[Geistige Minenfelder #2… ]

“ … Und nur eines kann ich nicht verstehen, wenn ich die Figur dieses Menschen betrachte, der mit Hartleben herumgesoffen hat, und von dem man sagt, er habe in diesen fröhlichen Kneipnächten die Figur des »Serenissimus« erfunden. Christian Morgenstern liebte ihn. Dieser feine, gütige, hohe und tiefe Geist liebte Rudolf Steiner. War das Weltfremdheit? …“ | Wrobel, Ignaz (Kurt Tucholsky): Rudolf Steiner in Paris, WB 20/II, Nr.27, 03.07.1924, S.26 | https://de.wikisource.org/wiki/Die_Schaub%C3%BChne_%E2%80%93_Die_Weltb%C3%BChne/Inhalt_Weltb%C3%BChne | –> “ … Otto Erich Hartleben (* 3. Juni 1864 in Clausthal; † 11. Februar 1905 in Salò am Gardasee) war ein deutscher Schriftsteller. Zu Lebzeiten besonders als Dramatiker ungeheuer populär, kursierten zahlreiche Anekdoten um seine Person. … Eine seiner bekanntesten Figuren war der „Serenissimus“, ein vertrottelter Duodezfürst eines imaginären Zwergstaates. … [Duodezfürst = „Herrscher eines sehr kleinen Fürstentums“] …“ –> https://www.textlog.de/tucholsky-rudolf-steiner.html | https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Erich_Hartleben ( 27. September 2019 )

Serenissimus (Deutsch), Wortart: Substantiv, (männlich) – Wortbedeutung:
1) Bewusstseinswissenschaft:
Bezeichnung für ein höheres Niveau in der Evolutionsstufe des Bewusstseins
2) veraltet: Anrede oder Titel eines regierenden Fürsten (zur Zeit der Kleinstaaterei)
3) veraltet, scherzhaft: Kleinstaatfürst; Witzfigur
https://www.wortbedeutung.info/Serenissimus/

Ambros Waibel (20. 11. 2019): “ … Menschen machen sich seltsame Vorstellungen von sich selbst und ihrer Umgebung, und andere Menschen, die diese Ideen nicht teilen – ja sie sogar, wenn sie in ihren Grundlagen und Konsequenzen vor ihnen ausgebreitet würden, scharf ablehnten … Sie handeln sozusagen, auch wenn sie sich selbst ein rationales Weltbild zuschreiben, diesem entgegen – und fahren oft sehr gut damit. Diesem Widerspruch versucht das Buch von Helmut Zander „Die Anthroposophie: Rudolf Steiners Ideen zwischen Esoterik, Weleda, Demeter und Waldorfpädagogik“ auf den Grund zu gehen: Ohne Schaum vor dem Mund oder Filz vor den Augen, mit wirklichem Erkenntnisinteresse, aber immer mit kritischem, ironischerweise ebenfalls weltanschaulich gebundenem Abstand – Zander ist katholischer Theologe und lehrt Religionswissenschaften an der Universität Fribourg. … Als mein Sohn dann vor 20 Jahren gut katholisch auf die Welt gekommen und in ihr heimisch geworden war und wir eine Schule für ihn suchen mussten, war die Wahl übrigens ganz einfach: Die Waldorfschule war die Einzige, die einen nicht wie eine Kaserne begrüßte, die nicht wie eine Anstalt aussah und die nicht nach Klo roch, sondern zur Weihnachtszeit morgens im Kerzenlicht erstrahlte. Man muss kein Anthroposoph sein, um das verwirklichen zu können. Aber wenn es hilft – wer wollte da das erste Zuckerkügelchen werfen? …“ | https://taz.de/Waldorf-Weleda-Demeter-und-Co/!5638891/

Wolf Haberer (20.11.2019, 18:01): “ … Also eines muss man dem Zander neidlos zugestehen … er wird ja von beiden Seiten gelesen, von den zürnenden oder zumindest beunruhigten Anhängern genauso wie von jenen, die unter- bis oberschwellig fasziniert einen tieferen Blick in diese Welt riskieren wollen …“

Jim Hawkins 21.11.2019, 09:19: “ … Aber: Auf mein Weleda-Wildrosen-Öl lasse ich nichts kommen.“

“ …

gelöschter User (16. Jänner 2011, 18:21:50): “ … Mir wir schon flau im Magen, wenn ich das typisch anthroposopisches Design sehe, dazu reicht schon der „Weleda“-Schriftzug. Dann befällt mich eine klaustrophobische Beklemmung und das Bedürfnis, die Fenster aufzureißen zu müssen. Dies, obwohl ich eigentlich recht wenig mit der Anthroposophie in Berührung gekommen bin. Ein sehr guter Freund von mir hatte sich vor langer Zeit mit einer zwar nicht konsequent praktizierenden, aber doch stark anthroposophisch geprägten (und im übrigen nicht sonderlich intelligenten) Frau liiert, die auf Dauer nicht zu ertragen war. Das hat gereicht, um mich bis heute zu traumatisieren. …“ Kommentar zu: https://www.derstandard.at/story/1293370714873/anthroposophie-steiner-entsteinern

“ …

Hans-Florian Hoyer (27. Januar 2011 um 01:03): “ … to whom it may concern: Huber, J., Astral-Marx, Über Anthroposophie, einen gewissen Marxismus und andere Alternatiefen, in Kursbuch 55, 1979, S.139-161. — Joseph Huber beschreibt in dem Aufsatz „Astral-Marx“ sein Erleben mit solchen Aktivitäten der anthroposophischen Bewegung wie folgt: „Mir persönlich ging es mit der Anthroposophie wie im Märchen vom Igel und vom Hasen. Als linke Hasen rennen wir uns nach den sozialistischen Träumen die Hacken ab, und wenn wir wo hinkommen, steht da oft ein anthroposophischer Igel und sagt ‚Ätsch, ich bin schon da‘: hier ist ein klassenloses Krankenhaus, dort eine eigene Genossenschaftsbank, da sind selbstverwaltete Kindergärten und Schulen, Verlage, alternative Heil- und Therapieeinrichtungen, Tagungsstätten, freie Kunstakademien, Arzneimittelfabriken, biologisch-dynamische Landwirtschaftsbetriebe und anderes. Wo die heutige Linke mit lautem Getöse relativ wenig erreicht, schaffen Anthroposophen im Stillen viel.“ …“ | https://www.ruhrbarone.de/150-jahre-rudolf-steiner-%E2%80%93-%E2%80%9Eaber-ich-hab%E2%80%99-doch-nichts-davon-gewusst%E2%80%9C/22119



