2012
06.30

Mellow My Mind
Neil Young – Massey Hall, Toronto, Ontario (2007)

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mellow – to chill out, relax, settle down
“He was really mad so we all told him to mellow out”

Verben
to mellow sich abklären
to mellow mild werden
to mellow mürbe machen
to mellow mürbe werden
to mellow reif werden
to mellow sänftigen
to mellow weich machen
to mellow werden

Adjektive/Adverbien
mellow adj. angeheitert
mellow adj. ausgereift
mellow adj. benebelt
mellow adj. freundlich
mellow adj. heiter
mellow adj. lieblich
mellow adj. locker
mellow adj. mürbe
mellow adj. reif
mellow adj. saftig
mellow adj. sanft
mellow adj. weich

2012
06.30

Was ihr den Geist der Zeiten heißt,
Das ist im Grund der Herren eigner Geist,
In dem die Zeiten sich bespiegeln.”
– Johann Wolfgang von Goethe, Faust I, Vers 577 ff. / Faust

Bundespräsident Joachim Gauck ist am 12. Juni 2012 zum Antrittsbesuch bei der Bundeswehr nach Hamburg gereist: ” … Gewalt, auch militärische Gewalt, wird immer auch ein Übel bleiben. Aber sie kann – solange wir in der Welt leben, in der wir leben – notwendig und sinnvoll sein, um ihrerseits Gewalt zu überwinden. Allerdings müssen wir militärische Einsätze begründen. Wir müssen diskutieren: darüber, ob sie die gewünschten Ziele erreichen oder schlimmstenfalls neue Gewalt erschaffen, und auch darüber, ob wir im Einzelfall die Mittel haben, die für ein sinnvolles Eingreifen nötig sind. All diese Fragen gehören – mit den handelnden Personen – in die Mitte unserer Gesellschaft. …” | http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Bundeswehr/gauck.html

Dr. Hans-Peter Bartels (29.06.2012), “Söldner ersetzen Soldaten” http://www.zeit.de/politik/2012-06/militaer-streitkraefte-outsourcing :”… Über 2.000 Menschen sollen seit 2004 bei Predator-Einsätzen in Pakistan getötet worden sein, darunter eine unbestimmte Anzahl von Zivilisten, etwa Familienangehörige gesuchter Terroristen oder deren Nachbarn. Gezielte Tötungen in einem souveränen Land werfen – wie Guantánamo – Fragen auf … was genau die KSK-Kämpfer aus Calw am Hindukusch tun, bleibt in jedem einzelnen Fall Geheimsache. Nur die Obleute der Bundestagsfraktionen werden gelegentlich in geheimer Sitzung über abgeschlossene Vorgänge unterrichtet. … Bis heute gibt es keinen wie auch immer gearteten öffentlichen Bericht über das Wirken deutscher und verbündeter Spezialkräfte auf dem Balkan im zurückliegenden Jahrzehnt. Operative Gründe für diesen Geheimschutzfetischismus kann es da eigentlich nicht mehr geben. Alle drei Tendenzen des militärischen Outsourcings – Firmen, Drohnen, Spezialkräfte – werden von keinem Land so massiv vorangetrieben wie von den USA. Aber auch Deutschland folgt dem Trend. Gegenüber der deutschen Öffentlichkeit hat das Nicht-Merken, Nicht-Sehen und Nicht-Wissen durchaus seine Vorteile. Um es mit einem Sprichwort zu sagen: Was keiner weiß, macht niemanden heiß. …”

KlausAblage, 29.06.2012 um 21:24 Uhr: “Froh bin ich darüber, dass die Einsätze des KSK geheim sind und bislang geheim gehalten werden konnten. Es wäre doch nicht auszudenken, wenn diese Einsätze im vollen Bundestag, mit allen Abgeordneten, […] [der] Frankfurter Rundschau, TAZ usw. [ ], diskutiert würden. …” | http://www.zeit.de/politik/2012-06/militaer-streitkraefte-outsourcing/seite-2?commentstart=17#cid-2154307

sibeur, 29.06.2012 um 21:26 Uhr: “Eigentlich eine positive Entwicklung. […] Deutschland soll bloß nicht die Drohnen-Technologie verschlafen. Das ist die Zukunft. Die ersten Exemplare bieten schon viele Vorteile, früher oder später werden Drohnen alle bemannte Kampfflugzeuge ersetzen, welche zu viele Nachteile haben. …| http://www.zeit.de/politik/2012-06/militaer-streitkraefte-outsourcing/seite-2?commentstart=17#cid-2154311

