose Jeremy Zimmerman von der Organisation Quadratur du Net bestätigte das Interesse des FBI an Assange. Er sei auf dem Weg aus den USA nach Frankreich von Beamten des FBI mitgenommen und über mehrere Stunden unter anderem zu dem Wikileaks-Gründer verhört worden, schreibt er.
Ob die Regierung in Quito überhaupt bereit ist, Assange politisches Asyl zu gewähren, bleibt ebenfalls fraglich. Denn außer einem schlechten Verhältnis zu den USA verbindet beide wenig. Die Organisation Human Rights Watch hat Ecuador mehrfach Repressalien gegen Journalisten und die freie Meinungsäußerung im Land vorgeworfen. Assange antwortete in einem Interview mit dem australischen Sender ABC auf den Vorwurf, Human Rights Watch habe seinen Sitz in New York und Ecuador stehe ja im Clinch mit den USA. Er sei aber lieber in Ecuador als hinter Gittern, sagte Assange.
http://www.golem.de/news/wikileaks-assange-bleibt-vorerst-in-ecuadorianischer-botschaft-1206-92727.html

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"Die USA wollen Rache an Wikileaks" Werner Pluta (5.7.2012)
Die isländische Politikerin Birgitta Jónsdóttir fordert Schweden auf, zu garantieren, Wikileaks-Gründer Julian Assange nicht in die USA auszuliefern. Sie bezichtigt die USA, Rache an Wikileaks üben zu wollen. Ihre Regierung habe ihr geraten, nicht in das Land zu reisen. Julian Assange fürchtet sich zu Recht davor, in die USA ausgeliefert und dort vor Gericht gestellt zu werden. "Es gibt keinen Zweifel, dass die USA sich an Wikileaks rächen wollen", schreibt die isländische Abgeordnete Birgitta Jónsdóttir in einem Gastbeitrag in der britischen Tageszeitung The Guardian. Der Wikileaks-Gründer, der Zuflucht in der ecuadorianischen Botschaft in London gesucht hat, habe "allen Grund zu fürchten, an die USA ausgeliefert zu werden, sei es von Großbritannien, Schweden oder irgendeinem anderen Land, das ihm keine Garantie vor einer Auslieferung geben kann oder will." ... Abschließend forderte Jónsdóttir Schweden auf, eine Nichtauslieferungsgarantie für Assange abzugeben. Das sei "die bestmögliche Lösung in der gegenwärtigen Situation", erklärte sie.
http://www.golem.de/news/birgitta-j-nsd-ttir-die-usa-wollen-rache-an-wikileaks-1207-92995.html
Title: Wikileaks...
Post by: Link on July 05, 2012, 03:14:22 PM
WikiLeaks veröffentlicht E-Mails von Syriens Machtelite (05.07.2012)
Die Plattform WikiLeaks hat eine neue Enthüllungsaktion gestartet: Die Netzaktivisten wollen insgesamt zwei Millionen E-Mails von syrischen Politikern veröffentlichen. Die Dokumente seien "verfänglich für das Regime, aber ebenso verfänglich für die Oppositionellen außerhalb Syriens". ... Die Aktivisten machten am Donnerstag die ersten von mehr als zwei Millionen E-Mails syrischer Politiker und anderer Persönlichkeiten sowie von Ministerien und Unternehmen des Landes öffentlich. Dies erklärte Wikileaks-Sprecherin Sarah Harrison bei einer Pressekonferenz in London. Die Korrespondenzen stammten aus den Jahren 2006 bis 2012. Die E-Mails seien "verfänglich für Syrien, aber ebenso verfänglich für die Oppositionellen außerhalb Syriens", erklärte Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange, der sich Mitte Juni vor einer drohenden Auslieferung an Schweden in die Botschaft Ecuadors in London geflüchtet hatte. Genauere Angaben zum Inhalt der E-Mails machten der 41-Jährige und Sprecherin Harrison jedoch nicht.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/wikileaks-will-zwei-millionen-syrische-e-mails-veroeffentlichen-a-842796.html

http://www.golem.de/news/syria-files-wikileaks-veroeffentlicht-2-4-millionen-e-mails-aus-syrien-1207-92991.html


http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-veroeffentlicht-syrische-Regierungskommunikation-1632792.html

http://www.zeit.de/digital/2012-07/wikileaks-syrien-dateien

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Etappensieg für Wikileaks gegen "Finanzblockade" (13.07.2012)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Etappensieg-fuer-Wikileaks-gegen-Finanzblockade-1641009.html

http://www.sueddeutsche.de/digital/kontensperrung-durch-mastercard-und-visa-wikileaks-darf-wieder-spenden-kassieren-1.1412406

http://www.rt.com/news/wikileaks-visa-court-case-040/

Title: Julian Assange / Wikileaks
Post by: Link on July 26, 2012, 12:13:14 AM
Anwalt Garzón soll es für Assange richten (25.07.2012)
Der ehemalige spanische Richter Baltasar Garzón soll das Team der Juristen anführen, die Julian Assange und Wikileaks vertreten. Dies gaben Wikileaks und Garzón in einer gemeinsamen Erklärung bekannt, die aus der Londoner Botschaft von Ecuador verschickt wurde. Assange hält sich seit mehr als einem Monat in der Botschaft auf, nachdem er in Ecuador um politisches Asyl gebeten hatte. Über sein Ersuchen hat Ecuador noch nicht entschieden.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Anwalt-Garzon-soll-es-fuer-Assange-richten-1652223.html


http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Garzon-oder-von-grossen-und-kleinen-Lichtern/forum-233916/msg-22171395/read/

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Re-Garzon-oder-von-grossen-und-kleinen-Lichtern/forum-233916/msg-22172226/read/

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Re-Garzon-oder-von-grossen-und-kleinen-Lichtern/forum-233916/msg-22173743/read/


http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/baltasar-garzon-vertritt-julian-assange-a-846359.html

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/wikileaks-gruender-assange-laesst-sich-von-spanischem-anwalt-garzon-vertreten-11831466.html

-.-

Julian Assange: Schweden lehnt Befragung in der Botschaft ab
Annika Kremer am Dienstag, 31.07.2012 13:43 Uhr
Schweden hat offenbar ein Angebot Ecuadors, WikiLeaks-Chef Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen zu befragen, abgelehnt. Das gab WikiLeaks am heutigen Dienstag auf Twitter bekannt. Einzelheiten sind bislang noch nicht bekannt.
Assange ist in Schweden keiner Straftat angeklagt. Die schwedischen Behörden, die sich seit dem Dezember 2010 um eine Auslieferung des gebürtigen Australiers bemühen, betonen, sie wollten Assange lediglich zu den ihm vorgeworfenen Sexualdelikten befragen.
Sprecher der ecuadorianischen Botschaft, in die sich Assange im Juni flüchtete, hatten öffentlich angedeutet, dass sie vor allem eine Auslieferung Assanges an die USA verhindern wollen (gulli:News berichtete). Ecuador bot Schweden daher an, Assange in der Botschaft zu den erhobenen Vorwürfen zu befragen.
Nachdem sich Schweden mit der Antwort auf dieses Angebot zunächst Zeit ließ, haben sich die dortigen Autoritäten nun offenbar entschieden, das Angebot Ecuadors nicht wahrzunehmen. Das jedenfalls gab WikiLeaks über den Microblogging-Dienst Twitter bekannt. Die Begründung für diesen Schritt ist bislang unbekannt. Ebenso ist noch nichts darüber bekannt, wie sich diese Entwicklung auf die weiteren Verhandlungen über Assanges Verbleib auswirken wird.
Für viele WikiLeaks- und Assange-Unterstützer dürfte diese Entscheidung ein Beleg dafür sein, dass es Schweden weniger um eine Anklage Assanges wegen der ihm zur Last gelegten Sexualverbrechen geht als vielmehr darum, seiner habhaft zu werden. Dies könnte Befürchtungen, dass Schweden Assange an die USA ausliefern will, neue Nahrung geben.
http://www.gulli.com/news/19412-julian-assange-schweden-lehnt-befragung-in-der-botschaft-ab-2012-07-31

http://www.n-tv.de/politik/Ecuador-schuetzt-Assange-article6852896.html

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Wikileaks nach Trapwire-Veröffentlichung unter DDoS-Beschuss (11.08.2012)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-nach-Trapwire-Veroeffentlichung-unter-DDoS-Beschuss-1665625.html

AntiLeaks: Große DDoS-Attacke gegen WikiLeaks (09.08.12)
http://futurezone.at/netzpolitik/10607-antileaks-grosse-ddos-attacke-gegen-wikileaks.php

Stratfor emails reveal secret, widespread TrapWire surveillance system
Published: 10 August, 2012, 11:23
Edited: 11 August, 2012, 01:35
http://rt.com/usa/news/stratfor-trapwire-abraxas-wikileaks-313/

Title: [London droht wegen Assange mit Stürmung der Botschaft Ecuadors... ]
Post by: Link on August 16, 2012, 09:44:06 AM
"Der Fall Assange „Britische Regierung droht mit Eindringen in Botschaft“"
 16.08.2012 ·  Ecuadors Außenminister Patiño beschuldigt die britische Regierung, mit einem Eindringen in die diplomatische Vertretung seines Landes in London gedroht zu haben. Dort hält sich seit Wochen Wikileaks-Gründer Julian Assange auf. Heute will Quito über dessen Asylantrag entscheiden.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/der-fall-assange-britische-regierung-droht-mit-eindringen-in-botschaft-11857656.html



"Großbritannien besteht auf Auslieferung von Julian Assange" (16.08.2012)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Grossbritannien-besteht-auf-Auslieferung-von-Julian-Assange-1668175.html

Quote
Hinz & Kunz, 16. August 2012 09:02
Und da gibt es immer noch Leute die glauben, es ginge um eine Vergewaltigungsvorwurf
Ja klar, dafür stürmt man dann mal eben die Botschaft eines fremden
Landes.

hinz & kunz

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Und-da-gibt-es-immer-noch-Leute-die-glauben-es-ginge-um-eine-Vergewaltigungs/forum-235501/msg-22278390/read/


Quote
J.Reuther, 16. August 2012 09:31
Re: Und da gibt es immer noch Leute die glauben, es ginge um eine Vergewaltigung

... Der Vorgang ist jedenfalls Wasser auf die
Mühlen der Verschwörungstheoretiker.

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Re-Und-da-gibt-es-immer-noch-Leute-die-glauben-es-ginge-um-eine-Vergewaltigung/forum-235501/msg-22278558/read/



"London droht wegen Assange mit Stürmung der Botschaft Ecuadors" (16.08.2012)
http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-08/assange-asyl-ecuador-2


"Britische Polizei marschiert vor Ecuadors Botschaft auf" (16.08.2012)
http://www.spiegel.de/politik/ausland/assange-asylantrag-britische-polizei-vor-ecuadors-botschaft-in-london-a-850311.html


"Julian Assange can be arrested in embassy, UK warns Ecuador" (16 August 2012)
http://www.guardian.co.uk/media/2012/aug/16/julian-assange-ecuador-embassy-asylum

-.-

16.08.2012
http://www.spiegel.de/politik/ausland/ecuador-will-wikileaks-gruender-julian-assange-asyl-gewaehren-a-850404.html

16.08.2012
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Trotz-Asyl-Grossbritannien-besteht-auf-Auslieferung-von-Assange-1668743.html

-.-


Julian Assange asylum: Ecuador is right to stand up to the US
The United States would paint itself as a promoter of human rights, but any right to make that claim is long gone
Mark Weisbrot, guardian.co.uk, Thursday 16 August 2012 14.03 BST   
http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2012/aug/16/julian-assange-asylum-ecuador

Briten lassen ihn nicht raus (17.08.2012)
http://www.taz.de/Assange-in-Ecuadors-Botschaft/!99826/

Julian Assange: Stress im Asyl (17.08.2012)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Julian-Assange-Stress-im-Asyl-1669131.html

-.-

"Assange spaltet Amerika" (18.08.2012)
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/wikileaks-gruender-assange-spaltet-amerika-11860098.html

Quote
Steffen Höhn (Peggotty) - 18.08.2012 14:32 Uhr

Politthriller ohne gleichen

Wenn ich´s nicht besser wüsste, würde ich meinen, diese Story kann nur aus der Feder eines berühmten Drehbuchautors sein.
Da klaut ein kleiner Soldat geheime Informationen, gibt sie an Wikileaks weiter, die sie veröffentlichen. So die erste viertel Stunde des Blockbusters. Was dann geschieht, beschreibt die hohe Kunst der Geheimdienste, um den Chef von Wikileaks dingfest zu machen. Der versucht sich mit allen Mitteln aus diesem Würgegriff zu befreien. Schon allein die Anklage in Schweden wg versuchter Vergewaltigung müffelt bös nach inszeniert, gerade weil dort die Grenzen zu solch einer Anklage sehr niedrig sind. Außerdem ist Schweden eventuell gewillt Assange auszuliefern- wie praktisch. Die eventuelle Erwartung d. Todesstrafe bei Anklage wegen Hochverrat, gibt dem Skript eine wirklich spannungsvolle Note, nachdem ein südamerikanes Land ins Spiel kommt. Herrlich! Würde mich nicht wundern, könnten wir das ganze so etwa 2014 im Kino bestaunen.


Quote
Jan Frisch (Bunraku...) - 18.08.2012 14:42 Uhr

Ein Vergleich der Rechtsstaatlichkeit...

zwischen den ehemaligen Erzfeinden USA und Russland zeigt, dass sie auf dem niedrigsten, gemeinsamen Nenner angekommen sind. Dort, wird ein Mann seit 800 Tagen ohne Prozess inhaftiert (und nebenbei bemerkt auch mit Schlafentzug u.ä. gefoltert), dort wird ein paar schrillen Mädels der Prozess gemacht und sie kommen für 2 Jahre hinter Gitter.
Äh...welche der beiden einstigen Supermächte war es doch gleich, die die moralische Lampe stets in der Welt hochhielt?


Quote
Dieter Zorn (Dozoern) - 18.08.2012 14:48 Uhr

Scharade

Was für eine Scharade! Herr Assange soll zwei Schwedinen vergewaltigt haben (oder doch nur genötigt?) mit denen er einvernehmlichen Sex hatte. Und die sich nach mehreren Tagen überegten, dass sie das in einem Fall nicht ohne Kondome haben wollten. Es gibt ja noch keine Anklage, sondern es geht nur um eine Anhörung, wozu die Staatsanwältin aber nicht nach London kommen will. Überhaupt sahen zwei Staatsanwälte keinen hinreichenden Verdacht. Erst die dritte, regierungsnahe Oberstaatsanwältin, sah einen solche Verdacht. Dennoch wird Herr Assange insbesondere von amerikanischer Seite bereits als "Krimineller" bezeichnet! Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Nein, das ist gaaanz anders als Pussy Riot und nein, hier versucht kein Imperium einen Aufklärer mundtot zu machen. Imperien und Geheimdienste wollen nur spielen!


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US-Regierung arbeitet angeblich weiter an Auslieferungsantrag für Assange
... Nach den Depeschen gehen australische Diplomaten davon aus, dass vermutlich bereits eine Grand Jury einberufen worden sei, um den WikiLeaks-Fall zu behandeln. Die Anklage gegen Assange könne u.a. auf Spionage, Verschwörung, illegalen Zugang zu geheimen Informationen und Computerbetrug ausgerichtet sein. Die Diplomaten gehen davon aus, dass die Anklage alles vermeiden wird, was einen Konflikt mit der Meinungsfreiheit im Ersten Zusatzartikel zur Verfassung heraufbeschwören könnte. Die Depeschen wurden vor der Herausgabe allerdings nach Angaben der Zeitung vielfach eingeschwärzt, zudem wurden die Antworten des US-Diplomaten, inklusive der Dokumente zu dem Verfahren gegen Bradley Manning, nicht weiter gegeben, weil dies die internationalen Beziehungen beschädigen könnte. Botschaftsangehörige haben alle Anhörungen von Manning verfolgt, die australischen Diplomaten gehen von vielen Verbindungen zwischen Manning und WikiLeaks aus, die auf eine Verschwörung hinauslaufen könnten. ... Florian Rötzer 18.08.2012
http://www.heise.de/tp/artikel/37/37461/1.html

Quote
Chrysophylax, 18. August 2012 18:06
"Assange wird für immer Katzenfutter fressen"

<< "Wir verfügen über eine versiegelte Anklageschrift gegen Assange",
heißt es dem Bericht zufolge in der E-Mail an den Stratfor-Vertreter
vom 26. Jänner 2011. Dieser wird darin aufgefordert, die Information
vertraulich zu behandeln. Zusätzlich finden sich darin geschmacklose
Beschimpfungen, wie "im Gefängnis wird Assange eine gute Braut sein.
F*** den Terroristen. Er wird für immer Katzenfutter fressen."
Wikileaks hatte am Montag begonnen, mehr als fünf Millionen
vertrauliche E-Mails von Stratfor zu veröffentlichen. Der "Sydney
Morning Herald" ist einer der Medienpartner der Enthüllungsplattform,
von denen die Datensätze ausgewertet werden. >>

> http://derstandard.at/1330390002884/Drohungen-Assange-wird-fuer-immer-Katzenfutter-fressen (http://derstandard.at/1330390002884/Drohungen-Assange-wird-fuer-immer-Katzenfutter-fressen) [1. März 2012, 11:42]

...

Title: Julian Assange / Wikileaks
Post by: Link on August 19, 2012, 08:24:34 PM
Julian Assange: USA müssen sich entscheiden (19.08.2012)
In einer Rede vom Balkon der ecuadorianischen Botschaft in London hat der Wikileaks-Gründer Julian Assange all seinen Unterstützern gedankt und besonders die südamerikanischen Staaten gelobt, die das von Ecuador gewährte Asyl unterstützen. Direkt an US-Präsident Obama gewandt, forderte Assange die USA auf, die "Hexenjagd auf Wikileaks" einzustellen und den mutmaßlichen Whistleblower Bradley Manning freizulassen. In seiner sehr staatsmännisch und emotional gehaltenen Rede stellte Assange den Kampf von Wikileaks in eine Reihe mit allen Repressionen, die die Meinungsfreiheit in der ganzen Welt bedrohen. So erwähnte er die Verurteilung der russischen Band Pussy Riot ebenso wie die Gefängnisstrafe des Bloggers Nabeel Rajab. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Julian-Assange-USA-muessen-sich-entscheiden-1670139.html

Quote
jondo, 19. August 2012 17:46

Assange ist in der Rede stark auf Bradley Manning eingegangen!
Leider geht der Heise Bericht darauf mit keinem Wort ein.

Assanges Rede hatte die folgenden 3 Hauptpunkte:

- Dank an Wikileaks, und Unterstützer (auch Staaten).

- Unterdrückung der Redefreiheit, und Aufforderung, dies weltweit zu
beenden.

- Bradley Manning muß endlich freigelassen werden.

...

Da es immer noch einige Leute gibt, die sagen "Assange ist ein
Feigling, und soll sich der Justiz stellen" (und die die Drohung der
Briten zur Botschaftsstürmung kleinreden oder relativieren wollen),
hier die volle Begründungsrede Ecuadors für das Asyl. ...

[ http://www.youtube.com/watch?v=xod1PqLvaE4 (http://www.youtube.com/watch?v=xod1PqLvaE4) ]

http://www.youtube.com/watch?v=KU2gDGY43Zg (http://www.youtube.com/watch?v=KU2gDGY43Zg)

Und schließlich noch eine gute Dokumentation über die Hintergründe
und Zeitachse der Schweden-Vorwürfe gegen Assange. Alle relevanten
Parteien werden direkt interviewed...

Sex, Lies and Julian Assange (Four Corners)
Full episode of ABC Four Corners "Sex, Lies and Julian Assange".
https://www.youtube.com/watch?v=yu4WCskniEc (https://www.youtube.com/watch?v=yu4WCskniEc)

http://www.abc.net.au/4corners/stories/2012/07/19/3549280.htm


http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Assange-ist-in-der-Rede-stark-auf-Bradley-Manning-eingegangen/forum-235757/msg-22294870/read/

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Eight BIG PROBLEMS with the “case” against Assange
Something Rotten in the State of Sweden: 8 Big Problems with the ‘Case’ Against Assange
by Naomi Wolf
http://markcrispinmiller.com/2011/02/eight-big-problems-with-the-case-against-assange-must-read-by-naomi-wolf/

Title: Julian Assange / Wikileaks
Post by: Link on August 21, 2012, 10:11:15 AM
The New Statesman must correct its error over Assange and extradition
The claim that Swedish courts, not government, have final say on extradition is a crucial mistake that distorts the Assange case
Glenn Greenwald, guardian.co.uk, Friday 24 August 2012
http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2012/aug/24/new-statesman-error-assange-swedish-extradition



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Schweden: Keine Auslieferung Assanges, wenn Todesstrafe droht (21.08.2012)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Schweden-Keine-Auslieferung-Assanges-wenn-Todesstrafe-droht-1670809.html

Schweden schließt Assange-Auslieferung bei Gefahr der Hinrichtung aus (21.08.2012)
http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-08/assange-schweden-auslieferung

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Quote
21. August 2012 16:05
Die Schweden spielen falsch - eine Chronologie
respicefinem (mehr als 1000 Beiträge seit 02.09.03)

1) Beide Frauen haben niemals behauptet, vergewaltigt worden zu sein.
Als sie erfuhren, dass Assange mit beiden geschlafen hat, wollten sie
herausfinden, ob sie ihn zu einem HIV-Test zwingen können. Obwohl das
Verhalten beider Frauen nach dem Sex den Vorwurf sexueller Nötigung
nahezu absurd erscheinen lässt, bestimmt die Staatsanwaltschaft
eigenmächtig, was passiert sein soll. Eine der Frauen ist darüber so
empört, dass sie ihre Befragung abbricht und das Vernehmungsprotokoll
nicht unterzeichnet.

2) Die Staatsanwaltschaft steckt einem Boulevardblatt, was angeblich
passiert ist. Binnen Stunden wird der Name von Assange bei Google
etc. weltweit mit Vergewaltigung assoziiert.

3) Assange stellt sich einer Befragung (Protokoll online). Offene
Fragen sehe ich da keine mehr.

4) Die Oberstaatsanwältin Eva Finné lässt das Verfahren einstellen,
weil sie keine Anhaltspunkte für eine Straftat sieht.

5) Assange ist noch mehrere Tage im Land, fragt mehrmals nach, ob er
das Land verlassen kann. Er bekommt das OK von der
Staatsanwaltschaft.

6) Kaum ist Assange in England, nimmt eine andere, mit dem Fall
überhaupt nicht befasste Staatsanwältin, Marianne Ny, das Verfahren
wieder auf. Ny ist für etwas unorthodoxe Ansichten bekannt, was
einvernehmlichen Sex betrifft, um es mal milde zu formulieren. Hier
wäre es interessant, ob es nur um feministischen Eifer geht, oder ob
da im Hintergrund Fäden gezogen werden.

7) Assange wird zur sofortigen Rückkehr nach Schweden aufgefordert,
um sich einer weiteren "Befragung" zu stellen. Notabene: Es gibt
keinerlei neue Erkenntnisse. Jede andere, völlig übliche
Befragungsmethode, lehnt Schweden konsequent ab. Eine Anklage kriegen
sie aber auch in zwei Jahren nicht hin. Dabei könnten sie Assanges
Verhalten einfach als Aussageverweigerung werten, zu der er ohnehin
berechtigt ist. Aber auch trotz Aussageverweigerung lässt sich
offenbar keine Anklage hinbiegen.

8) Binnen kürzester Zeit wird wegen dieser "Befragung" ein
Europäischer Haftbefehl ausgestellt, gleichzeitig ein Red Alert bei
Europol, der ansonsten eher für Massenmörder verwendet wird.

Spätestens ab jetzt riecht die Sache strenger als ein Surströmming.

Die Versicherung, dass man schon nicht umgebracht werde, klingt
wirklich zynisch.

All das ist eine Demonstration der Mächtigen. Es geht um
Einschüchterung Unbequemer. Dumm, dass Ecuador den Spielverderber
macht.

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Die-Schweden-spielen-falsch-eine-Chronologie/forum-235851/msg-22305713/read/

Quote
21. August 2012 17:06
Re: Die Schweden spielen falsch - eine Chronologie (Editiert vom Verfasser am 21.08.12 um 17:07)
MS-Guru (8 Beiträge seit 29.10.05)

Quelle zu Punkt 5?

Quote
21. August 2012 17:37
Re: Die Schweden spielen falsch - eine Chronologie
RestInPeace (453 Beiträge seit 04.08.10)

Zu Punkt5)
> Eine der Ungereimtheiten im Fall Assange ist,
> dass sich der Wikileaks-Gründer nach der Anklageerhebung
> freiwillig mehrere Wochen in Schweden aufgehalten hatte,
> um sich einem Verhör zu stellen.
> Nach Informationen von «Zeit online» verzichtete
> Staatsanwältin Ny auf die Durchführung eines Verhörs,
> und auf die persönliche Anfrage von Assange erlaubte
> sie ihm sogar die Ausreise. Erst als Wikileaks mit
> der Veröffentlichung von US-Depeschen begann, erwirkte
> die schwedische Justiz einen internationalen Haftbefehl
>
Der Link dazu:
http://www.bernerzeitung.ch/ausland/europa/Die-Frau-die-Julian-Assange-zur-Strecke-bringen-will/story/26320490 (http://www.bernerzeitung.ch/ausland/europa/Die-Frau-die-Julian-Assange-zur-Strecke-bringen-will/story/26320490) [09.12.2010]



Quote
22. August 2012 00:17
Re: Die Schweden spielen falsch - eine Chronologie
Graf Porno von Geilsberg,

Die Reihenfolge stimmt nicht ganz.
Ny hat das Verfahren an sich gezogen, als Assange noch in Schweden
war.
Ny hat Assange ausdrücklich die Ausreise gestattet.
Assange hat eine Aufenthaltserlaubnis beantragt, welche ohne
Begründung abgelehnt wurde. Daraufhin verließ er das Land. Was sollte
auch noch dort?

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Re-Die-Schweden-spielen-falsch-eine-Chronologie/forum-235851/msg-22307981/read/




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"Causa Assange: Ecuador sucht Dialog mit Großbritannien" (22.08.2012)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Causa-Assange-Ecuador-sucht-Dialog-mit-Grossbritannien-1672174.html

Quote
22. August 2012 09:02
Verdächtigt, vergewaltigt zu haben? Unsinn!
ironjuggernaut

Lieber Jürgen Kuri,

einfach mal beim Kollegen Burks nachschauen.
Man muss nicht immer mit ihm einer Meinung sein, aber...

http://www.burks.de/burksblog/2012/08/21/schwedischer-assange-sex

Quote

Nordic News Net [http://nnn.se/nordic/assange/protocol.htm (http://nnn.se/nordic/assange/protocol.htm)] hat die Polizei-Interviews zusammengefasst (Englischund Schwedisch):

• The sexual encounters between Julian Assange and the two women
involved were entirely consensual.

• At no time did either woman tell Assange to stop or otherwise
express disapproval of the sexual acts in which they participated.

• Both women told friends that their purpose in visiting the police
was not to accuse Assange of any crime, but to seek assistance in
compelling him to be tested for HIV.

• Upon hearing that a warrant had been issued for the arrest of
Assange, the woman who was being interviewed by the police became so
distraught that was unable to continue and departed without endorsing
the written account. She later told a friend that she felt “run over
by the police and others”.

• The other woman involved has given contradictory accounts of her
relationship with Assange.

• The police officer who conducted the initial interview was ordered
by a superior to alter the written record and was taken off the case.

Noch Fragen?


http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Verdaechtigt-vergewaltigt-zu-haben-Unsinn/forum-235945/msg-22308574/read/



-.-

Assange: Ecuador und Großbritannien wollen wieder reden (25.08.2012)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Assange-Ecuador-und-Grossbritannien-wollen-wieder-reden-1675034.html

http://futurezone.at/netzpolitik/10910-london-sichert-ecuadors-botschaft-immunitaet-zu.php

-.-

Panne um Geheimoperation Polizist gibt Verhaftungsplan für Assange preis (25.08.2012)
http://www.spiegel.de/politik/ausland/polizist-gibt-versehentlich-geheimen-verhaftungsplan-fuer-assange-preis-a-852019.html

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Der Gefangene des Zwischenreichs
Was ist im Fall Assange eigentlich der Fall? Seine Person? Seine Taten in Schweden? Oder verweist das Drama auf die größere, verdrängte Schuld derer, die den Irakkrieg begonnen haben?
Von Nils Minkmar (08.09.2012)
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/julian-assange-der-gefangene-des-zwischenreichs-11882609.html

Title: Julian Assange / Wikileaks
Post by: Link on August 28, 2012, 09:11:42 AM
Prick Explosion (2012/08/23)
Zur Erklärung der unterschiedlichen Reaktionen auf Pussy Riot und Assange/Manning
von Robert Defcon
http://digitaleverwerfung.spex.de/2012/08/23/prick-explosion/



Mit zweierlei Maß - Zum medialen Umgang mit Pussy Riot und Assange
Von Sebastian Müller (19. August 2012)
http://le-bohemien.net/2012/08/19/mit-zweierlei-mas/


Julian Assange: Medienjagd auf einen Whistleblower
Von Gerd R. Rueger (18. August 2012)
http://le-bohemien.net/2012/08/18/julian-assange/


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Quote
22. September 2012 12:49
Hier nochmal die Zusammenfassung
slack2

Hier nochmal der damalige Ablauf:
> http://www.lokalkompass.de/bedburg-hau/politik/wikileaks-polizeibericht-anna-ardin-auf-der-flucht-d31449.html

Und DNA hat man auf dem Kondom wohl nicht gefunden:
Fall Assange: Labore finden keine DNA-Spuren auf Kondom
Ergebnis wurde von in zwei getrennten Untersuchungen bestätigt. Ecuador weiter um diplomatische Lösung bemüht
> http://www.heise.de/tp/blogs/8/152821

...Die gesamte Auslieferungsgeschichte um Assange ist dermaßen an den
Haaren herbeigezogen, dass da seine Parnoia vielleicht etwas
verständlicher wird.

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Hier-nochmal-die-Zusammenfassung/forum-238530/msg-22471045/read/


Title: Julian Assange / Wikileaks
Post by: Link on September 27, 2012, 11:35:16 AM
Keine DNA-Spuren - Kondom entlastet Julian Assange (18.09.2012)
Der unter dem Verdacht der zweifachen Vergewaltigung stehende Julian Assange wurde nun durch einen Polizeibericht entlastet. Auf dem als Beweismittel eingereichten Kondom befinden sich keine DNA-Spuren des Wikileaks-Gründers.
Das Präservativ wurde von zwei unabhängigen Labors untersucht. Ergebnis: Die darin enthaltenen Spermien stammen nicht von Assange. Somit ist eines der wichtigsten Beweismittel aus dem Spiel. Anna A. hatte behauptet, dass Assange hätte das Kondom während des Geschlechtsverkehrs aufgerissen, was in Schweden einer Vergewaltigung gleichkommt.
Auch das angebliche zweite Vergewaltigungsopfer Sophie W. verstrickt sich immer mehr in Widersprüche, behauptet Assanges Anwalt nach Einsicht der Akten. W. gab an, dass der Wikileaks-Gründer mit ihr Sex ohne Kondom hatte während sie schlief. Bei der ersten Einvernahme hatte sie allerdings noch angegeben, dass sie dies nicht als störend empfunden hätte.
Bislang wurde noch keine Klage gegen Assange erhoben.

http://www.heute.at/news/welt/art23661,788804

Fall Assange: Labore finden keine DNA-Spuren auf Kondom (24. September 2012 11:59)
http://www.heise.de/tp/blogs/foren/S-Resultat-der-Laboruntersuchungen-schon-seit-geraumer-Zeit-bekannt/forum-238453/msg-22477331/read/


William Hague: Verhandlungen im Fall Assange könnten sich hinziehen (26.09.2012)
Großbritanniens Außenminister William Hague erklärte am gestrigen Dienstag, er rechne damit, dass sich die Auseinandersetzungen zwischen Großbritannien und Ecuador über den weiteren Umgang mit WikiLeaks-Mitbegründer Julian Assange noch weiter hinziehen werden. ...
http://www.gulli.com/news/19822-william-hague-verhandlungen-im-fall-assange-koennten-sich-hinziehen-2012-09-26

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USA erklären Assange offiziell zum Staatsfeind (27.09.12)
Für das US-Militär gilt der Wikileaks-Gründer offiziell als Staatsfeind und steht damit auf eine Stufe mit dem Terror-Netzwerk al-Qaida und den Taliban. Das zeigen Dokumente, die nun von Wikileaks veröffentlicht wurden.

http://wikileaks.org/IMG/pdf/Assange-WikiLeaks-Enemy-USAF-FOI.pdf

http://futurezone.at/netzpolitik/11566-usa-erklaeren-assange-offiziell-zum-staatsfeind.php

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Assange to UN: 'It is time for the US to cease its persecution of WikiLeaks' (VIDEO)
Published: 27 September, 2012
https://rt.com/news/assange-addresses-un-human-rights-069/


Assange appelliert an Obama: "Vollziehen Sie den Wandel" (27.09.2012)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Assange-appelliert-an-Obama-Vollziehen-Sie-den-Wandel-1718706.html

Video-Auftritt vor der Uno Assange greift Obama an
Von Marc Pitzke, New York (27.09.2012)
http://www.spiegel.de/politik/ausland/video-auftritt-vor-der-uno-assange-greift-obama-an-a-858229.html

Julian Assange hat vor einer Versammlung von UN-Diplomaten gesprochen. Der Wikileaks-Gründer forderte ein Ende der Verfolgung seiner Organisation und von Bradley Manning durch die USA und ging US-Präsident Barack Obama scharf an.
Datum: 27.9.2012, 18:38, Autor: Werner Pluta
http://www.golem.de/news/wikileaks-julian-assange-provoziert-usa-in-rede-vor-un-diplomaten-1209-94800.html

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Dramatikerin über Assange - Dieser Typ ist wie ein Terminator (09/2012)
24.09.2012 ·  Aus ihren Treffen mit Julian Assange entwickelte sie ein Theaterstück. Bald wird Angela Richters „Assassinate Assange“ in Hamburg uraufgeführt. Ein Gespräch mit der Regisseurin.
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buehne-und-konzert/dramatikerin-ueber-assange-dieser-typ-ist-wie-ein-terminator-11899718.html

Title: Julian Assange / Wikileaks
Post by: Link on October 04, 2012, 09:16:34 AM
Wikileaks startet Spendenkampagne mit Anti-Obama-Rhetorik
Mit einer neuen Spendenkampagne reagiert Wikileaks auf Vorwürfe des Pentagon-Sprechers George Little, der Wikileaks aufforderte, geheime Informationen zu vernichten, die der US-Regierung gehören sollen. ... (Detlef Borchers) / (gil)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-startet-Spendenkampagne-mit-Anti-Obama-Rhetorik-1722487.html

3. Oktober 2012 17:19
Einfach lesen und verstehen!
notvalid (469 Beiträge seit 17.03.08)
> http://salon.com/2011/10/23/wikileaks_cables_and_the_iraq_war/
Erklärt warum die US Truppen nicht im Irak bleiben konnten und was
Wikileaks damit zu tun hat.
Das alles und noch mehr kann man herausfinden wenn man den original
Aufruf von Wikileaks hier liest:
> http://wikileaks.org/Press-Statement-In-this-election.html
Anstatt sich an diesem voreingenommenen Artikel zu orientieren. Die
Abneigung des Autors zu Assange ist ja nun inzwischen bekannt.
http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Einfach-lesen-und-verstehen/forum-239337/msg-22522860/read/showthread-1/


3. Oktober 2012 17:44
Re: Einfach lesen und verstehen!
0.13um (mehr als 1000 Beiträge seit 10.03.02)
notvalid schrieb am 3. Oktober 2012 17:19
> Anstatt sich an diesem voreingenommenen Artikel zu orientieren. Die
> Abneigung des Autors zu Assange ist ja nun inzwischen bekannt.
Sind halt DDB Fans.
http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Einfach-lesen-und-verstehen/forum-239337/msg-22522860/read/showthread-1/

3. Oktober 2012 19:54
Wording zu Assange./.Schweden (leider auch bei Heise)
AlAdler (57 Beiträge seit 19.07.12)

Man liest immer Sätze wie diese hier:

> Assange ist in Schweden der sexuellen Belästigung und
> Nötigung angeklagt und sollte von Großbritannien an
> Schweden ausgeliefert werden.

Heise hat dankenswerterweise ja auf das Auslieferungs-
risiko in die USA hingewiesen, wo er als Staatsfeind an-
gesehen wird - mit allen traurigen Konsequenzen.
Was ich aber zunehmend widerwärtig finde ist die Blockade-
haltung Schwedens, um das Problem zu lösen! Schweden ver-
hindert jeden Ansatz, der eine Auslieferung an die USA un-
möglich machen würde. Denn eine Lösung des Problems könn-
te ja durchaus darin liegen, dass man Herrn Assange be-
fragt um zunächst überhaupt erst einmal die Stichhaltig-
keit der Vorwürfe zu überprüfen. Wenn sich die Vorwürfe
dann erhärten, steht es Schweden frei, beim Status Quo
zu verbleiben. Andernfalls, sollten sich die Vorwürfe al-
so als halt- und belanglos heraus stellen, könnte man
die Akte schließen den internationalen Haftbefehl zurück
ziehen, wodurch sich Herr Assange wieder frei in GB bewe-
gen könnte und entweder dort bleibt oder in ein anderes
freies Land seiner Wahl ausreist.

Ich finde es regelrecht schockierend, wie sehr sich Schwe-
den als Handlanger der USA beweist, indem es kategorisch
alle Lösungsvorschläge ablehnt, die eine "legale Ver-
schleppung" Assanges in die USA verhindern würden - selbst
wenn die Anklage bzw. Unterstellung damit aus der Welt ge-
schaffen würde.

EBENSO erwähnenswert, wie die Tatsache dass ihm diese
Vergehen (sexuellen Belästigung und Nötigung) unterstellt
werden erachte ich daher die Tatsache,
DASS SICH SCHWEDEN JEDER KONSTRUKTIVEN LÖ-
SUNG DES PROBLEMS VERWEIGERT, AUCH WENN SICH
DIE VORWÜRFE DAMIT KLÄREN UND DAS PROBLEM DA-
MIT LÖSEN LIEßE(N).

Ich würde mich freuen, wenn Medien wie Heise (und natür-
liche die anderen Massenmedien) AUCH diese überraschende
Lösungsunwilligkeit der Schweden erwähnen/thematisieren
würden.

Al

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Wording-zu-Assange-Schweden-leider-auch-bei-Heise/forum-239337/msg-22523396/read/

-.-

Swedish Prosecutor General confirms Julian Assange is “charged”
I got involved in the Assange case when I by coincidence discovered that one of the accusers deleted tweets. Little did I understand that I two years later I would ask the Prime Minister, The Minister of Justice, the Foreign Minister and some other important people for a comment on the case. When I asked the Swedish Prosecutor General (Riksåklagaren), superior Prosecutor Marianne Ny and prosecutor Erika Lejnefors about the legal status of Julian Assange I got a quick and informative response from the Information Director Karin Rosander at the Prosecution Authority, “Åklagarmyndigheten”. ...
http://samtycke.nu/eng/2012/09/swedish-prosecutor-general-confirms-julian-assange-is-charged/

Title: Julian Assange / Wikileaks
Post by: Link on October 16, 2012, 10:39:27 AM
"Anonymous bricht mit Assange" (12.10.2012)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Anonymous-bricht-mit-Assange-1728916.html

12. Oktober 2012 16:56
Auf DEM Anonymous-Account bei Twitter
linuxjosef
Das ist also der von der PR-Abteilung betreute und von der
Geschäftsführung abgesegnete Account!
Gut zu wissen!
Danke heise

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Auf-DEM-Anonymous-Account-bei-Twitter/forum-240015/msg-22563659/read/




Mon Oct 15 04:19:15 UTC 2012
Basic solidarity in WikiLeaks & Anonymous.
By Julian Assange
http://www.twitlonger.com/show/jl9vdt

Cypherpunks
Freedom and the Future of the Internet
JULIAN ASSANGE With JACOB APPELBAUM, ANDY MÜLLER-MAGUHN and JÉRÉMIE ZIMMERMANN
http://www.orbooks.com/catalog/cypherpunks/

Assange antwortet seinen Kritikern (15.10.2012)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Assange-antwortet-seinen-Kritikern-1729408.html

Quote
Gibt es eigentlich nichtunterwanderte Kritiker? (Editiert vom Verfasser am 15.10.12 um 11:32)
Twister2009, Bettina Hammer

Alles, was sich negativ in Bezug auf Julian Assange auswirkt, ist
seiner Meinung nach Teil einer großen Verschwörung. Gibt es
eigentlich eine Möglichkeit, ihn zu kritisieren, ohne dass man selbst
teil der Verschwörung wird oder gehirngewaschen ist?

Nachtrag:
Zur Verteidigung der Spendenpraxis mit vorgeschalteter
"Zwangswerbung" bei Wikileaks erklärt Assange die Notwendigkeit der
neuen Spendenkampagne mit den aufgelaufenen Kosten und der
ungesetzlichen Finanz-Blockade.

Dass sich das Spendenaufkommen vergrößert, wenn die Werbung
penetranter wird, haben etliche Vereine oder Initiativen auch mal
gedacht, sie hab es dann allerdings schnell gelernt, dass es so nicht
funktioniert, sondern sich im Gegenteil dann etliche entnervt
abwenden.
http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Gibt-es-eigentlich-nichtunterwanderte-Kritiker/forum-240113/msg-22572222/read/ (http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Gibt-es-eigentlich-nichtunterwanderte-Kritiker/forum-240113/msg-22572222/read/)

Quote
15. Oktober 2012 18:20
Re: Gibt es eigentlich nichtunterwanderte Kritiker?
jondo (431 Beiträge seit 07.12.11)

Peter Köhlmann schrieb am 15. Oktober 2012 14:10
 Schuh draus.
>
> ...diesem Irren auf den Leim zu kriechen
> ...unkritischen Assange-Jünger

[Was ich über Typen wie dich denke kann ich leider nicht posten ohne dauerhaft gesperrt zu werden. Zum Glück kenne ich kaum solche Leute persönlich. Ich hätte sonst vermutlich so etwas wie einen Waschzwang. "Ekelhaft" beschreibt euren Unsinn noch nicht einmal annähernd

...  Der Kerl ist für mich schlicht nur ein
krimineller Egomane. ]

Hmm, die blinden Hasser von Wikileaks und Assange benutzen immer
hysterischere Begriffe, um ihrem Haß Luft zu machen. Was ist mit Euch
los? Die rationalen Argumente sind Euch schon vor Monaten
ausgegangen ...


http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Re-Gibt-es-eigentlich-nichtunterwanderte-Kritiker/forum-240113/msg-22574725/read/ (http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Re-Gibt-es-eigentlich-nichtunterwanderte-Kritiker/forum-240113/msg-22574725/read/)



Quote
15. Oktober 2012 13:56
Re: Gibt es eigentlich nichtunterwanderte Kritiker?
jondo

Wenn die Kritik nur darin besteht, zu schreiben

Assange das feige Arschloch
Assange der Egomane
Assange soll endlich "Märtyrer" werden, wenn er das so gerne will
NICHTS GLAUBEN was Verteidiger von Assange sagen
Assange ist paranoid
Er soll endlich nach Schweden
Assange der Spinner
Wikileaks ist am Ende

und ähnliche Sprüche, dann ist es schwer zu glauben, daß hier normale
Menschen schreiben. Außer, sie haben sich 0,0% über die Hintergründe
zu Wikileaks und die "Sex"-Vorwürfe gegen Assange informiert.

Doch wenn man sich nicht selbst umfassend informiert hat, wieso
postet man dann mit soviel Haß gegen Assange? Wie gesagt: Es ist
schwer zu glauben, daß bei solcher "Kritik", wie Sie es nennen (denn
es sind wilde Haßtiraden gegen Assange), normale Menschen posten.

... [Das ist angesichts der schwammigen "Sex"-Vorwürfe gegen ihn, der
Behandlung seitens Schwedens und Großbritanniens (insbesondere der
Ablehnung Schwedens, ihn einvernehmlich zu "befragen", sowie der
Androhung der Botschaftsstürmung von GB), und der WL-Untersuchung und
Grand Jury in den USA völlig unverständlich.

Wer sich objektiv informiert hat, der kommt zu dem Schluß, daß die
beispiellose Verfolgung Assanges zum Zweck einer Befragung über
einvernehmlichen Sex mit gerissenem Kondom (auf dem keine DNA
Assanges war) in der Menschheitsgeschichte noch nicht dagewesen ist.
Wer noch irgendwie rational und logisch denkt, muß daraus schließen,
daß es tatsächlich nicht um die Sexvorwürfe geht.

Man versucht nun, Wikileaks anhand von sehr persönlichen Attacken
gegen Assange fertigzumachen. Die da mitmachen haben sich entweder
nicht über die Hintergründe informiert, oder sind sehr wohl
informiert und wissen genau was sie tun (ich vermute bei einigen das
letzere).

Das einzige, was Assange im Leben der meisten Menschen bewirkt hat
ist, daß er sie über Kriegsverbrechen, Korruption, und ähnliches
aufgeklärt hat. Ansonsten betrifft nichts, was Assange macht, diese
Menschen persönlich. Umso unverständlicher ist dieser blanke Haß
gegen ihn. Außer natürlich, es geht diesen Leuten nicht um die Sache,
sondern darum, ihn und vor allem Wikileaks zu diskreditieren.

Es hat System, wenn man sich die Entwicklung dieser Haß-Poster
anschaut.]



http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Re-Gibt-es-eigentlich-nichtunterwanderte-Kritiker/forum-240113/msg-22573102/read/ (http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Re-Gibt-es-eigentlich-nichtunterwanderte-Kritiker/forum-240113/msg-22573102/read/)

Quote
15. Oktober 2012 16:21
Re: Gibt es eigentlich nichtunterwanderte Kritiker?
Bernd Paysan, Bernd Paysan

Twister2009 schrieb am 15. Oktober 2012 11:30

> Alles, was sich negativ in Bezug auf Julian Assange auswirkt, ist
> seiner Meinung nach Teil einer großen Verschwörung.

Glaub mir, wenn du seit 2 Jahren im Hausarrest bist, wegen einer
Sache, die bereits als Bagatelle zu den Akten gelegt war, und am Tag
nach der Veröffentlichung von Cablegates plötzlich in Form einer Red
Notice (normal gedacht zur Verfolgung von Mördern und ähnlichen)
wieder hochkochte, dann würdest du auch nur noch an böse
Verschwörungen glauben.

Abgesehen davon muss man schon eine Grundparanoia haben, um so ein
Leaks-Projekt überhaupt anzufangen. Denn interessante Leaks gibt es
nur, wenn es Verschwörungen gibt.


http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Re-Gibt-es-eigentlich-nichtunterwanderte-Kritiker/forum-240113/msg-22574128/read/ (http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Re-Gibt-es-eigentlich-nichtunterwanderte-Kritiker/forum-240113/msg-22574128/read/)


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Prozess gegen Bradley Mannings US-Militär soll Hunderte Mails zurückgehalten haben (29.08.2012)
... Mannings Anwälte wollen beweisen, dass ihr Mandant in Quantico misshandelt wurde. ...
http://www.sueddeutsche.de/politik/prozess-gegen-bradley-mannings-us-militaer-soll-hunderte-mails-zurueckgehalten-haben-1.1452889

Title: Es fehlte der Wille...
Post by: Link on October 29, 2012, 09:13:12 AM
Ecuadors Staatschef meldet sich zu Fall Assange (28.10.12)
Ecuadors Staatschef Rafael Correa hat die Gespräche zur Lösung des Konflikts um Wikileaks-Gründer Julian Assange als „schwierig“ bezeichnet. „Es fehlte der Wille, eine Lösung zu finden“, sagte Correa der Nachrichtenagentur dpa, vor seinem Abflug in Santiago de Chile, wo er seinem Amtskollegen Sebastián Piñera einen Staatsbesuch abstattete. ...
http://futurezone.at/netzpolitik/12163-ecuadors-staatschef-meldet-sich-zu-fall-assange.php

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Wikileaks veröffentlicht US-Richtlinien zu Gefangenen
Jörg Thoma (26.10.2012)
Unter dem Namen "Detainee Policies" hat Wikileaks begonnen, als geheim eingestufte Dokumente der US-Regierung zu veröffentlichen. Diesmal handelt es sich um Richtlinien zur Verwahrung von Gefangenen. ...
http://www.golem.de/news/detainee-policies-wikileaks-veroeffentlicht-us-richtlinien-zu-gefangenen-1210-95351.html

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Bericht: Skype gab Nutzerdaten an Sicherheitsfirma weiter (05.11.2012)
Der Messenger-Dienst Skype hat offenbar ohne behördliche Aufforderung die Daten eines jungen Niederländers an das private Sicherheitsunternehmen iSight Partners weitergeleitet. Laut Bericht der News-Seite nu.nl soll der Niederländer 2010 im Alter von 16 Jahren an den DDoS-Attacken der Operation Payback mitgewirkt haben. iSight Partners gab die erhaltenen Daten anscheinend zügig an die niederländischen Behörden weiter. Diese nahmen den damals Sechzehnjährigen wenige Tage nach Beginn der Attacken fest. iSight Partners wurde dem Bericht zufolge von dem ebenfalls attackierten Zahlungsdienstleister Paypal beauftragt, die Angriffe aufzuklären.  ...
Bei der Operation Payback handelte sich um zahlreiche koordinierte DdoS-Attacken, die von Ende 2010 bis Anfang 2011 von Internet-Aktivisten und Wikileaks-Sympathisanten organisiert wurden. Ziel der Angriffe waren vor allem Unternehmen wie Mastercard und Visa, die jeglichen Geschäftsverkehr mit Whistleblower-Plattformen wie Wikileaks eingestellt hatten. (axk)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bericht-Skype-gab-Nutzerdaten-an-Sicherheitsfirma-weiter-1743527.html

Title: Bradley Manning / Wikileaks
Post by: Link on November 08, 2012, 10:47:07 PM
Bradley E. Manning (* 17. Dezember 1987 in Crescent, Oklahoma) ist ein Angehöriger der Streitkräfte der Vereinigten Staaten, der im Mai 2010 unter dem Verdacht verhaftet wurde, Videos und Dokumente kopiert und als Whistleblower der Website WikiLeaks zugespielt zu haben. ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Bradley_Manning

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... Bradley Manning has a growing list of supporters who want all the charges against him dropped. Among the supporters is the famous whistle-blower, Daniel Ellsberg, who leaked the Pentagon Papers in 1971 [http://de.wikipedia.org/wiki/Pentagon-Papiere (http://de.wikipedia.org/wiki/Pentagon-Papiere)]. Recognizing the valor required to tell the truth, Ellsberg calls PFC Bradley Manning a hero and a patriot. We agree. Drop all the charges, and free PFC Bradley Manning. (11/2012)
http://www.bradleymanning.org/

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Bradley Manning's conversations with Adrian Lamo published in full (13 July 2011)
http://www.guardian.co.uk/world/2011/jul/13/bradley-manning-adrian-lamo-published

Manning-Lamo Chat Logs Revealed (13.07.2011)
http://www.wired.com/threatlevel/2011/07/manning-lamo-logs

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Wikileaks suspect suffered “cruel and degrading” treatment, says UN rapporteur on torture (Monday, March 5th 2012)
US authorities’ treatment of WikiLeaks suspect Private Bradley Manning was “cruel and degrading,” the UN special rapporteur on torture Juan Ernesto Mendez said Monday.
http://en.mercopress.com/2012/03/05/wikileaks-suspect-suffered-cruel-and-degrading-treatment-says-un-rapporteur-on-torture

Published on Monday, March 12, 2012 by Common Dreams
UN Torture Chief Slams Bradley Manning's Treatment as Cruel, Inhuman
Treatment violates U.N. Convention against Torture, says Special Rapporteur on torture
https://www.commondreams.org/headline/2012/03/12-1


http://www.andyworthington.co.uk/2012/03/13/un-torture-rapporteur-accuses-us-government-of-cruel-and-inhuman-treatment-of-bradley-manning/


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Bradley Manning gibt Geheimnisverrat zu (8.11.2012)
Nach über 900 Tagen in Haft gibt der US-Soldat Bradley Manning nach - zumindest ein bisschen. Er gesteht den Verrat von Geheimnissen ein, bekennt sich aber in keinem Anklagepunkt schuldig. Manning ist mutmaßlich die Hauptquelle der Veröffentlichungen von US-Material durch Wikileaks. ...
http://www.golem.de/news/wikileaks-bradley-manning-gibt-geheimnisverrat-zu-1211-95592.html (http://www.golem.de/news/wikileaks-bradley-manning-gibt-geheimnisverrat-zu-1211-95592.html)

http://www.gulli.com/news/20164-wikileaks-grand-jury-untersuchung-geht-weiter-2012-11-08

http://www.gulli.com/news/20165-bradley-manning-bietet-teilweises-schuldeingestaendnis-an-2012-11-08

Title: Gemeinnützigkeit der Wau Holland Stiftung / Wikileaks
Post by: Link on November 08, 2012, 11:22:40 PM

Spenden für WikiLeaks - Finanzamt streicht Stiftung Gemeinnützigkeit (04.11.2012)
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/wikileaks-finanzamt-streicht-wau-holland-stiftung-gemeinnuetzigkeit-a-865211.html

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IN EIGENER SACHE -- 5.November 2012
Gemeinnützigkeit der Wau Holland Stiftung - Geschichte der Aberkennung
... Wir haben durch dieses Verfahren gelernt, welche vertraglichen Rahmenbedingungen wir benötigen, um gemeinnützig fördern zu können. Allen Spendern aus 2010 müssen wir leider mitteilen, dass diese Spenden steuerlich nicht absetzbar sind. Dennoch wurden diese Spenden im Sinne der Spender verwendet.
Sobald uns der vom Finanzamt zugesagte Freistellungsbescheid zugegangen ist, können wir für die Jahre 2011 und 2012 Spendenquittungen auf Anfrage ausstellen. ...

http://www.wauland.de/index.html


Title: Detainee Policies / Wikileaks
Post by: Link on November 10, 2012, 05:58:44 PM
Wikileaks veröffentlicht Dokumente zur US-Gefangenenpolitik (25.10.2012)
http://www.tagesspiegel.de/politik/us-gefangenenlager-wikileaks-veroeffentlicht-dokumente-zur-us-gefangenenpolitik/7303770.html | http://www.tagesspiegel.de/themen/Wikileaks

Detainee Policies -  Wikileaks veröffentlicht US-Richtlinien zu Gefangenen (26.10.2012)
Unter dem Namen "Detainee Policies" hat Wikileaks begonnen, als geheim eingestufte Dokumente der US-Regierung zu veröffentlichen. Diesmal handelt es sich um Richtlinien zur Verwahrung von Gefangenen. ...
http://www.golem.de/news/detainee-policies-wikileaks-veroeffentlicht-us-richtlinien-zu-gefangenen-1210-95351.html


WikiLeaks enthüllt: So behandeln USA Militärgefangene (25.10.2012)
http://www.krone.at/Welt/WikiLeaks_enthuellt_So_behandeln_USA_Militaergefangene-Detainee_Policies-Story-338782


Kampf gegen Terror Wikileaks veröffentlicht geheime Pentagon-Dokumente (26.10.2012 )
http://www.faz.net/aktuell/politik/kampf-gegen-terror-wikileaks-veroeffentlicht-geheime-pentagon-dokumente-11939281.html

Detainee Policies: WikiLeaks-Veröffentlichung zu Gefangenen-Lagern
Annika Kremer am Donnerstag, 25.10.2012 15:38 Uhr
http://www.gulli.com/news/20055-detainee-policies-wikileaks-veroeffentlichung-zu-gefangenen-lagern-2012-10-25


Title: Julian Assange / Jacob Appelbaum
Post by: Link on November 19, 2012, 09:24:32 AM
"...
Sie werden bei fast jeder Einreise in Ihr Heimatland USA von den Behörden genauestens "durchgecheckt" und oft stundenlang aufgehalten. Nehmen Sie da überhaupt noch Computer mit?
Manchmal ja, manchmal nein. Wenn ich einen mitnehme, dann ohne Festplatte und der von einer CD bootet, die über das freie Software-Projekt Tor zur Verfügung steht. Ich konnte tatsächlich schon die taktischen und strategischen Überwachungsmethoden von der NSA persönlich kennenlernen. Geräte, die von Behörden konfisziert wurden, habe ich danach nie wieder benutzt. Allerdings kann ich nicht im Detail über die Probleme, die ich bereits mit meinen Telefonen, Computern und anderen Elektronikgeräten hatte, sprechen.

Warum nicht?
Ich bin niemals verhaftet worden oder wegen eines Verbrechens angeklagt worden, aber dennoch darf ich nicht frei über meine Erlebnisse sprechen. Ich darf nicht einmal sagen, warum nicht. Das ist deprimierend, weil es eine Art Gefängnismauer um mich herum aufbaut, nur ist es nicht ganz so schlimm wie das, was Julian Assange durchmachen muss. Assange ist definitiv nicht mehr frei. Als ich ihn im Oktober in der Londoner Botschaft besucht habe, musste ich feststellen, dass wir uns ähnlich fühlen. ..."


Jacob Appelbaum-Interview: "Zuckerberg zerstört Freundschafts-Begriff" Barbara Wimmer (19.11.12)
Quelle: http://futurezone.at/netzpolitik/12497-zuckerberg-zerstoert-freundschafts-begriff.php (http://futurezone.at/netzpolitik/12497-zuckerberg-zerstoert-freundschafts-begriff.php)

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https://www.gulli.com/news/20340-assange-leidet-angeblich-unter-chronischer-lungenkrankheit-2012-11-29

https://www.gulli.com/news/20359-julian-assange-spielt-sorge-ueber-gesundheitszustand-herunter-2012-12-01


Title: Julian Assange / Wikileaks
Post by: Link on November 27, 2012, 03:27:20 PM
Assange: Kryptografie ist die ultimative Form des gewaltlosen Widerstandes (27.11.2012)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Assange-Kryptografie-ist-die-ultimative-Form-des-gewaltlosen-Widerstandes-1757417.html

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Cypherpunk the Origin of Wikileaks
2010 December 30
http://the2012scenario.com/2010/12/cypherpunk-the-origin-of-wikileaks/

Cypherpunks - Freedom and the future of the Internet
A book by Julian Assange, Jacob Appelbaum, Andy Muller-Maguhn, Jeremie Zimmermann
The harassment of WikiLeaks and other Internet activists, together with attempts to introduce anti-file sharing legislation such as SOPA and ACTA, indicate that the politics of the Internet have reached a crossroads. In one direction lies a future that guarantees, in the watchwords of the cypherpunks, ΓÇ£privacy for the weak and transparency for the powerfulΓÇ¥; in the other lies an Internet that allows government and large corporations to discover ever more about internet users while hiding their own activities. Assange and his co-discussants unpick the complex issues surrounding this crucial choice with clarity and engaging enthusiasm. (Formats: epub, mobi, pdf)
https://thepiratebay.se/torrent/7881018

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Wikileaks: "US-Hardliner verantwortlich für Finanzblockade" (27.11.2012)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-US-Hardliner-verantwortlich-fuer-Finanzblockade-1757953.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Joe_Lieberman

https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_T._King


Title: The Wikileaks, Julian Assange Diplomatic Standoff...
Post by: Link on December 04, 2012, 10:46:46 AM
The Wikileaks, Julian Assange Diplomatic Standoff (Animated)
This video was made in an attempt to try an explain some of the specifics relating to the accusations against Julian Assange. It was also made in the hope of shedding some light on the circumstances that have led to the current diplomatic standoff involving the Wikileaks founder. ... (29.11.2012 von InfobytesTV)
https://www.youtube.com/watch?v=PZ0UgJRPhxw&feature=youtu.be (https://www.youtube.com/watch?v=PZ0UgJRPhxw&feature=youtu.be)



Julian Assange exklusiv im Interview (2012-12-03)
"Permanent wird Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London überwacht. Dem Kulturjournal ist es am 1. Dezember gelungen, mit ihm über Freiheit und Demokratie zu sprechen." (ndr.de)
https://www.youtube.com/watch?v=MBSQ5rYjrws&feature=youtu.be (https://www.youtube.com/watch?v=MBSQ5rYjrws&feature=youtu.be)


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[07.12.2012]: Wegen seiner Rolle bei den DDoS-Angriffen auf Paypal im Rahmen der "Operation Payback" ist ein 22-Jähriger in London schuldig gesprochen worden. Das berichtete der britische Guardian. Christopher Weatherhead habe vor Gericht ausgesagt, dass er die Angriffe nur beobachtet, aber nicht daran teilgenommen habe.Stattdessen sei er lediglich für die Kommunikation verantwortlich gewesen und habe Chatrooms eingerichtet, in denen die Angriffe geplant worden seien.

Vor wenigen Tagen hatte Paypal mitgeteilt, dass die Attacken das Unternehmen 3,5 Millionen Pfund (4,3 Millionen Euro) gekostet hätten. Der Onlinebezahldienst war in das Visier der Hacker-Gruppe Anonymous geraten, als es sich im Dezember 2010 weigerte, Zahlungen an das von Julian Assange gegründete Wikileaks auszuzahlen. Drei Mitangeklagte in dem Fall waren bereits schuldig gesprochen worden. Das Strafmaß für Weatherhead werde im Januar festgelegt, so der Guardian. (mho)

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Operation-Payback-22-Jaehriger-schuldig-gesprochen-1764313.html (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Operation-Payback-22-Jaehriger-schuldig-gesprochen-1764313.html)

http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Payback (http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Payback)

http://www.golem.de/specials/operation-payback/ (http://www.golem.de/specials/operation-payback/)

Title: Julian Assange / Wikileaks
Post by: Link on December 13, 2012, 10:40:12 AM
Julian Assange and WikiLeaks
Broadcast: Wednesday 12 December 2012 10:20PM (hear full episode)
http://www.abc.net.au/radionational/programs/latenightlive/julian-assange-and-wikileaks/4424096

Assange will Wikileaks-Partei in Australien gründen (12.12.2012)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Assange-will-Wikileaks-Partei-in-Australien-gruenden-1767482.html


Assange looks to contest Senate election (December 13, 2012)
http://www.theage.com.au/opinion/political-news/assange-looks-to-contest-senate-election-20121212-2ba43.html


Assange: Wikileaks wird 2013 jedes Land der Welt beeinflussen (21.12.2012)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Assange-Wikileaks-wird-2013-jedes-Land-der-Welt-beeinflussen-1773550.html


Obama legt US-Regierungslinie zum Geheimnisschutz fest (21.12.2012)
Derzeit heizt der Prozess gegen den US-Obergefreiten Bradley Manning, der angeblich als Informant der Whistleblower-Plattform fungierte, die Debatte über den Geheimnisschutz weiter an. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Obama-legt-US-Regierungslinie-zum-Geheimnisschutz-fest-1773958.html



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Swedish/U.S. Intelligence co-operation in the Bodström Society. Part IV of the series “Sweden VS Assange” – Insider Analyses
Posted on December 28, 2012
http://professorsblogg.com/2012/12/28/swe-u-s-intellig-cop-vswl/
Title: Julian Assange / Wikileaks
Post by: Link on February 05, 2013, 10:36:21 AM
 Resistance From a Cage: Julian Assange Speaks to Norwegian Journalist Eirik Vold
Friday, 01 March 2013 00:00 By Eirik Vold, Truthout | Interview
This is an exclusive English translation of an interview published Saturday, February 16, 2013, in the Norwegian news outlet Dagens Næringsliv.
http://truth-out.org/news/item/14835-resistance-from-a-cage-julian-assange-speaks-to-norwegian-journalist-eirik-vold


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Yoko Ono Lennon Presents 2013 Courage Award to Julian Assange (in absentia) in New York City
Leading International Advocates for Civil Liberties Honor, Accept Award on Wikileaks Founder’s Behalf
February 3, 2013, New York, NY
“Our public officials have forgotten that they are ultimately accountable to the people who put them in office; that the information they keep in secrecy belongs to all of us. Julian Assange took a courageous step by rightfully returning what belongs to the public domain. For that reason, I believe we need to stand behind him.”
http://imaginepeace.com/archives/19347

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Wikileaks wird australische Partei mit Assange als Spitzenkandidat (14.02.2013)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-wird-australische-Partei-mit-Assange-als-Spitzenkandidat-1803348.html

Assange to run for Victorian Senate seat
February 13, 2013
http://www.theage.com.au/opinion/political-news/assange-to-run-for-victorian-senate-seat-20130212-2eb4b.html


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Carr declines to speak on Assange's plans to run for Senate
Owen Jacques,  18th Feb 2013 5:00 PM
http://www.sunshinecoastdaily.com.au/news/carr-declines-speak-assanges-plans-run-senate/1760045/


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Assange kostet die Briten viel Geld (26.02.2013)
Die Dauerbewachung der ecuadorianischen Botschaft hat mehr als 3 Millionen Euro verschlungen
http://www.heise.de/tp/blogs/8/153811

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Eric Schmidt: Das neue digitale Zeitalter braucht Wikileaks (24.04.2013)
Google-Chairman Eric Schmidt und der Politikberater Jared Cohen haben ein Buch über das Neue digitale Zeitalter veröffentlicht. In dem leicht verständlichen Buch versuchen sie, künftige Trends wie eHealth, Bitcoins oder den kommenden Cyberkrieg terroristischer Hacker zu erklären. Wikileaks wird in ihm als Plattform für die Erweiterung des Weltwissens durch Whistleblower gelobt, aber auch dafür kritisiert, finanziell nicht unabhängig genug zu sein. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Eric-Schmidt-Das-neue-digitale-Zeitalter-braucht-Wikileaks-1848816.html


Title: Bradley Manning...
Post by: Link on March 02, 2013, 12:19:29 AM
Did the Mainstream Media Fail Bradley Manning?
Alleged Wikileaks whistleblower says he tried contacting major newspapers before going public
By Janet Reitman, March 1, 2013 5:30 PM ET
http://www.rollingstone.com/politics/news/did-the-mainstream-media-fail-bradley-manning-20130301

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Bradley Manning, WikiLeaks-Informant aus Gewissensgründen
US-Soldat Manning sagt vor Gericht, warum er WikiLeaks informiert hat: Der "Blutrausch" im Irakkrieg habe ihn schockiert. Den Kampf gegen den Terror nennt er unmoralisch.
Ragnar Vogt (01.03.2013)
http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-03/manning-motive-wikileaks


Humanist.
01.03.2013 um 18:15 Uhr
Der Prozess
Es ist unfassbar das der Mann überhaupt vor Gericht gestellt wird.
Kein Staat will seine Kriegsverbrechen öffentlich sehen, aber so ist es nunmal.
Herr Manning hat aus Gewissensgründen gehandelt, und dafür soll er so eine Strafe bekommen? Zivilisten aus einem Helikopter beschießen mit einem hämischen lachen führt höchstens eine degradierung mit sich.
Seinem Gewissen zu folgen, und moralische und menschenunwürdie Fakten aufdecken ist aber ein Verbrechen?
Der Mann sollte nicht als Angeklagter in den USA sitzen, sondern als Kronzeuge in Den Haag.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-03/manning-motive-wikileaks?commentstart=1#cid-2640862


schlomoschorsch
01.03.2013 um 19:01 Uhr

Oliver North
Ich frage mich ja, was Oliver North über diesen Fall so denkt, wenn er bei Fox News gelangweilt rumsitzt. Vielleicht:
"Gott sei dank hab ich damals nur Waffen an den Iran verkauft und mit dem Geld faschistoide Massenmörder in Nicaragua finanziert."
http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-03/manning-motive-wikileaks?commentstart=1#cid-2640946


Kizo
01.03.2013 um 21:19 Uhr
Kafka - Mark Felt, Bob Woodward, Carl Bernstein, Francesco Vincent „Frank“ Serpico, Seymour Hersh und viele, viele anderen egal wie verschieden waren seiner Zeit gefeierte und anerkannte Helden. Jeder Versuch sie damals wie heute den armen Herrn Manning vor Gericht zu zerren und so zu behandeln hätte in ganzer Welt das Entrüsten und Gegenreaktion verursacht. Vor allem auf die freie Presse konnten diese Leute rechnen. Heute interessierten Herr Manning oder Herr Assange fast niemanden und die ärgsten Feinde sind gerade unter Journalisten zu finden. Was ist passiert?
http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-03/manning-motive-wikileaks?commentstart=17#cid-2641182

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Bradley Manning als Wikileaks-Informant: "Es sind die wichtigsten Dokumente unserer Zeit" (01.03.2013)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bradley-Manning-als-Wikileaks-Informant-Es-sind-die-wichtigsten-Dokumente-unserer-Zeit-1814335.html

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 Bradley Manning provides more evidence of why we need a media entity like WikiLeaks
By Mathew Ingram   (Feb. 28, 2013 - 5:01 PM EST)
http://paidcontent.org/2013/02/28/bradley-manning-provides-more-evidence-of-why-we-need-a-media-entity-like-wikileaks/

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WikiLeaks: why has Bradley Manning turned down a jury trial?
Bradley Manning has decided against a trial by military jury as he faces charges of handing secret files to WikiLeaks. Raf Sanchez asks why.  ( By Raf Sanchez, Washington, 5:07AM GMT 01 Mar 2013)
http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/wikileaks/9901659/WikiLeaks-why-has-Bradley-Manning-turned-down-a-jury-trial.html

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Pfc. Bradley E. Manning's Statement for the Providence Inquiry
By Alexa O'Brien on February 28, 2013 11:59 AM
http://www.alexaobrien.com/secondsight/wikileaks/bradley_manning/pfc_bradley_e_manning_providence_hearing_statement.html

Bradley Manning Vs Bob Woodward (2013)
https://therealnews.com/t2/component/hwdvideoshare/?task=viewvideo&video_id=75686

Bradley Manning Tells Court Public Have the Right to Know About US War Crimes (2013)
http://www.youtube.com/watch?v=QdK4LH51I2g

Title: Von Shakespeare’schem Ausmaß...
Post by: Link on March 14, 2013, 11:16:37 AM
Angela Richter - Assassinate Assange
Für die einen ein Held, für die anderen Staatsfeind Nummer 1, das ist Julian Assange, der bekannteste und umstrittenste unter den Internetaktivisten. An seinem Schicksal offenbaren sich die Licht und Schattenseiten des World Wide Web. Sein schneller Aufstieg und plötzlicher Fall erscheinen wie eine moderne Tragödie von Shakespeare’schem Ausmaß. Angela Richter hat sich mehrfach mit dem Begründer von WikiLeaks in London getroffen. Die Tonbandaufnahmen der Gespräche bilden die Grundlage der Szenencollage. Sie geht der Frage nach, wie es zur “Assassination von Assange” kommen konnte. | Sa 23.03.13, im Anschluss an die Vorstellung:
Gespräch mit Jacob Appelbaum (Internetaktivist), Joseph Farrel (WikiLeaks)
und Jennifer Robinson (WikiLeaks)

Moderation: Judith Horchert / Gespräch in englischer Sprache
http://www.hebbel-am-ufer.de/programm/spielplan/richter-assasinate-assange/223/

Panel after the Assassinate #Assange play in Berlin on March 23 2013, Guests: director of the play: Angela Richter, Jacob Appelbaum TorProject.org) , Jennifer Robinson (Human Rights Lawyer) and Joseph Farrell (Wikileaks)...
https://www.youtube.com/watch?v=6NEV59pM78g&feature=youtu.be | http://youtu.be/7bNXzzAXbmA


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Die britische Regierung "wird Herrn Assange kein sicheres Geleit aus dem UK gestatten"
Verhärtete Fronten im Streit um WikiLeaks-Gründer Julian Assange / Bericht über einen Besuch in der ecuadorianischen Botschaft / London antwortet der deutschen Friedensbewegung (2013)
http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Ecuador/wiki10.html

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Follow-up on prior stories and a few new items
New developments in the Assange case, Saadiq Long finally makes it home, and Barrett Brown's mother is convicted
Glenn Greenwald, guardian.co.uk, Tuesday 2 April 2013
The government of Ecuador continues its attempts to obtain assurances from either Britain or Sweden that Julian Assange's appearance in Stockholm for questioning on sex crimes allegations will not be used to extradite him to the US. This week, the Sydney Morning Herald reported on several interesting new developments in the case in Sweden, including the fact that the high-profile prosecutor driving the case from the start has now "abruptly" left it. Moreover, both Alexa O'Brien and Ryan Gallagher note that the Obama DOJ continues to say that its Grand Jury investigation of Assange and WikiLeaks is ongoing. Leaked documents from last year reflect that Australian diplomats believe the US is still intent on prosecuting WikiLeaks (a threatened prosecution which former New York Times General Counsel James Goodale recently described as "absolutely frightening" and "the biggest challenge" to press freedoms today). ...
http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2013/apr/02/assange-sweden-saadiq-barrett-brown

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„WikiLeaks: Krieg dem Staatsgeheimnis“ (arte, 8.3.2013)
http://irak.arte.tv/de/irak-2-0-2/wikileaks-krieg-dem-staatsgeheimnis/

Title: Julian Assange / Wikileaks
Post by: Link on April 14, 2013, 01:24:53 PM
Assange in Sweden is the website of ‘Assange in Sweden: The Police Investigation’, released 6 April 2013. Buy it now in paperback.
Why write a book with the police interrogations in the Assange case when there have been copies available online in English for over two years? Simple. Because not enough people are reading them. (Book Release)
www.assangeinswedenbook.com/

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Urteil: Finanzblockade gegen WikiLeaks muss aufgehoben werden (25.04.2013)
WikiLeaks hat im Prozess gegen das Kreditkartenunternehmen Valitor einen wichtigen Sieg errungen: Die Finanzblockaden müssen unverzüglich eingestellt werden
http://www.heise.de/tp/blogs/8/154170

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The Death of Truth
By Chris Hedges (May. 6, 2013)
... Assange is correct. The press of a nation at war, in every conflict I covered, is an enthusiastic part of the machine, cheerleaders for slaughter and tireless mythmakers for war and the military. The few renegades within the press who refuse to wave the flag and slavishly lionize the troops, who will not endow them with a host of virtues including heroism, patriotism and courage, find themselves pariahs in newsrooms and viciously attacked—like Assange and Manning—by the state. ...
https://www.truthdig.com/dig/item/the_death_of_truth_20130505/


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Smiley and West - The Conversation: Julian Assange (9 May 2013)
WikiLeaks founder Julian Assange sits down with West at the Ecuadorian embassy in London to talk about his latest text, Cypherpunks. (Audio 55 Min.)
http://www.smileyandwest.com/this-weeks-show/the-conversation-julian-assange/

https://soundcloud.com/tavis-talks/the-conversation-julian

Cornel West: 'They say I'm un-American' (13 May 2013)
http://www.guardian.co.uk/politics/2013/may/13/cornel-west-they-say-i-am-unamerican

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"Ich bin ein hartnäckiger Typ" (25.04.2013)
Julian Assange im Gespräch mit Alexandre Lacroix über die Zukunft des Netzes, sein Leben in der Londoner Botschaft von Ecuador, über die schwedische Justiz und sein neues Großprojekt.
http://www.zeit.de/2013/18/julian-assange-alexandre-lacroix

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"Truthing people into peace" Sönke Paulsen (10.05.2013)
Wikileaks. J. Assange analysiert eine Bedrohungslage, die von den Medien vehement verleugnet wird. An der Freiheit des Netzes hängt die globale Zukunft von Demokratie und Frieden ... Die dunkle Zukunftsaussicht einer komplett überwachten Onlinegesellschaft ist auf globaler Ebene weder paranoid noch ist es eine Dystopie. Es ist vielmehr der realistisch zu erwartende Outcome einer erheblichen Anstrengung, die durch die derzeit dominierenden globalen Eliten unternommen wird, genau das zu erwirken. Assange ist ein revolutionärer Journalist, der uns eine systemische Wahrheit mitteilt, die wir sehr ernst nehmen sollten. Sein Buch „Cypherpunks“  ist alles andere als eine Spinnerei. ...
http://www.freitag.de/autoren/soenke-paulsen/truthing-people-into-peace

Title: Julian Assange / Jeremy Hammond / Wikileaks
Post by: Link on May 21, 2013, 08:53:10 AM
Quote
AlAdler, 20. Mai 2013 18:21
Hut ab, dank Angriffe auf die Weichteile von WL ..

Das nenne ich mal erfolgreiches "social engineering" mit
nachfolgender, systematischer Rufmord-Kampagne - und schon
ist aus der einstmals tatsächlich Demokratie-stärkenden Or-
ganisation WikiLeaks ein Bettvorleger geworden - und wir
alle denken trotzdem, dass wir in einer Demokratie leben
würden, in der wir Bürger der Souverän seien, *lach*.

Hut ab vor *unseren* Schlapphüten dies- und jenseits des
großen Teichs, die den Ruf von WikiLeaks und Assange sub-
til und aus dem Hinterhalt so unterminiert haben, dass As-
sange zunächst Handlungsunfähig wurde (Vergewaltigungs-In-
trige) und durch Streuen von FUD das Vertrauen so geschä-
digt wurde, dass zunächst der soziale Rückhalt und jetzt
nun auch ökonomisch das Aus bevor steht.

Die Medien sind doch der politischen bzw. ökonomischen (und
damit wieder einer politischen) Kontrolle unterworfen. WL
stand außerhalb der wirtschaftlich/politischen Kontroll-
und Befehlskette und ließ sich daher nicht ("unsichtbar")
zensieren. Das hat sie gefährlich gemacht - und daran kon-
nte man nun real und in Farbe lernen, wie Demokratien Orga-
nisationen zerstören, die sie aus demokratischer Sicht
schützen müssten - weil sie Wahrheit verbreiten, auch wenn
es unbequeme Wahrheiten sind.

Vor allem dass es nun so aussieht, als habe sich WL und
Assange selber moralisch un-integer verhalten - es also
ausreichend Schwätzer gibt, die die fadenscheinigen Anschul-
digungen ganz freiwillig widerholen, finde ich eine Meister-
leistung - und natürlich einen Offenbarungseid für die tat-
sächliche Freiheit in unserer Gesellschaft ..

Al

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Hut-ab-dank-Angriffe-auf-die-Weichteile-von-WL/forum-256432/msg-23565272/read/ (http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Hut-ab-dank-Angriffe-auf-die-Weichteile-von-WL/forum-256432/msg-23565272/read/)

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"Julian Assange reveals GCHQ messages discussing Swedish extradition"
WikiLeaks founder uses subject access request to access British agency chatter, which allegedly calls extradition 'a fit-up'
Giles Tremlett in Madrid and Ben Quinn   
guardian.co.uk, Monday 20 May 2013 01.05 BST   
http://www.guardian.co.uk/media/2013/may/20/julian-assange-gchq-messages-extradition?CMP=twt_gu

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"$6m to keep tabs on Assange" Cole Moreton (Monday May 20, 2013)
The cost of policing the Ecuadorean Embassy in Knightsbridge while WikiLeaks founder Julian Assange takes refuge inside has now risen to £3.3 million ($6.2 million), Scotland Yard has disclosed.
Assange has been hiding from the law in a cramped basement room at the embassy for nearly a year. By the time the anniversary falls on June 19, policing costs are expected to have gone beyond £4.2 million.

http://www.nzherald.co.nz/world/news/article.cfm?c_id=2&objectid=10884712

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Jeremy Hammond (born January 8, 1985) is a political activist, web-developer and musician from Chicago. He is currently facing federal criminal charges for allegedly publicizing internal files of the private spying agency Stratfor through the whistle-blowing website Wikileaks. ....
https://en.wikipedia.org/wiki/Jeremy_Hammond


Hacktivist Jeremy Hammond bekennt sich zu Hack von Stratfor: “Ich tat, was ich für richtig halte.”
Von Andre Meister | Veröffentlicht: 29.05.2013 um 13:29h
Der politische Aktivist Jeremy Hammond hat sich schuldig bekannt, in Computer des privaten amerikanischen Think Tank Stratfor eingedrungen zu sein. Seit 15 Monaten sitzt er in Haft, nun drohen ihm 10 Jahre Gefängnis und eine Millionenstrafe. Jeremy Hammond half dabei, das Konzept des “Hacktivismus” zu verbreiten – und saß bereits wegen ähnlicher Delikte im Gefängnis. ...
https://netzpolitik.org/2013/hacktivist-jeremy-hammond-bekennt-sich-zu-hack-von-stratfor-ich-tat-was-ich-fur-richtig-halte/


"LulzSec: Jeremy Hammond bekennt sich schuldig"
http://www.gulli.com/news/21630-lulzsec-jeremy-hammond-bekennt-sich-schuldig-2013-05-28
Title: ...kommentiert K. Biermann
Post by: Link on June 10, 2013, 11:15:11 AM
"NSA-Überwachungsaffäre: Wir brauchen mehr Whistleblower" (07.06.2013)
Die USA wollen Whistleblowern Angst machen: Wir kriegen euch alle, lautet die Botschaft. Dabei sollten ihnen Orden verliehen werden, kommentiert K. Biermann.
http://www.zeit.de/digital/internet/2013-06/nsa-whistleblower-leak

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The Smears Against Edward Snowden Have Begun (June 11, 2013)
http://nabeelqu.com/blog/the-smears-against-edward-snowden-have-begun

 Very little of the debate is about the actual NSA monitoring program itself, most of of the time they talk about why this leak happened and why Edward Snowden is a "strange" guy. It's completely unbelievable. ....
https://news.ycombinator.com/item?id=5862195

Title: Wikileaks (Thordason)
Post by: Link on June 28, 2013, 02:05:22 PM
"Wikileaks-Mitarbeiter war FBI-Informant" (28.06.2013)
Der Isländer Sigurdur Ingi Thordarson hat während seiner Zeit als Wikileaks-Aktivist mit dem US-amerikanischen FBI kooperiert und dafür 5000 US-Dollar erhalten. Thordarson übergab dabei den FBI-Agenten mehrere Festplatten mit den internen Chat-Mitschnitten von Wikileaks. Dies berichtet der Ex-Hacker Kevin Poulsen im Magazin Wired. Auch Poulsen will im Besitz der Wikileaks-Chats sein. Wikileaks selbst äußert sich nicht zu dem Vorfall, weil es im Februar 2013 Thordarson in Island angezeigt hat: Der damals 17-jährige Thordason hatte neben seiner Arbeit als Chatroom-Admin den Verkauf von Fan-Artikeln für Wikileaks geleitet und bis zu seinem Rauswurf im November 2011 die Einnahmen veruntreut.
Laut den Ausführungen im Wired ging die Initiative zur Informationsabschöpfung von Wikileaks von Thordarson aus, der die US-Botschaft aufsuchte und seine Mitarbeit anbot. ...

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-Mitarbeiter-war-FBI-Informant-1902566.html

WikiLeaks Volunteer Was a Paid Informant for the FBI
By Kevin Poulsen (06.27.2013)
http://www.wired.com/threatlevel/2013/06/wikileaks-mole/

"Unauthorized FBI Questioning of Icelandic Teen" (06.02.2013)
http://icelandreview.com/icelandreview/daily_news/Unauthorized_FBI_Questioning_of_Icelandic_Teen_0_397584.news.aspx

"FBI paid Wikileaks Informant Siggi for Betraying Assange" (Friday, 28 June 2013)
http://www.newsoficeland.com/home/politics/foreign-affairs/item/1810-fbi-paid-wikileaks-informant-siggi-for-betraying-assange


Title: Julian Assange / Wikileaks (Cypherpunks)...
Post by: Link on July 02, 2013, 09:20:25 AM
"Prism und Tempora: Geburtshelfer einer neuen Netzguerilla?" Wolfgang Michal (01.07.2013)
Erst jetzt wird der Zusammenhang deutlich: Der Zusammenhang zwischen dem 2012 erschienenen Buch „Cypherpunks“ und den Enthüllungen des Ex-NSA-Mitarbeiters Edward Snowden.
Im März 2012 führten die vier Netzexperten Julian Assange, Andy Müller-Maguhn, Jacob Appelbaum und Jérémie Zimmermann ein Gespräch, das hierzulande gern als überspannt, alarmistisch und „verrückt“ abgetan und entsprechend verdrängt worden ist. Dieses Gespräch kündete von einer Radikalisierung innerhalb der Netz- und Hacker-Szene, die gewisse Ähnlichkeiten aufweist zur Zerfallsphase der Studentenbewegung.
Mehrere Entwicklungen deuten in diese Richtung: Auffallend ist zunächst die seit der Demontage von WikiLeaks bei wichtigen Vordenkern stattfindende Desillusionierung in Sachen Internet. Aus dem einstigen „Paradies der Freiheit“ ist quasi über Nacht die „Hölle der Überwachung“ geworden. Es zeigt sich – zweitens – das aus der Desillusionierung hervorgehende Bewusstsein, dass man es mit einem “tendenziell totalitären” militärisch-postindustriellen Komplex aus Geheimdiensten, Armee, Polizei und IT-Unternehmen zu tun hat. ...

http://www.carta.info/60412/prism-und-tempora-geburtshelfer-einer-neuen-netzguerilla/

Title: Julian Assange / Wikileaks
Post by: Link on July 02, 2013, 11:18:46 AM
"Private Power and New Media: The Case of the Corporate Suppression of WikiLeaks and its Implications for the Exercise of Fundamental Rights on the Internet"  Angela Daly, European University Institute, Italy (2012)
http://www.academia.edu/7024055/Private_Power_and_New_Media_The_Case_of_the_Corporate_Suppression_of_WikiLeaks_and_its_Implications_for_the_Exercise_of_Fundamental_Rights_on_the_Internet (http://www.academia.edu/7024055/Private_Power_and_New_Media_The_Case_of_the_Corporate_Suppression_of_WikiLeaks_and_its_Implications_for_the_Exercise_of_Fundamental_Rights_on_the_Internet)


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Julian Assange on 'This Week'
An exclusive interview with the international man of mystery and founder of WikiLeaks.
RELATED TOPICS: U.S. • Julian Assange • WikiLeaks • Edward Snowden
15:10 | 06/30/2013
http://abcnews.go.com/ThisWeek/video/julian-assange-week-19536948

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"Verstecktes Mikrofon in Ecuadors Botschaft in London gefunden" (03.07.2013)
In der ecuadorianischen Botschaft in London, in der sich seit mehr als einem Jahr der Wikileaks-Gründer Julian Assange aufhält, ist ein verstecktes Mikrofon gefunden worden. Das teilte Ecuadors Außenminister Ricardo Patiño am gestrigen Dienstag mit. Das Gerät habe sich im Büro der Botschafterin befunden und man sei dabei, zu untersuchen, von wem es stammen und kontrolliert werden könnte. Patiño bezeichnete den Fund als erneute Bestätigung für die verlorene Ethik auf internationalem Level. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Verstecktes-Mikrofon-in-Ecuadors-Botschaft-in-London-gefunden-1910676.html

"Verstecktes Mikrofon: Ecuador verdächtigt Überwachungskonzern" (04.07.2013)
Ecuadors Außenminister Ricardo Patiño hat erklärt, es bestehe ein begründeter Verdacht, dass das entdeckte Abhörgerät in der Londoner Botschaft seines Landes auf das Konto der Surveillance Group Limited ging. Eine Untersuchung habe ergeben, dass das Gerät etwa zwei Monate lang in Betrieb war, bevor es am 14. Juni entdeckt wurde. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Verstecktes-Mikrofon-Ecuador-verdaechtigt-Ueberwachungskonzern-1911172.html


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"Assange-Überwachung kostet 12.700 Euro pro Tag" (11.07.13)
Wie die britische Polizei auf Anfrage der Londoner Stadträtin Jenny Jones feststellt, kostete die verstärkte Überwachung der ecuadorianischen Botschaft seit dem Juni 2012 rund 3,8 Millionen Pfund.
http://futurezone.at/digitallife/17038-assange-ueberwachung-kostet-12-700-euro-pro-tag.php

"London’s police spend over $16,000 per day to stake out Julian Assange"
But Metropolitan Police commissioner hopes the Home Office will reimburse.
by Cyrus Farivar - July 10 2013, 6:20pm CEST
http://arstechnica.com/tech-policy/2013/07/londons-police-is-spending-11-per-minute-to-stake-out-julian-assange/

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"How cryptography is a key weapon in the fight against empire states"
 Julian Assange, guardian.co.uk, Tuesday 9 July 2013 12.45 BST   
http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2013/jul/09/cryptography-weapon-fight-empire-states-julian-assange

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"'Worst thing anyone's said? That I was so mean to their cat it turned psychotic': Inside the head of... Julian Assange"  By Sarah Oliver, PUBLISHED: 21:00 GMT, 20 July 2013 | UPDATED: 07:59 GMT, 22 July 2013
http://www.dailymail.co.uk/home/event/article-2368613/Julian-Assange-Worst-thing-anyones-said-That-I-mean-cat-turned-psychotic.html


Title: Wikileaks (Bradley Manning)
Post by: Link on July 31, 2013, 10:38:36 AM
"Bradley Manning verdict: guilty of most charges but not 'aiding enemy'"
Adam Gabbatt, theguardian.com, Tuesday 30 July 2013 21.35 BST   
http://www.theguardian.com/world/2013/jul/30/bradley-manning-trial-verdict-live

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"Nach dem Manning-Urteil Der Fall ist noch brisanter geworden" Von Jordan Mejias, New York  (31.07.2013)
Gefahr für die Meinungs- und Pressefreiheit? Nach dem Schuldspruch sorgt der Fall Manning weiter für Kontroversen. Die Obama-Regierung aber scheint bereit, die nationale Sicherheit höher zu bewerten als die rechtsstaatlichen Fundamente.
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/nach-dem-manning-urteil-der-fall-ist-noch-brisanter-geworden-12313390.html

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"ACLU Comment on Bradley Manning Verdict" (July 30, 2013)
http://www.aclu.org/free-speech/aclu-comment-bradley-manning-verdict


"Bradley Manning case shows that US government's priorities are 'upside down'"
Posted: 30 July 2013
https://www.amnesty.org.uk/news_details.asp?NewsID=20904

"The Bradley Manning Verdict and the Dangerous “Hacker Madness” Prosecution Strategy"
July 30, 2013 | By Cindy Cohn
https://www.eff.org/deeplinks/2013/07/manning-verdict-and-hacker-madness-prosecution-strategy


"Manning verdict blow for investigative journalism and its sources"
Published on Tuesday 30 July 2013.
http://en.rsf.org/united-states-manning-verdict-blow-for-30-07-2013,44995.html


"Bradley Manning Espionage Act Conviction a Blow to Both Whistleblowers and Journalists"
July 30, 2013, By Trevor Timm
https://pressfreedomfoundation.org/blog/2013/07/bradley-manning-espionage-act-conviction-blow-both-whistleblowers-and-journalists


Statement by Julian Assange on Verdict in Bradley Manning Court-Martial
30 July 2013, 19:30 UTC
http://wikileaks.org/Statement-by-Julian-Assange-on.html

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"Scott Horton interviews Daniel Ellsberg" (July 30, 2013)
the first reaction of Daniel Ellsberg, author of Secrets: A Memoir of Vietnam and the Pentagon Papers, to Bradley Manning’s acquittal on charges of “aiding the enemy,” but conviction under the espionage act, why journalism is still threatened, Manning’s motives, the positive consequences of his leaks — for instance ending America’s occupation of Iraq once and for all, and the importance of whistleblowers to a free society.
http://scotthorton.org/2013/07/30/73013-daniel-ellsberg/

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http://www.heise.de/newsticker/meldung/Prozess-gegen-Wikileaks-Whistleblower-Manning-vor-der-Urteilsverkuendung-1926697.html


"Bradley Manning – Protokoll einer menschlichen Tragödie" Kerstin Ludwig (30.07.2013)
http://www.carta.info/61894/bradley-manning-protokoll-einer-menschlichen-tragodie/

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"Bradley Manning von schwerstem Vorwurf freigesprochen" (30.07.2013)
Im Falle eine Verurteilung wegen "Unterstützung des Feindes" hätte Manning alleine für diesen Punkt eine lebenslange Freiheitsstrafe gedroht. Die Staatsanwaltschaft hatte bereits vor dem Prozess darauf verzichtet, bei einem Schuldspruch die Todesstrafe zu fordern. Das Strafmaß für die anderen Anklagepunkte wird das Gericht nun in rund drei Wochen bekannt geben.
Eine Verurteilung wegen "Unterstützung des Feindes" hätte als möglicher Präzedenzfall darüber hinaus schwerwiegende Folgen für Whistleblower im Allgemeinen haben können. Die Ansicht der Staatsanwaltschaft, eine Veröffentlichung von Geheimsachen käme der "Unterstützung des Feindes" gleich, weil neben dem Rest der Welt auch feindliche Kräfte sie dann im Internet einsehen könnten, wollte das Gericht offenbar nicht folgen.
Dennoch zeigte sich die Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) "bestürzt" über das Urteil des US-Militärgerichts "Bradley Manning ist der Prototyp eines Informanten, der unter großen persönlichen Risiken politische Missstände öffentlich gemacht hat", sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr. Das Urteil schaffe einen gefährlichen Präzedenzfall. "Mutige Menschen wie er und Edward Snowden sind unverzichtbar, damit Journalisten Fehlentwicklungen publik machen können. Solche Informanten verdienen einen starken gesetzlichen Schutz und keine drakonischen Strafen." ...

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bradley-Manning-von-schwerstem-Vorwurf-freigesprochen-1927027.html

Quote
zpool, 30. Juli 2013 20:37
Wer "Collateral Murder“ gsehen hat weiß wer die Kriminellen sind.
Kleine Hilfestellung zu Kognition: der Whistleblower ist es nicht.
http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Wer-Collateral-Murder-gsehen-hat-weiss-wer-die-Kriminellen-sind/forum-261893/msg-23889313/read/

Quote
Funktastatur, 30. Juli 2013 22:26
Wie kann es sein, dass jemand der Unrecht in einem
Rechtsstaat aufdeckt als "Verbrecher" und Verräter hingestellt wird?
Wüsste ich es nicht besser, dann wurde ich behaupten die USA wäre
kein Rechtsstaat sondern eine Diktatur.


Quote
HNMatze, 30. Juli 2013 20:45
Auch in Terrorregimen gibt es Momente der Großzügigkeit
Klasse, das Gericht hat entschieden, einen Bürger nicht ermorden zu
lassen. Die Großzügigkeit lässt mich ehrfürchtig zittern.
*m*

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Auch-in-Terrorregimen-gibt-es-Momente-der-Grosszuegigkeit/forum-261893/msg-23889346/read/

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"Verrat am Helden Manning" Harald Neuber (30.07.2013)
Assange hat das Urteil scharf kritisiert: "Dies ist die allererste Spionageverurteilung eines Whistleblowers. Dies ist ein gefährliches Präzedenzurteil und ein Beispiel für einen Extremismus der nationalen Sicherheit. Es ist ein kurzsichtiges Urteil, das nicht akzeptiert werden kann und revidiert werden muss. Es darf niemals sein, dass die Übermittlung von wahrer Information 'Spionage' ist." Assange wirft Obama vor, dass er nicht nur demokratische Freiheiten zerstört habe, sondern nun mit der Einschüchterung von Whistleblower auch gegen die Pressefreiheit vorgeht. ...
http://www.heise.de/tp/artikel/39/39610/1.html

Quote
Udo Helms, 31. Juli 2013 08:35
Zur Erinnerung!
Bradley Manning hat völkerrechtswidriges Verhalten der USA
aufgedeckt. Ein Verhalten, dass einem Friedensnobelpreisträger wie
Obama nicht wirklich gut zu Gesicht steht.

Denn eigentlich gehört nicht Manning vor Gericht, sondern die
Offiziere, die zum Beispiel Zivilisten anlaßlos abgeschlachtet haben.
Oder die Verantwortlichen, die US-Bürger ohne Gerichtsverfahren mit
Drohnen töten.

Im Übrigen, man stelle sich mal vor, dieser Prozess würde in Putin's
Reich gegen einen "Verräter Russlands" abgehalten. Ich vermute mal,
dass es in unseren "Qualitätsmedien" zu Recht einen Aufschrei geben
würde. ...
http://www.heise.de/tp/foren/S-Zur-Erinnerung/forum-261892/msg-23890619/read/

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Quote
Hiermit verurteile ich Bradley Manning

Er ist schuldig in allen Anklagepunkten:

    Bradley ist schuldig, ein Gewissen zu besitzen.

    Er besitzt nicht nur eines, sondern handelt danach.

    Bradley wirft seine Karriere weg.

    Er deckt schwere Verbrechen bis zum Mord auf.

    Bradley verdient damit kein Geld, verfolgt keinerlei finanzielle Absichten.

    Er deckt die Missstände nicht nur gegenüber seinen Vorgesetzten auf, sondern sorgt dafür, dass sie an die Öffentlichkeit kommen.

    Dabei geht er mit genausowenig Rücksicht auf die Interessen seiner Befehlshaber vor, wie auf seine eigenen.

    Bradley fügt sich auch als Untertan nicht ein, sondern handelt wie ein verantwortungsvoller Staatsbürger.

    Bradley ist schuldig, als Soldat sein Gehirn genutzt zu haben.

    Darüber hinaus hat er sogar Herz gezeigt.

    Bradley stellt sich gegen den vom Präsidenten befohlenen Mord.

    Obwohl ihm das Risiko klar ist, erwirkt er, dass seine Vorgesetzten ihn foltern lassen.

    Bradley verstösst auch während des Verfahrens gegen alle Sitten, und gibt seine Taten unumwunden zu.

    Bradley verheimlicht nichts.

    Bradley lässt das Gericht wie den Volksgerichtshof aussehen durch seine Offenheit.

Für all diese Verbrechen muss Bradley so hart bestraft werden, wie es die US-Gesellschaft dafür vorsieht. Aber am schlimmsten ist sein grösstes Verbrechen:

    Bradley zeigt der ganzen Welt, was die USA in Wirklichkeit für ein Staat sind.

publiziert Tue, 30 Jul 2013 20:56:54 +0200

http://www.auchdieserschwachsinnmussinsinternet.de/2013-07/s1375210614 & http://www.heise.de/tp/foren/S-Hiermit-verurteile-ich-Bradley-Manning/forum-261892/msg-23889524/read/

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"Strafmaß für WikiLeaks-Informanten: Zeuge der Anklage entlastet Manning" (01.08.2013)
... Nun geht es um das Strafmaß für den 25-Jährigen. Auch hier hört das Gericht Zeugen. Ausgerechnet einer der Zeugen der Anklage hat Manning nun entlastet - in der wichtigen Frage, ob infolge der Veröffentlichungen Menschen getötet wurden. Der frühere Brigadegeneral Robert Carr verneinte dies am Mittwoch. Er schloss aus, dass aufgrund der veröffentlichten Irak-Protokolle Menschen ums Leben kamen, die mit den USA zusammenarbeiteten.
Zu den Afghanistan-Protokollen machte Carr längere Ausführungen. Er erklärte, ein Afghane sei getötet worden, der Beziehungen zu den USA unterhalten habe. Die Taliban hätten öffentlich erklärt, ihn ermordet zu haben, weil sie ihn mit Informationen aus den Papieren in Verbindung brachten. Mannings Verteidiger hakte nach: "Wurde diese Person in den Afghanistan-Protokollen namentlich erwähnt?" Carr räumte ein: "Der Name des getöteten Menschen war nicht in den veröffentlichten Dokumenten."
Der Vorwurf, WikiLeaks handele unverantwortlich, war immer einer der Hauptkritikpunkte der US-Regierung. "Unschuldige werden deswegen sterben", sagte Ex-CIA-Chef Michael Hayden 2010 über die Veröffentlichung der Afghanistan-Protokolle. Mike Mullen, Vorsitzender der Vereinigten US-Stabschefs, warf WikiLeaks-Gründer Julian Assange gar vor, an dessen Händen klebe das Blut afghanischer Familien. Ähnlich fiel die Reaktion nach Veröffentlichung der Irak-Protokolle wenige Monate später aus: WikiLeaks gefährde das Leben von Soldaten, Alliierten und Irakern. Dabei hatte das US-Verteidigungsministerium die Vorwürfe zwischenzeitlich relativiert: Durch die Veröffentlichung seien keine geheimdienstlichen Quellen und Methoden aufgedeckt wurden. ...

http://www.spiegel.de/politik/ausland/strafmass-fuer-wikileaks-informanten-zeuge-entlastet-manning-a-914212.html

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Video: "Julian Assange Talks to VICE About Bradley Manning and Political Payback" (2013)
In the buildup to Julian Assange’s run for the Australian senate, VICE was invited to the Ecuadorian embassy in London for a rare in-person interview. Our visit coincided with the conviction of Bradley Manning, the young US Army private whose alleged espionage put WikiLeaks on the map. Assange spoke to us about political payback, his plans for freeing the most famous whistle-blower in history, and why the world needs a WikiLeaks political party. ...
http://www.vice.com/en_uk/vice-news/julian-assange-talks-to-vice-about-bradley-manning-and-political-payback



Title: ...
Post by: Link on August 20, 2013, 11:28:59 AM
"Michael Grunwald, Time Magazine Reporter, Sends Out Shocking Tweet About Julian Assange"
The Huffington Post  |  By Braden Goyette (08/19/2013)
http://www.huffingtonpost.com/2013/08/17/michael-grunwald-julian-assange_n_3773981.html

http://archive.is/KtnuJ

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"Google and the NSA: Who’s holding the ‘shit-bag’ now?"
by Julian Assange   (August 24th, 2013)
It has been revealed today, thanks to Edward Snowden, that Google and other US tech companies received millions of dollars from the NSA for their compliance with the PRISM mass surveillance system.
So just how close is Google to the US securitocracy? Back in 2011 I had a meeting with Eric Schmidt, the then Chairman of Google, who came out to see me with three other people while I was under house arrest. You might suppose that coming to see me was gesture that he and the other big boys at Google were secretly on our side: that they support what we at WikiLeaks are struggling for: justice, government transparency, and privacy for individuals. But that would be a false supposition. ...

http://thestringer.com.au/google-and-the-nsa-whos-holding-the-shit-bag-now/

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"Wurde WikiLeaks-Gründer Assange in Deutschland ausspioniert?" (September 4, 2013)
... Wie Assanges Anwalt Per Samuelson auf der Website von WikiLeaks bestätigte, hat die Organisation auch eine Klage wegen Diebstahls von WikiLeaks-Eigentum eingereicht. Dabei geht es um einen Koffer von Assange, der ihm im September 2010 auf einem Flug gestohlen worden sein soll. In dem Koffer seien Tausende vertrauliche US-Geheimdienstdokumente zum Afghanistan-Krieg gewesen, teilte Wikileaks mit. Assange habe deswegen bei der Polizei des Stockholmer Flughafens Arlanda Klage eingereicht.
Laut WikiLeaks muss Bundeskanzlerin Angela Merkel zwei einfache Fragen beantworten: Erlaubt sie den US-Militärbasen, Journalisten in Deutschland auszuspionieren? Und hat sie die Erlaubnis für die Ausfuhr der Ergebnissen dieser Spionage in die Vereinigten Staaten? ...

http://me-magazine.info/2013/09/04/wurde-wikileaks-gruender-assange-in-deutschland-ausspioniert/

Title: Wikileaks (Bradley Manning)
Post by: Link on August 21, 2013, 04:51:58 PM
"Wikileaks-Whistleblower Bradley Manning zu 35 Jahren Haft verurteilt" (21.08.2013)
Militärrichterin Colonel Denise Lind verkündete das Strafmaß im Prozess gegen den Wikileaks-Whistleblower Bradley Manning: 35 Jahre Haft verhängte Lind gegen Manning, unter anderem für den Verrat von Militärgeheimnissen. Manning wird unehrenhaft aus der Armee entlassen. Die Untersuchungshaft von 1294 Tagen wird auf die Strafe angerechnet. Hat Manning ein Drittel der Strafe abgesessen, kann er einen Antrag auf Aussetzung der Strafe zur Bewährung stellen.
Lind blieb damit deutlich unter dem von der Anklage geforderten Strafmaß von 60 Jahren und weit unter der Höchststrafe von 90 Jahren, die nach den Schuldsprüchen im Verfahren möglich gewesen wäre. Manning war vom schwersten Vorwurf, der "Unterstützung des Feindes" freigesprochen worden, die Richterin befand ihn aber in 19 von 21 Anklagepunkten schuldig. Verurteilt wurde Manning wegen fünf verschiedener Verstöße gegen Anti-Spionage-Gesetze sowie Diebstahl und Computerkriminalität. ....

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-Whistleblower-Bradley-Manning-zu-35-Jahren-Haft-verurteilt-1939891.html (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-Whistleblower-Bradley-Manning-zu-35-Jahren-Haft-verurteilt-1939891.html)

www.zeit.de/politik/ausland/2013-08/wikileaks-whistleblower-manning-prozess-strafmass (http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-08/wikileaks-whistleblower-manning-prozess-strafmass)

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-Whistleblower-Bradley-Manning-zu-35-Jahren-Haft-verurteilt-3-Update-1939891.html


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"Wikileaks-Whistleblower Bradley Manning: Ich schaff das" (22.08.2013)
Nach der Verkündung der Haftstrafe von 35 Jahren zeigte sich der US-amerikanische Whistleblower Bradley Manning gefasst, wie sein Rechtsanwalt David Coombs auf einer wenige Stunden nach der Strafmaßverlündung angesetzten Pressekonferenz berichtete, die gestreamt wurde. "Es ist OK. Es ist in Ordnung. Du hast Dein Bestes getan. Ich werde OK sein, ich schaffe das schon, dies durchzustehen", sollen seine Worte Coombs zufolge gewesen sein. Der Anwalt berichtete, dass die Unterstützer von Bradley Manning einen "College Trust Fond" eingerichtet haben: Wenn der 26-jährige Manning in 18 Jahren (bei guter Führung) oder in 8,5 Jahren (bei einer Begnadigung) entlassen wird, soll er sich seinen Lebenstraum erfüllen und auf ein College gehen können.
Der ehemalige Elitesoldat David Coombs erklärte, in seiner Karriere als Rechtsanwalt schon Hunderte von Armee-Angehörigen verteidigt zu haben, vom Mörder bis zum Kindesschänder, doch keiner habe eine solch hohe Strafe bekommen. ...

