Author Topic: Coronavirus Notizen (COVID-19-Pandemie)  (Read 3613 times)

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Coronavirus Notizen (COVID-19-Pandemie)
« Reply #160 on: July 14, 2020, 01:22:59 PM »
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[...] Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom hat wegen des Anstiegs von Covid-19-Fällen im US-Bundesstaat erneut strengere Maßnahmen angeordnet. In allen Landkreisen müssen Bars, Kinos, Zoos und Museen schließen sowie Gaststätten ihre Bewirtung in geschlossenen Räumen einstellen. In 30 besonders stark betroffenen Kreisen müssen zudem Kirchen, Einkaufszentren, Fitnessstudios und Friseurläden schließen.

"Wir kehren zurück zu einer abgewandelten Form unserer ursprünglichen Anordnung, zu Hause zu bleiben", sagte Newsom. Der Schulbezirk Los Angeles kündigte an, den Unterricht im ab dem 18. August beginnenden Schuljahr nur online stattfinden zu lassen. "Die Gesundheit und Sicherheit aller in der Schulgemeinschaft ist nichts, wo wir Kompromisse eingehen können", hieß es. Die Regierung des US-Präsidenten Donald Trump hatte zuletzt darauf gedrängt, Schulen ab dem neuen Schuljahr wieder regulär zu öffnen. Betroffen sind insgesamt 706.000 Schülerinnen und Schüler.

Restaurants in Kalifornien hatten Ende Mai bereits wieder öffnen dürfen. Anfang Juli allerdings sind teilweise wieder Lockerungen zurückgenommen worden. So hatten Restaurants in 19 Verwaltungsbezirken einschließlich Los Angeles keine Gäste mehr in Innenräumen bewirten dürfen.

In Kalifornien und anderen Bundesstaaten wie Florida, Texas und Arizona sind die Infiziertenzahlen zuletzt erneut stark angestiegen. Der US-Seuchenexperte und Regierungsberater Anthony Fauci hat einen unvollständigen Shutdown für den neuen Anstieg der Fälle verantwortlich gemacht. "Wir haben nicht komplett heruntergefahren und das ist der Grund, warum wir hochgegangen sind", sagte der Leiter des National Institute of Allergy and Infectious Diseases.

Allein am Sonntag wurden mehr als 8.300 neue Infektionen gemeldet. Insgesamt sind in Kalifornien mehr als 325.000 Infizierte und mehr als 7.000 Tote bestätigt. Der Bundesstaat hat etwa 40 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner.


Aus: "Kalifornien verschärft erneut Coronavirus-Maßnahmen" (14. Juli 2020)
Quelle: https://www.zeit.de/gesellschaft/2020-07/usa-kaliforien-verschaerfung-coronavirus-massnahmen

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Schievel2 #7

“Es wird einfach verschwinden” - Donald Trump



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Coronavirus Notizen (COVID-19-Pandemie)
« Reply #161 on: July 14, 2020, 01:56:37 PM »
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[...] Aus Sorge vor einer zweiten Infektionswelle wird für England ab dem 24. Juli eine Maskenpflicht in Geschäften eingeführt. Das teilte das Büro von Premierminister Boris Johnson mit. Wer dagegen verstößt, muss mit Bußgeldern von bis zu 100 Pfund (umgerechnet gut 109 Euro) rechnen.

Die Regierung in dem Landesteil Großbritanniens hatte sich lange schwer getan mit dieser Entscheidung. Im Vereinigten Königreich entscheiden die einzelnen Landesteile selbst über ihre Schutzmaßnahmen zur Eindämmung in der Corona-Pandemie. Die britische Regierung ist nur für die Corona-Maßnahmen in England zuständig. In den übrigen Landesteilen Nordirland, Schottland und Wales werden die Maßnahmen von den dortigen Regionalregierungen getroffen. Bisher galt in England die Pflicht, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen, nur für öffentliche Verkehrsmittel – aber auch diese wurde erst am 15. Juni eingeführt.

Über eine Ausweitung war lange diskutiert worden, die Regierung in London hatte sich länger gegen eine Ausweitung der Pflicht auf Läden und andere geschlossene Räume gesträubt. Nun hat sich die Meinung aber doch durchgesetzt, dass das Tragen einer Maske generell in geschlossenen Räumen dazu beiträgt, mehr Menschen vor dem neuartigen Coronavirus zu schützen.

Boris Johnson, der selbst zwischendurch an Covid-19 erkrankt war, hat bereits am Freitag eine Ausweitung der Maskenpflicht angedeutet. Befürchtet wurde zunächst, es könne zu einer hohen Nachfrage nach der in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen knappen Schutzausrüstung kommen. Außerdem wurde gewarnt, Masken könnten durch häufiges Berühren oder ein überhöhtes Gefühl der Sicherheit sogar kontraproduktiv sein. 

Großbritannien ist mit mehr als 45.000 Todesfällen bei nachweislich mit dem Virus Infizierten das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land in Europa. Das Land rangiert damit in der weltweiten Statistik der Todesfälle hinter den USA und Brasilien an dritter Stelle. Der Regierung wird vorgeworfen, zu spät und falsch auf die Pandemie reagiert zu haben. Auch diese Entscheidung hat England deutlich später als viele andere Ländern wie Deutschland oder Italien getroffen. In Schottland ist das Tragen von Masken in Läden bereits Pflicht.

Die britische Akademie der Medizinischen Wissenschaften warnte, dass sich die Lage noch deutlich verschlimmern könnte. Eine zweite Ausbreitungswelle des Virus könnte zwischen September und Juni zu 120.000 Todesfällen allein in den Krankenhäusern führen, erklären die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Sie fordern sofortige Maßnahmen zur Verhinderung einer solchen zweiten Welle.


Aus: "England: Regierung beschließt Maskenpflicht auch für Geschäfte" (14. Juli 2020)
Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-07/england-maskenpflicht-schutzmassnahme-coronavirus-boris-johnson

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Coronavirus Notizen (COVID-19-Pandemie)
« Reply #162 on: July 20, 2020, 10:06:22 AM »
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[...] António Guterres, der Generalsekretär der Vereinigten Nationen, hatte seine Rede im New Yorker UN-Hauptquartier aufgezeichnet – was deren Wucht indessen keinen Abbruch tat. Der portugiesische Sozialist nahm den Termin zum Anlass, der aus den Fugen geratenen Welt den Spiegel vorzuhalten – oder, um in seinem Bild zu bleiben, deren "Röntgenbild".

Nach den Worten des Geschäftsführers der Staatenfamilie bietet die Corona-Pandemie einen unverdeckten Einblick in den Zustand der Menschheit: Die Seuche bringe "die Brüche im fragilen Skelett der von uns gebildeten Gemeinschaften" zum Vorschein. Verursacht würden diese Brüche von einer immer krasser werdenden Ungleichheit: Sie drohe jetzt "unsere Ökonomien und unsere Gesellschaften zu zerstören".

Das Missverhältnis wird nirgendwo deutlicher als in der Heimat Nelson Mandelas: Südafrika gilt als einer der ungleichsten Staaten der Welt. Auch deshalb wird das Kap der guten Hoffnung derzeit besonders gnadenlos vom Virus heimgesucht: Der 55 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner zählende Staat steht mit 350.000 Infizierten mittlerweile an fünfter Stelle der makabren Weltrangliste – gleich nach viel bevölkerungsreicheren Ländern wie den USA, Indien oder Russland. Südafrikas Gesundheitssystem steuert auf den Kollaps zu: In Armenregionen wie der Ostkap-Provinz ist es bereits zusammengebrochen. Für Guterres der Beweis, dass die Behauptung, "der freie Markt könne Gesundheitsvorsorge für alle bieten, eine Lüge ist"

Dabei ist der vom Virus selbst angerichtete Schaden noch nicht einmal die schlimmste Folge der Pandemie: Er wird – vor allem in Afrika – von der wirtschaftlichen Verheerung noch übertroffen. Wegen des Lockdowns haben weit über drei Millionen Südafrikaner ihren Job verloren, die Arbeitslosigkeit liegt inzwischen bei 50 Prozent. Die Hälfte aller Kapbewohner haben nicht mehr genug Geld, um sich aus eigener Tasche über Wasser zu halten: Eine oder einer von fünf Befragten gab einem Umfrageinstitut zufolge kürzlich an, mindestens einmal in der Woche hungrig zu Bett zu gehen.

Südafrika steht an einsamer Spitze der afrikanischen Corona-Charts: Mancher Politiker des Kontinents schlägt sich schon anerkennend auf die Schulter. Möglicherweise etwas voreilig: Denn die Ziffern steigen auch in anderen afrikanischen Staaten an, die wirkliche Welle kann noch kommen, auch ist den offiziellen Angaben wegen der wenigen Tests nicht unbedingt zu trauen. Auch Südafrika dachte zunächst, noch einmal mit dem Schrecken davon zu kommen. Aber das Virus, sagt Guterres, "entblößt jeden Irrtum.

