lemonhorse / 30 September 2018 / Akustische.Wellen, Found.Stuff, Kunst.Encoder / 0 Comments

lemonhorse / 29 September 2018 / Kiel.Refugium, Visual.Notes / 0 Comments

lemonhorse / 28 September 2018 / Kiel.Refugium, Visual.Notes / 0 Comments

[Zeit im Bild #24 … ]

Die Tagesspiegel-Mitbegründer Erik Reger (re.) und Walther Karsch (Mi.) 1949 | — Der Tagesspiegel hat Geburtstag. Zeitungsgründer Erik Reger stellte sich in der Erstausgabe vom 27. September 1945 die Frage, wie es mit Deutschland nach totalem Krieg und Zusammenbruch weitergeht („Trotzdem hat es immer ein weltoffenes Deutschland gegeben„, 27.09.2018) –> Quelle

“ … Als nach dem Reichstagsbrand von Ossietzky verhaftet wurde und von Gerlach geflohen war, soll Karsch Anfang März 1933 kurzfristig auch als Chefredakteur eingesetzt worden sein. Jedoch wurde die Weltbühne wenige Tage später verboten, die letzte Ausgabe erschien am 7. März 1933. Die Nationalsozialisten verhängten anschließend absolutes Schreibverbot über Karsch, so dass dieser während des Dritten Reiches als Handwerker und Handelsvertreter seinen Lebensunterhalt verdiente. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Walther_Karsch

lemonhorse / 27 September 2018 / Daten.PolitixMicro, Found.Stuff, Fraktal.Text, Visual.Notes / 0 Comments

[Das Reale, das Symbolische und das Imaginäre #20… ]

Terry Gilliam (77) [26.9.2018]: “ … Ich sehe diesen Unterschied zwischen Realem und Imaginärem nicht, für mich sind das zwei Kräfte, die permanent umeinander herum tanzen. Die Beziehung zwischen den beiden ist doch, worum es in Don Quixote geht. Da der Träumer, der Fantastiker, der Wahnsinnige, dort der Pragmatiker in Person Sanchos. Es geht nicht um eine Person, sondern um die Beziehung der beiden. … Wenn man die Absurdität nicht akzeptiert, hat man unter Garantie ein erbärmliches Leben. …“ | https://derstandard.at/2000088072233/Ex-Monty-Python-Mitglied-Terry-Gilliam-Wir-leben-in-der

Adam Kowalski #30: “ … Man stelle sich nur vor, heute würde jemand einen Film drehen, in dem Burgen mit Kühen beschossen oder Kaninchen von heiligen Handgranaten in die Luft gejagt werden. …“ | https://www.zeit.de/kultur/film/2018-09/terry-gilliam-interview-comedian-satire-politische-korrektheit?cid=22392373#cid-22392373

Zeitabzuhauen #63: „… [‚Wir leben heute in einer Ära der Heuchelei. Die Wahrheit ist nichts mehr wert. Orwell pur, George wäre so zufrieden. Schwarz ist weiß, unten ist oben. … Ich weiß eigentlich nicht mehr, was die Leute denken. Alles, was ich je getan habe, war eine Reaktion auf die Welt. Heute würde ich nicht mehr wissen, wo ich beginnen soll.‘] Terry, ich hab dich lieb. Echt. Dieser Mann hat mir mit TIME BANDITS, BRAZIL, 12 MONKEYS und anderen noch viel schrägeren Filmen früh die Augen geöffnet, wo diese bekloppte Menschheit mal hingehen könnte. Und siehe da: Hier sind wir jetzt! …“ | https://www.zeit.de/kultur/film/2018-09/terry-gilliam-interview-comedian-satire-politische-korrektheit?cid=22393947#cid-22393947

lemonhorse / 26 September 2018 / Cinema.Exposure, Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Kunst.Encoder / 0 Comments

lemonhorse / 25 September 2018 / Found.Stuff, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

[Übrigens, so nebenbei #1 … ]


Bild via http://voodoo-verlag.com/?page_id=69 (‚La Paloma – Das Jahrhundert-Lied‘)

