[Das Reale, das Symbolische und das Imaginäre #36… ]

Dieter Wenk (‚Endlosschleifen, und wie man da raus kommt‚, 5. November 2003 ): “ … Das Besondere an Ridley Scotts Film [‚Die Duellisten‚ (1977)] ist, … dass er das Ehrenrührige ins Maßlose ausdehnt und so einen Begriff von Ehre erhält, dem nie Genüge getan werden kann. … Rettung ist [ ] nur im Symbolischen und in der Fähigkeit, es auch Wirklichkeit werden zu lassen. …“ | Quelle: http://www.textem.de/index.php?id=191

“ … D’Hubert, der noch einen Schuss übrig hat, verschont [ ] Ferauds Leben unter der Bedingung, dass Feraud ihn von nun an für den Rest seines Lebens in Ruhe lässt. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Duellisten

“ … Wenn ansonsten gesagt wird, dass die Gefühlsforschung und -politik quasi noch am Anfang steht, dann unterschlägt man alle Dichter und Schriftsteller, die sich gerade auf diesem Feld derart hervorgetan haben, dass man ihre Romane auch als eine Gefühlsschule bezeichnen könnte. So ging es z.B. vielen jungen Russen bereits im 19. Jahrhundert so, dass sie sich in bestimmten Gefühlsmomenten nicht mehr sicher waren, ob es sich dabei um ihre eigenen Emotionen oder um die  angelesenen von Puschkin handelte. Ähnliches bewirkte auch die deutsche Literatur der Romantik – bis heute. Erinnert sei nur an das „Werther-Syndrom“. Bereits 1613 schilderte Miguel de Cervantes in seinem „Don Quijote“ einen durch zu viel Romanlektüre in seiner Wahrnehmung und seinem Gefühlshaushalt Verwirrten. Auch das Theater diente lange Zeit der „Gefühlserziehung“ – weil es in der Schauspielerei auch um und vor allem „falsche Gefühle“ geht, deswegen votierte Jean-Jacques Rousseau in seinem Theater-Artikel für Diderots „Enzyklopädie“, diese Anstalt zu schließen. …
Aggressivität des Menschen hat nach Freud zwei Ursachen: einmal den angeborenen Zerstörungstrieb (den Todestrieb) und zum anderen die Versagung seiner triebhaften Wünsche, die ihm die Kultur auferlegt. Der Mensch kann zwar seine Aggression durch das Über- Ich teilweise auf sich selbst lenken, und eine Minderheit kann ihre sexuellen Begierden in brüderliche Nächstenliebe sublimieren, doch bleibt die Aggressivität an sich unausrottbar. Die Menschen werden immer miteinander in Wettbewerb treten und sich gegenseitig angreifen, und wenn es nicht um „dingliche Güter“ geht, „so bleibt noch das Vorrecht aus sexuellen Beziehungen, das die Quelle der stärksten Missgunst und der heftigsten Feindseligkeit unter den sonst gleichgestellten Menschen werden muss. Hebt man auch dieses auf durch die völlige Befreiung des Sexuallebens, beseitigt also die Familie, die Keimzelle der Kultur, so lässt sich zwar nicht vorhersehen, welche neuen Wege die Kulturentwicklung einschlagen kann, aber eines darf man erwarten, dass der unzerstörbare Zug der menschlichen Natur ihr auch dorthin folgen wird“ (a. a. O., S. 473).
Da für Freud die Liebe im wesentlichen sexuelle Begierde ist, sieht er sich gezwungen, einen Widerspruch zwischen Liebe und gesellschaftlichem Zusammenhalt anzunehmen. Liebe ist ihrem Wesen nach egoistisch und antisozial, und das Gefühl der Solidarität und der brüderlichen Liebe sind keine primären Gefühle, die in der Natur des Menschen wurzeln, sondern zielgehemmte sexuelle Begierden. Aufgrund dieser Vorstellung vom Menschen, von seinem angeborenen Verlangen nach uneingeschränkter sexueller Befriedigung und seiner Destruktivität musste Freud zur Annahme eines unausweichlichen Konflikts zwischen jeder Kultur und seelischer Gesundheit und menschlichem Glück gelangen. Der Primitive ist gesund und glücklich, weil seine Grundtriebe nicht frustriert werden, es fehlen ihm jedoch die Errungenschaften der Kultur. Der zivilisierte Mensch ist sicherer, er genießt Kunst und Wissenschaft, muss aber durch die ständige Frustrierung seiner Triebe, wozu ihn die Kultur zwingt, neurotisch werden.
Für Freud stehen Gesellschaft und Kultur in einem wesensmäßigen und unausweichlichen Konflikt mit den Bedürfnissen der menschlichen Natur, so wie er sie sieht, und der Mensch steht vor der tragischen Alternative zwischen dem Glück, das sich auf die uneingeschränkte Befriedigung seiner Triebe gründet, und der Sicherheit und den kulturellen Errungenschaften, die durch Triebverzicht zustande kommen und die daher zur Neurose und allen anderen Formen seelischer Erkrankung führen. Für Freud ist die Kultur das Ergebnis von Triebversagung und daher die Ursache seelischer Erkrankungen.
… Fromm […] spricht von der produktiven Verwirklichung der Persönlichkeit, von Fürsorge, Verantwortung und Respekt vor den Mitmenschen, von produktiver Liebe und Glück – als könnte der Mensch tatsächlich all das in einer Gesellschaft ausüben, die Fromm selbst als völlig ‚entfremdet‘ und von den Konsum-Beziehungen des ‚Markts‘ beherrscht, darstellt…“ (H. Marcuse, 1955; dt.: S. 253f.).
Damit sagt Marcuse, dass jeder, der Integrität besitzt und zu Liebe und Glück fähig ist, in der heutigen kapitalistischen Gesellschaft entweder zum Märtyrer oder verrückt werden muss. …“ | Helmut Höge („Hier spricht der Aushilfshausmeister!“, 26.11.2009): „Gefühle/Emotionen/Affekte (1)“, Quelle: http://blogs.taz.de/hausmeisterblog/2009/11/26/gefuehleemotionenaffekte/