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-Whistleblower-Bradley-Manning-Ich-schaff-das-1940092.html

Title: Julian Assange / Wikileaks
Post by: Link on August 27, 2013, 09:25:47 AM
"Teaching Assange to Rap" Daniel Sher (26.08.2013)
Not many people realize that Julian Assange is actually an Australian, and right now his inner-Aussie is truly shining through. His formal shirt has been replaced with a bicep-yielding singlet and he’s wearing a comical peroxide wig with a mullet and bandana attached. Chuckles fill the Ecuadorian Embassy office as he grips a can of ‘ozzy spirit’ and mimes a parody version ‘You’re the Voice’ by John Farnam. ...
http://www.mahala.co.za/culture/teaching-assange-to-rap/

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The Disease of Detention: Julian Assange’s Thousand Days
Monday, 2 September 2013, 11:16 am
Column: Binoy Kampmark
Police states quaffing the blood of victims have an excuse: they wish to oppress in order to justify the status quo, keeping the fires burning, their subjects scared. They deceive because they know that truth is another country. States that possess some constitutional worth, those that front a democratic chamber, elected by an enfranchised electorate prefer more subtle techniques, resorting to indefinite detention, without charge.
The breakdown of WikiLeaks founder Julian Assange’s confinement for 1000 days reads as a resume on how authorities can dilute legal obligations with corrosive effect. 10 days were spent in solitary confinement in Wandsworth prison; 550 days were spent under house arrest; and 440 days have been spent at the Ecuadorean embassy in London being denied or guaranteed safe passage by the United Kingdom. ...

http://www.scoop.co.nz/stories/HL1309/S00014/the-disease-of-detention-julian-assanges-thousand-days.htm

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http://www.thisdayinwikileaks.org/2013/09/4-september-2013.html

http://wikileaks.org/spyfiles3.html

"Exporte von Überwachungstechnologie - Trojaner für Diktatoren" (4. September 2013)
http://www.sueddeutsche.de/digital/exporte-von-ueberwachungstechnologie-trojaner-fuer-diktatoren-1.1762651

"Spy Files 3: WikiLeaks veröffentlicht neue Dokumente zu Geheimdienst-Auftragsfirmen und Überwachungstechnologien"
Von Andre Meister | Veröffentlicht: 04.09.2013 um 18:32h
https://netzpolitik.org/2013/spy-files-3-wikileaks-veroeffentlicht-neue-dokumente-zu-geheimdienst-auftragsfirmen-und-ueberwachungstechnologien/

http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-09/spionage-geschaefte-diktaturen

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"The Man Who Came to Dinner" Sarah Ellison (politics, October 2013)
Julian Assange hasn’t set foot outside Ecuador’s London embassy in more than a year—avoiding extradition to Sweden, where he faces allegations of sexual assault. But physical confinement seems only to enhance his reach. The WikiLeaks founder has video-addressed the U.N., launched a Senate campaign in absentia in his native Australia, entertained Lady Gaga, and played a key role in the case of N.S.A. leaker Edward Snowden. As several movies depict aspects of Assange’s story, Sarah Ellison focuses on the center of his web.
http://www.vanityfair.com/politics/2013/10/julian-assange-hideout-ecuador

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"Niederlage für Wikileaks Party bei australischen Parlamentswahlen" (09.09.2013)
Die australische Wikileaks Party und ihr Spitzenkandidat Julian Assange haben bei den australischen Parlamentswahlen ihre Wahlziele nicht erreicht. Assange verlor in seinem Wahlbezirk gegen die Australien Motoring Enthusiast Party, die mehr Präferenzstimmen einsammeln konnte. Die Wikileaks Party kam landesweit mit 58.583 Erststimmen auf 0,62 Prozent und verfehlte damit die 4-Prozentmarke, ab der die Wahlkampfkostenpauschale greift. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Niederlage-fuer-Wikileaks-Party-bei-australischen-Parlamentswahlen-1952351.html


"Wikileaks-Partei von Assange bei Wahl gescheitert" (09.09.2013)
Assange will das Projekt Wikileaks Party aber trotzdem nicht aufgeben. Möglicherweise werde er bei den nächsten Wahlen wieder kandidieren. Das wäre aber daran geknüpft, dass er dann nicht mehr in der ecuadorianischen Botschaft in London festsitzt - denn aufgestellt kann nur werden, wer sich in den letzten vier Jahren zumindest mal auf australischem Territorium aufgehalten hat. ...
http://winfuture.de/news,77783.html


"Julian Assange, the political outsider" Greg Barns (09/2013)
Working with Julian Assange's federal election campaign, one was struck by a profound sense of disconnect between what many of Mr Assange's supporters thought he was, or wanted him to be, and the reality of his political philosophy. ...
http://www.abc.net.au/news/2013-09-10/barns-assange-the-outsider-in-politics-as-in-life/4947168

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"Theater: Lieber Assange als Shakespeare" (04.09.2013)
" ... Kölner Hausregisseurin Angela Richter spricht über Fakten, Fiktion und ihr Recherche- Theater. ... "Viele Überwachungsdetails, die er enthüllt, hatte ihr Julian Assange schon erzählt, "aber sie erschienen mir so unglaubhaft, dass ich sie im Stück gar nicht verwendet habe". Mit Assange hat sie noch Kontakt, etwa einmal im Monat besucht sie ihn im Londoner "Gefängnis". Wobei sie "trotz persönlich nur positiver Erfahrungen" erklärt: "Vieles ist durchaus genialisch, aber Leute mit extremen Talenten sind oft selbst extrem. Und einige soziale Eigenschaften gehören nicht zu seinen Stärken." ..."
http://www.rundschau-online.de/kultur/theater-lieber-assange-als-shakespeare,15184894,24205742.html


Title: ...
Post by: Link on September 23, 2013, 01:02:55 PM
"The war on whistleblowers and journalism" (Video)
Discussing press freedoms with Julian Assange, David Coombs, Alexa O'Brien and others...
Glenn Greenwald, theguardian.com, Thursday 19 September 2013 11.49 BST   
http://www.theguardian.com/commentisfree/2013/sep/19/war-on-whistlelblowers-and-journalists

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"Fall Assange: Ecuador will internationales Gericht anrufen" (09.10.2013)
Ecuador erwägt, über die internationale Gerichtsbarkeit freies Geleit für Wikileaks-Gründer Julian Assange zu erreichen. Außenminister Ricardo Patiño erklärte, nach über einem Jahr erfolgloser Gespräche mit der britischen Regierung sei eine Klage vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag nicht auszuschließen, berichtete die Zeitung El Telégrafo ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Fall-Assange-Ecuador-will-internationales-Gericht-anrufen-1975164.html

"Ecuador pressures Britain on Assange" (October 9, 2013)
Ecuador says it may turn to the International Court of Justice to resolve an impasse with Britain over Julian Assange, the WikiLeaks founder holed up since mid-2012 in Quito's London embassy. ...
http://www.smh.com.au/world/ecuador-pressures-britain-on-assange-20131009-2v6v1.html

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"Trans-Pacific Partnership: WikiLeaks veröffentlicht Copyright-Kapitel von Handelsabkommen" (13.11.2013)
Die Enthüllungsplattform WikiLeaks hat am Mittwoch Teile eines Entwurfs für ein neues Freihandelsabkommen veröffentlicht. Dabei soll es sich um ein Kapitel der Trans-Pacific Partnership (TPP) handeln, in der es um geistiges Eigentum geht. ...
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/wikileaks-veroeffentlicht-copyright-kapitel-von-handelsabkommen-a-933401.html

"Thanks to WikiLeaks, we see just how bad TPP trade deal is for regular people"
Dan Gillmor, 13 November 2013 19.45 GMT
The more you know about the odious Trans-Pacific Partnership, the less you'll like it. It's made for corporate intellectual property and profits ...
http://www.theguardian.com/commentisfree/2013/nov/13/trans-pacific-paternership-intellectual-property

Title: ...
Post by: Link on November 18, 2013, 09:32:57 AM
"Zehn Jahre Haft für Stratfor-Hacker Hammond" (16.11.2013)
Für seinen Hack des Sicherheitsunternehmens Stratfor hat Anonymous-Mitglied Jeremy Hammond die Höchststrafe erhalten. Er bezeichnete das Urteil als "rachsüchtigen und boshaften Akt". Wikileaks kündigt weitere Enthüllungen an. ... Hammond hatte sich im Mai dieses Jahres schuldig bekannt, in die Computer des US-Sicherheitsunternehmens Strategic Forecasting (Stratfor) eingedrungen zu sein. Ohne dieses Eingeständnis hätte ihm bei einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe von bis zu 30 Jahren gedroht. Der Anonymous-Ableger Antisec war Weihnachten 2011 in die Systeme von Stratfor eingebrochen und hatte rund 200 GByte an Daten entwendet. Einen Teil stellte das Kollektiv selbst ins Netz. Mehrere Millionen E-Mails des Sicherheitsunternehmens, das auch als Schatten-CIA bezeichnet wurde, bekam Wikileaks. Die Organisation veröffentlichte sie unter der Bezeichnung Global Intelligence Files. Nach dem Urteil vom Freitag kündigte Wikileaks an, in Kürze noch alle verbliebenen Stratfor-Dokumente zu veröffentlichen. ...
http://www.golem.de/news/anonymous-zehn-jahre-haft-fuer-stratfor-hacker-hammond-1311-102791.html



"Cyber-Activist Jeremy Hammond Sentenced to 10 Years In Prison" By John Knefel November 15, 2013
The hacker, who pleaded guilty in May, is given the maximum sentence by a federal judge
http://www.rollingstone.com/politics/news/cyber-activist-jeremy-hammond-sentenced-to-10-years-in-prison-20131115

"Zehn Jahre Haft für Anonymous-Mitglied" (16.11.2013)
Ein wesentlicher Beitrag zur Festnahme Hammonds und anderer Mitglieder der inzwischen aufgelösten Hackergruppe LulzSec kam aus den eigenen Reihen. Hector Xavier Monsegur ("Sabu") war als FBI-Informant tätig und hatte den Einbruch bei Stratfor überhaupt erst angeregt, so Hammond. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Zehn-Jahre-Haft-fuer-Anonymous-Mitglied-2047952.html

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"USA verzichten offenbar auf Anklage gegen Assange" (26. November 2013)
http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-11/wikileaks-assange-anklage-usa

"Julian Assange unlikely to face U.S. charges over publishing classified documents" Sari Horwitz (26.11.2013)
http://www.washingtonpost.com/world/national-security/julian-assange-unlikely-to-face-us-charges-over-publishing-classified-documents/2013/11/25/dd27decc-55f1-11e3-8304-caf30787c0a9_story.html

"Wikileaks-Gründer Assange soll in den USA nicht angeklagt werden" (26.11.2013)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-Gruender-Assange-soll-in-den-USA-nicht-angeklagt-werden-2053857.html

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"30C3: Assange-Auftritt als Lackmustest der Hackerethik?" Detlef Borchers (06.12.2013)
Die Ankündigung im Fahrplan des kommenden Chaos Communication Congresses, dass Julian Assange und Jacob Appelbaum über den Widerstand von Sysadmins in einer überwachten Welt sprechen wollen, wird von den prospektiven Besuchern des Kongresses in Blogs und Tweets diskutiert. ... In dem Land, in dem Assange einen Antrag auf Aufenthaltserlaubnis als Journalist gestellt hatte, um Wikileaks unter den besonderen Schutz des schwedischen Presserechtes zu stellen, gestaltete sich sein Aufenthalt kompliziert. Assange ließ sich auf zwei sexuelle Beziehungen ein, die zu einer polizeilichen Untersuchung und einem Haftbefehl wegen Vergewaltigungsverdacht führten. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/30C3-Assange-Auftritt-als-Lackmustest-der-Hackerethik-2062099.html

"Es wird kein Vergewaltiger eingeladen" (6. Dezember 2013 16:03)
Twister2009, Bettina Hammer
... In dem genannten Blog wird Penetration einer schlafenden Frau per se
als Vergewaltigung angesehen, ohne dass mal darauf Bezug genommen
wird, dass es letztendlich auch Situationen gibt, in denen von einer
Zustimmung der Frau ausgegangen werden kann.
Zitiert wird auch:
"They fell asleep and she woke up by his penetrating her. She
immediately asked if he was wearing anything. He answered: "You." She
said: "You better not have HIV." He said: "Of course not." She may
have been upset, but she clearly consented to its [the sexual
encounter's] continuation and that is a central consideration."
Also, auch wenn der rEst nebulös ist, aber "leave me alone" oder
"stop it" hört sich für mich anders an. ...

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Es-wird-kein-Vergewaltiger-eingeladen/forum-270934/msg-24481681/read/

Re: Wie bitte?
http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Re-Wie-bitte/forum-270934/msg-24482190/read/

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Re-Wie-bitte/forum-270934/msg-24482586/read/

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Title: ...
Post by: Link on February 18, 2014, 10:01:43 AM
"Dokumente zeigen, wie GCHQ und NSA Wikileaks ins Visier nahmen"
Von Anna Biselli | Veröffentlicht: 18.02.2014 um 8:46h
Neu veröffentlichte Dokumente, die Snowden aus dem Netzwerk der NSA leakte zeigen, wie Wikileaks und andere in deren Umfeld im Fadenkreuz der Geheimdienstbeobachtung standen, das berichtete heute das neue Magazin von Glenn Greenwald und anderen für investigative Recherche, The Intercept.
Dokumente von GCHQ zeigen, dass unter einem Programm namens “ANTICRISIS GIRL” auch die IP-Adressen derjenigen gesammelt und ausgewertet werden, die die Seite aufriefen, ebenso wie die Suchbegriffe, mit denen sie auf Wikileaks gestoßen sind. Dazu benutzte GCHQ unter anderem die weit verbreitete Open Source Webanalyse-Software Piwik. Dieses Tracking ist besonders kritisch in Hinblick auf die bis 2010 bereitgestellte “Dropbox” Wikileaks, mit der anonym Dokumente geleakt werden konnten. Kennen die Geheimdienste die IP-Adresse, mit der die Dropbox aufgerufen wurde, kann daraus die Identität des Informanten ermittelt werden, solange keine Anonymisierungs-Software wie TOR verwendet wurde. ...

https://netzpolitik.org/2014/dokumente-zeigen-wie-gchq-und-nsa-wikileaks-ins-visier-nahmen/


"Internetschnüffelei: Geheimdienste erfassten WikiLeaks-Leser" (18.02.2014)
Amerikanische und britische Geheimdienste hatten nicht nur WikiLeaks-Gründer Julian Assange im Visier - sondern auch Leser, die sich auf der Enthüllungsplattform umsahen. Die NSA interessierte sich zudem für die Tauschbörse The Pirate Bay. ... Aus einem zweiten von O'Brien veröffentlichten Gerichtsbeschluss geht hervor, dass Google Anfang 2011 verpflichtet wurde, Ermittlungsbehörden Details zur Online-Nutzung eines von Appelbaum genutzten Kontos zu übergeben. Google musste detaillierte Zugriffsprotokolle übergeben und mitteilen, mit welchen E-Mail-Adressen Appelbaums Konto in Kontakt war. ...
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/gchq-und-nsa-geheimdienste-gegen-wikileaks-und-pirate-bay-a-954133.html

"Geheimdienst überwachte WikiLeaks-Nutzer" Patrick Beuth (18. Februar 2014)
Codename ANTICRISIS GIRL: Der britische Geheimdienst GCHQ hat WikiLeaks und Besucher der Enthüllungsplattform überwacht. Auch die NSA hat sich mit WikiLeaks beschäftigt. ... Ein weiteres Dokument gibt eine NSA-interne Diskussion darüber wieder, wie WikiLeaks und andere Plattformen so eingestuft werden können, dass Beschränkungen für die Überwachung von US-Nutzern wegfallen: Wenn die Internetplattformen als "malicious foreign actor", also als "bösartiger ausländischer Akteur" eingestuft würden, müsste die NSA nicht mehr peinlich genau darauf achten, alle US-Nutzer auszufiltern. ...
http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-02/gchq-nsa-wikileaks-assange


"Snowden Documents Reveal Covert Surveillance and Pressure Tactics Aimed at WikiLeaks and Its Supporters"
By Glenn Greenwald and Ryan Gallagher 18 Feb 2014, 1:50 AM EST
Top-secret documents from the National Security Agency and its British counterpart reveal for the first time how the governments of the United States and the United Kingdom targeted WikiLeaks and other activist groups with tactics ranging from covert surveillance to prosecution.
The efforts – detailed in documents provided previously by NSA whistleblower Edward Snowden – included a broad campaign of international pressure aimed not only at WikiLeaks founder Julian Assange, but at what the U.S. government calls “the human network that supports WikiLeaks.” The documents also contain internal discussions about targeting the file-sharing site Pirate Bay and hacktivist collectives such as Anonymous. ...

https://firstlook.org/theintercept/article/2014/02/18/snowden-docs-reveal-covert-surveillance-and-pressure-tactics-aimed-at-wikileaks-and-its-supporters/

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"Wikileaks bringt Berner IT-Firma in Teufels Küche" Christoph Hämmann (29.01.2014)
Geheime Dokumente belegen Verbindungen von Dreamlab nach Turkmenistan und Oman. «Der Bund weiss über jedes internationale Geschäft von uns Bescheid», sagt Dreamlab-Chef Nicolas Mayencourt. ... Eine Altbauwohnung im Berner Monbijouquartier, Hauptsitz einer international tätigen Informatikfirma. Die Angestellten: Auftragshacker. Sie versuchen, die Netzwerksysteme ihrer Kunden anzugreifen, um diese besser gegen echte Angriffe schützen zu können. «Wir gehören weltweit zu den besten Einbrechern», sagt Nicolas Mayencourt. Seine Firma mit Ablegern in Deutschland und Chile hat rund 100 Angestellte. ... Jahrelang war Dreamlab nur Fachleuten bekannt – bis Ende 2011 die Enthüllungsplattform Wikileaks die ersten «Spy Files», geheime Akten, ins Internet stellte. Plötzlich berichteten «Spiegel», NZZ und «Beobachter» über Dreamlab und deren Geschäfte mit Turkmenistan und Oman. Seither steht ein böser Verdacht im Raum: Gibt die Berner Firma diesen repressiven Staaten Waffen zur Überwachung ihrer Bürger in die Hand? «Wir haben nie mit Waffen gehandelt», sagt Mayencourt. Zum Gespräch empfängt er in einem Sitzungszimmer, das den Klischees eines IT-Unternehmens entspricht: auf dem Tisch ein Kabelsalat, schmucklos der Raum. ... Sein Geschäftsfeld sei mit einem grundsätzlichen Problem konfrontiert, sagt Mayencourt: «Wir bewegen uns im Dual-Use-Bereich, wo jedes Instrument gleichzeitig für einen guten und einen bösen Zweck eingesetzt werden kann.» Anders gesagt: Dank Abhörsystemen können Anschläge oder Industriespionage vereitelt werden. Ein Regime kann damit aber auch Andersdenkende verfolgen.
Eine Debatte, wie seine Branche reguliert werden könne, sei überfällig, so Mayencourt. Er selber setze sich seit der Dreamlab-Gründung vor 17 Jahren dafür ein. «Es braucht eine globale Diskussion und globale Regeln.» Alle Überwachung grundsätzlich schlecht zu finden, werde der Sache nicht gerecht. Es sei «komisch, als einer, dessen Herz Mitte-links schlägt, Law and Order zu predigen», doch brauche unsere Gesellschaft eine Polizei. «Und diese braucht leider auch Schusswaffen und Überwachungsinstrumente.» Wie als Beleg, dass er selber zu den Good Guys gehört, erzählt Mayencourt, dass er Mitbegründer der Plakatierfirma Passive Attack und des Ausgehmagazins «Bewegungsmelder» sei, beide eher im alternativen Milieu daheim. Was Turkmenistan und Oman angeht, fühlt sich Mayencourt «so richtig verarscht». ...

http://www.bernerzeitung.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Wikileaks-bringt-Berner-ITFirma-in-Teufels-Kueche/story/16300914

Title: ...
Post by: Link on February 18, 2014, 01:35:07 PM
[Eine Rekapitulation] ...

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Quote
[...] Obgleich WikiLeaks-Sprecher Julian Assange in der Online-Abstimmung für die Person des Jahres 2010 an erster Stelle und weit vor Facebook-Gründer Mark Zuckerberg lag, hat die Time lieber letzteren dazu gemacht. ...


Aus: "Assange ist nur eine Eintagsfliege" Florian Rötzer (17.12.2010)
Quelle: http://www.heise.de/tp/blogs/6/148952 (http://www.heise.de/tp/blogs/6/148952)

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Quote
[....] Bereits am Montag hat das US-Verteidigungsministerium bestritten, in die Vorfälle um Assange verwickelt zu sein. Solche Ansichten seien völlig absurd, sagte Pentagon-Sprecher Bryan Whitman. Julian Assange hatte zuvor den Verdacht geäußert, einer Schmutzkampagne des Pentagons zum Opfer zu fallen. (Detlef Borchers)

"Affäre um Wikileaks-Sprecher schlägt hohe Wellen" (24.08.2010)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Affaere-um-Wikileaks-Sprecher-schlaegt-hohe-Wellen-1065508.html

http://www.heise.de/newsticker/meldung/OpenLeaks-Gruender-wollen-ihre-Wikileaks-Schluessel-vernichten-1325868.html

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Deutscher-Wikileaks-Sprecher-geht-im-Streit-Update-1096269.html


Quote
[...] Der ehemalige Wikileaks-Sprecher Daniel Domscheit-Berg hat in einem Podcast mit Netzpolitik die Motive für seinen Entschluss erläutert, die Arbeit am Wikileaks-Projekt einzustellen. Im Interview übt er deutliche Kritik an den Strukturen von Wikileaks, die das Projekt an seine Grenzen getrieben hätten und insgesamt für die Zukunft von Wikileaks gefährlich seien. ... Domscheit-Berg zeigte sich überrascht, wie gut die interessierte Netzöffentlichkeit seine Entscheidung zum Ausstieg nachvollziehen konnte. ...

(Detlef Borchers) / (vbr)


"Ehemaliger Wikileaks-Sprecher erläutert Ausstieg" (01.10.2010)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Ehemaliger-Wikileaks-Sprecher-erlaeutert-Ausstieg-1100489.html

Quote
[...] "Openleaks fordert verantwortungsvolles Handeln von Wikileaks" (09.02.2011):
Quote
[ Unterdessen hat Assange offenbar bereits einen deutschen Anwalt eingeschaltet. Spiegel Online hat ein Schreiben des Rechtsanwalts Johannes Eisenberg veröffentlicht. In ihm ist von einem "Diebstahl" an den Datenbeständen von Wikileaks die Rede, den Domscheit-Berg (DB) begangen haben soll. ...]
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Openleaks-fordert-verantwortungsvolles-Handeln-von-Wikileaks-1186170.html

[19.08.2011]... Der Gründer der Whistleblower-Plattform OpenLeaks, Daniel Domscheit-Berg, will die von Wikileaks mitgenommenen Dateien nun vollständig löschen. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/OpenLeaks-Gruender-wollen-Wikileaks-Dateien-loeschen-1326758.html

Quote


9. Februar 2011 15:18
Openleaks beschäftigt sich mit dem Zurückhalten von Daten?
64kByte

Wie soll man denn das verstehen?

Offensichtlich wollten doch die Whistleblower, die diese Inhalte an
Wikileaks geschickt haben, dass diese dort veröffentlicht werden. Sie
waren bereit das damit verbudnene Risiko einzugehen.

Warum spielt sich Openleaks jetzt als Kontrollinstanz auf und hält
die irgendwie in ihre Finger geratenen Informationen zurück?
Oder habe ich das falsch verstanden?

Bei aller berechtigten Kritik an mangelnder Transparenz bei
Wikileaks, für sowas hätte ich wenig Verständnis.

Openleaks sollte Wikileaks z.B. mit Enthüllungen über deren unlautere
Geschäftspraktiken oder missbrauchte Spendengelder usw. die Hölle
heiß machen (wenn es denn halbwegs verlässliche Informationen über
sowas gibt), aber nicht indem sie für Wikileaks gedachte
Informationen zurückhalten.
Das passt weder zu "open" noch zu "leaks". Es widerspricht komplett
dem Geist einer offenen Enthüllungsplattform.


http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Openleaks-beschaeftigt-sich-mit-dem-Zurueckhalten-von-Daten/forum-193894/msg-19808699/read/

Quote
9. Februar 2011 14:43
DDB kriecht wieder einmal aus seinem Loch
RunaG

Warum kriecht DDB immer dann aus seinem Loch, wenn Assange gerade
verhaftet wird, unter der Dusche steht oder im Gerichtssaal sitzt?
Und zwar so minutengenau? Dazwischen ist taucht er ab und ist nicht
zu erreichen.

Nachdem Openleaks entgegen anderer Ankündigung von DDB wochenlang
leer war, sieht es seit einiger Zeit aus wie die Webseite einer
Vorstadtwerbeagentur. Nichts hat er bisher geleaks. Nichts.

Das ist alles so jämmerlich. Und die meisten von Euch haben ihm im
Herbst ihre Solidarität ausgesprochen und sind auf diese großmundigen
Ankündigungen reingefallen, obwohl er nichts zu bieten hatte und hat.

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-DDB-kriecht-wieder-einmal-aus-seinem-Loch/forum-193894/msg-19808470/read/

"Daniel Domscheit-Berg löscht Daten" Werner Pluta (22.8.2011)
Daniel Domscheit-Berg hat nach eigenen Angaben die Daten, die er 2010 bei seinem Ausstieg von Wikileaks mitgenommen hat, gelöscht. 3.500 Dokumente sollen unwiederbringlich verloren sein.
http://www.golem.de/1108/85879.html

[2014]: Mittlerweile ist die Website allerdings offline. Anfang Juli 2013 sagte Daniel Domscheit-Berg gegenüber Technology Review, das Projekt würde weiter fortgesetzt werden „ohne die Öffentlichkeit groß einzubinden“. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/OpenLeaks

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Daniel-Domscheit-Berg-Openleaks-lebt-noch-1909846.html

Quote
brainOnaut, 3. Juli 2013 11:29
ich glaube diesem typen nicht ein wort mehr.

das interview in der TR ist eigentlich nur standart-gefasel und seine
aussage bezüglich open-leaks spricht bände; DER honeypot war wohl
nach seinem CCC-desaster endgültig tot, jetzt noch rumzulavieren ist
schon echt peinsam.

am besten fand ich aber echt den hier:
"TR: Sind Sie selbst aufgrund Ihrer Arbeit bei Wikileaks schon einmal
ins Visier der Behörden geraten?
Domscheit-Berg: Nicht, dass es mir bewusst wäre."
what? wait, WHAT? äh, WHAT????
"Es gibt ja eine nicht-öffentliche Untersuchung durch amerikanische
Behörden – und ich weiß nicht, inwiefern ich Teil dieser Untersuchung
bin."
what? wait, WHAT? äh, WHAT???? äh, er war der verdammte SPRECHER VON
WIKILEAKS!
"Viele der Leute, die damals mit uns gearbeitet haben, werden unter
die Lupe genommen. Ich erfahre das vielleicht im Moment nur noch
nicht, weil ich zum Beispiel nie einen Google Account hatte, der nun
ins Visier einer Ermittlung gerät."
what? weil "ich nie einen google-account hatte"???? wenn will der
eigentlich noch verarschen?
jetzt, nachdem sie ihn anscheinend in ruhe lassen (der mohr hat seine
schuldigkeit getan) kommt der mit solch einem stuss? und open-leaks
ist nicht tot, aber sicher doch.
und anke bei den piraten, na herzlichen dank. gott ist das grausam
alles.

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-ich-glaube-diesem-typen-nicht-ein-wort-mehr/forum-259783/msg-23769587/read/

http://www.zeit.de/digital/2011-08/openleaks-chaos-computer-club

Thu Aug 18 2011
http://blog.fefe.de/?ts=b0b3ac18

"Was macht eigentlich OpenLeaks?"
Von Markus Beckedahl | Veröffentlicht: 20.08.2012
Wolfgang Michal schreibt auf Carta.info über “OpenLeaks – das ewige Projekt”.
    Seit dem 26. Januar 2011 ist die Website von OpenLeaks freigeschaltet. Doch es tut sich nichts – während WikiLeaks munter weiterexistiert und zu Beginn des Jahres die internen „Stratfor-Mails“ publizierte.
https://netzpolitik.org/2012/was-macht-eigentlich-openleaks/

Kapelle
Am 20. August 2012 um 18:31 Uhr veröffentlicht
Das war doch Zweck der Aktion (ja, VT).
https://netzpolitik.org/2012/was-macht-eigentlich-openleaks/#comment-471316


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http://www.heise.de/newsticker/meldung/Rechtsanwalt-wuenscht-haerteres-Vorgehen-gegen-Wikileaks-Sprecher-Assange-1068860.html

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Amazon-bestreitet-politischen-Druck-wegen-Wikileaks-4-Update-1146758.html

Quote
[...] Nach der Entscheidung aus Stockholm bleibt der Wikileaks-Gründer auch auf der "roten Interpol-Liste" zur internationalen Fahndung ausgeschrieben. Die Staatsanwaltschaft in Stockholm hatte den Haftbefehl schon vor der umstrittenen Veröffentlichung von hunderttausenden US-Botschaftsdokumenten durch Wikileaks erlassen.

Ein Polizeisprecher in der schwedischen Hauptstadt bestätigte einen Bericht der Londoner Times, wonach für die Ausschreibung Assanges zur internationalen Fahndung noch Angaben nachgereicht werden müssen. Man habe im ersten Formular nicht ausgefüllt, welche Maximalstrafe dem Australier für alle ihm zur Last gelegten Straftatbestände drohen. "Wir hatten es nur für Vergewaltigung ausgefüllt. Jetzt werden wir es auch für die zwei Fälle von sexueller Nötigung sowie einen mit sexueller Belästigung nachholen", so der Sprecher.

Assange soll bei einem Schweden-Besuch im August zwei Frauen bei insgesamt fünf Gelegenheiten vergewaltigt oder andere sexuelle Gewalt ausgeübt haben. Er bestreitet die Vorwürfe und sieht sie als Teil einer aus den USA gesteuerten Verschwörung gegen ihn. (dpa) / (jk)


Aus: "Haftbefehl gegen Wikileaks-Sprecher bleibt bestehen" (02.12.2010)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Haftbefehl-gegen-Wikileaks-Sprecher-bleibt-bestehen-1146368.html (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Haftbefehl-gegen-Wikileaks-Sprecher-bleibt-bestehen-1146368.html)

Quote
Klavus, 2. Oktober 2010 08:15

Da scheint ja eine breit angelegte Medienkampagne gegen Wikileaks zu laufen
Sonderbare Koinzidenzen, ich wundere mich immer wieder, welche
Zufälle es so im Leben gibt.
Genau zu dem Zeitpunkt, zu dem WikiLeaks hunderte Dokumente zum Krieg
gegen Afghanistan liefert, wo hunderte und tausende von Soldaten in
Wikileaks anscheinend die einzige Möglichkeit sehen, die Wahrheit
einer breiteren Öffenntlichkeit zu präsentieren, da werden
Vergewaltigungsvorwürfe bekannt, die selbst den medienhörigsten
Zeitgenossen unglaubwürdig erscheinen.

Es wird sich ein Staat ausgesucht, der mit solchen Dingen ziemlich
rigoros und genau ist, es werden Anklagen in aller epischen Breite
veröffentlicht.

Dann wird ein Haftbefehl, aufgrund von zweifelhaften Aussagen (Alice
Schwarzer fehlt eigentlich nur noch um den Mob an zuheizen)
aufgehoben, in Kraft gesetzt, dann wieder aufgehoben, etc. Alles
schön langsam, schön medienwirksam, schön öffentlich.

Und dann, just zu exakt diesem Zeitpunkt entdecken dann einige
"führende" WikiLeaks Anghörige oder "Mitarbeiter", dass sie WikiLeaks
und Assange sowieso schon immer ganz doof fanden und nun endlich den
Mut haben, WikiLeaks zu verlassen.

Warum haben sie das denn nicht schon vorher gemacht?
Hat sie Assange ständig so hypnotisiert, dass sie bisher einfach
nicht die Kraft fanden, endlich mit dieser "unmenschlichen"
Organisation und Struktur aufzuhören?

Was kommt als nächstes? Eröffnet die US-Armee ein Enzugszentrum für
ehemalige WikiLeaks "Mitarbeiter"? Sondersendungen in Panorama, was
das für ein schlechter und übler Typ ist, dieser Assange?

Nope, sorry, ich traue allen Menschen ja fast alles zu, ich glaube
auch unbesehen, dass Assange irgendwie sonderbar ist, aber,
Entschuldigung, ich muss ihn nicht heiraten, ich will die Wahrheit
wissen.

Und die Bevölkerung will auch die Wahrheit wissen.

Komischerweise haben nun auf einmal alle Medien Zeit, *mehrseitige*
Artikel zur Unmenschlichkeit von Assange zu verfassen und wie übel er
doch seine "Mitarbeiter" behandelt.

Medien, denen Tote in Afghanistan sonst noch nicht mal eine [Seite] wert
sind, entdecken plötzlich wie seelisch grausam Assange anscheinend
seine Mitarbeiter behandelt. Medien, die, nach kurzen Meldungen über
Massakern ganz schnell zur Tagesordnung übergehen, machen sich auf
einmal zum Sprachrohr von Witwen, Waisen und Opfern dieses Assanges
und können gar nicht genug Ressourcen, Geld, "Redakteure" und
Bandbreite aufbringen um Assange in allen Facetten als "ungeignet",
"stur", "unbelehrbar", etc., etc., darzustellen.

Tut mir leid, aber das nehme ich denen nicht ab.
Nein, das Ganze ist so albern, eben weil es so offensichtlich ist,
dass man darüber eigentlich keine Worte verlieren muss. Worüber ich
mir allerdings Gedanken mache ist, dass in einer Zeitung wie Heise
anscheinend keine Sekunde über Ursache, Wirkung und Politik
nachgedacht wird, in einem Fall, in dem es um Mord, Krieg und
Milliarden und Abermilliarden von Dollars, Euros und Rohstoffen geht.

@Heise: Noch nie auf den Gedanken gekommen, dass solche Geschichten
schlicht und einfach Teil des Krieges sind? Noch nie etwas davon
gehört, dass man heutzutage nicht nur mit Munition, sondern gerade
auch mit Informationen, bzw., besser noch, mit Desinformationen Krieg
führt?

.... @Heise: [ ] inzwischen muss man kein Neurotiker mehr sein um zu
erkennen, dass das, was da gerade an Dreck über Assange ausgeschüttet
wird (und man muss ihn nicht mögen), zu 99% Teil einer Kampagne gegen
WikiLeaks ist.

Und auch hier muss man sich nicht zu WikiLeaks bekennen, aber man
sollte doch in der Lage sein, seine Berichte in einem Zusammenhang zu
bringen. Jeder weiß, was dieser Zusammenhang ist. Die kriegsführende
Partei, die hinter dem Angriff auf Assange steckt, kann inzwischen,
mit den Medien als Instrument, Forderungen nach einem Rücktritt
verbreiten lassen. (" Die "Rufe" nach einem Rücktritt werden immer
lauter." Wie albern ist das denn??)

Aber was solls....

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Da-scheint-ja-eine-breit-angelegte-Medienkampagne-gegen-Wikileaks-zu-laufen/forum-186907/msg-19226578/read/

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Quote
[...] Murdoch-Sender Foxnews.com und hat am Montag einen Kommentar von Christian Whiton, einem ehemaligen Berater des US-Außenministeriums, veröffentlicht, in dem die Regierung kritisiert wird, dass sie nichts gegen die "Wikileaks-Bedrohung" getan habe. Das sei skandalös, schließlich gehe es um eine ernsthafte Gefährdung der nationalen Sicherheit, eine Warnung, mit der der ehemalige Präsident Bush nahezu alles durchsetzen konnte. Es gehe auch keineswegs um Regierungstransparenz oder gar um Meinungsfreiheit, nein, Wikileaks führe einen "politischen Krieg gegen die USA". ... Interessant ist besonders die Idee, die Mitarbeiter von Wikileaks als vogelfreie "feindliche Kämpfer" zu deklarieren, da man dann "außergerichtliche Aktionen gegen sie" ausführen könne. Was er damit meint, weiß man: Sie könnten heimlich verschleppt, in ein Gefangenenlager gesteckt oder gar wie in Afghanistan, Pakistan oder Jemen üblich etwa durch Drohnen getötet werden, wenn sie sich in einem dafür günstigen Land aufhalten. ...


"Foxnews: Wikileaks-Mitarbeiter als "feindliche Kämpfer" einstufen" Florian Rötzer (28.10.2010)
http://www.heise.de/tp/blogs/8/148645

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"NSA-Skandal: Einzelheiten zur Überwachung von Wikileaks enthüllt" (18.02.2014)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/NSA-Skandal-Einzelheiten-zur-Ueberwachung-von-Wikileaks-enthuellt-2116811.html

"WikiLeaks und Co. als "bösartige feindliche Akteure"" Florian Rötzer (18.02.2014)
Dokumente, die von Snowden geleakt wurden, zeigen, dass die USA Druck auf andere Regierungen ausgeübt haben, gegen Assange strafrechtlich vorzugehen ... Mit Tracking-Tools konnten offenbar die IP-Adressen der Besucher einer WikiLeaks-Website in Echtzeit identifiziert und auch erfasst werden, aufgrund welcher Suchbegriffe, die in Suchmaschinen eingegeben wurden, die Internetnutzer auf diese Site gelangten. Aber Anonymität im Internet gibt es nur unter großen Mühen. ... Erschreckender ist allerdings, dass in einem anderen Dokument vom August 2010 eine "Manhunting Timeline" erstellt wurde, auf der zu sehen ist, wie die US-Regierung Einfluss auf andere Staaten nimmt, um mutmaßliche Terroristen, Drogenhändler, palästinensische Führer und andere zu lokalisieren, zu verfolgen, zu verhaften und zu töten. Zu der Gruppe zählte offensichtlich auch Julian Assange, der Mitbegründer von WikiLeaks. ...
http://www.heise.de/tp/artikel/41/41034/1.html

Quote
kimschmitzii, 19. Februar 2014 00:33
das ist echt so ein richtig schöner üblicher Geheimdienstplott
eine typische Intrige, um in einem System, welches zumindest den
Schein von Rechtstaatlichkeit wahren muss, einen missliebigen
Kritiker loszuwerden. Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich ....
http://www.heise.de/tp/foren/S-das-ist-echt-so-ein-richtig-schoener-ueblicher-Geheimdienstplott/forum-275025/msg-24809914/read/

Quote
feuerzeugbenzin, 19. Februar 2014 06:56
einen schritt zurück und größeres bild betrachten

der ccc und die wau holland stiftung sind dann, als werber und
weiterleiter von wikileaks-spenden auch "feindliche akteure".

> https://de.wikipedia.org/wiki/Wau_Holland_Stiftung
lesen. das rumgerupfe um die stiftung, die paypal-sperre und die
aberkennung der gemeinnützigkeit sind zusammen mit der zielsetzung
des ccc und der stiftung ein prima nährboden sich "VT"-gedanken zu
machen ob da nicht der große bruder steine ins getriebe werfen wollte
und unsere regierungsorgane mitgemacht haben.

zuzutrauen wäre es beiden. super-rechtsstaaten.

oh und was bin ich? ich hab ja über die stiftung gespendet, die
bankdaten sind nachverfolgbar und werden auch gerne an den großen
bruder durchgereicht… und us-amerikaner bin ich auch nicht, also
quasi rechtlos in den augen der internationalen mörder :/

http://www.heise.de/tp/foren/S-einen-schritt-zurueck-und-groesseres-bild-betrachten/forum-275025/msg-24810192/read/

-.-

Quote
Bernd Paysan, 18. Februar 2014 15:22
Jetzt könnt ihr's doch endlich schreiben: Auslieferung an die USA
Er will einer Auslieferung *an die USA* entgehen. Die Dokumente, dass
genau das geplant war, sind ja jetzt geleakt. Es ist keine
Verschwörungstheorie mehr, es ist ein Fakt.
http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Jetzt-koennt-ihr-s-doch-endlich-schreiben-Auslieferung-an-die-USA/forum-275007/msg-24807423/read/

Quote
19. Februar 2014 01:55
Re: Jetzt könnt ihr's doch endlich schreiben: Auslieferung an die USA
Die_Maus (620 Beiträge seit 10.11.13)

... Einer deren Artikelschreiber (Detlef Borchers) hat das mal "Wirre
Phantasie, die nur im Kopf von Assange herumgeistert" genannt. Da
waren die Fakten über die Grand Jury in Virginia schon genauso
bekannt wie heute, und da war Assange bereits von Ecuador Asyl
gewährt worden....

Irgendwie scheint Assange Journalisten neidisch zu machen, die fühlen
sich bedroht, so als ob er ihnen die Butter vom Brot nimmt.

Und dank des etablierten Prinzips: "Belohnung von braven
Mainstream-Journalisten durch 'Access' bei wichtigen Politikern",
will keiner der Mainstream-Journos es sich zu sehr mit der Obrigkeit
verderben. Sonst bekommt er keinen 'Access' mehr, und muß selbst
recherchieren, anstelle einfach das Propaganda-Statement abschreiben
zu können.

Außerdem: Wenn Heise das zu klar sagt, dann geifern hier gleich
wieder Tims Katze, Sebi Berlin, achhoermirauf, Edna Krabappel, KatiH,
und andere US-Maulwürfe rum.

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Re-Jetzt-koennt-ihr-s-doch-endlich-schreiben-Auslieferung-an-die-USA/forum-275007/msg-24810015/read/

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"Julian Assange on Being Placed on NSA "Manhunting" List & Secret Targeting of WikiLeaks Supporters"
Tuesday, February 18, 2014
http://www.democracynow.org/2014/2/18/julian_assange_on_being_placed_on


"U.S. and U.K. Targeted WikiLeaks With Surveillance and Political Pressure, Documents Show" (February 18, 2014)
https://www.aclu.org/national-security-technology-and-liberty/us-and-uk-targeted-wikileaks-surveillance-and-political

Title: ...
Post by: Link on February 21, 2014, 10:44:11 AM
"Schwedische Politiker verlangen Assange-Befragung in London" NICLAS ROLANDER und SVEN GRUNDBERG (02/2014)
Staffan Danielsson, ein Mitglied des Parlaments der regierenden Koalition, sagte am Montag, dass die Ermittler nach London reisen sollten, um ihn vor Ort zu befragen, statt auf eine Auslieferung nach Schweden zu bestehen. „Es ist im Interesse aller, die in diesen Prozess involviert sind, dass die Ermittler einen Entschluss darüber fassen, ob sie ihn anklagen oder die Anklage fallen lassen. Es ist offensichtlich, dass er nicht nach Schweden kommen wird", sagte Danielsson von der regierenden Schwedischen Zentrumspartei. ... Die schwedische Staatsanwaltschaft sagte, sie bestehe unverändert darauf, dass Assange nach Schweden komme. Marianne Ny, die für den Fall zuständige Staatsanwältin, lehnte eine ausführliche Stellungnahme ab, solange Assange in London bleibt. Auf der Webseite der Behörde hieß es am Sonntag, dass das „erhebliche Risiko besteht, dass eine Befragung in London die Ermittlungen nicht voranbringt." ... Assange habe keine Pläne, sich selbst auszuliefern, sagte Anwalt Thomas Olsson, sein Rechtsvertreter in Schweden. „Die gesamte Zeit hat Assange sich bereitgehalten und die schwedischen Ermittler gedrängt, sämtlichen notwendigen Befragungen mit ihm in London durchzuführen", sagte Olsson. „Ich habe mit Assange am Sonntag gesprochen und er hat nach wie vor nicht vor, Ekuadors Botschaft zu verlassen, solange aus seiner Sicht das Risiko besteht, dass er den US-Behörden übergeben wird." ... Anne Ramberg, Chefin der schwedischen Anwaltskammer, verlangte ebenfalls ein Umdenken im Fall Assange. Es sei Zeit für die schwedischen Ermittler, Pragmatismus zu zeigen und Möglichkeiten auszuloten, Assange in London zu befragen, statt weiter auf seine Verhaftung und Auslieferung zu warten. „Der Vorgang ist zweifellos aus dem Ruder gelaufen", sagte Ramberg. „Ich kann verstehen, dass die schwedischen Ermittler es als Beleidigung empfinden, dass Herr Assange, ein mutmaßlicher Vergewaltiger, den Prozess kontrollieren will. Doch im Sinne aller Beteiligten, darunter auch die Anklägerinnen, sollte das keine Frage des Stolzes sein." ...
http://www.wsj.de/article/SB10001424052702304626804579361181350041334.html

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THE FALLING OF SWEDEN’S INTERNATIONAL STATUS,
& THE ASSANGE CASE AS SWEDEN’S POLITICAL ALIBI
Behind the Swedish “legal case” against Assange, there is a political case. ...
Prof. Marcello Ferrada de Noli. Published by Libertarian Books
Sweden. March 2014. ISBN 978-91-981615-1-9
https://libertarianbooks.files.wordpress.com/2014/01/sweden-vs-assange-human-rights-issues-by-m-ferrada-de-noli.pdf

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"Assange: „Geheimdienste treten in unsere Fußstapfen"" STEPHAN DÖRNER  (3. April 2014)
http://www.wsj.de/article/SB10001424052702303532704579478990977292368.html

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"Wikileaks-Informantin: Gnadengesuch für Chelsea Manning abgelehnt" (15.04.2014)
Ein Generalmajor der US-Armee hat ein Gnadengesuch für die zu 35 Jahren Haft verurteilte Wikileaks-Informantin Chelsea Manning (früher: Bradley Manning) abgelehnt. ... Manning, die sich nach ihrer Verurteilung von ihrem ehemaligen Vornamen Bradley trennte und sich für ein Leben als Frau entschied, hatte sich zuvor ohne Erfolg mit einem Gnadengesuch an US-Präsident Barack Obama gewandt. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-Informantin-Gnadengesuch-fuer-Chelsea-Manning-abgelehnt-2170063.html

Title: ...
Post by: Link on May 08, 2014, 08:54:19 AM
"Wikileaks-Aktivistin kritisiert Veröffentlichungspraxis der Snowden-Dokumente" (07.05.2014)
Die britische Journalistin und Wikileaks-Mitarbeiterin Sarah Harrison hat die Art und Weise kritisiert, in der die Snowden-Dokumente scheibchenweise an die Öffentlichkeit gebracht werden. Dadurch werde die Weltöffentlichkeit langsam daran gewöhnt, erklärte sie in einem Interview mit der Journalistin Alexa O'Brien auf der re:publica in Berlin. Deswegen sei der angemessene Aufschrei größtenteils ausgeblieben. Außerdem sei die Gesellschaft so darauf angewiesen, dass die Journalisten die wichtigen Dokumente erkennen und ihre Bedeutung richtig einschätzten. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-Aktivistin-kritisiert-Veroeffentlichungspraxis-der-Snowden-Dokumente-2184172.html

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"Assanges Anwälte fordern Aufhebung des Haftbefehls" Detlef Borchers (22.06.2014)
Zwei Jahre in der ecuadorianischen Botschaft sind genug, meinen die Anwälte von Julian Assange. Sie wollen nicht die Verjährung der Assange vorgeworfenen Straftaten im August 2020 abwarten. ... Zum zweijährigen Aufenthalt in der Botschaft hielt der ecuadorianische Außenminister Ricardo Patiño eine Rede, in der er "den politisch verfolgten Journalisten" Julian Assange verteidigte. In der Rede forderte er die schwedische und britische Regierung auf, den Fall neu aufzurollen. Zudem sollten die USA die von Assange vermuteten geheimen Gerichtsverfahren gegen Wikileaks einstellen und sich die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen mit dem Fall befassen. Patiño kritisierte die westlichen Medien wie die New York Times, El Pais, Le Monde, Guardian und den Spiegel. Sie alle hätten vom Material profitiert, das Wikileaks geliefert habe, würden aber nichts tun, um Assange zu helfen. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Assanges-Anwaelte-fordern-Aufhebung-des-Haftbefehls-2236325.html

Quote
Bernd Paysan, 22. Juni 2014 13:08

Manhunt Assange

Wer immer noch verbreitet, Assange wäre ein paranoider Spinner, soll sich erst mal das durchlesen:

> https://firstlook.org/theintercept/article/2014/02/18/snowden-docs-reveal-covert-surveillance-and-pressure-tactics-aimed-at-wikileaks-and-its-supporters/ (https://firstlook.org/theintercept/article/2014/02/18/snowden-docs-reveal-covert-surveillance-and-pressure-tactics-aimed-at-wikileaks-and-its-supporters/)

Insbesondere

“the Obama administration is pressing Britain, Germany, Australia,
and other allied Western governments to consider opening criminal
investigations of WikiLeaks founder Julian Assange and to severely
limit his nomadic travels across international borders.”

Ob Schweden Assange ausliefert oder einfach selbst in irgendein
finsteres Loch wirft und den Schlüssel verliert, ist hier unklar.
Aber wir wissen, dass bei der Manhunt Snowden das Rendition-Flugzeug
schon unterwegs war, als Snowden in Moskau landete. Und dass nur
Putins Weigerung, das 'reinzulassen im Weg war.

Damals war nicht nur Assange direktes Ziel, sondern auch "the human
network supporting WikiLeaks". Da ein guter Bekannter von mir 2.
Vorsitzender der Wau-Holland-Stiftung ist, weiß ich ziemlich gut
Bescheid, was sie damit meinen:

WikiLeaks ist unter massiven Druck der hessischen CDU die
Gemeinnützigkeit entzogen worden. Nach dem steuerrechtlichen Umzug
des Stiftungssitz von Kassel nach Hamburg hat ein "junges Ding" beim
Finanzamt "versehentlich" die ganzen E-Mails zwischen Finanzamt und
hessischen Innenministerium an meinen Bekannten geschickt
(ausgedruckt in einem dicken Paket), statt an das Finanzamt Hamburg.
Diese wichtigen Dokumente der Zeitgeschichte sind immer noch bei dem,
wenn das Finanzamt was aus den Unterlagen braucht, kriegen sie eine
Kopie ;-). Das belegt ganz eindeutig, dass hier auf höchster
politischer Ebene massiver Druck ausgeübt wurde.

Daniel Domscheit-Berg wird von den Leuten übrigens als "Überläufer"
und "Verräter" tituliert, der hat offenbar ein lukratives
Aussteigerangebot bekommen und angenommen, und im Gegenzug eine
ziemliche Lügengeschichte veröffentlicht. Da stimmen schon einfach
nachprüfbare Fakten nicht, also Daniel behauptet z.B., er hätte alles
mögliche aus eigener Tasche gezahlt, aber in der
Wau-Holland-Buchhaltung sind die Belege und die Spesenabrechnungen zu
finden. Dass die Piraten den drin lassen, zeigt, dass sie total
unterwandert sind.

Es ist aus all den inzwischen verfügbaren Dokumenten deshalb 100%
klar, dass Assange schlicht und einfach politisch verfolgt ist, und
alle Vorwürfe gegen ihn aufgrund massiven Drucks der USA gegen ihn
aufgebauscht wurden. Seine Kaution lag in der Höhe eines
Massenmörders, ein internationaler Haftbefehl wegen eines angeblich
geplatzten Kondoms (in dem Assange nach DNA-Analyse niemals drin war,
und das war auch nicht in Anna Ardin drin), das ist völlig absurd.

Natürlich gibt es Idioten, bei denen so eine Zersetzungsstrategie
funktioniert, die diesen Schmarrn glauben. Deshalb machen diese
Geheimdienste das ja. Die Geheimdienste ziehen ihre Macht aus der
Dummheit der Bevölkerung.

Übrigens: Die Piratenbucht ist gleichrangig mit Wikileaks (Anonymous
natürlich auch). Wundert sich noch jemand, dass alle möglichen
Pirate-Bay-Gründer aus fadenscheinigen Gründen in Haft kommen, und
dort übelst behandelt werden? 'malicious foreign actor' ist die
Bezeichnung der NSA dafür, das sind alles Terroristen.
Raubkopierterroristen, Leakterroristen, Hackterroristen.

Wenn in China ein Dissident es in eine ausländische Botschaft
geschafft hat, dann lässt man ihn ziehen. Bei uns denkt man über den
Sturm der Botschaft nach ...

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Manhunt-Assange/forum-281574/msg-25387593/read/ (http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Manhunt-Assange/forum-281574/msg-25387593/read/)

Title: ...
Post by: Link on July 03, 2014, 10:55:27 AM
"Der Fall Assange: Schwedische Staatsanwaltschaft lehnt Anwalts-Beschwerde ab" ()
Die schwedische Staatsanwaltschaft hat mit einer Notiz auf eine Eingabe der Rechtsanwälte von Julian Assange reagiert. Entgegen der Darstellung der Anwälte sieht man in Schweden keine neuen Erkenntnisse und hält den Europäischen Haftbefehl gegen den Wikileaks-Gründer weiterhin aufrecht.
Nach Ansicht der schwedischen Staatsanwaltschaft hat sich der Australier Assange aus freien Stücken in die Botschaft von Ecuador in London begeben. Deshalb könne nicht davon die Rede sein, dass seine Freiheit von Schweden beschnitten werde. Nach wie vor halte man daran fest, Assange zu befragen. Dies könne aber nicht in der Botschaft von Ecuador geschehen. ...

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Der-Fall-Assange-Schwedische-Staatsanwaltschaft-lehnt-Anwalts-Beschwerde-ab-2247756.html

Quote
Die_Maus, 2. Juli 2014 15:02
"Die SOFORT anstehende Gerichtsverhandlung..."

Was für ein lächerlicher Schmarrn.

Als ob sich durch eine Befragung Assanges die hanebüchenen Vorwürfe
so erhärten würden, daß dann SOFORT eine Gerichtsverhandlung folgen
müßte. Ganz ohne weitere Zeugen...

Die beiden Frauen haben ja jede weitere Mitwirkung abgelehnt, und die
Frau, der die Polizei den "Sex im Halbschlaf" in den Mund legte, hat
es ja bis heute verweigert, das Protokoll des Polizisten zu
unterschreiben, so verlogen war das.

... Aber wie dem auch sei: Assange wird also weiter fertiggemacht. Und
nur darauf kommt es den Schweden, Großbritannien und den USA an.

Lustig ist übrigens, wie Herr Borchers nun schon seit 2 Artikeln
krampfhaft versucht, die Logik der Schwedischen US-Gehilfen dem
Publikum zu erklären, aber mit keinem Wort erwähnt, warum Assange in
der Botschaft festsitzt, daß er Asyl nach 2-monatiger Prüfung durch
einen unabhängigen Staat erhielt, nachdem zahlreiche Indizien für
eine geplante Auslieferung in die USA vorlagen.

"Sollten sich die Vorwürfe nach Ansicht der Staatsanwaltschaft
bestätigen, müsste nach schwedischem Recht innerhalb von 6 Tagen das
Gerichtsverfahren folgen. Da dies in der ecuadorianischen Botschaft
nicht möglich ist, sehen die Ermittler von einer Befragung von Julian
Assange in der Botschaft ab. (Detlef Borchers)"

Danke, Herr Borchers, für die einseitige Berichterstattung. Es fällt
kaum auf...


"After 2 Years of Confinement, Will Sweden Resolve Assange’s Case? Swedish Foreign Minister Won’t Say"
Swedish Foreign Minister Carl Bildt refuses to address questions from Democracy Now!'s Amy Goodman about the case of WikiLeaks founder Julian Assange, who is wanted for questioning in Sweden on allegations of sexual offenses. Assange's attorneys recently asked the Swedish government to withdraw a warrant that has kept him confined in Ecuador’s London Embassy for two years. Assange has voiced fears he would ultimately be sent for prosecution in the United States if he were to return to Sweden. Assange’s attorneys say the warrant should be lifted because it cannot be enforced while Assange is in the embassy and Swedish prosecutors refuse to question him in London. Although Assange faces a warrant for questioning, he has not been formally charged. Fifty-nine international organizations have submitted reports to the United Nations challenging Sweden’s treatment of Assange. Speaking at the Almedalen political festival in Visby, Bildt refuses to address the case directly, calling it an issue for the Swedish judicial system, not its political one. We get reaction to Bildt’s comments from Assange legal adviser Jen Robinson, who also discusses the parallels between Assange and National Security Agency whistleblower Edward Snowden. "We are now seeing a trend of whistleblowers, publishers, journalists having to seek asylum and refuge in countries around the world because of their concern about prosecution in the United States," Robinson says. ...
http://www.democracynow.org/2014/7/2/after_2_years_of_confinement_will

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"Im Gespräch mit Julian Assange und Angela Richter | WDR" (14.07.2014)
https://www.youtube.com/watch?v=ndIW0R6FR1g&feature=youtu.be

Title: ...
Post by: Link on July 17, 2014, 09:54:34 AM
"Haftbefehl gegen Julian Assange bleibt aufrecht" (16.07.14)
In Stockholm ist am Abend eine schwerwiegende Entscheidung im Fall Julian Assange gefallen: Der Haftbefehl des WikiLeaks-Aktivisten bleibt aufrecht. Assange muss wohl in der Botschaft in London bleiben. Am Mittwoch hat es eine gerichtliche Anhörung über den Antrag auf Aufhebung eines Haftbefehls gegeben. WikiLeaks twitterte, dass eine Freilassung aus ihrer Sicht nur zu 15 Prozent stattfinden würde, die Chance, dass der Haftbefehl weiter aufrecht bleibe, lag bei 35 Prozent. Diese Prognose ist jetzt wohl eingetroffen. Die schwedische Richterin Lena Egelin hat den Haftbefehl gegen Julian Assange aufrecht erhalten. Es gebe weiterhin einen hinreichenden Verdacht gegen ihn. ... Assange selbst hatte im Juni gesagt, dass der Haftbefehl in Schweden nur ein Teil des juristischen Kampfes ist, der ihn in der Botschaft festhalte: "Ich habe ein noch größeres Problem: Das sind die USA und ihre bevorstehende Strafverfolgung sowie vielleicht ein Auslieferungsbefehl." ...
http://futurezone.at/netzpolitik/haftbefehl-gegen-julian-assange-bleibt-aufrecht/75.215.462

"Richterin hält Haftbefehl gegen Assange aufrecht" (16.7.2014)
Der Anwalt der beiden Frauen, Claes Borgström, sagte, Assanges Flucht in die Botschaft sei für beide enttäuschend und frustrierend. Es sei eine Tragödie, dass Assange keine Verantwortung übernehmen wolle. ...
http://www.golem.de/news/julian-assange-richterin-haelt-haftbefehl-gegen-assange-aufrecht-1407-107930.html

http://derstandard.at/2000003166823/Anhoerung-ueber-Aufhebung-von-Haftbefehl-gegenAssangein-Schweden

"Schwedisches Gericht bestätigt Haftbefehl gegen Assange" (16.07.2014)
Die schwedische Justiz beharrt darauf, den in der ecuadorianischen Botschaft in London festsitzenden Wikileaks-Aktivisten in Schweden zu vernehmen.  ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Schwedisches-Gericht-bestaetigt-Haftbefehl-gegen-Assange-2261649.html

"Ecuador fordert schnellen Abschluss im Fall Assange" (17.07.14)
Ecuador bedauert den Fortbestand des schwedischen Haftbefehls gegen Wikileaksgründer Julian Assange. „Eine schlechte Nachricht für die Menschenrechte“, erklärte Außenminister Ricardo Patiño am Mittwoch zu der Entscheidung der schwedischen Justiz. ...
http://futurezone.at/netzpolitik/ecuador-fordert-schnellen-abschluss-im-fall-assange/75.293.368

"Five (Spontaneous) Thoughts on the Assange Decision"
Christian Christensen on Jul 16 2014
I’ve made it a point in my writing about WikiLeaks over the past four years to avoid superficial, uninformed pop-legal anaylses of the Swedish case, as well as superficial, uninformed pop-psychological analyses of Assange and others involved in the matter. There have been far too many of those already—by Assange/WikiLeaks opponents and supporters alike—emerging via what I have described as a “social media whirlpool of bullshit, innuendo and de-contextualized half-truths.” My primary interest is in WikiLeaks as an organization and political actor, not in the Assange personality per se. So, with the new decision, here are a few observations about what they mean NOT in relation to the ongoing case in Sweden, but for a number of other issues. These are spur-of-the-moment reactions with not a lot of links. I guess I see these more as issues to mull over, pick holes in, debate and discuss. ...
https://medium.com/@ChrChristensen/five-spontaneous-thoughts-on-the-assange-decision-f0515dfd7f99

Title: ...
Post by: Link on July 31, 2014, 12:32:25 PM
"Human Rights Watch pushes for review of Australian WikiLeaks gag order"
Paul Farrell, Wednesday 30 July 2014 07.18 BST   
WikiLeaks revealed on Monday the existence of a suppression order in the Victorian supreme court cast in broad terms that applies across the country. The order prohibits reporting on the allegations “to prevent damage to Australia’s international relations”.
Australian news organisations, including Guardian Australia, remain bound by the terms of the suppression order and cannot report the contents of the order or the names of the individuals involved.
The general counsel of Human Rights Watch, Dinah PoKempner, said: “The embarrassment of diplomatic partners is not the same thing as a threat to national security, or to the integrity of the judicial process, and diplomatic embarrassment cannot justify withholding information relating to serious criminal activity from the public.”
“Secret law is often unaccountable and inadequately justified. The government has some explaining to do as to why it sought such an extraordinary order, and the court should reconsider the need for it now that its action has come to light.”
Australia’s journalists union, the Media Entertainment and Arts Alliance, also called for the order to be reviewed. Its federal secretary, Chris Warren, said Victoria continued to be the “suppression capital” of Australia. ...
Group says diplomatic embarrassment cannot justify withholding information about possible criminality as union calls Victoria the ‘suppression capital’ of Australia ...

http://www.theguardian.com/world/2014/jul/30/rights-group-and-union-push-for-review-of-australian-wikileaks-gag-order

"Social media users could be charged for sharing Wikileaks story"
Mex Cooper, Date: July 30, 2014
http://www.smh.com.au/national/social-media-users-could-be-charged-for-sharing-wikileaks-story-20140730-zye0b.html

"Australian court imposes generalized news blackout on bribery case"
Published on Wednesday 30 July 2014
http://en.rsf.org/australia-wikileaks-reveals-sweeping-30-07-2014,46727.html

"Wikileaks veröffentlicht australische geheime gerichtliche Anordnung" (31.07.2014)
Wie das australische Gericht auf den Rechtsbruch des australischen Staatsbürgers Julian Assange reagieren wird, ist noch nicht klar. Bislang gibt es keine Stellungnahme zum Juraleaks von Wikileaks. (Detlef Borchers) ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-veroeffentlicht-australische-geheime-gerichtliche-Anordnung-2280941.html
Title: ...
Post by: Link on August 04, 2014, 09:41:45 PM
Book: When Google Met WikiLeaks
200 pages • Paperback ISBN 978-1-939293-57-2 • E-book ISBN 978-1-939293-58-9
JULIAN ASSANGE (2014)
When Google Met WikiLeaks presents the story of Assange and Schmidt’s encounter. Both fascinating and alarming, it contains an edited transcript of their conversation and extensive, new material, written by Assange specifically for this book, providing the best available summary of his vision for the future of the Internet.
http://www.orbooks.com/catalog/when-google-met-wikileaks/

-.-

"Julian Assange will Garantien gegen Auslieferung an die USA" (19.08.2014)
Die Absicht des Wikileaks-Gründers Julian Assange, die ecuadorianische Botschaft "bald" zu verlassen, wurde von seiner australischen Anwältin Jennifer Robinson konkretisiert. Ihr Mandant werde die Botschaft verlassen, sobald es Garantien dafür gebe, dass sein politisches Asyl respektiert werde und Assange nicht an die USA ausgeliefert werde. Assange selbst äußerte in einem Interview mit der australischen Mediengruppe Fairfax die Hoffnung, dass eine Änderung der britischen Auslieferungsgesetze auch auf ihn zutrifft, obwohl diese erst kürzlich erfolgte und nicht rückwirkend angelegt ist. ... Die Frage der angegriffenen Gesundheit verweist auf den Fall des chilenischen Diktators Augusto Pinochet, der aus seinem Londoner Asyl wegen seiner angegriffenen Gesundheit nach Chile abgeschoben wurde, obwohl er sich vor einem spanischen Gericht verantworten sollte. Der spanische Staatsanwalt, der Pinochet für die Ermordung von spanischen Bürgern während der Diktatur verklagte, ist Baltasar Garzón, heute Leiter des juristischen Teams von Julian Assange. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Julian-Assange-will-Garantien-gegen-Auslieferung-an-die-USA-2294446.html

Quote
19. August 2014 13:19
Re: Todesstrafe für Assange
Bernd Paysan

deafdumbblind schrieb am 19. August 2014 12:31
> In den Auslieferungsabkommen ist ebenfalls festgehalten, dass bei
> einer drohenden "erniedrigenden Behandlung" eine Auslieferung nicht
> vorgenommen wird.

Auslieferung währe ja der rechtsstaatliche Fall. Schweden hat auch
mit der CIA zusammengearbeitet, um Rendition-Flüge (also
Entführungen) durchzuführen. Da landet man dann in irgendeinem
Folterknast bei irgendeinem Despoten, der von den USA gehätschelt
wird, und nicht in den USA.

Allerdings muss ich angesichts der "Manhunt Assange"-Slides sagen,
dass die Strategie ohnehin war, Assanges Bewegungsfreiheit zu
beeinträchtigen. Das ist definitiv gelungen, auch wenn der Aufwand
etwas hoch ist. Die Größe des Aufwands zeigt, wie wichtig das Ziel
ist, und sie zeigt auch, dass sich an der Situation nichts ändern
wird, wenn Assange irgendwas anderes macht.

Was das "rückwirkend" bei Gesetzen gilt: Das Rückwirkungsverbot gilt,
wenn es für den Betroffenen nachteilig ist. Ein vorteilhaftes Gesetz
kann durchaus auch rückwirkend angewandt werden; das ist sogar häufig
so (etwa wenn eine Mütterrente eingeführt wird für Mütter, die ihre
Kinder vor 40 Jahren bekommen haben). Insbesondere sind natürlich
Gesetze, die geändert werden musste, weil sie die Grundrechte der
Betroffenen verletzt haben, selbstverständlich rückwirkend gültig,
sonst würde ja die Beschwerde der Betroffenen nutzlos sein!

Die Schweden haben sich übrigens auch in einen wunderbaren Catch-22
eingegraben: Nach schwedischem Recht kann die Anklage erst erhoben
werden, wenn die Untersuchung abgeschlossen ist. Zum Abschließen der
Untersuchungen brauchen sie, mangels Kooperation der mutmaßlichen
Opfer, leider ein Geständnis des mutmaßlichen Täters. Das gibt es
nicht, aber man könnte ja beim mutmaßlichen Täter noch mal
nachfragen, vielleicht gesteht er ja dann. Das geht nicht, weil er
gerade im Ausland weilt. Natürlich könnte man ihn auch dort befragen,
aber wenn er denn gesteht, müsste man ihn dann umgehend anklagen, und
das geht angeblich nur, wenn er in Schweden ist (wahrscheinlich, weil
die Schweden genau wissen, dass die Anklage wegen einem Vorwurf
stattfindet, der außer in Schweden nirgendwo strafbar ist, also keine
erfolgreiche Auslieferung ermöglicht). Aufgrund der Neuregelung der
Auslieferung in UK könnte Schweden aufgrund dieses Catch-22 komplett
jedes Auslieferungsersuchen vergessen. Weshalb man auch ganz explizit
ins Gesetz 'reingeschrieben hat, dass diese Erleichterung für
Auszuliefernde nicht rückwirkend geht.

Die UK betrachtet den Fall übrigens als "allegated rape", obwohl Ny
in Schweden genau an diesem Punkt schon gescheitert ist: Nur der
"minderschwere Fall", der ja in UK keine Vergewaltigung wäre, ist zur
Untersuchung zugelassen worden. Auch hier wieder juristische
Winkelzüge, um den Vorgang am Leben zu halten. Die Einschätzung
"alleged rape" beruht auf einer Passage in dem von Sophia Wilem unter
Protest *nicht* unterzeichnetem Protokoll, und zwar genau *der*
Passage, nach der Wilem die Sache abgebrochen hat. Es handelt sich
also nicht um ein vor Gericht verwertbare Angabe.

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Re-Todesstrafe-fuer-Assange/forum-284251/msg-25667597/read/

Quote
19. August 2014 12:43
Worin äussert sich der? Re: Assange hat mehr Mumm in den Knochen...
Tyler Durden,

Ich denke mal, dass nur die wenigsten Forenteilnehmer in ihrem Leben
vor lauter "Mumm" in eine Botschaft flüchten mussten.
Wie und wo zeigt der Mumm?

TD

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Worin-aeussert-sich-der-Re-Assange-hat-mehr-Mumm-in-den-Knochen/forum-284251/msg-25667377/read/

Quote
19. August 2014 13:51
Re: Assange hat mehr Mumm in den Knochen...
Bernd Paysan
AmigaJoker schrieb am 19. August 2014 12:39
> ...als die gesamten Trolle hier im Heise Forum.
> Es ist wirklich eine Schande, wenn man von denen hier dann so dumme
> Kommentare lesen muss wie dass er ja rauskommen kann wenn er Lust hat
> und es sein Problem wäre, wenn ihm die Todesstrafe droht.
> Gehts noch ???

Die GCHQ-Trolle sind halt auf solche Themen spezialisiert:
> https://firstlook.org/theintercept/2014/07/14/manipulating-online-polls-ways-british-spies-seek-control-internet/
Wie gesagt, die geleakten Teile soll man nicht als umfassende Liste
betrachten, sondern als CV, "was wir alles können, und wir können
mehr, wenn ihr danach fragt". Dass man gerne Diskussionen durch
Zersetzung kaputt macht, war schon bei der Stasi so. Man bindet
Kräfte der Gegner (die versuchen, gegen die Trolle zu argumentieren)
und identifiziert auch neue Targets.
http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Re-Assange-hat-mehr-Mumm-in-den-Knochen/forum-284251/msg-25667795/read/

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"Julian Assange lawyers lodge appeal against Swedish ruling"
David Crouch in Gothenburg
The Guardian, Friday 12 September 2014 15.17 BST   
Prosecutors accused of gross breach of law by not travelling to UK to interview WikiLeaks founder in Ecuadorian embassy ...
http://www.theguardian.com/media/2014/sep/12/julian-assange-lawyers-appeal-against-swedish-ruling

Title: ...
Post by: Link on September 16, 2014, 10:35:20 AM
2014-09-03 BBC Horizon: Inside the Dark Web
Twenty-five years after the world wide web was created, it is now caught in the greatest controversy of its existence: surveillance. Featuring interviews with the inventor of the world wide web, Sir Tim Berners-Lee, and the co-founder of WikiLeaks, Julian Assange, Horizon delves inside the 'dark web'. ...
http://wlcentral.org/node/2960

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"Indonesian president calls on Australia to explain WikiLeaks gag order"
Fresh blow for Australian relations with Indonesia after Susilo Bambang Yudhoyono expresses shock and hurt at naming of his country’s politicians in injunction ...
Lenore Taylor, political editor - theguardian.com, Friday 1 August 2014 00.05 BST   
http://www.theguardian.com/world/2014/aug/01/indonesian-president-calls-on-australia-to-explain-wikileaks-gag-order

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"Spy Files 4: Wikileaks veröffentlicht Spionagesoftware von Finfisher" Jörg Thoma (15.9.2014)
Bei Wikileaks lässt sich Spionagesoftware herunterladen, die vom Spähsoftware-Hersteller Finfisher/Gamma stammt. Damit soll die Entwicklung von Abwehrwerkzeugen ermöglicht werden. ...
http://www.golem.de/news/spy-files-4-wikileaks-veroeffentlicht-spionagesoftware-von-finfisher-1409-109250.html

"Wikileaks: Mehr "Spy Files" über deutsche Überwachungssoftware" Detlef Borchers (15.09.2014)
Mit der vierten Ausgabe der "Spy Files" leuchtet Wikileaks die Kundschaft des deutschen Überwachungsspezialisten FinFisher weiter aus. ... "Warum fährt die Merkel-Regierung damit fort, FinFisher zu schützen?", fragt Wikileaks-Chef Julian Assange in einer Erklärung zur Veröffentlichung der "Spy Files" vom Montag. Die Bundesregierung spreche zwar gerne über Datenschutz und Privatsphäre, handele aber nicht danach. Mit der Veröffentlichung der FinFisher-Daten solle die technische Community in die Lage versetzt werden, "Menschen vor den Überwachungsangriffen von FinFisher zu schützen und die Kommando- und Kontrollcenter zu enttarnen". ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-Mehr-Spy-Files-ueber-deutsche-Ueberwachungssoftware-2391527.html

https://wikileaks.org/spyfiles4/documents.html

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"Harry Halpin on When Google Met Wikileaks" (November 2nd, 2014)
HAS THE INTERNET ENABLED HUMANITY to emerge from immaturity, only to become enslaved yet again by a regime of total surveillance? The question resonates in our everyday digital experience, whether people consciously realize it or not: from the way cookies are being sorted and tracked, to the NSA’s mass collection of email and telephone metadata, down to the increasingly uncanny nature of the advertisements showing up in our Google searches and Facebook streams. ...
http://lareviewofbooks.org/review/enlightenment-google-wikileaks-reorganization-world/


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"Journalist muss für Anonymous-Hack büßen" Eike Kühl (23. Januar 2015)
http://www.zeit.de/digital/internet/2015-01/barrett-brown-anonymous-stratfor-hacker-urteil

http://www.theguardian.com/profile/barrett-brown

https://en.wikipedia.org/wiki/Barrett_Brown

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"WikiLeaks demands answers after Google hands staff emails to US government" (25 January 2015)
Google took almost three years to disclose to the open information group WikiLeaks that it had handed over emails and other digital data belonging to three of its staffers to the US government, under a secret search warrant issued by a federal judge. ...
http://www.theguardian.com/technology/2015/jan/25/wikileaks-google-staff-emails-us-government

"Data Protection: 'A very real violation of privacy,' WikiLeaks editor says of Google email release" (26.01.2015 )
http://www.dw.de/a-very-real-violation-of-privacy-wikileaks-editor-says-of-google-email-release/a-18215528

"Google kooperiert bereitwillig"
https://www.ndr.de/fernsehen/Google-kooperiert-bereitwillig,wikileaks266.html

"Wikileaks: Google übergab E-Mails an US-Behörden"
von Bastian Berbner, Annette Leiterer & Andrej Reisin (25.01.2015)
Im Zuge der Ermittlungen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange wegen des Verdachts der Spionage hat Google demnach bereits im April 2012 zahlreiche Dokumente an die Staatsanwaltschaft übergeben, darunter sämtliche E-Mails sowie weitere mit den jeweiligen E-Mail-Konten verknüpfte Daten. Allem Anschein nach unternahm Google nichts, um gegen die Durchsuchungsbeschlüsse oder die anschließende Nachrichtensperre vorzugehen. Googles deutscher Pressesprecher Kay Oberbeck sagte auf Nachfrage von ZAPP lapidar, man äußere sich "grundsätzlich nicht zu Einzelfällen". ...
https://www.ndr.de/nachrichten/netzwelt/Wikileaks-Google-uebergab-Emails-an-US-Behoerden,wikileaks264.html

"Wikileaks: Das war ein Google-Angriff auf die Pressefreiheit" (26.01.2015)
Allein vom Wikileaks-Pressesprecher Kristinn Hrafnsson soll Google 43.000 Mails an die US-Behörden weitergereicht haben. Eine Wikileaks-Pressekonferenz am Montag geriet deshalb zum Google-Tribunal. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-Das-war-ein-Google-Angriff-auf-die-Pressefreiheit-2529026.html

"Herausgabe von E-Mails: Wikileaks klagt Google an" (26.01.2015)
Google hat drei Wikileaks-Mitarbeiter davon in Kenntnis gesetzt, dass die Inhalte ihrer Google Mail-Konten von Seiten der US-Justiz nach einem geheimen Durchsuchungsbefehl übermittelt wurden. Diese finden das Verhalten von Google nicht akzeptabel. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Herausgabe-von-E-Mails-Wikileaks-klagt-Google-an-2528214.html

Quote
Bin Kaufhaus, 26. Januar 2015 12:18
Immerhin besser als die Telekom

In Deutschland bleiben solche Abhöraktionen in der Regel geheim - der
Angeklagte erfährt möglicherweise aus den Prozessakten davon, aber
sonst hüllen sich alle in Schweigen.

Die Telekom führt sich dabei auf das Staatsorgan, das sie einmal war:
Ein riesiges Abhörorgan, dem Kunden in keinster irgendwie
vorstellbaren Weise verpflichtet.

Nur so als Vergleich, weil ja bestimmte Leute reflexartig auf Google
herumzuhacken beginnen und dabei auf die angeblich so
erstrebenswerten deutschen Verhältnisse verweisen.

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Immerhin-besser-als-die-Telekom/forum-291234/msg-26402336/read/

Title: Wikileaks...
Post by: Link on January 29, 2015, 12:44:37 PM
""Gag Orders": Google auf der Seite von Wikileaks" (29.01.2015)
Google soll im Fall der Wikileaks-Datenweitergaben gegen die Geheimhaltungspflicht gekämpft haben, die US-Behörden dem Unternehmen auferlegten. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Gag-Orders-Google-auf-der-Seite-von-Wikileaks-2532494.html

Quote
LX6666, 29. Januar 2015 11:51
Eine Gag Order hat mit Rechtsstaat nichts mehr zu tun. Wo diese Redeverbote (bindend) erlassen werden, ist der Rechtsstaat
im Eimer. ...
http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Eine-Gag-Order-hat-mit-Rechtsstaat-nichts-mehr-zu-tun/forum-291439/msg-26420353/read/


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"USA: Anonymous-Hacker auf Terror-Watchlist" (03.02.2015)
Der als Stratfor-Hacker bekannt gewordene Jeremy Hammond stand oder steht auf der US-Liste möglicher Terroristen. Das geht aus einem Dokument hervor, das eigentlich hätte zerstört werden sollen. ... "Sagen Sie dieser Person nicht, dass sie auf einer Terroristen-Watchlist steht." "Mögliches Mitglied einer terroristischen Organisation – Obacht". "Warnung – Nähern Sie sich vorsichtig." So steht es auf Unterlagen über Jeremy Hammond, welche die Strafvollzugsbehörde des Staates New York im März 2012 erhalten hat. Diese Auszüge aus der Terrorist Screening Database (TSDB) wurden am Montag von Daily Dot veröffentlicht. Hammond ist Anonymous-Mitglied und wurde als "Stratfor-Hacker" bekannt. Der Mann sitzt zur Zeit eine zehnjährige Haftstrafe ab. ... Warum die New Yorker die Datenbank abgefragt haben, oder warum Hammond überhaupt als mögliches Mitglied einer terroristischen Organisation geführt wird, geht aus den Unterlagen nicht hervor. Den Eintrag in der Liste hat Hammond offenbar dem FBI zu verdanken. Die Definition von Terrorismus ist für die Zwecke der TSDB sehr weit gefasst und erfordert keine Absicht von Gewalttaten. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/USA-Anonymous-Hacker-auf-Terror-Watchlist-2535413.html

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Stratfor-Hack-Barrett-Brown-zu-63-Monaten-Haft-verurteilt-2526848.html

Jeremy Hammond (* 8. Januar 1985) ist ein US-amerikanischer politischer Aktivist und Musiker aus Chicago. Er war Teil der Gruppe LulzSec und wurde auf Grund des Angriffes 2011 auf den US-amerikanischen Informationsdienstleister Stratfor 2013 zu 10 Jahren Haft verurteilt. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Jeremy_Hammond

---

"Julian Assange appeals to Sweden's supreme court over arrest warrant" (25 February 2015)
Julian Assange is taking his appeal to Sweden’s highest court in a final attempt to persuade a Swedish judge that the arrest warrant against him should be lifted. ...
www.theguardian.com/media/2015/feb/25/julian-assange-appeals-sweden-supreme-court-arrest-warrant

Title: Julian Assange / Wikileaks
Post by: Link on March 11, 2015, 11:27:09 AM
"Berufungsgericht bittet Ermittler im Fall Assange um Stellungnahme" (10.03.2015)
Noch hat das oberste schwedische Berufungsgericht nicht entschieden, ob es die Klage von Julian Assange verhandeln will. Doch es hat die leitende Staatsanwältin Marianne Ny gebeten, ihre Sicht des Verfahrens zu Schildern. ...  Insbesondere möchte das Gericht wissen, ob bei dem Verfahren, das im Stadium Voruntersuchung feststeckt, das Prinzip der Verhältnismäßigkeit gewahrt ist. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Berufungsgericht-bittet-Ermittler-im-Fall-Assange-um-Stellungnahme-2572484.html

Quote
Heisasa, 10. März 2015 21:52
Verhältnismäßigkeit?!

Ahahahahahahah!

Was ist denn bitte in dieser Postdemokratie noch verhältnismäßig?
Angriffskriege, Drohnenmorde, Agent Orange, und so weiter und so
fort.

"Aber wir sind doch die Guten!" Ach, hört mir doch auf.
Wenn die "Sicherheitsbehörden" für jede verfassungswidrige Aktion und
Überschreitung ihrer Kompetenzen in den Knast müßten ....

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Verhaeltnismaessigkeit/forum-293435/msg-26608531/read/

Quote
dl7und, 11. März 2015 03:16
Kosten/Nutzen

Wenn wir von Verhaeltnismaessigkeit reden, sollten wir vielleicht
auch einen Blick auf die Kosten werfen. Die werte Frau Ny meint ja,
sie koenne in der Botschaft zwar Assange befragen, aber keine
DNA-Probe erzwingen. Sie verzichtet also auf eine Befragung, weil
eine andere Massnahme, die eventuell gar nicht noetig ist, nicht
erzwungen werden kann. Mir ist nicht bekannt, dass sie es mal mit
Fragen probiert haette.

Stattdessen hat GB jetzt mehr Geld fuer die Ueberwachung von Assange
ausgegeben als fuer ihre Untersuchung zum Irakkrieg:

"It is embarrassing to see the UK government spending more on
surveillance and detaining an uncharged political refugee than on its
investigation into the Iraq war, which killed hundreds of thousands,"
WikiLeaks spokesman Kristinn Hrafnsson said.

http://www.bbc.com/news/uk-31159594


http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Kosten-Nutzen/forum-293435/msg-26609195/read/

Quote
Bernd Paysan, 10. März 2015 19:08
Werden die bis August fertig?

Dann nämlich sind 5 Jahre seit der mutmaßlichen Tat vergangen, und
das ist die Verjährungsfrist für dieses minderschwere Vergehen.

Im schwedischen Recht gibt es nur eine Verjährungsfrist, keine
Fristunterbrechung durch Anklage wie in Deutschland, die Frist
beginnt mit der Tat, und das Ende der Frist ist ein absolutes
Verfolgungshindernis.

Damit müssten alle Aktivitäten gegen Assange spätestens im August
eingestellt werden.

Aber die Regierung in UK hat ja schon angesagt, dass sie Assange auch
dann nicht ziehen lassen wollen. Es ist ziemlich klar, dass die Sache
in Schweden nur ein Vorwand ist, um den NSA-Plan "Manhunt Assange"
durchzuführen, und, wie in den Snowden-Dokumenten zu lesen ist "das
nomadische Leben von Julian Assange zu beenden, und ihn
festzusetzen". Wo genau festzusetzen, war wohl zunächst egal, aber
spätestens seit Assange Snowden bei der Flucht aus Hongkong und beim
Asyl in Russland geholfen hat, dürfte da ein neuer Plan da sein -
Botschaft geht bestimmt "gar nicht".

Für die Verhältnismäßigkeitsbewertung muss man niemanden fragen, da
muss man nur den Vorwurf und den Aufwand (Red Notice, Kaution in der
Höhe, die sonst Mörder hinterlegen müssen, Bewachung, die bislang
über 10 Millionen Pfund verschlungen hat) vergleichen. Da kommt man
dann sofort zu dem Ergebnis, dass das krass unverhältnismäßig ist.


http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Werden-die-bis-August-fertig/forum-293435/msg-26607876/read/

Quote
Bernd Paysan, 11. März 2015 01:21
Re: Werden die bis August fertig?

Michael9 schrieb am 10. März 2015 19:39

> Bernd Paysan schrieb am 10. März 2015 19:08
>
> > Aber die Regierung in UK hat ja schon angesagt, dass sie Assange auch
> > dann nicht ziehen lassen wollen. Es ist ziemlich klar, dass die Sache
> > in Schweden nur ein Vorwand ist
>
> Der Weg ist: die Schweden lassen die Red Notice Fallen und dann
> hat UK keinen Grund mehr Assange auszuliefern.

Jaja, aber dann muss halt nur schnell ein neuer "Grund" her. Cameron
wird sich bestimmt etwas einfallen lassen.

> Man kann wenig dazu im Netz finden ob das schwedische Recht diese Art
> der Verjährung tatsächlich kennt.

Alle schwedischen Gesetze sind im Internet, genauso wie unsere
Gesetze auch. Ich habe das mal nachgeguckt, und hier gepostet:

> http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Verjaehrung-Schweden/forum-288574/msg-26116082/read/

> Auch stellt sich die Frage auf welcher Basis UK dann die Auslieferung
> weiter treiben darf. Die haben bisher sauber auf EU Recht gehandelt,
> egal wie schlimm der Missbrauch der Red Notice in der Praxis auch
> sein mag.

Nein, die haben schon alle Register gezogen, um das Recht zu beugen.
Das fängt damit an, dass die Tat, die ihm in Schweden vorgeworfen
wird, so in England gar nicht strafbar ist. Marianne Ny hat daraufhin
ihre Vorwürfe bezüglich Vergewaltigung vorgetragen, die sie in
Schweden nicht vor Gericht durchsetzen konnte. Diese Vorwürfe wären
in England strafbar. Dadurch hat England einen "Grund" bekommen,
Assange ausliefern zu wollen. Jetzt hat aber die Gerichtsbarkeit in
Schweden bezüglich genau dieser Anschuldigungen schon festgestellt,
dass sie haltlos sind.

> Ich will erst sehen das die Engländer, nach dem Assange 1 Jahr lang
> im Schloss rum gesessen ist wo jederzeit genug Platz für flüsterleise
> Blackhawks war, plötzlich den Rechtsweg verlassen.

Nein, man will keinen Märtyrer, man will ihn festsetzen und
"ausschalten". Insofern, dass bei Wikileaks inzwischen praktisch
nichts mehr publiziert wird, ist das gelungen.

> Bisher haben sich nur die Anwälte von Assange und er selbst
> juristisch schmierig verhalten.

Ne, er selbst kann das gar nicht. Das Recht auf Flucht hat jeder.
Zumindest in Deutschland. Das ergibt sich unmittelbar aus dem
Freiheitsrecht. Und was die Sache mit den Mädels betrifft, das
"schmierig" zu nennen, dazu fehlen im Moment leider die Beweise,
weshalb Assange ja noch mal vernommen werden muss.

> Mit den Red Notice werden auch Väter verfolgt die ihre
> Unterhaltspflichten nicht nachkommen wollen. Oder simple Diebe.
> Einfach mal selbst suchen
> http://www.interpol.int/notice/search/wanted

Ich sehe da hauptsächlich Mörder, versuchte Mörder, Kidnapper und so,
jedenfalls auf der ersten Seite.

> Die Red Notice ist ein Alltagsgegenstand im Rechtshilfesumpf. Da wird
> sehr viel reininterpretiert, da haben sich schon ganz andere mit
> Rechtshintergrund selbst ziemlich blamiert. Etwa:
> http://samtycke.nu/eng/2012/07/assanges-lawyers-lies-about-interpol-r
> ed-notices/

Das zugehörige Treaty der UN ist hier:

> http://www.un.org/documents/ga/res/45/a45r116.htm

Da sind auch Mindeststrafen für das Delikt festgelegt (mindestens 1/2
Jahre). Das Assange zur Last gelegte Delikt hat Geldstrafe als
Mindeststrafe. Damit ist zwar das Statement der Assange-Anwälte eine
Übertreibung, aber trotzdem in der Sache richtig: Eine Red Notice
darf nicht für ein Delikt verwendet werden, bei dem im leichtesten
Fall lediglich eine Geldstrafe droht.

Zudem ist Assange gar nicht offiziell angeklagt. Es gibt also im
Sinne der Red Notice gar keinen Vorwurf gegen ihn. Er ist nur als
Zeuge geladen. Das ist nicht Teil dessen, was die Red Notice abdeckt.
Ein Zeuge muss aus dem Ausland nicht extrahiert werden, weil es immer
die Möglichkeit gibt, ihn im Ausland zu befragen. Und ich bin mir
sicher, dass die britische Polizei kein Problem gehabt hätte bei der
Amtshilfe, wenn es um DNA-Proben geht.

Die Mindeststrafen sind aus Verhältnismäßigkeitsgründen auch absolut
nötig, weil sich so eine Auslieferung ja um 1-2 Jahre verzögert, wenn
der Betroffene Rechtsmittel einlegt. Während dieser Zeit ist seine
Bewegungsfreiheit eingeschränkt, das muss als Teil der Strafe
anschließend angerechnet werden. Damit ist klar, dass die
Mindeststrafe, die ihm droht, schon mal diese Zeit beinhaltet.

> Der Kostenaspekt ist albern. Recht ist absolut.

Nein, ist es nicht! Recht *hat* verhältnismäßig zu sein! Jedenfalls
im Rechtsstaat. Viele Verfahren werden eingestellt, weil der Aufwand
der Ermittlung zu hoch ist, jedenfalls im Verhältnis zur Schwere der
Tat. Das ist ein ganz normaler Vorgang in einem Rechtsstaat. Dafür
gibt es bei uns den §153 StPO:

> http://www.strafverteidiger-berlin.info/strafverfahren/einstellung-geringfuegigkeit-153-stpo/

"Kein öffentliches Interesse" ist hier eine Umschreibung für "ist uns
zu teuer, zu aufwendig".

> Es gibt keinen
> Cut-Off wo der westliche Staat sagt "Ab 10 Millionen ist der frei zu
> lassen!". Man muss sich nur die extrem teure Aufarbeitung des NSU
> Prozesses ansehen, der wahrlich kein gutes Haar am Verfassungsschutz
> lässt und in der Form mehr oder weniger sinnlos ist, weil die
> wichtigen Leute eh nichts sagen oder sagen werden.

Das ist aber ein Fall, bei dem es um 10 terroristische Morde geht, in
die staatliche Stellen verwickelt sind. Das rechtfertigt einen sehr
hohen Aufwand. Das sind keine Vergehen, das sind Schwerverbrechen.
Mord verjährt auch nicht.

> Assange hat Angst vor einem Urteil, auch ohne Knast. Da kann er sich
> jede politische Ambition in Australien abschminken. Da hat es schon
> ganz andere erwischt die man in solche simplen Fallen gelockt hat.
> Oder sie waren so dumm mit ihrer Arroganz selbst reinzufallen.

Spätestens seit der Veröffentlichung der "Manhunt Assange"-Slides aus
dem Snowden-Fundus ist die Diskussion müßig: Die Verschwörungstheorie
von Assange, dass die US-Dienste hinter seiner Verfolgung stecken,
ist bestätigt. Man muss da keine VT mehr dazu aufstellen, es ist
alles geklärt. Assange die Schuld in die Schuhe zu schieben, ist
wohlfeil, denn natürlich hat er das durch das Betreiben von Wikileaks
herausgefordert. Es geht hier wirklich nur um Wikileaks vs. USA, und
alles andere ist Vorwand.


http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Re-Werden-die-bis-August-fertig/forum-293435/msg-26609085/read/

Quote
Michael9, 11. März 2015 10:31
Re: Werden die bis August fertig?

Bernd Paysan schrieb am 11. März 2015 01:21

> Jaja, aber dann muss halt nur schnell ein neuer "Grund" her. Cameron
> wird sich bestimmt etwas einfallen lassen.

Braucht es gar nicht. Er hat die Regeln in England zwecks
"Kaution" verletzt. Die Engländer können ihn sofort wegen
eigenem Fehlverhalten festhalten:

http://www.bbc.com/news/world-europe-19426382

> Alle schwedischen Gesetze sind im Internet, genauso wie unsere
> Gesetze auch.

Gelebtes Recht != Texte im Netz. Das kann jeder. Etwa:
Schweden darf ihn nicht ausliefern ohne England zu fragen:
http://www.government.se/sb/d/16007

Also England kommt aus der Nummer nicht raus. Da könnten sie
ihn also gleich abholen lassen, ist in beiden Fällen das selbe.

> Nein, die haben schon alle Register gezogen, um das Recht zu beugen.
<...>
> in England strafbar. Dadurch hat England einen "Grund" bekommen,
> Assange ausliefern zu wollen. Jetzt hat aber die Gerichtsbarkeit in
> Schweden bezüglich genau dieser Anschuldigungen schon festgestellt,
> dass sie haltlos sind.

Das ist deine eigene Rechtsmeinung, nicht das was "Recht" ist.
Genau an diesen juristischen Details, wo man einfach Fakten
wegwischt, zeigt man seine Gedanken: Assange hat X getan und
X ist "größer als" Y. Was immer Y ist und was immer X ist.

Flucht, Anwalt gelogen und zur Rechenschaft gezogen, Kaution
verfallen lassen (und seine Unterstützer haben das Geld verloren)...
jeder Trick, jede Lüge ist auf seiner Seite faktisch nachgewiesen.

Die andere Seite hat nur "Stimmung" und "Gefühle". Alle Schweden
sind Marionetten der US-Regierung, die Engländer sowieso alles
dumme Idioten etc. pp. Niemand ist korrekt, alles halbkriminelle
Antidemokraten.

> Nein, man will keinen Märtyrer, man will ihn festsetzen und
> "ausschalten". Insofern, dass bei Wikileaks inzwischen praktisch
> nichts mehr publiziert wird, ist das gelungen.

Oder, weil die Leute gemerkt haben wie Assange und später
Lamo diese wirre Person zu eigenen egoistischen Gründen
zu fragwürdigen Taten motiviert haben.

Man hat Manning eine Falle gestellt, für die sie teuer bezahlt.
Und nur noch hoffen kann das Obama sie am letzten Tag seiner
Amtszeit begnadigt.

Vielleicht ist das der Grund warum Assange inzwsichen Toxic
geworden ist. Und weil die echten Whistleblower inzwischen
gelernt haben dass es andere, politische Wege als stumpfes
"Doxxing" gibt. Siehe "The Intercept".

> Ich sehe da hauptsächlich Mörder, versuchte Mörder, Kidnapper und so,
> jedenfalls auf der ersten Seite.

Und schon ist das Argument "stichhaltig" die Red Notice ist
übermäßig, weil "deine Forschung" aus Faulheit abgebrochen hast? Ja,
viele Staaten in der EU kämpfen gegen die übermäßige Nutzung der Red
Notice, da gibt es viele Artikel dazu.

Aber zwischen "falsch verwenden und damit durchkommen" und "absolut
illegal und das sind US-Kabale im Keller mit schwarzen Mänteln" liegt
etwas mehr als ein Heise-Forums-Posting Platz braucht.

> darf nicht für ein Delikt verwendet werden, bei dem im leichtesten
> Fall lediglich eine Geldstrafe droht.

Nein, _wenn_ er angeklagt wird kriegt er 2-5 Jahre. Du beziehst das
nur auf die Befragung. Assange hat sich nicht vollständig zum
Fall geäußert, also weißt du genausowenig wie alle anderen.

Er muss sich auch nicht äußern. Er wollte wohl auch beim ersten
Treffen _keine_ DNA Probe abgeben. Wenn sich alles darum entzündet,
sitzt er seit fünf Jahren im Eigenurin, weil er wohl verhindern will
das sie eine nehmen. Deswegen auch das Angebot der Skype befragung:
sagt mir was
ihr wollt dann kenne ich eure Karten und dann sage ich nein und
schleiche mich Nachts auf einen Fischkutter nach Argentinien.

Ja, das "darf" er tun. Aber moralisch-rechtlich hat er schon in
vielen Augen verloren.

> sicher, dass die britische Polizei kein Problem gehabt hätte bei der
> Amtshilfe, wenn es um DNA-Proben geht.

Es gibt keine Anzeichen dafür dass er bereit ist eine Abzugeben.
Das denkst du dir nur aus.

> anschließend angerechnet werden. Damit ist klar, dass die
> Mindeststrafe, die ihm droht, schon mal diese Zeit beinhaltet.

Nein, weil er nicht in Schweden "in Untersuchungshaft" sitzt,
sondern sich selbst eine Rechtskonstruktion geschaffen hat.
Das gab es Geschichtlich schon mehrmals, dass Leute im eigenen
Exil sassen. Das hat juristisch nicht geholfen.

> Nein, ist es nicht! Recht *hat* verhältnismäßig zu sein! Jedenfalls
> im Rechtsstaat.

D.h. jeder andere hat dann das "Recht" bei potentieller Straftat
das Land zu verlassen und sagt "Gegen Geldstrafe spar ich euch
Geld!".

Dann macht das zum Gesetz, und nicht zu einer Sonderlocke für einige
wenige weil sie "Moralisch" über anderen Stehen. Das tut er nicht.

Das will dann jeder Kleinkriminelle auch haben.

> Spätestens seit der Veröffentlichung der "Manhunt Assange"-Slides aus
> dem Snowden-Fundus ist die Diskussion müßig: Die Verschwörungstheorie
> von Assange, dass die US-Dienste hinter seiner Verfolgung stecken,
> ist bestätigt.

Was ist daran besonders? Nach US-Sicht hat er geholfen das Recht
zu brechen - da tut man jetzt so überrascht als wenn diese angebliche
Pseudorevolution mit ein paar ZIP Files und Pseudogeheime Chats
irgendwie in Amerika was ändern würde? Hat man ernsthaft geglaubt
man könnte eine fremde Politik der expansion und Weltpolzei mit
praktisch unlimitiert Geld mit ein paar Dokumenten ändern?

Hat man ernsthaft geglaubt es gibt eine Proxy-Revolution ohne
Blutvergießen, wo man nicht mal bürger des Landes ist aber meint
sich - Konsequenzlos - einmischen zu dürfen?

Der einzige wahre Held_IN ist und bleibt Manning. Assange (Lamo, und
die anderen Poser) sind Idioten. Und alles was Assange bisher
passiert ist, war er de Akteur, er hat Dinge in Gang gesetzt -
nicht andere. Er "tut", die anderen reagieren auf seine Tricks.

Nur haben die anderen Zeit, Geld, politische Unterstützung.
Wer gegen den Zeitgeist schwimmt, sollte schon sehr genau wissen
was er tut. Obwohl ich Greenwalt früher mal gut fand, ist er
inzwischen ein wilder, arroganter Irrer. Aber er weiß wie
"die Maschine" funktioniert und deswegen kann er sich das erlauben.

Assange dagegen ist ein Egoist. Und darum gehts.


http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Re-Werden-die-bis-August-fertig/forum-293435/msg-26610059/read/

Quote
Thanks_for_all_the_fish, 11. März 2015 07:58
Wen interessiert eigentlich das Opfer?

Das Opfer...wer ist das Opfer. Wer sind die Opfer? Wenn ich das
richtig verfolgt habe ist eigentlich das Opfer (die junge Frau) gegen
ihren willen in diese Opfer-Situation gedrängt worden. Sie selbst
hatte AFAIK keine Anzeige gestellt. Ein bisschen so wie im
Levinsky-Oval-Room Skandal. Der wurde auch für politische Zwecke
benutzt. Das "Opfer" wurde damals medial ausgeschlachtet und dann
menschlich vernichtet und weggeworfen.

Was mich an der Geschichte wirklich stört:
-- die Timings. Erst soll es Vergewaltigung sein, dann Nötigung weil
man beim ersten Punkt nicht den Hauch einer Chance hat.
-- die Frau selbst wollte erst gar keine Anzeige erstatten, hat es
AFAIK auch nicht und wenn ich das so sehe hat sie einen Anwalt
genommen mehr um sich selbst zu schützen. KEINEN Reporter und keinen
hier den das Schicksal der Frau interessierte. Denn es geht nicht um
sie. Es geht um Assange. Es geht klar um einen politischen Prozess.
-- die Begründungen für Frau Nys Untätigkeit. Ich lasse viel gelten.
Z.Bsp. wir haben die Botschaft gefragt nach London zu fliegen, dort
mit "Technikern" aus Schweden eine DNA probe zu entnehmen (da reicht
ein "swab"!) und ihn dort zu befragen. Wenn sie dann nein sagen,
hätte sie ja ein Argument, wenn auch ein schwaches da er ja den
konsensuellen Sex nicht bestreitet. Aber nein. Das Opfer interessiert
keinen Menschen. Denn die selbige muss bis heute auf jegliche
Aktivität der Staatsanwältin vergeblich warten. Ich würde ja mal kurz
eine Klage gegen den Schwedischen Staat anstrengen wenn ich sie wäre.
--was wäre denn wenn er es nach Australien geschafft hätte? Einfach
den Prozess fallenlassen weil nicht mehr interessant? Und das Opfer,
was macht es in diesem Fall? In einer Demokratie ist ein Prozess in
Abwesenheit möglich. Die Abwesenheit ist in diesem Fall ein negativer
Aspekt in der Glaubwürdigkeit des Angeklagten, geht also zum Vorteil
der Staatsanwaltschaft. Ich weiß ja nicht in Schweden aber besser
wäre es für das Opfer schon das es einen Prozess erhält, auch in
Abwesenheit....Natürlich nur wenn es etwas zu verhandeln gibt ausser
Aussage gegen Aussage.

In all dem tun mir nur die beiden leid. Er - für den die
Unschuldsvermutung gilt -- und sie, und sie, als Mensch, sie tut mir
in beiden Fällen leid. War sie das Opfer einer Nötigung ist sie zu
bedauern, ob der Untätigkeit des Schwedischen Rechtssystems. War sie
es nicht, dann weil ihr leben auf immer dadurch gebrandmarkt sein
wird, für was sie sich hergegeben hat. Gegen ihren Willen oder nicht.

Fragt mal Monica ob sie das heute noch als "gute Idee" ansieht oder
ob sie klar sagt: hier wurde ein Mensch verheizt um an einen anderen
ran zukommen. Und dieser Mensch war ich.

Und in Schweden läuft dies gerade genau so. Wer auch immer am Ende
hier unschuldig oder Opfer sein wird. Schweden als souveräner Staat
und als Rechtsstaat hat, IMO, schon jetzt schrecklich versagt.


http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Wen-interessiert-eigentlich-das-Opfer/forum-293435/msg-26609437/read/

Title: Julian Assange / Wikileaks
Post by: Link on March 17, 2015, 09:58:51 AM
"Breakthrough? Swedish Prosecutors Drop Refusal to Interview Assange in UK"
by Jon Queally, staff writer Common Dreams (Friday, March 13, 2015)
'This is something we've demanded for over four years,' says lawyer; 'Ridiculous' it took so long, says Wikileaks spokesperson ...
http://www.commondreams.org/news/2015/03/13/breakthrough-swedish-prosecutors-drop-refusal-interview-assange-uk


http://www.theguardian.com/media/2015/mar/13/julian-assange-wikileaks-swedish-prosecutors-london-interview

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"After Swedish Prosecutors Back Down, Is WikiLeaks Founder Julian Assange Close to Freedom?" (Monday, March 16, 2015)
Today marks the 1,000th day WikiLeaks founder Julian Assange has spent in political asylum inside Ecuador’s London embassy. For the first time, Swedish prosecutors have opened the door to Assange’s departure with a request to question him in London. Assange has never been charged over allegations of sexual assault, but has been holed up in the embassy since 2012, fearing a Swedish arrest warrant could lead to his extradition to the United States. We speak with Assange attorney, Michael Ratner, who says an interview with the prosecutor may result in no charges, and even if Assange were convicted of these allegations, “he has done all the time he would have to do... so the whole case is essentially a bogus way of keeping him in that embassy." ...
http://www.democracynow.org/2015/3/16/after_swedish_prosecutors_back_down_is

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"Nach Hackerangriff: WikiLeaks stellt gestohlene Sony-Dokumente ins Netz" (17.04.2015)
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/hackerangriff-auf-sony-wikileaks-stellt-dokumente-ins-netz-a-1029056.html

Today, 16 April 2015, WikiLeaks publishes an analysis and search system for The Sony Archives: 30,287 documents from Sony Pictures Entertainment (SPE) and 173,132 emails, to and from more than 2,200 SPE email addresses. SPE is a US subsidiary of the Japanese multinational technology and media corporation Sony, handling their film and TV production and distribution operations. It is a multi-billion dollar US business running many popular networks, TV shows and film franchises ...
https://wikileaks.org/sony/press/


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"Assange lässt sich von schwedischen Ermittlern verhören" (17. April 2015)
Julian Assange will sich von seinen Anklägern in London befragen lassen. Für das Verhör werden schwedische Staatsanwälte in die ecuadorianische Botschaft kommen. ...
http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-04/assange-verhoer-schweden

Quote
area, 17. April 2015

[Die schwedischen Staatsanwälte hatten sich lange geweigert, Assange in London zu verhören. Auf eine Befragung in Schweden wollte sich der Australier bisher ebenfalls nicht einlassen. Nun kommen die schwedischen Ermittler aber doch nach London – aus Zeitdruck. Die dem WikiLeaks-Gründer vorgeworfenen Taten verjähren im August.]

Die Verjährung ist es wohl kaum

Die Befragung hätte schon vor langer Zeit durchgeführt werden können. Der Zeitdruck durch Verjährung – eines Teils – der Vorwürfe war wohl kaum ausschlaggebend: die Ankündigung des Verhörs in London kam zwei Tage, nachdem der schwedische Oberste Gerichtshof angekündigt hat, den Fall zu überprüfen hinsichtlich Proportionalität

[ Sweden's Supreme Court announced on Tuesday that it would consider the Australian's appeal against the decisions of two lower Swedish courts, which ruled that an arrest warrant against him should stand, paving the way for police to question him in Stockholm. In a statement it said that it had reached the decision in the light of the "conduct of investigations and the principle of proportionality".... ]
http://www.thelocal.se/20150311/assange-appeal-to-be-heard-by-supreme-court

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-04/assange-verhoer-schweden?commentstart=1#cid-4688864

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"Schwedisches Berufungsgericht bestätigt EU-Haftbefehl gegen Assange" (11.05.2015)
Das oberste schwedische Berufungsgericht hält den europäischen Haftbefehl gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange aufrecht. In der Begründung der Entscheidung ist von einem großen öffentlichen Interesse die Rede, dass die strafrechtlichen Ermittlungen fortgeführt werden. Eben weil die schwedischen Ermittler vor kurzem ihre Bereitschaft erklärt haben, Assange in der ecuadorianischen Botschaft zu verhören und dieser dem Verfahren zugestimmt habe, gebe es keinen Grund, den Festnahmebefehl aufzuheben. Die Entscheidung fiel nach Auskunft des Gerichtes nicht einstimmig: ein Richter erklärte in seinem Minderheitenvotum, dass der Haftbefehl aufgehoben werden könnte. ... Nach schwedischem Recht haben die Ermittler zwei Wochen Zeit, nach dem abschließenden Verhör zu entscheiden, ob eine Anklage erfolgt oder nicht. Bis dahin gilt Assange als nicht angeklagter Verdächtiger. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Schwedisches-Berufungsgericht-bestaetigt-EU-Haftbefehl-gegen-Assange-2640669.html

Title: Julian Assange / Wikileaks
Post by: Link on May 12, 2015, 03:22:42 PM
"BND-Affäre: WikiLeaks veröffentlicht Protokolle des NSA-Ausschusses" Kai Biermann und Patrick Beuth (12. Mai 2015)
Bisher gab es keine offizielle Mitschrift vom NSA-Untersuchungsausschuss. WikiLeaks hat nun mehr als tausend Seiten veröffentlicht, auch aus nicht öffentlichen Sitzungen. ... Praktisch alle überregionalen Medienhäuser, darunter auch DIE ZEIT und ZEIT ONLINE, berichten umfassend über den Versuch des Parlaments, das Ausmaß der NSA-Überwachung und die Verstrickung deutscher Behörden aufzuklären. Aber sie alle hatten bisher ein Problem: Die Protokolle der öffentlichen und erst recht der nicht öffentlichen Sitzungen des Ausschusses wurden den Journalisten nicht zur Verfügung gestellt. ... Es handelt sich um abgestimmte Protokolle, die auf den offiziellen stenografischen Aufzeichnungen beruhen. WikiLeaks hat sie zudem auch für sein englischsprachiges Publikum übersetzt. ... Insgesamt 1.380 Seiten umfassen die veröffentlichten Protokolle, teilte WikiLeaks in einer Presseerklärung mit. Zitat: "Mit der heutigen Veröffentlichung will WikiLeaks ein dringend benötigtes Licht auf den wichtigen Ausschuss werfen und der Öffentlichkeit wie auch den Medien die Möglichkeit geben, auf verlässliche, zitierbare Mitschriften zurückzugreifen." Die Ausschussmitglieder selbst dürften davon nur mäßig begeistert sein. ... Die Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle ist daher aus zwei Gründen wichtig. Zum einen soll sich die Öffentlichkeit informieren und erfahren können, wer was ausspioniert. Das ist auch das Bestreben des Ausschusses. Daher versuchen die Abgeordneten, so viel wie nur möglich in öffentlicher Sitzung zu verhandeln und streiten immer wieder mit der Bundesregierung darum, was sie offen sagen dürfen und was nicht.
Zum anderen sind die Protokolle wichtig für die Arbeit von Journalisten. Sie können die Beteiligten nun nachträglich mit deren Aussagen konfrontieren, weil sie jetzt in zitierfähiger Form vorliegen.  ...Vollständig ist die Sammlung allerdings nicht. Sie reicht nur bis Februar 2015, es fehlen also die zwölf bislang letzten Sitzungen des Ausschusses. Auch die übrigen Zeiträume sind lückenhaft, veröffentlicht wurden die Protokolle von 17 der 37 bis Februar abgehaltenen Sitzungen. ...

http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2015-05/wikileaks-nsa-untersuchungsausschuss-protokolle

Quote
    Realpolitik, 12.05.205

Transparenz ist der beste Weg um die endlose Geheimniskrämerei endlich zu beenden.

