[Kriegsschauplätze #29… ]

The-War-Room-from-Dr-Strangelove

The War Room from Dr. Strangelove
// (Bild: „Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben“, Regie: Stanley Kubrick, 1964)

die Bombe zu lieben … Jakob Augstein Ein bisschen Krieg (13.04.2017): “ … Der SPIEGEL lobt: „Donald Trump hat es richtig gemacht.“ Die „Süddeutsche Zeitung“ stellt plötzlich fest: Man müsse „Trump zumindest zugestehen, dass sein Instinkt stimmt“. Und die „New York Times“ feiert Trump für seinen Angriff auf Syrien: „Trumps Herz kam zuerst“, schrieb die Zeitung in einer später dann doch noch abgeänderten Überschrift. Sie rief „eine Wende in seiner Präsidentschaft“ aus. … Man kann sich den Donald geradezu vorstellen, wie er durch sein Oval Office tänzelt und den alten Dinah-Washington-Song variiert: „What a difference a war makes…„. Ein kleiner Krieg, und alles sieht anderes aus. … Dabei waren die Bomben auf Syrien militärisch sinnlos. Und rechtlich waren sie schlicht ein Verbrechen. Diese Bomben waren reine Politik. … Aber die Welt ist ein Dschungel und es gilt statt der Stärke des Rechts nur das Recht des Stärkeren. Peking schert sich im Südchinesischen Meer einen feuchten Kehricht um das Völkerrecht, Russland auf der Krim und Israel im Westjordanland. Nun die USA in Syrien. Westen, Osten, es spielt keine Rolle, statt Recht herrscht Willkür. Regeln, die immer nur die anderen einhalten sollen, sind keine. … Aber das kümmert inzwischen nicht einmal mehr die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, die Trumps Angriff im Fernsehen „richtig“ nannte. An der Fähigkeit der syrischen Armee, ihr eigenes Volk zu quälen, haben die amerikanischen Bomben nichts geändert. Das war auch nicht ihr Sinn. Es ging um ein Zeichen, ein Symbol. … Auch der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel nannte den Angriff der USA „nachvollziehbar“. … Wenn man bedenkt, wie viel Anerkennung Trump für die Bomben auf Syrien bekommen hat …“ | http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-gegen-baschar-al-assad-ein-bisschen-krieg-kolumne-a-1143227.html

mostly_harmless 13.04.2017, 15:02 Uhr: “ … Normal und üblich. Als G.W.Bush den Irak überfiel, jubelten die Medien in GB und den USA. Thatcher hätte ohne den Falkland-Krieg keine 2. Amtszeit erlebt. In den USA steigen seit Jahrzehnten die Beliebtheitswerte von Präsidenten, die einen Krieg beginnen Kurz: Es ist in vielen Ländern Standard-Verhalten, Kriege toll zu finden. …“

svfuchs 13.04.2017, 14:25 Uhr: “ … Es geht ums Strafen – Die Erregung oder das Umschwenken in den Medien hat noch einen tieferen Grund: Es geht um das Strafen. Und zwar um das Strafen, das die meisten Menschen als Kind erlebt haben. (In den USA vor allem in vorm von weit verbreiteten „corporal punishment“) In dem Buch „Auf leisen Sohlen ins Gehirn. Politische Sprache und ihre heimliche Macht“ haben Lakoff & Wehling das (sprachliche) Konzept der „Strenger-Vater-Moral“ vor allem für die USA beschrieben [80 Prozent unseres Denkens bleiben unbewusst und werden durch Metaphern und Deutungsrahmen geprägt. Unser vermeintlich freies Denken wird durch diejenigen beeinflusst, die bewusst bestimmte Metaphern in die öffentliche Diskussion einführen. Diesen „heimlichen Macht-Habern“ sind George Lakoff und Eva Elisabeth Wehling auf der Spur: Welcher Sprache bedienen sich Politiker in öffentlichen Debatten, um in den Köpfen der Menschen die gewünschte „Wirklichkeit“ entstehen zu lassen?]. Das Buch erklärt im Grunde sehr gut, warum die US-Politik so tickt wie sie tickt. Erziehungsmodelle und Normen werden auf das Politische übertragen, bildlich und real. Das bildliche Konzept „Nationen sind Personen“ bedeutet, so die Autoren, dass die USA sich selbst als strengen Vater erlebt und sieht, der Ungehorsam in der Welt bestrafen muss. Das Buch an sich ging mir allerdings nicht weit genug. In diesen Tagen sollte man wieder von dem Psychohistoriker Lloyd deMause das Kapitel „The Gulf War as a Mental Disorder“ (der Text ist online leicht zu finden) aus dem Buch „The Emotional Life of Nations“ lesen. …“

Laprivan 13.04.2017, 14:40 Uhr: “ … Das Tier im Menschen – Sie haben absolut recht: es sind Verstöße gegen das Völkerrecht. Sie haben Recht: es ist ein Dschungel da draußen. Sie haben Recht: Russland, China, Assad kümmern sich ein feuchten Kehrricht darum. Aber, was wollen sie den verstümmelten Opfern sagen? … Das Internet hat uns vorgemacht was die Psychologie schon längst weisst: Ohne Kontrollinstanz sind wir alle Tiere. Was hilft da reden und Diplomatie solange es kein wirkungsvolle gegenmaßnahme gibt? Wie einst Theodor Rosevelt sagte ‚Speak softly and carry a big stick!‘. Ich denke, dass die Weltgemeinschaft erstmal sein Big Stick finden muss bevor es sein Vertrauen in Diplomatie setzt. Und Wirtschaftssanktionen sind es nicht…“

exilator_ 13.04.2017, 19:32 Uhr: „… Alle Ministerpräsidenten, Präsidenten Könige und Diktatoren dieser Welt suchen den äusseren Feind um innen Ruhe zu haben. …“

pygmy-twylyte 13.04.2017, 19:32 Uhr “ … [[Zitat von ftraven]Erschreckend war für mich, dass deutsche Politiker, die das Recht zu wahren und zu verteidigen haben, nur positive Worte für diesen (erneuten) Völkerrechtsbruch hatten. Ebenso über die deutschen Medien, die fast allesamt das Kredo verbreiteten: Endlich hat mal einer zugeschlagen. Noch schlimmer die Diktion, dass alle USA-Kritiker als Assad- und Putinversteher zu begreifen. Wo leben wir? Jetzt Syrien, demnächst Nordkorea, dann Russland usw.? … Die Geschichte der USA sind voll von völkerrechtswidrigen Interventionen und Kriegen. Erinnert sich noch jemand an Grenada? 1983 überfielen die USA den souveränen Staat Grenada (Antilleninsel). 1989 eine Invasion in Panama (ca. 3000 Tote). Weiter zum Krieg gegen den Irak, über das Regime-Change in Libyen bis hin zu Syrien. Die Liste der CIA-Aktionen gegen rechtmäßige Regierungen in den Ländern Mittel- und Südamerikas (Guatemala,Kuba, Domrep, Chile, Argentinien etc.) wäre hier zu lang.] Erschreckend auch für mich die Haltung der deutschen Politiker und Medien sowie das jede weitere Diskussion abwürgende Totschlagargument, alle USA-Kritiker seien Assad- und Putin-Versteher (was ja nichts daran ändert, dass beide Politiker kalt und menschenverachtend sind). …“

Patrik74 13.04.2017, 22:56 Uhr: „Im Westen nichts neues – Wenn es innenpolitisch grade nicht so läuft, wird eben irgendwo ein Krieg angezettelt und schon sammeln sich die „Patrioten“ hinter der Fahne. War es je anders? …“

ronald.soll 14.04.2017, 10:42 Uhr “ … Politische Debatten und Auseinandersetzungen kommen mir immer mehr wie Eventveranstaltungen vor. … Die Generation, die das Elend des Krieges kennt, ist uralt oder nicht mehr präsent. Es fehlt an entschiedenem Willen zu einem friedlichen Miteinander, zu einer Reduzierung von Waffen und zu einem zvilisierten & gerechten Umgang miteinander. Im Alltag fängt das ja schon an. Stattdessen greifen Verschwörungstheorien, Abgestumpftheit, Neid und Gereiztheit immer [mehr] um sich. Menschen mißtrauen demokratischen Parteien und Institutionen und neigen dazu, sich Hasardeuren & Nationalisten zuzuwenden. …“

lemonhorse / 14 April 2017 / Daten.PolitixMicro, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro / 0 Comments

