lemon / 4 Dezember 2019 / Fraktal.Text, Visual.Notes / 0 Comments

[La Lune #31… ]

Bhabha is a lunarimpact crater that is located in the southern part of the Moon’s far side. | https://en.wikipedia.org/wiki/Bhabha_(crater)

Central peak complex of Bhabha crater (70 kilometer diameter) rising from the shadows of dawn, image snapped on 28 August 2019 from an altitude of 73 kiolmeters. View is seen from east-to-the west, north is to the right, visible portion of central peak complex is about 14 kilometers wide, NAC M1321101374LR [NASA/GSFC/Arizona State University]. // via http://lroc.sese.asu.edu/posts/1125

lemon / 3 Dezember 2019 / Found.Stuff, Visual.Notes / 0 Comments

lemon / 3 Dezember 2019 / Daten.PolitixMicro, Global.Politix:Micro, Visual.Notes / 0 Comments

[The Hammond Sound #24… ]

“ … „Viva Tirado“ – El Chicano (1970) — A jazzy soul-rock rendition of Gerald Wilson’s original song about a bullfighter, which was the first single from the group. The song did very well on Los Angeles radio and remained #1 for thirteen straight weeks. The group’s name is from Chicano, a term for United States citizens of typically Mexican-American descent. Based in East Los Angeles, CA. Original members: Freddie Sanchez (bass, vocals), Bobby Espinosa (keyboards, vocals), Mickey Lespron (guitar, vocals), Johnny De Luna (drums), Andre Baeza (congas). …“

// El Chicano ‎– Viva Tirado (1970)
// https://www.discogs.com/de/El-Chicano-Viva-Tirado/release/864948

lemon / 29 November 2019 / Akustische.Wellen, Found.Stuff, Kunst.Encoder / 0 Comments

[Objekte (Uhren) #21… ]

Visuelle Notiz: Schaufenster, Kiel Gaarden (Elisabethstrasse, 19.11.2019)
Kamera: Praktika BMS (Film: sw, Kodak T-MAX P3200, 3200 ASA)

lemon / 28 November 2019 / Kiel.Gaarden, Visual.Notes / 0 Comments

[Das Reale, das Symbolische und das Imaginäre #38… ]

“ … Visuelle Lust und narratives Kino (englischer Originaltitel: Visual Pleasure and Narrative Cinema) ist ein 1975 verfasster Essay von Laura Mulvey. … Laut Mulvey geht die Faszination bestimmter Hollywoodfilme der 1930er bis 1950er Jahre auf bereits bestehende Muster und geschlechtsspezifische Formen der patriarchal geprägten Gesellschaftsstrukturen, die bereits tief im Unbewussten verankert sind, zurück. In dieser Gesellschaft sei die Frau in einer symbolischen Ordnung gefangen, während der Mann seine Phantasien durch die Herrschaft der Sprache ausdrücken könne. … Mulvey nähert sich der „Lust am Schauen“ („pleasure in looking“) und des „Angesehen-Werdens“ („to-be-looked-at“) … an. … Mulvey demonstriert ihre Thesen anhand des Films Vertigo – Aus dem Reich der Toten (1958) von Alfred Hitchcock, da in seinen Filmen der männliche Blick durch die subjektive Kameraführung besonders forciert werde und der Zuschauer in die Rolle des männlichen Protagonisten versetzt werde. Sie kritisiert, dass dieser Film keine weibliche Betrachtungsweise zulasse. … Ihr Ziel ist es, darauf aufmerksam zu machen, dass der Blick des Kinos nicht neutral ist, …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Visuelle_Lust_und_narratives_Kino ( 30. September 2019)

Parviflorum #14: “ … „Man könnte Hustlers als Angebot begreifen, als Aufforderung an die Zuschauerin, sich auch die Filmgeschichte retroaktiv anzueignen und all die Diven und Pin-ups, bombshells und Babes aus dem Knast der Männerfantasie zu befreien.“ … Der „Knast der Männerfantasie“ hat viel von Projektion. Wer kennt ihn denn schon? …“ | Zu: Sabine Horst (21. November 2019) -> https://www.zeit.de/kultur/2019-11/hustlers-kinofilm-jennifer-lopez-feminismus-rezension/komplettansicht

