[Angewandter Diskordianismus… ]

[…] Diskordier bestreiten objektive Wahrheiten, sie (zumindest die meisten) sind der Ansicht, dass alles subjektiv auslegbar sei…

Sie lieben die Widersprüche, denn diese zeigen Grenzen der Logik auf. Um mit Widersprüchen umzugehen, muss man das übliche logische Denken überwinden und dem Geist neue Freiheiten geben. Die Überzeugung, dass der Mensch ein Sklave von Wort und Logik ist, schlägt sich auch im Zen-Buddhismus nieder.

Ein weiterer Punkt ist die Unterteilung von Chaos und Ordnung in seinen jeweiligen kreativen und destrukiven Part. Das Sacred Chao verdeutlicht dies.

Chaos und Ordnung sind nur vom Mensch entwickelte Begriffe und Konzepte. Sie versuchen zu beschreiben, was das menschliche Bewusstsein wahrnimmt. Diese Wahrnehmung erfolgt allerdings immer durch ein Fenster oder Gitter, das zwar variieren kann, aber nie das tatsächlich dahinter liegende reine Chaos zeigen kann. Wobei der Begriff „reines Chaos“ schon wieder eine menschliche Kategorie ist und das dahinter Liegende nur unzureichend beschreibt.

Jemand, der gegen das Chaos wettert und dabei unterschlägt, dass im Chaos auch Kreativität steckt, wird gern als Graugesicht bezeichnet. Graugesicht ist der Name eines humorlosen Menschen, der laut der Principia Discordia 1166 v. Chr. einen Trip einleitete, der zur einer Unausgeglichenheit der Welt führte.

[Hier noch die] Fünf Gebote: Gemäß dem Gesetz der Fünf gibt es im Diskordianismus genau Fünf Gebote:

  1. Es gibt keine Göttin außer der Göttin und es ist deine Göttin. Es gibt keine erisische Bewegung außer der erisischen Bewegung und es ist die erisische Bewegung. Und jeder Golden Apple Corps ist das geliebte Zuhause eines Goldenen Wurms.
  2. Ein Diskordier sollte immer das Offizielle Diskordische Dokument Nummerierungssystem verwenden.
  3. Ein Diskordier ist aufgefordert, während seiner frühen Illumination alleine an einem Freitag loszuziehen und freudig einen Hot Dog zu verzehren; diese geweihte Zeremonie wendet sich gegen das populäre Sektierertum der Zeit: des katholischen Christentums (kein Fleisch am Freitag), des Judaismus (kein Fleisch vom Schwein), der Hindus (kein Fleisch vom Rind), der Buddhisten (kein Fleisch von Tieren), und der Diskordier (keine Hot Dog Brötchen).
  4. Ein Diskordier soll keine Hot Dog Brötchen verzehren, weil sie der Trost Unserer Göttin waren, als Sie mit dem Original Snub konfrontiert war. (die Nichteinladung bei der Hochzeit von Peleus und Thetis)
  5. Einem Diskordier ist es verboten, zu glauben, was er liest.

Zum Diskordianismus ist noch zu sagen, daß niemand so genau weiß, ob all das nicht ein einziger, komplizierter Witz oder eine echte Religion ist.

Zitate:

  • Wir Diskordier müssen auseinanderhalten!
  • Diskorder schwimmen nicht gegen den Strom, sie klettern aus dem Fluss.
  • Wer nicht für uns ist, ist für uns.
  • Gib‘ einem Affen ein Hirn und er wird schwören, er sei das Zentrum des Universums.
  • Discordianismus ist nicht nur eine Religion; es ist eine Geisteskrankheit – Lord Omar Ravenhurst
  • Es ist mein fester Glauben, dass es falsch ist, einen festen Glauben zu haben – Malacylpse der Jüngere
  • Es gibt eine Wahrheit jenseits der Realität, aber es gibt keine Realität diesseits der Wahrheit. – St. Angremonn der Eilige
  • Ich bin der Che Guevara der Weisheit. -St. Angremonn der Eilige
  • Seriöse Verschwörungsliteratur zeichnet sich also per Definitionem durch ihre große Unseriösität aus. Das bedeutet, dass Wilsons Werke aufgrund ihrer Seriösität zu der unseriösen Verschwörungsliteratur zählen. – St. Angremonn der Eilige
  • Die Aussage, der Diskordianismus bleibe als einziger übrig, nachdem sich die ‚anderen Religionen‘ gegenseitig zerfleischt haben, ist – wie eigentlich so ziemlich alles, was Mal so von sich gab – dermaßen sinnbefreit, dass es für den Initiaten wie der Schlüssel zur Erleuchtung aussehen muss. – St. Angremonn der Eilige (bezieht sich auf „Eine Erisische Hymne“ in der Prinicipia Discordia)

Aus: „Diskordianismus“ (15.09.2004)
Quelle: http://verschwoerungen.info/wiki/Diskordianismus

lemon / 15 September 2004 / Fraktal.Text

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