[Transit… ]

passage_mercure_0
The Transit of Mercury, November 8, 2006 (Source)

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Transit of Venus – June 2004 (Source)

mifu1000 (10.05.2016): Wann kann man eigentlich den nächsten Erdtransit vom Mars aus beobachten? (Source)

lemonhorse / 12 May 2016 / Found.Stuff, Gedanken.Memo, Realitaets.Tunnel, Visual.Notes / 0 Comments

[Ein Vogel auf dem Zweig… ]

Ich sehe den alten Mann, der im Pflegezimmer sitzt. Wie er versonnen den Vogel auf dem Zweig durch das Fenster beobachtet – und es scheint so, als sei dieser Vogel nun für ihn die Welt.
Eine Welt, die unscharf zu den größer werdenden Rändern geworden ist. Und am Telefon kommen ihm die Worte völlig falsch vermengt durch den Hörer. So zusammenhanglos wird da plötzlich gesprochen. Da wundert sich der zehnjährige Urenkel mit dem Telefonhörer im Flur. Darum weint des nachts eine Frau unter der Bettdecke, findet sich hin gestürzt zu den Empfindungen eines kleinen Mädchens. Es fühlt sich so wehrlos und beschämend an, wenn man nur noch die verblassende Vergangenheit festhalten kann, während die Gegenwart versickert. Vielleicht wäre es ein Anfang unsere generelle Endlichkeit nicht mit tröstenden Beteuerungen zu übermalen. Was hilft die Theorie in den Büchern, die Bilder an den Wänden, die Daten auf den Festplatten, die Bedeutung all der Lebendigen Wesen, wenn das Lebensende plötzlich die Praxis des Seins konkret zerstäubt.
Die anderen haben noch ein paar Atemzüge mehr – aber es fehlt jemand, wenn jemand verschwunden ist. Daran ist nichts zu ändern. Die überlebenden haben die Erinnerung. Wenn Liebe im Spiel ist, so haben wir die Erinnerung und die Trauer. Und Trauer ist nie gleich. Trauer ist diffus, es werden sogar Dinge erhofft, die vorher nicht zur Debatte standen, weil die Trauer dazu verführt. Trauer kann durch so sonderliche Nichtigkeiten auslöst werden. Ein vergessenes paar Schuhe. Ein Schlaflied, was die Mutter dem Sohn vorgesungen hat, als er noch nicht mal mit dem Fahrrad fahren konnte. Trauer als bittersüße Droge von enthobener Benommenheit, ein melancholischer Genuss. Die Trauer ist nicht aufgeklärt, sie ist ungerecht, punktuell und parteiisch. Trauer kann bestens überrumpeln. Trauer bäumt sich unerwartet auf. Trauer vergilbt. Trauer geht auf Zehenspitzen in ein anderes Zimmer. Trauer stampft schnaubend auf wackeligen Beinen. Trauer wankt zur einen Seite der Wahrheit, reißt – wie durchfahren von einem Stromstoß – die Wahrheit vom Sockel. Trauer schreit auf, läuft blindlings gegen die Kulissen der Erinnerung und bringt alles zum beben. Trauer haut mit knöcherner Faust in den großen See der Gefühle, so dass Wasser in die Augen scheißt – und es ist oft vorgekommen, das die Trauer mir fast immer fernbleibt, wenn viele sie im gut gefüllten Saal erwarten.

lemonhorse / 10 May 2016 / Gedanken.Memo, Realitaets.Tunnel, Wortbrocken.Cafe / 0 Comments

[Zur Ontologie des nicht Seienden (Illusionen) #11… ]

via

” … So wird von Einbildung gesprochen oder Imagination, Erdichtung, Fiktion und Gaukelspiel, von Fata Morgana, Trugbild, Schimäre, Ausgeburt der Phantasie und Hirngespinst, von Wunschtraum oder Seifenblasen, von Wolkenkuckucksheim, Luftschloss, Phantasmagorie, Träumerei, schönem Schein bis hin zu trügerischer Hoffnung – wie es auch möglich ist, von verlorenen Illusionen zu sprechen, von gefährlichen, schädlichen, vergeblichen bis hin zu jugendlichen und romantischen Illusionen oder Illusionen der Jugend.