schwanengesang, 29.06.2012 um 21:52 Uhr: “Das werden großartige Zeiten! – “Eigentlich eine positive Entwicklung. Könnte nur ein Stückchen schneller entwickeln. Und Deutschland soll bloß nicht die Drohnen-Technologie verschlafen.” – Ja, total positive Entwicklung, welche auch in anderen Bereichen der staatlichen Sicherheitsarchitektur Anwendung finden wird. Denken Sie nur, wie wunderbar einfach es wird, einen Aufstand mittels ein paar Drohnen niederschlagen zu lassen. Keine moralischen Konflikte bei Soldateska und Polizei, wenn diese Angesicht zu Angesicht die eigenen Mitbürgern verprügeln muss.” | http://www.zeit.de/politik/2012-06/militaer-streitkraefte-outsourcing/seite-2?commentstart=17#cid-2154361

Ilmarinen, 29.06.2012 um 21:38 Uhr: “Da machen wir es uns einfach – Sehr einfach. Zivilie Opfer lassen sich ja eh nicht vermeiden – also sprengen wir einfach das ganze Haus. Was solls. Der Taliban ist ja selbst schuld, dass er Kinder hat. Ach was, die Kinder sind selbst schuld, so schaut’s aus! Hauptsache kein Bundeswehrsoldat – der Berufssoldat ist und auch weiß, wofür er sein Geld bekommt – bekommt einen Kratzer ab. Weil deutsches Blut ist ja… nicht wahr? – Und jetzt kommen Sie mir bitte nicht mit Erwiderungen wie: Sollen wir denn untätig sein, wenn wir angegriffen werden? Nein, sollen wir nicht. Aber auch im Krieg muss der Maßstab der Angemessenheit gelten, nicht nur jener der Effektivität. Wenn wir weiterhin Zivilisten in die Luft jagen und uns gleichzeitig als die Boten der Aufklärung und der Zivilisation stilisieren, attestiere ich uns kollektive Schizophrenie. | http://www.zeit.de/politik/2012-06/militaer-streitkraefte-outsourcing/seite-2?commentstart=17#cid-2154330

asx, 29.06.2012 um 17:49 Uhr: “Ansichtssache … Was Drohnen und Spezialkräfte angeht, so sind sie in vollem Umfang zu begrüßen und einzusetzten. Asymetrische Kriege sind immer schmutzige Kriege und diese Instrumente weisen im Gegensatz zu früheren Mitteln eine geradezu chirugische Präzison auf. …” | http://www.zeit.de/politik/2012-06/militaer-streitkraefte-outsourcing/seite-2?commentstart=1#cid-2153934

bluecheck, 29.06.2012 um 22:23 Uhr: “Ansichtssache? … Vielleicht sollte man in Deutschland auch Drohnen zur Verbrecherbekämpfung und Verfolgung einsetzen. Wenn Sie dann Angst haben müssen jeden Moment aus dem Nichts von einer ferngelenkten Rakete in Stücke gefetzt zu werden nur weil ein General Oberst Sie mit einem Mörder verwechselt hat, dann werden Sie auch über ihre Forderungen noch ein mal nachdenken. …” | http://www.zeit.de/politik/2012-06/militaer-streitkraefte-outsourcing/seite-2?commentstart=25#cid-2154431

friesk, 30.06.2012 um 10:00 Uhr: “… Wenn ich diverse “Spezialoperationen” als gerechtfertigt ansehe, warum rege ich mich dann über “Anschläge” auf? …” | http://www.zeit.de/politik/2012-06/militaer-streitkraefte-outsourcing/seite-2?commentstart=41#cid-2154934

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” … Klein war am 4. September 2009 befehlshabender Offizier beim Luftangriff bei Kunduz. Ziel war es, zwei von den Taliban entführte Tanklastwagen und umstehende Aufständische zu vernichten. Bei dem Bombardement wurden 91 Menschen getötet und 11 verletzt. … Oberst Klein sei “sich der Verpflichtung bewusst” gewesen, “zivile Opfer soweit irgend möglich zu vermeiden”, und habe laut Pressemitteilung der GBA “hierbei keine ihm gebotene und praktikable Aufklärung unterlassen. … Der Völkerrechtler Hans-Peter Folz verteidigte den Befehl zum Bombenangriff als “für sich genommen nicht rechtswidrig.” … ” | http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Klein_%28Offizier%29 (4. Juni 2012)