redshrink #20: “ … Wenn Frauen auf andere Frauen mit einer erotischen Faszination schauen können – und nicht vor allem als zu bekämpfende Konkurrentin – wäre schon viel gewonnen. Dass sich Erotik wieder einmal auf perfekte Körper, Laiszivität, Styling – viel Styling – und den einstudierten Performances von inszenierten Showgrößen und Schauspielerinnen fest konzentriert, finde ich etwas ernüchternd. Genauso funktionieren konsumistische Leitbilder. Ob Frauen nun aus dem “Knast” männlicher Fantasien befreit werden, bezweifle ich. Dass Männer Frauen (oder andere Menschen) sexy finden, macht ihr Begehren nicht unbedingt zum Knast, zumal wenn sich dann der weibliche Blick an unerreichbarer und hochgradig stilisierter weiblicher Schönheit weidet. … Wirklich progressiv finde ich den hier beschworenen weiblichen Blick eher nicht. …“ | Zu: Sabine Horst (21. November 2019) -> https://www.zeit.de/kultur/2019-11/hustlers-kinofilm-jennifer-lopez-feminismus-rezension/komplettansicht

“ … Den männlichen Blick kontrollieren hier die Frauen – und wissen ihn zu nutzen. … Hustlers basiert auf einer Recherche der Journalistin Jessica Pressler für das New York Magazine und handelt von einer Gruppe New Yorker Stripperinnen, die auf die Finanzkrise 2008 damit reagierten, dass sie die Jordan Belforts der Wall Street unter Drogen setzten und abzockten. Man könnte sagen: Es ist eine Geschichte über ein Rudel Wölfinnen, die genauso sündig sind wie die Wölfe der Wall Street. “ | Aus: „Macht dich Geld nicht auch geil?“ (26. November 2019) | Quelle: https://www.zeit.de/kultur/film/2019-11/hustlers-kinofilm-jennifer-lopez-kritik/komplettansicht

Desaguliers #11: “ … Ach ja: Dann müsste nach der Logik dieser Kritik der Hochstapler, der Susanne Klatten abgezogen hat, ein Held sein, der sich nicht nur als antikapitalistischer Kämpfer erweist, sondern auch die Machtverhältnisse umkehrt. Ist das so, ZON? …“

Frau. Huber #11.3: “ … Da Männer allgemein in unserer Gesellschaft als Sexobjekt benutzt werden, sei es um fast nackt auf Kühlerhauben für Autos zu werben oder als Stripper für Frauen tanzen, die einen guten Geschäftsabschluss feiern, haben Sie völlig Recht. Frau Klatten als typische Vertreterin der weiblich dominierten Welt des Finanzadels steht hier sinnbildlich für die vielen Frauen in Vorstandsetagen und im Finanzsektor, der Held der Geschichte für die vielen Männer, die zur Prostitution gezwungen werden. Wie wir wissen sind männliche Prostituierte eine gute Einnahmequelle für die Mafia und sie werden häufig unter Drogen gesetzt, geschlagen und vergewaltigt, um sie gefügig zu machen. …“

Oneironautin #14: “ … J.Lo – Sexsymbol, Businessfrau, Popikone … oder Wichsvorlage. Ich habe meinen Bruder mal aus Versehen beim Onanieren erwischt, als eines ihrer Musikvideos auf MTV oder Viva lief. Das war zu Love Don’t Cost A Thing. Da sieht man JLo zunächst in einem mondänen Luxusappartement, wo sie mit ihrem Verehrer telefoniert und sich etwas gelangweilt für ein teures Geschenk bedankt, was den vielen Goldkettchen zufolge, die ihren Hals beschweren, wohl nicht das erste gewesen ist. Dann düst sie genervt mit dem Cabrio los und fängt an, sich all der verschwenderischen Accesoires zu entledigen. So flattert eine edle Handtasche in hohem Bogen aus dem Wagen. Später lässt sie die protzige Karre stehen und promeniert in gesäßbetonter Jeans eine palmenbesäumte, sonnendurchflutete Straße entlang. Jetzt fliegt das Designermäntelchen und der Schmuck weg. Schließlich kommt sie am Strand an, um sich dort, inzwischen halbnackt, mit akrobatischen Verrenkungen schmachtend zur subjektiven Kamera im Sand rumzurekeln. Für mich war JLo immer eine Businessfrau, die sich über ihr Äußeres vermarktete und feuchte Träume für frühpubertierende Teenager produzierte. Als Sängerin ließ sie sich einen durchkalkulierten Sound für die Charts verpassen. Als Schauspielerin hat sie, abgesehen von Out Of Sight, einen Haufen schrottiger Filme gedreht und war schon x-Mal für die Goldene Himbeere nominiert. Hustlers kenne ich nicht. Ich werde mal meinen Bruder anrufen, ob er Bock hat, mit reinzugehen. …“