Die ökonomischen Folgen der Pandemie wirken sich auch im Rest Afrikas wesentlich verheerender als das Virus selbst aus: Der Tourismus kam zum Erliegen, der Handel bricht ein, mehr als 100 Millionen Menschen könnten bald zusätzlich auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sein, rechnete das Welternährungsprogramm aus. "Die Vorstellung, dass wir alle im selben Boot sitzen, ist ein Mythos", sagt Guterres: "Manche sitzen in Luxusyachten, während sich andere an im Wasser treibenden Trümmern festhalten.

Afrika wurde nach den Worten des Generalsekretärs in doppelter Weise zum Opfer: Einerseits durch den Kolonialismus, dessen Auswirkungen noch heute zu spüren seien. Andererseits sei der Kontinent in den nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffenen internationalen Institutionen unterrepräsentiert. "Die Ungleichheit beginnt ganz oben bei den globalen Institutionen: Um ihr zu begegnen, muss man der Reform dieser Institutionen beginnen." Guterres schlägt nichts Geringeres als die Umgestaltung der gesamten globalen Architektur vor: Ein "neuer Sozialvertrag" sei nötig sowie ein "neuer globaler Deal", der auf einer "fairen Globalisierung" basiere. Zumindest einen Vorteil habe die derzeitige "menschliche Tragödie": Dass sie eine Möglichkeit biete, die Welt auf "gleichere und nachhaltigere Weise" wieder aufzubauen.

In der ökologischen Klima- und der antirassistischen "Black Lives Matter"-Bewegung sieht Guterres immerhin zwei Lichtblicke: "Sie lehnen die Ungleichheit ab und vereinen junge Menschen, die Zivilgesellschaft, den privaten Sektor, Städte und Regionen hinter einer Politik für Frieden, unseren Planten, Gerechtigkeit und Menschenrechte für alle." Die Welt drohe zu zerbrechen, schloss der Chef des Staatenbunds: "Wir wissen jedoch, auf welcher Seite der Geschichte wir stehen." (Johannes Dieterich aus Johannesburg, 19.7.2020)


Aus: "Covid-19 - UN-Chef Guterres: Nicht alle sitzen im selben Boot, manche sitzen in der Yacht" (19.7.2020)
Quelle: https://www.derstandard.at/story/2000118848475/un-chef-guterres-nicht-alle-sitzen-im-selben-boot-manche

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Coronavirus Notizen (COVID-19-Pandemie)
« Reply #163 on: July 25, 2020, 04:34:34 PM »
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[...] Texas gehört zu den neuen Coronavirus-Hotspots in den USA. In den vergangenen sieben Tagen sind nach Angaben der "New York Times" im "Lone Star State" mindestens 64.588 Infektionen nachgewiesen worden. Zu den besonders betroffenen Regionen gehört Starr County ganz im Süden des Bundesstaats an der mexikanischen Grenze. Dort liegt die Infektionszahl derzeit bei 92 je 100.000 Einwohner pro Tag. Das hat nach Angaben des "Forth Worth Star-Telegram" verheerende Konsequenzen für die Betroffenen: Die Lokalzeitung berichtet, dass das Starr County Memorial Hospital, das einzige Krankenhaus des Bezirks, Covid-19-Patienten, bei denen keine Hoffnung mehr auf Heilung besteht, ab sofort zum Sterben nach Hause schicken wird. Damit solle sichergestellt werden, dass das Krankenhaus seine begrenzten Behandlungsmöglichkeiten auf diejenigen Patienten konzentriert, die geheilt werden können. ...


Aus: "Coronavirus-Liveticker: 16:22 Texanisches Krankenhaus schickt Patienten zum Sterben nach Hause" (Samstag, 25. Juli 2020)
Quelle: https://www.n-tv.de/panorama/16-22-Texanisches-Krankenhaus-schickt-Patienten-zum-Sterben-nach-Hause--article21626512.html

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Anne Wild @annewild_muc
Wenn man denkt, man hat schon alles gesehen, gibt es in #München eine Partykundgebung gegen die #Corona Maßnahmen unter dem Motto „Lebe deinen Traum".
https://twitter.com/annewild_muc/status/1287103885883080704

Vierzigpluszwei @docamej 18h Replying to @annewild_muc
Sie tanzen in der Gewissheit, dass sie im Notfall ein Bett samt Beatmung haben. Mit Personal, das bis zur Erschöpfung arbeitet und als Anerkennung zu wenig verdient.
Easy Rider.
https://twitter.com/docamej/status/1287524730489241603
« Last Edit: July 27, 2020, 07:42:37 PM by Link »

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Coronavirus Notizen (COVID-19-Pandemie)
« Reply #164 on: July 29, 2020, 10:13:32 AM »
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[...] Angesichts stark steigender Neuinfektionen mit dem Coronavirus schränkt Belgien nicht nur die bisherigen Lockerungen im Zuge der Pandemie wieder deutlich ein. Mit der Provinz Antwerpen geht eine Region von fast zwei Millionen Menschen jetzt erneut zumindest in einen kleinen Lockdown.

Wissenschaftler begrüßten die Maßnahmen als Möglichkeit "einen generellen Lockdown für das ganze Land zu vermeiden". "Jetzt haben wir noch die Chance, das zu tun", zitiert "Den Morgen" den Virologen Marc van Ranst.

Ab Mittwoch dürfen die Menschen im ganzen Land privat nur noch maximal fünf Menschen auf einmal treffen, mit denen sie nicht zusammen wohnen, wie Ministerpräsidentin Sophie Wilmès am Montag ankündigte. Bisher waren Treffen mit bis zu 15 Menschen erlaubt.

Für öffentliche Veranstaltungen in geschlossenen Räumen gilt eine Besuchergrenze von 100 Menschen statt wie zuvor 200. Bei Veranstaltungen unter freiem Himmel sind maximal 200 Menschen erlaubt, zuvor waren es 400.

Wilmès zeigte sich "sehr besorgt" über den jüngsten Anstieg der Infektionsraten. Die neuen Regeln gelten nach ihren Angaben für zunächst vier Wochen und zielen darauf ab, landesweite Ausgangssperren möglichst zu verhindern. Die Regierungschefin appellierte an die "Geduld" und den "Mut" der Bürger.

Die Zeitung "De Tijd" kommentierte die Situation am Dienstagmorgen entsprechend: "Belgien steht kurz vor einem neuen Lockdown. Denn der ist unvermeidlich, wenn selbst eine drastische Verringerung der Zahl der gleichzeitig erlaubten Personenkontakte die Rückkehr der Corona-Epidemie nicht aufhält. Die Regierung hat nach der Beratung des Nationalen Sicherheitsrates am vorigen Donnerstag, die ein Schlag ins Wasser war, schließlich doch noch ihre Lektion gelernt."

Was die Regierung am Montag beschlossen habe, entspreche "der letzten Stufe vor einem neuen Lockdown, bei dem die Menschen aufgefordert werden, zu Hause zu bleiben, Geschäfte und Restaurants geschlossen werden und nur essenziell wichtige Unternehmen weiterarbeiten dürfen".

Die Menschen in Belgien müssen zudem ihre Einkäufe allein erledigen. Außerdem müssen sie ihre Zeit für Einkäufe auf eine halbe Stunde beschränken. Außerdem rät die Regierung "stark" zu Homeoffice.

In Antwerpen sind die Maßnahmen noch drastischer. Zwischen 23 Uhr 30 Uhr und sechs Uhr dürfen die Bürger nicht mehr ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Alle Bars und Restaurants in der Hafenstadt müssen um 23 Uhr schließen. Kontaktsport ist verboten, ebenso jeglicher Teamsport für Erwachsene. Homoffice in Antwerpen ist Pflicht, sofern der Arbeitgeber dies erlaubt und ermöglicht.

"Bleiben Sie so viel zu Hause wie möglich!" appellierte die Gouverneurin der Provinz Antwerpen, Cathy Berx, an die Einwohner. Junge Menschen sollten keine Partys feiern, um nicht sich selbst und Andere zu gefährden, warnte sie.

Menschen von außerhalb ihrer Provinz forderte Berx auf, nicht absolut notwendige Reisen nach Antwerpen zu vermeiden. In der Provinz Antwerpen konzentrierten sich in der vergangenen Woche 47 Prozent der neuen belgischen Coronavirus-Infektionsfälle.

Die Corona-Maßnahmen waren in Belgien bereits seit einigen Wochen wieder verschärft worden. Unter anderem gilt bereits eine Maskenpflicht in Geschäften, Kinos, Museen, Bibliotheken und Gotteshäusern sowie in Bussen und Bahnen. Seit Samstag muss auch an stark frequentierten öffentlichen Orten wie Märkten, Einkaufsstraßen oder Hotels ein Atemschutz getragen werden.

In der vergangenen Woche hatten sich nach Behördenangaben durchschnittlich 279 Belgier pro Tag infiziert, im Vergleich zu 163 pro Tag in der Vorwoche. Der Tag mit den bisher meisten registrierten Coronafällen war der 22. Juli mit 542 Fällen. Das Land hat insgesamt knapp 11,5 Millionen Einwohner.

