[Der expressionistische Phantast… ]

[…] „Doch verschmäht der ‚expressionistische Phantast‘ im allgemeinen die krummen Wege der Geltungssüchtigen, die Nützlichkeitshaltung liegt ihm nicht, er wirkt ehrlicher und sympathischer, geht aber bei seiner Kompromißlosigkeit an der Wirklichkeit auch fast zugrunde.“…

Aus: „Die Phantastischen – Typeneinteilung der Psychopathen nach Kurt Schneider“
=> http://www.hypies.de/neuro/KS/phantast.htm

lemonhorse / 22 November 2004 / Fraktal.Text / 0 Comments

[Diese innere Bejahung… ]

„… Totalitarismus ist eine politologische Beschreibungskategorie. Sie untersucht Herrschaftssysteme, die im Gegensatz zum dem des autoritären Staates nicht nur eine diktatorische Regierungsform beinhalten, sondern darüber hinaus auch noch den Anspruch haben, in seinem Herrschaftsbereich einen „neuen Menschen“ gemäß einer bestimmten religiösen oder weltanschaulichen Ideologie zu erschaffen. Zu diesem Zwecke versucht der totalitäre Staat, durch Propaganda und Erziehung die unter seiner Herrschaft lebenden Menschen einer ständigen Indoktrination dieser herrschenden Ideologie auszusetzen, so dass nicht nur deren äusserlicher, formaler Gehorsam dem Staat gegenüber sichergestellt ist, sondern auch innerlich die herrschende Ideologie enthusiastisch aus vollstem Herzen bejaht wird, was eine Politisierung auch der privatesten Lebensbereiche mit sich bringt, denn Gedanken und Gefühle eines jeden Menschen sollen faktisch „von der Wiege bis zur Bahre“ manipuliert werden, um diese innere Bejahung der herrschenden Ideologie zu erzeugen. …“

Bruchstück aus „Totalitarismus“ | Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Totalitarismus

lemonhorse / 13 Oktober 2004 / Fraktal.Text / 0 Comments

[Dusch DADA… ]

Neue Dampfdusche hebt Wellness in ungeahnte Sphären

[…] Die neue Dampfdusche Scala Relax von PALME belebt mit einer Vielzahl an Funktionen Körper und Geist. Mit Lichttherapie und vier einzeln anwählbaren Farben, individueller Duftöldosierung oder unter der „Schottischen Dusche“. Oder vielleicht doch mit Tellerkopfbrause, Wasserfall-Schwallbrause und Massageset?

[…] SCALA Dusch-Modulsysteme bestechen mit modernster Technik und stilvoller Form. Alle Einbauvarianten verfügen über hochwertiges Einscheiben-Sicherheitsglas, bei den Alu-Profilen wählen Sie zwischen Silber, Chrom oder vielen Sanitärfarben. Die Armaturen und Beschläge sind in chrom glänzend.

[…] Hydromassage mit elektronischer Steuerung, Funkfernbedienung mit Touchscreen, drei verstellbare Massage-Brauseköpfe, Beleuchtung, Thermostatmischer mit Absperrung, fünffach verstellbare Massage-Handbrause, ein höhenverstellbarer Sitz und ein ausziehbares, bedienungsfreundliches Technikelement mit integrierter Entkalkungsanlage.

[…] Der Anwender findet in der Kabine einen Sitz, der durch seine Textilbespannung den notwendigen Komfort bietet, der das Dampfbad so angenehm wie möglich gestaltet. Der Sitz ist durch einfaches Umklappen der Reling höhenverstellbar und kann entlang der Reling frei positioniert werden. Wird er nicht benötigt, lässt er sich senkrecht einhängen und dementsprechend platzsparend verstauen.

Bruchstücke aus: „Neue Dampfdusche hebt Wellness in ungeahnte Sphären“
Quelle: http://www.baumarkt.de/b_markt/angebote/angebot-150.htm

lemonhorse / 10 Oktober 2004 / Fraktal.Text / 3 Comments

[„Entweder-Oder“ außer Kraft setzen… ]