” … Auf Anordnung des Präsidenten der Islamischen Republik Afghanistans Hamid Karsai wurde eine weitere Untersuchungskommission eingesetzt.[30] Ihr gehörten Vertreter des Innenministeriums, des Verteidigungsministeriums, des NDS und ein Vertreter des Präsidenten an. Am 13. November 2009 gab die Kommission bekannt, durch die Bombardierung habe es 119 Tote und Verletzte gegeben, darunter 30 tote Zivilisten und 20 tote unbewaffnete Taliban. …” | http://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriff_bei_Kunduz (24. Juni 2012)

Viper2024 19.08.2010:
“Dienstvergehen: “Die Vorermittlungen hätten keine Anhaltspunkte für ein Dienstvergehen ergeben, hieß es an diesem Donnerstag in einer Erklärung des Verteidigungsministeriums in Berlin.” Ich bin etwas verwirrt, als ich bei der Bundeswehr war, war es schon ein Dienstvergehen in Uniform über Gleise zu laufen um einen Zug noch zu erwischen … ” | http://forum.spiegel.de/f22/kunduz-affaere-bundeswehr-verzichtet-auf-disziplinarverfahren-gegen-oberst-klein-19572.html#post6066593 | http://www.spiegel.de/politik/deutschland/kunduz-affaere-bundeswehr-verzichtet-auf-disziplinarverfahren-gegen-oberst-klein-a-712707.html

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Klaus Theweleit: “… Nietzsche, heute ja eher wenig gelesen, versprüht Formulierungen, wie sie sich bei Freud ca. 50 Jahre später, im Unbehagen in der Kultur, Freuds zivilisationskritischstem Schreiben finden (wozu Freud die Erfahrung des 1. Weltkriegs brauchte). Die europäischen Menschen bei Nietzsche heißen Augenblicks-Sklaven des Affekts und der Begierde; mit Mühe und Not haben sie einige primitive Erfordernisse des socialen Zusammenlebens erreicht dadurch, dass sie auf gewohnheitsmäßiges Viertheilen verzichten unter dem Ausruf ich will nicht!: nämlich in Wein gesotten werden oder in Öl – nachdem sie eben dies oft genug vollbracht und aus solcher Wiederholung ein Gedächtnis sich gebildet haben. Die schärfste, die »zynischste« Formulierung, die sich denken lässt, wie »Mensch«, zumal der deutsche, zu »Gedächtnis« kam: nach unendlicher Wiederholung von Gewalttaten zum endlichen Ausruf: „ich will nicht (gevierteilt werden!)“. Ah, endlich die Vernunft. …” | Aus: “Vergessen wir nicht – die Psychoanalyse. – »Dem Menschenthiere ein Gedächtnis machen«: Zu Spaltungsvorgängen beim eurasiatischen Kulturtyp.” | http://www.klaus-theweleit.de/

2012
06.29

[UFO Art #19… ]

via Histoire de l’Oeil | http://histoiredeloeil.canalblog.com/

2012
06.28


Cour du château de Montal, Saint-Jean-Lespinasse, Lot, octobre 1898


Vue générale du pont d’un voilier

via Bibliothèque de Toulouse | http://www.flickr.com/photos/bibliothequedetoulouse

2012
06.26

Noam Chomsky [Professor für Linguistik am Massachusetts Institute of Technologie (MIT)], 1998: ” … Der klassische Ansatz ist bereits 250 Jahre alt und stammt von David Hume. Er hatte sich darüber gewundert, “wie leicht doch die Vielen sich von den Wenigen beherrschen lassen und mit welch selbstverständlicher Unterwürfigkeit die Menschen den Regierenden ihr Schicksal anvertrauen”. … Nun hat Hume gewiß unterschätzt, wie wirkungsvoll nackte Gewalt sein kann. … Die Menschen dürfen “Zuschauer” sein, nicht aber “Mitwirkende” – mit der einzigen Ausnahme, daß sie gelegentlich unter verschiedenen Inhabern der Macht eine Auswahl treffen können. Und diese Ausnahme wird auch nur auf dem Feld der Politik gewährt. Von Wirtschaftsfragen – wo der Weg einer Gesellschaft in erster Linie festgelegt wird – bleibt die breite Masse völlig ausgeschlossen; hier weisen unsere gängigen Demokratietheorien der Allgemeinheit keinen Platz zu. … Wie eh und je gibt es keinen Grund zu der Annahme, unsere Gesellschaft unterläge irgendwelchen geheimnisvoll verborgenen Bestimmungsgesetzen. Nein, wir haben es nur mit Entscheidungen zu tun, die in unter menschlicher Führung stehenden Institututionen getroffen werden. Solche von Menschen betriebenen Institutionen aber haben eine Legitimiuitsprüfung zu bestehen. Gelingt ihnen das nicht, dann lassen sie sich durch andere, freiere, gerechtere Gebilde ersetzen – Beispiele dafür finden sich in der Geschichte in großer Zahl. …” | Aus: “Consent without Consent: Unterstellte Zustimmung – Überlegungen zur Theorie und Praxis der Demokratie” | abgelegt unter: Medien, Demokratie (Schwarzer Faden, Januar 1998) | http://www.chomskyarchiv.de/artikel/consent-without-consent-unterstellte-zustimmung