Bis Montag wurden mehr als 66.000 Corona-Fälle und 9821 Todesopfer verzeichnet. Auch in anderen europäischen Ländern sind die Zahl der Corona-Infektionen wieder am Ansteigen. (Tsp/AFP)


Aus: "Belgien steht kurz vor erneutem Lockdown" (28.07.2020)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/politik/ausgangssperre-in-antwerpen-belgien-steht-kurz-vor-erneutem-lockdown/26043056.html

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Denkerin 28.07.2020, 16:21 Uhr

Und bei uns jaulen die Verharmloser rum,weil sie beim Einkaufen ne simple Maske tragen sollen.


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jetbundle 28.07.2020, 19:15 Uhr

Antwort auf den Beitrag von Denkerin 28.07.2020, 16:21 Uhr

Weil man den ganzen Tag nur noch von Robotergesichtern umgeben ist und die Maskenpflicht ein massiver Eingriff in die individuelle Handlungsfreieheit ist - und sie zudem ziemlich unnötig ist.


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ralffrh 28.07.2020, 19:43 Uhr
Antwort auf den Beitrag von jetbundle 28.07.2020, 19:15 Uhr

    Weil man den ganzen Tag nur noch von Robotergesichtern umgeben ist

Sie sind den ganzen Tag am Einkaufen ?

    die Maskenpflicht ein massiver Eingriff in die individuelle Handlungsfreieheit ist

Die Maskenpflicht in Geschäften und dem ÖPNV hindert Sie an welcher genauen Handlungsfreiheit ?


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[...] Sie erwarten mindestens 500.000 Menschen. Angeblich stehen bis zu 3000 Busse bereit, um die Demonstranten am Sonnabend nach Berlin zu bringen. Es wäre der größte Protest seit Jahren.

Sollten am Ende doch weniger Teilnehmer erscheinen, ist die Ausrede schon parat: Unter den Anhängern kursiert das Gerücht, Angela Merkel werde sämtliche Bahngleise und Zufahrtsstraßen nach Berlin sperren lassen, um Demonstranten von der Anreise abzuhalten.

Es ist eine diffuse Mischung aus Verschwörungsideologen, Virusleugnern, rechtsoffenen Esoterikern und Rechtsextremen, die sich für diesen Sonnabend angekündigt hat. Sie wollen einen „Tag der Freiheit“ feiern und gleichzeitig das „Ende der Pandemie“ verkünden, auch wenn die Infektionszahlen wieder deutlich steigen.

Aufgerufen hat die Stuttgarter Initiative „Querdenken 711“. Deren Pressesprecher Stephan Bergmann stellte bereits klar, was er von den aktuellen Sicherheitsregeln hält: Corona sei ein „Fake-Virus“, erlogen von „Fake-Wissenschaftlern“. Die Regierung wolle keine Menschenleben schützen, sondern den Kommunismus einführen. Bergmann sagt: „Scheiß auf das Abstandsgebot!“

Offiziell heißt es, rechtes Gedankengut habe in dieser Bewegung keinen Platz. Doch schon die Besetzung des Bühnenprogramms widerspricht dem. Auftreten soll etwa der Autor Thorsten Schulte. Vergangenen Monat war Schulte noch Redner bei Pegida, warnte dort vor einem multikulturellen Europa und vor Masseneinwanderung unter jüdischem Einfluss.

Daneben sind Auftritte des Verschwörungsideologen Heiko Schrang und des Rappers Kevin Mohr vorgesehen. Letzterer behauptet, die Bevölkerung werde gezielt durch Chemtrails – so bezeichnen Verschwörungstheoretiker Kondensstreifen hinter Flugzeugen – vergiftet, um die Menschheit zu dezimieren.

Als Redner sind an diesem Sonnabend insgesamt elf Männer vorgesehen. Im musikalischen Teil sollen aber auch Frauen auftreten.

Neben den Initiatoren ruft unter anderem das rechtsextreme, vom Verfassungsschutz beobachtete Magazin „Compact“ zur Fahrt nach Berlin auf. Auch die rechtsextreme Gruppierung „Patriotic Opposition Europe“ und die NPD mobilisieren. Eine Anfrage des Tagesspiegels, ob deren Anhänger am Sonnabend willkommen sind, beantwortet der Initiator nicht.

In ihrer Heimat Stuttgart hat die Bewegung 5000 Menschen auf die Straße gebracht. Stephan Bergmann, der Pressesprecher, erklärt in seinen Reden, die Menschen müssten wieder mehr auf ihr Herz hören.

Nach eigener Aussage sind die Demos gegen die Coronamaßnahmen die ersten seines Lebens. Zuvor war er Trance-Coach, Trommelbauer, Sonnentänzer sowie Gründer eines „Vereins für indianische Lebensweisen“. Er arbeite „seit Jahren daran, die Spaltung der Menschen zu heilen“.

Auf Facebook klingt er weniger harmlos. Da hat Stephan Bergmann Texte verbreitet, in denen vor der „Vermischung der Rassen auch mit Zwangsmaßnahmen“ oder der Züchtung einer „hellbraunen Rasse in Europa“ gewarnt wird. Durch die Vermischung solle der Intelligenzquotient der weißen Bevölkerung gedrückt werden. Bergmann teilt Posts verschiedener rechtsextremer Plattformen und Bilder, auf denen sich über Asylbewerber oder verschleierte Muslime lustig gemacht wird.

Um die „großen Zusammenhänge der Weltereignisse“ zu verstehen, empfiehlt er ein Video, das beschreibt, wie das deutsche Volk angeblich durch den Import von „Stammeskriegern aus Afrika“ und „Massen von Muslimen“ systematisch ausgelöscht werden soll.

Eigentlich wollten die Initiatoren das gesamte Tempelhofer Feld füllen. Inzwischen haben sie die Kundgebung auf die Straße des 17. Juni verlegt. Vorher planen Corona-Leugner einen Demonstrationszug durch Mitte. Aber auch Gegenprotest wird es geben, unter anderem rufen das Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“ und die „Omas gegen Rechts“ zu Kundgebungen auf.

Vieles spricht dafür, dass die angepeilte Teilnehmerzahl von einer halben Million massiv übertrieben ist. Manche Anhänger des „Tags der Freiheit“ gehen allerdings vom Gegenteil aus – im Netz kursiert gar eine Schätzung von 4,5 Millionen.

Zaghafte Zweifel werden dabei konsequent niedergemacht. Auf der Chatplattform Telegram fragt etwa ein Aktivist: „Wenn es jetzt noch freie Hotelkapazitäten in Berlin gibt, wird die Demo wohl wesentlich kleiner als erwartet?“ Seine Mitstreiter werfen ihm vor, er habe halt keine Ahnung.


Aus: "Coronaleugner und Rechtsextreme rufen zu Demo in Berlin auf" Sebastian Leber (29.07.2020)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/berlin/sie-wollen-das-ende-der-pandemie-feiern-coronaleugner-und-rechtsextreme-rufen-zu-demo-in-berlin-auf/26045322.html

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Coronavirus Notizen (COVID-19-Pandemie)
« Reply #165 on: August 01, 2020, 07:51:01 PM »
"Stiftung Gurutest: Die zehn tollsten Heilmethoden gegen das Coronavirus" Christian Kreil (30. Juli 2020)
Heilsymbole, Kuhurin oder ein Anti-Viren-Rap: Das sind die interessantesten Methoden mancher Ärzte und Heiler - Wenn die zweite Welle anrollt, wollen wir zumindest feinstofflich gewappnet sein. Die Stiftung Gurutest fasst die besten "alternativmedizinischen" Tipps und spirituellen Kniffe zur Heilung und Prävention rund um das Coronavirus zusammen. Zwischen Humbug ausgebildeter Ärzte und eingebildeter Scharlatane passt da oftmals kein Blatt Papier. Dafür darf sogar getanzt werden. ...
https://www.derstandard.at/story/2000118834337/die-zehn-tollsten-kniffe-gegen-das-coronavirus

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Tintifax der ... Druide!

30. Juli 2020, 13:24:52
Beim Video mit dem Kuh-Urin rollen sich einem die Zehennägel bis zu den Kniescheiben auf! Täuscht der Eindruck im Video eigentlich oder trinken das nur Männer?


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GWS

Also der Knoblauchtee funktioniert wohl schon. Allerdings nicht als Therapie, sondern zur Prävention.
Da werden dann Abstände von 5 Babyelefanten ganz freiwillig eingehalten.


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Coronavirus Notizen (COVID-19-Pandemie)
« Reply #166 on: August 01, 2020, 07:57:23 PM »
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[...] Paris – Wegen steigender Infektionszahlen hat Frankreichs Regierung den örtlichen Behörden mehr Spielraum bei der Maskenpflicht gegeben. Um die Ausbreitung von Covid-19 einzuschränken, könnten die Präfekturen nun die Maskenpflicht auf öffentliche Plätze ausdehnen, sagte Gesundheitsminister Olivier Véran am Freitag. Diese Entscheidung könne je nach Gesundheitslage getroffen werden.

Die Präfektur von Lille reagierte sofort und kündigte für die Stadt eine Maskenpflicht etwa in der Fußgängerzone an. Auch auf Parkplätzen an Einkaufszentren oder in Parks ist die Maske verpflichtend. Eigentlich sind in Frankreich Masken nur in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr Pflicht. Das sind zum Beispiel Geschäfte, Restaurants und Behörden. Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln müssen die Menschen eine Corona-Schutzmaske tragen.