Rainer Herzog: »Nicht von außen, so sagte Rudolf Steiner schon 1914/1915, drohe seinem Werke Gefahr. Die Feinde kommen von innen, aus der Mitgliederschaft selbst.« (Adelheid Petersen, „Erinnerungen an Rudolf Steiner“, S. 189) – Ich muss gestehen, dass ich noch bis vor kurzem die diversen Berichte, Mahnungen und Warnungen über die Offenheit der anthroposophischen Bewegung für Verschwörungstheorien (VT) als etwas übertrieben erlebte – auf Facebook und auch vor allem [ ] auf dem Egoistenblog. Inzwischen weiß ich: Es ist viel schlimmer, irrer und durchgeknallter, als ich angenommen hatte. …“ | „Ein halbes Jahr in einer anthroposophischen Facebook-Gruppe – Ein Selbstversuch“ Eingestellt von Ingrid H. (23. Oktober 2018), Quelle: https://egoistenblog.blogspot.com/2018/10/ein-halbes-jahr-in-einer.html

Impuls / Kontext: —> https://egoistenblog.blogspot.com/2019/11/lieber-anthroposophischer.html
Bild Quelle (2): pdf

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk (03.09.2019): “ … Wenn sich der Religionswissenschaftler Helmut Zander die Anthroposophie vorknöpft, ist Rezensentin Monika Dittrich ganz Ohr, denn die Felder ihrer Tätigkeit breiten sich aus: Von Demeter-Höfen über Drogeriemärkten und Banken bis zu Weleda bis zu den Waldorf-Schulen. „Prägnant und kurzweilig“ sei das Buch geschrieben, meint die Rezensentin, man könne es in einem durchlesen, aber auch als Handbuch. Dittrichs Darstellung zufolge reibt sich Zander vor allem am Absolutheitsanspruch der Anthroposophie, die er an Rudolf Steiners Glauben an die höhere Erkenntnis festmacht. Höhere Erkenntnis sei nicht verhandelbar, zitiert Dittrich den Autor, dem sie attestiert, auch in seiner Kritik an okkulten Dimensionen der Anthroposophie nüchtern und fair zu bleiben, zwischen verschiedenen Fraktionen zu differenzieren und nie ins Abrechnende zu verfallen. …“ | https://www.perlentaucher.de/buch/helmut-zander/die-anthroposophie.html

Monika Dittrich (02.09.2019): “ … Anthroposophen werden das nicht gern hören – und auch an andere Ideen von Rudolf Steiner werden sie vermutlich lieber nicht erinnert. So sprach Steiner von menschlichen Rassen, von Wurzelrassen, von degenerierten Indianern und vom starken Triebleben der – Zitat – „Neger“.
Die Art und Weise, wie Anthroposophen heute mit den rassistischen Aussagen ihres geistigen Mentors Steiner umgehen, bezeichnet Zander als „unsouverän“ – trotz diverser Distanzierungsversuche und etwa der sogenannten Stuttgarter Erklärung des Bundes Freier Waldorfschulen.
Hier offenbare sich ein grundsätzliches Problem: Die Kritik am Gründungsvater werde als Gefahr für das gesamte anthroposophische System wahrgenommen.
„Steiner glaubte, dass diese Vorstellungen Ergebnis seiner Einsichten in höhere Welten seien. Wenn man jetzt ein Stück aus diesen höheren Welten herausschneidet und sagt, dieser Teil stimmt nicht, dann ist unklar, ob nicht wie ein Domino-Effekt andere Teile dieser Einsicht auch fallen.“
Dazu schreibt Zander: „Am Ende geht es um viel mehr, um die Logik seines Weltanschauungshauses. Tief in dessen Inneren sitzt eine Evolutionstheorie, die Steiner aus dem 19. Jahrhundert geerbt hat und in der die ganze Kultur evolutionstheoretisch gedeutet wird. […] Steiners Rassentheorie zu kritisieren bedeutet im Kern, seine Logik der Evolutionslehre infrage zu stellen.“
Zanders Buch ist eine kritische Auseinandersetzung mit der Anthroposophie – aber keine Abrechnung. Er schreibt mit dem beobachtenden Blick des Historikers – als Theologe und Religionswissenschaftler vermag er insbesondere die okkulte und religiöse Dimension der Anthroposophie einzuordnen. … Vor allem aber wird in seinem Buch deutlich: Die Anthroposophie ist ein weit verzweigtes Netz mit vielen Aspekten und Ausprägungen – und ihre Akteure lassen sich nicht über einen Kamm scheren. Das anthroposophische Milieu sei hochdifferenziert, sagt der Autor: „Von offen linken, bürgerlichen, grünen Anthroposophen und einer Betonfraktion auf der anderen Seite, die der Meinung sind, dass die Rassentheorie Steiners doch irgendwie stimmt.“ …“ | https://www.deutschlandfunk.de/helmut-zander-die-anthroposophie.1310.de.html?dram:article_id=457576


Jürgen Holwein (29.01.2011): “ … Steiner glaubte, dass man die übersinnliche Welt erkennen könne. Deshalb gründete er eine Esoterische Schule, in der Meditation zur Erlangung höherer Erkenntnis gelehrt wurde. Dafür schrieb er Mysteriendramen, in denen der Mensch den Weg in die geistige Welt nachvollziehen können solle. Und deshalb entstanden in der Theosophischen, später Anthroposophischen Gesellschaft Kulträume, in denen ein freimaurerischer Ritus, ein „Erkenntniskult“, gefeiert wurde – dies jedenfalls behauptet Helmut Zander.
Kritiker sehen in der Anthroposophie (wörtlich „Weisheit vom Menschen“) nichts anderes als die „sonderbare ,Weisheit“‚ des Menschen Rudolf Steiner. In ihr verschmelzen die Elementarteilchen aus allen nur denkbaren Erkenntnis- und Wissensgebieten zu einer einzigen Evolutionsgeschichte der Menschheit, der Erde und, ja, des ganzen Kosmos.
Steiner war kein Rassist im nationalsozialistischen Sinn, auch wenn in der Konstruktion seines theosophischen Sozialdarwinismus von „degenerierten“, „zurückgebliebenen“ oder „zukünftigen Rassen“ die Rede ist. Und eine Weltsicht, in der sich Engel und Dämonen gegenüberstehen, die die Existenz von Volks- und Rassengeistern behauptet und die lehrt, dass das Leben der Menschen von Karma aus früheren Leben bestimmt ist, erscheint heute befremdlicher denn je.
Nehmen wir Rudolf Steiner als ein Kind seiner Zeit. Lebensreformerische Bewegungen lagen in der Luft. Aus Steiners reformpädagogischem Konzept wurde die erfolgreichste Privatschulbewegung überhaupt. 221 Schulen gibt es in Deutschland, 1000 sind es weltweit. Das Arnika-Massageöl von Weleda oder die Rosencreme von Dr. Hauschka wird auch in Hollywood geschätzt. … “ | https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.anthroposophie-rudolf-steiner-geist-und-geister.62671315-0db8-4f0b-ab15-472b679907af.html

