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ART ON THE NET [KUNST IM NETZ] => Kunst (Art on the net) => Topic started by: Link on July 13, 2010, 10:56:14 AM

Title: Kunst und Kulturgeschichte (Materialien)...
Post by: Link on July 13, 2010, 10:56:14 AM
Egon Friedell - Kulturgeschichte der Neuzeit
Die Krisis der Europäischen Seele von der Schwarzen Pest bis zum Ersten Weltkrieg
http://no-na.net/friedell/

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Unter Kulturgeschichte werden in der Geschichtswissenschaft sehr unterschiedliche Konzepte verstanden. Zum einen gibt es Historiker, die unter „Kulturgeschichte“ bestimmte Forschungsgegenstände verstehen, die in der Regel von der politischen Geschichte abgegrenzt werden. Zum anderen wird in jüngerer Zeit von Historikern wie Ute Daniel, Barbara Stollberg-Rilinger oder Thomas Mergel ein Kulturgeschichtsbegriff vertreten, der sich nicht auf bestimmte Gegenstände bezieht. ... Im Zentrum einer kulturgeschichtlichen Analyse des Politischen und Rechtlichen stehen im Gegensatz zur traditionellen Politikgeschichte die kommunikative Prozesse. Aus kulturgeschichtlicher Perspektive sind politische und rechtliche Institutionen keine objektiven Gegebenheiten mit rationaler Struktur, sondern Kondensate kommunikativ erhobener, anerkannter oder zurückgewiesener Geltungsansprüche. Kommunikation  wird dabei als Zeichenaustausch verstanden, weswegen besonders exlaborierte Zeichen – Symbole, Rituale oder Zeremonien – für die neue Kulturgeschichte eine prominente Rolle spielen. Denn Text- und Symbolquellen eröffnen keinen objektiven Blick auf die Tatsachen der Geschichte, sondern liefern lediglich Hinweise auf die sprachliche Kommunikation der Vergangenheit.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kulturgeschichte

Die Kunstgeschichte, veraltet auch Kunsthistorik, oder Kunstwissenschaft, ist die Wissenschaft von der historischen Entwicklung der bildenden Künste und ihrer ikonographischen, ikonologischen wie auch materiellen Bestimmung. Sie untersucht und beschreibt ebenso die kulturelle Funktion der Kunst hinsichtlich ihrer künstlerisch-anschaulichen Gegebenheiten, wie auch den Schaffensprozess des Künstlers. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Kunstgeschichte


Title: Kunstgeschichte / Kulturgeschichte...
Post by: Link on February 27, 2016, 12:19:23 PM
Kunstgeschichte - 1. Vorlesung - ENTSTEHUNG UND FUNKTION DER KUNST IN DER URGESELLSCHAFT
Veröffentlicht am 07.01.2013
Vorlesungsreihe: ASPEKTE ZUR GESCHICHTE DER KUNST
https://www.youtube.com/watch?v=xxhyRx11EZk

Theoriemodell der ästhetischen Moderne (Harry Lehmann)
Vortrag auf den Reichenauer Künstlertagen am 8. Oktober 2012 auf der Insel Reichenau.
Ich habe den Titel des Vortrags nachträglich geändert, da der Vortrag doch primär das Theoriemodell entwickelt, das der These von der gehaltsästhetischen Wende zugrunde liegt. Die zugrunde liegende Theorie ist veröffentlicht in: »Avantgarde heute. Ein Theoriemodell der ästhetischen Moderne«, in: Musik & Ästhetik, Heft 38/2006, S. 5-41.
https://www.youtube.com/watch?v=aLaviJmDGzg

"Iconic Turn: Prof. Dr. Horst Bredekamp - Kunstgeschichte als historische Bildwissenschaft" 04.07.2002
https://www.youtube.com/watch?v=ZcMjl0b3NG4

Als Ikonische Wende bzw. iconic turn bezeichnet man analog zum Begriff der „linguistischen Wende“ die Hinwendung zu einer Bildwissenschaft, die wissenschaftliche Rationalität durch die Analyse von Bildern herstellt. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Ikonische_Wende

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"Soeben erschienen: Der Widerspruch der Kunst"
Soeben ist bei Frank & Timme ein Buch mit dem Titel »Der Widerspruch der Kunst« erschienen (herausgegeben von Alex Körner, Julian Kuppe und Michael Schüßler). Das Buch entstand aus einer Veranstaltungsreihe in Halle (Saale) und einige der AutorInnen sind auch aus den KSR-Veranstaltungen bekannt. Die Frage des Buches besteht im Allgemeinen darin, woran sich GesellschaftskritikerInnen in einer Epoche halten können, in der sich keine negative Kraft (zumindest nicht offen zutage liegend) daran macht, die verwesende Gesellschaft zum Besseren hin zu überwinden. Ob die Kunst den kritischen Intellektuellen einen Halt geben mag, bleibt dabei wohl offen. ...
http://spektakel.blogsport.de/2015/11/01/soeben-erschienen-der-widerspruch-der-kunst/

