[Das Reale, das Symbolische und das Imaginäre #21… ]

“ … Wenngleich das Reale omnipräsent ist, bleibt es uns genau dann verborgen, wenn wir im Akt des Codierens unsere Gedanken materialisieren aus dem Imaginären heraus in das Reale befördern. … Medienapparate ermöglichen es zumeist dem Realen so zu begegnen, dass die eingeflochtene Botschaft (Struktur) im Rauschen (Chaos) herauszufiltern ist. Erst dann ist von jener Information zu sprechen wie wir sie in symbolischer Ordnung kennen … Das, was Information (codiert mittels Buchstaben, Ziffern) erst zu dieser werden lässt, sind die Menschen im Gebrauch des irrealen Symbolischen – dann wenn das Reale zu einem „Rest bzw. Abfall [-produkt]“ kehrt, wie es KITTLER formulierte. Im Umkehrschluss bedeute dies: Je unstrukturierter uns ein Sachverhalt darbietet, desto verlorener sind wir in der Erfindung einer symbolischen Ordnung …“ | Aus: „Das „Reale“ LACANs transcodiert – Der Versuch einer Übertragung an die Medienwissenschaft“ Philipp Schaefer (2016/17) | https://www.musikundmedien.hu-berlin.de/de/medienwissenschaft/medientheorien/hausarbeiten_essays/pdfs/philipp_schaefer-das_reale_lacans_transcodiert.pdf

Stichwort: ‚Fundamentalistische Uneindeutigkeit‘

“ … Vizejustizminister Lukas Piebiak bedauerte gegenüber polnischen Medien, dass vor allem westeuropäische Staaten nicht bereit gewesen seien, Diskriminierung von Christen auf eine Stufe mit der von Schwulen oder Lesben zu stellen. …“ | Aus: „Deshalb blockiert Polen“ Jan Pallokat, ARD-Studio Warschau (12.10.2018)| https://www.tagesschau.de/ausland/eu-polen-eklat-103.html

Balduin-das-Schloß #31 “ … Marxistische Hipsters gegen Alt-Right Tricksters … “
Graf Porno von Geilenkirchen #17 “ … Normies raus! …“
Kommentare zu: „Ist Sexismus der neue Punk?“ Eine Rezension von Martin Eimermacher (3. Oktober 2018)
Quelle: https://www.zeit.de/2018/41/digitale-gegenrevolution-angela-nagle-sexismus-kulturkaempfe

“ … laut einer Umfrage der Online-Jobplattform „StepStone“ [gibt es] rund 600.000 auswanderungswillige Briten. 44 Prozent von ihnen, also rund 264.000 Insulaner, benennen Deutschland als ihre erste Wahl. …“ | Aus: „Der Brexit wird zum Brexodus“ Jochen Wittmann (16.10.2018) | Quelle: http://www.fr.de/politik/grossbritannien-der-brexit-wird-zum-brexodus-a-1601979,0#artpager-1601979-1

Wolf Kreide: “ … Wie, und was ist mit unserer Identität? Bald werden die ersten um 5 Uhr Tea Time fordern, das Gedrängel an den Eingängen wird von nervig ordentlichen Schlangen abgelöst, Brot und Bier werden schlechter. Und zum Steak wird Minze serviert. … in der Kneipe … lauwarmes London Ale … :) …“

“ … Auf besonders … grenzgängerische Art und Weise versuchen „Die Blitzmädchen“ seit ein paar Monaten in sozialen Medien die Rolle der Frau in der Wehrmacht im Nazischick als schöne, heile und perfekte Welt nachzuzeichnen. Mit ihrem bewussten Spiel an der Grenze zur NS-Verherrlichung erreichen sie tausende „Fans“. … Neben dem einschlägigen Publikum mit teils rassistischen, sexistischen und hetzerischen privaten Profilen, das auch auf zahlreichen ähnlichen Plattformen fleißig kommentiert, fällt bei der Durchschau der öffentlichen Social-Media-Profile der „Blitzmädchen“ vor allem die Besinnung auf deutsche Werte und deutsche Dichter auf. Dort finden sich neben äußerst streitbaren Persönlichkeiten mit antisemitischen Tendenzen wie Ernst Moritz Arndt auch immer wieder Gedichte von Johann Wolfgang Goethe. Auch die zahlreichen angeblichen Freizeitaktivitäten (Kerzen gießen, in der „Wehrmacht“-Zeitung über das Weltgeschehen informieren, Frühlingsspaziergänge) sind laut Historikerin Killius reine Schönfärberei einer verbrecherischen Zeit. …“ | Aus: „“Die Blitzmädchen“: Auf Like-Suche im Nazischick“ Fabian Sommavilla (15. Oktober 2018) | https://derstandard.at/2000088908198/Die-Blitzmaedchen-Auf-Like-Suche-im-Nazi-Schick

peter schmidt: “ … das erinnert mich an gerhard polt „im biergarten“ „dann sitz ich da und denke an was schönes zum beispiel die schlacht von verdun! ….“

