lemonhorse / 11 Juni 2018 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Visual.Notes / 0 Comments

[Kriegsschauplätze #32… ]

Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S. ist ein Dokumentarfilm (1976) von Richard Dindo und Niklaus Meienberg über den Schweizer Ernst S. (mit vollem Namen Ernst Schrämli), der während des Zweiten Weltkriegs wegen Landesverrats zugunsten des Dritten Reichs zum Tode verurteilt und am 11. November 1942 bei Oberuzwil erschossen wurde.

Gestützt auf Aussagen von Zeitzeugen sowie einige wenige schriftliche Quellen, Fotos und Wochenschauausschnitte zeichnet Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S. die Lebensgeschichte, den Prozess und die Hinrichtung des Schweizer Soldaten Ernst Schrämli nach. … Originalsprache: Deutsch, Schweizerdeutsch – Erscheinungsjahr 1976 (in Deutschland 1977) —> https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Erschiessung_des_Landesverr%C3%A4ters_Ernst_S.

“ … Richard Dindo (* 5. Juni 1944 in Zürich) ist ein Schweizer Dokumentarfilmer italienischer Abstammung. Er lebt in Zürich und in Paris. Wegen seiner akribischen, emotional engagierten Recherchen wird er auch ein «anwaltschaftlicher Filmer» genannt. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Dindo

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lemonhorse / 11 Juni 2018 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Global.Politix:Micro / 0 Comments

[Zur Begegnung mit Phantomen #6… ]

Bild: ‚Der Himmel über Berlin‘ (1987)

“ … In einem Interview berichtete Wim Wenders im Jahr 2009, dass er eine seiner ungewöhnlichsten Erfahrungen mit seinem Film in Tokio gehabt habe. Dort sahen sich in einem stets vollbesetzten Kino ausschließlich Frauen den Film an. Niemand habe sich das dort erklären können. Eine Vermutung dafür sei, dass in dem Film die Männer, also die Engel, zuhören. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Himmel_%C3%BCber_Berlin (29. Mai 2018)

Christian Schröder (02.01.2017): “ … Engel müssen gefallsüchtig sein. Wenn Besitz von Engelslocken, endloses Absingen von Chören und Tragen von golddurchwirkten Gewändern eine Nebenwirkung haben, dann doch wohl diese: verschärfte Eitelkeit. Allerdings gibt es Ausnahmefälle. Man nennt sie gefallene Engel, weil sie sich für das Hässliche statt für das Schöne entschieden haben, für den Aufstand statt für die Unterwerfung, für die Nacht statt für den Tag. … „Die Welt ist alles, was gefallen ist“, befand Ludwig Wittgenstein. Oder war es Fallada? …“ | https://www.tagesspiegel.de/kultur/engelszungen-5-der-gefallene-engel-und-das-gefallene-maedchen/19194232.html

Patrick Wildermann (15.01.2017): “ … Jedenfalls gehören ihm [Yousef Sweid als dem Banditen ‚Liberty Valance‘] die mit Abstand schönsten Sätze: „Ich gehe lieber als aufrechter Teufel unter – lieber an einem Galgen enden, als jeden Abend in einer Nichtraucherbar unsere Depression wegtrinken.“ …“ | https://www.tagesspiegel.de/kultur/premiere-im-gorki-theater-wenn-die-luege-zur-wahrheit-wird/19255438.html

“ … Der heruntergekommen wirkende Privatdetektiv Harry Angel lebt Mitte der 1950er Jahre in New York. Ein undurchsichtiger Klient – Louis Cyphre – beauftragt ihn, einen Schuldner aufzuspüren. … Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times vom 6. März 1987, dass die Handlung des Films der eigentümlichen Logik eines Albtraums entspreche. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Angel_Heart (2018)

