[Das Reale, das Symbolische und das Imaginäre #16… ]

“ … Aus internen Mails, Verträgen und Excel-Tabellen wurde ersichtlich, dass das Unternehmen im Zuge der Mautausweitung auf zweistreifige Bundesstraßen bei jährlichen Betriebskosten von etwa zwei Millionen Euro dem Bund Betriebskosten von fünf Millionen Euro in Rechnung gestellt hatte. Die Staatsanwaltschaft Berlin stellte 2018 die Ermittlungen ein. … “ | https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Toll_Collect&oldid=179855901 (9. August 2018)

Ein Kartell gegen die Steuerzahler“ – DIE ZEIT Nr. 33/2018, 9. August 2018: “ … Bei Toll Collect gibt es sogar einen Begriff für die Methode, möglichst viele und hohe Kosten beim Bund abzurechnen: „Storytelling“. Es geht darum, Geschichten zu erzählen, die der Bund glauben kann. … Enrique S. bezeichnet seine Methode […] als „kreativ“, so erinnert Wedler sich. Enrique S. streitet das später gegenüber der Staatsanwaltschaft nicht ab. …“ | https://www.zeit.de/2018/33/toll-collect-lkw-maut-staat

ssandra.ka #7 “ … Daß jetzt Kosten im Hundertmillionenbereich skandalisiert werden, finde ich übertrieben. Da sollte sich die Presse zuerst um die Löcher im Hundert-Milliarden Bereich kümmern (Euro Nullzinsen, Target 2, Migrationskrise). …“

NoG #7.1: “ … Hat ja nicht lange gedauert. Im Malunterricht haben sie damals auch die Turnhose angezogen weil Sport wichtiger ist? …“ [Kontext: https://de.wikipedia.org/wiki/Whataboutism]

lemonhorse / 9 August 2018 / Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro / 0 Comments

[Das Reale, das Symbolische und das Imaginäre #15… ]

Philipp Blom (2018): “ … Wir bewegen uns zwischen den Kulissen der Aufklärung wie Schauspieler mit dem falschen Text im Bühnenbild eines längst abgespielten Stücks. … Weil es immer mehr Menschen mit der Angst zu tun bekommen. Immer mehr Menschen fürchten den Verlust von Besitz und Status, den Verlust einer vertrauten Welt, den Verlust der Hoffnung. Immer mehr Menschen sehen eine wachsende Kluft zwischen der offiziellen, liberal geprägten Wirklichkeit und dem, was sie selbst erleben.
Die globale Wirtschaftsordnung ist zu einer bitteren Parodie der aufgeklärten Gedanken mutiert, auf die sie sich beruft. Sie ersetzt die Rationalität durch die Rationalisierung, den Universalismus durch den globalen Markt, die Freiheit des Menschen durch die Wahl der Konsumenten zwischen Produkten und die Gleichheit durch statistische Normierung. … Diese Parodie erklärt einen Teil der Angst, die in unsere Gesellschaften sickert. … Zur Veränderung kommt die Verlogenheit. Politiker und Ökonominnen sprechen von Wirtschaftswachstum, von Innovation und Produktivität, von Vollbeschäftigung und Wohlstand, aber gleichzeitig verdienen immer weniger Menschen immer mehr, während immer mehr Menschen begreifen, dass es für sie keine bessere Zukunft gibt, dass sie zwar für das System funktionieren müssen, das System aber nicht für sie.
Immer mehr Menschen spüren, dass die künstliche politische Idylle der Nachkriegszeit vorbei ist, dass die Geschichte zurückgekehrt ist nach Europa, mit all ihren längst überwunden geglaubten Schattenseiten, und mit ihr auch ihr Lebensabschnittsgefährte, der alles beherrschende Markt. … “ | https://www.zeit.de/2018/32/philipp-blom-salzburger-festspiele-aufklaerung-rede-warnung (1. August 2018)

Paul Max #31 “ … Übrigens, nett gesungen Herr Blom, aber es stellt sich doch die Frage, waren wir je Kinder der Aufklärung. … Wir haben uns in einem Phrasenwald dermaßen verirrt, und jeder glaubt seine Phrase, Aufklärung, Säkularität, Glaube (welcher auch immer … der Glaube an sich selbst, als einzigen Maßstab), Liberalität, etc. … Ich denke Huxley (Brave New World) hatte völlig recht, für 99,9% der Bevölkerung dieses Planeten wäre Soma [Allen Kasten gemeinsam ist die Konditionierung auf eine permanente Befriedigung durch Konsum, Sex und die Droge Soma, die den Mitgliedern dieser Gesellschaft das Bedürfnis zum kritischen Denken und Hinterfragen ihrer Weltordnung nimmt. Die Regierung jener Welt bilden Kontrolleure, Alpha-Plus-Menschen, die von der Bevölkerung wie Idole verehrt werden. … ], das einzige, was sie tatsächlich glücklich machen würde. Alles andere ist (schöne) Illusion. …“

“ … Blom attestierte in seiner Rede, dass es in westlichen Ländern seit dem Ende des Totalitarismus keinen so weitreichenden und mächtigen Angriff auf die Aufklärung gegeben habe wie heute: „Die Aufklärung ist der Versuch, das kritische Denken und den Respekt vor Fakten höher zu achten als Meinungen, Vorurteile, Gefühle, Traditionen oder Dogmen. Dieses Prinzip ist plötzlich in die Defensive geraten“, erklärte Blom. …“ | Quelle: https://hpd.de/artikel/philipp-blom-bekenntnis-zur-aufklaerung-inzwischen-zur-phrase-verkommen-15826 (1. Aug 2018)

A.S. am 2. August 2018 – 14:22: “ … Das gilt nicht nur für die Ängste, auch für die Hoffnungen. Allgemein: Wer die Fantasien der Menschen steuern kann, kontrolliert die Menschen. Als da sind: Die Fantasie „Goldrausch“; die Fantasie: „Vom Tellerwäscher zum Millionär“; die Fantasie „ewiges Leben“; die Fantasie vom „Herrenvolk“; die Fantasie „Friede auf Erden durch Weltherrschaft Gottes“; die Fantasie vom „auserwählten Volk“; die Fantasie von „sozialer Gleichheit“; die Fantasie vom „besseren Leben in Europa“; … “ Quelle: https://hpd.de/comment/36133#comment-36133

lemonhorse / 7 August 2018 / Fraktal.Text, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro / 0 Comments

[Das Reale, das Symbolische und das Imaginäre #14… ]

Medusa (Franz von Stuck um 1892)

// Franz von Stuck (1863 – 1928)
// https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_von_Stuck

“ …[Medusa tötet. Wer es wagt, ihr ins Gesicht zu schauen und ihrem Blick zu begegnen, erstarrt zu Stein.] … Als Gorgoneion bezeichnet man das von Perseus der Gorgone Medusa abgeschlagene Haupt, daher auch Gorgonenhaupt oder Medusenhaupt genannt … Als Unheil abwehrendes magisches Schutz- und Schreckmittel (Apotropaion / Schreckbild) schmückt es mannigfach Waffen aller Art, Wagen, Schiffe, Pferdeschmuck, Städtemauern, Amulette, Gewänder, Möbel, Sarkophage usw. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Gorgoneion (4. Januar 2018)