Einige Städte – etwa in der Bretagne – hatten bereits eigenmächtig eine Maskenpflicht an der frischen Luft eingeführt. Andere Orte wie zum Beispiel die Hafenstadt Quiberon haben den Zugang zum Strand eingeschränkt. Abends und in der Nacht ist dieser nicht mehr zugänglich. Auf der Halbinsel in der Bretagne hatten Behörden zuletzt sehr viele Fälle identifiziert. Verantwortliche auch in anderen Badeorten wie Sables-d'Olonne oder Biarritz an der Atlantikküste hatten moniert, dass sich an den Stränden abends junge Menschen in großen Gruppen treffen würden.

In Frankreich steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit einigen Wochen wieder leicht. Die Gesundheitsbehörden rufen immer wieder zur Vorsicht auf. Am Pariser Seine-Vergnügen Paris Plages können sich Besucher zum Beispiel kostenlos mit einem Schnelltest auf Corona testen lassen. Mit mehr als 30.000 Toten ist Frankreich schwer von der Corona-Pandemie betroffen. (APA, dpa, 31.7.2020)


Aus: "Frankreich setzt vermehrt auf Maskenpflicht an frischer Luft" (31. Juli 2020)
Quelle: https://www.derstandard.at/story/2000119087731/frankreich-setzt-vermehrt-auf-maskenpflicht-an-frischer-luft

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404 not found

In Gedrängesituationen draußen lass ich es mir einreden. Demos. Stark besuchte Märkte. Neulich am Flohmarkt eine Maske getragen (wie recht viele Leute), weil sinnvolle Abstände nicht gingen, da ist es sicherlich nicht verkehrt.
Aber bei einem Spaziergang auf z.B. der Meidlinger nicht.
Ich glaube (ich kann mich natürlich aber auch täuschen), dass der Abstand wichtiger ist als die Maske (z.B. bisher hervorragend gute Zahlen in Finnland), die Maske aber ein wichtiges Hilfsmittel dort ist, wo notwendiger Abstand nicht geht.


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HellMet1959 Österreicher 2

?? Ende August ??
?Lockdown in Deutschland angeblich schon beschlossen,3-6 Monate warum suchen die da OBEN immer neue Fälle? Damit sie den Lockdown rechtfertigen können. Liebe Menschen erhebt euch gegen diese Lügen. ...


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philhill

Und mit welchem Motiv?


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K. Fiedelbogen

Damit Merkel, die ganz klar eine Agentin der Reptiluiden ist, die Invasion ihrer Spezies vorbereiten kann natürlich.


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Coronavirus Notizen (COVID-19-Pandemie)
« Reply #167 on: August 01, 2020, 08:28:00 PM »
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Lexi Alexander @Lexialex
I just watched German news about their protest yesterday and if there ever was a perfect case study on how the far right recruits, it’s this moment in Germany. They’ve managed to get the Birkenstock Moms & tree people to walk right next to full blown Nazis. It is mind blowing...

...and unlike here in the US where you can often blame anti-science opinions on a lack of education, Fox News and a large Evangelist cult, this is not the case in Germany. There was a large number of Germans present who went to good schools and aren’t religious.

... I just went down the rabbit hole of one of those lunatics. Loud objections to being called a Nazi followed vile racist anti-refugees tweets, followed by RTs of Trump, followed by QAnon tweets, followed by many links to YouTube COVID deniers, followed by use of “Lügenpresse“

...

4:24 PM · Aug 2, 2020

https://twitter.com/Lexialex/status/1289930094668963843

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Zooz @TahiniBoy Replying to @Lexialex
You might find this interesting.

Gefährliche Allianz: Grüne Esoterik und braune Philosophie? | DokThema | Doku | BR, Autor: Susanne Roser (Aug 27, 2019)
Diese Dokumentation aus dem Jahr 2017 berichtet über die deutsche Esoterikszene, an deren Rändern sich antisemitisches und braunes Gedankengut vermischen.
Die Esoterikszene ist für manche vielleicht etwas verwunderlich: Sie glaubt an Übernatürliches, predigt Liebe und fordert die Rückbesinnung auf altes Wissen. Die meisten halten sie für unpolitisch. Aber ist sie das wirklich? Bei genauem Hinsehen findet man in dieser Szene auch politische Inhalte und immer öfter sogar extremes und antisemitisches Gedankengut.

https://youtu.be/k75BqMKAgyM


https://twitter.com/TahiniBoy/status/1289935650058383363

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Hanning Voigts@hanvoi

Kurz aus dem Urlaub: Warum die Verwunderung über die Zusammensetzung der Corona-Demo in Berlin „von Nazis über Normalos bis hin zu Alt-68ern“? So sahen die „Hygiene-Demos“ seit März aus. Und diese diffuse Verschwörer-Querfront besteht seit den „Montagsmahnwachen“. Die waren 2014.
8:17 PM · Aug 3, 2020

... Diese Szene gedeiht seit Jahren vor unser aller Augen. Mit dem „Friedenswinter“ und „Aufstehen“ hatte sie eine eher linke, mit den Reichsbürgern und den Völkischen eine rechte, mit den Impfgegnern eine bildungsbürgerliche Front. Das ist doch alles nicht neu.

Und das, was sie alle im Kern politisch vereint, ist neben dem generellen Irrationalismus das Denken in Verschwörungsmythen und der mal besser, mal schlechter versteckte Antisemitismus. ...

...

https://twitter.com/hanvoi/status/1290351120930439173

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dunjahayali Verified
#demo #berlin

machen sie sich ihr eigenes bild...#B0108 #covid19 #corona #impfgegner #verschwörungsideologien #rechtsradikale #yogisten #sonnenanbeter #linksaußen #freiheitsrechte #diktatur #grundgesetz #maskenpflicht #abstandhalten #reichsbürger #qanon #esoteriker und viele mehr. den „tag der freiheit“ - zu sehen donnerstag 22.15 uhr #dunjahayali

[Video]


https://www.instagram.com/tv/CDWiV-oqlDG/

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Annapurna

Ein Schrei nach Freiheit und Würde war es, der sich in diesem geschichtsträchtigen Moment der durch soziale Distanz geknechteten Seelen von 1,4 Millionen Menschen entrang. Was sollte denn ein solches Schnupfenkeimchen dem homöopathisch gestählten Volkskörper antun, was rechtfertigen würde, dass Milliarden weltweit unter der Knute der Gesichtswindel ächzen müssten?

Steckt die Ostküste hinter diesem weltweiten linksfaschistischen Staatstreich? Ist es Big Pharma? Kommt in Frau Merkel wieder der Stalinismus durch, in dem sie aufgewachsen ist? Was geht das ganze überhaupt Bill Gates an? Verseucht die Zwangsimpfung mit ihren Genen das bodenechte Blut?

Das sind die Fragen, die des Volckes Seele durchwabern, und die Lückenpresse stellt und beantwortet sie nicht!


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Dr. Chrilly Donninger

Dunya Halali wollte offensichtlich einen Zwischenfall provozieren
Ist ihr nicht gelungen. Die Szenen die ich gesehen haben waren ziemlich harmlos. Man hat ihr "Lügenpresse" zugerufen. Sollte man als Profi aushalten. Von körperlicher Bedrohung oder gar direkter Gewaltanwendung habe ich nichts gesehen.
Soweit ich das Gesehen habe war die Demo angesichts der großen Anzahl von Teilnehmern recht friedlich. Und so weit ich es gesehen habe waren die Teilnehmerprimär vom Typ "Joga-Lehrerin" und nicht pöhsze Nazis.


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moma123

Das mag schon sein, nur wenn ich die Reichskriegflagge bei der Demo wehen sehe, gehe ich nicht mit, egal Worum es bei der Demo geht.


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Green.L

Die meisten Telegramm-Gruppen dieser Darsteller sind ja öffentlich und ohne Anmeldung sichtbar.
Schaut mal rein. Und ihr werdet vermutlich ebenso schockiert sein wie ich. Das ist einfach nur Hirnbrei. Als hätten alle den Verstand verloren. Wie ein Affenkäfig.


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Putintroll

Echt schräg, dass man glaubt den Widerstand gegen die gesetzeswidrigen, destruktiven, möglicherweise unwirksamen Corona-Maßnahmen totschweigen zu können. Das autoritäre Regime ist wirklich gruselig.


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Des is so - und nicht anders..

.. naja .. jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung aber irgendwo sind Grenzen. Meiner Meinung nach sollten Schulen, Medien und die soziale Gruppe als Ganzes viel mehr Aufklärung betreiben ... Es darf nicht sein dass im Jahre 2020 irgendwer glaubt - die Erde sei flach, Echsenmenschen gibt es wirklich oder Covid 19 ist nur Phantasie ... und dergleichen!


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ganz toll

Vielleicht können wir uns zumindest darauf einigen, dass nicht nur Nazis demonstriert haben und wir nicht in einer Diktatur leben? :)


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bishierher

hört mal auf millionen von menschen in europa die unzufrieden sind mit den regierungen u der corona politik als idioten u rechtsradikale zu diskreditieren!