Zum Inhalt
Ist Kunst von Gebrauchsprodukten, Kitsch und Reklame nicht mehr zu unterscheiden oder kann sie immer auch ein „Anderes“ gegenüber der Gesellschaft darstellen? Den Umgang mit den Widersprüchen, denen die Kunst unausweichlich ausgesetzt ist, untersuchen die elf Beiträge des vorliegenden Sammelbandes und geben dabei Auskunft über das Verhältnis von Kunst und Gesellschaftskritik in der Kulturindustrie. ...
http://www.frank-timme.de/verlag/verlagsprogramm/buch/page/1/verlagsprogramm/alex-koernerjulian-kuppemichael-schuessler-hg-der-widerspruch-der-kunst/backPID/separate-titel-4.html

Title: Kunst und Kulturgeschichte (Materialien)...
Post by: Link on January 26, 2017, 04:19:52 PM
KULTURATION   Online Journal für Kultur, Wissenschaft und Politik
http://www.kulturation.de/

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Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft

https://www.digizeitschriften.de/dms/toc/?PID=urn%3Anbn%3Ade%3Absz%3A16-diglit-35337

http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/zaak
Title: Kunst und Kulturgeschichte (Materialien)...
Post by: Link on November 18, 2018, 08:29:57 PM
Quote
[...……] Die Urteile kennen kein Erbarmen. Ein "Tollhaus" erlebt der Kritiker des Berliner Tageblatts, sein Kollege von der Berliner Volkszeitung fühlt sich in ein "Lachkabinett" versetzt: "Es schreit hier von Farben, Bandwürmer winden sich, Bilder sind da, die nichts als ein Sammelsurium von Linien, Farben und Unentzifferbarem sind." Andere Stimmen empören sich über den "unerträglichen Intellektualismus" der Werke oder empfinden sie, insbesondere die der Bildhauer, als "Gipfel der Sondergängerei". Auch das Publikum reagiert verstört, lautstark machen Besucher ihrem Ärger und Unverständnis Luft, vereinzelt kommt es sogar zu tätlichen Angriffen auf die Kunst.

Es ist der erste Auftritt einer neuen radikalen Künstlervereinigung im Sommer 1919, der solch skandalträchtiges Echo hervorruft. Auf der Kunstausstellung Berlin im Glaspalast am Lehrter Bahnhof zeigt die Novembergruppe in ihr eigens zugewiesenen Sälen 170 Werke von knapp 80 Mitgliedern. Ein Debüt in großem Rahmen: Die staatlich organisierte Schau ist die Nachfolgerin der traditionsreichen Großen Berliner Kunstausstellung, als Verkaufs- und Leistungsschau lockt sie Hunderttausende von Besuchern und garantiert hohe öffentliche Aufmerksamkeit.

Dass das breite Publikum damals so negativ reagierte, mag aus heutiger Sicht befremden, hat aber eine einfache Erklärung: Die meisten Besucher hatten eine solche Kunst noch nie gesehen, sie war ihnen vollkommen unzugänglich. Eine Kunst, die mit ihrer abstrahierenden Formensprache ein Geburtshelfer des neuen Menschen sein wollte und sich selbst als Avantgarde verstand. Noch wenige Jahre zuvor, unter dem Kaiser, hatte eine strenge Jury moderne Kunst von der Großen Berliner Kunstausstellung weitgehend ausgeschlossen, wer sie sehen wollte, war auf wenige Galerien angewiesen. Nun sollte die erstmals zur Ausstellung zugelassene ­Novembergruppe eine Brücke zu dieser neuen Kunst bauen und Strömungen wie dem Expressionismus, Kubismus oder Futurismus eine Plattform bieten. Sie sollte als Schule des Sehens wirken und von der Freiheit der Kunst in der jungen deutschen Republik künden.

Für die nur wenige Monate zuvor in den Revolutionswirren des Herbstes 1918 gegründete Gruppe war dieser Auftrag ein großer Erfolg. Ganz offiziell war sie zum Botschafter der demokratischen Erneuerung geworden. Viele ihrer Künstler kannten sich bereits aus der expressionistischen Gruppe Neue Secession, die sich im Ersten Weltkrieg aufgelöst hatte. Andere kamen aus dem Umkreis der avantgardistischen Galerie Der Sturm, deren Gründer Herwarth Walden dem preußischen Kultusminister in den Revolutionstagen versichert hatte: "Wir wollen nicht etwa eine Diktatur des Expressionismus aufstellen, wir wollen aber für unsere Bestrebungen die gleichen Rechte, auch der staatlichen Unterstützung und Hilfe erhalten wie alle übrigen Richtungen in der Kunst."