Frau. Huber #14.1: “ … Ihre Geschichte hat mich daran erinnert, wie ich an der Uni in ein Gespräch mit Kommilitoninnen in einer Arbeitsgruppe gerutscht bin, in der eine erzählte, beim onanieren denke sie immer an Brad Pitt. Zwei andere meinten dann, sie auch und die anderen dachten bevorzugt an Johnny Depp, Leonardo DiCaprio und eine an ein italienisches Model, das in einer damals omnipräsenten Fernsehwerbung nackt aus den Wellen auftauchte.
Mein erster Freund wollte übrigens nicht,dass ich in die gemischte Sauna gehe, damit sich nicht irgendjemand beim Gedanken an meinen nackten Körper daheim einen runter holt… Ich konnte damals schon nicht nachvollziehen, worin er das Problem sah. Jeder darf doch phantasieren, was er mag, das hat ja nichts mit der realen Person zu tun, die er sich vorstellt. …“

“ … Das männliche Starren in der Werbung ist ein vergleichsweise gut untersuchtes Thema, und Werbung fällt einem eher als Film ein, wenn der Begriff genannt wird. Die Frau in der Werbung wird mehr als nur das angestarrte Objekt, sie wird zu dem, was gekauft und verkauft wird: „Die Botschaft jedoch war immer die gleiche: kaufe das Produkt, bekomme das Mädchen; oder kaufe das Produkt, um so zu werden wie das Mädchen um einen Mann zu kriegen“ mit anderen Worten: „‚Kauf das Image, ‚bekomme‘ die Frau“ (Wykes, p. 41). …“ | Aus: „Male Gaze“ ( 15. November 2012 ) | http://feminismus101.de/male-gaze/

Nachtrag / Notiz:

Aus: „Montage/av“ (04.02.1995): pdf/Quelle: https://mediarep.org/bitstream/handle/doc/1070/montage_AV_4_2_1995_Fernsehen.pdf?sequence=1&isAllowed=y

lemon / 27 November 2019 / Cinema.Exposure, Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Gespaltene.Deutung, Realitaets.Tunnel / 0 Comments

[Das Reale, das Symbolische und das Imaginäre #37… ]

Harlan Ellison
(Quelle: https://www.harlanellisonbooks.com/project/this-book-needs-no-introduction-by-harlan-ellison/)

– /// –

“ … »Es gibt unter Menschen immer und überall Dinge, nach denen im Normalfall nicht gefragt wird, weil das alle wissen oder zu wissen glauben, aber auf Nachfrage gar nicht sonderlich genau erklären können – in der Bundesrepublik Deutschland der Gegenwart, in der ich schreibe, wären das zum Beispiel ein ›Handy‹ (›everyday new technology‹) oder ein ›Verfassungsfeind‹ (›deeply embedded social ideology‹).« – Dietmar Dath …“ | https://www.matthes-seitz-berlin.de/buch/niegeschichte.html

// mp3: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2019/11/01/dietmar_dath_ueber_science_fiction_niegeschichte_drk_20191101_1405_7c3a7021.mp3

// via https://thgroh.blogspot.com/2019/11/niegeschichte-dietmar-dath-uber-science.html

lemon / 25 November 2019 / Found.Stuff, Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Kunst.Encoder, Realitaets.Tunnel / 0 Comments

lemon / 24 November 2019 / Kiel.Refugium, Visual.Notes / 0 Comments

[Journalismus (Blödmaschinen) #26 … ]

Adrian Daub, Stanford (23. November 2019): “ … Fox News macht Fernsehen nur für den Präsidenten. Als gelegentlicher Zuschauer hat man das Gefühl, einer Privatveranstaltung mit einem eigenen Code beizuwohnen und Einblick in ein geschlossenes System zu nehmen, das seine maximale erzählerische Ausdehnung längst erreicht hat. … “ | Aus „Fox News: Drei Tage alternative Realität mit Hannity, Carlson und Ingraham“ | Quelle: https://www.zeit.de/kultur/2019-11/fox-news-donald-trump-impeachment-anhoerungen-berichterstattung/komplettansicht

die Wolkenpumpe #37: “ … „… mentales Schleudertrauma.“ Danke Herr Daub für diese schöne Metapher …“

pseudacacia #2.1: “ … Schön, dass „Zeit Online“ die gängigen Tricks der Medien am Beispiel „Fox-News“ erläutert.