„… [Albers’ größter musikalischer Erfolg war seine für Große Freiheit Nr. 7 aufgenommene, mit einem deutschsprachigen Text von Helmut Käutner versehene Version des alten südamerikanischen Liedes La Paloma.] … Hans Albers wurde als Sohn des Schlachtermeisters Philipp Albers (genannt „Schöner Wilhelm“) und dessen Frau Johanna Dorothea, geborene Rathjen, in der Langen Reihe 71 in Hamburg-St. Georg als jüngstes von sechs Kindern geboren. … Nach der Machtübernahme durch die NSDAP drängte man ihn zur Trennung von seiner Lebensgefährtin, der Schauspielerin Hansi Burg, die Tochter seines jüdischen Mentors Eugen Burg. Nach einiger Zeit gab Albers nach und trennte sich offiziell von ihr, lebte jedoch weiter mit ihr am Starnberger See. Dort besaß er seit 1933 in Garatshausen bei Tutzing eine Villa mit einem 27.000 m² großen Grundstück. … Zu den Nationalsozialisten hatte Hans Albers einerseits ein sehr distanziertes Verhältnis: Er zeigte sich nie an der Seite hochrangiger NSDAP-Funktionäre und verzichtete auf die Entgegennahme eines Schauspielpreises aus der Hand von Joseph Goebbels. Dennoch war er bei Goebbels als Publikumsmagnet sehr geschätzt und konnte daher sehr hohe Gagen fordern und erhalten und wurde auf dessen Gottbegnadeten-Liste geführt. … Sein letzter Film Kein Engel ist so rein kam 1960 in die Kinos. Er schließt mit dem von Hans Albers gesprochenen Satz: „Das ist das Ende“. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Albers (19. September 2018) — // ‚Hans Albers: Leinwand und Privatleben‘ – Eine Dokumentation von Dagmar Wittmers aus dem Jahre 2005, die nicht nur das künstlerische Schaffen von Hans Albers bespricht, sondern auch sein Privatleben eingehend beleuchtet. –> https://www.youtube.com/watch?v=wVZ1Xw1UXy8

“ … [Theo] Lingen spielte 1929 in Frankfurt am Main den Herrn Macheath in der zweiten Inszenierung von Brechts Die Dreigroschenoper. Er wurde daraufhin nach Berlin geholt, um die Rolle auch in der noch immer mit großem Erfolg laufenden Ur-Inszenierung zu übernehmen. Der Filmregisseur Fritz Lang war von Lingens Qualitäten ebenfalls überzeugt: In M (1931) und Das Testament des Dr. Mabuse (1933) beeindruckte Lingen in ernsten Rollen. Dem breiten Publikum wurde Theo Lingen jedoch vor allem als Filmkomiker bekannt. … Da seine Frau jüdischer Herkunft war und er daher bei den Nationalsozialisten als „jüdisch versippt“ galt, was normalerweise einem Berufsverbot gleichkam, spielte Lingen mit dem Gedanken, ins Exil zu gehen. Aber dank seiner Popularität erhielt er eine Sondergenehmigung und konnte weiter auftreten. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Theo_Lingen (22. September 2018)

“ … In der Zeit des Nationalsozialismus weigerte sich [Hans] Moser, einer Scheidung von seiner jüdischen Frau zuzustimmen. 1939 musste sie nach Ungarn emigrieren, Mosers Tochter, die bereits verheiratet war, wanderte nach Argentinien aus. Nur aufgrund seiner Popularität konnte Moser trotz seiner Ehe weiterhin als Filmschauspieler in deutschen Filmen tätig sein. … Entgegen der häufigen Vermutung leitet sich der Ausdruck „mosern“ bzw. „rummosern“ nicht von Hans Moser ab, sondern von dem jiddischen bzw. rotwelschen gleichbedeutenden „mossern“ (Im wienerischen Sprachgebrauch ist der Ausdruck „mosern“ übrigens kaum gebräuchlich, hier heißt es stattdessen „raunzen“). …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Moser (8. September 2018)

lemonhorse / 25 September 2018 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

[Journalismus (‚Zuckerln für die Braven‘) #23 … ]