[Zur Theorie der Macht (Wikileaks #15) … ]

(faz.net, 08.03.2017): “ … Akribisch beschreiben die Dokumente, die im Gegensatz zu früheren Veröffentlichungen von Wikileaks teilweise zensiert wurden, wie Agenten in Smartphones, Laptops oder Bordcomputer von Autos einbrechen oder Fernseher in Abhörwanzen umwandeln können. „Sie können Musik abspielen oder komplett die Kontrolle über das Auto übernehmen und einen Unfall verursachen, wenn sie jemand umbringen“, sagte der Sicherheitsexperte Ross Schulmer dem Sender CNN. … Eine andere Gruppe von Programmierern hat demnach Programme entwickelt, um gängige Smartphones zu hacken. So könnte der CIA laut Wikileaks sowohl den Standort des Besitzers senden als auch heimlich das Mikrofon und die Kamera des Handys aktivieren und so seine Audio- und Video-Kommunikation mitschneiden. Seit Oktober 2014 hat die CIA den Dokumenten zufolge auch versucht, Kontrolle über die Bordcomputer von Autos und Lkw zu erlangen – womöglich mit dem Ziel, künftig gezielte Tötungen ausführen zu können, die kaum noch nachzuweisen wären, wie Wikileaks mutmaßt. … Laut Wikileaks war neben dem CIA-Hauptquartier in Langley Frankfurt ein Ausgangspunkt der Überwachungen. So hätten die Hacker vom dortigen amerikanischen Generalkonsulat aus ihre Angriffe in Europa, dem Nahen Osten und Afrika gesteuert. In Frankfurt befindet sich einer der größten Knotenpunkte für das europäische Internet. …“ | http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/wikileaks-cia-spaeht-smartphones-und-fernseher-aus-14914713.html

Oliver Georgi „Wikileaks-Enthüllungen „Der BND macht ähnliche Sachen““ (08.03.2017): “ … [Konstantin von Notz]: Dass Geheimdienste spionieren und dabei teilweise auch drastische Mittel verwenden, ist natürlich nichts Neues – aber die Enthüllungen sind in Umfang und Konkretisierung schon erstaunlich. Wenn potentiell jeder Fernseher, jedes Smartphone und auch jedes andere Gerät in unserer digitalen Infrastruktur zu einer Wanze umfunktioniert werden kann, dann geht das weit über alle bisherigen Vorbehalte gegenüber der neuen Technik hinaus. Es zerstört grundlegend das Vertrauen der Bürger in unsere digitale Infrastruktur – das ist auch wirtschaftspolitisch ein Riesenproblem. … Wenn wir bei allem, was wir sagen und schreiben, Angst haben müssen, dass es morgen gegen uns verwendet wird, dann führt das in eine Unfreiheit, die zutiefst zersetzend ist. Und wenn ein Staat, der rechtsstaatliche Prinzipien für sich beansprucht, in der digitalen Welt rechtsstaatlich wilde Sau spielt, dann geht jeder moralische Anspruch verloren. … “ | http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/konstantin-von-notz-fordert-grenzen-fuer-geheimdienste-14914903.html

Beat Leutwyler 13 (beat126) 08.03.2017 17:13 “ … Wenn Geheimdienste tun und lassen können was sie wollen stellt sich für die Bürger weltweit die Frage, warum es eigentlich Verfassungen gibt. …“

“ … WikiLeaks gefährde mit den Enthüllungen von Hackerangriffen der CIA auf Handys und Fernseher die Bürger, klagt der Geheimdienst. … Der US-Auslandsgeheimdienst CIA hat eine eigene Programmiertruppe aufgebaut, um systematisch Sicherheitslücken und Schwachstellen in Smartphones, Computern aber auch Fernsehgeräten oder Telefonanlagen auszunutzen. Dass diese Dokumente nun öffentlich seien, gefährde das Leben von US-Bürgern, sagt die CIA. … “ | http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2017-03/usa-cia-wikileaks-cyberspionage-datenschutz

Temposcriber #16 (09.03.2017): “ … ENTHÜLLUNGEN von Hackerangriffen gefährden die Sicherheit. Nicht die Hackersngriffe selbst, sondern die Tatsache dass man erwischt worden ist … “ http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2017-03/usa-cia-wikileaks-cyberspionage-datenschutz?cid=11970595#cid-11970595

Dolian #16.1 (09.03.2017): “ … Wie sagte Snowden: „Wenn das Aufdecken von Verbrechen wie ein begangenes Verbrechen behandelt wird, werden wir von Verbrechern regiert“ …“ | http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2017-03/usa-cia-wikileaks-cyberspionage-datenschutz?cid=11970845#cid-11970845

Thomas Seibert und Kurt Sagatz (09.03.2017): “ … Dass sich neben Computern und Smartphones auch Smart-TVs zum Ausspähen eignen, ist an sich nicht neu. Vor drei Jahren wurde erstmals darüber berichtet, dass mit den Smart-TVs Daten über die Fernsehnutzung erhoben und an TV-Sender verschickt werden konnten. Den Wikileaks-Enthüllungen zufolge ist es den CIA-Hackern gelungen, bei einigen Samsung-Fernsehern Zugriff auf das Mikrofon und die Kamera zu erhalten, wobei der Fernseher dem Anschein nach ausgeschaltet ist. …“ | Quelle: http://www.tagesspiegel.de/politik/cia-spionage-warum-trump-die-wikileaks-enthuellungen-helfen-koennten/19490594.html

bmkt 09:01 Uhr: “ … Vor ein paar Monaten wurde hier über Verschwörungstheorien diskutiert und größtenteils über die gelacht, die ein o.g. Szenario für möglich hielten. …“

medienskeptiker (08.03.2017 13:12): “ … ok wir alle haben all das ohnehin schon lange vermutet … aber jetzt ist es BELEGT …“| https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/WikiLeaks-stellt-CIA-wegen-umfangreicher-Hackprogramme-an-den-Pranger/NIEMAND-stellt-die-wirkliche-Frage/posting-30063593/show/

Florian Rötzer „WikiLeaks stellt CIA wegen umfangreicher Hackprogramme an den Pranger“ (08. März 2017): “ … Eine Abteilung, genannt Automated Implant Branch (AIB), hat Programme für automatisierte Infektion von Computern über verschiedene Wege und der Kontrolle von Schadsoftware wie Medusa oder Assasin entwickelt. Großen Wert legt man darauf, dass die Cyberwaffen oder Schadprogramme bei einer forensischen Überprüfung nicht auf die CIA oder die Regierung zurückverfolgt werden können. Das wird bei anderen Geheimdiensten wie denen Russlands oder Chinas nicht anders sein, woraus sich ableiten lässt, dass die in letzter Zeit behaupteten Zuschreibungen von Hacks an russische Gruppen mit Verbindungen zu russischen Geheimdiensten im Auftrag des Kreml großes Theater sind. Aber der CIA ging es nicht nur um Belauschen und Zugriff auf Daten. Im Oktober 2014 suchte man nach Möglichkeiten, auf Steuersysteme von neuen PKWs und LKWs Zugriff erlangen zu können. Gründe werden nicht genannt, aber es wäre möglich, aus der Ferne Fahrzeuge zum Stoppen zu bringen oder, wie WikiLeaks anmerkt, Anschläge zu machen, die nicht zurückverfolgbar sind, indem man die Fahrzeuge beschleunigt und gegen ein Hindernis fahren lässt. …“ | https://www.heise.de/tp/features/WikiLeaks-stellt-CIA-wegen-umfangreicher-Hackprogramme-an-den-Pranger-3646552.html

Christoph von Marschall „Die Empörung verbraucht sich“ (08.03.2017): Die Enthüllungsplattform hat soeben die Programme veröffentlicht, mit denen der US-Auslandsgeheimdienst sich in Smartphones, Computer und die Kommunikation über soziale Medien hackt – ja, sogar einen ausgeschalteten Smart-TV als Instrument zum Abhören von Gesprächen in dem betreffenden Raum nutzen kann. Die Verschlüsselung von Apple- wie Android-Geräten habe die CIA geknackt. … [es] muss inzwischen wirklich jede interessierte Zeitgenossin und jeder interessierte Zeitgenosse wissen und sich damit abfinden: Kommunikation ist nicht mehr zu schützen. Die meisten Bürger sind ja noch gut dran. Warum sollte sich jemand die Mühe machen, die sprichwörtliche Lisa Müller in Oldenburg oder Otto Schmidt in Stuttgart abzuhören. …“ | http://www.tagesspiegel.de/politik/wikileaks-coup-vault-7-die-empoerung-verbraucht-sich/19487006.html