[…] Der französische Philosoph Jacques Derrida ist in der Nacht zum Samstag gestorben. Er erlag im Alter von 74 Jahren in einer Pariser Klinik einem Krebsleiden der Bauchspeicheldrüse. Der Autor von „Die Schrift und die Differenz“ begründete in den 60er Jahren den Dekonstruktivismus.
[…] Nach Überzeugung des Pariser Gelehrten beruht die westliche Philosophie auf der falschen Annahme, dass man sich auf die wahre und unverrückbare Bedeutung von Worten und Begriffen verlassen könne. Mit der als Dekonstruktivismus bekannt gewordenen Methode versuchte Derrida stattdessen nachzuweisen,
dass es unmöglich ist, eine definitiv gültige Bedeutung von Texten zu ermitteln. Diesem Ansatz liegt die These zu Grunde, dass kein Gedanke und kein Konzept in Reinform vermittelbar ist. Eine objektiv wahre Deutung von Texten sei deshalb unmöglich.
[…] Am Bekanntesten ist er als Querdenker und Begründer des Dekonstruktivismus. Diese Analysemethode wandte er auf Literatur, Linguistik und Philosophie, aber auch auf Gesetzestexte und Architektur an. Im Fokus seiner Arbeit stand die Sprache. Er erkannte, dass diese mehrere Ebenen und daher auch mehrere Bedeutungen hat. Laut Derrida ist Sprache keinesfalls direkte Kommunikation.
[…] Der Kern seines Denkens war die Annahme, dass es keine absolute Wahrheit gibt. Verschiedene, auch sich widersprechende Deutungen betrachtete er gleichzeitig als wahr. Um dies zu beweisen, wendete Derrida eine Methode an, die als Dekonstruktivismus bekannt wurde. Dabei werden Texte so zerlegt, dass keine \“wahre Interpretation\“ mehr möglich ist. Die Dekonstruktion hat den Diskurs der siebziger und achtziger Jahre geprägt. Derridas Texte, die Denk- und Gattungsgrenzen in Frage stellen und mit Begriffen spielen, wurden von vielen als unverständlich angesehen.

Bruchstück aus: „Französischer Philosoph Derrida in Paris gestorben“ (Frankfurter Rundschau, 10.10.2004)
Quelle: http://www.fr-aktuell.de/ressorts/kultur_und_medien/boulevard/?cnt=522708

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[…] Und der Autor eines Textes muss nicht der Autor von dessen Botschaft sein. Ziel seiner Denkschule ist es, das geschriebenen Wort von den sie einschränkenden Sprachstrukturen zu befreien, und so die Grenzen der Textinterpretation zu öffnen.
[…] Einige seiner wichtigsten Veröffentlichungen: „Gewalt und Metaphysik“(1964) „Die Schrift und die Differenz“ (1972) „Semiologie und Grammatologie“ (1975) „Die Postkarte. Von Sokrates bis an Freud und jenseits“(1980) „Aufzeichnungen eines Blinden“ (1996) „Marx’ Gespenster“ (1995) „Geschichte der Lüge“ (1997)

Bruchstücke aus: „Ein Meister der Dekonstruktion“ (09.10.2004)
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/896/40856/

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[…] dass Dekonstruktion nicht nur Destruktion und nicht Konstruktion, sondern, in einer paradoxen Bewegung, beides meine: Dass sie Systeme und Hierarchien zerstört, um sie in einer neuen, offenen Ordnung wieder aufzubauen, um mit dem freiwerdenden Material zu spielen, das die Gegensätze wie Kultur und Natur, und sogar Mann und Frau, als kulturelle Setzungen entlarve…
[…] Er zeigte […] Wege der Öffnung, neue Perspektiven, Werkzeuge, um die Totalisierung des Denkens, das Entweder-Oder außer Kraft zu setzen.

Bruchstück aus „Adieu, D.“ Niklas Maak (10.10.2004)
Quelle: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,322427,00.html

lemonhorse / 10 Oktober 2004 / Found.Stuff, Fraktal.Text, Gedanken.Memo / 0 Comments

[Kunstschutz-Offiziere und Trophäenkommissionen… ]

[…] Unter dem Begriff Beutekunst versteht man grundsätzlich während des Krieges geraubte Kulturgüter aus Kirchen, Schlösser, Bibliotheken, Museen und Universitäten des Kriegsgegners. Speziell die Raubzüge der Nationalsozialisten währen des Zweiten Weltkrieges, die als „größter Kunstraub aller Zeiten“ gelten, haben das Wort geprägt. Doch es kam auch auf Seiten der Alliierten, speziell Russlands, zu ähnlichen Aktionen, die sich im Zuge des wachsenden militärischen Erfolges und der Rückeroberung von besetzten Gebieten abspielten.