— // “ … In „Der Saal“ behauptete der grichiche Autor Lukian von Samosata aus dem 2. Jahrhundert, es sei nicht der Blick der Gorgo oder irgendein Zauber gewesen, der den Betrachter in Stein verwandelt hätte, sondern ihre Schönheit […] Es gibt [in der Psychoanalyse den Ansatz, demzufolge] der schreckenerregende und destruktive Blick der Medusa die Sinnlosigkeit des Lebens offenbart. Um dieser Sinnlosigkeit – der „Medusa Wahrheit“ – zu entgehen, geben wir uns der lüge hin. Eine Figur in Jack Londons Roman „The Mutiny of Elsinore“ (1914) formuliert es so:

Der elementarste Instinkt des Menschen ist der Kampf gegen die Wahrheit; das heißt gegen die Realität. Von Kindesbeinen an weicht er den Tatsachen aus. Sein leben ist eine ständige Ausflucht. Was ihn am Leben hält, sind Wunder, Chimären, das Morgen. Er nährt sich von Fiktion und Mythos. [..] Der Mensch […] sieht sich zu ständiger Ausflucht genötigt und sucht sie in der Hoffnung, im Glauben, im Märchen, in der Kunst, in Gott, im Sozialismus, in der Unsterblichkeit, im Alkohol, in der Liebe. Von der Medusa-Wahrheit appelliert er an die Maya-Lüge [Illusion]

[…] Wer schaut, kontrolliert die Welt der spezifischen Szene. Wenn jedoch der Schauende beim Schauen von einem anderen angeschaut wird, dann wird er nicht nur zu einem Wesen An – und Für-sich, sondern zu einem verdinglichten Selbst für den anderen. In diesem Fall unterscheidet sich das Selbst, das dem Empfänger des Blicks gehört, von dem Selbst, das von dem anderen gesehen wird, und wie Hazel Barnes in „The Look of the Gorgon“ (1974) erklärt: „Der Blick des anderen offenbart mir, dass ich nicht allein in der Welt bin.“ Das mag in sich stimmig sein, bis mir klar wird, dass jetzt „die Welt nicht mehr meine Welt ist.“ – Kurz gesagt, der Blick des anderen kann „meine eigene, frei organisierte Welt“ verneinen und mich daher „permanent auf ein hartes, steinartiges Objekt reduzieren“. Die einzige Lösung für dieses Problem besteht darin, die eigene Existenz zu behaupten, indem man die sich selbst definierende Entscheidung trifft, den Anderen anzuschauen und damit [all] das zu neutralisieren, was vom lebensverneinenden Blick der Gorgo symbolisiert wird. Dies ist aus Sicht der Existenzialisten die einzig mögliche Rolle des entfremdeten Individuums der Post-Romantik. … Marx, Nietzsche, Freud, Jung, Satre – entkleideten den Medusa-Mythos seiner Magie, seines Aberglaubens … Für Nietzsche war der Kampf zwischen dem apollinischen und dem dionysischen Prinzip Realität. Für Freud und Jung waren die Macht des Unbewussten und der inneren Dämonen genauso real wie die Patienten auf ihrer Couch. …“ | Aus: Medusa – Die schreckliche Schöne“ David Leeming (Wagenbach, 2016) // —

Perseus and Phineas (Carracci and Domenichino – 1597 / 1604-1606), Rome | via

lemonhorse / 14 Juli 2018 / Fraktal.Text, Gedanken.Memo / 0 Comments

[Irrationalismus und das Romantische Erbe #3 … ]

“ … Alles Lebendige aber braucht eine schützende Atmosphäre, einen geheimnisvollen Dunstkreis und umhüllenden Wahn. Ein durch Wissenschaft beherrschtes Leben ist viel weniger Leben als eines, das nicht durch Wissen, sondern durch Instinkte und kräftige Wahnbilder beherrscht wird … So weit ich sehe, sind es zwei Irrtümer, die das denken Nietzsches verstören und ihm verhängnisvoll werden. Der erste ist eine völlige, man muss annehmen: geflissentliche Verkennung des Machtverhältnisses zwischen Instinkt und Intellekt auf erden, so, als sei dieser das gefährlich Dominierende, und höchste Notzeit sei es, den Instinkt von ihm zu retten. Wenn man bedenkt, wie völlig bei der großen Mehrzahl der Menschen der Wille, der Trieb, das Interesse den Intellekt, die Vernunft, das Rechtsgefühl beherrschen und niederhalten, so gewinnt die Meinung etwas Absurdes, man müsse den Intellekt überwinden durch den Instinkt. Nur historisch, aus einer philosophischen Augenblickssituation, als Korrektur rationalistischer Saturiertheit, ist diese Meinung zu erklären, und sofort bedarf sie der Gegenkorrektur. Als ob es nötig wäre, das Leben gegen den Geist zu verteidigen! Als ob die geringste Gefahr bestünde, dass es je zu geistig zugehen könnte auf Erden! Die einfachste Generosität sollte dazu anhalten, das schwache Flämmchen der Vernunft, des Geistes, der Gerechtigkeit zu hüten und zu schützen, statt sich auf die Seite der Macht und des instinkthaften Lebens zu schlagen und sich in einer korybantischen [ausgelassen, wild, zügellos] Überschätzung seiner „verneinten “ Seiten, des Verbrechens zu gefallen, – dessen Schwachsinn wir heutigen [1948] erlebt haben. … Der zweite von Nietzsches Irrtümern ist das ganz und gar falsche Verhältnis, in das er Leben und Moral zueinander bringt, wenn er sie als Gegensätze behandelt. Die Wahrheit ist, dass sie zusammengehören. … Nietzsche, fern allem Rassen-Antisemitismus, sieht allerdings im Judentum die Wiege des Christentums und in diesem mit Recht, aber mit Abscheu, dem Keim der Demokratie, der Französischen Revolution und der verhassten „modernen Ideen“, die sein schmetterndes Wort als Herdentier-Moral brandmarkt. „Krämer, Christen, Kühe, Weiber, Engländer und andere Demokraten“, sagt er, denn den Ursprung der „modernen Ideen“ sieht er in England (die Franzosen, meint er, wären nur Soldaten), und was er an diesen Ideen verachtet und verflucht, ist ihr Utilitarismus und Eudämonismus [ein Begriff der antiken Philosophie, der auf ein ausgeglichenes Gemüt durch Befolgung philosophischer Prinzipien der Ethik zielt], ihre Erhebung von Frieden und Erdenglück zu höchsten Wünschbarkeiten,- während auf solche gemeinen weichlichen werte der vornehme, der tragische, der heroische Mensch doch mit Füßen tritt. Dieser ist notwendig ein Krieger, hart gegen sich und andere, bereit zur Opferung seiner selbst und anderer. Was er dem Christentum vor allem zum Vorwurf macht, ist, dass er das Individuum zu solcher Wichtigkeit erhob, dass man es nicht mehr opfern konnte. Aber, sagt er, die Gattung bestehe nur durch Menschenopfer, und Christentum sei das Gegenprinzip gegen die Selektion. Es hat tatsächlich die Kraft, die Verantwortlichkeit, die hohe Pflicht, Menschen zu opfern, heruntergebracht und abgeschwächt und für Jahrtausende, bis zu Nietzsche hin, die Entstehung jener Energie der Größe verhindert, welche „durch Züchtung und andererseits durch Vernichtung von Millionen Missratener den zukünftigen Menschen gestaltet und nicht zugrunde geht an dem nie dagewesenen Leid, das er schafft.“ – Wer hat jüngst die Kraft zu dieser Verantwortung besessen, diese Größe frech sich zugemutet und die hohe Pflicht, Menschen hekatombenweise [Als Hekatombe bezeichnete man im antiken Griechenland ursprünglich ein Opfer von 100 Rindern.] zu opfern, ohne wanken erfüllt? Eine Crapule größenwahnsinniger Kleinbürger, bei deren Anblick Nietzsche sofort von schweren Migräne mit allen ihren Begleiterscheinungen befallen worden wäre. Er hat es nicht erlebt. …“ — Aus: „Thomas Mann / Vortrag – Nietzsches Philosophie im Lichte unserer Erfahrung“ (1948), Suhrkamp Verlag (Seite 23 u.ff.)

lemonhorse / 6 Juli 2018 / Fraktal.Text, Gedanken.Memo / 0 Comments

[Wort­ge­treu mit feinem Reiz und schroffer Poesie #1… ]

Kurz Notiert: Feris ungekürzte Rede zur Eröffnung des Bachmannpreises in Klagenfurt schafft als Beitrag im Standard aus dem Stand mehr als 600 Kommentare.