Ach 08.03.2017, 12:01 Uhr: “ … „Die Empörung verbraucht sich“ Gibt ja schließlich genug Freunde von CIA und NSA, die noch nie empört waren und das auch so seit Jahren zur Pflege des Meinungsbildes verkünden. …“

tizian2011 08.03.2017, 15:52 Uhr: „Oder ich formuliere es mal kürzer, wie die Schlagzeile aus meiner Sicht aussähe: Nicht: Die Empörung verbraucht sich – Sondern: Die Resignation hat gesiegt

Heinz321 08.03.2017, 11:17 Uhr: “ … [Stell Dir vor, Wikileaks landet den größten Coup seiner Geschichte, und die Öffentlichkeit findet andere Themen wichtiger.] … Der Autor sollte nicht von sich auf andere schließen. Ist hier vielleicht der Wunsch Vater des Gedankens? …“

Thomas_Mueller 08.03.2017, 15:22 Uhr: “ … „Die Empörung verbraucht sich“ – das wünscht sich vielleicht die Politik und der ihr nahestehende Journalismus …“

tagestorsten 08.03.2017, 10:57 Uhr: “ … Warum sollte sich jemand die Mühe machen, die sprichwörtliche Lisa Müller in Oldenburg oder Otto Schmidt in Stuttgart abzuhören. – Der Autor hat das aktuelle Prinzip der Überwachung nicht verstanden. Hier hört keine eine Telefonanlage wie in den 50er-Jahren ab. Man macht sich keine Mühe, um Gründe für die Sammelwut zu suchen. Erstmal sammelt man Daten und dann schaut man was man damit anstellen kann. Und das alles vollkommen automatisch. Auch Lisas Daten aus Oldenburg können interessant sein. …“

Whatever, 08.03.2017 14:35: “ … Was bleibt ist die Gewissheit, dass wir jederzeit abgehört und überwacht werden (egal ob von den USA, den Chinesen oder Russen oder unseren eigenen Leuten), unsere Regierung uns weder schützen kann noch will, es einen akzeptierten doppelten Standard bei Rechtsverstössen bzgl. Datenschutz / Briefgeheimnis gibt (Geheimdienste = „ok“ vs Unternehmen / Privatleute = „zu ahndender Rechtsbruch“). Damit sinkt das Vertrauen in den Rechtstaat und Demokratie …“ | https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Techniker-analysieren-Vault-7-von-Wikileaks-Ein-Github-fuer-Malware/Was-bleibt-ist-die-Gewissheit-dass/posting-30064223/show/

// “ … Vault 7 is a series of documents that WikiLeaks began to release on March 7, 2017 that detail activities of the United States Central Intelligence Agency to perform electronic surveillance and cyber warfare. …“ | https://en.wikipedia.org/wiki/Vault_7

lemonhorse / 9 März 2017 / Überwachungssysteme, Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro / 0 Comments

[Zur Verortung der Seele der SPD #2… ]

(16. Januar 2017): “ … In Deutschland hätten 36 Milliardäre mit 297 Milliarden US-Dollar so viel Vermögen wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung. …“ | Quelle: „Soziale Ungleichheit laut Oxfam enorm“ , http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-01/oxfam-davos-ungleichheit // SchmidchenSchleicher #15 (2017): “ … „…Die acht reichsten Männer besitzen laut einer Studie ein größeres Vermögen als die Hälfte der Weltbevölkerung….“ Die Reichen wissen halt besser, wie man mit Geld umgeht. Wenn arme Leute zuviel Geld in der Tasche haben, stellen sie damit sowieso nur Unsinn an. …“ | http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-01/oxfam-davos-ungleichheit?cid=11169171#cid-11169171

sonstwer (2017):“ … Es ist absolut unerheblich, ob jetzt 8, 50 oder 100 Menschen soviel besitzen wie die halbe Menschheit. Man muss auch nicht irgendwelche Statistiken von Oxfam glauben, sondern nur mit offenen Augen durch die Welt gehen: Ganz ohne Häme und vermeintliche Weltungergangsparanoia kann man dann erkennen, dass das aktuelle kapitalistische System ein massives globales Verteilungsproblem hat, welches früher oder später in Gewalt umschlagen wird. Um nach Lösungen zu suchen, muss man jedoch die aktuelle Realität erst einmal anerkennen. Und wenn man sich die ewig gleichen Predigten der ökonomischen Hohepriester so anguckt, können einem zukünftige Generationen nur leid tun. …“ | http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-01/oxfam-davos-ungleichheit?cid=11190647#cid-11190647

Bilkay Öney „Wir wiederholen uns. Das nervt!“ (31.01.2017): “ … die SPD zieht schon wieder mit Gerechtigkeit in den Wahlkampf. So gewinnt man nicht. … Wir wiederholen uns. Das nervt die Menschen. …“ | http://www.tagesspiegel.de/politik/spd-und-soziale-gerechtigkeit-wir-wiederholen-uns-das-nervt/19326796.html

2010ff 31.01.2017, 20:37 Uhr: “ … Merkwürdig: Frau Öney ist genervt von dem Thema soziale Gerechtigkeit. Als Sozialdemokratin. … Immer dasselbe. … Wen das als Sozialdemokraten nervt, der ist von Sozialdemokratie genervt. …“

Sebra 31.01.2017, 18:00 Uhr: “ … Endlich sagt es mal jemand, dass die SPD mit den Lebensverhältnissen der kleinen Leute nichts mehr zu tun haben will. …“

Leineweber 31.01.2017, 12:31 Uhr: “ … Sehr geehrte Frau Oney! „… natürlich ist die gesamte SPD für soziale Gerechtigkeit …“ schreiben Sie. Das ist absolut lächerlich. Die SPD ist die Partei, der wir Hartz IV verdanken, … , die sich mit Gabriel für das TTIP-Abkommen der Konzerne starkgemacht hat, … “ —> // EINSCHUB & RÜCKBLENDE (2013): Hans Monath „Schröders umstrittenes Erbe“ (11.03.2013): “ … Gabriel und Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier hatten gemeinsam entschieden, den Ex-Kanzler einzuladen. Besonders über den Besuch freuen dürfte sich Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, der seine Partei früher vehement vor Korrekturen der Agenda gewarnt hatte. Der Ex-Finanzminister würdigt Schröders Mut auch heute noch regelmäßig in SPD-Veranstaltungen – und erhält dann auch Applaus, der allerdings nie frenetisch ausfällt. …“ | http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-03/altkanzler-schroeder-jahrestag-agenda2010 //

Mecklenburger 31.01.2017, 15:29 Uhr: “ … Frau Öney, könnte es sein, dass Sie den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen? Oder anders gefragt: Wo sollte Ihrer Meinung die Kernkompetenz der SPD liegen – wenn nicht auf dem weiten Feld der sozialen Gerechtigkeit? … Was nervt mich als Wähler? Ich habe es satt, vor der Wahl großartige Versprechen zu hören, die sich hinterher als Versprecher entpuppen. Soziale Ungerechtigkeit, an dieser Schraube hat die SPD seit 1998 unablässig gedreht, ohne sich Gedanken um die Konsequenzen für ihre Stammwähler und sich selbst zu machen. Nun ist der Katzenjammer groß, da sich die Wähler in hellen Scharen von ihr abwenden. Was nervt mich noch? Sie wollen auf Nebenschauplätzen Scheingefechte führen. Es ist natürlich bequem, auf die Themen Europa/EU, Migration/Flüchtlinge und Islamismus auszuweichen. … Allerdings schlägt die Stunde der Wahrheit, wenn man sich des großen Themas soziale Gerechtigkeit annimmt – nicht aus der Sicht einer gut versorgten Politikerin, sondern aus der Position von mehr als 7 Millionen prekär Beschäftigten und 1,7 Millionen Kindern, die in Armut leben müssen. Dieses Thema treibt die Menschen um, die auf die Tafeln angewiesen sind und trotzdem nicht wissen, wie sie Monat für Monat finanziell über die Runden kommen sollen. …“