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Hubertus Volmer, 25. Juni 2012: ” … die Mails zeigen, wer beim EnBW-Geschäft wirklich die Strippen zog: nicht der Regierungschef, sondern … Nach Auffassung von CDU-Landeschef Strobl handelt es sich um einen Einzelfall: “In den Jahrzehnten, in denen ich politisch tätig bin, kann ich mich an so etwas nicht erinnern.” … Der Fall Mappus wirft ein Schlaglicht darauf, wie die Rechte des Parlaments ausgehebelt werden – als Entschuldigung dient hier wie dort die Angst vor der “Reaktion der Märkte”. Bislang sah es nicht so aus, als interessiere sich eine Mehrheit der Bürger für die schleichende Entmachtung ihrer Vertreter. … ” | http://www.n-tv.de/politik/Der-Fall-Mappus-article6579751.html

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26.06.2012, ZEIT ONLINE, AFP: ” … Die Entscheidung über Exportgenehmigungen – wie etwa für die umstrittenen Panzerlieferungen nach Saudi-Arabien – fällt der Bundessicherheitsrat. Diesem geheim tagenden Kabinettsausschuss gehören die Bundeskanzlerin, der Vizekanzler, der Chef des Bundeskanzleramts sowie die Bundesminister für Auswärtiges, Finanzen, Inneres und Justiz an. Polenz verwies darauf, dass Informationen über heikle Rüstungsexporte immer wieder aus dem Bundessicherheitsrat durchsickerten. Wegen der Pflicht zur Verschwiegenheit müssten dennoch alle Zuständigen so tun, als wüssten sie von nichts. …” | http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-06/polenz-ruestungsexport-transparenz

KlausAblage: 26.06.2012 um 12:32 Uhr: … Die geübte Praxis der Rüstungsexporte ist in Ordnung. Wenn dabei jetzt auch noch jeder mitbabbeln dürfte, dann wäre das schlecht für die Politik und – natürlich – für die Exporteure. | http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-06/polenz-ruestungsexport-transparenz?commentstart=1#cid-2145403

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Markus Miessen & Hannes Grassegger, “Albtraum Partizipation” (26.06.2012): ” … Nicht jeder muss stets an allen Entscheidungen beteiligt werden. … Stellen Sie sich das partizipative Utopia vor wie ein Auto, das auf eine Mauer zu fährt und vorne streiten sich zwei, die nie Fahren gelernt haben, über die richtige Abstimmungsform. … Wir fordern daher ein konfliktorientiertes Verständnis von Partizipation. Schluss mit dem modischen cyberdemokratischen Wahn. Auch Entscheidungen gegen die Mehrheit und ohne Beteiligung der allerletzten Schnarchnase können richtig sein – solange jemand die Verantwortung trägt. …” | http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-06/essay-partizipation/seite-1

Sankerib, 26.06.2012 um 11:44 Uhr: … Sind die Autoren – angeblich nur wenig jünger als ich selbst – tatsächlich 1978/80 geboren? Und nicht etwa 1878/80? | http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-06/essay-partizipation/seite-2?commentstart=25#cid-2145238

kurlhunz, 26.06.2012 um 11:25 Uhr: Um beim Auto-Beispiel zu bleiben… Momentane Situation: ein Auto fährt auf eine Wand zu. Im Auto sitzen ein paar Menschen. Jemand – nicht notwendigerweise jemand im Auto, gut möglich, dass dieser Jemand z.B. vom Auto- oder Mauerhersteller viel Geld bekommt, entscheidet, ob das Auto links/rechts ausweicht oder auf die Mauer zufährt. | http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-06/essay-partizipation/seite-2?commentstart=9#cid-2145205