[E]ine große Zahl von Redewendungen hält [auch] die Alltagssprache bereit: danach kann man sich Illusionen nicht nur machen, man kann sie haben, wecken und nähren, in ihnen leben, sich der einen oder anderen Illusion sogar hingeben, für seine Illusionen gelegentlich aber auch teuer bezahlen müssen, an seinen Illusionen festhalten, sich gar an sie klammern, sie sich nicht nehmen lassen, aber auch aus seinen Illusionen gerissen werden oder erleben, dass sie einem genommen, wenn nicht sogar zerstört oder völlig zunichtegemacht werden. …” | Aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Illusion (7. März 2016)

lemonhorse / 20 March 2016 / Found.Stuff, Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Gespaltene.Deutung, Realitaets.Tunnel, Visual.Notes / 0 Comments

[Zur Ontologie des nicht Seienden #10… ]

” … Die meisten verbeugten sich in Resignation vor der Übermacht des Faktischen … Aufgrund derselben Dispositionen biegen sich die Bibliotheksregale unter der Last von Hunderten faktensüchtiger Hitler-Biografien, indes man noch immer einen Roman vermisst, der zeigte, wie Adolf H. nach der Entlassung aus der Armee gemeinsam mit einem befreundeten jüdischen Maler einen florierenden Postkarten-Laden in Salzburg eröffnete, bis er schließlich 1932 bei einer sommerlichen Alpenwanderung durch Steinschlag tragisch verfrüht ums Leben kam. Aus einem solchen Konjektural-Roman träte ein anderes 20. Jahrhundert ans Licht. … ” | Peter Sloterdijk (2016), Quelle: http://www.zeit.de/2016/11/fluechtlingsdebatte-willkommenskultur-peter-slotedijk/komplettansicht

// Kontext: Leider sei ansonsten bei Sloterdijk hingedeutet zu: –>> [Weltdeuter und der Strom eines Unbewussten…] — Hinzugekommen ist als Nachtrag nun eine Kritik auf die Kritik Peter Sloterdijks Kritik (Es geht um Männerphantasien und politisierte Intellektuelle die dadurch auffallen, “dass sie Ideen umzingeln wie Frauen in Silvesternächten” [Herrn Sloterdijks Ideen seinen demnach wehrlose Opfer, die von politisierten Intellektuellen belästigt, bedränkt und kriminell bedroht würden.]… Peter Sloterdijk, Conférencier der Mühelosigkeit, der sich stets als Gewinner fühlen kann, weil er allein auf einem Feld spielt, dass er sich selbst erfunden hat … (Jürgen Kiel, 2009)) ]

Nachtrag #1
” … “Shifting Baselines” beschreiben das Phänomen, dass die Orientierungspunkte, anhand derer Menschen ihre Umwelt beurteilen, sich schleichend verschieben. …” http://www.uni-oldenburg.de/fileadmin/user_upload/wire/fachgebiete/produktion/download/081031Shifting-Baselines-Abschiedsvorlesung.pdf