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max9835

Dann sollen die eigene Demos machen und sich nicht den Rechtsextremisten anschließen.


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Marquis de Sade

schon je den Fall erlebt, dass jemand, der solche Theorien selbst verbreitet seine Meinung hier im Forum, auf Twitter auf Facebook,... ändert? Selbst, wenn derjenige mit Fakten konfrontiert wird? Ich nicht. Die haben ihre eigenen "Fakten". Und wenn die Beweise fehlen, werden einfach die des anderen als "fake news" bezeichnet.


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Ted2Ted

Die Rechnung geht auf. Trump macht's vor. Das Konzept ist das gleiche. Lügen und destabilisieren. Alternative Wahrheiten prägen sich ein, wenn sie jemand nur oft genug wiederholt.


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avpr1a

Ein gewisser (eher kleiner) Teil der Bevölkerung ist simpel querulantisch und ist leicht paranoid. Das dieser Teil eher an den politischen Ränder beheimatet ist die für sich reklamieren "gegen das System" zu kämpfen ist auch nicht weiter verwunderlich. Und genau dieser Kampf gegen das System führt zu der skurrilen Situationen das links und rechts gemeinsam demonstrieren.


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Fonque

Mittlerweile glaub ich nicht, dass das ein geringer Teil ist. Wenn sogar im eigenen Familienkreis schwurblereien von servus TV + co verteilt werden...


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TheCheeseStandsAlone

Einfach furchtbar, dass es Menschen gibt die einfach nicht merken, das sie bei eine Thema keine Ahnung haben und sich in komplett abstrusen Hirngespinsten verheddern. Dann sind sie noch mit genug Egoismus ausgestattet um zu meinen, dass die Gesundheit der Allgemeinheit unter deren Luxusbedürfnissen steht. Bis halt vielleicht einer in der eigenen Familie daran stirbt.


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odomonetas

Verwirrende Zeiten. Sind gegen Nazis und Diktatur und trotzdem rechts.


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Willkommensklatscher

Die 153.000 Covid-Toten in den von Donald "Corona ist ein Hoax" Trump regierten USA sind alles genauso Statisten einer riesengroßen Weltverschwörung
wie die zigtausend Toten in der Lombardei, in Ost-Frankreich, in Spanien, in Großbritannien, in China, in Jair "Corona gibt´s gar nicht" Bolsonaros Brasilien?

Aber gut, wer Merkel als Diktatorin und Putin, Orban und Trump als Demokraten bezeichnet, dessen politisches Koordinatensystem ist im wahrsten Sinne des Wortes ver-rückt.


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Kärnten2020

Bin ich der Einzige der sich denkt, in welcher Zeitschleife bin ich da nur falsch abgebogen?
Ich dachte die Menschheit wird mit der Bildung, den Jahren des Friedens und der Technologie intelligenter, aber das grenzt nur noch an Idiocrazy ... die Teilnehmer an der Demo und der Moment wo Trump die nächste Pressekonferenz abhält,...
Ich geh der ÖVP was spenden, Gott braucht das Geld.


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iglaubsned

sehr sehr einfach ... nimmt jemand denn auch wahr, dass ein Ken Jebsen auch linke Ikonen wie Jean Ziegler oder den Popstar der Neurobiologie Gerald Hüther als Interviewpartner vorweisen kann? Sind das dann auch automatisch rechte verschwöhrungstheoretiker? überlegen sich die denn nicht, wem sie ein Interview geben? Oder setzen sich solche Menschen wirklich mit der Grundhaltung eines Gegenübers auseinander? Traurige Berichterstattung ist und bleibt es hier....




Kommentare zu: https://www.derstandard.at/story/2000119143558/wer-hinter-der-anti-covid-demo-in-deutschland-steht

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[...] Mehrere Tausend Menschen haben seit dem Vormittag in Berlin gegen die Corona-Politik der Bundesregierung demonstriert. Ein erster Aufzug von laut Polizei 17.000 Menschen bewegte sich über mehrere Stunden durch Straßen der Innenstadt Richtung Straße des 17. Juni. Trotz steigender Infektionszahlen in Deutschland wollten sich viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ein Ende aller Auflagen einsetzen.

Am frühen Nachmittag teilte die Polizei mit, der Aufzug durch die Stadt sei durch den Veranstalter bereits auf der Straße Unter den Linden Richtung Brandenburger Tor vorzeitig beendet worden. Gegen den Versammlungsleiter sei Strafanzeige gestellt worden, teilte die Polizei mit, wegen Nichteinhalten der Hygieneregeln. Dennoch bewegten sich viele Menschen weiterhin Richtung Brandenburger Tor und Straße des 17. Juni, wie auch Video-Livestreams zeigten.

Dort an der Siegessäule begann am Nachmittag eine Abschlusskundgebung. Cheforganisator Michael Ballweg sprach nach Angaben von Reportern anfangs von 20.000 Teilnehmern, diese Zahl nannte auch die Polizei. Später war seitens der Redner auf der Kundgebungsbühne an der Siegessäule von 1,3 Millionen Menschen die Rede. "Wir wollen Freiheit", und "Wir bleiben hier", skandierten die Teilnehmenden und setzten sich als Zeichen des Protestes auf den Boden. Der Zugang zu dem Bereich vom Brandenburger Tor her war für Teilnehmende wegen des großen Andrangs erschwert, viele Menschen gelangten erst auf Umwegen durch den Tiergarten zum Kundgebungsort.

Redner forderten von der Bühne aus die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf, sich im Tiergarten zu verteilen, um die Corona-Abstandsregel einzuhalten. Weil die Demonstranten weder Mundschutz trugen, noch die Abstandsregeln konsequent einhielten, verkündete die Polizei schließlich, die Kundgebung aufzulösen. Die Teilnehmenden quittierten das mit Buhrufen und pfiffen. Mehrere Vertreter der Veranstalter wurden durch die Polizei unter Protestrufen von der Bühne geholt. Als sich einer dagegen wehrte, setzten sich die Beamten mit Körpereinsatz durch.

Laut Polizei war es schon am Mittag Unter den Linden "ziemlich voll geworden". Die Teilnehmer seien auf ausreichende Abstände und das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung hingewiesen worden. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte schon zuvor gemahnt, er erwarte, dass jeder Teilnehmer die Regeln beachte und sich verantwortungsvoll verhalte.

Für die Kundgebung unter dem Motto Das Ende der Pandemie – Tag der Freiheit waren laut Polizei 10.000 Teilnehmer angemeldet. Aufgerufen dazu hat die Initiative Querdenken 711 aus Stuttgart. Für Sonntag sind weitere Demonstrationen angekündigt, unter anderem am Brandenburger Tor und im Mauerpark.

Bundesweit wurde für die Demonstration mobilisiert, Teilnehmende sind mit Bussen angereist. Auch Neonaziorganisationen hätten zur Teilnahme aufgerufen, sagte der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD). Auch rechte Symbole, etwa die Reichsflagge, waren an mehreren Stellen der Demonstration offen zur Schau getragen worden. Im Zentrum und anderen Bereichen versammelten sich auch zahlreiche Gegendemonstranten.

In Stuttgart hat die Initiative Querdenken 711 bereits wiederholt demonstriert. Kritiker dieser Proteste befürchten eine Vereinnahmung durch Verschwörungstheoretiker und Rechtspopulisten. Die Gewerkschaft ver.di sprach von einem rechtsextremen Bündnis.

Geisel hatte von einer "besonderen Herausforderung" für die Polizei gesprochen. Bei Verstößen gegen die Abstandsregeln und die Maskenpflicht würden gegebenenfalls Bußgelder verhängt. 

Insgesamt sind nach Angaben Geisels an diesem Wochenende etwa 80 Veranstaltungen in Berlin angemeldet, zu denen etwa 22.000 Teilnehmende erwartet werden. 1.500 Polizeibeamte sollen im Einsatz sein. Zu einer Kundgebung auf dem Platz des 18. März am Brandenburger Tor am Nachmittag sind laut Polizei 3.000 Menschen angemeldet. Sie wollen sich für Frieden, Meinungsvielfalt und Demokratie stark machen. Auch mehrere kleinere Demonstrationen muss die Polizei am Wochenende in der Hauptstadt begleiten – und daneben Partys in Parks im Blick behalten.

Eine ebenfalls für Samstag angemeldete Veranstaltung des Verschwörungstheoretikers Attila Hildmann war im Vorfeld unter anderem wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung untersagt worden. Es war das zweite Verbot einer Hildmann-Kundgebung in Folge.


Aus: "Polizei löst Corona-Kundgebung in Berlin vorzeitig auf" (1. August 2020)
Quelle: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2020-08/anti-corona-demonstration-berlin-coronaleugner-querdenken-711-rechtsextremismus-abstandsregel

https://www.tagesspiegel.de/berlin/500-000-menschen-sollen-kommen-coronaskeptiker-und-rechtsextreme-rufen-zu-grossdemo-in-berlin-auf/26045322.html

Demo Berlin live: "Querdenken 711" fordert "Das Ende der Pandemie - Tag der Freiheit" (Epoch Times Deutsch)
https://www.youtube.com/watch?v=6B7MoFME5zc

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Igor Stern #9

‪In einem demokratischen Rechtssystem haben auch Spinner und Irre das Recht ihrer Meinung kund zu tun, ohne dafür verhaftet zu werden. Wenn sie dabei für alle geltende Regeln einhalten. ‬
Ob man sich deren Hirngespinste antun will, muss jeder für sich entscheiden. ...