Feridun Zaimoglu (4. Juli 2018): „… Ich trat die Heimkehr zu den Verlassenen an. …
Die ungekürzte Rede: —> https://derstandard.at/2000082801180/Feridun-ZaimogluEs-gibt-keinen-redlichen-rechten-Intellektuellen

Wolfxxi, 0x.07.2018: “ … Armer Irrer – Also DER ist echt keine Gefahr, bei diesem wirren Zeugs was er von sich gibt. …“

Teenage Wildlife, 0x.07.2018: “ … Nur weil man Texte nicht versteht, sind diese noch nicht „wirres Zeug“. …“

// “ … Ich bin etwas verdutzt, ich bin fremdstämmig, ich kann mich als Spätdeutschen bezeichnen, ich kann aber auch sagen, ich bin Deutscher mit türkischen Eltern. Punkt. Andere Leute können das auch unter Vermeidung akademischer Floskeln sagen. Das Leben ist stärker als jedes Fremdwort, das wird sich durchsetzen. … Mit Verbrämung, mit Verschleierung kommen wir überhaupt nicht weiter. Wir haben es bei den Populisten und bei den multikulturalistischen Verklärern mit Leuten zu tun, die die Fülle der Fakten nicht aushalten können und das Ganze vereinfachen. Es ist hart, die Verhältnisse sind hart, es war aber immer so. …“ | Quelle: https://www.deutschlandfunkkultur.de/schriftsteller-feridun-zaimoglu-bei-dem-wort.1008.de.html?dram:article_id=421952 (04.07.2018)

// [ … “ … Während der Flüchtlingskrise in Deutschland ab 2015 kritisierte Zaimoglu die Politik von Angela Merkel und Recep Tayyip Erdoğan sowie die „Gewaltkultur“ vieler Einwanderer und „bellende Konservative“. …“ | Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Feridun_Zaimoglu (Stand: 05.07.2018) …]

lemonhorse / 5 Juli 2018 / Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro, Wortbrocken.Cafe / 0 Comments

[Das Reale, das Symbolische und das Imaginäre #13… ]


The Art Forger – SRF (European Broadcasting Union, Am 19.10.2015 veröffentlicht)

Der Kunstmarkt ist eine Fantasiewelt. Es geht um irreale Werte. Der Glaube an Kunst ist wie in die Kirche gehen. …“ (Beltracchi, 8. März 2017)

Farmhouse #4 — 8. März 2017: “ … ich gönne dieser professinellen gehobenen Kunstszene einen Beltracci – den habt ihr euch verdient …“

fabricius3591 #4.1 — 8. März 2017 : “ … Finden Sie nicht, dass das ein bisschen sehr nach dem Neid der besitzlosen Klasse klingt ? …“

Frischfrei #3.7 — 9. März 2017: “ … Welch oberflächliche Retouren. Zur Strafe: Notwendig zwar, aber leider, weil viele Steuerhinterzieher (die öfter als Normalbürger private Käufer teurer Kunstwerke sind) das Gemeinwesen weitaus mehr geschädigt haben als Beltracci, ohne wirkliche Strafe davonkommen. Zur Kunsthochschule: es geht nicht um Unterricht in Kunstgeschichte oder Moral des Malens, sondern auch um Professoren die die Essenz eines Bildes so wiedergeben oder neu kreieren können, dass andere Kunstkenner sich irren. Nur so werden Hypes wirksam demaskiert. … Beltracci hat gezeigt, dass die Kaiser im Kunstmarkt oft nackt sind. …“

haschmi123 #5.6 — 9. März 2017: “ … Was soll daran gut sein, dass man die Experten narrt? Ist etwas gut daran wenn man den Tacho bei einem Gebrauchtwagen verstellt oder Papiere fälscht? Dieser Mann ist für mich ein geldgeiler Betrüger und sonst nichts. …“

Karl Josef Schleidweiler #22 — 9. März 2017: “ … Dass dem Kind, das den Kaiser ohne Kleider, sein aufgeblasenes Wichtigtun entlarvte, die Anerkennung versagt wird, ist bezeichnend für den Markt,
nicht für den Künstler …“

fabricius3591 #8 — 8. März 2017: “ … Ich verstehe den Hype um diesen Mann nicht. … Ich kann da beim besten Willen nix cooles dran finden, sondern allenfalls einen enormen Verfall rechtlicher und bürgerlicher Sitten und Konventionen. …“

parrot0815 #8.1 — 8. März 2017: “ … Finden Sie es wirklich nicht cool, wenn Sie die reichen Idioten abzocken, um einer von ihnen sein zu können… ;-) …“

Till_Eulenspiegel #8.3 — 8. März 2017: „… Sind jene, die sich von Beltracchi täuschen haben lassen, nicht ebenso von Gier getrieben wie er? Von der Gier nach Spekulationsgewinnen, von der Gier nach sozialer Bedeutung durch den Besitz (vermeintlich) bedeutender Werke? Hat er den Kunstbetrieb der heutigen Zeit nicht vielleicht (wenngleich unbeabsichtigt) dadurch entlarvt, dass er eben nicht plagiiert hat, sondern imitiert und dennoch Gutachter wie Käufer täuschen konnte? – Zeigt die Geschichte Beltracchis nicht, dass der Wert von Kunst eben in erster Linie im Auge des Betrachters liegt? Warum sind die von ihm gefertigten Gemälde nun weniger wert? Weil nicht der Name bekannter Künstler darunter steht. Was aber eigentlich auch zeigt, dass es am Ende gar nicht mehr ums Werk an sich geht, sondern um die Vermarktung eines Künstlers. Der Weg zum Turnschuh, dessen Wert stark davon abhängt, welches Label darauf abgedruckt ist, ist da nicht weit, oder? … Beltracchi erfährt vielleicht die Aufmerksamkeit aufgrund seiner technischen Fähigkeiten und weil es eben nicht nur um Plagiate ging. Seine Motive sind nicht zu beschönigen, aber es zeigt doch, dass es bei der Wertermittlung anscheinend vor allem um den Mythos des kopierten Künstlers geht. Damit rückt das Werk an sich eben in den Hintergrund und diesen Umstand hat Beltracchi ausgenutzt. Sprich: Ohne den Hype auf dem Kunstmarkt wäre der Betrug vielleicht niemals möglich gewesen. Das ist letztlich eine Erkenntnis, die erst durch diesen Coup zustande kam.
Im Übrigen hat es schon immer Sympathien für Outlaws gegeben. Wenn es dazu noch gewaltfrei abgeht und mehrheitlich eine Schicht trifft, die der finanzielle Verlust wohl nicht existenziell bedroht, ist die Glorifizierung fast zwangsläufig. …“