Ex-Innenminister Friedrich 2013: "Aber eines ist ganz wichtig und ich glaube das muss auch in der Öffentlickeit klar gesagt werden. Die Amerikaner haben sehr klipp und klar gesagt, wir betreiben über unsere Geheimdienste keine Industriespionage.” ...

http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2015-05/wikileaks-nsa-untersuchungsausschuss-protokolle?commentstart=1#cid-4764018

Quote
    Der_Consigliere, 12.05.205

.... Ein dreifaches "Hoch" auf alle Whistleblower und all die anderen Robin Hoods unserer Zeit.
Ich danke Euch auf meinen virtuellen Knien.

http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2015-05/wikileaks-nsa-untersuchungsausschuss-protokolle?commentstart=1#cid-4764082

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"Liste an Drohnenpiloten veröffentlicht: Kritik an Wikileaks" (22. Mai 2015)
Fast 140.000 archivierte LinkedIn-Profile sind nun auf der Whistleblower-Website abrufbar. Durch die Integration auf Wikileaks gerät das Projekt nun in ein neues Rampenlicht – und wird heftig von Politik und manchen Medien attackiert. "Drohnen-Profis geraten ins Visier von ISIS und Al-Quaida", titelt beispielsweise die Bild-Zeitung. ...
http://derstandard.at/2000016244575/Namen-von-Drohnenpiloten-veroeffentlicht-Kritik-an-Wikileaks

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"Der Kalte Krieg der Enthüller" Wolfgang Michal (22.05.2015)
Die Enthüllungsplattform WikiLeaks ist zurück. Doch die investigative Presse reagiert pikiert und will die konkurrierende Plattform ins Abseits reden. ...
Mit eifersüchtiger Beißwut reagieren die Leitmedien, wenn WikiLeaks mal wieder beweist, dass es nicht so tot ist, wie behauptet wird. ... WikiLeaks hält es für das Kardinalproblem der investigativen Presse, dass einige auserwählte Journalisten im Verbund mit der jeweiligen Verlagshierarchie darüber entscheiden, was die Öffentlichkeit über einen Geheimnisverrat wissen darf und was nicht, ja dass die jeweiligen Redaktions- und Verlagsinteressen eigenmächtig darüber bestimmen, in wie vielen Portionen die Öffentlichkeit wie stark gefiltert und zu welchem Zeitpunkt brisante Zeitdokumente kennenlernen darf. Die scheibchenweise Veröffentlichung der Snowden-Dokumente erstreckt sich mittlerweile über zwei Jahre – zwei Jahre, die auch die betroffenen Geheimdienste für die Schadensbegrenzung nutzen konnten. ...
http://www.theeuropean.de/wolfgang-michal/10164-kritik-der-presse-an-wikileaks

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"Revealed: How DOJ Gagged Google over Surveillance of WikiLeaks Volunteer" By Ryan Gallagher (20.06.2015)
The Obama administration fought a legal battle against Google to secretly obtain the email records of a security researcher and journalist associated with WikiLeaks. Newly unsealed court documents obtained by The Intercept reveal the Justice Department won an order forcing Google to turn over more than one year’s worth of data from the Gmail account of Jacob Appelbaum, a developer for the Tor online anonymity project who has worked with WikiLeaks as a volunteer. The order also gagged Google, preventing it from notifying Appelbaum that his records had been provided to the government. The surveillance of Appelbaum’s Gmail account was tied to the Justice Department’s long-running criminal investigation of WikiLeaks, which began in 2010 following the transparency group’s publication of a large cache of U.S. government diplomatic cables. ... Appelbaum, an American citizen who is based in Berlin, called the case “a travesty that continues at a slow pace” ... The Justice Department’s WikiLeaks investigaton is headed by prosecutors in the Eastern District of Virginia. Since 2010, the secretive probe has seen activists affiliated with WikiLeaks compelled to appear before a grand jury and the FBI attempting to infiltrate the group with an informant. Earlier this year, it was revealed that the government had obtained the contents of three core WikiLeaks staffers’ Gmail accounts as part of the investigation. Google, the Justice Department, and the U.S. Attorneys Office had not responded to requests for comment on this story at time of publication. ...
https://firstlook.org/theintercept/2015/06/20/wikileaks-jacob-appelbaum-google-investigation/

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"Dispatches: Stop the Foot-Dragging on Assange" Dinah Pokempner (June 19, 2015)
Today marks three years since Julian Assange, the publisher of Wikileaks, walked into the Ecuadorean embassy in London, which has become in effect his jail.  Assange, who has been recognized as a refugee by Ecuador, sought protection from deportation to Sweden, where he is wanted in a preliminary investigation on various allegations of non-consensual sexual relations.  He has consistently maintained he is ready to cooperate fully.  But Sweden hasn’t granted him assurances it wouldn’t deport him to the U.S., which has maintained an open-ended investigation of him and others associated with Wikileaks on espionage and other charges for publishing classified US diplomatic cables leaked by Chelsea Manning.  Were he to set foot outside the embassy, he would risk extradition to the US. ...
https://www.hrw.org/news/2015/06/19/dispatches-stop-foot-dragging-assange

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"After Three Years, the Injustice Handed out to Assange Must End" John Pilger (18 June 2015)
I am often asked if I think Assange has been "forgotten.” It's my experience that countless people all over the world, especially in Australia, his homeland, understand perfectly well the injustice being meted out to Julian Assange. They credit him and WikiLeaks with having performed an epic public service by informing millions about what the powerful plan for them behind their backs, the lies governments and their vested interests tell, the violence they initiate. The powerful and the corrupt loathe this, because it is true democracy in action. ...
http://www.telesurtv.net/english/opinion/After-Three-Years-the-Injustice-Handed-out-to-Assange-Must-End-20150618-0026.html

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Quote

Prosecutor cancels Assange meeting

I have now been detained without charge for 1650 days.

This afternoon, the Swedish prosecutor Marianne Ny cancelled a prospective appointment to take my statement today. We proposed the dates and Ny accepted them. Prosecutor Ny led my lawyers to believe that the appointment was proceeding. My lawyers had booked tickets and I have been put to considerable expense. Last year, the Swedish court of appeal found that prosecutor Ny had breached her duty because she had refused to take my statement for four and a half years. The prosecutor waited another seven months before finally accepting my offer to take my statement in London. Today I learned that the Swedish legal application to Ecuador, which is likely to take weeks, was only sent to Ecuador two days ago. To behave in such a way seems reckless and it is hard to imagine that it was more than a public relations exercise. It is impossible to maintain confidence in this prosecutor under such circumstances.

Julian Assange

17 June 2015


https://justice4assange.com/Prosecutor-cancels-Assange-meeting.html (https://justice4assange.com/Prosecutor-cancels-Assange-meeting.html)

Title: Wikileaks...
Post by: Link on June 24, 2015, 02:03:59 PM
Die Vorwürfe sind erheblich. Die USA sollen drei französische Präsidenten über Jahre ausgehorcht haben. Das legen zumindest Papiere auf der Enthüllungsplattform WikiLeaks nahe. Seit Dienstagabend sind die Anschuldigungen in der Welt, nun reagiert Frankreich. ... ( 24.06.2015)
http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-spionage-frankreich-bestellt-botschafter-ein-a-1040390.html

"Spionage-Skandal: NSA hörte Frankreichs Präsidenten ab" John Goetz und Hans Leyendecker (23. Juni 2015)
Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat Dokumente veröffentlicht, wonach der US-Geheimdienst NSA jahrelang die französische Staatsspitze ausgespäht hat. ... Die NSA-Unterlagen zeigen, dass offenbar kaum jemand in der Pariser Regierung von der NSA als zu unbedeutend gesehen wurde, um ihn abzuhören. Die Liste der Abgehörten reicht von Frankreichs Staatspräsidenten bis hin zu Regierungsbeamten. Die Dokumente stammen offenbar erneut aus dem Innersten der NSA, die bereits durch die Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden unter Druck geriet. Die Unterlagen zeigen, dass die NSA das Abhören und Ausspähen in Frankreich offenbar umfassend betrieb. ... Die Telefonnummern der französischen Spitzenpolitiker gehören zu den Selektoren, anhand derer die NSA die weltweiten Datenströme durchsucht. ...
http://www.sueddeutsche.de/politik/spionage-skandal-nsa-hoerte-frankreichs-praesidenten-ab-1.2535115


"Wikileaks: NSA soll französische Konzerne ausspioniert haben" (30.06.2015)
Französische Großkonzerne sind einem Bericht zufolge von der NSA systematisch ausgeforscht worden. Die Amerikaner interessierten sich vor allem für Energie- und Telekommunikationsprojekte. Auch der heutige EU-Kommissar Moscovici war Ziel. ... Wikileaks veröffentlichte unter anderem eine Liste „vorrangiger Ziele“ der NSA in Frankreich mit den Handy-Nummern von Präsidenten, wichtigen Beratern und Ministern. Anhand solcher sogenannter Selektoren durchsucht die NSA weltweite Datenströme. Schon 2005 war BND-Mitarbeitern aufgefallen, dass die Unternehmen EADS und Eurocopter unter den von den Vereinigten Staaten gelieferten Spähzielen waren. ...
http://www.faz.net/aktuell/wikileaks-nsa-soll-franzoesische-konzerne-ausspioniert-haben-13676073.html


Quote
Kai, 30.06.2015

Jetzt dürfte klar sein warum die Regierung Merkel die Selektorenliste nicht herausgeben will......
Bei uns wird es genau so aussehen , nur das die Regierung Merkel womöglich beteiligt war und deswegen Vertuschung betreibt.
Die politischen Folgen daraus dürften dann allerdings klar sein.
Die amerikanische Spionage von Wirtschaftsunternehmen und Politikern hat allerdings nichts mehr mit islamischem Terrorismus zu tun.
Vielmehr muß man nun fragen ob dieser wichtige Aspekt nicht sogar unter der Spionage der Wirtschaftsunternehmen vernachlässigt wird .
Zudem scheint fast sicher , das deutsche Geheimdienste den Amerikaner zuarbeiten , auch bei der innereuropäischen Wirtschaftsspionage.
Das allerdings wird Merkel schlecht erklären können , wie Sie so schön sagt, unter Freunden..........


http://www.welt.de/politik/ausland/article143301291/NSA-soll-Wirtschaft-in-Frankreich-ausspioniert-haben.html#comment-2108021430

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"PressefreiheitJubel-Schreiber für Saudi Arabien" Markus Ehrenberg (30. Juni 2015)
Laut WikiLeaks soll Saudi-Arabien eine PR-Kampagne mit deutschen Journalisten geplant haben. Ein Grundgehalt von 7.500 Euro sei ihnen versprochen worden. ...
http://www.zeit.de/kultur/2015-06/saudi-arabien-zahlt-jubel-pr-in-deutschland

http://www.tagesspiegel.de/medien/bezahlte-pr-fuer-saudi-arabien-jubel-schreiber/11986326.html

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"NSA-Spionage: Kanzlerin soll sich erklären, Generalbundesanwalt ermitteln" (02.07.2015)
Die neuen Wikileaks-Enthüllungen über das Ausspähen der Bundesregierung durch die USA beschreiben laut Abgeordneten einen klaren Straftatbestand. Es sei dringend nötig, dass sich das Kanzleramt zu Wort melde. Mitglieder des NSA-Untersuchungsausschusses des Bundestags haben größtenteils erstaunt und empört auf die von Wikileaks veröffentlichten neuen NSA-Dokumente reagiert, die weitgehende Spähaktionen gegen die Bundesregierung nahelegen. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/NSA-Spionage-Kanzlerin-soll-sich-erklaeren-Generalbundesanwalt-ermitteln-2733751.html

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"Frankreichs Kunst-Elite für Asylgewährung an Assange und Snowden" (03.07.2015)
Eine Gruppe namhafter Kulturschaffender Frankreichs hat an Präsident Francois Hollande appelliert, Julian Assange und Edward Snowden Asyl in Frankreich zu gewähren. ...
http://de.sputniknews.com/kultur/20150703/303062394.html


"WikiLeaks-Gründer: Assange scheitert mit Bitte um Asyl in Frankreich" (03.07.2015)
Frankreich hat ein Asyl-Ersuchen von WikiLeaks-Gründer Julian Assange abgelehnt. "Die Situation von Herrn Assange zeigt keine unmittelbare Gefährdung. Zudem liegt gegen ihn ein europäischer Haftbefehl vor", teilte die Präsidentschaft mit.
Der Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks hatte den französischen Präsidenten François Hollande zuvor um Aufnahme in Frankreich gebeten. "Nur Frankreich ist heute in der Lage, mir den nötigen Schutz gegen die politischen Verfolgungen - und nur diese - zu geben, deren Ziel ich bin", schrieb Assange in einem offenen Brief, den die Zeitung "Le Monde" am Freitag veröffentlichte. ...

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/julian-assange-kein-asyl-in-frankreich-fuer-wikileaks-gruender-a-1041976.html

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"Riskante Mission Burkhalters – mithilfe von Assange" (14.06.2015)
Bundesrat Didier Burkhalter setzte viel aufs Spiel, um einen bedrohten Journalisten freizubekommen. ... Huseynow flüchtete sich am 18. August 2014 mit blond gefärbten Haaren in die Schweizer Botschaft, nachdem verschiedene Mitstreiter verfolgt und verhaftet worden waren. Für ihn setzte sich, ganz diskret, auch Wikileaks-Gründer Julian Assange ein, der auf der ecuadorianischen Botschaft in London festsitzt. Mit seiner Verbündeten Sarah Harrison stand der Chef der Enthüllungsplattform Huseynow juristisch bei. ...
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Riskante-Mission-Burkhalters--mithilfe-von-Assange/story/13289512

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"Neue WikiLeaks-Dokumente: NSA spioniert Kanzleramt seit Jahrzehnten aus" (08.07.2015)
WikiLeaks hat neue Dokumente über US-Spionageziele veröffentlicht. Demnach belauschte die NSA die Bundesregierung seit den Neunzigerjahren breitflächig. Schon zu Zeiten von Helmut Kohl hörte man gern mit im Kanzleramt. ... Neben den Nummern liefert WikiLeaks auch Belege, wonach die USA wohl tatsächlich mithörten. So finden sich auf der Website der Enthüller neben den Selektoren, so nennt man die auszuspähenden Telefonnummern oder E-Mail-Adressen von Zielpersonen, auch mehrere Protokolle von Gesprächen Merkels aus den Jahren 2009 und 2011. Aus den Zusammenfassungen geht klar hervor, dass die USA erstaunliche Insider-Kenntnisse über die Kommunikation der Kanzlerin hatten.
Das Kanzleramt wollte sich am Mittwoch nicht zu den Dokumenten äußern. Von einer Dienstreise mit der Kanzlerin in Albanien schickte ihr Sprecher eine knappe SMS: Von ihm werde es "nix dazu" geben. Die "Süddeutsche Zeitung", die als Medienpartner von WikiLeaks vorab mit den Dokumenten versorgt wurde, berichtete aus Regierungskreisen, man wundere sich dort "über gar nichts mehr".Großer Protest ist also aus Berlin nicht zu erwarten in den nächsten Tagen. ...

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wikileaks-nsa-spioniert-kanzleramt-seit-jahrzehnten-aus-a-1042737.html

"Wikileaks-Dokumente: Merkel, Schröder, Kohl im Visier der NSA" (08.07.2015)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-Dokumente-Merkel-Schroeder-Kohl-im-Visier-der-NSA-2745222.html

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"SPIEGEL Interview with Julian Assange: 'We Are Drowning in Material'" Interview Conducted By Michael Sontheimer (July 20, 2015)
Assange: Generally there is not enough systematic understanding. This has to do with media economics, the short-term news cycles, but actually I don't blame the media for that failure. There is a terrible failing in academia in understanding current geopolitical and technical developments and the intersection between these two areas. WikiLeaks has a very public conflict with the United States, which is still ongoing and in which many young people have gotten involved. They suddenly saw the Internet as a place where politics and geopolitics happen. It's not just a place where you gossip about what happened at school. But where were the young professors stepping forward trying to make sense of it all? Where is the new Michel Foucault who tries to explain how modern power is exercised? Absurdly, Noam Chomski was making some of the best comments and he is now 86. ...
http://www.spiegel.de/international/world/spiegel-interview-with-wikileaks-head-julian-assange-a-1044399.html

Title: Julian Assange / Wikileaks
Post by: Link on August 11, 2015, 05:39:25 PM
"TTIP: WikiLeaks bietet Whistleblowern Geld" (11. August 2015)
Die Enthüllungsplattform will Insider mit 100.000 Euro für Details zum Freihandelsabkommen belohnen. Zu den ersten Unterstützern der Kampagne gehört Yanis Varoufakis.  ... Im Kampagnentext begründet WikiLeaks die Aktion mit der Heimlichkeit, mit der das Abkommen verhandelt werde. Bisher habe die Öffentlichkeit keinen Einblick in die Inhalte erhalten. Dabei habe TTIP insbesondere für Europa weitreichende Folgen. "TTIP betrifft jeden Europäer und zieht Europa in einen langfristigen Konflikt mit Asien. Die Geheimniskrämerei muss jetzt beendet werden", wird WikiLeaks-Gründer Julian Assange in einer Mitteilung der Enthüllungsplattform zum Start der Kampagne zitiert. ... Die EU-Kommission verwahrt sich gegen solche Kritik an TTIP. Auf der offiziellen Website zum Freihandelsabkommen heißt es, es werde "so offen wie möglich" verhandelt. ...
http://www.zeit.de/digital/2015-08/ttip-freihandelsabkommen-whistleblower-belohnung

"Wikileaks sammelt 100.000 Euro als Belohnung für TTIP-Leak" (11.08.2015)
Wikileaks will Eingeweihte mit Geld dazu bringen, einen Entwurf des zwischen der USA und der EU geheim ausgehandelten Freihandelsabkommens TTIP zu leaken. 100.000 Euro sollen gespendet werden. Assange hofft dabei auf die Ehrlichkeit seiner Unterstützer. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-sammelt-100-000-Euro-als-Belohnung-fuer-TTIP-Leak-2776462.html

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"WikiLeaks goes after hyper-secret Euro-American trade pact"
Today, Tuesday 11th August, 9:15 BST, WikiLeaks has launched a campaign to crowd-source a €100,000 reward for Europe’s most wanted secret: the Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP). ...
https://wikileaks.org/WikiLeaks-goes-after-hyper-secret.html

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"Sweden and Ecuador edge closer to end of Julian Assange standoff" David Crouch and Esther Addley in London (Tuesday 11 August 2015 16.09 BST)
http://www.theguardian.com/media/2015/aug/11/julian-assange-case-progress-sweden-ecuador-negotiations-wikileaks


"Julian Assange: three cases dropped but inquiry into rape allegation continues" David Crouch (Thursday 13 August 2015 11.50 BST)
Assange says he is disappointed not to give his side of the story after three investigations are dropped as prosecutors run out of time to bring charges ...
http://www.theguardian.com/media/2015/aug/13/julian-assange-cases-dropped-but-rape-claim-investigation-continues


"Fall Assange: Bald nur mehr einem strafrechtlich relevanten Vorwurf ausgesetzt" Thomas Pany (12.08.2015)
Drei von vier Anlagepunkten der schwedischen Staatsanwaltschaft verjähren in dieser und der nächsten Woche, ohne dass es zu einer Anklage kommt ...
http://www.heise.de/tp/artikel/45/45693/1.html

Quote
12. August 2015 12:47
Hier sind wohl mehrere unterschiedliche Interessen im Spiel
-fdik-, Volker Birk

Die schwedische Staatsanwaltschaft kennt natürlich die
Verjährungsfristen. Entsprechend wundert es einen schon, wenn nun
erst kurz vor knapp über eine Befragung verhandelt wird.

Bei 10 Millionen Pfund Kosten geht es der englischen Polizei jedoch
ganz offensichtlich nicht nur um Amtshilfe für Schweden. Im
Gegenteil, das ist ein Indiz, dass die Bedenken berechtigt sind,
Schweden habe vor, Assange dann an die USA auszuliefern ...

Quote
12. August 2015 13:36
Re: Wer keine Propaganda will, mag etwas anderes lesen
Guenther (mehr als 1000 Beiträge seit 06.01.00)

Danke für die Texte.

Allerdings dürfte sowieso jedem denkenden Menschen, der nicht ein
völlig fanatischer USA-Freund ist, klar sein, wie das Spielchen hier
lief und läuft...

Gleiches hier in DE: Der Generalbundesanwalt ermittelt
selbstverständlich nicht, wenn das ganze Parlament und die Kanzlerin
ausspioniert werden.

Wenn natürlich jemand geklaute Akten veröffentlicht, die das
Ausspionieren der Bevölkerung durch unsere eigenen Leute offenlegen,
der begeht Landesverrat.

Die westlichen Regierungen haben sich zu elenden Volksverdummern und
ruchlosen und korrupten Oligarchien herunterentwickelt...


http://www.heise.de/tp/foren/S-Hier-sind-wohl-mehrere-unterschiedliche-Interessen-im-Spiel/forum-295496/msg-26879305/read/

Quote
12. August 2015 13:21
Wer keine Propaganda will, mag etwas anderes lesen
TomGard (mehr als 1000 Beiträge seit 04.03.11)

die lange Falldarstellung von John Pilger, einem Dokumentarfilmer,
der einst gefeiert wurde, bevor er sich "dissident" zeigte:
http://www.rt.com/op-edge/311284-pilger-assange-wikileaks-intelligence/

Wer es kürzer will:
Die beiden Frauen, auf deren Aussagen die ursprüngliche
Vergewaltigungsanzeige beruhte, haben die Vorwürfe seit Jahren, nach
ihren Aussagen sogar schon zum Auftakt des Verfahrens zurück gezogen
und behauptet, sie seien von der schwedischen Polizei zur
Anzeigeerhebung verleitet worden, auch von "Nötigung" war die Rede.
Eine unabhängige Bestätigung dafür liegt auch vor, nämlich in Form
der Fallakte, welche die zuständige Stockholmer Staatsanwältin Eva
Finne anlegte und nach vier Tagen ohne Anklageerhebung schloß.
Pilger:

"Less than 24 hours later, the Stockholm Chief Prosecutor, Eva Finne,
took over the investigation. She wasted no time in cancelling the
arrest warrant, saying, "I don't believe there is any reason to
suspect that he has committed rape." Four days later, she dismissed
the rape investigation altogether, saying, "There is no suspicion of
any crime whatsoever." The file was closed."

Weil in Schweden auch "erschlichener Geschlechtsverkehr" und "Verkehr
ohne Kondom" unter den Tatbestand des Kapitalverbrechens
"Vergewaltigung" fällt, war es der Generalstaatsanwältin Ny möglich,
gegen den Willen der Betroffenen erneut ein Verfahren anzustrengen,
in dem sie über fünf Jahre vermied, Anklage zu erheben, und sich
damit ermächtigte, die Aussagen der Betroffenen nicht offiziell zu
"hören", so lang eine Befragung Assanges ausstand, zu der sie die
Auslieferung per Europol verlangte.

...

Quote
KatiH, 13. August 2015 00:02
Re: Wer keine Propaganda will, mag etwas anderes lesen

TomGard schrieb am 12. August 2015 13:21

> die lange Falldarstellung von John Pilger, einem Dokumentarfilmer,
> der einst gefeiert wurde, bevor er sich "dissident" zeigte:
> http://www.rt.com/op-edge/311284-pilger-assange-wikileaks-intelligence/

Ich frage mich ja wirklich, ob das wirklich nur Unfaehigkeit ist, die
Fakten sauber zu recherchieren, oder ob hinter solcher Verdrehung
eine boesartige Absicht hinter steht.

> Wer es kürzer will:
> Die beiden Frauen, auf deren Aussagen die ursprüngliche
> Vergewaltigungsanzeige beruhte, haben die Vorwürfe seit Jahren, nach
> ihren Aussagen sogar schon zum Auftakt des Verfahrens zurück gezogen
> und behauptet, sie seien von der schwedischen Polizei zur
> Anzeigeerhebung verleitet worden, auch von "Nötigung" war die Rede.

Falsch. Offizialdelikte - und dazu gehoeren auch die Anschuldigungen
gegen Assange zu - muessen die Behoerden verfolgen, da ist keine
"Anzeige" notwendig.

> Eine unabhängige Bestätigung dafür liegt auch vor, nämlich in Form
> der Fallakte, welche die zuständige Stockholmer Staatsanwältin Eva
> Finne anlegte und nach vier Tagen ohne Anklageerhebung schloß.

Falsch. Eve Finne hat den Fall nicht geschlossen, sie hat nur einen
von mehreren Punkten, naemlich die Vergewaltigung, fallen gelassen.
Die Ermittlungen in den anderen Punkten gingen weiter, der Haftbefehl
wurde allerdings aufgehoben.

> Weil in Schweden auch "erschlichener Geschlechtsverkehr" und "Verkehr
> ohne Kondom" unter den Tatbestand des Kapitalverbrechens
> "Vergewaltigung" fällt,

Falsch. Die britischen Gerichte haben sich uebrigens ausfuehrlich mit
der Frage beschaeftigt, ob die Assange vorgeworfenen Taten auch in UK
justiziabel sind. Kannst du gerne in den entsprechenden Protokollen
selber nachlesen. Die Bezeichnung ist dabei unwichtig.

>  war es der Generalstaatsanwältin Ny möglich,
> gegen den Willen der Betroffenen erneut ein Verfahren anzustrengen,

Falsch. Der Anwalt der beiden Frauen, hat gegen die Reduzierung der
Vorwuerfe Beschwerde eingelegt. Darauf hin hat Marianne Ny, die
ranghoeher als Finne ist und eine Abteilung fuer Gewalt- und
Sexualverbrechen leitet, den Fall uebernommen.

> in dem sie über fünf Jahre vermied, Anklage zu erheben,

Falsch. Offiziell Anklage wird in Schweden erst relativ spaet in
Verlauf der Ermittlungen erhoben. Der einzig fehlende Schritt ist die
zweite Vernehmung Assanges, der er sich seit 5 Jahren entzieht.

> und sich
> damit ermächtigte, die Aussagen der Betroffenen nicht offiziell zu
> "hören", so lang eine Befragung Assanges ausstand, zu der sie die
> Auslieferung per Europol verlangte.

Assange hat sich bis 2014 nur gegen die Auslieferung gewehrt, in der
eigentlichen Sache in Schweden hat er gar nichts unternommen. Die
Schweden sind auf ihre unabhaengige Justiz ziemlich stolz, ebenso auf
die ebenso unabhaengigen Obmaenner, die solche Verfehlungen der
Behoerden untersuchen koennen (und das seit 1809). Hat das noch
niemand Assange erzaehlt? Ist doch schon erstaunlich, dass er in
Schweden so passiv bleibt, wenn doch angeblich so viele
Ungereimtheiten und offensichtliche Fehler in den Ermittlungen
passiert sind.

> Jetzt könnt ihr entscheiden, wie schmutzig korrupt das Machwerk ist,
> das ich hiermit kommentiere.

Ich sehe da nur eine Menge Fehler bei der Darstellung der Fakten. Ich
sehe weder Korruption noch offensichtliches Fehlverhalten der
Behoerden, und mich wuerde wirklich interessieren, warum du glaubst,
dass Assange die in Schweden verfuegbaren Mittel wie Ombudsleute
nicht nutzt, um dieses laestige Verfahren los zu werden.

Quote
TomGard, 13. August 2015 10:36
Schön, daß du die offizielle Darstellung in ihrer ganzen "fishigkeit" vorführst.

Pilger hielt sich in seiner Darstellung an die Pressekonvention
außerhalb des Boulevard, intme Details einer öffentlichen
Angelegenheit aus Rücksicht auf Zeugen und Betroffene nicht zu
nennen. Ich brauche solche Rücksicht nicht zu nehmen und nenne die
faktische Grundlage des nach den Berufungsinstanzen verbliebenen
"Offizialdeliktes".

Die betreffende Frau beschuldigte Assange vor der Polizei, er habe im
Verlaufe eines einverständigen Geschlechtsverkehrs, von ihr zunächst
unbemerkt, sein Kondom absichtlich zerrissen, um sich gummilosen
Verkehr zu erschleichen. In Schweden fällt dieser Vorwurf gesetzlich
unter den Tatbestand der "Vergewaltigung".

Anwalt Borgström brauchte für seine Fallbeschwerde, auf die sich
Marianne Ny berufen hat, deshalb kein Mandat seiner Klientin und
Marianne Ny war auf seine Beschwerde nicht angewiesen, um den Fall
wieder aufzunehmen. Borgströms Beschwerde wurde am 27. August
aktenkundig.

Assange stellte sich am 30. August einer Befragung der Stockholmer
Polizei, deren Rechtsgrundlage die minderen Vorwürfe waren, also
keine Offizialdelikte, die Eva Finné aufrecht erhalten hatte. Im
Verlauf der Befragung wies er den o. zit Vorwurf aktenkundig zurück.
Darauf eröffnete Marianne Ny zwei Tage später ein neues Verfahren wg.
"Vergewaltigung", für das die Befragung vom 30. August aus
formaljuristischen Gründen nicht zu berücksichtigen war.

Die ganze Angelegenheit beruht daher darauf, daß Marianne Ny sich
strikt weigert, eine Aussage von Assange offiziell entgegen zu
nehmen, in der er dasselbe sagen wird, was er der Stockholmer Polizei
bereits am 30. August 2010 gesagt hat, und diese Weigerung ermächtigt
Marianne Ny, abermals aus formaljuristischen Gründen, eine Befragung
der betreffenden Zeugin zu vermeiden.

http://www.svd.se/assange-should-be-treated-according-to-swedish-law_8982528




http://www.heise.de/tp/foren/S-Wer-keine-Propaganda-will-mag-etwas-anderes-lesen/forum-295496/msg-26879370/read/

Quote
DerWaechter, 12. August 2015 14:41
Schwedische Staatsanwaltschaft verhörte 44 andere Personen in Großbritannien

> http://www.rtdeutsch.com/28548/international/vorwuerfe-gegen-assange-ist-die-schwedische-justiz-ueberhaupt-an-aufklaerung-interessiert/

Es scheint für die schwedische Staatsanwltschaft in anderen Fällen
ein normaler Vorgang zu sein,  Verdächtige im Ausland zu verhören.
Wer die politische Dimension des Falls Assange leugnet, hat jeden
Bezug zur Realität verloren.

Quote
gerddie, 12. August 2015 18:37
Re: Schwedische Staatsanwaltschaft verhörte 44 andere Personen in Großbritannien

ooo OOO 000 schrieb am 12. August 2015 15:38
> Da wird sich der russische Göbbels aka "Medienminister" aber freuen,
> dass die 265 Millionen Euro pro Jahr zum Unterhalt der
> Propagandaschleuder "RT-deutsch" gut angelegt sind.

Nur weil der OP RT verlinkt, heisst dass nicht, dass die Aussage
falsch ist. Die Originalquelle ist im übrigen ein britischer Aktivist
für Menschenrechte, Peter Tatchell [1].

> [1]
[Prosecutors have interviewed 44 people in UK since 2010. Why not Assange?, London, UK - 10 August 2015]
http://www.petertatchell.net/civil_liberties/sweden-double-standards-on-julian-assange.htm



http://www.heise.de/tp/foren/S-Schwedische-Staatsanwaltschaft-verhoerte-44-andere-Personen-in-Grossbritannien/forum-295496/msg-26879508/read/

---

Quote
Zwar hatten sowohl Großbritannien als auch Assange selbst dem zugestimmt. Für ein Verhör wäre aber auch die Erlaubnis Ecuadors notwendig gewesen. Diese hatte bis zuletzt gefehlt.  Assange erklärte, er sei "extrem enttäuscht", weil die schwedische Anklage es auf diese Weise vermieden habe, seine Seite der Geschichte vollständig anzuhören. "Assange hat sich durch die Flucht in die Botschaft Ecuadors selbstständig der Justiz entzogen", meinte hingegen Ny. ...
Aus: "WikiLeaks-Gründer: Schweden lässt zwei Vorwürfe gegen Assange fallen" (13.08.2015)
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/julian-assange-zwei-vorwuerfe-in-schweden-verjaehrt-a-1048023.html


Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on August 18, 2015, 11:03:35 AM
Quote
Assange wird der „sexuellen Belästigung“ und der „sexuellen Nötigung“ an zwei schwedischen Frauen im August 2010 verdächtigt. Ab dem 18. August bleibt noch der Vorwurf der „weniger groben Vergewaltigung“ an einer der beiden Frauen bestehen – theoretisch bis zum Jahr 2020. Da es sich bei allen Ermittlungen bisher aber lediglich um eine Voruntersuchung handelt, die klären soll, ob es überhaupt zu einer Anklage kommt, halten Rechtsexperten eine Niederlegung des gesamten Falles nach kommendem Dienstag für wahrscheinlich. Das gilt umso mehr, als sich die Affäre inzwischen zu einer Art juristischer Odyssee entwickelt hat und ein Schlussstrich wohl allen Seiten – auch der Staatsanwaltschaft – gelegen käme.
Die Anzeigen der beiden Schwedinnen gegen Assange waren am 25. August 2010 von der schwedischen Staatsanwaltschaft zunächst als nicht ausreichend fallen gelassen worden. Assange hatte sich laut Aussagen der Frauen vor allem zuschulden kommen lassen, dass er gegen deren Willen kein Kondom beim ansonsten einvernehmlichen Sex benutzt hatte. Beide Frauen gaben an, danach weiterhin freundschaftlichen Kontakt zu Assange gehabt und ihn bei seinen weiteren Plänen in Schweden unterstützt zu haben. Assange hatte Schweden erst verlassen, nachdem ihm versichert worden war, dass er ausreisen dürfe.
Dann kam die als Frauenrechtlerin bekannte Staatsanwältin Marianne Ny aus dem Urlaub. ...

"Hoffnung für Julian Assange" André Anwar (13.08.2015)
http://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-Hoffnung-fuer-Julian-Assange-_arid,1186007.html


"Assange-Haftbefehl: Vorwürfe der sexuellen Belästigung verjähren" (13.08.2015)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Assange-Haftbefehl-Vorwuerfe-der-sexuellen-Belaestigung-verjaehren-2778131.html


"Schweden muss Verfahren gegen Assange einstellen" Rudolf Hermann (14.8.2015)
Schweden hat es verpasst, den Wikileaks-Gründer zu Vorwürfen wegen sexueller Belästigung zu befragen. Mit Ecuador, in dessen Botschaft Assange lebt, streitet man um die Formalitäten eines Verhörs. ... Der «Guardian» schrieb Ende Juli von einem diplomatischen Ringen um die Formalitäten, die nötig seien, um schwedischen Vertretern den Zutritt zur Botschaft zu ermöglichen. Ecuador verlange eine formelle Vereinbarung zu den Bedingungen, unter denen ein Besuch stattfinden könne, doch Schweden habe es verpasst, diesen Prozess rechtzeitig einzuleiten. Die Zeitung zitierte den ecuadorianischen Aussenminister Ricardo Patiño mit den Worten, nach dem langen schwedischen Zögern sei es für Ecuador inakzeptabel, bloss den Türöffner zu spielen. Assange befinde sich als Person, der man Asyl gewährt habe, in einer aussergewöhnlichen Situation. Deshalb verlange Ecuador beispielsweise die Anwesenheit von Diplomaten bei einer allfälligen Befragung.
Noch vor Wochenfrist waren diese Bedingungen von einer leitenden Beamtin im schwedischen Justizministerium, die den Fall betreut, als unannehmbar bezeichnet worden. Doch inzwischen scheint man in Stockholm die Meinung geändert zu haben und bereit zu sein, formelle Verhandlungen mit Ecuador aufzunehmen. Wie viel Zeit diese beanspruchen werden, vermochte das Justizministerium jedoch nicht vorauszusagen. ...
http://www.nzz.ch/international/europa/schweden-muss-verfahren-gegen-assange-einstellen-1.18595644

"Neue Wirren im Fall Assange" (03.08.2015)
Der Australier hat die Vorwürfe gegen ihn stets bestritten, aber auch betont, dass er gerne mit den Staatsanwälten spreche. Wenn die zu ihm nach London kämen.
Jahrelang hat Marianne Ny genau das abgelehnt und ist dafür nicht zuletzt von Ecuador kritisiert worden. Doch nun, da sie ihre Meinung geändert hat, möchte das südamerikanische Land sie offenbar nicht mehr in seine Botschaft lassen. Zumindest nicht so schnell. Der britischen Zeitung «Guardian» sagte Aussenminister Ricardo Patiño, es sei nicht akzeptabel, dass Schweden nach all den Jahren erwarte, «dass sich Ecuadors Rolle darauf beschränkt, die Türen zur Botschaft zu öffnen». Laut «Guardian» verlangt Ecuador ein bilaterales Abkommen mit Schweden.
Marianne Ny hat stets argumentiert, dass eine Befragung in London geringeren Wert habe als eine Befragung in Stockholm. Würde sie zur Anklage führen, wäre Assange immer noch ausser Reichweite für die schwedische Justiz. Am 13. März hat Ny ihn trotzdem offiziell gefragt, ob er mit einem Gespräch in London und einem DNA-Test einverstanden sei. Am 29. Mai leitete Ny die Sache an das schwedische Justizministerium weiter, das Ecuador um Zugang zur Botschaft bat.
«Wir warten immer noch auf die Zusage, die Botschaft betreten zu dürfen», sagt Cecilia Riddselius, die im schwedischen Justizministerium für internationale Zusammenarbeit in Rechtsfragen zuständig ist. Man stehe weiterhin im Dialog mit Ecuador. Sicher werde es in einigen Tagen einen Kommentar aus Schweden geben, spätestens, wenn die Verjährungsfristen ablaufen.
Das sei alles sehr seltsam, findet Sven-Erik Alhem, Leiter des schwedischen Opferhilfsbunds und früher Staatsanwalt. Seltsam vor allem, weil sich Assange das Gespräch ja erklärtermassen wünsche. «Ich kann nicht verstehen, warum es jetzt nicht längst stattgefunden hat», sagt Alhem. Er kritisiert Marianne Ny für ihr langes Zögern. Eine Befragung in London sei als Entscheidungsgrundlage immer noch besser als gar keine Befragung. ...
http://www.tagesanzeiger.ch/zeitungen/Neue-Wirren-im-Fall-Assange/story/27430427

"Viel zu spät" Silke Bigalke (02.08.2015)
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/viel-zu-spaet/story/20825597


""Ecuador Accuses UK of Defying Laws of Political Aslyum in Assange Case"
By Nadia Prupis (Monday, August 17, 2015 by Common Dreams)
Foreign Minister says it is 'not acceptable' for UK to blame Ecuador over WikiLeaks founder's deadlocked legal case" ... Ecuador's acting Foreign Minister Xavier Lasso rejected those claims. "It is not acceptable to try to place the responsibility for the lack of progress in this area over the last five years on Ecuador," he said Monday. "The republic of Ecuador will not take lessons from any foreign government, least of all those that are unaware of the institution of political asylum, its legitimacy, attached and enshrined in international law, and its humanitarian nature based on the sovereign equality of nations." ...
http://www.commondreams.org/news/2015/08/17/ecuador-accuses-uk-defying-laws-political-aslyum-assange-case

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"Snowden sollte 2013 aus Moskau ausfliegen" (30.08.2015)
Wikileaks hat zusammen mit Venezuela im Jahr 2013 eine geheime Ausreise des ehemaligen amerikanischen Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden aus Moskau nach Lateinamerika geplant - und zwar im Flugzeug des bolivianischen Staatschefs Evo Morales. Dies gab Wikileaks-Gründer Julian Assange in einem am Sonntag veröffentlichten Gespräch mit der bolivianischen Zeitung „El Deber“ bekannt.
„Wir erörterten zunächst die Möglichkeit, Snowden im Flugzeug des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro auszufliegen“, sagte Assange der Zeitung in der ecuadorianischen Botschaft in London. Da die Maschine Maduros vom amerikanischen Geheimdienst beobachtet worden sei, sei in Betracht gezogen worden, Snowden im Flugzeug von Morales nach Lateinamerika zu fliegen. Beide Präsidenten befanden sich zu einer Konferenz in der russischen Hauptstadt. Der Plan sei aufgegeben worden, als klar wurde, dass europäische Regierungen den Überflug der Maschine von Morales sperren wollten.
Das bolivianische Präsidenten-Flugzeug wurde damals in Wien zu einer Zwischenlandung gezwungen. Erst nachdem klar war, dass Snowden sich nicht an Bord befand, wurde der Weiterflug genehmigt. Bolivien machte damals die Vereinigten Staaten für den Vorfall verantwortlich. Morales hatte öffentlich erklärt, er sei bereit, Snowden Asyl zu gewähren.
http://www.faz.net/aktuell/politik/assange-gibt-zu-snowden-sollte-2013-aus-moskau-ausfliegen-13777339.html

http://derstandard.at/2000021493409/Assange-Snowden-sollte-2013-mit-Morales-aus-Moskau-ausfliegen

Quote
    luquas, 31.08.2015

"Der Plan sei aufgegeben worden, als klar wurde, dass europäische Regierungen den Überflug der Maschine von Morales sperren wollten."
Für DIESES Europa ist "Schande" die harmloseste Empfindung, die einen befällt . . .


Quote
Arrrrrrr!, 31.08.2015
 

"Das bolivianische Präsidenten-Flugzeug wurde damals in Wien zu einer Zwischenlandung gezwungen."
Unsere Regierung zeigte da mal wieder wie erbärmlich sie ist.


Quote
qwert123, 31.08.2015

Wer gab den Befehl, den Überflug der Maschine nicht genehmigen zu lassen?
Welche europ. Regierungen waren das genau, die den Überflug nicht genehmigt haben?
Wer hat die Maschine in Österreich untersucht?
Wer hat danach den Weiterflug genehmigt?

Fragen über Fragen - und wie immer keine Antworten.
Dürfen Standard-Journalisten solche Fragen stellen?

Quote
    Moritz Westerwald,  31.08.2015

In dem berühmten Dokumentar-Film „Citizen 4“ wird in einer zentralen Szene deutlich, dass es sich bei der angeblichen Flucht in der Präsidentenmaschine um eine absichtlich für den amerikanischen Geheimdienst gestreute Fehlinformation gehandelt hat, mit der Julian Assange der CIA seine größte Blamage beibrachte. Der damalige Chef der CIA bestätigt in diesem Film höchstpersönlich, dass die vergebliche Zwangslandung der Morales-Maschine die größte Blamage seiner Karriere war. Die CIA sei in diesem Fall unglaublich clever vorgeführt worden.


Quote

    Andreas Anders, 31.08.2015

So so...
Jahre später liest sich diese Aufgabe der österreichischen Souveränität also so:
"Erst nachdem klar war, dass Snowden sich nicht an Bord befand, wurde der Weiterflug genehmigt. "


Quote
Alien Nation, 31.08.2015

Da klar ist dass wir in Europa ein US-Appendix sind dürfen wir dann endlich auch bei den Amerikanischen Präsidentschaftswahlen mit abstimmen?
Ist doch irgendwie blöd dazuzugehören und trotzdem nicht wählen zu dürfen.


Quote
    Blutworscht, 31.08.2015

Man stelle sich vor Russland oder China hätten bei einem genehmigten Überflug einer westlichen Präsidentenmaschine genauso gehandelt, wie laut wäre hier dann der Aufschrei bei Presse und Politik gewesen. Die angeblichen Westliche Werte gelten nur so lange sie zum eigenen Vorteil sind, das hat die Weltgemeinschaft mittlerweile verstanden und mit Weltgemeinschaft meine ich die Gesamte und nicht die, wenn von NATO-Staaten und ihren Lakeien die Rede ist.

Dieser Fall zeigt auch sehr schön, wie die multimilliarden teure Stasi 2.0 des Westens bei der Aufklärung kläglich in Russland versagt hat, man ging offenbar davon aus, dass sich Snowden in der Maschine befindet - eine Falschinformation...


Quote
    vheissu, 31.08.2015

Österreich hat die Maschine nicht zur Landung gezwungen, sondern hat vielmehr der Maschine die Erlaubnis zur Landung erteilt, nachdem eine Reihe europäischer Staaten (nicht Österreich) die Überfluggenehmigung über ihr Territorium verweigert hatten.


Quote
    Unschuldsvermutender, 31.08.2015


Frankreich und Spanien haben den Überflug der Präsidentenmaschine nicht genehmigt. Ein Affront in der zivilen Luftfahrt. Das gab es bislang noch nie. In Ö wurde die Maschine von der Polizei durchsucht, ich nehme aber an, dass zumindest ein Ami Agent dabei war.


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"Morales: "Fischer hat mir das Leben gerettet" (14. Juli 2013)
La Paz/Washington/Wien - Eineinhalb Wochen nach seinem ungeplanten Zwischenstopp in Wien hat der bolivianische Präsident Evo Morales seinem österreichischen Amtskollegen Heinz Fischer dafür gedankt, dass er ihm sein "Leben gerettet" habe. "Was wäre passiert, wenn Wien die Landung nicht erlaubt hätte!" sagte Morales am Freitag nach Angaben der bolivianischen Nachrichtenagentur ABI beim Mercosur-Gipfel in Montevideo.
"Vielen Dank dafür, dass Sie das Leben von Evo gerettet haben", sagte Morales vor seinen südamerikanischen Amtskollegen an Fischer gerichtet. Die Tragweite des Vorfalls sei ihm erst später bewusst geworden, sagte der linksgerichtete bolivianische Politiker beim Gipfel des südamerikanischen Staatenbundes. "Zwei oder drei Tage danach erschreckte ich mich", räumte der Präsident ein. ...
Immerhin sei es ihm aber besser ergangen als seinen Vorfahren bei der Eroberung des amerikanischen Kontinents durch die Europäer, sagte der indigene Politiker. "Meine Vorfahren sollten ausgerottet werden. (Also) bin ich nicht verärgert und nachtragend", sagte er ironisch.
In seiner 20-minütigen Rede übte Morales scharfe Kritik an den europäischen Staaten, die seinem Flugzeug den Überflug verweigert hatten. Sie seien nicht einmal bereit zu sagen, woher sie die Information bekommen hätten, dass sich der US-Geheimdienstspezialist Edward Snowden an Bord befinde. Den USA warf Morales vor, den E-Mail-Verkehr von Regierungen rund um den Erdball zu kontrollieren. ...
http://derstandard.at/1373512565280/Morales-Fischer-hat-mir-das-Leben-gerettet

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on September 01, 2015, 04:29:17 PM
"Wikileaks dementiert Beteiligung an angeblichem Fluchtplan Snowdens" (01.09.2015)
Wikileaks widerspricht der Darstellung einer Zeitung, an der Flucht des Whistleblowers Edward Snowden beteiligt gewesen zu sein. Die Zeitung beharrt auf ihrer Darstellung. Wikileaks war nach eigenen Angaben nicht an Planungen einer angeblich 2013 erwogenen heimlichen Ausreise aus Russland des ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden an Bord einer bolivianischen Präsidentenmaschine beteiligt. Angaben des Wikileaks-Gründers Julian Assange in einem Gespräch mit der bolivianischen Zeitung El Deber seien falsch übersetzt worden.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-dementiert-Beteiligung-an-angeblichem-Fluchtplan-Snowdens-2795884.html

Quote
Sperrminorität, 01.09.2015 13:07

Halbwahrheiten - Die Geschichte ist doch relativ alt, und damals wurde es so dargestellt, dass man in Telefongesprächen so getan habe, als solle Snowden an Bord der Morales-Maschine ausreisen, um die Geheimdienste vom tatsächlichen Geschehen abzulenken.

Das, was die Zeitung El Deber da berichtet ist für mich dann ausgesprochen neu und ergibt nicht viel Sinn, denn wie Wikileaks richtig sagt: Es waren ja zuvor gar keine Gespräche mit bolivianischen Regierungskreisen geführt worden - und es waren auch gar keine geplant.

Zum damaligen Zeitpunkt war Wikileaks auch eher im Notbetrieb und konnte nicht gerade mit "zahlreichen Verbindungen in höchste Kreise" prahlen - da es keine gab.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (01.09.2015 13:11).

http://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Wikileaks-dementiert-Beteiligung-an-angeblichem-Fluchtplan-Snowdens/Halbwahrheiten/posting-23661701/show/

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"WikiLeaks-Gründer: Briten lehnen sicheres Geleit für Assange ab" (15.10.2015)
Großbritannien bleibt im Fall Assange hart: Die Regierung lehnte es ab, dem WikiLeaks-Gründer für eine ärztliche Untersuchung sicheres Geleit aus der Botschaft Ecuadors in London zu geben. ... Er hat angeblich starke Schmerzen in der rechten Schulter, aber Julian Assange darf Ecuadors Botschaft in London trotzdem nicht für eine Untersuchung verlassen, ohne das Risiko einzugehen, verhaftet zu werden. Großbritannien habe ein entsprechendes Gesuch seiner Regierung abgelehnt, dem WikiLeaks-Gründer sicheres Geleit zu geben, berichtete Außenminister Ricardo Patiño.
"Wir haben die britische Regierung gebeten, aus streng humanitären Gründen sicheres Geleit zu gewähren, in Koordination mit der ecuadorianischen Regierung, damit Assange sich einer Kernspintomografie unterziehen kann", sagte Patiño in Quito. Die Antwort habe gelautet, Assange könne jederzeit die Botschaft verlassen - der europäische Haftbefehl bleibe aber in Kraft. Zuvor hatte der Minister gefordert, dass Großbritannien Assange sicheres Geleit gewähre, damit dieser von seinem Asylrecht in Ecuador Gebrauch machen könne.
Der WikiLeaks-Gründer verschanzt sich seit mehr als drei Jahren in der Botschaft Ecuadors in London. Grund ist ein gegen ihn vorliegender europäischer Haftbefehl, den die schwedischen Behörden wegen des Verdachts auf Vergewaltigung beantragt hatten.
Der 44-Jährige befürchtet, an die USA ausgeliefert zu werden. Dort drohen ihm ein Prozess wegen Geheimnisverrats und möglicherweise die Todesstrafe. WikiLeaks veröffentlichte in den vergangenen Jahren immer wieder geheime US-Dokumente. ...

http://www.spiegel.de/politik/ausland/wikileaks-grossbritannien-lehnt-sicheres-geleit-fuer-assange-ab-a-1057866.html

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"CIA-Chef John Brennan: WikiLeaks veröffentlicht angeblich gehackte E-Mails" (22.10.2015)
WikiLeaks veröffentlichte nun unter anderem einen Brief des früheren Senators Christopher Bond an weitere Mitglieder des Geheimdienstausschusses, datiert ist er auf den 7. Mai 2008. Bond spricht sich dafür aus, künftig nur noch explizit verbotene Verhörmethoden wie etwa Waterboarding oder Stromstöße aufzulisten und nicht die ausdrücklich in einem Handbuch des Militärs erlaubten Methoden als Maßstab zu nehmen. Dies würde die Geheimdienste in die Lage versetzen, neue Methoden zu entwickeln, die "dennoch mit dem Gesetz übereinstimmen", heißt es in dem einseitigen Brief. Auch eine Empfehlung der CIA zum Umgang mit Iran ist unter den Papieren, die WikiLeaks veröffentlichte. Das Land sei geostrategisch "von enormer Bedeutung" und die USA hätten gar keine andere Wahl, als mit Teheran auszukommen - egal, welche Regierung dort gerade an der Macht sei. Die Dokumente stammen aus der Zeit, bevor Brennan CIA-Chef wurde. Seinen Amtseid legte er im März 2013 ab. ...
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/wikileaks-angeblich-gehackte-mails-von-cia-chef-john-brennan-veroeffentlicht-a-1059006.html

http://www.wired.com/2015/10/hacker-who-broke-into-cia-director-john-brennan-email-tells-how-he-did-it/

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/amerika/hackerangriff-wikileaks-veroeffentlicht-e-mails-von-cia-chef-13869718.html

http://www.tagesspiegel.de/politik/enthuellungsplattform-gegen-john-brennan-wikileaks-veroeffentlicht-e-mails-des-cia-chefs/12482686.html

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"The WikiLeaks Files: The World According to US Empire"
Hardback, 624 pages, ISBN: 9781781688748, September 2015
by WikiLeaks Introduction by Julian Assange
http://www.versobooks.com/books/1931-the-wikileaks-files
Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on December 06, 2015, 09:18:05 PM
....
WikiLeaks : Vom Enthüller zum Verschwörer ... Für die aufrechten Hacker dieser Welt ist es Zeit, sich von Julian Assange abzuwenden ...
Von Jochen Bittner (3. Dezember 2015)

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Germany 0 points

#5

"Die Pariser Attacken seien das "direkte Resultat" einer westlichen Politik, die sunnitische Extremisten seit Jahren unterstütze."

Wer unterstützt noch einmal Saudi Arabien und die Golfstaaten? Woher kamen noch mal 18 der 19 Attentäter von 9/11? Wer finanziert Wahhabismus / Salafismus / Isis weltweit? Mal nachdenken...

"Was, zum Beispiel, rechtfertigt die pauschale Veröffentlichung des E-Mail-Kontos des CIA-Chefs? An diesen Mails könnte das Leben von Agenten hängen. "

Selbst schuld wenn man zu dumm ist. Wenn das die Hacker können dann waren die Daten doch anderen Geheimdiensten schon lange bekannt. Ich warte immer doch darauf, dass EIN Fall bekannt wird, indem die wikileaks Veröffentlichungen jemanden geschadet haben.

"die bekannte Putin-Kritikerin Anne Applebaum anzugreifen:"

Frau Appelbaum ist nicht nur Journalistin, sie macht auch aktiv Politik. Herr Bittner vergass zu erwähnen, dass sie mit Sikorski verheiratet ist, einem Russophoben polnischen Politiker. Wie man hört, tritt Sie auch gerne auf Bilderberg auf. Da trifft wikileaks die Richtige.

"WikiLeaks scheint sich entschieden zu haben: für Verschwörungsdenken, für Denunziation, gegen Differenzierung. "

Ohne konkrete Beweise sind das hohle Anschuldigungen.


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Brillalein
#8  —  vor 31 Minuten
4

Herr Bittner, Sie sollten sich vielleich mehr mit den Cables zu Syrien beschäftigen, bevor Sie mühselig auf Kosten Assanges die ach so moralisch weißen Hände des 'Westens' in Unschuld waschen. Kann man bei WikiLeaks nachlesen, wenn man MÖCHTE.
Sie können auch gerne mal in den Cables zu Saudi Arabien stöbern.
Aber das könnte ja Ihr Weltbild zertrümmern.

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Südschwede 2.0
#10  —  vor 14 Minuten
4

Ein typischer Jochen Bittner. Und jeder, der nicht seinem transatlantischen Narrativ folgt, ist schon mal gleich Verschwörungstheoretiker, oder zumindest verblendeter Anhänger. ... Jochen Bittner macht sich zum Büttel solcher Ideologen. Ein erneuter Tiefpunkt in Sachen unabhängiger Journalismus.


http://www.zeit.de/2015/47/wikileaks-anonymous-hacker-julian-assange-ideologie?page=3#comments

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"WikiLeaks: Justizabkommen im Fall Assange vereinbart" Sabine Bock (15. Dez 2015)
BERLIN. (hpd) Ecuador und Schweden haben endlich ein Justizabkommen vereinbart, dass die Befragung von Julian Assange, dem Gründer der Internetplatform WikiLeaks, durch die schwedischen Justizbehörden ermöglicht. Er ist vor mehr als 3 Jahren in die Ecuadorianische Botschaft in London geflüchtet und bisher hat es keine Lösung für eine Befragung gegeben, obwohl er das mehrfach angeboten hat. ...
http://hpd.de/artikel/12537

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"WikiLeaks-Gründer: Julian Assange will sich stellen" (4. Februar 2016)
WikiLeaks-Gründer Assange legt sein Schicksal in die Hände der UN: Sollten diese seinen Fall negativ beurteilen, will er sein Exil verlassen und sich festnehmen lassen. ... Der Gründer des Enthüllungsportals WikiLeaks, Julian Assange, will sich den britischen Behörden stellen – wenn die Vereinten Nationen (UN) seine Beschwerde gegen Großbritannien und Schweden zurückweisen. Am Freitagmittag will die entsprechende UN-Arbeitsgruppe, die sich mit willkürlichen Inhaftierungen befasst, ihre Entscheidung darüber mitteilen. ...
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-02/julian-assange-wikileaks-festnahme-london

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MeIkor #4
"Marianne Ny [Anm.: Staatsanwältin] aus Göteborg. Sie hob hervor, dass nach schwedischem Recht Nötigung oder Vergewaltigung in einem minder schweren Fall vorliegen kann, wenn sich eine Frau nach dem Sex unwohl fühlt oder sich ausgenutzt vorkommt."
http://www.faz.net/aktuell/politik/wikileaks/vorwuerfe-gegen-wikileaks-gruender-assange-wie-man-in-schweden-einen-mann-belasten-kann-1593705.html (http://www.faz.net/aktuell/politik/wikileaks/vorwuerfe-gegen-wikileaks-gruender-assange-wie-man-in-schweden-einen-mann-belasten-kann-1593705.html)

Darf man hier wirklich von Vergewaltigung (sexuelle Nötigung, Gewalt) sprechen? Das scheint mir ein Übersetzungsfehler zu sein, der der Verleumdung, mindestens der üblen Nachrede nahe ist.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-02/julian-assange-wikileaks-festnahme-london?cid=6022153#cid-6022153


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LrwW
#5  —  vor 4 Stunden 20

Die Anklage gegen Assange war/ist halt mehr als suspekt - den beiden Damen fiel 4-6 Wochen nachdem sie einverehmlichen Sex mit Assange hatten ein, dass dieser entgegen ihrem Wunsch keinen Kondom benutzte ...

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JaguarCat
#5.1  —  vor 2 Stunden 2

Nein, es waren nicht 4 bis 6 Wochen vergangen, sondern es waren nur drei Tage. Der Sex war am 17. August, die Anzeige am 20. August. Merkwürdig sind nicht die Damen, die zur Polizei gingen, weil Assange absprachewidrig beim Sex mit ihnen auf ein Kondom verzichtet hatte (der Sex selber war einvernehmlich!), und die deswegen Assange zu einem AIDS-Test zwingen wollten, sondern die schwedische Justiz, die offensichtlich unfähig ist, genau das berechtigte Begehren der Damen auf einen AIDS-Test umzusetzen, sondern die daraus eine Vergewaltigungsfall macht, den die Frauen aber gar nicht wollten.


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Kasha Rubini
#5.3  —  vor 1 Stunde 1

Die schwedische Justiz hat imho mit ihrem sehr merkwürdigen Verhalten im Falle Assange das Ansehen Schwedens schwer beschädigt.
Es kann mir niemand erzählen, dass eine Vernehmung des Zeugen Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London nicht möglich war.
Aber offenbar haben die dreieinhalb Jahre zeitlich nicht gereicht, um so etwas zu verabreden...


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JaguarCat
#5.4  —  vor 1 Stunde

Die Frauen sind nunmal in Schweden zu Hause, sie hatten in Schweden Sex mit Assange (er hat bei ihnen übernachtet) und sie sind dann mit ihrem Problem auch in Schweden zur Polizei. Die Frauen haben sich wirklich normal verhalten. Es ist die schwedische Gesetzgebung, die aus der Sache was ganz anderes macht. Ein deutscher Staatsanwalt hätte in so einem Fall ein Verfahren wegen des Versuchs der Körperverletzung eingeleitet, von Assange den HIV-Test (oder auch gleich noch Hepatits usw.) verlangt, und bei negativem Testergebnis das Verfahren wieder eingestellt. Bei positivem Testergebnis würde das Verfahren dann natürlich weiterlaufen.


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Hägar der Dickliche
#6  —  vor 3 Stunden 13

Was den einen ein Blogger (Saudi Arabien), ist den anderen ein Whistlebower (USA) = Staatsfeind.

Ich kann den Mann verstehen, dass er dieser Quasi-Haft entkommen will. Nur hege ich nicht allzu viel Hoffnung, dass sie ihn entkommen lassen. Wenn werteschwangere Europäer die Maschine des bolivianischen Präsidenten in Wien festhalten, dann sind die auch in anderen Angelegenheiten knierutschend dienstbar.

Btw, eine Doku (gezeigt auf Phoenix) enthüllte, dass Obama wegen eines "unbotmäßigen " Journalisten beim jemenitischen Staatsoberhaupt intervenierte. Der Reporter wanderte daraufhin in Haft, weil er gewagt hatte, den Mord an einer unschuldigen Familie, verübt durch das berüchtigte JSOC, zu thematisieren. So viel zum Putinismus westlicher Prägung...


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http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-02/julian-assange-wikileaks-festnahme-london?cid=6022170#cid-6022170

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"Julian Assange is being arbitrarily held, UN panel to say" (04.02.2016)
http://www.bbc.com/news/uk-35490910

http://www.theguardian.com/media/2016/feb/04/wikileaks-founder-julian-assange-embassy-what-it-means-what-happens-next

"UN-Bericht: Wikileaks-Gründer Assange will sich bei negativem Urteil stellen" (04.02.2016)
"Sollten die Vereinten Nationen bekanntgeben, dass ich meinen Fall gegen das Vereinigte Königreich und Schweden verloren habe, werde ich die Botschaft Freitagmittag verlassen und werde mich festnehmen lassen, da es keine realistische Möglichkeit der Berufung gibt", schrieb Assange. Sollte er jedoch gewinnen, erwarte er sofort seinen Reisepass zurück. Zudem sollten alle Versuche, ihn festzunehmen, eingestellt werden. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/UN-Bericht-Wikileaks-Gruender-Assange-will-sich-bei-negativem-Urteil-stellen-3093595.html

"UN-Arbeitsgruppe hält Festsetzung von Assange für unrechtmäßig" (4. Februar 2016)
Eine UNO-Expertengruppe hält eine Festsetzung des Wikileaks-Gründers Julian Assange nach Informationen des britischen Senders BBC für unrechtmäßig. Die Arbeitsgruppe zum Thema stelle sich im Streit um die strafrechtliche Verfolgung des Australiers, der seit Juni 2012 in der Botschaft Ecuadors in London lebt, an dessen Seite. ...
http://derstandard.at/2000030344458/UN-Arbeitsgruppe-haelt-Festsetzung-von-Assange-fuer-unrechtmaessig

"Willkürliche Festnahme: UN-Gremium stellt sich auf die Seite Assanges" (4.2.2016)
Ein UN-Gremium hält die geplante Festnahme von Julian Assange durch die Behörden für "willkürlich". Damit wird der Wikileaks-Gründer wohl nicht sein Botschaftsasyl in London verlassen. ...
http://www.golem.de/news/willkuerliche-festnahme-un-gremium-stellt-sich-auf-die-seite-assanges-1602-118920.html

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"BBC: UN-Experten halten Assanges Status für menschenrechtswidrig" Detlef Borchers (04.02.2016)
Das britische Außenministerium wollte gegenüber dem Guardian der Entscheidung der UN-Arbeitsgruppe nicht vorgreifen. “Wir haben stets deutlich gemacht, dass Herr Assange nie willkürlich festgesetzt wurde, sondern er sich tatsächlich freiwillig in der ecuadorianischen Botschaft aufhält, um sich einer rechtmäßigen Verhaftung zu entziehen”, teilte das Ministerium mit. Es bestehe ein europäischer Haftbefehl und die rechtliche Verpflichtung, Assange an Schweden auszuliefern. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/BBC-UN-Experten-halten-Assanges-Status-fuer-menschenrechtswidrig-3094317.html

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on February 05, 2016, 12:19:39 PM
"Offizieller Bericht: Uno-Gremium urteilt zugunsten von Assange" (05.02.2016)
Julian Assange lebt seit mehr als drei Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London. Für Uno-Rechtsexperten ist das "willkürliche Haft" - sie verlangen Entschädigung für den WikiLeaks-Gründer. ... Die Uno-Experten riefen die Regierungen beider Länder auf, dafür zu sorgen, dass Assange sich frei bewegen kann. Zudem müsse er für seine Haftzeit und Hausarrest entschädigt werden, heißt es in dem Gutachten. Das Urteil der Rechtsexperten stärkt Assange.
Assange habe sich freiwillig entschieden, in der Botschaft aufzuhalten, teilte die schwedische Regierung mit. Stockholm sei mit der Entscheidung der Uno-Arbeitsgruppe "nicht einverstanden", erklärte das schwedische Außenministerin in einem Schreiben an das Gremium. Die Uno-Experten hätten nicht das Recht, sich in eine laufende Justizangelegenheit einzumischen.
Auch britische Behörden stehen auf dem Standpunkt, dass Assange sich freiwillig in der Botschaft aufhält. London wies den Bericht zurück. Außenminister Philip Hammond sagte, Assange sei ein Flüchtling vor der Justiz, der Uno-Bericht sei "lächerlich". ...

Die Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen zu willkürlichen Inhaftierungen ("Working Group an Arbitrary Detention", kurz WGAD) wurde 1991 eingerichtet. Das Team aus fünf unabhängigen Experten untersteht dem Uno-Menschenrechtsrat. Den Vorsitz hat zurzeit der Koreaner Seong-Phil Hong.
Das Gremium untersucht weltweit Fälle, in denen Menschen etwa ohne rechtliche Grundlage die Freiheit entzogen wurde. Die Rechtsexperten prüfen zudem, ob ein Urteil als willkürlich einzustufen ist. So war die WGAD in den Fall des amerikanischen Reporters Jason Rezaian eingeschaltet, der in Iran wegen Spionage und Propaganda festgehalten und kürzlich freigelassen wurde.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/julian-assange-uno-spricht-von-willkuerlicher-haft-a-1075792.html

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"Nach UN-Bericht: Assange bleibt, Haftbefehl auch" Detlef Borchers (05.02.2016)
[...] Nach Einschätzung der UN-Arbeitsgruppe sei bereits die Verhaftung und die anschließende 10-tägige Isolationshaft in Großbritannien eine willkürlicher Eingriff in Assanges Rechte gewesen, erläuterte der Sprecher die Erkenntnisse der Arbeitsgruppe. Auch die Folgemaßnahmen der britischen Behörden, wie etwa die strengen Meldeauflagen, seien willkürliche Eingriffe gewesen und in der Summe als willkürliche Inhaftierung gewertet worden. Dem widersprach der britische Außenminister Philipp Hammond. Er bezeichnete die 17 Seiten lange Begründung der UN-Arbeitsgruppe als "juristisch fehlerhaft" und nannte den Befund "lächerlich". Die schwedische Außenministerin Margot Wallström ließ eine Erklärung veröffentlichen, in der betont wird, dass Assange freiwillig die Botschaft von Ecuador aufgesucht hatte. "Herrn Assange steht es jederzeit frei, die Botschaft zu verlassen. Deshalb ist er durch keine Handlung der schwedischen Behörden in seiner Freiheit eingeschränkt. Die Regierung bestreitet deshalb die Ansicht der UN-Arbeitsgruppe."
"Diese völlig inakzeptable Situation muss aufhören und ab sofort als eine Art Folter gesehen werden", forderte der spanische Jurist Baltasar Garzón, der zusammen mit Taylor die Beschwerde an die UN-Arbeitsgruppe geschrieben hatte. Schweden und Großbritannien müssten den Bericht der Arbeitsgruppe akzeptieren. “Die einzige Lösung ist, den europäischen Haftbefehl sofort für ungültig zu erklären. Hier wird jedes mögliche Recht einer Person verletzt. Entweder wir respektieren die Menschenrechte oder wir tun das nicht, das ist keine Frage der staatlichen Rechte."
“Es ist Zeit für die Regierungen von Großbritannien und Schweden, ihren Fehler zur korrigieren”, heißt es in einer Stellungname der Regierung Ecuadors. “Zeit, Julian Assange in die Freiheit zu entlassen. Zeit, die willkürliche Inhaftierung zu beenden und den diesem Mann zugefügten Schaden wiedergutzumachen.” Ecuador hofft darüber hinaus auch auf Kompensation für den Aufwand, Assange für über drei Jahre in der Botschaft in London beherbergt zu haben.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Nach-UN-Bericht-Assange-bleibt-Haftbefehl-auch-3096099.html

Quote
Whitey Weißmann, 05.02.2016 18:31

In 40 oder 50 Jahren, wenn wir die dazwischenliegende Diktatur erneut überwunden haben,
wird (hoffentlich!) mal eine Straße oder ein großen Platz nach ihm und den
anderen Freiheitskämpfern wie Manning und Snowden benannt.

Keine Ahnung, ob ich das noch erleben werden, aber vielleicht unsere Enkel...

http://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Nach-UN-Bericht-Assange-bleibt-Haftbefehl-auch/In-40-oder-50-Jahren/posting-24494169/show/

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Mumrik, 06.02.2016 03:00

"juristisch fehlerhaft" und "lächerlich"

So nennt also der britische Außenminister den UN-Bericht.

1. "Lächerlich"
... ist sowieso kein Argument, eher Ausdruck einer Hilflosigkeit - man sagt das typischerweise, wenn die Konsequenzen einer Sache weit außerhalb des persönlichen Vorstellungsvermögens liegen ("es kann nicht sein was nicht sein darf").

2. "juristisch fehlerhaft"
... zu solcher Kritik wird gerne gegriffen, wenn eine Sache eigentlich für jeden sonnenklar und nachvollziehbar ist, man also keine größere Angriffsfläche findet. Die Diskussion wird dann in eine kleinteilige, komplizierte Welt fachlicher Details verschleppt, der ein Laie kaum folgen kann, bis schließlich das öffentliche Interesse erlahmt. ...

http://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Nach-UN-Bericht-Assange-bleibt-Haftbefehl-auch/juristisch-fehlerhaft-und-laecherlich/posting-24495176/show/

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"Fall Assange: Wenn UN-Urteile nicht ins westliche Bild passen" Jascha Jaworski (6. Februar 2016)
Nachdem die UN-Arbeitsgruppe über willkürliche Inhaftierung Julian Assanges Fall nun über ein Jahr lang untersuchte und dabei natürlich auch die schwedischen und britischen Behörden einbezogen hat, passt das Ergebnis den Verantwortlichen (nicht nur) in diesen beiden Ländern offenbar gar nicht. Der britische Außenminister Philip Hammond verwarf das Urteil der Arbeitsgruppe, die zu dem Schluss kam, dass Assange aufgrund der Handlungsweisen Großbritanniens und Schwedens sich in einem Zustand willkürlicher und somit unrechtmäßiger Haft befindet, kurzerhand als „lächerlich“ und ließ durchblicken, dass daraus keine Konsequenzen folgen werden. Somit wird also jener Instanz, die noch im Falle der burmesischen Oppositionspolitikerin Suu Kyi als hochkarätiger Bezugspunkt galt, einfach die Glaubwürdigkeit abgesprochen. Internationales Recht darf eben nicht zuungunsten westlicher Machtinteressen ausgelegt werden, wo käme man da hin? ...
http://www.maskenfall.de/?p=10384


"Freeing Julian Assange: the last chapter" John Pilge (5 February 2016)
One of the epic miscarriages of justice of our time is unravelling. The United Nations Working Group on Arbitrary Detention - the international tribunal that adjudicates and decides whether governments comply with their human rights obligations - has ruled that Julian Assange has been detained unlawfully by Britain and Sweden.
After five years of fighting to clear his name - having been smeared relentlessly yet charged with no crime - Assange is closer to justice and vindication, and perhaps freedom, than at any time since he was arrested and held in London under a European Extradition Warrant, itself now discredited by Parliament. ...

http://johnpilger.com/articles/freeing-julian-assange-the-last-chapter


Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on February 09, 2016, 04:46:44 PM
"Julian Assange: Schwedische Staatsanwaltschaft zeigt sich vom UN-Bericht unbeeindruckt" (09.02.2016)
Die schwedische Staatsanwaltschaft hat sich von dem UN-Rechtsgutachten, das die jahrelange Botschaftszuflucht von Wikileaks-Gründer Julian Assange als Freiheitsberaubung einstuft, unbeeindruckt gezeigt. "Er ändert nichts an meinen früheren Beurteilungen in der Voruntersuchung", wurde Chefanklägerin Marianne Ny am Dienstag in einer Mitteilung zitiert. ... Zuvor hatte schon der britische Außenminister Philipp Hammond die 17 Seiten lange Begründung der UN-Arbeitsgruppe als "juristisch fehlerhaft" bezeichnet und nannte den Befund "lächerlich". ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Julian-Assange-Schwedische-Staatsanwaltschaft-zeigt-sich-vom-UN-Bericht-unbeeindruckt-3097861.html

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MC.lglo, 09.02.2016 13:55

Bindend wäre es nur andersherum

Entscheidung passt nicht, also wird es nicht akzeptiert.
Hätte die UN das Gegenteil festgestellt, hätten Schweden und GB mit Verweis auf die 101%ig bindende Wirkung des Berichtes darauf bestanden, dass Assange heraus kommt.

http://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Julian-Assange-Schwedische-Staatsanwaltschaft-zeigt-sich-vom-UN-Bericht-unbeeindruckt/Bindend-waere-es-nur-andersherum/posting-24505606/show/


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AlAdler, 09.02.2016 16:30

Auch wenn es etwas zynisch ist: Assange ist Gradmesser für den Demokratie-Level, unter dem wir im "freien Westen" leben.

Freiheit gibt es eben nur in eine vorgegebene Richtung, wer eine legitime Freiheit in eine andere als die vorgegebene Richtung ausleben will, der stößt schneller an Grenzen, als man denkt.

Um nicht an diese schmerzhafte Grenze zu stoßen, haben wir vielfach Scheren im Kopf, die uns "rationale Gründe finden lassen", diese Freiheiten gar nicht in Anspruch nehmen zu wollen und andere, die diese Freiheiten einfordern, oftmals als Spinner und Außenseiter abzuwerten.

Leute wie Assange und Snowden lassen quasi die gläsernen Wände und Decken beschlagen, die uns die verlockenden Früchte des Garten Eden sehen lassen aber vorenthalten. Und das gibt es eben nicht nur in den bösen Unrechtsstaaten wie China oder Russland, sondern ganz konkret bei uns im "freien Westen" ..

Al

http://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Julian-Assange-Schwedische-Staatsanwaltschaft-zeigt-sich-vom-UN-Bericht-unbeeindruckt/Auch-wenn-es-etwas-zynisch-ist-Assange-ist-Gradmesser/posting-24506567/show/

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"Julian Assange: Die langen Tage von "Mr. Guest"" Sasan Abdi-Herrle und Sybille Klormann (5. Februar 2016)
Dreieinhalb Jahre lebt Julian Assange inzwischen in der Botschaft von Ecuador. Ein Exil, das Spuren hinterlassen hat und trotz der UN-Entscheidung nicht bald enden wird. ... Die Jahre in Isolation haben Assange verändert, vor allem auch körperlich. Im August 2014 beschrieben Journalisten der Süddeutschen Zeitung einen kranken Mann, dessen Hände stark zitterten. "Er sprach nicht über Krankheiten, sondern – wie immer – über das Große und Ganze und was zu tun sei, aber er wirkte wirklich nicht gesund. Er hat Herzprobleme, der Blutdruck ist zu hoch, Assange leidet seit Jahren an einer chronischen Lungenerkrankung; das Zittern der Hände war wirklich besorgniserregend." ...
http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-02/julian-assange-gefaengnis-botschaft

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OldFox #1

"Hinzu kommt wohl auch gehöriges Misstrauen: Sein Essen etwa ließ sich Assange jahrelang aus Läden in der Umgebung liefern. Immer aus einem anderen, da er fürchtete, er könne vergiftet werden."

Das sind durchaus realistische Ängste.
Der Wikileaks-Gründer dürft einer der größten Feinde des westlichen Machtgefüges darstellen.
Neben Edward Snowden dürft kein anderer die Mächtigen so beunruhigen.
Seine Enthüllungsplatform hat schon jetzt Geschichte geschrieben und gezeigt, das unsere Demokratie in großen Teilen nur eine Fassade ist.
Ich hoffe es wird in Zukunft noch viele Menschen geben, die in dieser ganz speziellen Art das System aufschrecken und die Menschen zum nachdenken anregen.
Denn nur so funktioniert Veränderung!


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Amazonaslife #2

Der Begriff "Fassadendemokratie" gefaellt mir, und ist zulaessig.

Waehrend westliche Politiker immer mit den Finger auf Aegypten, Russland usw. zeigen und einige sogar "Friedensnobelpreistraeger" (wie Obama) sind, treten diese Politiker die Menschrechte selbst mit Fuessen, und respektieren nicht einmal ein UN Votum.

Mit ein wenig guten Willen und diplomatische Geschick haette die Assange Sage schon laengst zu Ende gebracht werden koennen. Warum garantieren ihm Schweden und UK nicht ein rechtstaatliches Verfahren und keine Auslieferung in die USA?

Australien ist auch enttaeuschend, warum setzt sich dieses Land nicht fuer ihren eigenen Staatsbuerger ein? ...


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Frl.Clarissa #8

Man muss sich fragen, welchen Wert eine UN-Mitgliedschaft hat, wenn selbst Demokratien wie Schweden und Großbritannien eine UN-Entscheidung als lächerlich und nicht bindend ansehen. Damit zeigen diese Länder, dass alle ihrer feierlichen Reden von hohen moralischen Standards und unverbrüchlichen, für alle geltenden Menschenrechte, nichts weiter als verlogene Phrasen sind. Schweden und GB desavouieren damit jede zukünftigen Mitarbeit in der UN und damit ihrer eigene Politik und sie nehmen sich damit selbst das Recht, in Zukunft z. B. Diktaturen oder Gewaltherrscher anzuklagen.

Das ist sicher sehr moralisch, aber Moral ist nach unseren Idealen der Aufklärung und Menschenrechte, nicht teilbar! Klage ich z. B. Menschenrechtsverletzungen in Russland oder China an, kann ich selbst nicht die UN verachten und sie lächerlich machen.

Wie gesagt, das ist ein moralischer Standpunkt, der seine Wurzeln schon bei den alten Griechen hat, mit deren Ideale sich unsere Politiker so gerne schmücken.
Aber das ist nicht Politik, die letztlich keine Werte wie Moral oder Menschenrecht kennt.
 

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LrwW #12

So behandelt die Westliche-Werte-Gemeinschaft den Mann, der nur das tat wozu eigentlich die Regierungen in Demokratien verpflichtet wären : Dem Souverän möglichst umfangreich die Wahrheit zu sagen - über ihre tatsächliche Politik , über ihre Pläne und Absichten und eben auch über die Verbrechen die sie begehen.

Aber es ist halt einfacher in Sonntags-Reden zu schwadronieren und allzu häufig auch schlichtweg zu lügen ( immerhin kann man mit Stimmen der GRÜNENSPDCDU , EU Kommissions-Präsident werden wenn man seine Maxime des Politischen-Handelns wie folgt beschreibt : "Wenn es ernst wird muss man lügen ") als sich einer Öffentlichkeit zu stellen die gut und der Wahrheit entsprechend informiert ist.

Geheimhaltung geht über alles : TTIP, CETA, TISA bis zu Wirtschafts-Verträgen die im Rahmen der sogenannten "Öffentlich/Privaten Partnerschaft" geschlossen werden und in aller Regel nichts anderes sind, wie die Übertragung von Steuergeldern in die Taschen einiger Priviligierter

JA , Wahrheits-Verkünder wie Assange ( und Snowden) sind gefährlich - nur nicht-, falsch-, verzerrt informierte Bürger können im Sinne der Finanz-Eliten durch deren Politiker in die richtige Richtung gelenkt werden.

Und solange Westliche-Werte-Staaten unbotmäßige UN Entscheidungen ignorieren ist es ja nicht so schlimm - die Achse der Guten hat immer Recht.


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h.w.benning #19

Eine Frage--Hat man Assange eigentlich in Schweden zugesagt,ihm einen fairen Prozess zu gewährleisten und nicht in den USA abzuschieben?
Wenn man die Geschichten mit den Vergewaltigungen seinerzeit gelesen hatte,war dies doch auch höchst zweifelhaft.
Ich nehme mal an,dass GB und Schweden von den USA geimpft worden sind.Dies besagt ja schon der ganze Aufwand,der in keinem Verhältnis zu den Anschuldigungen steht.

Meine persönliche Meinung ist,dass man Assange endlich freilassen sollte.
Aber dies wird wohl nicht geschehen,da es wohl die USA ist,die Assange wegen seinen Enthüllungen ausgeliefert haben möchte!


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Klaus Schw. #19.1

Das ist der Punkt! Ich wäre der erste der fordern würde das Assange sich einem Verfahren wegen "Vergewaltigung" in Schweden stellen sollte wenn Schweden ihm Schutz vor jedem amerikanischen Zugriff zusagen würde!

Ich vermute mal das wenn überhaupt ein Verfahren zustande käme das Urteil schon lange Verbüßt wäre!
Aber diese Zusage macht Schweden ja nicht!


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"Britain 'sets dangerous precedent' by defying UN report on Assange" Owen Bowcott Legal affairs correspondent (24 February 2016)
Former chair of UN working group says it is rare for its rulings to result in the kind of personal attacks UK politicians have made...
http://www.theguardian.com/media/2016/feb/24/britain-precedent-defy-un-report-julian-assange-politicians


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"WikiLeaks: NSA belauschte Angela Merkel und Ban Ki Moon" (23. Februar 2016)
Die Kanzlerin wurde laut WikiLeaks umfangreicher abgehört als bisher angenommen. Damit ist steht nicht alleine da: Auch Berlusconi, Sarkozy und Netanjahu sind betroffen. ...
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-02/wikileaks-angela-merkel-ban-ki-moon

https://wikileaks.org/nsa-201602/

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on March 23, 2016, 03:10:41 PM
"WikiLeaks: Wie Google zum Sturz von Assad beitragen wollte"  Friedhelm Greis (23. März 2016)
Die Korrespondenz ist ein weiterer Beweis für die engen Verbindungen zwischen Google und der US-Regierung, auf die zuletzt WikiLeaks-Gründer Julian Assange in einem Buch aufmerksam gemacht hatte. In diesem Geflecht nimmt Cohen offenbar eine wichtige Rolle ein. Bevor dieser auf Anregung von Alphabet-Chef Eric Schmidt die Leitung von Jigsaw übernahm, arbeitete er im strategischen Planungsstab des Außenministeriums. Jigsaw ist eine in New York ansässige Denkfabrik Googles, die technische Lösungen für globale Probleme entwickeln soll.  ... Eine weitere E-Mail zeigt offenbar eine Diskussion auf höchster Ebene zwischen Google und dem US-Außenministerium über den umstrittenen Film Innocence of Muslims, der auf Googles Videoplattform YouTube veröffentlicht worden war und in der muslimischen Welt gewalttätige Proteste ausgelöst hatte. Während das Weiße Haus und Google im September 2012 betont hätten, gegenseitig keinen Einfluss auf eine mögliche Löschung des Films auszuüben, sprächen die Mails eine andere Sprache, berichtete das britische Newsportal The Register. Schließlich enthielten die Mails auch die persönlichen Handynummern von Google-Gründer Larry Page und YouTube-Chef Salar Kamangar. Das Abrufen des Videos war von Google in mehreren muslimischen Ländern blockiert worden. ...
http://www.zeit.de/digital/internet/2016-03/wikileaks-hillary-clinton-mails-google-syrien

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Yarx_0216 #4

Das Missbrauchspotential für Suchmaschinen ist extrem hoch. Google gehört definitiv nicht zur Lösung unserer Probleme. Es schafft mittlerweile eher neue. Bislang äußerte sich dss eher in den Werbelinks innerhalb der Suchergebnisse. Dass es da auch politische Ziele gibt, ist mehr als bedenklich.

http://www.zeit.de/digital/internet/2016-03/wikileaks-hillary-clinton-mails-google-syrien?cid=6341336#cid-6341336

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Naseschwarz #5

Die wirklich erschreckende Frage ist nach wie vor folgende:
Ist Google als größter "Selektor" von Nachrichten weltweit gewillt, diese in Zusammenarbeit mit der US-Regierung (oder anderen Regierungen) zu filtern bzw. "vorzufiltern".

Bei der Vielfalt der Nachrichten auf der Welt ist es nämlich eine ungeheure Macht, die Realität durch Selektion dieser Nachrichten zu prägen.

http://www.zeit.de/digital/internet/2016-03/wikileaks-hillary-clinton-mails-google-syrien?cid=6341350#cid-6341350

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die_kuh_macht_mus #5.1

Die Frage wird doch im Artikel beantwortet: "Das Abrufen des Videos war von Google in mehreren muslimischen Ländern blockiert worden." An der Stelle wird also bereits aktiv Internetzensur betrieben.

Dieses Network Mapper Tool um Menschengruppen zu überwachen und zu verfolgen sollte auch zu denken geben. Die Amerikaner verwenden das nur hehre Ziele! Ja ne is klar.

...

http://www.zeit.de/digital/internet/2016-03/wikileaks-hillary-clinton-mails-google-syrien?cid=6341495#cid-6341495

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on April 07, 2016, 07:17:00 PM

"Panama Papers: Auf Kosten der Ärmsten" Ein Gastbeitrag von Thomas Pogge, Yale (7. April 2016)
Die Panama Papers zeigen, wie die internationale Geldelite ihr Vermögen vor den Staaten versteckt. Gerade Entwicklungsländer verlieren dadurch Jahr für Jahr Milliarden. ...
"Wie der Guardian bereits meldete, respektieren die beteiligten Medien und Institutionen also die Privatsphäre der Briefkastenunternehmer. Die eigentlichen Dunkelmänner sitzen ... in den Redaktionen der beteiligten Medienkonzerne. So sind die Panama Papers vor allem eins – ein Fanal für Whistleblower, brisante Daten nicht exklusiv an Medienkonzerne zu vergeben ... (a.a.O.) http://www.nachdenkseiten.de/?p=32753
http://www.zeit.de/kultur/2016-04/panama-papers-globalisierung-steuern?cid=6427481#cid-6427481

valdai #22.1  (07.04.2016)
Ich erinnere mich sehr gut an die damaligen Anti-Assange Artikel...auch in der ZEIT.
Es wurde immer scharf kritisiert, dass Wikileaks die Daten 'roh' veröffentlicht.
Das wäre unverantwortlich, die Daten müßten erst von Redaktionen gesichtet,
sortiert und bewertet werden ;)
Wie das in der Realität abläuft, das kann man jetzt bei den 'Panama Papers'
sehen.
http://www.zeit.de/kultur/2016-04/panama-papers-globalisierung-steuern?cid=6427680#cid-6427680

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"Prominente Experten verlassen Panama-Komitee" (6. August 2016)
Panama behält sich vor, die Aufarbeitung der Panama Papers nicht zu veröffentlichen. ... Das Komitee unter Leitung von Stiglitz hatte im Juli einen vorläufigen Bericht mit Reformvorschlägen eingereicht. Auf dem ersten gemeinsamen Treffen im Juni hätte noch Einigkeit darüber geherrscht, dass die Regierung den Report öffentlich machen solle, unabhängig davon, wie die Ergebnisse ausfallen. Doch Ende Juli hätten sie einen "relativ groben Brief" vom Außenministerium Panamas erhalten, wie Strafrechtler Mark Pieth von der Universität Basel dem Schweizer Tagesanzeiger sagte. Danach würde allein Panamas Präsident Juan Carlos Varela entscheiden, ob und wie Ergebnisse veröffentlicht würden. ... Panamas Regierung habe ihn und Stieglitz am Ende vorgeführt, sagte Pieth. Erst wären sie feierlich der Weltöffentlichkeit präsentiert worden, doch im Falle unerwünschter Ergebnisse sollten sie den Mund halten. ...
http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-08/panama-papers-reformkomitee-stiglitz-pieth

Title: Julian Assanges & Wikileaks ...
Post by: Link on May 20, 2016, 01:00:42 PM
"Chelsea Manning: Verurteilte WikiLeaks-Informantin legt Berufung ein" (20. Mai 2016)
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Die inhaftierte WikiLeaks-Informantin Chelsea Manning legt Berufung gegen ihre Gefängnisstrafe ein. Die Haftstrafe über 35 Jahre für die US-Soldatin sei "unglaublich exzessiv", teilten ihre Anwälte mit. Die Regierung habe nicht nachweisen können, dass durch Mannings Enthüllungen "die nationale Sicherheit oder diplomatischen Belange der Vereinigten Staaten beschädigt wurden".
Die unter dem Namen Bradley Manning bekannt gewordene Informantin hatte während der Stationierung im Irak Hunderttausende Armeedokumente sowie Depeschen der USA von Militärrechnern heruntergeladen. Die Daten ließ Manning anschließend der Internetenthüllungsplattform WikiLeaks zukommen.
Nach eigenen Angaben wollte Manning eine öffentliche Debatte über die Kriege in Afghanistan und im Irak anstoßen. Im Mai 2010 wurde der damalige Obergefreite auf einem Stützpunkt nahe Bagdad festgenommen, im August 2013 wurde Manning zu 35 Jahren Haft verurteilt. ...
http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-05/chelsea-manning-berufung-wikileaks

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der opa #6.1

"Erstaunlich doch,wie wenig dieses absurde Urteil bei uns interessiert."

Man möge sich das Empören vorstellen wenn der Chinese oder böse Russe (der steht ja neuerdings wieder vor der Tür) solche Haftstrafen-/ methoden anwendet. Das ist dann natürlich etwas ganz anderes...


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roland_s #14 

Es ist interessant, an diesem Fall zwei Länder zu vergleichen. Das Gericht in Norwegen hat im Fall Breivik geurteilt, dass einige der Haftbedingungen gegen die Menschenrechte verstoßen, dabei ist Breivik noch besser untergebracht als Manning. Man vergleiche hier auch die Taten, für die beide verurteilt wurden. ...


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"Anwälte scheitern mit Antrag zur Aufhebung von Haftbefehl" (25.5.2016)
Die Anwälte von Wikileaks-Gründer Julian Assange sind mit einem neuen Antrag zur Aufhebung des schwedischen Haftbefehls gegen ihn gescheitert. Den Versuch hatten seine Anwälte unternommen, um dem Australier medizinische Hilfe zu ermöglichen. Stockholmer Richter befanden aber, dass das Aufrechterhalten des Haftbefehls im öffentlichen Interesse sei.
Assange lebt seit 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London, um dem Haftbefehl wegen eines Vergewaltigungsvorwurfs aus dem Jahr 2010 zu entgehen. Vor allem aber fürchtet der Wikileaks-Gründer eine Auslieferung an die USA und eine Haftstrafe für die Enthüllungen seiner Internetplattform. ... Gegen den Gerichtsbeschluss wollten Assanges Verteidiger «so schnell wie möglich» vorgehen, sagte Anwalt Per E. Samuelson am Mittwoch. Er sei «sehr kritisch, dass das Gericht Assanges gesamte Lebenssituation nicht in Betracht gezogen» hätte. Samuelson beklagte auch die lange Verfahrensdauer. Chefanklägerin Marianne Ny erklärte, Schweden habe im März erneut eine Befragung von Assange beantragt und warte derzeit auch eine Antwort Ecuadors. ...

http://www.nzz.ch/international/wikileaks-gruender-julian-assange-anwaelte-scheitern-mit-antrag-zur-aufhebung-von-haftbefehl-ld.84679

"Gericht bestätigt europäischen Haftbefehl gegen Julian Assange" Detlef Borchers (heise online, 25.05.2016)
 Zur Begründung teilt das Gericht kurz mit, der bestehe weiter Anlass für den Verdacht auf Vergewaltigung in einem minderschweren Fall. Auch gebe es weiterhin die Gefahr, dass Assange sich diesem Verfahren durch eine Flucht entziehen könnte. Explizit wandte sich das Gericht gegen die Bewertung einer UN-Arbeitsgruppe, Assanges Freiheitsrechte würden durch Schweden verletzt.
In einer ersten Stellungnahme zeigte sich die für Assanges Vernehmung zuständige Generalstaatsanwältin Marianne Ny zufrieden darüber, dass das Gericht der Einschätzung der Staatsanwaltschaft entsprochen habe, den Fall weiter zu verfolgen. Sie warte seit März 2016 auf eine Antwort von Ecuador auf ihr erneutes Gesuch, Assange in der Londoner Botschaft des Landes befragen und eine DNA-Probe nehmen zu können. ...

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Gericht-bestaetigt-europaeischen-Haftbefehl-gegen-Julian-Assange-3218724.html

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     DerGottlose, 25.05.2016 19:48

Dabei wird halt komplett vergessen warum Assange überhaupt in der Ecuadorischen Botschaft sich flüchten musste. ... Es geht einzig und alleine darum, dass Assange sich fürchtet vor einer Auslieferung an die USA, weil er geheime Dokumente der US Regierung veröffentlicht hat und vor allem ein Video, welches zeigte wie Kriegsverbrechen begangen wurden und mit Freude noch dazu. Ja die meisten haben vermutlich das Video 'Collateral Murders' schon wieder völlig vergessen.
Und noch mehr haben vergessen, dass die Regierung Mastercard und Paypal dazu bewegt haben die Gelder weiter zu transferieren, und dass sich Anonymous dazu berufen fühlte zu zeigen, was davon zu halten ist. Dass der Whistleblower Manning der Beweis ist wie mit denen umgegangen wird die Verbrechen aufdecken hat man auch komplett verdrängt. Übrigens sehr ähnliches geschieht ja auch in der Türkei. Der Journalist und Chefredakteur der Cumhuriyet soll ins Gefängnis, weil er geheime Nachrichtendienstdokumente veröffentlicht hat, die zeigen, dass Waffen aus der Türkei an Terroristen in Syrien verschickt wurden.
Die Dokumente beweisen es. Er soll 5 Jahre ins Gefängnis für den Geheimnisverat. Die illegalen Aktivitäten werden plötzlich belanglos und gleichzeitig will Erdogan ihn aus dem Weg geräumt haben (Auf den Journalisten wurde vor laufender Kamera mit einer Schusswaffe geschossen) behauptet aber weiterhin es wurden keine Waffen an syrische "Rebellen" geliefert.

http://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Gericht-bestaetigt-europaeischen-Haftbefehl-gegen-Julian-Assange/Dabei-wird-halt-komplett-vergessen/posting-28667084/show/

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     sou, 26.05.2016 00:46

UN-Bewertung des Falles? Das ist echten Machtmenschen doch scheißegal....
Schweden ließe sich hier 1:1 durch China oder Nordkorea ersetzen, genau wie der US-Büttel Großbritannien.

http://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Gericht-bestaetigt-europaeischen-Haftbefehl-gegen-Julian-Assange/UN-Bewertung-des-Falles-Das-ist-echten-Machtmenschen-doch-scheissegal/posting-28668075/show/

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     BugsBunny22, 26.05.2016 09:44

Läuft weiterhin gut für alle!
Solange Schweden nicht garantiert, dass sie Assange nicht ausliefern, stellt er sich nicht und Schweden kommt nicht in die Verlegenheit, sich für oder gegen eine Auslieferung zu entscheiden und auf die eine oder andere Weise schlecht auszusehen.
Die USA können zufrieden feststellen, dass sich kein Verbündeter gegen sie stellt. Sie müssen auch nicht befürchten, dass Assange an sie ausgeliefert und evtl. wegen Rede- oder Pressefreiheit freigesprochen wird.
Assange hat einen Grund, sich nicht einer Anhörung oder einem Prozess wegen Vergewaltigung auszusetzen... er könnte ja verurteilt werden!

http://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Gericht-bestaetigt-europaeischen-Haftbefehl-gegen-Julian-Assange/Laeuft-weiterhin-gut-fuer-alle/posting-28668621/show/

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"Dokumentarfilm über Julian Assanges Leben im Botschaftsasyl" (19. Mai 2016)
FILMFESTIVAL CANNES ⋅ Regisseurin Laura Poitras, die für die Doku "Citizenfour" über Edward Snowden einen Oscar gewann, hat nun einen Film über Wikileaks-Gründer Julian Assange gedreht. "Risk" wurde am Donnerstag erstmals beim Filmfestival Cannes gezeigt. "Ich unterstützte die Arbeit von Wikileaks sehr", sagte die US-Amerikanerin Poitras nach einer ersten Vorführung in der Nebenreihe Directors' Fortnight. "Ich mache mir grosse Sorgen, wie die USA sich international verhalten." Wirklich Neues zeigt der Film zwar nicht, er gibt aber einen Einblick in Assanges Arbeit seit 2011. ...
http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/kultur/kultur-sda/Cannes-zeigt-Doku-ueber-Wikileaks-Gruender;art46444,740421


"Sweden decides Julian Assange™ 'remains detained in absentia'" Simon Sharwood (26 May 2016)
http://www.theregister.co.uk/2016/05/26/sweden_decides_julian_assange_remains_detained_in_absentia/


"Cannes-Tagebuch (VI): Laura Poitras’ „Risk“" Stefan Grissemann (21.05.2016)
... am Donnerstagvormittag [standen] zwei prominente Verfechter für Informationstransparenz auf der Bühne des Théâtre Croisette: die britische WikiLeaks-Beraterin Sarah Harrison, 34, und der US-Netzaktivist Jacob Appelbaum, 33. Gemeinsam verlasen sie ein Manifest, in dem sie die sofortige Freilassung des seit fast vier Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London internierten WikiLeaks-Masterminds Julian Assange forderten. Den Anlass dazu bot ein neuer Dokumentarfilm, der in der Cannes-Nebenreihe „Quinzaine des Réalisateurs“ uraufgeführt wurde. Sein Titel ist kürz, bündig und programmatisch. Er lautet „Risk“. Und er zeigt, wie eine Reihe couragierter Whistleblower an vielen Fronten gleichzeitig gegen Überwachung und staatliche Geheimhaltungsstrategien kämpfen, obwohl sie sich selbst damit sehr konkret in Gefahr bringen. Es mag embedded journalism sein, den Regisseurin Laura Poitras betreibt, und natürlich steht sie auf der Seite ihrer Protagonisten. Verklärung betreibt sie dennoch keineswegs, betont – ähnlich wie schon in „Citizenfour“ (2014), ihrem Porträt des NSA-Gegners Edward Snowden – auch Assanges Eitelkeiten und das Improvisationschaos, in dem er und sein Team arbeiten (müssen). Die seltsame Ruhe, mit der Julian Assange seiner lebensgefährlichen Arbeit nachgeht, überrascht hier ebenso wie ein eher bizarr verlaufendes Treffen des kasernierten Aufdeckers mit einer leicht indisponierten Lady Gaga. Bedeutende neue Erkenntnisse liefert „Risk“ nicht, aber Poitras, die als einzige Filmemacherin über die Jahre hinweg privilegierten Zugang zu Snowden und Assange genießt (und deshalb auch selbst auf der US-Terroristen-Watchlist geraten ist), zeichnet doch ein tiefenscharfes Bild vom Alltag professioneller Enthüllungsspezialisten –, und sie tut dies erstaunlich pathosfrei, ohne Rückzug in den Glamour des Heroischen; keine geringe Leistung angesichts eines derart aufgeheizten Sujets. ...
http://www.profil.at/shortlist/kultur/cannes-2016-laura-poitras-risk-julian-assange-6372985

"Laura Poitras on her new Julian Assange film: ‘Few people could stand the pressure he is under’ " Henry Barnes (Friday 20 May 2016 18.28 BST)
The film fleshes out what we already know. Although it features a series of intimate moments (Assange having his hair cut by the rest of the Wikileaks team, Assange boxing with a trainer in the kitchen of the Ecuadorian embassy), Risk also shows a side of Assange that we have come to expect: the measured stoic, the placid pragmatist. A man capable of exhibiting extreme bravery and breezy arrogance simultaneously.
“He has a pretty extraordinary ability to withstand stress,” says Poitras. “Not that many people could withstand the pressure that he’s living under. He has to be able to hold it together, and he manages to.”
In the later stages of the film, as the Ecuadorian embassy becomes his home, and then a sort of prison, we see Assange’s pseudo-celebrity creep into effect. Poitras films him being visited and interviewed by the pop star Lady Gaga. Each is fascinated by the other, without really understanding what makes them tick.
Assange’s celebrity is complicated, says Poitras. She says there’s a danger that focusing on those who leak information can start to obscure the importance of the information itself.
“It came up with Snowden,” she says. “He said he didn’t want to be the story, but when somebody does something that generates that much media attention, they often do. Then the mainstream media fails to look at the actual reporting: what [the leaks] actually show. That said, I make documentaries about people, so I guess I’m guilty of that as well.”
https://www.theguardian.com/film/2016/may/20/laura-poitras-on-her-new-julian-assange-film-few-people-could-stand-the-pressure-he-is-under-

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Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on June 22, 2016, 09:49:08 AM
Slavoj Žižek in support of Julian Assange (Veröffentlicht am 17.06.2016)
https://www.youtube.com/watch?v=yYGFhm_gRdo

Noam Chomsky in support of Julian Assange (Veröffentlicht am 17.06.2016)
https://www.youtube.com/watch?v=gxLa6jtF01g

In February 2016 the UN declared the detention of the Editor and journalist as illegal and demanded his urgent release and compensation. Over 500 human rights organisations, law professors, former UN office holders and Nobel Prize winners signed a letter urging the governments of Sweden and the UK to respect UN’s decision to free Assange immediately.
More than a hundred days have passed and the situation remains the same, and will remain the same, unless there is an increase in political pressure. We cannot afford inaction. First they came after Julian Assange, then they came after Chelsea Manning, then they came after Edward Snowden… who is next?...
(2016)
https://www.freeassangenow.com/

""Geburtstagsspektakel" fordert Freiheit für Julian Assange" Detlef Borchers (20.06.2016)
... Assange selbst hatte zuvor angekündigt, dass Wikileaks genug Material veröffentlichen werde, damit eine Klage gegen Hilary Clinton erfolgreich sein könnte. Die US-Präsidentschaftkandidatin hatte in ihrer Zeit als Außenministerin einen eigenen Mail-Server bertrieben, über den vertrauliche Dokumente verschickt wurden. Im Vorfeld der erwarteten Veröffentlichung hat Wikileaks über Torrents ein 88 GB große verschlüsselte "Insurance File" verteilt. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Geburtstagsspektakel-fordert-Freiheit-fuer-Julian-Assange-3242150.html


"Sweden asks to meet Julian Assange inside Ecuador embassy" (Monday 20 June 2016 19.35 BST)
Ecuador has received a formal request from the Swedish authorities to interview Julian Assange, inside its London embassy, in a potential breakthrough to the long-running saga. The WikiLeaks founder, 44, is wanted for questioning over a 2010 rape allegation in Sweden, which he has always denied. He has been living inside Ecuador’s UK mission for four years in a bid to avoid extradition to Sweden, saying he fears he would then be transferred to the US to face political charges for orchestrating leaks of diplomatic cables. ...
http://www.theguardian.com/media/2016/jun/20/sweden-meet-julian-assange-inside-ecuador-embassy-wikileaks

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[...] Die "Wikileaks"-Informantin Chelsea Manning hat laut übereinstimmenden Berichten versucht, sich das Leben zu nehmen. Der Sender CNN und das Portal TMZ berichteten unter Berufung auf Mitarbeiter des Militärgefängnisses Fort Leavenworth und die US-Army, Manning sei am Mittwochmorgen in ein Krankenhaus gebracht worden. Der Sprecher der U.S. Army Patrick Seiber bestätigte CNN, Manning sei bereits wieder entlassen und werde seither beobachtet. Vertreter des Gefängnisses antworteten nicht auf Anfragen.
35 Jahre Haft

Manning, ein Transgender, sitzt eine 35-jährige Haftstrafe wegen Spionage und Verrats ab. In dem Militärgefängnis sind ausschließlich Männer inhaftiert. Chelsea Manning war als Soldat Bradley Manning im Irak und hatte der Enthüllungsplattform Wikileaks Hunderttausende geheimer Militärdokumente zugespielt. Manning wurde 2013 zu 35 Jahren Haft verurteilt.

Edward Snowden, der geheime Informationen zur Internet-Überwachung des US-Geheimdienstes NSA veröffentlichte, schrieb auf Twitter: "Der Umgang der Regierung mit Whistleblowern ist ein größeres Verbrechen als das, wofür sie eingesperrt wurden." (dpa) / (anw)



Aus: "Wikileaks-Whistleblower Chelsea Manning unternahm angeblich Suizidversuch" (06.07.2016)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-Whistleblower-Chelsea-Manning-unternahm-angeblich-Suizidversuch-3258703.html (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-Whistleblower-Chelsea-Manning-unternahm-angeblich-Suizidversuch-3258703.html)
Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on July 20, 2016, 07:56:25 AM
"Wikileaks veröffentlichte Dokumente der türkischen Regierungspartei AKP" (20. Juli 2016)
Am Dienstagabend veröffentlichte die Enthüllungsplattform Wikileaks interne Mails und Dokumente der türkischen Regierungspartei AKP. Über 300.000 Mails und 50.000 Dokumente sollen es insgesamt sein. Die Whistleblower-Plattform veröffentlicht die Inforamtionen weitgehend unkommentiert in einer durchsuchbaren Datenbank. ... Vor der Veröffentlichung der Dokumente wurden Server und andere technische Infrastruktur von Wikileaks über das Netz attackiert. Wikileaks vermutet eine Fraktion des türkischen Staats oder eines Verbündeten hinter den Angriffen.
http://derstandard.at/2000041407572/Wikileaks-veroeffentlichte-Dokumente-der-tuerkischen-Regierungspartei-AKP

Quote
   Monsterkontrolle, 20. Juli 2016

wenn es doch nur was ändern würde. ...


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"Türkei: Wikileaks veröffentlicht E-Mails von aber vor allem an AKP-Politiker" (heise online, 20.07.2016)
Der türkische Journalist Emre Kizilkaya hat getwittert, die einzige Erkenntnis aus den Mails sei, dass viele Türken sich gegenseitig für Regierungskritik anschwärzten. Nichtsdestotrotz hat die türkische Regierung laut Wikileaks aber eine Blockade der Seite angeordnet. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Tuerkei-Wikileaks-veroeffentlicht-E-Mails-von-aber-vor-allem-an-AKP-Politiker-3272703.html


Search the AKP email database
Today, 11pm Anakara Time, WikiLeaks releases part one of the AKP Emails. AKP, or the Justice & Development Party, is the ruling party of Turkey and is the political force behind the country's president, Recep Tayyip Erdoğan. Part one of the series covers 762 mail boxes beginning with 'A' through to 'I' containing 294,548 email bodies together with many thousands of attached files. The emails come from "akparti.org.tr", the AKP's primary domain. The most recent was sent on July 6, 2016. The oldest dates back to 2010. It should be noted that emails associated with the domain are mostly used for dealing with the world, as opposed to the most sensitive internal matters.
The material was obtained a week before the attempted coup. However, WikiLeaks has moved forward its publication schedule in response to the government's post-coup purges. We have verified the material and the source, who is not connected, in any way, to the elements behind the attempted coup, or to a rival political party or state.

https://wikileaks.org/akp-emails/
Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on July 25, 2016, 08:24:41 AM
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[...] Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat tausende E-Mails der Dachorganisation der US-Demokraten (Democratic National Committee, DNC) veröffentlicht. Das gab das Projekt per Twitter bekannt und bezeichnet die Veröffentlichung als ersten Teil einer "Hillary-Leaks-Serie". Die Nachrichten stammen aus dem Zeitraum vom Januar 2015 bis Mai 2016 und befassen sich überwiegend mit der Wahlkampftätigkeit des DNC für Hillary Clinton, der designierten demokratischen Spitzenkandidatin für das Präsidentenamt der USA.