MehrBeton 31.01.2017, 20:51 Uhr: “ … Irgendwie putzig, wie hier die passende Marketingstrategie für die kommende BT-Wahl diskutiert wird. … Solange die sog. Agenda 2010 als SPD-Errungenschaft nicht nur verteidigt, sondern sogar glorifiziert wird, solange wird die SPD mit der Erwähnung des Begriffes Soziale Gerechtigkeit vor allem Lach-Erfolge, aber bestimmt keine Wahl-Erfolge erzielen. Frau Merkel sahnt weiter die wirtschaftlichen Erfolge des Lohndumnpings als politisches Kapital ab, das die Südhälfte Europas in Depression und Verarmung gestürzt hat. und die deutsche Dominanz in Europa – besser gesagt: in der Europäischen Union – immer weiter zementiert hat. Kein wunder, dass sich immer mehr davon abwenden. Euer Genosse der Bosse hat für prächtige Gewinne und immer weiter steigende Exportüberschüsse der deutschen Industrie innerhallb der EU gesorgt, er war bedingungslos solidarisch mit seinen Bossen, die wie z.B. Winterkorn mit phantastischen Millionenboni die Gewinne abschöpfen durften, die die Arbeiter mit ihren immer weiter sinkenden Reallöhnen erwirtschaftet hatten. Wenn es irgendeinen Ansatz geben würde mit dem Schulz das Thema Solidarität oder wegen mir auch Gerechtigkeit auf ganz Europa – glaubwürdig – anwenden würde, dann wäre ich sogar gewillt mir so etwas mal genauer anzuschauen. Allein, nichts deutet darauf hin – bisher. …“

// Nachtrag #1
Andreas Casdorff (02.02.2017): “ … Es ist ja nicht so einfach mit der Politik – wird sich die SPD gerade sagen. Da will sie zu neuen Gipfeln empor, gar den Bundeskanzler stellen, und dann kommt: VW. Immer wieder. Was insofern misslich ist, als einer ihrer Ministerpräsidenten im Aufsichtsrat sitzt und das Unternehmen auch eine Staatsangelegenheit ist. Ausgerechnet dieser Aufsichtsrat hat gerade einer Zahlung von stolzen zwölf Millionen Euro für ein ausscheidendes Vorstandsmitglied zugestimmt: für Christine Hohmann-Dennhardt nach nur 13 Monaten. Andere, nicht zuletzt bei VW, erreichen das im Leben nicht. … Nun gibt es Gründe, rechtliche, für diese Zahlung. Aber sie kommt eben zur Unzeit, steht völlig quer zu dem, was die SPD den Wählern anbieten will: mehr Gerechtigkeit … . Ihr hilft wenig, dass Hohmann-Dennhardt Verfassungsrichterin war und Sozialdemokratin ist, im Gegenteil, das macht die Sache noch schwieriger zu erklären. Fälle wie dieser zahlen nämlich mächtig ein auf das Gefühl der Ungerechtigkeit, von dem der Kanzlerkandidat Martin Schulz jetzt dauernd spricht. …“ | http://www.tagesspiegel.de/politik/spd-ausgerechnet-jetzt-kommt-sie-sache-mit-der-hohem-abfindung/19336918.html

onkelrie 10:40 Uhr: “ … Die 12 Million fallen ja nicht von den Bäumen. Die werden erarbeitet von Leuten bei VW. Denen wird gesagt, dass sie keine Lohnerhöhung haben können, wegen der schwierigen Situation, die hohe Zahlungen erfordert. Andere kriegen keine unbefristete Stelle deshalb oder müssen weiter (schlechtbezahlte) Leiharbeit machen. Wieviel davon muss zusammen kommen, bis es 12 Million sind? …“

spreeathen 09:27 Uhr: “ … Ja, ja, die „hart arbeitenden Menschen“ … Gerade für die VW-Mitarbeiter, die im Zuge des Abgas-Skandals um ihren Arbeitsplatz bangen oder ihn schon verloren haben, muss eine solche Zahlung wie ein Schlag ins Gesicht sein. …“

// Nachtrag #2
Julia Friedrichs „Jedes 5. Kind ist arm“ (19. Januar 2017): “ … „Kinderarmut ist eines der beschämendsten Probleme in unserem Land“, sagte die damalige Familienministerin Ursula von der Leyen 2007. „Für mich ist die Bekämpfung von Kinderarmut ein sehr wichtiger Punkt“, sagte die aktuelle Familienministerin Manuela Schwesig im Jahr 2014. „Kinderarmut ist ein bedrückendes Problem“, sagte Arbeitsministerin Andrea Nahles im Mai 2016. Welch große Einigkeit! Wenn aber alle ihre Bestürzung geäußert haben, wird es still, bis zur nächsten Statistik, der nächsten Welle der Empörung. Ich fühle mich dann wie in einer Zeitschleife. Denn die Zahl der armen Kinder ist bis Mitte der 2000er Jahre angestiegen und sinkt nicht. … “ | http://www.zeit.de/2017/02/kinderarmut-deutschland-eltern-chancen-sozialpolitik/komplettansicht

Immer noch Optimist #1.4 (2017): “ … kurze Geschichte aus meinem Bekanntenkreis: Michaels Mutter arbeitete als Bardame, Schwester Hartz-4, er selbst ist zeitweise im Heim aufgewachsen – also alles andere gute Voraussetzungen. Mit Willenskraft und Fleiß hat er es zu einem gut bezahlten Job im Öffentlichen Dienst geschafft. Ich bewundere ihn dafür. Es kann also klappen. …“

C.H.William #1.5 (2017): “ … „Es kann also klappen…“ Eben. Es ist also alles in Ordnung. …“

wawerka #1.10 (2017): “ … [„Es kann also klappen]…“ Hervorragender Kommentar, Sie haben „neoliberal“ zutiefst verinnerlicht! [Bei mir sah’s zuerst auch nicht so gut aus, aber dann habe ich im Lotto gewonnen. Ich bewundere mich dafür! Es kann also klappen…] … es lässt sich schon erahnen, was in diesem Land schiefläuft. „Ich kenne Leute…“, „Arbeitsmoral“ (Auch bei 4-jährigen? Oder doch erst ab 6?), man möchte Max Liebermann zitieren, wenn man solche Beiträge liest. …“

einervonvieren #24.3 (2017): “ … „Schuldigung, ich bin es leid immer von Kinderarmut zu reden. Schuld ist in den Meisten fällen nicht die Gesellschaft, sondern ganz alleine die Eltern…“ Und was kann das Kind dafür? …“

tbc.

lemonhorse / 1 Februar 2017 / Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro / 0 Comments

[Ordnung, Herrschaft und Interessen #37… ]

„… Kognitive Dissonanz bezeichnet in der (Sozial-)Psychologie einen als unangenehm empfundenen Gefühlszustand, der dadurch entsteht, dass ein Mensch mehrere Kognitionen hat – Wahrnehmungen, Gedanken, Meinungen, Einstellungen, Wünsche oder Absichten – die nicht miteinander vereinbar sind, also eine Art von „Störgefühl“. …“ | http://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive_Dissonanz (21. August 2011)

// “ … Union und SPD stellten sich trotz des BGH-Beschlusses gegen eine Vernehmung Snowdens auf deutschem Boden, weil sie eine Belastung des Verhältnisses zu den USA fürchteten. …“ | http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-12/nsa-ausschuss-edward-snowden-bgh-beschwerde-koalition

Menschlichschwerokay #23 “ … Ein Verbrechen gegen die komplette Bevölkerung des Landes soll am besten gar nicht untersucht werden, weil man „angst vor Problemen mit den USA“ hat? …“

// Rückblende — Rudolf Hermann, Stockholm (7.2.2016): “ … Das Flugzeug sei in Kopenhagen gelandet, um Edward Snowden übernehmen zu können, falls er in Kopenhagen ankommen sollte, schrieb Pind in einer Notiz zuhanden des Rechtsausschusses des dänischen Parlaments. … Mit diesem Flugzeug waren laut der britischen Tech-Website The Register 2012 für das amerikanische Justizministerium islamistische Terrorverdächtige transportiert worden. … Noch Mitte der letzten Woche hatte der dänische Justizminister Pind erklärt, er habe nicht gewusst, worin der Zweck der Reise des amerikanischen Flugzeugs nach Kopenhagen bestanden habe. Am Freitag wurde dann aber klar, dass die Regierung damals im Bild war. … “ | http://www.nzz.ch/international/daenisches-eingestaendnis-zu-snowden-jagd-1.18691392