„… Aus den frühen 1890er Jahren in Weimar liegen einige Erinnerungen der bald darauf sehr erfolgreichen emanzipatorischen Schriftstellerin Gabriele Reuter vor, zu deren Freundeskreis Steiner gehörte. Sie schrieb: „Individualisten von reinstem Wasser waren wir sämtlich. […] Friedrich Nietzsche [war] unser Gott geworden. […] Jeder von uns war Herr der Welt und der Mittelpunkt ihres Seins, und die Souveränität des Einzigen [im Sinne Stirners] wurde mit den groteskesten Gründen und den gewagtesten Schlussfolgerungen bestätigt. [ ] Rudolf Steiner […] war groß darin, barocke, unerhörte Prämissen aufzustellen und sie dann mit einem erstaunlichen Aufwand von Logik, Wissen, kühnen Einfällen und Paradoxen zu verteidigen. … Ein Gedanke Steiners ist mir viel nachgegangen: die Forderung von moralischer und religiöser Phantasie […].“ – Gabriele Reuter
… Alles in allem gab es wenig Zeitgenossen, die Steiner indifferent gegenüberstanden. Er hatte eine starke und ungemein polarisierende Wirkung. Seine Zuhörerschaft teilte sich zumeist in Anhänger und Gegner. Die vielfältigen Impulse für verschiedenste Lebensbereiche, die Steiner ausübte, wurden daher in der Regel außerhalb des anthroposophischen Kontextes wenig rezipiert. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Steiner (Stand: 11. November 2019)

lemon / 21 November 2019 / Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro, Wortbrocken.Cafe / 0 Comments

[Religions-Setzbaukasten #3… ]

(469219) Kamoʻoalewa [ Simulierter Orbit von (469219) 2016 HO3 ] | https://de.wikipedia.org/wiki/(469219)_Kamo%CA%BBoalewa

Otto Wöhrbach (11.11.2019): “ … Vom Asteroiden Kamo´oalewa aus hätten Aliens die Erde gut im Blick – wenn es sie denn gibt. 2022 soll ihn eine chinesische Sonde erforschen. …“ | Aus: „Ein Felsbrocken, der immer nah bei der Erde bleibt Ist Kamo’oalewa ein Beobachtungsposten der Außerirdischen?“, Quelle: https://www.tagesspiegel.de/wissen/ein-felsbrocken-der-immer-nah-bei-der-erde-bleibt-ist-kamooalewa-ein-beobachtungsposten-der-ausserirdischen/25211198.html

Rindenberg 11.11.2019, 09:59 Uhr: “ … “Manchmal glaube ich, der beste Beweis dafür, dass es anderswo im Weltall intelligentes Leben gibt, ist der, dass noch niemand versucht hat, Kontakt mit uns aufzunehmen.” (aus: Calvin & Hobbes) …“

Krotocker 11.11.2019, 11:56 Uhr: “ [Ein] Bekannter von mir behauptet das wir Menschen von Aliens abstammen und die Aliens demnächst die Erde besuchen werden. Der Mann ist nicht in Behandlung arbeitet als Küchenchef und hat eine Familie. Dann habe ich im letzten Jahr zwei Menschen kennen gelernt die allen ernstes behaupten das die Erde vielleicht ja doch eine Scheibe wäre. Auch Sie nicht in Behandlung und führen ansonsten ein normal geregeltes Leben. Sind das jetzt eher Ausnahmen [?]. …“

Babsack 11.11.2019, 12:10 Uhr: Antwort auf den Beitrag von Krotocker 11.11.2019, 11:56 Uhr: “ … „Sind das jetzt eher Ausnahmen.“ – Nein, Ausserirdische. …“

Flup 11.11.2019, 12:20 Uhr: Antwort auf den Beitrag von Krotocker 11.11.2019, 11:56 Uhr: “ … Natürlich ist die Erde eine Scheibe. Sie wird von vier Elefanten getragen, die auf dem Rücken einer Weltraumschildkröte durch das Weltall fliegt. Das kann jeder Atrozoologe bezeugen. Auch wissenschaftlich fundiert in den Scheibenwelt-Aufzeichnungen von Terry Pratchet dargelegt. Jetzt musste er allerdings wieder zurück auf seinen Planeten, weshalb er offiziell für tot erklärt wurde und deshalb für Rückfragen nicht mehr zur Verfügung steht. …“

Rotfahrer 11.11.2019, 13:23 Uhr: Antwort auf den Beitrag von Krotocker 11.11.2019, 11:56 Uhr: “ … Andere glauben hingegen an die unbefleckte Empfängnis.. jeder wie er möchte. Solange man andere in Frieden lässt. …“

Paul_Oppermann 11.11.2019, 20:17 Uhr: Antwort auf den Beitrag von Krotocker 11.11.2019, 11:56 Uhr: “ … Leben und leben lassen. Ein indischer Bekannter von mir glaubt fest daran, dass es im Hymalaja Samadi-Höhlen mit jahrtausendealten Überlebenden von Atlantis gibt, die dort im Samadi-Zustand wie versteinert vor sich hinwarten, zu einem gegebenen Zeitpunkt wieder ins aktive Leben zurück zu kehren. Warum nicht, klingt ja irgendwie auch vernünftig. Er meint auch, dass dieser Glaube in Indien ganz normal und verbreitet sei. Ich hatte das eher für ein Hindu-Ding gehalten, aber er ist Sikh und glaubt halt auch dran. Und weil er kein Spinner ist und ich ihm noch einen Gefallen schuldete glaube ich das jetzt auch. ;-) Warum allerdings diese elende Flach-Erde-Theorie derzeit so grassiert verstehe ich auch nicht. Gibt es heutzutage keinen Astronomie-Unterricht mehr? …“

gesundermenschenverstand 11.11.2019, 21:33 Uhr: “ … „…Vielleicht beobachten die Aliens den Blauen Planeten aber zunächst aus sicherer Entfernung und melden nach Hause, was sich auf ihm so tut.“ – Das ist außerirdischen auch dringend anzuraten!! Sich den reichen und mächtigen (teils schwer durchgeknallten) aus wirtschaft und politik des planeten erde anzuvertrauen, ist mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit gar keine gute idee. …“

lemon / 12 November 2019 / Daten.PolitixMicro, Found.Stuff, Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro, Realitaets.Tunnel, Visual.Notes / 0 Comments

[Diktaturgeschichte & Realitätskerne #1 … ]