Wikileaks stellt die nahezu 20.000 E-Mails samt angehängten Bildern und Dokumenten in einem Datenbank-Interface mit Suchfunktion zur Verfügung. Die Nachrichten stammen von sieben einflussreichen Mitarbeitern des DNC. Dabei geht es hauptsächlich um taktische Winkelzüge, die Clinton helfen sollen, sowie ums Schlechtreden ihrer Konkurrenten Bernie Sanders und Donald Trump.

Wie die Website Engadget an einigen Beispielen hervorhebt, behandeln die Nachrichten etwa die religiösen Anschauungen von Sanders und ihren möglichen Einfluss auf die Entscheidung der Wähler, die zu erbringenden Spenden für einen Podiumsplatz mit Fotogelegenheit bei einer Veranstaltung der Demokraten oder die diskrete Weitergabe von Informationen an Journalisten, die anschließend nicht stattgefunden hat ("off the record").

Wenig überraschend sind die in den Nachrichten dokumentierten Umgangsformen und Methoden von Gehässigkeit und Rücksichtslosigkeit geprägt. Eine womöglich rechtswidrige Handlung hat die Veröffentlichung bislang allerdings nicht enthüllt. Wikileaks hatte erst kürzlich zahlreiche E-Mails der türkischen Partei AKP öffentlich gemacht. (tiw)

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     Nützy, 25.07.2016 00:19

Re: Was soll der Scheiss...

wizard m schrieb am 23.07.2016 22:13:

    die ganze Enthüllerei ist zum Selbstzweck geworden.

Wer bestimmt das eigentlich?



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     sou, 23.07.2016 14:40

DANKE, Wikileaks. Ihr leistet echt einen öffentlichen Service für das Volk.
Ich geh mal was spenden.

(Meine Güte, was müssen die Machtspacken wütend auf Wikileaks/Assange sein!)


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     schuelerk, 24.07.2016 01:49

Die Leaks sind brisanter als die Heisemeldung sie erscheinen lässt

- NBC Fernsehmoderator bekommt Anweisungen von Wassermann Schulz, negative Berichterstattung einzustellen
http://www.mediaite.com/online/leaked-emails-shows-dnc-chair-told-chuck-todd-negative-coverage-must-stop/

- Lobbygruppe ("Political Action Committee "Super PAC") bezahlt junge Wähler, um Sanders-Unterstützer online zurück zu drängen (Hillary hatte einen schweren Stand bei jungen Wählern, die eher Sanders unterstützten)
https://twitter.com/wikileaks/status/756609314232606720

(Die Anheuerung von bezahlten Trollen für Hillary gegen Sanders war übrigens schon vor den Leaks bekannt geworden)
http://usuncut.com/politics/clinton-super-pac-busted/
http://smokinghotpoliticaljunkies.com/a-former-paid-internet-troll-for-clinton-speaks-out-it-was-nasty-and-left-a-very-bad-taste/
http://www.thedailybeast.com/articles/2016/04/21/hillary-pac-spends-1-million-to-correct-commenters-on-reddit-and-facebook.html

- Protestgruppen werden vom DNC aus Volontären zusammengestellt, wenn Unterstützer nicht genügend eigene Leute zusammen kriegen
https://www.reddit.com/r/DNCleaks/comments/4u6hg1/protesters_were_really_interns/

- Washington Post trifft Absprachen mit DNC zu Party für Spendensammler
https://twitter.com/wikileaks/status/756601187428868096

- DNC, welche eigentlich den in demokratischen Prozess ausgewählten Kandidaten unterstützen sollte, hatte sich längst für Hillary entschieden als Sanders noch im Rennen war
http://observer.com/2016/07/wikileaks-proves-primary-was-rigged-dnc-undermined-democracy/

Das wird die kommenden Tage sicherlich noch ordentlich Wellen schlagen, in den Staaten.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (24.07.2016 01:51).

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     schuelerk, 24.07.2016 13:56

Re: Wikileaks supportet damit Bernie Sanders und nicht Trump!!
Das stimmt. Die meisten der geleakten Mails scheinen sich eher auf den innerparteilichen Konkurrenzkampf zwischen Sanders und Clinton zu beziehen, als auf den politischen Gegner außerhalb.

Besonders brisant ist dabei, dass das DNC als nationale Parteiorganisation, die direkt mit dem amtierenden Präsidenten zusammenarbeitet, offenbar von Anfang an Clinton als Nachfolgerin von Obama vorgesehen hatte und den traditionellen demokratischen Vorwahlprozess der Demokraten massiv gelenkt hat um Sanders auszuschalten. Dazu haben sie alle Fäden gezogen, von Absprachen mit den Medien bis hin zu Astroturfing durch bezahlte Trolle, die im Internet Stimmung gegen Sanders machen sollten.

Nicht ohne Grund folgte dem Trend-Hashtag #DNCLeaks der Hashtag #BernieMustDisavow, nachdem Twitter #DNCLeaks offenbar künstlich aus der Trend-Liste verbannt hat.

Die Cheffin des DNC wurde derweil durch einen neuen Clinton-Supporter ersetzt.
http://observer.com/2016/06/dnc-chair-debbie-wasserman-schultz-is-finally-kicked-to-the-curb/


http://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/forum-65170/


"Wikileaks veröffentlicht Wahlkampf-E-Mails der US-Demokraten" Tilman Wittenhorst (23.07.2016)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-veroeffentlicht-Wahlkampf-E-Mails-der-US-Demokraten-3277200.html (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-veroeffentlicht-Wahlkampf-E-Mails-der-US-Demokraten-3277200.html)

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[...] US-Wahl 2016 ...  Kurz vor Beginn des Konvents der US-Demokraten hat Parteichefin Debbie Wasserman Schultz offenbar nach massivem Druck ihren Rücktritt angekündigt. Anlass ist die Veröffentlichung von gehackten E-Mails, die darauf hindeuten, dass der Parteivorstand im Vorwahlrennen Hillary Clinton von vornherein den Vorzug gab.

Ihr schließlich unterlegener Rivale Bernie Sanders hatte wiederholt beklagt, dass die interne Wahlprozedur zugunsten von Bewerbern aus dem Establishment manipuliert sei. Die gehackten E-Mails aus dem vergangenen Jahr waren von der Enthüllungsplattform WikiLeaks veröffentlicht worden. In einer davon soll sich ein ranghohes Mitglied des Parteivorstands danach erkundigt haben, wie man Sanders' religiöse Einstellung als Waffe gegen den Clinton-Rivalen einsetzen könne.

Wasserman Schultz will ihr Amt nach dem Parteitag in Philadelphia abgeben. Sowohl Clinton als auch US-Präsident Barack Obama bedankten sich bei ihr für ihre Arbeit. Wasserman Schultz war fünf Jahre lang Parteichefin. Der Posten in den USA ähnelt dem eines Generalsekretärs in Deutschland.

Die Demokraten sind bemüht, auf ihrem Parteitag ein Bild der Geschlossenheit zu vermitteln - auch, um sich damit besonders deutlich von den Republikanern und ihrem chaotischen Konvent abzugrenzen. In Philadelphia soll Clinton offiziell zur Präsidentschaftskandidatin gekürt werden, als ihren Vize hat sie Tim Kaine vorgestellt. Sanders hatte sich erst vor Kurzem offiziell geschlagen gegeben und hinter Clinton gestellt. Den Rückzug von Wasserman Schultz begrüßte er.

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Aus: " Geleakte E-Mails: Parteichefin der US-Demokraten tritt zurück" (25.07.2016)
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/debbie-wasserman-schultz-parteichefin-der-us-demokraten-tritt-zurueck-a-1104495.html (http://www.spiegel.de/politik/ausland/debbie-wasserman-schultz-parteichefin-der-us-demokraten-tritt-zurueck-a-1104495.html)

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[...] Kurz vor dem heute beginnenden Parteitag, auf dem die US-Demokraten Hillary Clinton als Spitzenkandidatin nominieren wollen, hat das Internetportal Wikileaks am Wochenende rund 20.000 Emails aus der Parteiführung veröffentlicht und Zweifel an deren Unparteilichkeit bei Clintons Kür in den Vorwahlen geweckt. Die Emails legen nahe, dass es koordinierte Versuche gab, die Erfolgsaussichten des Parteilinken Bernie Sanders, der ebenfalls die Kandidatur anstrebte, zu unterminieren. Die Veröffentlichung überschattet das positive Echo, nachdem Clinton am Freitagabend Tim Kaine als ihren Vizepräsidentschaftskandidaten vorgestellt hatte.

Die „Washington Post“ verdächtigt Russland, die Hände im Spiel zu haben. Russische Hacker seien vor etwa einem Monat in das Computersystem des Democratic National Committee (DNC) eingedrungen und hätten zahlreiche Dateien entwendet, darunter das Material über Angriffspunkte der politischen Gegner. Der Hinweis erklärt womöglich, warum die US-Medien bisher zurückhaltend über die Wikileaks-Emails berichten.

Nach deren Veröffentlichung gab das DNC bekannt, dass die DNC-Vorsitzende Debbie Wasserman Schultz nicht beim Parteitag sprechen werde – „um den Frieden zu wahren“, wie ein Insider CNN sagte. Geleakte Emails zeigen sie als Clinton-Anhängerin, die Sanders verhindern wollte. Wasserman Schultz solle aber den Vorsitz während des viertägigen Treffens behalten, hieß es zunächst. Am Sonntagabend kündigte Wasserman Schultz an, dass sie den Parteivorsitz niederlegen würde. Und es war fraglich, ob sie überhaupt eine sichtbare Rolle bei der Convention in Philadelphia übernehmen würde.

Den Vorsitz während des Parteitags soll nun Donna Brazile übernehmen, ein langjähriges Mitglied der Parteiführung, die den Bürgern als Sprachrohr der Demokraten im Sender CNN bekannt ist. Ben Jealous, ein Vertrauter von Bernie Sanders, sagte, diese Reaktionen "erlauben es, die Wunden zu heilen und nach vorne zu schauen".

Hillary Clinton stand bereits zuvor unter dem doppelten Druck, sich mit den Sanders-Anhängern nach einem harten Vorwahlkampf auszusöhnen und ihren negativen Umfragetrend bei der Convention in Philadelphia wieder ins Positive zu drehen. Während des republikanischen Parteitags in der vergangenen Woche hat Donald Trump seinen Rückstand auf sie im Schnitt der Umfragen von 3,2 auf 2 Prozentpunkte verringert.

Das Phänomen des „Convention Bounce“ kennt man aus früheren Wahljahren. In der Regel gleicht das Gegenlager den Effekt in seiner Parteitagswoche aus. Wenn nicht, lässt das auf größere Probleme in der öffentlichen Wahrnehmung schließen.

... Die geleakten Emails stammen aus dem Zeitraum Januar 2015 bis Mai 2016. Kurz vor den Vorwahlen in Kentucky und West Virginia Mitte Mai enthält eine Email den Rat, Sanders Glauben zum Thema zu machen. Er ist säkularer Jude. Für Baptisten im Süden sei Atheist negativer als Jude, suggeriert die Email, das würde „ein paar Prozent Unterschied“ machen. Viele andere Emails befassen sich mit organisatorischen Fragen.
Trump nannte die Emails einen „Beleg, wie manipuliert das System der Demokraten ist“. Er versucht, Sanders-Anhänger für sich zu gewinnen. Der bittere Ton mancher Emails lasse die Emotionen zwischen dem Clinton- und dem Sanders-Lager wieder aufleben, fürchten Demokraten. Die Geschichte konterkariere die gute Resonanz nach dem ersten gemeinsamen Wahlkampfauftritt Clintons mit ihrem Vize Tim Kaine in Florida. Er hielt seine Rede vor begeisterten Latinos zum Teil auf Spanisch.

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ach 24.07.2016, 19:23 Uhr
 ... Und selbst wenn es der russische Geheimdienst war, der die Daten eingesammelt hat - warum sollte darüber nicht berichtet werden?
Wenn sie echt sind, muß man keine 'Zurückhaltung' üben. ...




Aus: "Vor dem Parteitag der Demokraten: Wikileaks stellt Hillary Clinton bloß" (25.07.2016)
http://www.tagesspiegel.de/politik/vor-dem-parteitag-der-demokraten-wikileaks-stellt-hillary-clinton-bloss/13919744.html


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[...] Russische Hacker sollen Computer des Democratic National Committee (DNC), der obersten Organisation der US-Demokraten, gehackt und Informationen über den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump entwendet haben. Das berichtete die Washington Post am Dienstag und berief sich dabei auf Untersuchungen des IT-Sicherheitsunternehmens Crowdstrike. Dessen Analysten wollten den Angriff auf zwei mutmaßlich russische Hackergruppen zurückverfolgt haben.

Nun gibt es Zweifel an dieser Darstellung. Am Mittwoch tauchte im Internet ein Bekennerschreiben eines einzelnen Hackers auf. Er will alleine für den Angriff verantwortlich sein. Als Beweis veröffentlichte er ein 200-seitiges Dokument, das Recherchen der US-Demokraten über Trump enthält. Darin geht es um Trumps politische Ansichten, aber auch um sein Privatleben und seine Geschäfte. Die Echtheit der Dokumente ist nicht bestätigt.

Der Trump-Report soll aber nicht die einzige Beute des Angreifers sein, der sich Guccifer 2.0 nennt - eine Anspielung auf den rumänischen Hacker namens Guccifer, der sich Zugriff zu den E-Mail-Konten vieler Prominenter und auch Hillary Clintons verschaffte und inzwischen im Gefängnis sitzt. Auf der scheinbar hastig aufgesetzten Website finden sich noch weitere Dokumente. Darunter ist eine Aufstellung über die Spendengeber der US-Demokraten sowie ein als geheim eingestuftes Papier aus der Zeit, als Hillary Clinton noch Außenministerin war. "Tausende Dateien und E-Mails" will der Hacker der Plattform WikiLeaks zugespielt haben.

Noch gibt es keine offizielle Stellungnahme zu den Dokumenten. Laut NBC News sind einige bereits öffentlich verfügbar gewesen, etwa bei der Federal Election Commission. Bei der ganzen Sache könnte es sich also um einen Trittbrettfahrer handeln, der sich mit dem Angriff schmücken oder gezielt Verwirrung stiften möchte. Rob Graham, Sicherheitsforscher von Errata Security, sagte dem IT-Portal Ars Technica, dass die Dateien allerdings "vernünftig aussehen". Sollte es sich um einen Fake handeln, habe der Angreifer viel Zeit investiert.

Sollten sie dagegen tatsächlich von den Servern des DNC stammen, würde das die ersten offiziellen Pressemitteilungen der US-Demokraten widerlegen. Diese sagten zunächst, es seien keine Informationen über Unterstützer oder Spenden entwendet worden. Möglicherweise haben sie das Ausmaß des Angriffs also runtergespielt.

Unklar ist auch die Rolle Russlands. Schon nach den ersten Berichten kritisierten einzelne Sicherheitsforscher die dünne Faktenlage, auf dessen Basis Crowdstrike den Angriff mit russischen, möglicherweise sogar staatlich gesponserten Hackergruppen in Verbindung brachte. Guccifer 2.0 macht sich über die Analyse des Unternehmens lustig: Er sei erfreut, dass sie ihm so viele Fähigkeiten zusprechen, tatsächlich aber sei der Angriff "sehr, sehr einfach" gewesen. Er frage sich, wie viele Angreifer in der Zeit außer ihm wohl noch Zugriff hatten.

Die Analysten von Crowdstrike dagegen bestätigten noch einmal ihren Befund und die ihrer Meinung nach offensichtlichen Spuren nach Russland. Zumindest kleine Details finden sich auch in den von Guccifer 2.0 veröffentlichten Dateien: An einigen Stellen in den Dokumenten tauchen kyrillische Fehlermeldungen auf, was darauf hindeuten könnte, dass die Dokumente von einer russischsprachigen Person editiert und abgespeichert wurden. Ein stichhaltiger Beweis ist das nicht.

Ein Sprecher des DNC geht noch weiter: "Unsere Experten sind davon überzeugt, dass es sich bei dem Angriff um Hacker der russischen Regierung handelt". Das neue Bekennerschreiben könnte eine "Desinformationskampagne der Russen" sein, heißt es weiter. Anders gesagt: Guccifer 2.0 könnte nur von den ursprünglichen Ergebnissen und von den Spuren nach Russland ablenken.

Der Fall zeigt, wie schwer es immer noch ist, Hackerangriffe genau zurückzuverfolgen. Einzelne Malware, die von bestimmten Gruppen genutzt wird, kann ebenso irreführend sein wie Bekennerschreiben mutmaßlicher Täter. In Zeiten, in denen Hackerangriffe immer öfter auch politische Akteure betreffen, stehen Rolle und Absicht der Angreifer häufig ebenso im Mittelpunkt wie die tatsächlich gestohlenen Daten - dass die Server der US-Demokraten überhaupt mindestens ein Jahr lang angreifbar waren, geht in der Diskussion nahezu völlig unter.

Neben einem einzelnen Angreifer und der Beteiligung russischer Gruppen gibt es übrigens noch ein drittes Szenario. Es kommt, wie könnte es anders sein, aus dem Lager von Donald Trump: "Wir glauben, dass DNC hat sich selbst 'gehackt' um von den vielen Problemen der Partei und ihrer verfehlten Spitzenkandidatin abzulenken", heißt es in einer Pressemitteilung.


Aus: "US-Demokraten: Na, wer hat sie nun gehackt?" Eike Kühl  (17.6.2016)
Quelle: http://www.golem.de/news/us-demokraten-na-wer-hat-sie-nun-gehackt-1606-121590.html (http://www.golem.de/news/us-demokraten-na-wer-hat-sie-nun-gehackt-1606-121590.html)

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on July 25, 2016, 01:01:44 PM
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[...] Wenige Tage vor der offiziellen Nominierung von Hillary Clinton zur Präsidentschaftskandidatin der Demokraten setzt die Enthüllungsplattform WikiLeaks die Partei unter Druck. WikiLeaks machte nach eigenen Angaben rund 20.000 E-Mails führender Parteifunktionäre öffentlich.

Die Nachrichten machen zum Teil deutlich, wie hart der Vorwahlkampf innerhalb der demokratischen Partei zwischen Clinton und ihrem Widersacher Bernie Sanders ausgefochten wurde. Parteichefin Debbie Wasserman Schultz bezeichnete einen Sanders-Vertrauten in einer Nachricht als "verdammten Lügner".

Aus anderen Mails wird ersichtlich, dass sich die Demokraten bei ihren Parteispendern mit Zugang zu Parteipartys und Freikarten für den Parteitag bedankten. WikiLeaks bezeichnete die E-Mails als "ersten Teil unserer neuen Serie Hillary Leaks". Die Veröffentlichung geschah kurz vor dem für Montag geplanten Beginn des Nominierungsparteitags der Demokraten in Philadelphia.

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Mebber #4

Frage mich was die Absichten der Leaker sind, so kurz vor dem D-Parteitag. Sanders noch eine Chance verschaffen indem man Hillary weiter diskreditiert, oder die Demokraten als ganzes in einem schlechten Licht darstellen?

Egal wie, Trump wird sich drüber freuen. Das alleine ist schon Grund genug für Bauchschmerzen.

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Rigobert von Greibort #4.1

Aha, also sollte all das totgeschwiegen werden, was Ursache der Politikverdrossenheit ist.
Business as usual. Sanbiki no saru. Lieber Verlogenheit, Käuflichkeit und Machtmissbrauch als einen Hebel für Trump.

Es ist spät. Gute Nacht.


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Der Leser klappte zusammen #4.3

"Frage mich was die Absichten der Leaker sind"

Evtl. die Zurverfügungstellung ansonsten nicht öffentlich verfügbarer Informationen?




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Thefred
#11  —  vor 2 Tagen 13

Der eigentliche Skandal dabei ist dass die DNC eigentlich im Vorwahlkampf unparteiisch sein sollte, jedoch geht aus den Emails hervor, dass sie sich über Strategien unterhalten haben, Bernie Sanders zu diskreditieren und die Medien gegen Sanders beeinflusst haben.


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ProfSeifert #14

Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber.
Wikileaks for Trump

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Brillalein #14.1

Neinnein: Wikileaks for Sanders or Jill Stein.

Ich glaube kaum, dass die Großzahl der düpierten Sandersbefürworter zu Trump gehen, die sind nämlich FÜR etwas, nicht GEGEN etwas. Sie gehen zu Jill Stein.



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Faktenkenner #35

Was ist eigentlich immer Sinn und Zweck dieser Veröffentlichungen? ...

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Zogash #35.2

Es beweist der Öffentlichkeit das, was ein stetig wachsender Teil lange befürchtet hat: dass das demokratische Establishment von Anfang an aktiv gegen Sanders konspiriert hat. Wasserman-Schulz ist als DNC-Chair in den Primaries eigentlich zur Neutralität verpflichtet - andernfalls bliebe ihr nur der Rücktritt aufgrund von Befangenheit.

Diese Verpflichtung hat sie durch teils krass undemokratische Strippenzieherei im Hintergrund für den interessierten Vorwähler mehrfach offensichtlich unterwandert - z.B. durch die hanebüchene Ansetzung von Vorwahl-Debatten zu Zeiten mit möglichst geringer Einschaltquote - Samstag abends, an Spieltagen diverser Sportligen, etc. - was Clinton (deren Name schon weitläufig ein Begriff ist) deutlich gelegener kam als Sanders, der seine Message erstmal an den Mann bringen musste, oder durch kurzfristige Verkürzung von Wahllokal-Öffnungszeiten und Extra-Hürden und Schikanen bei der Wählerregistration. Bestes Beispiel ist wohl New York - um dort im Mai wählen zu dürfen musste man sich schon letzten Oktober als Demokrat registrieren... die meisten potentiellen (vor allem Wechsel- und Jung-)Wähler hatten zu diesem Zeitpunkt, auch dank DWS noch wenig bis gar nichts von Sanders gehört.

Wenn man bedenkt dass Sanders trotz all der Manipulation Clinton beinahe eingeholt hätte, wie wäre es wohl ausgegangen hätte das DNC Establishment ihn fair behandelt?

Der Leak beweist, dass er gezielt um seine Chance betrogen wurde. Das dürfte Clinton Stimmen kosten.



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"US-Wahl: WikiLeaks veröffentlicht Tausende E-Mails der US-Demokraten"  (ZEIT ONLINE, dpa, mp, 23. Juli 2016)
Quelle:http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-07/us-wahl-hillary-clinton-demokraten-wikileaks

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"DNC Staffers Mocked the Bernie Sanders Campaign, Leaked Emails Show" Zaid Jilani (July 22 2016, 9:04 p.m.)
A new trove of internal Democratic National Committee emails, stretching back to April 2016, released by Wikileaks show that the organization’s senior staff chafed at Bernie Sanders’s continued presence in the presidential primary. Staffers were also irritated by criticism that they were biased towards Hillary Clinton. ...
https://theintercept.com/2016/07/22/dnc-staffers-mocked-the-bernie-sanders-campaign-leaked-emails-show/

"New Leak: Top DNC Official Wanted to Use Bernie Sanders’s Religious Beliefs Against Him" Sam Biddle (July 22 2016, 6:38 p.m.)
Among the nearly 20,000 internal emails from the Democratic National Committee, released Friday by Wikileaks and presumably provided by the hacker “Guccifer 2.0,” is a May 2016 message from DNC CFO Brad Marshall. In it, he suggested that the party should “get someone to ask” Democratic presidential candidate Bernie Sanders about his religious beliefs. ...
https://theintercept.com/2016/07/22/new-leak-top-dnc-official-wanted-to-use-bernie-sanderss-religious-beliefs-against-him/

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Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on July 25, 2016, 08:05:11 PM
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[...] E-Mails haben den US-Demokraten noch nie besonders viel Glück gebracht. Nun taucht eine Korrespondenz auf, die ein seltsames Licht auf die Partei wirft. ...


"Wikileaks veröffentlicht E-Mails der US-Demokraten" (24.07.2016)
Quelle: http://www.dw.com/de/wikileaks-ver%C3%B6ffentlicht-e-mails-der-us-demokraten/a-19423527?maca=de-rss-de-region-amerika-4768-rdf (http://www.dw.com/de/wikileaks-ver%C3%B6ffentlicht-e-mails-der-us-demokraten/a-19423527?maca=de-rss-de-region-amerika-4768-rdf)

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[...] Interne Machtspielereien, gegenseitiges Ausboten, kalkulierte Provokationen: das ist sonst nur der Stoff, aus dem TV-Serien wie „House of Cards“ gemacht sind. Die jetzt veröffentlichten Mails beweisen einmal mehr, dass die Parteien im US-Wahlkampf tatsächlich auf diese Weise mit Prozentpunkten jonglieren. Brisant ist das vor allem, weil man diese Art der Diffamierung zwar gegen eine Oppositionspartei erwartet – aber nicht, dass es solche Diskreditierungsversuche auch innerhalb einer Partei gibt. Als Folge kündigte Debbie Wasserman Schultz ihren Rücktritt als Parteichefin an.

Diesen unverblümten Blick auf die politischen Spiele verdanken wir, wie so oft, der Plattform Wikileaks. Und da ist es wieder – das faszinierende, wenn auch flüchtige Gefühl, in der Plattform einen wirkmächtigen Verbündeten zu haben. Einen, der uns mit all diesen Informationen versorgt, die wir eigentlich nicht bekommen hätten dürfen. Einen, der dafür sorgen kann, dass die Mächtigen ihre Macht verlieren.

... Diesem Organisationskonstrukt fehle die Kontrolle, meinen Kritiker. Sie stellen auch immer wieder die Moral des Portals in Frage: Müssen wir wirklich immer alles wissen? Was macht das mit uns, wenn wir Zugriff auf solche Daten haben?

Wer so fragt, hat nie verstanden, worum es bei Wikileaks eigentlich geht. Die Frage ist nicht, was die Veröffentlichung sensibler Daten mit uns macht. Wichtig ist zunächst einmal, dass sie etwas mit uns macht.

Ein Beispiel: Als wir beispielsweise im Mai 2015 davon lesen konnten, man „plane“ militärisch Interventionen gegen Schlepperboote, hatten alle 28 EU-Mitgliedsstaaten eigentlich schon längst per Unterschrift entschieden, dass man sie im Mittelmeer versenken wird – das zeigen Dokumente, die Wikileaks vorliegen.

Das war nur eine wichtige Veröffentlichungen. Womöglich rauschen an vielen von uns solche Meldungen vorbei. Sehr wahrscheinlich greift nur ein kleiner Teil von uns selbst auf das Wikileaks-Rohmaterial zu. Und trotzdem gelingt es der Plattform auch aus der Ferne, uns einen kritischen Geist anzutrainieren. Einfach dadurch, dass die Organisation seit zehn Jahren ihre Arbeit macht.

Allein die Existenz dieser Organisation vermittelt uns, dass offenbar was im Busch ist in der Welt. Wikileaks rüttelt uns wach und schärft unser politisches Bewusstsein.

... Es ist erst mal egal, ob die Organisation transparenter sein muss. Und es ist sogar okay, dass Wikileaks Fehler macht und in manchen Datensätzen Quellen stümperhaft schwärzt. Solange die Plattform aus diesen Fehlern lernt – und verbessert weiterarbeitet.

Wikileaks zeigt uns laufend, dass hinter den uns verschlossenen Türen viel mehr vorgeht, als man uns glauben lassen möchte.


Aus: "Wikileaks-Enthüllungen: Chefin der US-Demokraten tritt zurück – warum die Whistleblower so wichtig sind" Till Eckert (25. Juli 2016)
Quelle: http://ze.tt/wie-wikileaks-die-maechtigen-zittern-laesst/ (http://ze.tt/wie-wikileaks-die-maechtigen-zittern-laesst/)

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"Nach Veröffentlichung von AKP-Mails WikiLeaks in der Türkei geblockt" (20.07.2016)
Mit der Veröffentlichung interner AKP-Mails hat die Enthüllungsplattform WikiLeaks die türkische Regierung verärgert. Kurz nach der Freischaltung von fast 300.000 Dokumenten wurde der Zugang gesperrt. ...
https://www.tagesschau.de/ausland/wikileaks-akp-107.html

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Am 20. Juli 2016 um 13:00 von hofer andreas
...und Julian Assange ist immer noch nicht frei. Was haben wir diesem Mann alles zu verdanken, ich fordere seine Freilassung!
Aber so weit wollen unsere "westlichen Demokraten" nicht gehen. ...


"Megaleak bei Erdoğans AKP: WikiLeaks wird "dauerhaft angegriffen"  (Dienstag, 19. Juli 2016)
WikiLeaks will geheime Dokumente zum Putschversuch in der Türkei veröffentlichen. Nach der Ankündigung werden die Server pausenlos angegriffen - die berühmte Whistleblowing-Website beschuldigt die türkische Regierung. ...
http://www.n-tv.de/politik/WikiLeaks-wird-dauerhaft-angegriffen-article18229041.html

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"Wasserman Schultz tritt nach HillaryLeaks als DNC-Chefin zurück" Peter Mühlbauer (25.07.2016)
… und wird von Clinton umgehend mit einem Chefposten im Wahlkampfteam belohnt. ... Um Clintons Konkurrenten Bernie Sanders zu schaden, setzte man der Whistleblowerplattform zufolge auch unfaire Mittel ein - darunter auch eine - so WikiLeaks - "bezahlte Trollfabrik". ... Unmittelbar nach dem Rücktritt der DNC-Chefin verkündete Hillary Clinton, dass Wasserman Schultz den Ehrenchefposten in ihrem Wahlkampfteam übernehmen soll. Außerdem werde sie sich für ihre Wiederwahl im Kongress von Florida einsetzen. ...
http://www.heise.de/tp/artikel/48/48940/1.html




Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on July 27, 2016, 11:49:42 AM
"AKPLeak von Wikileaks: 20 Millionen aktuelle türkische Personendaten im Netz" Martin Holland (26.07.2016)
http://www.heise.de/security/meldung/AKPLeak-von-Wikileaks-20-Millionen-aktuelle-tuerkische-Personendaten-im-Netz-3278067.html


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   blabla0815, 26.07.2016 14:33

Schlechter Journalismus :-(

Ein Hacker hat jetzt die große Sammlung incl. der Personendaten veröffentlicht.
Wikileaks hatte "nur" die Mails veröffentlicht. Nicht die Personendaten.
Der @heise Text läßt es nun leider so aussehen, als habe Wikileaks mit der großen Veröffentlichung der Personendaten auch etwas zu tun. Man kann Wikileaks mögen oder hassen, aber sowas mag ich grundsätzlich nicht :-(

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     Wayne Merc, 26.07.2016 14:43

Re: Schlechter Journalismus :-(

Stimme vollkommen zu. ... Ich hab die Überschrift gelesen, die einen ganz eindeutig denken lässt das es Wikileaks war. Der Artikel hab ich überflogen und erst in den Kommentaren festgestellt das es nicht Wikileaks war. ...  Das wirft die Frage auf, mag der Autor Wikileaks nicht und das ganze war Absicht?


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     Thorsten_aus_HH, 26.07.2016 15:08

Und auch für Dich:

Aus dem Artikel:

... Durch Wikileaks war die Journalistin Zeynep Tufekci auf die parallel dazu veröffentlichten Wählerinnenverzeichnisse aufmerksam geworden ....

... Die Journalistin wirft der Plattform zwar nicht vor, die persönlichen Daten veröffentlicht, aber darauf aufmerksam gemacht zu haben. ....


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     A D P, 26.07.2016 15:20

Re: Wer lesen kann ...

Trotzdem bleibt die Überschrift missverständlich. Sie suggeriert, dass Wikileaks Personendaten veröffentlicht hat. Dass dieser Eindruck erst abgeschwächt wird, wenn man den Artikel aufmerksam liest, ist unfein.

Bei mir hinterlässt das eine gehörige Schramme im Bild, das ich von heise-Online habe.


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     Echorausch, 26.07.2016 20:38

Re: Schlechter Journalismus :-(

Ja, aber nette Clickbait-Überschrift....

[https://de.wikipedia.org/wiki/Clickbaiting ("Mit Clickbaiting bzw. Klickköder wird medienkritisch ein Prozess bezeichnet, Inhalte im World Wide Web mit einem Clickbait (deutsch etwa „Klickköder“) anzupreisen. ...")]



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     blabla0815, 26.07.2016 22:30

Ich habe ihn nicht ermordet. Ich habe nur eine Kugel in seinen Kopf geschossen.

Martin Holland schrieb am 26.07.2016 20:34:

    Im Artikel steht nicht, dass Wikileaks das veröffentlicht hat. Sie haben es publik gemacht.

was für rund 99,3% der Leser synonym ist.


...


Quelle: http://www.heise.de/forum/heise-Security/News-Kommentare/AKPLeak-von-Wikileaks-20-Millionen-aktuelle-tuerkische-Personendaten-im-Netz/Schlechter-Journalismus/posting-28962567/show/ (http://www.heise.de/forum/heise-Security/News-Kommentare/AKPLeak-von-Wikileaks-20-Millionen-aktuelle-tuerkische-Personendaten-im-Netz/Schlechter-Journalismus/posting-28962567/show/)

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[...] Die meisten dieser E-Mails sind offensichtlich banal und haben unter journalistischen Gesichtspunkten keine Relevanz. Nachrichten von hochrangigen AKP-Mitgliedern oder gar Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan selbst sind nicht zu finden. Dafür wurden laut Zeynep Tufekci, "New York Times"-Kolumnistin und Forscherin in Harvard, private Informationen zu zahlreichen türkischen Staatsbürgern publiziert.

Offenbar befinden sich unter den von Wikileaks bereitgestellten Dokumenten Daten zu fast allen türkischen Wählerinnen. Es dürfte sich um verlinkte Wählerregister von 79 der 81 türkischen Provinzen handeln. Angehängt sind Wohnadressen und Telefonnummern. Bei Personen, die sich in der AKP engagieren, ist sogar die Ausweisnummer enthalten. Allein das Dokument zu Istanbul enthalte Informationen zu über einer Million Türkinnen. Andere Datensätze enthalten heikle Informationen zu AKP-Mitgliedern beider Geschlechter. Die Datenbank für Frauen dürfte wohl für Wahlkampfzwecke zusammengetragen worden sein, vermutet Tufekci gegenüber Heise.

"Zusammenfassend: In der Türkei gibt es einen blutigen Putsch, bei dem Bürger (auch Frauen) sterben. Währenddessen stellt eine Gruppe Links zu Daten über Millionen Frauen und Mitglieder jener Partei online, gegen die der Coup gerichtet war", schreibt Tufekci. Sie fürchtet, dass diese Daten etwa für Racheaktionen von politischen Gegnern oder für Identitätsdiebstahl verwendet werden können. Tufekci kritisiert, dass zahlreiche westliche Medien nicht über diese Datenschutzverletzungen berichtet hatten, sondern sich auf die Zensur der AKP konzentriert hatten. Wired entfernte nach Tufekcis Artikel etwa die Links auf Wikileaks.

... Wikileaks selbst hat Tufekci heftig kritisiert und klargestellt, die Daten selbst nicht veröffentlicht zu haben – sondern nur E-Mails, in denen darauf verlinkt wird. Allerdings wurden die Register in der Mehrzahl erst durch Wikileaks offengelegt. Mittlerweile sind die Datensätze nicht mehr erreichbar. Wiederholt Kritik Die Whistleblower-Plattform war wiederholt für ihren laschen Umgang mit dem Datenschutz in die Kritik geraten. Die 2010 veröffentlichten Dokumente über die Kriegshandlungen der USA im Irak und in Afghanistan brachten etwa zahllose Menschenrechtsverletzungen ans Licht. Gleichzeitig hieß es schon damals, dass Wikileaks unverantwortlich handle, weil Namen von Übersetzern und lokalen Informanten des US-Militärs nicht geschwärzt wurden. NSA-Whistleblower Edward Snowden schickte seine Datensätze dann auch nicht an Wikileaks, sondern reichte sie an Journalisten weiter, damit diese die Informationen aufbereiten und selektieren. Auch bei den Panama-Papers, die Offshore-Konten offenlegten, wandte sich der Whistleblower an Journalisten statt an Wikileaks. (fsc, 26.7.2016)

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Aus: "Wikileaks verlinkte Daten von Millionen Türkinnen" (26. Juli 2016)
Quelle: http://derstandard.at/2000041810795/Wikileaks-stellte-Daten-von-Millionen-Tuerkinnen-ins-Netz (http://derstandard.at/2000041810795/Wikileaks-stellte-Daten-von-Millionen-Tuerkinnen-ins-Netz)

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    Warentester, 26.07.2016

Also habe ich das jetzt richtig verstanden (nachdem ich auch den Heise-Artikel gelesen habe): Die von Wikileaks veröffentlichten Mails enthalten Links zu Datenbanken mit Wählerdaten. Diese Datenbanken sind aber nicht gesichert, und deswegen konnte sie jeder einsehen? Verzeihung, aber da sehe ich das Versäumnis bei den Datenbankbetreibern. Ich kann doch nicht ganz einfach möglicherweise sensible Daten einfach so ins Netz hängen.


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    ImagineSthWitty, 26.07.2016

"Turkish authorities 'probing huge ID data leak'" (6 April 2016)
A database posted online this week is reported to have included people's names, ID numbers and addresses. Turkish Justice Minister Bekir Bozdag was quoted by local media as saying the number of people was comparable to those on the electoral register. The Interior Minister said there was "no need to worry"...
http://www.bbc.com/news/technology-35978216

das ist seit april möglich, als eine viel größere datenbank türkischer staatsbürger geleaked wurde. interessant, dass das kaum jemand hier im forum weiß.



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    laendletigerin, 26.07.2016

exakt, aber frau tufekci scheint das offensichtliche nicht sehen zu wollen


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    Hans Hansen, 27.07.2016

Angesichts der Kommentare scheint mir der Artikel nach hinten losgegangen zu sein. Bzw. nicht ganz richtig zu sein?!



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    Pracesi, 27.07.2016

Ich nehme an wenn Wikileaks an diese Daten kommt, kommt die NSA und genauso Erdogan/ die AKP an diese heran. Tufecki schießt hier wohl eine gefährliche Nebelgranate.


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Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on July 27, 2016, 12:28:58 PM
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[...] Derweil tritt das Clinton-Lager in der E-Mail-Affäre die Flucht nach vorne an. Dahinter stecke Russland, so Clintons Wahlkampfmanager Robby Mook am Sonntag in einem CNN-Interview. Moskau habe die E-Mails gestohlen und nun über Wikileaks in der Absicht veröffentlicht, Donald Trump zu helfen, sagte Mook unter Berufung auf „Experten“. „Das ist ein weiterer Beleg, dass die russische Regierung versucht, den Ausgang der Wahl zu beeinflussen“, ließ das Clinton-Camp verlauten.

Die New York Times griff die in Umlauf gebrachte Verschwörungstheorie am Wochenende in einer Art und Weise auf, als handele es sich dabei um einen nachgewiesenen Fakt. Die Frage sei nur noch, ob der Diebstahl „direkt von Herrn Putin befehligt wurde, oder nur von einigen Apparatschiks durchgeführt wurde, um ihm damit zu gefallen“. Laut der US-Zeitung seien zwei verschiedene russische Behörden in den Datenhack involviert gewesen. Sie hätten sich gleichzeitig und ohne voneinander zu wissen Zutritt zum Computernetzwerk der Demokraten verschafft.

Angesichts seiner eher isolationistischen außenpolitischen Linie hatten US-Medien in den vergangenen Monaten wiederholt Donald Trump als Gehilfen des russischen Präsidenten Waldimir Putin dargestellt. In den Augen vieler Unterstützer Hillary Clintons, die einen scharfen antirussischen Kurs verfolgt, ist ohnehin jeder, der wie Trump erklärt, mit Russland „auskommen“ zu wollen, verdächtig, ein Agent Moskaus zu sein.

Zu den Vorwürfen, Russland habe die E-Mails veröffentlicht, um Trump zu helfen, erklärte dessen Kampagnensprecher Jason Miller, das Clinton-Camp versuche „verzweifelt“ von der eigentlichen Affäre abzulenken. „Sie sollten ihre Zeit besser damit verbringen, sich bei Bernie Sanders für die unfaire Behandlung durch das DNC zu entschuldigen.“


Aus: "Neue E-Mail-Affäre belastet US-Demokraten" (REDAKTION, 25. Juli 2016)
Quelle: http://www.hintergrund.de/201607254065/politik/welt/neue-email-affaere-belastet-us-demokraten.html (http://www.hintergrund.de/201607254065/politik/welt/neue-email-affaere-belastet-us-demokraten.html)

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[...] Medien können die Frage nach dem "Cui bono" stellen, sollten aber unabhängig davon berichten. Russische Hacker sollen der Plattform Wikileaks interne E-Mails der US-Demokraten zugespielt haben, um der designierten Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton zu schaden. Das kann stimmen: Russland, das die Vorwürfe "absurd" nannte, verfügt über kompetente Cyberstreitkräfte und spielt die Klaviatur der Desinformation perfekt. Zu beweisen ist die Täterschaft nicht. Prinzipiell stellt sich aber die Frage, ob der Ursprung von sogenannten Leaks bei der Beurteilung deren Inhalts eine Rolle spielen sollte. Es mag schon Fälle geben, in denen Whistleblower aus ethischen Gründen geheime Informationen weitergegeben haben. Oft steht hinter dem Geheimnisverrat aber auch eine eigennützige Agenda der Quelle. Wikileaks selbst ist das egal: Die Plattform will ihre Informanten gar nicht kennen, die Daten können anonym hochgeladen werden. Demgegenüber steht etwa NSA-Whistleblower Edward Snowden, der seinen Datenschatz persönlich an ausgewählte Journalisten weitergab – und trotzdem der russischen Spionage verdächtigt wird. Medien können die Frage nach dem "Cui bono" stellen, sollten aber unabhängig davon berichten. Die E-Mails der Demokraten sind nicht gefälscht; dass Fehler begangen wurden, zeigt der Rücktritt der Parteichefin Debbie Wasserman Schultz, unter deren Vorsitz Clintons Rivale Sanders benachteiligt worden war. Statt mit dem Finger auf Russland zu zeigen, sollte sich Clinton darum kümmern.

Quote
    El Cafetero, 27.07.2016

Hier irrt Herr Schmid. Die Quelle einer Information ist immer bedeutsam und Wikileaks ist einseitig und unseriös und hat nachweislich das Leben vieler Menschen gefährdet (etwa das westlicher - und somit auch unserer eigener - Informanten in problematischen Ländern)...

Quote
    freedom-driver, 27.07.2016

Nein, er irrt sich nicht. Denn das ist die geschäftsbasis des investigativen Journalismus ;-)

Die Frage nach dem "Schaden", den man durch Preisgabe geheimer Infos vielleicht anrichten könnte, stellt sich in dem Zusammenhang nicht. Denn erstens wer weiß ob nicht der kurzfristige Schaden doch längerfristig ein Segen darstellen könnte.

Zweitens Ihr Vertrauen in die Politik zu Ehren, trotzdem darf man nicht vergessen, dass ein Großteil der elend in der Welt das Produkt eben dieser Politik ist. ...


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Humanist aus Ottakring, 27.07.2016

Die Frage, ob man nicht durch Enthüllen von Infos die Drecksarbeit anderer erledigt, ob man also nicht instrumentalisiert wird, ist gerade für investigative Journalisten eine zentrale. Allein schon, um abschätzen zu können, ob man denn auch alle relevanten Infos hat.
Einfaches Beispiel: Mit unvollständigen Infos könnte die Schlagzeile zum Mord von Kreuzlingen lauten: "Mann fährt Syrer absichtlich nieder". Eine ganz andere Geschichte als eine, die sich aus halbwegs vollständigen Infos ergibt: "Mann tötet Ex-Freundin, verletzt weitere Menschen, Zeuge fährt ihn nieder, um in zu stoppen." Und letzteres ist die Geschichte, die man erzählen will.


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    Dante75, 27.07.2016

Herr Schmid sollte mehr Arbeit in Recherche stecken!
https://www.dailykos.com/story/2016/7/26/1552616/-Russian-Hackers-Altered-Emails-Before-Release-to-Wikileaks

Wikileaks ist nicht mehr zu trauen! Man müsste wsl auch alle bisherigen Leaks nochmal checken.


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    Takis, 27.07.2016

Blödsinn, dieser Schluss ist aus dem Artikel nicht zu ziehen.


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    Consider Again, 27.07.2016

100% Zustimmung, Herr Schmid.
Eine kleine Ergänzung sei trotzdem erlaubt: auch die transatlantischen Cyberstreitkräfte "spielen die Klaviatur der Desinformation perfekt".

Das ist kein Alleinstellungsmerkmal. Über deren Draht zu den Presseagenturen, deren Meldungen ja von den meisten Zeitungen 1:1 übernommen werden und über die Einbindung fast aller Chefredakteure in transatlantische Lobbyorganisationen kommen wir täglich in den Genuss dieser "Erunngenschaft" unserer westlichen Werte.


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    dick maverick, 27.07.2016

Sind die Mails echt oder nicht, belegen sie Manipulationen oder nicht - allein darauf kommt es an

Alles andere ist Ablenkung von dieser Fragen, weil sie den Betroffenen natürlich höchst unangenehm sind.


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    Takis, 27.07.2016

Die Nebelgranaten fliegen zu Hunderten...


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    Divairson00, 27.07.2016

Wikileaks macht keine Politik.

Hacker machen Politik.
Wikileaks veröffentlich nur.


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    Und das soll alles gewesen sein ... ?,  27.07.2016

Veröffentlichungszeitpunkt - keine politische Absicht ?????


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    Frodo Der Hobbit, 27.07.2016
 
Es würde überhaupt nicht den geringsten sinn ergeben, ausser zum zeitpunkt, wo es am meisten weh tut!
und das ist gut so.


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    Georg.Schütt, 27.07.2016

Ja, aber dann ist es keine journalistische Leistung mehr, sondern eine politische Tat. Und nicht anders lautet ja der Vorwurf: Assange ist eben kein Journalist, sondern ein Politiker mit einer antiamerikanischen Agenda. Nichts anderes.


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"Wikileaks: Absender ändert Inhalt nicht" Ein Kommentar von Fabian Schmid (26. Juli 2016)
Quelle: http://derstandard.at/2000041857786/Wikileaks-Absender-aendert-Inhalt-nicht

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"Persönliche Daten Wikileaks bringt Frauen in Gefahr" Felix Simon (28.07.2016)
Wikileaks enthüllt ohne Rücksicht auf Verluste. Wer in den veröffentlichten E-Mails der AKP und amerikanischen Demokraten sucht, findet jede Menge Daten. Das ist besonders für Frauen gefährlich. ...
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/wikileaks-bringt-frauen-in-gefahr-14360001.html

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Daten sind allein für Bürger*innen nützlich
Alexander C. Braun  (Amabimus) - 28.07.2016 15:51
Hier wird eindeutig wieder versucht Wikileaks klein zu kriegen. Ich bin froh, dass die Daten veröffentlicht wurden. Die Geheimdienste aller Welt hatte sowieso schon zugriff zu diesen Daten. Und eine erhöhte Gefahr existiert auch nicht. Deutsche Zeitungen hatten kein Problem die Familie und der Täter einen Linienflugzeugs mit Bild und Namen zu nennen - also auch Unschuldige litten darunter. Aber wenn man herausfindet, wer alles Dreck am Stecken ist von den hohen Tieren, dann ist es ein Problem? [Gekürzt. Bitte diskutieren Sie nah am Thema des Artikels. Danke. Anm. d. Mod.]

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Gegenmeinung

Felix Simon  (FelixSimon) - 28.07.2016 18:43
Auch Wikileaks ist vor legitimer Kritik nicht erhaben. Ob Geheimdienste Zugang hatten, ist in diesem Kontext unerheblich. Die Verbreitung solcher Daten ist vor allem in Hinblick auf Datenschutzrechte und im Kontext organisierter Kriminalität von Belang.



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Frauen sind generell Opfer
Alexander C. Braun  (Amabimus) - 28.07.2016 15:45

So jedenfalls sämtliche Medien. Dass auch Kontaktdaten von Männern veröffentlicht wurde ist ja scheinbar unwichtig. Offensichtlich gibt es hier noch Menschen, die das sexistische Bild der schwachen Frau aufrechterhalten muss. Nur schade, dass solche Menschen die Frauen menschlich entwürdigen mit ihrem Paternalismus auch Diejenigen sind, die behaupten, für Frauenrechte zu kämpfen.


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Wikileaks rücksichtslos und menschenverachtend
Ralf Wackermann  (RWacker...) - 28.07.2016 15:20

Ganz egal, ob jemand nun Repressalien ausgesetzt wird, ganz egal, ob Persönlichkeitsrechte verletzt werden - Hauptsache, man bekommt Aufmerksamkeit und kann seine Macht beweisen. +++ Wikileaks gehört sofort unter demokratische Aufsicht der Bevölkerung. Inquisition und Pranger sollten seit dem Mittelalter vorbei sein.


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Meinen Sie denn, dass da irgendetwas veröffentlicht wird, was die Geheimdienste nicht ohnehin
Esther Pullicino  (Epull) - 28.07.2016 14:03

schon längst gewußt haben? Warum ist eine transparenzschaffende Plattform in den Augen von FAZ Schuld ? Ich glaube, ich ahne die Antwort.


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Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on July 27, 2016, 01:16:35 PM
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[...] Unvergessen sind die Wikileaks-Enthüllungen, vor allem der NSA-Skandal, der von dem Whistleblower Edward Snowden losgetreten wurde. Rusbridger hatte maßgeblichen Anteil an der ganzen Organisation der Enthüllungen. Der damalige britische Premier David Cameron übte massiven Druck auf ihn aus und drohte mit juristischen Schritten. Der „Guardian“ schade der nationalen Sicherheit, hieß es zur Begründung. ...


Aus: "Alan Rusbridger - Legendärer Chefredakteur des "Guardian" und oberster Geldvernichter" (27.07.2016)
Quelle: http://www.tagesspiegel.de/politik/alan-rusbridger-legendaerer-chefredakteur-des-guardian-und-oberster-geldvernichter/13932078.html (http://www.tagesspiegel.de/politik/alan-rusbridger-legendaerer-chefredakteur-des-guardian-und-oberster-geldvernichter/13932078.html)

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"Umgang mit Datenleaks: Edward Snowden tadelt WikiLeaks" Angela Gruber (29.07.2016)
Nach den Veröffentlichungen über die US-Demokraten und die türkische Regierungspartei AKP steht WikiLeaks in der Kritik. Jetzt tadelt auch Edward Snowden die Enthüllungsplattform. ... https://twitter.com/Snowden/status/758759203037151232
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/edward-snowden-kritisiert-wikileaks-auf-twitter-a-1105382.html

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"Wikileaks' tiefer Fall: Antisemitismus, Terrorclips, Doxxing" Fabian Schmid (31. Juli 2016)
http://derstandard.at/2000041970271/Der-tiefe-Fall-von-Wikileaks-Antisemitismus-Terrorclips-Doxxing

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    Rapha31, 31.07.2016

Der Artikel strotzt nur so vor Fehlern. Viel zu viele jedenfalls um sie alle in 750 Zeichen aufzuzählen. Der Offensichtlichste: Wikileaks hätte eine Vielzahl an Dokumenten zu Kriegsverbrechen veröffentlicht ohne die "Namen von Dolmetschern und anderen lokalen Helfern" zu schwärzen, und diese damit einer großen Gefahr ausgesetzt. Fakt ist vielmehr, dass der Guardian Journalist David Leigh in seinem Buch das Passwort zum unzensurierten Dokumentenarchiv veröffentlicht hat. Abgesehen davon ist es doch erstaunlich, dass eine möglicherweise theoretische Gefährdung erwähnenswerter ist als hunderte reale Kriegsverbrechen (keines davon wird in dem Artikel erwähnt).


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    Das Glasperlenspiel, 31.07.2016

Mit diesem Versuch, Wikileaks zu diskredidieren, erreicht ihr bei mir das Gegenteil des Beabsichtigten.

Zum Beispiel: Durch die fragwürdige Anschuldigung, der russische Geheimdienst stehe hinter der Enthüllung, lenkt ihr die Diskussion so weit vom Thema weg, dass das undemokratische Vorgehen von Clinton und ihrer Partei bei den Vorwahlen nicht mehr Gegenstand der Diskussion ist. Das ist höchst unseriös!
Bei aller möglichen berechtigten Kritik an Assange, zeigt mir Wickileaks trotzdem Eines: dass die Medien ihrer Aufgabe nicht mehr gerecht werden, weil sie zu sehr mit der Macht verbandelt sind.

Ich bin inzwischen soweit, dass ich mich von den Mainstreammedien nicht mehr informiert fühle und deshalb nicht mehr bereit bin, dafür auch noch zu zahlen. Solche und andere tendenziöse Artikel vertiefen meinen medialen Vertrauensverlust weiter.


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    Der Waehlerwille, 31.07.2016

Problem bei vielen Postern hier, Heiligenverehrung.

Kritik an Assange darf nicht sein, Aufbrechen der gewohnten Feindbildklischees darf nicht sein. Der immanente Antisemitismus wird nicht mal diskutiert sonder einfach "hingenommen".


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    schuldschwund, 31.07.2016

Der Artikel ist falsch, wenn zitiert wird, dass Assange bei einer gerichtlichen Verfolgung maximal 2 Jahre bekommen hätte. Richtig ist, dass Assange vielfach verlangt hat, dass Schweden keine Auslieferung an die USA durchführt, wenn er sich stellt. Das war die Hauptsorge von A. Dies wurde aber von den schwedischen Behörden verweigert. Andere Argumente gegen Assange und Wikileaks mögen stimmen, aber die obige Aussage ist schon gravierend und zeigt, dass dieser Artikel weit von neutraler Berichterstattung entfernt ist.


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    donaukanalratte, 31.07.2016

Die Agenda hinter dem Artikel geht klar hervor. Gut gemacht.


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Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on August 03, 2016, 08:47:23 AM
"E-Mail-Affäre: Weitere US-Demokraten treten zurück" (3. August 2016)
Die Partei von Hillary Clinton kommt nach der Veröffentlichung interner E-Mails nicht zur Ruhe. Nach der Parteichefin legen drei weitere Demokraten ihre Ämter nieder. ...
http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-08/email-affaire-us-demokraten-treten-zurueck

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Teilzeitsarkast #7

In einer E-Mail, in der Marshalls Name als Absender auftaucht, wird Sanders religiöse Überzeugung gegen ihn ins Spiel gebracht.

Warum können wir das nicht etwas konkreter haben? Sanders ist jüdisch.
Mit anderen Worten: Team Hillary schreckte in den Vorwahlen auch nicht vor Antisemitismus zurück.



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BerndPaysan #7.1

Das war nur die halbe Miete. Der Typ schrieb, dass er seinen "Southern Baptists" weder die jüdische Herkunft noch den atheistischen Unglauben von Sanders erklären kann, und ließ gar noch offen, was jetzt schlimmer ist.

Das heißt, bei den jüdischen Wurzeln von Sanders geht es nicht um den Glauben, sondern um Rassismus, und erst beim Atheismus geht es um Glauben... wenn du nicht gottesfürchtiger Weißer bist, geht eben nichts.


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Suryo #7.4

Der Knackpunkt war wohl eher Sanders Atheismus. Der ist nun mal in Amerika ein ziemlich großer Makel.


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"US-Präsidentschaftswahlen: Entscheidung zwischen "Pest oder Cholera"" Sabine Bock (1. Aug 2016)
Der Chefredakteur und Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, Julian Assange, hat die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in den USA mit der Wahl zwischen "Pest und Cholera" verglichen. ...
http://hpd.de/artikel/entscheidung-zwischen-pest-oder-cholera-13377


"Geleakte E-Mails der Demokraten sorgen weiter für Debatten in den USA" Harald Neuber (02.08.2016)
 In der US-Tageszeitung The New York Post forderte der IT-Experte Bruce Schneier indes einen Notfallplan, um das US-amerikanische Wahlsystem vor externen Angriffen sicher zu machen. Der Dozent an der Kennedy School of Government der Harvard-Universität schrieb mit Blick auf die geleakten E-Mails von einem "Dokumenten-Diebstahl", der es notwenig mache, "in Politik, Wirtschaft und im Cyberspace gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin vorzugehen". Zugleich verwies Schneier allerdings darauf, dass die Vorwürfe nicht bewiesen sind: "Die (Bundespolizei) FBI ermittelt in dieser Sache noch." ...
http://www.heise.de/tp/news/Geleakte-E-Mails-der-Demokraten-sorgen-weiter-fuer-Debatten-in-den-USA-3285387.html

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     Eymontop, 02.08.2016 21:27

Alte Taktik: Ablenken vom Inhalt mit Feindbildern

weil die Russen für viele Amerikaner - dank intensiver Medienpropaganda - sowieso immer "die Bösen" und deswegen sowieso schuld sind bzw einfach sein müssen.

Sowas Ähnliches hat man ja auch mit Ed Snowden gemacht. Er wurde so hoch als "Landesverräter Nr1" gehängt, das man hoffte, damit zu verdecken, wie unfassbar eigentlich der Inhalt seiner Enthüllungen war - millionenfacher Rechtsbruch der US- Regierung im Inn- und Ausland.

Man versucht über die "Verpackung" (böser Russen-Hacker) vom Inhalt abzulenken. Dumme und durchsichtige Propaganda, [...]. So dumm, das es schon heute die Meisten durchschaut haben.

...

http://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Geleakte-E-Mails-der-Demokraten-sorgen-weiter-fuer-Debatten-in-den-USA/Alte-Taktik-Ablenken-vom-Inhalt-mit-Feindbildern/posting-28995445/show/

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on August 09, 2016, 11:10:39 AM
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[...]  Wikileaks hat in den zehn Jahren seines Bestehens bewiesen, dass es gegen die Geheimniskrämerei aller autoritären Regime und gegen jede undurchsichtige Institution mit gleicher Rücksichtslosigkeit vorgeht – egal ob sich diese in China, Russland, Kenia, der Schweiz, der Türkei, in Venezuela, Saudi-Arabien oder in den USA befinden. Wer hinter dem E-Mail-Leak, der nun Hillary Clintons Partei kompromittiere, eine russische Geheimdienstaktion vermute, lautete die Argumentation von Wikileaks, müsse auch die Panama Papers, die sich gegen Putin richteten, als mutmaßliche US-amerikanische Geheimdienstoperation bezeichnen.

So stehen sich zwei rechthaberische Positionen gegenüber und verstehen einander immer weniger. Das Diskussionsklima hat sich in den vergangenen Wochen derart verschlechtert, dass Julian Assange der Soziologin Zeynep Tufekci wütend entgegnete, sie sei nur eine „Erdoğan-Apologetin“. Und Edward Snowden beschimpfte er als „Opportunisten“, der sich bei Hillary Clinton einschleimen wolle. Im Gegenzug unterstellten liberale Zeitungen Julian Assange, Wahlkampf für Donald Trump zu machen, um sich an der ehemaligen Außenministerin Clinton zu rächen. Assange habe aus dem vielversprechenden Medienprojekt Wikileaks eine politische AK-47 gemacht.

Dieses feindselige gegenseitige Unterstellen von bösen Absichten, das sich auch innerhalb des linken und linksliberalen Lagers breitmacht, erinnert ein wenig an die Flügelkämpfe in der Ersten Internationale, als sich Karl Marx und Michail Bakunin, die ursprünglich Verbündete waren, bis aufs Blut bekämpften und ihre Gegner darüber aus den Augen verloren.

Grundlage des damaligen Konflikts war, dass der Anarchist Bakunin die staatlichen Institutionen radikal bekämpfen wollte, während der Sozialist Marx den Staat lieber in den Dienst der guten Sache stellte. Das ist heute ganz ähnlich.

Während der bekennende Anarchist Julian Assange in jeder Geheimhaltungsabsicht eine politische Verschwörung zugunsten der Mächtigen wittert, will Edward Snowden die Geheimhaltung keinesfalls abschaffen, sondern auf das Nötige reduzieren. Während Snowden vor seiner Enthüllungsaktion Staatsdiener war, kämpfte Julian Assange seit frühester Jugend gegen staatliche Bevormundung. Während Snowden ein politischer Kopf ist, der Verbündete für sein Anliegen sucht und dabei Toleranz übt, ist Assange ein Feuerkopf, der alle Verbündeten der Reihe nach abstößt, weil er von ihnen rücksichtslose Radikalität und Gefolgschaft einfordert. Während Snowden durch Ausdauer und langen Atem beeindruckt, begeistert Assange durch seine kurzatmige „Philosophie der Tat“. Assange ist der Typ, der auch dann weiterkämpft, wenn er auf verlorenem Posten steht. Das macht seine Gefährlichkeit für die Mächtigen aus. Doch sein Anarchismus läuft auch Gefahr, unvermittelt nach rechts zu kippen und aus Enttäuschung intransparent und tyrannisch zu werden, während der Reformer Snowden riskiert, durch allzu viel Vorsicht und Vernunft am Ende gar nichts zu erreichen.

Der Streit um Wikileaks ist insofern ein getreues Abbild der Linken. Es geht hier wie dort um die Frage, wie weit man gehen darf, was Verantwortung bedeutet und welchen Konflikten man – bei Strafe des eigenen Untergangs – nicht ausweichen kann. Es zeigen sich, und zwar gleichzeitig, die unüberwindbar erscheinenden Gegensätze und das innere aufeinander Angewiesensein. Leider geht die historische Erfahrung, dass man in solchen Situationen keine falschen Fronten aufmachen sollte, dabei häufig verloren.


Aus: "Falsche Fronten: Wikileaks Die Enthüllungsplattform gerät immer stärker unter Druck – jetzt auch von links"
Wolfgang Michal (Ausgabe 3116 | 07.08.2016)
Quelle: https://www.freitag.de/autoren/wolfgang-michal/falsche-fronten (https://www.freitag.de/autoren/wolfgang-michal/falsche-fronten)

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Ursus 07.08.2016 | 08:13

Ein ausgezeichneter Artikel, der in seiner klaren Sprache schwierige Zusammenhänge und Verstrickungen widerstrebender Akteure und Institutionen sachlich, ausgewogen neutral, unaufgeregt und dennoch extrem informativ in einen hoch aktuellen Kontext stellt.

Vielen Dank dafür.


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denkzone8 07.08.2016 | 10:17

die aus den hinter-zimmern politik zimmern, mögen keine politik aus anderen hinter-halten.


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iDog 07.08.2016 | 18:00

"Der seit mehr als vier Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London festsitzende Chef von Wikileaks hat die Sympathien der Medien offenbar gänzlich verloren."

Das ist nicht nur kein Wunder, sondern zwingend, denn diese Medien gehören Leuten, denen bei ein bisschen mehr Wikileaks definitiv die Felle wegschwimmen.
Die Medien hatten also nie Sympathiene für Wikileaks , sondern sind immer taktische Opfer von Wikileaks gewesen und haben notgedrungen gute Miene zu bösem Spiel gemacht. ...


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Lethe 07.08.2016 | 18:52

Assange musste seit je immer wieder Vorwürfe einstecken, deren Gehalt fraglichen Absichten geschuldet ist. Speziell diese neueren Anschuldigungen wimmeln aber von derart systematischer Verwechslung von Ursache, Wirkung und Enthauptung des Überbringers der schlechten Nachrichten, dass Debilität als Erklärung nicht reicht. Es ist bezeichnend für den Zustand unserer Medien, dass diese Vorwürfe nicht mit flächendeckendem schallendem Gelächter quittiert werden, mehr sind sie nicht wert. Und hinsichtlich Snowden kann man nur hoffen, dass er bald wieder zu sich selbst findet.


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Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on August 11, 2016, 02:14:40 PM
"Ecuador: Julian Assange kann in Botschaft verhört werden" Detlef Borchers (11.08.2016)
Die ecuadorianische Regierung hat sich nach langen Verhandlungen bereit erklärt, Schweden Rechtshilfe zu gewähren und der schwedischen Staatsanwaltschaft Zutritt zur Botschaft in London zu gewähren. Dort soll der Wikileaks-Gründer Julian Assange zum Vorwurf der Vergewaltigung in einem minderschweren Fall befragt werden. Ein Datum für dieses formell wichtige Verhör steht noch nicht fest. Es soll nach telefonischer Auskunft der schwedischen Staatsanwaltschaft festgelegt werden, sobald Generalstaatsanwältin Marianne Ny aus dem Urlaub zurückgekehrt ist. Nach dem Verhör hat Ny zwei Wochen Zeit für die Entscheidung, ob Anklage gegen Assange erhoben wird.
Die Regierung von Ecuador gewährt Assange nach wie vor Asyl, weil Assange vor politischer Verfolgung geschützt werden müsse, teilt sie weiter mit. Zudem beschwert sich Ecuador, dass im Rahmen der gegenseitigen Rechtshilfe die Entscheidung der UN-Arbeitsgruppe für willkürliche Inhaftierungen über Assanges Situation nicht ausreichend berücksichtigt werde. Diese hatte befunden, dass Assange in etwa unrechtmäßig inhaftiert sei.
Assange selbst hat nach einer vor zwei Tagen veröffentlichten Stellungnahme seine schwedischen Anwälte beauftragt, den schwedischen Staat zu verklagen, den UN-Bericht zur Kenntnis zu nehmen, ihn freizulassen und Schadenersatz für den Freiheitsentzug zu leisten, beginnend mit dem Gefängnisaufenthalt im britischen Gefängnis von Wandsworth am 7. Dezember 2010. Dort war Assange nach den Maßgaben eines von Schweden erwirkten europäischen Haftbefehls festgehalten worden, ehe er auf Kaution freigelassen wurde und Meldeauflagen befolgen musste. Diesen Auflagen entzog sich Assange durch seinen Aufenthalt in der ecuadorianischen Botschaft, nachdem seine Klage gegen den Haftbefehl auch in dritter Instanz scheiterte. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Ecuador-Julian-Assange-kann-in-Botschaft-verhoert-werden-3292198.html

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     sou, 11.08.2016 13:56

Danke an Ecuador!

Wirklich gut, daß es für politisch Verfolgte immer noch Staaten gibt, die Asyl gewähren.

Unsere Marionettenregierung hat das im Fall Snowden ja nicht geschafft.

Genaugenommen ist Ecuador sogar dafür zu danken, daß es in BEIDEN Fällen (Asssange UND Snowden) für die Freiheit dieser politisch Verfolgten gesorgt hat. Denn die Reisedokumente aus Hong Kong hatte Ecuador (durch Taktieren von Assange) ausgestellt!

Danke nochmal!

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (11.08.2016 13:58).


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     _smiley_ , 11.08.2016 11:06

in etwa unrechtmäßig inhaftiert

    Zudem beschwert sich Ecuador, dass im Rahmen der gegenseitigen Rechtshilfe die Entscheidung der UN-Arbeitsgruppe für willkürliche Inhaftierungen über die Assanges Situation nicht ausreichend berücksichtigt werde. Diese hatte befunden, dass Assange in etwa unrechtmäßig inhaftiert sei.

Was ist "in etwa unrechtmäßig"?

Sowas wie "ein Bißchen schwanger" oder "ungefähr tot"?

Es kann rechtmäßig oder unrechtmäßig sein.
Meinetwegen noch vermutlich oder höchstwahrscheinlich unrechtmäßig.
Aber "in etwa"???!?! WTF?!

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     O/4,11.08.2016 11:23

   
Re: in etwa unrechtmäßig inhaftiert

_smiley_ schrieb am 11.08.2016 11:06:

    Was ist "in etwa unrechtmäßig"?

... Da hast Du natürlich ungefähr Recht.

Eventuelle Grüße,

O/4




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     Detlef Borchers, 11.08.2016 11:47

Re: in etwa unrechtmäßig inhaftiert

"arbitrary detention", in etwa mit unrechtmäßig zu übersetzen.... --Detlef

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     teutolith, 11.08.2016 12:04

Re: in etwa unrechtmäßig inhaftiert

"Arbitrary detention" würde ich als "willkürliche Festnahme" verstehen.


Quote
     Rolf Keller, 11.08.2016 13:13

Re: in etwa unrechtmäßig inhaftiert

Mit "willkürlich" hast du Recht, das ist nicht dasselbe wie "unrechtmäßig".

Aber mit "detention" ist hier nicht nur die Festnahme gemeint, sondern vor allem der spätere Freiheitsentzug.

Rolf Keller


Quote
     teutolith, 11.08.2016 13:41

Re: in etwa unrechtmäßig inhaftiert

OK :)



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     Wolfpack, 11.08.2016 13:35

Re: Wie geht das Verfahren weiter?

K3 schrieb am 11.08.2016 12:42:

    keeper_of_traaken schrieb am 11.08.2016 12:03:

        Bei Schweden noch von Recht zu sprechen ist gewagt.

    Assange hat während des Verkehrs das vorher vereinbarte
    Kondom entfernt, den Verkehr trotz des erklärten Widerspruchs
    der Partnerin vollzogen und seinen Willen durch körperliche
    Gewalt durchgesetzt.


Da du ja anscheinend dabei warst um das so sicher sagen zu können:
Hast du dich bei der schwedischen Staatsanwaltschaft als Zeuge gemeldet?


...
Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on August 23, 2016, 08:51:11 PM

"Privatsphäre: WikiLeaks bringt Unschuldige in Gefahr" Patrick Beuth (23. August 2016)
In ihren besten Zeit hat die Enthüllungsplattform Wikileaks die Mächtigen genervt und bloßgestellt. Mittlerweile summieren sich allerdings die Kollateralschäden – WikiLeaks nervt jetzt auch Unschuldige und bringt manche von ihnen in Gefahr. Von einigen besonders krassen Beispielen berichtet die Nachrichtenagentur Associated Press (AP).
Allein in den vergangenen zwölf Monaten habe WikiLeaks zahlreiche medizinische Unterlagen von normalen Bürgern sowie private, finanzielle und andere Informationen Hunderter anderer veröffentlicht, heißt es in dem Bericht. In zwei Fällen habe WikiLeaks ungeschwärzte Dokumente veröffentlicht, aus denen die Namen jugendlicher Vergewaltigungsopfer hervorgehen.
Die AP hält die Namen der Betroffenen unter Verschluss, um sie zu schützen, hat nach eigenen Angaben aber mit 23 Betroffenen vor allem aus Saudi-Arabien gesprochen. Manche hätten nichts davon gewusst, dass die Informationen über sie von WikiLeaks veröffentlicht wurden. Manchen sei es egal gewesen. Und manche seien entsetzt gewesen, weil die Dokumente persönliche Informationen enthalten, die nicht einmal nächste Verwandte kennen und kennen sollten.
Die Daten der Unschuldigen sollen im geleakten E-Mail-Archiv des Democratic National Comittee (DNC), in den angeblichen AKP-Mails aus der Türkei sowie in den Saudi Cables zu finden seien. Tatsächlich ist es leicht, zum Beispiel psychiatrische Untersuchungsberichte in den Saudi Cables zu identifizieren. ZEIT ONLINE kann auch bestätigen, dass sie die Namen der Patienten sowie Diagnosen und Behandlungsempfehlungen enthalten.
Mindestens 500 der arabischen Dokumente enthalten dem AP-Bericht zufolge Informationen aus Reisepässen, Arbeitsverträgen und Universitätsunterlagen. Hinzu kämen Dutzende von Nachrichten, die private Angelegenheiten enthalten – wie Hochzeitsbescheinigungen, in denen steht, ob die Braut noch Jungfrau ist, oder auch Schuldscheine sowie die Namen von Menschen, deren Partner an HIV erkrankt sind. Solche Informationen könnten etwa Stalkern und Erpressern nutzen.
In den USA berichteten zwei Menschen, dass sie aufgrund von persönlichen Daten, die in den DNC-Leaks veröffentlicht wurden, von Identitätsdieben ins Visier genommen worden seien. In den DNC-Unterlagen finden sich nach Angaben der AP unter anderem Sozialversicherungs- und Kreditkartennummern. ...

http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2016-08/privatsphaere-wikileaks-julian-assange-gefaehrdung-unschuldige

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Tychus F1ndlay #4

Typisch. Da haben Behörden einfach nur schlampigen Datenschutz betrieben...und wer ist schuld...derjenige der es aufdeckt. ...



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Freigeist04 #4.1

Wikileaks hat nie gesucht, es wurde immer herangetragen.
Und da mittlerweile nicht mehr die Verbrechen geahndet werden sondern diejenigen, die diese Verbrechen aufdecken, massiv verfolgt werden, wird eben logischerweise weniger als bislang publik gemacht.
Bsp. USA...
Dort wird der vermeintliche Verrat bestraft, nicht etwa der Mord an Unschuldigen!

Oder erinnert sich irgend jemand daran, ob die gesamte NSA-Schweinerei irgendwelche strafrechtlichen Konsequenzen hatte?
Nein, hat sie bis heute nicht, obwohl auch deutsche Dienste rechtswidrig darin verwickelt waren und sind.



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Nara1992 #4.4

was man dort im Original lesen kann ist erschreckend. Informationen über Arztbesuche von Menschen, Informationen über Krankheiten von Personen, Informationen wie Adressen, Bankdaten, etc. Das SCHADET mehr als es NÜTZT. Vielen Personen. Was man alleine nur über die Adresse einer Person herausfinden kann ist atemberaubend. Vor Allem sind dies daten, die eine komplette Existenzen zerstören können.

"Dass gegen Wikileaks (wie auch andere Whistleblower) nach allen Möglichkeiten Stimmung gemacht wird (ein Vertrauter Clintons forderte im US-TV zur Ermordung Assanges auf - Ihr Geistes Bruder?) und wirklich alles genutzt wird den "Laden" irgendwie auszuheben war ja nun jedem der nicht pathologisch völlig naiv ist seit Jahren klar."

Das heißt, nur weil bestimmte Leute dagegen Stimmung machen wollen ist es auf Einmal etwas Positives?



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Moon Man #6

Wikileaks ist von immensem Wert. Dass dies jetzt angezweifelt wird passt seltsamerweise zur Veröffentlichung neuer Emails von Clinton (wird kaum darüber berichtet). ...



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Bläßhuhn #7

"Da haben Behörden einfach nur schlampigen Datenschutz betrieben...und wer ist schuld...derjenige der es aufdeckt."

Wenn es dazu führt, dass im Ursprungsland Leute vom Staat oder ihren Familien um das Leben gebracht werden, dann ja, genau das.
Edward Snowden und die Leute vom Guardian haben hingegen gefiltert und nur relevante Infos an die breite Öffentlichkeit gebracht.



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globalservices #10

WikiLeaks bringt Unschuldige in Gefahr - na ja da wir zum Thema Whistleblowing ja derzeit auf allen Fronten eine Verschärfung erleben und Medien wie die Zeit sich ja nicht mehr mit investigativen Journalismus beschäftigen - bzw. überhaupt dazu übergegangen sind nur noch Meldungen zu verbreiten welche Regierungs-; NATO; und was sonst noch - konform sind. Ist als Leser bei solchen Meldungen eine gesunde kritische Distanz angebracht, somit würde ich eher sagen, WikiLeaks ist in erster Linie eine wichtige Informationsquelle und soll/muss unbedingt entsprechend weiter bestehen - da es derzeit keine Alternative dazu gibt!




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Claude C. #12

Ich behaupte, daß WikiLeaks aktuell v.a. Hillary Clinton in Gefahr bringt und daß der besorgte AP-Artikel nicht zufällig jetzt herauskommt, um WikiLeaks zu diskreditieren. Was nicht ausschließt, daß ein Teil der Kritik berechtigt ist.



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Sabih #16

Merkwürdig, bei der Vorratsdatenspeicherung scheint es kaum jemanden zu stören, dass ein ganzes Land voller Unschuldiger verdächtigt wird. ...



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ursobranco #17

Sind schon aberwitzige Masstäbe die an WL angelegt werden. Unsere Regierung hilft mit Unschuldige zu bombardieren (gegen das Völkerrecht) und zu exekutieren. Darüber regt sich so gut wie keiner auf. Irre. [Aber nur um das mal klarzustellen: auch ich finde das nicht gut, dass durch Leaks Unschuldige in Gefahr kommen.]



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vretippt #20

Das ist in der Tat extrem ärgerlich für Betroffene. Wie im ersten Abschnitt so schön steht, ist dies Kollateralschaden. Viele Staaten, Großunternehmen und andere Mächtige Einrichtungen/Organisationen würden das in dieser Dimension nicht mal als Erwähnenswert einstufen.
Wikileaks mag nicht das Gelbe vom Ei sein. Aber nachdem die letzten Jahre auschließlich Gesetze zur besseren Kontrolle des Volkes verabschiedet werden, sorgen die wenigstens ein bisschen dafür, dass sich die Mächtigen beobachtet fühlen. Ich glaube das war auch mal der Sinn einer Demokratie.



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Communicatedactor #22

"WikiLeaks bringt Unschuldige in Gefahr"

Wenn die Medien WikiLeaks für gefährlich erklären, ist der letzte Zug abgefahren.
WikiLeaks wäre nicht nötig, wenn Journalisten ihrer Aufgabe nachgehen würden!

Nicht WikiLeaks ist das Problem, sondern die, deren Machenschaften dadurch aufgedeckt werden.
Eine Verdrehung dieser Tatsache ist gefährlich, gefährlich für Freiheit und Demokratie!

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ursobranco #22.1

Genau das ist es. Ich verstehe es auch nicht, warum so "erfahrene Journalisten" nicht dazu in der Lage sind einen ausgewogenen Artikel über dieses, in der Tat, ernste Problem zu schreiben ohne das ursprüngliche Problem und deren Verursacher aus den Augen zu verlieren? Unbewusste, Abgrenzung, Vereinfachung für den Leser? Mainstream-Medien sind dazu offensichtlich einfach nicht in der Lage, leider.



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Coolie #22.2  

Ganz einfach, sie haben es verlernt. Auch den Journalisten droht Arbeitsplatzverlust, wenn die Artikel veröffentlichen, die gegen die politische Meinung und Ausrichtung von Chefredakteur und/oder Herausgeber gerichtet sind. Deswegen scheint ja die Berichterstattung "auf Linie" zu sein.








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Pootis Spencer here #25

Eigentlich sollte das Thema ja der INHALT der Leaks sein.
Und nicht die Überbringer oder gemutmaßten Überbringer.

Und die "Malware" in Textdateien.. ähm ja. Was für Blödsinn.
Ich warte auf den nächsten Blödsinn in der nach oben offenen Diffamierungsskala.



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Ermakone #28

Was für ein tendenziöser Artikel der zudem auch noch diverse Unwahrheiten enthält.

Wikileaks hat schon immer ungeschwärzte Informationen releast. Das ist der Sinn hinter der Plattform. Authentische, unbearbeitete Dokumente zu veröffentlichen.

Die Mär von der Malware wurde bereits mehrfach widerlegt:
So wie die Archive auf der Webseite angelegt sind, ist es technisch nicht möglich sich mit Malware zu infizieren, selbst wenn man Dokumente herunterlädt.

Aber hauptsache bei der Stimmungsmache mitmischen.




Ridiculous story by AP' today re-run from 2015: http://www.foxnews.com/world/2015/06/25/booze-runs-pork-smuggling-and-fixation-on-shiites-more-revelations-from-saudi.html … Saudi gov already has the data, obviously: https://wikileaks.org/saudi-cables/buying-silence/
https://twitter.com/wikileaks/status/768041458624528385


Michael Best
‏@NatSecGeek
.@WikiLeaks didn't upload the #AKP files with the private info on Turkish women - I did (and they've been removed)
https://twitter.com/NatSecGeek/status/758059030527021056

The Who and How of the AKP Hack, Dump and WikiLeaks Release
By Michael BestJuly 26, 2016
Yesterday it was discovered and reported that some of the data in the AKP Turkey hack included “private, sensitive information of what appears to be every female voter in 79 out of 81 provinces in Turkey, including their home addresses and other private information, sometimes including their cellphone numbers.” WikiLeaks was strongly criticized for posting links to the expanded database that included this information. However, at least some of the blame should be leveled at me – I was the one who uploaded the files that WikiLeaks linked to. ...
https://glomardisclosure.com/2016/07/26/the-who-and-how-of-the-akp-hack-dump-and-wikileaks-release/


"EXCLUSIVE Jill Stein op-ed: In praise of WikiLeaks" By Dr. Jill Stein, contributor (August 23, 2016, 10:10 am)
WikiLeaks’ stunning revelations of how top Democratic National Committee officials conspired to sabotage Bernie Sanders’ presidential campaign, in collusion with the media, shattered the illusion of a fair electoral process and confirmed what millions Americans already knew in their gut: we live under a rigged political system. ...
http://thehill.com/blogs/pundits-blog/technology/292305-exclusive-jill-stein-op-ed-in-praise-of-wikileaks

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on September 12, 2016, 12:21:38 PM
"Protest gegen die Haftbedingungen - Chelsea Manning tritt in Hungerstreik" (12. 9. 2016)
Die „Wikileaks“-Informantin ist im US-Militärgefängnis Fort Leavenworth inhaftiert. Sie will vorerst nur Wasser und Medikamente zu sich nehmen. ... Sie werde streiken, bis sie „ein Mininum an Würde, Respekt und Menschlichkeit“ erfahre und die „konstante, bewusste und übereifrige Überprüfung durch das Gefängnis- und Militärpersonal“ ende, hieß es weiter in der Mitteilung. ...
https://taz.de/Protest-gegen-die-Haftbedingungen/!5338562/

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Stattdessen gefallen sie sich in der Rolle der Verharmloser, Argwöhner und Desinteressierten

// – Stefan Krempl (04.10.2016): “ … „Das Instrument radikaler Transparenz“ habe die Glaubwürdigkeit von Wikileaks unterminiert, schreibt etwa die Berliner Zeitung. Zu erleben seien „die letzten Zuckungen“ einer sich „im Todeskampf befindlichen Organisation“. …“ | http://www.heise.de/newsticker/meldung/10-Jahre-Wikileaks-Enthuellungen-zu-US-Wahlkampf-Google-und-Massenueberwachung-angekuendigt-3340360.html

Stefan Betschon (4.10.2016) ‚10 Jahre Wikileaks und Hass im Internet – Die Dekade der Dekadenz‚ … “ … jetzt gilt es, einen Schlussstrich ziehen. … Vor zehn Jahren wurde Wikileaks gegründet. Am 4. Oktober 2006 wurde die Internet-Adresse wikileaks.org registriert. Bald sorgten diese Organisation und ihr Oberguru Julian Assange mit der Publikation von geheimen Dokumenten weltweit für Schlagzeilen. Assange sah sich als Enthüllungsjournalist; er brüstete sich damit, dass er mehr Geheimpapiere veröffentlicht habe als alle Zeitungen der Welt zusammen. Doch es zeigte sich bald, dass Wikileaks den selbstgesetzten hohen moralischen Ansprüchen nicht gerecht zu werden vermochte. Mit ihren Publikationen brachte die Organisation immer wieder Unschuldige in Gefahr, ohne aber ernsthafte Missstände aufdecken zu können. Assange sympathisiert neuerdings mit amerikanischen Bloggern am rechten Rand des politischen Spektrums und scheint Wikileaks für einen Privatkrieg gegen Hillary Clinton zu missbrauchen. Der russische Geheimdienst benutze Wikileaks für Desinformationskampagnen, berichteten kürzlich deutsche Zeitungen. «Der Glaube an eine bessere Weltordnung» habe Wikileaks entstehen lassen, schrieb 2011 Daniel Domscheidt-Berg, in den Anfangsjahren neben Assange eine der zentralen Figuren der Enthüllungsplattform. …“ | http://www.nzz.ch/meinung/kolumnen/internet-im-wandel-die-dekade-der-dekadenz-ld.120132

Martin Weber Bürger (04.10.2016) “ … Ein höchst peinlicher Artikel. Aber „unseriös“ sind dann die anderen …“

Bürger (04.10.2016) “ … Ich staune immer wieder über dem Ausmass der politischen Naivität solcher Artikel. Oder ist es gezielte Manipulation? … Wikileaks im gleichen Artikel zu erwähnen wie die „Kultur des Hasses“ … Feindbilder … werden im grossen Stil [ ] gezüchtet, eben auch durch solche destruktive Artikel. Ich sehne mich nach einem Journalismus der mehr informiert, mehr recherchiert, gewichtet und wahrheitsgetreu wiedergibt und weniger nachplappert was die PR-Büros der Mächtigen uns eintrichtern möchten. ..“


Jascha Jaworski (6. Februar 2016): “ … Nachdem die UN-Arbeitsgruppe über willkürliche Inhaftierung Julian Assanges Fall nun über ein Jahr lang untersuchte und dabei natürlich auch die schwedischen und britischen Behörden einbezogen hat, passt das Ergebnis den Verantwortlichen (nicht nur) in diesen beiden Ländern offenbar gar nicht. Der britische Außenminister Philip Hammond verwarf das Urteil der Arbeitsgruppe, die zu dem Schluss kam, dass Assange aufgrund der Handlungsweisen Großbritanniens und Schwedens sich in einem Zustand willkürlicher und somit unrechtmäßiger Haft befindet, kurzerhand als „lächerlich“ …“ | https://www.maskenfall.de/?p=10384

Jared J. Myers (7. Februar 2016): “ … Auf einem bestimmten Niveau der politischen Verstrickungen sind unsere Staaten keine Rechtsstaaten mehr, sondern Werkzeuge der Willkür und der Machtpolitik. Dies liegt im Falle NSA / GCHQ / BND ganz offen zu Tage, das erstreckt sich mit ziemlicher Sicherheit auf Vorkommnisse wie das Oktoberfest-Attentat und den „NSU“, das hat nachgewiesenermaßen auch für die „Stay Behind Forces“ gegolten … aber nein, der Fall Assange ist natürlich gaaaanz was anderes …“ | https://www.maskenfall.de/?p=10384#comment-32477

H.Ewerth (8. Februar 2016): “ … Whiselblower leben im Westen gefährlich, und wie auch im Fall Snowden, zeigen die sog. westlichen Wertegemeinschaften, was sie davon halten, selbst das Ziel zu sein. Es ist doch schon bezeichnend, anstatt den Herrschaften einen Orden, für die Enthüllungen zu verleihen, werden sie kriminalisiert und diskreditiert. …“ | https://www.maskenfall.de/?p=10384#comment-32480


Jost Müller-Neuhof (04.10.2016): “ … Transparenz schafft nicht automatisch mehr Demokratie. Wer für sich als privater Akteur Öffentlichkeit verlangt, sollte auch Verantwortung zeigen und Vertrauen rechtfertigen, etwa durch sein Bemühen um Erklärung und Objektivität, um Distanz, kurzum: Er sollte so etwas wie Legitimation erwerben. Das muss Leuten schwerfallen, die politischen Fortschritt darin zu erkennen glauben, ausgerechnet Tätigkeiten von Diplomatie oder Geheimdiensten ohne Rücksicht auf Kollateralschäden bloßzustellen – jenen staatlichen Handlungszonen also, in denen der Geheimschutz noch eine Begründung hat. Transparenz bedeutet weit mehr, als sich dem Interesse von Informanten zu ergeben. Sie ist eine politische Großaufgabe, zu deren Bewältigung ein Angebot wie Wikileaks beitragen kann. Nur: Mit Enthüllen ist es nicht getan. …“ | http://www.tagesspiegel.de/politik/julian-assange-und-sein-wikileaks-enthuellen-allein-schafft-noch-keine-transparenz/14642280.html

hammerling 05.10.2016, 08:55: “ … Das Problem ist doch nicht die mangelnde Transparenz von Wikileaks, sondern die der Regierungen weltweit. Irgendein Prozeß gegen die Mörder im Irak? Irgendeine Ermittlung wegen des Todes eines DNC-Mitarbeiters oder des Suit Servers im gleichen Fall? Irgendwelche Proteste aus den sogenannten verbündeten Ländern der Wertegemeinschaft gegen die Knebelung von Whistleblowern und ihre Verfolgung als Staatsfeinde durch die US-Regierung? Vielleicht liegt im Falle Assanges nicht mangelnde Transparenz, sondern Selbstschutz vor — verständlich angesichts der Frage der Superdemokratin Clinton, ob man das „weiche Ziel“ Assange nicht einfach erdrohnen könne. [The True Pundit says the U.S. government was tasked with neutralizing Assange. And Clinton was the point person. “Can’t we just drone this guy?” she pondered during one high-charged meeting, State Department sources reportedly told True Pundit. According to the website, others in the room laughed. Quelle: http://www.torontosun.com/2016/10/03/hillary-clinton-suggested-taking-out-wikileaks-founder-julian-assange-with-drone-report (October 04, 2016 09:55 AM EDT) [http://truepundit.com/hillary-clinton-on-her-proposed-drone-strike-on-julian-assange-i-dont-recall-video/]] | Kommentar zu http://www.tagesspiegel.de/politik/julian-assange-und-sein-wikileaks-enthuellen-allein-schafft-noch-keine-transparenz/14642280.html | [“ … Update: Inzwischen sagte Clinton auf die Vorwürde hin, sie könne sich nicht erinnern, das gesagt zu haben – und wenn sie es gesagt habe, dann sei es ein Scherz gewesen. …“ | http://www.heise.de/tp/artikel/49/49597/1.html (Aus: „Clinton über Julian Assange: „Können wir den Kerl nicht einfach ‚drohnen'“?“, Peter Mühlbauer (04.10.2016)] — // Volker Birk (04.10.2016 17:10) “ … Das ist doch eine schöne Ouvertüre von Wikileaks mit Clintons Mordkomplott – Herzlichen Glückwunsch zum 10. Jahrestag, Wikileaks! …“ | https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Clinton-ueber-Julian-Assange-Koennen-wir-den-Kerl-nicht-einfach-drohnen/Das-ist-doch-eine-schoene-Ouvertuere-von-Wikileaks-mit-Clintons-Mordkomplott/posting-29304063/show/

narrow 04.10.2016,22:08 Uhr: “ … Übertrag ich jetzt mal diese „Verantwortung“ auf das immer noch nicht aufgeklärte Oktoberfestattentat vor nunmehr 36 Jahren – oder auf die immer noch nicht aufgeklärten Verbrechen der NSU und deren Unterstützer – mit den jeweils ziemlich deutlich gewordenen fahrlässigen, wenn nicht vorsätzlichen „Schlampereien“ staatlicher Organe, und halt ich mir vor Ohren, was ich grad auf 3sat hören und sehen konnte – (frei zitiert:) „ausgewählte Journalisten erhalten gezielt exklusive Informationen“ – dann wundert es nicht, warum derart monströse Verbrechen nicht aufgeklärt werden können oder gar sollen: Der blinde Fleck – Das Oktoberfest-Attentat http://www.3sat.de/page/?source=/ard/film/189031/index.html dann frag ich mich schon, was aus diesem Versagen zu Lasten der Demokratie NICHT hätte werden können, hätte es solche Leute wie Assange damals schon gegeben, welche derartige Dokumente zur Verfügung hätten stellen können: wer sie dann abdruckt – das wäre dann eine Frage der „Verantwortung“, und wie jeder Einzelne damit umzugehen bereit ist. …“ | Kommentar zu http://www.tagesspiegel.de/politik/julian-assange-und-sein-wikileaks-enthuellen-allein-schafft-noch-keine-transparenz/14642280.html

johndoe19 04.10.2016,21:35 Uhr: “ … Wenn die Medien ihren Job machen würden und zwar ohne Ansehen von Personen, Parteien, Unternehmen etc., dann wäre eine solche Enthüllungsplattform eigentlich gar nicht notwendig oder aber Wikileaks wäre ein Dokumentenpool für alle möglichen Enthüllungen. Daraus könnten dann weltweit Journalisten Informationen schöpfen, recherchieren, erklären und Transparenz schaffen und am Ende die Lügner, Steuerbetrüger, korrupten Politiker und Unternehmer, Banker usw. damit konfrontieren oder einfach bloss stellen. Stattdessen gefallen sie sich in der Rolle der Verharmloser, Argwöhner und Desinteressierten. …“ | Kommentar zu http://www.tagesspiegel.de/politik/julian-assange-und-sein-wikileaks-enthuellen-allein-schafft-noch-keine-transparenz/14642280.html

deiwel 04.10.2016,20:45 Uhr: “ … Enthüllungen sind ein wichtiger Teil von Transparenz. Man sollte Enthüllungen keinesfalls den Medien überlassen. Da bekommt man leider zu oft subjektiv, selektiv, aufbereitete und gesteuerte Informationen. Man sollte Informationen in den Medien viel mehr hinterfragen, in anderen Medien vergleichen und auch ruhig mal in Statistik- Portalen stöbern. Das ist alles sehr erhellend und entlarvend. Wenn man ein und die selbe Story mal in verschiedenen Versionen gelesen hat und ein wenig nachforscht, hat das eine ernüchternde Wirkung in Bezug auf die Glaubwürdigkeit und Auslegung vieler Berichte. …“ | Kommentar zu http://www.tagesspiegel.de/politik/julian-assange-und-sein-wikileaks-enthuellen-allein-schafft-noch-keine-transparenz/14642280.html


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"Fehlt es an Verantwortung?" Paul Hildebrandt (04.10.2016)
Wikileaks ist als progressives Projekt angetreten, den Mächtigen auf die Füße zu treten. Transparenz, war das Versprechen, mache die Welt besser. Jetzt müssen sich die Aktivisten die Frage gefallen lassen, ob sie ihrer Verantwortung gerecht werden. Wieso wird der Demokraten-Leak mitten im Wahlkampf veröffentlicht? ...
https://www.freitag.de/autoren/paul-hildebrandt/fehlt-es-an-verantwortung

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Lethe 05.10.2016 | 13:06

Bringt Transparenz herzustellen Verantwortung mit sich? Zehn Jahre nach ihrer Gründung muss sich die Enthüllungsplattform Wikileaks dieser Frage stellen.

Nein, muss sie nicht. Im Kontext heutiger sublim-totalitärer Gesellschaftssysteme ist Transparent aus sich selbst heraus gerechtfertigt.

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"Under Intense Pressure to Silence Wikileaks, Secretary of State Hillary Clinton Proposed Drone Strike on Julian Assange" Posted on October 2, 2016
Hence, Clinton’s early morning November meeting of State’s top brass who floated various proposals to stop, slow or spin the Wikileaks contamination. That is when a frustrated Clinton, sources said, at some point blurted out a controversial query.
“Can’t we just drone this guy?” Clinton openly inquired, offering a simple remedy to silence Assange and smother Wikileaks via a planned military drone strike, according to State Department sources. The statement drew laughter from the room which quickly died off when the Secretary kept talking in a terse manner, sources said. Clinton said Assange, after all, was a relatively soft target, “walking around” freely and thumbing his nose without any fear of reprisals from the United States. ...
http://truepundit.com/under-intense-pressure-to-silence-wikileaks-secretary-of-state-hillary-clinton-proposed-drone-strike-on-julian-assange/

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Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on October 11, 2016, 10:07:05 AM
"Die Top 10 der Wikileaks-Enthüllungen" Sabine Bock (7.10.2016)
Am 4. Oktober 2016 feierte die Internetplattform WikiLeaks ihren 10. Geburtstag. In diesem Zeitraum veröffentlichte sie über 10 Millionen Dokumente über Korruption, Kriegs- und Umweltverbrechen und Menschenrechtsverletzung verschiedener Regierungen, Unternehmen und Institutionen. Die Pressekonferenz fand in der Berliner Volksbühne statt. Die Moderation übernahm die Journalistin Sarah Harrison. Es wurde das Jubiläumsvideo "10 Jahre WikiLeaks" gezeigt, welches die Zusammenfassung der Top 10 der größten Veröffentlichung von WikiLeaks darstellen. ... WikiLeaks brauche eine "Task Force", um die Wahrheit zu verteidigen, sagte der Begründer von WikiLeaks Julian Assange, der beim Geburtstag von Wikileaks per Live-Stream aus der ecuadorianischen Botschaft in London zugeschaltet war. Seit über vier Jahren gibt ihm die ecuadorianische Regierung politisches Asyl. Seitdem hat er das Botschaftshaus nicht mehr verlassen.
Seine Rechtsanwältin Melinda Taylor, die in der Volksbühne anwesend war, sprach über den Fall von Julian Assange und hielt den USA vor, eine Menschenjagd auf den Wikileaks-Gründer zu veranstalten. Die damalige Außenministerin Hillary Clinton hatte 2010 bei einem Treffen in ihrem Ministerium gefragt: "Warum können wir ihn nicht mit einer Drohne ausschalten?" ...
http://hpd.de/artikel/top-10-wikileaks-enthuellungen-13598

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"WikiLeaks: Julian Assange hat kein Internet mehr" (18. Oktober 2016)
Der WikiLeaks-Gründer soll in der ecuadorianischen Botschaft kein Zugang ins Netz mehr haben. Sein Team hatte E-Mails zu Hillary Clintons bezahlten Reden veröffentlicht. ... Julian Assange, der Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, hat nach Angaben seiner Organisation keinen Zugang mehr zum Internet. Der Netzzugang des Australiers in der Botschaft von Ecuador in London sei gekappt worden, schrieb WikiLeaks auf Twitter. Dies sei geschehen kurz nachdem die Plattform Hillary Clintons bezahlte Reden für Goldman Sachs veröffentlicht habe.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-10/wikileaks-julian-assange-internetzugang-gekappt

"Julian Assange ist nicht mehr online" Detlef Borchers (heise online, 18.10.2016)
Vom Wikileaks-Account auf Twitter, der allgemein Assange zugerechnet wird, wurden vor der Mitteilung des Internet-Entzuges "durch eine staatliche Macht" in der Nacht zu Montag drei SHA-Hashes abgesetzt. Unter dem Titel "Pre-Comitment" wurden die drei Hinweise John Kerry, Ecuador und "UK FCO" abgesetzt, letzteres das Kürzel für das britische Außenministerium. In dieser Reihenfolge könnte es bedeuten, dass der in Großbritannien weilende US-amerikanische Außenminister über das britische Außenministerium Druck auf Ecuador gemacht hat, Wikileaks' Veröffentlichungspraxis zu behindern. Nach einer anderen Lesart könnten Ermittlungen auf den Bahamas dazu geführt haben, dass Assanges Internet-Kommunikation gekappt oder gar seine Rechner einkassiert wurden. Über eine Dating-Plattform für Frauen soll Assange eine Frau kennengelernt und ermutigt haben, ihre acht Jahre alte Schwester an einem Sex-Chat zu beteiligen.
Für Julian Assange in der Londoner Botschaft ist das Internet die wichtigste Kommunikations- und Informationsquelle abseits der Besuche von Wikileaks-Getreuen und mancher Prominenz. Zuletzt empfing er am Wochenende die US-amerikanische Schauspielerin Pamela Anderson, die ihm eine vegane Mahlzeit mitbrachte. ...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Julian-Assange-ist-nicht-mehr-online-3352599.html

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"Absturz der Enthüllungsplattform Assange macht WikiLeaks zum Instrument für Trump" Eine Kolumne von Sascha Lobo (14.09.2016)
Die Enthüllungsplattform WikiLeaks war wichtig für unsere Demokratie. Jetzt ist ihr Gründer Julian Assange nur noch verbittert - und unterstützt sogar Donald Trump. ... Julian Assange möchte in persönlich aussichtsloser Lage ganz offenbar die Welt brennen sehen, er ist damit zur Ikone eines trumphaften Rechts-Anarchismus geworden, der die Egozentrik zum Leitbild erhoben hat: Ich und der Kampf für meine Werte sind das Wichtigste, was existiert. WikiLeaks war einst das Symbol, dass in digital vernetzten Zeiten das anonyme Leak unersetzbar ist, weil die daraus resultierende Öffentlichkeit einen Teil der demokratischen Kontrolle ausmacht. Das ist auch immer noch so.
Aber die Radikalität und die Egomanie von Assange hat nicht nur Edward Snowden zu einer Distanzierung von WikiLeaks gebracht - sie hat offenbart, dass WikiLeaks in Form der Person Julian Assange an sich selbst gescheitert ist.
Das konzeptionelle Erbe von WikiLeaks jedoch bleibt - nämlich die noch immer und immer dringender bestehende Notwendigkeit von Leaks zur Aufrechterhaltung der Kontrollfunktion der Mächtigen. Das unbestreitbare Verdienst der Leak-Plattform ist, dass heute fast jedes Medium anonyme Briefkästen hat. Ein Stück der DNA von WikiLeaks ist für immer in den medialen Körper der Öffentlichkeit eingedrungen. Der Rest von WikiLeaks kann inzwischen weg. ...
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/julian-assange-macht-wikileaks-zum-instrument-fuer-donald-trump-a-1112249.html

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Coppet 14.09.2016, 16:09
36. Ein etwas peinlicher Beitrag, lieber Herr Lobo. Gerne würde ich auf meine Kritik näher eingehen, weiss aber gar nicht, wo ich anfangen soll. Statt sich mit der Sache kritisch auseinanderzusetzen verunglimpfen sie jemanden, der sein normales Leben für Transparenz geopfert hat und seit Jahren nicht mehr aus dem Haus kann. Finde ich irgendwie widerlich.


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Leser161 14.09.2016, 14:21
1. Verbittert wer?

Herr Lobo, der Herr Assange ist nicht Ihr williger Helfer. Herr Assange ist sein eigenes Individuum. Ansonsten wo ist das Problem - er veröffentlicht halt. Jeder kann sich aus den Daten eine eigene Meinung bilden. Sollen die Trumpfeinde halt die Trumpmails hacken und die veröffentlichen. Wenn der Herr Trump der Satan ist, für den ihn manche halten werden sich Hinweise darauf darin finden.
Das ist das Schöne an Transparenz, es ist sehr schwierig sie zu missbrauchen. Transparenz ist nicht da um Ihr oder jemand anderes Weltbild zu unterstützen. Transparenz macht nur das die Lügen ans Licht kommen. Transparenz ist so blind wie Justizia eigentlich sein sollte.


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sir wilfried 14.09.2016, 14:29
3. Was kann Assange für Trump?

Meines Wissens enthüllt J. Assange, wie korrupt Frau Clinton ist. Sollte er das lieber verschweigen, weil es dummerweise Trump nutzt? ...


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Preben Herbst 14.09.2016, 14:32
5. Warum?

"nämlich die noch immer und immer dringender bestehende Notwendigkeit von Leaks zur Aufrechterhaltung der Kontrollfunktion der Mächtigen"

Warum lassen wir überhaupt zu, dass so viel Macht in der Hand von so Wenigen liegt?


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theanalyzer 14.09.2016, 15:03
17. Ein Abgesang auf Wiki Leaks

Warum denn ein Abgesang auf Wiki Leaks? Asdsange eingesperrt und von zweifelhaften? Vergewaltigungsvorwürfen bedroht, Snowden von Todesstrafe bedroht, eine Ex-Aussenministerin Clinton, die diverse zweifelhafte Kriege begann, Schelte auf Israel - das sind doch keine Gründe, um derart zu poltern! Verbittert werde ich, wenn ich sehe, was mit den Whistleblowern passiert, was in Guantanamo passiert, was unser Pressecodex als perfide Selbstzensur anrichtet.


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zynik 14.09.2016, 15:13
21.

Sorry Lobo, du hast mir in deiner Kolumne oft genug aus dem Herzen gesprochen, aber hier liegst du falsch: Den Beleg dafür, dass Assange Wahlkampf für Trump macht, konnte ich nirgendwo finden. Das ganze auf den Zeitpunkt der Veröffentlichungen der Mails der Demokraten zu reduzieren, ist doch ziemlich dünn.

Aber vor allem: Sollen Informationen nur dann veröffentlicht werden, wenn sie nicht dem Falschen nutzen? Dürften z.B. problematische Leaks zur deutschen Bundesregierung zurückgehalten werden, weil sie vielleicht der AfD in die Hände spielen könnten? Genau dort würde Wikileaks anfangen zu filtern und Politik zu machen. Genau dort fängt die Zensur an, die man doch eigentlich zu überwinden versucht. Wenn diese Informationen Trump nützen, muss eine Demokratie das aushalten.

Und noch etwas: Es sind nicht die Enthüllungen selbst, die einen in die Verzweiflung treiben, sondern das Ausbleiben von Konsequenzen.


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Minster 14.09.2016, 15:50
26.

Er erstaunt mich, dass Herr Lobo vergisst, das Medien & Reporter eigentlich den Job haben, Machenschaften aufzudecken und darüber zu berichten, egal ob grad Wahlen sind oder nicht. Das es dabei einer andere Partei begünstigen könnte, obwohl man deren Standpunkte nicht unterstützt, darf bei sowas keine Rolle spielen. Als Reporter usw. hat man sich neutral zu verhalten.
Das vergisst gerade Sp0n hier immer und immer wieder zu gerne und auch ihr Artikel Herr Lobo, trifft nur von Unverständnis einer Welt, die sich nicht Gutdünken unterwirft.


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mwroer 14.09.2016, 16:16
41. Autsch ...

eine der wenigen Kolumnen wo ich nicht einer Meinung mit Herrn Lob bin.

"Assange war immer eine problematische Figur, aber solange er als personales Symbol gegen die - oft katastrophale - Geheimniskrämerei von Staaten und Behörden fungierte, ließ sich das in Kauf nehmen."

Will meinen solange er eine ihnen genehme Politik gemacht hat war alles akzeptabel. Jetzt sind alle die negativen Dinge plötzlich verdammenswert?

Ich bin gespannt wann Sie, Herr Lob, den Überwachungswahn der NSA und der USA generell das erste Mal gutheißen. Wenn die AfD in's Visier gerät? Oder schon bei der Veröffentlichung von 'Schweinereien' eines Herrn Trump?

Wann ist es akzeptabel uns alle unter Generalverdacht zu stellen und unsere Privatsphäre zu verletzen Herr Lob? Wie hoch ist Ihr Preis?

Vor allem in diesem Bereich ist Frau Clinton dass Symbol für alles wogegen Whisteblower ankämpfen - einfach alles.

Herr Assange ist kein Held, kein Robin Hood der Datenwelt. Sowenig wie Che Guevara die Lichtgestalt war, sowenig wie Ghandi und Albert Schweitzer ohne Fehler waren. Ihre enttäuschte Erwartenshaltung Herr Lob hat Sie diesmal leider in die falsche Richtung geschoben.



http://www.spiegel.de/forum/netzwelt/absturz-der-enthuellungsplattform-assange-macht-wikileaks-zum-instrument-fuer-trump-thread-512814-1.html

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"Wahl in Amerika Reden bei Goldman Sachs bringen Clinton in Bedrängnis" (17.10.2016)
Wenige Wochen vor der Wahl bringen weitere Wikileaks-Enthüllungen neues Ungemach für Hillary Clinton. Vor allem drei hochbezahlte Reden vor Wall-Street-Bankern dürften sie weiter Glaubwürdigkeit kosten.
http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-amerika/wikileaks-enthuellungen-bringen-hillary-clinton-in-bedraengnis-14485097.html

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on October 18, 2016, 03:59:56 PM
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Tue Oct 18 2016

    Oh es gibt noch eine andere Erklärung dafür, wieso Ecuador Julian Assange den Internetzugang zugemacht hat. Heise erwähnt es am Rande:
    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Julian-Assange-ist-nicht-mehr-online-3352599.html

        Nach einer anderen Lesart könnten Ermittlungen auf den Bahamas dazu geführt haben, dass Assanges Internet-Kommunikation gekappt oder gar seine Rechner einkassiert wurden. Über eine Dating-Plattform für Frauen soll Assange eine Frau kennengelernt und ermutigt haben, ihre acht Jahre alte Schwester an einem Sex-Chat zu beteiligen.