// Rückblende (2) — (03.07.2013): “ … Wien – Wegen des Gerüchts, der flüchtige US-Geheimdienstenthüller Edward Snowden befinde sich an Bord seines Flugzeugs, ist Boliviens Präsident Evo Morales zu einer Zwischenlandung in Österreich gezwungen worden. Frankreich und Portugal hätten ihren Luftraum für die Präsidentenmaschine geschlossen, die daraufhin in Wien habe landen müssen, sagte der bolivianische Außenminister David Choquehuanca am Dienstag (Ortszeit) vor Journalisten in La Paz. Grund dafür seien vorab kursierende „Gerüchte“ gewesen, der IT-Spezialist befinde sich an Bord. … Venezuelas Regierung kritisierte Frankreich und Portugal. …“ | http://www.spiegel.de/politik/ausland/snowden-geruechte-boliviens-praesidentenmaschine-muss-in-wien-landen-a-909108.html

(Tages-Anzeiger, 30.11.2016): “ … Bislang war unbekannt, wie sehr die USA in Bern diplomatischen Druck ausübten, um zu verhindern, dass Snowden schweizerischen Schutz erhält. Botschafterin Suzi LeVine persönlich intervenierte in einem entscheidenden Moment. Am 19. September 2014 sprach die oberste amerikanische Vertreterin beim Bundesamt für Justiz vor. Danach wurden in Bern Überlegungen, den Whistleblower zu schützen, nicht weiterverfolgt. Auch Bestrebungen, Snowden als Zeugen in der Schweiz zu befragen, wurden aufgegeben. … Die US-Intervention wird bis zu diesem Artikel geheim bleiben. Kurz nach der Aussprache LeVines mit dem Bund hat aber die «NZZ am Sonntag» berichtet, dass der Sicherheitsausschuss mit Verteidigungsminister Ueli Maurer, Aussenminister Didier Burkhalter und Justizministerin Simonetta Sommaruga die Bundesanwaltschaft angewiesen habe, Ermittlungen zu unterlassen. In einem kürzlichen WOZ-Interview doppelt Snowden-Anwalt Bosonnet nach: «Zwei voneinander unabhängige Stellen» hätten ihm eine «geheime Empfehlung» des bundesrätlichen Gremiums bestätigt. Bundesratssprecher Simonazzi dementiert allerdings auf Tagesanzeiger-Anfrage, «dass der Bundesrat oder der Sicherheitsausschuss der Bundesanwaltschaft irgendeine Empfehlung gemacht hat». …“, Aus: „Schweizer Rückzieher im Fall Snowden“ von Thomas Knellwolf (Tages-Anzeiger, 30.11.2016) | Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/schweizer-rueckzieher-im-fall-snowden/story/28546514

Stefan Werner 30.11.2016: “ … Eines der wichtigsten Prinzipien eines Rechtsstaates ist, dass alle gleich behandelt werden. Gesetze gelten für alle, und Brüche des Gesetzes werden bei allen gleich untersucht und ggf. bestraft. Genau dieses Prinzip gilt in der Schweiz aber offenbar nicht, denn das Gesetz wird für US-Bürger und US-Institutionen ausser Kraft gesetzt. Somit ist die Schweiz kein Rechtsstaat. Ich denke, das sollte uns durchaus zu denken geben. Und die cholerischeren unter uns könnten sich darüber sogar aufregen. …“

Peter Meier-Schlittler (30.11.2016): “ … Betrachten wir die Angelegenheit „Snowden“ sachlich, so stellt man doch fest, dass er mit den Enthüllungen die unerhörten Überwachungspraktiken einer kleine Machtelite ans Tageslicht brachte und damit deren Sockel zum Wanken brachte. Andererseits öffnete er so den „Untertanen“ endlich die Augen für die Machenschaften hinter dem Vorhang der Machteliten. Nun wissen wir mit wem wir es zu tun haben. Sollte die Schweiz als neutrales und unabhängiges Land Snowden allenfalls kein Asyl gewähren, wäre das ein erneutes Zeichen für unsere armselige und heuchlerische politische Haltung. Und das Argument, Russland sei ein sicherer Drittstaat, ist nur peinlich, denn wieviel Tausend Asylanten, welche aus sicheren Drittstaaten einreisten, haben wir bis heute ohne Murren der Politik aufgenommen? …“

Peter Maier (30.11.2016): “ … Realpolitik vom Feinsten. …“

Ursula Helen (30.11.2016): “ … Danke für diese fundierte Aufklärung! …“

Werner Baltensperger (30.11.2016): “ … Wenn es so weitergeht werden wir wohl gezwungen sein, Verschwoerungstheoretiker ernster zu nehmen als die eigene Regierung …“

Dominique Becht (30.11.2016): “ … Wie war das noch mit den aufrechten, neutralen Schweizern, die dem Unrecht in jeglicher Form und Grösse Paroli bieten? Ein Mythos. …“

Arthur Tobler (30.11.2016): “ … Wie China und Russland ihre den Regimes nicht genehmen Dissidenten haben, haben sie die USA genau so. Es sind Snowden, Assange, Manning und andere, … Geht es [] um das System und das Militär, hört der Spass auf. Das ist amerikanisches Demokratieverständnis, pure Heuchelei. …“

Martin Baumgartner (30.11.2016): “ … Die Schweiz hat gegenüber den USA immer kooperativ verhalten. (Genau wie gegenüber der EU oder früher den Nazis) Wir können uns weiterhin im Krichen versuchen oder anfangen uns anderweitig zu Orientieren. …“

Urs Hess (30.11.2016): “ … Tja. Wenn wir Interessenpolitiker wählen, erhalten wir Interessenpolitik. Wir sind selber schuld an diesem Trauerspiel. …“

P. Weibel (30.11.2016): “ … meiner Meinung nach ist Snowdon ein ganz gewohnlicher Krimineller der sich nur wichtig machen will und von den Linken und Medien hochgejubelt wird. …“

Andreas Demeter (30.11.2016): “ … Hier geht es nicht um ein kleines dreckiges Geheimnis, sondern um den Millionenfachen Rechtsbruch in nahezu jedem erdenklichen Staat. … Die betroffenen (nahezu alle Erdbewohner mit Internetzugang) haben ein Anrecht das zu erfahren. …“

Peter Bänziger (30.11.2016): “ … Das Asylkonzept wird schon ziemlich pervertiert, wenn ein klassischer Asylant wie Snowden keiner sein darf. …“

tbc.

lemonhorse / 1 Dezember 2016 / Überwachungssysteme, Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro / 0 Comments

[Ordnung, Herrschaft und Interessen #36… ]

Gunda Bartels (02.09.2016): “ … Für ihn [Andreas Wilckes] war das völlig ergebnisoffen begonnenene Drehen auf Immobilienmessen und Baustellen, in Höfen und Stuben, auf Straßen und Dächern eine Art Psychotherapie. … Nur weil Wilcke als Anhänger des „Direct Cinema“ Urteile im Dokumentarfilm genauso verabscheut wie Inszenierungen, persönliche Betroffenheit oder einen investigativen Reportagestil, merkt man das dem Film fast gar nicht an. …“ | http://www.tagesspiegel.de/kultur/doku-die-stadt-als-beute-berliner-wohnungsmarkt-ist-gepraegt-von-ignoranz-und-professioneller-gier/14488828.html
– //
kiezneurotiker (Freitag, 30. September 2016): “ … Ich finde es sehr interessant zu sehen, wer mit mir heute hier in diesem kleinen verkackten und überraschenderweise vollbesetzten Off-Kino sitzt und sich diesen Minderheitenfilm reinzieht. Normale Typen. Typen in Hemden. Studentisches Publikum. Doch auch ältere. Leger. Casual. Gar nicht mal aktivistisch. Nicht die üblichen rothaarigen Politsirenen und ihre routinierten Leiern. Das da sind keine Typen, die kreischend auf Lautsprecherwagen stehen. Das sind Nachbarn. Normalbewohner im Block. Frauen in Sommerkleidern, noch vorne im Foyer darüber redend, wo sie danach noch eine Kleinigkeit essen gehen können. Ach nicht schon wieder Pizza. Lieber was Leichtes. Salat. Avocado. Hähnchenbrust maximal. Lachen. Sie lachen. Noch ganz gut gelaunt. Noch. Denn die Stimmung wird schnell umschlagen. Doch das wissen sie jetzt noch nicht.

