[Irrationalismus und das Romantisches Erbe #1 … ]

Eckhard Fuhr (27.11.2007): “ … Was fangen wir mit diesem romantischen Erbe an, das den einen als harmloses Hausmittel gegen allfällige Modernisierungsschmerzen gilt, den anderen aber als ein gefährlicher Suchtstoff, dessen Gebrauch zur „Zerstörung der Vernunft“ führt … Ist es nicht so, dass im günstigsten Fall das Romantische und seine Trivialisierung im Schlager, im Massentourismus oder in der Werbung den Menschen hilft, die technischen und ökonomischen Zwänge der Moderne zu ertragen, im schlimmsten Falle aber zum mörderischen Aufstand gegen Aufklärung und Zivilität anstachelt? … Das romantische Wunderkind Novalis fand die Formel für eine Geisteshaltung, die dem, was angeblich ist, nicht auf den Leim geht: „Indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Ansehen, dem Bekannten die Würde des Unbekannten, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe, so romantisiere ich es.“ …“ | https://www.welt.de/debatte/kommentare/article6070695/Romantiker-sind-Realisten.html

“ … [Superti-Furga]: … Die Menschen schaffen sich im digitalen Zeitalter selbst ab, sagt Harari [Yuval Harari: Homo deus, 576 Seiten, C. H. Beck (2017)]. Ich stimme mit dieser deterministischen Weltsicht nicht überein. – [Karin Pollack]: Mit welchem Argument? – [Superti-Furga]: Menschen sind mehr als die Summe ihrer Gene. In diesem Punkt bin ich ein Romantiker. Es gibt eine Dimension des Menschseins, die wir rational nicht begreifen können. Schließlich lässt sich auch Bewusstsein wissenschaftlich nicht darstellen. Auch Intuition ist schwer erfassbar. Oder die Tatsache, dass große Fortschritte in der Geschichte der Naturwissenschaft oft aus unerwarteten Gedankensprüngen eines einzelnen Forschers entstanden sind. Computer können einstweilen immer nur Bekanntes imitieren, niemals etwas vollständig Neues, nie Dagewesenes selbst erschaffen. Sie sind Hilfsmittel. …“ | “ Aus: „Genomforscher Superti-Furga: „Wir sind mehr als die Summe der Gene““, Karin Pollack, CURE, 29.4.2018 | https://derstandard.at/2000077083308/Genomforscher-Superti-Furga-Wir-sind-mehr-als-die-Summe-der

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