“ … „die heutige Demokratie in der Europäischen Union [seien] keineswegs ein Kind gestandener europäischer Liberalität“ [ ], sondern vielmehr „das Ergebnis eines schändlichen europäischen Sündenfalls: des genozidalen Weltkrieges“, der gleichbedeutend mit dem Scheitern des Konzeptes der europäischen Demokratie war. … CARLOS COLLADO SEIDEL (München) leitete mit einem groß angelegten Überblick über die Franco-Diktatur in Spanien die erste Sektion ein, welche sich der Entstehung und dem Charakter der südeuropäischen Diktaturen widmete. „Der Spanische Bürgerkrieg von 1936-1939 ist bis heute ein zentraler Referenzpunkt für die spanische Gesellschaft.“ … Die von António de Oliveira Salazar in Portugal errichtete Diktatur des Estado Novo (1933-1974) war die längste rechtsgerichtete Europas. Ein zweifelhafter ‚Rekord’, den CHRISTIANE ABELE (Paris/Freiburg) nach dem Wie sowie auf die Entwicklungsstufen des Regimes hin hinterfragte. … JANIS NALBADIDACIS (Berlin) hob zunächst die markanten Bedeutungsunterschiede der griechischen Militärdiktatur (1967-1974) gegenüber den zuvor präsentierten Vergleichsfällen in Spanien und Portugal hervor: Diese war die einzige, welche sich lange nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte und daher international wesentlich stärker verflochten war, was nicht zuletzt zu ihrer Durchlässigkeit für internationalen Protest und damit auch ihrer im Gegensatz zu den Diktaturen auf der iberischen Halbinsel geringen Verweildauer geführt habe. Kritisch sei in diesem Zusammenhang, die historiografische Etikettierung des Obristen-Regimes als „aus der Zeit gefallen“ zu betrachten, da diese „ahistorische“ und simplifizierende Perspektive den weiten Bedeutungszusammenhängen der Diktatur in keiner Weise Rechnung trage. … Mit einem Zitat Jorge Sempruns führte ULRIKE CAPDEPÓN (Hamburg) in die zweite Sektion ein, welche das Ende der Diktaturen und ihren Weg zur Demokratie thematisierte: „Spanien hat sich mit erdrückender Mehrheit für eine kollektive und gewollte Amnesie entschieden […]“. …“ | Aus: (‚Europas vergessene Diktaturen? Diktatur und Diktaturüberwindung in Spanien, Portugal und Griechenland‘, Stiftung Ettersberg, Europäische Diktaturforschung – Aufarbeitung der SED-Diktatur – Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße; Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, Datum 04.11.2016 – 05.11.2016) | Quelle: https://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7037

Ines Geipel (geb. Schmidt) 1982 – ASV-Meeting in Koeln. Foto: Juergen Weyrich

“ … [Ines Geipel]: … Worüber wir auch nicht sprechen, ist die Tatsache, dass es mit 1990 kein Aufarbeitungsmodell für mehr als fünfzig Jahre Diktaturgeschichte gegeben hat. Woher auch? Wir sind ja überaus erfindungsreich, was Entlastungserzählungen angeht. … Aufarbeitung ist zäh, sie stößt auf Widerstände, bei Lichte besehen ist sie fast immer enttäuschend. … Mir geht es um eine Geschichte des Autoritären, der Gewalt, der Angst. Wir sagen DDR und denken dabei an einen stabilen, sicheren Käfig. Aber in ihm regierte die Angst, sehr viel Angst. Mein Modell wäre zu sagen: Okay, wir sind gedächtnispolitisch im Jahr 1975, wenn man als Nenngröße die alte Bundesrepublik setzt. Das war die Zeit, als die Nachfragen nach innen gingen, in die Familien, und als sich das politische Klima, die politische Haut der Gesellschaft veränderte. Im Westen verständigte man sich zu der Zeit auf einen Konsens: Was ist unser Maß, was das absolute No-Go? Im Osten existiert bis heute nur ein Konglomerat an Erzählungen. Du sitzt in einem Raum, willst über das Jahr 1989 sprechen, und jeder Anwesende bringt seine Version. Für den einen ist der 9. November 1989 der schlimmste Tag seines Lebens, die Nächste erzählt vom absoluten Glück. … Es ist unglaublich, mit welcher Härte die wirklichen Opfer der zweiten Diktatur wegerzählt werden. Fünfzig Jahre Diktaturerfahrung sind eben nicht nur traumatisierte Menschen, sondern auch eine traumatisierte Kultur. … Gerade das Autobiografische verlangt eine spezielle Art der Aushärtung. Es geht nicht um das Aufsammeln von Details, sondern: Halten die Sätze? Lege ich mit ihnen eine Wahrnehmung frei, die mit dem Ich, der inneren Apparatur, dem eigenen Koordinatensystem zu tun haben? Geht es dabei nicht zuerst um Realitätskerne, um eine Verdichtung von Erfahrung, die nach etwas Essenziellem in der Zeit sucht? …“ | https://www.derstandard.at/story/2000110569561/ex-ddr-athletin-und-autorin-ines-geipel-die-ddr-war | https://de.wikipedia.org/wiki/Ines_Geipel [ (2. November 2019): “ … In ihrem 2019 veröffentlichten Buch Umkämpfte Zone. Mein Bruder, der Osten und der Hass greift Geipel das für die DDR-Geschichte so signifikante Thema des Verschweigens aus der Sicht mehrerer Generationen auf. Dabei bricht sie zum einen das „toxische Schweigen“ auf, mit dem nicht nur die SS-Vergangenheit ihrer beiden Großväter, sondern auch die Stasi-Tätigkeit des Vaters verhüllt wurde. … “ ]

Cornelia Geißler (30.10.19): “ … Der Autor beruft sich hier auf die Integrationsforscherin Naika Foroutan und den Soziologen Daniel Kubiak, benennt das Phänomen des „Othering“: Eine Gruppe von Personen wird als besonders herausgestellt. Nichelmann schreibt: „Wenn in Ostdeutschland ein Problem auftritt, dann ist es ein Problem von Ostdeutschland. Wenn in Westdeutschland ein Problem auftritt, dann ist es ein Problem von Gesamtdeutschland.“ Die Triebkraft für Nichelmanns Recherchen liegt allerdings ursprünglich in der eigenen Familie. Er fand als Kind eine NVA-Uniform, die seinem Vater gehört haben muss, der aber verstört das Gespräch darüber verweigerte. … Als Erwachsener erkennt er, wie sich die Erfahrungen seiner Altersgenossen mit den Eltern ähneln: „Deutlich spürbar ist ihre Angst, offen über das Leben und die eigenen Rolle in der DDR zu sprechen.“ Was ist da schief gelaufen? …“ | https://www.fr.de/politik/30-jahre-mauerfall/buch-fall-mauer-nachwendekinder-warum-sprichst-kein-ossisch-13178089.html

Johannes Nichelmann (3. 11. 2019): “ … Als Henning 39 Jahre alt war, besorgte er sich die Stasi-Akte seines Vaters. „Ich bin da erst wenige Jahre drüber hinweg. Es gab damals auch keine psychologische Begleitung.“ …“ | https://taz.de/DDR-Aufarbeitung-in-Familien/!5635412/