Treibende Kräfte der Gründung waren Max Pechstein und Georg Tappert gewesen, eine große Rolle spielten auch Rudolf Belling, Cesar Klein und Rudolf Bauer. Mit einem "Aufruf", der am 13. Dezember 1918 in der Zeitschrift Die schöne Rarität erschien, wandte sich die Gruppe erstmals an die Öffentlichkeit und ihre Künstlerkollegen: "Die Zukunft der Kunst und der Ernst der jetzigen Stunde zwingt uns Revolutionäre des Geistes (Expressionisten, Kubisten, Futuristen) zur Einigung und engem Zusammenschluss. Wir richten daher an alle bildenden Künstler, welche die alten Formen in der Kunst zerbrachen, die dringende Aufforderung ihren Beitritt zur 'Novembergruppe' zu erklären."

Der Aufruf stieß auf fruchtbaren Boden. Anfang 1919 verzeichnete die Gruppe schon mehr als 60 Mitglieder, es bildeten sich erste Ortsgruppen außerhalb von Berlin, etwa in Kiel, Stuttgart und Hamburg. Im Unterschied zu früheren Künstlervereinigungen war es keine Verpflichtung auf einen gemeinsamen Stil, der die Gruppe einte. Ihre Maxime war Offenheit und Pluralität, ihre verbindende Idee die Aufgeschlossenheit gegenüber allem Fortschrittlichen in der Kunst. Am Aufbau der neuen Republik wollte sich die Gruppe aktiv beteiligen und strebte dabei die "engste Vermischung von Volk und Kunst" an.


Aus: "Novembergruppe: Schule des Sehens" Matthias Ehlert (17. November 2018)
Quelle: https://www.zeit.de/kultur/kunst/2018-11/novembergruppe-kunst-weimarer-republik-berlin-kunstausstellung-demokratie-expressionismus (https://www.zeit.de/kultur/kunst/2018-11/novembergruppe-kunst-weimarer-republik-berlin-kunstausstellung-demokratie-expressionismus)

Quote
Inflexible #2

Engste Vermischung von Volk und Kunst wird immer ein schönes Ideal bleiben. Fängt schon damit an, dass die Kunst sich ungern vom Volk die Deutungshoheit über die Kunst entwinden ließe. Das Volk als zu belehrende amorphe Masse hat andere Interessen. Und nach dem Großen Krieg sowieso.


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Title: Kunst und Kulturgeschichte (Materialien)...
Post by: Link on January 02, 2019, 05:49:09 PM
Marcel Duchamp interview on Art and Dada (1956)
https://youtu.be/DzwADsrOEJk

Marcel Duchamp (* 28. Juli 1887 in Blainville-Crevon, Frankreich; † 2. Oktober 1968 in Neuilly-sur-Seine, Frankreich), eigentlich Henri Robert Marcel Duchamp, war ein französisch-amerikanischer Maler und Objektkünstler. Er ist Mitbegründer der Konzeptkunst und zählt zu den Wegbereitern des Dadaismus und Surrealismus.  ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Marcel_Duchamp

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Italian Futurism, 1909–1944: Reconstructing the Universe
https://youtu.be/WAWjiWqPYR0

Der Futurismus war eine aus Italien stammende avantgardistische Kunstbewegung, die aufgrund des breit gefächerten Spektrums den Anspruch erhob, eine neue Kultur zu begründen. Der Einfluss des Futurismus geht wesentlich auf seinen Gründer Filippo Tommaso Marinetti und dessen erstes futuristisches Manifest von 1909 zurück. ... Über Italien hinaus hatte der Futurismus Einfluss auf die Entwicklung von Strömungen der Moderne wie Expressionismus, Dadaismus, Vortizismus, Art Déco, Surrealismus und Konstruktivismus. Der moderne Roman wurde vom Futurismus maßgeblich beeinflusst: Die bahnbrechenden Romane Ulysses (1918) von James Joyce, Manhattan Transfer (1925) von John Dos Passos und Berlin Alexanderplatz (1929) von Alfred Döblin sind (neben dem Stream of Consciousness/Bewusstseinsstrom) auch geprägt von den futuristischen Techniken der Montage und der Simultanität.
https://de.wikipedia.org/wiki/Futurismus