[Zur Ontologie des nicht Seienden #16… ]

Thomas Metzinger (06.09.2017): “ … Humanoide Roboter lösen etwas in uns aus, was ich „soziale Halluzinationen“ nenne. Wir Menschen haben die Fähigkeit, uns einzubilden, es mit einem selbstbewussten Gegenüber zu tun zu haben, auch wenn das nicht der Fall ist. Davon gibt es Vorstufen: Kinder und Naturvölker glauben oft an eine beseelte Natur. Wenn der Computer spinnt, brüllen wir ihn an. Andere Menschen lieben ihr Auto oder vermissen ihr Handy. … Wirkt der Roboter zu echt, finden das viele Menschen tatsächlich gruselig. Forscher nennen diese Grauzone „uncanny valley“, das unheimliche Tal. Das ist wie in einem Horrorfilm. Wenn wir merken, da schaut uns etwas an, das eigentlich tot ist, rührt das an Urängste. … Ich kann mir […] vorstellen, dass in 20 Jahren in einem ethischen Streitgespräch mal jemand auf den Tisch haut und sagt: „Jetzt mal langsam, das ist bloß eine Maschine!“ Und die Antwort dann lautet: „Wie? Maschine? Das ist mein Freund! Immer gewesen.“ …“ | Aus: „Menschen gegen Roboter „Der Evolution ist ja egal, ob wir glücklich sind““ (06.09.2017) | http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/sonntag/menschen-gegen-roboter-der-evolution-ist-ja-egal-ob-wir-gluecklich-sind/20268974-all.html

lemonhorse / 7 September 2017 / Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Global.Politix:Micro, Realitaets.Tunnel / 0 Comments

[Matti (1973 – 2017) … ]

Matti

“ … Mindexpander Logbuch: 161.Eintrag (10.12.1995, 22:23) … Ich sitze auf einem Stuhl, der naturwissenschaftlich aus gigantischen Zwischenräumen besteht, gefüllt mit Zwischenräumen. Ich tippe auf einer Tastatur – die mein Nervensystem als Antwort auf den nicht leicht fassbaren Energietanz konstruiert hat. Mein Nervensystem ist ebenfalls aus Zwischenräumen aufgebaut; funktioniert aber in diesem euklidischen Universum ganz gut (naja, Ansichtssache). … Das Nervensystem verfügt über ein eigenständiges System: das Bewusstsein … Es kann sich selbst umbauen, ausbauen, erweitern, vergrößern. … Es dient gewissermaßen als natürlicher Regulator, je nach Belastbarkeit des Nervensystems. … [Mein] Nervensystem ist jetzt leicht überlastet, sodass es die Beantwortung der unweigerlich auftauchenden Frage nach dem Sinn des Ganzen getrost dem 162. Eintrag überlässt. …“

lemonhorse / 28 April 2017 / Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Realitaets.Tunnel, Visual.Notes / 3 Comments

[Kriegsschauplätze (1947) #28… ]

“ … Einen Tag nach Borcherts Tod, am 21. November 1947, fand die Uraufführung von Draußen vor der Tür in den Hamburger Kammerspielen statt. Erst kurz vor Premierenbeginn erreichte die Todesmeldung die Mitwirkenden …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Borchert (31. Januar 2017)

“ … Kurz vor seinem Tod in Basel urteilte [Wolfgang Borchert] in einem Interview über den sich abzeichnenden Erfolg seines Stücks: „Daß eine Reihe von Bühnen mein Stück aufführt ist reine Verlegenheit – was sollen sie sonst tun?“ …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Drau%C3%9Fen_vor_der_T%C3%BCr (31. Januar 2017)

