[Verklärungsautomation]

Wollte ich doch eindringen in die abgesperrte Zone von blinder Gedankenverarbeitung. Die verschüttete Verzückung schmecken. Darüberhinwegstolpern, dass die eigenmächtig ausgewählte Erinnerung süsser schmeckt als der vergangene Augenblick. Eine Sekunde mit pluralen Wirklichkeiten. Sich mit geschlossenen Augen hin – und her zu drehen, mit dem Rücken im warmen Schlamm. Hechelnd, grunzend, lachend. Kurz noch auf der Empfindung tanzen – von Zeitpunkt zu Zeitpunkt springen – ohne das davor und ein danach zu denken. Verklärungsautomation. Körper der Liebe.

lemonhorse / 25 Januar 2006 / Fraktal.Text, Realitaets.Tunnel / 0 Comments

[Good and Evil]

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[By Hector Velez, Good and Evil, oil on canvas]

[…] As the reverberations of operation „Infinite Justice – The War On Terror“, and ensuing populist nationalism seep into the collective psyche, what effect is it having on the artists of America? How are they translating the rage, bloodlust and melancholia haunting the globe? War — grotesque, evil and horrific is often perceived as something morbid, something unsavory, something to be shunned or feared. Is it wise for the artist to tackle such a theme when endeavoring to market their wares to an American public keen to decorate their living rooms and offices?…

[LINK: „Art and War“ by Craig Stephens (SlowArt Productions) www.slowart.com/articles/war.htm]

lemonhorse / 24 Januar 2006 / Found.Stuff, Fraktal.Text / 0 Comments

[critical temperature]

[…] Draussen liegt das steinharte Eis umher – die alten Fenster aus den 70iger Jahren sind erbarmungslose Kälteleiter – so muss selbst hier im Büro mittlerweile ein zusatz Radiator laufen, damit es möglich ist die Jacke und den Schal auszuziehen. Heute nacht in der Garage werden mir wohl die Knie schlottern.

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lemonhorse / 24 Januar 2006 / Realitaets.Tunnel / 0 Comments

lemonhorse / 24 Januar 2006 / Visual.Notes / 0 Comments

[Du bist gestörter Botenstoffwechsel II]

klowand.png

„Was berechtigt eigentlich jeden Computerbesitzer, ungefragt seine Meinung abzusondern?“ (fragt sich Jean-Remy)

Mehr unter => Jean-Remy von Matt (‚Du bist Deutschland‘) ist beleidigt (LINK) – durch ungefragte Meinungen die da zu lesen seien an „Klowänden des Internets“ – gemeint sind Blogs :)

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Thema: Mutti

von kidgforce, (23. Januar 2006 9:18)

Meine Mutter hat mir beigebracht, dass man sich für ein Geschenk bedankt, selbst wenn man damit nichts anfangen kann.

Und meine Mutti hat mir beigebracht, dass ich von fremden alten Männern nix annehmen soll.

quelle: http://www.heise.de/tp/foren/go[…]

-.-

donalphons, Freitag, 20. Januar 2006, 09:54 […] Hat eigentlich schon mal jemand versucht, den Text mit eine irren Diktatorstrimme vorzulesen, mit viel Hall eines Sportpalastes und laut jubelnden Jungs von Mattern?

noergler, Freitag, 20. Januar 2006, 10:13 Meinä Mottärr hat mär beigäbrracht…

che2001, Freitag, 20. Januar 2006, 13:35 Wollt Ihrrrrrrrr die totale Deutschlandkampagne? Wollt Ihrrrrrr sie totaler, laydenschaftlicherrrrr als wirrrrrr sie uns überrrrrhaupt vorrrrstelllläään könnennnnn?…

[quelle: rebellmarkt.blogger.de/stories/372458/]

[siehe auch: Fraktal::Log: Du bist gestörter Botenstoffwechsel (Teil1)]

[siehe auch: spreeblick.com: Versuch einer Zusammenfassung]

[siehe auch: http://www.flickr.com/groups/dubistdeutschland/pool/]

Update (23.01.2006): „Jean-Remy von Matt entkollert“ => [„Die Klowände sind ein Symbol für das Anpinkeln und Verpissen – für Meinungsäußerung im Schutz der Anonymität.“ (Ein Nachtrag von Jean-Remy) http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=523]

lemonhorse / 23 Januar 2006 / Fraktal.Text / 0 Comments

[scratchvideo theory]

