[El Libro #2… ]

[11. Januar 2017] … ZO: Mr. Gibson, warum gibt es noch Bücher? – William Gibson: Weil alle Alternativen nicht befriedigend sind. Ein physisches Objekt, das 300 unterschiedliche Screenshots darstellt, aber keine Elektrizität benötigt und für die Ewigkeit ist, wenn Sie es einigermaßen warm und trocken halten, ist eine verblüffende, hochmoderne Technologie. Mit der ersten elektromagnetischen Pulswaffe, die über Ihrer Stadt ausgelöst wird, werden alle anderen Informationen zerstört sein. Aber Ihr Buch ist noch da. // Quelle: http://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2017-01/william-gibson-science-fiction-neuromancer-cyberspace-futurist/seite-4

lemonhorse / 13 Januar 2017 / Found.Stuff, Fraktal.Text / 0 Comments

[Zur Ontologie des nicht Seienden #14… ]

[fiktiver Kunde Chuck Finley]: — Martin Holland (03.01.2017): “ … Mitarbeiter einer Bibliothek im US-Bundesstaat Florida haben einen fiktiven Kunden erschaffen, um die Software zu überlisten, die entscheidet, welche Bücher nicht mehr vorrätig sein müssen. Wie der Orlando Sentinel berichtet, trugen die Bibliothekare einen „Chuck Finley“ ins System ein und ließen ihn in einem Zeitraum von neun Monaten 2361 Bücher ausleihen. Damit hätten die Mitarbeiter weder sich noch ihrer Bibliothek finanzielle Vorteile verschaffen, sondern lediglich verhindern wollen, das bestimmte Bücher entfernt und erfahrungsgemäß später neu gekauft werden müssten. …“ >> https://www.heise.de/newsticker/meldung/Software-ueberlistet-US-Bibliothekare-erfinden-Kunden-um-Buecher-zu-bewahren-3587185.html

Schily (03.01.2017): “ … Das Konzept ist mir schon aus den 1980ern bekannt – Damals wurden durch das Warenwirtschaftssystem der H.Berthold AG wertvolle Ersatzteile verschrottet, weil sie zu selten benötigt wurden.
Das hat einen riesigen Schaden angerichtet. Gelöst wurde es dadurch, daß weitsichtige Service-Techniker diese Teile gelegentlich orderten und nach ein paar Tagen als „doch nicht benötigt“ wieder zurücklieferten. Damit gab es bei diesen wertvollen Teilen „Bewegung“ und das Warenwirtschaftssystem hat sie verschont. …“

Jason Ruiter (30.12.2016):“ … Records show that dozens of books were checked out and then checked back in again all in the same hour. The fictional Chuck Finley was named after „a ballplayer,“ according to the inspector’s notes. Chuck Finley is a retired major-league baseball pitcher who played mostly for the California and Los Angeles Angels during a 17-year career. …“ >> http://www.orlandosentinel.com/news/lake/os-chuck-finley-lake-library-fake-reader-20161227-story.html

Cory Doctorow (02.01.2017): “ … Science fiction has grappled with this exact problem in the past: Connie Willis’s 20-year-old classic novella Bellwether features a patron (a social scientist who specializes in fads!) who goes to the library every week to check out titles that she knows to be out of vogue, but significant, to trick the library systems into retaining them. …“ >> https://boingboing.net/2017/01/02/automated-book-culling-softwar.html

“ … „Chuck Finley“ is an alias used by Commander Samuel „Sam“ Axe, USN (ret.), one of the fictional characters from the television series Burn Notice, played by Bruce Campbell. …“ >> https://en.wikipedia.org/wiki/Sam_Axe

SteampunkBanana: “ … Chuck Finley and an FBI agent have become very good friends due to his weekly checking out of 683 copies of Catcher in the Rye, so you can’t say it’s been all bad. …“

lemonhorse / 4 Januar 2017 / Found.Stuff, Fraktal.Text, Kunst.Encoder / 0 Comments

[Ordnung, Herrschaft und Interessen #37… ]