Kommentare zu: „Wolfgang Beltracchi: „Der Glaube an Kunst ist wie in die Kirche gehen““
Interview: Martina Kix (8. März 2017)
https://www.zeit.de/campus/2017/02/wolfgang-beltracchi-kunstfaelscher-haft-betrug-kunstmarkt

lemonhorse / 1 Juli 2018 / Fraktal.Text, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro, Kunst.Encoder / 0 Comments

[Arbeit am Mythos #1 … ]

Woran erkennt man Mythen? Kulturanthropologische Narratologie und das Genre-Problem
Öffentliche Ringvorlesung: Arbeit am Mythos – Leistung und Grenze des Mythos in Antike und Gegenwart
Prof. Dr. Regina Bendix, 20. April 2010

Hintergrundrauschen(Zur populären Mythologie):

Ulrich Rüdenauer (11.05.2014): “ … [Die Pose ist für ihn der zentrale Moment der Pop-Musik überhaupt. (Thomas Morawitzky, 08. April 2014)] … Pop-Musik definiert Diederichsen als eine „andere Sorte Gegenstand“ … Sie ist einerseits Teil der Kulturindustrie, andererseits deren Störelement. … Die unerhörte Stimme als Lautsprecher in der Gesellschaft. Die Rolle, die er (Diederichsen, „Über Pop-Musik“) dem Musiker bzw. besser: dem Star zuerkennt, ist dabei eine höchst ambivalente, und gerade die Ambivalenz weiß der Fan zu goutieren: Ein immerwährendes Schwanken zwischen der Rolle, die der Star spielt, und einer realen Person. Ein Oszillieren zwischen Authentischem und Künstlichem, nur Gespieltem. … „An der Ideologie des Authentizismus – der das Nicht-Darstellen, Nicht-Lügen zum maßgeblichen Kriterium für gute Pop-Musik erhebt – wie an seinem zutiefst verwandten Gegenteil, Rock-Theater, scheitert Pop-Musik nicht nur regelmäßig, wird sie schlecht, nein, über sie gerät sie an eine bald langweilige, absolute Grenze, mit der zu spielen allerdings anfänglich attraktiv ist. Denn der Authentizismus ist zunächst ganz begreiflich: Der Index [Diederichsen spricht vom „Indexikalischen“ am Pop. Die Platte speichert das Individuelle des Sängers und Musikers, auch das Zufällige, nicht mehr Reproduzierbare, das Einzigartige – und verweist auf Haltungen, Bilder, ein Begehren schlechthin] übermittelt ja tatsächlich authentische Spuren. Unmittelbarkeit ist das Versprechen der Pop-Musik, aber (diese) Unmittelbarkeit ist Ergebnis eines Mittels, ein Medieneffekt.“ …“ | http://www.deutschlandfunk.de/buch-der-woche-ein-schatz-von-dem-sich-lange-zehren-laesst.700.de.html?dram:article_id=284852


Jenny Runacre and Jack Birkett in Jubilee (1978) via

Stuart Jeffries (Fri 20 Jul 2007): “ … Jarman told the Guardian’s Nicholas de Jongh in February 1978: „We have now seen all established authority, all political systems, fail to provide any solution – they no longer ring true.“ … One of the things that Jarman tried to depict in Jubilee was how everybody gets corrupted – even punks posturing as iconoclasts who would never sell out. He wanted to show too that there was no future in England’s dreaming. Later, he believed events proved him right. In the second volume of his memoirs, Dancing Ledge, published in 1993, a year before his death, Jarman wrote: „Afterwards, the film turned prophetic. Dr Dee’s vision came true – the streets burned in Brixton and Toxteth, Adam was on Top of the Pops and signed up with Margaret Thatcher to sing at the Falklands Ball. They all sign up in one way or another.“ … “ | https://www.theguardian.com/music/2007/jul/20/popandrock4
// https://en.wikipedia.org/wiki/Jubilee_(1978_film)

“ …[Für den film-dienst war der Film „eine ironische Persiflage auf das Showgeschäft …“] … [Buffalo Bill and the Indians, or Sitting Bull’s History Lesson Robert Altman, 1976] … Amerika 1880: William F. Cody, berühmt als Buffalo Bill steigt ins Showgeschäft ein. … Der Höhepunkt der Show soll die Nacherzählung der Schlacht am Little Bighorn sein … Cody, der selber nicht an der Schlacht teilnahm, will dem damals gefallenen General George Armstrong Custer ein Denkmal setzen: Custer soll der eigentliche Held und auch Sieger sein. Der Sioux-Häuptling Sitting Bull, der an der Schlacht als Anführer der Indianer teilnahm, ist ebenso für die Show engagiert. Er setzt die angeblichen Heldentaten Custers ins richtige Licht. … “ | https://de.wikipedia.org/wiki/Buffalo_Bill_und_die_Indianer

Tobias Kniebe (19. Mai 2010) “ … Die verlogene Moral der Klatschpresse, die entrüsteten Aufschreie der Sittenwächter täuschen meist nur kurz darüber hinweg, dass in Wahrheit eine weitreichende Mythologie des Künstlertums existiert, die auch Film- und Popstars gnädig umfasst …“ | http://www.sueddeutsche.de/kultur/britney-spears-mel-gibson-und-ihre-skandale-das-prinzip-vergebung-1.877220

via

“ … The Searchers [1956 Directed by John Ford] is endlessly watchable and unfathomable. The more times one sees it, the more questions it poses. … [Ethan] has brought Debbie back to white “civilization” and helped turn the wilderness into a garden. …“ | https://theculturetrip.com/north-america/usa/new-york/articles/eight-unanswered-questions-about-the-searchers/ // “ … [„The Searchers“ … greift in Ansätzen das wahre Schicksal von Cynthia Ann Parker auf] … Cynthia Ann Parker wurde 1860 von Texas Rangers aufgegriffen und gegen ihren Willen zu ihrer europäischen Familie zurückgebracht. Sie versuchte mehrfach vergeblich, zu ihrer indianischen Familie zurückzukehren und starb 1870. … Nach dem Tod ihrer Tochter verlor Cynthia Ann Parker ihren restlichen Lebensmut und verweigerte fortan die Nahrung. Sie starb laut Grabstein 1870. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Cynthia_Ann_Parker
// —> https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Schwarze_Falke

via


Review by ScreeningNotes (Date ????): “ … The Searchers gives the lie to the supposed heroism of the Wild West mythos. John Wayne plays the same Indian-killing cowboy we’ve seen him play since the early 1930’s, the image of a valiant savior come to rescue a bunch of white folks from the Native American menace, but here he plays it as explicitly racist, calling out the pathological nature of the traditional cowboy’s racialized violence. Our heroes of the West were always outlaws who had to ride off into the sunset, but they were glorified outcasts, they were getting rid of the „real“ bad guys. The Searchers shows this hero not as an altruistic warrior, but as a murderer whose positive effects on society are less purposeful, more of a coincidental afterthought. …“ | https://letterboxd.com/screeningnotes/film/the-searchers/
// —> https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Schwarze_Falke