Illairen, 26.06.2012 um 11:06 Uhr: Mit ähnlichen Argumenten wie [die] Autor[en] sie bring[en] könnte man auch eine Adelsherrschaft, eine absolute Monarchie oder Diktatur rechtfertigen, wenn man die Argumente konsequent zu Ende denkt. Schließlich hat der absolute Monarch eine längere Einarbeitungszeit, kann eine von Stimmungen im Volk relativ unabhängige und kontinuierliche Außen- und Innenpolitik betreiben, Experten als Minister einsetzen, muss sich nicht mit aufreibendem Wahlkampf/Wahlkampfversprechen die eh nicht gehalten werden rumschlagen … | http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-06/essay-partizipation/seite-1?commentstart=1#cid-2145166

Dr. Michael Neunmüller, 26.06.2012 um 11:09 Uhr: DASS SOLCHE SÄTZE “Nicht jeder muss stets an allen Entscheidungen beteiligt werden.” überhaupt geäußert werden können, zeigt wie beängstigend selbstverständlich unsere UNDEMOKRATISCHEN Zustände bereits im Denken der Herrschenden und ihrer ideologischen Zuträger geworden sind. SCHÖN WÄRE, wenn uns Untertanen auch mitgeteilt würde: a) wer WARUM noch an WELCHEN Entscheidungen beteiligt sein darf und b) dem einzelnen Bürger zumindest noch mitgeteilt würde, aufgrund welcher persönlichen Verfehlung er der Parizipation an WELCHEN ihn betreffenden Entscheidungen für unwürdig erachtet wird.
In untertäniger Erwartung der hochwürdigen Entscheidung, ob solche Fragen noch geäußert werden dürfen oder von der hochmögend herrschaftlichen Redaktion auch schon zensiert werden. | http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-06/essay-partizipation/seite-2?commentstart=1#cid-2145171

mathiasR68, 26.06.2012 um 11:10 Uhr: Elitäre Vorurteile – Unsere Eliten sind nur so lange für Bürgerbeteiligung, wie die Bürgermeinung ihren Vorstellungen entspricht. Aber wenn die Bürger etwas anderes wollen, ist diese Urform der Demokratie auf einmal schlecht. … | http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-06/essay-partizipation/seite-2?commentstart=1#cid-2145174

xRGBx, 26.06.2012 um 11:14 Uhr: Als diese Sätze gelesen habe [“Nicht jeder muss stets an allen Entscheidungen beteiligt werden.”] dachte ich mir: Machen wir es doch gleich richtig und führen Bestizstandswahlrecht ein. Am besten mit bis zu 10 Stimmen, je nach Steuerabgaben. | http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-06/essay-partizipation/seite-2?commentstart=9#cid-2145185

Suryo: 26.06.2012 um 13:50 Uhr: Warum so kompliziert? … Wahlrecht nur für Akademiker. | http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-06/essay-partizipation/seite-2?commentstart=105#cid-2145642

saguenay, 26.06.2012 um 11:23 Uhr: Alpträume – Es ist interessant zu sehen, wie [die] Autor[en] vor dem Alptraum Partizipation warn[en], während es doch gerade das völlige Fehlen entsprechender Elemente in politischen Kernfragen ist, die die derzeitige Krise mitverursacht haben. Es ist der Alptraum der repräsentativen Demokratie, den wir derzeit erleben. Einer repräsentativen Demokratie, in der ein Wahlvotum als Blankoscheck, ein Ermächtigungsgesetz im Kleinen interpretiert wird, und das völlige Fehlen von Verantwortlichkeit seitens der Politik dazu geführt hat, dass eine vom Wählerwillen zusehends abgekoppelte Entscheidungsfindung immer mehr autoritäre Züge annimmt, und die Routinen der Demokratie selbst nur mehr Staffage sind. Die Eurokrise ist hierfür ein ausgezeichnetes Beispiel. … | http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-06/essay-partizipation/seite-2?commentstart=9#cid-2145197