  1. De-Kontextualisierung
  2. Fragmentierung

Zu 1.: Es werden Ereignisse / Handlungen / Aussagen aus dem jeweiligen Kontext gerissen und dann entsprechend der gewünschten Botschaft der jeweiligen Medien wieder zusammen gesetzt. Die Technik ist seit den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts eingehend erforscht und wird seit dieser Zeit eingesetzt.
zu 2.: Die Ereignisse / Handlungen / Aussagen werden so bruchstückhaft gezeigt, so dass der Betrachter kaum bis gar nicht in der Lage ist, sich ein Gesamtbild zu machen.
Werden diese beiden Techniken entsprechend kombiniert, kann bildlich gesprochen aus schwarz nach der Bearbeitung weiß gesendet werden. Als Anschauung empfehle ich, „Fox-News“ zu schauen und anschließend zum gleichen Thema „Russia-Today“. Bedauerlicherweise finden sich diese Techniken in ALLEN Medien mehr oder weniger. …“

Ariadne von Schirach (20.06.2011): “ … Blödmaschinen sind als eine Art Interface zwischen Mensch und Welt zu verstehen, die dem Menschen die Arbeit abnehmen, sich selbst über die Welt ein Urteil zu bilden. … Sie beschreiben das strukturidentische Aufkommen der „Postpersönlichkeit“, die bestimmt ist durch den Verlust innerer Grenzen und Leitlinien. … [Zu: Markus Metz und Georg Seeßlen, Blödmaschinen. Die Fabrikation der Stupidität, Suhrkamp Verlag, Mai 2011, 780 Seiten] “ | https://www.deutschlandfunkkultur.de/der-letzte-dreck.950.de.html?dram:article_id=140151

lemon / 23 November 2019 / Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro / 0 Comments

[Geistige Minenfelder #2… ]

“ … Und nur eines kann ich nicht verstehen, wenn ich die Figur dieses Menschen betrachte, der mit Hartleben herumgesoffen hat, und von dem man sagt, er habe in diesen fröhlichen Kneipnächten die Figur des »Serenissimus« erfunden. Christian Morgenstern liebte ihn. Dieser feine, gütige, hohe und tiefe Geist liebte Rudolf Steiner. War das Weltfremdheit? …“ | Wrobel, Ignaz (Kurt Tucholsky): Rudolf Steiner in Paris, WB 20/II, Nr.27, 03.07.1924, S.26 | https://de.wikisource.org/wiki/Die_Schaub%C3%BChne_%E2%80%93_Die_Weltb%C3%BChne/Inhalt_Weltb%C3%BChne | –> “ … Otto Erich Hartleben (* 3. Juni 1864 in Clausthal; † 11. Februar 1905 in Salò am Gardasee) war ein deutscher Schriftsteller. Zu Lebzeiten besonders als Dramatiker ungeheuer populär, kursierten zahlreiche Anekdoten um seine Person. … Eine seiner bekanntesten Figuren war der „Serenissimus“, ein vertrottelter Duodezfürst eines imaginären Zwergstaates. … [Duodezfürst = „Herrscher eines sehr kleinen Fürstentums“] …“ –> https://www.textlog.de/tucholsky-rudolf-steiner.html | https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Erich_Hartleben ( 27. September 2019 )

Serenissimus (Deutsch), Wortart: Substantiv, (männlich) – Wortbedeutung:
1) Bewusstseinswissenschaft:
Bezeichnung für ein höheres Niveau in der Evolutionsstufe des Bewusstseins
2) veraltet: Anrede oder Titel eines regierenden Fürsten (zur Zeit der Kleinstaaterei)
3) veraltet, scherzhaft: Kleinstaatfürst; Witzfigur
https://www.wortbedeutung.info/Serenissimus/

