Author Topic: Kategorie:Aufruhr  (Read 3636 times)

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Kategorie:Aufruhr
« on: June 18, 2009, 10:15:11 AM »
Kategorie:Konflikt
http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Konflikt

Kategorie:Aufruhr
http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Aufruhr

Kategorie:Aufstand
http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Aufstand


Verein für Protest- und Bewegungsforschung
Demokratie als Lebensform und das institutionelle Gefüge demokratischer Systeme sind durch Proteste und soziale Bewegungen wesentlich geprägt worden. Die Analyse der Selbstorganisation der BürgerInnen sowie der Hintergründe, Formen und Wirkungen bürgerschaftlicher Einmischung in Politik und Gesellschaft ist unverzichtbar. ...
http://protestinstitut.eu/blog/
« Last Edit: March 31, 2015, 10:10:17 AM by Link »

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L‘insurrection qui vient
« Reply #1 on: November 11, 2010, 11:23:29 AM »
Die Französische Revolution von 1789 bis 1799 gehört zu den folgenreichsten Ereignissen der neuzeitlichen europäischen Geschichte. Die Abschaffung des feudalabsolutistischen Ständestaats sowie die Propagierung und Umsetzung grundlegender Werte und Ideen der Aufklärung als Ziele der Französischen Revolution – das betrifft insbesondere die Menschenrechte – waren mitursächlich für tiefgreifende macht- und gesellschaftspolitische Veränderungen in ganz Europa und haben das moderne Demokratie­verständnis entscheidend beeinflusst. Die heutige Französische Republik als liberal-demokratischer Verfassungsstaat westlicher Prägung stützt ihr Selbstverständnis unmittelbar auf die Errungenschaften der Französischen Revolution. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Franz%C3%B6sische_Revolution

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Frankreich, 1789: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – der Schlachtruf der Revolutionäre zieht das ganze Land in seinen Bann. In den Folgejahren kommt es zu gnadenlosen Machtkämpfen zwischen Gemäßigten, Radikalen und ihren Gegenkräften, an dessen Ende der Sieg der Äufklärung und die Überwindung des Absolutismus stehen.
Folgenreicher Umsturz in Frankreich am Ende des 18. Jahrhunderts, der ursprünglich die Durchsetzung freiheitlicher Ideale zum Ziel hatte.
Führte unter anderem zum Sturz der Monarchie, einer Schreckensherrschaft bürgerlicher Revolutionäre und zu einem Krieg in Europa.
Die Französische Revolution wurde ausgelöst durch den verzweifelten Versuch der Monarchie, einen finanziellen Zusammenbruch abzuwenden. Doch das misslang gründlich: Das Bürgertum, jahrhundertelang unterdrückt, veranstaltete einen Umsturz, der ganz Europa erschütterte. (Anm. vom Autor: WARUM PASSIERT DAS HEUTE NICHT MEHR?)
Die erste Phase der Revolution (1789 bis 1792) zeichnete sich – trotz einer Reihe blutiger Volksaufstände – durch eine relative Mäßigung der Politiker aus. Doch die Kriegserklärung an die europäischen Monarchien hatte eine gewaltsame Radikalisierung der Revolution zur Folge. Die Absetzung und Hinrichtung des Königs läutete die Phase des republikanischen Terrors ein, der erst mit der Guillotinierung Robespierres 1794 endete.
Anschließend konnte die Republik noch fünf Jahre, mehr schlecht als recht, den Anschein einer parlamentarisch organisierten Herrschaft des Bürgertums aufrechterhalten – nicht immer mit demokratischen Mitteln. Napoleon Bonaparte beendete die Revolution – ganz offiziell – im Jahr 1799 und riss die Macht in Frankreich an sich.
Die Französische Revolution ist nicht nur Gegenstand intensiver historischer Forschung. Auch in Schulunterricht und Studium hat sie sich seit langem einen festen Platz erobert. Mit einer einführenden Darstellung der revolutionären Ereignisse und ihrer Auswirkungen, Biographien zu Akteuren, Zeitzeugen und Opfern, zahlreichen Bilddokumenten und umfangreichen bibliographischen Angaben möchten wir Ihnen hier verschiedene Zugänge zum Thema eröffnen.
Was ist unter dem "Gegensatz der Stände" zu verstehen? Vor der Französischen Revolution war die Gesellschaft in drei Stände aufgeteilt. Der erste Stand war der Klerus (Pfarrer, Äbte, Bischöfe etc.), der zweite war der Adel und der dritte das übrige Volk. Erster und zweiter Stand waren von jeglichen Steuern befreit, der dritte Stand hingegen, der 98% der Gesamtbevölkerung ausmachte, trug alleine die Steuerlast. Doch war es beispielsweise nur dem zweiten Stand vorbehalten, Offiziersränge im Heer zu erreichen, und nur er besaß das Jagdrecht. Dabei bestand der dritte Stand nicht nur aus Bauern, Handwerkern und Tagelöhnern, sondern auch aus reichen Bankiers und Manufakturbesitzern, welche meist um einiges wohlhabender waren als so mancher Adelige, aber auf Grund ihrer Geburt nie die gleiche gesellschaftliche Position bekleiden konnten. Außerdem ging es dem niederen Volk vor der Revolution sehr schlecht, nicht nur die immense Steuerlast, sondern auch die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten, machten ihm sehr zu schaffen.
D. h. DIE Geschichte WIEDERHOLT sich und sollte sich TEILWEISE auch wiederholen, aber mit einem RADIKALEN Schnitt gegen die VERURSACHER der KRIEGE und REVOLUTIONEN. Der Film hat eine Gesamtlänge von fast 6 Stunden.

https://www.youtube.com/watch?v=l9Oghp82i9o

Die Französische Revolution (ganzer Film; Teil 2/2) [German; 1989]
https://www.youtube.com/watch?v=9mKvWT-ZX_k

Quote
Peter M. Bauer vor 2 Wochen
Was für eine Glitterung.


Quote
Das wenig tiefgründige Epos entstand zum 200. Jahrestag der Revolution.

Quell: http://www.cinema.de/film/die-franzoesische-revolution-jahre-der-hoffnung-1,1327613.html


Unterrichtsblatt: zu dem didaktischen Film
Die Franzˆsische Revolution 1789 (I)
Frankreich wird konstitutionelle Monarchie
Von den Reformversuchen bis zur Verfassung 1791
Adressatengruppen
Alle Schulen ab 8. Schuljahr,
Jugend- und Erwachsenenbildung
Unterrichtsf‰cher
Geschichte,
Gesellschaftslehre,
Weltkunde

http://nrw.datenbank-bildungsmedien.net/pdf/4252623.pdf

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Neue Protestkultur: Das kommunale Manifest
Der Unmut der Menschen mit den Mächtigen entlädt sich wieder häufiger in Demonstrationen auf der Straße. Der Text eines französischen Komitees gibt der diffusen Wut nun einen theoretischen Rahmen. ... Die französische Regierung las den Text als Anstiftung zum Terrorismus und die Anschläge als praktische Umsetzung seiner Theorien. Julien Coupat wurde unter Verweis auf das Buch wegen Verdachts auf "Bildung einer kriminellen Vereinigung mit terroristischen Zielen" verhaftet und monatelang in Untersuchungshaft gehalten, ohne dass sich Beweise gegen ihn finden ließen.
Von Alex Rühle (11.11.2010)
http://www.sueddeutsche.de/politik/neue-protestkultur-das-kommunale-manifest-1.1022188


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Quote
"Linksterrorismus: Seid faul und militant!"
Autos brennen, Züge entgleisen, der Strom fällt aus: Überall wachsen die Lust auf Subversion und die Bereitschaft zur Sabotage. Wofür und wogegen kämpfen die neuen Linksradikalen? Das Buch „Der kommende Aufstand“ sucht Antworten. ... n „Der kommende Aufstand“ geht es um die Ausweglosigkeit eines immer subtiler operierenden kapitalistischen Systems, um die „Ausweitung der Kampfzone“: von den Schachtfeldern und den Märkten ins Private, Körperliche und Intime, um die Kolonisierung von Gedanken, Gefühlen und Genüssen durch den postmodernen Kapitalismus. ... Es blüht höchstens ein sehr kurzer Sommer der Anarchie ... Weit kommt man damit nicht. In den [...] glorifizierten Favelas oder in Falludscha finden sich jeweils Beispiele dafür, wie hochgerüstete Banden mit höherer krimineller Energie schnell über solche Amateurmilitanten obsiegen. Der amerikanische Autor Dexter Filkins hat es in „Der ewige Krieg“ für den Irak beschrieben. Da gab es für wenige Monate eine Situation, wie sie die Linksradikalen wünschen: Der Staat Saddams war abgeschafft, amerikanische Soldaten waren noch nicht in ausreichender Zahl im Land. Da gaben sie sich zu erkennen, all die Lehrer, Wissenschaftler und Juristen, die einen freien und demokratischen Irak wollten. Sie kandidierten für Ämter, gründeten Parteien, zeigten Gesicht und bekannten Farbe. Und dann, schreibt Dexter Filkins, „dann gingen sie zur Schlachtbank“. Zu Dutzenden, Hunderten, schließlich Tausenden wurden die Intellektuellen, Aktivisten und Aufklärer des neuen Irak mitsamt ihren Familien umgebracht: von alten Baath-Milizen, von schiitischen Milizen, von Al Qaida, von irgendwoher bezahlten Jungs im Geländewagen.
Nach dem Gewaltmonopol des Staates, nach dem Privateigentum und ohne öffentlichen Nahverkehr blüht höchstens ein sehr kurzer Sommer der Anarchie. Die unsichtbaren linken Militanten überschätzen ihre Kraft: Eine kollabierende öffentliche Ordnung würde nicht von Deleuze lesenden Kommunarden verbessert, sondern durch eine Mafia regiert. Wenn die Züge nicht mehr fahren, folgt nichts Besseres. Nach dem kommenden Aufstand kommen die schwarzen Geländewagen.