Lutz Herden „1947: Klabautermann“ (13.02.2017): “ … Das Heimkehrer-Drama „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert wird als Hörspiel ausgestrahlt [am 13. Februar 1947 vom Nordwestdeutschen Rundfunk]. … Wer den Krieg überlebt hat, ist nicht davongekommen, glaubt der Autor … Borchert wird Beckmann. Und Beckmann rettet Borchert. Für ein paar Tage zumindest, für acht, um genau zu sein, in denen Draußen vor der Tür entsteht als dramatisches Traktat, das wohl „kein Theater spielen und kein Publikum sehen will“, ist der Autor überzeugt. … Beckmann in seiner Stunde null trifft auf Deutschland im Jahr zwei nach der Stunde null, auf Menschen, befallen von der Seuche und Sucht des Vergessens, gegen die kein Krieg gewachsen ist. Und keine Not. Beckmann kann tun, was er will, bebend vor bleierner Schwere und zitternd vor angestauter Verzweiflung, immer zieht es ihn ins nasse Grab der Elbe, wo es kalt ist und er endlich wieder einschlafen kann, wenn das Vergangene hinabsinkt wie ein leerer Stiefel. … „Lass Dich auf Deinem einmal beschrittenen Weg nicht beirren. Schreibe für uns, Deine Kameraden“, verlangt einer, der mit „ein Kriegsversehrter aus Essen“ unterschreibt. Dass Borcherts expressive Sprachwut viel fatalistische Hingabe ans Unabänderliche umgibt, stört kaum. Der Zeitgeist verzeiht nicht nur, er braucht die suizidale Inbrunst. Und Bertolt Brechts Hinweis – „Die dunklen Mächte“, (…) die dich da schinden, sie haben Name, Anschrift und Gesicht“ – verblasst. …“ | Quelle: https://www.freitag.de/autoren/lutz-herden/1947-klabautermann

lemonhorse / 14 Februar 2017 / Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text, Kunst.Encoder, Realitaets.Tunnel / 0 Comments

lemonhorse / 28 Januar 2017 / Realitaets.Tunnel, Visual.Notes / 0 Comments

lemonhorse / 20 Januar 2017 / Realitaets.Tunnel, Visual.Notes / 0 Comments

[Fellini #18… ]

„A director´s notoebook“ by Federico Fellini shot in 16mm (54 Minutes, 1969) | Fellini discusses his views of making motion pictures and his unorthodox procedures. He seeks inspiration in various out of the way places. During this film viewers go with him to the Colisseum at night, on a subway ride past Roman ruins, to the Appian Way, to a slaughterhouse, and on a visit to Marcello Mastroianni’s house. Fellini also is seen in his own office interviewing a series of unusual characters seeking work or his help.

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lemonhorse / 7 Januar 2017 / Cinema.Exposure, Kunst.Encoder, Realitaets.Tunnel, Traum.Log / 0 Comments

lemonhorse / 1 Januar 2017 / Realitaets.Tunnel, Visual.Notes / 0 Comments

lemonhorse / 16 Dezember 2016 / Found.Stuff, Gedanken.Memo, Realitaets.Tunnel, Visual.Notes / 0 Comments

[Mythen meiner Kindheit #4… ]

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// Michael Buselmeier (3. März 1995): “ … Tim (im Original Tintin) ist ein rätselhafter Held, wie Lohengrin unnahbar und unerklärbar. Halb Knabe, halb Übermensch, mit rotblonder Haartolle und rundlichem Stupsnasengesicht, ist er seit 1929 überall in der Welt, wo Unrecht geschieht, zur Stelle, um der guten Sache zu dienen, anfangs mit politischem Auftrag („Tim im Land der Sowjets“), bald jedoch Sklavenhändlern, Falschmünzern und Rauschgiftdealern auf der Spur. Er beginnt als Antikommunist und endet an der Seite von Guerilleros („Tim und die Picaros“, 1975). Zwar nennt er sich stets Reporter, aber er arbeitet eigentlich nie journalistisch, sondern nur als Detektiv. Er ist übergescheit und asketisch, ein Verkleidungskünstler, er beherrscht sämtliche (Kampf-)Techniken und Waffen, weiß einen Tiger zu bändigen; ein Flugzeug, ein Unterseeboot, eine Mondrakete zu steuern, immer begleitet und unterstützt von Struppi, dem Foxterrier, der alle Handlungen witzig kommentiert, und von Haddock, einem polternden, versoffenen Kapitän. …“ | http://www.zeit.de/1995/10/Tintin_auf_dem_Venusberg/komplettansicht

// “ … Einem deutschsprachigen Publikum wurden Tim und Struppi erstmals am 9. Februar 1952 im Hamburger Abendblatt mit Tim auf der Jagd nach dem geheimnisvollen Zepter vorgestellt. In dieser Zeitung erschienen bis 1971 insgesamt 16 der Abenteuer, einige als deutsche Erstveröffentlichung. Ebenfalls ab 1952 brachte der belgische Originalverlag Casterman die ersten deutschsprachigen Tim-und-Struppi-Alben auf den Markt: die Tim, der pfiffige Reporter betitelte Hardcover-Reihe erschien bis 1963; seit 1967 erscheinen die Softcover-Alben des Carlsen Verlags. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Tim_und_Struppi (19. November 2016)

lemonhorse / 21 November 2016 / Found.Stuff, Kunst.Encoder, Realitaets.Tunnel, Visual.Notes / 0 Comments

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