Theresia Heimerl (6.6.2018): “ … Den Pakt mit dem Teufel, [] in Goehtes „Faust“ zu literarischen Ehren gekommen, haben sicher viele Menschen des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit zu schließen versucht, genauso wie sie mit Gott und dessen Vermittlern, den Heiligen, zu verhandeln probierten. Vielfachen Nachhall finden diese volksreligiösen Vorstellungen vom Teufel als Vertragspartner in Sagen und Märchen. Freilich ist hier aus dem Verbrechen des Teufelspaktes, das am Scheiterhaufen endete, schon ein Abenteuer geworden, und aus dem fast allmächtigen Teufel ein halbseidener Seelenkäufer, der sich mitunter auch hinters Licht führen lässt. Doch bevor aus dem metaphysischen, allgegenwärtigen Bösen ein literarisches werden kann, bleibt unterm Strich mit dem frühen 18. Jahrhundert eine erschreckende Bilanz an Opfern des Teufels, selbst wenn man jene, die sich vor ihm und seinem höllischen Reich „nur“ zu Tode ängstigten, außer Acht lässt. …“ | https://derstandard.at/2000080981634-5441/Der-Teufel-im-Mittelalter-Verfuehrer-Ketzer-Geschaeftspartner

Ich bringe euch Liebe: “ … Nackt sein ist Sünde. Dieses ganze FKK ist auch ein Werk des Teufels. …“

TanteYOU: “ … Selbstverständlich – deshalb kommen wir auch alle vollständig bekleidet zur Welt…“

Die Gezeichneten: “ … Musikalischer Tipp zum Thema: „Die Sieben Todsünden“ von Kurt Weill (Libretto Bert Brecht) …“

2112Galore: “ … oder It’s a sin von den Pet Shop Boys …“

electric_sheep: “ … Im Fall der römisch-katholischen Kirche steckt der Teufel im Geld. …“

UnrealPlay: “ … Es war halt früher alles einfacher – Damals gab man dem Teufel, dem armen Deifl, für alles die Schuld – das war schnell erledigt, sehr einfach und wenn man eine Person von der Erde tilgen wollte, war er mit dem Teufel im Bude oder besessen oder sont was …“

alles ist relativ: “ … Was man nicht erklären konnte, das bekam den Titel Gott. Was man nicht erklären wollte, nannte man Teufel. …“

lemonhorse / 7 Juni 2018 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Fraktal.Text, Kunst.Encoder / 0 Comments

lemonhorse / 6 Juni 2018 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

[Das Reale, das Symbolische und das Imaginäre #11… ]

“ … [zu: „Grand Budapest Hotel“ (2014):] Patrick Seyboth von epd Film … hob hervor, dass „unter der Verspieltheit […] diesmal eine tiefe Trauer angesichts der Katastrophen der Geschichte“ lauere. Darunter leide der Schwung des Films allerdings nicht, „eher noch scheint er eine trotzige Energie daraus zu ziehen.“ …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Grand_Budapest_Hotel

Rüdiger Suchsland (Grand Budapest Hotel (USA/D/GB 2013) – KRITIK, artechock): “ … Wes Andersons Filme können einem ganz schön auf den Geist gehen. Sie können einen aber auch verzau­bern, und zu Kino­er­leb­nissen verhelfen, wie man sie selten sieht, gerade im Kino der Gegenwart. … Immer noch wirken Andersons Filme in manchen Augen­bli­cken wie Puppen­stuben, narziss­tisch-kitschige Spiel­plätze für Erwach­sene, und der Regisseur wie einer, der auch als großer Junge noch am liebsten Barbie­puppen ankleidet, oder ordent­liche Playmobil-Welten aufbaut. In ihren besten Momenten sind sie aber hoch­poe­ti­sche, tief­grün­dige Panoramen voller Einfälle, die tatsäch­lich neue fremde Welten schaffen, die mehr Phan­tastik sind, als Fantasy – eben für Erwach­sene: Sie kommen ohne Gnomen, Drachen und Zauberer aus – denn die Monster stammen aus unserer eigenen Welt. …“ | https://www.artechock.de/film/text/kritik/g/grbuho.htm

