[Are you the brain specialist?]

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T. F. Gumby: Doctor! Doctor! DOCTOR! (he goes up to the antique desk and bangs the bell violently; he smashes the intercom and generally breaks the desk up) Doctor! Doctor! DOCTOR! DOCTOR! Doctor! Doctor! Where is the Doctor? (A pause. Then another door opens and another Gumby appears.)
Specialist: Hello!
T. F. Gumby: Are you the brain specialist?
Specialist: Hello!
T. F. Gumby: Are you the brain specialist?
Specialist: No, no, I am not the brain specialist. No, no, I am not… Yes. Yes I am.
T. F. Gumby: My brain hurts!
-.-
Stuff from Monty Python’s Flying Circus – Just the words:
http://www.ibras.dk/montypython/justthewords.htm

lemonhorse / 1 September 2005 / Found.Stuff / 0 Comments

[Emotainment, Wortmüll & Meinungssimulanten… ]

„… Um protestieren zu können, so Luhmann, muß man die Verhältnisse „plattschlagen“, dazu dienen die Schemata und vor allem die Skripts, die sich in der öffentlichen Meinung mit Hilfe der Massenmedien durchsetzen lassen.

Schematisierungen und Skripts haben die ebenso banale wie folgenreiche Funktion, auf Probleme hinzuweisen, die dann mit weiteren Schematismen behandelt werden können.

[…] [Doch] war es früher möglich, daß das Fernsehen seinem Publikum ein „Potential gemeinsamen Erlebens“ (Manfred Rühl) bieten konnte, so ist heute der Fernsehkonsument mehr und mehr zum ‘Erfinder’ seiner eigenen Information geworden. Unter dem Diktat der Einschaltquoten befindet sich das Fernsehen heute in einer paradoxen Situation zwischen Bedeutungsverlust und Machtausweitung.

Zum Bedeutungsverlust: Von Quoten gejagt besteht der Wettbewerb der Sendeanstalten darin, alles der Verborgenheit zu entreißen und ins Studiolicht zu zerren. Mit einem perfektionierten System inszenierten ‘Emotainments’ produziert das Fernsehen in aufdringlicher Ereignisbeschwörung Erlebnis-, Gefühls- und Beruhigungsprogramme, mit denen die Emotionen der Zuschauer systematisch durchgepflügt werden. Ungezügelter Show-Darwinismus und bedeutungsschwangeres Getue versammeln sich zu einem nichtssagenden Gesellschaftsspiel, das sich auf dem Bildschirm ausgebreitet hat.

In der Beobachtung jener medialen Inszenierungen erinnert vieles an Nietzsche, der in bezug auf die „modernen Ideen“ einst festgestellt hat: „(…) nichts wirkt an ihnen so ekelerregend, als ihr Mangel an Scham, ihre bequeme Frechheit des Auges und der Hand, mit der von ihnen an alles gerührt, geleckt, getastet wird.“ Bei den politischen Talk-Shows zeigt sich das gleiche Bild. Hier werden Meinungen im „six-pack“ angeboten. Wir geben Reinhard Mohr recht, wenn er feststellt, im politischen Infotainment der Neunziger Jahre habe sich eine „revolutionäre Liturgie aus Betroffenheit, Provokation und Endlosdebatte“ etabliert, in der die Meinung als Ware serviert wird, schön verpackt und leicht zu nehmen, ohne auch nur den Anschein zu erwecken, es gehe um irgendeine Sache, um Wahrheit, Originalität oder die Lösung eines Problems. Durch die Inszenierung „gedichteten Pseudostreits“ und die zänkische Pose eines „glamourösen Politzirkus“, so Mohr, ist es den „Meinungssimulanten professionell gelungen, den wirklichen Diskurs abzuschaffen, den wirklichen Streit unter dem kosmetisch bearbeiteten Wortmüll zu begraben.“