Ambros Waibel (20. 11. 2019): “ … Menschen machen sich seltsame Vorstellungen von sich selbst und ihrer Umgebung, und andere Menschen, die diese Ideen nicht teilen – ja sie sogar, wenn sie in ihren Grundlagen und Konsequenzen vor ihnen ausgebreitet würden, scharf ablehnten … Sie handeln sozusagen, auch wenn sie sich selbst ein rationales Weltbild zuschreiben, diesem entgegen – und fahren oft sehr gut damit. Diesem Widerspruch versucht das Buch von Helmut Zander „Die Anthroposophie: Rudolf Steiners Ideen zwischen Esoterik, Weleda, Demeter und Waldorfpädagogik“ auf den Grund zu gehen: Ohne Schaum vor dem Mund oder Filz vor den Augen, mit wirklichem Erkenntnisinteresse, aber immer mit kritischem, ironischerweise ebenfalls weltanschaulich gebundenem Abstand – Zander ist katholischer Theologe und lehrt Religionswissenschaften an der Universität Fribourg. … Als mein Sohn dann vor 20 Jahren gut katholisch auf die Welt gekommen und in ihr heimisch geworden war und wir eine Schule für ihn suchen mussten, war die Wahl übrigens ganz einfach: Die Waldorfschule war die Einzige, die einen nicht wie eine Kaserne begrüßte, die nicht wie eine Anstalt aussah und die nicht nach Klo roch, sondern zur Weihnachtszeit morgens im Kerzenlicht erstrahlte. Man muss kein Anthroposoph sein, um das verwirklichen zu können. Aber wenn es hilft – wer wollte da das erste Zuckerkügelchen werfen? …“ | https://taz.de/Waldorf-Weleda-Demeter-und-Co/!5638891/

Wolf Haberer (20.11.2019, 18:01): “ … Also eines muss man dem Zander neidlos zugestehen … er wird ja von beiden Seiten gelesen, von den zürnenden oder zumindest beunruhigten Anhängern genauso wie von jenen, die unter- bis oberschwellig fasziniert einen tieferen Blick in diese Welt riskieren wollen …“

Jim Hawkins 21.11.2019, 09:19: “ … Aber: Auf mein Weleda-Wildrosen-Öl lasse ich nichts kommen.“

“ …

gelöschter User (16. Jänner 2011, 18:21:50): “ … Mir wir schon flau im Magen, wenn ich das typisch anthroposopisches Design sehe, dazu reicht schon der „Weleda“-Schriftzug. Dann befällt mich eine klaustrophobische Beklemmung und das Bedürfnis, die Fenster aufzureißen zu müssen. Dies, obwohl ich eigentlich recht wenig mit der Anthroposophie in Berührung gekommen bin. Ein sehr guter Freund von mir hatte sich vor langer Zeit mit einer zwar nicht konsequent praktizierenden, aber doch stark anthroposophisch geprägten (und im übrigen nicht sonderlich intelligenten) Frau liiert, die auf Dauer nicht zu ertragen war. Das hat gereicht, um mich bis heute zu traumatisieren. …“ Kommentar zu: https://www.derstandard.at/story/1293370714873/anthroposophie-steiner-entsteinern

“ …

Hans-Florian Hoyer (27. Januar 2011 um 01:03): “ … to whom it may concern: Huber, J., Astral-Marx, Über Anthroposophie, einen gewissen Marxismus und andere Alternatiefen, in Kursbuch 55, 1979, S.139-161. — Joseph Huber beschreibt in dem Aufsatz „Astral-Marx“ sein Erleben mit solchen Aktivitäten der anthroposophischen Bewegung wie folgt: „Mir persönlich ging es mit der Anthroposophie wie im Märchen vom Igel und vom Hasen. Als linke Hasen rennen wir uns nach den sozialistischen Träumen die Hacken ab, und wenn wir wo hinkommen, steht da oft ein anthroposophischer Igel und sagt ‚Ätsch, ich bin schon da‘: hier ist ein klassenloses Krankenhaus, dort eine eigene Genossenschaftsbank, da sind selbstverwaltete Kindergärten und Schulen, Verlage, alternative Heil- und Therapieeinrichtungen, Tagungsstätten, freie Kunstakademien, Arzneimittelfabriken, biologisch-dynamische Landwirtschaftsbetriebe und anderes. Wo die heutige Linke mit lautem Getöse relativ wenig erreicht, schaffen Anthroposophen im Stillen viel.“ …“ | https://www.ruhrbarone.de/150-jahre-rudolf-steiner-%E2%80%93-%E2%80%9Eaber-ich-hab%E2%80%99-doch-nichts-davon-gewusst%E2%80%9C/22119