[…] Im Zweiten Weltkrieg ging der Raub von Kunst so organisiert vonstatten, wie nie in der langen Geschichte der Menschheit. Die Diktatoren Adolf Hitler und Josef Stalin übertrumpften sich gegenseitig, wie Historiker belegen. Bereits Jahre vor dem Überfall auf seine Nachbarstaaten hatte Hitler Kunst-Kundschafter ausgesandt, Spione, die als Gäste kamen. Unter dem Vorwand von Kulturforschung und wissenschaftlichem Austausch durchkämmten deutsche Sachverständige europäische Museen und Kunstdepots. Im Krieg kamen hinter den Panzern der Wehrmacht dann immer so genannte Kunstschutz-Offiziere, um die Beute waggonweise abzutransportieren. Oft brauchten sie nur ihre Listen abzuarbeiten. Nach Hitlers Niederlage drehte sein sowjetischer Gegenspieler den Spieß um. Mit den „Trophäenkommissionen“ hatte Stalin das Gegenstück zu den deutschen Kunstschutz-Offizieren geschaffen.
Bruchstück aus: „Beutekunst“ (Lexikon)
Quelle: http://www.politikerscreen.de/t-online/lexikon_detail.asp?ID=95

lemonhorse / 7 Oktober 2004 / Fraktal.Text / 0 Comments

[Abstrakte Kunst… ]

„[…] wurde [ ] den Künstlern der Sozialistische Realismus einfach abverlangt – sonst gab es keine Aufträge oder sogar Sanktionen –, lief die Einflußnahme im Westen verdeckter, aber kaum weniger massiv ab. […] Während seines Amerikaaufenthaltes 1955 hatte Fuchs Visionen und wie er 40 Jahre später erst erzählt, ein Gotteserlebnis gehabt. „Man kann doch niemanden sagen, dass einem Gott erschienen ist. und Darüber kann man auch nicht schreiben. Ich will ja nicht in eine psychiatrische Anstalt kommen. …“
Bruchstücke aus: „Ernst Fuchs – Das Einhorn zwischen den Brüsten der Sphinx“
Franz Krahberger über Gerhard Habartas Biografie von Ernst Fuchs (Datum?)
Quelle: http://ejournal.thing.at/Kritik/fuchs.html

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„[…] waren die Künstler damit aber gleich auf der Gehaltsliste der CIA? Keineswegs, viel mehr mussten die Verbindungen über viele Jahre geheim gehalten werden, da Motherwell, Rothko oder Pollock schon wegen ihres ungeheuren Eigensinns zwangsläufig nicht mit dem CIA zusammen gearbeitet hätten. …“
Bruchstück aus: „Die Macht der Bilder – Abstract Art, das MoMA und der Kalte Krieg“
Quelle: http://www.deutsche-bank-kunst.com/art/2004/3/d/2/208-4.php

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„[…] Die Verfassung der DDR gebot Meinungsfreiheit. Freiheit des Denkens. Eigentlich eine Banalität. Aber Denken ist nicht zur Selbstbefriedigung in einem Monolog bestimmt. Es muß sich artikulieren, der gesellschaftlichen Prüfung und Praxis stellen. Wie, wenn es nun artikuliert wird – in einer Diskussions-„Gruppe“ von mehr als zwei Personen? Wenn dort z.B. querdenkende Ansichten zur realitätsfremden Politik der SED-Führung artikuliert werden und man nicht davor „zurückschreckt“, persönliche Konsequenzen aus offenkundiger Politikunfähigkeit und Realitätsferne der sprachlosen und unwilligen Führung zu fordern? Oder wenn vielleicht in Privatwohnungen („Gruppe“!) Ausstellungen von Kunstwerken veranstaltet werden, die nicht eben dem Musterbild sozialistischen Realismus entsprechen, sondern abstrakte Kunst sind…“

Bruchstück aus: „Zwie-Gespräch Nr. 27 (1995), Seite 14 – 32“
von Wolfgang Hartmann, Quelle: http://www.mfs-insider.de/Zwiegespr/VielfIM.htm

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„[…] Wozu sollte abstrakte Kunst nütze sein, wenn nicht als Herausforderung für Phantasie und Imagination? Der beste Beleg hierfür ist die Tatsache, dass phantasielose Menschen abstrakte Kunst als »Schrott« abtun oder gar verbieten. …“
Bruchstück aus: „INTELLIGENCE INCREASE, I²“
Quelle: http://www.smilenow.de/s10002.htm

lemonhorse / 7 Oktober 2004 / Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Kunst.Encoder / 0 Comments