Patrick Seyboth (18.02.2014): “ … Ohne jede Frivolität kontaminiert Anderson die idealisierte, exzentrisch-freizügige Welt des Grand Hotels mit Anspielungen an reales historisches Grauen. Die Werte, die der distinguierte Concierge verkörpert und verteidigt – nämlich Stil, Anstand und Sinnenfreude – sind dem Untergang geweiht. Die Zeit der Barbaren bricht an, schillernd verkörpert von Adrien Brody als skrupellosem Schreibtischtäter Dmitri und Willem Dafoe als seinem Henker Jopling. Im schwarzen Ledermantel scheint er den düstersten Winkeln der frühen Filmgeschichte entstiegen und wirft schon mal beiläufig ein Kätzchen aus dem Fenster. …“ | https://www.epd-film.de/filmkritiken/grand-budapest-hotel

lemonhorse / 6 Juni 2018 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Fraktal.Text, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

lemonhorse / 4 Juni 2018 / Cinema.Exposure, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

[Irrationalismus und das Romantische Erbe #2 … ]


I Hired a Contract Killer (Aki Kaurismäki, 1990)

“ … (E)in anständiger Schluck Whisky, eine Schachtel filterloser Zigaretten und die Bekanntschaft mit der Rosenverkäuferin Margaret wecken plötzlich die Lebensgeister des Todgeweihten. …“ | Quelle: https://www.viennale.at/de/film/i-hired-contract-killer

“ … Dem Killer gelingt es mehrfach, Boulanger aufzuspüren. Schließlich kann er ihn in die Enge treiben. Als sie sich Auge in Auge gegenüberstehen, erschießt sich der schwer kranke Auftragsmörder (Lungenkrebs), der laut seinem Arzt noch etwa zwei Monate zu leben gehabt hätte, schließlich selbst. Margaret hat unterdessen Bahnfahrkarten nach Frankreich besorgt. Sie ginge mit ihm aber auch bis ans Ende der Welt, denn: „Die Arbeiterklasse hat kein Vaterland“. … “ | Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag_mit_meinem_Killer (23. April 2018)

“ … Kein Film Noir ohne eine Wurzel im Urgrund der Romantik, wie auch Kaurismäki sicher weiß, so dass manche Wendung nicht allein grotesk erscheint sondern auch eine Herzensangelegenheit darstellt. …“ | Quelle: https://der-film-noir.de/v1/node/611

“ … Der Verfremdungseffekt besteht im Kern darin, dem Betrachter vertraute Dinge in einem neuen Licht erscheinen zu lassen … Das Gewohnte soll im Verfremdeten erkannt werden; dazu ist eine aktive, aber distanzierte (rationale statt emotionale) Mitwirkung des Zuschauers erforderlich. … Brecht verstand sein Konzept weniger als Lehrmethode … , sondern wollte in erster Linie das Vergnügen und den karnevalesken, ambivalenten Spaß der Zustände in der realen Welt zugänglich machen. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Verfremdungseffekt (9. April 2018)

lemonhorse / 29 Mai 2018 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Fraktal.Text, Kunst.Encoder / 0 Comments

[Subjekt & Objekt #6… ]

