[Marvin Lee Minsky (09.08.1927 – 24.01.2016)… ]

// Und wieder geht einer der Großen… (bitkobold, 26.01.2016 10:00)
// Marvin Lee Minsky (09.08.1927 – 24.01.2016)
// https://en.wikipedia.org/wiki/Marvin_Minsky

” … Minksy has worked on visual scanners, the Muse synthesizer for musical variations with Ed Fredkin, and the first turtle robots using the computer programming language Logo with Papert. He also designed mechanical hands with tactile sensors, and his research led to the theory of Turing Machines and resistive functions. He was also a technical consultant for the 1968 movie 2001: A Space Odyssey. … A core tenet of Minsky’s philosophy is that “minds are what brains do”. The society of mind theory views the human mind and any other naturally evolved cognitive systems as a vast society of individually simple processes known as agents. These processes are the fundamental thinking entities from which minds are built, and together produce the many abilities we attribute to minds. The great power in viewing a mind as a society of agents, as opposed to the consequence of some basic principle or some simple formal system, is that different agents can be based on different types of processes with different purposes, ways of representing knowledge, and methods for producing results. This idea is perhaps best summarized by the following quote: “What magical trick makes us intelligent? The trick is that there is no trick. The power of intelligence stems from our vast diversity, not from any single, perfect principle.” — Marvin Minsky, The Society of Mind, p. 308 …” // https://en.wikipedia.org/wiki/Society_of_Mind
//* The Society of Mind (wörtlich: Die Gesellschaft des Geistes, deutscher Titel: Mentopolis) ist der Titel eines Buches und einer Theorie von Marvin Minsky.Minsky entwickelt in einem Schritt-für-Schritt-Prozess ein umfassendes Modell menschlicher Intelligenz, und versucht dieses auf das Feld der Künstlichen Intelligenz zu übertragen. Seine Kernthese ist, dass unintelligente (mindless), einfache Bausteine, Agenten, durch Interaktionen Komplexität aufbauen können. Er beschreibt, wie verschiedene Interaktionen, die einer spezifischen Problemlösung zugeordnet sind, als „Agentengemeinschaften“ aufgefasst werden können, daher der Titel „Society of Mind“. … *//
// https://de.wikipedia.org/wiki/The_Society_of_Mind
// http://www.acad.bg/ebook/ml/Society%20of%20Mind.pdf
—-
ByR. Halperinon (amazon review, February 27, 2010): ” … Minsky offers a super intelligent model of the human brain/mind in simple and accessible language and addresses some of philosophy’s oldest riddles with ease and smoothness. A sheer delight! Must read for anyone who wishes to explore the concepts on mind, intelligence and perception. …”

Random Access (amazon review, June 16, 1998): ” … This book [‘Society of the Mind‘] does more to explain the fundamental structure of the human mind than all the volumes of developmental psychology that I’ve read. In a step-by-step process, Minsky constructs a believable thesis for a way in which the human mind in all its complexity can be built up, layer by layer, from the interactions of “agents”, functional subroutines. Some agents are hard-wired by evolution and some are learned. The learned ones stay in consciousness only while they are being built and then become the substrate for higher-level constructs. “The Society of Mind” had shaped the way I look at consciousness. …”

“MOST PEOPLE ARE CONVINCED computers cannot think. That is, really think. Everyone knows that computers already do many things that no person could do without “thinking.” But when computers do such things, most people suspect, that there is only an illusion of thoughtful behavior, and that the machine … ” | Marvin Minsky MIT Cambridge, Massachusetts “Why People Think Computers Can’t” (AI Magazine, 1982)
http://www.agent.ai/doc/upload/200302/mins82_1.pdf


(Westworld, 1973)