Katarina Witt über die Wende „Man schweigt den Schmerz weg“ (5. 11. 2019): “ … Katrin Gottschalk: Sie sind bekannt dafür, Ihr Privatleben sehr gut zu schützen. Kürzlich aber haben Sie doch eine sehr persönliche Geschichte erzählt. Für das Por­trätbuch „Ostfrauen verändern die Republik“ haben Sie geschildert, wie es Ihren Eltern nach der Wende gegangen ist.
Katarina Witt: Hören Sie auf, da fange ich gleich wieder an zu heulen.
Katrin Gottschalk: Ihr Vater ist damals arbeitslos geworden, und Sie haben Ihre Eltern noch jahrelang unterstützt. Eine sehr ostdeutsche Erfahrung. Wie geht man als Kind damit um?
Katarina Witt: Ich war damals 23 Jahre alt. Meine Eltern, die heute über achtzig sind, waren damals also genauso alt wie ich heute. Die haben immer versucht, Probleme von uns Kindern fernzuhalten. Dieser Umbruch Anfang der Neunziger, der Schmerz, der damit einherging, die Verletzungen, das bricht ja jetzt erst auf. Unsere Eltern fangen jetzt erst an, offen zu reden, und das ist für uns, ihre Kinder, neu. …
Katrin Gottschalk: Sind „Ossi“ und „Wessi“ für Sie Schimpfwörter?
Katarina Witt: „Ossi“ und „Wessi“ ist eher eine Frotzelei. Grundsätzlich ist aber „Ossi“ eher positiv bei mir ­besetzt als „Wessi“. (alle lachen) Für mich ist die Bezeichnung „Ostfrau“ mittlerweile ein Güte­siegel. …“ | https://taz.de/Katarina-Witt-ueber-die-Wende/!5636400/

“ … Steffen Mau: „Als wir in die Bundesrepublik hineinkamen, da hatten wir natürlich eine antifaschistische Erziehung genossen. Und die in der Bundesrepublik haben gesagt: Wir haben ´68 gehabt, wir haben das eigentlich durch. Wir sind da vollständig aufgeklärt. Und dann kam die Wehrmachtsausstellung 1995 des Hamburger Instituts für Sozialforschung. Da haben sich viele Ostdeutsche gefragt: Was geht da eigentlich vor? Warum gibt es Demonstrationen in München oder Stuttgart gegen die Aussage, dass die Wehrmacht an Verbrechen des Nazi-Regimes beteiligt war? Das ist sozusagen im Weltbild der Ostdeutschen unvorstellbar, dass man so etwas überhaupt in Zweifel ziehen kann. Und ich sag einfach mal: dass die Ostdeutschen bei solchen Debatten fast nie zum Zuge gekommen sind.“ … Frank Blohm: „Der Westdeutsche sieht ja traditionell gern herab auf den Ostdeutschen, weil der sich ja so angepasst hätte und unterworfen hätte unter die Diktatur. Unterschlägt aber dabei, dass doch jeder von uns im Westen sich auch angepasst hat. So wird also der Ostdeutsche zur Projektionsfläche eigener Unzulänglichkeiten, wie das oft so ist, das Eigene wird verdrängt und dem anderen zugeschrieben, das Negative wird dem zugeschrieben. Und so ist es natürlich umgekehrt auch. Aber jetzt reden wir erst mal von den Westdeutschen, von denen ja immer so wenig geredet wird – weil: Der Westdeutsche redet ja gerne immer über die Ostdeutschen, ungern über sich.“ … „Das hat nicht so lange angehalten, diese Euphorie“, erinnert sich Jutta Voigt. In „Westbesuch“ nennt sie die Liebe zwischen denen, die sich 1989 in den Armen lagen, eine Amour fou: „Zwischen Ost und West. Na, eine verrückte Liebe, habe ich damals noch gedacht. Also Liebe stimmt ja nicht. Eine wilde Nacht – und dann war auch bald Schluss.“ …“ | https://www.deutschlandfunkkultur.de/westdeutscher-blick-auf-die-ddr-warum-der-westen-den-osten.976.de.html?dram:article_id=462762 ( Hans von Trotha, 06.11.2019)

lemon / 4 November 2019 / Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Gespaltene.Deutung / 0 Comments

[Zum Wahn der Liebe #78 … ]

“ … Das Grübeln über Natur und Wesen des Menschen sowie die engeren und weiteren Bedingungen seines Menschseins hat viele Antworten hervorgebracht. Letztlich aber laufen alle Versuche zur Bestimmung der conditio humana auf etwas hinaus, das der Bayerische Volkssänger Weiß Ferdl in einem Stoßseufzer so zusammenfasst: „I woaß net wia ma is!“
Rund 2.000 Jahre früher ist sein römischer Kollege Catull von ähnlichen Problemen geplagt: „Ich hasse und liebe zugleich“, beginnt er eines seiner berühmtesten Gedichte. … Ambivalenzerfahrungen sind ein natürlicher Teil unserer psychischen Realität. Und es gibt gute Gründe, ihnen ein dauerhaftes Bleiberecht einzuräumen. …“ | Quelle: „Das innere Hin und Her“ Simon Demmelhuber (31.01.2018), https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowissen/psychologie/ambivalenz-konflikt-100.html

“ … Im Begehren kann der Freundschaftskeim enthalten sein, aus Kameradschaft wird Zärtlichkeit; aber im allgemeinen scheint es mir ratsam, zwischen Eros und Sympathie, zwischen geschlechtlich-emotioneller Attraktion und moralisch-intellektueller Affinität sauber zu unterscheiden. …“ | Klaus Mann (1906-1949) – Der Wendepunkt. 1. Auflage. Berlin und Weimar: Aufbau-Verlag, 1974. S. 400

lemon / 17 Oktober 2019 / Fraktal.Text, Gedanken.Memo / 0 Comments

[Mythen meiner Kindheit #10… ]

„Mein Luftkissenfahrzeug ist voller Aale.“

“ … Monty Python waren die psychedelische Revolution in der Geschichte der Komik. … Dieser realitätsaufweichende Impuls indes war nicht etwa drogeninduziert, sondern reines Kalkül. … “
Frank Schäfer (06.10.2004)

„… Am Sonntag, 5. Oktober 1969, zeigte die BBC im Abendprogramm die erste Episode einer Unterhaltungsserie, die das Comedy-Genre für immer verändern sollte: „Monty Python’s Flying Circus“ … Anders als konventionelle Komiker verzichteten die Pythons auf die obligatorische Pointe am Schluss und verknüpften die einzelnen Elemente mit surrealen Animationen und satirischen Songs zu einer Art absurden Bewusstseinsstrom. …“ | Aus: „Very British: Die Kultshow „Monty Python’s Flying Circus“ wird 50″ Uli Hesse (05.10.2019) | Quelle: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Very-British-Die-Kultshow-Monty-Python-s-Flying-Circus-wird-50-4542653.html

lemon / 5 Oktober 2019 / Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Kunst.Encoder, Realitaets.Tunnel, Visual.Notes / 0 Comments

[Zum Wahn der Liebe #77 … ]

Ein Telefon – Aus: „7 invenções do passado que estavam muito além de seu tempo“ | [7 vergangene Erfindungen, die weit über Ihre Zeit hinausgingen] ( 03/05/2017)

“ …. „Zum einen gilt es, mediale Maschinerien als Spiegelungen von Bedürfnissen, Antrieben und Phantasmen einer Menschheit zu verstehen, die nicht zuletzt in Gestalt der techné praktische Anthropologie betreibt, zum anderen aber ist danach zu fragen, wie diese mediale techné die Befindlichkeit des Menschen verändert, variiert und modifiziert, die sich nicht einfach statisch zwischen Mensch und Welt stellt, sondern indem sie letztere erst in der uns heute geläufigen Form konstituiert, auch jene Momente des Inszenatorischen und Imaginären ins Blickfeld rückt.“ …“ Quelle: Hans Ulrich Reck: Inszenierte Imagination. Beiträge zu einer historischen Anthropologie der Medien. Hrsg.: Wolfgang Müller-Funk, Hans Ulrich Reck. Springer, Wien/New York 1996, S. 1. | https://de.wikipedia.org/wiki/Techne (1. Mai 2019)