“ … Interview mit Ingmar Bergman 1976 (kurz nach seiner Emigration aus Schweden, wo er wegen des Verdachtes der Steuerhinterziehung während einer Probe im Stockholmer „Dramaten“ von der Polizei abgeführt worden war, einen Nervenzusammenbruch erlitten und einen Selbstmordversuch unternommen hatte. Obwohl das Gerichtsverfahren aus Mangel an Beweisen niedergeschlagen wurde, verließ Bergman Schweden und wohnte eine Zeitlang in München, wo er den Film „Schlangenei“ drehte und am Residenztheater inszenierte.) …
BERGMAN: … Ich bin Regisseur, Sie sind Journalist. Warum sind Sie Journalist?
André Müller: Das kann ich jetzt nicht…
BERGMAN: Warum denn nicht?
André Müller: Ich habe zu diesem Beruf ein ziemlich gestörtes Verhältnis.
BERGMAN: Ja, warum denn?
André Müller: Weil das, was wir hier machen, doch sehr einseitig ist, und weil das immer so ist, weil es ein Fragen und Antworten ist und eigentlich kein Kontakt. …
BERGMAN: Also, Sie haben zu Ihrem Beruf ein ambivalentes Verhältnis?
André Müller: Ja, ich würde manchmal, anstatt zu fragen, lieber über mich et­was sagen.
BERGMAN: Ach so, ja, etwas Persönliches? Sie wollen kreativ sein? Dann sind wir ja nicht so weit weg voneinander. …“ | Quelle: http://elfriedejelinek.com/andremuller/interview%20mit%20ingmar%20bergman.html

Der Spiegel (26.10.1960): “ … Die wesentlichste Parallele [ ] zwischen Strindberg und Bergman ergibt sich aus dem Bestreben beider, eher subjektive Erfahrungen als objektive Gegebenheiten darzustellen. „Das Sich selbst-Ergründen ist vielleicht das dankbarste Studium, das es gibt“, schrieb Strindberg. Bergman formulierte: „Meine Lust ist es, Filme zu machen aus den Zuständen, Spannungen, Bildern, Rhythmen und Charakteren, die ich in mir trage und die in der einen oder anderen Weise für mich aktuell sind.“ … Wie bei Proust der Erzähler, so erinnern sich bei Bergman die verschiedenen Gestalten ihrer Vergangenheit, lassen sie wieder aufleben oder versuchen sie zu wiederholen. Viele seiner Filme, vor allem die neueren, sind ein Geflecht aus Fabel, anekdotischen Details und dialogischer Reflexion, oft unterbrechen Träume und Rückblenden den Ablauf des Geschehens. Fast alle Bergman-Filme kreisen um ein Thema, das ihrem Schöpfer eindeutig auch im Privatleben anlastet: das Leben zu zweit. … In „Die Erwartung der Frauen“ mag ein Mädchen nicht baden gehen, weil im Wasser zu viele dicke Fische sind: Als sie ihrem Freund sagt, was der Grund ihrer Scheu sei, bricht der in Gelächter aus. „Worüber lachst du?“ fragt sie. „Über Freuds Theorien“, antwortet er. …“ Quelle: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43067232.html | http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/43067232

Gabriele Meister (06.03.2015): “ … Wer von Fischen träumt, heißt es in Sigmund Freuds erstem Bestseller Die Traumdeutung aus dem Jahr 1899, der träumt in Wirklichkeit von Sex. Und wer von Schlangen, Schnecken, Stöcken, Schirmen, Bäumen, Messern, Hämmern, Wasserhähnen, Hängelampen, Bleistiften oder Flugmaschinen träumt, der träumt auch von Sex. Freuds Versuche, die verborgenen Fantasien der Menschen zu verstehen, indem er ihre Träume deutet, sind wegweisend für die Psychologie – und umstritten. …“ | https://www.zeit.de/campus/2015/02/sigmund-freud-psychoanalyse-leben

lemonhorse / 25 April 2018 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Fraktal.Text / 0 Comments

[Zum Wahn der Liebe #67 … ]

“ … For L’Atalante is no idealized, swooning romance: it’s a film about the stink of love, the squalor of love, the anger and boredom and perverse complexity of love. Nothing is simple—let alone perfect—in Vigo’s vision of love, and the film is all the more intriguing, erotic, and romantic for its messiness. … „I wanted to see you…in the water!“ he jokes. „You laugh, but it’s true,“ she says. „You’ll see one day, when you really try.“ …“ | via –> https://unaffiliatedcritic.com/2017/01/latalante-1934/ // https://de.wikipedia.org/wiki/Atalante_(Film)

lemonhorse / 3 April 2018 / Cinema.Exposure, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

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