” … beim Übergang von der Objektbeziehung zur Objektverwendung, die erst die Anerkennung von Äußeren Objekten als Äußere ermöglicht, stellt sich folgendes Paradox, das auch dem Kind widersprüchliches zumutet: “Das Kleinkind erschafft das Objekt, aber das Objekt war bereits vorher da, um geschaffen und besetzt zu werden” (Winnicott 1973, 104). Winnicott betont ausdrücklich, dass ein wesentlicher Beitrag seiner Theorie in der Aufforderung besteht, “dieses Paradox anzuerkennen und hinzunehmen und es nicht lösen zu wollen. Nur eine Zuflucht zu abgespaltenen intellektuellen Funktionen könnte es lösen; der Preis wäre jedoch, dass das Paradox dabei seinen Wert einbüßt” (ebenda, 8). Der Gedanke Winnicotts besteht darin, “dass eine Widersprüchlichkeit, die akzeptiert wird, positiven Wert haben kann” (ebenda, 25). …”
http://psydok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2006/865/pdf/Kuenstliche_Intelligenz_und_Psa_PG.pdf

lemonhorse / 26 January 2016 / Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro / 0 Comments

[Das Verhältnis des Kunstwerks zu seinem Gegenstand #2… ]

// Und dann kurz noch notiert…
Gregor Dotzauer (21.01.2016): ” … Das große Thema der achtziger Jahre, wie es federführend Jean Baudrillard formulierte, war die mediale Simulation von Wirklichkeit. Ben Lerners Thema ist die Simulation von Kunst – und welche Aufgaben ihr im Angesicht einer vermeintlich zurückweichenden Wirklichkeit bleiben. … Es geht um eine Wirklichkeit, die sich in ihrer Dringlichkeit nicht mehr erleben lässt, und um eine Kunst, die sich in ihrer Harmlosigkeit eingerichtet hat – inmitten von Blutbädern und ästhetischem Agitprop. Literarisch gesehen treibt ihn eine Sprachskepsis an, der die Worte nicht im Mund zerfallen wie modrige Pilze, sondern in der Eloquenz alles erstickt. Die künstlerische Praxis erlebt sich in ihrer Täuschungshaftigkeit so bewusst, dass sie jede Suche nach einem Äußerungsmodus aufgegeben hat, der einen der Wirklichkeit angemessenen Einsatz verlangt. … ” | http://www.tagesspiegel.de/kultur/ben-lerner-und-sein-roman-22-04-das-motto-stammt-von-walter-benjamin/12857568-2.html

lemonhorse / 21 January 2016 / Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro, Kunst.Encoder / 0 Comments

[Kriegsschauplätze #23… ]

” … In seinem Job für das britische Foreign Office habe er für seine Regierung zuerst aus Überzeugung gelogen, dann mit Zweifeln, und zum Schluss habe er immer häufiger ein nagendes Gefühl von Schuld verspürt. Die Geschichte, die Ross … erzählt, beginnt in den späten 1990er Jahren. Er hatte gerade bei den Vereinten Nationen angefangen, und die mächtigsten Staaten der Welt versuchten damals, den irakischen Diktator Saddam Hussein nach seinem Angriff auf Kuwait mit Wirtschaftssanktionen zu zwingen, Beweise vorzulegen, dass er keine Massenvernichtungswaffen mehr besaß. Ross sollte die Sanktionen im Auftrag Großbritanniens verhandeln. “Und das, obwohl meine Regierung davon ausging, dass Saddam Husseins Waffen keine Gefahr mehr darstellten”, sagt Ross. … Die Sanktionen, sagt er, hätten ausschließlich dazu gedient, Saddam davon abzuhalten, seine Armee mit dem Geld aus dem Ölverkauf wieder aufzubauen. Der Irak wurde mit komplettem Handels- und Finanzembargo belegt. Die gesamte Wirtschaft brach daraufhin zusammen. Die Berichte über die humanitären Zustände im Irak seien verheerend gewesen, sagt Ross. Experten gingen davon aus, dass 500.000 Kinder unter fünf Jahren aufgrund der Sanktionen gestorben seien, es habe kaum noch sauberes Wasser gegeben, weil auch Chlor nicht mehr importiert werden durfte, die medizinische Versorgung sei katastrophal gewesen. Doch Kritik am westlichen Kurs habe es offiziell nicht geben dürfen, sagt Ross. “Wir haben Beweise für das Leiden der Zivilbevölkerung regelrecht geleugnet und jeden mundtot gemacht, der die Sanktionen infrage stellte.” Selbst die Äußerungen von Kofi Annan habe er kontrolliert, sagt Ross. “Ich habe die Berichte seines Büros vor Erscheinen redigiert. Annan hat gesagt, was wir wollten.” Zwanzig Mitarbeiter der Menschenrechtsabteilung hätten damals gekündigt. Heute ist Ross überzeugt, dass die Sanktionen dem Irak mehr geschadet haben als der Krieg. “Sie haben ein hochentwickeltes Land komplett zerstört. Und ich habe dabei mitgemacht.” …” | Aus: “Diplomatie: “Ich habe da mitgemacht”” – Der Berufsdiplomat Carne Ross beendete seine Karriere und verpflichtete sich der Wahrheit | Kerstin Kohlenberg (7. Januar 2016, DIE ZEIT Nr. 52/2015, 23.) | Quelle: http://www.zeit.de/2015/52/diplomatie-demokratie-diplomat-vereinte-nationen-luegen