„… Kognitive Dissonanz bezeichnet in der (Sozial-)Psychologie einen als unangenehm empfundenen Gefühlszustand, der dadurch entsteht, dass ein Mensch mehrere Kognitionen hat – Wahrnehmungen, Gedanken, Meinungen, Einstellungen, Wünsche oder Absichten – die nicht miteinander vereinbar sind, also eine Art von „Störgefühl“. …“ | http://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive_Dissonanz (21. August 2011)

// “ … Union und SPD stellten sich trotz des BGH-Beschlusses gegen eine Vernehmung Snowdens auf deutschem Boden, weil sie eine Belastung des Verhältnisses zu den USA fürchteten. …“ | http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-12/nsa-ausschuss-edward-snowden-bgh-beschwerde-koalition

Menschlichschwerokay #23 “ … Ein Verbrechen gegen die komplette Bevölkerung des Landes soll am besten gar nicht untersucht werden, weil man „angst vor Problemen mit den USA“ hat? …“

// Rückblende — Rudolf Hermann, Stockholm (7.2.2016): “ … Das Flugzeug sei in Kopenhagen gelandet, um Edward Snowden übernehmen zu können, falls er in Kopenhagen ankommen sollte, schrieb Pind in einer Notiz zuhanden des Rechtsausschusses des dänischen Parlaments. … Mit diesem Flugzeug waren laut der britischen Tech-Website The Register 2012 für das amerikanische Justizministerium islamistische Terrorverdächtige transportiert worden. … Noch Mitte der letzten Woche hatte der dänische Justizminister Pind erklärt, er habe nicht gewusst, worin der Zweck der Reise des amerikanischen Flugzeugs nach Kopenhagen bestanden habe. Am Freitag wurde dann aber klar, dass die Regierung damals im Bild war. … “ | http://www.nzz.ch/international/daenisches-eingestaendnis-zu-snowden-jagd-1.18691392

// Rückblende (2) — (03.07.2013): “ … Wien – Wegen des Gerüchts, der flüchtige US-Geheimdienstenthüller Edward Snowden befinde sich an Bord seines Flugzeugs, ist Boliviens Präsident Evo Morales zu einer Zwischenlandung in Österreich gezwungen worden. Frankreich und Portugal hätten ihren Luftraum für die Präsidentenmaschine geschlossen, die daraufhin in Wien habe landen müssen, sagte der bolivianische Außenminister David Choquehuanca am Dienstag (Ortszeit) vor Journalisten in La Paz. Grund dafür seien vorab kursierende „Gerüchte“ gewesen, der IT-Spezialist befinde sich an Bord. … Venezuelas Regierung kritisierte Frankreich und Portugal. …“ | http://www.spiegel.de/politik/ausland/snowden-geruechte-boliviens-praesidentenmaschine-muss-in-wien-landen-a-909108.html

(Tages-Anzeiger, 30.11.2016): “ … Bislang war unbekannt, wie sehr die USA in Bern diplomatischen Druck ausübten, um zu verhindern, dass Snowden schweizerischen Schutz erhält. Botschafterin Suzi LeVine persönlich intervenierte in einem entscheidenden Moment. Am 19. September 2014 sprach die oberste amerikanische Vertreterin beim Bundesamt für Justiz vor. Danach wurden in Bern Überlegungen, den Whistleblower zu schützen, nicht weiterverfolgt. Auch Bestrebungen, Snowden als Zeugen in der Schweiz zu befragen, wurden aufgegeben. … Die US-Intervention wird bis zu diesem Artikel geheim bleiben. Kurz nach der Aussprache LeVines mit dem Bund hat aber die «NZZ am Sonntag» berichtet, dass der Sicherheitsausschuss mit Verteidigungsminister Ueli Maurer, Aussenminister Didier Burkhalter und Justizministerin Simonetta Sommaruga die Bundesanwaltschaft angewiesen habe, Ermittlungen zu unterlassen. In einem kürzlichen WOZ-Interview doppelt Snowden-Anwalt Bosonnet nach: «Zwei voneinander unabhängige Stellen» hätten ihm eine «geheime Empfehlung» des bundesrätlichen Gremiums bestätigt. Bundesratssprecher Simonazzi dementiert allerdings auf Tagesanzeiger-Anfrage, «dass der Bundesrat oder der Sicherheitsausschuss der Bundesanwaltschaft irgendeine Empfehlung gemacht hat». …“, Aus: „Schweizer Rückzieher im Fall Snowden“ von Thomas Knellwolf (Tages-Anzeiger, 30.11.2016) | Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/schweizer-rueckzieher-im-fall-snowden/story/28546514