Richard David Precht und Harald Welzer (in DIE ZEIT Nr. 13/2016, 17. März 2016): ” … Sich vor “Überrollung” und “Flutung” zu fürchten, wie es Peter Sloterdijk tut (ZEIT Nr. 11/16), ist in einer multipolaren Welt mit ökologischen und wirtschaftlichen Ungleichheiten von gestern. … Statt mit der normativen Kraft des Faktischen haben wir es mit einer normativen Kraft des Fiktiven zu tun. In Staaten wie dem Libanon ist jeder Fünfte ein Flüchtling. Jordanien gibt ein Viertel seines Staatshaushaltes für Flüchtlingshilfe aus. In Deutschland ist nicht mal jeder Vierzigste ein Flüchtling, und die Staatsausgaben für Zuwanderer liegen im niedrigen einstelligen Bereich. Trotzdem konstatieren Kommentatoren “Staatsversagen”. So hält das völlig fiktive Bild eines kollabierenden und überrannten Landes dafür her, harte Maßnahmen zu fordern. Wer hier die öffentliche Ordnung kollabieren sieht, redet wohlgemerkt von Deutschland im Jahr 2016 und nicht von Syrien, Afghanistan oder Somalia. Nicht die Realität, sondern Übertreibung und Phantasma begründen die immer stärkere begriffliche Aufrüstung. … Die Migrationsbewegung, die wir derzeit erleben, ist keine sozialrevolutionäre Vereinigung. Aber sie ist eine Herausforderung an unsere kapitalistische Gesellschaft, die neue Impulse setzt, weil sie zum Umdenken zwingt. Weil sie uns dringlich vorführt, was wir alle wissen: wie unfair die Chancen auf ein erfülltes Leben in der Welt verteilt sind. In diesem Bewusstwerden von Unfairness liegt ihr gesellschaftlicher Sprengstoff. Wie früher die Sklaverei, die Frauenfrage oder die Arbeiterfrage haben wir die ungleiche Verteilung von Ressourcen und Lebenschancen lange als naturgegeben betrachtet. Aber sie ist ebenso wenig naturgegeben wie einst die Rolle der Sklaven, der Frauen oder der Arbeiter. … Fragestellungen dieser Größenordnung wecken Ängste. Es sind naheliegende Ängste, denn von Lösungen sind wir, trotz des beherzten Einsatzes der Kanzlerin, weit entfernt. Es sind gerechtfertigte Ängste vor einem Anwachsen von Kriminalität, wenn es uns nicht gelingt, eine Integrationspolitik zu machen, die diesen Namen auch verdient. Doch eine pauschale Lösung gibt es nur in Märchen. In der Realität muss man der Herausforderung auf verschiedenen Feldern begegnen. Dabei wird klar, dass das Flüchtlingsthema genau dort Probleme sichtbar macht, wo sie ohnehin vorhanden sind und jetzt lediglich virulenter werden. … Aus sozialpsychologischer Perspektive mutet die vollkommen hysterisierte Diskussion allfälliger Real- und Fantasieprobleme mit “den Flüchtlingen”, die Klage über die “Willkommenskultur”, die dringend von einer “Verabschiedungskultur” (FAZ) abgelöst werden müsse, wie ein gespenstisches Realexperiment zum Phänomen der shifting baselines an. Gemeint ist die unbemerkte Verschiebung der normativen Maßstäbe, die man an Geschehnisse anlegt. Das Phänomen ist an vielen unguten historischen Beispielen ausführlich beschrieben. Die Referenzrahmen der Wahrnehmung und Deutung von Ereignissen und Situationen wandeln sich oft erstaunlich schnell, und alle halten sich auch dann noch für moralisch integer, wenn sie schon längst der Gegenmenschlichkeit und ihren Maßnahmen zustimmen. Man kann zur Illustration die Geschichte eines Deutschen von Sebastian Haffner lesen oder in der Gegenwart beobachten, wie unter dem mutwilligen Einsatz intellektueller Stichwortgeber ein “Flüchtlingsproblem” so ins Maßstablose vergrößert wird, dass am Ende die “Lösung” der “Krise” nicht etwa in der Modernisierung der Zuwanderungspolitik und des staatsbürgerlichen Selbstverständnisses, sondern in der Schließung der Grenzen imaginiert wird. …” | http://www.zeit.de/2016/13/migration-debatte-gefluechtete-zuversicht-jugend