[…] [es] ist darauf hinzuweisen, daß die spezifische Rationalität journalistischer Arbeit stets darin liegt, die Erwartungen der Rezipienten (Leser/ Hörer/ Zuschauer) zu antizipieren, um die Inhalte nach diesen ermittelten ‘Profilen’ auszurichten. Die Eigenlogik medialer Inszenierungen besteht letztlich darin, daß die Programmstrukturen bzw. die Kommunikationsabsichten gegen Erwartungsstrukturen der Konsumenten ausgetauscht werden: Jedes neue Thema der Medien schafft neue Erwartungen, ein gesehenes Programm animiert zur Rezeption weiterer Programme (z.B. bei Fernsehserien), eine Information weckt Interesse nach weiteren Informationen zum Thema, gänzlich neue Themen schaffen neue Spezialpublika, deren Erwartungen erfüllt werden muß. Zwischen Sender und Empfänger, so Frank Marcinkowski in seiner Untersuchung zur Publizistik, besteht eine zirkuläre Beziehungsstruktur, die letztlich darauf basiert, „wechselseitig ‚Erwartungen zu erwarten‘.“ Publizistik, so Marcinkowski weiter, „ist selbstreferentiell, weil sich ihre Operationen und Prozesse auf sich selbst beziehen, also redaktionelle Entscheidungsprämissen des Journalismus auf Erwartungsstrukturen des Publikums und diese wiederum rekursiv auf erwartbare publizistische Outputs bezogen sind.“

Betrachten wir diesen (jetzt erweiterten) Wirkungszusammenhang von Fernsehangeboten und Konsumentennachfrage, so entdecken wir, daß hier ein selbstreferentielles, ein ebenso frei ‘schwebendes’ wie geschlossenes Geschmackssystem entstanden ist, und zwar im permanenten Wechsel zwischen Medien und Wirklichkeit.

[…] Der Konformismus, so Botho Strauss, […] ist heute „intelligent, facettenreich, heimtückischer und gefräßiger geworden als ehedem. Das Regime der telekratischen Öffentlichkeit ist die unblutigste Gewaltherrschaft und zugleich der umfassendste Totalitarismus der Geschichte. Es kennt keine Untertanen und keine Feinde. Es kennt nur Mitwirkende, Systemkonforme. Folglich merkt niemand mehr, daß die Macht des Einverständnisses ihn mißbraucht.“ Die konstruktiven Mechanismen medialer Inszenierungen offenbaren in ihren kommerzialisierten Verhärtungen die ‘Bodenlosigkeit’ jeder einzelnen Meldung. Die heutigen Beobachtungen verweisen Adornos und Horkheimers Befund der Standardisierung und Homogenisierung des Massenpublikums in seine ‘x-te Dimension’. …“

[Aus: Universalität der ‘Bodenlosigkeit’ – Zur Parallelität der ‘Entwurzelung’ von Gesellschaft, Subjektivität und Denken – Ein systemtheoretischer Erklärungsversuch (genehmigte Dissertation von Stefan Felte; Referent: Prof. Dr. Helga Gripp-Hagelstange; 1999) / Quelle: bodenlosigkeit.pdf]

lemonhorse / 31 August 2005 / Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text, Global.Politix:Micro / 0 Comments

[Seelen]

„Die Deutschen glauben sich am Gipfel der Komplexität, wenn sie sagen, daß sie zwei Seelen in ihrer Brust tragen; sie haben sich in der Zahl etwas getäuscht.“ (Michel Foucault: Nietzsche, die Genealogie, die Historie [1974, S.73] / Von der Subversion des Wissens)

lemonhorse / 31 August 2005 / Fraktal.Text / 0 Comments

[Pinhole Photography]

pinhole.jpg

by mbayard (brooklyn, NY, USA)