Quote
Frank Richter (Fra_Richter)

Nun ja,

Wenn man schon "Sommer der Anarchie" im Abschnittstitel benutzt - warum dann das ganze nicht am historischen "Sommer der Anarchie" in Barcelona 1936 diskutieren?
Da ist es sehr viel differenzierter möglich. Der Irak ist in keinster Weise ein gutes Beispiel um Anarchismus zu diskutieren. Dort gibt und gab es quasi keine anarchistische Bewegung und Organisation, welche das Machtvakuum hätte füllen können - anstelle der islamistischen und auch säkularen Mafia- und Terrororganisationen und des Militärs respektive.
In Katalonien kann man da eher reflektieren: Quellmaterialien sind zu genüge vorhanden, Zeitzeugen wie George Orwell und unzählige Spanische und Deutsche Schriften sind da, um die Frage zu stellen: Wie sah es aus, was funktionierte und woran scheiterte es?
Ich empfehle jedem, sich selbst ein Bild zu machen. Das ist vielgesagtes Pseudoargument heutzutage - aber im Ernst: Katalonien 1936-39 ist neben der Ukraine 1918-21, über die es nur wenig Texte und fast nur Lobschriften der Anarchisten selbst und Verdammungen der Marxisten der UdSSR gibt, der einzige Ort an dem man eine echte Diskussion - und nicht nur Propagande pro oder contra - über Anarchie beginnen kann.

... Ich bin bekennender Anarchist. Und durch die vielen Aussagen zum Thema Anarchismus fühle ich mich genötigt noch einmal zu kommentieren. Was halte ich von diesem Werk? Nicht viel bis Nichts. Anarchismus kann niemals durch plumbe Randale, Sabotage und Zerstörung funktionieren.

...

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Jo Jäger,

moralinsauere Linke - es ist immer das Gleiche mit den Linken: die Welt wäre so gut, wenn da nicht die bösen ... oder ... oder ... wären! Aber wenn man endlich ein realistischeres Welt- und Menschenbild hätte, könnte man wirklich was für eine bessere Gesellschaft tun, und nicht ständig die hehre Moral von anderen einfordern. Das Paradies ist auf dieser Welt nun einmal nicht erreichbar, es kann immer nur darum gehen, Mißstände und Fehlentwicklungen zu korrigieren, aber nicht, sie grundsätzlich zu verhindern. Die menschliche Gesellschaft besteht immer aus solchen, die "ausbeuten" und solchen, die "ausgebeutet" werden, das ist selbst bei kleinen Kindern so. Wichtig ist, dass alle ihren Teil für ein würdevolles Leben bekommen. Mit der naiven Forderung nach Utopia zerstört sich am Ende jedes Gemeinwesen. Aber man kann sich dann wenigstens darin sonnen, zu den Guten gehört zu haben!


 
Von Nils Minkmar (08. November 2010)
http://www.faz.net/s/Rub642140C3F55544DE8A27F0BD6A3C808C/Doc~EFE85559287A74BA0BFAFD5B60F3AADE8~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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"Wirbel um Anti-Demokratie-Pamphlet "Fast wie Gas""
Die Feuilletons von "FAS" und "SZ" huldigen dem französischen Manifest "Der kommende Aufstand". Vor lauter Hipness ignorieren sie, dass es eine antimoderne Hetzschrift ist. VON JOHANNES THUMFART (22.11.2010)
http://www.taz.de/1/debatte/theorie/artikel/1/fast-wie-gas/

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Der kommende Aufstand
Verfasst von: Unsichtbares Komitee. Verfasst am: 21.07.2010

Ein Aufstand, wir können uns nicht mal mehr vorstellen, wo er beginnt. Sechzig Jahre der Befriedung, ausgesetzter historischer Umwälzungen, sechzig Jahre demokratischer Anästhesie und Verwaltung der Ereignisse haben in uns eine gewisse abrupte Wahrnehmung des Realen geschwächt, den parteilichen Sinn für den laufenden Krieg. Es ist diese Wahrnehmung, die wir wiedererlangen müssen, um zu beginnen.

Warum eine deutschsprachige Ausgabe?
Bevor wir uns daran machten „L‘insurrection qui vient“ zu übersetzen, waren wir eigentlich der Meinung, es nicht zu tun. Im Grunde dachten wir, dass dieses Buch zu speziell auf die französische Situation zugeschnitten ist, in den Beispielen wie in der Schwerpunktsetzung. Warum haben wir es trotzdem getan?

Der wichtigste Grund ist wohl, dass wir es satt haben, politische Pamphlete zu lesen, die sich mit der Darstellung der schlechten Verhältnisse begnügen, ohne konkrete Schritte zu ihrer Aufhebung in die Diskussion zu werfen. „Der kommende Aufstand“ beschreibt die bröckeligen Fundamente der gegenwärtigen Ordnung nicht, um aufzurütteln oder Therapien zu ihrer Rettung vorzuschlagen, im Gegenteil. ...

http://linksunten.indymedia.org/de/node/22964


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“Der kommende Aufstand”, Identitäres Konstrukt und existenzielle Alternative
Dieser Text ist nicht eine kritische Studie der Thesen, die im Buch Der kommende Aufstand dargelegt werden, ebensowenig ist er ein Versuch, es “theoretisch auseinanderzunehmen”. Zuerst kam mir die Idee, es so anzugehen, und zweifelsohne bin ich nicht der Einzige. In der Tat könnten viele der in diesem Buch vorangetragenen Dinge diskutiert werden. Doch bald bekam ich das Gefühl der Sinnlosigkeit eines solchen Vorgehens. Dieses Gefühl, diese Intuition viel eher, war jene der Unmöglichkeit eines Dialogs mit diesem Buch, oder eines stets an einem bestimmten Punkt unterbrochenen Dialogs. ...
http://andiewaisendesexistierenden.noblogs.org/post/2010/10/27/473/


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Die Untüchtigen – Diskussion: Der kommende Aufstand
Diskussion am 25.5.2011 im Golem in Hamburg im Rahmen der Reihe “Die Untüchtigen”.

DER KOMMENDE AUFSTAND
Gespräch und Diskussion mit Hanna Mittelstädt, Karl-Heinz Dellwo, Andreas Blechschmidt und Thomas Ebermann – Moderation: Ole Frahm
Kein Buch der letzten Jahre hat so viele verschiedene wie überraschende Reaktionen hervorgerufen wie “Der kommende Aufstand” des Unsichtbaren Komitees. Die bürgerlichen Feuilletons begrüßten diese Kritik am Ganzen emphatisch als wollten sie den Aufruf zur Gewalt gegen die bürgerlichen Instiutionen wegreden. Andere schmähten den Band wegen angeblich rechter Motive, die philosophischen Diskussionen im Frankreich der letzten Jahrzehnte geflissentlich ignorierend. Greift “Der kommende Aufstand” mit seiner Großmäuligkeit in die autonome Mottenkiste oder wird hier ein großer Wurf gewagt, kommende Revolten vorzubereiten? Das Buch wurde viel gelesen, aber wenig öffentlich diskutiert. Nachdem sich der Staub der Aufregung ein wenig gelegt hat, wollen wir dies hiermit nachholen.
http://golem.kr/?p=447
« Last Edit: December 27, 2015, 04:50:54 PM by Link »

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Kategorie:Aufruhr
« Reply #2 on: November 11, 2010, 12:16:21 PM »
Arabischer Frühling ... Am 17. Dezember 2010 begannen in Tunesien Proteste gegen die Regierung von Staatsoberhaupt Zine el-Abidine Ben Ali, nachdem der Gemüsehändler Mohamed Bouazizi mit seiner Selbstverbrennung gegen Polizeiwillkür und Demütigungen protestierte. Innerhalb weniger Wochen kam es zu landesweiten Massenunruhen, die in den nächsten Monaten auf etliche Staaten in Nordafrika und dem Nahen Osten übergriffen. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Arabischer_Fr%C3%BChling


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"Rebellische Zeiten - Mehr als Protest" Franz Walter (09.11.2010)
Gedanken über die Voraussetzungen von Kritik und Revolten
Elitenrivalität bildet regelmäßig die Ouvertüre für die geschichtlich großen gesellschaftlichen Konflikte.
http://www.freitag.de/politik/1044-rebellische-zeiten

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Die Unruhen in England 2011 waren eine Serie gewalttätiger Ausschreitungen in der britischen Hauptstadt London und anderen englischen Städten wie Liverpool, Birmingham, Manchester und Bristol, die im August 2011 stattfanden.
Ihren Ausgang nahmen sie im Londoner Stadtteil Tottenham. Am 6. August fand eine zunächst friedliche Demonstration vor der örtlichen Polizeistation statt, in der eine Menschenmenge Aufklärung über den Tod eines Einwohners bei einem Polizeieinsatz zwei Tage zuvor forderte. Die Situation eskalierte in den Abendstunden. In der Folge kam es zu Brandanschlägen auf einen Bus und ein Gebäude, mehrere Geschäfte wurden zerstört und geplündert. Die Krawalle dauerten bis in den Tag hinein und griffen in den folgenden Tagen auf andere Londoner Stadtteile über. In der äußeren Innenstadt kam es zu Plünderungen und Vandalismus. Politische Forderungen wurden zu keiner Zeit gestellt.  ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Unruhen_in_England_2011
« Last Edit: December 05, 2018, 09:13:24 AM by Link »

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Revolution in Ägypten 2011
« Reply #3 on: January 26, 2011, 12:30:08 PM »
Protest in Ägypten: Regierung duldet keine „Aufruhr“ (26. Januar 2011)
http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E2A5CBE966D0E4E3A87E7CF425A73C00B~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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Revolution in Ägypten 2011
Die Revolution in Ägypten 2011 (ägyptisch-arabisch ثورة 25 يناير‎, thawret 25 yanāyir; Revolution des 25. Januar) war ein durch die tunesische Jasminrevolution inspirierter politischer Umbruch in Ägypten, bei dem Massenproteste unterschiedlicher Teile der ägyptischen Bevölkerung eine Rolle spielten. Die Revolution war Teil des sogenannten „Arabischen Frühlings“.
http://de.wikipedia.org/wiki/Revolution_in_%C3%84gypten_2011


Arabischer Frühling
http://de.wikipedia.org/wiki/Arabischer_Fr%C3%BChling


http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Revolution
« Last Edit: March 02, 2015, 08:04:46 AM by Link »

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Regierungsproteste in Spanien (Take The Square)...
« Reply #4 on: May 25, 2011, 09:14:19 AM »
Wir brauchen eine ethische Revolution. Anstatt das Geld über Menschen zu stellen, sollten wir es wieder in unsere Dienste stellen. Wir sind Menschen, keine Produkte. ...