andrea51 #61 (März 2016):” … Was ich dem Kommentar des Herrn Precht ankreide, ist: eine verklärende Sicht des modernen Kapitalismus. Die Frage: “Was kann der Kapitalismus leisten, was kann er nicht mehr leisten?” wird ohne viel Nachdenken mit einem positiven Bias belegt. Die Gleichsetzung der Arbeiterfrage des 19.Jhdts. mit der Migrationsfrage des 21. Jhdts. unterstellt, dass der Kapitalismus dazu in der Lage wäre, hunderte Millionen zusätzlicher Menschen in den Markt zu integrieren. Nichts absurder als das: Die Tatsache, dass es überhaupt eine Migrationskrise gibt, ist der Beweis dafür, dass der Kapitalismus diese Menschen eben nicht integriert. Anders gesagt: Wäre der Kapitalismus als Weltsystem in der Lage alle Menschen aufzunehmen, würden wir derart schicksalshafte Migrationsbewegungen gar nicht erleben. Es ist die Armut, die mangelnde Perspektive, nicht primär die Kriege, die die Menschen zur Migration treibt. Wie kann man also hoffen, dass eben jenes System, das den Wahnsinn im Weltmaßstab befördert, ihn dann beseitigt? Für mich ist das das Grundproblem aller hoffnungsfrohen Philosophen: Sie sind sich über die inhärente Grenze des Systems nicht bewußt und phantasieren sich in eine Zukunft, die durch die Tatsachen der Gegenwart bereits widerlegt ist. Hundertmal sympathischer ist mir ein Herr Sloterdijk, der das Ausschlußprinzip des Kapitalismus spürt, die Überflüssigmachung vieler, vieler Menschen, von dem Herr Precht keine Ahnung zu haben scheint…..” | http://www.zeit.de/2016/13/migration-debatte-gefluechtete-zuversicht-jugend?cid=6319679#cid-6319679
// [” … „Die Überflüssigen“ sind eine Gruppierung, die unter gleichen Namen Aktionsformen des sozialen bzw. zivilen Ungehorsams praktiziert. … Der Name wurde als Kampfbegriff gewählt, weil sich die Akteure als Menschen verstehen, die in einem „profitfanatischen“ System überflüssig gemacht werden. …” | https://de.wikipedia.org/wiki/Die_%C3%9Cberfl%C3%BCssigen_%28Gruppe%29- (26. Mai 2014)]]

tiefstapler #213 (März 2016 ): ” … Dabei wird klar, dass das Flüchtlingsthema genau dort Probleme sichtbar macht, wo sie ohnehin vorhanden sind und jetzt lediglich virulenter werden. Der kernsatz des ganzen Artikels! …” | http://www.zeit.de/2016/13/migration-debatte-gefluechtete-zuversicht-jugend?cid=6321222#cid-6321222

andrea51 #88 (März 2016): ” … Der Kapitalismus leidet seit geraumer Zeit unter Verengung, unter nicht ausreichender Aufnahme von Arbeitskräften im Verhältnis zum weltweiten Bevölkerungswachstum, hervorgerufen dadurch, dass die Arbeitsproduktivität schneller wächst als sich die Märkte mengenmäßig ausdehnen. Die Folge ist, dass mehr und mehr Menschen überflüssig werden, das alte Marx`sche Dogma der “industriellen Reservearmee” kehrt mit Wucht auf die Weltbühne zurück – nur, dass die Armee keine Reserve mehr ist, sondern schlichtweg “überflüssig”. Ein System, das unter Verengung leidet, wird Ausschluß suchen und nicht Integration. Es wird Mauern bauen, um es wenigstens für die Wenigen zu erhalten, und sich dagegen sträuben die Mauern, die gegen die “Überflüssigen” schützen sollen, niederzureissen. Diese kapitalistische Logik können oder wollen unsere Philosophen nicht sehen und dementsprechend weltfremd sind ihre Schlüsse. …” | http://www.zeit.de/2016/13/migration-debatte-gefluechtete-zuversicht-jugend?cid=6319795#cid-6319795

jjkoeln #90 (März 2016 ): ” … Ein schöner Artikel, der aufzeigt, dass es um Gerechtigkeit geht, dass es darum geht, die Ressourcen für ein grechte Gesellschaft wieder zu moblisieren, anstelle dem Irrweg eines “Trickle Down” oder einer alternativlos marktkonformen Demokratie zu folgen. Bei hinreichender Orgnisation und Ressourcenfreigabe gibt es keine “Flüchtlingskrise”. Aber das Vermögen, die Erbschaften und Wohngbiete der obersten 1% sind sakrosankt. Menschenrechte stehen eher zur Disposition als Vermögenswerte …” | http://www.zeit.de/2016/13/migration-debatte-gefluechtete-zuversicht-jugend?cid=6319805#cid-6319805