Im Zuge der Regierungsbildung mit der ÖVP im Jahr 2017 gab Kickl an, Politik zu machen, um die Gesellschaft fairer zu machen. | —> https://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Kickl (12. September 2018)

Florian Klenk: Infosperre für die Schlimmen, Zuckerln für die Braven. Die offizielle Informationspolitik von Innenminister Herbert Kickl. | https://twitter.com/florianklenk/status/1044266012261191682

M.W. Schneider @MWSchneider4: Echt! Unbotmäßigen Leuten soll man nicht einfach Informationen geben. Das führt nur zu Problemen. Am besten schreibt man sich die Berichte selber!

Soso @sosome1961, Antwort an @florianklenk: Wie in der ehemaligen DDR…

Quelle: https://twitter.com/florianklenk/status/1044266012261191682
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Josy Edmund #26: “ … Medien, die tendenziell positiv berichten aktiv zu fördern während gleichzeitig versucht wird kritische Medien auszubooten; Das hat nichts in einer Demokratie verloren! Von da her kann man nur begrüßen, dass diese ungeheuerliche Empfehlung des Innenministeriums aufgedeckt [wurde]! … „Der Standard oder der Kurier keine Informationen mehr aus dem Innenministerium bekommen und Sexualdelikte, die nicht von Österreichern begangen werden, massiv kommuniziert werden sollten.“ – Wie jetzt? Die Formulierung ist vage! Sollen Sexualdelikte, die nicht von Österreichern begangen wurden, gegenüber Sexualdelikten von Österreichern hervorgehoben werden?! …“

Miniwahr #1: “ … Ja, das ist besorgniserregend. Allerdings geht es doch wohl nicht um eine generelle Nachrichtgensperre sondern um eine Reduzierung der Zusammenarbeit auf das Minimum. Ähnliches haben wir letztendlich in Deutschland mit den „Hintergrundgesprächen“ auch. Das allerdings öffentlich zu formulieren, zeigt eigentlich nur, wie weit man in Österreich bereits ist. …“

Charlotte van H. #9: “ … Florian Klenk liegt richtig mit seiner Analyse „Das Bedrohliche ist für mich weniger die Einschränkung der Pressefreiheit der kritischen Medien, sondern die ostentative Belohnung der willfährigen Medien. Dieser „Zuckerl“-Journalismus ist das freundliche Gesicht einer illiberalen Politik, in der die Braven belohnt werden.“ … Das sogenannte Zuckerl an Journalisten ist ein [ ] Versuchsballon. Da viele Journalisten sich von einer Exklusivität angezogen fühlen, erträumten sich Kickl und „Kameraden“ ein geschicktes Ausschlussverfahren, um gewisse unerwünschte Journalisten auszuschließen. Mit Freundlichkeit eine Gesinnung anzuraten, um weiter Informationen zu erhalten …“

Wolfgang Berendes #12: “ … „Die FPÖ nutzt ihren Einfluß auf die Polizei für politische Zwecke.“ Das ist harmlos ausgedrückt …“

Heimweh04 #18 “ … Die Feinde der Verfassung sind wieder einmal im Inneren zu finden. …“

Die Alternative zur Alternative #24: “ … Man könnte sogar ein Stufenmodell erstellen, dass anzeigt, wie weit eine Partei sich in dieser Hinsicht schon dem Abgrund genähert hat:
Stufe 1: Überzogene Kritik an Medien
Stufe 2: Gelegentliche Lügenpresse-Rufe
Srufe 3: Frageverbot oder Ausschluss der Presse bei Parteiveranstaltungen
Stufe 4: Drohungen gegen einzelne Journalisten, Kaum zu versteckender Hass auf kritische Medien
Stufe 5: Politische Maßnahmen, sobald sie Regierungsverantwortung haben
Stufe 6: Massive Einschüchterungsversuche, Hetzjagden, Verhaftungen, usw.
Stufe 7: Mord
Erdogan könnte man auf Stufe 6 ansiedeln, die AfD noch auf 4, die FPÖ teilweise auf 5. Wahrhaft demokratische Parteien hingegen überschreitrn Stufe 1 so gut wie nie. …“