„Pinhole Photography…A small hole is pierced on the container…light goes in…My work with Pinhole Photography involves using small containers (film cannisters, Whitmans candy and Altoid boxes, dog food cans,and others)…A piece of paper coated with emulsion is placed inside the container and sealed with electrical tape…Exposures run from 5 seconds to 5 minutes…I then handprint every photo in my darkroom…I do pinhole photography because of its magical simplicity.“
pinhole photography by m. bayard
http://www.fotolog.net/mbayard/

lemonhorse / 30 August 2005 / Visual.Notes / 1 Comment

[Kaffeemühlenmann des Tages]

bedingt durch die letzten nacht hat die jury zur augenring-prämierung einstimmig den kaffeemühlenmann zum mitarbeiter des tages gekührt! (applaus, applaus, applaus!…)

kaffee.jpg

lemonhorse / 20 August 2005 / Realitaets.Tunnel / 0 Comments

[Schlendern (1)… ]

Dreckige Kellerfenster, abgerissene übergeklepte Plakate von Sonne und Regen ausgeblichen. Mauerecken, die übersehen werden. Der Kantstein. Ausgewaschene Steinplatten. Schmutz auf dem alten Lack der Haustüren. Autos. Menschen.
Die Zeit dehnt sich – Wahrnehmung schwimmend in der Illusion an keinen Ort mehr gebunden zu sein – der Blick wird sich seiner selbst gewahr und kann fliegen. Ein schlendern im Zeitraffer. Mit Ablagerungen von Erlebnissen in der Seele. Unmöglich im Überschwang des Glückes den unmittelbaren Schmerz zu begreifen. Unfähig bei der Überwältigung von Trauer sich die berechtigte alberne Leichtigkeit und den treffsicheren ironischen Witz über die eigene Schwachsinnigkeit zu bewahren.

lemonhorse / 18 August 2005 / Realitaets.Tunnel / 0 Comments

lemonhorse / 10 August 2005 / Fraktal.Text / 0 Comments

[Die Stimmung in der Galaxie… ]

Die Recordings Industry Association of America (RIAA) hat die Website RPGFilms.net schließen lassen.

Sie hatte so genannte Machinima-Videos angeboten, ein Genre, bei dem Filme mit Hilfe von Game-Engines erstellt werden. Fans und Ersteller der Machinimas haben auch die nicht-kommerzielle Organisation Academy of Machinima Arts & Sciences gegründet, die beispielsweise ein Machinima-Filmfestival veranstaltet.

Laut RPGFilms hat sich die RIAA darüber beschwert, dass unter den dort angebotenen 600 „Sound-Dateien“ einige dabei sein könnten, die Urheberrechte von RIAA-Mitgliedern berührten. „Wir haben guten Grund zur Annahme, dass Ihre Aktivitäten nicht von den Urheberrechtsinhabern autorisiert wurden“, schreibt die „Anti Piracy Unit“ der RIAA laut RPGFilms. Sie fordere dazu auf, die angemahnten Dateien sofort zu löschen oder den Zugang zu ihnen zu sperren. Bei den von der Musikindustrie angemahnten „Sound-Dateien“ handelt es sich laut Medienberichten aber nicht um MP3-Dateien oder Songs in anderen digitalen Sound-Formaten, sondern um Mitschnitte von Spielhandlungen, denen populäre Musikstücke unterlegt wurden. (anw/c’t)
Aus: „US-Musikindustrie geht gegen Machinima-Site vor“ (27.07.2005)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/62185

„Mein Imperator.“

„Ihr bringt mir Neuigkeiten?“

„Zu meinem Bedauern muss ich Euch mitteilen, dass es keine guten Neuigkeiten sind. Die Rebellen haben eine neue Technik.“

„Ist sie eine Gefahr?“

„Noch nicht, mein Imperator. Aber ihre Benutzer sind … kreativ. Vielleicht sogar … kreativer als wir. Sie schaffen sich ihre Unterhaltung selbst, anstatt unsere Produkte zu kaufen.“

„Diese Narren wollen sich einfach nicht fügen. Ich kann euch doch vertrauen, dass ihr bereits alles Notwendige eingeleitet habt?“

„Wir prüfen rechtliche Schritte.“

„Haltet euch nicht auf. Wir dürfen keine Sekunde verlieren. Die Stimmung in der Galaxie wendet sich gegen uns. Wir müssen die volle Kontrolle bekommen, bevor ein wirklicher Aufstand losbricht.“