“ … Rainer Herzog: »Nicht von außen, so sagte Rudolf Steiner schon 1914/1915, drohe seinem Werke Gefahr. Die Feinde kommen von innen, aus der Mitgliederschaft selbst.« (Adelheid Petersen, „Erinnerungen an Rudolf Steiner“, S. 189) – Ich muss gestehen, dass ich noch bis vor kurzem die diversen Berichte, Mahnungen und Warnungen über die Offenheit der anthroposophischen Bewegung für Verschwörungstheorien (VT) als etwas übertrieben erlebte – auf Facebook und auch vor allem [ ] auf dem Egoistenblog. Inzwischen weiß ich: Es ist viel schlimmer, irrer und durchgeknallter, als ich angenommen hatte. …“ | „Ein halbes Jahr in einer anthroposophischen Facebook-Gruppe – Ein Selbstversuch“ Eingestellt von Ingrid H. (23. Oktober 2018), Quelle: https://egoistenblog.blogspot.com/2018/10/ein-halbes-jahr-in-einer.html

Impuls / Kontext: —> https://egoistenblog.blogspot.com/2019/11/lieber-anthroposophischer.html
Bild Quelle (2): pdf

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk (03.09.2019): “ … Wenn sich der Religionswissenschaftler Helmut Zander die Anthroposophie vorknöpft, ist Rezensentin Monika Dittrich ganz Ohr, denn die Felder ihrer Tätigkeit breiten sich aus: Von Demeter-Höfen über Drogeriemärkten und Banken bis zu Weleda bis zu den Waldorf-Schulen. „Prägnant und kurzweilig“ sei das Buch geschrieben, meint die Rezensentin, man könne es in einem durchlesen, aber auch als Handbuch. Dittrichs Darstellung zufolge reibt sich Zander vor allem am Absolutheitsanspruch der Anthroposophie, die er an Rudolf Steiners Glauben an die höhere Erkenntnis festmacht. Höhere Erkenntnis sei nicht verhandelbar, zitiert Dittrich den Autor, dem sie attestiert, auch in seiner Kritik an okkulten Dimensionen der Anthroposophie nüchtern und fair zu bleiben, zwischen verschiedenen Fraktionen zu differenzieren und nie ins Abrechnende zu verfallen. …“ | https://www.perlentaucher.de/buch/helmut-zander/die-anthroposophie.html

Monika Dittrich (02.09.2019): “ … Anthroposophen werden das nicht gern hören – und auch an andere Ideen von Rudolf Steiner werden sie vermutlich lieber nicht erinnert. So sprach Steiner von menschlichen Rassen, von Wurzelrassen, von degenerierten Indianern und vom starken Triebleben der – Zitat – „Neger“.
Die Art und Weise, wie Anthroposophen heute mit den rassistischen Aussagen ihres geistigen Mentors Steiner umgehen, bezeichnet Zander als „unsouverän“ – trotz diverser Distanzierungsversuche und etwa der sogenannten Stuttgarter Erklärung des Bundes Freier Waldorfschulen.
Hier offenbare sich ein grundsätzliches Problem: Die Kritik am Gründungsvater werde als Gefahr für das gesamte anthroposophische System wahrgenommen.
„Steiner glaubte, dass diese Vorstellungen Ergebnis seiner Einsichten in höhere Welten seien. Wenn man jetzt ein Stück aus diesen höheren Welten herausschneidet und sagt, dieser Teil stimmt nicht, dann ist unklar, ob nicht wie ein Domino-Effekt andere Teile dieser Einsicht auch fallen.“
Dazu schreibt Zander: „Am Ende geht es um viel mehr, um die Logik seines Weltanschauungshauses. Tief in dessen Inneren sitzt eine Evolutionstheorie, die Steiner aus dem 19. Jahrhundert geerbt hat und in der die ganze Kultur evolutionstheoretisch gedeutet wird. […] Steiners Rassentheorie zu kritisieren bedeutet im Kern, seine Logik der Evolutionslehre infrage zu stellen.“
Zanders Buch ist eine kritische Auseinandersetzung mit der Anthroposophie – aber keine Abrechnung. Er schreibt mit dem beobachtenden Blick des Historikers – als Theologe und Religionswissenschaftler vermag er insbesondere die okkulte und religiöse Dimension der Anthroposophie einzuordnen. … Vor allem aber wird in seinem Buch deutlich: Die Anthroposophie ist ein weit verzweigtes Netz mit vielen Aspekten und Ausprägungen – und ihre Akteure lassen sich nicht über einen Kamm scheren. Das anthroposophische Milieu sei hochdifferenziert, sagt der Autor: „Von offen linken, bürgerlichen, grünen Anthroposophen und einer Betonfraktion auf der anderen Seite, die der Meinung sind, dass die Rassentheorie Steiners doch irgendwie stimmt.“ …“ | https://www.deutschlandfunk.de/helmut-zander-die-anthroposophie.1310.de.html?dram:article_id=457576