    WTF, Julian! Genauere Details gibt es hier:
    http://www.dailykos.com/story/2016/10/17/1583749/-Julian-Assange-investigated-for-online-grooming-of-8-year-old-girl

        On September 28 this year a Canadian family holidaying in the Bahamas reported to the police that their 8-year-old daughter was “sexually molested online” by Assange on Toddandclare.com, including propositioning her “to perform oral and anal sex acts.” She was presumably accessing the site through her 22-year-old sister’s account. Whether these chats were recorded or not isn’t clear but the family claims they identified Assange.

    Nun, wie üblich bei solchen Anschuldigungen: Es gilt die Unschuldsvermutung. Wer den Amerikanern im Weg steht, gegen den gibt es eben sexuelle Vorwürfe, das benutzen die ja auch gegeneinander im Wahlkampf.

    Ich für meinen Teil finde ja ausgesprochen unterhaltsam, wie sich die Allianzen ändern mit der Zeit. Die Republikaner fanden Wikileaks anfangs toll, als es gegen andere korrupte Regimes ging, dann war Wikileaks der Antichrist, als sie US-Geheimnisse aufdeckten, und jetzt ist Wikileaks wieder der beste Freund, weil es gegen Hillary geht. Trump hat sich ja im Wahlkampf sogar zu einem "I love Wikileaks" hinreißen lassen. Mal sehen, wie lange das hält. Ich tippe: Biss Wikileaks ein paar E-Mails aus dem Trump-Camp leakt. :-)


https://blog.fefe.de/?ts=a6fb3bdb (Fefes Blog)

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Julian Assange ist nicht mehr online >>  Update

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... Nach einer anderen Lesart könnten Ermittlungen auf den Bahamas dazu geführt haben, dass Assanges Internet-Kommunikation gekappt oder gar seine Rechner einkassiert wurden. Über eine Dating-Plattform für Frauen soll Assange eine Frau kennengelernt und ermutigt haben, ihre acht Jahre alte Schwester an einem Sex-Chat zu beteiligen.

... [Update: 18. Oktober 2016 – 15:45 Uhr] In einer getwitterten Stellungnahme hat Wikileaks seine eigene Kausalkette vorgetragen. Danach sollen "mehrere Quellen" den Hinweis gegeben haben, dass US-Außenminister John Kerry die Regierung von Ecuador gebeten habe, Julian Assange an der Veröffentlichung von "Clinton-Dokumenten" zu hindern, solange die Friedensverhandlungen mit der kolumbianischen FARC-Guerilla laufen.


Aus: "Julian Assange ist nicht mehr online" Detlef Borchers (18.10.2016)
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Julian-Assange-ist-nicht-mehr-online-3352599.html

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     ForkFinal, 18.10.2016 15:52

Re: das ist Social Engineering

vom Feinsten und die meisten fallen darauf herein.

Dazu gibt es psychologische Untersuchungen: vor einem Vortrag erklärt man den Menschen, dass es sich bei den Punkten A und B um Lügen handelt. Im Vortrag selbst trägt man Punkt A und B mit überzeugenden Argumenten vor. In der anschliessenden Befragung halten dann über 50% die Punkte A und B für wahr, obwohl sie auf den Umstand hingewiesen worden sind, dass es sich um Lügen handelt.

Es reicht also allein die überzeugende Behauptung, um Menschen zu manipulieren. Je öfter eine Behauptung erfolgt, desto nachhaltiger sind die Leute davon überzeugt. Das erklärt übrigens auch warum 70% der US-Amerikaner immer noch glauben, dass der Irak mit für 9/11 verantwortlich ist. Trotz des später folgenden Geständnisses der Regierung, dass es dafür keine Beweise gibt.

A hatte einvernehmlichen Sex mit Frauen mit und am nächsten Tag ohne Kondom => A wird als jemand dargestellt, der Frauen vergewaltigen würde => nun Behauptung, dass A sich auch an Kindern vergehen würde => A sozial geächtet und isoliert. So funktioniert Social Engineering.

Wer den Film Snowden noch nicht gesehen hat...


https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Julian-Assange-ist-nicht-mehr-online/das-ist-Social-Engineering/posting-29368377/show/


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     dickbrettbohrer, 19.10.2016 03:59

Der Fake ist doch schon aufgeflogen

Ich habe keine persönliche Meinung zu Julian Assange. Aber ich habe eine persönliche Meinung zu allen, die ihn mit Dreck bewerfen oder es gut finden, dass er mit Dreck beworfen wird.

Erst mal soviel: die Seite, auf die sich hier einige berufen, hat den Artikel zurückgezogen.
http://www.dailykos.com/story/2016/10/17/1583749/-Julian-Assange-investigated-for-online-grooming-of-8-year-old-girl

Wer wissen will warum, kann ja mal hier nachlesen:
https://www.buzzfeed.com/josephbernstein/the-bizarre-story-of-how-a-tiny-online-dating-site-accused-j

Und für Schreihälse die kein Englisch können, hier in Kurzform:
Eine Firma namens T&C Network solutions hat einen wohl unwahren Bericht über polizeiliche Ermittlungen der Polizei der Bahamas gegen Assange in ein Netzwerk der UN (UNGC) hochgeladen. Die UN hat sie daraufhin aus diesem Netzwerk ausgeschlossen, weil sie sich nicht an die Integritätsvorgaben der UNGC gehalten hat und dazu Namen und Logo der UN mißbraucht hat. Das Dokument wurde von der UN gelöscht.
Die Polizei der Bahamas teilte auf Nachfrage von BuzzFeed mit, sie ermittle nicht gegen Assange.

Fazit: bewirf jemanden mit Dreck. Es wird schon etwas kleben bleiben. Ekelhaft!


https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Julian-Assange-ist-nicht-mehr-online/Der-Fake-ist-doch-schon-aufgeflogen/posting-29370515/show/

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Der lästige Bürger #10

"Julian Assange wurde offenbar das Internet abgeschaltet"

Sowas kannte man bisher nur aus China oder Nord-Korea. An Zensur hat man sich ja schon fast gewöhnt, aber das ist wohl die nächste Stufe auf dem Weg zur Meinungsdiktatur. ...

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Carelinus #10.1

Sie haben übersehen, dass es weder die us-amerikansiche, noch die britische Regierung war, die den Internetzugang gesperrt hat, sondern Assanges Gastgeber Ecuador. Diese Tatsache passt wohl nicht so ganz in Ihre Verschwörungstheorie, darum haben Sie sie auch kurzerhand weggelassen.



http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-10/wikileaks-julian-assange-internetzugang-gekappt?cid=9527476#cid-9527476


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Pontiac #13

Warum Assange keinen Internetzugang mehr hat, wissen weder die
Klardenkenden noch die Verschwörungstheoretiker. ...


http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-10/wikileaks-julian-assange-internetzugang-gekappt?cid=9527939#cid-9527939


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TDU #20

"Bei der Ankündigung von neuen Veröffentlichungen über Hillary Clinton hatte Assange Anfang Oktober bestritten, dass er die Demokratin im Wahlkampf schwächen wolle. "Es heißt immer, ich wolle Clinton schaden. Das ist falsch", sagte Assange. Die Veröffentlichungen seien "von signifikanter Bedeutung für die Wahlen", sagte der Aktivist auf die Frage, ob die neuen Informationen die demokratische Präsidentschaftskandidatin "zerstören" werden. "

Natrürlich. Was er als wichtig erachtet, ist wichtig. Hätte Deutschland die Inhalte von Steinbrücks Reden gekannt, hätte die SPD die Wahl sicher gewonnen. (Ironie)
Würde man ihm deswegen den Intgernetzugang abgeschaltet haben, wäre das ein Akt nach der Diktatorenart.
Im Spiegel hat er übrigens mitgeteilt, er habe auch jede Menge Seiten über Russland veröffentlicht. Darüber hat man nun gar nichts gehört in der deutschen Presse.

Dafür dass man ihn je nach Land instrumentalisiert, am liebsten gegen die USA, kann er nichts.


http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-10/wikileaks-julian-assange-internetzugang-gekappt?cid=9528658#cid-9528658


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Trutschwan #23

Wieso ließt man denn wieder nichts inhaltliches über die Leaks?
Achtja richtig, das passt nicht in unser schwarz - weiß Bild.
Während der potentielle Vergewaltiger mit Hilfe des bösen Russen versucht, Clinton zu verunglimpflichen, werden zum Glück gerade von vollkommen unabhängiger Quelle Trumps Fehltritte aufgedeckt -wie selbstlos! Dieser Wahlkampf ist so ein Armutszeugnis. Die Berichterstattung aber mindestens genauso.


http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-10/wikileaks-julian-assange-internetzugang-gekappt?cid=9529231#cid-9529231


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krassmann #25

Es macht mich so wütend und es ist so ernüchternd zu erleben wo die Freiheit der Meinung in Westen zu Ende ist. Danke Julian Assange. Hier ein weiteres Beispiel. Am 14.10. war unter den Dumps ein ziemlicher Hammer und heute hat kein Mainstream Medium darüber berichtet. Nur Telepolis, RT, amerikanische Indy Medien und Obama-Hasser. Es geht um den Beweis, dass die Obama Administration eine Marionette der Wall Street ist.
http://www.heise.de/tp/artikel/49/49711/1.html

...


http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-10/wikileaks-julian-assange-internetzugang-gekappt?cid=9529888#cid-9529888

...
Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on October 18, 2016, 05:24:24 PM
"Want to Know Julian Assange’s Endgame? He Told You a Decade Ago" Andy Greenberg (Time of Publication: 8:34 am, 14.10.2016)
In “Conspiracy as Governance,” which Assange posted to his blog in December 2006, the leader of then-new WikiLeaks describes what he considered to be the most effective way to attack a conspiracy—including, as he puts it, that particular form of conspiracy known as a political party. ...
https://www.wired.com/2016/10/want-know-julian-assanges-endgame-told-decade-ago/

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"The Bizarre Story Of How A Tiny Online Dating Site Accused Julian Assange Of Pedophilia" Joseph Bernstein BuzzFeed News Reporter
Originally posted on Oct. 18, 2016, at 9:27 p.m. Updated on Oct. 18, 2016, at 10:06 p.m.
And how the Daily Kos picked it up. ... Immediately following the publication of this story, Wikileaks tweeted a link to a variety of documents in an attempt to show “an elaborate plot to falsely claim that Julian Assange received US$1M from the Russian government and a second plot to frame him sexually molesting an eight year old girl.” ...
https://www.buzzfeed.com/josephbernstein/the-bizarre-story-of-how-a-tiny-online-dating-site-accused-j

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"WikiLeaks: Ecuador kappt Julian Assange das Internet" (19. Oktober 2016)
Ecuador wolle sich nicht in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einmischen, heißt es zur Begründung. WikiLeaks hatte Dokumente zu Hillary Clinton veröffentlicht. ... Ecuador hat bestätigt, dass es die Internetverbindung des WikiLeaks-Gründers Julian Assange vorsätzlich unterbrochen hat. Ecuadors Außenministerium teilte mit, es habe entschieden, die Internetverbindung Assanges in der Londoner Botschaft "vorübergehend einzuschränken".
"Die Regierung Ecuadors respektiert das Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten", teilte das Ministerium mit. "Sie mischt sich nicht in externe Wahlprozesse ein und bevorzugt auch keinen bestimmten Kandidaten." Die Enthüllungsplattform Wikileaks habe eine Vielzahl von Dokumenten veröffentlicht, die Einfluss auf den Wahlkampf in den USA hätten. Das sei eine Entscheidung dieser Organisation, aber gemäß der eigenen Richtlinien habe man "den Zugang zu seinen Kommunikationssystemen in der Botschaft im Vereinigten Königreich" vorübergehen eingeschränkt. ...
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-10/wikileaks-julian-assange-ecuador-internetzugang

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"Ecuador: Internet-Sperre für Assange wegen Clinton-Attacken"
Ecuadors Außenministerium hat die Sperrung des Internet-Zugangs für Wikileaks-Gründer Julian Assange mit den Veröffentlichungen über US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton begründet. ... "Die Regierung von Ecuador vertritt den Grundsatz der Nichteinmischung in die Angelegenheiten anderer Länder, mischt sich nicht in Wahlprozesse ein und unterstützt keine bestimmten Kandidaten", teilte das Ministerium am Dienstagabend (Ortszeit) mit.  ... Am Asyl für Assange halte man aber fest. "Ecuador, konsequent in seiner Tradition der Verteidigung von Menschenrechten, besonders bei Personen, die Opfer politischer Verfolgung sind, bekräftigt das Julian Assange gewährte Asyl und die Absicht, sein Leben und die körperliche Unversehrtheit zu schützen, bis er sich an einen sicheren Ort bewegen kann", heißt es in dem Kommuniqué. Die Regierung des linksorientierten Präsidenten Rafael Correa betont, dass man souverän handele und sich niemals von anderen Staaten beeinflussen lasse.
Wikileaks veröffentlicht seit Wochen E-Mails, die von Hackern beim Parteivorstand der US-Demokraten erbeutet wurden. Die Enthüllungen über Clinton werden vom republikanischen Kandidaten Donald Trump immer wieder für Attacken im Wahlkampf gegen sie genutzt, während er selbst – etwa in bezug auf seine Steuerbescheide – äußerst intransparent ist. Hinter dem Angriff werden Hacker mit Verbindungen zum russischen Geheimdienst vermutet. Assange wies die Vorwürfe zurück, mit Moskau gemeinsame Sache zu machen und Trump zu helfen. ...
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Ecuador-Internet-Sperre-fuer-Assange-wegen-Clinton-Attacken-3354079.html

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     wizard m, 19.10.2016 10:47

Richtig so der Selbstherrlichkeit von Assange muss auch mal Grenzen gesetzt werden. Nun wird es sogar seinen Beschützern zu bunt.


https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Ecuador-Internet-Sperre-fuer-Assange-wegen-Clinton-Attacken/Richtig-so/posting-29371339/show/

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     irgendwo auf arbeit, 19.10.2016 09:17

Seltsames Argument

Die Nichtveröffentlichung hätte genauso Einfluß auf den Wahlkampf. Nur eben einen anderen...


https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Ecuador-Internet-Sperre-fuer-Assange-wegen-Clinton-Attacken/Seltsames-Argument/posting-29370894/show/


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     Plagiator, 19.10.2016 10:32

Gestern hatte heise noch die Geschichte vom Kindesmissbrauch verbreitet

Da hieß es gestern bei heise:

    Nach einer anderen Lesart könnten Ermittlungen auf den Bahamas dazu geführt haben, dass Assanges Internet-Kommunikation gekappt oder gar seine Rechner einkassiert wurden. Über eine Dating-Plattform für Frauen soll Assange eine Frau kennengelernt und ermutigt haben, ihre acht Jahre alte Schwester an einem Sex-Chat zu beteiligen.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Julian-Assange-ist-nicht-mehr-online-3352599.html

Für die Aussage fehlte jegliche Quellenangabe. Sie wird nun auch nicht  korrigiert oder erhärtet. Eine derartige Berichterstattung nennt man Maulhurenjournalismus.


https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Ecuador-Internet-Sperre-fuer-Assange-wegen-Clinton-Attacken/Gestern-hatte-heise-noch-die-Geschichte-vom-Kindesmissbrauch-verbreitet/posting-29371254/show/


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     BrokenLinks, 19.10.2016 09:41

Es kann doch nur darum gehen, ob das Veröffentlichte der Wahrheit entspricht
wenn das dann Clinton schadet, dann hat sie offensichtlich etwas getan oder geduldet, das von den Wählern negativ bewertet wird. Das sollten die Wähler dann wissen.
Den Boten zu bestrafen, muss als Versuch der Wählertäuschung gesehen werden. Aber das ist ja heutzutage Standard: Einfach das Aussprechen von Unliebsamem verbieten - wenn es niemand mehr anspricht, dann gilt das Problem als gelöst.
Bedauerlicherweise finden selbst solche Repressalien immer noch Befürworter.


https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Ecuador-Internet-Sperre-fuer-Assange-wegen-Clinton-Attacken/Es-kann-doch-nur-darum-gehen-ob-das-Veroeffentlichte-der-Wahrheit-entspricht/posting-29370984/show/

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Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on October 19, 2016, 11:29:52 AM
"Wikileaks-Bücher: Psychogramm eines Paranoiden" Roland Mischke (15. Februar 2011)
... Daniel Domscheit-Bergs Abrechnung mit Julian Assange und ein "Spiegel"-Buch befassen sich mit der Enthüllungsplattform und ihrem exzentrischen Aushängeschild. ... Heute empfindet Domscheit-Berg mit dem Wikileaks-Gründer nur Mitleid, "er kommt ja von seinem Trip nicht mehr runter". Deshalb musste er sein Buch schreiben, sich abnabeln, "immer wieder mit Lektoren und Anwälten" sprechen, das war "wie eine kleine Therapie". Es ist zeitgleich in 19 Ländern erschienen. ... Als verwöhntes Kind einer australischen Hippie-Mama wird Assange in "Staatsfeind Wikileaks" von Marcel Rosenbach und Holger Stark vorgeführt. Als die Beziehung der Eltern sich mitsamt der Idylle auf einer Tropeninsel in Nichts auflöste, suchte Jung-Julian vor Schmerz das Weite in der digitalen Sphäre. Dieser Charakter der Flucht und des Getriebenseins beherrscht, so die Autoren, das Streben und Handeln des Wikileaks-Gründers mehr als alles andere. ... Was aber auch in dem Buch ersichtlich wird: Wikileaks ist der Kampf der jüngeren Generation um die Hoheit der Weltdeutung, ein gesellschaftlicher Befreiungsschlag, die Erfindung einer neuen Kultur. Auch die 68er wollten das schon, zu ihnen gehörte Assanges Mutter, ihr Kampf Ende der sechziger Jahre ist sein geistiges Erbe. Jede Generation muss wohl diese Auseinandersetzung auf diese oder jene Weise führen. ...
http://www.badische-zeitung.de/literatur-rezensionen/wikileaks-buecher-psychogramm-eines-paranoiden--41304881.html


Quote
... Sie informierten Journalisten des Freitag darüber, dass dieses Passwort veröffentlicht und für Kenner der Materie leicht zu finden sei. Ein Akt der Rache an Assange?

Daniel Domscheit-Berg: Das war keine Racheaktion, ganz im Gegenteil. Wir haben monatelang versucht, Julian davon zu überzeugen, die Öffentlichkeit über das Leck zu informieren - um die Menschen zu schützen, denen eine Enthüllung der Daten hätte gefährlich werden können. Das Problem war, dass eben dieses Datenpaket, ursprünglich als Sicherheitskopie gedacht und durch eine Verschlüsselung geschützt, plötzlich auf einem öffentlich zugänglichen Server im Netz auftauchte. Gleichzeitig veröffentlichte ein Journalist des Guardian in seinem Buch über WikiLeaks den dazugehörigen Schlüssel - Julian hatte in seinem Leichtsinn keine personalisierten Schlüssel angefertigt, wie es eigentlich der Fall hätte sein müssen, sondern gab sozusagen den Generalschlüssel weiter. Und somit schwirrten die für den Zugang zu den Daten benötigten Schlüssel frei in der Welt herum. Und es war ohnehin nur eine Frage der Zeit, bis kluge Köpfe den Zusammenhang von Schlüssel und Dokumenten herausgefunden hätten.

Das mag sein. Aber letztendlich haben Sie durch Ihr Interview mit dem Freitag eine Spur gelegt und dafür gesorgt, dass die entsprechenden Puzzleteile zusammengesetzt wurden.

Daniel Domscheit-Berg: Aber nicht ich habe die Puzzleteile zusammengesetzt. Es stimmt, ich habe dem Freitag ein Interview mit der Information gegeben, dass der Schlüssel im Internet veröffentlicht ist. Ich hatte lange versucht, Julian zur Vernunft zu bringen, wurde gleichzeitig in einer öffentlichen Debatte aber immer als Lügner dargestellt und der Sabotage beschuldigt, weil ich ein weiteres Datenpaket nicht über jenen Vermittler an WikiLeaks zurückgeben wollte, der für das Datenleck verantwortlich war. Ich wollte durch das Interview einfach einmal unabhängig klarstellen, dass ich mir meine Bedenken nicht ausdenke.

Das Motiv war also die Rettung der eigenen Reputation.

Daniel Domscheit-Berg: Irgendwann war das Maß einfach voll. Vielleicht ging es tatsächlich auch um Selbstschutz. Durchweg als Lügner bezeichnet zu werden, macht wütend. Sicherlich bin ich kein Gewinner in der Sache. Ein Verräter aber auch nicht. Letztendlich hat Julian sich selbst verraten, indem er, nachdem das Interview publiziert wurde, über den Twitter-Account viele Andeutungen gemacht hat, die Leuten, die sich etwas auskannten, Hinweise auf das Passwort gaben. Er hat die Puzzleteile selbst öffentlichkeitswirksam zusammengefügt. ...

Warum hätte er das tun sollen?

Daniel Domscheit-Berg: Weil er den Ehrgeiz hat, alles für seinen eigenen Lebenslauf zu verbuchen. Wenn schon jemand das Geheimnis um die Dokumente verrät, dann hat er es zu sein, der diese Rolle übernimmt. Das ist eine seltsame Form des Ehrgeizes, spiegelt aber seine skurrile Wahrnehmung der Welt wider. ...

...

Haben Sie Mitleid?

Daniel Domscheit-Berg: Natürlich. ...

Quote
     theo_physics, 03.02.2013 17:37

Was will die journalistische Elite/das Bürgertum?
Entlarvend fand ich die Bemerkung der Frauen über die (meiner Meinung
nach richtigen) Ansicht von Assange über einen in der Bevölkerung und
für die Bevölkerung arbeitenden Enthüllungs-Geheimdienst:
Assange: "WikiLeaks könne ein...mächtiger Geheimdienst des Volkes
werden...
".

Unwohlfühlend bemerken die Damen aus gutem Hause:

"Das sind nicht gerade demokratische Visionen".

Hier sieht man, dass das Bildungsbürgertum es in letzter Konsequenz
lieber mit dem Verfassungsschutz und BND hält als mit Wikileaks: Für
die zwei Journalistinnen ist Demokratie wohl gleichbedeutend mit
Parlament, Marktwirtschaft und den damit Verbundenen
Besitzverhältnissen. Ein bisschen leaken, so damit es den
kapitalistischen Bonzen nicht wirklich weh tut, wie es die Kopfgeburt
Openleaks vorschlägt, das wäre OK...Immer brav bleiben und nicht
radikal sein. Das deutsche Bildungsbürgertum wie wir es seit ihrer
Niederlage im Jahr 1848 kennen.

Quote
     checkboxdoubleclick, 03.02.2013 20:54

Re: Was will die journalistische Elite/das Bürgertum?
theo_physics schrieb am 3. Februar 2013 17:37

> Unwohlfühlend bemerken die Damen aus gutem Hause:
>
> "Das sind nicht gerade demokratische Visionen".
>
> Hier sieht man, dass das Bildungsbürgertum es in letzter Konsequenz
> lieber mit dem Verfassungsschutz und BND hält als mit Wikileaks:

Die Tanten sind 24 Jahre alt und haben gerade Medienwissenschaft
studiert - was erwartest Du? Vermutlich haben die von BND und und VS
noch nie was gehört, geschweige von deren Verfassungs-schädigenten
Aktionen.

Das war wohl eher ein Artikel für die Schülerzeitung. Mich wundert
das der sich darauf eingelassen hat.



Quote
     brainOnaut, 03.02.2013 14:53

ach ja, der daniel...
ich werds mir noch durchlesen, aber als der absatz

"Plötzlich warf er mir vor, ich würde für die CIA oder andere
Geheimdienste arbeiten, sei nur darauf aus, ihn vom Thron zu stürzen
und selbst Kopf von WikiLeaks zu werden."

mit dem nachfolgendem

"Alles Lügen."

kam, habe ich erstmal jegliche lust verloren weiterzulesen.


Quote
     Rarus Schneutz, 03.02.2013 14:15

Domscheit-Berg hat doch seinen Deal mit Bertelsmann gemacht
...als er seine Homestory einer ZEIT-Journalistin vorheulte, die
daraus den passenden Insider-Bestseller machte (die ZEIT ist über G+J
mit den Mohn-Milliardären hinter Bertelsmann verbunden). Dann noch
den Schmarren von SPIEGEL-Chef & Co. nachgeschoben und das
Wikileaks-Bild war sturmreif geschossen für die ganz große
Verleumdungs-Attacke auf den angebl. "Sexualverbrecher" Assange...
geht jetzt gerade weiter mit dem Spielfilm und im
SPIEGEL-Schwesterblatt STERN, siehe hier [Der Niedergang des Journalismus lässt sich am Fall Assange lupenrein mitverfolgen. Kritische und intellektuelle Ansprüche werden gegen eine rückgratlose Hofberichterstattung ausgetauscht. ]:
http://jasminrevolution.wordpress.com/2013/02/03/wikileaks-spielfilm-bertelsmann-hetzt-weiter-gegen-assange/ [(Gerd R. Rueger 03.02.2013)]


Quote
     druckbleistift, 03.02.2013 13:39

Dieser Mann macht keine Fehler ...
Sehr lustig, ist mir gerade beim Lesen aufgefallen:

Daniel Domscheit-Berg wirft Julian Assange vor, Fehler immer nur von
sich zu weisen, sie bei anderen zu suchen und nicht sehen zu können,
dass er auch mal selbst Fehler mache.
Was die Auseinandersetzung mit Julian Assange betrifft, weist D.DB.
denn auch konsequent alle Fehler von sich und beschreibt die Fehler
J.A.s ...

Naja.

Mich irritiert im übrigen wie Daniel Domscheit-Berg über den Fall
Bradley Manning spricht. Er bedauert ihn auf der einen Seite, auf der
anderen Seite belastet er ihn.



Quote
     TimurLenk, 03.02.2013 11:48

Wo bleibt open leaks?
Oder ist Holzscheit-Zwerg ... doch eher [ein] U-Boot auf Abruf?



Quote
     IchBIN, 03.02.2013 01:13

Naivität des Daniel Domscheit-Berg
Während er die Bearbeitung geleakten Materials durch journalistische
Experten für wichtig hält, so ist er doch zugleich davon enttäuscht,
wie wenig die Medien aus den geleakten Botschaftsdepeschen gemacht
hat.

Ja, ist dem denn nicht klar, dass es bei journalistischen Experten,
die aus dem Kreis der in der "alten Welt" etablierten Medien gar
nicht anders sein kann, als genau so? Diese Journalisten - und noch
wichtiger, die Medien in denen sie publizieren gelassen werden - sind
doch schon längst "auf Linie", nicht darauf bedacht am Status Quo des
neufeudalistischen Kampfes der selbsternannten "Geld- und
Machteliten" gegen die breite Bevölkerung irgend etwas zu ändern. Da
ist dann ein brisanter Leak wie die Botschaftsdepeschen höchstens
eine "slight disturbance in the force", die es im Wesentlichen
abzufangen und auszugleichen gilt.

Solche Medien handeln mit der Agenda, dass, wenn etwas brisantes
rauskommt, was das Potential hätte, die Machtverhältnisse grundlegend
zu ändern, die Wucht dieser Veröffentlichung oder des daraus
resultierenden Skandals möglichst abzudämpfen, einen kurzen
boulevadesken Aufschrei in Form markiger Headlines daraus zu
generieren, während aber die *wirklich* brisanten Dinge dann dezent
unter den Tisch fallen gelassen werden, anstatt Fragen zu stellen,
die in den Zentren der Macht als äußerst unbequem oder gar
"Existenzbedrohend" empfunden werden könnten.

Ja, weiß das der Herr Domscheit-Berg etwa nicht? Ist der also einfach
nur grenzenlos naiv, um tatsächlich überrascht darüber zu sein, wie
die Medien mit den Botschaftsdokumenten umgegangen sind? Ist er denn
mit dieser Naivität dann überhaupt der richtige für diesen Job einer
Whistleblower-Plattform? Diese Frage muss gestellt werden.

Ich würde mich über eine Antwort von Daniel Domscheit-Berg freuen,
falls er hier im Heiseforum einen Login haben sollte. Wenn nicht,
dann kann natürlich auch jeder andere seinen Senf dazukommentieren
und ich werde es zu Unterhaltungszwecken auch lesen :-)


Quote
     bienenstich, 03.02.2013 02:11

Dieser Type traue ich keinen Meter weit.
Begründung: Bauchgefühl!

Verstehe auch nicht, warum der plötzlich wieder ausgegraben wird.
Neue Infos zu seinem OpenLeaks sind spärlich. Hat wohl nicht so
gefruchtet.

Stattdessen die selben ollen Kamellen, wie böse und intrigant doch
der Ex-Arbeitgeber und Kompagnon ist. Meinetwegen. Eine Empfehlung
ist das in meinen Augen aber weniger.

Quote
     Keorangar, 03.02.2013 02:55

noch drastischere Verhüllungen
Das gesamte Interview müsste man mal sehr genau sprachlich
auseinander nehmen, da gibt noch viele tolle Entdeckungen z.B. diese
Frage:

"Und so lange das Ziel noch nicht erreicht ist, gibt es
Organisationen wie WikiLeaks, die auf Missstände hinweisen und
Starthilfe leisten für eine transparentere Welt. Aber führt die
ständige Angst vor der Enthüllung nicht viel eher zu noch
drastischeren Verhüllungen durch die politischen
Entscheidungsträger?
"

Darauf antwortet Daniel Domscheit-Berg:"... dann ist es auch
vollkommen akzeptabel, wenn einzelne Dinge geheim gehalten werden.
Dann nämlich wissen Bürger, dass sie dem Staat und den
Entscheidungsträgern vertrauen können, weil die zugrunde liegenden
Strukturen offen liegen. Generell gilt jedoch, dass heute viel zu
viel für 'geheim' erklärt wird und damit auch demokratische Prozesse
häufig intransparent bleiben.
"

Ich interpretiere das als eine Wertung. Hier wertet jemand so, dass
es Geheimnisse geben darf, andererseits alles in Ordnung ist, wenn -
dann, aber nach welchem Maßstab? Natürlich nach dem, was man selbst
für demokratisch und transparent hält. Mit andere Worten: auch ein
Leaker kann sich in den gesellschaftlichen Verhälntnissen einrichten,
die intransparant sind, wenn es nur akzektable Alternativen mit
Restintransperanz gibt, es geht ihm überhaupt nicht um die
Transparenz im Sinne von Entlarvung, Enthüllung, es dreht sich nur
darum, wie man einen Konsens mit den intransparenten "Mächten" findet.
 Man kann sich auch vorstellen, auf der anderen Seite zu stehen.

Das ist alles nur Schönschwätzerei.



...


Aus: "Kollateralschaden" Kati Trinkner und Maren Weber (03.02.2013)
Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/38/38370/1.html (http://www.heise.de/tp/artikel/38/38370/1.html)


"Domscheit-Berg hat Mitleid mit Julian Assange" Von Tina Kaiser (09.10.2016)
Der frühere Wikileaks-Sprecher Daniel Domscheit-Berg ist darüber enttäuscht, was aus der Enthüllungsplattform geworden ist. „Heutzutage ist WikiLeaks eine Plattform, auf der Leute versuchen, Wahlen zu beeinflussen oder die Geschicke der Welt zu manipulieren“, sagte Domscheit-Berg der „Welt am Sonntag“. In den vergangenen Wochen gab es immer wieder Gerüchte, Russland habe WikiLeaks mit Informationen über die USA infiltriert. Domscheit-Berg sagte, er wisse nicht, ob das stimme. Er habe keinen Kontakt mehr mit dem Wikileaks-Gründer Julian Assange, seit die beiden sich im Jahr 2010 zerstritten hatten. Damals war Domscheit-Berg bei Wikileaks ausgestiegen. ...
https://www.welt.de/wirtschaft/article158635266/Domscheit-Berg-hat-Mitleid-mit-Julian-Assange.html


Stephan Dörner
‏@Doener
Stephan Dörner hat WELT retweetet
Was macht eigentlich ... OpenLeaks?
Stephan Dörner hat hinzugefügt, WELT @welt
Wikileaks: Domscheit-Berg hat Mitleid mit Julian Assange
 01:47 - 9. Okt. 2016
Berlin, Deutschland
https://twitter.com/Doener/status/785038913098375168

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on November 05, 2016, 11:28:50 AM
Quote
... Derzeit gibt es eine Welle von Gerüchten, dasss Julian Assange tot oder verschleppt ist und die Enthüllungsplattform WikiLeaks von Geheimdiensten übernommen wurde. Mit einer merkwürdigen Bitcoin-Transaktion bestreitet Wikileaks nun diese Gerüchte – und demonstriert damit einmal mehr, dass Kryptographie keine Identität beweisen kann, wenn diese selbst umstritten sind. ...

Laut einer Webseite beginnt die Verschwörung bereits im April 2016 mit dem ersten einer Reihe von Todesfällen. Wie so oft setzen Verschwörungstheorien an echten, nachweisbaren Ereignissen an und spinnen eine irre Geschichte um diese herum. Da jede Erzählung Fakten durch Ideen verbindet, ist es schwer, zu erkennen, wo die Verschwörungstheorie beginnt.

Am 16. April sprang John Jones, der Anwalt von Wikileaks, vor einen Zug und starb. Er hatte sich zuvor freiwillig in eine Psychiatrie einweisen lassen, weil er zu “obsessivem Grübeln” (“obsessive overthinking”) neigte. Am 11. Mai verstarb Michael Ratner, der als Verteidiger WikiLeaks (und andere Whistleblower) vertreten hatte, an Krebs. Am 10. Juli schließlich wurde Seth Rich durch Schüsse in den Rücken ermordet. Der 27-Jährige stand im Verdacht, heikle Dokumente des Democratic Nationa Comitees (DNC) an Wikileaks übergeben zu haben. Das DNC wurde im Juni gehackt; am 22. Juli veröffentlichte WikiLeaks 20.000 E-Mails vom DNC, die Korruption offenlegten und die Vorsitzenden Debbie Wasserman-Schultz sowie weitere führende Mitglieder zum Rücktritt zwang.

Ab diesem Zeitpunkt hatte Wikileaks Einfluss auf den US-Wahlkampf genommen und Partei gegen Hillary Clinton und die Demokraten ergriffen. Damit hatte die Organisation eine Grenze überschritten, und Julian Assange hätte wissen müssen, dass dies Konsequenzen haben würde. Dass die USA an dieser Stelle einschritt, steht mitterweile außer Frage. Die Meinungen gehen jedoch sehr weit darüber auseinander, wieweit dieser Eingriff ging.

Die “Chronologie von Julians Verschwinden” https://www.reddit.com/r/WhereIsAssange/comments/5dtymq/chronology_of_julians_disappearance/ (https://www.reddit.com/r/WhereIsAssange/comments/5dtymq/chronology_of_julians_disappearance/) berichtet, dass am 2. August 2016 der Stratege der Demokraten, Bob Beckel, im Fernsehen zum Mord an Assange aufgefordert hat. Es scheint keinen Zweifel daran zu geben, dass Beckel gesagt hat “Tötet den Hurensohn“. Etwas später im August gab es einen Einbruchsversuch in Assange Wohnsitz in der Botschaft von Ecuador in London. Die Polizei erschien erst zwei Stunden später am Tatort.

Anfang Oktober 2016 kamen Dokumente ans Licht, die zeigten, dass die Ermordung von Julian Assange von den höchsten Kreisen der Demokraten diskutiert worden war. Angeblich hatte Hillary Clinton bereits 2010 gefragt, ob man nicht einfach Assange per Drohne ermorden lassen konnte (“Can’t we just drone this guy?”). Dass Wikileaks dies in der heißen Phase des Wahlkampfs per twitter mitteilte, darf als erneuter Affront gegen die Demokraten gewertet werden – oder als voreilende Verteidigung.

Die Beziehungen zwischen Clinton und Assange haben sich im Oktober weiter verschlechtert. Am 7. Oktober begann Wikileaks, die Mails von Hillary Clintons Wahlkampfmanager John Podesta zu veröffentlichen. Diese Mails enthielten zunächst Hinweise auf die Manipulation von Wahlumfragen. Am Ende sollten sie aufgrund gewisser Keywords (unter anderem “pizza”) zu Spekulationen führen, ob der Wahlkampfmanager Einblicke in mögliche Kinderpornographie-Ringe auf höchster Ebene der P0litik hatte.

An dieser Stelle jedoch sind wir schon mitten im Sumpf der Verschwörungstheorie.

Der entscheidende Tag – der Tag, an dem sich die ganze Krise zuspitzt – ist jedoch der 15. Oktober. An diesem Tag veröffentlichte Wikileaks nämlich weitere Mails aus dem Podesta-Leak. In diesen fanden sich auch Hinweise, dass Hillary Clinton von unter anderem Goldman Sachs Geld empfangen habe. Insgesamt erhielt die demokratische Präsidentschaftskandidaten 1,8 Millionen Dollar für 8 Reden bei großen Banken.

Clintons Wahlkampfteam verglich die Leaks mit dem Watergate-Skandal, der damals zum Rücktritt von Richard Nixon geführt hatte. Die deutschen Medien haben es vor lauter Abscheu vor Donald Trump weitgehend ignoriert, aber nach den Podestamails bestand kaum noch ein Zweifel, dass Hillary Clinton von der Wall Street gekauft war.

Nach dieser Veröffentlichung nahm der Druck auf Assange zu. Bereits am späten Nachmittag wurde Assanges Internet-Anschluss in der Botschaft gekappt. Die Botschaft von Ecuador bestätigte einige Tage später, auf Druck der USA die Kommunikationswege von Assange reduziert zu haben, um einer weiteren Einmischung von Wikileaks in den Wahlkampf einen Riegel vorzuschieben.

Unbestätigten Nachrichten zufolge wurde der DNS-Server von Wikileaks in der Nacht auf den 16. Oktober umgleitet. Am 16. Oktober landete US-Außenminister John Kerry in London. Am selben Tag kündigte Wikileaks per Twitter einen Leak zu Informationen über Kerry an und tweetete die Hash der zu leakenden Datei (wie es üblicherweise geschieht). Die Informationen sollten aber bis heute nicht das Licht der Öffentlichkeit sehen.

Am darauf folgenden Tag twitterte Wikileaks, dass Assanges Internetanschluss von “einem Feind auf Staatsebene” absichtlich gekappt worden war und dass man einen “adäquaten Notfallplan” aktiviert habe. Es gab Gerüchte, dass die Internet- und Telefonanschlüsse von 14 weiteren Mitgliedern von Wikileaks sabotiert bzw. gesperrt worden sind.

Am selben Tag, dem 17. Oktober, gab es zudem Berichte, dass sich vor der Botschaft von Ecuador ein Swat-Team der Polizei versammelte. Wikileaks postete etwas später ein Foto, das “schwer bewaffnete Polizeikräften vor der Botschaft” zeigte, während Fox News einen Tag später berichtete, dass Julian Assange verhaftet werden sollte. Weitere Meldungen zur Verhaftung von Assange blieben aber aus.

An dieser Stelle macht die Geschichte ein bis zwei Tage Pause. Mehrere Personen versuchen, Julian Assange zu sehen, werden aber nicht in die Botschaft eingelassen. Danach gleitet die Geschichte vollständig in den Wahnsinn ab.

Am 21. Oktober erregten fünf Tweets von Wikileaks die Aufmerksamkeit der Online-Community. In diesen fünf Tweets waren zahlreiche Rechtschreibfehler. An sich war das für Wikileaks nichts besonderes. Wenn man jedoch die fehlenden oder falsch geschriebenen Buchstaben zusammensetzte, kam die Botschaft “H E L P HIM” heraus.

Zum Charme guter Verschwörungstheoren gehört, dass alles mit allem zusammenhängt. Am 21. Oktober rief Wikileaks nicht nur um Hilfe, sondern es geschahen noch zwei weitere Ereignisse. Zum einen wurde der Londoner Flughafen aufgrund einer chemischen Bedrohung evakuiert (was laut der Verschwörungstheorie dazu diente, um Assange heimlich außer Landes zu fliegen), und zum zweiten kam es an diesem Tag zur größten DoS-Attacke aller Zeiten. Das halbe Internet-der-Dinge wurde an diesem Tag missbraucht, um auf das von Dyn betriebene DNS-System zu ballern, wodurch zahlreiche große Online-Plattformen außer Betrieb waren bzw. im Betrieb eingeschränkt wurden. Die Verschwörungstheorie sagt, dass dieser Angriff verhindert hat, dass der Notfallplan von WikiLeaks ausgeführt werden konnte.

Am selben Tag versuchte auch Mark Halperin von Politico Assange zu treffen. Er wurde aber an den Toren der Botschaft abgewiesen. In den folgenden Tagen verdichteten sich die Gerüchte, dass mit Assange etwas nicht stimmte, während auf der anderen Seite Wikileaks dem entgegentrat und ankündigte, bald einen Beweis für das Wohlergehen von Assange zu präsentieren.

Am 6. November veröffentlicht Wikileaks einen weiteren Stoß der Mails von Clintons Wahlkampfmanager Popdesta. Am selben Tag findet eine riesige DdoS-Attacke statt, der es zum ersten Mal seit Jahren gelingt, die Wikileaks-Plattform vom Netz zu stoßen. Die Angriffe hielten mehrere Tage lang an.

Am 10. November, zwei Tage, nachdem Trump Präsident wurde, beginnen Wikileaks-Mitglieder besorgt darüber zu sein, dass Assange sich noch nicht zu Wort gemeldet hat. Man hätte erwarten können, dass sich Assange darüber freut, dass die Präsidentschaft der ihm verhassten Clinton verhindert wurde. Doch er schwieg.

Der E-Mail-Anbieter von Assange, riseup.net, facht mit einem rätselhaften Tweet die Verschwörungstheorien weiter an: “Listen to the hummingbird, whose wings you cannot see, listen to the hummingbird, don’t listen to me.” Dies ist eine Zeile aus einem Song von Leonard Cohen, dem kanadischen Musiker, der am 7. November 2016 gestorben ist. Die Empfehlung, auf den Kolibri zu hören, könnte eine Andeutung sein, den “Canary” im Auge zu behalten.

Ein Kanarienvogel (“Canary”) ist eine Art Warnsystem. Der Begriff kommt aus der Praxis in Bergwerken, einen Kanarienvogel in einem Käfig mit sich zu führen, wenn ma in einen Stollen steigt. Wenn Gas ausströmt, stirbt der Vogel zuerst, und der Mensch kann sich retten. Im Internet ist ein Canary oft eine fortlaufende Entwarnung, die es beispielsweise einem E-Mail-Anbieter ermöglicht, User zu warnen, obwohl ihnen dies von Behörden verboten wurde. Riseup hatte beispielsweise in regelmäßigen Abständen die Nachricht gepostet, dass sie nicht in Kontakt mit Behörden stehen.

Am 18. November hätte Riseup seinen Canary updaten sollen. Dies geschah nicht.

Es geht aber noch weiter. Der 18. November ist noch nicht vorbei.

Die Webseite beforeitsnews – die gerne über Verschwörungstheorien berichtet – veröffentlicht eine Zusammenfassung von Posts eines anonymen Users auf 4chan oder 8chan (das ist nicht ganz klar). Die Geschichte hat den Titel, dass Wikileaks tot sei.

“Ich bin eines der Wikileaks-Mitglieder, die zur selben Zeit Ärger bekamen, als Julian vom Internet abgeschnitten wurde. Ich bekam einen National Security Letter und eine Schweige-Verordnung. Mein gesamtes Computer-Equipment wurde beschagnahmt … Julian ist verschwunden, wie die meisten der WikiLeaks-Leute, mit denen ich Kontakt hatte. Die WikiLeaks-Mitglieder sind nicht im Besitz des offiziellen Twitter-Accounts … die massiven DoS-Angriffe haben verhindert, dass unser Notfallplan in Kraft trat.”

Anschließend berichtet der anonyme Poster von einer globalen Verschwörung unerhörten Ausmaßes: “Wir haben hunderttausende von E-Mails und Dokumente von geheimen Think-Tanks erhalten. Wir haben Beweise vom Missbrauch von Kindern in Haiti und der UK durch die Clinton Foundation. Kindesmissbrauch in JEDEM LAND durch die Leute an der Spitze. Wir haben Beweise, dass der Drogenmarkt von den Geheimdiensten kontrolliert wird, um dunkle Projekte zu finanzieren … Die Zerstörung von WikiLeaks war das Ergebnis eines beispiellosen globalen Vorgehens.”

Natürlich gibt es keinerlei Beweis, dass diese Nachricht authentisch ist. Es könnte auch das Werk von jemandem sein, der sich einen Spaß darauf macht, eine bereits im Entstehen begriffene Verschwörungstheorie zu befördern.

Wikileaks selbst bestreitet per twitter die Authentizität des Posts:

    Black-PR campaign posts going around recently trying to suppress submissions to WikiLeaks. False, but who benefits? https://t.co/okg2jwgGzL (https://t.co/okg2jwgGzL)

    — WikiLeaks (@wikileaks) November 19, 2016

In diesem Sinne wäre die Verschwörungstheorie, dass WikiLeaks übernommen wurde, selbst ein Instrument, um die Glaubwürdigkeit von WikiLeaks soweit zu unterminieren, dass niemand mehr der Enthüllungsplattform Daten anvertraut. Die Verschwörungstheorie ist selbst eine Verschwörung, und jede Erklärung hat einen doppelten und dreifachen Boden …

Nach all dem dürfte die Transaktion auf der Blockchain ein Stück mehr Sinn ergeben. Jemand, der bewiesenermaßen im Besitz der privaten Schlüssel von WikiLeaks Bitcoin-Adresse ist, hat die Nachricht in der Blockchain hinterlassen, dass “alles in Ordnung ist” und dass die Posts auf 8chan gefälscht sind.

Beweist dies etwas? Nicht wirklich. Wenn jemand, wie behauptet wir, die Computer der WikiLeaks-Mitglieder beschlagnahmt hat, dann könnte er auch den Schlüssel haben und anstelle von Wikileaks Nachrichten in die Blockchain schreiben.

Wir stehen damit nahezu am Anfang: Wir haben eine Nachricht, die von der Identität signiert wurde, die mittlerweile im Zweifel steht. Möglichkeit eines wäre, dass WikiLeaks die Transaktion geschickt hat, um zu sagen, dass alles in Ordnung ist. Dies wäre aber effektiver gegangen, indem sich Julian Assange selbst gezeigt hatte. Ein “Proof of Life” von dem WikiLeaks-Boss fehlt weiterhin. Seit Ende Oktober gibt es kein beweisbares Lebenszeichen.

Möglichkeit zwei wäre, dass jemand, der im Besitz der Computer von WikiLeaks ist, diese Transaktion geschickt hat, um von einem Verdacht abzulenken. Und Möglichkeit drei wäre, dass wir alle etwas übersehen und dass die Botschaft in der Blockchain selbst einen doppelten Boden hat.

Dementsprechend findet derzeit eine Art Schnipseljagd auf der Blockchain nach Julian Assange statt. Grund hierfür ist neben der rätselhaften Transaktion ein Kommentar, den Assange schon 2014 über Bitcoin abgegeben hat:

“Bitcoin ist eine extrem wichtige Innovation, aber nicht so, wie die meisten Leute denken. Bitcoins echte Innovation ist dass sie ein global verifizierbaren Beweis abgibt, dass etwas zu einer bestimmten Zeit publiziert wurde. Das ganze System baut auf diesem Konzept auf und viele andere Systeme können darauf aufgebaut werden. Die Block Chain nagelt Geschichte fest, sie bricht Orwells Diktum ‘wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit, und wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft’.”

Aufgrund dieses Zitats sind sich viele Leute derzeit sicher, dass Assange noch eine Nachricht auf der Blockchain hinterlassen haben muss. Gefunden hat sie bisher jedoch noch niemand.


"Die Zerstörung von WikiLeaks – eine Nachricht in der Blockchain" Christoph Bergmann (22. November 2016)
Quelle: https://bitcoinblog.de/2016/11/22/die-zerstoerung-von-wikileaks-eine-nachricht-in-der-blockchain/ (https://bitcoinblog.de/2016/11/22/die-zerstoerung-von-wikileaks-eine-nachricht-in-der-blockchain/)

Quote

Diese ganzen Gerüchte haben mich auch eine Zeit lang beunruhigt aber nach den ganzen Vorfällen gab es ein Interview von RT-Deutschland mit Assange in der Botschaft. Also alles nur Quatsch…

    Christoph Bergmann // 22. November 2016 at 12:41


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"Suizidversuch: Erneuter Selbstmordversuch von Chelsea Manning" (5. November 2016)
Die inhaftierte WikiLeaks-Informantin Chelsea Manning hat einem Bericht der New York Times zufolge erneut versucht, sich im Militärgefängnis selbst zu töten. Demnach wollte sie sich zu Beginn ihrer einwöchigen Isolationshaft Anfang Oktober das Leben nehmen. Die Isolationshaft war als Strafe für einen vorherigen Suizidversuch Mannings angeordnet worden.  ...
http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-11/suizidversuch-chelsea-manning-gefaengnis-wikileaks

Quote
LosNinjas #2

Es ist bedauerlich, dass die Öffentlichkeit solche Personen im Stich lässt.
Diese (wie z.B. auch E. Snowden) decken Missstände auf, werden dafür
aber in keinster Weise gewürdigt. Leider führt dieses Verhalten dazu, dass
viele weitere Missstände nicht mehr gemeldet werden. Schade eigentlich.


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Kasha Rubini #2.1

Es gibt da noch einen, der sitzt seit 4 Jahren in einer kleinen Botschaft in London.


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citizen_k #5

Die Wahrheit gefährdet Gesundheit und Leben. ...


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tsitsinotis08 #13

Es ist unfassbar pervers, einen Menschen zu bestrafen, der aus Verzweiflung sein Leben beenden will -- ein aufrechtes Leben.

Hatte nicht auch Pastor Gauck Edward Snowden als Verräter bezeichnet?
So sind sie, die angepassten Apparatschiks. Und dann von Freiheit faseln.


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nano846a #16

und ich dachte immer, die deutsche regierung hält das asylrecht für politisch verfolgte hoch. bei whistleblowern wie manning und snowden ist dann plötzlich schweigen im walde. bei folter (z.b. abu ghraib) und entwürdigenden haftbedingungen (manning) seitens der USA muss man dann halt beide augen fest zudrücken.


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"Clintons Mitarbeiter und CNN make Trump great again" Don Alphonso (7. November 2016)
Lange wurde Donald Trump ausgelacht, wenn er gegen Medien wetterte und behauptete, sie würden parteiisch für das Establishment und die Demokraten arbeiten. Der Höhepunkt war erreicht, als er ein Mikrophon für sein schlechtes Abschneiden verantwortlich machte. Seitdem ist das Lachen leiser geworden, denn tatsächlich war das Mikrophon nicht in Ordnung. Dann kam die Wikileaks-Veröffentlichung der Mails von Demokraten, die besprachen, wie sie bekannte Journalisten in einem Conference Call gegen den demokratischen Bewerber Bernie Sanders in Position bringen können. Beobachter fragten sich an dieser Stelle, was dann erst wohl gegen Trump unternommen wurde. ... Für Hillary Clinton, die versucht, Donald Trump als gefährlich und verantwortungslos darzustellen, kommen diese Enthüllungen zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Demokraten und Medien sehen dabei nicht gut aus. Und CNN hat als Haussender der Demokraten nur einen Tag, die Kooperation zu erklären. ... Besonders gravierend ist eine Mail der Rechercheleiterin Lauren Dillon, die im April in Clintons Team die Aufforderung verbreitet, Fragen an Donald Trump vorzubereiten: Wolf Blitzer is interviewing Trump on Tues ahead of his foreign policy address on Wed. Please send me thoughts by 10:30 AM tomorrow.  Darauf reagieren die Mitarbeiter mit sehr komplizierten Fragen, die offensichtlich dazu geeignet sein sollen, den Befragten in die Enge zu treiben – etwa, wie viele Militärbasen die USA im Südostpazifik haben sollten. ... Offensichtlich handelt es sich nicht um eine lose Verbindung, sondern um eine längerfristig angelegte Kooperation. Wolf Blitzer gilt als eines der Aushängeschilder von CNN, und hat in den vergangenen Jahren immer wieder die Wahlen für den Sender präsentiert. Gegenüber Trump-Unterstützer Rudy Guiliani gab er sich erst vor kurzem als harter und unbestechlicher Nachfrager. Warum jemand im Sender meint, ein journalistisches Schwergewicht wie Blitzer würde die Hilfe der Demokraten zu brauchen, ist nur schwer erklärbar. ...
http://blogs.faz.net/deus/2016/11/07/clintons-mitarbeiter-und-cnn-make-trump-great-again-3876/
Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on November 14, 2016, 05:20:32 PM
Quote
[...] Stockholm/London – Eine Uno-Arbeitsgruppe hat das Zwangsexil von Wikileaks-Gründer Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London als nicht rechtmäßige Festsetzung eingestuft. Das sagte eine Sprecherin des schwedischen Außenministeriums in Stockholm der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag, einen Tag vor der geplanten Veröffentlichung eines Berichts der Arbeitsgruppe. ...

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    dearseall, 16. September 2016, 13:26:47

Soviel zum Thema EUropäische Werte.



Aus: "Schweden bestätigt: Uno-Tribunal urteilte gegen Assange-Festnahme" (4. Februar 2016)
Quelle: http://derstandard.at/2000030386120/Schweden-bestaetigt-UNO-Tribunal-urteilte-gegen-Assange-Festnahme?ref=rec (http://derstandard.at/2000030386120/Schweden-bestaetigt-UNO-Tribunal-urteilte-gegen-Assange-Festnahme?ref=rec)

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Quote
[...] Selbst wenn Schweden die Ermittlungen einstellen sollte, ist nicht ausgemacht, dass Assange freikommt. Die britischen Behörden könnten ihn festnehmen lassen. Hintergrund sind Verstöße gegen die Auflagen, die sie ihm 2012 für seine vorläufige Freilassung gemacht hatten. ... Die schwedische Oberstaatsanwältin Ingrid Isgren traf am Montag in der Botschaft ein und kann ihre Fragen über einen ecuadorianischen Kollegen stellen, der die Antworten später nach Schweden übermittelt. Die Befragung soll voraussichtlich bis Dienstag oder Mittwoch dauern. ...   (APA, Reuters, 14.11.2016)

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    /secret/ 14.111.2016

seltsam dass die westliche wertegemeinschaft snowden,assange, manning verfolgt und russland whistleblower asyl bietet, in hollywood ist es immer anders.



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    el:grillo 14.111.2016


Sie vergessen, dass es sich in allen Fällen nicht um "die westliche Wertegemeinschaft" handelt ...


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    THE MGT. 14.111.2016


Was mir im Artikel fehlt ist das nicht so ganz unwesentliche Detail, dass die schwedische Staatsanwaltschaft sich vier Jahre lang geweigert hat, ihn im UK bzw. in der Botschaft zu befragen, was sie in anderen Fällen, in denen Beschuldigte im Ausland (inkl. UK) sind, aber durchaus und sehr sehr viel rascher tut.


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    drilling des gesetzes 14.111.2016

psst! das interessiert niemanden er hat ja die wahl von hillary verhindert!
...werft den purschen zu poden!!eins11!!elf!! ...und drohnt ihn!




Aus: "London: Schwedische Ermittler befragen Julian Assange" (14. November 2016)
Quelle: http://derstandard.at/2000047522286/London-Schwedische-Ermittler-befragen-Julian-Assange (http://derstandard.at/2000047522286/London-Schwedische-Ermittler-befragen-Julian-Assange)

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"WikiLeaks-Gründer Schwedische Staatsanwaltschaft befragt Julian Assange" (14.11.2016)
UN-Experten kamen im Februar zu dem Schluss, dass Assanges Aufenthalt in der Botschaft einer willkürlichen Verhaftung gleichkomme und er auf freien Fuß gesetzt werden sollte.
Am Montag hieß es, Informationen über das Ergebnis der jetzigen Befragung würden die Ermittler im Anschluss nicht bekannt geben. Assanges Anwalt Per Samuelsson sagte, die Befragung werde wohl mehrere Tage dauern. Es sei zudem zu früh für eine Einschätzung, was bei der Anhörung herauskommen könnte.
Selbst wenn Schweden die Ermittlungen einstellen sollte, wäre damit nicht gesichert, dass der WikiLeaks-Gründer die Botschaft folgenlos verlassen könnte. Die britischen Behörden könnten ihn auch dann noch festnehmen lassen. Hintergrund sind Verstöße gegen die Auflagen, die ihm 2012 für seine vorläufige Freilassung gemacht worden sind.
Assanges Plattform WikiLeaks hatte zuletzt mit Enthüllungen rund um die US-Wahl Aufsehen erregt, vor allem mit den "Podesta-E-Mails", die Hillary Clintons Demokratische Partei zumindest teilweise in Erklärungsnot brachten. ...
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/julian-assange-befragung-in-der-ecuadorianischen-botschaft-in-london-a-1121194.html

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on November 15, 2016, 04:44:25 PM
"US-Wahl und Wikileaks: Wie der "Verräter" Julian Assange zum Helden der Rechten wurde" Malte Mansholt (10. November 2016)
Seit dem Sieg Donald Trumps feiert die amerikanische Rechte ihre Helden. Einer ist Wikileaks-Gründer Julian Assange. Vor Kurzem wollte man den vermeintlichen Verräter noch am liebsten tot sehen. ... Im republikanischen Hofsender Fox-News wurde die Todesstrafe gefordert, der rechte Talk-Radio-Star Rush Limbaugh wollte Assange an einem Baum aufknüpfen. Die ehemalige Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin fragte, warum man Assange nicht mit den Terroristen von al Kaida gleichsetzte. Assange war Verräter und Staatsfeind. ... Ausgerechnet die amerikanische Rechte sieht Assange seit einigen Wochen als ihren Helden. Unter dem Hashtag #freejulian fordert sie, die Vorwürfe gegen ihn fallen zu lassen. Selbst der ehemalige Chef des Ku-Klux-Klan und republikanische Senats-Kandidat, David Duke, bedankte sich per Twitter bei Assange - er habe Amerika die Freiheit gebracht. ... Der Grund für die plötzlichen, überschwänglichen Sympathiebekundungen dürfte in den letzten Wikileaks-Aktionen liegen. Assange und Co. hatten in einer Serie von Hillary-Leaks Zehntausende E-Mails von Trumps Rivalin und ihrem Wahlkampfteam veröffentlicht. Zudem hatte der Wikileaks-Account auf Twitter regelmäßig Clinton-kritische Texte geteilt. Für viele Beobachter ist klar: Zusammen mit den FBI-Ermittlungen gegen sie haben die Leaks Clintons Ansehen schwer geschadet. ...
http://www.stern.de/digital/online/donald-trump--wikileaks-chef-julian-assange-wird-held-der-rechten-7142392.html

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"Gerechtigkeit auch für Whistleblower in Deutschland" Peter Nowak (05. Dezember 2016)
Die Verantwortlichen für die Wikileaks-Veröffentlichungen aus dem NSA-Ausschuss dürfen auf wenig Verständnis hoffen ... Eine Diskussion über die Inhalte der geleakten Informationen hat gar nicht erst begonnen. Stattdessen wird darüber gestritten, wie die Informationen überhaupt an Wikileaks gelangen konnten. Die Jagd nach den Verantwortlichen hat längst begonnen. Die Justiz hat die Ermittlungen aufgenommen. ...
https://www.heise.de/tp/features/Gerechtigkeit-auch-fuer-Whistleblower-in-Deutschland-3549769.html

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"The Guardian’s Summary of Julian Assange’s Interview Went Viral and Was Completely False" Glenn Greenwald (December 29 2016, 2:41 p.m.)
Julian Assange is a deeply polarizing figure. Many admire him and many despise him (into which category one falls in any given year typically depends on one’s feelings about the subject of his most recent publication of leaked documents). But one’s views of Assange are completely irrelevant to this article, which is not about Assange. This article, instead, is about a report published this week by The Guardian that recklessly attributed to Assange comments that he did not make. ...
https://theintercept.com/2016/12/29/the-guardians-summary-of-julian-assanges-interview-went-viral-and-was-completely-false/

https://www.theguardian.com/media/2016/dec/24/julian-assange-donald-trump-hillary-clinton-interview

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"Julian Assange - Wikileaks Press Conference" (09.01.2017)
recorded live on periscope January 9, 2017
https://www.youtube.com/watch?v=Az8zRgsluJk

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"CIA-Hacker spionieren offenbar von Frankfurt aus" Michael Sontheimer  (07.03.2017)
WikiLeaks hat Dokumente über die Cyberangriffswerkzeuge des US-Geheimdienstes veröffentlicht. Demnach macht die CIA die Fernseher zur Abhöranlage und umgeht die Verschlüsselung von Diensten wie WhatsApp. ... Insgesamt zeigen die Dokumente, dass die CIA die Überwachung des Cyberspace nicht der National Security Agency (NSA) überlassen will, die ihrerseits über einen stattlichen Werkzeugkasten für Cyberangriffe verfügt. Aus Sicht von WikiLeaks hat die CIA mittlerweile ihre "eigene NSA" aufgebaut. ...
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/wikileaks-enthuellung-vault-7-cia-soll-auch-von-deutschland-aus-spionieren-a-1137580.html




Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on April 10, 2017, 10:09:02 AM
(faz.net, 08.03.2017): “ … Akribisch beschreiben die Dokumente, die im Gegensatz zu früheren Veröffentlichungen von Wikileaks teilweise zensiert wurden, wie Agenten in Smartphones, Laptops oder Bordcomputer von Autos einbrechen oder Fernseher in Abhörwanzen umwandeln können. „Sie können Musik abspielen oder komplett die Kontrolle über das Auto übernehmen und einen Unfall verursachen, wenn sie jemand umbringen“, sagte der Sicherheitsexperte Ross Schulmer dem Sender CNN. … Eine andere Gruppe von Programmierern hat demnach Programme entwickelt, um gängige Smartphones zu hacken. So könnte der CIA laut Wikileaks sowohl den Standort des Besitzers senden als auch heimlich das Mikrofon und die Kamera des Handys aktivieren und so seine Audio- und Video-Kommunikation mitschneiden. Seit Oktober 2014 hat die CIA den Dokumenten zufolge auch versucht, Kontrolle über die Bordcomputer von Autos und Lkw zu erlangen – womöglich mit dem Ziel, künftig gezielte Tötungen ausführen zu können, die kaum noch nachzuweisen wären, wie Wikileaks mutmaßt. … Laut Wikileaks war neben dem CIA-Hauptquartier in Langley Frankfurt ein Ausgangspunkt der Überwachungen. So hätten die Hacker vom dortigen amerikanischen Generalkonsulat aus ihre Angriffe in Europa, dem Nahen Osten und Afrika gesteuert. In Frankfurt befindet sich einer der größten Knotenpunkte für das europäische Internet. …“ | http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/wikileaks-cia-spaeht-smartphones-und-fernseher-aus-14914713.html

Oliver Georgi „Wikileaks-Enthüllungen „Der BND macht ähnliche Sachen““ (08.03.2017): “ … [Konstantin von Notz]: Dass Geheimdienste spionieren und dabei teilweise auch drastische Mittel verwenden, ist natürlich nichts Neues – aber die Enthüllungen sind in Umfang und Konkretisierung schon erstaunlich. Wenn potentiell jeder Fernseher, jedes Smartphone und auch jedes andere Gerät in unserer digitalen Infrastruktur zu einer Wanze umfunktioniert werden kann, dann geht das weit über alle bisherigen Vorbehalte gegenüber der neuen Technik hinaus. Es zerstört grundlegend das Vertrauen der Bürger in unsere digitale Infrastruktur – das ist auch wirtschaftspolitisch ein Riesenproblem. … Wenn wir bei allem, was wir sagen und schreiben, Angst haben müssen, dass es morgen gegen uns verwendet wird, dann führt das in eine Unfreiheit, die zutiefst zersetzend ist. Und wenn ein Staat, der rechtsstaatliche Prinzipien für sich beansprucht, in der digitalen Welt rechtsstaatlich wilde Sau spielt, dann geht jeder moralische Anspruch verloren. … “ | http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/konstantin-von-notz-fordert-grenzen-fuer-geheimdienste-14914903.html

Beat Leutwyler 13 (beat126) 08.03.2017 17:13 “ … Wenn Geheimdienste tun und lassen können was sie wollen stellt sich für die Bürger weltweit die Frage, warum es eigentlich Verfassungen gibt. …“

“ … WikiLeaks gefährde mit den Enthüllungen von Hackerangriffen der CIA auf Handys und Fernseher die Bürger, klagt der Geheimdienst. … Der US-Auslandsgeheimdienst CIA hat eine eigene Programmiertruppe aufgebaut, um systematisch Sicherheitslücken und Schwachstellen in Smartphones, Computern aber auch Fernsehgeräten oder Telefonanlagen auszunutzen. Dass diese Dokumente nun öffentlich seien, gefährde das Leben von US-Bürgern, sagt die CIA. … “ | http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2017-03/usa-cia-wikileaks-cyberspionage-datenschutz

Temposcriber #16 (09.03.2017): “ … ENTHÜLLUNGEN von Hackerangriffen gefährden die Sicherheit. Nicht die Hackersngriffe selbst, sondern die Tatsache dass man erwischt worden ist … “ http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2017-03/usa-cia-wikileaks-cyberspionage-datenschutz?cid=11970595#cid-11970595

Dolian #16.1 (09.03.2017): “ … Wie sagte Snowden: „Wenn das Aufdecken von Verbrechen wie ein begangenes Verbrechen behandelt wird, werden wir von Verbrechern regiert“ …“ | http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2017-03/usa-cia-wikileaks-cyberspionage-datenschutz?cid=11970845#cid-11970845

Thomas Seibert und Kurt Sagatz (09.03.2017): “ … Dass sich neben Computern und Smartphones auch Smart-TVs zum Ausspähen eignen, ist an sich nicht neu. Vor drei Jahren wurde erstmals darüber berichtet, dass mit den Smart-TVs Daten über die Fernsehnutzung erhoben und an TV-Sender verschickt werden konnten. Den Wikileaks-Enthüllungen zufolge ist es den CIA-Hackern gelungen, bei einigen Samsung-Fernsehern Zugriff auf das Mikrofon und die Kamera zu erhalten, wobei der Fernseher dem Anschein nach ausgeschaltet ist. …“ | Quelle: http://www.tagesspiegel.de/politik/cia-spionage-warum-trump-die-wikileaks-enthuellungen-helfen-koennten/19490594.html

bmkt 09:01 Uhr: “ … Vor ein paar Monaten wurde hier über Verschwörungstheorien diskutiert und größtenteils über die gelacht, die ein o.g. Szenario für möglich hielten. …“

medienskeptiker (08.03.2017 13:12): “ … ok wir alle haben all das ohnehin schon lange vermutet … aber jetzt ist es BELEGT …“| https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/WikiLeaks-stellt-CIA-wegen-umfangreicher-Hackprogramme-an-den-Pranger/NIEMAND-stellt-die-wirkliche-Frage/posting-30063593/show/

Florian Rötzer „WikiLeaks stellt CIA wegen umfangreicher Hackprogramme an den Pranger“ (08. März 2017): “ … Eine Abteilung, genannt Automated Implant Branch (AIB), hat Programme für automatisierte Infektion von Computern über verschiedene Wege und der Kontrolle von Schadsoftware wie Medusa oder Assasin entwickelt. Großen Wert legt man darauf, dass die Cyberwaffen oder Schadprogramme bei einer forensischen Überprüfung nicht auf die CIA oder die Regierung zurückverfolgt werden können. Das wird bei anderen Geheimdiensten wie denen Russlands oder Chinas nicht anders sein, woraus sich ableiten lässt, dass die in letzter Zeit behaupteten Zuschreibungen von Hacks an russische Gruppen mit Verbindungen zu russischen Geheimdiensten im Auftrag des Kreml großes Theater sind. Aber der CIA ging es nicht nur um Belauschen und Zugriff auf Daten. Im Oktober 2014 suchte man nach Möglichkeiten, auf Steuersysteme von neuen PKWs und LKWs Zugriff erlangen zu können. Gründe werden nicht genannt, aber es wäre möglich, aus der Ferne Fahrzeuge zum Stoppen zu bringen oder, wie WikiLeaks anmerkt, Anschläge zu machen, die nicht zurückverfolgbar sind, indem man die Fahrzeuge beschleunigt und gegen ein Hindernis fahren lässt. …“ | https://www.heise.de/tp/features/WikiLeaks-stellt-CIA-wegen-umfangreicher-Hackprogramme-an-den-Pranger-3646552.html

Christoph von Marschall „Die Empörung verbraucht sich“ (08.03.2017): Die Enthüllungsplattform hat soeben die Programme veröffentlicht, mit denen der US-Auslandsgeheimdienst sich in Smartphones, Computer und die Kommunikation über soziale Medien hackt – ja, sogar einen ausgeschalteten Smart-TV als Instrument zum Abhören von Gesprächen in dem betreffenden Raum nutzen kann. Die Verschlüsselung von Apple- wie Android-Geräten habe die CIA geknackt. … [es] muss inzwischen wirklich jede interessierte Zeitgenossin und jeder interessierte Zeitgenosse wissen und sich damit abfinden: Kommunikation ist nicht mehr zu schützen. Die meisten Bürger sind ja noch gut dran. Warum sollte sich jemand die Mühe machen, die sprichwörtliche Lisa Müller in Oldenburg oder Otto Schmidt in Stuttgart abzuhören. …“ | http://www.tagesspiegel.de/politik/wikileaks-coup-vault-7-die-empoerung-verbraucht-sich/19487006.html

Ach 08.03.2017, 12:01 Uhr: “ … „Die Empörung verbraucht sich“ Gibt ja schließlich genug Freunde von CIA und NSA, die noch nie empört waren und das auch so seit Jahren zur Pflege des Meinungsbildes verkünden. …“

tizian2011 08.03.2017, 15:52 Uhr: „Oder ich formuliere es mal kürzer, wie die Schlagzeile aus meiner Sicht aussähe: Nicht: Die Empörung verbraucht sich – Sondern: Die Resignation hat gesiegt

Heinz321 08.03.2017, 11:17 Uhr: “ … [Stell Dir vor, Wikileaks landet den größten Coup seiner Geschichte, und die Öffentlichkeit findet andere Themen wichtiger.] … Der Autor sollte nicht von sich auf andere schließen. Ist hier vielleicht der Wunsch Vater des Gedankens? …“

Thomas_Mueller 08.03.2017, 15:22 Uhr: “ … „Die Empörung verbraucht sich“ – das wünscht sich vielleicht die Politik und der ihr nahestehende Journalismus …“

tagestorsten 08.03.2017, 10:57 Uhr: “ … Warum sollte sich jemand die Mühe machen, die sprichwörtliche Lisa Müller in Oldenburg oder Otto Schmidt in Stuttgart abzuhören. – Der Autor hat das aktuelle Prinzip der Überwachung nicht verstanden. Hier hört keine eine Telefonanlage wie in den 50er-Jahren ab. Man macht sich keine Mühe, um Gründe für die Sammelwut zu suchen. Erstmal sammelt man Daten und dann schaut man was man damit anstellen kann. Und das alles vollkommen automatisch. Auch Lisas Daten aus Oldenburg können interessant sein. …“

Whatever, 08.03.2017 14:35: “ … Was bleibt ist die Gewissheit, dass wir jederzeit abgehört und überwacht werden (egal ob von den USA, den Chinesen oder Russen oder unseren eigenen Leuten), unsere Regierung uns weder schützen kann noch will, es einen akzeptierten doppelten Standard bei Rechtsverstössen bzgl. Datenschutz / Briefgeheimnis gibt (Geheimdienste = „ok“ vs Unternehmen / Privatleute = „zu ahndender Rechtsbruch“). Damit sinkt das Vertrauen in den Rechtstaat und Demokratie …“ | https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Techniker-analysieren-Vault-7-von-Wikileaks-Ein-Github-fuer-Malware/Was-bleibt-ist-die-Gewissheit-dass/posting-30064223/show/

// “ … Vault 7 is a series of documents that WikiLeaks began to release on March 7, 2017 that detail activities of the United States Central Intelligence Agency to perform electronic surveillance and cyber warfare. …“ | https://en.wikipedia.org/wiki/Vault_7

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"Vault 7: Von Wikileaks veröffentlichte CIA-Werkzeuge könnten Geheimoperationen enttarnen" Fabian A. Scherschel (heise Security, 03.04.2017)
Wikileaks hat nun damit begonnen, Teile der Malware-Entwicklungsumgebung des US-Geheimdienstes Central Intelligence Agency (CIA) zu veröffentlichen. Mit diesen Tools wurden offenbar Schadcode-Programme des Geheimdienstes einsatzbereit gemacht. Dazu gehört Software, welche die Herkunft des Schadcodes verschleiert und fremdsprachige Kommentare in den Code einbaut, um falsche Fährten zu legen. Und dazu gehören sogenannte Packer, die binären Schadcode verschleiern, um ihn an Anti-Viren-Software vorbei zu schleusen. Diese Enthüllungen sind vor allem deshalb brisant, weil sich mit diesem Wissen vergangene Hackerangriffe der CIA zuschreiben lassen.
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Vault-7-Von-Wikileaks-veroeffentlichte-CIA-Werkzeuge-koennten-Geheimoperationen-enttarnen-3673845.html
Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on April 11, 2017, 09:52:15 AM
"Assange: "Erst ein Prozent des CIA-Materials veröffentlicht""
Wikileaks hat mit veröffentlichtem CIA-Material eine Diskussion über Cyber-Sicherheit angestoßen. Im DW-Interview kündigte Julian Assange jetzt weitere Veröffentlichungen an - und erhob Vorwürfe gegen US-Unternehmen. ...
http://www.dw.com/de/assange-erst-ein-prozent-des-cia-materials-ver%C3%B6ffentlicht/a-38072255

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"Peinliche Blöße" (c't 07/2017, S. 38)
Bislang hat die CIA die Echtheit der Sammlung nicht offiziell bestätigt. Sie ließ nur ganz allgemein verlauten: „Die amerikanische Öffentlichkeit sollte schwer besorgt sein“, wenn Wikileaks Veröffentlichungen vornehme, die dazu gedacht seien, die Leistungsfähigkeit der Geheimdienste beim Schutz Amerikas vor „Terroristen und anderen Gegnern“ zu beschädigen. ... Mit den Vault-7-Dokumenten kann jeder genau nachvollziehen, dass die CIA zumindest zeitweise 22 Antivirenprogramme aushebeln konnte. Man kann einige wichtige Abteilungen des CCI identifizieren und man sieht gut aufgeschlüsselt, mit welchen befreundeten Geheimdiensten die CIA wann welche Zero-Day-Exploits ausgetauscht hat. ...
https://www.heise.de/ct/ausgabe/2017-7-Die-Vault-7-Dokumente-zeichnen-ein-intimes-Bild-vom-digitalen-Arsenal-der-CIA-3652833.html

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"Sicherheitsexperten könnten CIA-Hackergruppe enttarnt haben" Markus Böhm und Judith Horchert (10.04.2017)
Die CIA dürfte es wie schon die NSA zu Zeiten der Snowden-Dokumente ärgern, wie viel nun über ihr Vorgehen bekannt wird. Denn Experten - und somit auch andere Geheimdienste - haben durch die veröffentlichten Dokumente einen detaillierten Einblick in die Arbeit und die interne Kommunikation der CIA. Und der normale Bürger kann jetzt zumindest nachvollziehen, was heute unter Geheimdienstmethoden zu verstehen ist. ... Zu welchen konkreten Erkenntnissen die Dokumente führen können, zeigt gerade die amerikanische Sicherheitsfirma Symantec. Die Kalifornier, die die Norton-Schutzprogramme veröffentlichen, meldeten am Montag, eine schon seit Längerem beobachtete Cyberspionage-Gruppe nun mit dem Vault-7-Leak in Zusammenhang bringen zu können.
"Die WikiLeaks-Dokumente haben uns geholfen, unser Bild über die Gruppe zu vervollständigen", sagt Candid Wüest, Sicherheitsexperte bei Symantec auf eine SPIEGEL-Anfrage. Das Unternehmen habe in den vergangenen Jahren Malware gefunden, die - wie sich jetzt zeigte - teils fast exakt zu den Entwicklungsplänen und technischen Spezifikationen passt, die in den Vault-7-Dokumenten von WikiLeaks auftauchen.
Schon 2014 war Symantec auf eine Hackergruppe aufmerksam geworden, die offenbar hinter ganz bestimmten Spionageangriffen steckt. Sie nannte die Gruppierung Longhorn. Wie schon mehrere Dutzend andere landete die Gruppe damals auf dem Firmenradar, weil sie in Form eines manipulierten Word-Dokuments einen Zero-Day-Exploit für Windows-Rechner ausnutzte. Als Zero-Days bezeichnet man gravierende, bis dato unbekannte Schwachstellen.
Es blieb nicht bei dieser einen Attacke. Symantec seien mittlerweile 40 Ziele der Gruppe in 16 Ländern bekannt, heißt es: zwar nicht in Deutschland, aber im Nahen Osten, in Europa, Asien und in Afrika. Betroffen seien etwa eine Bank, ein Provider und Non-Profit-Organisationen. "Alle Organisationen, die im Fokus standen, wären für einen staatlichen Angreifer interessant", heißt es. Im Spionageeinsatz sollen die Werkzeuge von Longhorn mindestens schon seit 2011 sein. ...
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/wikileaks-vault-7-sicherheitsexperten-koennten-cia-hackergruppe-enttarnt-haben-a-1142643.html


"Symantec dokumentiert Verbindung zwischen angeblichen CIA-Tools und weltweiten Attacken" Jürgen Schmid (heise online, 10.04.2017)
Es spricht einiges dafür, dass die Longhorn-Gruppe tatsächlich zumindest im Auftrag der CIA agierte. Was jedoch verwundert: Unter den Zielen von Longhorn-Angriffen finden sich neben Regierungen auch Firmen aus den Bereichen Finanzen, Telekommunikation, Energie, Luftfahrt und IT; klassische Terroristen hingegen, wie man sie eigentlich im Fokus der CIA-Aktivitäten vermuten würde, finden sich nicht auf der Liste. ...
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Symantec-dokumentiert-Verbindung-zwischen-angeblichen-CIA-Tools-und-weltweiten-Attacken-3680265.html

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     JoeeoJ, 10.04.2017 18:01

Um die Ohren hauen sollte man den Verantwortlichen in unserer Regierung/Verwaltung diese Unterlagen,. Vielleicht dringt dann ja der Inhalt endlich in deren Grosshirnrinde ein.

Ich verstehe nicht, warum bei uns die Staatsanwaltschaft schläft. Bei der Regierung ... da bekomme ich langsam aber sicher mit jeder weiteren Untätigkeit bei Veröffenlichung neuer IT-Spionage Dokumente einen ganz bitterbösen Verdacht ...


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     cooregan, 10.04.2017 17:48

    Was jedoch verwundert: Unter den Zielen von Longhorn-Angriffen finden sich neben Regierungen auch Firmen aus den Bereichen Finanzen, Telekommunikation, Energie, Luftfahrt und IT

Nichts, aber auch gar nichts daran ist verwunderlich, wenn der Angreifer auch Wirtschaftsspionage betreibt.



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Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on April 14, 2017, 12:05:51 PM
"Analyse von Wikileaks-Dokumenten: Die Softwarefirma Symantec kommt zum Schluss: 40 Hackerangriffe in 16 Ländern gehen auf das Konto der CIA" (10.4.2017)
Die CIA selbst ging auf die Analyse von Symantec nicht direkt ein. Eine Sprecherin sagte aber, mit der Veröffentlichung von WikiLeaks erhielten Feinde der USA Möglichkeiten, um den Land zu schaden. ...
https://www.nzz.ch/digital/analyse-von-wikileaks-dokumenten-die-softwarefirma-symantec-kommt-zum-schluss-40-hackerangriffe-in-16-laendern-gehen-auf-das-konto-der-cia-ld.1085497

"CIA-Chef schießt scharf gegen Wikileaks" (14.04.2017)
Die Enthüllungsplattform sieht sich in der Rolle eines Aufklärers. Für den neuen CIA-Direktor Pompeo ist Wikileaks hingegen ein "feindlicher Geheimdienst" - gerichtet vor allem gegen die Vereinigten Staaten. ... Pompeo bezeichnete Wikileaks-Gründer Julian Assange und Ex-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden als eine der größten Bedrohungen für die USA. "Assange und seinesgleichen" machten "gemeinsame Sache mit Diktatoren", betonte der CIA-Direktor. ...
http://www.dw.com/de/cia-chef-schie%C3%9Ft-scharf-gegen-wikileaks/a-38424258

"Wikileaks: CIA nutzte Carberp-Trojaner für die Entwicklung eigener Malware" Stefan Beiersmann (10. April 2017)
Laut neuen Vault-7-Dokumenten verfügt die CIA über eine Plattform für die Entwicklung maßgeschneiderter Schadsoftware. Einzelne Module liefern beispielsweise Code für die Umgehung von Sicherheitssoftware. Andere helfen bei der Definition von Zielsystemen.
http://www.zdnet.de/88291765/wikileaks-cia-nutzte-carberp-trojaner-fuer-die-entwicklung-eigener-malware/

"CIA-Chef nennt WikiLeaks "feindlichen Geheimdienst"" (14.04.2017)
Pompeo bezeichnete WikiLeaks-Gründer Julian Assange als Betrüger und als Feigling. ... Pompeo wurde von Trump als CIA-Chef nominiert. Nachdem die Hacker-Attacken seine Rivalin Hillary Clinton trafen, hatte der heutige Präsident im Wahlkampf noch gesagt: "Ich liebe WikiLeaks." Mittlerweile empört sich Trump selbst über die Weitergabe vertraulicher Informationen. Dies sei "sehr unamerikanisch", schrieb er im Februar auf Twitter. ...
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/cia-chef-pompeo-nennt-wikileaks-feindlichen-geheimdienst-a-1143374.html

"CIA sieht in Enthüllungsplattform "feindlichen Geheimdienst"" (14. April 2017)
Die CIA stuft Wikileaks als "feindlichen, nicht-staatlichen Geheimdienst" ein. ... Direkt griff er auch bekannte Whistleblower an. In Wirklichkeit bestehe deren Mission in der "Selbstverherrlichung durch die Zerstörung westlicher Werte". Während die Geheimdienstes ihre Informationen möglichst stillschweigend zusammentrügen, seien Menschen wie Julian Assange oder Edward Snowden nur daran interessiert, "sich selbst einen Namen" zu machen. ...
http://www.deutschlandfunk.de/wikileaks-cia-sieht-in-enthuellungsplattform-feindlichen.1939.de.html

"WikiLeaks: Showtime bringt Doku über Julian Assange in die Kinos" Jonas Wagner (11. April 2017)
Aktuell diskutiert die Boulevardwelt über eine angebliche Liebesbeziehung des Aktivisten zur ehemaligen „Baywatch“-Nixe Pamela Anderson. ...
http://www.cnet.de/88169497/wikileaks-showtime-bringt-doku-ueber-julian-assange-in-die-kinos/

"Risk": Erster Trailer gibt Einblick in Film über Wikileaks 11. April 2017
http://derstandard.at/2000055794344/Risk-Erster-Trailer-gibt-Einblick-in-Film-ueber-Wikileaks

"Trump’s CIA Director Pompeo, Targeting WikiLeaks, Explicitly Threatens Speech and Press Freedoms"
What made Pompeo’s overt threats of repression so palatable to many was that they were not directed at CNN, the New York Times or other beloved-in-D.C. outlets, but rather at WikiLeaks, more marginalized publishers of information, and various leakers and whistleblowers, including Chelsea Manning and Edward Snowden.
Trump’s CIA Director stood up in public and explicitly threatened to target free speech rights and press freedoms, and it was almost impossible to find even a single U.S. mainstream journalist expressing objections or alarm, because the targets Pompeo chose in this instance are ones they dislike – much the way that many are willing to overlook or even sanction free speech repression if the targeted ideas or speakers are sufficiently unpopular.
Decreeing (with no evidence) that WikiLeaks is “a non-state hostile intelligence service often abetted by state actors like Russia”  a belief that has become gospel in establishment Democratic Party circles – Pompeo proclaimed that “we have to recognize that we can no longer allow Assange and his colleagues the latitude to use free speech values against us.” He also argued that while WikiLeaks “pretended that America’s First Amendment freedoms shield them from justice,” but: “they may have believed that, but they are wrong.”
He then issued this remarkable threat: “To give them the space to crush us with misappropriated secrets is a perversion of what our great Constitution stands for. It ends now.” At no point did Pompeo specify what steps the CIA intended to take to ensure that the “space” to publish secrets “ends now.” ... The Obama administration, in 2010, explored theories for how it could prosecute WikiLeaks, and even convened a Grand Jury to investigate. But it ultimately concluded that doing so would be impossible without directly threatening First Amendment press freedoms for everyone. ...
https://theintercept.com/2017/04/14/trumps-cia-director-pompeo-targeting-wikileaks-explicitly-threatens-speech-and-press-freedoms/

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gezzerx
April 15 2017, 5:21 a.m.

As a reminder Hermann Goering said at the Nuremberg Trials . “The people can always be brought to the bidding of the leaders. That is easy. All you have to do is tell them they are being attacked and denounce the pacifists for lack of patriotism and exposing the country to danger. It works the same way in any country.”

“Fascism should more appropriately be called Corporatism because it is a merger of state and corporate power.”
Benito Mussolini


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Billy
April 15 2017, 4:02 a.m.

I don’t know why Pompeo and his kind care about Wikileaks exposing crimes. The Criminals exposed never get prosecuted or punished for their warcrimes or whatever. They just get mad and try to find the whistleblower so they can punish them. And they continue on committing more Crimes. So what if the peons know about it?


...

https://theintercept.com/2017/04/14/trumps-cia-director-pompeo-targeting-wikileaks-explicitly-threatens-speech-and-press-freedoms/?comments=1#comments

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on April 20, 2017, 07:36:20 AM
Intercepted Podcast: Julian Assange Speaks Out as Trump’s CIA Director Threatens to “End” WikiLeaks
Intercepted, April 19 2017, 12:01 p.m. (Intercepted with Jeremy Scahill - Wikileaks vs the CIA)
WikiLeaks founder Julian Assange hits back at Trump’s CIA director Mike Pompeo after he accused WikiLeaks of being a “hostile nonstate intelligence agency” operating outside of the protections of the First Amendment. This week on Intercepted: We spend the entire show talking with Assange from inside the Ecuadorian embassy in London where he has been holed up since June 2012. In the wide-ranging interview, Assange discusses the allegations that WikiLeaks was abetted by Russian intelligence in its publication of DNC emails and the new-found admiration for him by FOX News, Anne Coulter, Sarah Palin, and Donald Trump. Also, why Assange believes he and Hillary Clinton may get along if they ever met in person. And we premiere an unreleased song by Tom Morello of Rage Against the Machine fame.
https://theintercept.com/2017/04/19/intercepted-podcast-julian-assange-speaks-out-as-trumps-cia-director-threatens-to-end-wikileaks/

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"USA bereiten Anklage gegen Assange vor" (21.04.2017)
http://www.tagesspiegel.de/politik/wikileaks-gruender-usa-bereiten-anklage-gegen-assange-vor/19698406.html

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nabucco666 09:14 Uhr
Ja, so agieren Rechtsstaaten und Demokratien. ... 

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"Julian Assange : US-Justizminister Sessions will härter gegen WikiLeaks vorgehen" (21. April 2017)
Jeff Sessions plant Medien zufolge, Haftbefehle gegen WikiLeaks-Chef Assange und Mitarbeiter zu erlassen. Ein Grund soll Verschwörung gegen die Regierung sein.  ... US-Justizminister Jeff Sessions hat die Festnahme von WikiLeaks-Gründer Julian Assange sowie den Kampf gegen die Veröffentlichung von Staatsgeheimnissen zu "einer Priorität" der neuen US-Regierung erklärt. "Wir werden unsere Anstrengungen gegen alle undichten Stellen verstärken und verstärken diese bereits", sagte Sessions. Der Justizminister beklagte, der Geheimnisverrat habe ein nie da gewesenes Ausmaß angenommen. Erfahrene Sicherheitsexperten seien "schockiert über die Zahl der undichten Stellen". "Wann immer ein Fall eingeleitet werden kann, werden wir versuchen, die Leute ins Gefängnis zu stecken", sagte Sessions. ... Einem Bericht der Washington Post zufolge haben US-Staatsanwälte in den vergangenen Wochen an einem Memo gearbeitet, das Anklagen gegen Assange und andere WikiLeaks-Mitarbeiter wegen Verschwörung, Diebstahl von Regierungseigentum und Verstöße gegen das Spionagegesetz vorsehe. Auch der Nachrichtensender CNN berichtet unter Berufung auf nicht namentlich genannte Behördenvertreter, es werde eine Klage gegen Assange vorbereitet. Das Justizministerium wollte sich zu den Berichten nicht äußern. ...
http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-04/julian-assange-jeff-sessions-klage-haftbefehl-wikileaks

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SnoopyCornflakes #1

Womit Julian Assange mit seinen Befürchtungen recht behalten hat und es jetzt lediglich offiziell ist.

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makke14 #1.1

Am Umgang mit Whistleblowern erkennt man immer den Unterschied zwischen Demokratien und Diktaturen.



...

"Wikileaks: USA bereiten angeblich Anklage gegen Julian Assange vor" Andreas Wilkens (21.04.2017)
Während Obamas Präsidentschaft habe das Justizministerium festgehalten, es könne schwierig werden, Assange anzuklagen, da Wikileaks die von Manning überlassenen Dokumente nicht als einzige veröffentlicht habe, schreibt CNN. Auch die New York Times und andere Medien seien dabei gewesen. Die Untersuchungen seien aber fortgeführt worden, insbesondere als die Ermittler meinten, Wikileaks habe Edward Snowden bei dessen Enthüllungen aktiv geholfen. ...
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-USA-bereiten-angeblich-Anklage-gegen-Julian-Assange-vor-3689840.html

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     JonChaos, 21.04.2017 08:24

Wie kann ein

- Nicht US Bürger
- der sich während des Tatzeitraumes nicht in den USA befindet

Sich eines Vergehens nach US Recht schuldig gemacht haben? Nach der Logik müsste man Personen die sich kritisch über das Saudische Königshaus äußern auch an dieses Land ausliefern damit sie sich dort vor einem Tribunal äh Gericht verantworten müssen...

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on May 04, 2017, 02:16:34 PM
"Assange sieht keine Russland-Nähe bei Wikileaks" (18.04.2017)
„Wir erhalten keine Unterstützung oder Finanzierung aus Russland“, sagte Julian Assange in der Nacht auf Dienstag in einem Interview des Fernsehsenders CNN Español. „Wikileaks hat über 600 000 Dokumente über Russland veröffentlicht. Es gibt keine Beziehung zwischen Wikileaks und Russland.“ Über die angebliche Unterstützung des Wahlkampfs von US-Präsident Donald Trump durch Russland habe er keine Anhaltspunkte, sagte Assange. „Wenn wir dazu Informationen erhalten, werden wir sie natürlich veröffentlichen.“ ...
https://futurezone.at/netzpolitik/assange-sieht-keine-russland-naehe-bei-wikileaks/259.112.125

"Julian Assange: "Unsere Quelle ist kein Staat"" (18. April 2017)
Assange sagte nun im CNN-Interview, er sehe keine Anhaltspunkte dafür, dass der heutige US-Präsident Donald Trump von Russland unterstützt wurde. Wenn WikiLeaks Informationen darüber erhielte, würde die Enthüllungsplattform diese veröffentlichen. Jedoch erhalte WikiLeaks seine Informationen nicht von Regierungen. "Unsere Quelle ist kein Staat – weder Russland noch China", sagte Assange.  ...
http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-04/julian-assange-wikileaks-russland-zusammenarbeit-spekulationen

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RaLiWiWi, #8

Der von den Eliten zutiefst verachtete Souverän soll weitestgehend uninformiert und damit dumm gehalten werden - und zum größten Feind werden Menschen und Organisationen erklärt , die dem Souverän ein Stück der ungeschminkten Wahrheit zukommen lassen
Ob in den USA ( unter Obama), in der EU oder auch in D wurden in den letzten Jahren die Gesetze gegen Whistleblower massiv verschärft und die Gerichts-Urteile gegen diese Zivilistions-, Demokratie-Schützer fallen immer harscher aus
Daniel Elsberg der die Pentagon-Papers veröffentlichte die die US Lügengeschichte zum Beginn des Vietnam-Krieges entlarvte ging noch straffrei aus - Edward Snowden würde wohl den Rest seines Lebens in einem US Knast verrotten

Gäbe es nicht WIKILEAKS wüssten wir nicht, wie Frau Rice und Frau Clinton schon seit Jahren versuchen einen Konflikt zwischen der Ukraine und der RF zu schüren
Wir wüssten auch nicht, dass die CIA einen im Detail nun vollzogenen (aber bis dato nicht erfolgreichen) Regime Change Plan für Syrien entwickelte

Strikte Geheimhaltung ist für alle Herrschenden Systeme ( von der Westlichen-Werte-Gemeinschaft über die RF bis hin zur PRC) zum obersten Gebot geworden - informierte mündige Bürger unerwünscht und Organisationen und Menschen die dies zum Teil ermöglichen der erklärte Feind

Egal ob sogenannte Handelsverträge des neuen Typs wie CETA, TISA,TTIP streng von der Öffentlichkeit fern gehalten, ÖPP Verträge strikte Geheimhaltung da Betriebsgeheimnisse gewahrt werden müssen usw.


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1Hz
#8.2  —  vor 2 Wochen 14

Schauen wir doch mal, was der gute Kennedy zum Thema beizutragen hatte:

"Meine Damen und Herren,

Geheimhaltung ist abstoßend in einer freien und offenen Gesellschaft. Als Volk haben wir eine natürliche und historische Abneigung gegen Geheimgesellschaften und Geheimbünde. Die Nachteile einer übermäßigen Geheimhaltung übersteigen die Gefahren, mit denen diese Geheimhaltung gerechtfertigt wird. Es macht keinen Sinn, einer unfreien Gesellschaft zu begegnen, indem man ihre Beschränkungen imitiert. Das Überleben unserer Nation hat keinen Wert, wenn unsere freiheitlichen Traditionen nicht ebenfalls fortbestehen. Es gibt eine sehr ernste Gefahr, daß der Vorwand der Sicherheit mißbraucht wird, um Zensur und Geheimhaltung auszudehnen.
Ich habe nicht die Absicht, so etwas zu dulden, sofern dies in meiner Kontrolle liegt, und kein Beamter meiner Administration, egal in welchem Rang, zivil oder militärisch, sollte meine Worte hier und heute abend als eine Entschuldigung interpretieren, Nachrichten zu zensieren oder dezent zu unterdrücken, unsere Fehler zuzudecken oder der Presse und der Öffentlichkeit Tatsachen vorzuenthalten, die sie erfahren sollten.
"

27.04.1961


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"Assange beantragt in Schweden erneut Aufhebung von europäischem Haftbefehl" (3.5.2017)
Wikileaks-Gründer Julian Assange hat bei der schwedischen Justiz einen neuen Antrag auf Aufhebung des gegen ihn erlassenen europäischen Haftbefehls gestellt.
Sein Anwalt Per Samuelsson teilte mit, der Antrag sei am Mittwoch bei einem Gericht in Stockholm eingereicht worden. Dies sei eine Reaktion auf eine Äußerung von US-Justizminister Jeff Sessions aus dem April, wonach die Festnahme von Assange eine Priorität der neuen Regierung in Washington ist.
„Wir können nun beweisen, dass die USA den Willen haben zu handeln“, sagte Samuelsson der Nachrichtenagentur AFP. „Deshalb beantragen wir die Aufhebung des europäischen Haftbefehls, so dass Julian Assange nach Ecuador fliegen und politisches Asyl bekommen kann.“... Die neue US-Regierung will sich laut Justizminister Sessions verstärkt darum bemühen, Assange und andere als Geheimnisverräter beschuldigte Menschen vor Gericht zu stellen.
Assange ist bereits acht Mal vor schwedischen Gerichten mit seinem Versuch gescheitert, die Aufhebung seines Haftbefehls zu erwirken.
Die Justiz des skandinavischen Landes weigerte sich, die Einschätzung eines UN-Ausschusses zum Fall Assange zu berücksichtigen. Dieser war im Februar 2016 zu der Einschätzung gelangt, dass Assange mit seinem Exil in der ecuadorianischen Botschaft von Großbritannien und Schweden „willkürlich festgehalten“ werde. (afp)
http://www.epochtimes.de/politik/welt/assange-beantragt-in-schweden-erneut-aufhebung-von-europaeischem-haftbefehl-a2110261.html

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"Julian Assange ist ein politischer Gefangener" London, Großbritannien - Sabine Bock (17.04.2017)
Julian Assange ist ein politischer Gefangener. Er wurde nie angeklagt oder verurteilt, dennoch sitzt er seit fünf Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London gefangen, mit Haftbefehl aus Schweden, ohne Anklageschrift, mit der Befürchtung, an die USA ausgeliefert zu werden, wo ihm der Prozess wegen der Wikileaks-Enthüllungen droht. Eine Lösung seiner Situation ist nicht in Sicht und offensichtlich nicht im Interesse der Regierungen und der Justiz von Schweden, Großbritannien und der USA.
Seit Juni 2012 befindet Assange sich nun in der ecuadorianischen Botschaft in London, in der ihm die Regierung von Ecuador politisches Asyl gewährt hat. Er hat das Gebäude nie verlassen, bekommt kaum Sonnenlicht oder frische Luft. Die medizinische Untersuchung in einem Krankenhaus wurde ihm von der britischen Regierung nicht gewährt.
Es ist nicht verwunderlich, dass die mächtigsten Menschen der Welt verhindern wollen, dass ihre Verbrechen veröffentlicht werden. Es ist überraschend, dass sie dabei so viel Unterstützung bekommen.
https://www.pressenza.com/de/2017/04/julian-assange-ist-ein-politischer-gefangener/

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"Julian Assange & schwarze Spitze: Das macht Pamela Anderson an" (Donnerstag, 06. April 2017)
... Seit Monaten schon besucht Anderson den Wikileaks-Gründer Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London. Dort lebt der 45-Jährige seit 2012 im politischen Asyl, nachdem ihn Großbritannien nach Vergewaltigungsvorwürfen an Schweden ausliefern wollte. Promi-News des Tages: Sind Pamela Anderson und Julian Assange ein Paar? 06.02.2017
"Meine Beziehung zu Julian - es ist kein Geheimnis, er ist einer meiner Lieblingsmenschen", schreibt Anderson. Sie beschreibt Assange als "wahnsinnig empathisch". "Julian versucht, die Welt zu befreien, indem er sie aufklärt." ...

http://www.n-tv.de/leute/Das-macht-Pamela-Anderson-an-article19783013.html

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"What Risk Says About Julian Assange" David Sims (02.05.2017)
The new documentary from Laura Poitras, the director of Citizenfour, follows the Wikileaks founder as his public profile radically shifts around him. ... Still, the film doesn’t keep the audience at a similar distance. Much as Citizenfour’s look at Snowden felt disarmingly raw, the inside footage of Wikileaks at work is similarly riveting. There are unspoken dynamics between Assange and his co-workers that Poitras largely leaves to the imagination. But as the years pass, it’s easy to come away with the overall impression of noxious sexism pervading this small community of hackers and activists. Whether or not you view Assange’s actions as laudable, in the film, he’s a very difficult figure to engage with. Risk first premiered a year ago at the Cannes Film Festival, with a vastly different cut that was reportedly a much more straightforward, positive portrayal of Wikileaks and Assange. ...
https://www.theatlantic.com/entertainment/archive/2017/05/risk-julian-assange-laura-poitras-review/525030/

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on May 17, 2017, 09:54:49 AM
"US-Wahlkampf-Leaks: Neue Spur?" Thomas Pany (16. Mai 2017)
Ein privater Ermittler im Mordfall Seth Rich behauptet Verbindungen zwischen dem DNC-Mitarbeiter und WikiLeaks ... Der bis heute ungeklärte Fall bekam dann eine zusätzliche Dimension, als WikiLeaks am 9. August eine Belohnung von 20.000 Dollar für Informationen aussetzte, die zur Verurteilung des Mörders von Seth Rich führen. ... Auf Nachfragen des niederländischen Journalisten wollte sich Assange aber nicht auf eine handfeste Aussage festlegen lassen, dass Seth Rich mit WikiLeaks zusammengearbeitet habe und der Mord damit zu tun habe. Dies würden andere suggerieren. Er wolle nur ein Verständnis dafür wecken, wie groß die Risiken in den USA seien. ... Die Familie von Seth Rich wehrte sich gegen die Politisierung des gewaltsamen Tods ihres Sohnes. ... Der eigentliche Kern des aktuellen Berichts von Fox-News besteht [ ] darin, dass Rod Wheeler stocksauer auf die Polizei und das FBI ist, weil sie den Laptop von Seth Rich nicht herausgeben. Wheeler ist, ... überzeugt davon, dass sich auf dem Laptop "handfeste Beweise" befinden. ... Seine Quellen hätten ihm auch gesagt, dass es dort Informationen gebe, die eine Verbindung zwischen Rich und WikiLeaks bestätigen. "Absolutely. Yeah. That's confirmed." Dass es wahrscheinlich kein Hack war, sondern ein Insider-Leak, der zur Veröffentlichung der DNC-Mails führte, hatten Mitte Dezember auch Experten nahegelegt (siehe US-Wahl: War es ein Leak und kein Hack?: https://www.heise.de/tp/features/US-Wahl-War-es-ein-Leak-und-kein-Hack-3572764.html ). Den Namen Seth Rich nannten sie aber nicht. Der Fall bleibt bis auf Weiteres ungeklärt.
https://www.heise.de/tp/features/US-Wahlkampf-Leaks-Neue-Spur-3715256.html

Quote

    Artur_B, 16.05.2017 21:18

... Rod Wheeler konzentriert sich auf den Umstand, dass viele Indizien darauf hindeuten, dass Seth Rich der Informant Assanges war. Wenn sich das beweisen ließe, dann sitzen die Demokraten aber in der Tinte: eine dermaßen zeitnahe Ermordung wäre ein astronomischer Zufall. Und Wheeler macht seine Sache ziemlich gut: https://www.youtube.com/watch?v=grkK33chJkw#t=74 (https://www.youtube.com/watch?v=grkK33chJkw#t=74)

Gruß Artur


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"Julian Assange zu Chelsea Mannings Freilassung: "Epischer Sieg"" (05/2017)
Wikileaks-Gründer Julian Assange feiert die Entlassung von Whistleblowerin Chelsea Manning als "epischen Sieg". Manning wurde am Mittwoch vorzeitig aus der Haft entlassen. ...
http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Julian-Assange-zu-Chelsea-Mannings-Freilassung-Epischer-Sieg-id41481576.html

"Schweden stellt Ermittlungen gegen Assange ein" (19.05.2017)
Die Ermittlungen gegen Julian Assange wegen des Vorwurfs einer Sexualstraftat in Schweden werden eingestellt. Ecuadors Botschaft in London wird der WikiLeaks-Gründer wohl trotzdem nicht verlassen. ...
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/julian-assange-schweden-stellt-ermittlungen-ein-a-1148429.html

"Schweden beendet Ermittlungen gegen Julian Assange Update" Martin Holland (heise online, 19.05.2017)
Die schwedische Generalstaatsanwaltschaft stellt die Ermittlungen gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange ein. Das teilte sie am heutigen Freitag mit. Damit wird auch der europaweite Haftbefehl gegen den Whistleblower aufgehoben. Der befindet sich seit Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London, um diesem Haftbefehl und einer befürchteten Auslieferung an die USA entgegen zu wirken. ... Wie die schwedische Nachrichtenseite The Local berichtet, hält die zuständige Generalstaatsanwältin Marianne Ny es nicht mehr für verhältnismäßig, Untersuchungshaft in Abwesenheit gegen Assange zu verhängen. Auch der europäische Haftbefehl werde deshalb nicht mehr aufrechterhalten. Deshalb habe sie angeordnet, die Ermittlungen zu beenden. ...  Die Londoner Polizei hat inzwischen erklärt, dass weiterhin ein Haftbefehl gegen Assange vorliege, den sie zu vollstrecken gezwungen sei, sobald Assange die Botschaft Ecuadors verlassen sollte. Assange war im Juni 2012 nicht zu einer polizeilichen Anhörung erschienen, woraufhin ein Gericht den Haftbefehl ausgestellt hatte. Nachdem die Schweden nun den Europäischen Haftbefehl zurückziehen, werde Assange aber nur noch für ein minderschweres Vergehen gesucht, betont die Polizei. Das werde die Behörde auch beim Ressourceneinsatz berücksichtigen. ...
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Schweden-beendet-Ermittlungen-gegen-Julian-Assange-3718243.html

"Schweden stoppt Verfahren: Die Odyssee des Julian Assange" (19.05.2017)
Sieben Jahre hat die schwedische Staatsanwaltschaft gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange ermittelt – wegen eines Vergewaltigungsverfahrens. Diese Ermittlungen werden nicht weitergeführt. Ein Rückblick auf Assanges Spiessrutenlauf. ...
https://www.srf.ch/news/international/die-odyssee-des-julian-assange-2

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"Sweden Withdraws Arrest Warrant for Julian Assange, but He Still Faces Serious Legal Jeopardy" Glenn Greenwald (May 19 2017)
The termination of the Swedish investigation is, in one sense, good news for Assange. But it is unlikely to change his inability to leave the embassy any time soon. If anything, given the apparent determination of the Trump administration to put him in a U.S. prison cell for the “crime” of publishing documents, his freedom appears further away than it has since 2010, when the Swedish case began. ...
https://theintercept.com/2017/05/19/sweden-withdraws-arrest-warrant-for-julian-assange-but-he-still-faces-serious-legal-jeopardy/

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on May 20, 2017, 01:32:21 PM
"Wikileaks-Gründer Julian Assange "Der richtige Krieg fängt gerade erst an"" (19.05.2017)
Der Anwalt des Wikileaks-Gründers, Per Samuelson, sprach dennoch von einem „totalen Sieg“. Assange selbst kritisierte am Freitag, dass er sieben Jahre ohne Anklage festgehalten worden sei. Fünf Jahre davon habe er in der ecuadorianischen Botschaft in London verbringen müssen. „Das kann ich nicht vergeben und nicht vergessen“, sagte Assange am Freitag auf dem Balkon der Vertretung. „Der richtige Krieg fängt gerade erst an.“ Zu Beginn seines Auftritts reckte er die Faust. ... Ecuador forderte indes freies Geleit für den Wikileaks-Gründer. Das Vereinigte Königreich müsse Assange nun eine sichere Passage garantieren. Wenn Großbritannien dies gewähre, sei Assange in Ecuador willkommen, sagte Außenminister Guillaume Long am Freitag auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Quito. Doch trotz der schwedischen Entscheidung kann Assange die Botschaft derzeit nicht verlassen, ohne verhaftet zu werden. Die Londoner Polizei erklärte am Freitag, Assange werde nach wie vor gesucht, da er die Kaution hatte verfallen lassen und nicht vor Gericht erschienen war. Allerdings sei dies „ein viel weniger schwerwiegendes Verbrechen“. ... Staatsanwältin Ny bestritt, dass das Ende der Ermittlungen mit einer möglichen Strafverfolgung von Assange durch die US-Behörden zusammenhänge. Im April hatten US-Medien berichtet, die Behörden bereiteten eine Anklage gegen ihn vor, über die unter anderem brisante US-Dokumente aus den Kriegen in Afghanistan und im Irak veröffentlicht wurden.
Erst am Mittwoch war die amerikanische Whistleblowerin Chelsea Manning vorzeitig aus der Haft entlassen worden. 2010 hatte Wikileaks tausende Seiten vertraulicher Dokumente veröffentlicht, das von der IT-Spezialistin Manning im Irak gestohlen worden war. Manning wurde dafür zu 35 Jahren Gefängnis verurteilt, doch US-Präsident Barack Obama verkürzte am Ende seiner Amtszeit ihre Haft.  ...
http://www.tagesspiegel.de/politik/wikileaks-gruender-julian-assange-der-richtige-krieg-faengt-gerade-erst-an/19827508.html

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-05/wikileaks-gruender-julian-assange-ermittlungen-einstellung-drohung-klage

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Hans C. Anderson #2  —  vor 18 Stunden 51

" mutmaßlich im Auftrag von Russland beschafft hatten."