Dr_Bernd_Bresig, 26.06.2012 um 11:38 Uhr: Partizipation ist eine Option und kein Zwang. Weder muss jeder alles wissen, noch muss jeder zu allem abstimmen. … Die Argumentation des Artikels suggeriert zudem eine Realität die nicht existiert, nämlich dass das Parteiensystem demokratisch sei und gut funktionieren würde und wir ohnehin überfordert wären. Er lobt Partizipation und macht sie doch im Kern nieder. | http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-06/essay-partizipation/seite-2?commentstart=25#cid-2145231

jiggaman, 26.06.2012 um 12:09 Uhr: Toller Artikel.
wenn lobbyismus, macht und korruption nicht existent wären.
wenn in unseren parlamenten wirklich experten sitzen würden.
wenn heutzutage entscheidungsträger ([in der] politik wie auch [in der] wirtschaft)
für ihre entscheidungen verantwortlich gemacht werden würden.
wenn die gewaltenteilung in staaten wie [dem] unseren funktionieren würde.

die reihe könnte man endlos fortschreiben. die grundannahmen die der artikel implizit enthält sind derart hanebüchen und realitätsfern, dass sich die autoren [von “Albtraum Partizipation”] fragen müssen, in welcher märchenwelt sie eigentlich leben. | http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-06/essay-partizipation/seite-2?commentstart=49#cid-2145312

Isi 1st, 26.06.2012 um 12:10 Uhr: “…internationalen Verhandlungen zum Klimawandel. Partizipation? Ein Albtraum.” Wer steuert denn die Welt an den Abgrund? Die Masse oder einzelne Führer?! – Liebe Autoren, Ihr arbeitet dieser Elite doch nur zu… gehört Ihr etwa zur selben? – Sind Absolventen einer Elite Uni automatisch auch bessere Menschen? – Hört auf Euch selber und dem geneigten Leser Sand in die Augen zu streuen! … :-( | http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-06/essay-partizipation/seite-2?commentstart=57#cid-2145320

melocoton, 26.06.2012 um 12:34 Uhr: Albtraum Partizipation – elegant, wie sich die Zeit auf die Seite der Regierenden stellt, deren Albtraum in der Tat die Partizipation der Bürger ist. War es nicht CDU-Kauder, der nach dem Rücktritt von Köhler geagt hat “beliebt war Köhler eigentlich doch nur bei den Bürgern” oder Röttgen bei der NRW-Wahl : “das Dumme ist nur, dass der Bürger auch was zu sagen hat”. Oder Tollcollect, S21, Mappus-EnBW-Deal, Berlin-Flughafen, BND-Umzug Pullach-Berlin : Beim Gemauschel im Hinterzimmer zwischen Wirtschaft und Politikern (=Strohmänner der Wirtschaft, z.T auch Strohfrauen) gibt es immer wieder undichte Stellen, sodass kriminelles nach aussen dringt : “Albtraum Partizipation” | http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-06/essay-partizipation/seite-2?commentstart=81#cid-2145410

Meykos, 26.06.2012 um 13:12 Uhr: Nicht einmischen. Dieser Artikel plädiert meiner Meinung nach tendenziell dafür, dass sich weder Leser, noch Wähler, in die laufenden „Geschäfte” einmischen sollten.
Ich wurde beim Lesen an einen Artikel erinnert, bei dem es um die Weitervermittlung und das Vorsortieren von Informationen durch Journalisten ging. Journalisten sehen sich selbst als »Filter für Informationen«. Es gab Stimmen, die mutmaßten, der normale Leser würde Hintergründe nicht verstehen und auch gar nicht lesen wollen etc. Man solle ihn, wenn möglich, mit den Basisinformationen, die zu dem entsprechenden Artikel geführt haben, verschonen. Beiträge würden außerdem auch zu umfangreich werden.
Wenn man sich allerdings vergegenwärtigt, dass wir Bürger beinahe alle, für eine Wahlentscheidung relevanten Informationen, aus den Medien erhalten und danach auch letztendlich unsere Wahl treffen, dann ist es vielleicht verständlich, dass Journalisten sich Sorgen machen, eventuell ein wenig von ihrer „Definitionsmacht “ zu verlieren. Zumindest sobald die Bürger häufiger und direkter an einer Entwicklung oder dem politischen Prozeß beteiligt sind. | http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-06/essay-partizipation/seite-2?commentstart=97#cid-2145542

2012
06.24

“Märkte verschieben Untergang” – Überschriften aus der zweieinhalb Jahren Financial Times Deutschland, Focus, Frankfurter Allgemeine, Frankfurter Rundschau, Handelsblatt, Neue Zürcher Zeitung, Spiegel, Süddeutsche Zeitung, taz und Zeit.
KOLUMNE von Deniz Yücel (19.06.2012)
http://www.taz.de/Kolumne-Besser/!95632/ via http://welteninwelten.blogspot.de/

2012
06.23

“The command module (CM) boilerplate looks like a showerhead with water pouring from it as it is lifted from the ocean water after splashdown. The structure looks as if it is suspended alone in a void of sky and water that are darkened by the night. The yellow-orange ring around the base is the flotation collar. The water appears grayish as it blends with the blues, greens, and browns of the sky.”