Regierungsproteste in Spanien – Nobody expects the #spanishrevolution
http://www.spreeblick.com/2011/05/17/regierungsproteste-in-spanien-%e2%80%93-nobody-expects-the-spanishrevolution/

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A global network
http://takethesquare.net/squares-around-the-world/

“Nobody expected the #Spanishrevolution”
Take The Square was born from the demonstration on May 15, 2011 in Madrid. The demonstration called from the association Democracia Real Ya (Real Democracy Now), was the prelude of a new movement that was about to emerge. Once the demonstration was finished, some of those attending decided spontaneously and independently of the organizers, that a demonstration was not enough, so they decided to camp in the main square of Madrid (Puerta del Sol), thus starting a new project in the history of mankind.

The #15M
The idea of camping in the square 1) as a way of demonstrating against a dominant and oppressive system, lead by a political class working for banks and big corporations and 2) as a way to promote new initiatives of political, social, economical, artistic and cultural organization, generated the concept of “Take the Square”, original and essential sign of the #15M movement. Contrary to what some people think, that concept was created in the camp of Madrid (AcampadaSol) independently of the group Democracia Real Ya, and then exported to the rest of the cities of Spain and the world. ...
http://takethesquare.net/

« Last Edit: August 24, 2011, 11:11:10 AM by lemonhorse »

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Kategorie:Aufruhr
« Reply #5 on: March 14, 2013, 09:40:15 AM »
Warum sind moderne Protestbewegungen so kurzatmig?
Ob Occupy, Attac, Piratenparteien, #aufschrei oder Studentenproteste: Den Empörten fehlt es oft an Kraft und Ausdauer. Acht Thesen zu einer kurzen Geschichte vom langen Atem. ...
Von Wolfgang Michal (03/2013)
http://carta.info/55298/warum-sind-moderne-protestbewegungen-so-kurzatmig/

Quote
Miranda |  11.03.2013 | 11:48

... Das Beispiel mit der Endlagerung in Deutschland zeigt mir immer wieder, in welchen rigiden Strukturen wir tatsächlich leben. Verweigerungshaltungen in der Politik für qualitativ hochwertige Entscheidungsprozesse und Lösungen werden der Masse der Menschen zugemutet, Probleme vertuscht, abgestritten, Demonstranten werden eher kriminalisiert, anstatt sie als die Überbringer wichtiger Informationen zu betrachten.

Ein anderes Kriterium könnte sein, dass Projekte wie beispielsweise ein Kopfbahnhof in Stuttgart etliche Jahre oder Jahrzehnte früher beschlossen wird, in der die Normalos außerhalb der politischen Strukturen nicht früh genug “aufwachen”, um mit dem berechtigten Protest genau den Einfluss zu haben, den sie tatsächlich verdient haben. Wenn die Spitze eines Protests – ob real oder virtuell – zeitlich zu spät beginnt, stellt sich die Frage, worauf man sich konzentrieren sollte, es brennt dann schon an allen Ecken und Enden.

Oder ebenfalls ärgerlich: Protestkultur und Anti-Bewegungen gegen Rechte Gewalt. Muss man da wirklich noch überlegen, in was für einer politischen Kultur wir hier nach Atem und Verstehen ringen, wenn man sich das Versagen des Staats in dieser Angelegenheit anschaut? Jahrelang wurden diejenigen, die auf die Mißstände hinwiesen, komplett übergangen, eher noch kriminalisiert.

Es gibt keinen bequemen “Protestweg”, es gibt eine Vielzahl von Aufgaben und Baustellen für die Leute, die sich bessere Bedingungen wünschen, und die stehen vor rigiden Machtstrukturen. Und meine Prognose: das ist erst der Anfang.

http://carta.info/55298/warum-sind-moderne-protestbewegungen-so-kurzatmig/#comment-38327


« Last Edit: March 14, 2013, 09:50:10 AM by lemonhorse »

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Riot Simulator...
« Reply #6 on: March 19, 2013, 04:05:50 PM »
Riot simulator for PC, Mac, iOS, Android and OUYA. Mainly hotseat multiplayer, with single player campaigns as well....
http://www.stimunation.com/projects/RIOT/mainSite/


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"Anarchie der Zukunft: Ausdrucksformen innovativer Protestbewegungen"
Alexander Karschnia (16.04.2013)
Die Kluft zwischen Politik und dem Politischen vertieft sich. Sie offenbart eine fundamentale Krise der Repräsentation. No nos representa skandierten im Mai 2011 mehr als eine Millionen Menschen in Spanien: „Sie repräsentieren uns nicht!“ und Democracia Real Ya! (“Echte Demokratie jetzt sofort!”). ...
http://berlinergazette.de/anarchie-der-zukunft/

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In den Tagen um den 17. Juni 1953 kam es in der Deutschen Demokratischen Republik zu einer Welle von Streiks, Demonstrationen und Protesten, die verbunden mit politischen und wirtschaftlichen Forderungen als Aufstand des 17. Juni (auch Volksaufstand oder Arbeiteraufstand) bezeichnet werden. Dieser erste antistalinistische Aufstand hatte zahlreiche Ursachen, zum Beispiel die Ignoranz der DDR-Führung gegenüber den Bedürfnissen der Arbeiterklasse einschließlich ihres Beschlusses, die Arbeitsnormen übermäßig zu erhöhen ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Aufstand_des_17._Juni

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"Rezension: Militarisierung, Polizei und Protest" von Peter Ullrich, Berlin (2016)
Lesley Wood:Crisis and Control. The Militarization of Protest Policing. (Pluto Press 2014)
Aufmerksamen Beobachter_innen des Versammlungsgeschehens in westlichen Ländern wird ein Formwandel im Protest Policing, also dem polizeilichen Umgang mit Protest, nicht entgangen sein. ... Lesley Wood untersucht diese Entwicklung in Kanada und den USA als Prozess der „Militarisierung des Protest Policings“, der sich in pre-emptiver Kontrolle, Fortifikationen, Eskalation von Zwang, inkohärenten Verhandlungsstrategien, willkürlicher Datensammlung (S. 3f.) und einer Sicht auf Protest als Gefahr (S. 6) ausdrückt. Die Hauptthese des Buches ist, dass diese Wandlungen genuiner Ausdruck der Dominanz des und somit nur erklärbar durch den Neoliberalismus sind. Es geht Wood also um den Einfluss des gesellschaftlichen Kontexts und insbesondere der Ökonomie auf die Polizei, ohne diese zu einfach zum bloßen Vollstrecker von Kapitalinteressen zu stilisieren. Vermittelnd stünden zwischen der politökonomischen Makroebene und der Mikroebene der Polizeipraxis Eigenlogiken der Polizei als Organisation, die Polizeikultur, ein polizeispezifischer Habitus und insbesondere das darin verankerte polizeiliche Wissen (im wissenssoziologischen Sinne) von Protestierenden. ...
http://www.surveillance-studies.org/2016/01/crisis-and-control/


« Last Edit: April 13, 2016, 05:01:40 PM by Link »

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Kategorie:Aufruhr
« Reply #7 on: June 04, 2013, 09:20:15 PM »
Proteste in der Türkei 2013
Die Proteste in der Türkei im Jahr 2013 richten sich gegen die Regierung Erdoğan. Die Protestwelle begann am 28. Mai 2013 in Istanbul mit Demonstrationen gegen ein geplantes Bauprojekt auf dem Gelände des Gezi-Parks, der unmittelbar an den Taksim-Platz angrenzt. Nach der Eskalation des Konfliktes infolge eines gewaltsamen Polizeieinsatzes, insbesondere am 31. Mai 2013,[1] opponierten die Demonstranten gegen die als autoritär empfundene Politik der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Proteste_in_Istanbul_2013


"Der Krach der ungehörten Bürger" Michael Martens, Istanbul (03.06.2013)
Die Eskalation im Streit über den Istanbuler Gezi-Park hätte Erdogans AKP verhindern können. Doch die Partei hat den Einspruch der Bevölkerung ignoriert. ...
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/tuerkei-der-krach-der-ungehoerten-buerger-12206956.html

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Kategorie:Bergarbeiterstreik
http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Bergarbeiterstreik

http://de.wikipedia.org/wiki/Britischer_Bergarbeiterstreik_1984/1985


http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Geschichte_der_Arbeiterbewegung

« Last Edit: January 04, 2014, 11:07:52 AM by lemonhorse »

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« Reply #8 on: February 22, 2014, 12:36:54 PM »
Euromaidan (auch Euromajdan, ukrainisch Євромайдан Jewromajdan, Wortbedeutung siehe unten) ist die Bezeichnung für die Proteste in der Ukraine seit dem 21. November 2013. Ausgelöst wurden die Proteste durch die überraschende Ankündigung der ukrainischen Regierung, das Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union nicht unterzeichnen zu wollen.
Sie flammten am 29. November 2013 erneut auf, nachdem das Assoziierungsabkommen mit der EU auf dem Gipfeltreffen der Östlichen Partnerschaft in Vilnius nicht unterzeichnet worden war. Einen Massencharakter nahmen die Proteste allerdings erst am 1. Dezember 2013 an, nachdem einen Tag zuvor friedliche Studentenproteste durch die Berkut, einer Spezialeinheit der ukrainischen Polizei, mit exzessiver Gewalt auseinandergetrieben worden waren. ...