Jürgen Holwein (29.01.2011): “ … Steiner glaubte, dass man die übersinnliche Welt erkennen könne. Deshalb gründete er eine Esoterische Schule, in der Meditation zur Erlangung höherer Erkenntnis gelehrt wurde. Dafür schrieb er Mysteriendramen, in denen der Mensch den Weg in die geistige Welt nachvollziehen können solle. Und deshalb entstanden in der Theosophischen, später Anthroposophischen Gesellschaft Kulträume, in denen ein freimaurerischer Ritus, ein „Erkenntniskult“, gefeiert wurde – dies jedenfalls behauptet Helmut Zander.
Kritiker sehen in der Anthroposophie (wörtlich „Weisheit vom Menschen“) nichts anderes als die „sonderbare ,Weisheit“‚ des Menschen Rudolf Steiner. In ihr verschmelzen die Elementarteilchen aus allen nur denkbaren Erkenntnis- und Wissensgebieten zu einer einzigen Evolutionsgeschichte der Menschheit, der Erde und, ja, des ganzen Kosmos.
Steiner war kein Rassist im nationalsozialistischen Sinn, auch wenn in der Konstruktion seines theosophischen Sozialdarwinismus von „degenerierten“, „zurückgebliebenen“ oder „zukünftigen Rassen“ die Rede ist. Und eine Weltsicht, in der sich Engel und Dämonen gegenüberstehen, die die Existenz von Volks- und Rassengeistern behauptet und die lehrt, dass das Leben der Menschen von Karma aus früheren Leben bestimmt ist, erscheint heute befremdlicher denn je.
Nehmen wir Rudolf Steiner als ein Kind seiner Zeit. Lebensreformerische Bewegungen lagen in der Luft. Aus Steiners reformpädagogischem Konzept wurde die erfolgreichste Privatschulbewegung überhaupt. 221 Schulen gibt es in Deutschland, 1000 sind es weltweit. Das Arnika-Massageöl von Weleda oder die Rosencreme von Dr. Hauschka wird auch in Hollywood geschätzt. … “ | https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.anthroposophie-rudolf-steiner-geist-und-geister.62671315-0db8-4f0b-ab15-472b679907af.html

„… Aus den frühen 1890er Jahren in Weimar liegen einige Erinnerungen der bald darauf sehr erfolgreichen emanzipatorischen Schriftstellerin Gabriele Reuter vor, zu deren Freundeskreis Steiner gehörte. Sie schrieb: „Individualisten von reinstem Wasser waren wir sämtlich. […] Friedrich Nietzsche [war] unser Gott geworden. […] Jeder von uns war Herr der Welt und der Mittelpunkt ihres Seins, und die Souveränität des Einzigen [im Sinne Stirners] wurde mit den groteskesten Gründen und den gewagtesten Schlussfolgerungen bestätigt. [ ] Rudolf Steiner […] war groß darin, barocke, unerhörte Prämissen aufzustellen und sie dann mit einem erstaunlichen Aufwand von Logik, Wissen, kühnen Einfällen und Paradoxen zu verteidigen. … Ein Gedanke Steiners ist mir viel nachgegangen: die Forderung von moralischer und religiöser Phantasie […].“ – Gabriele Reuter
… Alles in allem gab es wenig Zeitgenossen, die Steiner indifferent gegenüberstanden. Er hatte eine starke und ungemein polarisierende Wirkung. Seine Zuhörerschaft teilte sich zumeist in Anhänger und Gegner. Die vielfältigen Impulse für verschiedenste Lebensbereiche, die Steiner ausübte, wurden daher in der Regel außerhalb des anthroposophischen Kontextes wenig rezipiert. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Steiner (Stand: 11. November 2019)

lemon / 21 November 2019 / Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro, Wortbrocken.Cafe / 0 Comments