„Wie lautet Euer Befehl?“

„Vernichtet sie einfach. Vernichtet sie alle.“

„Ja, mein Imperator.“

Quelle: Georg Kaiser (27/07/2005)
http://www.heise.de/newsticker/foren/go.shtml?read=1&msg_id=8504648&forum_id=82323

[Update 27.07.2005]: Das Schreiben der RIAA an RPGFilms.net war angeblich ein Fake, der aber beim Sitebetreiber und seinen Rechtsanwälten zuerst ernst genug genommen wurde, um die Website vom Netz zu nehmen. Eine RIAA-Sprecherin erklärte gegenüber dem Weblog BoingBoing, der Verband sei nicht gegen die Machinima-Site vorgegangen, es müsse sich um ein gefälschtes Schreiben handeln. Eine von heise online angefragte Stellungnahme der RIAA zu dem Vorfall steht immer noch aus. Mittlerweile ist die Site RPGFIlms.net wieder online, ohne aber irgendeinen Kommentar zu dem Vorgang abzugeben. (anw/c’t), http://www.heise.de/newsticker/meldung/62185

lemonhorse / 28 Juli 2005 / Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text / 0 Comments

[Es war wohl Schicksal… ]

[Suchmaschinen Textfraktal CutUp (Teil11)]

vielleicht wäre die entscheidung, dieses flugzeug zu nehmen, nicht getroffen worden. aber es war wohl schicksal…

Es war wohl Schicksal – hätte es nicht so da gelegen, sondern wäre es normal eingeordnet gewesen, wäre es mir wohl nicht aufgefallen…

Es war wohl Schicksal, das trotz Soldaten, Leibwachen, Verteidigungsanlagen und Fallen, es einfache Bauern waren, die…

Es war wohl Schicksal, das sie am nächsten Tag krank wurde und bald darauf verstarb.

Ich werde nie begreifen, warum ausgerechnet sie bis dahin niemand haben wollte. Es war wohl Schicksal…

Es war wohl schicksal, daß uns zusammengebracht haben muß…

Es war wohl Schicksal, welches über mich hereinbrach mit einem heftigen Stoß…

Es war wohl Schicksal, dass es hier passierte.

Es war wohl Schicksal, dass wir beide auf der gleichen Welt landeten.

es war wohl schicksal, dass ich auf deiner seite gelandet bin…

„Es war wohl Schicksal, dass ich überlebt habe“, sagt Hedwig Fauteck, deren Wohnung nach dem Brand ein klebriger schwarzer Film überzog…

Es war wohl Schicksal, denn normalerweise findet man ja nichts, wenn man innerhalb einer Woche ein neues Auto braucht.

Er stieg aus dem Auto und es hat sofort gefunkt, keine Ahnung warum, es war wohl Schicksal.

Durch Zufall Arbeiten wir sogar in der selben Branche (Außendienst), es war wohl Schicksal.

lemonhorse / 19 Juli 2005 / Fraktal.Text / 0 Comments

[Psychonik… ]

“ … Also im weitesten Sinne könnten Sie sagen ist das eine Psychonik oder so etwas dass man sich an der Psyche des Menschen Analogien zieht, Lösungswege sieht in der Psyche des Menschen oder introspektiv, die man dann auf den Computer überträgt.“ (Robert Trappl) […] Emotionen können dazu dienen, ein Vertrauensverhältnis herzustellen, das im Umgang miteinander unerlässlich ist. Egal ob Menschen interagieren oder ob Mensch und Maschine Kontakt aufnehmen. Doch auch im Denkprozess selbst spielen Emotionen eine wichtige Rolle, wie Robert Trappl erklärt. „Wir sind draufgekommen, dass Emotion Voraussetzung für rationales Denken ist. …“

aus: ‚artificial intelligence: zwischen blechdose und maschinenmensch‘ von andreas david baur quelle: http://matrix.orf.at/bkframe/011021_1.htm

lemonhorse / 19 Juli 2005 / Fraktal.Text / 0 Comments