http://de.wikipedia.org/wiki/Euromaidan

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"Haymarket Riots - Revolte gegen die Willkür" Manfred Berg (1. Mai 2014 )
Vor 100 Jahren eskalierte der Streik der Bergarbeiter von Colorado zum lokalen Bürgerkrieg. Die Folgen für die amerikanische Arbeiterbewegung reichen bis heute.  ... Massenstreiks, eine explodierende Bombe, Polizisten, die in die Menge schossen, exekutierte Arbeiterführer: Die Haymarket Riots in Chicago vom 1. Mai 1886 begründeten den internationalen Kampftag der Arbeiterbewegung. Noch unerbittlicher wurden die Proteste für mehr Mitsprache und besseren Lohn Ende April 1914, vor 100 Jahren, zurückgeschlagen. ...
http://www.zeit.de/2014/19/erster-mai-arbeiterbewegung-haymarket-riot


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"Blutige Proteste in Mexiko-Stadt Das Massaker von Tlatelolco" (02.10.2014)
Maschinengewehre gegen Studentenproteste: Mit brutaler Gewalt schlug die mexikanische Regierung im Oktober 1968 eine Massendemonstration in Mexiko-Stadt nieder, um nur zehn Tage später ungestört eine "Olympiade des Friedens" zu feiern. ...
http://www.spiegel.de/einestages/massaker-von-tlatelolco-1968-studentenproteste-in-mexiko-stadt-a-993130.html

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Die Massenproteste in Hongkong 2014 sind eine Serie andauernder Demonstrationen.
Die Proteste wenden sich gegen einen Ende August 2014 vom nationalen Volkskongress in Peking gefassten Beschluss, nach dem zukünftig ein 1200-köpfiges vom chinesischen Staat gebildetes Komitee die Kandidaten zur Wahl des Hongkonger Verwaltungschefs festlegt, bevor die Bevölkerung von Hongkong über die Personen abstimmen kann. ...

https://de.wikipedia.org/wiki/Massenproteste_in_Hongkong_2014

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Blockupy bezeichnet ein linkspolitisches und antikapitalistisches Netzwerk aus mehreren Organisationen, dessen Name sich von seinem Vorhaben einer Blockade (englisch to block ‚blockieren‘) und von der Occupy-Bewegung (engl. to occupy ‚besetzen‘) ableitet. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Blockupy

"Proteste und Krawalle – Blockupy legt Frankfurt lahm" (März 2015)
Brennende Polizeiautos, Angriffe auf Polizisten, Tränengas auf Demonstranten: Die EZB-Eröffnung in Frankfurt wird von gewalttätigen Aktionen begleitet. ...
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-03/ezb-blockupy-frankfurt-proteste-liveblog


"Ausschreitungen in Frankfurt"
In Politik, Umland | Am 18. März 2015
Für die heutige Eröffnung der Europäischen Zentralbank (EZB) hatte das Blockupy Bündnis zu Protesten aufgerufen. Dem Aufruf folgten tausende Menschen. Blieb der Vorabend noch weitegend friedlich, beginnt der heutige Tag mit schweren Ausschreitungen. An mehreren Stellen lieferten sich Autonome Straßenschlachten mit der Polizei. Einer Demonstration mit 2000 Teilnehmer gelang es direkt an die Absperrungen zu ziehen. Derzeit hat sich die Situation beruhigt. An einer Baustelle in der Nähe der EZB stiegen Meterhohe Flammen in den Himmel. ...
http://www.ruhrbarone.de/ausschreitungen-in-frankfurt/103319

"Die clowneske Revolution"
von Nora Bossong am 19. März 2015 um 14:54
Es gibt eine Legitimitätskrise des Kapitalismus und der Macht der Banken. Aber eine Randale wie in Frankfurt schafft auch keinen Umsturz. ... "Sie wollen Kapitalismus ohne Demokratie, wir wollen Demokratie ohne Kapitalismus!", heißt es auf der Internetseite der Blockupy-Bewegung. Die europäischen Institutionen "repräsentieren uns nicht, ja sie wollen uns gar nicht mehr repräsentieren! Die herrschenden Eliten haben uns nichts mehr anzubieten". Welchen besseren Schauplatz gäbe es, um sich dem "neuen Gesellschaftsmodell von Prekariat und sehr eingeschränkten sozialen Rechten" entgegenzustellen als den EZB-Turm, für viele Demonstranten Symbol einer harschen europäischen Austeritätspolitik? ... Bis an den Ort der Machtproduktion sind die kapitalismuskritischen Clowns gestern nicht vorgedrungen. Während sie auf den Barrikaden blieben, demonstrierten im Foyer der EZB die Angestellten gegen die Befristung ihrer Arbeitsverträge. Um sie wird sich Draghi vielleicht kümmern, um die anderen gewiss nicht. ...
http://www.zeit.de/freitext/2015/03/19/blockupy-frankfurt-bossong/

« Last Edit: March 20, 2015, 12:23:09 PM by Link »

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« Reply #9 on: March 31, 2015, 09:03:10 AM »
"Wenn die Aufstände kommen" (Sendung vom 25.03.2015)
Auf der Homepage des CoEspu kann man die Fähigkeiten zur Aufstandsbekämpfung als Ausbildungsziele des Kompetenzzentrums studieren. "Stabilisierungspolizisten" müssten in der Lage sein, heißt es dort, Störungen der öffentlichen Ordnung zu bewältigen, sensible Infrastruktur zu überwachen, Prominente zu eskortieren, Terrorismus und Aufstände zu bekämpfen, Barrikaden zu entfernen und lokale Polizisten in der Technik der Aufstandsbekämpfung auszubilden. ...
http://www.wdr5.de/sendungen/neugiergenuegt/militaer-gegen-aufstaende100.html

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"Regierungskrise in Mazedonien: "Wenn Gruevski nicht zurücktritt, wird das hier die Hölle"" Nadia Pantel, Skopje (18. Mai 2015)
Mazedonien ist eines der ärmsten Länder des Balkans: 30 Prozent der Menschen haben keine Arbeit. Die anderen verdienen im Durchschnitt nur netto 354 Euro im Monat. Doch damit aus der Unzufriedenheit eine Bewegung werden konnte, brauchte es Zoran Zaev, den Anführer der Sozialdemokraten (SDSM) und der Opposition. Zaev ist im Besitz von mehr als 670 000 abgehörten Telefongesprächen. Die Regierung soll die gesamte Elite des Landes belauscht haben. "Patriotische Mazedonier" hätten ihnen die entsprechenden Bänder zugespielt, sagt Zaev. Er nennt das Material "Bomben". Hör-Bomben, die er seit Februar nach und nach zündet. Das Material sei von ausländischen Kräften manipuliert, kontert Gruevski. Zaev sei ein Putschist, der das Land zerstören wolle. Dass es seine Stimme ist, die da auf den Bändern zu hören ist, bestreitet Gruevski nicht. Seinen Cousin, den Geheimdienstchef Saso Mijalkov, ließ Gruevski vergangene Woche gemeinsam mit der Innenministerin zurücktreten. Doch die Demonstranten in Skopje glauben nicht, dass sich dadurch etwas geändert hat. ... Als Zaev seine Hör-Bomben-Kampagne begann, war die Aufregung zunächst nicht groß. Es war keine Neuigkeit, dass der Staat lauscht. "Wir ahnten, dass die Regierung uns abhört. Vieles haben wir ohnehin nicht mehr am Telefon besprochen", sagt Milan Zivkovic, der lange Sprecher des mazedonischen Gewerkschaftsverbandes war. "Was mich allerdings schockiert hat, ist, wie vulgär und menschenverachtend da am Telefon Politik gemacht wurde." In einem Gespräch scherzt Ex-Geheimdienstchef Mijalkov darüber, wie er einen politischen Gegner im Gefängnis vergewaltigen lassen wolle. In anderen Telefonaten geht es darum, wie man die Versiegelung von Wahlurnen am unauffälligsten brechen könne. ... Die Proteste in Skopje begannen am 5. Mai. Da veröffentlichte Zaev ein Tonband, das belegen sollte, wie die Regierung 2011 vertuscht habe, dass Polizeibeamte einen 22-Jährigen zu Tode prügelten. ...
http://www.sueddeutsche.de/politik/regierungskrise-in-mazedonien-wenn-gruevski-nicht-zuruecktritt-wird-das-hier-die-hoelle-1.2482294

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"Krieg der Knöpfe" Ceyda Nurtsch (Ausgabe 2915 | 29.07.2015)
Wie steht es um die Protestkultur? Um diese Frage zu klären, blickt die Schau „Politische Kunst im Widerstand in der Türkei“ bis in die 1970er Jahre zurück
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/krieg-der-knoepfe


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"Frankreich: Die Schlaflosen von Paris"  Georg Blume, Paris  (12. April 2016)
Montagabend, Platz der Republik, Paris: Es ist die Nacht, in der der Spuk wieder losgeht. Ein paar Hundert junge Leute besetzen den großen Platz unter dem Marianne-Denkmal, das seit 130 Jahren die Einheit der französischen Republik symbolisiert. Sie halten fast die ganze Nacht aus. Sie debattieren in einer Generalversammlung, vor die jeder treten kann. Sie sprechen von einem Frankreich ohne Parteien und Konzerne. Sie träumen von einer Welt ohne Kriege. So wie in jeder Nacht seit dem 31. März, als die Proteste auf dem Platz der Republik spontan und ohne Ankündigung begannen.
Nuit debout – frei übersetzt: Die Aufrechten der Nacht – nennt man sich. Man war anfangs selbst überrascht über sich, den Zulauf und das breite Medienecho. Doch dann schien das frühe Aus besiegelt. In der Nacht zum Montag räumten französische Polizisten den Platz und vertrieben auch die letzten Hartnäckigen. Ihre Demonstrationsgenehmigung war ausgelaufen. Am Morgen sprachen die Radiosender vom Ende der Bewegung, niemand kündigte ihre Fortsetzung an. Der Spuk einer besseren Welt schien erst einmal vorbei. Doch nur bis zum Abend. Plötzlich waren die Demonstranten wieder da, hatten sich eine neue Genehmigung besorgt. Und so ging der Spuk für eine bessere Welt wieder los.
Viele wären den Protest gern losgeworden: Eltern, Lehrer, Politiker, Unternehmer. Sie alle sind nämlich gemeint. "Ich will nicht mein Leben verlieren, indem ich zu den Gewinnern zähle", hatte die Grafikstudentin Chloé, zweites Semester, am vergangenen Samstag auf ihr weiß auf rot bemaltes Plakat geschrieben.  ...
http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-04/frankreich-paris-platz-der-republik-demonstration