Käme man mal vom Vermutungsjournalismus zurück zur faktenbasierten Berichterstattung, gäbe es sicher mehr Zustimmung seitens der zahlenden Kundschaft, also den Lesern.


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Derwitz
#2.1  —  vor 17 Stunden 17

Wieso sollten Journalisten keine Vermutungen äußern? Es ist doch sogar gut, wenn angegeben wird, dass es sich um eine Vermutung handelt. Problematisch wird es doch erst, wenn die Vermutung als Fakt dargestellt wird.


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Unbeugsam
#2.2  —  vor 17 Stunden 25

Und selbst wenn die Emails von Russland beschafft wurden:
Clinton hat mittels illegitimer Mittel Sanders als Präsidentschaftskandidat verhindert, weil diese narzistische Person unbedingt auch mal Präsidentin werden wollte.
Nicht weil sie eine politische Vision hatte oder beeindruckend kompetent oder integer war.
Es ist weder die Schuld von Russland und erst recht nicht von Assange, dass nun Trump Präsident ist.
Trump ist Präsident geworden, weil Clinton so eine unerträgtliche und unfähige Kandidatin war und die Masche "ich bin ja nicht ganz so schrecklich wie mein Konkurrent, also wählt mich!" einfach nicht genug war.


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Unbeugsam
#4  —  vor 17 Stunden 36

++ Die Plattform steht in der Kritik, sowohl aufgrund von Veröffentlichungen als auch öffentlichen Äußerungen. So hatte WikiLeaks nach dem Anschlag im Pariser Bataclan-Theater getwittert, der Anschlag sei das "Resultat einer westlichen Politik". ++

Ja, und?
Der westliche Imperialismus war es, der weite Teile Afrikas und Asiens in die heutigen Staaten aufteilte, nicht nach Ethnien, oder irgendwelchen rationalen Gesichtspunkten, sondern so, wie es den Westmächten eben politisch gerade passte.
Der Kolonialismus und Imperialismus war ein Verbrechen, die Länder wurden ausgeraubt, die Bevölkerung brutal unterdrückt. England, Frankreich, Italien und Spanien setzten allesamt auch Giftgas gegen die dissidente Zivilbevölkerung ein.

Ab 2001 dann der "war on terror", ein verbrecherischer Krieg von Rachegefühlen- und Profitinteressen getrieben, mit Hunderttausenden Toten - meist Moslems - und daran anschließend die Zerstörung vorhandender staatlicher und gesellschaftlicher Strukturen im Irak. Durch den Westen.
Ab 2011 dann wiederum die Intervention durch den Westen in Form von Waffenlieferungen an syrische "Rebellen" und darauf folgend der Aufstieg des IS, der seitdem u.a. von Frankreich massiv mittels Luftwaffe angegriffen wird.
Und dann folgt - nach unzähligen Tonnen Bomben, die frz. Kampfflugzeuge über IS-Gebiet abgeworfen haben - der Anschlag im Namen des IS in Paris.

Und Assange wird nun vorgehalten, dass er das offensichtliche ausspricht?
Ernsthaft?


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""Risk": Kein normaler Mensch" Monika Ermert (17. Juni 2017)
In ihrer Dokumentation "Risk" nähert sich Laura Poitras dem egozentrischen WikiLeaks-Gründer Julian Assange und seinem Umfeld. Auch ihre eigene Rolle ist von Bedeutung.
http://www.zeit.de/digital/internet/2017-06/risk-wikileaks-julian-assange-laura-poitras/komplettansicht

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SchartinMulz #3

Das Problem ist nicht die Frage ob Assange egozentrisch ist, ein Selbstdarsteller oder ob er Frauen belästigt hat.
Das Problem ist, dass dadurch die Erkenntnisse, die die Welt durch seine Arbeit gewonnen hat, in den Hintergrund geraten. Sind die Skandale, die von wikileaks aufgedeckt wurden, nicht mehr schlimm, weil Assange Egozentriker ist? Es ist für alle einfacher so, Assange ist ein "Vergewaltiger", Snowdon ist "russischer Spion", damit ist die Sache aus der Welt.


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Ministerium für Überfülle #3.1

"Das Problem ist, dass dadurch die Erkenntnisse, die die Welt durch seine Arbeit gewonnen hat, in den Hintergrund geraten. Sind die Skandale, die von wikileaks aufgedeckt wurden, nicht mehr schlimm, weil Assange Egozentriker ist?"

Das ist kein Problem, dass ist die vorsätzliche Demontage von Wikileaks und Assange. Es ist doch spannend, wie sehr sich nahezu alle Medien an der Hetze gegen Assange beteiligen. Wie nicht mehr der Erkenntnisgewinn in den Vordergrund gerückt wird sondern in immer kürzeren Abständen die Quelle diskreditiert wird.

Wir verdanken Wikileaks sehr viel. Assange hat den Mächtigen in unglaublicher Weise auf die Füße getreten. Er und schlimmer Wikileaks soll systematisch zerstört werden. Und es ist spannend wie ein Thriller, wie ausgerechnet seine Berufskollegen, die eigentlich sonst bei jedem Pipifax mit Journalisten solidarisch sind und das Ende der Pressefreiheit ausrufen, Assange als Witzfigur versuchen darzustellen.


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Michel 47 #3.3

Zitat: Es ist für alle einfacher so, Assange ist ein "Vergewaltiger", Snowdon ist "russischer Spion", damit ist die Sache aus der Welt.

Genau das ist der Punkt.

Täglich werden wir mit gravierenden Tatsachen wie Verschwendung
von Steuermilliarden, Affären, politische Fehlentscheidungen, brutale
Vergehen usw. bombardiert.

Wir sehen es, wir hören es, regen uns mehr oder weniger
darüber auf und .. das war’s.

Frei nach dem Motto, "C'est la vie" bzw. "The show must go on",

Zu mindestens so lange wir nicht direkt von den Ereignissen
persönlich betroffen sind.

Sind wir gegen so viel Negatives mehr oder weniger immun/abgestumpft?


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Rage against the Washmachine #3.5

Es war für jeden vernunftbegabten, nicht völlig naiven, Menschen abzusehen dass man Snowden und Assange versuchen wird zu diskreditieren und letztendlich unglaubwürdig zu machen. Unabhängig davon dass die Leaks immer echt sind. Liegt auch in der Natur der Sache,ist psychologisch wirksam - ähnlich wie permanentes Wiederholen unbewiesener Anschuldigungen - gerade bei den leicht Beeinflussbaren und denen mit zementiertem Weltbild und klarer Gut/Böse-Verteilung..


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dborrmann #4.5

"Egozentrismus" ist keine medizinische Diagnose. Wenn, dann sollte man auch von Egozentrik sprechen, das wäre dann aber auch nur ein Symptom und keine Diagnose. Narzissmus wäre eine Diagnose, Egozentrik ist ein führendes Symptom von Narzissmus.

Ob Herr Assange narzisstisch ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Soweit ich weiß, gibt es auch keine fachpsychiatriasche Auskunft hierzu, ganz im Gegenteil übrigens zu Herrn Trump. Da hat sich die John-Hopkins-Universitätsklinik eindeutig geäußert. Allerdings kann man daran rügen, dass es sich um eine Ferndiagnose handelt. ...


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deep_franz #4.6

Nur mal so als Nachtrag
Eigentlich geht es um eine Dokumentation der Filmemacherin Laura Poitras.
Ersaunlicherweise wird aber hier nicht etwa Film diskutiert oder was der Artikel über den Film aussagt, sondern es wird die mutmaßliche Persönlichkeit des Herrn Assange diskutiert und in wie weit der Artikel möglicherweise manipulativ vorgeht.
Liegt das am Artikel selbst oder am Thema?


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holzhammernarkose #7

Herr Assange ist eine arme Sau - man entschuldige die Ausdrucksweise - da hat es Herr Snowden vermutlich besser getroffen.


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pepi06 #7.1

Ohne Assange und Wikileaks wäre Snowden jetzt bereits in Haft oder tot.


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akomado #11

So lange sich die "Vierte Gewalt" ihrer Aufgabe verweigert, objektiv, wahrheitsgemäß, unparteiisch zu berichten - so lange werden Initiaitiven wie Wikileaks und "Helden" wie Assange, Manning, Snowden u. a. nötig sein. Ich betrachte es als feindliche Handlungen gegenüber den demokratischen Tugenden von Transparenz, Öffentlichkeit und Wahrhaftigkeit, wenn auf "Persönlichkeitsmerkmalen" der Protagonistinnen und Protagonisten herumgeritten wird - dies verdeckt wunderbar, worum es einzig und allein geht: Die Verbrechen der Herrschenden, welche durch derartige Leaks aufgedeckt werden. (Nicht anders die alberne Kampagne des Washingtoner Establishments gegen die Trump-Administration wegen ihrer "Russland-Kontakte" - hey, sucht euch ernsthafte Themen aus!) Kein Mensch ist ohne Fehl und Tadel und es ist lächerlich, dies von Whistleblowern usw. zu verlangen, während die Mächtigen von Fehl und Tadel nur so strotzen, aber keiner dies anprangert. Es geht schlichtweg um die Inhalte der Leaks - und da kommt das Clinton-Lager schlecht weg mit seiner Kampagne, den tatsächlich linken Kandidaten Sanders auszubooten. Sollte dies Hillary Rodham Clinton bei der Wahl geschadet haben, dann zu Recht.


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Turna #14

Fakt ist: Die Welt hat WikiLeaks bitter, bitter nötig.
Die "etablierten" Medien versagen völlig in ihrer Aufgabe, globale Misstände aufzudecken sowie Ursachen, Zusammenhänge und kriminelle Verantwortliche offen beim Namen zu nennen.
Es ist bedauerlich, wenn Herr Assange einen unangenehmen Charakter haben sollte, und niemand darf über Kritik erhaben sein - allerdings hat er keine Menschen ermordet oder ermorden lassen.
Die Leute, deren Taten auf WikiLeaks zu Recht bloßgestellt werden dagegen sehr wohl. Die Mord-Bilder des US-Hubschrauberkommandos aus dem Irak verfolgen mich noch heute. Und es ist kaum besser geworden seither. Nur noch verdeckter und noch verschwiegener.


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area #16

Ihre negative Darstellung Assanges überrascht nicht, es ist ja so üblich und so einfach. Wie könnte eine "Oscar-Preisträgerin" irren? Sie sollten aber schon darauf hinweisen, dass sie 2016 in Cannes eine ganz andere Version des Filmes präsentiert hat.
WikiLeaks macht gute Arbeit, genau wie früher, als alle es toll fanden. Den ganzen psychologischen Ferngutachtern Assanges kann ich nur sagen: ich finde Ihn sympathisch, weil er sich gegen den Medienmainstream stellt, trotz der täglichen persönlichen Attacken weitermacht.

#16.2

Gerade solche Filme wie die von Poitras lenken von den Veröffentlichungen von WikiLeaks wie auch den leaks von Snowden total ab: Assange unsympathisch, Snowden sympathisch. Außerdem ist doch bekannt, wie die Auswahl in Dokumentarfilmen die Meinung der Zuschauer lenkt. Sie hätte mit Material von Jahren(!) selbstverständlich auch Szenen zeigen können, in denen Assange lustig oder traurig ist, nachdenklich, wütend, eben doch normal. Es ist mehr ein Film über Poitras als über WikiLeaks.


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Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on June 19, 2017, 10:17:50 AM
"Wikileaks: So hackt die CIA unsere Router" (16.06.2017)
Die CIA verfügt über Software, mit der sie viele bekannte Router übernehmen kann. Das zeigen Dokumente von Wikileaks. ... Unter der Bezeichnung Cherryblossom führt die CIA eine Reihe von Hacker-Werkzeugen, mit denen der US-Geheimdienst die Kontrolle über eine ganze Reihe von Routern übernehmen kann. Das geht aus geheimen Dokumenten hervor, die Wikileaks im Rahmen der Vault-7-Enthüllungen veröffentlicht hat. Cherryblossom ermöglicht es der CIA, die Firmware von Routern verschiedener Hersteller zu überschreiben und so die Kontrolle über die Geräte zu übernehmen. ...
http://t3n.de/news/wikileaks-hackt-cia-router-831217/

"Wikileaks: CIA späht seit Jahren WLAN-Router aus" Stefan Beiersmann (16. Juni 2017)
Per Schadsoftware erhält der Geheimdienst Zugriff auf den gesamten Internetverkehr eines Ziels. Die CIA ist auch in der Lage, Datenverkehr zu manipulieren. Das erlaubt es ihr, Sicherheitslücken in Anwendungen und Betriebssystemen auszunutzen. ... Einem der Wikileaks-Dokumente zufolge soll die CIA bis Mitte 2012 Exploits für rund 25 verschiedene Geräte von 10 unterschiedlichen Herstellern entwickelt haben. Darunter sind namhafte Anbieter wie Asus, Belkin, Buffalo, Dell, D-Link, Linksys und Netgear. ...
http://www.zdnet.de/88301165/wikileaks-cia-spaeht-seit-jahren-wlan-router-aus/

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"Nach Verhaftung von Quelle: Wikileaks setzt "Kopfgeld" auf Reporter aus" (8. Juni 2017)
In der Diskussion über journalistisches Fehlverhalten bei "The Intercept" hat sich Wikileaks zu Wort gemeldet. Die Whistleblowing-Plattform schreibt 10.000 Dollar "Kopfgeld" auf einen Journalisten aus. Wer Informationen hat, die zur "öffentlichen Bloßstellung" und zur "Terminierung" des Reporters führen, erhält eine Belohnung von Wikileaks. Der dabei benutzte Begriff "Termination" kann Entlassung, aber auch Tötung bedeuten, wurde von der Plattform aber nicht näher definiert. Dafür gab es Kritik. Prinzipiell herrscht unter investigativen Journalisten jedoch Entsetzen über das Vorgehen von "The Intercept". Das Portal hatte von einer Quelle geheime Informationen per Post erhalten. Laut Gerichtsdokumenten soll ein Intercept-Journalist eine weitere Quelle im Geheimdienstsektor zur Echtheit der übermittelten Informationen befragt haben. Dabei verriet er, dass der Brief der Quelle in "Augusta, Georgia" aufgegeben worden ist. Dadurch konnte das FBI offenbar die Identität der Quelle endgültig feststellen und diese festnehmen. Laut Medienberichten handelt es sich um eine 26-jährige US-Bürgerin namens Reality Winner. Zuvor hatte The Intercept den Behörden bereits Originaldokumente gezeigt, wodurch diese erfuhren, dass die Dokumente gedruckt und per Post versandt wurden. "Ich habe einen Fehler mit derartigen Konsequenzen noch nie gesehen", kommentierte Pulitzer-Preisträger Barton Gellmann, der für die Washington Post über die Snowden-Enthüllungen berichtet hatte. Bill Grueskin von der Columbia School of Journalism gab gegenüber der New York Times an, dass man Originaldokumente oder Kopien "niemals an die Behörden" weitergeben dürfe. The Intercept selbst äußerte sich in einem kurzen Statement zu der Causa. Chefredakteurin Betsy Reed gab an, dass The Intercept die Identität seiner Quelle nicht kenne und die Angaben der Ermittlungsbehörden "unbewiesene Unterstellungen" beinhalteten.
Persönliche Konsequenzen für die beteiligten Reporter gab es vorerst keine. Genau darauf will Wikileaks nun aber abzielen. "Ich liebe The Intercept meistens, aber wenn das euer Kerl gemacht hat, stellt ihn bloß und terminiert ihn jetzt", twitterte Wikileaks-Gründer Julian Assange in Bezug auf die kritisierten journalistischen Praktiken.
Journalisten befürchten, dass die Festnahme von Reality Winner künftige Quellen abschrecken dürfte. (red, 8.6.2017)
https://derstandard.at/2000058934166/Nach-Verhaftung-von-Quelle-Wikileaks-setzt-Kopfgeld-auf-Reporter-aus

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"Wikileaks veröffentlicht Dokumente zu russischer Internet-Überwachung" Detlef Borchers (19.09.2017)
Wikileaks hat heute mit der Veröffentlichung der "Spy Files Russia" begonnen. Anhand von 34 Kern-Dokumenten einer Firma soll das Ausmaß der Internet-Überwachung in Russland dokumentiert werden. Mit den Spy Files Russia zeigt Wikileaks, dass die Enthüllungsplattform auch russischsprachige Dokumente veröffentlichen kann. Rund 200 Dokumente der Telekommunikationsfirma Peter-Service aus den Jahren 2007 bis 2015 belegen, dass der Abrechnungsspezialist weit mehr anbietet als die Abrechnung von Telefon-Dienstleistungen für Konzerne wie Gazprom (Russland), Turkcell (Türkei) und Megafon (Tadschikistan). Aus den von Wikileaks ins Englische übersetzten Dokumenten geht hervor, dass man Kommunikationsdaten auf Vorrat sammelt und eine Abfrage-Schnittstelle für den russischen Nachrichtendienst FSB betreibt. ...
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-veroeffentlicht-Dokumente-zu-russischer-Internet-Ueberwachung-3835600.html

""Spy Files Russia" WikiLeaks veröffentlicht Dokumente aus Russland" (19.09.2017)
Immer wieder wurde von WikiLeaks gefordert, Enthüllungen über Russland zu veröffentlichen. Nun ist dies geschehen: Am Dienstag stellte die Plattform Dokumente zu einem russischen Unternehmen ins Netz. ...
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/wikileaks-und-russland-enthuellungsplattform-veroeffentlicht-die-spy-files-russia-a-1168748.html

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"Macht und Missbrauch" Simon Hattenstone | Ausgabe 34/2017
Wikileaks Laura Poitras porträtierte Edward Snowden. Ihr neuer Dokumentarfilm „Risk“ erzählt nun über Julian Assange – und eine Entfremdung
https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/macht-und-missbrauch

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on October 12, 2017, 10:14:32 AM
"Julian Assange Marks 5.5 Years Inside Ecuadorean Embassy as UK & US Refuse to Confirm Arrest Warrant" (Democracy Now!, October 10, 2017)
As we speak with WikiLeaks founder and editor-in-chief Julian Assange, he shares an update on when he may be able to leave the Ecuadorean Embassy in London, where he has sought refuge and political asylum for more than five years. Earlier this year, Swedish prosecutors have dropped an investigation into allegations of sexual misconduct by Assange, which he denies and calls a pretext for his ultimate extradition to the United States to face prosecution under the Espionage Act. ...
AMY GOODMAN: This is Democracy Now!, democracynow.org, The War and Peace Report. I’m Amy Goodman. We’re talking to Julian Assange, who has taken refuge, got political asylum in the Ecuadorean Embassy in London, for the last five-and-a-half years has lived in this tiny embassy in London. Julian, talk about the status of your case. In fact, you were holed up there so that you wouldn’t be extradited to Sweden, fearing then you would be extradited to the United States. But Sweden has dropped its case against you. ...
https://www.democracynow.org/2017/10/10/julian_assange_marks_55_years_inside

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"Fake-Zertifikate: CIA verschleierte Spionage mit Kaspersky-Tarnung" (10.11.2017)
In den USA sieht sich der russische Antivirenspezialist Kaspersky seit Monaten dem Vorwurf aufgesetzt, mit seiner Software US-Behörden auszuspionieren und ein Naheverhältnis zum russischen Geheimdienst zu unterhalten. Nun zeigt sich allerdings: Die russischen Virenjäger wurden ihrerseits vom US-Geheimdienst CIA ausgenutzt. Dieser hatte bei Lauschangriffen die Kommunikation mit seinen Kommandoservern mit gefälschten Kaspersky-Zertifikaten verschleiert.
Das berichtet "Heise" unter Berufung auf Dokumente aus dem Fundus der Enthüllungsplattform Wikileaks. Demnach habe der Auslandsgeheimdienst bei Abhöraktionen die Kommunikation angezapfter PCs mit dem CIA-Kommandoserver so aussehen lassen, als handle es sich um Kaspersky-Datenverkehr. ... Die dafür nötigen gefälschten Zertifikate sollen von der Zertifikats-Tochter Thawte des US-Antivirenanbieters Symantec ("Norton Antivirus") stammen. Wie der Geheimdienst an die Zertifikate gekommen ist, ist noch nicht bekannt. Eugene Kaspersky, der Chef der russischen Virenjäger, hat bereits eine Untersuchung angekündigt, um dem Ursprung der Zertifikate zu klären.
http://www.krone.at/597815

"CIA hat Spionage-Tool als Kaspersky-Software getarnt" Peter Marwan (9.11.2017)
Wikileaks hat eine weitere, als Vault 8 bezeichnete Sammlung von Unterlagen zu Cyberwaffen der CIA veröffentlicht. Darin werden das Management für bereits durch Vault 7 bekannte Tools sowie eine Hive genannte Kommunikationsplattform beschrieben. ... Vor allem geht es in den Dokumenten um die als Hive bezeichnete Komponente. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil der Infrastruktur, mit der die CIA die von ihr verwendete Malware kontrollierte. Hive (zu Deutsch: Bienenkorb) stellte für zahlreiche CIA-Malware die erforderliche Kommunikationsplattform bereit, die benötigt wird, um abgegriffene Informationen möglichst unbemerkt vom Opfer an CIA-Server zu übertragen und der eingeschleusten Software neue Anweisungen zu übermitteln.
Außerdem diente Hive auch dazu, die Spuren zu verwischen, wenn eine eingeschleuste Software auf einem Rechner entdeckt wurde. In dem Fall musste es im Interesse der CIA sein, dass der Angegriffene die Attacke möglichst nicht zu ihr zurückverfolgen kann. Dazu wurden für die einzelnen Operationen jeweils anonym mindestens immer eine Domain registriert.
Der Server, auf dem die zugehörige Website lief, wurde von gewerblichen Hosting-Anbietern gemietet, meist als Virtual Private Server. Um deren eigentlichen Zweck zu verschleiern wurde Besuchern der Website, beliebiger, harmloser Inhalt angezeigt. Diese Server dienten aber eigentlich als Relaisstation, um die Daten über eine VPN-Verbindung zu einem Blot genannten, CIA-eigenen Server zu übertragen. ...
http://www.silicon.de/41662765/cia-hat-spionage-tool-als-kaspersky-software-getarnt/


"Wikileaks: CIA tarnt Spionage-Software mit gefälschten Kaspersky-Zertifikaten" Detlef Borchers (10.11.2017)
Neues aus dem von Wikileaks veröffentlichten CIA-"Bienenkorb": Der US-amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA hat den Nachrichtenverkehr zu seinen Command-&-Control-Servern mit gefälschten Zertifikaten des russischen Kaspersky Lab abgesichert. ... Die CIA nutzte  [ ] Zertifikate, die von Thawte auf die russische Firma Kaspersky Labs ausgestellt waren. Der Zeitpunkt der Vault-8-Veröffentlichungen fällt mit vielfältigen Spekulationen zusammen, wie "russische Hacker" aus der so genannten Fancy-Bear-Szene die Wahlen in den Vereinigten Staaten möglicherweise beeinflusst haben. ...
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-CIA-tarnt-Spionage-Software-mit-gefaelschten-Kaspersky-Zertifikaten-3887010.html

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     ListigerLurch, 10.11.2017 09:24

Hat Putin jetzt auch die CIA unterwandert?
Anders ist das alles langsam nicht mehr zu erklären. ;)
Außer natürlich mit der Wahrheit.


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     kopf-schmerz, 10.11.2017 09:11


Ach so, jetzt verstehe ich wie sie die ganze Zeit behaupten können, Kaspersky würde spionieren...
Da wurde der CIA wohl im Inland aktiv und musste den offenen Rechtsbruch irgendwie tarnen.
Und wenn die dabei noch einer russischen (oder sonstige ausländische) Firma schaden können, ist das bestimmt ein netter Bonus.

P.S.: ich weiß, Aluhut. Dummerweise wurde ich auch früher schon als Aluhutträger bezeichnet, dann kam Snowden und ich musste feststellen, dass ich nicht mal ansatzweise weit genug gedacht habe und nicht mal im Ansatz paranoid genug war...


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     Dr.Flow, 10.11.2017 09:46

Re: Ach so, jetzt verstehe ich...
Das Bittere ist, dass die Allgemeinheit keinerlei Notiz nimmt an der Unterwanderung der Grundrechte. Da sind andere Brot&Spiele-Themen viel wichtiger.


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     Georg Meier, 10.11.2017 08:21

... es ist schlimm, dass solche Informationen heute keinen Wert mehr haben.
Die US und Nato-Seite rührt seid WW2 im Propagandabrei.
Sie versuchen ihre Sicht und ihre Doktrin öffentlich und/ oder verdeckt unters Volk zu bringen.
Im selben Brei rühren aber ebeenso die Russen, Chinesen und sonst wer.
Daher ist dieses Detail schön zu wissen...nur glaubhafter wird dadurch keiner der Beteiligten.
Dazu kommt, dass man irgendwann bei all den Machenschaften abstumpft und froh ist, einfach nur halbwegs normal leben zu können; Noch!


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"Wau-Holland-Stiftung distanziert sich von Assange" Detlef Borchers (26.12.2017)
Die Wau-Holland-Stiftung betont die Bedeutung des Transparenz-Projekts Wikileaks, distanziert sich dabei aber von Julian Assange, der mit Aktivitäten auf Twitter und in anderen sozialen Medien eine eigene politische Agenda verfolge.  ... Die Stellungnahme der Wau-Holland-Stiftung enthält so etwas wie einen deutlichen Ordnungsruf, was Wikileaks und ähnliche Projekte anbelangt, die sich für Informationsfreiheit einsetzen: "Die Wau-Holland-Stiftung verfolgt keine parteipolitischen Ziele oder politische Agenda im In- oder Ausland und distanziert sich ausdrücklich von Tweets und Aktivitäten, die Zweifel an der Unabhängigkeit und Integrität des Projekts aufkommen lassen und den Eindruck erwecken, Wikileaks selbst unterstütze oder sabotiere direkt politische Parteien oder Personen." Die Stiftung sei vielmehr dem friedlichen Zusammenleben der Völker verpflichtet. Dieser Passus bezieht sich offenbar auf den Wikileaks-Chef Julian Assange, der sich zuletzt mit einer Serie von Tweets für die katalonische Unabhängigkeit engagierte....
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Wau-Holland-Stiftung-distanziert-sich-von-Assange-3927939.html

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on January 11, 2018, 10:14:04 AM
"Julian Assange ist jetzt Ecuadorianer" Harald Neuber (11. Januar 2018)
Der Mitbegründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, Julian Assange, hat nach fünfeinhalb Jahren Exil in der Botschaft von Ecuador in London die Staatsbürgerschaft des südamerikanischen Landes erhalten. Das bestätigte das ecuadorianische Außenministerium in einer offiziellen Stellungnahme.
Mit der Maßnahme soll Assange offenbar vor einer drohenden Abschiebung in die USA geschützt werden, sollte er die geschützten Botschaftsräume verlassen. Die ecuadorianische Regierung versucht seit geraumer Zeit, den Internetaktivisten aus seinem Exil in den engen Räumen in London zu befreien, um ihm eine Ausreise in das südamerikanische Land zu ermöglichen. Der gebürtige Australier, so heißt es in der Mitteilung des Außenministeriums, sei mit der Annahme der Staatsbürgerschaft in der Provinz Pichincha gemeldet.
"Julian Assange hat im Juli 2012 von der damaligen ecuadorianischen Regierung einen internationalen Schutzstatus erhalten. Der amtierenden Regierung kommt es daher zu, Alternativen zu suchen, um diese vorgefundene Situation in voller Übereinstimmung mit den bestehenden rechtlichen Bestimmungen, dem Völkerrecht und den Menschenrechten zu lösen", heißt es in der Erklärung aus Quito. Das Außenministerium bekräftige zugleich, dass man auf der geltenden rechtlichen Basis "und in Abstimmung mit Großbritannien, einem Land, mit dem freundschaftliche Beziehungen und eine gute Zusammenarbeit bestehen" Lösungen suche. Assange habe sich indes verpflichtet, "sich nicht in Belange einzumischen, die nichts mit seinen Asylbedingungen zu tun haben". ...
https://www.heise.de/tp/news/Julian-Assange-ist-jetzt-Ecuadorianer-3938465.html

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[...] Er sei politisch nach rechts gerückt und verhalte sich wie ein Verschwörungstheoretiker. Sein egozentrischer Kampf gegen alle, die nicht seiner Meinung sind, habe das Anliegen von Wikileaks verraten. Auf den ersten Blick ist die Distanzierung verständlich. ... Betrachtet man sein Verhalten einmal von seiner Warte, wird schnell klar, dass er sich gar nicht so sehr verändert hat. Assange war nie ein Linker. Das Leaken von Dokumenten betrachtet er als „anarchistische Tat“. Jede Regierung, die Geheimnisse hat, ist für ihn eine Verschwörung, die zerstört werden muss. Gegenüber Fox News betonte er, er hätte „die Mails auch veröffentlicht, wenn sie das Trump-Lager getroffen hätten“. Julian Assange handelt treu nach den anarchistischen Grundsätzen, die er 2006 in seiner Schrift „Conspiracy as Governance“ entwickelt hat. Er will die Kommunikationsflüsse der Mächtigen behindern. Sein Motto: „Lasst uns Ärger machen.“

... Auch in Donald Trump erkannte Assange einen Verbündeten. Wie Ron Paul hasst Trump die demokratische Elite in Washington. Trump kritisierte die Geheimdienste und lobte das Wirken von Wikileaks. „I love Wikileaks“, tönte er auf seiner Wahlkampftour im Oktober 2016. Das schmeichelte dem in London schmorenden Wikileaks-Gründer und vernebelte ihm jeden Realitätssinn. Er dachte, er könne auf dem Ticket von Trump seine Freiheit wiedererlangen. Diese Selbsttäuschung „enthüllt“, was Assange in Wahrheit ist: ein unpolitischer Anarchist, der sich überschätzt und die Politik allein danach bewertet, ob sie gegen den Staat ist oder nicht. Es wird Zeit, dass ihm viel frische Luft die Gedanken durchpusten kann.

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et | Community

Mich wundert immer, dass der Inhalt der geleakten Dokumente bei der Beurteilung des ganzen Vorgangs nicht berücksichtigt wird. Aus diesen Dokumenten ging hervor, dass Frau Clinton [Leuten von der] Wallstreet etwas ganz Anderes sagt als den Wählern und dass die Führung der Demokratischen Partei Sanders Nominierung durch Manipulationen verhindert hat. Es diente doch der Demokratie der USA, dass die Wähler das erfuhren. Allerdings war es für diejenigen, die solche Leaks zur Kenntnis nehmen, sowieso ein offenes Geheimnis.



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Aus: "Frische Luft täte dem Mann gut" Wolfgang Michal | Ausgabe 05/2018 1
Quelle: https://www.freitag.de/autoren/wolfgangmichal/frische-luft-taete-dem-mann-gut (https://www.freitag.de/autoren/wolfgangmichal/frische-luft-taete-dem-mann-gut)

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[...] „Was würdest du als Erstes machen, wenn du die Botschaft verlassen könntest?“, fragte ich bei einem unserer Treffen, bei permanent künstlichem Licht. „Ich würde in den Himmel schauen“, sagte Julian Assange. Ich fragte ihn, was er in all den Jahren vermisst hat, in denen er sich in „willkürlicher Haft“ befand, wie die Vereinten Nationen im Februar 2016 seine Lage nannten. Julian antwortete ruhig: „Nichts.“ – „Nicht einmal den Himmel?“ – „Nein.“

Diese scheinbar widersprüchliche Antwort ist wahrscheinlich die beste Abkürzung in den Kopf eines Mannes, der ohne Zweifel der größte Feind der Geheimdienste auf der ganzen Welt ist. In seiner ersten Rede im April 2017 bezeichnete der neue CIA-Chef Mike Pompeo Julian Assanges Organisation Wikileaks als „nicht staatlichen feindlichen Geheimdienst“.

Wie passt zusammen, dass er sofort zum Himmel schauen würde, sobald er die Botschaft verlässt, aber den Himmel nicht vermisst? Ich bin mir sicher, dass er ihn vermisst, ebenso wie er als Australier das Meer vermisst. Aber Julian hat seine Situation so beschrieben: „Es ist nicht so, dass ich diesen Preis bezahle, weil ich nicht wusste, wie die Welt funktioniert. Ich wusste, dass ich einen Preis bezahlen muss, nicht exakt welchen, aber etwas in der Art. Meine Lage ist schwierig, aber ich glaube, dass man für seine Überzeugung eintreten und bezahlen muss.“ Ich bin sicher, dass er diese Worte heute ganz genau so wiederholen würde.

Drei in der Behandlung Traumatisierter erfahrene Ärzte haben kürzlich 20 Stunden, über drei Tage verteilt, bei Julian Assange verbracht, um seine physische und psychische Gesundheit zu untersuchen. Hernach schrieben sie in einem Offenen Brief im Guardian: Das anhaltende Gefangensein gefährde ihn „physisch wie mental“ und verletze ganz klar sein Menschenrecht auf Gesundheitsversorgung.

Ich kann bestätigen, dass Julian Assange all diese Jahre nicht einmal das Menschenrecht auf Gesundheitsversorgung gewährt wurde. Vor zwei Jahren verweigerten die britischen Behörden ihm „Schutz vor Verhaftung“, um im Krankenhaus eine MRT seiner verletzten Schulter machen zu lassen. Die Schulter schmerzt heute noch. In Großbritannien und Deutschland angefragte Ärzte lehnten trotz anfänglichen Interesses ab, ihn in der Botschaft zu untersuchen. Sie fürchteten um ihre Karriere.

„Alle Dinge für alle Menschen, überall“, wie es das Harrods-Motto verspricht, gilt nicht für die Gesundheitsversorgung von Julian Assange. Mit Ausnahme der mutigen Ärzte, die gerade ihren alarmierenden Bericht veröffentlicht haben, zählt nicht einmal der hippokratische Eid, wenn es um den Wikileaks-Gründer geht.

Einmal – es muss im Winter 2015 gewesen sein – flog ich von Paris nach London und brachte ihm das neueste Asterix-und-Obelix-Heft Der Papyrus des Cäsar mit. In dem Band geht es um Zensur und den Kampf um Informationen. Der Comicautor schuf daher einen Charakter, der von Assange inspiriert ist und ihm ähnelt.

Als er das kleine Geschenk entgegennahm, glänzten Julians Augen. Auf die Frage, wie er es finde, zum Comic-Charakter geworden zu sein, antwortete er: „In einem Asterix-Heft zu erscheinen, das ist besser, als den Nobelpreis zu erhalten. Es gibt mehr Nobelpreis-Gewinner als Leute, die in einem Asterix-Heft vorkommen.“

Genau diese charakteristische Antwort und Asterix können uns dabei helfen, Wikileaks besser zu verstehen. In der Comicreihe wird ganz Gallien vom Römischen Reich beherrscht, nur nicht ein kleines Dorf in der heutigen Bretagne, dessen Bewohner ein Zaubertrank unbesiegbar macht. Ganz ähnlich ist Wikileaks eine winzige Organisation, die seit Jahren die schmutzigen Geheimnisse der führenden Mächte der Welt von den USA bis Russland, von Saudi-Arabien bis Syrien, von der EU bis zu Google veröffentlicht.

Was ist der „Zaubertrank“ von Wikileaks? „Kryptografie“, sagt Julian Assange, Datenverschlüsselung. Aber in der Realität läuft es nicht immer wie im Comic.

Sofort nachdem Wikileaks im November 2010 „Cablegate“ veröffentlicht hatte – zu diesem Zeitpunkt der größte Satz an vertraulichen Daten, der je an die Öffentlichkeit gelangte –, wurde im US-Bundesstaat Virginia eine geheime Grand Jury eingesetzt: eine Instanz, die in einem nicht öffentlichen Verfahren prüft, ob die von der Staatsanwaltschaft vorgelegten Beweise für eine Anklage wegen eines Verbrechens reichen. Die US-Behörden leiteten eine Untersuchung ein und bereiteten die Anklage gegen Assange und Wikileaks vor, während Chelsea Manning im Knast landete.

Genau zu diesem Zeitpunkt wählten Angehörige des Tiefen Staates in den USA ein paar Telefonnummern; schnell brachten sie Visa, Mastercard, Amazon und Paypal dazu, Spenden an Wikileaks zu blockieren. Ähnliches geschah in Bezug auf die Freedom of Press Foundation, eine Stiftung, die vor allem als Reaktion auf die Bankenblockade gegen Wikileaks gegründet worden war und die vor Kurzem aufgehört hat, Spenden abzuwickeln. Wenn der CIA-Chef jemanden als „feindliche nicht staatliche Organisation“ behandelt, nachdem Hillary Clinton, Joseph Biden und andere ihn als „Terroristen“ bezeichnet haben und es sogar Stimmen gibt, die fordern, ihn durch eine Drohne zu töten, dann ist offensichtlich, warum Julian Assange nicht einmal das elementare Recht auf Gesundheitsversorgung gewährt wird.

Seit meinem letzten Besuch in der ecuadorianischen Botschaft in London im vergangenen November hat sich viel verändert. Oder: Es scheint sich viel geändert zu haben, denn noch immer ist Julians Zukunft ungeklärt. Er hat die ecuadorianische Staatsbürgerschaft erhalten, und seine Anwälte haben vor einem britischen Gericht die Aufhebung des Haftbefehls beantragt, der ihn daran hindert, die Botschaft zu verlassen. Da der sogenannte schwedische Fall keiner mehr ist, weil die Ermittlungen wegen des Vorwurfs einer Sexualstraftat in Schweden eingestellt worden sind, habe der Haftbefehl seinen Zweck verloren, so argumentieren die Anwälte.

Aber selbst wenn das zuständige Gericht am 6. Februar entscheiden sollte, den Haftbefehl aufzuheben, bleibt das eigentliche Problem bestehen: Die britischen Behörden weigern sich, zu beantworten, ob es einen Auslieferungsantrag der USA gibt. Als die Journalistin Stefania Maurizi jüngst beantragte, Dokumente in Zusammenhang mit Assange und dessen Auslieferung freizugeben, gab die britische Staatsanwaltschaft sogar zu, wichtige E-Mails in dieser Angelegenheit vernichtet zu haben.

Am Ende stehen wir wieder ganz am Anfang. Nach all den Jahren, inklusive des schwedischen „Ermittlungsverfahrens“ – es war niemals eine Anklage – und der Dämonisierung von Wikileaks, kommen wir auf den wahren Grund dafür zurück, dass Julian so lange in der ecuadorianischen Botschaft ausharren musste. Der Grund ist ganz einfach: Das Imperium wird diese kleine Gruppe Gallier niemals tolerieren.

Jedes Mal, wenn ich die Botschaft in London verließ und Julians bohrenden letzten Blick spürte, hatte ich die gleichen Gedanken. War es diesmal mein letzter Besuch hier, in dieser postmodernen Gefängniszelle inmitten einer westlichen Metropole? Oder werde ich wiederkommen, frisches Meerwasser oder andere Spuren von Freiheit mitbringen, die er genauso verdient wie wir, die wir in den Himmel schauen und die Sonne genießen können?

Ich weiß nicht, was Julian in der Zwischenzeit mit dieser Flasche mit Meerwasser gemacht hat. Aber ich hoffe, sie bleibt – auch nachdem er wieder frei ist – noch lange dort in der Hans Crescent Street 3, gegenüber von Harrods. Als Erinnerung daran, dass Freiheit eine kostbare Sache ist und dass es Dinge gibt, die es wert sind, sie mit ihrem Verlust zu bezahlen: Denn was bringt die Freiheit, im Meer zu schwimmen, wenn man an rein gar nichts glaubt?

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reziplikativ | Community

Jemand muss nicht ständig hilfreich, edel und gut sein, kann aber dennoch einen historischen Verdienst erlangen. Julian Assange ist sicher kein Aufklärer mit den Sympathiewerten eines Daniel Ellsberg oder Edward Snowden. Es schmälert nicht seine Leistung. In ungeahnten Dimensionen hat er für einen kleinen Moment mit seiner Enthüllungsplattform den Vorhang gelüftet und das skrupellose Agieren von Staaten, Regierungen und Geheimdiensten, speziell das verbrecherische Handwerk der USA, allen denkenden Menschen sichtbar gemacht. Was politisch interessierte Bürger längst wussten, viele weltweit am eigenen Leib erfuhren, wurde nun sogar greifbar und dokumentiert. Assange lebt seither mit zwei Tragödien. Ein normales Leben ist bis zum Ende seiner Tage vorbei. Die Perspektive dieses Lebens liegt wohl eher bei einem geschickten Geheimdiensttod oder einem tragischen Unfall als im friedlichen Sterben an Altersschwäche. Die zweite Tragödie ist die völlige Gleichgültigkeit einer breiten Mehrheit der Bevölkerung. Dieser große Teil will nicht aufgeklärt werden, schätzt eher die profane Teilhabe an der „Brot und Spiele Welt“, möchte sich lieber zwischen Hollywood, Dschungelcamp, billigem Bier und Coca nebst Fast Food weiter einlullen lassen. Der Spaßfaktor wird wesentlich höher geschätzt als Freiheit, Selbstachtung oder Schutz der Privatsphäre. Gemeinsam hat Assange mit Ellsberg und Snowden die finale Folgenlosigkeit seines Tuns. Nichts hat sich geändert. Dennoch sollten wir Julian Assange dankbar sein und bleiben. Dieser Botschaftsflüchtling ist vom Alltag, mit dem Rest seines Lebens und durch unser System längst gestraft, da kann er nicht noch zu Muttis Liebling werden. „Mutti“ ist hier bitte im herkömmlichen und früheren Wortsinn gemeint und nicht auf bestimmte Personen des unsäglichen Zeitgeschehens gemünzt.


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Aus: "An einem Ort ohne Zeit" Srećko Horvat (Ausgabe 05/2018)
Quelle: https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/an-einem-ort-ohne-zeit (https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/an-einem-ort-ohne-zeit)
Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on February 07, 2018, 11:02:16 AM
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[...] Die britische Justiz hat ihren Haftbefehl gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange aufrecht erhalten. Das entschied die zuständige Richterin am Westminster Magistrates Court am Dienstag in London. Das Gericht lehnte den Antrag der Anwälte von Assange ab, den Haftbefehl aufzuheben. Assange hält sich seit 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London auf und fürchtet, bei einem Verlassen des Gebäudes festgenommen und an die Vereinigten Staaten ausgeliefert zu werden....


Aus: "Haftbefehl gegen Assange besteht weiter" (06.02.2018)
Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/haftbefehl-gegen-wikileaks-gruender-assange-besteht-weiter-15435455.html (http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/haftbefehl-gegen-wikileaks-gruender-assange-besteht-weiter-15435455.html)

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[...] Dass sich Assange der Festnahme entzogen habe, sei ein eigenständiges Vergehen, begründete die Richterin ihre Entscheidung. Er muss dafür mit bis zu einem Jahr Gefängnis rechnen. Doch viel mehr als das fürchtet Assange eine Auslieferung in die USA. ... Der linksgerichtete ecuadorianische Präsident Rafael Correa hatte Assange das Botschaftsasyl aus humanitären Gründen gewährt. Correas Nachfolger Lenín Moreno wollte den Zustand beenden und verschaffte Assange die Staatsbürgerschaft des südamerikanischen Landes. Der Versuch, Assange als ecuadorianischen Diplomaten zu akkreditieren, scheiterte am Widerstand der Briten. ...


Aus: "Haftbefehl gegen Assange in Großbritannien bleibt bestehen" (06.02.2018)
Quelle: https://www.handelsblatt.com/politik/international/wikileaks-gruender-haftbefehl-gegen-assange-in-grossbritannien-bleibt-bestehen/20934016.html (https://www.handelsblatt.com/politik/international/wikileaks-gruender-haftbefehl-gegen-assange-in-grossbritannien-bleibt-bestehen/20934016.html)

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[...] Nach ihrem Urteil kündigte Richterin Arbuthnot an, am 13. Februar über einen weiteren Antrag von Assanges Anwälten entscheiden zu wollen. Darin geht es um die Frage, ob die Aufrechterhaltung des Haftbefehls im öffentlichen Interesse ist.

Ecuador hatte Assange kürzlich eingebürgert. Einen Antrag Quitos auf einen Diplomatenstatus für den Wikileaks-Gründer lehnte Großbritannien jedoch ab. Als Diplomat hätte er beim Verlassen der Botschaft einer Festnahme entgehen können.

Auch nach der Bestätigung des Haftbefehls durch die britische Justiz will Ecuador Assange Schutz gewähren, "solange Gefahr für sein Leben besteht". Das teilte das Außenministerium des südamerikanischen Staates mit. Die Regierung unterhalte "die besten Beziehungen zu Großbritannien" und arbeite weiterhin auf "eine für beide Länder befriedigende Lösung" hin, hieß es in einer Stellungnahme. ...


Aus: "Großbritannien: Haftbefehl gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange bleibt bestehen" (06.02.2018)
Quelle: http://www.dw.com/de/haftbefehl-gegen-wikileaks-gr%C3%BCnder-julian-assange-bleibt-bestehen/a-42469952 (http://www.dw.com/de/haftbefehl-gegen-wikileaks-gr%C3%BCnder-julian-assange-bleibt-bestehen/a-42469952)

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[...] Es liegt eine Tragik über dem Leben von Wikileaks-Gründer Julian Assange. Gleichgültig was er macht: Der Whistleblower hat keine Aussicht mehr auf eine Rückkehr in ein normales Leben. Schuld daran sind die USA, deren Geheimdienste Assange mit ihrer Rache weltweit verfolgen. Der Geheimnis-Enthüller ist seiner Freiheit beraubt, obwohl er gar nicht im Gefängnis sitzt. Dieses Schicksal teilt Assange mit Edward Snowden, der im Moskauer Exil lebt und die Überwachungspraktiken des Geheimdienstes NSA enthüllt hat. Beiden Männern droht in den USA ein Prozess wegen Hochverrats bis hin zu lebenslanger Haft, manche sprechen gar von der Todesstrafe.

Auch wenn Assange und Snowden Gesetze verletzt und sich angreifbar gemacht haben, so haben sie doch der Welt große Verdienste geleistet. Mit Wikileaks hat Assange eine unerschöpfliche Fundgrube geschaffen, die Beweise für die schmutzige Kriegsführung der USA in Afghanistan und im Irak bewies und etwa auch die Geschäfte von Steueroasen ans Licht brachte. Was folgte, waren Vergewaltigungsvorwürfe zweier schwedischer Frauen, die möglicherweise bloßer Rufmord waren, denn die Ermittlungen sind inzwischen eingestellt. Seit fünfeinhalb Jahren lebt Assange nun schon auf der Flucht und sitzt in der Londoner Botschaft von Ecuador fest. Es ist ein Skandal, dass diese modernen Helden keine Möglichkeit auf ein normales Leben haben. ...


Aus: "Warum Julian Assange ein tragischer Held ist" Kommentar von Marion Trimborn (06.02.2018)
Quelle: https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/1016678/warum-julian-assange-ein-tragischer-held-ist (https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/1016678/warum-julian-assange-ein-tragischer-held-ist)

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     Graf Porno von Geilsberg, 07.02.2018 02:19

Haftbefehl wegen Nichterscheinens vor Gericht

Meines Wissens ist es auch in GB keine Straftat, sich der Strafverfolgung nicht zu stellen.
Kommt noch dazu, dass das Verfahren in der Sache bereits eingestellt wurde
Also eigentlich nur gegen die Auflagen des Gerichts verstoßen (zum festgelegten Termin nicht erschienen). Was für eine Strafe droht ihm dafür?

Mich wundert schon ein wenig, mit welchem Elan sich die britische Justiz hinter diesen Fall klemmt.

https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Aufhebung-abgelehnt-Haftbefehl-gegen-Julian-Assange-bleibt-bestehen/Haftbefehl-wegen-Nichterscheinens-vor-Gericht/posting-31814134/show/

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on February 12, 2018, 01:49:52 PM
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[...] Sweden tried to drop Assange extradition in 2013, CPS emails show - UK prosecutors tried to dissuade Swedish counterparts from doing so, exchange shows

Swedish prosecutors attempted to drop extradition proceedings against Julian Assange as early as 2013, according to a confidential exchange of emails with the Crown Prosecution Service seen by the Guardian.

The sequence of messages also appears to challenge statements by the CPS that the case was not live at the time emails were deleted by prosecutors, according to supporters of the WikiLeaks founder.

Assange was first questioned over allegations of sexual assault and rape in Sweden, which he denies, in 2010. He travelled to the UK later that year and Swedish authorities began extradition proceedings against him.

He subsequently skipped bail and was granted asylum in the Ecuadorian embassy in London in 2012 in order to avoid extradition. It was not until last year that the Stockholm publicly announced they had dropped their European arrest warrant application for him.

Assange still faces arrest for breaching his former bail conditions in the UK if he leaves the embassy in Knightsbridge. He fears there is a secret US indictment against him relating to WikiLeaks’ disclosure of leaked classified US documents.

The newly-released emails show that the Swedish authorities were eager to give up the case four years before they formally abandoned proceedings in 2017 and that the CPS dissuaded them from doing so.

Some of the material has surfaced from an information tribunal challenge brought late last year by the Italian journalist Stefania Maurizi.

The CPS lawyer handling the case, who has since retired, commented on an article which suggested that Sweden could drop the case in August 2012. He wrote: “Don’t you dare get cold feet!!!”.

As the case dragged on, the Swedish director of public prosecutions, Marianne Ny, wrote to the CPS on 18 October 2013 explaining that she had few options left. “There is a demand in Swedish law for coercive measures to be proportionate,” she informed London.

“The time passing, the costs and how severe the crime is to be taken into account together with the intrusion or detriment to the suspect. Against this background, we have found us to be obliged to lift the detention order ... and to withdraw the European arrest warrant. If so this should be done in a couple of weeks. This would affect not only us but you too in a significant way.”

Not all the emails are preserved in the exchange, but three days later Ny emailed the CPS again to say: “I am sorry this came as a [bad] surprise... I hope I didn’t ruin your weekend.”

The CPS lawyer wrote back to Ny in December 2013, insisting: “I do not consider costs are a relevant factor in this matter.” This was at a time when the Metropolitan police had revealed that its security operation to prevent Assange escaping from the embassy had already cost £3.8m. “I do wonder occasionally if the police just make public comments because they think it will somehow progress a case,” he wrote.

“All we can do is wait and see [and perhaps be eternally grateful that neither of us have to share a room in the embassy with him over Christmas!].”

At the beginning of the legal battle over Assange in 2011, the CPS advised Swedish prosecutors not to interview him in Britain, but they eventually did.

The CPS lawyer also told Ny that year: “It is simply amazing how much work this case is generating. It sometimes seems like an industry. Please do not think this case is being dealt with as just another extradition.”

Assange’s supporters allege that the CPS has been inconsistent in declaring whether or not the case was live. In dismissing a personal data request by him in April 2013, the CPS wrote that they could not release anything “because of the live matters still pending”.

But when explaining the deletion of emails about the case in 2014, after the CPS official who had been corresponding with Ny retired, it was defended on the grounds that: “The case was, therefore, not live when the email account was deleted.” Little had changed over that period, Assange’s supporters maintain.

A CPS spokesperson said: “As there are legal proceedings still under way it would be inappropriate to comment.”

Westminster magistrates court is due to deliver judgment on Tuesday in response to arguments from Assange’s lawyers that continuing to enforce the arrest warrant is disproportionate after so many years.

The UK supreme court ruled last week in relation to a case about the Chagos Islands that diplomatic cables published by WikiLeaks are admissible as evidence in the dispute over creating a marine protection zone in the British territory.



From: "Sweden tried to drop Assange extradition in 2013, CPS emails show"  Owen Bowcott and Ewen MacAskill (Sun 11 Feb 2018)
Source: https://www.theguardian.com/media/2018/feb/11/sweden-tried-to-drop-assange-extradition-in-2013-cps-emails-show (https://www.theguardian.com/media/2018/feb/11/sweden-tried-to-drop-assange-extradition-in-2013-cps-emails-show?CMP=Share_iOSApp_Other)
Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on March 29, 2018, 07:31:35 AM
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[...] Julian Assange twitterte zum Fall Skripal und zu Puigdemont. Jetzt schaltet ihm Ecuador das Internet ab - das Land sieht seine diplomatischen Beziehungen gefährdet.  ... Ecuador will damit verhindern, dass sich Assange in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einmischt, hieß es zur Begründung. Assanges Äußerungen in sozialen Medien gefährdeten die Beziehungen Ecuadors zu den EU-Staaten. Der Wikileaks-Gründer hatte im Kurznachrichtendienst Twitter die britischen Schuldzuweisungen gegenüber Russland im Fall Skripal infrage gestellt. Zudem kritisierte er die wegen des Giftanschlags auf den russischen Ex-Spion verhängten Sanktionen gegen Moskau. Außerdem hatte Assange über Twitter die Festnahme des ehemaligen katalonischen Regierungschefs Carles Puigdemont in Deutschland kritisiert und ihn als "politischen Häftling" bezeichnet.

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moniutapEf3217 #1

"Der Wikileaks-Gründer hatte im Kurznachrichtendienst Twitter die britischen Schuldzuweisungen gegenüber Russland im Fall Skripal infrage gestellt. Zudem kritisierte er die wegen des Giftanschlags auf den russischen Ex-Spion verhängten Sanktionen gegen Moskau."

Mit Rücksicht auf die EU wird er abgestellt.
Meinungsfreiheit, wo bist du?


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Aus: "Ecuador kappt Assange den Zugang zum Internet" (29. März 2018)
Quelle: http://www.zeit.de/politik/ausland/2018-03/wikileaks-gruender-julian-assange-ecuador-internet-abschaltung (http://www.zeit.de/politik/ausland/2018-03/wikileaks-gruender-julian-assange-ecuador-internet-abschaltung)

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[...] WikiLeaks-Gründer Julian Assange seit zwei Wochen zum Schweigen gezwungen
Von Niles Niemuth
14. April 2018

Bereits zwei Wochen sind vergangen, seit die ecuadorianische Regierung sämtliche Kommunikation des WikiLeaks-Gründers Julian Assange zur Außenwelt gekappt hat. Sie blockieren Assanges Internet- und Telefonverbindung und verbieten Besuche.

Assange sitzt seit sechs Jahren in der Botschaft Ecuadors in London fest. Dort hatte man ihm politisches Asyl gewährt, um eine Auslieferung nach Schweden aufgrund von erlogenen Anschuldigungen sexueller Gewalt zu verhindern. Schon länger wollen die USA ihn verhaften und verurteilen, weil er Emails und diplomatische Protokolle veröffentlicht hatte, die amerikanische Kriegsverbrechen im Nahen Osten sowie die Korruption der ehemaligen Außenministerin Hillary Clinton aufdeckten.

Die Anschuldigungen gegenüber Assange wurden von der schwedischen Regierung bereits vor einem Jahr fallengelassen. Außerdem erklärten die Vereinten Nationen seine Inhaftierung in der Botschaft als illegal. Trotzdem bleibt die britische Regierung dabei, dass sie Assange in jedem Fall verhaften würde, wenn er die Botschaft beispielsweise aus medizinischen oder anderen Gründen verlassen müsste. Voraussichtlich würden sie ihn dann direkt an die USA ausliefern. ...

Letzten Donnerstag traten der Dokumentarfilmer und Journalist John Pilger und Assanges Mutter Christine Assange zusammen im Programm Flashpoints des Radiosenders Pacifica Radio auf. Dort sprachen sie über die politische Motivation hinter der Zensur.

„Gegen Julian Assange wird besonders brutal vorgegangen, weil er die kritische Meinung repräsentiert, die im westlichen politischen Spektrum fehlt“, sagte Pilger. „Er wurde zum Feind der westlichen Regierungen.“

„Dass ihm das Recht auf Kommunikation genommen wurde, ist ein Angriff auf die Meinungsfreiheit. Es ist ein Angriff sowohl auf seine als auch auf unserer Rechte. Noch nie habe ich jemanden getroffen, der so kühn und mutig wie Julian Assange ist. Überhaupt keinen Mut hat hingegen die sogenannte Opposition bewiesen, die jetzt schweigt.”

Christine Assange setzte die Zensur gegen ihren Sohn in Verbindung mit seiner Kritik an der antirussischen Kampagne der britischen Regierung, die im Zuge der Skripal-Affäre in Gang gesetzt und schnell als Lügenkonstrukt entlarvt wurde.

„John Pilger hat darauf hingewiesen, dass wir uns aufgrund der Propaganda rund um den Giftanschlag in Großbritannien an einem ziemlich kritischen Punkt im Verhältnis zu Russland befinden. Die Vergiftung konnte nicht eindeutig Russland zugeordnet werden.“

„Ich würde auch sagen, dass wir an einem kritischen Punkt bezüglich Julians Freiheit und Sicherheit sind. Beide Situationen sind miteinander verbunden. Am Tag, bevor Julians Kontakt mit der Außenwelt gekappt wurde, meldete sich zum Beispiel ein Mitglied des britischen Parlaments zu Wort und fragte: ‚Ist es nicht an der Zeit, etwas gegen die ecuadorianische Botschaft zu unternehmen?‘ Er war offenbar nicht erfreut über die Twitter-Nachrichten, in denen Julian die Reaktion der Regierung auf den Anschlag in Salisbury kommentierte.“

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Aus: "WikiLeaks-Gründer Julian Assange seit zwei Wochen zum Schweigen gezwungen" Niles Niemuth (14. April 2018)
Quelle: https://www.wsws.org/de/articles/2018/04/14/assa-a14.html (https://www.wsws.org/de/articles/2018/04/14/assa-a14.html)

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on May 16, 2018, 04:12:01 PM
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[...] Ende März hatte das Außenministerium von Ecuador Julian Assange, dem seit mehr als sechs Jahren Asyl in der ecuadorianischen Botschaft gewährt wird, den Internetzugang gesperrt und überhaupt verboten, sich an die Öffentlichkeit zu wenden oder mit Journalisten zu sprechen. Der WikiLeaks-Gründer und Internetaktivist hatte sich zuletzt zu den Vorgängen in Katalonien geäußert und die Festnahme von Puigdemont in Deutschland kritisiert. Vermutlich war dies der Anlass für die Außenministerin María Fernanda Espinosa, Assange abzuklemmen, weil er damit die Vereinbarung verletzt habe, sich mit seinen öffentlichen Kommentaren nicht in Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen. Auf WikiLeaks wird allerdings gesagt, der Druck auf die ecuadorianische Regierung gehe auf Washington zurück.

Die seit 2017 amtierende Regierung unter Präsident Lenin Moreno ist bestrebt, den Fall Assange zu lösen, nun wohl auch auf dessen Kosten. Denn Assange muss weiterhin damit rechnen, in Großbritannien nach Verlassen der Botschaft verhaftet und womöglich in die USA überstellt zu werden. Obgleich Schweden den internationalen Haftbefehl zurückgezogen hat, könnte Großbritannien ihn wegen der Verletzung der Kautionsbedingungen in Haft nehmen. Noch haben die USA keine Anklage erhoben und keinen Auslieferungsantrag gestellt, das dürfte aber schnell erfolgen, wenn die britische Polizei ihn festnimmt.

Im April 2017 hatte Trumps Justizminister Sessions erklärt, dass eine Verhaftung von Assange für die Regierung eine "Priorität" sei. ... Maria Fernanda Espinosa hat am 9. Mai erklärt, ihre Regierung wolle zusammen mit der britischen Regierung, "die Frage endgültig lösen". Assange, so die Außenministerin, dürfe weiterhin nicht das Internet nutzen. Angeblich soll er auch nicht telefonieren oder Besucher empfangen dürfen. Espinosa betonte allerdings, man suche nach einem Ausweg, der weder das internationale Recht noch die Menschenrechte von Assange verletzt. Beide Regierungen hätten das Interesse, das Problem zu lösen, man müsse dazu verschiedene Themen verbinden. Man wolle alle diplomatischen Mittel einsetzen und in einen permanenten Dialog mit der britischen Regierung eintreten. Bislang ist man aber in London nicht bereit, mit sich reden zu lassen. Auch die Labour Party und Parteichef Jeremy Courbyn scheinen mit dem Fall Assange nichts zu tun haben wollen.

Zuletzt hatte das Außenministerium vergeblich versucht, ihn aus Großbritannien mittels eines diplomatischen Passes zu bringen, nachdem ihm im Dezember die Staatsbürgerschaft zu diesem Zweck verliehen wurde. Auch hier blieb die britische Regierung hart. Das britische Außenministerium teilte mit, man gewähre Assange keinen diplomatischen Status und sei auch nicht in Verhandlungen mit der ecuadorianischen Regierung darüber eingetreten: "Ecuador weiß, dass der Weg für Assange zur Lösung des Problems das Verlassen der Botschaft ist, um sich der Justiz zu stellen."

Die Lage von Julian Assange ist verzweifelt. Seine Gefangenschaft, nun durch das Abschneiden der Kommunikation zu einer Art Isolationshaft verschärft, scheint kein Ende zu nehmen. Und wenn nun die ecuadorianische Regierung einzuknicken droht, sind die Aussichten für den Aktivisten, der für die Freiheit des Internet und der Information angetreten ist, mehr als düster. Sein Schicksal - und das von Edward Snowden, des anderen Gefangenen - ließe sich auch als Symbol für den Niedergang der Träumereien des digitalen Zeitalters verstehen (Florian Rötzer)

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15.05.2018 21:38

Julian verdient breite Solidarität. Schon vor Ewigkeiten hat Schweden die Anschuldigungen fallen gelassen. Es ist nicht einmal ein Vorwand vorhanden, der als Feigenblatt auch nur annähernd blickdicht wäre.

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     Prof Schnaffa, 16.05.2018 11:59


Und hier noch einmal die „antideutsche“ Oberleuchte Peter Nowak zusammen mit Durchblickerin Birgit Gärtner

„FREE ASSANGE“ – NICHT IN UNSEREM NAMEN! (Peter Nowak)
https://www.freitag.de/autoren/peter-nowak/201efree-assange201c-2013-nicht-in-unserem-namen

Auch interessant. Zwei echte Nowaks:

https://www.freitag.de/autoren/peter-nowak/vergewaltigungsvorwurf-nur-ein-nebenwiderspruch

https://www.freitag.de/autoren/peter-nowak/wikileaks-2013-masslos-uberschatzt

Dass Telepolis sowas unter seinem Dach duldet, macht mich ratlos.


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     Pnyx, 15.05.2018 17:51

Weltenlauf

Assanges Menschenrechte werden schon lange mit Füssen getreten.
Dem auf Veranlassung des spanischen Richters Garcon in London festgesetzt Pinochet wurde schliesslich aus Gründen der Staatsraison durch Anordnung des damaligen Labour-Ministers Straw die Ausreise nach Chile gewährt. Das war schliesslich auch ein verdienter Diktator, der viel getan hatte, um neoliberalen Wirtschaftsmodellen zum Durchbruch zu verhelfen. Wohingegen Assange immer mal wieder Informationen publik gemacht hat, die die moralische Integrität (:-D) der imperialen Zentrale und gewisser ihrer Filialen in Frage stellte. Da muss man selbstverständlich unerbittlich sein. ...


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Aus: "Assange: Ecuadorianische Regierung sucht einen Deal mit London" Florian Rötzer (15. Mai 2018)
Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Assange-Ecuadorianische-Regierung-sucht-einen-Deal-mit-London-4049149.html (https://www.heise.de/tp/features/Assange-Ecuadorianische-Regierung-sucht-einen-Deal-mit-London-4049149.html)
Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on May 16, 2018, 04:34:39 PM
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[...] Ecuador schützt WikiLeaks-Gründer Julian Assange in seiner Botschaft in London offenbar mit einem millionenschweren Überwachungsprogramm. Das berichten die "Süddeutsche Zeitung" und der britische "Guardian" unter Berufung auf vertrauliche Unterlagen.

Die Aktion namens "Operation Hotel" laufe seit mehr als fünf Jahren und koste pro Monat durchschnittlich 66.000 Dollar, insgesamt bereits mindestens fünf Millionen Dollar. Die Dokumente zeigten, dass der Gründer der Enthüllungsplattform aus Sicht seiner Bewacher in seinem Exil mehreren Bedrohungen ausgesetzt sei.

Als eine Gefahrenquelle gilt den Berichten zufolge die britische Polizei, der zugetraut werde, dass sie unter einem medizinischen Vorwand in die Botschaft eindringen und Assange festnehmen könnte. Auch das Botschaftspersonal und Gäste sollen ausspioniert worden sein. Für die Überwachung beauftragte die Regierung Ecuadors den Berichten zufolge eine europäische Sicherheitsfirma, die Assange rund um die Uhr überwacht.

Als Stützpunkt für die Operation wurde demnach für mehr als 4000 Euro im Monat eine Wohnung nahe der Botschaft angemietet. Das Geld dafür stamme aus einem Sonderetat des Geheimdiensts. Nicht einmal der Botschafter Ecuadors soll zunächst informiert gewesen sein.

... Obwohl die Ermittlungen in Schweden eingestellt wurden, gibt es in Großbritannien nach wie vor einen Haftbefehl gegen Assange. Die britischen Behörden warfen ihm vor, seine Kautionsauflagen verletzt zu haben, als er in die Botschaft flüchtete.

cte/dpa


Aus: "WikiLeaks-Gründer Ecuador gibt offenbar Millionen für Schutz von Assange aus" (16.05.2018)
Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/julian-assange-ecuador-schuetzt-wikileaks-gruender-mit-ueberwachungsprogramm-a-1207977.html (http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/julian-assange-ecuador-schuetzt-wikileaks-gruender-mit-ueberwachungsprogramm-a-1207977.html)

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[...] Ecuador überwacht ihn und fand heraus: Der WikiLeaks-Gründer kann das Hacken nicht lassen. ...  Seit dem Regierungswechsel in Ecuador überwachen [ ] Spezialisten [...] Assanges Aktivitäten: Dabei fanden sie heraus, dass er sich in das abgeschottete Intranet der Botschaft gehackt hatte und auch geheimes Material der Diplomaten mitlesen konnte.
Im März dieses Jahr schnitt die Botschaft Assange vom Internetzugang ab. Der neue ecuadorianische Präsident möchte den ungeliebten Gast so schnell wie möglich loswerden.


Aus: "Ecuador überwacht Assange" Von Jens-Peter Marquardt, ARD-Studion London (16.05.2018)
Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/assange-london-107.html (https://www.tagesschau.de/ausland/assange-london-107.html)

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[...] Den vertraulichen Dokumenten zufolge, über die auch die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, verschlechterte sich das Verhältnis zwischen Assange und seinen ecuadorianischen Gastgebern auch, weil der Wikileaks-Gründer sich Zugang zum internen Netzwerk der Botschaft verschaffte. Der 46-Jährige habe "die offizielle und persönliche Kommunikation der Mitarbeiter" einsehen können. Wikileaks wies diese Anschuldigungen zurück.

Assange hatte die Regierung in Quito in den vergangenen Monaten auch mit politischen Stellungnahmen verärgert. Im März kappte die Botschaft daher seinen Internetzugang.

...


Aus: "Wikileaks-Gründer überwacht Ecuador spionierte Assange in Londoner Botschaftsexil aus" (16.05.2018)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/politik/wikileaks-gruender-ueberwacht-ecuador-spionierte-assange-in-londoner-botschaftsexil-aus/22571564.html (https://www.tagesspiegel.de/politik/wikileaks-gruender-ueberwacht-ecuador-spionierte-assange-in-londoner-botschaftsexil-aus/22571564.html)

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[...] Assange benimmt sich selbst immer wieder seltsam und beunruhigt damit seine Gastgeber. Laut einem Protokoll aus dem Jahr 2017 zum Beispiel schneidet er offenbar ein Gespräch mit zwei Gästen mit. Er benutzt dafür mehrere Geräte, die er heimlich am Körper angebracht hat. Seine Bewacher befürchten daraufhin, dass er auch vertrauliche Gespräche mit dem ecuadorianischen Botschafter aufnehmen könnte. Assanges Vertreter wollten sich auf Anfrage nicht dazu äußern. ...


Aus: "Nervenkrieg um Julian Assange"  Bastian Obermayer und Nicolas Richter (15. Mai 2018)
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/wikileaks-gruender-ueberwachung-von-julian-assange-kostet-millionen-1.3980378 (http://www.sueddeutsche.de/politik/wikileaks-gruender-ueberwachung-von-julian-assange-kostet-millionen-1.3980378)

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[...] According to documents seen by the Guardian, the Ecuadorian intelligence agency spent at least $5m on the surveillance operation.
The agency’s expense reports alarmed the Ecuadorian financial controller, who asked how more than $400,000 could have been spent in the first five months of the operation without a single receipt.
In March, the intelligence agency was shut down by Ecuador’s president, Lenín Moreno, who described Assange’s continuing presence as an “inherited problem”.
That same month, embassy staff cut off his internet access. Ecuadorian government sources say Quito is considering a plan for where Assange might go next, making his future more uncertain than ever.


From: "A visual guide to Ecuador's Julian Assange spy operation" (Wed 16 May 2018 12.57 BST)
Source: https://www.theguardian.com/world/ng-interactive/2018/may/16/visual-guide-ecuador-julian-assange-surveillance-operation

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[...] The Ecuadorian government’s action against Julian Assange in cutting his communication with the outside world is disproportionate and irresponsible, according to the former Ecuadorian foreign minister Guillaume Long.

In an interview with the Guardian, he said the measures being taken against the WikiLeaks founder were not justified. On Tuesday, the Guardian revealed that the previous government in Ecuador had bankrolled a multimillion-dollar spy operation to protect and support Assange in its central London embassy.
The current Ecuadorian government is denying Assange access to the internet and has installed a jamming device to prevent him from using nearby wifi. It has also put an end to the stream of visitors to the embassy, where he has been holed up since 2012, with only his legal team now allowed in.

Assange’s supporters fear the ban imposed on 28 March will be indefinite and increase pressure on him to leave the embassy.
Long said his government had also put in place similar restrictions on Assange in 2016 in response to WikiLeaks’ publication of Hillary Clinton’s emails and those of the Democratic party during the US presidential election campaign.
But he said the current ban was based on a less substantial issue. “I do not think the measure is proportionate. I think Ecuador probably thought this has been done before, let’s do it again. And I do not think it has been done in a responsible manner,” he said.

Long, who supports Assange’s right to asylum, was foreign minister from March 2016 until May 2017. The ban in 2016 was short, lasting only for the duration of the final stage of the White House race from 18 October until election day on 8 November.

“We are seeing now access in general to Julian is being restricted. I understand it is open-ended. There is no set date for a reconnection,” Long said.

Assange fled to the Ecuadorian embassy in 2012, seeking asylum amid a Swedish investigation into allegations by two women of sex crimes, which he denies. He said at the time that he did not fear the Swedish investigation, but if he were to return to Sweden, he would be extradited to the US.

Long did not know about Ecuador’s surveillance operation on Assange but said he had visited the embassy many times and was conscious of being watched.

Ecuadorian surveillance was imposed, Long said, before he became foreign minister and was not primarily about Assange, but the security of the embassy and its staff. Given the interest in Assange, it was a difficult working environment inside the embassy, he said, with concerns about the security of communications.

If – or when – Assange leaves the embassy, he is likely to face a prison sentence in the UK for skipping bail, with estimates of the sentence varying from three to 12 months. Assange’s biggest fear is being extradited to the US, where he could be jailed for more than 40 years over WikiLeaks’ release in 2010 of tens of thousands of classified US military and state department documents.

The Guardian understands the US has yet to formally request Assange’s extradition, though it is likely it would make such a request once he is in British custody.

The Obama administration did not push the Assange issue, but there has been a change under Donald Trump. The US attorney general, Jeff Sessions, described Assange as a priority last year, and over the past few months, the FBI and others have been interviewing various people associated with WikiLeaks.

Long said Ecuador’s president, Lenín Moreno, is not particularly favourable to Assange’s request for asylum, marking a shift towards returning to the US sphere of influence.

He said the greatest pressure during his time as foreign minister came not from the US, but the UK. “The UK was the most aggressive. I had a number of meetings with UK representatives, [including with Foreign Office ministers]. The meetings were difficult. They were tense. There were strong disagreements,” Long said.

“There were some sort of veiled and not so veiled threats it would affect relations not just with the UK, but the European Union, including when Ecuador wanted to sign a trade deal with the European Union. None of this was in writing but it was implied ... The UK wanted us to chuck him out of the embassy. That is pretty much what was required of us.”

Assange became a naturalised Ecuadorian citizen in December, having spent more than five years in the embassy. On top of that, the Ecuadorian government offered him a position in December as a senior diplomat, complete with salary, which he accepted. But the UK Foreign Office refuses to recognise his status.


From: "Treatment of Assange is unjust, says former Ecuador minister" (Wed 16 May 2018 12.57 BST)
Source: https://www.theguardian.com/world/2018/may/16/julian-assange-treatment-irresponsible-ecuador-foreign-minister-guillaume-long (https://www.theguardian.com/world/2018/may/16/julian-assange-treatment-irresponsible-ecuador-foreign-minister-guillaume-long)
Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on June 18, 2018, 07:51:12 PM
"Watch: Rally to Free Julian Assange held in Sydney" (18 June 2018)
Hundreds of people participated in Sunday's demonstration in Sydney Town Hall Square to demand Julian Assange's safe return to Australia. The rally, organised by the Socialist Equality Party, featured speeches from SEP Australia national secretary James Cogan and independent journalist and filmmaker John Pilger. ...
http://www.wsws.org/en/articles/2018/06/18/asvd-j18.html



"A Call to Bring Julian Assange Home" John Pilger (June 18, 2018)
The persecution of Julian Assange must end. Or it will end in tragedy.
The Australian government and prime minister Malcolm Turnbull have an historic opportunity to decide which it will be.
They can remain silent, for which history will be unforgiving. Or they can act in the interests of justice and humanity and bring this remarkable Australian citizen home.
Assange does not ask for special treatment. The government has clear diplomatic and moral obligations to protect Australian citizens abroad from gross injustice: in Julian’s case, from a gross miscarriage of justice and the extreme danger that await him should he walk out of the Ecuadorean embassy in London unprotected.
We know from the Chelsea Manning case what he can expect if a U.S. extradition warrant is successful — a United Nations Special Rapporteur called it torture.
I know Julian Assange well; I regard him as a close friend, a person of extraordinary resilience and courage. I have watched a tsunami of lies and smear engulf him, endlessly, vindictively, perfidiously; and I know why they smear him. ...
https://consortiumnews.com/2018/06/18/a-call-to-bring-julian-assange-home/

SEP rally to free Julian Assange held in Sydney (WSWS, Am 18.06.2018 veröffentlicht)
Hundreds of people participated in Sunday's demonstration in Sydney Town Hall Square to demand Julian Assange's safe return to Australia. The rally, organized by the Socialist Equality Party, featured speeches from SEP Australia national secretary James Cogan and independent journalist and filmmaker John Pilger.
https://youtu.be/StC8NVqc45U

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[....] Die Linke hat am sechsten Jahrestag des Botschaftsasyls von WikiLeaks-Gründer Julian Assange am Dienstag die Freilassung des Internetaktivisten und Publizisten gefordert. Der Gesundheitszustand des 46-Jährigen biete Anlass zu zunehmender Sorge, schrieb die Vizevorsitzende der Linksfraktion, Heike Hänsel: "Sechs Jahre De-facto-Gefangenschaft in engen Räumen der ecuadorianischen Botschaft in London, ohne Ausgang und getrennt von seiner Familie sind eine empörende Verletzung der Menschenrechte mitten in Europa."

Zugleich kritisierte die Politikerin die Kappung der Internet- und sonstigen Medienverbindungen von Julian Assange in den Räumen der Botschaft von Ecuador in London. Die Verweigerung des Zugangs zu Kommunikationsmedien stellt eine weitere Verschärfung der ohnehin harten Bedingungen dar, so Hänsel. Die Botschaft des südamerikanischen Landes hatte den gebürtigen Australier bereits Ende März alle Kommunikationsverbindungen gekappt. Zur Begründung hieß es damals in einer Erklärung des Außenministeriums in Quito, Assange habe seine Zusage gebrochen, sich nicht öffentlich in Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen. Einige Äußerungen von Assange über soziale Medien gefährdeten die Beziehungen des südamerikanischen Landes zu Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Assanges Anwalt in Ecuador, Julio Poveda, bestritt die Vorwürfe: WikiLeaks arbeite nicht von den Räumen der diplomatischen Vertretung aus.

Die Lage des politisch Verfolgten ist aus zwei Gründen dramatisch: Zum einen hat die Regierung von Ecuador unter dem amtierenden Präsidenten Lenín Moreno gegenüber Vorgänger Rafael Correa einen radikalen Politikwechsel vollzogen und mit vielen Prinzipien der Correa-Regierung gebrochen - und dazu zählt offenbar auch das politische Asyl für Assange (Deal mit London). Zum anderen bezeichnete US-Justizminister Jeff Sessions die Festnahme des WikiLeaks-Gründers unlängst als eine seiner "Prioritäten". Zur Begründung sagte Sessions, seine Sicherheitsexperten seien "von der Zahl der undichten Stellen schockiert", weshalb man den Kampf gegen solche "Leaks" verstärke und versuche "ein paar Leute ins Gefängnis zu stecken, wann immer ein Fall vor Gericht gebracht werden kann".

Hänsel bezeichnete diese Äußerungen nun als "alarmierend": "Die Gefahr einer Auslieferung an eine unberechenbare Regierung in den USA ist daher größer denn je." Hinzu komme, dass die Arbeitsgruppe zum Thema willkürliche Inhaftierungen der Vereinten Nationen "die verschiedenen Formen der Freiheitsberaubung, denen Julian Assange ausgesetzt wurde, als eine Form der willkürlichen Inhaftierung" verurteilt habe, ohne dass Großbritannien oder auch die deutsche Bundesregierung daraus politische Konsequenzen gezogen hätten. (Christian Kliver)


Aus: "Julian Assange sechs Jahre in Botschaft von Ecuador in London" Christian Kliver (20. Juni 2018)
Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Julian-Assange-sechs-Jahre-in-Botschaft-von-Ecuador-in-London-4086448.html (https://www.heise.de/tp/features/Julian-Assange-sechs-Jahre-in-Botschaft-von-Ecuador-in-London-4086448.html)

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     st.sch., 20.06.2018 08:49

Das 'Verbrechen' von Assange ist getan zu haben, was im Westen gepredigt wird
Man kann Freiheit nicht durch Zwang verteidigen und ein Rechtsstaat hört auf ein Solcher zu sein, wenn er selbst Gesetze übertritt.

Falls es wirklich so wäre das unsere westlichen Gesellschaften damit zu schwächen wären das Leute ihre Meinung äußern oder öffentlich machen was sie für den Bruch geltenden Rechts halten, dann sollte uns klar sein das mit der Verfasstheit unserer westlichen Gesellschaften etwas nicht stimmen kann.


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Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on July 22, 2018, 12:19:39 PM
"Julian Assange: Ecuador will WikiLeaks-Gründer das Asyl entziehen" (22. Juli 2018)
Seit mehr als sechs Jahren lebt Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London. Einem Medienbericht zufolge plant Präsident Moreno, ihm das Asyl zu entziehen. ... Greenwald bezog sich in seinem Bericht https://theintercept.com/2018/07/21/ecuador-will-imminently-withdraw-asylum-for-julian-assange-and-hand-him-over-to-the-uk-what-comes-next/ auf Kreise aus dem Umfeld des ecuadorianischen Außenministeriums und des Präsidialamtes. Der Intercept-Journalist war seinerzeit maßgeblich an der Aufarbeitung der Unterlagen des Informanten Edward Snowden beteiligt. ...
https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-07/ecuador-botschaft-london-julian-assange-wikileaks

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area #2

"So verlor er den Zugang zum Internet, nachdem er die spanische Regierung im Streit mit der Provinz Katalonien kritisiert und damit gegen die Forderung seiner Gastgeber verstoßen hatte, sich mit politischen Botschaften zurückzuhalten."

würde man so etwas auch über jemanden schreiben, der z. B. von China politisch verfolgt wird? Ich glaube kaum.
Seit wann ist man ein "Gast", wenn Asyl gewährt wurde? Mit welchen Recht fordert man "politische Zurückhaltung"?


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Eddie_Sakamura #2.9

Sie können daran erkennen, dass es auch in Demokratien Staatsfeinde gibt.

Nämlich dann wenn die Staatsfeinde die Regeln transparent machen, mit dem in der Demokratie Menschen eliminiert werden (Kriegspropaganda- und Führung), modern versklavt werden ( Aufdeckung der Kapitalismusmechanismen, der nur wenigen Superreichen des Systems), Scheinbeteiligung am politschen System simuliert wird (fingierte Demokratien) und nicht zuletzt die radikale, perfide Überwachung und Aufrechterhaltung des Wahl- und Arbeitsviehs. (NSA, Unterdrückung der Whistleblower usw.)

Assange hat dazu immens zur Aufdeckung beigetragen, er hat den Ameisen die Augen geöffnet.


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epicur #2.10

Assange hat nie irgendetwas kritisches über das korrupte Russland oder die korrupten Oligarchen um Putin in die Öffentlichkeit gebracht. Er hat den Rassisten Trump unterstützt. Das sollte einem auch zu denken geben.


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Eddie_Sakamura #2.13

Weil in unsrer westlichen Welt schon genug mit Berichten über das "korrupte" Russland und über die Oligarchen zu bombardiert werden, aber unser System hat uns vor Assange nie über die westlichen Oligarchen aufgeklärt, kaum einer wusste Jahrzehnte etwas über unsere Herrscherfamilien, den Quands und Klattens, den Albrechst, den Thieles usw. usw., bis heute sind die Vermögenszahlen der Superreichen kaum untersucht. Nur die Wenigsten wussten über das mediale System der BRD Bescheid, in wie viel wenigen Händen die größten Nachrichtenagenturen sind, so wenige, dass die Personen sich an einen gewöhnlichen Tisch setzen könnten, um Meinungen zu generieren usw. usw. Dazu ist nicht nur Assage verantwortlich, aber er hat seinen Teil dazu beigetragen, dass viel mehr Menschen die Augen öffneten, um gründlicher auf das System zu schauen.

... Wikileaks war/ist eine Gefahr für westliche Demokratien, und gehört daher aus dem Verkehr gezogen, daran zweifelt doch mittlerweile niemand mehr. Wichtig ist, dass bei Ihnen hängenbleibt, dass auch der Kapitalismus unserer nicht nur positive Seiten hat, sondern auch mächtig hässliche Fratzen. Natürlich geht es immer schlimmer, was Systeme angeht (Russland, Türkei, Saudi Arabien, Iran, USA usw. usw.) aber dass bedeutet nicht, dass es nicht besser geht.


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Miniwahr #4.2

"Wo ist jetzt der Aufschrei der liberalen, demokratischen an Werten orientierten Presse?"

Die hat schon die letzten Jahre versucht Assange fertig zu machen. Der Mann ist nicht auf Linie, kritisierte öffentlich den wunderbaren Obama und hatte eine Kampange gegen Hillary. Das einzige was sie lesen werden ist, warum es vollkommen natürlich ist, dass es geheime Anklageschriften in den USA gibt, die dem "Angeklagten" nicht zugänglich gemacht werden und das man Assange jetzt aber mal richtig zur Strecke bringen muss.

Man ist zwar ganz doll investigativ aber das hat doch wohl alles Grenzen, wenn es um die Grundfesten des Imperiums geht...


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Helmberger #4.12

Er hat aber auch ohne Sinn und Verstand vertrauliche Dokumente ins Internet gestellt und damit Radikalisierung getrieben und Leben gefährdet. Jahrzehntelang hatten wir ein funktionierendes System wo man vertrauliche Daten ausgewählten zugespielt hat weil diese geschult sind damit verantwortlich umzugehen. Er hat sich dagegen entschieden und warum? Wegen seinem Ego. Für sein Ego bezahlt er den Preis, nicht für seine Taten.


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Luhk Skeiwocker #4.14

Würden Sie genau dasselbe schreiben, wenn ein Russe oder Chinese die Machenschaften, Morde, Spionage, Folter etc. ihrer jeweiligen Regierungen und Geheimdienste offen gelegt hätten?

Niemals, wir hätten diesen Menschen längst Asyl gewährt, sie mit Geld, Dank und Preisen für ihren Mut und ihren Dienst an der Menschheit überschüttet und sie als wunderbare, ehrbare Menschen und beste Vorbilder hochgehalten.



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Grauer Scheidenstreifling #7

Assange und Snowden haben ihr komfortables Leben dafür hergegeben und gegen Exil, ein Leben in Unsicherheit oder auch eine Art Knast de Luxe in der ecuadorianischen Botschaft eingetauscht, damit wir alle darüber informiert werden, dass wir alle von einem Land, das wir für einen Rechtsstaat gehalten haben, vollständig überwacht werden. Das hat Vieles im Denken und in der Einstellung der Menschen verändert. Die große Krake will uns mit der Verhaftung Assanges jetzt noch mal zeigen, dass sie langfristig am längeren Hebel sitzt. Das muss man zur Kenntnis nehmen und entsprechend den Widerstand erhöhen.

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Fa Ma #9

Traurig, dass das noch immer ein Thema ist. Im 2017 hat ja ein UN Panel die UK und Schweden aufgefordert Assange freizulassen und eine Wiedergutmachung zu zahlen. Beide Länder haben das bis jetzt ignoriert. UN panel calls on UK and Sweden to end Julian Assange's 'deprivation of liberty'

https://www.theguardian.com/media/2016/feb/05/julian-assange-un-panel-uk-sweden-deprivation-of-liberty


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Mekong17 #11

Wie mit Assange umgegangen wird, zeigt deutlich, dass die Pressefreiheit in der modernen Welt nur eine Illusion ist. Die Kaninchen dürfen nur das schreiben, was die Politik erlaubt. Wenn Du wirklich etwas aufdeckst, was für die Politik ungemütlich ist, dann wird man brutal verfolgt. Ich sehe hier keine Unterschiede zwischen der Türkei, Russland, dem Westen oder China. ...


Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on July 22, 2018, 12:42:56 PM
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[...] Ecuadors Präsident Lenín Moreno war am Freitag zu einer Konferenz in London eingetroffen. Er soll sich jedoch auch mit Vertretern der britischen Regierung getroffen haben, um eine Vereinbarung zur Beendigung von Assanges Asyl abzuschließen, so der Enthüllungsjournalist Glenn Greenwald auf der Website "The Intercept". Auch die Chefredakteurin des russischen Auslandssenders "Russia Today", Margarita Simonjan, schrieb bei Twitter, Assange könne ihren Quellen zufolge in den kommenden Wochen oder sogar Tagen an Großbritannien übergeben werden.

Die Ermittlungen wegen Vergewaltigungsvorwürfen gegen Assange wurden zwar im Mai vergangenen Jahres eingestellt. Assange könnte dennoch in Haft genommen werden, weil er laut einer Erklärung der britischen Behörden durch die Flucht in die ecuadorianische Botschaft gegen britische Gesetze verstoßen hätte.


Aus: "Ecuador will Julian Assange aus der Londoner Botschaft werfen" Lutz Labs (22.07.2018)
Quelle: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Ecuador-will-Julian-Assange-aus-der-Botschaft-werfen-4117773.html (https://www.heise.de/newsticker/meldung/Ecuador-will-Julian-Assange-aus-der-Botschaft-werfen-4117773.html)

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Slavoj Žižek - Online Vigil in support of Julian Assange #Unity4J (July 2018)
https://www.youtube.com/watch?v=KKqZNDD5xFE
Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on August 07, 2018, 01:18:04 PM
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[...] Linke Abgeordnete aus dem Bundestag und dem Europaparlament haben sich für eine rasche Lösung des Asyl-Dramas um den Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, Julian Assange, ausgesprochen.

Aus Anlass des jüngsten Besuchs des ecuadorianischen Präsidenten Lenín Moreno in Großbritannien und Äußerungen aus Quito zu dem Fall "drängen wir alle Seiten, vor allem aber die britische Regierung, eine rasche Lösung zu ermöglichen", heißt es in dem Dokument, das online verbreitet wurde. Zugleich kritisierten die Unterzeichner die "De-facto-Gefangenschaft in den engen Räumen der ecuadorianischen Botschaft in London" als eine "empörende Verletzung der Menschenrechte mitten in Europa".

Die Abgeordneten der Linkspartei erachten ein Gutachten des Interamerikanischen Gerichtshofes für Menschenrechte für wichtig, das den ecuadorianischen Staat verpflichtet, sich für das Wohlbefinden von Personen einzusetzen, die in diplomatischen Vertretungen Schutz gesucht haben. Man hoffe, "dass die ecuadorianische Regierung auf Basis der richterlichen Einschätzung ihrer humanitären und rechtlichen Verpflichtung weiterhin nachkommt, Julian Assange als politisch Verfolgtem uneingeschränkt Schutz zu gewähren, und ihn weder an Großbritannien, die USA oder alliierte Regierungen ausliefert", schreiben die Unterzeichner.

Die Kappung der Internet- und sonstigen Medienverbindungen von Julian Assange in den Räumen der Botschaft von Ecuador in London sehen sie als Verschärfung der ohnehin harten Bedingungen. "Wir halten die Beteuerungen von US-Justizminister Jeff Sessions für alarmierend, der die Festnahme Julian Assanges zu seinen 'Prioritäten' erklärt hat", fügen sie an.

Die Gefahr einer Auslieferung an eine unberechenbare Regierung in den USA sei größer denn je. "Dies wiegt umso schwerer, als die Arbeitsgruppe zum Thema willkürliche Inhaftierungen der Vereinten Nationen die verschiedenen Formen der Freiheitsberaubung, denen Julian Assange ausgesetzt wurde, als eine Form der willkürlichen Inhaftierung verurteilt hat, ohne dass Großbritannien oder andere Regierungen von EU-Mitgliedsstaaten daraus politische Konsequenzen gezogen hätten", bekräftigen die Abgeordneten.

"Premierministerin Theresa May und Präsident Lenín Moreno, wir appellieren an Sie: Sorgen Sie für die Freilassung und einen effektiven Schutz von Julian Assange", heißt es in dem Text, der von Sevim Dagdelen, Diether Dehm, Anke Domscheit-Berg, Sylvia Gabelmann, Heike Hänsel, Ulla Jelpke, Achim Kessler, Martina Michels, Amira Mohamed Ali, Zaklin Nastic, Sören Pellmann, Eva-Maria Schreiber, Petra Sitte, Evrim Sommer und Sahra Wagenknecht unterzeichnet wurde.

Julian Assange hatte Mitte 2012 um Asyl in der Botschaft von Ecuador in London ersucht. Nach dem Regierungswechsel in dem südamerikanischen Land versucht die Regierung von Präsident Moreno, den Aktivisten loszuwerden und drohte indirekt mit seinem Rausschmiss aus der Botschaft. In diesem Fall würde eine Auslieferung an die USA drohen.

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     sebtanic, 07.08.2018 02:20

Leider "nur" Linke - Und was ist mit unseren sogenannten "christlichen" und "sozialdemokratischen" Abgeordneten?
Nach den Grünen frage ich schon gar nicht mehr...


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     zwi, 07.08.2018 08:01

Nach westlicher Auffassung gibt es politisch Inhaftierte nur in Russland. Oder noch deutlicher: Jeder Inhaftierte in Russland ist in Wahrheit ein politisch inhaftierter Dissident, während jeder US-Bürger, der westliche Missstände aufdeckt ein russischer Spion und Verräter ist und an die USA ausgeliefrt werden muss.


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     exkoelner, 07.08.2018 01:43


Der Treppenwitz der Asyldebatte der letzten 10 Jahre - Da gibts das ach so heilige Asylrecht der BRD, für Dissidenten, für politisch Verfolgte - und wem gewährt die BRD keins? Julian Assange und Edward Snowden ...


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Aus: "Abgeordnete aus Berlin und Brüssel fordern Lösung für Julian Assange" Christian Kliver (07. August 2018)
Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Abgeordnete-aus-Berlin-und-Bruessel-fordern-Loesung-fuer-Julian-Assange-4130416.html (https://www.heise.de/tp/features/Abgeordnete-aus-Berlin-und-Bruessel-fordern-Loesung-fuer-Julian-Assange-4130416.html)

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on August 08, 2018, 08:01:32 PM
"Wikileaks-Gründer : Assange zu Aussage in Russland-Affäre bereit"  (08.08.2018)
Der Geheimdienstausschuss im amerikanischen Senat will Julian Assange zu seiner Rolle bei der Präsidentschaftswahl 2016 befragen. Der Wikileaks-Gründer könnte über brisante Informationen verfügen. ... Wikileaks zufolge erhielt der 47-Jährige dazu eine schriftliche Aufforderung des Geheimdienstausschusses im Senat. Den Brief stellte Wikileaks ins Netz. Weder die amerikanische Botschaft in London noch die Sprecherin des stellvertretenden Ausschussvorsitzenden Mark Warner wollten sich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zunächst zu dem Schreiben äußern.
Assange wird darin aufgefordert, sich einer Befragung zu stellen. Ort und Zeitpunkt des Treffens sollen demnach „beiderseitig akzeptabel“ sein. Wikileaks teilte mit, das Angebot werde geprüft, die Bedingungen müssten aber einem „hohen ethischen Standard“ entsprechen. Der Geheimdienstausschuss im Senat untersucht die mutmaßliche russische Einflussnahme auf die Präsidentschaftswahl 2016 und prüft dabei auch eine Verstrickung des Lagers von Präsident Donald Trump. ...
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/wikileaks-gruender-julian-assange-zu-aussage-vor-senatsausschuss-bereit-15728987.html

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[...] Der US-amerikanischen Whistleblowerin Chelsea Manning ist die Einreise nach Australien verweigert worden. Dort wollte sie Vorträge halten.  ... Der neue Premierminister Australiens, Scott Morrison, sagte, die Entscheidung, ob Manning einreisen darf, liege beim Innenminister – dessen Behörde wollte individuelle Fälle jedoch nicht kommentieren. Wer das Land als Ausländer betrete, muss der Behörde zufolge aber gewisse Anforderungen erfüllen: Man dürfe etwa nicht im Vorstrafenregister erwähnt sein oder eine Gefahr für die Gemeinschaft darstellen.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International warf Australiens Regierung vor, dass sie Manning zum Schweigen bringen wolle. Sollte die Regierung in Canberra nicht nachgeben, werde damit die Botschaft ausgesendet, dass die Regierung die Redefreiheit nicht wertschätzt. Der Anwalt Greg Barns, der bereits Wikileaks-Gründer Julien Assange verteidigte, sagte, in der Vergangenheit hätten bereits Menschen mit krimineller Vorgeschichte in das Land einreisen dürfen. Außerdem gehe niemand ernsthaft davon aus, dass Manning ein Risiko für die australische Gemeinschaft sei.


Aus: "Chelsea Manning: Whistleblowerin darf nicht nach Australien einreisen" (30. August 2018)
Quelle: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-08/chelsea-mannings-whistleblowerin-australien-einreise

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[...]  Die Wahrscheinlichkeit, als ehemaliger Präsident El Salvadors wegen Korruption angeklagt zu werden, beträgt für jene, die das Amt seit der Jahrtausendwende ausgeübt haben, hundert Prozent. Rechtskräftig verurteilt ist freilich noch keiner.

Zuerst geriet Francisco Flores, Staatschef von 1999 bis 2004, ins Visier der Justiz. Er wurde beschuldigt, 15 Millionen Dollar an Spendengeldern aus Taiwan, die für die Opfer von Erdbeben bestimmt waren, für sich selber und seine rechtskonservative Arena-Partei abgezweigt zu haben. Flores bestritt dies nicht, doch im Januar dieses Jahres starb er an einer Gehirnblutung, bevor der Prozess stattfinden konnte. Gegen die Komplizen in der Partei wurde keine Anklage erhoben.

Mauricio Funes, der 2009 bis 2014 für den FMLN, die Partei der einstigen Linksguerilla, Präsident war, hat sich vor Gericht für Einkünfte von 700 000 Dollar ungeklärter Herkunft zu verantworten. Damit soll er unter anderem ein Haus in einem Nobelviertel von San Salvador sowie Landkäufe finanziert haben. Funes setzte sich im August mit seiner Familie nach Nicaragua ab und erhielt dort von Präsident Daniel Ortega politisches Asyl. Er bezeichnet sich als Opfer einer politischen Vendetta der Rechten, weil er seinerzeit die Ermittlungen gegen Flores in Gang gebracht habe.

Zum spektakulärsten Fall ist inzwischen jener des Präsidenten von 2004 bis 2009 geworden. Antonio Saca war als Unabhängiger für die Arena-Partei gewählt worden, überwarf sich aber nach der Präsidentschaft mit der Partei. Er landete Ende Oktober in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft Saca vor, in einer «immensen Operation» während seiner Amtszeit 246 Millionen Dollar aus der Staatskasse veruntreut zu haben. Mithilfe seines Privatsekretärs und fünf weiterer Komplizen, die ebenfalls in Haft sind, sei das Geld auf Privatkonten gelangt; 116 Millionen Dollar davon seien in bar abgehoben worden. Gemunkelt wurde über Sacas Korruption schon früh – unter anderem in einem von Wikileaks veröffentlichten Telegramm der amerikanischen Botschaft im Jahr 2009. ...


Aus: "Kolumne: Ein Korruptionsskandal nach dem andern" Peter Gaupp, San José (24.11.2016)
Quelle: https://www.nzz.ch/international/aufgefallen/unschoene-tradition-in-el-salvador-ein-korruptionsskandal-nach-dem-andern-ld.130315 (https://www.nzz.ch/international/aufgefallen/unschoene-tradition-in-el-salvador-ein-korruptionsskandal-nach-dem-andern-ld.130315)

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[...] Saca ist Mediengeschäftsmann und war Vorsitzender des salvadorianischen Unternehmerverbands. Als Präsident setzte er auf "Marktreformen" und eine Politik von "Recht und Ordnung". Seine Kritiker werfen ihm die frühere Nähe seiner Partei zu rechtsextremen Todesschwadronen vor. (APA, 30.10.2016)


Aus: "Ehemaliger Präsident El Salvadors festgenommen" (30. Oktober 2016)
Quelle: https://derstandard.at/2000046718676/Ehemaliger-Praesident-El-Salvadors-festgenommen (https://derstandard.at/2000046718676/Ehemaliger-Praesident-El-Salvadors-festgenommen)

https://www.tagesspiegel.de/politik/elas-antonio-saca-el-salvadors-ex-staatschef-wegen-korruption-zu-zehn-jahren-haft-verurteilt/23061566.html (https://www.tagesspiegel.de/politik/elas-antonio-saca-el-salvadors-ex-staatschef-wegen-korruption-zu-zehn-jahren-haft-verurteilt/23061566.html)

https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Saca (https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Saca)

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on October 16, 2018, 05:38:09 PM
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[...] Der Whistleblowerplattform WikiLeaks zufolge hat ihr Gründer Julian Assange, der sich seit mehr als sechs Jahren in der Londoner Botschaft von Ecuador einer Auslieferung entzieht, trotz anderslautender Versprechen Stand Montagabend immer noch keinen Zugang zum Internet, zu Mobiltelefonen und zu Besuchern, die nicht seine Anwälte sind. Sein bislang letzter Tweet ist weiterhin einer aus dem März.

Vorher hatten der britische Guardian, RT und mehrere andere Medien gemeldet, dass der Australier bereits wieder Kommunikationszugang habe, weil sich der ecuadorianische Präsident Lenin Moreno, der UN-Flüchtlingshochkommissar Filippo Grandi und der UN-Redefreiheitssonderberichterstatter David Kaye bei einem Treffen am Freitag darauf geeinigt hätten. Die ecuadorianischen Behörden haben so eine Einigung bislang nicht bestätigt.

Dem isländischen Wikileaks-Sprecher Kristinn Hrafnsson nach will Ecuador Assange in seiner Redefreiheit einschränken. Eine kursierende Liste mit angeblichen Forderungen an ihn, deren Echtheit offen ist, enthält unter anderem eine Registrierungspflicht für Besucher und elektronische Geräte sowie die Verpflichtung, sich nicht in Angelegenheiten einzumischen, die den Beziehungen zwischen Ecuador und anderen Staaten beschädigen könnten.

... Der Australier Assange war mit seiner 2006 ins Leben gerufenen Whistleblowerplattform weltweit bekannt geworden, als er 2010 Aufnahmen und andere Informationen zur amerikanischen Kriegsführung im Irak veröffentlichte, die ihm vom später dafür inhaftierten Militärangehörigen Bradley Manning zugespielt wurden. Kurz darauf erließen schwedische Behörden einen Europäischen Haftbefehl mit dem eher bemüht klingenden Vorwurf einer Vergewaltigung, die geschehen sein soll, weil ein Kondom verrutschte oder entfernt wurde. 2012 suchte Assange deswegen Zuflucht in der Londoner Botschaft des südamerikanischen Landes Ecuador.

Im letzten Jahr ließ Schweden die Vorwürfe fallen, brachte den Australier damit aber nicht dazu, sein enges Exil zu verlassen. Er hält die schwedischen Vorwürfe nämlich nur für einen Vorwand mit dem eigentlichen Ziel einer Auslieferung an die USA, wo ihm neben Anklagen wegen Spionage und Hochverrat auch langwierige und ausführliche Befragungen durch die dortigen Geheimdienste drohen, die sich auch für andere Geheimnisse interessieren dürften, über die WikiLeaks verfügt. Hrafnsson fordert deshalb eine Garantie der UN, dass Assange nicht festgenommen und an die USA ausgeliefert wird, wenn er die ecuadorianische Botschaft in London verlässt.

Im letzten Jahr hatte US-Justizminister Jeff Sessions die Frage, ob die Festnahme des WikiLeaks-Gründers zu seinen "Prioritäten" gehöre, explizit bejaht (vgl. US-Justizminister wertet Festnahme von Julian Assange als "Priorität"). Zur Begründung meinte er, seine Sicherheitsexperten seien "von der Zahl der undichten Stellen schockiert", weshalb man den Kampf gegen solche "Leaks" verstärke und versuche "ein paar Leute ins Gefängnis zu stecken, wann immer ein Fall vor Gericht gebracht werden kann".

Etwa gleichzeitig berichteten die Washington Post und CNN unter Berufung auf - wenn man so will - "Whistleblower" aus Regierungsbeamtenkreisen, dass US-Justizministerium habe einen Plan ausgearbeitet, wie Assange offiziell angeklagt werden könnte. Dieser Plan könnte den Medienberichten nach darauf aufbauen, WikiLeaks nicht als eine medienähnliche Publikationsplattform, sondern als eine Art nichtstaatlichen, aber feindlichen Geheimdienst zu werten. So könne man begründen, warum man nicht gegen Medien wie die New York Times vorgeht, die ebenfalls an denen Enthüllungen beteiligt waren, die man WikiLeaks und Assange vorwirft. Theoretisch könnte eine Anklageschrift schon existieren, wenn sie als "versiegelt" eingestuft und geheim gehalten wird (vgl. Wikileaks: USA bereiten angeblich Anklage gegen Julian Assange vor: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-USA-bereiten-angeblich-Anklage-gegen-Julian-Assange-vor-3689840.html (https://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-USA-bereiten-angeblich-Anklage-gegen-Julian-Assange-vor-3689840.html)). (Peter Mühlbauer)


Aus: "Assange wartet weiter auf Internetzugang" Peter Mühlbauer  (16. Oktober 2018)
Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Assange-wartet-weiter-auf-Internetzugang-4191418.html (https://www.heise.de/tp/features/Assange-wartet-weiter-auf-Internetzugang-4191418.html)

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     Zampeline, 16.10.2018 02:28

Selbst Juristen der UNO unterstützen Assange

Die wahren Schuldigen sind all die Politiker die gelogen haben und somit von Wikileaks bloßgestellt wurden.
Die corporate media schützen die Schuldigen indem sie Assange kritisieren und lächerlich machen.
Die Anschuldigungen gegen Assange waren nicht gerechtfertigt; inzwischen wurde das Verfahren in Schweden eingestellt. Doch die Tories wollen ihn noch immer festnehmen, um ihn an die USA auszuliefern - das ist doch offensichtlich.


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     Hat se nicht alle, 16.10.2018 07:09

Dank Assange und Snowden haben wir eine Ahnung was so abgeht und hätten zumindest die Möglichkeit uns dagegen aufzulehnen, wenn...
...ja wenn wir uns nicht weiter vom TV und Smartphone hypnotisieren ließen.


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     kinetisches Einhorn, 16.10.2018 07:28

moralisch ist er eine Grauzone aber ohne ihn wären wir ahnungslos - Jedenfalls die, für die Privatssphäre noch eine Rolle spielt. Seit Wikileaks und Snowden wünscht sich wohl so mancher die 80er zurück. :-D


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     robbypeer, 16.10.2018 08:27

So geht die EU mit echten politischen Flüchtlingen um: Keine Hilfe, kein Asyl
Wer für Wahrheit und Enthüllung eintritt, lebt gefährlich, denn das sind die größten Feinde der korrupt-mafiösen Regierungen.

Politisches Asyl? Ein Witz.

Es geht neoliberalen Regierenden nur um den eigenen Machterhalt und den größtmöglichen Profit ihrer superreichen Herrchen.
Wenn Asyl zu Angsterzeugung, Preissteigerungen, Lohndrücken missbraucht werden kann, dann werden Gesetze, die Sicherheit der Bevölkerung und gesunder Menschenverstand missachtet, um es durchzudrücken.
Wenn es um echte politisch Verfolgte geht, die wirklich etwas im Interesse der Bevölkerungen verbessern wollen und könnten, interessiert Asyl plötzlich gar nicht mehr. Der eigentliche Sinn von Asyl ist nicht (Islam-) Faschisten Unterschlupf zu gewähren, sondern Demokratie weltweit zu fördern.


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     FrauMitEiern, 16.10.2018 08:48

   Re: So geht die EU mit echten politischen Flüchtlingen um: Keine Hilfe, kein Asy

robbypeer schrieb am 16.10.2018 08:27:

   Erkläre das lieber den dumpfbackigen Linken, da Asyl und alle reinlassen sich gegenseitig ausschließt.


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     robbypeer

16.10.2018 09:36

Re: So geht die EU mit echten politischen Flüchtlingen um: Keine Hilfe, kein Asy

Jaja, "die Linken" sind laut Hirngewaschenen immer an allem schuld, obwohl die Rechten regieren.

Linke würden Assange Asyl gewähren. Die regierenden rechten Neoliberalen nicht. Aber das festigt eben auch die korrupten Kriminellen an der Macht der Opposition immer die Schuld an allem zu geben. Totale Hirnwäsche ohne es zu merken.


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     Tyromon, 16.10.2018 13:19

Re: So geht die EU mit echten politischen Flüchtlingen um: Keine Hilfe, kein Asy

Die Rechten regieren? Bittewas?

Das ist mir neu, seit wann ist die SPD rechts? Und sein wann ist die CDU wieder konservativ


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    Bert Eta, 16.10.2018 15:49

Re: So geht die EU mit echten politischen Flüchtlingen um: Keine Hilfe, kein Asy

    Die Rechten regieren? Bittewas?

