[no need to be labeled… ]

How much longer will we use the term „contemporary art“?

I guess in the old sense the term „contemporary art“ is already long gone. It is of course still used by the traditional art museums, magazines and commercial galleries. But this only means that it is used to protect a territory that has already lost its meaning, relevance and energy. There is still money to be made on it for galleries. Customers want a guarantee that an image is contemporary art and not, say…, photography. For the museums the term has a Disney or Las Vegas effect. And this is the whole story. „Contemporary art“ is like „French cuisine“ or „rap music“. The term will still be around as long as people can make a profit from it, which is OK, but the interesting stuff is made outside of this context, in relation to the net, to cities, to society, to fashion, to whatever… and does not need to be labeled.

From: „JAN ÅMAN“ One Question Interview (Aug 1, 2008)
Source: onequestioninterview.com/2008/08/jan-man.html

lemonhorse / 4 September 2008 / Fraktal.Text, Kunst.Encoder

[Zum Triebleben der Klänge… ]

[…] „Traditionally the words tape music have referred to the target media of a new kind of music. This new kind of music is not composed for arbitration by a pianist and the piano, so it must not be piano music. . . not for the string quartet, not for the orchestra, not even for the rock ’n roll band.

[…] „The idea of a music composed for a fixed medium, while perhaps starting down a path, does not really lead us to a fundamentally new art. If the only criteria for differentiating tape music from all other musics is the fixed delivery medium — magnetic tape, vinyl, CD, miniDisc — then our thought has just led us to all industrialized forms of music, so called „popular“ and „classical“. When this is our only standard, we discover tape music is actually the foremost music of our time. The kids love it, the moms subdue their road-rage with it, the dads sing tunelessly with it, and so on.

The pieces we present transcend simplistic notions of music and its materials and its „instruments.“ The recording/playback media itself is treated not as a stand-in for an absent performer, a poor man’s orchestra, but as a vital and unique territory for exploration/exploitation. They coexist in many worlds, blurring the line between composition, field recordings, sound design, „cinema for the ear,“ virtual

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reality, „radio“ drama, and sound synthesis. This artform does not depend upon the posturing of performers. It does not worship the technology with which it was produced, nor does it fetishize the physical medium in which it is contained. There is nothing to see here! In the same way cinema is NOT theatre, tape music is NOT music.

From: „What is Tape Music??“
Notes, The San Francisco Tape Music Collective (2007)
Source: http://sfsound.org/tape/

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[…] „Da ist sehr wohl ausreichend Raum, von der die Popwelt nichts wissen will und kann. Pop ist nicht an einem schöpferischen Prozeß interessiert. Pop hinterfragt keine künstlerischen Zusammenhänge. Pop kann nicht Musik sein, die aus ihrer Konzeption heraus Intoleranz und Unfreiheit vorzubeugen vermag. Pop ist reaktionär. In Pop soll man sich nicht musikalisch vertiefen, das dauert zu lang. Pop ist schnell und will viel verkaufen. Daraus ergibt sich für Komponisten und Interpreten mehr als nur eine ästhetische Konsequenz: Man muß den Zustand erkennen und sein musikalisches Schaffen jenseits dieser gewaltigen Reizüberflutung positionieren. So muß man sich vergegenwärtigen: Was ist nicht schon assimiliert? Wie kann ich Geist und Herz mit Musik bewegen, ohne mich des gefälligen und schlichten Popvokabulars zu bedienen, zumal es bei längerer Betrachtung offenkundig ist, daß Pop nicht bewegt, sondern lediglich stimuliert. Und […] ich differenziere hier bewußt nicht mehr zwischen Popmusik und der sogenannten klassischen Musik. Alle Beobachtungen beziehen sich auf die gesamte Musikwelt, wie wir sie heute erleben. Die Zeiten, in der das Hören und Spielen von europäischer Konzertmusik a priori einen anderen qualitativen Stellenwert hatte, sind vorüber. …“
(Aus „Elektronische Musik und soziale Resonanz“
Mark Polscher, Vortrag in Dresden, 2001
Quelle: polscher.de/download/text/dzzmemsr.pdf

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“ […] Jedoch offenbart sich meinem Klanggefühl heute ein durchweg künstlich aufrecht erhaltenes und pornografisch ausgebeutetes „Triebleben der Klänge“; und fast nur noch von der distanzierten Position des Schneidetisches aus wird mir dieser Klang wieder zur Musik.“
Aus: „Musik mit Musik“ Von Johannes Kreidler, 2007
Quelle: kreidler-net.de/musikmitmusik.html

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product placements (2008)
Musikstück / Aktion („Musiktheater“)
Stereo-Soundfile: Dauer: 33 Sekunden, mit 70200 Fremdzitaten.
Anmeldung bei der GEMA mit 70200 Einzelnachweisen für jedes darin verwendete Zitat.