"Aufrecht durch die Nacht" Hansgeorg Hermann (09.04.2016)
Unter dem Motto »La nuit debout« besetzt Frankreichs Jugend die Plätze der Metropolen. Eindrücke von der Place de la République in Paris ... Was die Mahner in der Nacht aufrecht hält, ist ihr Zorn auf die Aufkündiger der Menschenrechte in Frankreich und Europa, wo Asyl mit einem Federstrich verweigert und auf das »nackte Mensch-sein«, wie der Philosoph Giorgio Agamben die Existenz der Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten beschreibt, mit lederbezogenen Polizeiknüppeln eingeprügelt wird. ...
https://www.jungewelt.de/2016/04-09/013.php

"Politik ist keine Sache für Profis" Gerald Jatzek (11.04.2016)
Gegner der Reform sind nicht nur die traditionellen Gewerkschaften. Unorganisierte Schüler und Studenten tragen die Proteste landesweit mit und haben auch ihren Charakter verändert. Die Teilnehmer an der nuit debout (Nacht im Stehen), die sich Nacht für Nacht zu Protest und Diskussion treffen, setzen sich grundsätzlich mit Ungleichheit, negativen Auswirkungen der Globalisierung und mangelnder politischer Partizipation auseinander. Als dezentrierte Bewegung nehmen sie Tradition von Occupy Wall Street in New York und den Indignados in Madrid auf. ...
http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/europa/europastaaten/811993_Die-Politik-ist-keine-Sache-fuer-Profis.html

"Nuit debout protesters occupy French cities in revolutionary call for change" (Friday 8 April 2016)
“There’s something here that I’ve never seen before in France – all these people converge here each night of their own accord to talk and debate ideas – from housing to the universal wages, refugees, any topic they like. No one has told them to, no unions are pushing them on – they’re coming of their own accord.”...
http://www.theguardian.com/world/2016/apr/08/nuit-debout-protesters-occupy-french-cities-in-a-revolutionary-call-for-change

"WARUM WIR KEINE FORDERUNGEN STELLEN" (16. Februar 2016)
Von Occupy bis Ferguson: Immer wenn eine neue Graswurzelbewegung entsteht, bemängeln Expert*innen, das Fehlen klarer Forderungen. Warum fassen Protestierende ihre Ziele nicht zu einem einheitlichen Programm zusammen? Warum gibt’s da keine Vertreter*innen, die mit den Herrschenden verhandeln können, um konkrete Vorstellungen über institutionelle Wege voranzubringen? Warum können sich diese Bewegungen nicht in vertrauter Sprache und mit angemessenem Anstand ausdrücken?
Oft ist dies die hinterlistige Rhetorik derer, die sich von Bewegungen die Beschränkung auf gesittete Appelle wünschen. Wenn wir einen Plan verfolgen, den sie lieber nicht wahrhaben wollen, erklären sie diesen für irrational oder unschlüssig. ...

http://crimethinc.blogsport.de/2016/02/16/warum-wir-keine-forderungen-stellen/


"Libérez nos camarades ! Nach den Angriffen der Bullen in Paris" Johhny (Account: Johhny). Verfasst am: 06.04.2016
Auf dem Platz der Republik, auf dem am Sanstag die zentrale Pariser Demo starten wird, träumt man derweil vom Generalstreik. Erstmalig seit Beginn der Platzbesetzung am vergangenen Donnerstag, als sich mehrere tausend zur ersten Nuit Debout versammelten, fanden sich im Laufe des gestrigen Abends wieder Leute im vierstelligen Bereich zusammen. In Anlehnung an die spanischen "Indignados" traf man sich zu Arbeitsgruppen und Vollversammlungen. Der Platz, der von den Bullen schon zweimal in den frühen Morgenstunden geräumt worden war, war gestern auch Versammlungsort der Schüler, die sich hier am Abend erneut zusammenfanden, um von hier aus in Richtung zweier Bullenreviere zu ziehen, in denen immer noch ihre Gefährten gefangen gehalten wurden. An diesen Demos beteiligten sich dann auch etliche Leute, die eigentlich einfach nur zum quatschen zum Platz der Republik gekommen waren, sodass es am Ende ein sehr durchmischtes Völkchen war, dass bis in die Morgenstunden den Angriffen der Bullen trotzte und auf die Befreiung ihrer Gefährten beharrte. Von denen, soweit mir der Stand bekannt, am Mittwochnachmittag noch drei festgehalten werden und denen allen "Untersuchungshaft" droht. ...
https://linksunten.indymedia.org/de/node/175086

« Last Edit: April 12, 2016, 01:25:37 PM by Link »

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Kategorie:Aufruhr
« Reply #10 on: April 15, 2016, 10:40:48 AM »
"Frankreich: Ausschreitungen bei Nuit-debout-Protesten in Paris" (15. April 2016)
Seit zwei Wochen protestieren jeden Abend Hunderte Franzosen gegen soziale Ungerechtigkeit. Bei den Nuit-debout-Demos kam es jetzt erstmals zu Krawallen und Plünderungen. ... Etwa 20 Menschen seien festgenommen worden. Auch am Platz der Republik, dem eigentlichen Ort der Proteste, schleuderten Aktivisten Wurfgeschosse auf Polizisten. Die Polizei setzte dort Tränengas gegen die Demonstranten ein. Die Polizei berichtete von vier verletzten Demonstranten. ...
http://www.zeit.de/politik/2016-04/frankreich-ausschreitungen-paris-nuit-debout


"Paris: Polizei löst Nuit-debout-Demonstration gewaltsam auf" (2. Mai 2016)
In Paris haben erneut Hunderte gegen die geplante Arbeitsrechtsreform demonstriert. Bereits in den vergangenen Tagen hatte es Ausschreitungen in ganz Frankreich gegeben. Der sozialistische Staatschef François Hollande will unter anderem eine Lockerung des Kündigungsschutzes und die Aufweichung der 35-Stunden-Woche durchsetzen. Dadurch erhofft sich die Regierung neue Jobs. Besonders junge Menschen befürchten jedoch, dass durch die Reform die Arbeitsverhältnisse noch unsicherer werden. ...
http://www.zeit.de/gesellschaft/2016-05/paris-nuit-debout-proteste-polizei-aufloesung

"Frankreich: Gewerkschaften blockieren Öleinfuhren" (26. Mai 2016)
Die Proteste dauern seit Tagen an und haben in Frankreich bereits gewaltigen Schaden angerichtet: Weil die Gewerkschaftsvertreter Benzindepots und Raffinerien blockieren, geht vielen Tankstellen das Benzin aus. Die Polizei versucht, die Blockaden aufzubrechen und ging am gestrigen Donnerstag mit Wasserwerfern gegen Demonstranten vor, die im nordfranzösischen Douchy-les-Mines eine Woche lang ein Treibstoffdepot besetzt hatten.
In der nordfranzösischen Hafenstadt Harfleur protestierten auf dem Hauptplatz zahlreiche Menschen gegen die geplante Arbeitsmarktreform. Sie zündeten Feuerwerkskörper und machten Lärm mit Lufthörnern. Die Aktivisten marschierten dann zu der Brücke Pont de Normandie, die über die Seine bei Le Havre führt. Dort zündeten sie einen Stapel Reifen an und blockierten die Mautstellen.
Premierminister Manuel Valls warnte die Gewerkschaften, nicht noch weiteren Schaden anzurichten. Schon jetzt hätten 20 bis 30 Prozent der französischen Tankstellen kein Benzin mehr. "Diese Situation kann unserer Wirtschaft schaden", sagte Valls. Die Blockaden der Treibstoffdepots seien unverantwortlich. Die Regierung werde weitere Blockaden räumen lassen.
Valls versuchte auch, den Gewerkschaften Kompromisse anzubieten. Es könne "immer Veränderungen und Verbesserungen" an der Gesetzesvorlage geben. Es sei aber ausgeschlossen, den Rahmen der Reform zu ändern. Das Gesetz werde nicht zurückgezogen, machte er noch einmal deutlich. ...
Mit der Arbeitsmarktreform will die Regierung die Wirtschaft wettbewerbsfähiger und flexibler machen. Arbeitszeiten sollen verlängert, Kündigungen vereinfacht werden. Kritiker erklären, dies laufe nur auf höhere Profite für die Unternehmen hinaus, ohne Jobs zu schaffen. ...

http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-05/frankreich-protest-sprit-blockaden-gewerkschaften-aktionen-arbeitsmarktreform

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Edelreservist #4

Wie kurzsichtig! Die Reformen täten Frankreich gut!

http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-05/frankreich-protest-sprit-blockaden-gewerkschaften-aktionen-arbeitsmarktreform?cid=6733295#cid-6733295

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Der blinde Rächer #5

Das gallische Dorf setzt sich zur Wehr - und das ist gut so. Die Franzosen kämpfen für einen letzten Rest Selbstbestimmung gegenüber den Anforderungen von Big Business, Großbanken und sonstigen Märkten. Für das Primat der Politik und gegen die marktkonforme Demokratie. Für eine auch an den Bedürfnissen der normalen Bürger orientierte Politik. Während man in Deutschland schon hundert Mal resigniert hat, gehen die Menschen in Frankreich auf die Barrikaden.

http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-05/frankreich-protest-sprit-blockaden-gewerkschaften-aktionen-arbeitsmarktreform?cid=6733390#cid-6733390

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koester007 #18

Der europäischer Frühling bahnt sich an ;)

http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-05/frankreich-protest-sprit-blockaden-gewerkschaften-aktionen-arbeitsmarktreform?cid=6733926#cid-6733926

Quote
Ghede #4.3

"Die Reformen täten Frankreich gut!"

Wer sagt Ihnen das? Die französische Regierung?