Nolan Moore (June 5, 2015) “ … Ethan is trapped between two worlds: the outlaw West and civilization. Like many cowboy protagonists — think Pike Bishop in The Wild Bunch (1969), John W. Burns in Lonely Are the Brave (1962) and Tom Doniphon in The Man Who Shot Liberty Valance (1962) — Ethan Edwards is a throwback to an older time …“ | http://screenprism.com/insights/article/what-does-the-final-shot-of-the-searchers-mean

via

“ … Joseph Campbell wies darauf hin, dass aus religiöser Sicht Mythos als „die Religion anderer Leute“ definiert werden kann. Insofern sei Religion „missverstandene Mythologie“. Das Missverständnis bestehe darin, dass „mythische Metaphern als Hinweise auf unumstößliche Tatsachen interpretiert werden“. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Mythologie (2. März 2018)


“ … In der philosophischen Ethik werden im Allgemeinen eine Handlung oder der diese erstrebende Wille als böse bezeichnet, wenn die Handlung als moralisch unzulässig bewertet wird. Je nach ethischer Position werden allerdings unterschiedliche Kriterien angelegt. …“ | Aus: „Das Böse“, 7. Mai 2018 | Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Das_B%C3%B6se

Geschrieben am 15. August 2016 von Thomas Woertche zu: „Peter Strasser: Ontologie des Teufels“ (Essay): “ … er [kommt] zu dem Schluss, dass „das wahrhaft Böse – im Unterschied zu all dem, was im Laufe der Zeiten als böse ausgegeben wird, bloß, weil es einer zeitbedingten Konvention widerspricht – ist, wie auch das Wahrhaft Gute, im Metaphysischen verankert“ sein muss. …“ | http://culturmag.de/rubriken/buecher/essays-peter-strasser-ontologie-des-teufels/94809

Wolfgang Achtner (Rezension, 31.08.2016) – Zu: „Peter Strasser, Ontologie des Teufels – Verlag: Wilhelm Fink (Paderborn 2016): “ … Man reibt sich als moderner Mensch die Augen. Hat nicht der Teufels- und Hexenglaube unsägliches Leid über hunderttausende Menschen in Europa gebracht, vor allem über Frauen: Denunziation, Folter und in vielen Fällen den Tod durch Verbrennen, zelebriert als schauriges öffentliches Spektakel? Kein Wort verliert der Autor des vorliegenden Buchs über diese dunkle Epoche der europäischen Geschichte. Vielmehr will er dem Leser die Existenz des Leibhaftigen wieder schmackhaft machen. … Der Autor spricht [] von ontologischer Fahlheit. Es sei klar, dass dieser Mangel an Lebensintensität sich in der Massenkultur ein Korrektiv suche und dieses in allerlei nervenkitzelnden Verkörperungen des Bösen finde: Monstergestalten, Vampire, Aliens, Satanismus, Fantasie, Dark Wave, Gothic und so weiter. Die früher in der Hölle wirkenden Dämonen würden so Eingang in die naturalistische Moderne finden. Strasser scheut nicht vor starken Worten, dies zu konstatieren: „Das Leben, gedacht als Triumph der Immanenz [(lateinisch immanere, ,darin bleiben‘, ‚anhaften‘) bezeichnet das in den Dingen Enthaltene], ist die Hölle.“ In der Moderne wirke der Teufel als derjenige, der die Menschen entseelt: IS-Anhänger, aber auch … der entgeistigte Vertreter der westlichen Kultur. …“ — // Kommentar: Völlig unbelegte Zweckbehauptung – 05.09.2016, L.schaber: Zu folgendem Zitat aus der Rezension: “ … „Und man kann ihm zugutehalten, dass seit der Aufklärung das Wirken des Bösen in der Welt nicht ab-, sondern eher zugenommen hat. Gerade in der vermeintlich so aufgeklärten Moderne ist das Böse – etwa Hitler mit seiner ungebrochenen Faszination, dem der Autor ein Kapitel widmet – in kaum noch zu überbietender Weise präsent…“ … Dass das voraufgeklärte Böse trotz Aufklärung nicht abgenommen hat, erklärt sich allein schon dadurch, dass die aufklärerische Vernunft und ein mit ihr oftmals verbunderner Humanismus nicht auf ganzer Linie gesiegt haben, sondern dass es nach langen Kämpfen in Europa lediglich zu einr Art von Waffenstillstand mit der antiliberalen „Reaktion“ gekommen ist. Thron und Altar herrschten hierzulande bekanntlich (mindestens) bis 1918. Und es ist ein seit 1945 verbreitetes Märchen, dass das „hitlersche“ Böse durch den ontologischen oder mittelalterlich schwefelhaltigen „Gottseibeiuns“ über die vorher so reinen Deutschen gekommen sei. (Praktisch wars aber schon, denn damit war man nämlich fast von jeder möglichen Schuld befreit.) Tatsache ist aber, dass Hitler lediglich den schon seit fast hundert Jahren (Kolonialismus) vorhandenen (nicht nur britischen) sozialdarwinistisch- biologischen und vor allem christlich -antijudaistischen Rasssismus zu einer weiteren Blüte verholfen hat. Und daran ist gar nichts teuflisch, sondern es ist alte menschliche Tradition, Mitmenschen zur Duchsetzung eigener Machtinteressen mit menschenfeindlichen Ideologien zu infizieren. Neben den Religionen trifft das natürlich vor allem auch auf die meisten Schattierungen des Nationalismus zu. Eine solche Betrachtungsweise „relativiert“ überhaupt nichts und verharmlost auch keine Schuld. Den nur eine unideologische unvoreingenommen- faktische Betrachtung der Vergangenheit kann zukünftiges „Böses“ nachhaltig verhindern. …“ | Quelle: https://www.spektrum.de/rezension/buchkritik-zu-ontologie-des-teufels/1421399

Anna Sauerbrey (20.06.2018): “ … Am Dienstagabend schildert Comey den Moment, als er von seiner eigenen Entlassung erfuhr, eine Szene, die auch im Buch ausführlich beschrieben wird. Comey war für ein Rekrutierungsevent des FBI nach Los Angeles gereist. Vor der Veranstaltung sprach er in einem Raum zu Mitarbeitern des lokalen FBI-Büros. Hinter der Gruppe, an der Wand des Raumes, waren Fernseher angebracht. Auf mehreren Nachrichtensendern begann plötzlich die Eilmeldung durchzulaufen: „Comey fired.“ „Ich fühlte mich überrumpelt und etwas desorientiert“, sagt Comey lakonisch. … Das alles ist auf erschreckende Art und Weise unterhaltsam, so wie Trump nun einmal auf erschreckende Weise unterhaltsam ist. …“ | https://www.tagesspiegel.de/politik/gefeuerter-fbi-chef-james-comey-trump-ist-eine-katastrophe-die-den-usa-helfen-kann/22712438.html

