lemon / 15 April 2009 / Kiel.Gaarden, Visual.Notes / 0 Comments

lemon / 15 März 2009 / Akustische.Wellen, Electro.Labor, Found.Stuff, Kiel.Gaarden, Realitaets.Tunnel / 6 Comments

lemon / 21 Februar 2009 / Kiel.Gaarden, Visual.Notes / 2 Comments

[(ich reiss dir den gottbart ab)… ]

Und es erreicht mich nun doch noch ein vorläufiger Abschlussbericht über Gaardener Eckkneipen aus dem galatischen Ministerium für Stadtteilerkundungen aus Hessen Kassel:

gaardeneck

ROLLE UND LADYWEISSWURST
weihnachten unterm tresen //

sieben stunden unterwegs in gaardener eckkneipen //
vier bier ein foto und ne zeichnung //

Vorläufiger Abschlussbericht zu Gaardener Eckkneipen (2008/2009)
Galatischen Ministerium für Stadtteilerkundungen (Hessen Kassel)
=> [LINK GELÖSCHT]

Update [15.01.2009]

rouven ich komm vorbei und reiss dir den gottbart ab du spasst nimm das da sofort wiedder runter das ist noch nicht fertig! fick freiheit fuer alles ich bin hier der obernazi ich hab dir das geschickt damit du das sehen kannst falls du da bock hast was zu zu schreiben da fehlen noch seiten mit zeichnungen von mir die da noch zu muessen du kannst das wenn das fertig ist da gerne raufstellen aber nich so
das geht garnich das is ja wie wenn ich dir n halb fertig gebautes instrument wegreiss und behaupte das isses jetzt guckt ma leute

aaaaaAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH
: )

gut das das schon so weit vorangeschritten ist
mannmannnnmann

lieben gruß
johsn

(Mit tönend erhobener Stimme):
Engel Gabriel, sage ihm dem Wunsch wurde entsprochen und er möge sich wieder mäßigen (Räusper in den Gottbart)…

Update2:

hahaha du bisd n spacken rouven

du bekommst die datei zum wieder raufstellen sofort wenn ich fertig bin

:)

johsn

-.-

Update: 09/2009:

[Abschlussbericht zu Gaardener Eckkneipen… ]
=> http://www.subfrequenz.net/gaardistan/?p=278

lemon / 14 Januar 2009 / Fraktal.Text, Kiel.Gaarden / 0 Comments

[Am Vinetaplatz 3:23 … ]

20090110amvinetaplatz2

20090110amvinetaplatz

20090110amvinetaplatz3

Visuelle Notiz, 10.01.2009
Ort: Vinetaplatz Kiel Gaarden (ca. 3:23)
Tool: Samsung LoFi Digicam
keine Nachbearbeitung
4-8 Sek. Langzeitbelichtung ohne Stativ

lemon / 10 Januar 2009 / Kiel.Gaarden, Visual.Notes / 0 Comments

lemon / 12 Mai 2008 / Kiel.Gaarden, Visual.Notes / 0 Comments

[Ein allnächtliches Hörspiel… ]