Inana77 #24.2: “ … Leider, leider ist das sehr naiv. Jeder mit halbwegs Sachkenntnis weiß, dass die Presse sich bei uns sehr stark für politische Ziele einspannen lassen hat. … Das könnte jetzt zurückfeuern, denn es werden sich möglicherweise nicht genug Leute auf die Seite der Presse stellen, weil eben klar ist, dass sie – entschuldigung liebe Zeit – einfach allzu oft einfach als politische Partei aufgetreten ist. …“

Kommentare
zu: https://www.zeit.de/kultur/2018-09/pressefreiheit-oesterreich-florian-klenk-falter-medienattacke-fpoe
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SucramHH #45: “ … Das Problem ist, dass sich Medienschaffende zum Großteil aus dem linken Spektrum rekrutieren und man dort mangelndes Fachwissen mit übersteigertem Sendungsbewustsein auszugleichen versucht. Das darf aber kein Grund sein, die Pressefreiheit einzuschränken. Man kann nur versuchen, die übelsten Fakenews und bewusste Wortverdrehungen aufzudecken. So ist jemand, der Polizisten mit Zwillen beschießt und mit Steinen bewirft, kein „Aktivist“, sondern ein Krimineller. Und jemand, der monatelang mit Baumhausbesetzern lebt und für sie bloggt, kein Journalist, sondern ein Propagandist. Helmut Kohl wusste, warum er den Hamburger Illustrierten Stern und Spiegel nie ein Interview gegeben hat. Und der ZEIT auch nicht. …“

Josef Fragen #45.2: “ … Ich beneide Sie fast für die schlichte Eleganz ihrer Schubladen. …“

Tordenskjold #49: “ … [‚Sebastian Kurz wendet sich gegen Ausgrenzung bestimmter Medien – Österreichs Kanzler hat die Bedeutung der Pressefreiheit betont. Zuvor hatte das Innenministerium vorgeschlagen, die Zusammenarbeit mit kritischen Medien zu begrenzen.‚] Isser mal wieder zurückgerudert, der Herr Kurz. So bissel jedenfalls. Die Rechtspopulisten brechen ein Tabu und Kurz rudert etwas zurück. Wie immer. Und wie immer wurden die Grenzen des sagbaren etwas nach rechts verschoben. Kurz wirkt wie der Zauberlehrling, der die Geister nicht mehr loswird, die er gerufen hat. …“

Kommentare zu:
https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-09/oesterreich-ausgrenzung-medien-sebastian-kurz-bundeskanzler-kritik-fpoe

Nachtrag #1:
“ … Kickl teilte mit, er habe mit Pölzl ein klärendes Gespräch geführt. Ihm sei versichert wurden, dass eine Einschränkung der Pressefreiheit „in keiner Weise Intention seiner Mail an die Kommunikationsleiter in den Landespolizeidirektionen war“. …“ | https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-09/oesterreich-pressefreiheit-fpoe-herbert-kickl

michaelweste #1.10: “ … „Die Mail kam aus der Pressestelle des Ministeriums und richtete sich an die Kommunikationsverantwortlichen der Landespolizeidirektionen. Das Ministerium verteidigte die Empfehlungen in der Mail in einer Stellungnahme und erklärte, dass der „Verdacht der Voreingenommenheit“ nicht aus der Luft gegriffen sei.“ Wie da aber auch einer drauf kommt … tststststs … unfassbar …“

DonPedro67 #1.4: “ … Vermutlich ist der Verfasser der Email Mausgerutscht. Oder der Praktikant hat das Email irrtümlich verfasst und vom falschen Account abgesendet. …“

A plant named Dave #1.6: “ … Ich will auch mal! – Vielleicht betreibt die FPÖ ein „Österreich, wie wir es uns wünschen“-LARP [Live Action Role Playing] und die Mail sollte als Teil des Rollenspiels an fiktive Polizeidirektionen gehen. …“

lennon68 #33: “ … Naja, Kickl, es war ein Versuch …“

ChrisWalker #3: “ … Zurückrudern und den Skandal abwälzen auf eine Einzelperson, die eigentlich gar nichts zu sagen hat. Alles altbekannt …. Konsequenzen gibt es natürlich auch nicht, weil man die Botschaft im Geiste natürlich gut heißt. Dieses Schmierentheater ist einfach nur lächerlich. …“

lemonhorse / 25 September 2018 / Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro / 0 Comments