“ … Wir leben in einer großen Erzählung der Demokratie. Aber wir leben auch in einer großen Blase des Entertainment, der Kulturindustrie und der populären Mythologie. In der ersten Erzählung geht es um Interessen, um Erklärungen, Informationen, um rationale Entscheidungen, um Gesetze, Verträge und Verhandlungen. In der zweiten Erzählung indes geht es um Bilder, Mythen, Emotionen, Identifikationen, Spiele, Fantasien. Politik spielt sich längst in beiden Erzählungen ab, Politiker verkaufen sich wie Pop-Stars, und die sozialen Wahrheiten werden nicht in Regierungserklärungen, sondern in Kriminalromanen, Hollywood-Filmen und Comedy Shows verhandelt. Bislang schien es freilich, dass die meisten Menschen sehr wohl unterscheiden können zwischen den Sphären von politischer Realität und medialer Fiktion. Aber offensichtlich fällt diese Unterscheidung immer schwerer. … Populismus als politische Bewegung hat eine Wurzel in der Beziehung zu einem bestimmten Begriff von Volk. Populismus hat aber auch eine Wurzel in der populären Kultur, im Medienkonsum und in den Strategien des Showbusiness. … [Das Buch] »TRUMP! – Populismus als Politik« beschreibt, was geschieht, wenn die Medienträume und -albträume zu realer Macht werden, wie sich mediale Pop-Träume und populistische Politik zueinander verhalten und wie schließlich Politik sich dereinst womöglich nur noch als »Reality« verstehen lässt, als Fortsetzung einer virtuellen, affekt- und bildhaften Innenwelt in die Räume der (mehr oder weniger) »repräsentativen« Demokratie. … »Seeßlen analysiert die eklektische mediale Inszenierung Trumps zwischen Volksheld, Westerner und kapitalistischem Selfmademan und fragt, inwiefern der Erfolg Trumps die Manifestation einer weitreichenderen Verschiebung im Kräfteverhältnis zwischen Entertainment, Kapital und Politik darstellt. […]. Mit essayistischem Verve spannt Seeßlen ein ebenso faszinierendes wie unterhaltsames Netz an Bezugspunkten, das von Orson Welles’ CITIZEN KANE über die Simpsons, Batman, Micky Maus, Al Capone, Barbie, Twitter und Darth Vader reicht. So gelingt es Seeßlen aufzuzeigen, an welche Diskurse Trumps populistisches Theater anschließt, welche Wünsche und Bedürfnisse es weckt und zu erfüllen verheißt. Diese Dekonstruktion von Trumps megalomanischer Ikonografie fördert in zuverlässigem Tempo interessante Einsichten zutage.« (Kevin Neuroth, Die Zeit) …“ | Aus: „Georg Seeßlen: Trump! – Populismus als Politik, 144 Seiten“, http://www.bertz-fischer.de/product_info.php?cPath=21_135&products_id=506

Christian Schröder (21.01.2010): “ … Der Plot von „Metropolis“ ist einigermaßen krude aus religiösen, mythologischen und literarischen Versatzstücken zusammenmontiert. Der Schriftsteller H. G. Wells nannte ihn 1927 den „dümmsten aller Filme“, der Kritiker Kurt Pinthus zählte damals in seiner Rezension ein Dutzend Bücher und Theaterstücke auf, bei denen sich Lang und Harbou bedient hatten. Der „Neue Turm Babel“, in dem der „Metropolis“-Herrscher Fredersen residiert, ist natürlich der Bibel entlehnt, und wenn Rotwang in seinem Labor allerlei Chemikalien aufblubbern lässt, um Hauptdarstellerin Brigitte Helm in die „Maschinen-Maria“ zu verwandeln, erinnert das an „Frankenstein“. Doch Kunst hat immer schon geklaut. Und bei den Bildern von „Metropolis“ bedient sich die Popkultur bis heute. …“ | https://www.tagesspiegel.de/kultur/metropolis-tanz-um-die-maschinen/1667972.html

buechermaxe (am 29. Oktober 2006): “ … Drastik und Deutlichkeit. Egal ob in Film, Kunst oder Berichterstattung. Gleichgültig, ob in Sex, Sport oder Weltnachricht. Das kriegerische Vokabular, der monströse Vulgarismus in Form von Schlacht, Sieg und Niederlage regiert unsere Sprache, unsere Emotionen und unser Denken. Daths Buch aber öffnet im Blick auf die 70er Jahre, seine eigene Jugend und Jugendliebe im Puppenhaus Bundesrepublik in einer opulent-drastischen Sprache und Sichtweise das sprachliche Exerzierfeld, in der anhand verschiedenster filmischer Phänomene „die kulturindustrielle Form, die das Selbstwunsch- und –angstbild von modernen Menschen annimmt, wenn die sozialen Versprechen der Moderne nicht eingelöst werden“ benennt. …“ // Aus einem Kommentar zu: „Die salzweißen Augen: Vierzehn Briefe über Drastik und Deutlichkeit“ von Dietmar Dath (15. August 2005), Quelle: https://www.amazon.de/product-reviews/351841707X/ref=cm_cr_dp_see_all_btm?

Klaus Grunenberg (26. August 2005): “ … Im Moment unserer Geschichte scheint es [ ] so zu sein, daß der Einzelne nicht sehr Einfluß nehmen kann auf notwendige Veränderungen (trotz Demokratie), somit fährt er schnelle Autos, fliegt in Urlaub oder schreibt sich seinen Frust von der Seele. So wohl auch hier und das ist gut so. Männer, die ihre Pubertät anscheinend sehr lange mit sich herumtragen, sind wohl garnicht so selten. … Die neuerdings wieder leicht emporkommende Religiosität und der Versuch, auch z.B. Eucharistie [„Danksagung“, auch Abendmahl oder Herrenmahl, heilige Kommunion, Altarsakrament, allerheiligstes Sakrament, in den Ostkirchen heilige oder göttliche Liturgie genannt] im katholischen Sinn neu zu beleben mit all den bekannten Einzelheiten überkommener und nicht zu verstehender dogmatischer Energie, das ist auch – oder besser gesagt – birgt Drastik in sich und nicht zu wenig. Dies als kleine Abschweifung, aber nicht unbedingt uninteressanter. … Also, sind wir ein wenig zufrieden mit dem, was uns Dietmar Dath bietet und wünschen wir uns eine reichhaltige Diskussion darüber, wobei man aber Naturwissenschaftler und vor allem Ärzte mit einbeziehen müßte. Also, die Aufklärung birgt ja doch wohl noch etwas an köstlicher Energie, wenn man so will und dies hier ist ein bestes Beispiel dafür. Natürlich könnte man sich auch zurücklehnen, durch die Weinberge streifen und den Herrgott einen guten Mann sein lassen, besser aber nicht. …“ // Aus einem Kommentar zu: „Die salzweißen Augen: Vierzehn Briefe über Drastik und Deutlichkeit“ von Dietmar Dath (15. August 2005), Quelle: https://www.amazon.de/product-reviews/351841707X/ref=cm_cr_dp_see_all_btm?

lemonhorse / 20 Juni 2018 / Cinema.Exposure, Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro / 0 Comments

[Zur Ontologie des nicht seienden #20… ]

Ontologie = ‚Lehre vom Seienden‘ // (19.6.2018): “ … Die Klägerin betreibt … eine sogenannte Praxis für energetische Körperarbeit. Bei ihren Behandlungen begebe sie sich in eine „höhere Schwingungsebene“, erläuterte sie am Rande der BSG-Verhandlung. Dadurch würden kranke Körperzellen des Kunden so beeinflusst, dass sie sich an ihren ursprünglich gesunden Zustand wieder „erinnern“. … Die Klägerin meinte, wenn ihre Tätigkeit nicht als Gesundheitsberuf anerkannt sei, müsse sie auch zur Gesundheitsberufsgenossenschaft keine Beiträge zahlen. … Das BSG hat die Beitragsbescheide über zuletzt 137 Euro pro Jahr jedoch als rechtmäßig bestätigt. Entscheidend für die Versicherungspflicht ist danach das Ziel der Tätigkeit. Dieses sei hier nach eigener Darstellung der Klägerin, Krankheiten zu heilen oder abzuwenden. Dabei müsse die Berufsgenossenschaft die Tätigkeit nicht prüfen oder bewerten, betonten die Kasseler Richter. Keine Rolle spiele es daher, ob die Tätigkeit staatlich anerkannt sei oder ob die angewandten Methoden dem wissenschaftlich anerkannten Stand der Medizin entsprächen. … “ | https://derstandard.at/2000081869489/Geistheilerin-gehoert-in-Deutschland-zum-Gesundheitswesen

lemonhorse / 20 Juni 2018 / Fraktal.Text, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro / 0 Comments