CM Boilerplate Lifted (watercolour on paper) 1972 by Chet Jezierski

via http://bibliodyssey.blogspot.de/2012/06/space-age-art.html

2012
06.22

This animation consists of 12 597 handmade aquarelle paintings, each painting is approximately 1,5*3cm in size. Together they form my 35 minute long paraphrase on the motion picture Blade Runner (1982) by Ridley Scott. | http://www.youtube.com/user/andersramsell | via http://www.dangerousminds.net/comments/the_watercolor_version_of_blade_runner | http://de.wikipedia.org/wiki/Blade_Runner

2012
06.21

21.06.2012,ZEIT ONLINE, AFP:”… Die Bundesregierung hat “schwerwiegende” Zwischenfälle bei der Tötung von Schweinen und Rindern auf deutschen Schlachthöfen festgestellt. Dies geht aus der Antwort auf eine Anfrage der Grünen hervor, von der die Saarbrücker Zeitung berichtet. Aufgrund der Akkordarbeit auf den etwa 5.100 zugelassenen deutschen Schlachthöfen müssten Tiere wegen Fehlern bei der Betäubung unnötig leiden. Bis zu neun Prozent der Rinder würden nicht richtig betäubt, bei Schweinen belaufe sich die “Fehlbetäubungsrate” bei von Hand bedienten, elektrischen Anlagen auf bis zu zwölf Prozent. Solche Zwischenfälle sind “aus Sicht der Bundesregierung so schwerwiegend”, dass die tierschutzgerechte Tötung weiterentwickelt werden müsse, berichtet die Zeitung. …” | www.zeit.de/wissen/umwelt/2012-06/schlachthof-toetung-bundesregierung

Gabeln stapeln, 21.06.2012 um 9:00 Uhr
… Zum Thema passt folgender Kommentar zu ‘Am Beispiel des Hummers’ [http://www.zeit.de/2009/12/L-Wallace [” … die Hummer. Die werden bekanntlich lebendigen Leibes ins Kochwasser geworfen. »Aber auch nachdem der Hummer im Wasser untergegangen ist, ja, selbst bei geschlossenem Deckel hört man, wie er sich dagegen wehrt und aus seiner Not entkommen will. Dieses Kratzen der Scheren an der Topfwand, die Stöße gegen den Deckel, wenn der ganze Körper hin und her peitscht!« Eine Beobachtung, die in jeder beliebigen Küche zu machen ist und die einen weit weg vom Lärm eines Sommerfestivals mit Kür der Schönheitskönigin und Kochwettbewerben zu sehr grundsätzlichen humanistischen Überlegungen führt. …”]]: “Was ich an Foster Wallaces Argumentation nicht nachvollziehen kann, ist, wie man der Frage, ob und wieviel Schmerzen im Hummer beim Tötungsvorgang auftreten und auf welche Arten diese Schmerzen minimiert werden können, soviel Aufmerksamkeit widmen kann, daß die Frage nach der Tötung darin untergeht. […] [A]ngesichts der endgültigen Auslöschung der Existenz scheint die Frage des außerdem damit verbundenen Schmerzes etwa so zweitrangig wie, sagen wir, die Frage, ob man bei der Folter dem Menschen einen Fuß abschneiden darf, was die Rückkehr in ein späteres Leben für immer auf unerträgliche Weise behindern und unnötig erschweren würde, während Waterboarding, da es keine solchen Folgen hat … etc.” (Wolfgang Herrndorf, Arbeit und Struktur) … “Humane” Tierschlachtung hat irgendwie grundsätzlich etwas Schizophrenes. | http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2012-06/schlachthof-toetung-bundesregierung?commentstart=17#cid-2135695