… Der Film ist aus. Sichtbar verstört, seltsam schweigsam und definitiv nicht gut gelaunt verlässt das Publikum den Saal. Das hat gewirkt. Gesessen. … . Dass sie sie einfach reden lassen, macht die Beschreibung der Zustände härter als es jeder Kommentar hinbekommen könnte, der bei solchen Filmen sowieso immer droht ins Manipulative fortzudriften, weil er zu bemüht agitiert. Hier nicht. Niemand kommentiert. Und das muss auch keiner. Die ganze Suppe voller Immobilienheinis ist so blasiert und bar jeder Empathie, dass sie sich selber zu gerne reden hört und gar nicht versteht, dass sie sich dabei nur selbst bloßstellt. Das hier ist ein Film, der so plastisch wie bisher kein anderer zeigt, wessen Geist hier inzwischen durch die Straßen weht. …“

Aus: „Berlin als Beute“ kiezneurotiker (Freitag, 30. September 2016)
https://kiezneurotiker.blogspot.de/2016/09/die-stadt-als-beute.html
– //

// http://www.diestadtalsbeute.com/
// https://vimeo.com/173598398

lemonhorse / 5 Oktober 2016 / Cinema.Exposure, Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro / 0 Comments

[Solche Praktiken (Welt am Draht #3)… ]

Verschwörungstheoretiker – das sind doch die Spinner und Irren, die an Aliens glauben und Unfug verbreiten. (Jens Wernicke)

Patrick Beuth (5. Oktober 2016): “ … Die Kernaussage des Berichts ist unmissverständlich: Vier anonymen Quellen zufolge hat Yahoo im vergangenen Jahr eine spezielle Software entwickelt und eingesetzt, mit der alle eingehenden Mails nach den Wünschen des Geheimdienstes oder der US-Bundespolizei durchsucht und im Falle eines Treffers gesondert gespeichert wurden. …“ | http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2016-10/yahoo-emails-heimlich-durchsucht-nsa

Daniel AJ Sokolov (heise.de „Alle Mails gescannt: Yahoo arbeitete für Geheimdienste“, 05.10.2016,07:30): “ … Yahoos Transparenzbericht für das erste Halbjahr 2015 verschweigt die Arbeit für den US-Geheimdienst. Dort heißt es, dass 8424 Konten von US-Regierungsanfragen betroffen waren („Total Government Specified Accounts“). Wurden tatsächlich alle Yahoo-Konten überwacht, müssten hier Hunderte Millionen Konten genannt werden. … Das Begehren des Geheimdienstes war extrem weit gefasst. Und Yahoo sollte nicht bloß Daten herausgeben, es musste neue, nicht-triviale Software schreiben, um dem Begehren überhaupt entsprechen zu können. …“ | https://www.heise.de/newsticker/meldung/Alle-Mails-gescannt-Yahoo-arbeitete-fuer-Geheimdienste-3340778.html

// Werni29, 05.10.2016 09:37: “ … Seit Jahren gelte ich im Bekanntenkreis als paranoid … Und alle haben gesagt sowas wie das hier gibts nicht. Und am DeCix wird nicht gelauscht… Aber es macht immer weniger Spaß recht zu behalten. …“ | https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Alle-Mails-gescannt-Yahoo-arbeitete-fuer-Geheimdienste/Seit-Jahren-gelte-ich-im-Bekanntenkreis-als-paranoid-weil/posting-29306679/show/ | Kommentar zu: „Alle Mails gescannt: Yahoo arbeitete für Geheimdienste„, https://www.heise.de/newsticker/meldung/Alle-Mails-gescannt-Yahoo-arbeitete-fuer-Geheimdienste-3340778.html

// Axel Arnolds, 05.10.2016 11:32: “ … Und jetzt gibt es wieder die „Ich habe eh nichts zu verbergen Kommentare“ … “ | https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Alle-Mails-gescannt-Yahoo-arbeitete-fuer-Geheimdienste/Und-jetzt-gibt-es-wieder-die-Ich-habe-eh-nichts-zu-verbergen-Kommentare/posting-29307581/show/

lemonhorse / 5 Oktober 2016 / Überwachungssysteme, Fraktal.Text, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro / 0 Comments

[Zur Theorie der Macht (Wikileaks #14) & Journalismus #21… ]

Stattdessen gefallen sie sich in der Rolle der Verharmloser, Argwöhner und Desinteressierten
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Stefan Krempl (04.10.2016): “ … „Das Instrument radikaler Transparenz“ habe die Glaubwürdigkeit von Wikileaks unterminiert, schreibt etwa die Berliner Zeitung. Zu erleben seien „die letzten Zuckungen“ einer sich „im Todeskampf befindlichen Organisation“. …“ | http://www.heise.de/newsticker/meldung/10-Jahre-Wikileaks-Enthuellungen-zu-US-Wahlkampf-Google-und-Massenueberwachung-angekuendigt-3340360.html
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Stefan Betschon (4.10.2016) ‚10 Jahre Wikileaks und Hass im Internet – Die Dekade der Dekadenz‚ … “ … jetzt gilt es, einen Schlussstrich ziehen. … Vor zehn Jahren wurde Wikileaks gegründet. Am 4. Oktober 2006 wurde die Internet-Adresse wikileaks.org registriert. Bald sorgten diese Organisation und ihr Oberguru Julian Assange mit der Publikation von geheimen Dokumenten weltweit für Schlagzeilen. Assange sah sich als Enthüllungsjournalist; er brüstete sich damit, dass er mehr Geheimpapiere veröffentlicht habe als alle Zeitungen der Welt zusammen. Doch es zeigte sich bald, dass Wikileaks den selbstgesetzten hohen moralischen Ansprüchen nicht gerecht zu werden vermochte. Mit ihren Publikationen brachte die Organisation immer wieder Unschuldige in Gefahr, ohne aber ernsthafte Missstände aufdecken zu können. Assange sympathisiert neuerdings mit amerikanischen Bloggern am rechten Rand des politischen Spektrums und scheint Wikileaks für einen Privatkrieg gegen Hillary Clinton zu missbrauchen. Der russische Geheimdienst benutze Wikileaks für Desinformationskampagnen, berichteten kürzlich deutsche Zeitungen. «Der Glaube an eine bessere Weltordnung» habe Wikileaks entstehen lassen, schrieb 2011 Daniel Domscheidt-Berg, in den Anfangsjahren neben Assange eine der zentralen Figuren der Enthüllungsplattform. …“ | http://www.nzz.ch/meinung/kolumnen/internet-im-wandel-die-dekade-der-dekadenz-ld.120132

Martin Weber Bürger (04.10.2016) “ … Ein höchst peinlicher Artikel. Aber „unseriös“ sind dann die anderen …“

Bürger (04.10.2016) “ … Ich staune immer wieder über dem Ausmass der politischen Naivität solcher Artikel. Oder ist es gezielte Manipulation? … Wikileaks im gleichen Artikel zu erwähnen wie die „Kultur des Hasses“ … Feindbilder … werden im grossen Stil [ ] gezüchtet, eben auch durch solche destruktive Artikel. Ich sehne mich nach einem Journalismus der mehr informiert, mehr recherchiert, gewichtet und wahrheitsgetreu wiedergibt und weniger nachplappert was die PR-Büros der Mächtigen uns eintrichtern möchten. ..“
// –
Jascha Jaworski (6. Februar 2016): “ … Nachdem die UN-Arbeitsgruppe über willkürliche Inhaftierung Julian Assanges Fall nun über ein Jahr lang untersuchte und dabei natürlich auch die schwedischen und britischen Behörden einbezogen hat, passt das Ergebnis den Verantwortlichen (nicht nur) in diesen beiden Ländern offenbar gar nicht. Der britische Außenminister Philip Hammond verwarf das Urteil der Arbeitsgruppe, die zu dem Schluss kam, dass Assange aufgrund der Handlungsweisen Großbritanniens und Schwedens sich in einem Zustand willkürlicher und somit unrechtmäßiger Haft befindet, kurzerhand als „lächerlich“ …“ | https://www.maskenfall.de/?p=10384

