[Zur Begegnung mit Phantomen #5… ]

“ … In den fürstlichen Wunderkammern, die ab dem 16. Jahrhundert entstanden, nahmen Raritäten und Fabelwesen einen besonderen Platz ein. So zeichnete zum Beispiel Conrad Gessner Drachen und Einhörner, die wahrhaftig in den Alpen vorkämen. Damit sollte der Reichtum von Gottes Natur dargestellt werden. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Fabelwesen (7. April 2018)

“ … Es ist schwierig, einen genauen Ursprung des Glaubens an den Hausgeist zu ermitteln. Der Hausgeist wurde erstmals von Johann Leonhard Frisch in seinem Wörterbuch 1741 beschrieben. Er wurde hier als spiritus familiaris bezeichnet und bezeichnet eher einen gutmütigen Geist. Hausgeist als Sammelbezeichnung mehrerer Geisterarten war hier wohl unüblich und hat sich erst in der späteren Zeit entwickelt. Bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war der Begriff in den deutschen Dialekten nicht mehr vorhanden, was die Vermutung aufkommen ließ, dass er sich zu einem pseudowissenschaftlichen Sammelbegriff entwickelt hat. Es können verschiedene Typen von Hausgeistern unterschieden werden, wobei einzelne Hausgeister nicht immer klar zugeordnet werden können: spezielle Raumgeister bewohnen nur einen Teil des Hauses oder Hofes, etwa die Küche, den Keller oder den Stall, der dadurch zu einem Ort mit bestimmten Tabuvorschriften wird. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Hausgeist (9. März 2018)

Judith Lembke (29.05.2018): “ … Wer versucht, mit Hilfe des Internets der schlechten Atmosphäre im Haus auf die Spur zu kommen, wird schnell fündig: Eine ganze Armada von Schamanen und „Heilern“ verspricht Abhilfe bei nervigen Hausgeistern, Schreikindern und unruhigen Haustieren. Abgerechnet wird der Energieputz meist je Quadratmeter plus Anfahrtspauschale. Studenten und Bedürftige bekommen oft Rabatt.
Ob das alles nur Hokuspokus ist, Ersatzreligion in einer säkularisierten Welt oder aber mehr zwischen vier Wänden steckt als nur Luft – die Branche boomt. Nicht nur esoterisch veranlagte Privatleute vertrauen mittlerweile auf die Hilfe von Feng-Shui-Beratern, Schamanen und Raumenergetikern. Auch manches Unternehmen lässt wie Aigner Immobilien seine Büroräume gegen atmosphärische Störungen behandeln, um das Betriebsklima zu verbessern. „Die Menschen sind in den vergangenen Jahren viel offener gegenüber diesen Dingen geworden“, sagt Ivo Siebenförcher. Der Österreicher arbeitet seit dreißig Jahren als Raumenergetiker und Feng-Shui-Berater, vor allem für Unternehmen. Unter seinen Kunden finden sich neben Bauträgern auch Raiffeisenbanken, ein Dentallabor und die Zentrale des Tourismuskonzerns TUI in Innsbruck. „Im Prinzip ist das alles ganz einfach“, sagt Siebenförcher: Neben grobstofflichem Schmutz wie Staub gebe es in Häusern auch feinstoffliche Verunreinigungen wie Ängste, Sorgen und Spannungen. „Diese Informationen speichern sich im Haus. Man sagt doch nicht umsonst, dass irgendwo dicke Luft herrscht.“ – Das beste Mittel, um Räume von negativen Energien zu reinigen, sei Räuchern. „Das ist wie Putzen. Man klärt den Raum von alten Energien und schafft Platz für Neues“, sagt Siebenförcher, der sich dabei auf eine jahrtausendalte Tradition beruft. Im babylonischen Reich, der römischen Antike und natürlich auch in der katholischen und den orthodoxen Kirchen war und ist Räuchern Teil des Ritus, es steht für einen Neuanfang. „Grundsätzlich kann man mit allem räuchern, mit Harzen, Kräutern und Früchten. Allerdings hat alles eine unterschiedliche Wirkung“, sagt der Berater. Räuchern könne jeder, etwas falsch machen könne man eigentlich nicht. …“ | Aus: „Wir wohnen nicht allein: Wenn es Zuhause spukt“, Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wohnen/haus/wir-wohnen-nicht-allein-wenn-es-zuhause-spukt-15609109.html?printPagedArticle=true

Eduard Felson (29.05.2018): „Verliert die FAZ den Geist der Aufklärung aus den Augen? …“

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