Rainer Funke „Die Erotik des Design“ (2006): “ … Als Sehnsucht nach Vollkommenheit ist Eros auch der gefühlte Hinweis auf die Leerstellen in der eigenen Existenz, die eigene Unvollkommenheit und Quelle für Vorstellungen der eigenen Idealität. So, wie dem geteilten Menschen die andere Hälfte fehlt und er im Streben nach der Vereinigung mit der anderen Hälfte seine Vorstellung von dem eigenen idealen Dasein versucht zu realisieren, so sind wir auch in ständiger Bemühung, die Leerstellen unseres physischen, sozialen und seelischen Daseins im Wechselspiel zwischen Hingabe und Penetration mit Prothesen aufzufüllen. Die Lust, die bei der Begegnung mit einer viel versprechenden Prothese, sei es der neue MP3-Player, das neue Computerspiel, die neue Version von Photoshop, oder das neue Interieur einer Bar, erfahren wird, ist durchaus mit der Lust im engeren erotischen Sinne zu vergleichen. Auf dem Weg zum Ideal wird die Erweiterung des Ich durch Verschmelzung erfahren. … Design liefert die Oberflächen, also die Anreize, Wahrnehmung unter Rückgriff auf Vorstellungen idealen Daseins zu konstruieren. Indem Design Formen kreiert, die Lust wecken, schafft es Wahrnehmungs-, Projektions- und Reflexionsanlässe, die mehr oder weniger dazu geeignet sind, dass die Nutzer mit sich selbst oder mit anderen Menschen bzw. auch mit Gruppen von Menschen in Bezug auf den Horizont verfügbarer Ideale kommunizieren. …“ | http://www.applaus-potsdam.de/2006/de/event/program.html

lemon / 27 August 2019 / Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Gespaltene.Deutung, Kunst.Encoder / 0 Comments

[Zum Wahn der Liebe #76 … ]

“ … Aber nirgends steht geschrieben, wie man Rockmusik zu konsumieren habe: Vielleicht ja so, wie mir, als ich noch jünger war, mal eine Frau sagte, als ich mir vor der Wohnungstür die Schuhe auszog: Den intellektuellen Überbau lässt Du aber auch draußen, okay? … “ | Aus: „30 Jahre Kuschelrock“, Aus einer Glosse von Laf Überland (23.11.2017), Quelle: http://www.deutschlandfunkkultur.de/30-jahre-kuschelrock-gift-fuer-singles-gefuehlskonserven.2177.de.html?dram:article_id=401357

Svenja Flaßpöhler (2018): “ … Tatsächlich scheint es, als erschöpfte sich das Verhältnis von Mann und Frau auch im 21. Jahrhundert noch darin, sich im Kern gegenseitig abzuwehren: Die Frauen halten sich die Männer durch Gesetze und Hashtags vom Hals. Die Männer wiederum wehren die Frau als Frau ab, indem sie ihre Lust wahlweise pathologisieren oder „in die Maskerade zurückbannen“. Es wäre an der Zeit, dass an die Stelle dieser tieftraurigen Verteidigung des Eigenen ein wechselseitiges Erkennen, eine absolute Hinwendung zum anderen träte. Zwei verschiedene, potente Geschlechter, die sich in der Fülle und nicht im Mangel begegnen: Um wie viel reicher wäre eine Kultur, der eine Gleichberechtigung auch im Sexuellen gelänge. …“ | https://philomag.de/fuer-eine-neue-oekonomie-der-lust/

“ … Désirée Linde: … Der volkstümliche Schlager ist dadurch geprägt von Stereotypen. In kaum einem anderen Genre wird so viel verletzt, vergeben und verziehen
Andreas C. Lehmann: Ja, es ist ein wiederkehrendes Schema: Die Männer sind die Bösewichte, die Frau findet sich in der selbst gewählten Opferrolle wieder, die den Mann einfach weiterlieben muss. Das ist erst mal sehr schlicht. Es ist eine Musik des kleinsten gemeinsamen Nenners.
Mangelt es dem volkstümlichen Schlager mit diesem Thema einer Art idealisierten Liebe damit nicht an Authentizität? Oder nehmen Sie etwa Andrea Berg ab, dass sie bei einem Mann bleiben würde, der sie „1000 Mal belogen“ hat, wie sie singt?
Andrea Berg ist vermutlich keine Frau, die sich das gefallen lassen würde. Aber sie singt das für die Frauen, die sich das gefallen lassen beziehungsweise gefallen lassen müssen. Authentisch wird sie dadurch, dass sie ihr Publikum ernst nimmt und mit ihm interagiert. Und sich nicht auf die Bühne stellt mit dem Gedanken „Bezahlt haben die eh alle hier und das kann mir jetzt egal sein“. Einen solchen Mangel an Authentizität bestraft das Publikum.
Fehlt dem Genre die Ironie eines Guildo Horn oder einer Lady Gaga mit ihrer Überspitzung im Pop?
Die Frage ist: Glaubt der Rezipient, was er da hört? Ich denke, der Großteil der Hörer weiß, dass es diese „heile Welt“ nicht gibt und auch nie gegeben hat. …“ | https://www.handelsblatt.com/arts_und_style/kunstmarkt/musikpsychologe-im-interview-schlager-ist-der-wunsch-nach-heiler-welt/5289090-all.html

“ … Vereinzelt wurde das in den Liedtexten Bergs transportierte Frauen- und Beziehungsbild von Kritikerseite als „antifeministisch“ eingestuft, weil es dort immer nur darum gehe, dass eine Frau ohne Mann nicht glücklich werden kann und ihm alles Negative nachgesehen werde. Zu diesen 2013 von Georg Seeßlen erhobenen Vorwürfe äußerte sich Kerstin Decker 2016 skeptisch. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Andrea_Berg (18. Juli 2019)