Stefan Werner 30.11.2016: “ … Eines der wichtigsten Prinzipien eines Rechtsstaates ist, dass alle gleich behandelt werden. Gesetze gelten für alle, und Brüche des Gesetzes werden bei allen gleich untersucht und ggf. bestraft. Genau dieses Prinzip gilt in der Schweiz aber offenbar nicht, denn das Gesetz wird für US-Bürger und US-Institutionen ausser Kraft gesetzt. Somit ist die Schweiz kein Rechtsstaat. Ich denke, das sollte uns durchaus zu denken geben. Und die cholerischeren unter uns könnten sich darüber sogar aufregen. …“

Peter Meier-Schlittler (30.11.2016): “ … Betrachten wir die Angelegenheit „Snowden“ sachlich, so stellt man doch fest, dass er mit den Enthüllungen die unerhörten Überwachungspraktiken einer kleine Machtelite ans Tageslicht brachte und damit deren Sockel zum Wanken brachte. Andererseits öffnete er so den „Untertanen“ endlich die Augen für die Machenschaften hinter dem Vorhang der Machteliten. Nun wissen wir mit wem wir es zu tun haben. Sollte die Schweiz als neutrales und unabhängiges Land Snowden allenfalls kein Asyl gewähren, wäre das ein erneutes Zeichen für unsere armselige und heuchlerische politische Haltung. Und das Argument, Russland sei ein sicherer Drittstaat, ist nur peinlich, denn wieviel Tausend Asylanten, welche aus sicheren Drittstaaten einreisten, haben wir bis heute ohne Murren der Politik aufgenommen? …“

Peter Maier (30.11.2016): “ … Realpolitik vom Feinsten. …“

Ursula Helen (30.11.2016): “ … Danke für diese fundierte Aufklärung! …“

Werner Baltensperger (30.11.2016): “ … Wenn es so weitergeht werden wir wohl gezwungen sein, Verschwoerungstheoretiker ernster zu nehmen als die eigene Regierung …“

Dominique Becht (30.11.2016): “ … Wie war das noch mit den aufrechten, neutralen Schweizern, die dem Unrecht in jeglicher Form und Grösse Paroli bieten? Ein Mythos. …“

Arthur Tobler (30.11.2016): “ … Wie China und Russland ihre den Regimes nicht genehmen Dissidenten haben, haben sie die USA genau so. Es sind Snowden, Assange, Manning und andere, … Geht es [] um das System und das Militär, hört der Spass auf. Das ist amerikanisches Demokratieverständnis, pure Heuchelei. …“

Martin Baumgartner (30.11.2016): “ … Die Schweiz hat gegenüber den USA immer kooperativ verhalten. (Genau wie gegenüber der EU oder früher den Nazis) Wir können uns weiterhin im Krichen versuchen oder anfangen uns anderweitig zu Orientieren. …“

Urs Hess (30.11.2016): “ … Tja. Wenn wir Interessenpolitiker wählen, erhalten wir Interessenpolitik. Wir sind selber schuld an diesem Trauerspiel. …“

P. Weibel (30.11.2016): “ … meiner Meinung nach ist Snowdon ein ganz gewohnlicher Krimineller der sich nur wichtig machen will und von den Linken und Medien hochgejubelt wird. …“

Andreas Demeter (30.11.2016): “ … Hier geht es nicht um ein kleines dreckiges Geheimnis, sondern um den Millionenfachen Rechtsbruch in nahezu jedem erdenklichen Staat. … Die betroffenen (nahezu alle Erdbewohner mit Internetzugang) haben ein Anrecht das zu erfahren. …“

Peter Bänziger (30.11.2016): “ … Das Asylkonzept wird schon ziemlich pervertiert, wenn ein klassischer Asylant wie Snowden keiner sein darf. …“

tbc.

lemonhorse / 1 Dezember 2016 / Überwachungssysteme, Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro / 0 Comments

[Zeit im Bild (1959) #13… ]