[Die Schicksalsmaschine… ]

„[…] Der Zustand unserer Psyche, erklärt man uns, sei heute wählbar wie die Innenausstattung eines Apartments. […] Hippokrates weigerte sich, zu glauben, dass Epilepsie übernatürliche Ursachen hat; Aristoteles entlarvte die prophetischen Träume mancher Zeitgenossen als schlichte Zufälle; Epikur und Lukrez stellten fest, der Lauf der ganzen Welt sei ohne göttliche Eingriffe zu erklären.
Doch erst im 17. Jahrhundert begann die Erkenntnis, dass die Welt logisch und nachvollziehbar aufgebaut ist, sich langsam durchzusetzen. Die britische Royal Society bewies, dass Insekten nicht einfach aus dem Nichts entstehen, wie man bis dahin angenommen hatte. Magnetismus und Elektrizität waren nichts Okkultes mehr, sondern beruhten auf kleinen, unsichtbaren Teilchen. Die Beobachtungen am Himmel ließen sich besser erklären, wenn man annahm, dass die Sonne nicht um die Erde kreist.
Schließlich bekam das Volk Wind von der Sache.
[…] Zufall und Notwendigkeit, so zeigt die moderne Forschung, sind das eigentliche Produkt des Weltgetriebes. Wir sind Teil einer Maschine, die nichts hervorbringt als ihr eigenes Schicksal. Wie viel wir an ihren Rädchen drehen können, das gilt es herauszufinden.
„Warum ich?“, schreibt der US-Philosoph Michael Gelven in seiner „philosophischen Untersuchung des Schicksals“, bleibt die wahrscheinlich tiefste Frage, die wir stellen können. Vielleicht ist „Schicksal“ am Ende nur ein leeres Wort, das, wie Immanuel Kant meint, keine Bedeutung besitzt. Der einzige Weg, das herauszufinden, ist, die abgelegenen Stellen im Bauplan der Welt zu suchen, an die es sich zurückgezogen haben könnte. …“

Bruchstücke aus: „Die Welt als Schicksalsmaschine“ von Jochen Wegner (04.04.2004)
Quelle: http://www.morgenwelt.de/354.html

lemonhorse / 20 September 2004 / Found.Stuff, Fraktal.Text / 0 Comments

[Der Vernichtungsblick… ]

“ … Wenn aus mehrschichtiger Wahrnehmung zwischen zwei Wimpernschlägen ein großer Tümpel glucksender Gier wird. Tja, es ist das alte Spiel, und nichts ist peinlicher, als beim Taxieren des erotischen Werts entlarvt zu werden. Dann folgt unvermeidlich das weibliche Gegenstück zum Glotzblick, nämlich der Vernichtungsblick. …“

Aus: „Die Busenbotschaft – Wenn Mann anfängt zu lesen, hat er oft schon verloren: Genau 20 Jahre nach ihrer Erfindung gibt es immer noch keine Anleitung für die T-Shirts mit Botschaft“ von Harald Hordych (18./19.9.2004) | http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/486/39447/

lemonhorse / 20 September 2004 / Fraktal.Text / 0 Comments

[Angewandter Diskordianismus… ]

[…] Diskordier bestreiten objektive Wahrheiten, sie (zumindest die meisten) sind der Ansicht, dass alles subjektiv auslegbar sei…

Sie lieben die Widersprüche, denn diese zeigen Grenzen der Logik auf. Um mit Widersprüchen umzugehen, muss man das übliche logische Denken überwinden und dem Geist neue Freiheiten geben. Die Überzeugung, dass der Mensch ein Sklave von Wort und Logik ist, schlägt sich auch im Zen-Buddhismus nieder.

Ein weiterer Punkt ist die Unterteilung von Chaos und Ordnung in seinen jeweiligen kreativen und destrukiven Part. Das Sacred Chao verdeutlicht dies.

Chaos und Ordnung sind nur vom Mensch entwickelte Begriffe und Konzepte. Sie versuchen zu beschreiben, was das menschliche Bewusstsein wahrnimmt. Diese Wahrnehmung erfolgt allerdings immer durch ein Fenster oder Gitter, das zwar variieren kann, aber nie das tatsächlich dahinter liegende reine Chaos zeigen kann. Wobei der Begriff „reines Chaos“ schon wieder eine menschliche Kategorie ist und das dahinter Liegende nur unzureichend beschreibt.

