[Ordnung, Herrschaft und Interessen #52… ]

1985 15th July: Greenpeace ship Rainbow Warrior after French bombed her on July 10th in Auckland Harbour killing Greenpeace photographer Fernando Pereira. … Source: http://www.nzine.co.nz/features/rainbowwarrior_anniversary.html

„… Für Fernando Pereira ist es nicht leicht, im Frühjahr 1985 schon wieder seine Familie verlassen zu müssen. Der Fotograf und Greenpeace-Aktivist soll an Bord der „Rainbow Warrior“ gehen, die sechs Monate durch den Pazifik kreuzen soll. … Der 34-jährige Portugiese lebt in den Niederlanden, als junger Mann ist er aus seinem Heimatland geflohen. Vor Diktator Salazar, vor der Wehrpflicht und einem möglichen Kriegseinsatz in Angola. Per Anhalter trampte er durch Spanien und Frankreich, bis in die Niederlande, wo er sich niederließ. Bei Greenpeace fand er seine Aufgabe. Er fotografierte die Aktionen der Umweltschützer, reiste mit ihnen um die Welt. …“ | https://www.n-tv.de/panorama/Geheimdienst-versenkte-Rainbow-Warrior-article15487726.html (Freitag, 10. Juli 2015)

“ … Im Jahr 1985 demonstrierte Greenpeace gegen französische Kernwaffentests auf dem Mururoa-Atoll. Die Rainbow Warrior war vom Nordpazifik gekommen und hatte dort bei der Evakuierung der Bewohner des zu den Marshallinseln gehörenden Rongelap-Atolls geholfen. … Die vom französischen Geheimdienst als „Operation Satanique“ bezeichnete Aktion wurde aus den „fonds speciaux“, einer Art offizieller „schwarzer Kasse“, über die nur der Präsident der Republik verfügen kann, finanziert und von der französischen Regierung stets gedeckt. … 20 Jahre nach der Versenkung der Rainbow Warrior, also Anfang Juli 2005, gab der damalige Geheimdienstchef Pierre Lacoste der Nachrichtenagentur AFP bekannt, dass die Versenkung bis in die französische Staatsspitze bekannt war; auch der französische Präsident François Mitterrand sei eingeweiht gewesen. … “ | https://de.wikipedia.org/wiki/Versenkung_der_Rainbow_Warrior (5. August 2018)

“ … Bis heute ist Mururoa ein Sperrgebiet. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Mururoa (30. September 2018)

Andreas Stummer (01.07.2006): “ … Raymond Pia hat ein altes Farbfoto hervorgekramt. Beschriftet „Moruroa, 1972“ zeigt es den heute 53-jährigen Tahitianer im Kreis seiner Kollegen. Die zehn Arbeiter posieren lachend und mit Schutzhelmen auf dem Kopf in einem der Bombenschächte. Raymond ist der Einzige auf dem Bild, der heute noch am Leben ist. Jeder seiner Freunde starb an Leukämie, Raymond leidet seit Jahren an Krebs. Seine Zeit auf Moruroa kommt einem Todesurteil gleich. … Wie viele Tahitianer, die über Jahre auf dem Testgelände angestellt waren, das wissen nur die Franzosen. Doch sie halten alle Dokumente als „streng geheim“ unter Verschluss. Die Regierung in Paris streitet weiter ab, dass die Atomtests die Menschen und die Umwelt Tahitis jemals radioaktiv verseucht hätten – eine Behauptung gegen die Mitte der 90er Jahre Rüstungsgegner weltweit Sturm liefen. … Bis heute existieren keine offiziellen Strahlungstabellen, Krebsstatistiken oder Umweltgutachten der französischen Regierung. Laut einer Studie der Vereinten Nationen sind 20.000 Menschen allein in Tahiti an den Folgen der Atomtests gestorben. Dr. Gilles Soubiran, ein Mediziner in der Hauptstadt Papeete, aber glaubt, dass die Zahl weit höher liegt: „Viele Menschen sind vor den 80er Jahren gestorben. Damals war unser Gesundheitssystem noch so unterentwickelt, dass wir Folgekrankheiten wie Leukämie gar nicht feststellen konnten.“ … Erst im Jahr 2000, nach fast 200 unter- und überirdischen Atomtests, zogen die Franzosen von Moruroa ab. Zurück blieb eine riesige Atommüllhalde – perforiert von 140 Bohrschächten in denen, kilometertief, radioaktive Abfälle liegen. … “ | https://www.deutschlandfunk.de/atomare-nachbeben-im-stillen-ozean.799.de.html?dram:article_id=120120

Karl Sonnenschein (10.10.2018): “ … Schon irre, meines Wissens wurde kein einziger Politiker für Atomwaffentests, -Einsätze und deren Folgen je zur Verantwortung gezogen, weder im Westen noch im Osten. …“ | Kommentar zu: https://derstandard.at/2000089090558/Gerichtsklage-gegen-Atomversuche-auf-Mururoa (‚Gerichtsklage gegen Atomversuche auf Mururoa‘ Stefan Brändle aus Paris, Oktober 2018)

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