lemonhorse / 19 September 2005 / Realitaets.Tunnel / 0 Comments

lemonhorse / 19 September 2005 / Found.Stuff / 0 Comments

[Anarchie und Diskordia]

[…] In [einer] 30 Millisekunden währenden Perioden wird die Anarchie im Kopf gebündelt und die multimediale Ungleichzeitigkeit synchronisiert. Das Gehirn schnürt alle 30 Millisekunden ein Paket und sendet es dem Bewußtsein mit dem Absender “Jetzt“?
(Aus: „Die Gegenwart – das JETZT – dauert genau 3 Sekunden…“ von Kristian Rusch; 2003)
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[…] Es geht mir darum, wie es ist, in einem System zu leben, wo Dinge schief laufen, ganz egal, wie richtig sie eigentlich sein sollten oder wie gutgemeint sie sind. […] was ein Mensch, der es eigentlich gut meint, manchmal tun muss, wenn keine Alternative richtig erscheint, oder wenn das, was man korrekterweise tun sollte, falsch erscheint und etwas eigentlich Falsches absolut angemessen – und was immer man tut, es wird in irgendeiner Weise zutiefst falsch sein.
(Aus einem Interview mit Pat Cadigan / »Cyberpunk ist zu einem Teil von allem anderen geworden« von Jakob Schmidt; http://www.epilog.de/)

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„Wenn Du Zweifel hast, scheiß drauf.
Wenn Du keine Zweifel hast… zweifle!“
(Principia Diskordia)

lemonhorse / 19 September 2005 / Fraktal.Text / 0 Comments

[Der Kampf um Einflusszonen]

[…] Viele Neurowissenschaftler unterscheiden [ ] grundsätzlich zwischen Emotion und Gefühl. Antonio Damasio etwa, von der Universität von Iowa, definiert Emotionen als unbewusst ablaufende Veränderungen des inneren Körperzustands, die in Reaktion auf bestimmte Reize in Gang kommen. Gefühle sind dann das daraus entstehende bewusste Erleben.

[…] Gefühle sind [ ] auch ein Kulturprodukt. Wie vollzieht sich dieses Lernen und wie regulieren wir dabei die Natur der Gefühle? Wie stark können wir Emotionen überhaupt bewusst kontrollieren und wann geht dabei etwas schief?

[…] Offenbar findet bei der Regulation der Gefühle im Gehirn ein regelrechter Kampf um Einflusszonen statt. Die emotionalen Areale halten das Terrain besetzt. Durch gezielte Aufmerksamkeit, sprachliche und gedankliche Auseinandersetzung mit diesen Gefühlen versucht dann der Verstand, die emotionalen Areale herunter zu regulieren und so an Boden zu gewinnen. Der Ausgang dieses Kampfes, ist, wie man weiß, nicht immer ganz eindeutig, aber chancenlos ist das rationale Bewusstsein nicht.

Aus: „Der Widerspenstigen Zähmung“ (18.09.2005)
Forschungen zur Regulation der Gefühle von Martin Hubert
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wib/419289/

lemonhorse / 19 September 2005 / Fraktal.Text / 0 Comments

[behind thought, memory and emotion]

[…] The human brain is composed of billions of cells, each a separate entity that communicates with others. The chemical interaction of those cells determines personality, controls behavior and encodes memory; but much remains to be understood.

Researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have developed tools for studying the chemistry of the brain, neuron by neuron. The analytical techniques can probe the spatial and temporal distribution of biologically important molecules, such as vitamin E, and explore the chemical messengers behind thought, memory and emotion…

From: James E. Kloeppel, Physical Sciences Editor (31.08.2005)
Source: www.news.uiuc.edu/news/05/0831brainchemistry.html 

lemonhorse / 14 September 2005 / Fraktal.Text / 0 Comments

[Ein Opfer von Gehirnzuständen]

[…] Bin ich dann sozusagen immer nur das Opfer meiner Gehirnzustände?

[…] Auch wenn das Gehirn scheinbar nichts tut, ist es stets damit beschäftigt, Inhalte zu ordnen, Bezüge herzustellen, Lösungen zu finden, Modelle zu entwerfen, sogar wenn Sie schlafen. Sie werden sich jedoch nur eines kleinen Teils dieser Arbeit gewahr. Ins Bewusstsein gelangt nur das Wenige, auf das Sie Ihre Aufmerksamkeit lenken können. Manche Vorgänge können wir sogar nie ins Bewusstsein heben. Denken Sie z. B. an vegetative Kontrollfunktionen der Nierentätigkeit.