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Kriegsminister #7

Ich bin Verdi Mitglied, wähle seit 1990 Die Linke und unterstütze die anliegen dieser Demo.


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OverTheHills #7.29

Sie unterstützen Demos, bei denen Nazi-Parolen gegrölt werden?
https://www.tagesspiegel.de/berlin/coronaleugner-protestieren-in-berlin-demonstranten-ziehen-durch-mitte-ohne-masken-ohne-abstand/26054576.html
Als angeblicher Linker laufen Sie unter der Reichsflagge? Erzählen Sie doch nicht, dass Sie links sind!


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psychologic #7.4

Das mag ja sein, aber das kann ja nicht der Grund sein, biologische und medizinische Fakten zu leugnen (auch wenn Sie sich in Ihrem Leben vielleicht nur sehr wenig damit beschäftigt haben).


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Karl-Heinz Groenewald #7.54

Ist das bei Ihnen Ignoranz oder schlichtweg Dummheit?


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Gertrud. die Leiter #7.39

"Tja, auch Linke machen Fehler, ich weiß das, ich bin selber einer..."

Ja, ich auch, und zur Zeit machen viele Linke gerade eine Menge Fehler. Zum Beispiel jeden, der eine andere Meinung vertritt, als rechts zu bezeichnen.


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jstawl #7.55

Dann demonstrieren Sie halt mit Leuten, die sie bei einer Machtergreifung nicht mehr zu einer Demo lassen würden.



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regilot #8

Fraglich, ob der aufgeklärtere Teil der Bevölkerung diese Ignoranten noch überkompensieren kann.
Mit dabei natürlich die Crème de la Crème: Reichs(kriegs)flaggen schwenkende Supi-dupi-Patrioten, die an anderer Stelle gerne mal ganz schnell andere Grundrechte, z. B. das auf Asyl, ausgesetzt sehen wollen.
Alles in Allem: zum Fremdschämen. Und das in einem Land, das mit am wenigsten Beschränkungen zu ertragen hatte.


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Useldinger #20

Also in meinem recht bunten Feundes-, Familien- und Bekanntenkreis (von Teenagern bis Greisen, Linken bis Konservativen) kenne ich niemanden, der die noch bestehenden Einschränkungen nicht für ein notwendiges Übel hält und das Ganze pragmatisch regelt. Spaß hat natürlich keiner an der Maske. Ich selber hab schon mehrfach vergessen eine einzustecken und konnte erstmal wieder vom Supermarkt nach Hause latschen :-) Gibt schon seltsame Subkulturen, die heutzutage halt besser zueinander finden...


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Ichweißesdochauchnicht #24

Ich fürchte so langsam, da hilft nur eines: Selber krank werden. In meiner Heimatzeitung schildern Erkrankte und Genesene ihren Verlauf. Wobei das "genesen" mit Vorsicht zu genießen ist, die Leute haben immer noch schwere Probleme. Vielleicht sind die Demonstranten mutig und lassen sich freiwillig anstecken? So ein bisschen Atemnot und Lungenfehlfunktion ist doch ganz cool ...


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Buergerfreund #24.1

Was hatten die denn ? Hier wird alles unter dem Deckmäntelchen Cororna verkauft, jede Grippe oder andere Erkrankungen alles Corona.


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Dr. Econ #24.2

Sehen Sie: Das ist das Problem.

Ein Haufen dummer Menschen, die unzureichend informiert und/oder politischen Ideologien und verquasten Verschwörungserzählungen aufgesessen sind, stellen leider eine erhöhte Ansteckungsgefahr auch für die da, die genug Hirn und Verstand haben, sich nicht dem maximal egoistischen Hedonismus hinzugeben, sondern sich aus Rücksicht auf die Gemeinschaft an ein paar ernsthaft betrachtet kaum einschränkende Regeln halten. Vielleicht war es schon lange nicht mehr derart eine Frage des Überlebens, von wieviel dummen Menschen man umgeben ist...


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[...] Sie sind früh aufgestanden. Haben ihre Deutschlandfahnen eingepackt und bunt bemalte Transparente. „Jesus lebt!“, lernen Zuschauer. Und dass die „Corona-Rebellen Düsseldorf“ nach Berlin gekommen sind. Außerdem dass Angela Merkel und der Chef des Robert-Koch-Instituts hinter Gitter gehörten: „Sperrt Sie weg!“, steht auf einem Plakat.

Und Bill Gates, der habe das Virus entwickelt. Es sind laut Polizei bis zu 20.000 Protestierende, die am Sonnabend im Herzen Berlins gegen die wenigen verbliebenen Corona-Regeln und für verschwörungsideologische Weltbilder protestieren. Erst in Party-, später mit Umsturzstimmung.

Gegen elf Uhr schon sammeln sich hunderte Menschen Unter den Linden, Sonnenschein, warme Stadtluft. Maske trägt kaum jemand, Passanten und Journalisten werden aufgefordert, ihre abzunehmen. Gesicht zeigen, schreien sie. Dicht an dicht drängen sich die Protestler. Abstandsregeln sind nicht nur schwierig einzuhalten, sondern den meisten hörbar egal.

In den Bahnen Richtung Innenstadt ist es eng – kaum jemand trägt Maske, viele Berlin-Erinnerungsselfies werden gemacht. Klatschen, Pfeifen, Johlen und Singspiele mitten in der Hauptstadt. „Lasst euch nicht von der Regierung spalten!“, ruft eine Rednerin in der Nähe des Brandenburger Tors in ihr Megafon. Von einem anderen Wagen fragt ein Mann: „Wollt ihr alle Party machen?“

Jemand wirft Süßigkeiten vom Wagen wie beim Karneval. Die Menge johlt: „Berlin, Berlin! Wir ziehen durch Berlin!“ Und, prophetisch: „Wir, wir, wir sind die zweite Welle!“

Es sollte ihr „Tag der Freiheit“ werden. Sie wollten das Ende der Pandemie feiern – während die Covid-19-Infektionszahlen steigen, Wissenschaftler vor der zweiten Welle warnen. Ursprünglich hatten die Organisatoren 500.000 Menschen angekündigt, sie hatten in ganz Deutschland mobilisiert.
Die 20.000 Teilnehmer, die letztlich dabei sind, sind schwer unter einen Hut zu bringen: Viele ältere Menschen mit schwäbischem Zungenschlag, muskulöse Jungmänner in Partystimmung, Frauen mit esoterischen Schildchen, aber auch Familien mit Kindern und Rechtsextremisten aus der Reichsbürgerbewegung und Kader der NPD.

Vereinzelt sind Hakenkreuztattoos zu sehen, schwarz-weiß-rote Reichsfahnen wehen. Niemand stört sich daran. Die Protestler eint das Misstrauen gegen Medien, Politik, der Glaube an alternative Wahrheiten.

Torstraße, 13:45 Uhr. Auf einem Wagen steht ein Mann im Superman-Kostüm. „Warum ist alles verboten, was Spaß macht?”, ruft er. Die Corona-Verordnungen würden die Clubszene zerstören und jeder, der etwas dagegen habe, werde kriminalisiert. Neben ihm legt ein „Captain Future” Musik auf.

Der Mann mit Superhelden-Cape ist schon seit den ersten „Hygienedemos” im April dabei. Am Rand der Demonstrationsstrecke stehen Gegendemonstranten mit Mundschutz, sie halten meist Abstand. Wortgefechte. „Maske runter, Gesicht zeigen!“, rufen die einen. „Nazis raus!“, brüllen andere.

Die Polizei berichtet bis zum frühen Nachmittag von einem ruhigen Verlauf. Die beständigen Verstöße gegen die Hygieneauflagen werden mit Lautsprecheransagen beantwortet. Eine Teilnehmerin mit Hakenkreuztattoo und ihr Begleiter, der für ein antisemitisches Schriftstück wirbt, marschieren unbehelligt mit. Journalisten werden angespuckt und bedroht.

Sawsan Chebli (SPD), Berliner Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement, schreibt unter dem Eindruck der Videos von tausenden Protestlern auf Twitter: „Viele blicken nach Deutschland, bewundern uns dafür, wie wir mit Corona umgegangen sind. Solche Bilder sind eine Katastrophe. Sie zerstören alles.“ Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) bezeichnet die Corona-Proteste am Abend als „irre“ angesichts steigender Infektionszahlen weltweit.

Erst kurz vor Ende des großen Demonstrationszuges hatte die Polizei genug. Um kurz vor 15 Uhr muss der Veranstalter beenden, ein Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen den Infektionsschutz läuft. Die anschließende Großdemonstration der Corona-Protestler findet trotzdem auf der Straße des 17. Juni statt – zumindest kurzzeitig.