Kerstin Decker (06.11.2016): “ … Im Oktober 2001 veröffentlichte Andrea Berg ihr Best-of. Kein Album hielt sich jemals länger in den deutschen Charts. 346 Wochen. Die Beatles schafften 297, Pink Floyd 312. Sie hat mehr als 13 Millionen CDs verkauft, was auch am Soundtrack des Sandkastens nicht spurlos vorübergegangen ist: „Du hast mich tausendmal belogen / Du hast mich tausendmal verletzt …“. Radikale frühkindliche Desillusionierung. Zu vermuten ist, dass diese Frau keinen ganz unerheblichen Einfluss besitzt auf Herz und Hirn der Bevölkerung. Der Kulturkritiker Georg Seeßlen hat diesen Umstand einmal so formuliert: „So begleitete sie – Andrea Berg – die sexuelle Ökonomie des unteren Mittelstands in Deutschland durch die Krisen.“ … An diesem Wochenende spielt Andrea Berg gleich zweimal hintereinander in der Berliner Mercedes-Benz Arena. Das ergäbe dann 34.000 verkaufte Karten. Wer sich zum unteren Mittelstand zählt und sicher ist, über so etwas wie eine sexuelle Ökonomie zu verfügen, die Begleitung braucht, weiß, was er vorhat. Oder er lässt sich das, sicher ist sicher, noch einmal vom Kulturkritiker erläutern: „Andrea Berg konstruiert die sexuelle Ökonomie des unteren Mittelstandes in den Zeiten des Finanzkapitalismus.“ Wahnsinn. Wie genau macht sie das? …“ | https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/schlagerlegende-andrea-berg-und-der-emotionale-merkelismus/14753002-all.html

AdeleSandrock 06.11.2016, 20:29 Uhr: “ … Ach, Frau Decker, die Andrea Bergs und Helene Fischers dieser Welt sind erfolgreiche Frauen, dazu muß man nicht zwangsläufig verbissen feministisch sein. Nein, ich mag ihre Lieder auch nicht, aber ich bewundere ihren Geschäftssinn (oder den ihrer Produzenten). …“

zenker_bln 06.11.2016, 19:24 Uhr: “ … Solange man sich diese Konzerte ansieht und feststellen muss, das diese von vielen(!) Frauen besucht werden, die eine Menge Geld für eine Eintrittskarte abdrücken, solange hat Andrea Berg Recht mit ihrem Auftreten! …“

Popli 03.11.2016, 08:58 Uhr: “ … Schlager sind wie alle anderen Musikstile, die sich in der kommerziellen Musikindustrie tummeln, ein Mittel zum Geldverdienen. Wer hier tatsächlich noch Sozialwissenschaftlich rumargumentiert hat die Musikindustrie wirklich gar nicht verstanden. Hier auch noch Antifeminismus reinzubringen toppt den Artikel zusätzlich. …“

Jens Balzer (28. Juli 2019): “ … Zu dem … Stück Die Gefühle haben Schweigepflicht … beginnen die mittlerweile offenbar hinreichend romantisierten Paare, im Rund vor der Bühne Discofox zu tanzen, während Andrea Berg dieses Treiben von oben dadurch dirigiert, dass sie zum Beat der Musik beide Arme mit nach vorne geöffneten Handflächen nach oben reißt und dazu mit angespannten Wangenmuskeln ihren Mund zu einem O formt. Was zu den zärtlichen Szenen im Publikum einen interessanten dominanzsexuellen, vielleicht könnte man auch sagen, koitusimperativischen Kontrast erzeugt. …“ | https://www.zeit.de/kultur/musik/2019-07/andrea-berg-berlin-schlager-konzert-pop/komplettansicht

mangelerscheinung #50: “ … Ach Jens, bis du neidisch, weil dich keine zum Tanzen und Schmusen und Wasweisichwassonstnochalles geholt hat? Da ging’s um Schlager, da darfst du ruhig das Hirn daheim lassen. Und dafür ein paar Kondome einstecken. …“

neue Legislaturperiode #50.1: “ … Das ist jetzt das Thema?! …“

Mach mir die Sinnflut #64: “ … Ich mag Artikel, in denen das Wort „koitusimperativisch“ vorkommt. …“

Dindi #65: “ … Das also ist die erfolgreichste Sängerin Deutschlands. Die Frau kannte ich gar nicht. …“

Wombat23 #35: “ … Andrea Berg ist eine bodenständige Person, sozial sehr engagiert und hat offensichtlich Millionen Fans, die ihre Musik sehr mögen. Mehr gibt es meines Erachtens dazu nicht zu sagen. …“

Frans #38: “ … Schon Aldous Huxley hatte 1958 erkannt, dass es bei der Entwicklung einer „Medien- und Bewusstseinsindustrie“, nicht um richtig oder falsch geht, sondern um die Beschäftigung mit mehr oder weniger völlig irrelevanten Dingen. In anderen Worten: Man hat früher versäumt, den fast unersättlichen Drang des Menschen nach Ablenkung durch „Nichtigkeiten“ und „Infantilisierung“ zu berücksichtigen. Dem sind die digitalisierten Medien in einem noch nie dagewesenen Ausmaß nachgekommen. Somit bleibt die tiefergehende Frage, welche gesellschaftlichen und psychologischen Faktoren erst psychische Entwicklungen wie einen „Drang zu Nichtigkeiten“ und zu „Trash und Junk“ entstehen lassen. …“

Idil McLaughlan #30: “ … Es gibt viele Phänomene auf der Welt, die schwer zu begreifen sind. Schlager ist für mich ein Grauen, mit dem ich früh in meinem Leben in der Familie konfrontiert wurde und seitdem versuche, zu verstehen. Was auch immer die Motivation von Jens Balzer ist, seine Berichte helfen, das Phänomen detailliert zu illustrieren, ohne dass ich mich selbst dem Grauen aussetzen muss. Danke dafür! … In der Disko, nach 2 oder 3 Uhr morgens, geschehen oft unerwartete Dinge. Wobei ich Udo Jürgens, Marianne Rosenberg oder Gitte ohnehin niemalsnimmer in eine Reihe mit Andrea Berg oder Helene Fischer stellen würde. …“

redshrink #5.5: “ … Frau Berg ist eine der beliebtesten und somit bedeutendsten deutschsprachigen Gesangskünstlerinnen der letzten Jahrzehnte. … Ein Artikel, welcher Form und Inhalt ihres Schaffens ein wenig tiefgehender ergründet, scheint mir daher sehr angebracht. Um diesen Artikel wirklich würdigen zu wissen, müsste man ein klein wenig über sich selber lachen können, aber dazu ist das Thema zu ernst. …“

the obscure lobster #19:“ … Ein wichtiger Beitrag zur Kulturgeschichte Deutschlands. Wer diesen Text gelesen hat weiss warum die spex gestorben ist. …“

Holocenemammal #33: “ … Vielen Dank für den Artikel. Er hält eine wohltuende Distanz zum Wohlfühlkitsch einer sterbenskranken Gesellschaft ein. …“

Struktur #5.8: “ … Wann haben Sie das letzte Mal 20.000 Menschen stundenlang glücklich gemacht? …“

flashertoy #26: “ … die leichte aber trotzdem respektvolle Ironie im Text fand ich sehr angenehm. …“

peter42hb #26.3: “ … Leichte und respektvolle Ironie? Für mich hat der Autor von der ersten bis zu letzten Zeile Andreas Berg, ihre Musik und ihre Konzertbesucher ins Lächerliche gezogen. Abgehobene Arroganz. …“

TINE.maxx #26.5: “ … „Abgehobene Arroganz“? Na, … Kitschige und dumme Texte und lächerlich „erotisch“ angehauchtes Getue dürfen doch auch so genannt werden, oder? …“