Jared J. Myers (7. Februar 2016): “ … Auf einem bestimmten Niveau der politischen Verstrickungen sind unsere Staaten keine Rechtsstaaten mehr, sondern Werkzeuge der Willkür und der Machtpolitik. Dies liegt im Falle NSA / GCHQ / BND ganz offen zu Tage, das erstreckt sich mit ziemlicher Sicherheit auf Vorkommnisse wie das Oktoberfest-Attentat und den „NSU“, das hat nachgewiesenermaßen auch für die „Stay Behind Forces“ gegolten … aber nein, der Fall Assange ist natürlich gaaaanz was anderes …“ | https://www.maskenfall.de/?p=10384#comment-32477

H.Ewerth (8. Februar 2016): “ … Whiselblower leben im Westen gefährlich, und wie auch im Fall Snowden, zeigen die sog. westlichen Wertegemeinschaften, was sie davon halten, selbst das Ziel zu sein. Es ist doch schon bezeichnend, anstatt den Herrschaften einen Orden, für die Enthüllungen zu verleihen, werden sie kriminalisiert und diskreditiert. …“ | https://www.maskenfall.de/?p=10384#comment-32480
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Jost Müller-Neuhof (04.10.2016): “ … Transparenz schafft nicht automatisch mehr Demokratie. Wer für sich als privater Akteur Öffentlichkeit verlangt, sollte auch Verantwortung zeigen und Vertrauen rechtfertigen, etwa durch sein Bemühen um Erklärung und Objektivität, um Distanz, kurzum: Er sollte so etwas wie Legitimation erwerben. Das muss Leuten schwerfallen, die politischen Fortschritt darin zu erkennen glauben, ausgerechnet Tätigkeiten von Diplomatie oder Geheimdiensten ohne Rücksicht auf Kollateralschäden bloßzustellen – jenen staatlichen Handlungszonen also, in denen der Geheimschutz noch eine Begründung hat. Transparenz bedeutet weit mehr, als sich dem Interesse von Informanten zu ergeben. Sie ist eine politische Großaufgabe, zu deren Bewältigung ein Angebot wie Wikileaks beitragen kann. Nur: Mit Enthüllen ist es nicht getan. …“ | http://www.tagesspiegel.de/politik/julian-assange-und-sein-wikileaks-enthuellen-allein-schafft-noch-keine-transparenz/14642280.html

hammerling 05.10.2016, 08:55: “ … Das Problem ist doch nicht die mangelnde Transparenz von Wikileaks, sondern die der Regierungen weltweit. Irgendein Prozeß gegen die Mörder im Irak? Irgendeine Ermittlung wegen des Todes eines DNC-Mitarbeiters oder des Suit Servers im gleichen Fall? Irgendwelche Proteste aus den sogenannten verbündeten Ländern der Wertegemeinschaft gegen die Knebelung von Whistleblowern und ihre Verfolgung als Staatsfeinde durch die US-Regierung? Vielleicht liegt im Falle Assanges nicht mangelnde Transparenz, sondern Selbstschutz vor — verständlich angesichts der Frage der Superdemokratin Clinton, ob man das „weiche Ziel“ Assange nicht einfach erdrohnen könne. [The True Pundit says the U.S. government was tasked with neutralizing Assange. And Clinton was the point person. “Can’t we just drone this guy?” she pondered during one high-charged meeting, State Department sources reportedly told True Pundit. According to the website, others in the room laughed. Quelle: http://www.torontosun.com/2016/10/03/hillary-clinton-suggested-taking-out-wikileaks-founder-julian-assange-with-drone-report (October 04, 2016 09:55 AM EDT) [http://truepundit.com/hillary-clinton-on-her-proposed-drone-strike-on-julian-assange-i-dont-recall-video/]] | Kommentar zu http://www.tagesspiegel.de/politik/julian-assange-und-sein-wikileaks-enthuellen-allein-schafft-noch-keine-transparenz/14642280.html | [“ … Update: Inzwischen sagte Clinton auf die Vorwürde hin, sie könne sich nicht erinnern, das gesagt zu haben – und wenn sie es gesagt habe, dann sei es ein Scherz gewesen. …“ | http://www.heise.de/tp/artikel/49/49597/1.html (Aus: „Clinton über Julian Assange: „Können wir den Kerl nicht einfach ‚drohnen'“?“, Peter Mühlbauer (04.10.2016)] — // Volker Birk (04.10.2016 17:10) “ … Das ist doch eine schöne Ouvertüre von Wikileaks mit Clintons Mordkomplott – Herzlichen Glückwunsch zum 10. Jahrestag, Wikileaks! …“ | https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Clinton-ueber-Julian-Assange-Koennen-wir-den-Kerl-nicht-einfach-drohnen/Das-ist-doch-eine-schoene-Ouvertuere-von-Wikileaks-mit-Clintons-Mordkomplott/posting-29304063/show/

narrow 04.10.2016,22:08 Uhr: “ … Übertrag ich jetzt mal diese „Verantwortung“ auf das immer noch nicht aufgeklärte Oktoberfestattentat vor nunmehr 36 Jahren – oder auf die immer noch nicht aufgeklärten Verbrechen der NSU und deren Unterstützer – mit den jeweils ziemlich deutlich gewordenen fahrlässigen, wenn nicht vorsätzlichen „Schlampereien“ staatlicher Organe, und halt ich mir vor Ohren, was ich grad auf 3sat hören und sehen konnte – (frei zitiert:) „ausgewählte Journalisten erhalten gezielt exklusive Informationen“ – dann wundert es nicht, warum derart monströse Verbrechen nicht aufgeklärt werden können oder gar sollen: Der blinde Fleck – Das Oktoberfest-Attentat http://www.3sat.de/page/?source=/ard/film/189031/index.html dann frag ich mich schon, was aus diesem Versagen zu Lasten der Demokratie NICHT hätte werden können, hätte es solche Leute wie Assange damals schon gegeben, welche derartige Dokumente zur Verfügung hätten stellen können: wer sie dann abdruckt – das wäre dann eine Frage der „Verantwortung“, und wie jeder Einzelne damit umzugehen bereit ist. …“ | Kommentar zu http://www.tagesspiegel.de/politik/julian-assange-und-sein-wikileaks-enthuellen-allein-schafft-noch-keine-transparenz/14642280.html

johndoe19 04.10.2016,21:35 Uhr: “ … Wenn die Medien ihren Job machen würden und zwar ohne Ansehen von Personen, Parteien, Unternehmen etc., dann wäre eine solche Enthüllungsplattform eigentlich gar nicht notwendig oder aber Wikileaks wäre ein Dokumentenpool für alle möglichen Enthüllungen. Daraus könnten dann weltweit Journalisten Informationen schöpfen, recherchieren, erklären und Transparenz schaffen und am Ende die Lügner, Steuerbetrüger, korrupten Politiker und Unternehmer, Banker usw. damit konfrontieren oder einfach bloss stellen. Stattdessen gefallen sie sich in der Rolle der Verharmloser, Argwöhner und Desinteressierten. …“ | Kommentar zu http://www.tagesspiegel.de/politik/julian-assange-und-sein-wikileaks-enthuellen-allein-schafft-noch-keine-transparenz/14642280.html

deiwel 04.10.2016,20:45 Uhr: “ … Enthüllungen sind ein wichtiger Teil von Transparenz. Man sollte Enthüllungen keinesfalls den Medien überlassen. Da bekommt man leider zu oft subjektiv, selektiv, aufbereitete und gesteuerte Informationen. Man sollte Informationen in den Medien viel mehr hinterfragen, in anderen Medien vergleichen und auch ruhig mal in Statistik- Portalen stöbern. Das ist alles sehr erhellend und entlarvend. Wenn man ein und die selbe Story mal in verschiedenen Versionen gelesen hat und ein wenig nachforscht, hat das eine ernüchternde Wirkung in Bezug auf die Glaubwürdigkeit und Auslegung vieler Berichte. …“ | Kommentar zu http://www.tagesspiegel.de/politik/julian-assange-und-sein-wikileaks-enthuellen-allein-schafft-noch-keine-transparenz/14642280.html

lemonhorse / 5 Oktober 2016 / Fraktal.Text, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro / 0 Comments

[Zeit im Bild (1953) #12… ]