"Reformen" dieser Art sind immer bestenfalls ambivalent. Sie können zwar zu mehr Jobs führen, dafür sind sie aber deutlich unsicherer und werden mies bezahlt. In Deutschland haben wir zwar niedrige Arbeitslosigkeit, aber diese niedrige Arbeitslosigkeit ist extrem teuer erkauft - so teuer, dass man nicht einfach davon sprechen kann, das sei schon "gut tuend".

Viel wichtiger wäre es, grundsätzlich über den Stellenwert von Arbeit heute und in Zukunft nachzudenken, wenn doch völlig offensichtlich ist, dass man weite Teile der Bevölkerung im Grunde nur noch künstlich in klassischer Lohnarbeit halten kann.

Aber nein. Stattdessen nutzt Hollande seine ohnehin aussichtslose Position hinsichtlich einer Wiederwahl, um "Reformen" à la Schröder durchzupeitschen. Inklusive ähnlicher Wahl der Mittel.

Mit Verlaub: *Das* ist kurzsichtig.

http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-05/frankreich-protest-sprit-blockaden-gewerkschaften-aktionen-arbeitsmarktreform?cid=6734263#cid-6734263

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BBKUESSCHEN #7

Uebrigens ist Deutschland fuer mich kein Vorzeigeland, ein Land, dass einen Teil der Bevoelkerung ausbeutet, damit des dem anderen Teil besser geht, eine Ellenbogengesellschaft, asozial in ihren Strukturen (Sanktionengesellschaft ...), nur auf den Profit ausgerichtet, das ist kein Land in dem ich leben moechte! Ich bewundere die Franzosen, die nicht versinken in Lethargie und irgenwie noch normal sind, sozial und lebendig!
Wie gesagt Reformen ja aber bitte demokratisch und nicht vorbei am Volk!


http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-05/frankreich-protest-sprit-blockaden-gewerkschaften-aktionen-arbeitsmarktreform?cid=6733473#cid-6733473

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staasdieter #14

Kein Hartz IV – nirgends!
Es ist bewundernswert, mit welcher Entschlossenheit Frankreichs Arbeitnehmer kämpfen. Wer in Deutschland die müden Proteste gegen Hartz IV miterlebt hat, wer „erleben durfte“, wie Gewerkschaften und alle halbwegs abgesicherten Arbeitnehmer abseits standen, als das untere Drittel aus der Wohlstandsgesellschaft ausgeschlossen wurde (nicht vergessen: durch die SPD), den kann beim Thema „Gewerkschaft“ eigentlich nur noch Ekel befallen. Frankreich aber ist anders. Hier sind Gewerkschaften noch Kampforganisationen und hier lassen sich Arbeitnehmer nicht so leicht teilen. Die Franzosen haben sich mit der Wahl der Sozialisten ausdrücklich gegen Hartz IV entschieden. Wenn Hollande und Valls jetzt dieses Mandat negieren und sich auf die Seite Deutschlands und der neoliberalen EU-Bürokratie schlagen, dann müssen die Franzosen kämpfen. Und was den Arbeitsmarkt betrifft: Frankreich benötigt keine Reformen, sondern nur wieder eine eigene Währung, weil sich mit den sogenannten Stabilitätskriterien des Euro kein solider Binnenmarkt und kein demographisch stabiler Sozialstaat finanzieren lässt.

http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-05/frankreich-protest-sprit-blockaden-gewerkschaften-aktionen-arbeitsmarktreform?cid=6733773#cid-6733773

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Abendbrott #25

Franzosen macht weiter so - wehrt euch.
Die Deutschen haben keine Lust und Kraft zum Kämpfen - Untertanen durch und durch!

http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-05/frankreich-protest-sprit-blockaden-gewerkschaften-aktionen-arbeitsmarktreform?cid=6734252#cid-6734252

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Ehrlich0551
#27  —  vor 1 Stunde

... BRAVO!!! ... Das ganze hätte bei uns schon mit der Einführung von HARTZ IV, der Schaffung von Europas größtem Niedriglohnsektor und dem damit verbundenen Sozialabbau losgehen müssen. ...

http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-05/frankreich-protest-sprit-blockaden-gewerkschaften-aktionen-arbeitsmarktreform?cid=6734759#cid-6734759

« Last Edit: May 26, 2016, 03:24:19 PM by Link »

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« Reply #11 on: March 25, 2017, 09:26:05 AM »
"Belarus: Präventive Festnahmen aus Angst vor Unruhen" (24. März 2017)
In Belarus sind mehrere Oppositionelle und Publizisten festgenommen worden. Zuvor waren für das Wochenende erneute Proteste gegen die Regierung angekündigt worden. ... Lukaschenko hatte per Dekret verfügt, dass Menschen, die weniger als sechs Monate im Jahr arbeiten, eine Steuer von umgerechnet 189 Euro zahlen müssen. Damit solle "Sozialparasitentum" verhindert werden, lautete seine Begründung. Angesichts der Proteste setzte er das Dekret zur Sondersteuer für "Wenigarbeiter" vorläufig wieder außer Kraft.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-03/belarus-festnahmen-unruhen-alexander-lukaschenko-demonstrationen

http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-02/belarus-arbeitslosigkeit-demonstrationen-proteste-alexander-lukaschenko

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« Reply #12 on: July 12, 2017, 05:31:46 PM »
"Ins Auge des Betrachters" Rüdiger Suchsland (10. Juli 2017)
Teilnehmer beschrieben den Freitagabend im Schanzenviertel als "Mischung aus Bürgerkrieg und Oktoberfest". Keine Frage: Manche Teilnehmer waren hemmungslos gewaltbereit, auch zur Gewalt gegen Menschen. Ebenso keine Frage: Die allermeisten waren es nicht. Manche Leute, die Autos angezündet und den Supermarkt geplündert haben, mögen einfach dumm sein, andere narzisstisch, viele von ihnen bestimmt eher Partyrevoluzzer. Es gibt Momente der Selbstanmaßung und der Verachtung aller Werte, für die da protestiert wird. Aber alles lässt sich darauf doch bestimmt nicht reduzieren.
Denn es geht auch um das Vorführen von transgressivem Lebensstil. Die Zerstörungen und Plünderungen hatten nie den Zweck individueller Bereicherung, sondern den des Gesetzesbruchs, des Amoralismus und der Überschreitung. ... Es geht um die Macht der Bilder. Den Autonomen ist es - im Gegensatz zu anderen, friedlicheren und akademischeren Protestlern, im Gegensatz zu den Fähnchenschwingern von Oxfam und Attac - gelungen, Gegenbilder zu produzieren und die Macht der Bilder der Herrschenden zu brechen. Das ist ihr Erfolg.
Nicht einmal ansatzweise erlebt man Verständnis für das Unfriedliche. Die Autoren haben noch nie etwas gehört von den Traditionen des Illegalismus, des Situationismus, des Insurrektionalismus oder vom "poetischen Terrorismus" eines Hakim Bey.
https://www.heise.de/tp/features/Ins-Auge-des-Betrachters-3767731.html

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     Schniependonk, Frank Böhmert  10.07.2017 20:43

Vielen Dank für diesen klugen, reflektierten Kommentar der das verstörende Einerlei des Mainstreams mutig durchbricht.



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« Reply #13 on: October 25, 2017, 04:18:25 PM »
Quote
[...] Als vor sechs Jahren mitten in den Krisenprotesten zwischen Platzbesetzungen in New York und Straßenschlachten in Athen das anarchistische Manifest Der kommende Aufstand auf Deutsch erschien, wurde es hierzulande hochgejubelt als „wichtigstes Theoriebuch unserer Zeit“ (FAZ) und die SZ entdeckte darin gar die „Ästhetik des Widerstandes für das neue Jahrtausend“. Das Manifest wurde zum linksradikalen Theorie-Bestseller.

Damals im unangreifbaren neoliberalen Burgfrieden der Merkel’schen Wohlfühlrepublik konnte sich keiner vorstellen, dass daraus auch in dem Land, das in den 1980er Jahren im Zuge von Hafenstraße, Wackersdorf und Kreuzberger 1. Mai die militantesten Auseinandersetzungen sozialer Bewegungen in Europa erlebte, doch einmal wieder Ernst werden könnte. Spätestens seit dem Hamburger Aufstand ist das anders. Nach den Protesten rund um den G20-Gipfel und den Riots im Schanzenviertel überschlagen sich hiesige Politiker und Journalisten mit der hilflosen Dämonisierung „linker Gewalttäter“.

Solange der militante Aufstand weit weg, in Athen, Oakland, São Paulo oder Istanbul stattfand, konnten sogar bürgerliche Gemüter in der militanzfetischistischen Ästhetik wohlwollend einen Kern kritischen Ausagierens junger Menschen gegen eine immer unbeliebter werdende politische Klasse und ihre dröge Verwaltung einer rücksichtslosen turbokapitalistischen Ökonomie erkennen. Jetzt ist das anders. Deswegen dürfte es auch spannend werden, mit wie spitzen Fingern das hiesige Feuilleton an das neue Buch des „Unsichtbaren Komitees“ mit dem vielversprechenden Titel Jetzt herangeht.

Das aus Frankreich stammende Unsichtbare Komitee hatte den Kommenden Aufstand bereits 2007 unter dem Eindruck der damals knapp zwei Jahre alten Banlieue-Krawalle und der mitunter brachialen landesweiten Proteste von Studenten und Jugendlichen gegen das Erstanstellungsgesetz (2006) veröffentlicht. Es dauerte vier Jahre, bis das Buch in einer deutschen Übersetzung vorlag. Die zyklisch wiederkehrenden Unruhen und Aufstände der folgenden Jahre von Athen über Istanbul bis Ferguson ließen das kleine Büchlein wie das visionäre Drehbuch der sich viral weiterentwickelnden sozialen Proteste erscheinen. Es hatte gleichsam diagnostische Kraft. Deshalb wohl auch der positive Widerhall in der hiesigen Presse.