Desaguliers #27: “ … Der Autor feiert mit seinem mild-ironischen Duktus seine Überlegenheit über das affirmative Fußvolk und nutzt den Auftritt von Frau Berg als Distinktionsmoment. Eine Haltung, die ich ein wenig billig finde. Je älter ich werde, desto wichtiger wird mir, anderen ihren Spaß vorurteilsfrei zu gönnen. Aber vielleicht lernen Sie das noch, junger Mann. …“

Zeno Kortin #27.2: “ … „Der Autor feiert mit seinem mild-ironischen Duktus seine Überlegenheit über das affirmative Fußvolk und nutzt den Auftritt von Frau Berg als Distinktionsmoment.“ — Geben Sie es zu: das wollten Sie immer schon mal schreiben, stimmt’s? …“

jomai #27.3: “ … aber ist doch auch wirklich schön formuliert – fast so oder auch mindestens so fein wie etliche Passagen im Text von Herrn Balzer …“

Desaguliers #27.4: “ … Erwischt. …“

“ … [Timo Fischinger:] … Es gibt bestimmt viele Leute, die in einem Fragebogen niemals zugeben würden, dass sie Helene Fischer gerne hören. Aber nach ein wenig Alkohol und bei einer guten Party oder Karneval ist man dann doch gewillt… “ | https://www.quarks.de/gesellschaft/psychologie/was-sagt-unser-musikgeschmack-ueber-uns-aus/ (2016)

lemon / 29 Juli 2019 / Akustische.Wellen, Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro / 0 Comments

[Zum Wahn der Liebe #75 … ]

GelebteMeinungsfreiheit (13.07.2019): “ … 15 Järhige sind verknallt, nicht verliebt. …“

Lascia mi fare (13.07.2019): “ … Am einen Tag wollte sie nur mehr befreundet sein, am nächsten dann wieder kuscheln und Sex. So ist das ganze ein paar Monate hin und hergegangen. Nachdem sie dann ein paar Stunden nach intimer Zweisamkeit neben mir zu tindern anfing war für mich Schluss. Bin inzwischen glücklich vergeben. Trotzdem fasziniert und verstört mich diese Frau bis heute. Psychos sind halt auch irgendwie geil. …“

via https://thisobscuredesireforbeauty.tumblr.com/post/188260247952/source

Carlos Clementin (13.07.2019): “ ….Man sollte zwischen Liebe und Verliebtheit unterscheiden. … Liebe kommt erst mit der Zeit des Zusammenlebens, und man erkennt die Liebe oft erst wenn der andere nicht mehr da ist…“

bagdadbatterie (13.07.2019): “ … Ich war auch schon fürchterlich verliebt und es wurde nicht erwidert, mir ging es ganz schlecht und glaubte, diese Wunde könne nie geheilt werden. Heute, zwölf Jahre später bin ich heilfroh, dass es so war (die Details sind unwichtig) – Es hat mich wohl nichts im Leben in meiner persönlichen Entwicklung so weit vorangebracht, wie diese unerwiderte Liebe. Auch wenn ich weiß, dass es eigentlich ein wenig anmaßend ist: Ich kann heute nur noch Menschen wirklich ernst nehmen, die bereits einmal ordentlich zusammengebrochen und wieder aufgestanden sind – Bei einem Großteil dieser „Helden“ handelt es sich um zurückgewiesene Verliebte – allen anderen unterstelle ich (wenn auch nicht unbedingt beabsichtigt) etwas Unreif-Kindliches. …“

fango (13.07.2019): „… Unerwiderte Lieben sind einzigen, die wirklich ewig halten. (Mark Twain) …“ | via

Nachtrag: „… Unerwiderte Liebe ist ein Alltagsphänomen und von Erotomanie zu unterscheiden. Bei letzterer liegen auf der Seite des vergeblich Liebenden nicht nur kleine Illusionen, sondern ausgeprägt wahnhafte Züge vor. … Zu unterscheiden ist unerwiderte Liebe auch von Fällen, in denen die Trauer eines Menschen nach dem Tode einer geliebten Person in dem Sinne misslingt, dass er sich neuen Liebeserfahrungen nicht wieder zu öffnen vermag, sondern an dem unerreichbar gewordenen Liebesobjekt weiterhin festhält. … Ein bekanntes Beispiel für die Verwendung des Themas im Kunstlied ist Schuberts Zyklus Die schöne Müllerin (1823), in dem ein Müllergeselle die Liebe der Titelfigur nicht erringen kann und sich aus Enttäuschung darüber in einen Bach wirft. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Unerwiderte_Liebe (Juni 2019)

“ … Typisch für die Paranoia erotica ist nach Angaben der Psychologen, dass der Patient sich wahnhaft sicher ist, dass die Liebe auf Gegenseitigkeit beruht. Blicke, Gesten und jegliche Informationen werden demnach mit pathologischem Ichbezug als Beweis dafür gewertet. …“ | https://sciencev1.orf.at/news/30223.html (01.01.2010)

lemon / 13 Juli 2019 / Found.Stuff, Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Gespaltene.Deutung / 0 Comments

[La Lune #24… ]

Georges Méliès‘ „Le Voyage dans la Lune“ (1902)

Matthias Hennig (03.07.2019): “ … Die europäische Literatur kennt eine Fülle mit den unterschiedlichsten Transportmitteln realisierter Mondfahrten. Zu den wichtigsten dieser Fantasien zählen neben Verne Lukian von Samosatas „Wahre Geschichten“ (etwa 165/180, 2. Jahrhundert n. Chr.), Ludovico Ariostos „Rasender Roland“ (1532), der seinen Verstand auf dem Mond verloren hat, Johannes Keplers „Somnium“ (1634), John Wilkins „The discovery of a world in the moone“ (1638), Rudolf Erich Raspes und Gottfried August Bürgers „Münchhausiaden“ (1785/86), Edgar Allen Poes „Hans Pfaall“ (1835) oder H.G. Wells „The First men in the moon“ (1901). Diese einflussreichen literarischen Mondreisen bilden einen Jahrhunderte überbrückenden Verkettungszusammenhang. … Der Mond bildet einen real-imaginierten Ort: eine Struktur des Begehrens, die nah und fern zugleich ist, dem Auge wohlvertraut und in Vollmondnächten in fast greifbarer Größe vom Himmel grüßt – und doch für 99,999 Prozent der Sterblichen unerreichbar bleibt. … Während die seefahrerische und aeronautische Erkundung der Erde die Relationen von Raum und Zeit durch sich ständig verbessernde logistische Netze immer kleiner und kürzer werden ließ, vergrößert die Entdeckung des Weltraums das Bewusstsein einer unendlichen Ausdehnung von Raum und Zeit. Mond- und Raumfahrt führen nicht zu einer Einhegung, sondern konfrontieren den Menschen mit der absoluten Relationslosigkeit des Raums und der Offenheit der Zeit. …“ | https://www.tagesspiegel.de/kultur/50-jahre-mondlandung-kraterstimmung/24517560.html

lemon / 3 Juli 2019 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Global.Politix:Micro, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

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