Für Elise #142 (März 2016 ): ” … Ein weiterführender Denkanstoss, den ich sehr gerne gelesen habe, weil er einen neuen Anlauf nimmt in dieser in allmählich hysterischer Endlosschleife – immer die gleichen Perspektiven! Denkmuster! Argumente! – ablaufenden Diskussionen. Die immer mehr um sich greifende Schwarz-Weiß-Malerei auch in den Foren finde ich langsam ziemlich ermüdend. …” | http://www.zeit.de/2016/13/migration-debatte-gefluechtete-zuversicht-jugend?cid=6320187#cid-6320187

maramalis #221 (März 2016 ): ” … Wir haben uns in den letzten Jahren mehrfach die Augen gerieben. Wer hätten den Beinah-Zusammenbruch des Kapitalismus in der Bankenkrise denn vorhergesehen oder auch nur annähernd für möglich gehalten. Der arabische Frühling hat an den Gitterstäben der nordafrikanischen und nahöstlichen Diktaturen gerüttelt – und einige davon zu Fall gebracht. Dass Menschen nun sich auf den Weg in eine sinnvolle Zukunft machen, auch nach Europa… erstaunt uns das wirklich? …” | http://www.zeit.de/2016/13/migration-debatte-gefluechtete-zuversicht-jugend?cid=6321629#cid-6321629

lemonhorse / 10 March 2016 / Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro / 0 Comments

[Ach Umberto († 19. Februar 2016)… ]

Der_Name_der_Rose_-_Hanser_1982

Ach Umberto, Il nome della rosa war der erste richtige Roman den ich in den 80igern mit (noch kindlicher jugendlicher) Leidenschaft bis zur letzten Seiten gelesen habe. Und heute am Nachmittag (am 19.02.2016…) hatte ich im Knooper Weg in einem Antiquariat (wie zufällig, ohne zu wissen, dass Du heute sterben würdest) ein Buch von Dir in der Hand.

… Danke für alles und so.

Arrivederci!

lemonhorse / 20 February 2016 / Gedanken.Memo / 0 Comments

[HAL 9000 & ewige Speicherung… ]

Andreas Wilkens (17.02.2016): ” … Forscher in Großbritannien haben eine kleine Glasscheibe entwickelt, auf der sich bis zu 360 Terabyte Daten speichern lassen. Sie ist etwa so groß wie ein Zwei-Euro-Stück, soll Temperaturen von bis zu 1000 Grad aushalten und mehrere Milliarden Jahre lang auslesbar sein …” | “Glasscheibe zur “ewigen Speicherung” großer Datenmengen soll marktreif werden“, http://www.heise.de/newsticker/meldung/Glasscheibe-zur-ewigen-Speicherung-grosser-Datenmengen-soll-marktreif-werden-3109718.html & https://www.southampton.ac.uk/news/2016/02/5d-data-storage-update.page & http://www.orc.soton.ac.uk/fileadmin/downloads/5D_Data_Storage_by_Ultrafast_Laser_Nanostructuring_in_Glass.pdf

// * kmueho (18.02.2016): ” … Kommt mindestens 15 Jahre zu spät – In Stanley Kubrics Film 2001 a space odyssey hat der HAL 9000 doch bereits solche transparenten Speichermodule:

Deactivation of Hal 9000
https://youtu.be/c8N72t7aScY


2001: A Space Odyssey” (R: Stanley Kubrick, 1968) *//

lemonhorse / 18 February 2016 / Cinema.Exposure, Daten.PolitixMicro, Found.Stuff, Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Global.Politix:Micro, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

[Marvin Lee Minsky (09.08.1927 – 24.01.2016)… ]

// Und wieder geht einer der Großen… (bitkobold, 26.01.2016 10:00)
// Marvin Lee Minsky (09.08.1927 – 24.01.2016)
// https://en.wikipedia.org/wiki/Marvin_Minsky