Ignaz.wrobel. 21.06.2012 um 9:07 Uhr: Vermutlich ist das Leid des betäubungslos gemetzgerten Fleischproduktes ohne Not als das kleinste Problem der Billigproduktionskette zu identifizieren. Man stelle sich vor wie die Fresser und Mastschweine als reine Kostenfaktoren im Preiskrieg der Lebensmittelpfuscher vorher gelebt haben. Das Vorstellungsvermögen der meisten Unkenrufer zum Thema Schlachthofmissstände scheint vor dieser Tatsache halt zu machen. Was sind schon 5 oder 45 Sekunden gegen die Stunden, Tage, Wochen, Monate auf dem Weg dorthin? | http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2012-06/schlachthof-toetung-bundesregierung?commentstart=25#cid-2135714

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Silvia Liebrich “Schlachten im Millisekundentakt 432.000 Hühnchen. Am Tag” (09.07.2012): ” … 27.000 Tiere in der Stunde, das ist die maximale Schlachtkapazität. Das macht 432.000 am Tag, 134.784 000 über das Jahr gerechnet – Töten im Millisekundentakt. “Celler Land Frischgeflügel”, steht auf dem Schild neben der streng bewachten Einfahrt im niedersächsischen Wietze. Es ist der größte Geflügelschlachthof Europas. … Dass dabei Tiere gequält und mit Antibiotika vollgestopft werden, und dass die Umwelt schwer strapaziert wird, will zwar niemand. Trotzdem wird es billigend in Kauf genommen, klagen Kritiker der Massentierhaltung. … Mäster und Verarbeiter sehen sich zu Unrecht an den Pranger gestellt, betrachten sich als Opfer militanter Tierschützer und sensationsgieriger Medien. … ” | http://www.sueddeutsche.de/wissen/massentierhaltung-huehnchen-am-tag-1.1404714

2012
06.20

19.06.2012: ” … Nun hat Julian Assange Asyl in Ecuador beantragt. ” | http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/wikileaks-gruender-julian-assange-beantragt-asyl-in-ecuador-a-839851.html

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Horatio: Wie dies bestimmt zu deuten, weiß ich nicht;
Allein soviel ich insgesamt erachte,
Verkündets unserm Staat besondre Gärung.

(William Shakespeare: Hamlet)

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20.06.2012 09:31 von tanenui76
Ein Gauner auf Kosten Anderer – Seine Taten haben mehr Schaden angeriechtet als jede andere zivile Person in der Geschichte der Menschheit. Im ist wohl der “Wahnsinn” in den Kopf gestiegen. … | http://forum.spiegel.de/f22/wikileaks-gruender-assange-beantragt-asyl-ecuador-63900-13.html#post10399876

noprincess, 20.06.2012 um 10:12 Uhr: Was … denjenigen, die ihre Macht brutal missbrauchen, Angst macht, ist doch, dass Hintergründe und Fakten uns allen in einem Ausmaß bekannt werden könnten, dass selbst kontinuierliche Desinformation durch Offizielle und Medien nicht mehr greift. Wir, die Bürger haben ja letztendlich in unseren Demokratien die Möglichkeit Politik zu bestimmen. Das zu umgehen bzw. in eine gewünschte Richtung zu lenken, das geht nur durch das Vorenthalten von Informationen. Jakob Augstein hat zu Recht vor kurzem das “Nichtberichten” als die üblichste Form der gezielten Desinformation bezeichnet. Assange hat dieses System angegriffen. | http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-06/assange-ecuador-asyl?commentstart=25#cid-2133764

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Julian Assange: The Price of Being a Western Dissident by Wei Ling Chua / June 15th, 2012
Are human rights and freedom of press universal western values? – Julian Assange is doing humanity a favour by exposing through the US Embassy Cables that “Oil motivates U.S. policy more than fighting terrorists” and that the killing and torturing of tens of thousands of civilians by the US and NATO forces in Iraq and Afghanistan through the Iraq War Logs and Afghanistan War Logs is evidence of war crimes. However, to Assange’s dismay, as a western dissident, he does not enjoy the soft-power of being a Chinese dissident. The “free” world politicians fail to acknowledge the nobility of his work in exposing human rights violations and war crimes committed by NATO and the US. President Obama described his act as a “deplorable documents dump”; former House Speaker, Newt Gingrich believed that he should be “treated as an enemy combatant”; Senate GOP Leader Mitch McConnell called him a “high-tech terrorist”; while Sarah Palin wanted him to be “hunted down like al-Qaeda.” Other politicians including some mainstream media “pundits openly call for his death.” … | http://dissidentvoice.org/2012/06/julian-assange-the-price-of-being-a-western-dissident/