[Zur intrinsischen Logik des Kapitalismus #3 … ]

… Olaf Scholz holt Jörg Kukies, Co-Chef von Goldman Sachs in Deutschland, in sein Ressort. Er wird als Staatssekretär für die Finanzmarkt- und Europapolitik zuständig sein. …“ | Quelle: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-03/joerg-kukies-ko-chef-goldman-sachs-staatssekretaer-bundesfinanzministerium

Der unheimliche Mönch #36 “ … Sehr gut. Dann kann er ja seinen reichen Erfahrungsschatz aus der privaten Finanzwirtschaft nun in die Pflege des Gemeinwohls einbringen. …“

Prosaiker #36.1 “ … Der war gut …“

“ … Many Americans can’t remember anything other than an economy with skyrocketing inequality, in which living standards for most Americans are stagnating and the rich are pulling away. It feels inevitable. But it’s not. A well-known team of inequality researchers — Thomas Piketty, Emmanuel Saez and Gabriel Zucman — has been getting some attention recently for a chart it produced. It shows the change in income between 1980 and 2014 for every point on the distribution, and it neatly summarizes the recent soaring of inequality. … Most Americans would look at these charts and conclude that inequality is out of control. The president, on the other hand, seems to think that inequality isn’t big enough. …“ – From: „Our Broken Economy, in One Simple Chart“ By DAVID LEONHARDT (AUG. 7, 2017) —> https://www.nytimes.com/interactive/2017/08/07/opinion/leonhardt-income-inequality.html

Comments

  1. Yves - 21 März 2018 @ 02:04

    Wir leben in einer Welt, in der in Polen, Ungarn und Österreich, nur um in der direkten Nachbarschaft zu bleiben, Menschen Parteien und Politiker wählen, aufgrund ihrer Verunsicherung, über alles das was passiert, und was man nicht mehr verstehen kann, die Totalitarismus und „Sündenbock-Politik“ wieder gesellschaftsfähig machen.

    Auf den Buchmessen in Frankfurt am Main und in Leipzig stellen Menschen Humanismus und Pluralität einer modernen Gesellschaft als das Problem dar. Machen diese Ansätze Gesellschaftsfähig.

    In Österreich ist eine rechtsextreme Partei an der Macht und missbraucht diese Macht, um die Arbeit des Verfassungsschutzes in Österreich gegen Faschisten zu unterbinden, in dem der FPÖ-Innenminister Daten beschlagnahmen und löschen lässt, welche Erkenntnisse gegen seine Gesinnungsgenossen dokumentiert.

    Und wir liberalen und linken problematisieren die Berufung eines Mannes, dessen politischen Einstellungen wir nicht kennen, tun das aber, weil er als Banker für ein US-Investmenthaus gearbeitet hat.

    Wir sind schon eine um uns selbst kreisende Gemeinde von Wohlstandskindern.

  2. Lemonhorse - 21 März 2018 @ 11:39

    Guten Morgen Yves! – Interessant, wohin Dich deine Gedanken tragen. Der Kontext ist für mich eher hier verortet: (14. Dezember 2017): http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/einkommensverteilung-deutschland-ist-so-ungleich-wie-vor-jahren-1.3791457

    Das alles ist für die SPD ja auch nicht wirklich neu (20. März 2018): “ … In den letzten Jahren habe die Kraft gefehlt, dem Neoliberalismus ein alternatives Konzept entgegenzusetzen. …“ | https://www.vorwaerts.de/artikel/ungleichheit-bekaempfen-rettet-soziale-marktwirtschaft

    Katharina Slodczyk (handelsblatt.com, 19.03.2018):“ … Jetzt kann Kukies von Berlin aus dazu beitragen, dass die gesamte Finanzbranche im Zuge des britischen EU-Austritts in Frankfurt wächst. … Frankfurter Banker haben aber jedoch auch ein paar andere Wünsche an die neue Regierung – allen voran an Finanzminister Scholz: Mehr Werbung für den Standort Frankfurt müsse es sein. Mit Kukies sitzt künftig jemand im Finanzministerium, der wie kaum ein anderer die Anliegen dieser Branche versteht. …“ | https://www.handelsblatt.com/my/finanzen/banken-versicherungen/neuer-staatssekretaer-goldman-banker-joerg-kukies-ein-echter-branchenkenner-fuer-das-finanzministerium/21088146.html

    Es soll Menschen geben, den gibt das zu denken.

  3. Zitatus - 30 Juli 2018 @ 07:30

    Wolfgang Streeck im Interview ( 2018 ): “ … Der neue Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat als erste Amtshandlung erklärt, dass er keine neuen Schulden aufnehmen will, es sei denn zur Bedienung der alten. Seine zweite Amtshandlung war, einen der beiden Chefs von Goldman Sachs Deutschland zum Staatsekretär zu ernennen. Das sind vor allem Signale des guten Willens an die Finanzmärkte. …“ | Quelle: https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2018/geld/wolfgang-streeck-interview-geld-ist-im-wesentlichen-eine-glaubenssache-eine-fiktion-ein-versprechen

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