Jemand, der gegen das Chaos wettert und dabei unterschlägt, dass im Chaos auch Kreativität steckt, wird gern als Graugesicht bezeichnet. Graugesicht ist der Name eines humorlosen Menschen, der laut der Principia Discordia 1166 v. Chr. einen Trip einleitete, der zur einer Unausgeglichenheit der Welt führte.

[Hier noch die] Fünf Gebote: Gemäß dem Gesetz der Fünf gibt es im Diskordianismus genau Fünf Gebote:

  1. Es gibt keine Göttin außer der Göttin und es ist deine Göttin. Es gibt keine erisische Bewegung außer der erisischen Bewegung und es ist die erisische Bewegung. Und jeder Golden Apple Corps ist das geliebte Zuhause eines Goldenen Wurms.
  2. Ein Diskordier sollte immer das Offizielle Diskordische Dokument Nummerierungssystem verwenden.
  3. Ein Diskordier ist aufgefordert, während seiner frühen Illumination alleine an einem Freitag loszuziehen und freudig einen Hot Dog zu verzehren; diese geweihte Zeremonie wendet sich gegen das populäre Sektierertum der Zeit: des katholischen Christentums (kein Fleisch am Freitag), des Judaismus (kein Fleisch vom Schwein), der Hindus (kein Fleisch vom Rind), der Buddhisten (kein Fleisch von Tieren), und der Diskordier (keine Hot Dog Brötchen).
  4. Ein Diskordier soll keine Hot Dog Brötchen verzehren, weil sie der Trost Unserer Göttin waren, als Sie mit dem Original Snub konfrontiert war. (die Nichteinladung bei der Hochzeit von Peleus und Thetis)
  5. Einem Diskordier ist es verboten, zu glauben, was er liest.

Zum Diskordianismus ist noch zu sagen, daß niemand so genau weiß, ob all das nicht ein einziger, komplizierter Witz oder eine echte Religion ist.

Zitate:

  • Wir Diskordier müssen auseinanderhalten!
  • Diskorder schwimmen nicht gegen den Strom, sie klettern aus dem Fluss.
  • Wer nicht für uns ist, ist für uns.
  • Gib‘ einem Affen ein Hirn und er wird schwören, er sei das Zentrum des Universums.
  • Discordianismus ist nicht nur eine Religion; es ist eine Geisteskrankheit – Lord Omar Ravenhurst
  • Es ist mein fester Glauben, dass es falsch ist, einen festen Glauben zu haben – Malacylpse der Jüngere
  • Es gibt eine Wahrheit jenseits der Realität, aber es gibt keine Realität diesseits der Wahrheit. – St. Angremonn der Eilige
  • Ich bin der Che Guevara der Weisheit. -St. Angremonn der Eilige
  • Seriöse Verschwörungsliteratur zeichnet sich also per Definitionem durch ihre große Unseriösität aus. Das bedeutet, dass Wilsons Werke aufgrund ihrer Seriösität zu der unseriösen Verschwörungsliteratur zählen. – St. Angremonn der Eilige
  • Die Aussage, der Diskordianismus bleibe als einziger übrig, nachdem sich die ‚anderen Religionen‘ gegenseitig zerfleischt haben, ist – wie eigentlich so ziemlich alles, was Mal so von sich gab – dermaßen sinnbefreit, dass es für den Initiaten wie der Schlüssel zur Erleuchtung aussehen muss. – St. Angremonn der Eilige (bezieht sich auf „Eine Erisische Hymne“ in der Prinicipia Discordia)

Aus: „Diskordianismus“ (15.09.2004)
Quelle: http://verschwoerungen.info/wiki/Diskordianismus

lemonhorse / 15 September 2004 / Fraktal.Text / 0 Comments

[Chemie + Bewusstseinszustand… ]