Berlin-Mitte, 1953, Brandenburger Tor. Foto mit dem Schauspieler Gregory Peck, der damals den Film „Night People“ drehte [„Das unsichtbare Netz“ (USA 1953)] … | Quelle: http://www.tagesspiegel.de/images/brbr1953/10758910/4-format1010.jpg | http://www.tagesspiegel.de/mediacenter/fotostrecken/berlin/historische-fotos-berlin-deine-50er-jahre/10769390.html (2016)

Moviekingam 8. Oktober 2014: … Ich bin mir über die Intention dieses Werkes nicht im Klaren und kann daher auch nicht ausschliessen, dass er auf das damalige Kinopublikum durch die politisch-historische Nähe anders gewirkt hat als auf heutige Betrachter. … (Quelle)

… dass im Film Strömungen des Zeitgeistes, Einstellungen und Mentalitäten ihren Niederschlag finden. Während die Bedeutung der Mentalitätsgeschichte und des Mediums Film für den Geschichtsunterricht heute kaum mehr grundsätzlich bestritten wird, mangelt es weitgehend an konkreten Überlegungen zur Behandlung von Filmen als mentalitätsgeschichtlicher Quelle …“ Über: „Richard Rongstock: Film als mentalitätsgeschichtliche Quelle. Eine Betrachtung aus geschichtsdidaktischer Perspektive, ISBN 978-3-86573-618-5, 279 S., 2011 (Diss.) | http://www.wvberlin.de/data/inhalt/rongstock.html

lemonhorse / 22 September 2016 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Global.Politix:Micro, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

[Martin und sein Chef im EU-Parlament… ]

Heute, nur wenige Stunden nachdem EU-Kommissionspräsident Karl-Heinz Juncker eine wenig visionäre Rede zur Lage der Nation gehalten hat (47:28 Min), durfte auch ich ran (1:30 Min.).

Patrick Müller vor 13 Stunden: Diese Rede war so emotional, ich musste weinen.
weeeds334 vor 20 Stunden: your inglisch is not se jellow from se egg
Lumpi Lumpinski vor 4 Stunden: I sink he specks the good Öttinger Englisch.
DaDiggstar vor 16 Stunden: Macht ihn endlich zum Kanzler!
DiZCrowd vor 16 Stunden: Ich dachte Die PARTEI wolle Inhalte überwinden? Das war aber eine ganz und gar nicht inhaltslose Rede!!! Und so etwas wird von meinen Steuergeldern finanziert…
Sebastian Schovor 11 Stunden: Deswegen habe ich ihn ins EU-Parlament gewählt. Danke Martin! VORWÄRTS, DIE PARTEI!
NoXPhasma vor 10 Stunden: Ach du warst das.
Superpasi7 vor 8 Stunden: Dieser Fremdschämmoment wenn jemand mit deutschem Akzent englisch spricht
Schnell Straße vor 2 Stunden: Ausländer finden das erotisch
TheNokturnalTimes vor 13 Stunden: Martin, ich will ein Kind von Dir!!
Andreas Böhme vor 2 Stunden: Da kann der mal sehen der Chef,…..wenigstens einen Begabten hat er im Parlament sitzen!

// Kontext, (10. September 2016): “ … Durch unerlaubte Staatsbeihilfen soll Apple laut EU-Kommission im Jahr 2014 Satz von gerade einmal 0,005% führte besteuert worden sein. Die sollen laut EU-Kommission an Irland zurückgezahlt werden. Davon will die irische Regierung aber nichts wissen. … Im Kern lässt Apple einen erheblichen Teil des weltweiten Geschäfts über Tochterunternehmen in Irland laufen. … Auch andere Technik-Riesen befanden Irland als Standort für ihre Firmen als besonders attraktiv – darunter Ebay, Airbnb, Intel, Amazon, Twitter, Facebook, Dropbox, Paypal, und Google. Dass das an den günstigen Steuerbedingungen liegt, streitet die Regierung ab. … Apple weist dagegen jede Schuld von sich. Man habe stets legal gehandelt und keine Gesetze missachtet. Die Kritik aus Brüssel, Apple habe in Irland im Jahr 2014 eine Körperschaftssteuer von nur 0,005 Prozent bezahlt, bezeichnete Apple-Chef Tim Cook als „politischen Dreck“. „Ich weiß nicht, wo sie diese Zahl herhaben“, sagte Cook. Apple habe in dem Jahr 400 Millionen Dollar Steuern in dem Land bezahlt. „Wir glauben, dass wir damit der größte Steuerzahler in Irland in diesem Jahr waren.“ EU-Wettbewerbskommissarin Margarethe Vestager widersprach. Ihre Behörde habe sich auf Zahlen von Apple selbst gestützt und zum Teil auf Daten aus Anhörungen in den USA. … Während Irland erneut mit Image-Problemen zu kämpfen hat, geht es Apple prächtig. In Kalifornien stellte der Technik-Konzern gerade das neue iPhone 7 vor und das Interesse war riesig. Imageprobleme? Nicht erkennbar. Auch finanzielle Verluste hat Apple nicht zu befürchten. Denn selbst wenn der Konzern tatsächlich die 13 Milliarden Euro zahlen müsste, hat das wohl Steuergutschriften in den USA in gleicher Höhe zur Folge. …“ | http://www.n-tv.de/wirtschaft/Irland-will-Apple-Milliarden-nicht-article18606411.html

// Kontext, Aaron Levi Goldstein #20 (2016): “ … Irland: 85 Mrd. „Eurorettung“ für die Briefkastenökonomie von (nicht nur) US-Steuernomaden. 70% der Direktinvestitionen in Irland stammen von US-Unternehmen wie Pfizer, Microsoft oder Apple… Irlands Geschäft besteht darin, durch Lizenzakrobatik und Scheinaktivitäten Gewinne von realen Konzern- und Leistungsorten wegzuverlagern. Hin zu Steueroasen wie den Caymans (Facebook) oder den Bermudas (Google)… Irland dient dabei nur als „Zwischenlager“ solcher Gewinne, da eine Verlagerung auf direktem Weg regulatorisch unterbunden ist… Die Konstruktion ist als „Double Irish“ bekannt. Fährt das Geld einen weiteren Umweg über die Niederlande, spricht man von einem „Dutch Sandwich“… Der jährliche Fiskal-Schaden übersteigt 60 Mrd USD. Das Modell ist so legal, wie es eine gekaufte Gesetzgebung nur sein kann… Irlands Steuerschieber lösten einen Ansiedlungsboom mit Immobienblase aus. Diese detonierte in den Bilanzen der Banken dort … In Irland wird seither mit einem 85-Milliarden-Eurorettungspaket ein parasitärer Steuerschieberbahnhof gestützt … [Rettungsprogramme: Telefonprotokolle geben Einblick in das moralische Innenleben irischer Banken Zitat aus „Irische Pleitebanker haben den Staat betrogen“ (FAZ, 25.06.2013): … „Der Leiter des Kapitalmarktgeschäfts der Bank, John Bowe, sagte einem Kollegen, Anglo Irish habe der Zentralbank einen Bedarf für einen Überbrückungskredit von 7 Milliarden Euro gemeldet, um die Pleite abzuwenden. Diese Summe sei frei erfunden: Er habe sie sich „aus dem Arsch gezogen“, sagte Bowe. Tatsächlich brauche Anglo Irish mehr Geld… Als Kapitalmarktchef Bowe in einem Telefonat (…) erwähnte, dass man der Zentralbank versprochen habe, den Überbrückungskredit sobald wie möglich zurückzuzahlen, brach er in Gelächter aus: „Ich muss mir gleich die Unterwäsche wechseln!“ … „Deutschland, Deutschland über alles“ fing Bowe zu singen an und lachte herzhaft. Am anderen Ende der Leitung saß Vorstandschef David Drumm. Er witzelte darüber, dass seine Bank die staatliche Garantieerklärung „missbrauche“.“ … (Zitat Ende) [http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2016-08/apple-irland-eu-kommission-steuern?cid=8588184#cid-8588184]] “ | http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2016-08/apple-irland-eu-kommission-steuern?cid=8587872#cid-8587872

lemonhorse / 15 September 2016 / Found.Stuff, Fraktal.Text, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro, Kunst.Encoder / 0 Comments

lemonhorse / 20 August 2016 / Daten.PolitixMicro, Found.Stuff, Global.Politix:Micro, Visual.Notes / 0 Comments

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