Tausende stehen dort ohne Mundschutz und präsentierten sich als jubelnde Fanschar falscher Fakten: Von einer Bühne verkünden die Veranstalter eine ausgedachte Teilnehmerzahl von 1,3 Millionen Menschen, die selbst diverse Falschmeldungen im Internet bei weitem übersteigt, „Mainstreammedien“ werden verdammt, Polizisten zur Befehlsverweigerung aufgerufen, sollte geräumt werden. Merkel werde abtreten müssen, ruft ein Redner, wenn die Veranstaltung beendet würde. Staatsstreichstimmung.

Die Laune kippt endgültig, als ein Polizist gegen 17 Uhr das Ende der Demonstration wegen dauerhafter Verstöße gegen die Hygieneregeln verkündet. Minutenlange Buhrufe, die Stimmung wird aggressiv, Demonstranten skandieren „Widerstand!“, einige brechen zur eigentlich gesperrten Reichstagswiese durch.

Nach und nach treten dann aber doch die Meisten den Heimweg an. Innensenator Andreas Geisel (SPD) sagt am Abend: „Wer glaubt nach Berlin kommen zu können, um hier die geltenden Regeln zu brechen, hat sich geirrt.“ Die Polizei habe auf Verstöße gegen die Demonstrationsauflagen „angemessen und professionell“ reagiert. Deshalb sei darauf hingewirkt worden, den Demonstrationszug zu beenden.

Ein harter Kern aus Hunderten meist Männern feiert dagegen recht ungestört von der Polizei in den Abend hinein. Taucht die Polizei auf, setzen sich die Demonstranten auf den Boden, rufen „Haut ab“.

Durch Parks und Straßen von Berlin-Mitte laufen versprengte Gruppen. Gegen 19 Uhr ruft ein Mann einer Gruppe behelmter Polizisten zu: „Ihr denkt, ihr werdet verschont von den Tribunalen? Werdet ihr nicht!“ Er steht auf der Straße des 17. Juni.


Aus: "„Ihr denkt, ihr werdet verschont von den Tribunalen? Werdet ihr nicht!“"  Julius Betschka, Christoph Kluge, Julius Geiler (01.08.2020)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/berlin/coronaleugner-demonstrieren-in-berlin-ihr-denkt-ihr-werdet-verschont-von-den-tribunalen-werdet-ihr-nicht/26058200.html

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[...] Bei der Auflösung der Kundgebung von Gegnern staatlicher Corona-Auflagen in Berlin sind am Samstag mindestens 18 Polizeibeamte verletzt worden. Drei Polizisten mussten im Krankenhaus behandelt werden, wie die Polizei am frühen Morgen über Twitter mitteilte. Auf Nachfrage von ntv.de sagte ein Sprecher, die Polizei sei noch dabei, eine abschließende Bilanz des Einsatzes zu ziehen. Intern sei aber bereits von einer höheren Anzahl an verletzten Beamten die Rede. Im Laufe des Tages will sich die Polizei nochmals zum Ablauf äußern. ...


Aus: "Mindestens 18 verletzte Polizisten nach Demo" (Sonntag, 02. August 2020)
Quelle: https://www.n-tv.de/panorama/Mindestens-18-verletzte-Polizisten-nach-Demo-article21947426.html

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[...] Vielleicht waren es 17 000 Teilnehmer, vielleicht 20 000, vielleicht auch etliche mehr. Darauf kommt es im Grunde gar nicht an. Die Idee, die hinter jeder Demonstration steckt - egal, ob es um Klimaschutz, Hartz IV oder Corona geht -, wird stets von viel mehr Menschen geteilt als nur von jenen, die die Mühe des Plakatebastelns, des An- und Abreisens, des stundenlangen Mitlaufens, des Fahrschein- und Essenkaufens auf sich genommen haben. Wenn also eine wohl fünfstellige Anzahl von Menschen am Samstag die Straße des 17. Juni in Berlin bevölkert hat, muss man befürchten, dass zum Ausdruck gebracht wurde, was Hunderttausende umtreibt; mindestens.

"Befürchten" ist deshalb der passende Ausdruck, weil sich eine Frage ja aufdrängt nach dieser Demo: Was wird eigentlich los sein in diesem Land, falls das Virus die dort ausgesprochene Einladung dankend angenommen hat? Falls es auch deshalb demnächst zu einem zweiten Lockdown kommen sollte - an den sich dann aber eine nennenswerte Minderheit nicht halten mag?

Immer wieder ist ja erstaunlich, wie viele Menschen stolz darauf sind, nichts zu kapieren. Wenn ein solcher Stolz indes dazu führt, dass sie sich selbst sowie Polizisten, Passanten und überhaupt die Allgemeinheit in Gefahr bringen, werden die Behörden zu prüfen haben, ob sie eine solche Zusammenkunft künftig nicht vorher untersagen müssen. Das aber ist nur der sozusagen administrative Teil des Problems.

Der andere, viel größere ist: Die Demonstranten haben dem weitaus überwiegenden Teil der Gesellschaft eine Aufgabe gestellt, auf die diese keine Antwort hat. Man kann rational darum ringen, welche Freiheiten vorübergehend beschränkt werden sollen und welches Risiko gewagt werden muss. Doch wie nur geht man mit Menschen um, deren Demo-Aufruf ernsthaft den Titel "Das Ende der Pandemie" trägt?

Ein Teilnehmer sagte einer ZDF-Reporterin, die Infektions- und Todeszahlen stimmten nicht, "man" wisse das doch mittlerweile. Für diese Art des "Diskutierens" hat der Evolutionsbiologe Carl Bergstrom von der University of Washington im Guardian eine Metapher gewählt: "Statt dass alle Hände an Deck helfen, bestreitet das halbe Schiff, dass es überhaupt sinkt. Viele Leute stehen mit der Taille im Wasser und sagen, alles ist gut."

Wie man die Aufgabe ganz bestimmt nicht löst, hat am Wochenende Saskia Esken gezeigt. Die Twitter-Aktivistin, die auch SPD-Vorsitzende ist, belegte die Demonstranten mit dem zurzeit modischen Schimpfwort "Covidioten". Jeder hat das Recht, dies zu denken und zu sagen. Es möge sich aber jeder auch in die Lage der so Bezeichneten hineinversetzen: Würde man selbst noch auf ein Gespräch mit jemandem Wert legen, der einen öffentlich als "Idiot" bezeichnet hat?

Bei jeder Demo laufen nicht nur die Fanatiker mit, sondern immer auch die Zweifelnden, die nicht endgültig Entschiedenen. Schon der Augenschein offenbarte am Samstag eine neuartige, seltsame Querfront. Vor einem halben Jahr hätte man es wohl nicht für möglich gehalten, "Lügenpresse"-Schreier, Verschwörungsfantasten, Yoga-Lehrerinnen sowie Deutsches-Reich- und Regenbogenfahnen gemeinsam auf der Straße zu entdecken. Wer solchen Menschen die Suche nach einem gemeinsamen Gegner erleichtern und deren Band untereinander noch enger knüpfen will, der schreibt als Vorsitzende einer Regierungspartei einen solchen Tweet.

Beschimpfungen führen nur dazu, dass sich die Gesellschaft noch weiter spaltet - und dass die Skeptiker, die Labilen, die Frustrierten erst recht dazu neigen, sich bei Facebook, Google und Youtube ihre Gewissheiten zu suchen. Wer verhindern will, dass beim nächsten Mal statt 17 000 vielleicht 70 000 Menschen auf die Straße wollen, der schreibt sich Michelle Obamas Motto hinter die Ohren: "When they go low, we go high" - wenn die anderen das (Diskussions-)Niveau senken, heben wir es.

Wie geht das? Die eine großartige Idee dazu existiert nicht. Es gibt aber viele kleine Ideen, die zusammen etwas bewirken können: Journalisten, Politiker und Wissenschaftler könnten noch transparenter machen, wie sie arbeiten. Schulen und Volkshochschulen könnten den Leuten zeigen, wie man Quellen prüft, also die vertrauenswürdigen von den aufwiegelnden unterscheidet. Facebook, Twitter und Youtube könnten - zum eigenen Wohl - endlich all den Scharlatanen den Saft abdrehen, die sich bei ihnen breitmachen. Denn sollte es denen eines fernen Tages gelingen, die Demokratie zu schleifen, werden sie danach als Erstes der freien Rede bei den Netzwerken, also deren Geschäftsmodell, das Ende bereiten. Und in der Justiz sollten sich alle jene Ermittler zum Vorbild nehmen, die bereits jetzt intensiv gegen Verbreiter von Hass vorgehen. Ja, etliche von ihnen sind für die Demokratie vorerst verloren. Aber um die Hadernden lohnt es sich jeden Tag zu kämpfen.


Aus: "Um die Zweifler lohnt es sich zu kämpfen" Kommentar von Detlef Esslinger (2. August 2020)
Quelle: https://www.sueddeutsche.de/politik/corona-demonstrationen-berlin-1.4986330

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[...] Das Foto zeichnet das beeindruckende Bild einer Massenbewegung. Dicht an dicht stehen tausende Menschen auf der Straße des 17. Juni. Vom Brandenburger Tor bis zur Siegessäule ist kaum ein Millimeter Asphalt zu erkennen. Triumphierend wird diese Aufnahme gerade auf Facebook, Twitter und in Messenger-Gruppen der Corona-Demonstranten vom Wochenende geteilt.