[…] deshalb denke ich, dass das Problem des „freien Willens“ daher rührt, dass wir Kulturwesen sind, Wesen mit Gehirnen, die uns in die Lage versetzt haben, eine Theorie des Geistes zu erstellen und damit kulturelle Konstrukte und soziale Realitäten aufzubauen, die uns dann wiederum als Realitäten erfahrbar werden.

[…] Wenn sich einmal Ihre Erkenntnis durchsetzt, der „freie Wille“ – ähnlich wie das alternative Gefühl, fremdbestimmt zu sein – sei nur in der Erste-Person-Perspektive real, aus Sicht der Naturwissenschaft jedoch nicht existent! Was würde sich in unserem Leben, in unserer Gesellschaft ändern, wenn der Uraltgedanke, die Menschen könnten ihre Entscheidungen “ frei“ treffen, sich als hinfällig erweist? Könnten wir dann niemanden mehr zur Verantwortung ziehen?

Ich glaube, dass sich an der Art, wie wir miteinander umgehen, nicht sehr viel ändern würde, wenn wir der naturwissenschaftlichen Sichtweise mehr Bedeutung zumäßen. Wir würden allerdings – und das wäre erfreulich – vermutlich ein wenig toleranter werden, nachsichtiger, verständnisvoller. Wir würden nicht so schnell aburteilen.

Bruchstücke aus: „Ist der Mensch frei? – Materialien zur LPE 6“
Zusammengestellt von Klaus Goergen: Philosophie/Freiheit.pdf

lemonhorse / 13 September 2005 / Fraktal.Text / 0 Comments

[alien landscape]

„…I liked the alien landscapes, the alternate histories and futures. What kept me reading science fiction was the way it made my immediate surroundings alien, too. Everywhere I looked, something familiar turned new and strange. Eventually, I found other kinds of literature which made the world new—poetry most of all—but science fiction did it first. I was a bookworm long before I became a science fiction reader, but science fiction made me into an explorer. These days I make my own wordy explorations by writing poetry and essays, but nothing beats the pleasure of exploring another author’s alien landscape.“

From „First Contact“ by Christina Socorro Yovovich (20 June 2005)
http://www.strangehorizons.com/2005/20050620/yovovich-c.shtml

lemonhorse / 13 September 2005 / Fraktal.Text / 0 Comments

[the invasion of the public sphere]

[…] „crimes are increasingly being hardened and defined against the public, often in the interest of a select and powerful few. Even as “graffiti“ is being harshly punished as a federal crime, advertisers continue their invasion of the public sphere, borrowing many of the same techniques and tactics as traditional graffiti artists (re-coined “guerilla marketing“).

from: artcrime – New Strategies in Creative Intervention by Eric Zassenhaus

found: http://www.clamormagazine.org/issues/33/culture_intro.shtml

lemonhorse / 12 September 2005 / Fraktal.Text / 0 Comments

[Maybe YOU know one!]

Messyhead: An affectionate slang term for somebody who is overall a „good guy“, but a social misfit or fuck-up! Used mainly in Irish and English circles e.g. „He’s alright, but a bit of a messyhead“ or „Yer man’s a messyhead!“ — Maybe YOU know one!“

Found @ http://www.nytrash.com/messyheads.html

lemonhorse / 6 September 2005 / Fraktal.Text / 0 Comments

[Are you the brain specialist?]

gumby.jpg

T. F. Gumby: Doctor! Doctor! DOCTOR! (he goes up to the antique desk and bangs the bell violently; he smashes the intercom and generally breaks the desk up) Doctor! Doctor! DOCTOR! DOCTOR! Doctor! Doctor! Where is the Doctor? (A pause. Then another door opens and another Gumby appears.)
Specialist: Hello!
T. F. Gumby: Are you the brain specialist?
Specialist: Hello!
T. F. Gumby: Are you the brain specialist?
Specialist: No, no, I am not the brain specialist. No, no, I am not… Yes. Yes I am.
T. F. Gumby: My brain hurts!
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Stuff from Monty Python’s Flying Circus – Just the words:
http://www.ibras.dk/montypython/justthewords.htm

lemonhorse / 1 September 2005 / Found.Stuff / 0 Comments