“ […] DMT ist ein chemisch nicht sehr komplexes Molekül, und ähnelt den Botenstoffen des Gehirns, dem Serotonin und Melatonin stark. Geraucht oder injiziert ist es eines der stärksten psychedelischen Drogen.
Innerhalb von wenigen Sekunden nach dem Konsum lösen sich Zeit, Raum und Widersprüche auf, es kommt zu Bilderfluten und hinter diesen liegen oft noch aufwühlendere Ebenen der Erfahrung.
[…] Die Konstellation der scheinbaren Unvereinbarkeit objektiver Erkenntnis über und subjektiver Erfahrung mit Psychedelika hat sich in den sechziger Jahren gebildet, als Universitätsangehörige wie Timothy Leary nicht nur Studien mit Probanden durchführten, sondern selbst mit Begeisterung auf den Psilocybin- oder LSD-Trip gingen. Mit „Turn on“ und „Tune in“ war es für Leary dann auch nicht mehr getan, es sollte auch zum sozialen „Drop out“ kommen. Das war zu viel für das „Establishment“.
Die Angst vor der Ekstase, tief verwurzelt in der calvinistisch-puritanisch geprägten amerikanischen Gesellschaft, die Angst vor der neuen sozialen Bewegung der Beatniks und Hippies, die ihre Finger – jeweils auf ihre Art – tief in die vom imperialistischen Größenwahn der Machthaber gerissenen Wunden legte und die Infragestellung diverser sozialer Kodizes durch die Gruppen, führten zu einem rigorosen Umgang mit der neuen Bewegung und ihren universitären Quellen und Ablegern. Dem „Summer of Love“ (Jefferson Airplane) folgte der „Winter in America“ (Gil Scott-Heron). Seither ist die damals weltweit als überaus verheißungsvoll angesehene Erforschung des menschlichen Geistes mit Hilfe von „psychedelischen Drogen“ wie LSDA und Psylocibin sanktioniert oder gar unmöglich geworden.
[…] Der Psychologe Strassman, der heute US-Behörden im Prozess der Arzneimittelzulassung berät, ließ sich von der US-Drogenbehörde DEA und der FDA die Applikation von reinem DMT genehmigen und injizierte seinen 60 Freiwilligen, die meist schon sehr erfahren im Umgang mit psychedelischen Substanzen waren, die Substanz in Abhängigkeit von ihrem Körpergewicht. Was dann folgte, waren wilde Abfahrten durch die Höhen und Tiefen der intellektuellen und emotionalen Beschaffenheit der Menschen, bis hin zu mystischen Ganzheiterfahrungen, die man sonst nur aus den Berichten religiöser Ekstatiker und von sich in spiritueller Auflösung befindlicher Meditationsexperten kennt. Selbst für erfahrene Acid-Heads ist die Wirkung des DMT, das den Geist innerhalb von Sekunden in (vermeintlich?) außerplanetarische Sphären katapultiert eine beeindruckende Erfahrung.
[…] Dort, wo die Wirkung der Droge über den psychisch-personalen Bereich hinaus geht, so folgert Strassman aus den Berichten, bestimmen entweder Begegnungen mit Außerirdischen oder mystische Erfahrungen das Erleben. Immer wieder kommen fremdartige Wesen in den Trips vor, die entweder den Neuankömmling in ihrer Sphäre mit Interesse begrüßen – oder ihn ignorieren. Die Beschreibungen der Probanden über Aussehen und Art dieser koboldartigen Entitäten gleichen sich frappant und alle Befragten sind sich sicher, dass sie hier keiner Halluzinationen erlegen waren, sondern tatsächlich Besucher in einer anderen Realität waren. Seither grübeln Strassman und die psychedelische Gemeinde um den Realitätsgrad der Aussagen und suchen nach Erklärungen für die Ereignisse, denn wer glaubt schon an Geister, geschweige denn, lässt sich gerne Geschichten über sie als wahr verkaufen? Der Psychologe in Strassman zweifelte und hielt sich am Grundsatz „It’s all in your mind“ fest, der Psychedeliker in ihm versuchte dagegen nicht zu schnell zu bewerten.
Letztlich siegte der Mensch in ihm und schrieb ein ehrliches und offenes Buch über seinen Versuch, Wirkung und Potenzial von DMT besser zu verstehen. Seine Antwort: Jeder ausgewachsene Körper produziert ständig dieses Tryptamin in sehr kleinen Mengen. Nach Ansicht von Strassman hält uns dies in unserem normalen, alltäglichen Bewusstseinszustand. Nahtodeserfahrungen und kosmische Ganzheitsgefühle dagegen setzen, so Strassman, hochwirksame Dosen von DMT in der tief im Hirn liegenden Zirbeldrüse frei. …“

Aus: „Die Formel für den mystischen Durchblick“ – von Jörg Auf dem Hövel (31.07.2004)
Quelle: http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/buch/17947/1.html

lemonhorse / 31 Juli 2004 / Found.Stuff, Fraktal.Text / 0 Comments