[…] Gegen zwei Uhr geht es los, es nähern sich die ersten laut aufstampfenden Schritte vom oberen Ende der Straße und bleiben in der Nähe der 94 stehen. Ein Streit bricht aus, oder er geht weiter…
„Ey! – Ey! – Ey!“ schreit eine schneidende Männerstimme.
„Halt die Fresse!“ kommt es schlagartig zurück, dumpf und aggressiv, in diesem unverkennbaren Leierslang.
Schnelle laufende Schritte, eine Flasche zerschellt auf den Boden, dann ein Geräusch, als würde jemand mit dem Kopf gegen ein Auto schlagen.
Eine Frau mischt sich ein. Wieder fliegen emotionsgeladene Stimmen durch die Nacht, die windstill und kalt ist. Die wie ausgespuckten Sätze schießen durch die Straßenschlucht und jagen ihren Hall bis in den vierten Stock hinauf. Jetzt kommt ein kläffendes Hundegebell dazu und jemand schreit `Aus!`, zieht wahrscheinlich an der kurzen Leine, denn es folgt ein gequältes Gejaule, und dann noch einmal; `Aus!` – „Du Dreckskerl! Und dir hab ich vertraut! Du….“
Sie ist besoffen, ihre Stimme überschlägt sich in rasender Verletztheit.
„Aus! Hab ich gesagt!“
„Hau mit deinem Köter ab!“
Jemand entfernt sich, mit weinerlichen Selbstgesprächen, immer leiser werdend…
Ein Wagen biegt mit quietschenden Reifen in die Straße ein und fährt mit rasender Geschwindigkeit, die auf dem Pflasterstein ein Trommelfeuer aus holprigen Schlägen veranstaltet, die ganze Straße hinauf, macht eine Vollbremsung und biegt ab. Das Blaulicht flackert im schwachen Widerschein an der Raufasertapete, während
hastige Laufschritte und Rufe von ihrer Flucht erzählen…
Dann ist es still.
Eine halbe Stunde später geht es wieder los. Diesmal ist es eine Gruppe von vier Männern, die aus der gegensätzlichen Richtung kommen. Alle sind ausnahmslos besoffen oder angetrunken. Eine Mischung aus Grölen und Singen, als wolle man den Toleranzbereich der Schlafenden austesten. Aus mir unerfindlichen Gründen fängt einer aufgeregt zu palavern an. Einer will, dass er aufhört, der andere macht weiter. Die Stimmen sind nicht mehr zu unterscheiden. Kein Satz geht über fünf Wörter hinaus, aber jedes Wort kommt tief aus dem Bauch. Jetzt scheint man sich zu schubsen, einer taumelt oder fällt zu Boden, vielleicht tritt einer nach… Wieder ruft jemand, der nicht schlafen kann, die Polizei, wieder fangen Leute zu laufen an, wieder brettert ein Wagen die Straße hinauf…
So geht es weiter, im dreißig Minutentakt. Schritte, Schreie, manchmal auch Schläge…, Menschen die sich unablässig ihren Frust ins Gesicht brüllen, ihre blinde Anklage raus lassen. Mal hört man Gesprächsfetzen, mal Unverständliches, mal angefangene Artikulierungen, die von den Emotionen überrollt werden. Irgendjemand hat jemanden betrogen, einer hat nicht gezahlt, ein anderer kommt nicht mit dem Stoff rüber, sie ist schwanger und er macht sich aus dem Staub, will von alledem nichts wissen, aber dennoch mit ihr vögeln, und die Kohle ist noch nicht drauf und der vierte Entzug wurde abgebrochen… – und irgendwann im dritten oder vierten Akt dieser Nacht, als es wieder Streit gibt und keine Partei nachlässt, fängt eine ältere Frau mit der krächzenden Stimme einer Krähe zu lachen an. Was für ein Lachen! Es ist jenseits von Allem. Ich kann nicht anders, als mir vorzustellen, wie sie dabei ihren schmalen, abgemagerten Oberkörper nach hinten wirft, um sich ganz diesem tiefen, dreckigen Lachen hinzugeben. Es wird mit jeder weiteren Salve lauter und steigert sich in ihrer zynischen Verachtung für die Szene, die sich vor ihren Augen abspielt. Sie weiß, dass gleich wieder die Bullen kommen, und dass sich Morgen wieder alle vertragen haben, bevor sie sich in der nächsten Nacht wieder streiten werden, und dass sich ihr haltloses Leben ständig wiederholen wird – und sie lacht…

Ein Kapitel aus: „Moments of Gaardistan“ (23.03.2007)
Ein Bericht von Thomasio aus der nächtlichen Elisabethstrasse
–> https://www.subf.net/forum/index.php/topic,287.0.html

lemon / 24 März 2008 / Akustische.Wellen, Fraktal.Text, Kiel.Gaarden, Wortbrocken.Cafe / 0 Comments

[Mechanismus im Alltag der Dinge… ]

November. Es ist kalt. Vor ein paar Jahren konnte ich zu dieser Jahreszeit in so mancher unterkühlten Nacht einen kaputten, ausgelaugten, mit Drogen vollgepumpten Menschen auf dem warmen Kachelboden der Bank am Vinetaplatz antreffen. Die warme Sparkassenluft nahm dankbar die Ausdünstungen eines schlafenden und betäubten Körpers entgegen. Die Sparkasse am Vinetaplatz war noch 24 Stunden geöffnet – so wie sonst auch alle anderen Sparkassenfilialen in Kiel. Doch nun ist die Sparkasse am Vinetaplatz vorsorglich verschlossen, damit in dem Gebäude der Automation die Luft frisch bleibt. So sitzen die beiden alten Männer mit ergrautem Haar eben in der Sparkasse in der Augustenstrasse. Bis die 2 Ordnungshüter kommen und für Ordnung und Sicherheit sorgen. Sofort imaginiere ich im Geiste eine Frau in einem dunkelgrünen Bademantel, der Fernseher läuft, sie steht im Wohnzimmer, ein Vogel piepst sein klägliches Lebenszeichen in einem kleinen vollgeschissenen Vogelkäfig. Sie hat einen Telefonhörer in der Hand und Lockenwickler im leicht ergrauten Haar. Von ihrem Fenster aus sieht sie eine Ordnungswidrigkeit schräg gegenüber in der Bank und schildert einem gelangweilten Beamten den verwerflichen Zustand. Genau in jenem Moment schiebe ich meine Chipkarte in die Geldmaschine alsdann hinter mir die automatische Schiebetür aufgeht und die zwei Ordnungshüter gut kenntlich an der Uniform die Bühne des Geldhauses betreten:

Ordnungshüter1 zum alten verlotterten Mann1:
„Was ist denn das hier? – Sie haben hier ja geraucht!“

Alter verlotterter Mann 1: „(Unverständliches Gestammel)“

Ordnungshüter 2 zum alten verlotterten Mann 2:
„Was ist das hier, ein Bier oder was?!“

Alter verlotterter Mann 2: (leise) „joa nee…“

Ich habe längst verinnerlicht, das die beheizte Filiale mit ihren geruchsneutralen Geldautomaten und Kontoauszugsdruckern nicht entweiht und besudelt werden darf, somit drehe ich mich nicht um sondern warte darauf, das die Maschine mit ihrem wohlbekannten Föhngeräusch das begehrte Papierstück ausspuckt. Ich drehe mich nicht um, denn es muss ja alles seine Ordnung haben. Die Filiale darf nicht nach Rauch duften, nicht nach Bier, Schweiß und Urin stinken, die wärmende Luft ist nur für Menschen gedacht, die sich waschen, die ein Konto haben, ein gültigen Personalausweis – und denen so oder so ein Dach über dem Kopf zur Verfügung steht. Menschen die eine eigene Matratze haben, Menschen die genug Ordnung in ihrem Leben ihr eigenen nennen können, Menschen die erfolgreich allgemein anerkannten Werte anhäufen können, Menschen bei denen die imaginäre Frau gegenüber nicht misstrauisch wird. Die Scheißhaufen der Hunde liegen mit Sicherheit zu Hauf auf dem Bürgersteig vor dem Eingang, die Unordnung ist da draußen, aber nicht in der 24 Stunden beheitzeten Bankfiliale. Noch immer bin ich verwundert wie makellos ich meine schlichte Rolle einstudiert habe. Wie geschmeidig ich mich in die allgemeine Ordnung einfüge. Was wäre, wenn ich mich entgrenze, wenn ich die Konzeption von meiner Identität als Spukgestalt in meinem Hirn abtue? – Ich wäre die Frau gegenüber am Fenster. Ich wäre die zwei Ordnungshüter. Ich wäre die beiden alten besoffenen Männer. Aber mein Kostüm ist gerade der unbeteiligte Passant, der noch schnell einen 50iger aus dem Automaten zieht um dann, als stummter Beobachter, seiner Wege geht – derweil die 2 Ordnungshüter noch immer aktiv die Ordnung hüten. Die zwei alten Männer haben, ob sie es wollen oder nicht, ihre Rolle ebenfalls ohne Tadel einstudiert, sie schleichen schuldbewusst in gebückter Haltung mit stammelnden Worten vor der staatlichen Autorität zur automatischen sich öffnenden Schiebetür, damit dann am Einsatzwagen die Personalien aufgenommen werden können.

Wenn ich in der Sparkasse von innen nach außen will, öffnet sich die Tür wie von Geisterhand allein – sobald ich aber von außen nach innen will, nur durch eine datentechnische Authentifizierung. Es ist ein Mechanismus, eingebaut in den Alltag der Dinge.

Dave Bowman: Hello, HAL do you read me, HAL?
HAL: Affirmative, Dave, I read you.
Dave Bowman: Open the pod bay doors, HAL.
HAL: I’m sorry Dave, I’m afraid I can’t do that.
Dave Bowman: What’s the problem?
HAL: I think you know what the problem is just as well as I do.

[http://de.wikipedia.org/wiki/HAL_9000]

lemon / 14 November 2007 / Kiel.Gaarden, Realitaets.Tunnel / 0 Comments

lemon / 15 Juli 2007 / Kiel.Gaarden, Visual.Notes / 0 Comments

lemon / 11 Juli 2007 / Kiel.Gaarden / 0 Comments