Nun hat das ominöse Unsichtbare Komitee, das sich bereits vor zwei Jahren in einer Publikation recht kritisch mit den Krisenprotesten auseinandergesetzt hatte, ein weiteres Buch mit dem programmatischen Titel Jetzt nachgelegt. Die Hamburger Riots fanden in das gut hundertseitige Pamphlet keinen Eingang mehr, es geht vor allem um eine anarchistische Lese der Proteste in Frankreich 2016 rund um die großen Demonstrationen und Blockaden gegen die von Emmanuel Macron mittlerweile durchgesetzte Arbeitsrechtsreform. Interessant dürfte das Buch auch deshalb sein, weil in Hamburg rund um den G20-Gipfel zahlreiche französischsprachige Graffitis auftauchten und wie sonst bei den Straßenschlachten in Paris, Lyon oder Rennes schwarz vermummte Gruppen ihr „Ahu! Ahu!“ skandierend Steine und Flaschen Richtung Polizei schleuderten.

„Was im Frühling 2016 in Frankreich stattfand, war keine soziale Bewegung, sondern ein politischer Konflikt, genauso wie 1968.“ Die riotaffinen Theorie-Nerds aus Frankreich sehen sich selbst stets im Kontext historisch bedeutsamer Ereignisse, darunter macht es das Unsichtbare Komitee einfach nicht. „Es könnte gut sein, dass eine Generation unregierbar geworden ist“, heißt es reißerisch in dem beileibe nicht über die ganze Länge des Textes flott geschriebenen Manifest. Wobei ihre revolutionäre Prosa über weite Strecken immer noch genau jenen Sound entwickelt, für den die namentlich nicht bekannten französischen Linksradikalen berühmt wurden. Entsprechend evoziert sie bei der Lektüre jene Bilder militanten kollektiven Ungehorsams, die im letzten Jahr immer wieder aus Frankreich zu sehen waren.

Bilder, die sowohl in den Nachrichtensendungen der Leitmedien als auch im Internet auf Seiten wie denen des Medienkollektivs „Taranis-News“zu sehen waren, die die Pariser Riots, die schon im März mit militanten Schülerdemos begannen und Mitte Juni ihren Höhepunkt erlebten, mit martialischem Material dokumentierten. Die vermummten Anarchisten und Autonomen, die im Lauf der Wochen immer wieder die Demospitze auch großer gewerkschaftlicher Aufmärsche kaperten, waren für das Unsichtbare Komitee das zentrale Ereignis in dieser Periode nicht abreißender Proteste. „So konnte man miterleben, wie sich von einer Demo zur nächsten an der Spitze des Demozugs alles versammelte, was aus dem Gesellschaftskadaver desertieren will, um nicht seinen kleinen Tod mitzusterben.“

... Auch wenn Jetzt vor allem Honig aus den Protestereignissen des langen französischen Frühlings 2016 zieht und dessen Binnenlogik verhaftet bleibt, dürfte es für einige Leser darüber hinausweisend Bedeutung haben. Das liegt nicht nur daran, dass der viel beschworene Aufstand, der in den vergangenen 20 Jahren fester Bestandteil des politischen und subkulturellen Ereignishorizonts vor allem westlicher Industrieländer wurde, nun auch hierzulande in den Hamburger Riots stattgefunden hat. Sondern auch daran, dass der Text pointiert politische Stimmungslagen benennt wie „das ganze erdrückende Gefühl der Machtlosigkeit“ oder die „gewaltige Pädagogik des Abwartens“.

Dagegen stellt das Unsichtbare Komitee ganz im Stil des Situationismus das radikale, titelgebende Jetzt als Chiffre für die „Entschlossenheit zu desertieren, aus der Reihe zu treten, sich zu organisieren“. Ansonsten bleibt das Manifest aber auch sehr vage. Denn jedweder Art der weitergehenden Organisierung des Protestes steht das Unsichtbare Komitee mit einer unversöhnlich ablehnenden Haltung gegenüber. Ihrer Kritik am Institut der Vollversammlung als Kernstück ihrer Vorbehalte gegen die typische Politikpraxis linker Bewegungen und Gruppen bleiben sie treu.

... Zum Thema Gewalt hat das Komitee natürlich auch etwas zu sagen. Aber wer in diesem philosophisch argumentierenden und mitunter gediegen intellektuellen Text explizite Aufrufe zu Gewalt sucht, wird keine finden. Vielmehr stellen die Autoren fast schon überrascht fest, dass sogar Gewerkschafter vergangenen Frühling auf Demonstrationen spontan das Bersten von Scheiben und die Zerstörung öffentlicher Einrichtungen beklatschten. Die Militanz ist für das Unsichtbare Komitee aber kein Selbstzweck. „Die Polizei ist Hindernis, nicht Gegner“, heißt es in ihrem Text, der die „Unregierbarkeit“ beharrlich einfordert und diese vor allem in der Militanz als Geste festmacht. Wobei die Militanz der heute in Schwarzen Blöcken auftretenden Vermummten ein Stück weit auch immer als popkulturelle Attitüde zu verstehen ist. Nur wenige langen gegen die martialisch hochgerüstete Polizei wirklich hin.

Dementsprechend wirkt der Aufruf zum Ungehorsam jenseits politischer Parolen wie der Versuch, die schwergängige Theorie mit dem Pop zu verschweißen. „Es ist nicht Unwissenheit, wenn die ‚Jungen‘ in ihren politischen Slogans eher die Punchlines der Rapper aufgreifen als die Maximen von Philosophen.“ Genau an dieser Bruchlinie zwischen Philosophie und Pop steht Jetzt und bietet einen Einblick ins Selbstverständnis jenes Schwarzen Blocks, der spätestens seit Hamburg auch hierzulande wieder Thema ist.


Aus: "Pflasterprosa" Florian Schmid (Ausgabe 42/2017)
Quelle: https://www.freitag.de/autoren/florian-schmid/pflasterprosa

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« Reply #14 on: August 31, 2018, 06:38:00 PM »
Quote
[...] Seit vergangenem Sonntag zieht es rechte Gruppen nach Chemnitz, sie wittern ihre Chance zum großen Aufstand. Wer sind die Akteure – und welche Ideologie treibt sie an?

In den Medien ist das Wort Chemnitz zum Symbol geworden. Die 250.000-Einwohner-Stadt in Sachsen ist Dauerbrenner, Schlagzeilenmacher, Bühne für Rechtsextremisten.

Doch am Donnerstag war davon kaum mehr etwas zu spüren: Nur wenige Menschen waren an das Fußballstadion gekommen, in dem sich Ministerpräsident Michael Kretschmer beim sogenannten Sachsengespräch Fragen der Bürger stellte. Auch die Neonazihooligans zogen nicht marodierend zu Tausenden durch die Stadt, wie sie es am Sonntag und Montag getan hatten.

Da hatten deutsche und internationale Medien von einem Neonazimob gesprochen. Angeführt wurde der Marsch am Montag von einem Mann namens Arthur Österle, Kader einer rechtsextremen Gruppe. Durchs Megafon rief er den Teilnehmern zu, sie sollten sich wie Deutsche verhalten – geordnet marschieren. Die Masse skandierte daraufhin „links, zwo, drei, vier“ und lief im bemühten Gleichschritt. Wenig später dominierten Rufe wie „Deutschland den Deutschen – Ausländer raus“ und „Lügenpresse auf die Fresse“.

Vom Wort Mob aber wollten Verantwortliche und Sympathisanten dieses grusligen Aufzugs später nichts wissen. Dass dort Hitlergrüße gezeigt wurden – egal, Aktionen von Provokateuren seien das gewesen, behaupteten Akteure wie die bayerische AfD-Kandidatin Heike Themel.

Grundstein des Lügengebäudes ist die Tötung eines Familienvaters in der Nacht zum Sonntag, die als Anlass der Krawalle diente. Boulevardzeitungen titeln, Flüchtlinge hätten eine Frau sexuell belästigt, ein Deutscher habe eingegriffen und sei abgestochen worden. Die sächsische Polizei dementierte diesen Tathergang. Tage später bestritt sogar das vermeintliche Opfer des nie passierten sexuellen Übergriffs, eine Ukrainerin, in dem Lokalblatt Freie Presse die Behauptung.

Teilnehmer der Demo liefern am Donnerstag die passenden Erklärungen. „Die haben die Frau unter Druck gesetzt, damit sie das dementiert“, sagt eine Gruppe von Jugendlichen. Ob jemand von ihnen den Toten kenne oder die Frau? Nein, die kenne man beide nicht – aber das sei auch unwichtig für die Wahrheit, sagen sie.

Die ganz eigene Version von Wahrheit eint die Menschen, die in Chemnitz auf die Straße gehen. Da standen Rentner, die sich die alte sozialistische DDR zurückwünschen, neben Enttäuschten, die sich von der Freiheit nach dem Mauerfall mehr erwartet hatten. Sie alle vernetzten sich mit Multiplikatoren der extremen Rechten. Nikolai Nerling, Freund von Holocaustleugnern, Geschichtsrevisionist und entlassener Grundschullehrer, mischte sich unters Volk. Martin Kohlmann von der rechtsextremen Bürgerbewegung Pro Chemnitz hielt eine lange Rede, dann wurde der Anwalt von seinen Anhängern umringt, Nikolai Nerling an seiner Seite. Arthur Österle fand nach seiner Ansprache gleichfalls begeisterten Zuspruch. Betont friedlich mischten sich Vertreter vom III. Weg, der NPD-Bürgerwehr und Hooligans. Wahrscheinlich wurden hier bereits Pläne für den nächsten großen Aufmarsch geschmiedet. Am Samstag soll er stattfinden.

Dann sollen noch mal alle nationalen Kräfte ran. Die Neue Rechte, angeführt von dem rechtsextremen Verleger Götz Kubitschek, will verschiedene Milieus in einer Bewegung vereinen – in den eigenen Kreisen bezeichnet als konservative Revolution. Schon am Donnerstag riefen Redner dazu auf, die gesamte politische Rechte solle sich jetzt verbrüdern.