Nur ist dieses Bild nicht während des Corona-Protests entstanden, sondern bereits vor 19 Jahren: zur Loveparade 2001 – als angeblich insgesamt eine Million Menschen auf der völlig überfüllten Straße des 17. Juni tanzten. Das Foto ist fast zwei Dekaden nach seinem Entstehen zu einer Waffe in einem Zahlenkrieg geworden, der nicht neu ist, aber immer bizarrere Ausmaße annimmt.

In der Spitze sollen laut Polizei rund 20.000 Menschen bei der Abschlusskundgebung der Corona-Proteste am Samstag teilgenommen haben. Zuvor sollen bei einem Protestzug Unter den Linden rund 17.000 Menschen mitmarschiert sein. Diese Zahlen hatte auch der Tagesspiegel mit Bezug auf die Polizei übernommen.

Die Veranstalter von „Querdenken711“ dagegen sprechen von 800.000 oder mehr als 1,3 Millionen Menschen, die an der Demonstration teilgenommen haben sollen. Sie werfen Medien, die die Zahlen der Polizei übernehmen, und der Polizei selbst Falschberichterstattung vor. Wie sie ihre Zahlen errechnet haben wollen, geben die Veranstalter nicht an. Teils wird ein gefälschter Tweet der Polizei als Beleg angegeben.

Die Polizei teilt auf Tagesspiegel-Anfrage mit, es seien Übersichtsaufnahmen durch einen Hubschrauber gemacht worden. In der Einsatzleitstelle hätten erfahrene Beamte aufgrund der Aufnahmen die Zahl der Teilnehmer geschätzt. So passiert es mittlerweile bei fast allen größeren Demonstrationen.

Mutmaßungen nach weit höheren Teilnehmerzahlen, die noch am Samstagabend auf der Bühne verkündet wurden und etwa auch vom AfD-Bundesvorstand Stephan Protschka und mehreren Berliner AfD-Abgeordneten verbreitet wurden, wies die Behörde explizit zurück: „Eine exorbitant höhere Zahl, die laut verschiedener Tweets durch uns genannt worden sein soll, können wir nicht bestätigen“, twitterte die Pressestelle der Behörde.

Für die Polizei ist ein Überblick über das Demonstrationsgeschehen und die Zahl der Teilnehmer aus einsatztaktischen Gründen wichtig. „Wir richten danach die Steuerung unserer Kräfte aus“, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Die Polizei versuche so, die Menschenmassen zu leiten, mögliche Engpässe schnell zu entlasten. Die Aufnahmen würden allerdings weder gespeichert noch veröffentlicht. Dies sei nicht ohne Weiteres erlaubt.

Für die Veranstalter haben die Zahlen eine ganz andere Relevanz: Je mehr Menschen auf eine Demonstration gehen, desto größer der Erfolg für die Organisatoren. Hohe Teilnehmerzahlen sollen Bedeutsamkeit vermitteln, politischen Forderungen Relevanz verleihen.

Dass diese Angaben zwischen Polizei und Veranstaltern variieren, passiert deshalb fast bei jeder größeren Demonstration. Meist schätzen die Veranstalter die Zahlen deutlich höher ein, als die Polizei. Wer letztlich recht hat, lässt sich oft nur schwer belegen. Es lassen sich allerdings Tendenzen erkennen.

So veröffentlichte etwa die in Teilen rechtsradikale Pegida-Bewegung Anfang März 2015 nach einer Kundgebung Teilnehmerzahlen von bis zu 15.000 Menschen, die Polizei sprach von rund 7000 Personen. Ein Forscherteam der Universität Leipzig untersuchte am gleichen Abend mit drei verschiedenen Methoden die Anzahl der Menschen und kam auf noch weniger Teilnehmer: je nach Zählmethode auf rund 5500 bis maximal 6000.

Bei den Protesten um „Stuttgart21“ wurde ebenfalls andauernd um die Zahl der Teilnehmer gestritten. Während die Organisatoren im Februar 2011 von fast 40.000 Menschen sprachen, schätzte die Polizei die Zahl auf etwa 13.000.

Der Bürgerreferent des Polizeipräsidiums Stuttgart ließ daraufhin Luftaufnahmen machen, sie von mehreren Beamten durchzählen und diese zum Beweis veröffentlichen.

Ein anderes, unpolitisches Beispiel: Dass etwa eine Million Menschen auf die Straße des 17. Juni passen, behaupteten lange Jahre auch die Veranstalter der Silvestermeile am Brandenburger Tor. Erst nach einer Recherche der „taz“ räumte die Pressesprecherin des Veranstalters im Jahr 2013 ein, die Zahl werde aus Marketinggründen genannt.

Laut dem Online-Tool „Mapchecking“, das das Ausrechnen von Teilnehmerzahlen in ausgewählten Gebieten ermöglicht, beträgt der Straßenraum zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule knapp 55.000 Quadratmeter. Bei bis zu drei Personen pro Quadratmeter gebe es laut Bewegungsforschern ausreichend Platz, bereits ab vier Personen gibt es hohe Risiken zur stolpern. Will man kein Sicherheitsrisiko eingehen, passen zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor also rund 165.000 Menschen. Diese Zahl läge tatsächlich deutlich über den Schätzungen der Polizei für das Wochenende, aber noch deutlicher unter denen der Veranstalter.

Wie sind die Schätzungen also zu beurteilen? Übersichtsfotos der Deutschen Presseagentur zeigen, dass die Straße des 17. Juni während der Demonstration gegen die Corona-Regeln nur zu einem kleinen Teil gefüllt war. Die Teilnehmer stehen auch nicht ansatzweise so dicht beieinander wie 2001 während der Loveparade.

Einen anderen fotografischen Vergleichswert bietet der Berlin-Marathon: Die Straße war durch die Corona-Protestler auch nicht so gut gefüllt wie bei dessen Start mit 40.000 Teilnehmern. Viele Demonstranten sitzen stattdessen weit verstreut auf den Straßen, nur für den Bühnen herrscht Gedränge.

Allerdings hatte die Polizei am Samstag auch schon früh Zugänge gesperrt, um das Einhalten der Abstandregeln zumindest theoretisch zu ermöglichen – womöglich sammelten sich also einige Demonstranten auf Zubringerwegen.

Insgesamt sind die Zahlen der Polizei dennoch deutlich realistischer einzuschätzen, als die unbelegten Behauptungen der Veranstalter – auch wenn letztlich niemand beweisen kann, wie viele Menschen ganz genau auf der Demonstration waren.

Diese Restunsicherheit hatten die Stuttgarter Veranstalter von „Querdenken711“ schon im Vorhinein ausnutzen wollen: In Internetaufrufen hatten sie von 500.000 Menschen gesprochen, die aus ganz Deutschland nach Berlin reisen würden. Erst kurz vor dem Wochenende hatten sie die Demonstration dann offiziell bei der Polizei angemeldet: mit 10.000 Teilnehmern.


Aus: "Warum die Veranstalter der Demonstration Falschmeldungen verbreiten" Julius Betschka (04.08.2020)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/berlin/wie-viele-menschen-waren-beim-corona-protest-warum-die-veranstalter-der-demonstration-falschmeldungen-verbreiten/26061120.html
« Last Edit: August 04, 2020, 12:15:35 PM by Link »

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Coronavirus Notizen (COVID-19-Pandemie)
« Reply #168 on: August 02, 2020, 08:06:14 PM »
Quote
[...] Zwei Maskenverweigerer haben auf einem KLM-Flug von Amsterdam nach Ibiza randaliert und sind nach der Landung von spanischen Sicherheitskräften festgenommen worden. Die beiden Männer hätten sich auf dem Flug am Freitag geweigert, Masken zu tragen, und andere Passagiere verbal und körperlich angegriffen, sagte ein KLM-Sprecher am Sonntag der niederländischen Nachrichtenagentur ANP.

Beide Männer seien betrunken gewesen und auf Anweisung des Piloten in Schach gehalten worden. Passagiere hätten mitgeholfen.

KLM bestätigte damit einen Bericht des Senders AT5, der eine Videosequenz mit einem wüsten Handgemenge an Bord des Flugzeugs zeigte, die auch auf Twitter verbreitet wird.

Einer der beiden Randalierer ist dabei mit bloßem Oberkörper in dem Flugzeug zu sehen, er erhält von einem anderen Passagier einen Faustschlag ins Gesicht und wird kurz darauf von den Mitreisenden im Mittelgang auf den Boden gedrückt.

Wie KLM dem Sender sagte, sei die Sicherheit an Bord nicht gefährdet gewesen. Niemand sei nennenswert verletzt worden. In der Coronavirus-Krise gibt es immer wieder Berichte über Auseinandersetzungen mit Maskenverweigerern. (dpa, Tsp)


Aus: "Maskenverweigerer randalieren auf Flug nach Ibiza" (02.08.2020)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/passagier-knockt-anderen-aus-maskenverweigerer-randalieren-auf-flug-nach-ibiza/26058936.html