[Kriegsschauplätze #34… ]

n-tv.de, Freitag, 21. September 2018: “ … Berlin (dpa) – Die Bundesregierung hat mehrere Waffenexporte an drei arabische Länder genehmigt, die am Jemen-Krieg beteiligt sind. … Der Krieg hat zu einer der schlimmsten humanitären Katastrophen weltweit geführt. …“ | https://www.n-tv.de/ticker/Waffenexporte-an-Jemen-Kriegsallianz-genehmigt-article20634391.html

Lorenz Hemicker (21.09.2018): “ … Die Bundesregierung sieht laut dem Magazin „Der Spiegel“ derzeit keine Möglichkeit, die Rüstungslieferungen im Falle von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Staaten zu stoppen. In beiden Fällen handele es sich um Komponenten von Rüstungsgütern internationaler Konsortien. Zudem kämen die Lieferungen nicht im Jemen zum Einsatz. …“ | http://www.faz.net/aktuell/politik/jemen-deutschland-liefert-neue-ruestungsgueter-an-saudis-15799549.html

Rückblende & Doppelbild | Kurt Krolop (1971): “ … Es ist keineswegs so, daß der Herausgeber der „Fackel“ […] die gesellschaftlichen Hintergründe und ökonomischen Voraussetzungen des imperialistischen Krieges nicht erfasst hätte. Er hat vielmehr früher und klarer als die meisten seiner Zeitgenossen nicht nur gewußt, sondern auch öffentlich gesagt, daß dieser Krieg eine „Auseinandersetzung moderner Mordindustrien“ sei, Ausdruck einer systemimmanenten ökonomischen Notwendigkeit, „Absatzgebiete in Schlachtfelder zu verwandeln, damit aus diesen wieder Absatzgebiete werden“. Aber seine kulturkritische Diagnose und kultursatierische Demonstration erschöpfte sich weder in der Einsicht, daß der imperialistische Krieg eine ordinäre „Handelsrauferei“ war, noch in der Feststellung, daß er nichts mehr von einem ritterlichen „Raufhandel“ an sich hatte; sie führte ihn vielmehr vor allem auf das Phänomen, daß die bewußte und unbewußte Lüge einer heroischen Phraseologie … Dem Satieriker, dem „Nörgler“, unter diesem Namen tritt Karl Kraus selbst in den „Letzten Tagen der Menschheit“ auf, bleibt die traurige Gewissheit von der Phantasiearmut, Unbelehrbarkeit und Vergesslichkeit einer Welt, die imstande sein wird auch die entsetzlichsten Massenschlächtereien als „Vergangenheit“ zu „bewältigen“, aus dem Kriegszustand zum Status quo der Kriegsbereitschaft zurückzukehren: „Nein, der Seele bleibt keine Narbe zurück. Der Menschheit wird die Kugel bei einem Ohr hinein und beim anderen herausgegangen sein.“ … “ | Aus: Karl Kraus – Vor der Walpurgisnacht – Auswahl 1925-33, Kap. „Dichtung und Satire bei Karl Kraus“ von Kurt Krolop (Seite 676-677) [Ausgabe von 1971]

lemonhorse / 22 September 2018 / Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro / 0 Comments

[Kiel #56… ]

Der Zufall führt mich als ein Zaungast zur Entschleunigungsdemo, Holstenstrasse (09/2018): “ … Wir Aktionskünstler_innen können nicht mehr hinnehmen, dass Angst, Leistungsdruck, depressive Anonymität und innere Unruhe unsere Leben bestimmen. Deshalb bewegen wir uns langsamer durch die Innenstadt, damit auch Sie Sich trauen, Ihr Leben zu entschleunigen. …

lemonhorse / 20 September 2018 / Kiel.Refugium, Visual.Notes / 0 Comments