=> archive.org/details/JohannesKreidler—ProductPlacements

// netzpolitik.org/2008/kunstaktion-am-129-papierberge-fuer-die-gema/

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DJ Ötzi und “geistiges Eigentum” ist eigentlich DER Oberknaller …

[Aus einem Kommentar von Stefan – 26. April 2008 zu „Offener Brief der Musikindustrie an die Kanzlerin zum Tag des geistigen Eigentums – und meine Antwort“ Von René am 24. April 2008]
Quelle: nerdcore.de…

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[…] „Es gilt nachzudenken, ob das gegenwärtige Urheberrecht den Technologien und der Ästhetik nach noch tragbar ist. Kopiert wird überall und ist (notwendiger) Teil der Kultur. Was bringt es, ein Werk zu schützen? Verliert ein Komponist (der Neuen Musik, wohlgemerkt) dadurch nennenswert Geld? Sind seine eigenen Partituren völlig rein von fremden Ideen?“ …
Aus: „Neue Musik und Urheberrecht“ – Posted by: Mirko Maier (05.08.2008)
http://blogs.nmz.de/szenemusik/2008/08/05/neue-musik-und-urheberrecht/

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[…] Eine zentrale Forderung Kreidlers lautet, dass Kreativität legal sein muss – eine Voraussetzung, die, so selbstverständlich sie auch klingen mag, derzeit nicht gegeben ist. …
„Das Werk ist Netzwerk“ – Peter Mühlbauer TP, 22.08.2008
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28568/1.html

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KonTexte:

LASER#17 : [Zum Spannungsfeld der Musikindustrie… ]
=> subfrequenz.net/forum/index.php/topic,46.0.html

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Update 14.09.2008:

„Komponist nimmt seine 70.200 GEMA-Formulare wieder mit“ (13.09.2008)
heise.de/newsticker/Komponist-nimmt-seine-70-200-GEMA-Formulare…

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„Komponist über absurdes Copyright „Kopiert wird dauernd““ (10.09.2008)
http://www.taz.de/1/leben/musik/artikel/1/kopiert-wird-dauernd

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„Pflaumenkuchen und MP3s: GEMA-Aktion von Johannes Kreidler“
By Julia Seeliger • September 12, 2008
julia-seeliger.de/von-pflaumenkuchen-und-mp3s-gema-aktion…

lemonhorse / 27 August 2008 / Akustische.Wellen, Daten.PolitixMicro, Kunst.Encoder / 1 Comment

[Secrets for Sale… ]


[Source =>boxproductions.ch/secrets/blog/]

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[…] „Der Wunsch nach [ ] Veräußerung und Darstellung in den Medien, sei es in Talkshows, Reality-TV, Internet-communities wie facebook, privaten blogs oder Plattformen wie myspace, ist größer denn je. Eine Fülle an Geständnissen, öffentlichen Selbstinszenierungen und körperlichen Exhibitionismen überlagert einen kritischen Diskurs. […] Susanne Schuda bezieht sich in ihrem interaktiven Animationsvideo „Die Schudas“ auf TV-Formate, die Privates rücksichtslos öffentlich machen, etwa Talk Shows oder Reality TV. Als Regisseur navigiert der Besucher durch die Wohnung der Familie Schuda und ihrer Nachbarn. Im Zentrum des engbegrenzten Lebensraum steht jeweils ein laufender Fernseher. Wir dringen in die Privatsphäre der Personen ein und belauschen Gespräche und Selbstgespräche über Körperfunktionen, Minderwertigkeitskomplexe, Selbstmord und sexuelle Frustration. In ihrem Projekt „Secrets for Sale“ sammelte Elodie Pong über einen längeren Zeitraum über 300 Geheimnisse freiwilliger Teilnehmer, die sie für ein individuell ausgehandeltes Entgelt abkaufte. Die Bandbreite reicht von banalen Diebstählen als Kind über sexuelle Geständnisse bis hin zu persönlichen Dramen. Die Aufzeichnungen füllen über neun Stunden Material und korrespondieren mit der Flut an intimen Veröffentlichungen in den Medien.“ …
Aus: „Zeigt her eure Körper, zeigt her eure Seelen
Öffentliche Inszenierung von Intimität und Privatheit“
Florian Freier (DE), Oriana Fox (USA/GB), Elodie Pong (USA/CH), Fiona Rukschcio (A), Susanne Schuda (A), Schwestern Brüll (A) Performances von Carmen Runge/Isabell Groß (DE), Patrycja German (POL/DE), Ausstellung vom 13. Juni – 2. August 2008 Eröffnung 12. Juni 2008, 20 Uhr kuratiert von Maria Schindelegger
Quelle: aden.lothringer13.de/program/zeigt08/pm-zeigt08.pdf