” … Minksy has worked on visual scanners, the Muse synthesizer for musical variations with Ed Fredkin, and the first turtle robots using the computer programming language Logo with Papert. He also designed mechanical hands with tactile sensors, and his research led to the theory of Turing Machines and resistive functions. He was also a technical consultant for the 1968 movie 2001: A Space Odyssey. … A core tenet of Minsky’s philosophy is that “minds are what brains do”. The society of mind theory views the human mind and any other naturally evolved cognitive systems as a vast society of individually simple processes known as agents. These processes are the fundamental thinking entities from which minds are built, and together produce the many abilities we attribute to minds. The great power in viewing a mind as a society of agents, as opposed to the consequence of some basic principle or some simple formal system, is that different agents can be based on different types of processes with different purposes, ways of representing knowledge, and methods for producing results. This idea is perhaps best summarized by the following quote: “What magical trick makes us intelligent? The trick is that there is no trick. The power of intelligence stems from our vast diversity, not from any single, perfect principle.” — Marvin Minsky, The Society of Mind, p. 308 …” // https://en.wikipedia.org/wiki/Society_of_Mind
//* The Society of Mind (wörtlich: Die Gesellschaft des Geistes, deutscher Titel: Mentopolis) ist der Titel eines Buches und einer Theorie von Marvin Minsky.Minsky entwickelt in einem Schritt-für-Schritt-Prozess ein umfassendes Modell menschlicher Intelligenz, und versucht dieses auf das Feld der Künstlichen Intelligenz zu übertragen. Seine Kernthese ist, dass unintelligente (mindless), einfache Bausteine, Agenten, durch Interaktionen Komplexität aufbauen können. Er beschreibt, wie verschiedene Interaktionen, die einer spezifischen Problemlösung zugeordnet sind, als „Agentengemeinschaften“ aufgefasst werden können, daher der Titel „Society of Mind“. … *//
// https://de.wikipedia.org/wiki/The_Society_of_Mind
// http://www.acad.bg/ebook/ml/Society%20of%20Mind.pdf
—-
ByR. Halperinon (amazon review, February 27, 2010): ” … Minsky offers a super intelligent model of the human brain/mind in simple and accessible language and addresses some of philosophy’s oldest riddles with ease and smoothness. A sheer delight! Must read for anyone who wishes to explore the concepts on mind, intelligence and perception. …”

Random Access (amazon review, June 16, 1998): ” … This book [‘Society of the Mind‘] does more to explain the fundamental structure of the human mind than all the volumes of developmental psychology that I’ve read. In a step-by-step process, Minsky constructs a believable thesis for a way in which the human mind in all its complexity can be built up, layer by layer, from the interactions of “agents”, functional subroutines. Some agents are hard-wired by evolution and some are learned. The learned ones stay in consciousness only while they are being built and then become the substrate for higher-level constructs. “The Society of Mind” had shaped the way I look at consciousness. …”

“MOST PEOPLE ARE CONVINCED computers cannot think. That is, really think. Everyone knows that computers already do many things that no person could do without “thinking.” But when computers do such things, most people suspect, that there is only an illusion of thoughtful behavior, and that the machine … ” | Marvin Minsky MIT Cambridge, Massachusetts “Why People Think Computers Can’t” (AI Magazine, 1982)
http://www.agent.ai/doc/upload/200302/mins82_1.pdf


(Westworld, 1973)

” … beim Übergang von der Objektbeziehung zur Objektverwendung, die erst die Anerkennung von Äußeren Objekten als Äußere ermöglicht, stellt sich folgendes Paradox, das auch dem Kind widersprüchliches zumutet: “Das Kleinkind erschafft das Objekt, aber das Objekt war bereits vorher da, um geschaffen und besetzt zu werden” (Winnicott 1973, 104). Winnicott betont ausdrücklich, dass ein wesentlicher Beitrag seiner Theorie in der Aufforderung besteht, “dieses Paradox anzuerkennen und hinzunehmen und es nicht lösen zu wollen. Nur eine Zuflucht zu abgespaltenen intellektuellen Funktionen könnte es lösen; der Preis wäre jedoch, dass das Paradox dabei seinen Wert einbüßt” (ebenda, 8). Der Gedanke Winnicotts besteht darin, “dass eine Widersprüchlichkeit, die akzeptiert wird, positiven Wert haben kann” (ebenda, 25). …”
http://psydok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2006/865/pdf/Kuenstliche_Intelligenz_und_Psa_PG.pdf

lemonhorse / 26 January 2016 / Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro / 0 Comments