Die Szene, so scheint es, ist bereit dafür. Auftakt ist eine Demonstration des III. Wegs im südsächsischen Plauen. Dort hatten sie am Mittwoch bereits einen Aufmarsch der AfD begleitet. In Chemnitz legt kurz drauf Pro Chemnitz nach, gefolgt von AfD und Pegida, die einen Trauermarsch in schwarzer Kleidung planen. Unter den Fittichen des AfD-Scharfmachers Björn Höcke, dessen Rhetorik Bezüge zum historischen Nationalsozialismus aufweist, erwartet das rechte Spektrum die Mobilisierung der Massen. Auch die Identitäre Bewegung will mitmachen.

Die Aufmärsche von Chemnitz bergen die Gefahr, die zersplitterte extreme Rechte zu einen. Ein Fanal des Hasses folgt auf das nächste. Ein Ende ist nicht in Sicht.



Aus: "Traum von der rechten Revolution" Henrik Merker (31. August 2018)
Quelle: https://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2018/08/31/traum-von-der-rechten-revolution_27120

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vincentvision   #1

Aber rechts, ganz rechts sind sie nicht.

Etwas besorgt vielleicht. Und immer ängstlich. Vor dem Islam. Und vor den Fremden.
Auch wenn wir nur 5% Muslime hier haben. Und ein gutes Prozent an Flüchtlingen im letzten Jahr. Dann schreien sie: „Islamisierung!“ und Schlimmeres…

Aber rechts, ganz rechts sind sie nicht.

Und als Frau Merkel eine humanitäre Katastrophe verhinderte, als sie die Grenzen öffnete – als sie verhindern wollte, dass geflüchtete Familien im eiskalten Schlamm verrecken, dann vergessen sie ihren Anstand und ihre Menschlichkeit.

Aber rechts, ganz rechts sind sie nicht.

Und wenn ihnen ihre Partei nichts anbietet, außer gegen Fremde zu sein. Keine Familienpolitik, keine Außenpolitik, keine Bildungspolitik, etc., dann wählen sie sie trotzdem, weil „die anderen sind ja unwählbar“ für sie geworden.

Aber rechts, ganz rechts sind sie nicht.

Und wenn die Medien und die Fakten vollständig gegen sie sprechen, wenn sie sie durch Wahrheit entlarven, dann schreien sie: „Lügenpresse“, „Meinungsdiktatur“ und „Mainstreammedien“.

Aber rechts, ganz rechts sind sie nicht.

Und wenn sie ganz allein auf verlorenem Posten stehen, wenn sich alles gegen sie verschworen zu haben scheint, dann hetzen sie gegen das übermächtige System und das „linksgrüne Kartell“.

Aber rechts, ganz rechts sind sie nicht.

Und wenn ihnen dieses ganze Demokratiegedöns zu weichgespült erscheint, wenn sie sich nach dem starken Mann sehnen, der mal aufräumt, dann müssen sie das doch mal sagen dürfen.

Aber rechts, ganz rechts sind sie nicht.

Sie sind schlimmer, viel schlimmer…




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Gut-für-Deutschland #2

Und hinterher darf man sie dann wieder nicht als „Rechtsextremisten“ bezeichnen. Schon klar.


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Dr. Econ   #3

„Da standen Rentner, die sich die alte sozialistische DDR zurückwünschen, neben Enttäuschten, die sich von der Freiheit nach dem Mauerfall mehr erwartet hatten.“

Den neoliberalen Raffkes, die die Freiheitserzählung zur Mehrung von Macht und Reichtum lediglich missbraucht haben, können wir jetzt artig danke sagen. Der Enttäuschte kann da in der Regel eh nicht so fein differenzieren. Sozial geht auch ohne national.

Ob das wohl genug Menschen aus der Machtelite kapieren bevor es zu spät ist? ...


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Logisches Denken    #4

Interessante Sprache: Demonstrieren Rechte sind es „aufmärsche“, obwohl da niemand Marschiert und alle locker gehen.
Demonstriert der linke Block vor meinem Fenster (wohne in der Schanze), vermummt und wie ein Mann, spricht man von „Demo“.


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BPecuchet   #9

Wer da mitläuft, der ist ein Nazi. Da braucht es aus meiner Sicht keine Debatte mehr.

Die heutigen Nazis, dass sind diejenigen, deren Idole in der NS-Zeit für die Ermordung der Juden verantwortlich waren. Da passt es zum Zeitgeist, dass jetzt AfD-ler bei KZ-Besuchen die Existenz der Gaskammer leugnen. Und Nazis sind auch die, die Deutschland in den schlimmsten Krieg aller Zeiten gestürzt haben. Ein Ergebnis war die Zerstörung vieler deutscher Städte, z.B. Dresden. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass in Sachsen ausgerechnet die Partei starken Zulauf findet, deren Vorgänger verantwortlich war für die Zerstörung Dresdens. Und wenn man sich überlegt, woran die heute arbeiten, nämlich an der Zerstörung unsers Rechtsstaates, dann passt das ja ganz gut ins Bild.


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Passat-Tho   #10

… es bricht heraus was die Politik seit Jahren versäumt hat und rechte Kräfte verstehen dieses kollektive Gefühl des sich alleingelassen seins zu nutzen. Altersarmut, Kinderarmut, Versagen in der Bildungspolitik, schlechter Arbeitsbedingungen per Gesetz, Hartz4 und Mindestlohn – zum Leben zu wenig zum Sterben zu viel – und wer sich noch in der vielgepriesen Mittelschicht befindet akzeptiert immer mehr Zumutungen, weil einem bewusst ist der Abstieg geht schneller als einem Lieb ist. Jeder hat sein gesellschaftliches Frusterlebnis und dann haben es diejenigen einfach die einen Schuldigen vorführen, es müssen noch nichtmal Lösungsansätze sein, denn das Establishment ist nur am eigenem Status quo interessiert.



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  o1llo    #11

Da hat die Linke aber einen Schrecken bekommen. Am nächsten Samstag wird das IV.Reich ausgerufen. Ährlich. Einmal in der Minderzahl und schon steht das Ende der Welt wie wir sie kennen bevor. Und unsere mutigen AntiFaschisten rufen nach der Polizei.


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N.M.   #13

„Die Aufmärsche von Chemnitz bergen die Gefahr, die zersplitterte extreme Rechte zu einen“.

Für die einen die Gefahr, für die anderen die große Hoffnung.


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Kategorie:Aufruhr
« Reply #15 on: December 05, 2018, 09:02:11 AM »
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[...] Es gibt eine Forderung, die den Unterschied zwischen der Regierung und der Protestbewegung verdeutlicht. Es ist die Forderung nach Wiedereinführung der Vermögenssteuer in der früheren Form. Das würde Geld in die Staatskasten spülen und ein Zeichen dafür setzen, dass Macron die Verteilungsgerechtigkeit als politisches Ziel erkennt.

Auf der Regierungsseite, die unbedingt an der für Reiche sehr viel vorteilhafteren neuen Regelungen festhalten will, gibt es dazu Erklärungen, wonach die Erleichterungen bei der Vermögenssteuer dazu führen sollen, dass die Wohlhabenden das freigeworden Geld investieren und so als Schwungmasse für die Wirtschaft verwenden - eine Variation der alten Trickle-Down-Idee, deren Annahmen von der Wirklichkeit nicht bestätigt werden.

Ganz elementar zeigt sich: Sämtliche Aspekte, die mit einer anderen, grundsätzlich verschiedenen Auffassung vom Umgang mit der Ungleichheit oder der Verteilungsgerechtigkeit zu tun haben, werden von der Regierung ignoriert. Sie fehlen völlig in der Reaktion der französischen Regierung. Sie sind ausgeblendet. Entsprechend zeigen sich die Antworten, die von Teilnehmern der gilets-jaunes-Protesten übermittelt werden, enttäuscht.

Das seien "nicht die Aktionen, die auf unsere Erwartungen an das Leben heute antworten", zitiert Le Monde aus dem Schreiben einer Gruppe, die zu den gelben Westen in der Region um Bordeaux gehört. "Das sind keine Verbesserungsvorschläge, sondern nur die Aufhebung von Maßnahmen, die alles noch verschlimmern."

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Aus: "Frankreich: Versuch der Befriedung einer unbekannten Protestbewegung" Thomas Pany (04. Dezember 2018)
Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Frankreich-Versuch-der-Befriedung-einer-unbekannten-Protestbewegung-4241006.html

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Hat se nicht alle, 04.12.2018 19:57

... Es scheint so, als ob ein gewisser Prozentsatz derer, die all die Jahrzehnte unbeachtet ausgesaugt wurden nun einfach darauf keinen Bock mehr haben. Es ist eben NICHT auf Leistung begründet, wenn sich ein kleiner Teil das 20-100 fache eines Durchschnittsgehalts gönnt und steuerlich recht unbelastet ihr Geld vermehrt. ...


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     Nickellodeon, 04.12.2018 22:27

Bei Phönix ist das alles nur ein Kommunikationsproblem


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[...] Der Sprecher der Regierung von Emmanuel Macron, Benjamin Griveaux, hat ein weiteres Zugeständnis an die Demonstranten angedeutet. Im Sender RTL stellte er eine mögliche Rückkehr zur Vermögensteuer in Aussicht, wie sie die Protestbewegung fordert. Aktuell stehe eine Rückkehr zwar nicht an. Aber er fügte hinzu: "Wenn etwas nicht funktioniert, sind wir nicht dumm, dann werden wir es ändern." Voraussichtlich ab Herbst 2019 werde dies vom Parlament überprüft.

Die "Gelbwesten"-Bewegung lässt sich keinem politischen Lager, keiner Gewerkschaft oder Partei zuordnen. Ursprünglich richtete sie sich gegen zu hohe Spritpreise. Mittlerweile ist sie zu einer Protestbewegung gegen die Politik des französischen Präsidenten Emmanuel Macron geworden.

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Aus: "Macron erwägt Rückkehr zur Vermögensteuer" (05.12.2018)
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/frankreich-emmanuel-macron-will-womoeglich-zur-vermoegensteuer-zurueck-a-1242071.html
« Last Edit: December 06, 2018, 08:51:24 AM by Link »