lemon / 7 November 2019 / Found.Stuff, Fraktal.Text, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

lemon / 21 März 2019 / Akustische.Wellen, Found.Stuff, Kunst.Encoder / 0 Comments

[Joe Pass (1977)… ]

Joe Pass – Montreux ’77 (Full Album, Vinyl) 1977 – Recorded live at the „Montreux Jazz Festival“, „Casino De Montreux“, Switzerland, July 15, 1977

“ … Seine spezielle Technik ging unter dem Namen „Chordal Improvisation“ in die Jazz-Geschichte ein. Dabei fand Pass immer wieder einen Mittelweg zwischen dem Spielen des Themas und der Begleitung in einem. Zudem konnte er auszugsweise Basslinien in sein Spiel integrieren. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Joe_Pass

lemon / 14 April 2018 / Akustische.Wellen, Found.Stuff, Kunst.Encoder / 0 Comments

[The Hammond Sound #16… ]

Rhoda Scott – Intro and Mercy Mercy Mercy
Cees (or Kees) Kranenburg on drums (France, 1977)

jgpj301 year ago: Now you see why they call Rhoda Scott „The Barefoot Lady“

lemon / 16 März 2017 / Akustische.Wellen, Found.Stuff, Kunst.Encoder / 0 Comments

lemon / 11 Januar 2016 / Akustische.Wellen, Found.Stuff, Gedanken.Memo, Kunst.Encoder / 0 Comments

[Marshall McLuhan (1977)… ]

This rare archival footage of McLuhan speaking to an ABC [Australian Broadcasting Corporation] journalist on his visit to Australia was recorded on 19 June 1977 in Sydney. ABC Archive notes: „Canadian expert on electronic media, Marshall McLuhan, arrives in Australia to address a seminar on Australian radio. He advocates shortening of TV transmission time and better balance between TV, radio and press. McLuhan speaks about the effect of TV on children.“

Jabba Jay vor 11 Monaten: I tried to watch till the end but I had other things to do.

lemon / 2 Dezember 2015 / Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Global.Politix:Micro, Realitaets.Tunnel / 0 Comments

[John Chowning – Stria (1977)… ]

John M. Chowning is known for having discovered the FM synthesis algorithm in 1967. … One of Chowning’s most famous pieces is called Stria (1977). It was commissioned by IRCAM for the Institute’s first major concert series called Perspectives of the 20th Century.

// Die Frequenzmodulationssynthese, abgekürzt FM-Synthese, bezeichnet ein technisches Modulationsverfahren, das auf der Frequenzmodulation basiert. … 1967 entdeckte der Amerikaner John Chowning an der Stanford University bei der Modulation zweier Sinusschwingungen die Entstehung extrem obertonreicher Spektren. Er patentierte und veröffentlichte die Ergebnisse seiner Forschung 1973. 1974 lizenzierte die Firma Yamaha das Patent. –> https://de.wikipedia.org/wiki/FM-Synthese

lemon / 20 Oktober 2015 / Akustische.Wellen, Found.Stuff, Kunst.Encoder / 0 Comments

[Low (1977)… ]

-.-

David Bowie, „Low“ (1977)

davidbowles100 (2010): it’s like an aural image of berlin which absolutely mirrors the city.

invisibletenants (2012): this could be an alternate intro to Bladerunner.

„Es heißt, dass Bowie von seiner Plattenfirma angefleht wurde, „Low“ nicht zu veröffentlichen. Zu fragmentiert, zu experimentell und vor allem zu unkommerziell erschien es ihnen. …“ | „Low, Heroes, Lodger – David Bowie und seine Berlin Trilogy“ Sven von Thülen (11.Jan 2013) | http://artistxite.de/de/magazine/special/94274/Low-Heroes-Lodger-David-Bowie-und-seine-Berlin-Trilogy.html

lemon / 1 September 2013 / Akustische.Wellen, Kunst.Encoder / 0 Comments