"Der Faschismus sollte Korporatismus heißen, weil er die perfekte Verschmelzung der Macht von Regierung und Konzernen ist." - Benito Mussolini


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     Raistlin666, 16.10.2018 16:48

Re: So geht die EU mit echten politischen Flüchtlingen um: Keine Hilfe, kein Asy

Bittewas ?? Die SPD soll links sein ???

Sorry aber nur weil man für irgendeine Randgruppe kämpft die sich ungerecht behandelt fühlt ist man noch lange nicht links sondern nur ein nützlicher Idiot der Rechten die von den wahren Problemen ablenken. Links sein heißt für soziale Gerechtigkeit zu sein und sag mir mal wo die SPD diese Werte noch vertritt. Das ist doch der größte Trick überhaupt die SPD noch als links zu bezeichnen so durch und durch Neoliberal wie die sind.


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     Chef-Kommentar, 16.10.2018 10:42

Vor allem die Konsequenzen? - Fehlanzeige. Die USA Morden weiter, Überwachen weiter alles MIT Unterstützung des Merkel-Regimes.


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Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on October 18, 2018, 05:04:19 PM
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[...] Die Botschaft Ecuadors in London soll dem dort seit 2012 im Botschaftsexil festsitzenden Wikileaks-Gründer Julian Assange wieder den Zugang zum Internet gestattet haben. Das berichtet der ecuadorianische Blog Código Vidrio unter Berufung auf ein internes Botschaftspapier, das jedoch nicht verifiziert und von der Botschaft bestätigt wurde. Das zehnseitige Dokument soll demnach nicht nur die Kommunikation Assanges nach außen regeln, sondern auch seine Besuche, medizinischen Untersuchungen und sein Verhalten in der Botschaft.

Verstößt Assange gegen diese Auflagen, verliere er das Asyl und müsse die Botschaft umgehend verlassen. Damit wäre Assange dann den britischen Strafverfolgungsbehörden ausgesetzt. Die Regelungen sollen dem Bericht von Código Vidrio nach am Samstag Assange mitgeteilt worden und in Kraft getreten sein. Einen Internetzugang soll er bisher aber noch nicht haben.

Verboten sind dem Wikileaks Gründer, politische Äußerungen abzugeben, die als Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten angesehen werden könnten oder "die den guten Beziehungen Ecuadors zu einem Staat schaden könnten", heißt es in dem Papier. Zudem sollen die Besuche Assanges eingeschränkt sein. Besucher müssten drei Tage im Voraus eine schriftliche Genehmigung beim Botschafter beantragen. Die Anzahl sei auf maximal drei Besucher gleichzeitig beschränkt. Ein Ersuchen könne ohne Angabe von Gründen abgelehnt werden. Ausgenommen von dieser Regelung seien medizinisch bedingte Arztkonsultationen. Außerdem habe sich Assange einem vierteljährlichen medizinischen Check zu unterziehen, den er selbst bezahlen müsse.

Das unbestätigte Botschaftsdokument, das Código Vidrio veröffentlicht hat, enthält außerdem Regeln für das Verhalten Assanges in der Botschaft. So habe er die Räumlichkeiten sauber zu halten und sich um sein Haustier – offensichtlich eine Katze – zu kümmern. Andernfalls werde das Tier konfisziert.

Die Anwälte Assanges sollen dem Bericht nach die Regelungen ablehnen. Sie seien einseitig und vorab nicht mit ihrem Mandaten abgesprochen worden und würden das internationale Asylrecht verletzen. Verweigern könne Assange sie nicht, da dies eine sofortige Ausweisung aus der Botschaft zur Folge hätte und er damit den britischen Strafverfolgungsbehörden ausgeliefert wäre. "Ein Gefängnis wird ihm auferlegt", zitiert Código Vidrio seine Anwälte.

Assange war 2012 nach Vergewaltigungsvorwürfen und Angst vor Auslieferung an Schweden in die Botschaft Ecuadors in London geflüchtet. Der Haftbefehl wegen Vergewaltigung wurde gegen ihn zwar 2017 aufgehoben, trotzdem verblieb Assange in der Botschaft. Denn er hatte durch seine Flucht in die Botschaft gegen britische Gesetze verstoßen und befürchtet eine Inhaftierung, sobald er die Botschaft verlässt. Zusätzlich könnte Assange eine Auslieferung an die USA wegen Beihilfe zur Spionage und Geheimnisverrats im Zusammenhang mit den Wikileaks Enthüllungen von Bradley, jetzt Chelsea, Manning blühen. Ecuador hatte Assange politisches Asyl gewährt und ihn im Dezember 2017 eingebürgert.

Zu Spannungen zwischen Assange und der Regierung Ecuadors kam es immer wieder, weil Assange aus seinem Botschaftsexil heraus politische Äußerungen machte, die Ecuador international in Bedrängnis brachten. So äußerte er sich beispielsweise öffentlich kritisch zur Inhaftierung des ehemaligen Regierungschefs Kataloniens, Carles Puigdemont, durch deutsche Polizeibehörden. Im März 2018 kappte ihm die Botschaft daraufhin die Internetverbindung, weil er gegen Vereinbarungen verstoßen habe, sich mit Kommentaren nicht in die Angelegenheit anderer Staaten einzumischen. Dadurch seien die Beziehungen Ecuadors zur EU gefährdet worden. Vertreter von Wikileaks bestritten, dass es solche Vereinbarungen gegeben hätte. Assange hatte wohl aufgrund dieser Kommunikationssperre die Chefredaktion von Wikileaks an Kristinn Hrafnsson abgeben müssen.

Die Botschaft Ecuadors würde den mittlerweile unliebsamen Gast am liebsten loswerden und hatte Gespräche mit britischen Behörden angestoßen, wie das Asyl Assanges beendet werden könnte, ohne aber zu einer Einigung zu gelangen.

Dass Assange nun doch wieder eine Kommunikationsmöglichkeit erhält, sei dem UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi und dem Redefreiheitssonderberichterstatter David Kaye zu verdanken. Sie sollen sich in einem Gespräch am Freitag mit dem Präsidenten Ecuadors, Lenin Moreno, darauf geeinigt haben, Assange die Kommunikation wieder zu ermöglichen. Ecuador hat diese Einigung bisher aber nicht bestätigt. (olb)


Aus: "Wikileaks-Gründer Julian Assange erhält offenbar wieder Internetzugang" Oliver Bünte (16.10.2018)
Quelle: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-Gruender-Julian-Assange-erhaelt-offenbar-wieder-Internetzugang-4191503.html (https://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-Gruender-Julian-Assange-erhaelt-offenbar-wieder-Internetzugang-4191503.html)

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on November 16, 2018, 07:50:45 AM
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[...…] Gegen den WikiLeaks-Gründer Julian Assange ist nach Angaben der Enthüllungsplattform in den USA eine Anklage erhoben worden. Staatsanwälte hätten die Existenz der unter Verschluss gehaltene Anklage versehentlich in Gerichtsdokumenten in einem anderen Fall enthüllt, teilte WikiLeaks mit. Auch die Washington Post berichtete darüber. Die Anklage gegen Assange sei demnach schon vor Jahren erhoben worden. Was genau Assange vorgeworfen wird, ist bislang unklar. ...



Aus: "Julian Assange in den USA offenbar angeklagt" (16. November 2018)
Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-11/wikileaks-gruender-julian-assage-anklage-usa (https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-11/wikileaks-gruender-julian-assage-anklage-usa)

Quelle: https://www.washingtonpost.com/world/national-security/julian-assange-has-been-charged-prosecutors-reveal-in-inadvertent-court-filing/2018/11/15/9902e6ba-98bd-48df-b447-3e2a4638f05a_story.html?utm_term=.61dc719cbcfa (https://www.washingtonpost.com/world/national-security/julian-assange-has-been-charged-prosecutors-reveal-in-inadvertent-court-filing/2018/11/15/9902e6ba-98bd-48df-b447-3e2a4638f05a_story.html?utm_term=.61dc719cbcfa)

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area #1

Er ist in die ecuadorianische Botschaft geflohen, um einer Auslieferung in die USA zu entgehen. Das hat sich nun als gerechtfertigt herausgestellt.


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Dr. Who #2

an dem umgang mit assange, manning und snowden zeigt sich dass die westlichen „demokratien“ reine dekoration sind. ich hoffe ich erlebe noch die zeit wo die beiden mit dem friedensnobelpreis ausgezeichnet werden [ Dr. Who
#3  ... es ist nicht kein versagen von wikileaks dass hillary durch die mails starke vertrauensverluste hinnehmen musste, sondern es lag daran dass hillary etwas leak-würdiges verheimlicht hat. das wollen die demokraten bis heute nicht wahrhaben]


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Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on November 17, 2018, 04:14:19 PM
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[...] Das US-Justizministerium hat eine Anklage gegen den Mitbegründer der Enthüllungsplattform Wikileaks vorbereitet. Das geht aus Gerichtsakten hervor, die ein Blogger veröffentlicht hat, berichtet die New York Times. Das Blatt bezeichnet die Entwicklung als "dramatische Eskalation in dem jahrelangen Kampf der US-Regierung gegen Assange und die Enthüllungsgruppe".

Bislang war nicht klar, ob die US-Strafverfolgungsbehörden Assange anklagen wollen. Der unlängst geschasste Justizminister Jeff Sessions hatte die Verfolgung von Assange zwar zur Priorität der Regierung erklärt, Details waren aber nicht bekanntgeworden. Öffentlich wurde der Schritt der US-Justiz nun durch ein Versehen bei der Ausarbeitung der Anklageschrift wegen Sexualdelikten gegen einen Mann namens Seitu Sulayman Kokayi. Auf der zweiten Seite erwähnt die Staatsanwaltschaft unvermittelt, dass die Klage gegen Assange "aufgrund der Raffinesse des Angeklagten und des öffentlichen Interesses an dem Fall" vertraulich behandelt werden sollte.

"Fehlerhaft" sei der Schriftsatz gewesen, gestand der Sprecher der Staatsanwaltschaft im östlichen Verwaltungsbezirk von Virginia, Joshua Stueve, ein. Es sei nicht beabsichtigt gewesen, Assanges Namen zu nennen. Die New York Times vermutet, dass die Verfasser des Schriftsatzes aus der bislang geheimen Assange-Akte aus Bequemlichkeit Textpassagen kopiert und das bislang vertraulich behandelte Vorgehen gegen den Wikileaks-Gründer damit publik gemacht haben.

Assange hatte sich im Sommer 2012 in die ecuadorianische Botschaft in London geflüchtet, um eine Auslieferung an die USA zu vermeiden. Damals sah er sich zudem einer Anklage wegen Vergewaltigung ausgesetzt, die 2017 fallengelassen wurde. Das Bekanntwerden der Anklage in den USA zeigt, dass er beim Verlassen der Botschaft Ecuadors wohl verhaftet und in die USA ausgeliefert würde. Damit erhöht sich auch der Druck auf die neue Regierung unter Präsident Lenín Moreno in Ecuador, die Assange zuletzt auf die Straße setzen wollte.

Bereits im Juli hatten Gerüchte die Runde gemacht, nach denen Assange an die britischen Behörden ausgeliefert werden könnte. Die Chefredakteurin des russischen Auslandsenders RT, Margarita Simonyan, und der US-Journalist Glen Greenwald vom Investigativ-Portal The Intercept bestätigten diese Möglichkeit damals. Bei einer Auslieferung an Großbritannien bestünde eine reale Gefahr, dass die US-Regierung unter Präsident Donald Trump versucht, des Australiers habhaft zu werden, um ihn wegen der massenhaften Veröffentlichung von Geheimdokumenten unter anderem zum Irak-Krieg anzuklagen.

Laut Greenwald hat Ecuadors Präsident Lenín Moreno bereits vor einem Besuch in Großbritannien und Spanien im Juli eine bilaterale Vereinbarung mit der Regierung von Premierministerin Theresa May verhandeln lassen, um die Übergabe Assanges zu regeln. Der Bericht bei The Intercept berief sich auf eine anonyme Quelle, "die dem ecuadorianischen Außenministerium nahesteht" (Wirft Ecuador Assange aus der Botschaft in London? https://www.heise.de/tp/features/Wirft-Ecuador-Assange-aus-der-Botschaft-in-London-4118028.html ).

Die Enthüllung der Anklage gegen Assange in den USA kommt inmitten der Arbeit von US-Sonderermittler Robert S. Mueller. Der Jurist ist damit beauftragt, mögliche Verbindungen zwischen Donald Trump und dem mutmaßlichen Einfluss Russlands auf den US-Wahlkampf 2016 zu untersuchen. Wikileaks hatte damals tausende E-Mails der Demokraten veröffentlicht und ihnen damit im Wahlkampf geschadet. Die New York Times geht davon aus, dass die E-Mails vom russischen Geheimdienst im Zuge einer Kampagne zur Wahlbeeinflussung gestohlen wurden. Würde Assange nun wegen der Publikation von Daten angeklagt, die von allgemeinem Interesse für die Öffentlichkeit sind, so hätte dies dennoch einen erheblichen Einfluss auf die Freiheit der Presse, warnt die New York Times. (Harald Neuber)



Aus: "USA planten geheime Anklage gegen Julian Assange" Harald Neuber (16. November 2018)
Quelle: https://www.heise.de/tp/features/USA-planten-geheime-Anklage-gegen-Julian-Assange-4223973.html (https://www.heise.de/tp/features/USA-planten-geheime-Anklage-gegen-Julian-Assange-4223973.html)

https://twitter.com/wikileaks/status/1063269063676358656 (https://twitter.com/wikileaks/status/1063269063676358656)

https://theintercept.com/2018/07/21/ecuador-will-imminently-withdraw-asylum-for-julian-assange-and-hand-him-over-to-the-uk-what-comes-next/ (https://theintercept.com/2018/07/21/ecuador-will-imminently-withdraw-asylum-for-julian-assange-and-hand-him-over-to-the-uk-what-comes-next/)

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     Pussy Galore, 16.11.2018 17:34

Und wieder einmal zeigt sich, dass so ein Aluhut in der heutigen Zeit ein durchaus kleidsames und angebrachtes Accessoire ist, da sich der Worst Case allzu oft eben nicht als Verschwörungstheorie, sondern als bittere Realität herausstellt.

Abgesehen davon sind 'geheime Anklagen' eines Rechtsstaates einfach unwürdig und zeugen von Feigheit und Durchtriebenheit.


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     harimau, 16.11.2018 23:21

ist schon interessant

Da gab es x Leute, die meinten, dass der Assange doch locker da rausspazieren könnte und dass das alles Unsinn und VT wäre. Wenn sogar die netten Polizisten vor der Botschaft jeden Tag freundlich zum Fenster winken und die Sonne scheint. Jaja...


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     Hat se nicht alle, 16.11.2018 19:03

Man kann sich gar nicht so schnell irgendwelche Verschwörungstheorien ausdenken
wie sich diese in Realität verwandeln.


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     Isabaellchen, 16.11.2018 17:13

BULLSHIT

"Wikileaks hatte damals tausende E-Mails der Demokraten veröffentlicht und ihnen damit im Wahlkampf geschadet."

Wikileaks hat die emails 5 Tage vor der Nominierungsveranstaltung der Demokraten veröffentlicht und damit offengelegt, dass der Vorstand der Demokraten mit Hillary zusammen gegen Bernie Sanders gearbeitet hat, der der eigentliche Gewinner der Vorwahlen war und der nur durch Sabottage und Schmierkampagnen an seinem Sieg gehindert wurde.
Wer sein zweitbestes Pferd ins Rennen schickt und auchnoch den Publikumslibliebling vergiftet, der muss mit einer Schallenden Niederlage rechnen. Das Resultat hieraus ist Donald Trump.
Hillary und die Chefetage der demokratischen Partei sind schuld daran, dass Donald Trump Präsident wurde!
Da gibt es noch ne ganze Reihe an Artikeln zu der Sache, zum Beispiel hier:
https://rp-online.de/politik/ausland/us-wahlen/demokraten-mail-affaere-zwingt-debbie-wasserman-schultz-zum-ruecktritt_aid-18104903 (https://rp-online.de/politik/ausland/us-wahlen/demokraten-mail-affaere-zwingt-debbie-wasserman-schultz-zum-ruecktritt_aid-18104903)
Nun wird versucht alles auf die Podesta mails zu schieben die kurz vor der Wahl hinterher geschmissen wurden. Wer damals jedoch den Democratic National Convent mitverfolgt hat, hat gesehen wie die Leute reihenweise die Veranstaltung verlassen und ihrem Ärgern Luft gemacht haben. Aber damit alles in den Narrativ des neuen kalten Krieg gepresst werden kann, wird nichtmal über die Inhalte gesprochen, sondern alle erzählen, dass das ja die russen waren, wissen schon... Wie früher....
Hier kann man ein bisschen von der Stimmung dort nachvollziehen https://www.youtube.com/watch?v=jl8BU-K80xs



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    RalphIIIHarzIV, 17.11.2018 09:09

Hmm? Also hatte Julian Assange doch recht, mit seiner Befürchtung ... verhaftet und in die USA abgeschoben zu werden?

Und daß die Vergewaltigungsvorwürfe nur ein Vorwand waren. Es ist ja dafür jahrelang ausgelacht worden.
Ziemlich gruselig, findet Ihr nicht?

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on November 17, 2018, 04:30:19 PM
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[...] Durch ein peinliches Versehen ist bekanntgeworden, dass die USA im Geheimen rechtliche Schritte gegen Julian Assange angestrengt haben. Der Wikileaks-Chef befindet sich wegen der Publikation von Geheimakten und seiner Kollaboration mit Russland im Visier der Behörden.

... Dass eine geheime, «unter Siegel» stehende Anklage gegen Assange vorliegen könnte, ist keine Überraschung. Ein solches Vorgehen ist in den USA üblich in Fällen, in denen sich der Beschuldigte im Ausland befindet und keine Vorwarnung zu einer drohenden Verhaftung erhalten soll. In der irrtümlich veröffentlichten Eingabe ans Gericht heisst es denn auch, dass die Anklage und der damit verbundene Haftbefehl unbedingt unter Verschluss bleiben müssten, bis Assange in Gewahrsam sei und sich seiner Verhaftung oder Auslieferung nicht mehr entziehen könne. Aus dieser Formulierung geht allerdings nicht zweifelsfrei hervor, ob die Anklage wirklich erhoben wurde. Es besteht auch die Möglichkeit, dass es sich beim versehentlich enthüllten Dokument nur um einen Entwurf gehandelt hat.

Die Zweigstelle der Bundesstaatsanwaltschaft in Alexandria, einem Vorort von Washington, ist zuständig für den Fall Assange. Sie führt aber auch die davon völlig unabhängigen Ermittlungen gegen einen mutmasslichen Sexualstraftäter namens Seitu Kokayi. So kam es denn auch zum bürokratischen Durcheinander: Auf der ersten Seite der Gerichtseingabe beantragt die Staatsanwaltschaft, das Verfahren gegen Kokayi unter Verschluss zu halten. Auf der zweiten Seite wechselt die Argumentation dann abrupt, und die Rede ist nur noch von Assange, mit Hinweis auf die besondere Prominenz seines Falles. Der Schluss liegt nahe, dass sich die Justizbeamten die Begründung im Fall Kokayi einfach machen wollten und in ihre Eingabe die früheren Erörterungen zum Fall Assange hineinkopierten. Allerdings vergassen sie dann, die nötigen textlichen Anpassungen zu machen. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte wortkarg, dass ein Fehler geschehen sei und die Eingabe einen falschen Namen enthalte.

...


Aus: "US-Staatsanwalt enthüllt irrtümlich Anklage gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange" Andreas Rüesch (16.11.2018)
Quelle: https://www.nzz.ch/international/us-staatsanwalt-enthuellt-irrtuemlich-anklage-gegen-den-wikileaks-gruender-assange-ld.1437055 (https://www.nzz.ch/international/us-staatsanwalt-enthuellt-irrtuemlich-anklage-gegen-den-wikileaks-gruender-assange-ld.1437055)

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Quote
[...] Die Anklage gegen Assange sei demnach schon vor Jahren erhoben worden. Was genau Assange vorgeworfen wird, ist bislang unklar.  ...

Aus: "Julian Assange in den USA offenbar angeklagt" (16. November 2018)
Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-11/wikileaks-gruender-julian-assage-anklage-usa (https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-11/wikileaks-gruender-julian-assage-anklage-usa)

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area #1

Er ist in die ecuadorianische Botschaft geflohen, um einer Auslieferung in die USA zu entgehen. Das hat sich nun als gerechtfertigt herausgestellt.


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PetraK. #7

Wenn man Kriegsverbrechen der USA ausplaudert, dann passiert einem mitunter das, was mit Bradley Manning, Edward Snowden oder Julian Assange geschah. Es ist tragisch, dass die Courage von solchen Helden nicht wirklich gewürdigt wird und die Leitmedien weitgehend auf solidarische Bekundungen verzichten.


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delloc #10

Die "Todsünde" der Whistle-Blower besteht darin, dass sie die Arbeit der Geheimdienste öffentlich machen. Dies hat zur Folge, dass mit jedem aufgedeckten Geheimnis der Beweis erbracht wird, dass Verschwörungen seitens der Regierungen an der Tagesordnung sind.

Aufgedeckte Verschwörungen der Regierungen erschüttern aber den Glauben an die Demokratie und eine rechtsstaatliche Ordnung, zu der absolute Transparenz gehören.

Whistleblower werden verfolgt, weil sie die Untergrund-Machenschaften der Mächtigen entlarven. Das ist der einzige Grund ihrer Diskriminierung.


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Schreckhafte Tapete #14

"Geheime Anklage". Was es in einem sogenannten Rechtsstaat nicht alles gibt...


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Am 16. November 2018 um 18:39 von Dana

Das wird aber einigen Leuten nicht schmecken, die seit Jahren Haß und Rufschädigung von Herrn Assange in solchen und ähnlichen Foren betreiben, wohl in staatlichem Auftrag.

Das bisherige Narrativ, daß der "egoistische Assange" mit seinen Befürchtungen, in den USA zu landen, nur "Aufmerksamkeit erregen" will, ist nun zumindest in seiner Bösartigkeit entlarvt. Mal sehen, was sich diese Leute als nächstes ausdenken.


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Am 16. November 2018 um 18:51 von pnyx

Nun ist bewiesen, dass Assange mit seinen Befürchtungen, der u.s.-Justiz ausgeliefert zu werden, Recht hat. Es ist ein Skandal, dass die Briten dieses üble Spiel seit Jahren mitspielen.


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Am 16. November 2018 um 19:03 von Jon Do

"peinlich" und "aus Versehen"

Seltsame Wortwahl.

So, wie es einem Verbrecher "peinlich" ist, daß er seine Fingerabdrücke "aus Versehen" am Tatort hinterlassen hat und dadurch auffliegt?

Man sollte einmal klar sagen: Was mit Assange in der Verletzung seiner Grundrechte geschieht, ist eines der größten Armutszeugnisse, das sich unsere "westliche Wertegesellschaft" seit Jahren selbst ausstellt.


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Am 16. November 2018 um 19:15 von wackersdorf

kriegsverbrechen sind kriegsverbrechen oder?

um 10:31 von sprutz
warum brisant "Die USA machen den gebürtigen Australier Assange unter anderem dafür verantwortlich, dass über seine Enthüllungsplattform WikiLeaks brisante US-Dokumente aus den Kriegen in Afghanistan und im Irak veröffentlicht wurden."

Das was hier brisant genannt wird waren schlichtweg Kriegsverbrechen. Und das sollte man auch klar so bennenen.


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Am 16. November 2018 um 21:12 von erga omnes

... Es wird Zeit, dass die Doppelstandards aufhören. Der Westen legt die Menschenrechte sehr oft nach Bedarf aus. ...



https://meta.tagesschau.de/id/139740/panne-offenbart-us-klage-gegen-wikileaks-gruender-assange
Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on November 25, 2018, 02:17:08 PM
Julian Assange: Charges in the US, trial by Media? | The Listening Post (Full)
Al Jazeera English, Am 24.11.2018 veröffentlicht
https://www.youtube.com/watch?v=mNMDkEWrb1w

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Chris Hedges ist Journalist, Pulitzer-Preis-Träger und Autor der New York Times-Bestsellerliste. Er war früher Professor an der Princeton Universität, Aktivist und ordinierter presbyterianischer Pastor. Unter seinen Büchern befinden sich Bestseller wie „Der Lohn des Aufstands: Der moralische Imperativ der Revolte“, „Das Reich der Illusion: Das Ende der Bildung und der Triumph des Spektakels“ und „Amerikanische Faschisten: Die christliche Rechte und der Krieg mit Amerika“. Sein Buch „Krieg ist eine Kraft, die uns Bedeutung verleiht“ wurde 40.000 Mal verkauft und war Finalist des Nationalen Preises des Buchkritiker-Verbandes für Sachliteratur. Er schreibt eine wöchentlich erscheinende Kolumne für das Internet-Magazin Truthdig und moderiert die Sendung „On Contact“ bei RT America.

"Julian Assange wird ans Messer geliefert" Chris Hedges. Aus dem Englischen von Josefa Zimmermann (19. November 2018)
... Die Demokratische Partei, die versucht, die Schuld für ihre Wahlniederlage auf Russlands „Einmischung” zu schieben und nicht auf die groteske Einkommensungleichheit, den Verrat an der Arbeiterklasse, den Verlust der bürgerlichen Freiheiten, die Deindustrialisierung und den Staatsstreich, den die Partei mit orchestriert hat, greift Assange als Verräter an, obwohl er kein US-Bürger ist. Er ist auch kein Spion. Er ist an kein mir bekanntes Gesetz gebunden, das ihn zwingt, Geheimnisse der US-Regierung zu bewahren. Er hat kein Verbrechen begangen. Die Zeitungen, die einst die WikiLeaks-Dokumente veröffentlichten, fokussieren sich nun auf sein angeblich schlampiges Auftreten – das mir bei meinen Besuchen bei ihm nicht auffiel – und darauf, dass er , wie der Guardian es formuliert, „ein ungebetener Gast” in der Botschaft ist. Das entscheidende Problem der Rechte eines Publizisten und der freien Presse wird zugunsten der höhnischen Vernichtung eines Charakters ignoriert. ...
https://www.nachdenkseiten.de/?p=47287

"Die Kreuzigung" Chris Hedges (Freitag, 23. November 2018)
Julian Assanges Zufluchtsstätte in der ecuadorianischen Botschaft in London verkommt zunehmend zu einem kleinen Horrorkabinett. In den letzten sieben Monaten konnte er kaum mit der Außenwelt kommunizieren. Seine ecuadorianische Staatsbürgerschaft, die ihm als Asylsuchendem gewährt wurde, soll widerrufen werden. Sein Gesundheitszustand verschlechtert sich, medizinische Hilfe wird ihm jedoch verweigert.  ...
https://www.rubikon.news/artikel/die-kreuzigung

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on February 28, 2019, 10:32:49 AM
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Bei der Pressekonferenz anlässlich des Kunst-, Musik- und Diskursfestivals Elevate sprach der Stargast über die Einwanderungspolitik von Kanzler Kurz ...


Aus: "Pamela Anderson in Graz: "Was macht Österreich für Julian Assange?"" Andreas Müller (27. Februar 2019)
Quelle: https://derstandard.at/2000098702979/Pamela-Anderson-in-Graz-Was-macht-Oesterreich-fuer-Julian-Assange (https://derstandard.at/2000098702979/Pamela-Anderson-in-Graz-Was-macht-Oesterreich-fuer-Julian-Assange)

Kontext https://diepresse.com/home/kultur/popco/5586919/Pamela-Anderson-wirbt-in-Graz-mit-EUWahlbuendnis_Aktivismus-ist-sexy (https://diepresse.com/home/kultur/popco/5586919/Pamela-Anderson-wirbt-in-Graz-mit-EUWahlbuendnis_Aktivismus-ist-sexy)

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Quilombero

Dear Pamela
Our polticians have no balls!


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Atheist von Gottes Gnaden

Find ich gut. Sie erreicht auch Leute, die eine Klein, ein Schulmeister, ein Piketty, ein Pinker, ein Chomsky nicht erreichen.


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Persona=Lichtkörper

Es ist generell doch ein bisserl eine Schande, wie wenig wir Menschen, ganz generell auf der Welt, für Menschenrechtler und Aufdecker einsetzen.

Weder für einen Assange, noch für einen Mannings, noch für einen Snowden haben sich ausreichend Menschen eingesetzt, sodass die Politik unter Druck gekommen wäre.

Das stellt uns als Gesellschaften, und ich meine das durchaus auch selbstkritisch, ein eher sehr schlechtes Zeugnis aus.

All die Erwähnten und sicher noch mehr Menschen haben ihr Leben für eine Idee einer besseren Welt für alle riskiert und sind eigentlich im Stich gelassen worden. Wie eine apathische, dumpfe Masse, die nicht mehr wahrnimmt, was rund um sie passiert und es offensichtlich auch nicht wissen will, so hat es die Menschheit diesen Leuten gedankt. Stattdessen wählen immer mehr jene, die Freiheit und Grundrechte streichen.


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Troglodyt

Was macht Julien Assange für Österreich?


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sounds_fine

Die Gesellschaft durch Bereitstellung von Informationen aufklären?


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das_syndrom

Der Großteil der Österreicher steht nicht so auf Aufklärung.


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chiliwuki

Vor allem was geht uns der an?


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Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on March 14, 2019, 12:11:43 PM
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Die ehemalige Wikileaks-Informantin Chelsea Manning ist am Freitag in Beugehaft genommen worden, weil sie sich weigert, vor der Grand Jury eines Gerichts im amerikanischen Bundesstaat Virginia auszusagen. Manning müsse so lange in Haft bleiben, bis sie sich anders entscheide, so die Staatsanwaltschaft. Mannings Anwalt hatte vor Gericht Hausarrest für seine Klientin beantragt. Der Antrag wurde jedoch abgelehnt und Manning in die Justizvollzugsanstalt von Alexandria gebracht.

In Erwartung ihrer Verhaftung hatte Manning bereits am Donnerstag erklärt, sie mache mit der Aussageverweigerung ihre verfassungsmäßigen Rechte geltend. Sie sprach sich gegen den geheimen Charakter von Grand Jurys aus, die Zeugen in Abwesenheit ihrer Anwälte befragen dürfen. „In Solidarität mit vielen Aktivisten, die gegen Ungerechtigkeit kämpfen, bleibe ich meinen Prinzipien treu“, bekräftigte Manning. Sie wolle alle rechtlichen Mittel ausschöpfen. Wikileaks verurteilte Mannings Verhaftung als „Angriff auf die Pressefreiheit“. „Whistleblower werden jetzt gezwungen gegen Journalisten auszusagen und ins Gefängnis gesteckt, wenn sie nicht kooperieren“, prangerte die Enthüllungsplattform im Kurzbotschaftendienst Twitter an.

Die Grand Jury – ein mit weitreichenden Ermittlungsvollmachten ausgestattetes Geschworenengremium – ist mit dem Fall des Wikileaks-Gründers Julian Assange befasst. Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte 2010 und 2011 hunderttausende geheime Militärdokumente der Vereinigten Staaten über die Kriege im Irak und in Afghanistan sowie vertrauliche Diplomatendepeschen veröffentlicht. Quelle war die vor einer Geschlechtsumwandlung damals noch als Soldat Bradley Manning lebende Manning, die das Material von Militärrechnern herunterlud und Wikileaks zuspielte.

Manning wurde 2010 festgenommen und im August 2013 wegen Spionage zu 35 Jahren Gefängnis verurteilt. Durch einen Gnadenerlass des damaligen demokratischen Präsidenten Barack Obama kam Manning 2017 vorzeitig frei. Obamas republikanischer Nachfolger im Weißen Haus, Donald Trump, hatte sie als „Verräterin“ bezeichnet, die das Gefängnis „niemals“ hätte verlassen dürfen.


Aus: "Frühere Wikileaks-Informantin : Chelsea Manning in Beugehaft genommen" (09.03.2019)
Quelle: https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/fruehere-wikileaks-informantin-chelsea-manning-festgenommen-16079920.html (https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/fruehere-wikileaks-informantin-chelsea-manning-festgenommen-16079920.html)

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Verfahren-gegen-Wikileaks-Whistleblowerin-Manning-muss-in-Beugehaft-4329974.html (https://www.heise.de/newsticker/meldung/Verfahren-gegen-Wikileaks-Whistleblowerin-Manning-muss-in-Beugehaft-4329974.html)

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     Tino Schwarze, 08.03.2019 18:32

Respekt!

Jemand, der zu seinen Prinzipien steht!



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     mordsDing boa eh, 08.03.2019 22:46

Snowden, Manning und andere haben ihr Land verraten, so klang eine der vielen Verlautbarungen aus den Kreisen der Geheimdienste und des Militärs. Auch die Politik tönte in diesem Chor.

Ich sehe das anderes. Snowden, Manning und andere haben jene verraten, die ihr Land verraten. Und ihnen liegen Land und Demokratie mehr am Herzen als den meisten Politikern und den Geheimdiensten.

Manning beweist mir ihrer Haltung mehr Rückgrat als ein täglich dumm, arrogant und niederträchtig daherschwätzender maligner Narzisst, den ein Haufen latent aggressiver, moralisch korrupter, selbstgerechter Vollidioten zum Präsidenten gemacht haben.

Und es ist beschämend für die europäische Politik, dass sie Leuten wie Manning, Snowden oder Assange keinen Schutz bieten kann.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (08.03.2019 22:47).


https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Verfahren-gegen-Wikileaks-Whistleblowerin-Manning-muss-in-Beugehaft/forum-421641/ (https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Verfahren-gegen-Wikileaks-Whistleblowerin-Manning-muss-in-Beugehaft/forum-421641/)

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Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on April 12, 2019, 10:56:31 AM
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[...] Auf den Fernsehbildern sah man einen zerzausten, panisch dreinblickenden Julian Assange, der von einem Großaufgebot der britischen Polizei aus der ecuadorischen Botschaft in London gezerrt wurde. Nicht im Bild war, wer eigentlich dahinter die Fäden zog: US-Präsident Donald Trump und sein außenpolitisches Hardlinerteam. Die spektakuläre Festnahme vom Donnerstag verrät eine Menge über den gewachsenen Einfluss Washingtons auf dem südamerikanischen Kontinent. Viel hat sich verändert, seit das 17-Millionen-Einwohner-Land Ecuador knapp sieben Jahre lang den mächtigen USA trotzte und dem Gründer der Geheimnisverratplattform WikiLeaks in seinen beengten Londoner Botschaftsräumen Asyl gewährte.

Das Problem bei Berichten über Julian Assange ist immer, dass sich eine Fülle von Verschwörungstheorien um ihn ranken, die der Hacker und Politaktivist nach Kräften mit befeuert. Zu den schlichtesten Wahrheiten dieser Geschichte gehört zunächst, dass Ecuador seinen Dauergast in der Botschaft schon deshalb irgendwann auf die Straße setzen musste, weil sein Verbleib an praktische Grenzen stieß: Nach Aussagen von Assanges Verwandten, Freunden und Besuchern ergab sich zuletzt ein Bild, nach dem er durch die jahrelange Isolation schweren gesundheitlichen und psychologischen Schaden genommen hat, und dass seine Gastgeber sich zunehmend von ihm überfordert sahen. 

Doch natürlich sind das nicht die einzigen und nicht die spannendsten Fragen rings um diese Festnahme. Als Assange 2012 Asyl von dem kleinen Ecuador erhielt, war Südamerika ein anderer Kontinent. Machthaber war damals Rafael Correa, ein gelernter Wirtschaftswissenschaftler und streitbarer Linker, der in dem Land an der Pazifikküste einen "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" ausrufen wollte. Da war er sich einig mit Hugo Chávez, dem gewählten Präsidenten und selbst ernannten Revolutionsführer von Venezuela.

Correa, Chávez, der Bolivianer Evo Morales, das argentinische Präsidentenehepaar Kirchner und die Herrscher über einige Klein- und Inselstaaten der Region machten Lateinamerika damals zum linken Kontinent, zu einem Experimentierfeld einer großzügigeren Sozialpolitik. Sie wurde in diesen Ländern mit einer innenpolitisch eher harten Hand gegenüber den früheren Eliten durchgesetzt und mit freundschaftlichen, vergünstigten Öllieferungen aus dem damals noch reichen Opec-Staat Venezuela subventioniert.

Der Plan war, dass der Kontinent zu einer alternativen Macht zu den USA heranwachsen sollte, zu seiner neoliberalen Wirtschaftsordnung und militärischen und geheimdienstlichen Macht. Correa gehörte stets zu den besonders lautstarken Kritikern der USA. Als eine erste Amtshandlung schloss er 2007 eine Militärbasis der Amerikaner in seinem Land. Als ihn 2012 Julian Assanges Hilfeersuchen ereilte, freute er sich, denn indem er einem Staatsfeind der USA Asyl gewährte, konnte er es dem bösen Imperium mal richtig zeigen.

Entsprechend groß ist jetzt der Frust, gerade auch bei Correa. "Der größte Verräter in der ecuadorianischen und lateinamerikanischen Geschichte hat der britischen Polizei erlaubt, unsere Botschaft zu betreten und Assange festzunehmen", twitterte der frühere Präsident (2007–2017) am Donnerstag und nannte das "ein Verbrechen, das die Menschheit nie vergessen wird". Der größte Verräter: Das ist Correas Amtsnachfolger, ein 66-jähriger Politiker namens Lenín Moreno.

... Unklar war am Donnerstag noch, ob die britischen Behörden – die Assange derzeit gefangen halten – dem Auslieferungsersuchen der USA nachkommen. Laut Moreno haben die Briten ihm garantiert, dass Assange nicht in ein Land ausgeliefert werde, wo ihm Folter oder die Todesstrafe droht. Aber was bedeutet Folter? Ist Assange tatsächlich eines Verbrechens angeklagt, für das ihm in den USA die Todesstrafe drohen könnte? Wie gut sind eigentlich die Beweise dafür, dass Assange selbst hinter den fraglichen Leaks und Veröffentlichungen auf der Plattform WikiLeaks steckte? Werden diese Veröffentlichung von Richtern in Großbritannien als Rechtsverstöße gesehen werden, so wie von den Anklägern in den USA, oder als eine legitime Form von Journalismus? Bei den bevorstehenden rechtlichen Auseinandersetzungen werden wohl etliche juristische Definitionsfragen zu klären sein.

...



Aus: "Der lange Arm des Donald Trump" Eine Analyse von Thomas Fischermann (11. April 2019)
Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-04/ecuadorianische-botschaft-rauswurf-julian-assange-usa-kontrolle-suedamerika/komplettansicht (https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-04/ecuadorianische-botschaft-rauswurf-julian-assange-usa-kontrolle-suedamerika/komplettansicht)

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Waltraud Gundlach #3

Die USA sind wieder an der Macht in Südamerika. Mit Methoden, die bekannt sind. ...


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Shibboleth #12

Der größte Teil Lateinamerikas ist traditionell der Hinterhof der USA. Das ist jetzt keine weltbewegende Nachricht. Erstaunlich ist eher, daß ausgerechnet Ecuador den USA so lange die Stirn geboten und Rückgrat gezeigt hat. Ich hätte sowas eher von Kuba, Venezuela, Bolivien, oder Nicaragua erwartet; weniger von Ecuador.


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  Haseberger
#20  —  vor 12 Stunden 13

Pünktlich nach der Festnahme:

IWF gewährt Ecuador 4,2 Milliarden-Dollar-Kredit.
https://www.enca.com/business/imf-approves-42bn-loan-ecuador (https://www.enca.com/business/imf-approves-42bn-loan-ecuador)

Potzblitz! Zufälle gibts!


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Nettiquetten-Schwindler #32

Wer die Wahrheit verkündet, lebt weiterhin gefährlich. Es ist zu vermuten, dass an Assange nun ein weiteres Exempel statuiert wird. Ausgang ungewiss.
Auch wenn es nicht direkt hierher gehört: gerade wurde derjenige verurteilt (in der Schweiz...!), der den Cum-Ex-Skandal aufgedeckt hat.
Prost liebe Politik, Prost liebe Rechtsstaaten!


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[...] In Ecuador haben Sicherheitskräfte einen mutmaßlichen Mitarbeiter der Enthüllungsplattform WikiLeaks festgenommen. Der Verdächtigte sei gefasst worden, als er gerade nach Japan ausreisen wollte, sagte Innenministerin María Paula Romo. Der schwedische Softwareentwickler soll ein enger Vertrauter von WikiLeaks-Gründer Julian Assange sein. Er wird verdächtigt, mit Versuchen in Verbindung zu stehen, die Regierung von Präsident Lenín Moreno zu destabilisieren.

... Die USA sehen in Assange einen Staatsfeind und fordern die Auslieferung des Aktivisten, der in den USA wegen Verschwörung zur Attacke auf Regierungscomputer angeklagt wurde. Dafür drohen ihm bis zu fünf Jahre Haft. Die Vorwürfe beziehen sich auf die WikiLeaks-Publikationen Hunderttausender geheimer Regierungsdokumente in den Jahren 2010 und 2011, die WikiLeaks von der früheren US-Soldatin Chelsea Manning zugespielt worden waren.

...


Aus: "Ecuador: Weitere Festnahme von WikiLeaks-Mitarbeiter" (12. April 2019)
Quelle: https://www.zeit.de/gesellschaft/2019-04/ecuador-wikileaks-julian-assange-festnahme-mitarbeiter (https://www.zeit.de/gesellschaft/2019-04/ecuador-wikileaks-julian-assange-festnahme-mitarbeiter)

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Tingeltangel Bob #1

Wenn die Wahrheit die Regierung eines Landes "destabilisiert", dann ist das Problem vielleicht nicht so sehr der whistleblower?


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Ghostnotes #4

Das dunkle Imperium schlägt zurück!


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merman2 #18

Snowden, Manning, Assange und sein Unterstützer haben sich schuldig gemacht, von US-Regierungen begangene, beauftragte bzw. geduldete Verbrechen bekannt zu machen und sind deshalb der Verschwörung angeklagt. ...


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Philosoph77 #28

Der Wertekanon der westlichen Hemisphäre ist wieder einmal entzaubert worden.

Bush, Rumsfeld, Wolfowitz, Cheney, Obama, Blair und wie sie alle heißen bleiben in Würden und jene die deren Verbrechen veröffentlichen werden gejagt und inhaftiert. ...


...

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[...] Wird Assange auf der jetzt bekannten Grundlage verurteilt, könnte sich ein Journalist oder eine Plattform künftig schon damit strafbar machen, dass sie eine Informantin nach mehr Dokumenten oder Belegen fragen. Das könnte Whistleblower abschrecken und die zentrale Arbeit von Medien deutlich erschweren. Und letztlich der Gesellschaft relevante Informationen vorenthalten. Diese Gefahr ist es, die den Fall Assange, unabhängig von der Person, so wichtig macht.


Aus: "Assange festnehmen, andere einschüchtern" Ein Kommentar von Lisa Hegemann (11. April 2019)
Quelle: https://www.zeit.de/digital/internet/2019-04/pressefreiheit-julian-assange-wikileaks-aktivist-whistleblower-schutz-auslieferung (https://www.zeit.de/digital/internet/2019-04/pressefreiheit-julian-assange-wikileaks-aktivist-whistleblower-schutz-auslieferung)

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Scutum #14

Ein kleines Land in Südamerika hat den USA 7 Jahre die Stirn geboten ,von der EU kam wie mmer nur heiße Luft!


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Albiz95 #17

Wo ist die Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, die die USA stets von anderen einfordern, im eigenen Staate geblieben?


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Закон Шмальгаузена #19.1

"Die Anklage ist natürlich ein Witz. Ein Journalist der einen Whistleblower auffordert noch mehr Unterlagen zu beschaffen. Holla die Waldfee."

Jo. Aber auch solche Witze werden natürlich von Einigen mit staatstragendem Stirnrunzeln, Eifer und Empörung höchst ernsthaft ventiliert.


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akomado #34

Die Autorin hat in der Sache recht: Beim jetzigen "Fall Assange" geht es um mehr, als um eine einzelne Person, sondern um etwas Grundsätzliches. Ein Staat, der Verbrechen begeht, ist daran interessiert, diese geheimzuhalten, muß jeden verfolgen, der sie aufdeckt und darf deshalb auch keinen Internatonalen Strafgerichtshof akzeptieren. Das ist die Essenz dieses Falles. ...


Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on April 12, 2019, 11:36:32 AM
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Veronika Kracher
@sunny_mayhem
Julian Assange, Liebling aller Alt Right-Kids, Neckbeards, MAGA-Fans, Verschwörungstheoretikern, Vergewaltigungsapologeten und sonstigen Schweinen ist inhaftiert worden. Endlich.

1:05 nachm. · 11. Apr. 2019


https://twitter.com/sunny_mayhem/status/1116296130768326663 (https://twitter.com/sunny_mayhem/status/1116296130768326663)

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Erdgeruch
@Erdgeruch
·
Antwort an @sunny_mayhem
Ich frage mich, ob du noch mal realisieren wirst, dass du mit dieser Meinung im Lager des militärisch-industriellen Komplexes zu verorten bist - im Einverständnis mit jenen von profit- und machtgier Zerfressenen, denen du eigentlich misstrauen solltest.


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Timea Herrmann
@HerrmannTimea
Antwort an @sunny_mayhem
Habe heute morgen das Gleiche gedacht!
Der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht!
So eine Kakerlake wie Assange der Dreck über Andere an den Meistbietenden verkauft bleibt nicht ewig unbestraft.
#PoeticJustice
5:01 nachm. · 11. Apr. 2019


https://twitter.com/HerrmannTimea/status/1116355566824251393

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Guido Heine
@GuidoGTH
·
Antwort an @HerrmannTimea
 und @sunny_mayhem
#Nazijargon


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Amba
@AmbaBirgit
·
Antwort an @HerrmannTimea
 und @sunny_mayhem
Bei "dem Dreck über Andere" den Assange verbreitete, handelte es sich vornehmlich um die Kriegsverbrechen der USA! Whistle-blower sollen Ihrer Meinung nach also auch lieber geköpft werden? (Ganz abgesehen vom Nazi-Jargon)


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CW
@CampusWiese
Antwort an @sunny_mayhem
Vielleicht eine Unterstellung, aber du weißt doch, dass Assange inhaftiert wurde weil er Chelsea Manning geholfen hat Kriegsverbrechen aufzuklären. Warum tust du dann jetzt so als ob er wegen einer Vergewaltigung weggesperrt wurde? Ist es egal wofür, Hauptsache er ist weg?


https://twitter.com/CampusWiese/status/1116420254312349699

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     duke3d.exe, 11.04.2019 14:47

Frage an die Assange Opposition
Das hier war also alles völlig unbedeutend?

"1 Veröffentlichungen
1.1 2007
1.1.1 Die Plünderung Kenias im Guardian
1.1.2 Guantánamo-Bay-Handbücher
1.2 2008
1.2.1 Bank Julius Bär gegen WikiLeaks
1.2.2 Scientology
1.2.3 BNP-Mitgliederliste
1.2.4 Veröffentlichung von Internetsperrlisten und Ermittlungsverfahren gegen WikiLeaks
1.3 2009
1.3.1 Kaupthing-Bank
1.3.2 Minton-Report über toxische Abfälle in der Elfenbeinküste
1.3.3 Weitergabe von Bankdaten aus der Europäischen Union an die USA
1.3.4 Abgefangene Pagernachrichten vom 11. September 2001
1.3.5 E-Mails der Climatic Research Unit
1.3.6 Veröffentlichung der Toll-Collect-Verträge
1.3.7 Kundus-Feldjäger-Report
1.4 2010
1.4.1 Pläne des US-Geheimdienstes, WikiLeaks zu unterminieren
1.4.2 US-Geheimdienstbericht über Meinungsmanipulation zum Afghanistaneinsatz
1.4.3 Gewaltsamer Tod irakischer Zivilisten und Journalisten durch US-Militärs
1.4.4 Luftangriff bei Garani
1.4.5 War Diary: Afghanistan War Logs (»Afghan War Diary«), 2004–2010
1.4.6 Loveparade-2010-Planungsdokumente
1.4.7 CIA-Memorandum über die USA als Exporteur von Terrorismus
1.4.8 War Diary: Iraq War Logs (»Iraq War Logs«), 2004–2009
1.4.9 Angekündigte Veröffentlichungen über China und Russland
1.4.10 US Embassy Cables (»Cablegate«), 1966–2010
1.5 2011
1.5.1 The Guantánamo Files (»Gitmo files«), 2002–2008
1.5.2 The Spyfiles
1.6 2012
1.6.1 The Global Intelligence Files
1.6.2 Syria Files
1.6.3 Detainee Policies
1.7 2014
1.7.1 Dokumente der Bilderberg-Konferenzen
1.7.2 FinSpy
1.7.3 Interne Dokumente der CIA
1.8 2015
1.8.1 TPP Investment Chapter
1.8.2 The Sony Archives
1.8.3 Protokolle des NSA-Untersuchungsausschusses
1.9 2016
1.9.1 IWF-Telefonat
1.9.2 AKP Emails
1.9.3 The Podesta Emails
1.9.4 Interna des NSA-Untersuchungsausschusses
1.10 2017
1.10.1 Vault 7: CIA Hacking Tools Revealed"

Und die Möglichkeit anonym Informationen, welche die Öffentlichkeit betreffen veröffentlichen zu können, ist auch völlig unbedeutend? Versteht ihr Assange Hasser, die sich ausschließlich an der Person oder an ihrem Privatleben festbeißen eigentlich, wozu die Plattform WL überhaupt gut war, beziehungsweise gut ist und wie viel Mut man aufbringen muss, sich quasi mit der gesamten Welt anzulegen? Seid ihr nicht in der Lage, Assange als Person mal auszublenden und auf sein Werk in Form der WL zurückzublicken?


https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Wikileaks-Gruender-Julian-Assange-in-London-festgenommen/Frage-an-die-Assange-Opposition/posting-34308666/show/ (https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Wikileaks-Gruender-Julian-Assange-in-London-festgenommen/Frage-an-die-Assange-Opposition/posting-34308666/show/)


Quote
     Grigorij Potjomkin, 11.04.2019 15:09

Re: Frage an die Assange Opposition

    wozu die Plattform WL überhaupt gut war

Ein Plattform für einen narzisstischen Selbstdarsteller?


Quote
     duke3d.exe, 11.04.2019 15:14

Re: Frage an die Assange Opposition

Grigorij Potjomkin schrieb am 11.04.2019 15:09:


        wozu die Plattform WL überhaupt gut war

    Ein Plattform für einen narzisstischen Selbstdarsteller?


Ja. Genau darum ging es. Das war die primäre Aufgabe von WL. Hast du fein erkannt.


Quote
     Grigorij Potjomkin, 11.04.2019 15:19

Re: Frage an die Assange Opposition

duke3d.exe schrieb am 11.04.2019 15:14:

    Grigorij Potjomkin schrieb am 11.04.2019 15:09:

...    Ja. Genau darum ging es. Das war die primäre Aufgabe von WL. Hast du fein erkannt.

Sage ich doch ;)

Wie Assange selbst WL beschädigt hat, kann kein US Geheimdienst mithalten. Und spätestens nachdem WL mit Russen dem Trump ins Amt geholfen hat, sollte dem letzten Romantiker einleuchten, worum es geht.


Quote
     respicefinem, 11.04.2019 15:12

Letztlich erscheint seine Flucht nunmehr gerechtfertigt

Ich mag Assange zwar nicht, und was er in Schweden gemacht hat, war vielleicht grenzwertig (aber wohl nur in Schweden strafbar).
Doch man hat ihm immer unterstellt, er würde sich feige der schwedischen Justiz nicht stellen wollen. Dabei ging es um die drohende Auslieferung in die USA, wo ihm lebenslänglich im Superknast droht (inklusive "Manning-Treatment"). Und bei einer "extraordinary rendition" wäre sogar Todesstrafe möglich gewesen.
Diese Furcht hat man lächerlich gemacht, und jetzt zeigt sich, wie berechtigt sie war und ist. ...


Quote
     die fiese Petze, 11.04.2019 16:26

Soviel zum neuen Whistleblower-Schutz der EU ...


Quote
     Kleber34,11.04.2019 16:24

Werte

Die Leute sollten mal aufwachen. Es gibt in der Welt keine Moral. Wenn wir über China oder die Türkei schimpfen sollte man sich vor Augen halten was die eigene Gesellschaft tut und das die absolute Mehrheit dabei zusieht.

Wer in der Welt moralisch wirken will wird verfolgt. Was Snowden getan hat war moralisch gesehen, das höchste was man von einem Menschen erwarten kann.
... Man hat 2 gute Möglichkeiten. Akzeptieren das es so ist oder sich erst gar nicht dafür interessieren. Ein Hoch auf die eigene Ignoranz


Quote

    RalphIIIHarzIV, 11.04.2019 18:17

Na? Wer ist jetzt hier der Verschwörungstheoretiker? Hatte Assange unrecht?

Jahrelang wurden Julian Assange und ander Bürgerrechtler ausgelacht, wegen der Befürchtung, er könne an die USA ausgeliefert werden, sollte er die Botschaft verlassen.

Wie hier im Forum in alten Threads getobt wurde, das könne ja alles garnicht sein ... und Assange und alle anderen seien ja totale Spinner und nur paranoid!

Immer wurde gesagt:
Er sei doof und er sperrt sich nur selbst in der Botschaft ein. Es liege doch garnichts gegen ihn vor! Er solle einfach rausgehen und alles wäre gut - nur ein Möchtegern-Märtyrer dieser Assange!

Und was ist jetzt?

Das hat ja keine 10 Minuten gedauert da war der internationale Haftbefehl und das Auslieferungsgesuchen der USA draußen.
Er sitzt ja praktisch schon so gut wie im Abschiebeflieger in die USA ...
Der Richter soll Assange in der heutigen Anhörung sogar als "lachhaft" bezeichnet haben.
Na? Wer ist jetzt hier der Verschwörungstheoretiker? Hatte Assange unrecht?

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (11.04.2019 18:30).


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     ex-usus, 11.04.2019 18:19

Re: Na? Wer ist jetzt hier der Verschwörungstheoretiker? Hatte Assange unrecht?

Wir lassen uns von Fakten nicht beirren.


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     sws, 11.04.2019 19:16

Denkt den niemand an die Katze ?

Was passiert jetzt mit der? Bleibt die in der Botschaft? Füttert die jemand und macht das Katzenklo sauber?

Wo ist sie heute ?


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[...] Man kann Assange wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe gegen Frauen ein Arschloch nennen. Man kann Julian Assange für einen politisch Irrlichternden halten, der im US-Präsidentschaftswahlkampf zu Gunsten von Trump agierte. Man kann ihn für einen rücksichtlosen Egomanen halten, dem andere egal waren. Man muss Assange dafür kritisieren, dass Wikileaks Informationen oftmals unredigiert veröffentlichte und damit Menschen in Gefahr brachte. All das ist richtig.

Was man allerdings nicht kann, ist ihn für seine offensichtlich relevanten Leaks sowie die Etablierung einer neuen digitalen Veröffentlichungskultur zu verurteilen. Hier hat sich Julian Assange verdient gemacht.

Laut seinem Anwaltsteam soll ein US-Auslieferungsantrag eine Rolle gespielt haben – ein Gerücht, das mittlerweile die britische Polizei bestätigt hat. Noch ist die Grundlage des Auslieferungsgesuches der USA nicht bekannt. Sollte diesem jedoch die Wikileaks-Veröffentlichungen zugrundeliegen, dann verdient Assange den gleichen Schutz, den auch die Journalisten genießen, die mit ihm zusammenarbeiteten und die Informationen von Wikileaks in angesehenen Medien veröffentlichten. Er sollte mit Hinblick auf die Pressefreiheit und den Quellenschutz nicht an die USA ausgeliefert werden.

Zwischen 2007 und 2017 ist Wikileaks immer wieder mit der Veröffentlichung spektakulärer Leaks aufgefallen, die großen Widerhall in der internationalen Berichterstattung fanden. Die möglicherweise bekannteste war „Collateral Murder“ – wahrscheinlich geht der Auslieferungsantrag der USA auf dieses Dossier zurück. Die dort enthaltenen Afghan War Diaries und die Iraq War Logs waren wichtige zeitgeschichtliche Dokumente, die Einblick in die Kriegspraxis der USA gaben. Ebenso ist an die diplomatischen Cables zu erinnern: Wikileaks veröffentlichte mehr als 250.000 Depeschen US-amerikanischer Botschaften, die ein Schlaglicht auf die US-Außenpolitik gaben. Deutschland betreffend veröffentlichte Wikileaks die Verträge zu Toll Collect.

Whistleblower, Informanten und die Weitergabe von geschützten Informationen sind eine Säule des Journalismus. Eine Aufgabe des Journalismus ist die Kontrolle von Regierungen. Das beeinhaltet auch, dass geheime Informationen öffentlich gemacht werden. Geschützt wird diese Praxis durch die Pressefreiheit. Im digitalen Zeitalter war das Projekt Wikileaks, das Assange maßgeblich geprägt hat, ein Vorreiter und wichtiger Impulsgeber für die Verbreitung von geschützten Informationen. Das darf man bei all den Verfehlungen der Person Assange nicht vergessen.

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Aus: "Pressefreiheit gilt auch für Assange" Markus Reuter (11.04.2019)
Quelle: https://netzpolitik.org/2019/pressefreiheit-gilt-auch-fuer-assange/ (https://netzpolitik.org/2019/pressefreiheit-gilt-auch-fuer-assange/)
Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on April 12, 2019, 11:45:20 AM
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[...] HO-CHI-MINH-STADT taz/ap | Führende Politiker der Linkspartei fordern Deutschland auf, den am Donnerstag in Großbritannien festenommenen Wikileaks-Gründer Julian Assange in Deutschland Asyl zu gewähren. Darunter auch der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow. „Whistleblower wie Assange haben ein großes persönliches Risiko auf sich genommen und viel in Gang gesetzt. Diese Person lebenslang wegen Geheimnisverrats zu bestrafen, hielte ich für verheerend“, sagte Ramelow gegenüber der taz.

„Deutschland muss seinem amerikanischen Partner sagen: Wir sind nicht Deine willfährigen Helfer. Sonst hätte Deutschland ein Glaubwürdigkeitsproblem gegenüber seinen Bürgern.“ Ramelow tourt zurzeit mit einer Gruppe von gut 70 Thüringer UnternehmerInnen durch Vietnam, um dort Auszubildende anzuwerben und Wirtschaftskontakte zu knüpfen.

Die britische Polizei hat Julian Assange am Donnerstag in Großbritannien beim Verlassen der ecuadorianischen Botschaft festgenommen, wo er sieben Jahre lang gelebt hatte. Die USA fordern die Auslieferung von Assange. Die US-Justiz wirft Assange zusammen mit der Whistleblowerin Chelsea Manning Verschwörung für einen Hackerangriff auf Pentagon-Rechner vor. Dem Australier drohen nach Angabe des US-Justizministeriums fünf Jahre Haft. Der damalige CIA-Chef und heutige Außenminister Mike Pompeo hatte 2017 jedoch verkündet, dass er Wikileaks für einen feindlichen Geheimdienst halte.

Nach der Verhaftung von Wikileaks-Gründer Julian Assange in London nehmen die Behörden in Ecuador nun auch dessen Umfeld ins Visier. Ein Vertrauter von Assange sei am Flughafen von Quito festgenommen worden, als er nach Japan ausreisen wollte, teilte Innenministerin María Paula Romo mit. Ein hoher Beamter identifizierte den Festgenommenen später als einen schwedischen Software-Entwickler mit Wohnsitz in Quito.
Protestdemo vor britischer Botschaft am Mittag

Die Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Sahra Wagenknecht, legte sich noch am Donnerstag für den Whistleblower ins Zeug. Seine Festnahme sei ein massiver Eingriff in die Presse- und Meinungsfreiheit. „Die Bundesregierung muss alles dafür tun, zu verhindern, dass das EU-Mitglied Großbritannien Julian Assange an die USA ausliefert, wo ihm wegen der Enthüllung von US-Kriegsverbrechen eine lebenslängliche Haftstrafe oder sogar die Todesstrafe droht“, so Wagenknecht in einer Pressemitteilung. „Angela Merkel muss Julian Assange jetzt in Deutschland politisches Asyl anbieten.“ Die Bundesregierung habe es in der Vergangenheit versäumt, sich für ihn einzusetzen.

Wagenknechts Stellvertreterin in der Fraktion, Sevim Daǧdelen, will zusammen mit Heike Hänsel – die ebenfalls dem Fraktionsvorstand angehört – am heutigen Freitag an einer Protesdemo für Assange vor der britischen Botschaft teilnehmen. Diese startet um 11 Uhr 30 in Berlin. „Die Rücknahme des politischen Asyls für Julian Assange durch die Regierung Ecuadors und die Verhaftung des Wikileaks-Gründers durch die britische Polizei ist eine Schande, ein Verstoß gegen internationales Recht“, so Daǧdelen. Die Bundesregierung sei in der Pflicht zu verhindern, dass Assange in die USA ausgeliefert werde.

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat zigtausende Geheimdokumente veröffentlicht. Darunter US-Militärdokumente über die Tötung von Zivilisten im Irak und den Umgang mit Häftlingen in Guantanamo. Assange war zunächst wegen eines Haftbefehls aus Schweden, wo wegen Vergewaltigung gegen ihn ermittelt wurde, in die ecuadorianische Botschaft geflohen. Die Ermittlungen wurden inzwischen eingestellt.


Aus: "Nach Festnahme von Wikileaks-Gründer: Linke stellt Asylantrag für Assange" Anna Lehmann (12. 4. 2019)
Quelle: http://www.taz.de/Nach-Festnahme-von-Wikileaks-Gruender/!5587431/ (http://www.taz.de/Nach-Festnahme-von-Wikileaks-Gruender/!5587431/)

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on April 12, 2019, 12:59:09 PM
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[...] Die britische Polizei bestätigt, dass die Festnahme aufgrund eines Auslieferungsantrags der USA erfolgte: "Julian Assange, 47, (03.07.71) has today, Thursday 11 April, been further arrested on behalf of the United States authorities, at 10:53hrs after his arrival at a central London police station. This is an extradition warrant under Section 73 of the Extradition Act. He will appear in custody at Westminster Magistrates' Court later today (Thursday, 11 April)."

Assange, der die australische und ecuadorianische Staatsbürgerschaft besitzt, hielt sich seit dem Jahr 2012 in der Botschaft des südamerikanischen Landes in London auf. Die Vorgängerregierung unter Präsident Rafael Correa hatte ihm Asyl gewährt und damit vor einer Auslieferung nach Schweden geschützt.

... Edward Snowden bezeichnet die Auslieferung als "dunklen Augenblick für die Pressefreiheit". Die Festnahme eines preisgekrönten Journlaisten durch die "Geheimpolizei" werden "in die Geschichtsbücher eingehen". (Harald Neuber) 


Aus: "Festnahme von Julian Assange aufgrund von US-Auslieferungsantrag" Harald Neuber (11. April 2019)
Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Festnahme-von-Julian-Assange-aufgrund-von-US-Auslieferungsantrag-4397666.html (https://www.heise.de/tp/features/Festnahme-von-Julian-Assange-aufgrund-von-US-Auslieferungsantrag-4397666.html)

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     Karl_Dalheimer, 11.04.2019 15:20

Ein extremer Vorgang. Wann hat es das schon gegeben,

... dass ein Machthaber (Moreno) die Polizei eines anderen Staates einlädt, einen anerkannten Flüchtling aus der eigenen Botschaft zu entführen und festzunehmen? Einen Flüchtling, der außerdem die eigene Staatsangehörigkeit besitzt (die ecuadorianische) und mit Sicherheit gar nicht ausgeliefert werden durfte. Einen Flüchtling, der wegen der Aufdeckung von Kriegsverbrechen unter dem Schutz der UNO steht.

Niemand stehe über dem Gesetz, behauptet der GB-Außenminister. Und viele der öffentlichen Personen werden das in dieser Zeit nachplappern, jedenfalls solange ihnen nichts nachgewiesen werden kann. Und obwohl jeder denkende Mensch weiß, dass sich die Machthaber überall in der Welt umso weniger um das Gesetz scheren, je mehr militärische Macht und bessere Geheimdienste sie hinter sich haben.

Moreno, offenbar ein eitler Schwächling, sollte sich an jenen anderen Verräter im Neuen Testament erinnern, der "dann hinging und sich erhängte". Hoffentlich fällt sein menschenverachtendes Tun nicht auf ihn selbst zurück.


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       zwi, 11.04.2019 16:51

Assange wegen Verstößen gegen "Kautionsauflagen" festgenommen.
Muss sich die britische Polizei mit dieser Aussage nicht albern vorkommen?


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     D.o.S., 11.04.2019 18:49

"niemand steht über dem Gesetz" außer z.B. Tony B-liar

[ ... Kommen Bush und Blair je vor Gericht?  ... Den Ex-Premier Blair schützt [ ] ein Rechtsprinzip, das die Beziehungen zwischen dem Weltstrafgericht und seinen Mitgliedstaaten regelt: Der ICC darf nur eingreifen, wenn ein Staat nicht willens oder in der Lage ist, Vorwürfe selbst aufzuarbeiten. ... Quelle: https://www.sueddeutsche.de/politik/irak-krieg-kommen-bush-und-blair-je-vor-gericht-1.3070126 (https://www.sueddeutsche.de/politik/irak-krieg-kommen-bush-und-blair-je-vor-gericht-1.3070126) (9. Juli 2016) ]

... Heuchler !


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     stdviB, 12.04.2019 07:07

Wertewesten

Der Wertewesten in seiner vollen Demokratie-Pracht ...


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Malkaye

Die machen alle nur ihren Job. - Wie bei der Gestapo.
Richter, Staatsanwälte, Polizisten, die neue ecuadorianische US-Lakaien Regierung, die Nachrichtenagenturen und die Standard-Journalisten.

"Nachdem die Londoner Polizei den selbstgewählten, fast sieben Jahre währenden Hausarrest des Wikileaks-Gründers am Donnerstagvormittag mit Einverständnis Ecuadors hatte beenden können".

Ekelhaft. Sieben Jahre! "Selbstgewählt"! Genau das was Assamge und Wikileaks befürchtet hatten und von den Medien immer runtergespielt wurde, tritt nun ein.

Ecuadors neuer Präsident ist übergelaufen und hat ihn ausgeliefert. Er wurde verhaftet. Und zwei standard Schreiberlinge schreiben tatsächlich " selbstgewähltes Hausarrest wurde aufgelöst"... Denkt ihr dafür werdet ihr zum nächsten Bilderberger treffen geladen?


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Sezessionist

"In unserem Land steht niemand über dem Gesetz"

ausser natürlich die Regierung, die Banker, die Politiker und die Reichen!


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Mafi

Süß, wie sie tun als ginge es dabei um irgendwelche Gesetze.


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bregenz87

ASSANGE hatt die botschaft mit seinen fikalien beschmiert ich hoffe er wird ausgeliefert in die usa und bekommt dort lebenslänglich.


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diesenpostingnamengibtesnochnicht

Na endlich. Guten Morgen! Im Grunde genommen hat Assange Menschenrechtsverletzungen der USA öffentlich gemacht.
Angeklagt wird aber nicht der Verbrecher, sondern derjenige, der das Verbrechen bekannt gemacht hat.
Der Skandal ist, dass unzählige Völker das Verbrechen decken, und unter fadenscheinigem Vorwand jenen verurteilen, der das Verbrechen offensichtlich gemacht hat.


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Systemschreiberling

Für das Verbrechen an der Menschheit
.... das er begangen hat, nämlich der Wahlhilfe für Trump, kann es nur eine Strafe geben, nämlich lebenslänglich.


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Das Glasperlenspiel

BREAKING NEWS! Die aktuellste Wikileaksenthüllung zeigt auf,
welchen Stellenwert Menschenrechte, Meinungs- und Pressefreiheit und das Völkerrecht im Wertewesten noch haben. Ein erschütternder Livebericht, wie es um diese Rechte steht.


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F.S.K

kriegsverbrecher haben gute chancen in europa asyl zu bekommen.
aber einen aufdecker will kein europäisches land schützen

https://www.kleinezeitung.at/politik/innenpolitik/5593119/Kriegsverbrechen_Selbstbezichtigungen-unter-Asylbewerbern (https://www.kleinezeitung.at/politik/innenpolitik/5593119/Kriegsverbrechen_Selbstbezichtigungen-unter-Asylbewerbern)


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schweinebaermensch

Eben und solche Menschen wählen wir.


Kommentare zu: https://derstandard.at/2000101255950/Assange-Festnahme-Aus-der-engen-Kammer-in-die-britische-Zelle (https://derstandard.at/2000101255950/Assange-Festnahme-Aus-der-engen-Kammer-in-die-britische-Zelle)

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on April 13, 2019, 01:08:31 PM
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[...] Assange, so sah es eine Weile aus, unterhielt einen regelrechten Salon für Leute, die sich gern mit ihm schmückten (und mit denen er sich umgekehrt schmückte). Zugleich wurde geraunt, Assange nehme es mit der Körperhygiene und dem Aufräumen nicht so genau; überhaupt gebe es Beschwerden des Botschaftspersonals darüber, wie sich Assange so verhalte und benehme.


Aus: "Ein Mann wie aus einer anderen Zeit" Dirk Peitz (12. April 2019)
Quelle: https://www.zeit.de/kultur/2019-04/wikileaks-gruender-julian-assange-enthuellung-transparenz/komplettansicht (https://www.zeit.de/kultur/2019-04/wikileaks-gruender-julian-assange-enthuellung-transparenz/komplettansicht)

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Adventus #1.9

"womöglich schockieren, der wilde Vollbart, die langen Haare, die Zeichen des Alterns." [...] "Assange hatte sich über die Jahre in einen Geist verwandelt, und an einen Geist erinnerte er äußerlich, als er nun ans Licht gezerrt wurde."

Sorry, hier bin ich aus dem Text ausgestiegen. Als würden Äußerlichkeiten den Charakter eines Menschen und seine Taten beschreiben....


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H_Müller #7

Die Enthüllungen von Wikileaks, oder eigentlich von Chelsa Manning haben der sauberen Kriegsmaschinerie, die angeblich nur böse Terroristen trifft, für einen kurzen Moment die Maske von der schrecklichen Fratze gerissen, und damit offenbart wie gleichgeschaltet und einseitig die Kriegsberichterstattung tatsächlich war und ist.


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Wonneproppen5 #1.14

Nun, wie sagte Claus von Wagner in der Anstalt? Die deutschen Medien sind nur noch Nato-Pressestelle. Triffts ziemlich genau.


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  Hamburgerin2.0 #2

Es ist mir völlig schnurz, ob Assange unrasiert, ungeföhnt und ungewaschen durch die ecuadorianische Botschaft gelaufen ist und wie groß sein Ego ist. Tatsache ist, dass er auf seine Art versucht hat, Widerstand gegen die psychologische Kriegsführung und Informationspolitik der USA zu leisten. Embedded journalists - wenn ich das schon höre! ...


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Luzider Albtraum #19

Zwischen Enthüllung und Propaganda, Desinformation und Information zu unterscheiden war wohl nie zuvor derart schwierig wie heute. Und alles davon existiert und zirkuliert in Mengen, die kaum mehr überschaubar sind.

Dies voneinander zu trennen, zu filtern und zu bewerten, ist Aufgabe der Medien. Wobei es zur Pressefreiheit gehört, dass ein Journalist Quellen in Anspruch nehmen darf, die ihm Informationen zur Verfügung stellen, welche es ermöglichen, die Wahrheit aus verschatteten Bezirken sinistrer Machenschaften ins Licht der Öffentlichkeit zu ziehen und transparent zu machen.

Aber genau deswegen wird Assange jetzt angeklagt, wenn ihm vorgeworfen wird, Manning angestiftet zu haben, geheime Dokumente von US-Behörden zu verschaffen. Sollten Journalisten solche Quellen in Zukunft nicht mehr nutzen dürfen, ohne sich dabei strafbar zu machen, ist die vierte Gewalt endgültig nur noch ein stumpfes Schwert in den Händen rhetorisch versierter Zwerge, die von Politikern ansonsten für alles gemietet werden können. Deshalb muss man diese Festnahme als einen Anschlag auf die Pressefreiheit begreifen. Eine Attacke, die nicht etwa durch irgendwelche klandestinen Kräfte erfolgt, sondern unmittelbar aus der Mitte des etablierten demokratischen Systems kommt. Das ist das eigentlich Verstörende.


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Stahlherz #13

Wer sagt denn, dass eine transparente Welt eine bessere wäre?
Ich sehe das nicht so.


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bebi fett Mc Geesex #13.1

kommt ganz drauf an
Die Regierenden sehen das genau so wie Sie.
als Beispiel...früher konnte Reagan in aller Seelenruhe irgendwelche
Mörderbanden bewaffnen,,um Regime zu stürzen die Ihm nicht genehm waren
,,bis das mal aufflog...war schon längst Gras über die Sache gewachsen..und die Täter
sowieso nicht mehr im Amt.
In der heutigen Zeit ist das alles bischen schwieriger...man weiss nie wann ein Nerd,,Student,,,oder ein erwachsener Mann,der in Mamas Keller wohnt...die Daten
abfängt,,,und einfach mal hochlädt..oder an Organisationen wie Wikileaks verscherbelt.
Die Regierenden tun mir echt leid.....Ach Gottchen,,,man kann nicht mal mehr in ruhe,,,Komplotte schmieden,,,oder einfach Verbrechen begehen.


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Закон Шмальгаузена #17

Jede Generation muss neu lernen, dass die Mächtigen jedweder Couleur zu jedweder Sauerei fähig sind, wenn sie nur unbeobachtet fühlen. Es ist wesentlicher Verdienst von Assange, Manning und Snowden, diese Erkenntnis für diese Generation aufgefrischt zu haben.
Antiquiert ist das nicht, und Andere werden den Stab übernehmen.



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C. Sciascia #11

Man bekommt den Eindruck, dass weite Teile des Journalismus ganz froh sind, dass Assange bestraft und mundtot gemacht wird, erinnert er sie doch daran, was sie nicht mehr leisten mögen: Licht in das Handeln der Mächtigen zu bringen. Dafür hat er seine Freiheit und seine Gesundheit gegeben, während viele, die eigentlich seinen Job machen müssten oder wenigstens solidarisch sein sollten, diesen Einsatz aus dem warmen, bequemen Sessel heraus mit Spott und Häme bedenken.
Julian Assange ist ein Held und wird als solcher in die Geschichte eingehen. Leider gibt es nur sehr wenige mutige Menschen wie ihn. Die Welt wäre transparenter.

Übrigens: so mancher Zeitjournalist soll es mit der Körperhygiene auch nicht so genau nehmen munkelt man. Sie wissen schon wer gemeint ist...


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det5904 #23

"Julian Assange hat es nur eine Weile lang so aussehen lassen, als könnten die Mächtigen der Welt von einem einzelnen Menschen und dessen Idee von Transparenz herausgefordert werden."

Merkwürdiges Verständnis. Es ging nicht darum, "die Mächtigen der Welt von einem einzelnen Menschen" herauszufordern, sondern geheim gehaltene Regierungsverbrechen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, und "die Mächtigen der Welt" durch eine informierte Öffentlichkeit herauszufordern. Dass die Öffentlichkeit sich nicht einstellte, ist aber nicht das Versagen von wikileaks bzw. Assange und schon gar nicht die Berechtigung zu der Darstellung von wikileaks als one man show, sondern ist das Versagen der Öffentlichkeit


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hasepremium #37

Assange hat die verbotene Tür für einen Moment geöffnet. Was da zusehen war, entsprach nicht dem Glauben vieler Bildungsbürger. ...


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Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on April 13, 2019, 01:30:33 PM
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[....] Für Journalisten ist die Affäre um Assange eine Zwickmühle, in der sie nicht gewinnen können. Solidarisieren sie sich vorbehaltlos mit Assange, dann stellen sie die Arbeitsweise der Presse unter Generalverdacht. Diktatoren und Autokraten werden Journalisten reflexhaft unterstellen, dass Journalisten nur mit illegalen Methoden und aus politischen Motiven an unbequeme Informationen gelangen konnten.

Distanzieren sie sich hingegen von Assange, liefern sie den gleichen Leuten ebenfalls wieder Munition, da das Leaken selbst mit Wikileaks symbolisch auf der Anklagebank sitzt – auch dank der Inszenierungskunst Assanges. Soll man still daneben sitzen, wenn ein Präsident, der in immer schrilleren Tönen die Presse als Volksfeinde verunglimpft, die Veröffentlichung wahrer Informationen aburteilen lässt?

...


Aus: "Kommentar: Assange und die Pressefreiheit – Journalisten in der Zwickmühle" Torsten Kleinz (12.04.2019)
Quelle: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Kommentar-Assange-und-die-Pressefreiheit-Journalisten-in-der-Zwickmuehle-4398512.html (https://www.heise.de/newsticker/meldung/Kommentar-Assange-und-die-Pressefreiheit-Journalisten-in-der-Zwickmuehle-4398512.html)

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     Pussy Galore, 12.04.2019 16:09

Da hat Torsten Kleinz aber Glück,

dass es da ein vielleicht juristisch ahndbares Verhalten Assanges gibt, das ihm die Möglichkeit eröffnet, sich hasenfüßig schnell unter Verweis auf rote Linien wieder unter seinen Stein zu verkriechen, anstatt Rückrat zu beweisen und sich gegen diesen Komplott zu stellen, Assange in die USA zu verschleppen. ...


... 12.04.2019 16:32 ... Tja, man kann es sich eben entweder gemütlich machen in seiner gebückten Haltung wie die Masse unserer dpa-Abtipper - oder man kann den Weg wählen, den z.B. Glenn Greenwald, Laura Poitras, Gaby Weber und andere eingeschlagen haben.

Und nein, diese drei exemplarisch genannten Journalisten haben sicher keinen schlechten Ruf deswegen. Ganz im Gegenteil.


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     darthkai, 12.04.2019 14:40

"Wenn man der Anklage des US-Justizministeriums glauben kann"

unter der Prämisse hat sich der Rest doch eigentlich schon erledigt, oder?


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     XXBrain, 12.04.2019 16:08

Armutszeugnis

    Für Journalisten ist die Affäre um Assange eine Zwickmühle, in der sie nicht gewinnen können. Solidarisieren sie sich vorbehaltlos mit Assange, dann stellen sie die Arbeitsweise der Presse unter Generalverdacht. Diktatoren und Autokraten werden Journalisten reflexhaft unterstellen, dass Journalisten nur mit illegalen Methoden und aus politischen Motiven an unbequeme Informationen gelangen konnten.

Niemand muss sich vorbehaltlos solidarisieren, aber in der wesentlichen Sache darf es keinen Zweifel geben, gerade Für Journalisten. Wenn es einen Zeitpunkt gibt, sich zu solidarisieren, dann ist der gestern gekommen.

Die Pressefreiheit aus opportunistischen Gründen zum eigenen Vorteil nicht verteidigen, das konstruieren von Vorwürfen, die Rechtsbeugung um einem regimekritischen Journalisten habhaft zu werden?
Wer das in Betracht zieht, der hat jede Glaubwürdigkeit verloren. Sich da mit irgendwelchen vermeintlichen Anschuldigungen von Diktatoren zu rechtfertigen, während das autokratisch kapitalistische Regime gerade die Grundrechte zur Schlachtbank führt, das ist wahrlich ein Kunststück aber gleichzeitig eine journalistische Bankrotterklärung. Tut mir leid.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (12.04.2019 16:13).


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     Klarsichten, 12.04.2019 16:24

Tendenzbetriebe

Nicht zu vergessen, dass Snowden, Assange, Mannings, Wikileaks usw. viel Geld in die Kassen der Medienkonzerne gespült haben, den lieben Hasenfüßen sozusagen ihr Gehalt ermöglicht haben.

Es stellt sich die ernsthafte Frage, welchen Wert hat Journalismus-Light eigentlich?
Ist Meinungsfreiheit nicht wichtiger als Pressefreiheit für Medienkonzerne, in denen systemangepasste Hasenfüße die "Tendenz" des einen Prozents verbreiten?


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     itmanoman, 13.04.2019 11:51

Exempel

Die USA und Großbritannien werden diesen Triumph vermutlich nutzen, um noch ein Exempel zu statuieren, denn sie wollen um jeden Preis verhindern, daß weitere mögliche Whistleblower die Verbrechen dieser und anderer befreundeter Staaten öffentlich machen.
Manning, Snowden und nun Assange, drei zerstörte Leben - wer dann noch sein Wissen preisgibt, sollte einen guten Fluchtplan parat haben und niemanden zurücklassen, der ihm wichtig ist, denn schützen wird ihn kein Gesetz in diesen Staaten.

Assange war jetzt bereits 7 Jahre in Haft, denn als "Leben" würde ich den Botschaftsaufenthalt nicht bezeichnen, auch wenn er vielleicht ein paar Privilegien hatte, die Häftlingen sonst verwehrt sind. Ich finde, die 7 Jahre eingesperrt sein reichen.

Die eigentlichen Verbrecher sind bisher straffrei ausgegangen. Wer hier noch an Gerechtigkeit glaubt, soll sich seine Naivität behalten. Vielleicht ist sie nötig, damit er nachts gut schlafen kann.


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     jsm36, 12.04.2019 13:54

Man muss sich nicht für links oder rechts entscheiden. Man kann auch die Vorgänge kritisieren, Pressefreiheit befürworten und trotz dem das Versprechen von Assange das er beim Hacken helfen will verurteilen. Der Artikel erschafft ein künstliches Problem das überhaupt nicht existiert. Nur beschränkte und ungebildete haben dieses Schubladendenken: Assange ganz oder gar nicht!
Aber auch er ist nur ein Mensch. Einer der gute und schlechte Dinge tut und getan hat.
Der einzig vernünftige Weg ist es die Pressefreiheit weiter zu stärken, Leaks und Machenschaften von korrupten Regierungen ans Licht zu bringen und das was Assange über die Pressefreiheit hinaus getan hat (Angebot beim Hacken zu helfen) zu verurteilen.
Wir sind nicht die USA. Wir sagen nicht "Wer nicht für mich ist, ist gegen mich!"
Die Welt und die Menschen sind viel zu vielseitig und zu komplex um sie pauschal, als ganzes zu beurteilen.
Wenn ich ein Lied mag muss ich den Musiker nicht mögen. Wenn ich den Musiker mag muss ich den Menschen nicht mögen. Wenn ich den Menschen mag muss ich auch nicht jedes Wort, jede Tat und jede seiner Socken mögen.

Es ist überhaupt kein Problem klar und eindeutig zu differenzieren und einfach nur das zu befürworten was man will und das zu verurteilen was man nicht mag.

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on April 13, 2019, 09:01:33 PM
Quote
[...] Auf eine mögliche Auslieferung von Julian Assange an die USA reagierte US-Präsident Donald Trump am Donnerstag mit gespielter Gleichgültigkeit. WikiLeaks, sagte er auf einer Pressekonferenz, sei nicht "mein Ding". Was für eine Kehrtwende! Noch vor drei Jahren – mitten im Wahlkampf – hatte sich Trump wiederholt von Julian Assange begeistert gezeigt. "Ich liebe WikiLeaks", sagte er damals, "Wir haben so viel von denen gelernt." Trump hatte frohlockt, weil WikiLeaks Dokumente von den Servern der demokratischen Partei veröffentlicht hatte, die das Potenzial hatten, seiner Kontrahentin Hillary Clinton deutlichen Schaden zuzufügen.

Tatsächlich hatte sich Assange während des gesamten Wahlkampfs gegen die Bewerberin Clinton ausgesprochen. Sie sei eine "demokratische Kriegshetzerin", sagte Assange und warnte: "Eine Wahl für Clinton wäre eine Wahl für einen endlosen, sinnlosen Krieg." Clinton reagierte nicht direkt auf Assange oder WikiLeaks, denn als Außenministerin war sie an die Linie der Obama-Regierung gebunden. Und Barack Obama hatte nach langem Abwägen beschlossen, nicht juristisch gegen Assange vorzugehen, nachdem dieser 2010 die von Chelsea Manning bereit gestellten Geheimakten des Verteidigungsministeriums veröffentlicht hatte.

Gut drei Jahre später spaltet die Person Assange die US-Politik noch immer. Heute aber auf ganz andere Weise: Der Spalt verläuft heute zwischen dem US-Präsidenten und seinem Justizministerium, also quer durch die Regierung, während viele Demokraten sich einen Prozess gegen Assange wünschen.

Deutlich machte das Hillary Clinton, die – von allen Regierungszwängen befreit – am Donnerstag in New York Assange angriff. Er müsse sich "für das verantworten, was er getan hat", forderte sie. Eine Aussage, die auch aus Trumps Justizministerium hätte stammen können. Das nämlich arbeitet seit 2017 an einer Anklage gegen Assange wegen "Verschwörung" mit Chelsea Manning zum Eindringen in den Pentagon-Computer im Jahr 2010. Assange, so der Vorwurf, habe nicht bloß passiv die von Manning erbeuteten Dokumente publiziert, sondern sie dazu angestiftet, in die Systeme des Ministeriums einzudringen.

"Es ist eine große Ironie", schrieb Glenn Greenwald, der Journalist, der Edward Snowden bei der Veröffentlichung seiner Leaks geholfen hatte, auf The Intercept, "dass sich viele Demokraten auf die Seite von Trumps Justizministerium stellen. Ihr persönlicher Hass auf Assange, weil er vermutlich dazu beigetragen hat, dass Clinton die Wahl verlor, triumphiert über jegliche Sorge um die Pressefreiheit."

Doch WikiLeaks spaltet nicht bloß das demokratische Lager. Assange polarisiert auch die Republikaner. Das war in den vergangenen Tagen am deutlichsten an den Verrenkungen zu beobachten, die Vizepräsident Mike Pence vollführte. Von CNN gefragt, ob er Trumps Wahlkampfaussagen zu WikiLeaks als Unterstützung einer kriminellen Organisation werte, wiegelte er ab. Trump habe sich damals lediglich über die Information gefreut. Außerdem habe der Kandidat nicht gewusst, dass WikiLeaks geheime Informationen herausgegeben habe. Das ist freilich kaum vorstellbar, war doch seit 2010 allgemein bekannt, dass die Informationen, die Manning beschafft hatte, geheim waren.

Auch das Justizministerium strengte sich an, Donald Trump nicht zu brüskieren. Dass der damalige Justizminister Jeff Sessions und der damalige CIA Chefs Mike Pompeo eine Anklage gegen Assange vorbereiten ließen, sollte geheim bleiben. An die Öffentlichkeit geriet die Untersuchung durch ein Versehen. Der Staatsanwältin Kellen Dwyer aus East Virginia war eine Seite eines internen Dokuments zur Assange-Ermittlung in eine Anklageschrift gegen einen Sexualverbrecher gerutscht. Das Justizministerium musste in der Folge zugeben, dass es ein Ermittlungsverfahren gegen Assange eröffnet hatte.

Für Donald Trump, der es gerade geschafft hat, die Ergebnisse der Mueller-Untersuchung in seinem Justizministerium verschwinden zu lassen, könnte das Verfahren unter bestimmten Umständen noch etwas anderes bedeuten. Möglicherweise könnte es neue Details über seine mutmaßlichen Verbindungen zu Russland ans Licht befördern. Denn im Falle eines Prozesses gegen Assange in den USA könnte aufgeklärt werden, ob der Server der Demokratischen Partei tatsächlich von russischen Agenten gehackt wurde – und ob es Verbindungen zu Trump gab.

Seine unklare Haltung gegenüber WikiLeaks wiederum kollidiert mit der erklärten Politik seiner Regierung, die Errungenschaften seines Vorgängers zu revidieren. Dazu gehört auch die Entscheidung Obamas, das Verfahren gegen Assange einzustellen. Obamas Justizministerium war zu dem Schluss gekommen, dass es einer drastischen Einschränkung der Pressefreiheit gleichkomme, Anklage gegen Assange zu erheben. Es mache keinen juristischen Unterschied, ob eine Plattform wie WikiLeaks oder eine Nachrichtenorganisation wie die New York Times geheime Dokumente veröffentliche, befanden Obamas Rechtsexperten.

Assanges Weg vor ein amerikanisches Gericht ist indes noch ein weiter. Der Auslieferung durch Großbritannien stehen erhebliche juristische Hürden im Weg. Der britische Rechtsexperte Eric Lewis schätzt, dass es eher Jahre als Monate dauern wird, bis über eine Auslieferung entschieden wird. Bis dahin dürften sich die politischen Konstellationen in den USA wohl wieder verschoben haben.


Aus: "Julian Assange: Noch immer ein Spalter"  Eine Analyse von Sebastian Moll (13. April 2019)
Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-04/julian-assange-wikileaks-donald-trump-hillary-clinton-spaltung (https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-04/julian-assange-wikileaks-donald-trump-hillary-clinton-spaltung)


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Amenaza #1

Assange wurde immer nur danach beurteilt, wem die leaks gefallen haben. Während unter Obama noch Whistleblower Mannings begnadigt wurde und nicht wenige Republikaner lieber die Todesstrafe für Assange gesehen hätten, hat sich das seit den Clinton Mails wundersamerweise gedreht. ...


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Kapaster d.J. #1.1

Assange hat Wahlkampf für Trump gemacht.
Sein Ziel war nicht Transparenz, sondern der möglichst große Schaden für Clinton.


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Alt_und_weiß #1.2

"sondern der möglichst große Schaden für Clinton."

Welche Schaden? Wikileaks hat nur die Wahrheit über die "Demokratin" Clinton veröffentlicht.


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Jacques-Louis #2

Ein Whistleblower ist immer ein "Spalter", ob es jetzt geheime schweizer Bankdaten sind über die sich die Finanzbehörden freuen, wenn sie ein Whistleblower veröffentlicht, aber die Steuergestalter verärgert oder ob staatliche Behörden Kriegsverbrechen begehen und sich ärgern, wenn es durch Whistleblower publik wird, die Informationen die ein Whistleblower an die Öffentlichkeit bringt wird nie ungeteiltes Lob erlangen.


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Waltraud Gundlach #3

Als wenn "geheim," gleichzusetzen wäre mit "redlich" oder "kostbar ". Nicht zu fassen, wie hier die Leaks als schändlich gebrandmarkt und der abscheuliche Inhalt nicht einer Erwähnung wert ist.


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Kapaster d.J. #4

Es gibt nicht nur einen Riss durch die Lager, sondern auch einen durch die Zeit.
Domscheit-Berg, ein Kritiker aus dem engsten Kreis von Wikileaks, markiert diesen deutlich.
Und nicht zuletzt auch Snowden, der sich ganz bewusst anders verhalten hat als Assange.


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1971koepi #8

„Denn im Falle eines Prozesses gegen Assange in den USA könnte aufgeklärt werden, ob der Server der Demokratischen Partei tatsächlich von russischen Agenten gehackt wurde“

Ein weiteres Narrativ, an dem bis zum bitteren Ende festgehalten werden muss.


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Alt_und_weiß #10

Nur noch als Satire zu ertragen

Der Postillon schreibt dazu: "Mann verhaftet, weil er schlimme Kriegsverbrechen begang… halt nein!... enthüllt hat "

Diese Situation wird langsam so unerträglich, sie ist wahrhaft nur noch als Satire zu ertragen.


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Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on April 13, 2019, 09:52:36 PM
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[...] Julian Assange will ein Journalist sein. Und ja, der am Donnerstag festgenommene Mitgründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks hat im Kern eine der vornehmsten Aufgaben dieser Berufung erfüllt. Er hat vertrauliches Material veröffentlicht, das Missstände aufdeckt, an denen es ein berechtigtes öffentliches Interesse gibt: Regierungshandeln, das Menschenrechte verletzt hat, Verbrechen, um es deutlich zu sagen.

Es ist also verständlich, wenn Journalisten nun alarmiert sind. In den USA ist Anklage gegen Assange erhoben worden. Und in der Begründung finden sich Punkte, die für viele nahelegen, dass es auch um Abschreckung geht. Dass es zumindest ein Ziel der Strafverfolgung gegen die schillernde Ikone des Whistleblowertums ist, die Freiheit der Presse zu schwächen. Die Frage ist legitim: Werden Journalisten damit künftig selbst Verbrecher, wenn sie Geheimes ans Licht bringen und damit Verbrechen beleuchten, von denen doch die Öffentlichkeit wissen muss?

Die Angst, dass da noch mehr kommt, wenn einmal verurteilt wird, was ein Grundrecht ist – sie ist begründet. Denn dies ist unabhängig vom Fall Assange richtig: Jene, deren Geheimnisse der Journalismus im Sinne seiner demokratischen Aufgabe enthüllt, wehren sich nach Kräften. Das Recht, solches Material zu veröffentlichen – es ist immer in Gefahr. Das Recht, Quellen zu schützen, Informanten nicht preiszugeben – es wird immer angegriffen. In dieser Hinsicht ist die Anklage gegen Assange in der Tat problematisch. Sie legt auch ein Dilemma offen: Journalisten sind besonders geschützt, Whistleblower sind es nicht.

Doch Journalisten – auch das gehört zu dieser Berufung – sollten es sich nicht zu einfach machen. Assange ist eben ausdrücklich nicht wegen Spionage oder Geheimnisverrat, nicht wegen der Veröffentlichung klassifizierter Dokumente oder gar einer Verschwörung gegen die USA angeklagt. Die Vorwürfe sind deutlich begrenzter. Und sie sind hilfreich, um den Unterschied zwischen Assange und einem verantwortungsvollen Journalisten zu verstehen. Denn sie zielen auf den Teil seines Handelns, der nicht nur aus Sicht der Justiz strafbar ist, sondern für jeden Journalisten ein Tabu wären.

Die Anklage basiert auf der mutmaßlichen Beteiligung Assanges an der Beschaffung des Materials: Er soll Chelsea Manning dabei geholfen haben, ein Passwort für US-Regierungsrechner zu knacken. Er soll sich mit der Whistleblowerin verschworen haben, also selbst daran mitgewirkt haben, geheime Dokumente zu stehlen. Als Journalist hätte er damit eine Grenze überschritten. Noch einmal: Geleakte Dokumente darf ein Journalist veröffentlichen. Dienen sie im Sinne seiner Aufgabe der Aufklärung der Öffentlichkeit, kann man eigentlich sagen: Er muss. Aber er darf nicht am Diebstahl dieser Dokumente mitwirken oder auch nur dazu anstiften.

Abgesehen davon, dass solche Veröffentlichungen auch die Pflicht beinhalten, mögliche Gefahren für Betroffene zu prüfen und nicht einfach ungefiltert Unmengen an Material in die Welt zu schicken. Es hat einen Grund, warum investigative Journalisten sehr viel Zeit in die Abwägung stecken: Was kann man zeigen, was nicht? Welches öffentliche Interesse besteht etwa daran, Kontakte chinesischer Menschenrechtsaktivisten mit US-Vertretern offenzulegen und sie so potenziellen Repressionen auszusetzen? Auch das ist Teil der WikiLeaks-Radikalität.

Die Grenze, die Assange möglicherweise überschritten hat, erscheint bislang nicht sonderlich scharf. Die Anklageschrift ist zu vage, um sagen zu können, ob er wirklich zu weit gegangen ist. Aber die Vorwürfe sind nicht geringfügig. An ihrer Klärung auf dem Wege der Justiz sollte jeder Journalist ein Interesse haben. Es bräche nicht gleich die Presse- und Meinungsfreiheit zusammen, wenn Assange auf dieser Grundlage verurteilt würde. Er muss sich für sein Handeln verantworten. Vorerst ist daran nichts Überzogenes zu erkennen.

Sich vorschnell mit Assange gemeinzumachen, seine Verhaftung und Anklage in den USA zu verteufeln, verbietet sich darüber hinaus aus weiteren Gründen. Ursprünglich entzog er sich mit seiner Flucht den Vergewaltigungsvorwürfen aus Schweden, verschanzte sich in der ecuadorianischen Botschaft in London aus Furcht, er werde in die USA ausgeliefert, wo ihm die Todesstrafe drohen könne. Diese Erzählung allzu leicht zu übernehmen zeugt von einem tiefen Misstrauen in die Funktionsfähigkeit der Justiz, das keinem Journalisten gut steht.

Die Gerichte in Schweden müssen klären, ob Assange dort für ein Verbrechen bestraft werden muss. Die Gerichte in Großbritannien müssen klären, ob er in die Vereinigten Staaten überstellt werden soll. Die Gerichte in den USA müssen klären, ob und wie weit er sich strafbar gemacht hat. Journalisten sollten das begleiten und nicht schon unausgesprochen davon ausgehen, dass Assange zum Opfer einer willkürlichen Justiz zu werden droht.

Das heißt im Übrigen nicht, Assange nun einfach fallen zu lassen. Das wäre auch heuchlerisch, nachdem Medien weltweit viele WikiLeaks-Veröffentlichungen lange so dankbar und bisweilen unkritisch aufgesogen haben. Wie gesagt: Vieles, was so bekannt wurde, erfüllte eine ureigene journalistische Aufgabe. Und Assange hat einen fairen Umgang verdient, in der Berichterstattung wie im Gerichtssaal. Wann immer ihm Unrecht widerfährt, muss es benannt werden. Dazu gehört beispielsweise auch der Hinweis: Ja, einmal in die USA ausgeliefert, sind weitere Anklagen nicht ausgeschlossen – die dann den Grund für die Ereiferung liefern können, die viele jetzt schon für angebracht halten. Aber Präzision ist notwendig.

Und deshalb bleibt es auch wichtig zu sagen, wo Assange richtigliegt und wo falsch. Wo er belangt werden soll für etwas, das zu Recht einen hohen Schutz genießt – wobei das eben jetzt noch nicht abzusehen ist. Aber auch, wo er ein Handeln an den Tag gelegt hat, für das er sich in Teilen juristisch verantworten muss und das kein Journalist verteidigen sollte. Und zur ganzen Wahrheit gehört da ganz zentral die Rolle von WikiLeaks im US-Wahlkampf 2016: Wie weit Assange selbst an den russischen Hacks und Manipulationsversuchen beteiligt war, ist längst nicht geklärt. Aber die einseitige Veröffentlichung von Mails aus dem Clinton-Lager hat mit Trump einen Kandidaten präferiert, der noch heute als Präsident die Presse als "Feind des Volkes" angreift. Er hat im Namen der Meinungsfreiheit Heldenhaftes geleistet, aber nicht alles, was er getan hat, ist heldenhaft.


Aus: "Julian Assange: Journalisten dürfen keine Komplizen sein" Ein Kommentar von Carsten Luther (12. April 2019)
Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-04/julian-assange-journalismus-anklage-pressefreiheit-meinungsfreiheit (https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-04/julian-assange-journalismus-anklage-pressefreiheit-meinungsfreiheit)

Kommentare zu: Julian Assange: Journalisten dürfen keine Komplizen sein" Ein Kommentar von Carsten Luther (12. April 2019)
Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-04/julian-assange-journalismus-anklage-pressefreiheit-meinungsfreiheit

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Cranston #56

so sehr ich die vorsichtige und kluge abwägung (was dürfen journalisten und was nicht) , und den kleinen aber wahrnehmbaren zeigefinger herrn luthers schätze :
wenn er auch faktisch recht haben mag, es gibt andere dinge die nicht erlauben sollten so darüber zu urteilen.
hier wird -teils genussvoll - und in jedem fall ausführlichst seziert was assange getan haben mag und was nicht.welche strafen dafür vorgesehen sein könnten und warum dies zu recht geschieht.
tatsächlich haben wir wegen keiner EINZIGEN der von assange veröffentlichten , irrsinnigen ungeheuerlichkeiten auch nur irgendein justiziables ergebnis, ja nichtmal weitreichende untersuchungen gesehen. nichts von dem was er evtl tat kommt auch nur im ansatz dem gleich , was hier an anderer stelle zu tage gefördert wurde.
und nein, es geht nicht darum das eine vergehen mit dem anderen zu entschuldigen oder zu decken, es geht darum das jemand "bestraft" wird, das in seinem gewicht als "dienst an der gesellschaft" gesehen werden darf. Und während HIER der "arm des gesetzes" sofort und öffentlichkeitswirksam greift, verschwindet das aufgedeckte in irgendwelchen schubladen. unbeachtet. das DA was nicht stimmt , dürfte auch herrn luther klar sein. ...


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linggy101 #20

Herr Luther:

Zu Ihrem Artikel gibt es nur eine Antwort: "Die Ratten verlassen das sinkende Schiff"

Oder andersrum: Haben Assanges Medienpartner, Spiegel, Zeit (?), New York Times, etc. angenommen, die "Manning-Dokumente", die U.S. Verbrechen aufzeigen, seien aus dem Himmel gefallen?


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Kapaster d.J. #24

Guter, differenzierter Kommentar.
Journalismus darf vieles, muss aber auch Verantwortung übernehmen.


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CheekyCornflakes #1

Der Journalismus der Anderen

Julian Assange gelang es in einer Zeit der Kapitalisierung von allem und jeden, das zu tun, was Journalismus ist: Zu veröffentlichen, was ist. Mit seinen Enthüllungen und dem erfahrenen Widerstand erinnerte er uns daran, dass es Journalismus nicht mehr gibt. Da jene, die vorgeben welche zu sein, die harte Hand der Machteliten fürchten und ihre Symbiose mit ihnen, der stete, weithin sichtbare Beweis der Abwesenheit von Journalismus ist. Julian Assange betrieb Journalismus als Aktivismus für Journalismus. Man konnte ihn nicht kaufen. Wer sich nun freudig in seinem vorgeblich rechtstaatlichem Ende suhlt, verkennt, dass er mit seiner bloßen Gegenwart der Spiegel auf all dessen ist, was sie nicht sind.
Die Freiheit des Westens seine Meinung zu sagen, erfährt immer dort Grenzen, wo sie aufdeckt, dass es mit dieser Freiheit nicht weit her ist. Wir werden heute nicht weniger und vor allem nicht kleinere Verbrechen der Machteliten erdulden müssen wie zu Zeiten der großen Enthüllungen von Chelsea Manning und Edward Snowden. Nur eben, das niemand mehr darüber spricht. Wir sind Ratten in einem Käfig mit bunten Spielzeug, die nicht an den Käfigstäben nagen sollen. Es wäre weithin ehrlicher gewesen, Julian Assange in Ketten zu Fuß durch die Straßen von London zu treiben, denn es ist die Lust auf Rache, die den Mob hier treibt [1]. Auch wenn es die Medienvertreter nicht sehen wollen, die Causa Julian Assange ist der fortwährende Beweis.

Die Quelle soll nicht fehlen:
[1] https://www.zeit.de/politik/ausland/2017-04/julian-assange-jeff-sessions-klage-haftbefehl-wikileaks


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CheekyCornflakes #1.9

[...]

(1) Tatsächlich schreiben WIR hier über schwerste Straftaten, die die Verfasstheit von Staaten betreffen und nicht über die Scheidung, zum Beispiel von Jeff Bezos.

(2) WIR erleben den multiplen Bruch des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit.

Die Straftaten, die Julian Assange aufdeckte sind so schwerer Natur, dass seine strafbaren Taten zur Aufdeckung diese rechtfertigen. Wir haben bis heute nicht erlebt, das aus den Enthüllungen Konsequenzen in der Verfolgung der Strafen folgten oder überhaupt eine Verfolgung, sondern immer nur Begehrlichkeiten eine Wiederholung von Enthüllungen in diesem Ausmaß zu verhindern (siehe Link [1]). Dieser Sachstand erlaubt eben nicht die Relativierung über Frames "Was Journalismus darf", sondern steht diesen entgegen, eben wegen der Ungeheuerlichkeit der aufgedeckten Verbrechen.


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datJense #1.12

Man kann es selbstauferlegte Zensur nennen, wenn man möchte.
Aber, nur, weil Schweigen manchmal Gold ist, bedeutet es nicht, dass das verschwiegene unwahr ist.
das geht los mit primitiver Sensationsberichterstattung über Eingriffe in Privatsphären von Menschen bis hin zu Berichten infolge derer direkt Leben von Menschen gefährdet sein können.
Es muss nicht alles veröffentlicht werden, nur um der Veröffentlichung willen.


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bazell #1.15

> Die Straftaten, die Julian Assange aufdeckte sind so schwerer Natur,
> dass seine strafbaren Taten zur Aufdeckung diese rechtfertigen.

Hat das nicht ein Gericht zu entscheiden?


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CheekyCornflakes #1.17

Hat das nicht ein Gericht zu entscheiden?

Da werden Menschen getötet und wir verfolgen stattdessen die Hilfe beim Knacken eines Passwortes, das deren Tötung aufdeckt? Wie bereits geschrieben: Bruch des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit.


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Sperrling #1.50

Zitat:"...Hat das nicht ein Gericht zu entscheiden?..."

Nein, das obliegt dem Wahrheitsministerium.


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Dr. Ole De These #1.19

Julian Assange ist in diesem Sinne vielleicht kein Journalist; er ist ein Spion, aber ist ist ein Spion der demokratischen Öffentlichkeit. Und deshalb sollte er unserer Unterstützung sicher sein, so wie heute die Spione der Resistance und des deutschen Widerstandes unsere Zustimmung und Anerkennung finden.


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Stan Laurel #1.26

Zur Frage der Verhältnismäßigkeit ist es vielleicht sinnvoll, dass Verhalten der USA mit zu berücksichtigen.
Das geht etwa so: [Die US-Regierung macht seit längerer Zeit Stimmung gegen den Internationalen Strafgerichtshof - aus Sorge vor Strafverfolgung ihrer Soldaten. Jetzt geht sie direkt gegen die Juristen aus Den Haag vor. (15.03.2019)] https://www.spiegel.de/politik/ausland/usa-mitarbeiter-des-strafgerichtshofs-duerfen-nicht-einreisen-a-1258121.html (https://www.spiegel.de/politik/ausland/usa-mitarbeiter-des-strafgerichtshofs-duerfen-nicht-einreisen-a-1258121.html)

Ich jedenfalls denke, wenn ein Staat sich offensichtlich zum Komplizen seiner Verbrecher macht, kann er zur Aufklärung der betreffenden Angelegenheiten wohl kaum noch etwas beitragen. Wenn der Rechtsbrecher selber zum Richter berufen wird, ist das Ergebnis vielleicht "Recht", so wie auch z.B. die Sharia eben "Recht" ist. Aber nicht rechtens nach irgendeinem zivilisatorischen Standpunkt. Und da sollte man zumindest außerhalb dieses Rechtsraums, der zum Unrechtsraum wird, wissen, wo man sich positioniert. Darf man auch.


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EmilianoZapata #1.28

Welche schwersten Straftaten hat die Veröffentlichung der Emails von Hillary Clinton aufgedeckt?


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EmilianoZapata #1.29

Oder anders gefragt: gelten Ihre Aussagen für jede einzelne Veröffentlichung von Wikileaks? Oder rechtfertigt eine berechtigte Veröffentlichung in der Vergangenheit eine unberechtigte heute? Und darf man alles, um an Material für eine berechtigte Veröffentlichung zu kommen? Fänden Sie das auch, wenn Sie der Wachmann wären, der getötet werden müsste, um an das Material zu kommen? Wo ist die Grenze? Sie suggerieren ja, eine solche Grenze gäbe es nicht, alles sei per se legitim, wenn damit nur schwerste Straftaten aufgedeckt werden.


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CheekyCornflakes #1.31

Welche schwersten Straftaten hat die Veröffentlichung der Emails von Hillary Clinton aufgedeckt?

Zur Vervollständigung Ihrer Frage: Julian Assange ist hierzu nicht angeklagt. Vielleicht ergibt sich aus diesem Hinweis bereits eine Antwort für Sie, für mich schon.


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PhoeniX86 #1.37

„Es gibt keine Gleichbehandlung im Unrecht. Die Verfolgung von Straftaten wird nicht deshalb unverhältnismäßig, weil andere Straftaten möglicherweise nicht verfolgt werden.„

Man lernt schon im Erste Hilfekurs, dass Straftaten (z.B. Scheibe einschlagen) nicht geahndet werden, wenn sie verübt werden um verhältnismäßig größeren Schaden am Menschen zu verhindern.
Werden Kriege nicht ebenfalls mit dem Argument gerechtfertigt sie würden größeren Schaden verhindern: z.B. Tote für die Demokratie, statt Diktatur.