antidote #8 “Unglaublich. 500000 tote Kinder weil ein paar… ich finde nicht einmal Worte für solche Subjekte. … Es ist anzunehmen, dass derartige katastrophale Entscheidungen heute noch genauso und aus dem selben menschenverachtenden Kalkül heraus getroffen werden – nur wird man davon erst in 20 Jahren hören. Schön, dass es zumindest Herr Ross geschafft hat, aus diesem Verbrechersyndikat auszusteigen …”

sme3 #42: “Ein bemerkenswerter Artikel. Bemerkenswert, weil er in der Zeit steht, und alles, was drin steht, jedem, der es wissen wollte, längst bekannt ist. Zuerst wurde ein Volk durch gnadenlose Sanktionen zu Grunde gerichtet, und danach das Land dieses Volkes durch einen völkerrechtswiedrigen Krieg zerstört. Wo, fragt man heute, blieb denn damals der Aufschrei der freien und unabhängigen Presse? Und heute kommt der von unserer (ich sage mal unserer im Sinne von “der Westen”) Politik ins Chaos gestürzte Nahe Osten nach Europa. Was sagen denn die Transatlantiker um Josef Joffe dazu? …”

Moritz.Grattke #45 “… Endlich sagt mal jemand aus dem Inneren Kreis das, was viele schon seit 2002 zwar nicht wirklich wussten, aber zumindest … sich zusammenreimen konnten. Und bis vor kurzem noch wurden Verdächtigungen, die Ross klar als Fakten schildert, als Verschwörungstheorien lächerlich gemacht.”

Aus: “Begründung des Irakkriegs” (Stand: 23. Dezember 2015): “… Als Begründung des Irakkriegs 2003 nannten die kriegführenden Regierungen der Vereinigten Staaten und Großbritanniens seit Oktober 2001 vor allem eine wachsende akute Bedrohung durch Massenvernichtungsmittel des Irak und eine Verbindung mit dem Terrornetzwerk Al-Qaida, das die Terroranschläge am 11. September 2001 ausgeführt hatte. Eine Bevölkerungsmehrheit in den USA glaubte diesen Angaben seit 2002 und befürwortete deshalb die Invasion in den Irak. …Die angegebenen Kriegsgründe waren international stark umstritten. Die von der UNO beauftragten Waffeninspektoren, einige Antiterrorexperten und Parlamentsabgeordnete widersprachen den Regierungsangaben vor dem Krieg und verwiesen auf fehlende oder unzuverlässige Quellen. Im Irak wurden keine Massenvernichtungsmittel gefunden. Der Bericht der 9/11-Kommission vom Juli 2004 widerlegte die genannte Verbindung zu Al-Qaida. Bis 2007 widerlegten weitere Untersuchungsberichte auch die übrigen genannten Kriegsgründe. Regierungs- und Geheimdienstvertreter wiesen sich wechselseitig die Verantwortung für die Falschangaben zu.
Viele Historiker und Investigativjournalisten beurteilen die falsche Kriegsbegründung als vorsätzliche, kampagnenartige Täuschung, die ausreichende Zustimmung für die schon getroffene Kriegsentscheidung herbeiführen sollte. Andere sehen die Falschangaben als von damaligen Annahmen der Geheimdienste gedeckte Irrtümer. Viele Kriegsgegner halten wirtschaftliche und geostrategische Interessen der USA und Großbritanniens, vor allem am Erdöl, für die eigentlichen Kriegsursachen. …
” | Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Begr%C3%BCndung_des_Irakkriegs

lemonhorse / 12 January 2016 / Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro / 0 Comments

lemonhorse / 11 January 2016 / Akustische.Wellen, Found.Stuff, Gedanken.Memo, Kunst.Encoder / 0 Comments

