[Zur intrinsischen Logik des Kapitalismus #1… ]

Intrinsische Eigenschaften gehören zum Gegenstand selbst und machen ihn zu dem, was er ist.
// https://de.wikipedia.org/wiki/Intrinsisch

amadeusw #48 — 21. Oktober 2008, 8:23 Uhr: “ … Geld hat ein Eigenleben entwickelt und wird gehandelt wie Würstchen oder Autos … Das Regulativ der Warenproduktion ist außer Kraft gesetzt worden. Das Geld lässt sich in beliebige Höhe an virtuelle Werte binden, die dann in Form von Geldabkömmlingen – Derivaten – gehandelt werden. Die Folgen sind bekannt. … “ | http://www.zeit.de/2008/43/Zukunft-des-Neoliberalismus?cid=163992#cid-163992

“ … In seiner Autobiographie schrieb er [Karl Popper] später, er sei [ ] viele Jahre ein Sozialist geblieben, habe an ein einfaches Leben in einer egalitären Gesellschaft geglaubt, aber dann erkannt, dass dies nur ein schöner Traum gewesen sei; dass Freiheit wichtiger sei als Gleichheit, dass Gleichheit die Freiheit gefährde, und dass es, wenn die Freiheit verloren ginge, nicht einmal Gleichheit unter den Unfreien gebe. … Der Linguist Noam Chomsky veröffentlichte 1998 Profit over People – Neoliberalism and Global Order. Er vertritt darin die Ansicht, der Neoliberalismus habe seit Ronald Reagan und Margaret Thatcher weltweite Hegemonie erlangt. Dies habe zur Privilegierung weniger Reicher auf Kosten der großen Mehrheit geführt. … “ | https://de.wikipedia.org/wiki/Neoliberalismus

Rainer Voss (Der Autor ist ehemaliger Investmentbanker), 16.08.2017: “ … die Frage, wie lange wir noch diese unverrückbare, intrinsische Logik des Kapitalismus widerspruchslos akzeptieren, stellt sich immer dringender. In Zeiten, in denen wir täglich erleben, wie die Wirtschaft die Politik vorführt, Wachstum und Arbeitsplätze – gleich welcher Qualität – das Allheilmittel für alle irdischen Probleme sind … Dass das Kapital weiter an dem Ast sägt, auf dem es sitzt, mögen einige Zahlen aus der Zeitung „Guardian“ verdeutlichen: 51 Prozent der Amerikaner zwischen 18 und 29 stehen dem Kapitalismus skeptisch gegenüber! 77 Prozent der Deutschen aller Altersgruppen teilen diese Meinung und drei Viertel der Bürger der bedeutenden Wirtschaftsnationen halten Großunternehmen für korrupt. Der Kapitalismus ist ein eindimensionales System, das Ungleichheit fördert und in der gegenwärtigen Form nicht in der Lage ist, den Herausforderungen einer vernetzten Welt gerecht zu werden. …“ | http://www.fr.de/wirtschaft/gastwirtschaft/boersen-das-kapital-saegt-am-ast-a-1332470

Fritz Grimm • vor 25 Tagen: “ … „77 Prozent der Deutschen aller Altersgruppen teilen diese Meinung und
drei Viertel der Bürger der bedeutenden Wirtschaftsnationen halten Großunternehmen für korrupt.

Und dennoch wollen lt. Umfragen zurzeit beinahe 40% die CDU mit Merkel wieder wählen. Dazu noch: Gemäß einer schon etwas weiter zurückliegenden Umfrage, denken zwischen 70 und 80 % der Deutschen sozialdemokratisch. …“

“ … Karl Marx brachte die zweite Hälfte des Manuskripts zum ersten Band höchstpersönlich mit dem Dampfer am 10. April 1867 nach Hamburg. Zu groß war seine Sorge, dass Bismarcks Geheimagenten sein Werk abfangen könnten. Angeblich war eine Agentin auf ihn angesetzt, aber die Damen waren bei der sehr stürmischen Überfahrt „seasick kotzend“ außer Gefecht gesetzt, wie Marx an Friedrich Engels schrieb, den Freund und Finanzier. … Heute wird diese Erstausgabe in einer Ausstellung in Hamburg gezeigt und steht für 1,5 Millionen Euro zum Verkauf, ein Hinweis auf den Fetischcharakter der Ware. …“ | https://www.heise.de/newsticker/meldung/Missing-Link-Das-Kapital-von-Karl-Marx-erschien-vor-150-Jahren-3825823.html?artikelseite=all (Aus „Missing Link: „Das Kapital“ von Karl Marx erschien vor 150 Jahren“ von Detlef Borchers, Jürgen Kuri (10.09.2017))

“ … Jürgen Bönig: [Karl Marx] hat immer gesagt: Die Handelsbourgeoisie kauft billig ein, um teuer zu verkaufen, und begreift dabei gar nicht, was Produktion ist. Das hat er in Hamburg beobachten können, aber eben nicht ausschließlich hier. Er hat sich wenig über Hamburger Kaufleute ausgelassen und auch nicht erwähnt, wen er alles persönlich getroffen hat. Da gibt es noch eine Menge zu erforschen. Das Hamburger Bürgertum wollte durch Karl Marx später […] nicht an seine preisgegebenen republikanischen Ideale erinnert werden. Und da Marx nach dem Zweiten Weltkrieg von der DDR ideologisch in Anspruch genommen wurde, blendete man Hamburg und Marx‘ Verbindung zu den Bürgern bewusst aus, einfach weil es im Westen liegt. …“ | https://www.abendblatt.de/kultur-live/article211834483/Die-Spuren-des-Nationaloekonomen-Karl-Marx-in-Hamburg.html (INTERVIEW: Die Spuren des Nationalökonomen Karl Marx in Hamburg, Von Matthias Gretzschel (06.09.2017))

tbc

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