[Das Verhältnis des Kunstwerks zu seinem Gegenstand #2… ]

// Und dann kurz noch notiert…
Gregor Dotzauer (21.01.2016): ” … Das große Thema der achtziger Jahre, wie es federführend Jean Baudrillard formulierte, war die mediale Simulation von Wirklichkeit. Ben Lerners Thema ist die Simulation von Kunst – und welche Aufgaben ihr im Angesicht einer vermeintlich zurückweichenden Wirklichkeit bleiben. … Es geht um eine Wirklichkeit, die sich in ihrer Dringlichkeit nicht mehr erleben lässt, und um eine Kunst, die sich in ihrer Harmlosigkeit eingerichtet hat – inmitten von Blutbädern und ästhetischem Agitprop. Literarisch gesehen treibt ihn eine Sprachskepsis an, der die Worte nicht im Mund zerfallen wie modrige Pilze, sondern in der Eloquenz alles erstickt. Die künstlerische Praxis erlebt sich in ihrer Täuschungshaftigkeit so bewusst, dass sie jede Suche nach einem Äußerungsmodus aufgegeben hat, der einen der Wirklichkeit angemessenen Einsatz verlangt. … ” | http://www.tagesspiegel.de/kultur/ben-lerner-und-sein-roman-22-04-das-motto-stammt-von-walter-benjamin/12857568-2.html

lemonhorse / 21 January 2016 / Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro, Kunst.Encoder / 0 Comments

[Kriegsschauplätze #23… ]

” … In seinem Job für das britische Foreign Office habe er für seine Regierung zuerst aus Überzeugung gelogen, dann mit Zweifeln, und zum Schluss habe er immer häufiger ein nagendes Gefühl von Schuld verspürt. Die Geschichte, die Ross … erzählt, beginnt in den späten 1990er Jahren. Er hatte gerade bei den Vereinten Nationen angefangen, und die mächtigsten Staaten der Welt versuchten damals, den irakischen Diktator Saddam Hussein nach seinem Angriff auf Kuwait mit Wirtschaftssanktionen zu zwingen, Beweise vorzulegen, dass er keine Massenvernichtungswaffen mehr besaß. Ross sollte die Sanktionen im Auftrag Großbritanniens verhandeln. “Und das, obwohl meine Regierung davon ausging, dass Saddam Husseins Waffen keine Gefahr mehr darstellten”, sagt Ross. … Die Sanktionen, sagt er, hätten ausschließlich dazu gedient, Saddam davon abzuhalten, seine Armee mit dem Geld aus dem Ölverkauf wieder aufzubauen. Der Irak wurde mit komplettem Handels- und Finanzembargo belegt. Die gesamte Wirtschaft brach daraufhin zusammen. Die Berichte über die humanitären Zustände im Irak seien verheerend gewesen, sagt Ross. Experten gingen davon aus, dass 500.000 Kinder unter fünf Jahren aufgrund der Sanktionen gestorben seien, es habe kaum noch sauberes Wasser gegeben, weil auch Chlor nicht mehr importiert werden durfte, die medizinische Versorgung sei katastrophal gewesen. Doch Kritik am westlichen Kurs habe es offiziell nicht geben dürfen, sagt Ross. “Wir haben Beweise für das Leiden der Zivilbevölkerung regelrecht geleugnet und jeden mundtot gemacht, der die Sanktionen infrage stellte.” Selbst die Äußerungen von Kofi Annan habe er kontrolliert, sagt Ross. “Ich habe die Berichte seines Büros vor Erscheinen redigiert. Annan hat gesagt, was wir wollten.” Zwanzig Mitarbeiter der Menschenrechtsabteilung hätten damals gekündigt. Heute ist Ross überzeugt, dass die Sanktionen dem Irak mehr geschadet haben als der Krieg. “Sie haben ein hochentwickeltes Land komplett zerstört. Und ich habe dabei mitgemacht.” …” | Aus: “Diplomatie: “Ich habe da mitgemacht”” – Der Berufsdiplomat Carne Ross beendete seine Karriere und verpflichtete sich der Wahrheit | Kerstin Kohlenberg (7. Januar 2016, DIE ZEIT Nr. 52/2015, 23.) | Quelle: http://www.zeit.de/2015/52/diplomatie-demokratie-diplomat-vereinte-nationen-luegen