Kernel Decker: “ … Diese „tollen“ Blusen und Röcke gibts sicher bald bei „Heimatmode“ zu kaufen. …“

Autor unbekannt: „… 50 shades of brown …“

TheBirdOfHermes: “ … Es gibt native weibliche Österreicher die FREIWILLIG zum Islam konvertierten und dann mit Burka rumlaufen. Aber mit Vollschutz und Handschuhen und wenn sie dann telefonieren, hören sie sich wie Steirer & Co an (Mundart bis zum geht nicht mehr). …“

Ulrich Engel im Gespräch mit Philipp Gessler (14.09.2014): “ … Philipp Gessler: Warum ist … der Fundamentalismus so verlockend …? – Ulrich Engel: Ich persönlich glaube, dass das etwas zu tun hat mit der Unübersichtlichkeit unserer Gesellschaft heutzutage. Viele Menschen verlangen angesichts dieser Unübersichtlichkeit Eindeutigkeit und glauben … Starke Dogmatiken, starke Aussagen, Abgrenzung, Wahrheiten, die gegen andere stehen können. Also gerade die monotheistischen Religionen sind an dieser Stelle nicht nur anfällig, sie sind selbst Teil dieses Problems. Auf der anderen Seite gibt es aber immer auch dieses Obskure, das nicht Eindeutige in allen Religionen. Wenn wir uns zum Beispiel den ganzen Bereich der Mystik anschauen, das sind nicht die eindeutigen Auslegungen. … Das Problem sehe ich … darin, dass wir von falschen Identitätsbegriffen oder von sehr einfachen Identitätsbegriffen ausgehen. Identität ist niemals nur vom Ich her, also von meiner Seite aus zu gewinnen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir Identitäten nur gewinnen können, sowohl auf einer persönlichen Ebene als auch auf einer überindividuellen, gesellschaftlichen Ebene, in der Auseinandersetzung mit anderen. Also, nur im Angesicht des anderen weiß ich, wer ich bin. Und dann in diesem Zusammenhang Assimilation zu definieren, würde dann bedeuten, in einen permanenten Dialog einzutreten. … Also, das, was Habermas in seiner Friedenspreisrede … ja gefordert hat, ist ja nicht nur, dass die säkulare Gesellschaft versucht, diese religiösen Argumentationen zu verstehen, nachzuvollziehen, überhaupt ernst zu nehmen, sondern umgekehrt hat er eben auch von Religionsgemeinschaften ja gefordert, sich mit ihren Überzeugungen in den Diskurs hineinzugeben. Und ich glaube, das ist ein ganz entscheidender Punkt, gerade auf diese Praktiken hin, sie zu erläutern, sie in ihrer Begründung zu erläutern, sie rational zu verantworten und damit etwas zu ermöglichen. Das heißt nicht, dass dieses damit gelingen wird, das ist ganz klar, das ist wie bei jedem Diskurs, wie bei jeder Diskussion, ich kann nicht mit jedem ersten Argument mein Gegenüber überzeugen. Das ist klar. Aber in diesen Diskurs hineingehen und darin bleiben. …“ | https://www.deutschlandfunkkultur.de/religioeser-fundamentalismus-der-charme-der-dogmen.1278.de.html?dram:article_id=297490

„… Patrick Wildermann: Herr Stegemann, über Ihr politisches Engagement in der linken Bewegung „Aufstehen“ ist viel berichtet worden. Es wirkt, als seien Sie überrascht, in welchen Trubel Sie da geraten sind. Bereuen Sie es schon?
Bernd Stegemann: Bereuen auf gar keinen Fall. Überrascht bin ich allerdings, und zwar über den Wind, der im sogenannten politischen Diskurs weht. Man hat das Gefühl, viele warten nur darauf, Äußerungen falsch zu verstehen, um sie gegen einen verwenden zu können. Das ist im Theater so nicht der Fall. Da dürfen Sätze durchaus doppeldeutig, ironisch, uneigentlich gemeint sein – sowohl auf der Bühne als auch hinter den Kulissen. Ästhetik hat ja ihrem Wesen gemäß eine fast fundamentalistische Uneindeutigkeit. Dieser Gestus wird in der politischen Kommunikation überhaupt nicht akzeptiert, sondern als Einladung genommen, dir in die Fresse zu hauen.
Patrick Wildermann: Theaterleute sind gern politisch, grenzen sich aber von der Tagespolitik ab. Gilt dieser Unterschied für Sie nicht?
Bernd Stegemann: Es sind zwei verschiedene Sphären, das Politische und die Politik. Ich kann im Prinzip jeden Raum zu einem politischen machen, indem ich Widersprüche öffentlich zur Verhandlung stelle. Das ist natürlich noch nicht Politik. Die ist tatsächlich gekoppelt an Macht. Wer hat das Amt, wer die Mehrheit, wer darf das Gesetz erlassen? Je mehr ich mich mit Politik befasse, desto mehr verstehe ich die Scheu derer, die lieber im Raum des Politischen bleiben möchten. Er ist viel freier und viel schöner – in einem ästhetischen Sinne.
Patrick Wildermann: Und obendrein verantwortungsloser.
Bernd Stegemann: Verantwortungslos im Sinne von machtlos, ja. Die Machtlosigkeit ist womöglich die Bedingung für Kunst. Wenn die Kunst anfängt, nach Macht zu schielen, wird sie tendenziös. …“ | Aus: „“Aufstehen“-Sammlungsbewegung „Die Angst war vorher da““ Patrick Wildermann (16.10.2018) | https://www.tagesspiegel.de/kultur/aufstehen-sammlungsbewegung-die-angst-war-vorher-da/23194296.html