[Zur Begegnung mit Phantomen #6… ]

Bild: ‚Der Himmel über Berlin‘ (1987)

“ … In einem Interview berichtete Wim Wenders im Jahr 2009, dass er eine seiner ungewöhnlichsten Erfahrungen mit seinem Film in Tokio gehabt habe. Dort sahen sich in einem stets vollbesetzten Kino ausschließlich Frauen den Film an. Niemand habe sich das dort erklären können. Eine Vermutung dafür sei, dass in dem Film die Männer, also die Engel, zuhören. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Himmel_%C3%BCber_Berlin (29. Mai 2018)

Christian Schröder (02.01.2017): “ … Engel müssen gefallsüchtig sein. Wenn Besitz von Engelslocken, endloses Absingen von Chören und Tragen von golddurchwirkten Gewändern eine Nebenwirkung haben, dann doch wohl diese: verschärfte Eitelkeit. Allerdings gibt es Ausnahmefälle. Man nennt sie gefallene Engel, weil sie sich für das Hässliche statt für das Schöne entschieden haben, für den Aufstand statt für die Unterwerfung, für die Nacht statt für den Tag. … „Die Welt ist alles, was gefallen ist“, befand Ludwig Wittgenstein. Oder war es Fallada? …“ | https://www.tagesspiegel.de/kultur/engelszungen-5-der-gefallene-engel-und-das-gefallene-maedchen/19194232.html

Patrick Wildermann (15.01.2017): “ … Jedenfalls gehören ihm [Yousef Sweid als dem Banditen ‚Liberty Valance‘] die mit Abstand schönsten Sätze: „Ich gehe lieber als aufrechter Teufel unter – lieber an einem Galgen enden, als jeden Abend in einer Nichtraucherbar unsere Depression wegtrinken.“ …“ | https://www.tagesspiegel.de/kultur/premiere-im-gorki-theater-wenn-die-luege-zur-wahrheit-wird/19255438.html

“ … Der heruntergekommen wirkende Privatdetektiv Harry Angel lebt Mitte der 1950er Jahre in New York. Ein undurchsichtiger Klient – Louis Cyphre – beauftragt ihn, einen Schuldner aufzuspüren. … Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times vom 6. März 1987, dass die Handlung des Films der eigentümlichen Logik eines Albtraums entspreche. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Angel_Heart (2018)

Theresia Heimerl (6.6.2018): “ … Den Pakt mit dem Teufel, [] in Goehtes „Faust“ zu literarischen Ehren gekommen, haben sicher viele Menschen des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit zu schließen versucht, genauso wie sie mit Gott und dessen Vermittlern, den Heiligen, zu verhandeln probierten. Vielfachen Nachhall finden diese volksreligiösen Vorstellungen vom Teufel als Vertragspartner in Sagen und Märchen. Freilich ist hier aus dem Verbrechen des Teufelspaktes, das am Scheiterhaufen endete, schon ein Abenteuer geworden, und aus dem fast allmächtigen Teufel ein halbseidener Seelenkäufer, der sich mitunter auch hinters Licht führen lässt. Doch bevor aus dem metaphysischen, allgegenwärtigen Bösen ein literarisches werden kann, bleibt unterm Strich mit dem frühen 18. Jahrhundert eine erschreckende Bilanz an Opfern des Teufels, selbst wenn man jene, die sich vor ihm und seinem höllischen Reich „nur“ zu Tode ängstigten, außer Acht lässt. …“ | https://derstandard.at/2000080981634-5441/Der-Teufel-im-Mittelalter-Verfuehrer-Ketzer-Geschaeftspartner

Ich bringe euch Liebe: “ … Nackt sein ist Sünde. Dieses ganze FKK ist auch ein Werk des Teufels. …“

TanteYOU: “ … Selbstverständlich – deshalb kommen wir auch alle vollständig bekleidet zur Welt…“

Die Gezeichneten: “ … Musikalischer Tipp zum Thema: „Die Sieben Todsünden“ von Kurt Weill (Libretto Bert Brecht) …“

2112Galore: “ … oder It’s a sin von den Pet Shop Boys …“

electric_sheep: “ … Im Fall der römisch-katholischen Kirche steckt der Teufel im Geld. …“

UnrealPlay: “ … Es war halt früher alles einfacher – Damals gab man dem Teufel, dem armen Deifl, für alles die Schuld – das war schnell erledigt, sehr einfach und wenn man eine Person von der Erde tilgen wollte, war er mit dem Teufel im Bude oder besessen oder sont was …“

alles ist relativ: “ … Was man nicht erklären konnte, das bekam den Titel Gott. Was man nicht erklären wollte, nannte man Teufel. …“

lemonhorse / 7 Juni 2018 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Fraktal.Text, Kunst.Encoder / 0 Comments

[Das Reale, das Symbolische und das Imaginäre #12… ]

Alexander Fröhlich (06.06.2018): “ … AfD-Chef Alexander Gauland ist beim Baden die Kleidung gestohlen worden. … Der Staatsschutz ermittelt. …“ | https://www.tagesspiegel.de/berlin/afd-chef-lebt-in-potsdam-alexander-gauland-beim-baden-die-kleidung-gestohlen/22646104.html

skyhawk 11:41 Uhr: “ … OK, Klamotten geklaut – das ist schon fies. …“

friede45gi 05.06.2018, 17:03 Uhr: “ … Was für eine armselige und feige Aktion. …“

13ryce 05.06.2018, 17:09 Uhr: “ … Weltgeschichtlich betrachtet sind die gestohlenen Kleidungsstücke nicht mehr als ein „Fliegenschiss“. …“ [[Einschub & Kontext (I): Matern Boeselager (Juni 5 2018, 3:09pm): “ … [Die] „Vogelschiss“ Äußerung des AfD-Chefs … In den letzten Jahren war es zunehmend schwieriger geworden, die Grenze zwischen der Mischung aus National-Konservativen, Neuen Rechten und echten Rechtsextremen überhaupt noch zu erkennen. Gauland hat es jetzt geschafft: Die Linie verläuft im Moment noch da, wo die Verbrechen des Nationalsozialismus offen verharmlost werden. … Die Äußerung des AfD-Chefs ging selbst der „Jungen Freiheit“ zu weit. Und Roland Tichy. …“. … “ —> https://www.vice.com/de/article/bj3yzw/afd-alexander-gauland-vogelschiss-auf-der-hundekrawatte | Einschub Ende]]

minimal 16:10 Uhr: “ … Schaut man sich das Echo auf diesen eher unspektakulären Vorfall [AfD-Chef Alexander Gauland ist beim Baden die Kleidung gestohlen worden] an (Im Jahr 2016 gab es insgesamt 2.373.774 Diebstahlsdelikte in Deutschland) … eine Nachricht, die bundesweit Schlagzeilen macht … Nahezu sämtliche Online-Medien, regionale wie überregionale, berichten darüber von der taz bis zum „Schwarzwälder Boten“ (je nach Ausrichtung von sachlich bis süffisant und mehr oder weniger schadenfroh). Wem der Name Gauland bisher nichts sagte, der kennt ihn spätestens jetzt und zwar mit Badeshorts. … C’est la vie! …“