[…] We are naturally inclined to put together the sounds and images we see and hear. Turn on any piece of music and your television at the same time and you’ll notice that TV images start to match up as a music video for the song you’re listening to.

source: http://www.artengine.ca/scratchvideo/theory_closure.html

lemonhorse / 22 Januar 2006 / Fraktal.Text / 0 Comments

lemonhorse / 19 Januar 2006 / Fraktal.Text / 0 Comments

[Erklärungslücke]

[…] Alle neuronalen oder funktionalen Erklärungsversuche von subjektivem Erleben sehen sich mit einer grundsätzlichen Kritik konfrontiert. Prinzipiell scheint es nicht vorstellbar zu sein, wie aus neuronalen oder funktionalen Zuständen die Tatsache erklärt werden soll, daß sich subjektive Erlebnisse auf eine bestimmte Weise ‚anfühlen‘.

[Bruchstück aus: „Gibt es eine Erklärungslücke beim emotionalen Erleben? – Philosophische und empirische Argumente“ (233 Seiten pdf; Dissertation von Alexander Heinzel; 2002) / Quelle: 965622797.pdf]

lemonhorse / 17 Januar 2006 / Fraktal.Text / 0 Comments

[externe oder interne Realisten]

[…] Die Aufteilung der Lebenswelt in einen Innen- und einen Außenteil, wie sie sich in der Realitätstheorie äußert, ist ein Spezifikum humaner Lebensorganisation. Wir haben also nicht danach zu fragen, ob die Objekte unserer Wahrnehmung realiter oder nur in unserer Vorstellung existieren, ob die Innenwelt oder die reale Außenwelt konstitutiv ist für die von uns erkannten Regelmäßigkeiten und Gesetze, d.h. ob wir externe oder interne Realisten zu sein haben. Wir haben vielmehr zuallererst danach zu fragen, wieso wir unsere Erlebniswelt überhaupt in eine Innen- und Außenwelt aufspalten, d.h. wieso wir versuchen, die Wirklichkeit durch die Realitätstheorie zu erklären.

[Aus: „Realität, Anpassung und Evolution“ von Olaf Diettrich (Konstruktivismus und Solipsismusproblem; Philosophia naturalis, 1991, Band 28, Heft 2) / quelle: diettrich/realitaet.html]

lemonhorse / 17 Januar 2006 / Fraktal.Text / 0 Comments

[Sprechakt, UFO’s und das Ungeheure Weltganze]

[…] Pragmatische Mehrdeutigkeit

Einer Äußerung, die syntaktisch und semantisch eindeutig ist, können mehrere Sprechakte zugeordnet werden. So kann die Äußerung:

Das ist aber kalt hier.

mit den folgenden Sprechakten verbunden sein:

  • Feststellung. Der Sprecher sagt etwas über die relative Temperatur am Ort aus.
  • Aufforderung. Der Sprecher möchte, dass ein Zuhörer ein Fenster schließt, die Heizung anstellt, etc.
  • Klage über einen als negativ empfundenen, aber nicht zu ändernden Zustand.

Mehrdeutigkeiten dieser Art werden in der Sprechakttheorie betrachtet.

[…] Von Mehrdeutigkeit oder Ambiguität, die (lat. ambiguitas: Zweideutigkeit, Doppelsinn) spricht man, wenn ein Zeichen mehrere Bedeutungen hat. Bei genau zwei Bedeutungen spricht man auch von Doppeldeutigkeit. […] Mehrdeutigkeit ist ein Charakteristikum von Zeichen, vor allem von sprachlichen Zeichen. Sie entsteht, wenn ein sprachliches Zeichen in mehrfacher Weise interpretiert werden kann. (quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mehrdeutigkeit)

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[…] Ist die ganze UFOlogie nicht vielleicht eine technische Religion, die uns das beruhigende Gefühl vermittelt, nicht allein und verlassen im Universum zu leben? fragte der Schüler Freuds und Psychoanalytiker Carl Gustav Jung schon in den 50er Jahren.

Hierdurch fänden auch die teilweise skurrilen Entführungsberichte eine Erklärung: Menschen, die fest an außerirdische Besucher glauben, unterliegen irgendwann Wahnvorstellungen, die sie schließlich für die Realität halten. UFOs sind offenbar auch ein psychologisches Phänomen.