[Marshall McLuhan (1977)… ]

This rare archival footage of McLuhan speaking to an ABC [Australian Broadcasting Corporation] journalist on his visit to Australia was recorded on 19 June 1977 in Sydney. ABC Archive notes: “Canadian expert on electronic media, Marshall McLuhan, arrives in Australia to address a seminar on Australian radio. He advocates shortening of TV transmission time and better balance between TV, radio and press. McLuhan speaks about the effect of TV on children.”

Jabba Jay vor 11 Monaten: I tried to watch till the end but I had other things to do.

lemonhorse / 2 December 2015 / Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Global.Politix:Micro, Realitaets.Tunnel / 0 Comments

[Eine Art Auslieferung… ]

Wie schwindelerregend kurzzeitig ist der Orgasmus und die konkrete Liebe gegen den langen unterschwelligen Rausch, den die verdeckte Begierde unter den Teppich kehren kann. Genau dort kann all dies Material jahrelang herumliegen und übersehen werden. Die Essenz ist geistig kaum zu greifen, ist flüchtig, ist virtuell, liegt aber wie unbehauener Marmor im Abklingbecken des Gefühls. Wo kommt das Material her? – Es sammelt sich über die Zeit von überall und nirgends. Es sind zufällige wie auch kurze Begegnungen, drei vier Worte und ein paar Blicke. Meist hat fast alles nichts zu bedeuten und deutet auf fast nichts hin.

Und ich will morgens (bin gerade erst halb wach) unter der Dusche nicht an die Steine eines versunkenen Geröllhaufens denken. Ich will gar nicht wissen, welche Form diese Brocken haben und wie groß sie sind. Aber unter der Dusche denkt der Kopf manchmal ohne den Besitzer zu fragen einfach drauf los. Jeder Gedanke ein kleines Phantasma, eine schlichte Verwirrung oder eine winzige Halluzination. Gerne erzähle ich mir kleine Lügen um etwas zum grübeln zu haben. Und wie klein kann der Anlass sein. Wie kurz der Moment auf den sich Vorstellungen beziehen. Da war ein Blick nur mit freundlicher Anspruchslosigkeit getränkt. Doch dann wird er offener. Da steht für eine halbe Sekunde die Geste der Auslieferung wie eine Öffnung im Raum. Ist das ein Aufblitzen von wirklicher Nähe? Die Zeit dehnt sich. So eine Situation kann nicht nur die Zeit verlangsamen sondern auch den Kopf kosten. Eben noch fremd mit einem Menschen, schon können wir die Luftpost der Seele lesen.

Hinter einer Situation von sachlichen Schlichtheit lauert manchmal eine Art Auslieferung, Hingabe, Selbstaufgabe, Abtretung, Auflösung, Verschlagenheit und Lust. Ich hege keine Skepsis dem Genuss gegenüber. Mag jeder lutschen, küssen, lieben, empfinden und stöhnen wie, wo und so oft er mag. Aber für einen bestimmten Grad von Abstufung der Entsagung spricht der Fakt, dass letztendlich jeder wirkliche Nähe zu einer echten Verschmelzung führt. Hierauf folgt die unwiderrufliche Veränderung der Bedeutungen (man kann, bei der Entscheidung ob man den anderen wirklich treffen will – egal ob man ein Mann oder Frau ist – eben nicht ein bisschen schwanger sein!). Und danach: die Rückwege werden auch von der Logik der Gefühle grimmig bewacht.