Anarc 11:17 Uhr: “ … Das ist ganz klar Terrorismus in Reinkultur. Bestimmt Linksradikale. Was jetzt folgen muß sind mindestens 5 Hausdurchsuchungen in behördlich bekannten Objekten und eine mehrjährige Gefängnisstrafe für irgendeinen Täter. Ansonsten kann man in Deutschland nicht mehr von einem Rechtsstaat sprechen. …“

Strange 12:18 Uhr: “ … Es gab vor knapp 100 Jahren schon mal den Badehosenskandal, der sich auf die SPD-Politiker Friedrich Ebert und Gustav Noske bezog [‚Im Sommer 1919 besucht Friedrich Ebert an der Ostsee ein Kindererholungsheim der Hamburger Produktionsgenossenschaft. Der SPD-Politiker war Anfang des Jahres von der Nationalversammlung zum vorläufigen, ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik gewählt worden. An diesem 16. Juli entsteht ein Foto, das für Ebert ungeahnte Auswirkungen hat: Er lässt sich mit Reichswehrminister Gustav Noske (SPD) und Mitgliedern der Produktionsgenossenschaft in Badehosen am Strand ablichten. … Eberts politische Gegner setzen eine Postkarte in Umlauf, die tausendfach verkauft wird. In dieser Version des Fotos werden Ebert und Noske zusammen mit Wilhelm II. und Paul von Hindenburg abgebildet. Der abgetretene Kaiser und der frühere Chef der Obersten Heeresleitung tragen Paradeuniformen. Zwischen ihnen und den Demokraten in Badehosen steht die Zeile: „Einst und jetzt!“ Historiker Mühlhausen: „Damit wurden die einfachen Gemüter angesprochen, um zu zeigen, was eigentlich aus diesem herrlichen Kaiserreich geworden ist: eine Republik, die sich selbst entblößt.“‚ (Q)]. Der wurde damals vom politischen Gegner weidlich ausgeschlachtet. …“

Rompertaube 11:12 Uhr: “ … An sich hat mir gestern schon die Lektüre der zwischen Haß und Häme pendelnden Twitter-Kommentare viele linker Journalisten gereicht, die sich gar nicht mehr einkriegen konnten. Heute kommt dann verschwörungstheoretisches Geraune dazu. Überrascht, das muß ich sagen, bin ich aber nicht. Aber auch links fallen die letzten Hemmungen …“

13ryce 12:10 Uhr: “ … Antwort auf den Beitrag von DaW 11:33 Uhr – Antwort auf den Beitrag von Rompertaube 11:12 Uhr: Glauben Sie im Ernst, Gysi oder Merkel müssten in der gleichen Situation keine hämischen Kommentare über sich ergehen lassen? — Es gibt sie, die selbstverordnete Humorlosigkeit aus politischen Gründen. Zu dieser Fraktion gehören diejenigen, die sich über einen Kleiderklau im Falle von Merkel oder Claudia Roth gar nicht wieder einkriegen würden, aber gleichzeitig fürchten, es würde der Ernsthaftigkeit ihrer Agenda schaden, wenn sie es sich erlaubten, auch einmal über Gauland (mit)zuschmunzeln. …“

mena 10:00 Uhr: “ … Immerhin kann Boateng nicht der Täter gewesen sein. Der bereitet sich gerade in Österreich auf die Verteidigung der deutschen Ehre vor …“

aussenring 10:43 Uhr: “ … Es ist sehr interessant zu sehen wie manch Forist hier die Maske fallen läßt! Dem Gauland wünsche ich das er seine Klamotten zurück bekommt und dem Täter einen Prozeß vor Gericht. …“

zeichen3 11:16 Uhr: “ … und dem Täter einen Prozeß vor Gericht – Unbedingt. Kann ja wohl nicht sein, dass so schwere Straftaten ungesühnt bleiben. Meine Volksseele kocht, dass kann ich Ihnen aber sagen. …“

waschi 10:41 Uhr: “ … Noch kein Bekennerschreiben? Solche Aktionen werden doch sonst mit verschwurbelten Mitteilungen gefeiert. …“

Demokratick 08:51 Uhr: “ … Diese ungezogenen Hosendiebe! Die sollten sich in Acht nehmen …“

aussenring 11:07 Uhr: “ … Antwort auf den Beitrag von altautonomer 07:59 Uhr: Es handelt sich wohl um eine illegale Badestelle. — Der See hat eine ganz offizielle Badestelle. Sollten sie wissen, daß Gauland woanders ins Wasser stieg, bedeutet das, daß SIE in die Strafttat involviert sind und hoffentlich vom Staatsanwalt Besuch bekommen. …“

mena 12:40 Uhr: “ … Antwort auf den Beitrag von Rastapopoulos 10:17 Uhr: Eben weil der See „uns allen“ gehört, darf keiner von uns die Ufer zerstören, Sie nicht, ich nicht und auch kein Gauland. Als Kompromiss zwischen dem Bedürfnis der Menschen baden zu gehen und dem Erhalt der Ufer wurden offizielle Badestellen eingerichtet. Wer anderswo ins Wasser geht, zerstört die Natur und in diesem Fall sogar ein Kulturgut. …“

13ryce 09:36 Uhr: “ … Der Kleiderklau zeigt zumindest eine gravierende Lücke in Gaulands persönlichem Security-Konzept auf. …“

RalfM. 07:37 Uhr: “ … Ob es hier wohl genauso viel Verständnis für die Täter geben würde, wenn das Gregor Gysi passiert wäre und die Täter gegen Linke agitiert hätten? … Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden. …“

DaW 08:43 Uhr – Antwort auf den Beitrag von RalfM. 07:37 Uhr: “ … Dann wäre es genauso albern. …“

B.Browny 05.06.2018, 22:49 Uhr: “ … Tja, wenn Politiker baden gehen. Ist ein echtes déjà-vu. [‚Hans-Christian Ströbele soll falsch gebadet haben. Ein 13-jähriger Angler soll Ströbeles Frau dabei beschossen haben – mit Fischfutter. Als wäre das noch nicht kurios genug, soll ein Blog auch noch falsch darüber berichtet haben. Der Grünen-Politiker findet das alles nicht lustig.‚ (25.11.2011), (Q)] …“

Till_dg 05.06.2018, 22:05 Uhr: “ … Ein Diebstahl bleibt ein Diebstahl. Politik ist das Eine. Die Freizeit eines älteren Herren etwas anderes. Die Schadenfreunde etlicher Foristen auf dieser Seite macht einen betroffen und zeigt ein schlechtes Bild (Charakter) dieser Menschen. …“

XV71 05.06.2018, 19:38 Uhr: “ … Interessant, wie die „Meute geifert“, der „Online- Mob Hass und Hetze“ verbreitet. … HateSpeech …“

lemonhorse / 6 Juni 2018 / Daten.PolitixMicro, Found.Stuff, Fraktal.Text, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro / 0 Comments

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