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„erschöpft, Mein Leben verläuft viel zu sehr nach Plan. Ich hab eigentlich immer einen Plan.“ …
Geständnis 00008326 @ parkuhr.net
=> http://www.parkuhr.net

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=> http://postsecret.blogspot.com/

lemonhorse / 5 August 2008 / Found.Stuff, Fraktal.Text, Kunst.Encoder

[Notiz zum Tapp und Tastkino… ]


Tapp und Tastkino, 1968


Synthetic Performance in Second Life, 2007

[…] „Eva and me, we hate performance art, we never quite got the point. So, we wanted to understand what made it so un-interesting to us, and reenacting these performances was the best way to figure it out….“

From a interviews with Eva and Franco Mattes
aka 0100101110101101.ORG (2007)
Source: …01110101101.org/home/performances/interview.html

picture source:
„Reenactment of Valie Export and Peter Weibel’s Tapp und Tastkino“
=> …110101101.org/home/performances/performance-export.html

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Exkurs:
[…] „When we say expanded cinema we actually mean expanded consciousness“. …
From: „EXPANDED CINEMA“ a Book by Gene Youngblood
Introduction by R. Buckminster Fuller
Source: PDF_ExpandedCinema/ExpandedCinema.html
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Expanded Cinema – VALIE EXPORT/PETER WEIBEL
(THOMAS DREHER, pdf)
=> dreher.netzliteratur.net/2_Export.pdf

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[…] „schliche man sich daher auch in eines ihrer Seminare an der Kölner Kunsthochschule für Medien, wo sie seit 1995 eine Professur hält, um zu lauschen, ob sie noch Sätze äußert wie: „Die Massenmedien kolonisieren unser Bewußtsein, unsere Gefühle, Wünsche, Werte und Ziele zum Zweck der Manipulation. Doch Menschen sind verantwortlich für den Einsatz und die Erfindung der Technologie, sie tragen die Verantwortung der philosophischen, sozialen und politischen Beziehungen zwischen Technologie und wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Technologie dominiert uns nicht, wenn wir uns gegen die Dominanz wehren. Sie ist ein Teil von uns, die Technologie sind wir. Der Mensch stellt die Schlachtfelder her.“ “ …
Aus: „Split:Reality VALIE EXPORT“ (inbeta.de, Datum ?)
Quelle: inbeta.de/theatermaschine/netzwerk/vexport0801.htm

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[…] „Als sie sich 1968 in einem Münchner Pornokino mit rund um ihr Geschlecht ausgeschnittenen Hosen und mit einem Gewehr in der Hand unter das Publikum mischte, wurde klar, dass sie sich mit Einsatz ihres Körpers für die Durchsetzung ihrer künstlerischen und gesellschaftskritischen Anliegen einsetzen würde.“ …
Aus: „Vagina mit Männerstimme“ Marguerite Menz (14. August 2004)
Quelle: nzzamsonntag.ch/2004/08/14/fe/page-article9PQO0.html

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[…] „Wenn die Wiener Künstlerin Elke Krystufek heute öffentlich masturbiert, mag das exhibitionistisch wirken. Ein Stück Export’sche Aufklärung ist dennoch dabei.“ …
Aus: „Sex, Lügen & Videos“ Von MATTHIAS DUSINI
(Originaltext aus Falter 05/05 vom 02.02.2005)
Quelle: basis-wien.at/cgi-bin/browse.pl?t=objk.tpl&objkid=83980

lemonhorse / 5 August 2008 / Cinema.Exposure, Fraktal.Text, Kunst.Encoder

[Deep ASCII… ]

Deep ASCII (1998)
programming by Luka Frelih
produced at Ljudmila and WorldWide Video Festival, Amst
http://www1.zkm.de/~wvdc/ascii/java/

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[…] Die Computer-Künstler des ASCII Art Ensembles schlossen sich mit dem Ziel zusammen, durch die „’Rückübertragung’ bewegter Filmbilder“ in den Ascii-Zeichencode Kunst zu schaffen. […] Das ASCII Art Ensemble stellt bewegte Bilder, beispielsweise aus dem Film „King Kong“, durch ASCII-Zeichen dar. Die aus den 256 ASCII-Zeichen bestehenden, also nur durch Zahlen und Buchstaben grün auf schwarz abgebildeten Filme, rufen die Darstellungsweise früher Computer ins Gedächtnis zurück. „Das Verfahren erinnert an frühe, grafiklose und 24-nadelige Stadien der Druckertechnologie, als Bilder nur durch im Computer vorhandene ASCII-Zeichen dargestellt werden konnten und dementsprechend unentzifferbar waren.“ Die Bilder verlieren somit zu einem gewissen Teil ihre Aussage, gewinnen allerdings eine neue. …

Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Poesie (28. März 2008)

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ASCII Art Ensemble
=> http://www.desk.org/a/a/e/first.html

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CONTEMPORARY ASCII
=> http://www.ljudmila.org/~vuk/ascii/

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ASCII
=> http://de.wikipedia.org/wiki/ASCII

lemonhorse / 16 Juli 2008 / Daten.PolitixMicro, Kunst.Encoder

lemonhorse / 15 Juni 2008 / Kunst.Encoder, Visual.Notes

lemonhorse / 29 Mai 2008 / Kunst.Encoder, Visual.Notes

[Global Security Alliance… ]

[…] GSA provides a rich spectrum of system solutions and individual applications for a diversity of requirements. The broad range of task reaches from issues of security esthetics, symbolic and mental defense, to consensual manipulation, deep structural analysis and artistic personal protection.

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[…] „Künstler wie auch Terroristen arbeiten asymmetrisch und unkonventionell und verwenden unorthodoxe Methoden und Praktiken. Bewegungen wie Dada oder die Situationisten wurden deshalb auch einem intellektuellen Terrorismus zugeschrieben. William Burroughs beschreibt in „The Electronic Revolution“ die Taktik psychologischer und gewaltfreier Attacken. Und Hakim Beys einflussreiche Arbeit zu „Temporär Autonomen Zonen“ stellt das Konzept eines poetischen Terrorismus vor.

„Global Security Alliance“ interveniert als Sicherheitsdienstleistungsunternehmen in dieses Feld und bietet ein breites Spektrum von Systemlösungen und Einzelanwendungen für vielfältige sicherheitskulturelle Anforderungen. Die Palette der Aufgabenstellungen reicht von Fragen der Sicherheitsästhetik, symbolischer Verteidigung und Manipulation bis hin zu Tiefenanalyse und künstlerischem Personenschutz…“

=> global-security-alliance.com

=> global-security-alliance.com/research/

lemonhorse / 27 Mai 2008 / Global.Politix:Micro, Kunst.Encoder, Visual.Notes

[Eine zeitgemäße Erregung… ]

[…] Nach Willi Forsts „Die Sünderin“ (1950) war Ingmar Bergmans „Das Schweigen“ (1963) einer der Höhepunkte dieser filmischen Konflikt- und Skandalgeschichte der Bundesrepublik. […] „Es waren […] weiterhin Spielfilme mit künstlerischem Anspruch, die weiterreichende Proteste hervorriefen – wie etwa Bernardo Bertoluccis „Der letzte Tango von Paris“ (1972), Pier Paolo Pasolinis „Die 120 Tage von Sodom“ (1975) oder Nagisa Oshimas „Im Reich der Sinne“ (1976). Inwieweit sich die Deutungsmuster und Konfliktlinien dabei änderten oder sich bestimmte Haltungen der 1960er-Jahre trotz des gesellschaftlichen Wandels wiederholten, wäre noch zu untersuchen.“

Aus: „Eine zeitgemäße Erregung“ Von Philipp von Hugo
Der Skandal um Ingmar Bergmans Film „Das Schweigen“ (1963) und die Aktion „Saubere Leinwand“ , in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History, Online-Ausgabe, 3 (2006) H. 2,

LINK: zeithistorische-forschungen.de/16126041-vHugo-2-2006

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[…] “ Das Programm „L´ÉROTISME“ bewegt sich in den Grenzbereichen von Erotik, Sex und Gewalt. In der Mitte der 80er Jahre sorgten noch die Filme von Lydia Lunch und Richard Kern für eine Erstürmung des Berliner Eiszeitkinos, das Mobilliar wurde zerschlagen und die Kopie gestohlen. Mit der distanzlosen Betrachtung menschlicher Abgründe wollte man sich nicht auseinandersetzen.“
Aus: „HÉRÉTIQUES: CINÉMAS ICONOCLASTES QUÉBÉCOIS“ (2008 (?))
Quelle: cinema-abattoir.com/…

lemonhorse / 28 April 2008 / Cinema.Exposure, Kunst.Encoder / 0 Comments

lemonhorse / 27 April 2008 / Akustische.Wellen, Electro.Labor, Fraktal.Text, Kunst.Encoder, Realitaets.Tunnel / 0 Comments