[Aus: „Himmelsobjekte der Sehnsucht UFOs üben auch auf den modernen Menschen eine große Anziehung aus“ Autor: Martin Koch (12.08.1995) / Quelle: LINK::berliner-zeitung/archiv]

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[…] „Der religiöse Mythos“, meint Jung, „tritt uns als eine der größten und bedeutendsten Errungenschaften entgegen, welche den Menschen die Sicherheit und Kraft geben, vom Ungeheuren des Weltganzen nicht erdrückt zu werden“ (Jung 1973: 295). Mythen seien nicht unvollkommene, so wie Freud folgerte, illusorische Welterklärungen eines noch infantilen Wunschdenkens, sondern Bilder des kollektiven Unbewussten, die sich dem Menschen symbolisch vermitteln im Gegensatz zum rationalen Wissen, das auf einer anderen, nämlich der verstandesmäßigen Ebene, liege. Symbole sind aus tiefenpsychologischer Sicht Bedeutungsträger, die unbewusst so lange wirken, wie sie noch Ausdruck eines nicht entschlüsselten Wissens sind. Leider ist uns heute vielfach das Verstehen von Symbolen verlorengegangen, da wir dazu neigen, alles rational zu erklären. Daher, so folgerte C.G. Jung, könne dann ein äußeres Gottesbild keine innere Entsprechung finden. Denn Symbole und Mythen wie auch Bilder gehören zur „geistigen Substanz des Lebens“, die man zwar „fälschen, verstümmeln, entwerten kann“, die man jedoch nie gänzlich ausrotten wird können (Eliade 1988: 11). C.G. Jung wurde der Vorwurf sowohl von theologischer wie von psychologischer Seite gemacht, dass er begrifflich zu unklar bleibe und die Mehr- und Doppeldeutigkeit seiner Sprache zu einer Begriffsverwirrung führe. Jung hielt dem entgegen, dass dies durchaus beabsichtigt wäre, um der psychologischen Natur mit ihrem Doppelaspekt gerecht zu werden: „Ich lasse absichtlich alle Ober- und Untertöne mitklingen, denn sie sind einerseits sowieso vorhanden, andererseits geben sie ein völliges Bild der Wirklichkeit. Eindeutigkeit hat nur den Sinn bei der Tatsachenfeststellung, nicht aber bei der Interpretation, denn ‚Sinn’ ist keine Tautologie, sondern begreift immer mehr in sich als das konkrete Objekt der Aussage“ (Jung 1962: 375).

[Bruchstück aus: „RELIGION ALS FORSCHUNGSGEGENSTAND DER TIEFENPSYCHOLOGIE“ von Sigrun Roßmanith / quelle: http://www.freidenker.at/archiv/rosm.pdf]

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[…] The suspension of belief tends to reduce the magazine to the level of entertainment for skeptics, a modern-day freak show of weird stories whose very absurdity mitigates the need for deeper thought. Feature-length articles on particular subjects often reveal the magazine’s bias towards the psychological reductionism of Carl Gustav Jung, who believed that UFOs are mandalas — archetypal images of our deep selves which invite external projections. He warned us to separate what we think we see from what we actually see.

[…] Linda Moulton Howe said that we live in a „schizophrenic society“. The description aptly suits the microcosm of ufology, where a supermarket of belief systems has obscured the relevance of the subject and reinforced its fringe status. The general public have been acclimatised to the existence of extraterrestrials through what Bob Oechsler believes to be a deliberate campaign of „selective fictions“. The reliable strategy of divide and conquer is applied with the modern propaganda of ‘friendly fascism’. Whether or not aliens exist, they offer a convenient scapegoat and distraction to the very real machinations of terrestrial invaders.

[from: „Decoding UFO / Alien Phenomena“ This article originally appeared in New Dawn Magazine No. 43 (July-August 1997) / source: http://www.esolibris.com/articles/ufo/ufo_decoding_02.php]

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[…] In der Sprechweise der Kripke-Semantik der Modallogik würde man sagen: Eine Tautologie ist eine Aussage, die in jeder möglichen Welt wahr ist. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Tautologie_%28Logik%29)

lemonhorse / 16 Januar 2006 / Fraktal.Text / 0 Comments