So bleibt die Entscheidung bei uns, wie weit wir den Ausdruck des Blicks zu beschränken bereit sind. Wir entscheiden, wie weit wir uns bei mehrdeutigen Gefühlen reduzieren. So entgehen wir leichter der Ergreifung auf den Allgemeinplätzen durch die Sicherheitskräfte der Vernunft. So droht keinem die Inhaftierung des Gefühls. Keinem packt die kalte Selbstablösung. Keiner stolpert über seine Widersprüchlichkeit in den Scherbenhaufen den man in Zukunft hinterlassen würde. Keiner bedroht die Contenance der Gefühle der beteiligten. Es braucht dann kein atemloses aufeinander prallen, keine horizontalen Übereilungen. Es gibt nichts zu bereuen. Und später dann – wenn langsam das klare Denken die Oberhand gewinnt, wenn wir nicht mit dem Kopf gegen die Wand schlagen mussten, dann sind wir vielleicht für einen kleine Augenblick über irgendeinen Punkt in unserem Inneren nur noch leicht amüsiert und verwundert. Dort gibt es also einen Ort den ich selbst nicht kenne und nicht kennen kann. Ein Ort, wo wir im Schummerlicht kaum unsere Gesichter sehen können, wo wir haltlos in der Bestimmung von Gefühlen sind, weil die Gefühle erst noch Zeit brauchen und später kommen werden, weil da Bodennebel in unserem Psychischen Apparat zugegen ist, da der Tag noch gar nicht angebrochen ist.
Als Konsequenz aus den Duschbrausen-Halluzination, kann ich immerhin mit den Fingern schmunzelnd die Abstufungen der Enthaltsamkeit auf den beschlagenen Kacheln vermessen.

lemonhorse / 16 November 2015 / Gedanken.Memo, Wortbrocken.Cafe / 0 Comments

[Paris #2… ]

Bilder aus: “Mephisto” (R: István Szabó, 1981) | ” … Mephisto ist ein deutsch-ungarisches Filmdrama von István Szabó aus dem Jahr 1981. Sein Drehbuch basiert auf dem gleichnamigen Roman, den Klaus Mann 1936 im Exil geschrieben und veröffentlicht hatte. Der Roman zeichnet schwach verhüllt den beruflichen Aufstieg des Theaterschauspielers, -regisseurs und -intendanten Gustaf Gründgens in der Zeit des Nationalsozialismus nach. … Uta van Steen begriff den Film als „Studie über einen erfolgsbesessenen, fast manischen Charakter, der sich in extreme Widersprüche einrichtete, um in und für seine Kunst leben zu können, macht einsichtig, daß die Sicherheit einer vom Leben abgespaltenen Existenz im Elfenbeinturm nur Illusion ist.“ … „Denn eine Rolle zu spielen – auf der Bühne wie im Privatleben – ist für Höfgen die einzige Möglichkeit der Existenz; Die Maske des Schauspielers verdeckt die Gesichtslosigkeit des Individuums.“ … Uta van Steen hielt Höfgen für jemanden, der das Leben mit Theater gleichgesetzt hat. Zu Beginn seiner Laufbahn engagiert er sich entschieden „für das Konzept des totalen Theaters […], das die Grenze überwindet zwischen Akteuren und Publikum. Dann […] kamen die Nazis und inszenierten ihr totales Theater, dessen Bühne die Welt … war.“ … ” https://de.wikipedia.org/wiki/Mephisto_%28Film%29

Rue Saint-André des Arts
https://de.wikipedia.org/wiki/Rue_Saint-Andr%C3%A9_des_Arts

Boulevard Saint-Michel
https://de.wikipedia.org/wiki/Boulevard_Saint-Michel

Rue de l’Ancienne-Comédie
https://fr.wikipedia.org/wiki/Rue_de_l%27Ancienne-Com%C3%A9die

lemonhorse / 1 November 2015 / Cinema.Exposure, Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

[Zur Ontologie des nicht Seienden #9… ]