antidote #8 “Unglaublich. 500000 tote Kinder weil ein paar… ich finde nicht einmal Worte für solche Subjekte. … Es ist anzunehmen, dass derartige katastrophale Entscheidungen heute noch genauso und aus dem selben menschenverachtenden Kalkül heraus getroffen werden – nur wird man davon erst in 20 Jahren hören. Schön, dass es zumindest Herr Ross geschafft hat, aus diesem Verbrechersyndikat auszusteigen …”

sme3 #42: “Ein bemerkenswerter Artikel. Bemerkenswert, weil er in der Zeit steht, und alles, was drin steht, jedem, der es wissen wollte, längst bekannt ist. Zuerst wurde ein Volk durch gnadenlose Sanktionen zu Grunde gerichtet, und danach das Land dieses Volkes durch einen völkerrechtswiedrigen Krieg zerstört. Wo, fragt man heute, blieb denn damals der Aufschrei der freien und unabhängigen Presse? Und heute kommt der von unserer (ich sage mal unserer im Sinne von “der Westen”) Politik ins Chaos gestürzte Nahe Osten nach Europa. Was sagen denn die Transatlantiker um Josef Joffe dazu? …”

Moritz.Grattke #45 “… Endlich sagt mal jemand aus dem Inneren Kreis das, was viele schon seit 2002 zwar nicht wirklich wussten, aber zumindest … sich zusammenreimen konnten. Und bis vor kurzem noch wurden Verdächtigungen, die Ross klar als Fakten schildert, als Verschwörungstheorien lächerlich gemacht.”

Aus: “Begründung des Irakkriegs” (Stand: 23. Dezember 2015): “… Als Begründung des Irakkriegs 2003 nannten die kriegführenden Regierungen der Vereinigten Staaten und Großbritanniens seit Oktober 2001 vor allem eine wachsende akute Bedrohung durch Massenvernichtungsmittel des Irak und eine Verbindung mit dem Terrornetzwerk Al-Qaida, das die Terroranschläge am 11. September 2001 ausgeführt hatte. Eine Bevölkerungsmehrheit in den USA glaubte diesen Angaben seit 2002 und befürwortete deshalb die Invasion in den Irak. …Die angegebenen Kriegsgründe waren international stark umstritten. Die von der UNO beauftragten Waffeninspektoren, einige Antiterrorexperten und Parlamentsabgeordnete widersprachen den Regierungsangaben vor dem Krieg und verwiesen auf fehlende oder unzuverlässige Quellen. Im Irak wurden keine Massenvernichtungsmittel gefunden. Der Bericht der 9/11-Kommission vom Juli 2004 widerlegte die genannte Verbindung zu Al-Qaida. Bis 2007 widerlegten weitere Untersuchungsberichte auch die übrigen genannten Kriegsgründe. Regierungs- und Geheimdienstvertreter wiesen sich wechselseitig die Verantwortung für die Falschangaben zu.
Viele Historiker und Investigativjournalisten beurteilen die falsche Kriegsbegründung als vorsätzliche, kampagnenartige Täuschung, die ausreichende Zustimmung für die schon getroffene Kriegsentscheidung herbeiführen sollte. Andere sehen die Falschangaben als von damaligen Annahmen der Geheimdienste gedeckte Irrtümer. Viele Kriegsgegner halten wirtschaftliche und geostrategische Interessen der USA und Großbritanniens, vor allem am Erdöl, für die eigentlichen Kriegsursachen. …
” | Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Begr%C3%BCndung_des_Irakkriegs

lemonhorse / 12 January 2016 / Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro / 0 Comments

lemonhorse / 11 January 2016 / Akustische.Wellen, Found.Stuff, Gedanken.Memo, Kunst.Encoder / 0 Comments

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