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CheekyCornflakes #1.40

Gelten Ihre Aussagen für jede einzelne Veröffentlichung von Wikileaks?

Kann ich nicht beurteilen, ich habe nicht alle Veröffentlichung von Wikileaks gelesen.

Oder rechtfertigt eine berechtigte Veröffentlichung in der Vergangenheit eine unberechtigte heute?

Siehe Antwort vorher und nein. Frage: Erläutern Sie unberechtigte Veröffentlichungen, verwenden Sie themenbezogene Beispiele.

Und darf man alles, um an Material für eine berechtigte Veröffentlichung zu kommen?

Selbstredend nein.

Fänden Sie das auch, wenn Sie der Wachmann wären, der getötet werden müsste, um an das Material zu kommen?

Der Mord an einem Menschen ist das tiefste, dunkelste Maß, was Sie ansetzen können und darum antworte ich im Äquivalent Ihres Szenarios: Stellen Sie sich vor, wir können im Sommer 1944 Adolf Hitler töten. Wir können so, die Hälfte aller Toten im zweiten Weltkrieg verhindern. Alles was wir tun müssen, ist die Tötung eines Wachmannes und die Platzierung eines Sprengsatzes unter Hitlers Bett. Die Tat misslingt knapp, wir können ins Ausland fliehen, der Krieg ist ein 3/4 Jahr später zu Ende, die Nazis sind besiegt und nun werden wir für die Tötung des Wachmannes angeklagt, verurteilt und hingerichtet.
Nein? Richtig. Im Angesicht des Grauens ist unsere Tat ein Akt der Notwehr. Zur Erinnerung: Assange hat niemanden getötet, er musste nur Hilfe beim Passwort leisten. Ihr Maß, dass Sie versuchen anzusetzen, relativiert grausame Verbrechen.


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Netter Kerl #1.41

Respekt.

Wirklich gut auf den Punkt gebracht.

Es geht um die Deutungshoheit.
Also wer wen kontrolliert.
Und da scheint die Idee, dass das Volk seine auf Zeit gewählten VolksvertreterInnen kontrolliert und nicht umgekehrt, zunehmend aus der Mode zu kommen.
Wir dürfen zwar arbeiten gehen, horrende Mieten zahlen, uns mit lächerlich mickrigen Renten zufrieden geben und mit unseren Steuern diesen militaristischen Wahnsinn, der sich Geopolitik nennt, bezahlen, aber wehe, wehe, Max oder Moritz wollen wissen, warum, wieso und für wen diese absurd unvernünftige Weltordnung eigentlich so wichtig ist, dass er dafür über Millionen Leichen geht.
Dann werden die Zitronen sauer.
Aber richtig.
Wer das mittlerweile globale System von Ausbeutung und Desinformation ernsthaft hinterfragt, dem droht die Guillotine der massenmedialen Hinrichtung.
Wie in der französischen Revolution, nur umgekehrt.
Heutzutage kauft sich Jeff Bezos einfach die Washington Post.
Also Richter und Henker.
Und der Mensch wird zusehens zur Umwelt einer Gesellschaft, die er nie gewollt hat.
Wieviele Finger sehen Sie ...


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Prosit Sokrates #1.48

Wannseekonferenz

Was wäre passiert, wenn jemand bei der Wannseekonferenz durchs Fenster gespäht hätte und dann der Bericht über die dort gefaßten Beschlüsse von einer weiteren Person den Medien weltweit zugespielt worden wäre?
Genau! Anklage, Internierung und Folter des Fenstergucker wegen unerlaubtem betreten eines Grundstückes. OK, den geschichtlichen Kontext betrachtend, wohl eher Tod durch den Strang.
Und! Anklage gegen die Person, die die Informationen der Weltpresse zugespielt hat, da ja nicht ausgeschlossen werden kann, daß sie dem Fenstergucker möglicherweise vorgeschlagen hatte, sich auf die Zehenspitzen zu stellen, um einen besseren Blick zu erheischen. Klare Fall von Beihilfe! ...


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Ls123456789 #1.49

Das aufdecken der Clinton E-Mails hat sehr wohl Missstände aufgedeckt.
Die E-Mails haben erstmal die waren Positionen aufgedeckt „there is massive bigotry against the rich in the us” , “ there are private and public positions” .
Allein diese Aussagen rechtfertigen die Veröffentlichung schon da sie ein ganz anderes Bild von Hillary Clinton zeichnen als sie das selbst getan hat.
Desweiteren haben die E-Mails gezeigt das die DNC (Democratic National Convention) in den Primary’s gegen Bernie Sanders Debatten Fragen vor den Debatten an Clinton weitergereicht hat um ihr so einen Vorteil zu verschaffen und das als ein neutrales Organ .
Deshalb würde ich behaupten das die Veröffentlichung richtig war und die Bevölkerung ein Recht auf diese Informationen hat.
Eine andere Frage ist es hingegen warum Assagne es dabei belassen hat und es nicht ebenfalls versucht hat gegen die Republikaner zu veröffentlichen.
Deshalb kann man ihm hier eine zu kalkulatorische Voreingenommenheit vorwerfen jedoch haben die Menschen ein Anrecht darauf zu erfahren was ihn diesen E-Mails stand gerade wenn es die öffentliche Wahrnehmung einer so einflussreichen Person so verändert.


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xyz12345679
#1.53  —  vor 1 Tag 3

Ganz so unkritisch darf man es nicht sehen. Assange hat mit seinem Verhalten Wikileaks geschadet. Er hat Wertung in die Veröffentlichungen gebracht. Das hat Wikileaks angreifbar gemacht und deren Neutralität verletzt.
Seine Erfolge schmälert das alles natürlich nicht. Ich glaube er hat und hatte mehr zu leiden als diejenigen, deren Verbrechen er aufgedeckt hat.
Daher Frage ich mich auch, wie der Author darauf kommt, dass man dem Rechtsstaat vertrauen solle. Dieser funktioniert größtenteils ja ganz gut, aber in manchen Fällen eben auch nicht. Bei der Flucht von Snowden hat man gesehen mit welchen Mitteln die USA "Verräter" verfolgen.

Den letzten Absatz wegzulassen hätte dem Kommentar gut gestanden.
Die Demokratische haben President Trump favorisiert und gepusht. Das war ihre Taktik. Sie erhofften sich so die Republikaner zu spalten.
Steht so in den geleakten Mails.
Der Zeitpunkt der Veröffentlichung der Mails war sicherlich ein Faktor für den Erfolg von Trump, aber Clinton scheiterte an ihrer falschen Taktik und dem schlechtesten Wahlkampf aller Zeiten - und nicht den Russen.
https://observer.com/2016/10/wikileaks-reveals-dnc-elevated-trump-to-help-clinton/


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Stan Laurel #1.60

Nun ja. Man könnte so argumentieren: Wiegt das Recht einer Administration/Staatsführung auf Integrität ihrer von ihnen selbst als geheim eingestuften Daten schwerer als das Recht der eigenen Bevölkerung/Souveräns, zudem auch der internationalen Gemeinschaft darüber in Kenntnis gesetzt zu werden, dass das letztlich explizit in ihrem Namen und Auftrag sowie dem ihrer Nation (USA) im Ausland agierende Militär wehrlose Zivilisten ab und an halt eben mal durch Koppschüsse liquidiert?


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Der freundliche Waran #1.62

Die USA haben übrigens in den letzten 10 Jahren unter drei grundverschiedenen Präsidenten immer und immer wieder bewiesen, wie sie damit umgehen, wenn die traditionell eklatanten Missstände in ihrer Außenpolitik wieder einmal öffentlich gemacht werden: Erst mal wegsperren und dann gucken, ob man ggf. später begnadigen, wenn es opportun erscheint. Das war bei der übrigens gerade wieder in Beugehaft genommenen Chelsea Manning so, das ist bei Reality Winner so, das wäre bei Edward Snowden so gewesen, wenn ihm nicht die Flucht gelungen wäre und es gibt wenig Grund anzunehmen, dass es bei Assange besser ablaufen wird.

Ich möchte hier weder etwas gegen eine differenzierte Betrachtung der USA noch gegen journalistische Sorgfaltspflichten etwas sagen, ich bin da in vielen Punkten mit Ihnen und lilienbluete einer Meinung. Die USA haben auch durchaus einige Transparenzgesetze, von denen wir in Deutschland nur träumen können, weil sich insbes. die Union mit Händen und Füßen gegen sowas wehrt.

Es ist aber leider so, dass der Umgang mit Whistleblowern einer der Bereiche ist, in denen der problematisierende, zweifelnde und den Finger in die Wunde legende Teil einer differenzierten Amerika-Betrachtung eher Not tut als der relativierende, einordnende und kontrastierende.

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gorin-no-sho #2

Zitat: "Regierungshandeln, das Menschenrechte verletzt hat"

Wow, nette Umschreibung. Aber das Video konnte ja jeder sehen. Es handelt sich um Mörder, eiskalte und schwerstkriminele Killer. Menschen die zwingend in lebenslange Haft gehören.


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CheekyCornflakes
#2.1  —  vor 1 Tag 12

Menschen die zwingend in lebenslange Haft gehören.

Der gemeinhin bekannte, handelnde Staat kennt andere Strafen für Mord. Es wäre daher nicht rechtstaatlich hier Sonderstrafen zu verlangen - es gilt: Weder in die eine, noch in die andere Richtung.


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Nette Haferflocken #2.3

Ich erinnere mich bei dem Video an diletantische Aufklärung/Erkennung der Situation durch die Piloten, oder meinen Sie die Piloten wussten, daß sie auf unbewaffnete Zivilisten feuerten? ...

Dabei gab es mittlerweile noch viel mehr Situationen, die verhamlosent kollateralschäden genannt werden.

Es sind Menschen wie zb Manning, Assange,Ellsberg (der wurde dabei überwacht),Snowden die uns diese Informationen liefern.
Informationen die uns nachdenklich stimmen sollten , wo das Böse auf der Welt ist und wen wir zum Freund und Verbündeten haben und auch, unsere Verteidigung anvertrauen. Menschen die im entscheidenden Augenblick eine Videokamera nicht von einer Panzerfaust unterscheiden können.
Gleichzeitig muss das Pentagon tausende Medienberater und milliarden Dollar ausgeben um das mediale Bild der USA zu retouchieren.


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Der freundliche Waran #2.4

Das offizielle Wording ist übrigens heutzutage in den meisten Fällen nicht mehr "Kollateralschaden", sondern "assoziierte Bedrohung".


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X. #4

Investigativer Journalismus braucht Komplizen. Die Welt braucht AktivistInnen. Der Kommentar ist so banal wie die meisten Berichte von System-angepassten JournalistInnen, die sich embedden lassen.


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frechernono #4.1

Vor allem argumentiert Luther dafür die Informanten fallen zu lassen. Denn die Beschaffung des Materials wird praktisch immer illegitim sein. Wenn er dazu nicht mehr als "Vertrauen auf rechtsstaatliche Verfahren" und ein paar warme Worte übrig hat, ist das schon ein journalistischer Offenbarungseid.

Wundert mich bei der Ecke, aus der der Kommentar kommt, aber nicht.


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Büro für Handstreiche #4.2

Ja, sehe ich auch so.
Ein Artikel zum fremdschämen, zumal Luther am Anfang des Artikels Assange dafür kritisiert, sich zum Aktivisten gemacht zu haben - im Kontext eines aus Profit- und Machtgier losgetretenen Krieges der hunderttausende Menschen das Leben und die Gesundheit gekostet hat und für die Verantwortlichen keinerlei nachteilige Konsequenzen hatte -, während er zum Schluss Assange dafür kritisiert, Material einfach veröffentlicht zu haben, statt Partei für Clinton zu ergreifen und Rücksicht darauf zu nehmen, und dass die Offenlegung von Clintons schmutziger Wäsche ihr nachteilig im Wahlkampf wäre.
Weil hey, dass Clinton die Wahl gegen Trump(!) verloren hat, lag ja nicht daran, dass sie eine arrogante, machtbesessene Heuchlerin ist, die weder beliebt war noch für Glaubwürdig befunden wurde. Sondern nur daran, dass Julian Assange Emails veröffentlich hat, die zeigten, mit welchen indiskutablen Methoden Clinton und das Dems-Establishment dafür sorgten, dass die Dems keine bessere Alternativen zu Trump aufstellten als eben Clinton!


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Klaus Lachshammer #4.3

"Vor allem argumentiert Luther dafür die Informanten fallen zu lassen. "

Wollen oder können Sie den Kommentar nicht verstehen? Nicht mal im Ansatz fordert Luther das, was Sie ihm hier unterstellen.


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Amali #4.4

Richtig, der Inhalt der Mails scheint keine Rolle zu spielen, sondern lediglich die Art und Weise der Beschaffung. So kann man wundervoll von wirklichen Skandalen ablenken.


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frechernono #4.5

Doch genau das tut er. Luther baut eine künstliche Trennung zwischen Beschaffung und Veröffentlichung auf. Geschützt ist nur die reine Veröffentlichung bzw. der Journalist.

Während Eingriffe in diese Sphäre höchst problematisch sind und die gerichtliche Verfolgung von Journalisten kritisch ist, sieht Luther die Verfolgung der Beschaffer bzw. Informanten gelassener. Dort vertraut er voll in den Staat und in diesem Fall „unabhängigen“ Gerichte.


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Dhoughal #4.6

"Investigativer Journalismus braucht Komplizen."

Investigativer Journalismus darf aber nicht selbst zum Straftäter werden, indem er aktiv beim Einbruch in IT-Systeme mitwirkt. Genau dafür ist Assange in den USA angeklagt.


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frechernono #4.7

Daraus ergibt sich aber ein Glaubwürdigkeitsproblem. Denn solche Daten werden gerade wegen ihrer Veröffentlichung entwendet. Warum soll dann die Veröffentlichung super sein, die eigentliche Beschaffung aber moralisch verwerflich?

Ohne Informanten läuft investigativer Journalismus leer. Und genau um deren Straffreiheit geht es.


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Stan Laurel #4.11

"...Investigativer Journalismus darf aber nicht selbst zum Straftäter werden, indem er aktiv beim Einbruch in IT-Systeme mitwirkt...."

Nach meiner Ansicht darf er das schon, wenn ein Staat, d.h. praktisch dessen Administration, sich aktiv weigert, an irgendeiner Sachaufklärung mitzuwirken, sie sogar aktiv boykotiert. In dem Fall ist er eben insoweit kein Rechtsstaat mehr. Die Frage, inwieweit es dann eine Straftat ist, Gesetze eines Unrechtsstaates punktuell zu ignorieren, um öffentliche Aufklärung zu erzwingen, scheint mir zumindest komplexer, als hier einfach nur einen Rechtsverstoß festzustellen.


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Ben_Utzername #4.13

"Investigativer Journalismus darf aber nicht selbst zum Straftäter werden, indem er aktiv beim Einbruch in IT-Systeme mitwirkt."

Die Position eines rechtschaffenen Theoretikers.

Wenn investigativer Journalismus sich hier und da nicht mal die Hände schmutzig macht, dann wird er am Ende auch nicht investigativ werden. Und Journalisten, die sich nie aus der warmen Schreibstube heraustrauen, sind zwar oft routinierte Umwälzanlagen, aber doch keine Journalisten, die man tatsächlich als vierte Gewalt respektiert.

Ich kann mich noch an die Barschel-Affäre erinnern, als sich die ZEIT nach Auffinden der Leiche im Hotel via Leitartikel, ich glaube es war Theo Sommer, darüber echauffierte, dass die Schmuddelkinder des Stern "einfach" das Zimmer betreten und dann ihre Fotos gemacht haben.

Das hat die ZEIT aber nicht davon abgehalten, danach genauso profan und schlüssellochgierig über Motive, Handlanger, Hintergründe wochenlang mitzuspekulieren, wie es die anderen Medien auch getan haben. Der Heuchelfaktor war meiner Erinnerung nach sehr hoch. Scheinbar, mit Blick auf den Luther-Artikel, hat sich seitdem nicht allzuviel geändert.

Ich will nicht zu weit ausholen, aber so pietätvolle Sprüche wie "Investigativer Journalismus darf aber nicht..." kommen doch fast immer aus der Ecke, für die die Trauben eh zu hoch hängen.
Und ja, natürlich ist nicht alles erlaubt - darüber brauchen wir sicherlich nicht diskutieren.


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Koga jebe #7

Sehr schwacher und überheblicher Kommentar.

„Julian Assange will ein Journalist sein. “

Sowas von arrogant.

„Er hat im Namen der Meinungsfreiheit Heldenhaftes geleistet, aber nicht alles, was er getan hat, ist heldenhaft.“

Jeder Mensch hat eine sogenannte helle und dunkle Seite. Dies muss man bei Assange nicht extra hervorheben. Es hätte gereicht ihm Dank auszusprechen. Doch wenn selbst Journalisten dies nicht schaffen, wer dann?


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parrot0815 #9

Aber er darf nicht am Diebstahl dieser Dokumente mitwirken oder auch nur dazu anstiften.

Und wenn man nicht anders an die Wahrheit gelangen kann? Sollte nicht die Veröffentlichung der Wahrheit über allem stehen?

Wenn deutsche Behörden "Steuer-CDs" kaufen, haben sie dann nicht auch jemanden zu etwas illegalem angestiftet? Dennoch ist es gut und richtig, weil es der Aufdeckung von Straftaten dienlich ist.


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dandyesker nichtstuer #10

"Journalisten dürfen keine Komplizen sein"

Eine Maxime, die kaum einzuhalten ist. Oft verät die Wahl der Metaphern die Simulation.


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hansschnakenhals #12

"Warum das Misstrauen in die Justiz?"

Die Amerikanische? Chelsea Manning wurde nicht nur Folter unterzogen, sondern nun auch zum zweiten mal für praktisch dieselbe Sache bestraft.

Die Amerikanische? Was passierte den Verantwortlichen für die Morde? Oh.

...  wenn Theresa May sagt, das wäre jetzt die Sache der Gerichte, ist das mit Bedacht auf die Geschichte der Justiz in solchen Fällen in UK, in etwa so glaubwürdig wie ebenklingende Betäuerungen eines Erdogans.


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Klimacredo #13

"Journalisten dürfen keine Komplizen sein"

Was ist denn dann mit den embedded journalists - sei es waehrend dem Kriegsgeschehen - oder in transatlantischen Netzwerken (Joffe laesst gruessen... siehe das Buch Meinungsmacht und eine Sendung von der Anstalt bereits vor Jahren)
?


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Idealgewicht #18

Das größte Schwein in ganzen Land, ist und bleibt der Denunziant!


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Klimacredo #18.2

Falsch - es ist der unkritische Mitläufer, der Biedermeier, der Spiessbürger,
dem man auch noch dann vormachen kann, alles wäre in Ordnung, wenn wieder die grössten Schweinereien stattfinden und dann nur abwinkt, das seien jetzt aber Verschwörungsstheorien...
Denunzieren tun Sie dann, wenn Sie einen Mitmenschen an den Staat verraten, nicht wenn Sie den Staat verraten wegen Verbrechen, nur mal so nebenbei.


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PeterHZ #28

Allein dafür dass er gegen Clinton intrigiert und damit Trampel ins Amt verholfen hat, kann er von mir aus bis ans Ende seiner Tage im Gefängnis schmoren.


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Frank-Werner #28.1

Ich bin nun gewiss kein Freund von Herrn Trump. Jedoch: die Clinton-Mails waren keine Erfindung, sie hat es tatsächlich gegeben und wurden veröffentlicht - so, wie viele andere Dinge auf Wikileaks ebenfalls veröffentlicht wurden. ...


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joscher #28.2

Der Inhalt der Clinton-Mails interessiert Leute wie Sie natürlich gar nicht. ...


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Koandra #28.4

@PeterHZ
Sie meinen die Emails in bezug auf die Aktivitäten H. Clintons gegenüber ihrem Konkurrenen? Das ist für Sie unrechte Wahlbeeinflussung? Clintons Aktionen nicht?
Ich hoffe Sie denken zukünftig bei Berichten über fragwürdige Aktionen/Handlungen/Argumentationen in anderen Wahlkämpfen an das von Ihnen formulierte Prinzip. Da wird sich eine Partei in Deutschland besonders freuen.


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Herr Jemand #38

Ein ausgezeichneter umsichtiger, dabei klarer Artikel von Carsten Luther.
Danke.


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Jacques-Louis #38.1

Satire sollten Sie kennzeichnen.


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1971koepi #45

Carsten Luther

"Journalisten dürfen keine Komplizen sein"

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.


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Klimacredo #45.2

Watergate war aber noch in Ordnung?


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Sulphurperoxid #45.3

Herr Luther hätte Watergate nie mitgemacht. Da fällt mir noch ein ist Carten Luther ist Mitglied in der Atlantik Brücke, kann ein solches Mitglied überhaupt frei über den Fall schreiben?
Würde mich ehrlich mal interessieren.


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Mir_fällt_gerade_kein_Benutzername_ein #46

Die ganze Relativierung, an der sich der Autor hier versucht (was hat Assange geduft, was hätte er nicht tun dürfen...etc.), gilt meines Erachtens nur, weil sich Assange "am falschen Land vergriffen" hat.
Hätte er sich Russland vorgenommen (wozu, um es klar zu sagen, es sicher genug Anlass geben würde) und ansonsten alles genau so gelaufen sein, würde hier nichts relativiert werden.
Jetzt helfe ihm Gott. Vielleicht wird zu dem Zeitpunkt, zu dem es erforderlich sein wird, in den USA ein Präsident (oder eine Präsidentin) regieren, der oder die die Kraft hat, eine Begnadigung auszusprechen, wie es Barack Obama bei Chelsea Manning getan hat.


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OnlyHuman #47

Dieser Kommentar ist eine Schande für Die Zeit. Sie sollten sich schämen. Der Fall Assange zeigt, dass die Demokratie, oder das wofür sie angeblich steht eine Illusion ist und weitere Kämpfe nötig sind, um echte Demokratie wiederherzustellen. ...


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G. Riedel #62

Nach Aussage von Ethan McCord zum Video collateral murder passierte dieses Töten im Irak täglich. Es wurden Busse voller Kinder beschossen, wenn sie im Weg waren. Assange soll aber eine Grenze überschritten haben, indem er geholfen hat, ein Passwort zu knacken. Gut, dass man mal hier den moralischen Kompass des Autors erfährt. Ein bemerkenswerte Selbstauskunft. ...


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sonika #65

Journalismus der alten Schule, Herr Luther.


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WasSollManDazuSagen #65.1

Lese ich eine gewisse Ironie?


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sonika #65.2

Nein,
ganz und gar nicht.
Mich verärgert dieser Bericht als überzeugte Zeit/ZON Leserin.
Und dies über Jahre.


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OTHER #66

Jetzt will man uns hier das Gehirn waschen. Die Verhaftung ist und bleibt ein Skandal. Die Doppelmoral unserer Politiker und Medien ist der Wahnsinn.


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Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on April 16, 2019, 10:50:35 AM
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[...] Trevor Timm ist Executive Director der Freedom of the Press Foundation [Übersetzung: Holger Hutt]

... Wie lassen sich die Rechte aller am effektivsten beschneiden? Indem man sich zunächst jemanden aussucht, der unbeliebt ist, vielleicht sogar verachtet wird, und für den sich nur sehr wenige Verteidiger finden werden. Assange passt da perfekt. Wenn es erst einmal ein Gesetz gibt, das besagt, „dieser journalistische Aspekt ist illegal“, wird es wesentlich einfacher für das Justizministerium, andere Fälle gegen gemäßigtere Regierungskritiker durchzubringen – und wesentlich schwieriger für Richter, diese Anklagen umgehend abzuweisen. Anstatt zu denken „Ich hasse Julian Assange, deshalb bin ich froh, dass er bestraft wird“, sollte man sich fragen, ob man Trumps Justizministerium vertraut, wenn es um den Schutz der Pressefreiheit geht.

Die Trump-Regierung versucht, ihre Motive im Fall Assange zu verschleiern, indem sie es vermieden hat, den Akt der Veröffentlichung selbst offen zu kriminalisieren. Stattdessen wird Assange vorgeworfen, er habe sich „verschworen“, gegen ein Gesetz gegen Internetkriminalität zu verstoßen, als er Chelsea Manning 2010 geholfen habe, ein Passwort zu hacken. (Die Anklage unterstellt noch nicht einmal, sie hätten das Passwort überhaupt jemals wirklich gehackt oder die Sache hätte Assange dabei geholfen, auch nur ein Dokument von Manning zu erhalten.)

Es stimmt, dass die meisten Journalisten ihren Quellen nicht helfen, ein Passwort zu hacken, und niemand behauptet, hierbei handle es sich um ein Recht, das vom ersten Verfassungszusatz geschützt ist. Doch wenn man die gesamte Anklage liest – und nicht nur die zugespitzte Überschrift mit „Verschwörung zum Hacken“, die das Justizministerium einen sehen lassen möchte –, ist es klar, dass sie die Verschwörungsanschuldigungen als Vorwand benutzen, um Assange zu treffen und gleichzeitig potenziell wichtige und durchaus übliche journalistische Praktiken der Informationsbeschaffung zu kriminalisieren.

Die Anklage bezieht sich auf die Verwendung eines verschlüsselten Chat-Programms, mit dem Assange monatelang mit Manning kommuniziert haben soll. Sie beschreibt, wie Assange Mannings Anonymität beschützen wollte und dies tat, indem er Informationen wie Usernamen von den Dokumenten, die Manning ihm schickte, bearbeitete. Es ist auch davon die Rede, Assange habe Manning aufgefordert, ihm zusätzliche Dokumente und nachrichtenwertes Material zuzusenden.

Bei all dem handelt es sich um Standardpraktiken, unzählige Journalisten im ganzen Land und auf der ganzen Welt arbeiten so. Verschlüsselungen zu verwenden und die Anonymität seiner Quellen zu schützen ist in einer Zeit, in der Ermittlungen gegen geheime Informanten an der Tagesordnung stehen, quasi unabdingbar. Reporter würden ihren Job nicht richtig machen, wenn sie Quellen nicht nach Informationen fragen und stattdessen darauf warten würden, dass diese ihnen auf wundersame Weise in den Schoß fallen.

CNN hat bereits darüber berichtet, das Justizministerium gehe davon aus, noch mehr Anklagen gegen Assange zu erheben. Zusammen mit der Tatsache, dass es in der gegenwärtigen Anklage einen ominösen Bezug zum Spionage-Gesetzgibt, deutet dies alles darauf hin, dass die Staatsanwälte immer noch darüber nachdenken, ihn wegen eines Verbrechens anzuklagen, in dem der Akt der Veröffentlichung ebenfalls enthalten ist – ein Rubikon, der für Reporter auf der ganzen Welt eine Katastrophe darstellen würde.

Für diejenigen, die WikiLeaks über die Jahre hinweg verfolgt haben, ist keine der Informationen aus der Anklageschrift gegen Assange neu. Die Obama-Administration verfügte seit 2011 über diese Informationen. Damals dachte sie zum ersten Mal darüber nach, Anklage gegen Assange zu erheben. Trotz Barack Obamas äußerst enttäuschender Bilanz in Sachen Pressefreiheit traf sein Justizministerium letzten Endes doch die richtige Entscheidung, als es beschloss, dass es zu gefährlich sei, WikiLeaks zu verfolgen, ohne Nachrichtenorganisationen wie die New York Times und den Guardian in Gefahr zu bringen.

Diejenigen, die Assange nicht mögen, sollten sich fragen, ob sie Trumps Justizministerium in dieser Sache mehr trauen als dem Obamas. Ist es angesichts der Tatsache, dass die Behörde ihre fadenscheinige Anklage wegen „Verschwörung“ zum Hacken eines Passwortes auf neun Jahre alte Beweise stützt – ein Plan, von dem selbst das Justizministerium selbst einräumt, dass er nicht funktioniert hat – wirklich so abwegig, zu vermuten, dass die Behörde in diesem Fall eigentlich ganz andere Ziele verfolgt?

Praktisch alle großen Organisationen, die sich für die Pressefreiheit und Bürgerrechte einsetzen, haben die Anklage umgehend kritisiert und große Bedenken in Bezug auf die Pressefreiheit geäußert. In einer Zeit, in der die Pressefreiheit so sehr im Mittelpunkt des öffentlichen Bewusstseins steht wie nie zuvor, wenn sie in Werbeclips bei den Super Bowls und bei Preisverleihungen thematisiert wird, sollte niemand sich zurücklehnen und sagen: „Ja, ich vertraue darauf, dass die Trump-Regierung in diesem Fall meine Rechte schützt.“ Das zu glauben, würde in die sichere Katastrophe führen.


Aus: "Der Vorwand" Trevor Timm (16.04.2019)
Quelle: https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/der-vorwand (https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/der-vorwand)

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on April 23, 2019, 11:13:10 AM
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[...]  Ein Gericht in Richmond im US-Bundesstaat Virginia hat eine Beschwerde der früheren Militär-Geheimdienst-Mitarbeiterin Chelsea Manning verworfen. Die ehemalige Whistleblowerin muss zunächst weiter in Haft bleiben, berichtete das Magazin Politico.

Manning hatte im Jahr 2010 schwere Rechtsbrüche von US-Militärangehörigen über die Enthüllungsplattform Wikileaks öffentlich gemacht. Sie hatte unter anderem Informationen über Verfehlungen in den Konfliktgebieten Irak und Afghanistan weitergegeben. Ein Video zeigte, wie eine US-Hubschrauberbesatzung im Irak unschuldige, unbewaffnete Zivilisten tötete.

Bei einem Militärgerichtsverfahren wurde Manning zu 35 Jahren Haft verurteilt. Nach sieben Jahren erließ der damalige Präsident Barack Obama den Großteil der Strafe. Am 8. März 2019 wurde Manning erneut inhaftiert. Die Whistleblowerin wurde verhaftet, weil sie sich weigerte, vor einer Grand Jury Fragen zu der Enthüllungsplattform des australischen Journalisten und WikLeaks-Gründer Julian Assange zu beantworten. In den USA läuft ein Verfahren gegen Assange, das lange Zeit geheim gehalten wurde.


Aus: "Beschwerde gegen Chelsea Mannings Inhaftierung abgewiesen" (22. April 2019)
Quelle: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-04/whistleblowerin-manning-wikileaks-usa-gericht (https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-04/whistleblowerin-manning-wikileaks-usa-gericht)

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Maximus Decimus Meridius #5

"Sie hatte unter anderem Informationen über Verfehlungen in den Konfliktgebieten Irak und Afghanistan weitergegeben."

Wie die Atlantikbrücke hier weichspülen lässt ist phänomenal.
Wann wird bei uns die Polizei auf Verfehlerjagd anstatt auf Verbrecherjagd gehen?
Und warum wurden Irak und Afghanistan nochmal "Konfliktgebiete"?
Achja, in die ist jemand einmarschiert. ...


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[...] Assange pflegte spät schlafen zu gehen und spät aufzustehen. Auch wenn er die Botschaft nicht verlassen konnte, empfing er jede Menge Besucher, darunter Lady Gaga, Yoko Ono und ihren Sohn Sean Lennon oder die Modedesignerin Vivienne Westwood, die ihm Essen brachte.

Die Spanier beobachteten demnach auch das exzentrische Benehmen Assanges. TV-Interviews gab er in Unterhosen, angezogen sei er nur vom Gürtel aufwärts gewesen, also dem auf dem Bildschirm sichtbaren Teil seines Körpers. Er habe sich gehen lassen und die Toilette nach Benutzung nicht gespült.

Die Botschaftsmitarbeiter störte es auch, wenn er in einem kleinen Raum auf einer elektrischen Herdplatte kochte. Die lange Zeit in der Botschaft vertrieb er sich manchmal mit Skateboardfahren oder Ballspielen im Flur.

... cuadors Präsident Lenín Moreno giftete bereits am Donnerstag gegen den festgenommenen Assange. Er beschwerte sich über das angebliche Verhalten des Australiers in der ecuadorianischen Botschaft und nannte ihn unter anderem einen „miserablen Hacker“.

„Wenn man Zuflucht bekommt, umhegt und mit Essen versorgt wird, prangert man nicht den Hausherren an“, zitiert die ecuadorianische Tageszeitung „El Universo“ den Staatsmann. Ecuador werde künftig „vorsichtiger“ bei der Auswahl der Personen sein, denen es Asyl gewährt.

Wiederholt betonte Moreno die Anschuldigungen gegen Assange, dass der Aktivist die Wände des Botschaftsgebäudes mit eigenen Fäkalien beschmiert habe. Seiner Meinung nach zeige das, dass Assange sein Land als drittklassig ansehe.

In der vorigen Woche entzog Ecuador Assange den diplomatischen Schutz, woraufhin er von der britischen Polizei festgenommen wurde. Ihm droht die Auslieferung in die USA.

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vivi/dpa


Aus: "Assange spülte Klo nicht: Wächter verraten irre Details über Wikileaks-Gründer" (Montag, 15.04.2019, 08:56)
Quelle: https://www.focus.de/politik/ausland/lebte-7-jahre-in-botschaft-assange-spuelte-klo-nicht-waechter-verraten-brisante-details-ueber-wikileaks-gruender_id_10591529.html (https://www.focus.de/politik/ausland/lebte-7-jahre-in-botschaft-assange-spuelte-klo-nicht-waechter-verraten-brisante-details-ueber-wikileaks-gruender_id_10591529.html)

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15.04.19, 11:32 | Yvonne Pfeiffer

Beweise

Sicher gibt es von dieser verunreinigten Klo-Schüssel im Zeitalter von Handys Aufnahmen, ansonsten würde ich das als seriöses Blatt unter Hörensagen publizieren oder gar nicht !


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15.04.19, 09:50 | Rudolf Kosslinski

Berichterstattung auf sehr flachem Niveau...

Hier soll schlicht und ergreifend ein Exempel statuiert werden und dazu sind anscheinend alle Mittel recht, auch die der untersten Schublade. Mir fehlt völlig der Bezug zum IWF-Deal sowie den Machenschaften des Bruders von Staatschef Moreno über die Wikileaks einige Tage zuvor berichtet hat. Das sind wohl wesentlich gewichtigere Gründe für die Auslieferung Assanges. Ich frage mich warum man stattdessen über ein angeblich nicht gespültes Klo berichten muss?!


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15.04.19, 08:51 | fritz kasulke

Ein Tiefpunkt des Focus

und der anderen Magazine die diese Bodenlosigkeit gebracht haben. Ganz ehrlich, deswegen wolltet ihr was mit Medien machen? Die dumpfe Gemeinheit des Artikels ist erschütternd und sogar unter dem Niveau des Vorabendprogramms der Privaten. Warum den Fall nicht mal wieder mit journalistischen Minimalansprüchen angehen? Wieso er ausgerechnet jetzt ausgeliefert, hing das mit dem vier Milliarden Kredit aun den USA zusammen? Warum es schändlich ist echtes politisches Asyl einfach aufzukündigen? Warum werden seine schlechten Angewohnheiten aus quasi sieben Jahren Einzelhaft als Grund dafür angegeben und niemand sagt was? Warum wird sowas unkommentiert übernommen? Was wäre passiert wenn jemand Deniz Yücels sanitären Angewohnheiten publik gemacht hätte. Entwürdigend das ganze Theater.


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14.04.19, 19:24 | Sonja Richters

Diser unglaubliche Moment

wenn du auf der Suche nach WICHTIGEN Themen des Tages bist und dann Überschriften wie "Mit dieser genialen Technik schneiden Sie Zwiebeln in perfekte Würfel" oder "Assange spülte Klo nicht: Wächter verraten irre Details über Wikileaks-Gründer" lesen musst ...



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15.04.19, 08:32 | Frantisek Tkac

Interessant

Man beschäftigt sich mehr mit der Person Assange als mit den Kriegsverbrechern, die er veröffentlicht hat. Hey, freie Journalisten, wo seid Ihr?


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[...] London - Wikileaks-Gründer Julian Assange hat sich nach Angaben eines ehemaligen Diplomaten während seines Exils in der ecuadorianischen Botschaft in London nicht – wie mehrfach behauptet – daneben benommen. Es stimme einfach nicht, dass Assange nicht reinlich gewesen sei, sich nicht um seine Katze gekümmert oder gar Exkremente an die Wände geschmiert habe, sagte der frühere Konsul der Landesvertretung, Fidel Narvaez, am Samstag dem britischen Nachrichtensender Sky News.

Assanges Verhältnis zu allen Angestellten der Botschaft sei respektvoll gewesen, sagte der Ex-Diplomat weiter. Der gebürtige Australier habe auch nicht in Schmutz gelebt. Narvaez: „Hat er das Geschirr in den Geschirrspüler gestellt? Wahrscheinlich nicht an den Wochenenden. Ist das ein Verbrechen?“ Zuletzt sei der Aufenthalt in der Botschaft aber „die Hölle“ für Assange gewesen, der Internet- und Besuchsverbote bekam. „Die Strategie war klar: ihn zu brechen.“

... Von Assanges angeblich sonderbarem Verhalten hatte etwa die spanische Zeitung „El País“ unter Berufung auf frühere Beschützer des Wikileaks-Gründers berichtet. Interviews gab er demnach in Unterhosen. Die Toilette habe er nach der Benutzung nicht gespült.

Die USA werfen Assange Verschwörung mit der Whistleblowerin Chelsea Manning vor, um ein Passwort eines Computernetzwerks der Regierung zu knacken, und fordern seine Auslieferung. Ein Gericht in London hatte ihn zunächst schuldig gesprochen, gegen Kautionsauflagen verstoßen zu haben, ihm drohen dafür bis zu zwölf Monate Haft. Mit den Vorwürfen der US-Justiz soll das Gericht sich am 2. Mai befassen.

Der linksgerichtete ecuadorianische Präsident Rafael Correa hatte Assange 2012 das Botschaftsasyl aus humanitären Gründen gewährt. Correas Nachfolger Lenin Moreno wollte diesen Zustand jedoch beenden.

Als Assange in die diplomatische Vertretung flüchtete, lag gegen ihn ein europäischer Haftbefehl wegen Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden vor. Er befürchtete, zunächst nach Skandinavien und schließlich an die USA ausgeliefert zu werden. Im Mai 2017 stellte die Staatsanwaltschaft in Schweden jedoch ihre Ermittlungen ein.


Aus: "Ex-Diplomat: Julian Assange war kein exzentrischer Gast in Botschaft" (22.04.2019)
Quelle: http://www.kn-online.de/Nachrichten/Politik/Ex-Diplomat-Julian-Assange-war-kein-exzentrischer-Gast-in-Botschaft (http://www.kn-online.de/Nachrichten/Politik/Ex-Diplomat-Julian-Assange-war-kein-exzentrischer-Gast-in-Botschaft)

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[...] Ecuador hat Julian Assange vor wenigen Tagen das diplomatische Asyl entzogen. Er soll sich in der Botschaft schlecht benommen haben. Jetzt zeigen Videoaufnahmen, wie Julian Assange im Inneren der ecuadorianischen Botschaft Skateboard fuhr.

In Ecuadors Hauptstadt Quito ist es Tage nach der Festnahme von Wikileaks-Gründer Julian Assange zu Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Der Protest richtete sich gegen Präsident Lenín Moreno, der den Whistleblower der britischen Polizei überlassen hatte. Bei den Demonstranten handelt es sich um Unterstützer von Ex-Präsident Rafael Correa, der Assange 2012 politisches Asyl in der ecuadorianischen Botschaft in London gewährt hatte.

Am 11. April entzog sein Nachfolger Moreno dem Australier das politische Asyl und die ecuadorianische Staatsbürgerschaft, die Assange seit 2017 innehatte. Assange droht nun eine Auslieferung an die USA, wo er wohl eine mehrjährige Haftstrafe verbüßen müsste.

Die Demonstranten beschimpften Moreno als einen „Verräter“. Berichten zufolge ging die Polizei gewaltsam gegen die Proteste vor, mindestens zwei Fotojournalisten sollen laut Deutscher Welle verletzt worden sein. Auf Fotos ist zu sehen, wie Demonstranten die Polizisten mit Farbbeuteln und Regenschirmen attackieren, andere Bilder zeigen Polizisten beim Zuschlagen mit Gummiknüppeln.

Moreno begründete seine Entscheidung damit, dass Assange in seiner Botschaft ein „Zentrum der Spionage“ betrieben habe. „Mit der Erlaubnis der Behörden der Vorgängerregierung (in Ecuador) wurden Einrichtungen in der Botschaft zur Verfügung gestellt, um in Prozesse anderer Staaten einzugreifen“, sagte Moreno der britischen Zeitung „The Guardian“. Seine Entscheidung sei unabhängig von den USA gefallen, bekräftigte er.

Assanges Anwältin wies die Vorwürfe zurück. Assange habe nach dem Amtsantritt von Präsident Lenín Moreno 2017 eine „sehr schwere Zeit“ gehabt, sagte Anwältin Jennifer Robinson dem Fernsehsender Sky News. Dessen Regierung verbreite Lügen über das Verhalten ihres Mandanten in der Botschaft. Robinson kritisierte, die ecuadorianische Regierung erhebe „ziemlich empörende Anklagen“, um zu rechtfertigen, dass sie die britische Polizei in die Botschaft gelassen habe, um Assange festzunehmen.

Die USA werfen Assange Verschwörung mit der Whistleblowerin Chelsea Manning vor, um ein Passwort eines Computernetzwerks der Regierung zu knacken. Manning hatte Wikileaks 2010 – damals noch als Bradley Manning – Hunderttausende geheime Militärdokumente zukommen lassen. Es ging dabei unter anderem um Menschenrechtsverletzungen während der US-Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan.


Aus: "Mit Knüppeln gegen Pro-Assange-Demonstranten" (17.04.2019)
Quelle: https://www.welt.de/politik/ausland/article192060971/Ecuador-Mit-Knueppeln-gegen-Pro-Assange-Demonstranten.html (https://www.welt.de/politik/ausland/article192060971/Ecuador-Mit-Knueppeln-gegen-Pro-Assange-Demonstranten.html)

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Haligoli


 "Bei den Demonstranten handelt es sich um Unterstützer von Ex-Präsident Rafael Correa, der Assange 2012 politisches Asyl in der ecuadorianischen Botschaft in London gewährt hatte."

Ist es unmöglich gegen Moreno und gleichzeitig kein Unterstützer des Ex-Präsidenten zu sein?


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[...] Mehr als 70 britische Parlamentarier haben an die Regierung appelliert, Wikileaks-Gründer Julian Assange auch nach Schweden auszuliefern, sollten Staatsanwälte dort eine Vergewaltigungsklage gegen ihn wieder aufnehmen.

Die Parlamentarier stünden an der Seite der Opfer von sexueller Gewalt, schrieb die Labour-Abgeordnete Stella Creasy auf Twitter. Die Unterzeichner des Briefes warnten, dass sich derzeit die Medienaufmerksamkeit ganz auf eine mögliche Auslieferung des gebürtigen Australiers an die USA richte. Assange war am Donnerstag in der Botschaft Ecuadors in London festgenommen worden, nachdem das südamerikanische Land das politische Asyl für ihn aufgehoben hatte. Er war 2012 in die diplomatische Vertretung geflüchtet. Damals lag gegen ihn ein europäischer Haftbefehl wegen Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden vor.

Assange, der die Vorwürfe immer zurückwies, befürchtete, via Schweden in die USA ausgeliefert zu werden. Die USA werfen Assange Verschwörung mit der US-Whistleblowerin Chelsea Manning vor, um ein Passwort eines Computernetzwerks der Regierung zu knacken, und fordern seine Auslieferung.

... Labour lehne die Auslieferung Assanges an die USA ab. ... In Großbritannien droht Assange wegen Verstoßes gegen Kautionsauflagen bis zu ein Jahr Haft. In den USA - wo er wegen der Veröffentlichung geheimer US-Dokumente als Staatsfeind gilt - muss er im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Verschwörung zum Angriff auf Regierungscomputer mit bis zu fünf Jahren Haft rechnen.

nob/qu (afp, dpa)


Aus: "Großbritannien: Fall Assange: Abgeordnete erhöhen Druck auf Regierung" (13.04.2019)
Quelle: https://www.dw.com/de/fall-assange-abgeordnete-erh%C3%B6hen-druck-auf-regierung/a-48315320 (https://www.dw.com/de/fall-assange-abgeordnete-erh%C3%B6hen-druck-auf-regierung/a-48315320)

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[...] Die US-Staatsanwaltschaft führt gegen den WikiLeaks-Gründer Julian Assange offenbar geheime Ermittlungen, die weit über die bislang öffentlich bekannten Vorwürfe hinausreichen. Das geht aus einem Brief des US-amerikanischen Justizministeriums aus dem Frühjahr vergangenen Jahres hervor, über den die Zeit berichtet.

Die Wochenzeitung beruft sich auf ein Schreiben vom 7. März 2018. Darin legt die zuständige US-Staatsanwältin Tracy Doherty-McCormick offen, dass die Ermittlungen gegen WikiLeaks wegen "unerlaubten Erhalts und der Verbreitung geheimer Informationen" geführt werden. In der vergangene Woche veröffentlichten Anklageschrift wirft die Staatsanwaltschaft Assange dagegen lediglich "Verschwörung zum Eindringen in Computer" vor - worauf eine vergleichsweise geringe Strafe steht.

Das Schreiben des US-Justizministeriums vom 7. März 2018 richtete sich an den ehemaligen WikiLeaks-Aktivisten Daniel Domscheit-Berg aus Deutschland, den die Staatsanwälte als Zeugen vernehmen wollten. Es wurde einen Tag nach der inzwischen veröffentlichten Anklage gegen Assange aufgesetzt. Der Vorwurf des "unerlaubten Erhalts und der Verbreitung geheimer Informationen" ermöglicht nicht nur ein deutlich höheres Strafmaß.

Juristen vermuten laut dem Bericht der Zeit, dass die US-Behörden mit dem geringeren Vorwurf der "Verschwörung zum Eindringen in Computer" vermeiden wollen, dass die britische Justiz einer Auslieferung Assanges an die USA widerspricht und die erweiterten Vorwürfe erst in einem späteren Stadium präsentieren will. Das britische Recht verbietet die Auslieferung eines Verdächtigen, wenn ihm in einem anderen Land die Todesstrafe droht.


Aus: "Wikileaks-Gründer: US-Vorwurf gegen Assange offenbar größer als bekannt" (16. April 2019)
Quelle: https://www.sueddeutsche.de/politik/assange-usa-anklage-wikileaks-1.4412281 (https://www.sueddeutsche.de/politik/assange-usa-anklage-wikileaks-1.4412281)

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[...] Juristen vermuten, dass die US-Behörden mit dem geringeren Vorwurf der „Verschwörung zum Eindringen in Computer“ vermeiden wollen, dass die britische Justiz einer Auslieferung Assanges an die USA widerspricht und die erweiterten Vorwürfe erst in einem späteren Stadium präsentieren will. Das britische Recht verbietet die Auslieferung eines Verdächtigen, wenn ihm in einem anderen Land die Todesstrafe droht. ...


Aus: "US-Vorwürfe gegen Assange offenbar schwerer als bekannt" (16. April 2019)
Quelle: https://wirtschaft.com/us-vorwuerfe-gegen-assange-offenbar-schwerer-als-bekannt/ (https://wirtschaft.com/us-vorwuerfe-gegen-assange-offenbar-schwerer-als-bekannt/)

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"USA: Manning weiter in Beugehaft wegen Assange" Florian Rötzer (23. April 2019)
https://www.heise.de/tp/features/USA-Manning-weiter-in-Beugehaft-wegen-Assange-4404317.html

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     der_kleine_techniker, 23.04.2019 14:01

Deep State Strukturen, die an ihre Grenzen kommen

Die USA hätten die Möglichkeit gehabt, mit Totschweigen die ganzen Vorfälle um die Wikileaks Depeschen Ruhen zu lassen.

Was passiert jetzt?

Jedesmal, wenn der Name Manning oder Asange auftaucht, werden die Kriegsverbrechen der USA wieder aufgerührt.

Selbst BILD, konservatives Natoverlautbarungsorgan und Hein Blöd Informationsblatt, muß jedesmall seinen Leser von neuem erklären, warum Manning oder Assange gerade mal wieder vom großen Bruder gepiesackt werden. ...


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     Chef-Kommentar, 23.04.2019 08:28

Was sagt unsere Werte Regierung dazu? ...


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     jsm36, 23.04.2019 10:44


"ihr Gesicht wahren"

    Dabei geht es weniger um die Klage selbst, sondern darum, der britischen Justiz die Möglichkeit zu bieten, ihr Gesicht wahren zu können, wenn sie Assange an die USA ausliefert.

Sorry, aber das "Gesicht" haben die längst verloren. Ebenso die USA und sämtliche anderen NATO-Mitgliedsstaaten. Es ist bemerkenswert das die Kriegsverbrechen komplett straffrei blieben und nicht EINE REGIERUNG sich auch nur beschwert hätte...ganz zu schweigen von internationalen Gerichten, UN und EU.

Und diese widerlichen Untermenschen reden irgendwas von "Gesicht wahren".


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Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on April 26, 2019, 12:05:22 PM
"WikiLeaks: USA ermitteln gegen Assange wegen Verbreitung geheimer Informationen" Andre Meister (25.04.2019)
Die USA werfen Julian Assange offiziell Hacking vor, eine Straftat wie gemacht für eine Auslieferung. Die Behörden ermitteln aber auch wegen „Erhalt und Verbreitung geheimer Informationen“, darauf droht die Todesstrafe. Das geht aus einem Brief des US-Justizministeriums hervor, den wir veröffentlichen.
https://netzpolitik.org/2019/wikileaks-usa-ermitteln-wegen-verbreitung-geheimer-informationen-gegen-assange/


"Assange kann nach US-Antispionagegesetz hingerichtet werden" Harald Neuber (26. April 2019)
 Die USA werfen dem Publizisten und Mitbegründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, Julian Assange, Hacking vor. Die Anklage der US-Behörden gegen den 47-Jährigen lautet aber auch "Erhalt und Verbreitung geheimer Informationen". Das geht aus einem Brief des US-Justizministeriums hervor, den zuerst das Onlineportal netzpolitik.org veröffentlichte.
Die USA hatten unmittelbar nach der Festnahme von Assange am 11. April in der Botschaft Ecuadors in London dessen Auslieferung gefordert - was lange geleugnet worden war. Laut der Anklageschrift vom März 2018 werfen die US-Behörden ihm Verschwörung zum Eindringen in Computer vor. Dieses Vergehen kann höchstens mit fünf Jahre Freiheitsentzug geahndet werden. "Doch dabei dürfte es nicht bleiben", schreibt netzpolitik.org. Denn nur einen Tag nach Verfassen der Anklageschrift habe die US-Staatsanwaltschaft zugegeben, auch wegen "unerlaubten Erhalts und der Verbreitung geheimer Informationen" zu ermitteln. Das schreibt das US-Justizministerium in einem Brief an die Anwälte des ehemaligen WikiLeaks-Sprechers Daniel Domscheit-Berg. Dieser Vorwurf kann nach dem Espionage Act von 1917 zur Anklage führen. Die Höchststrafe für Verurteilungen nach dem Espionage Act ist die Todesstrafe. ...
https://www.heise.de/tp/features/Assange-kann-nach-US-Antispionagegesetz-hingerichtet-werden-4408223.html

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[...] London (APA/dpa) - Der inhaftierte WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat Besuch vom UN-Sonderberichterstatter zum Recht auf Privatsphäre, Joe Cannataci, bekommen. Eine Anwältin von Assange begrüßte das Treffen vom Donnerstag im Gefängnis Belmarsh und lobte das anhaltende Engagement der UN.

Zugleich kritisierte Jennifer Robinson aber, dass Ecuador Assange das diplomatische Asyl entzogen habe, noch bevor Cannataci ihn dort habe aufsuchen können. Der Besuch war vor Assanges Festnahme geplant und sollte am 25. April stattfinden. ...


Aus: "UN-Sonderberichterstatter besuchte Assange im Gefängnis" (APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe, APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe)
Quelle: https://www.tt.com/ticker/15578582/un-sonderberichterstatter-besuchte-assange-im-gefaengnis (https://www.tt.com/ticker/15578582/un-sonderberichterstatter-besuchte-assange-im-gefaengnis)

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[...] Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang der geringe Rückhalt den Assange in seinem Heimatstaat Australien genießt. So schloss Australiens Premierminister Scott Morrison eine Einmischung seiner Regierung in den Fall Julian Assange mit den Worten aus, dass das „Sache der USA“ sei und „nichts mit uns zu tun habe“. Assange erhalte keine Sonderbehandlung, ihm werde nur die übliche konsularische Protektion gewährt. „Wenn Australier ins Ausland reisen und mit dem Gesetz in Konflikt geraten, müssen sie sich dem Justizsystem des jeweiligen Landes stellen. Es spielt keine Rolle, welches Verbrechen sie angeblich begangen haben“. Australiens Außenministerin Marise Payne wiederum erklärte, dass der Auslieferungsprozess zwischen den Vereinigten Staaten und Großbritannien stattfinde. Ihr Land sei aber „völlig gegen“ die Todesstrafe. Großbritannien habe sich von den USA aber die Zusicherung eingeholt, dass Assange im Falle einer Auslieferung dort nicht die Todesstrafe drohe.[32] Obwohl juristisch korrekt, erweckt diese Reaktion des Regierungschefs und der Außenministerin doch den Eindruck, als wenn sich Assange mit seinen WikiLeaks-Enthüllungen auch in seinem Heimatland mehr als unbeliebt gemacht hat.

Es bestehen aber auch noch anderweitige Bedenken. So ist vor kurzem in Ecuador ein „sehr enger“ Mitarbeiter von Assange festgenommen worden, als dieser nach Japan reisen wollte. Darauf angesprochen, machte die ecuadorianische Innenministerin, María Paula Romo, am 11. April 2019 zwar keine näheren Angaben zur Identität der Person, erklärte aber kryptisch, „dass es in Ecuador einen Plan der Destabilisierung gibt, der mit geopolitischen Interessen zu tun hat. Wir haben Beweise für eine Beziehung des nun Festgenommenen zu Ricardo Patiño, der Außenminister war, als Julian Assange das Asyl gewährt worden war“.[33] Was Assange mit diesen „Destabilisierungsplänen“ zu tun haben könnte, ließ sie aber ebenfalls offen.

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Aus: "Der facettenreiche „Fall Julian Assange“" HUMMER, em. o. Univ.-Prof.  Dr. Waldemar  (Freitag, 26. April 2019)
Quelle: http://www.eu-infothek.com/der-facettenreiche-fall-julian-assange/ (http://www.eu-infothek.com/der-facettenreiche-fall-julian-assange/)

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on May 02, 2019, 11:14:38 AM
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[...] „Ich entschuldige mich uneingeschränkt bei denen, die der Meinung sind, dass ich sie respektlos behandelt habe in der Weise, wie ich mich verhalten habe“, so Assange. Seine Anhänger im Zuschauerraum begrüßte er jedoch trotzig mit erhobener Faust.

Assanges Anwalt hatte argumentiert, sein Mandant habe sich den Behörden entziehen müssen, da ihn kein fairer Prozess erwarte. Die Angst vor der Auslieferung in die USA habe den Wikileaks-Gründer im Griff gehabt.

Die Richterin befand bei der Urteilsverkündung, Assange habe seine „privilegierte Stellung ausgenutzt“, um sich über Recht hinwegzusetzen. „Es ist schwer, ein schlimmeres Beispiel dieses Vergehens vorzustellen.“ Mildernde Umstände sah sie nicht gegeben.

Die USA werfen Assange Verschwörung mit der Whistleblowerin Chelsea Manning vor. Manning hatte Wikileaks 2010 – damals noch als Bradley Manning – hunderttausende geheime Militärdokumente zukommen lassen. Es geht dabei um die US-Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan. In Schweden hatte die Staatsanwaltschaft im Mai 2017 ihre Ermittlungen eingestellt. Die Anwältin der Frau, die Assange beschuldigt, hat aber die Wiederaufnahme beantragt.

Im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 veröffentlichte Wikileaks von Hackern gestohlene E-Mails der Demokratischen Partei. Dies schadete Hillary Clinton, die später Donald Trump unterlag. Der linksgerichtete ecuadorianische Präsident Rafael Correa hatte Assange 2012 das Botschaftsasyl aus humanitären Gründen gewährt. Correas Nachfolger Lenin Moreno wollte diesen Zustand jedoch beenden. Assange war zunehmend eingeschränkt, zuletzt konnte er nur noch selten Besucher empfangen, Telefon- und Internetzugang waren zeitweise gekappt.

Die Aufhebung des Asyls für Assange in der Londoner Botschaft Ecuadors begründete Moreno mit wiederholtem Fehlverhalten des Wikileaks-Gründers. Der 47-Jährige habe unter anderem gegen die beim Asyl übliche Auflage verstoßen, sich nicht in innere Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen. So seien zuletzt von Wikileaks im Januar Dokumente aus dem Vatikan veröffentlicht worden – und Assange habe zuvor Kontakt zu wichtigen Mitgliedern der Enthüllungs-Plattform gehabt.

Assange sei außerdem im täglichen Umgang „unhöflich und aggressiv“ gewesen, er und Wikileaks hätten Drohungen gegen Ecuador ausgesprochen. Die Geduld Ecuadors mit Herrn Assange habe ihre Grenze erreicht, sagte Moreno. Der Wikileaks-Gründer habe unerlaubte technische Ausrüstung installiert, Überwachungskameras blockiert, Wachleute angegriffen, sich unerlaubt Zugang zu Sicherheits-Daten der Botschaft verschafft, zählte der ecuadorianische Präsident auf.

Ein ehemaliger ecuadorianischer Diplomat widersprach dieser Darstellung. Assanges Verhältnis zu allen Angestellten der Botschaft sei respektvoll gewesen, sagte der frühere Konsul der Landesvertretung, Fidel Narvaez, dem britischen Nachrichtensender Sky News nach Assanges Festnahme im April.


Aus: "Julian Assange muss für 50 Wochen ins Gefängnis" (01.05.2019)
Quelle: https://www.handelsblatt.com/politik/international/wikileaks-gruender-julian-assange-muss-fuer-50-wochen-ins-gefaengnis/24275768.html?ticket=ST-2655644-dE7UUbXbebxwffibwks6-ap2 (https://www.handelsblatt.com/politik/international/wikileaks-gruender-julian-assange-muss-fuer-50-wochen-ins-gefaengnis/24275768.html?ticket=ST-2655644-dE7UUbXbebxwffibwks6-ap2)

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[...] Wikileaks-Gründer Julian Assange ist vom britischen Gericht Southwark Crown Court zu einer Gefängnisstrafe von 50 Wochen wegen des Verstoßes gegen seine Kautionsauflagen in Großbritannien verurteilt worden. Richterin Deborah Taylor blieb mit ihrem Urteil nur knapp unter der maximal möglichen Strafe von einem Jahr Haft. In ihrer mündlichen Begründung stellte sie fest, dass Assange sich jederzeit freiwillig den Börden hätte stellen können, dies aber nicht getan habe. Das Argument der Verteidigung, Assange habe aus "begründeter Angst" davor gehandelt, dass Schweden ihn an die USA ausliefern könne, wurde von der Richterin nicht geteilt.

Zum Zeitpunkt seiner Flucht in die Botschaft von Ecuador vor sieben Jahren hatte Assange alle Rechtsmittel erschöpft, die Großbritannien daran hindern sollten, ihn an Schweden wegen eines Vergewaltigungsvorwurfes auszuliefern. Die Staatsanwaltschaft in Schweden hatte die Ermittlungen dann 2017 eingestellt. Die Anwältin der Frau, die Assange beschuldigt, hat aber die Wiederaufnahme beantragt. Assange war am 11. April von der britischen Polizei in der Botschaft Ecuadors in London festgenommen worden, nachdem Ecuador das politische Asyl aufgehoben hatte.

Ab dem morgigen Donnerstag wird Assanges Fall vor dem Bezirksgericht Westminster verhandelt. Hier geht es um das Auslieferungsersuchen der USA. Assange wird vorgeworfen, sich zusammen mit der Whistleblowerin Chelsea Manning, damals Bradley Manning, verschworen zu haben und ein Passwort eines Computernetzwerkes der Regierung zu knacken. 2010 hatte Mannings an Wikileaks hunderttausende geheime Militärdokumente weitergeleitet. Dabei ging es um die US-Militäreinsätze im Irak und Afghanistan. Die US-amerikanische Justiz kann in dieser Verhandlung weitere Anklagepunkte geltend machen, muss aber berücksichtigen, dass britische Gesetze eine Auslieferung untersagen, sollte einem Angeklagten in den USA die Todesstrafe drohen. (olb)



Aus: "Wikileaks-Gründer Julian Assange zu 50 Wochen Gefängnis verurteilt" Detlef Borchers (01.05.2019)
Quelle: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-Gruender-Julian-Assange-zu-50-Wochen-Gefaengnis-verurteilt-4411174.html (https://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-Gruender-Julian-Assange-zu-50-Wochen-Gefaengnis-verurteilt-4411174.html)

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     bewolta, 01.05.2019 14:12

Wortwahl der Richterin

[...] Judge Michael Snow [...] branded him a "narcissist who cannot get beyond his own selfish interests".
Sie hat außerdem eine Summe genannt: 16 Millionen Pfund hat das bisherige Spiel den britischen Steuerzahler gekostet.



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     northanc, 02.05.2019 07:26

Re: Wortwahl der Richterin

Jawoll, Frau Freisler!

Wäre zumindest meine Antwort gewesen.


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Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on May 13, 2019, 01:20:52 PM
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Die schwedische Staatsanwaltschaft nimmt ihre Voruntersuchungen zu Vergewaltigungsvorwürfen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange wieder auf. Dies gab die Vize-Chefin der Behörde, Eva-Marie Persson, am Montag bekannt.

Zum Zeitpunkt seiner Flucht in die Botschaft von Ecuador vor sieben Jahren hatte Assange alle Rechtsmittel erschöpft, die Großbritannien daran hindern sollten, ihn an Schweden wegen eines Vergewaltigungsvorwurfes auszuliefern. Die Staatsanwaltschaft in Schweden hatte die Ermittlungen dann 2017 eingestellt. Die Anwältin der Frau, die Assange beschuldigt, hat aber die Wiederaufnahme beantragt.

Assange war am 11. April von der britischen Polizei in der Botschaft Ecuadors in London festgenommen worden, nachdem Ecuador das politische Asyl aufgehoben hatte. (Mit Material der dpa)


Aus: "Schwedens Staatsanwaltschaft nimmt Untersuchungen im Fall Assange wieder auf" Axel Kannenberg (13.05.2019)
Quelle: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Schwedens-Staatsanwaltschaft-nimmt-Untersuchungen-im-Fall-Assange-wieder-auf-4420908.html (https://www.heise.de/newsticker/meldung/Schwedens-Staatsanwaltschaft-nimmt-Untersuchungen-im-Fall-Assange-wieder-auf-4420908.html)

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     Hallmackenreuter, 13.05.2019 12:09


Wenn die Justiz sonst nur auch so eifrig wäre!


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[...] Die schwedischen Behörden setzen ihre Ermittlungen gegen Julian Assange wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung fort. Dies teilte die Stockholmer Staatsanwältin und stellvertretende Behördenleiterin Eva-Marie Persson mit. Damit folgen die Ankläger der Argumentation der Anwältin des mutmaßlichen Opfers, die am 11. April die Wiederaufnahme des Verfahrens beantragt hatte. An diesem Tag war der Wikileaks-Gründer in der ecuadorischen Botschaft in London verhaftet worden.

Im August 2010 hatte die Frau Anzeige gegen Assange bei der schwedischen Staatsanwaltschaft gestellt. Sie wirft ihm vor, sie während seines Besuchs in Schweden vergewaltigt zu haben. Die Ermittlungen dazu waren allerdings im Mai 2017 eingestellt worden, bevor sie nun wieder aufgenommen werden.

Im August 2010 hatte die Frau Anzeige gegen Assange bei der schwedischen Staatsanwaltschaft gestellt. Sie wirft ihm vor, sie während seines Besuchs in Schweden vergewaltigt zu haben. Die Ermittlungen dazu waren allerdings im Mai 2017 eingestellt worden, bevor sie nun wieder aufgenommen werden.

Assange droht damit auch nach mehr als sieben Jahren die Auslieferung nach Schweden, vor der er einst in die ecuadorianische Botschaft geflüchtet war. Er befürchtete stets, dass ihn die skandinavischen Justizbehörden weiter an die USA übergeben könnten.

Die US-Justiz wiederum wirft dem gebürtigen Australier Verschwörung mit der Whistleblowerin Chelsea Manning vor. Diese hatte – damals noch als Soldat Bradley Manning – Hunderttausende geheime US-Militärdokumente über die Kriege im Irak und in Afghanistan sowie vertrauliche Diplomatendepeschen an Wikileaks weitergereicht. Die Enthüllungsplattform hatte diese Reports dann 2010 und 2011 veröffentlicht.

Während Manning 2010 festgenommen, im August 2013 wegen Spionage zu 35 Jahren Gefängnis verurteilt und 2017 durch einen Gnadenerlass des damaligen US-Präsidenten Barack Obama vorzeitig freigelassen wurde, saß Assange in der Landesvertretung Ecuadors fest. Nach dem Regierungswechsel in Quito entzogen ihm die ecuadorianischen Behörden den Asylstatus und er wurde von der britischen Polizei festgenommen. Derzeit sitzt der 47-Jährige in einem britischen Gefängnis, wo er eine Haftstrafe von 50 Wochen absitzt. Ein Gericht hatte ihn dazu verurteilt, da er mit seiner Flucht gegen Kautionsauflagen verstoßen und sich der britischen Justiz entzogen hatte.




Aus: "Ermittlungen wegen Vergewaltigung werden wieder aufgenommen" (13. Mai 2019)
Quelle: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-05/julian-assange-ermittlungen-wegen-vergewaltigung-wieder-aufgenommen (https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-05/julian-assange-ermittlungen-wegen-vergewaltigung-wieder-aufgenommen)

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Frank-Werner #1.9

Zitate aus https://www.faz.net/aktuell/politik/wikileaks/vorwuerfe-gegen-wikileaks-gruender-assange-wie-man-in-schweden-einen-mann-belasten-kann-1593705.html (https://www.faz.net/aktuell/politik/wikileaks/vorwuerfe-gegen-wikileaks-gruender-assange-wie-man-in-schweden-einen-mann-belasten-kann-1593705.html)

"Sie hob hervor, dass nach schwedischem Recht Nötigung oder Vergewaltigung in einem minder schweren Fall vorliegen kann, wenn sich eine Frau nach dem Sex unwohl fühlt oder sich ausgenutzt vorkommt."

"Von der Sozialdemokratin ist bekannt, dass sie am 12. Januar 2010 eine Übersetzung von „7 Steps to Legal Revenge“ - einem Ratgeber, wie man es schafft, dass gegen einen Mann Anklage erhoben wird - in ihren Blog einstellte. Dieser Text wurde aber, wie der ganze Blog, am 21. August gelöscht."

Einfach einmal den ganzen Artikel lesen, es lohnt sich.


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NH278 #1.17

Man fragt sich an dieser Stelle, wie eine schlafende Frau ihr Einverständnis geben konnte...


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MoistvonLipwik #1.18

Ein vollkommen normaler Vorgang. Das Verfahrenshindernis ist beseitigt, also werden die Ermittlungen fortgesetzt. Den Rest muss ein Gericht klären, zumal die Vorwürfe, soweit man den Berichten trauen kann, durchaus plausibel sind.


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Landegaard #1.29

"Doch Assange hat sehr wohl etwas falsch gemacht denn nicht alle Depeschen waren wirklich gerechtfertigt veröffentlicht worden. "

Wessen Maßstab wenden Sie da an hinsichtlich dessen, welche Veröffentlichungen "gerechtfertigt" sind und welche nicht? Ihren?


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Grundgesetz-Gutmensch #3

Bevor hier gleich der Shitstorm losbricht, der ja im Grunde darauf beruht, Assange wegen seiner Verdienste gegenüber den Machenschaften der USA (die grundsätzlich unbestreitbar sind) quasi präventiv gegen alles in Schutz zu nehmen:

Warten wir erst einmal die Begründungungen der schwedischen Justiz ab, anstatt die Entscheidung ohne Wissen um die Hintergründe und Bgründungen sofort zu diskreditieren.
Wir sind alle keine Juristen.
Und Schweden ist nun wirklich nicht als Erfüllungsgehilfe der USA bekannt, falls gleich auch diese Verschwörungstheorie kommt.


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Frank-Werner #3.3

Solche Verschwörungsgedanken sind zumindest recht naheliegend. Die Möglichkeiten der diversen amerikanischen Geheimdienste zur Zerstörung eines Menschen sind grenzenlos. Ein Vergewaltigungsvorwurf ist da schon sehr praktisch. Es passt halt wunderbar zusammen.
Leider leben wir in einer Welt, in welcher mit solchen Vorgehensweisen gerechnet werden muss.


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Grundgesetz-Gutmensch #3.4

Ich denke, es ist reichlich unverschämt und respektlos gegenüber der schwedischen Justiz und dem möglichen Opfer, sich ohne interne Kenntnis der Materie so zu äußern.
In Schweden gelten nun einmal die schwedischen Strafgesetze; da ist gar nichts konstruiert. Und wenn ein Mann das Kondom gegen den Willen der Frau abzieht und dann trotzdem den Geschlechtsverkehr gegen den Willen der Frau "durchziehen" will, dann ist das für mich faktisch gleichbedeutend mit einer Vergewaltigung - ganz grundsätzlich.

Aber: Weder waren Sie dabei, noch kennen Sie das Urteil noch können Sie die Angelegenheit von außen beurteilen.
Und eine Staatsanwältin hat nun einmal die Aufgabe, einen Anfangsverdacht konsequent vorzutragen und die Interessen des mutmaßlichen Opfers zumindest indirekt zu vertreten.

Finden Sie sich mit dem Rechtsstaat ab.


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In.der.Tat #4.7

Sie wissen aber schon, dass es zwar Vergewaltigung heißt, so aber nur in Schweden genannt wird?

Der Sex war einvernehmlich. Was ihm vorgeworfen wird ist, gegen ihr Einverständnis das Kondom abgelegt zu haben.
Finde ich definitiv verwerflich. Aber Vergewaltigung finde ich zu krass. Man stelle sich mal eine Frau vor, die einen Mann zum Thema Verhütung belügt. Ob die dann auch wegen Vergewaltigung per Internationalen Haftbefehl gesucht wird, wage ich mal zu bezweifeln.


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Reverend Wicks Cherrycoke #15

Die Kriegsverbrecher aus "Collateral Damage", die wehrlose Zivilisten erschossen, sind frei. Assange ist gefangen, weil er die Aufnahmen veröffentlicht hat (machen wir uns nichts vor) und wird vermutlich an die USA ausgeliefert werden, wo an ihm ein Exempel statuiert werden wird.

Feine Sache, diese westlichen Werte.


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Neoman2 #15.1

Tja,
und die Medien machen da schön mit ...


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Ben_Utzername #16

Da es schon fast 10 Jahre her ist und aktuell doch immer wieder nur pauschal vom Delikt "Vergewaltigung" geschrieben wird, ist es vielleicht ganz sinnvoll, noch einmal die Hintergründe deutlicher darzustellen. Zumal die in den Gerichtsakten festgehaltenen Ereignisse und ihr chronologische Ablauf doch oft etwas verkürzt widergegeben werden:

Quote
[Publiziert am 09.12.2010] ... In den Gerichtsakten werden die Frauen anonymisiert als „A“ und „W“ bezeichnet, laut ihrem Anwalt Claes Borgström "zwei ganz normale schwedische Mädchen, die Assange für seine Arbeit bewundert haben. „Frau A“ ist demnach eine WikiLeaks-Mitarbeiterin, bei der Assange Unterschlupf fand. Daraus dürfte sich eine sexuelle Beziehung entwickelt haben. Assange und die Frau dürften mehrmals geschützten Geschlechtsverkehr gehabt haben.

Einmal soll es jedoch eine Panne mit einem Kondom gegeben haben. Von Spannungen zwischen den beiden will man in WikiLeaks-Zirkeln in den folgenden Tagen jedoch nichts bemerkt haben. Wenige Tage später soll Assange „W“ kennengelernt haben, die ihm nach einer Veranstaltung ihre Bewunderung aussprach. Zwei Tage später soll er bei ihr übernachtet haben und auch dabei soll es zu geschütztem Geschlechtsverkehr gekommen sein.

Auch am nächsten Morgen sollen Assange und „W“ Sex gehabt haben, allerdings ohne Kondom. Danach dürfte sie sich Sorgen über eine mögliche Ansteckung mit einer sexuell übertragbaren Krankheit gemacht haben. Daraufhin wollte sie Assange telefonisch kontaktieren, konnte ihn jedoch nicht erreichen. Schließlich fand „W“ außerdem heraus, dass Assange auch ungeschützten Sex mit „A“ gehabt haben dürfte.

Daraufhin wuchs offenbar die Sorge beider Frauen, die von Assange einen Gesundheitsnachweis forderten. Angeblich erreichten sie ihn an einem Freitagabend schließlich auch. Auch soll er bereit gewesen sein, sich auf mögliche Krankheiten testen zu lassen - alle Praxen und Kliniken seien zu diesem Zeitpunkt jedoch schon geschlossen gewesen. „W“ sei zu diesem Zeitpunkt zunehmend über Assanges Verhalten verärgert gewesen, heißt es aus dem Bekanntenkreis der beiden.

„W“ entschloss sich laut den Darstellungen schließlich, bei der Polizei zu fragen, wie man Assange zu einem Gesundheitstest zwingen könne. „A“ begleitete sie angeblich dabei. Es heißt, keine der beiden Frauen habe die Einleitung von Ermittlungen verlangt. Auch laut Anwalt Borgström hat die schwedische Staatsanwaltschaft allein entschieden, deshalb Ermittlungen wegen Vergewaltigung einzuleiten.

Das schwedische Sexualstrafrecht ist im Hinblick auf Vergewaltigung zwar vom Strafrahmen her milder, von den Tatbeständen aus betrachtet jedoch weit strenger als etwa das österreichische Recht. Auch einvernehmlicher Geschlechtsverkehr, der jedoch gegen den Willen eines Beteiligten ungeschützt stattfindet, kann demnach eine Vergewaltigung darstellen.

Dass die Rechtslage im konkreten Fall jedoch etwas unklar ist, spiegelte auch das Vorgehen der schwedischen Behörden wider. Zuerst wurde ein Haftbefehl erlassen, kurz darauf jedoch wieder aufgehoben. In den Tagen darauf sah alles danach aus, als solle das Verfahren möglichst schnell wieder eingestellt werden. Assange hatte wegen des Presserummels um den Fall inzwischen das Land verlassen.

Dann jedoch betrat Borgström die Szene, der die Vertretung von „A“ und „W“ übernahm. Er ist nicht nur erfolgreicher Anwalt, sondern auch der Gleichstellungsbeauftragte der schwedischen Sozialdemokraten und gilt als äußerst ehrgeizig. Als ebenso ehrgeizig gilt eine der ranghöchsten Staatsanwältinnen Schwedens, Marianne Ny. Das Problem daran: Beide versuchen sich in der Öffentlichkeit seit Jahren mit radikal feministischen Aussagen zu profilieren.

Ny hatte in der Vergangenheit etwa gefordert, dass allein der Misshandlungsvorwurf einer Frau gegen einen Mann reichen müsse, um den Beschuldigten - ohne weitere Untersuchungen - in Haft zu nehmen. Borgström wiederum sprach sich in der Vergangenheit für eine „kollektive Männerschuld“ für Gewalt an Frauen aus und forderte ein Boykott der Fußball-WM in Deutschland, weil dort als Randerscheinung auch mit Zwangsprostitution zu rechnen sei.

Noch gibt es jedenfalls keine Anklage gegen Assange. Schweden will laut eigenen Angaben lediglich deshalb seine Auslieferung von London, um ihn zu befragen. Viele von Assanges Unterstützern sind jedoch weiterhin überzeugt, dass Schweden für Assange nur eine Zwischenstation wäre - da Stockholm den WikiLeaks-Gründer sofort an die USA weiterreichen würde, wo ihm wegen seiner Arbeit strafrechtliche Verfolgung droht.


https://orf.at/v2/stories/2029808/2029812/ (https://orf.at/v2/stories/2029808/2029812/)


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parrot0815 #17.2

Assange ist ja nicht wegen der Vergewaltigungsvorwürfe in die Botschaft geflüchtet, sondern vor einer drohenden Auslieferung in die USA.


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Llull #19

Grundsätzlich ist das ja richtig, die Untersuchungen wieder aufzunehmen. An einige aufgeregte Mitforisten hier: Ermittlung ist nicht Anklage, und selbst Anklage wäre noch lange nicht Verurteilung.

Man darf allerdings fragen, was neue Untersuchungen bringen sollten, wenn die ursprünglichen vor sieben Jahren wegen Aussichtslosigkeit eingestellt wurden. Der einzig verbliebene neue Ansatz wäre eine Befragung des Beschuldigten. Und der hat das Recht zu schweigen.


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Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on May 13, 2019, 03:14:55 PM
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[...] Die USA werfen Assange Verschwörung mit der Whistleblowerin Chelsea Manning vor. Manning hatte Wikileaks 2010 – damals noch als Bradley Manning – Hunderttausende geheime Militärdokumente zukommen lassen. Es geht dabei um die US-Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan. Chelsea Manning will auch weiterhin nicht im Fall von Julian Assange aussagen. Auch die Gefahr, erneut in Beugehaft genommen zu werden, ändere daran nichts, sagte die Whistleblowerin am Sonntag. Manning war erst vor wenigen Tagen aus der Haft entlassen worden. Beugehaft Die Whistleblowerin war Anfang März in Beugehaft genommen worden, weil sie sich weigerte, vor der Grand Jury eines Gerichts im US-Bundesstaat Virginia auszusagen. Die Grand Jury – ein mit weitreichenden Ermittlungsvollmachten ausgestattetes Geschworenengremium – war mit dem Fall des Wikileaks-Gründers Julian Assange befasst. Freigekommen war sie lediglich aus formellen Gründen, weil der Zeitraum, für den diese Grand Jury eingesetzt worden war, ablief. Die als Ersatz einberufenen neue Jury hat Manning nun erneut vorgeladen.

Die Generalstaatsanwaltschaft von Ecuador hat laut Medienberichten einer Durchsuchung des Zimmers des WikiLeaks-Gründers Julian Assange in der Londoner Botschaft des lateinamerikanischen Landes zugestimmt. Dokumente, Mobiltelefone, Computer und Datenträger des Netzaktivisten sollen an die USA weitergegeben werden, berichtete die spanische Tageszeitung "El País" am Montag unter Berufung auf ein Dokument, das der Zeitung vorlag. Demnach soll der versiegelte Raum am 20. Mai durchsucht werden. Die Entscheidung sei Assanges ecuadorianischem Anwalt Carlos Poveda bereits mitgeteilt worden. Der WikiLeaks-Gründer hatte sieben Jahre in der Botschaft gelebt.


Aus: "Vergewaltigungsvorwurf: Schweden ermittelt wieder gegen Assangef" (13.5. 2019)
Quelle: https://derstandard.at/2000103026624/Schweden-nimmt-Untersuchungen-gegen-Assange-wieder-auf (https://derstandard.at/2000103026624/Schweden-nimmt-Untersuchungen-gegen-Assange-wieder-auf)

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Pracesi

Tja, für Personen wie Assange war vor langer Zeit einmal tatsächlich das essentielle Instrument Asyl für politisch Verfolgte intendiert. Heute ist dieses Instrument in jeder Hinsicht mausetot bzw. pervertiert und Werte existieren nur wenn sie den Mächtigen gerade politisch opportun sind.


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Schapoh

Zeit wird es - auch ein Julian Assange steht nicht über dem Gesetz.


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Pongu

Die Geheimdienste stehn über dem Gesetz, nicht Assange....


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Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on May 13, 2019, 05:08:55 PM
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[...] Sonntag, 12.05.2019

Anfang Mai wurde Assange wegen Verstoßes gegen Kautionsauflagen zu 50 Wochen Haft verurteilt. Derzeit ist er in einem britischen Hochsicherheitsgefängnis inhaftiert, wo ihn Anderson vor einigen Tagen besuchte. Sie ist eine der bekanntesten Fürsprecherinnen des 47-jährigen Australiers.

SPIEGEL ONLINE: Frau Anderson, Sie haben am Dienstag in London Julian Assange, den Gründer von WikiLeaks, im Belmarsh Hochsicherheitsgefängnis besucht. Was war Ihre Absicht dabei?

Pamela Anderson: Ich habe ihn besucht, weil er mein Freund ist. Ich wollte ihn unterstützen. Ich wollte ihn umarmen. Ich finde, er und WikiLeaks haben der Welt wichtige Informationen zur Verfügung gestellt; über Kriegsverbrechen der US-Army im Irak und andere Übeltaten von Mächtigen. Es ist einfach nicht richtig, ihn für das Publizieren wichtiger Dokumente in ein Hochsicherheitsgefängnis zu werfen.

 SPIEGEL ONLINE: Wie war der Besuch?

Anderson: Es war schrecklich. Ich begleitete Kristinn Hrafnsson, den Chefredakteur von WikiLeaks. Wir mussten unsere Fingerabdrücke hinterlassen und unsere Schuhe und Socken ausziehen. Schließlich saßen wir in einem kleinen Vernehmungsraum, mit Kameras in jeder Ecke.

 SPIEGEL ONLINE: Welchen Eindruck hatten Sie von Julian Assange?

Anderson: Als er schließlich auftauchte, berührte es mich, dass er viel dünner war als vor rund einem Jahr, als ich ihn das letzte Mal gesehen hatte. Er muss etwa zehn Kilo abgenommen haben.

SPIEGEL ONLINE: Wie sind seine Haftbedingungen?

Anderson: Er sitzt mindestens 23 Stunden am Tag allein in seiner kleinen Zelle. Er kann keine Briefe verschicken, weil er kein Adressbuch dabei hat. Er bekommt bisher keine Bücher aus der Gefängnisbibliothek. Er bekommt keine Akten, um sich auf sein Auslieferungsverfahren vorzubereiten. Er bekommt keine Nachrichten, abgesehen von BBC und Chanel 4 in einem kleinen Fernseher, aber den haben ihm die Wächter wieder weggenommen.

SPIEGEL ONLINE: Wann und warum haben Sie Julian Assange das erste Mal getroffen?

Anderson: Ich traf ihn auf Vermittlung von Vivienne Westwood, der Londoner Modemacherin. Vivienne sagte mir, ich sollte ihn in der Botschaft besuchen. Ich wollte wissen, wie ich eine bessere, effektivere politische Aktivistin werde. Und wie ich Leuten dabei helfen könnte, die Aktivisten-Laufbahn einzuschlagen.

 SPIEGEL ONLINE: Sie haben Assange an die 20-mal in der ecuadorianischen Botschaft besucht. Wie haben Sie ihn erlebt?

Anderson: Ich fand, er ist sehr intelligent. Er ist lustig. Ich war eingeschüchtert, als ich ihn das erste Mal traf. Er war schon ein Mythos; die Leute liebten oder hassten ihn. Offensichtlich provoziert er starke Reaktionen.

SPIEGEL ONLINE: Sie haben sich mit ihm angefreundet?

Anderson: Ja. Er interessierte sich für die Arbeit, die ich für Tierrechte und verschiedene Umweltprojekte mache. Und ich liebe Leute, die notfalls sogar ihr Leben riskieren, um Veränderungen zu erreichen. Die Welt brauchte mehr solche Menschen wie Julian Assange.

 SPIEGEL ONLINE: Sie unterstützen ihn bei seinem Kampf gegen die Auslieferung von Großbritannien in die USA, weil Sie seinen Mut bewundern?

Anderson: Nicht nur. Beim Fall Assange geht es um die Meinungsfreiheit, um die Freiheit der Journalisten und um das Recht zu wissen. Amerika hat etliche Leichen im Keller. Ich bin eine Kanadierin, die in den USA lebt, und ich sehe in den USA so viele Leute gehirngewaschen, obwohl ungeheuer viel zu tun wäre; gegen die Klimakatastrophe und die Zerstörung der Umwelt.

SPIEGEL ONLINE: Nach Ihrer Karriere als Schauspielerin und Model haben Sie sich ökologischen Problemen zugewendet, zum Beispiel mit der Tierschutzorganisation Peta oder Sea Shepherd, die gegen den Walfang kämpfen. Das ist etwas anderes als Assanges Aktivitäten in der digitalen Welt.

Anderson: Das stimmt, aber Paul Watson, einer der Gründer von Greenpeace und später von Sea Shepherd, ist Julian Assange sehr ähnlich. Ihr Kampfgeist ist derselbe.

SPIEGEL ONLINE: Werden Sie Assange weiter unterstützen?

Anderson: Ja, es ist eine schreckliche Verleumdungskampagne gegen ihn im Gang. Ich war gerade in Texas, und die Art und Weise, wie dort über Assange berichtet wird, ist so, dass Leute denken: Wir bringen ihn hierher mit dem Kopf auf einen Stock aufgespießt.

 SPIEGEL ONLINE: Werden Sie dafür kritisiert, dass Sie Julian Assange unterstützen?

Anderson: Ja. Besonders in Hollywood. Schauspieler, die ja immer ganz genau Bescheid wissen, sagen mir: Wie kannst du es wagen, diese Person zu unterstützen? Ich frage sie zurück: Warum bist du so furchtbar sauer darüber? Das wissen sie dann nicht.

SPIEGEL ONLINE: Aber Sie stehen zu Ihrem Freund Assange und zu WikiLeaks?

Anderson: Das tue ich. Es wird keine Gerechtigkeit geben für Julian Assange ohne öffentlichen Druck. Wir müssen stark und klar sein. Als ich Julian im Gefängnis traf, sagte er zu mir: Rette mein Leben.


Aus: "Pamela Anderson über Julian Assange "Er sagte zu mir: Rette mein Leben!"" Ein Interview von Michael Sontheimer (12.05.2019)
Quelle: https://www.spiegel.de/panorama/leute/julian-assange-pamela-anderson-spricht-ueber-besuch-im-gefaengnis-a-1266665.html#js-article-comments-box-pager (https://www.spiegel.de/panorama/leute/julian-assange-pamela-anderson-spricht-ueber-besuch-im-gefaengnis-a-1266665.html#js-article-comments-box-pager)

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Außendienst_09 12.05.2019, 18:24 Uhr
6. Staatsfeind Nr. 1?

O.k. dass er wegen des Verstoßes gegen Bewährungsauflagen eine Strafe bekommt ist normal. Aber in Isolationshaft in einem Hochsicherheitsgefängnis?? Mir scheint einige haben wohl eine mächtige Angst davor, was er noch nicht veröffentlicht hat. Wahrscheinlich war das nur die Spitze des Eisbergs...

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Dr. Kilad 13.05.2019, 13:52 Uhr

13. Die Haftbedingungen verstoßen gegen das Recht
Diese Art von Isolationshaft gilt übrigens als "Folter". Eine Klage beim EMRG müsste deshalb gute Erfolgsaussichten haben.


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Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on May 19, 2019, 12:13:06 PM
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[...] Die frühere Wikileaks-Informantin Chelsea Manning sitzt wieder hinter Gittern. Sie sei am Donnerstag (Ortszeit) nach einer verweigerten Aussage in einer Anhörung zu Wikileaks wegen Missachtung des Gerichts erneut in Beugehaft genommen worden, berichteten US-Medien. Zusätzlich drohte ihr der Richter eine empfindliche Geldstrafe bei weiterer Verweigerungshaltung an, berichtete der Sender CBS von der Verhandlung in Alexandria im US-Staat Virginia. „Ich würde mich lieber zu Tode hungern, als meinen Standpunkt in diesem Fall zu ändern“, sagte sie nach Medienberichten, ehe sie aus dem Gerichtssaal abgeführt wurde.

Manning hatte sich geweigert, über den Gründer der Enthüllungs- Plattform Wikileaks, Julian Assange, auszusagen. Sie hatte Wikileaks 2010 - damals noch als Bradley Manning - Hunderttausende geheime Militärdokumente zukommen lassen. Es geht dabei um die US-Militäreinsätze und Kriegsverbrechen im Irak und in Afghanistan.

Sie war 2010 in Untersuchungshaft genommen worden. 2013 wurde sie bei einem Militärgerichtsverfahren zu 35 Jahren Haft verurteilt. Manning kam 2017 frei, nachdem der damalige US-Präsident Barack Obama die vorzeitige Freilassung angeordnet hatte. Zuletzt war sie im März nach verweigerter Aussage vor der Grand Jury, die über Anklageerhebung im Fall Assange entscheiden soll, in Beugehaft gekommen.

Assange hatte sich 2012 in die ecuadorianische Botschaft in London geflüchtet, nachdem er vergeblich versucht hatte, seine Auslieferung an Schweden gerichtlich zu stoppen. Dort wurde wegen Vergewaltigungsvorwürfen gegen ihn ermittelt. Die Ermittlungen wurden 2017 eingestellt, doch nimmt die schwedische Staatsanwaltschaft ihre Voruntersuchungen jetzt wieder auf. Assange behauptete stets, die Vorwürfe in Schweden seien nur ein Vorwand, um ihn festnehmen und an die USA ausliefern zu können. Er hatte sich 2010 der Polizei zunächst gestellt, war dann aber auf Kaution wieder freigekommen.

Am 11. April dieses Jahres wurde Assange schließlich festgenommen, nachdem ihm die Regierung in Quito das Botschaftsasyl entzogen hatte. Die USA wollen Assange wegen der Veröffentlichung von Militärdokumenten zu den US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan den Prozess machen.


Aus: "Ex-Wikileaks-Informantin Chelsea Manning wieder hinter Gitter" (17.05.2019)
Quelle: https://futurezone.at/netzpolitik/ex-wikileaks-informantin-chelsea-manning-wieder-hinter-gitter/400497202 (https://futurezone.at/netzpolitik/ex-wikileaks-informantin-chelsea-manning-wieder-hinter-gitter/400497202)
Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on May 21, 2019, 09:34:19 AM
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[...] Assange befindet sich seit seiner Inhaftierung in den Räumen der ecuadorianischen Botschaft in dem Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh im Osten von London. Während der ersten Tage seiner Haft bestand eine fast vollständige Kontaktsperre. Seither haben selbst die Anwälte Probleme, sich mit ihrem Mandanten zu beraten. Die offizielle und strikt reglementierte Besuchszeit ist auf zwei Stunden jeden Dienstag beschränkt.


Aus: "Schweden ermittelt zum zweiten Mal in gleicher Sache gegen Julian Assage" Harald Neuber (21. Mai 2019)
Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Schweden-ermittelt-zum-zweiten-Mal-in-gleicher-Sache-gegen-Julian-Assage-4426932.html (https://www.heise.de/tp/features/Schweden-ermittelt-zum-zweiten-Mal-in-gleicher-Sache-gegen-Julian-Assage-4426932.html)

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     Hat se nicht alle, 21.05.2019 07:53

Hochsicherheitsgefängnis wegen Verletzung der Kautionsauflagen ...


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Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on May 27, 2019, 12:50:09 PM
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[...] Die US-Justiz hat die Anklage gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange drastisch verschärft und damit massive Kritik von Bürgerrechtlern ausgelöst. Kritiker sehen in der deutlich erweiterten Anklageschrift einen Angriff der Regierung von US-Präsident Donald Trump auf die Pressefreiheit. Assange droht im Falle einer Auslieferung an die USA und einer Verurteilung in allen Punkten eine Höchststrafe von bis zu 175 Jahren Haft, teilte das US-Justizministerium mit. Gemäß der neuen Anklageschrift wird der 47-Jährige wegen der Veröffentlichung von Geheimdokumenten jetzt auch nach dem US-Spionagegesetz angeklagt.

Die US-Bürgerrechtsorganisation ACLU betonte, erstmals habe die Regierung Anklage gegen jemanden erhoben, der wahre Informationen veröffentlicht habe. "Das ist eine außergewöhnliche Eskalation der Angriffe der Trump-Regierung auf den Journalismus." Damit werde ein "gefährlicher Präzedenzfall" geschaffen, der dazu genutzt werden könne, Medien anzugreifen, die geheime Informationen der Regierung veröffentlichten. Die Enthüllungsplattform Wikileaks sprach auf Twitter von einem "beispiellosen Angriff auf die freie Presse".

Jameel Jaffer vom Knight First Amendment Institute der Columbia University in New York sagte: "Die Anklage beruht fast ausschließlich auf dem Verhalten, das investigative Journalisten täglich an den Tag legen." Das Reporter-Komitee für die Pressefreiheit (RCFP) kritisierte, die Anwendung des Spionagegesetzes, um Erhalt und Veröffentlichung von Geheimdokumenten zu kriminalisieren, stelle eine "fatale Bedrohung" für Journalisten dar. Das gelte unabhängig davon, dass das Justizministerium Assange nicht für einen Journalist halte.

Der Leiter der Abteilung für Nationale Sicherheit im Justizministerium, John Demers, sagte, das Ministerium "nimmt die Rolle von Journalisten in unserer Demokratie ernst". Es werde nie Politik seines Hauses sein, Journalisten für deren Berichterstattung anzugreifen. Demers fügte hinzu: "Julian Assange ist kein Journalist." Die US-Behörden argumentieren unter anderem, dass Wikileaks ohne Rücksicht auf Konsequenzen Geheimdokumente veröffentlichte, die Namen von US-Informanten enthielten. Assange wurde in Großbritannien wegen Verstoßes gegen Kautionsauflagen zu 50 Wochen Haft verurteilt. Die USA fordern seine Auslieferung. Allerdings hat auch die schwedische Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen Assange wegen des Verdachts der Vergewaltigung beantragt.

Der gebürtige Australier hatte sich 2012 in die ecuadorianische Botschaft in London geflüchtet, um einer Auslieferung an Schweden zu entgehen. Am 11. April dieses Jahres wurde Assange festgenommen, nachdem ihm die Regierung in Quito das Botschaftsasyl entzogen hatte. Assange behauptete stets, die Vorwürfe in Schweden seien nur ein Vorwand, um ihn festnehmen und an die USA ausliefern zu können.

In der alten Anklageschrift hatten die US-Behörden Assange lediglich Verschwörung mit der amerikanischen Whistleblowerin Chelsea Manning vorgeworfen, um ein Passwort eines Computernetzwerks der Regierung zu knacken. Manning hatte Wikileaks im Jahr 2010 Hunderttausende geheime Dokumente zukommen lassen und damit schwere Verfehlungen von US-Militärangehörigen unter anderem im Irak und in Afghanistan über Wikileaks öffentlich gemacht. Ein Video zeigte unter anderem, wie eine US-Hubschrauberbesatzung im Irak Zivilisten tötete. Das Video war der erste große Enthüllungserfolg von Wikileaks.

Die Anklageschrift gegen Assange wurde nun um 17 Punkte erweitert. Er wird demnach unter anderem beschuldigt, in Zusammenarbeit mit Manning ungesetzlich geheime Dokumente zur nationalen Verteidigung erhalten und veröffentlicht zu haben. Mit seinen Handlungen habe Assange schweren Schaden für die Nationale Sicherheit in Kauf genommen, lautet der Vorwurf jetzt. Assange habe Namen von Menschen veröffentlicht, die den US-Truppen im Irak und in Afghanistan sowie US-Diplomaten in aller Welt Informationen zukommen ließen. Solche Informanten habe er großer Gefahr ausgesetzt.

Das US-Spionagegesetz, gegen das Assange verstoßen haben soll, wurde 1917 verabschiedet, nachdem die USA in den Ersten Weltkrieg eingetreten waren. Dabei ging es um die Veröffentlichung von Informationen, die den US-Kriegsinteressen schaden würden. Manning - die vor ihrer geschlechtsangleichenden Operation als Mann lebte und mit Vornamen Bradley hieß - hatte im Irak-Krieg als Computerexperte für die US-Streitkräfte gearbeitet.

2013 wurde Manning wegen der Weitergabe der Geheimdokumente an Wikileaks zu 35 Jahren Haft verurteilt. Sie kam 2017 frei, nachdem der damalige US-Präsident Barack Obama die vorzeitige Freilassung angeordnet hatte. Seit vergangener Woche sitzt sie allerdings wieder in Beugehaft, weil sie sich weigert, über Assange auszusagen.

Das US-Justizministerium teilte mit, Assange drohe in den 17 neuen Anklagepunkten eine Höchststrafe von jeweils zehn Jahren Gefängnis. Der Vorwurf des Eindringens in ein Computer-Netzwerk könne mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden. Das tatsächliche Strafmaß liege typischerweise aber unterhalb der Höchststrafe.


Aus: ""Angriff auf die Pressefreiheit": Klage gegen Assange bringt Journalisten auf" (Freitag, 24. Mai 2019)
Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Klage-gegen-Assange-bringt-Journalisten-auf-article21046381.html (https://www.n-tv.de/politik/Klage-gegen-Assange-bringt-Journalisten-auf-article21046381.html)
Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on May 30, 2019, 03:21:04 PM
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[...] Der Wikileaks-Gründer Julian Assange ist wegen einer Krankheit nicht per Video-Link zu einer Anhörung vor dem Amtsgericht Westminster zugeschaltet worden. Er soll in den medizinischen Trakt des Belmarsh-Gefängnisses verlegt worden sein, in dem er seit sieben Wochen eine Haftstrafe verbringt. Die Anhörung zum kürzlich erweiterten Auslieferungsbegehren der USA dauerte fünf Minuten und soll am 12. Juni fortgesetzt werden. Richterin Emma Arbuthnot bot an, die Anhörung in das Gefängnis zu verlegen, wenn dies für alle Beteiligten einfacher sei, als vor Gericht zu erscheinen.

Wie Wikileaks zuvor in einem Statement auf Twitter mitteilte, ist man in schwerer Sorge, was die Gesundheit von Julian Assange anbelangt. Er habe in den sieben Wochen seines Gefängnisaufenthaltes dramatisch an Gewicht verloren. Es sei bedenklich, dass er in den medizinischen Trakt des Gefängnisses verlegt wurde.

In der Anhörung vor dem Amtsgericht Westminster wird über die erweiterte Anklageschrift einer US-amerikanischen Grand Jury beraten, die Julian Assange vorwirft, in 17 Punkten gegen den Espionage Act verstoßen zu haben, in dem er sich mit seiner Organisation Zugang zu geheimen US-Dokumenten verschaffte und diese veröffentlichte.

Die Anklage ist umstritten, weil sie mit dem ersten Verfassungszusatz der USA kollidiert, der die Presse- und Redefreiheit besonders schützt. Mehrere Journalistenverbände haben gegen die Anklage protestiert.

Per Samuelson, der schwedische Anwalt von Assange, hatte zuvor am erklärt, dass es ihm unmöglich gewesen sei, sich mit seinem Klienten zu verständigen. In Schweden verhandelt das Gericht Uppsala am 3. Juni, ob der europäische Haftbefehl gegen Assange auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft wieder in Kraft gesetzt werden kann. Diese möchte den Vorwurf einer sexuellen Nötigung im Jahre 2010 untersuchen und gegebenenfalls Anklage erheben.

Unter Hinweis auf Assanges Krankheit wollte Samuelson den Verhandlungstermin zum Haftbefehl verschieben lassen, was das Gericht ablehnte. Anders als in Deutschland können schwedische Staatsanwälte einen europäischen Haftbefehl ausstellen. Im Unterschied zum deutschen Recht können sie jedoch erst am Ende einer Untersuchung Anklage erheben. (cbr)


Aus: "Assange krankheitsbedingt nicht zur Anhörung erschienen" Detlef Borchers (30.05.2019)
Quelle: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Assange-krankheitsbedingt-nicht-zur-Anhoerung-erschienen-4435579.html (https://www.heise.de/newsticker/meldung/Assange-krankheitsbedingt-nicht-zur-Anhoerung-erschienen-4435579.html)

Title: Julian Assange / Wikileaks ...
Post by: Link on May 30, 2019, 03:38:20 PM
"WIKILEAKS: Schweden nimmt Ermittlungen zu Assange wieder auf" Friedhelm Greis/ dpa (13. Mai 2019)
Schwedische Ermittler wollen die Vergewaltigungsvorwürfe gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange nun doch wieder prüfen. Seine elektronischen Geräte sollen demnächst an die USA weitergegeben werden. ...
https://www.golem.de/news/wikileaks-schweden-nimmt-ermittlungen-zu-assange-wieder-auf-1905-141208.html (https://www.golem.de/news/wikileaks-schweden-nimmt-ermittlungen-zu-assange-wieder-auf-1905-141208.html)

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[...] «Vergewaltigungsvorwürfe: Schweden nimmt Ermittlungen gegen Julian Assange wieder auf», titelte die «Neue Zürcher Zeitung» am 13. Mai. Den gleichen Wortlaut verwendeten der Zürcher «Tagesanzeiger» und die «SRF-Tagesschau»: «Die schwedische Justiz hat heute entschieden, die Ermittlungen wegen Vergewaltigung gegen den ‹Wikileaks›-Gründer wieder aufzunehmen.»

Seit Beginn der Affäre im Jahr 2010 haben sich führende Medien aller Couleur den Begriff «Vergewaltigung» zu eigen gemacht, um ein Delikt zu benennen, dessen Assange von zwei schwedischen Frauen beschuldigt worden sei. Auch die schwedische Staatsanwaltschaft benutzte in ihren offiziellen Dokumenten in der englischen Fassung den Begriff «rape».

Die öffentlich bekannten Fakten führen indessen zu dem Schluss, dass es sich nicht um das handelt, was landläufig unter Vergewaltigung verstanden wird. Der Sex war unbestrittenermassen einvernehmlich. Zwei Frauen sagten allerdings aus, dass es gegen ihren Willen zu ungeschütztem Verkehr gekommen sei. Ob dies tatsächlich der Fall war, bleibt bis zum Abschluss einer gerichtlichen Untersuchung ungeklärt. Der «Wikileaks»-Gründer bestreitet die Vorwürfe.

Bereits am späten Abend des 20. August 2010, also kurz nach den ersten aktenkundigen Vorgängen, wurde der Australier vom Vorwurf der Vergewaltigung und der sexuellen Gewalt entlastet. Staatsanwältin Eva Finne hob den Haftbefehl auf, der zuvor gegen Assange erlassen worden war. Finne erklärte: «Ich denke, es gibt keinen Grund anzunehmen, er habe eine Vergewaltigung begangen.» Es blieb der Vorwurf der sexuellen Belästigung.

Die beiden Frauen, welche die Affäre ins Rollen brachten, erklärten bei ihrer Vernehmung zunächst, sie wollten keine Anzeige und keine strafrechtliche Verfolgung. Dies belegen mehrere Zeugenaussagen. Die damals 24-jährige Sofia Wilen erschien bei der Polizei und erklärte, sie wolle sich «beraten lassen», ohne Assange formal zu beschuldigen. Aber die Polizei wollte den Fall einem Untersuchungsrichter übergeben. (Quelle: «The Guardian» vom 24.08.2010)

Wilen war besorgt, weil sie mit Assange einvernehmlichen Sex ohne Kondom hatte. Sie wollte wissen, ob sie Assange zwingen könnte, einen HIV-Test machen zu lassen.1,2

Anna Ardin, welche Sofia Wilen zur Polizei begleitete, war eine Pressesprecherin der schwedischen Sozialdemokraten. Sie gab an, ebenfalls einvernehmlichen Sex mit Assange gehabt zu haben. Er habe aber ein beschädigtes Kondom benutzt. Sie fühle sich daher von ihm sexuell missbraucht und zu ungeschütztem Sexualverkehr genötigt. Zeugen sagten aus, Anna Ardin habe Sofia begleitet, um ihr moralischen Beistand zu geben.

Die Polizistin Irmeli Krans nahm die Aussagen der beiden Frauen weder auf Tonband noch per Video auf, sondern verfasste eine Niederschrift. Diese Einvernahme geschah auf juristisch fragwürdige Weise, denn beide Frauen wurden gemeinsam angehört, konnten sich also gegenseitig decken oder beeinflussen, ein juristisch unkorrektes Verfahren.

Schliesslich musste die Polizistin die Befragung von Sofia Wilen abbrechen, weil diese erschüttert war, als sie von der Möglichkeit eines Haftbefehls gegen Assange hörte. Sie ging nach Hause. Das Protokoll wurde nur von Anna Ardin unterschrieben.

Da Assange in der Folge ein Verschulden bestritt und materielle Beweise fehlten, stand Aussage gegen Aussage. Was nach dem auch in Schweden gültigen Prinzip «in dubio pro reo» zu Assanges Entlastung führen musste.

Assange sagte damals der schwedischen Zeitung «Aftonblad», er habe «weder in Schweden noch in einem andern Land jemals Sex gehabt, der nicht auf völligem Einvernehmen beider Seiten beruht hätte».

Anna Ardin sagte gegenüber derselben Zeitung, sie habe sich nicht vor Assange gefürchtet und dieser sei nicht gewalttätig. Sie habe nicht Vergewaltigung, sondern nur sexuelle Belästigung angeben wollen: «In beiden Fällen ist etwas, das als gewollter Sex begonnen hatte, in sexuellen Missbrauch ausgeartet.» Nach dem Vorfall liess Ardin den als Vergewaltigter beschuldigten Assange – nach ihren eigenen Aussagen gegenüber der Polizei – noch drei Nächte lang in ihrer Wohnung im gleichen Bett schlafen.3

Assange war am 11. August 2010 nach Stockholm gereist, weil ihn die schwedische Piratenpartei zu einem Seminar eingeladen hatte. Anna Ardin, die an den Vorbereitungen beteiligt war, stellt Assange ihre kleine Wohnung in Stockholm zur Verfügung, weil sie angeblich für ein paar Tage verreisen will. Als der Journalist, der Assange betreut, ihn am Morgen der Veranstaltung, am 14. August, abholt, öffnet überraschend Anna Ardin die Tür. Sie war früher als erwartet zurückgekommen. Assange und Ardin verhalten sich unauffällig. Erst später stellt sich heraus, dass die beiden in der vorhergehenden Nacht Sex hatten.

Dass Anna Ardin den «Wikileaks»-Gründer weiterhin hofiert und noch tagelang in ihrer Wohnung beherbergt und ihn sogar in ihrem Bett schlafen lässt, obwohl sie angeblich schon am ersten Abend schlechte sexuelle Erfahrungen mit ihm machte, trägt nicht zu ihrer Glaubwürdigkeit bei. Noch in der Nacht der Party twittert sie um zwei Uhr morgens, es sei eine tolle Sache, «mit den coolsten und smartesten Leuten der Welt draussen sitzen» zu können. Als jemand sie fragt, ob man eine Wohnung für Assange suchen müsse, antwortet sie: «Er kann bei mir bleiben.»

Sofia Wilen ist zu dem Wochenend-Seminar mit Assange nicht eingeladen, niemand der Teilnehmenden kennt sie. Sie erfuhr von der Veranstaltung und bot Anna Ardin per Mail an, freiwillig bei der Vorbereitung mitzuarbeiten. Sie nimmt an dem folgenden Mittagessen teil, das eigentlich nur für einen engeren Kreis um Assange reserviert ist. Wilen lädt Assange für den nächsten Tag ein, sie ausserhalb von Stockholm zu besuchen. Assange tut dies. Sie haben am Nachmittag sexuellen Kontakt in einem Kino. Dann liegen sie auf einer Wiese, wo Assange einschläft. Sie weckt ihn, weil er zu einer (in Schweden im Sommer traditionellen) «Krebsfest-Party» eingeladen ist, die Anna Ardin zu Ehren von Assange organisierte.4,5

Beid