Gegenstände, deren Gebrauch und Zweck uns nicht mehr bekannt sind, geben uns Rätsel auf. … sein Eingebundensein in ein bestimmtes System des Denkens und der Vorstellung von Welt fehlt uns heute … Mit ihm verschwand die besondere Theorie der Position des Menschen in der Welt …

de.wikipedia.org, (27. August 2015): ” … Als Dispositiv (von frz. disposition, Entscheidung, Anordnung oder Anweisung) begreift man in der Soziologie im Anschluss an Michel Foucault eine Gesamtheit bestimmter begrifflich fassbarer Vorentscheidungen, innerhalb derer sich die Diskurse und die sozialen Interaktionen entfalten können, die in sprachpragmatisch relevanten Aspekten der Erfassung, Beschreibung und Gestaltung der Lebenswelt einer Gesellschaft Ausdruck finden. … Foucault entwickelte den Begriff im Rahmen seiner Diskursanalyse, vergleichbar damit ist etwa der Begriff eines historischen a priori. Grundlegend ist die Annahme, dass Verhalten, um als soziale Handlung wahrgenommen werden zu können, den Regeln des Dispositivs genügen muss … Am Beispiel archäologischer Artefakte lässt sich die Vorstellung von Dispositiven erklären: Gegenstände, deren Gebrauch und Zweck uns nicht mehr bekannt sind, geben uns Rätsel auf. Wozu wurden sie benutzt? Wer konnte – und durfte – sie gebrauchen? Wie oft ist der Gegenstand verändert worden, bis er seine endgültige Form erreicht hat? Wie viele diskursive Praktiken mussten durchlaufen werden, bevor man sich einigte, den Gegenstand so und nicht anders zu gestalten? Es gab eine Zeit, in der er evident war – wichtig oder sogar überlebensnotwendig. Heute sagt er uns nichts mehr. Das damalige Sprechen über seinen Zweck, sein Eingebundensein in ein bestimmtes System des Denkens und der Vorstellung von Welt fehlt uns heute – dieser Diskurs ist erloschen. Mit ihm verschwand die besondere Theorie der Position des Menschen in der Welt, in deren Zusammenhang der Gegenstand relevant war. …” | https://de.wikipedia.org/wiki/Dispositiv

lemonhorse / 8 October 2015 / Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Realitaets.Tunnel / 0 Comments

[Zum Wahn der Liebe #51… ]

” … Das Misstrauen gegenüber dem eigenen Tun ist ein durchgängiges Motiv. Dabei gelingt es Pehnt, die Allgemeinplätze der Liebe immer wieder infrage zu stellen. Zum Beispiel: Wieso glauben wir eigentlich, dass eine Liebesgeschichte nur eine gültige Version hat? …” | (Franziska Wolffheim, “Wenn es sich ausgeliebt hat: Die Trockenheit des Herzens”, 17.09.2015 | via)

// ” … Reality tunnel is a term, akin to the idea of representative realism, coined by Timothy Leary (1920-1996). It was further expanded on by Robert Anton Wilson (1932-2007), who wrote about the idea extensively in his 1983 book Prometheus Rising. The theory states that, with a subconscious set of mental filters formed from his or her beliefs and experiences, every individual interprets the same world differently, hence “Truth is in the eye of the beholder”. … We don’t see things as they are, we see them as we are. – Anais Nin … For Wilson, a fully functioning human ought to be able to be aware of his or her reality tunnel, and able to keep it flexible enough to accommodate, and to some degree empathize with, different reality tunnels, different “game rules”, different cultures…. Constructivist thinking is the exercise of metacognition to become aware of our reality tunnels or labyrinths and the elements that “program” them. Constructivist thinking should, ideally, decrease the chance that we will confuse our map of the world with the actual world. …” | https://en.wikipedia.org/wiki/Reality_tunnel

// ” … Subjektivität (lateinisch für Unterworfenheit) ist in der europäischen Philosophie diejenige Eigenschaft, die ein Subjekt von einem Gegenstand unterscheidet. Wie diese Eigenschaft genauer zu fassen ist, ist in Philosophie und Wissenschaft seit Beginn der Antike umstritten. Im abgeleiteten Sinne steht Subjektivität auch für dasjenige Verhältnis eines Subjekts zu seiner Umwelt, das nicht objektiv ist. …” | https://de.wikipedia.org/wiki/Subjektivit%C3%A4t

lemonhorse / 17 September 2015 / Found.Stuff, Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Realitaets.Tunnel / 0 Comments

1 2 3 11