“ … Später sei Schmidt von Personen mit „Quarzsand-Handschuhen“ verfolgt worden. Schmidt bestätigt die Verfolgung, er sei dann aber durch Mitglieder der eigentlich kritischen Gruppe geschützt worden. „Die Szene war in dieser Situation gespalten“, sagte er. Juristische Schritte will er nicht einleiten, es habe sich um eine „Schulhof-Mentalität“ gehandelt. Eigentlich hatte Schmidt mit den Anwohnern über Strategien gegen Mietsteigerung und Gentrifizierungen sprechen wollen. Ein Thema, das im Samariterkiez, wo unter anderem die CG-Gruppe mehrere Neubauprojekte trotz Bürgerproteste durchgesetzt hat, immer wieder für Ärger sorgt. In einigen Häusern wohnen seit Jahren Mitglieder der linksautonomen Szene. Trotz der Brisanz des Themas waren Schmidt zufolge am Montag nur rund 35 Personen erschienen, weil die Veranstaltung nur mit Plakaten beworben worden sei, die aber abgerissen wurden. …“ | Aus: „Baustadtrat wird bei Veranstaltung in Rigaer Straße bedroht“ Felix Hackenbruch (09.10.2018) | https://www.tagesspiegel.de/berlin/friedrichshain-kreuzberg-baustadtrat-wird-bei-veranstaltung-in-rigaer-strasse-bedroht/23164850.html

Pat7 09.10.2018, 18:20 Uhr: “ … Quarzhandschuhe und derartige Drohungen haben nichts mit „Schulhofmentalität“ zu tun. … Meinungsfreiheit existiert bei denen nur für die eigene Meinung und wo Brüllen nicht reicht, wird es dann heftiger. Es ist an der Zeit die nicht mehr mit Samthandschuhen anzufassen. Den Typen wie die bringen jeden zivilen gewaltlosen Widerstand gegen Spekulationen mit Wohnraum in Verruf. …“

Spandau-Loewe 09.10.2018, 18:49 Uhr: “ … Antwort auf den Beitrag von Pat7 09.10.2018, 18:20 Uhr: Wir sind hier in Friedrichshain-Kreuzberg und dazu in einer Umgebung, die dem Baustadtrat doch gefällt. Also ist das „Schulhofmentalität“. Und fertig. …“

“ … Englisch ist voller Nuancen, Zweideutigkeiten und kann unglaublich elegant sein; nichts ist schwarz oder weiß in der englischen Diplomatensprache – alles ist stets Grau. Mal Hellgrau, mal Felsengrau, mal Grau-Beige. Verfolgt man freilich die von der Regierung May seit Monaten benutzte Diplomatensprache, so erinnert mich das eher an den berühmten Elefanten im Porzellanladen oder die berüchtigte „Axt im Walde“. … Immerhin aber gibt es selbst in diesen Zeiten auf der Insel noch immer die eine oder andere gute Nachricht. Ich freue mich, heute berichten zu können: Meine britische Staatsbürgerschaft ist bewilligt! Mitte Oktober werde ich erleichtert und mit eindeutig gemischten Gefühlen in mein örtliches Bürgeramt in Westminster gehen, um 1) einen Eid auf die Monarchie und die Queen zu schwören und 2) meinen ersten britischen Pass in Empfang zu nehmen. …“ | Aus: „Sprachverfall in Brexit-Zeiten“ Arndt Striegler (Ärzte Zeitung online, 26.09.2018), Quelle: https://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/gp_specials/brexit/article/972421/arndt-striegler-bloggt-sprachverfall-brexit-zeiten.html

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