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“ … Im Sommer letzten Jahres lernte ich die Hölle kennen. Oder besser gesagt: das bundesdeutsche Fernsehen der 1950er und 1960er Jahre. … Unter diesen befinden sich … Veröffentlichungen des Pidax-Labels, der unter anderem eine große Sparte an BRD-TV-„Trash“ der 50er und 60er bedient. Der kulturhistorische Wert dieser Begegnungen konnte die cinematographischen Abgründe, die mir hier teils entgegenschlugen, bisher nicht ansatzweise aufrechnen: miserable Darsteller, lachhafte Dekors, hirnrissige Drehbücher sowie latent deutsch-tümmelnde Biederkeit in Kombination mit krampfhaft auf Exotik getrimmten Settings. Vielleicht veröffentlicht das Pidax-Label tatsächlich nur das schlechteste, was das bundesdeutsche Fernsehen an Filmen und Serien zu bieten hatte. Vielleicht ist die Auswahl auch repräsentativ. Gesetzt diesem Fall scheinen Ausnahmen die Regel zu bestätigen, und Franz Peter Wirths KONTO AUSGEGLICHEN ist eine solche Ausnahme. … KONTO AUSGEGLICHEN beruht auf James M. Cains Noir-Roman „The Embezzler“ aus dem Jahre 1944. … Der [] weniger berühmte „The Embezzler“ scheint jedoch tatsächlich nur von Franz Peter Wirth verfilmt worden zu sein (Hinweise auf Gegenteiliges sind herzlich willkommen).
In der biederen Bundesrepublik der ausgehenden Adenauer-Ära scheint ein Noir im TV auf den ersten Blick eine eher außergewöhnliche Erscheinung zu sein. … Die Aneignung des Stoffs geschieht so radikal, dass KONTO AUSGEGLICHEN stellenweise fast wie eine komplett hausgemachte Satire auf das Wirtschaftswunder wirkt: Wie blind vertrauen die Kleinsparer, die von der Hochkonjunktur so schön profitiert haben, dem höflichen Bankier, der Smalltalk so gut beherrscht und sie zugleich skrupellos abzieht. …“ | Quelle: „Wer was hat, ist was wert!“: Wirtschaftswunder goes noir“, (KONTO AUSGEGLICHEN – Bundesrepublik Deutschland 1959, Regie: Franz Peter Wirth) von David (Samstag, 8. Juni 2013) | https://whoknowspresents.blogspot.de/2013/06/wer-was-hat-ist-was-wert.html

lemonhorse / 16 Oktober 2016 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Fraktal.Text / 0 Comments

[Wissensordnung und Sprachgebrauch (Immobilien-Sprech) #2… ]

// radikaleheiterkeit hat gesagt (8. Oktober 2016 um 16:42): “ … Wenn das Kind im Vorschulalter noch nicht weiß, was „Verpiss dich“ heißt, wird es wirklich höchste Zeit, umzuziehen. In irgendeine Gegend, die noch etwas mehr „urbanes Flair“ besitzt (Immobilien-Sprech für Nutten, Junkies und Pisse im Hausflur). Wedding, nördliches Schöneberg, Karshorst … “ | Found: https://kiezneurotiker.blogspot.de/2016/10/wenn-prenzlauer-berg-interveniert.html

// … die Einsicht, dass die Sprache die Realität nicht bloß abbildet, sondern mittels ihrer Kategorien und Unterscheidungen auch herstellt. Typischerweise ist mit dieser Perspektive auch eine Abkehr von einer objektivistischen Sicht auf die Gesellschaft verbunden… | http://de.wikipedia.org/wiki/Poststrukturalismus

lemonhorse / 10 Oktober 2016 / Fraktal.Text, Realitaets.Tunnel / 0 Comments

[Zum Wahn der Liebe #59… ]

“ … Da [Anna] aber ganz andere Pläne verfolgt, klärt sie ihn über die Umstände auf: das Mädchen ist die Nichte des Postdirektors, sie ist lahm und leidet an Schwindsucht, sie hat nicht mehr viel Zeit. Und um ihrer Absicht Nachdruck zu verleihen, erklärt Anna: „Aber ich bin gesund!“. Die erwünschte Reaktion bleibt allerdings aus. Lahm, schwindsüchtig im Sterben liegend, ein Abbild morbider Romantik, wird das Mädchen fortan in ihrer Krankheit glorifiziert. Wie eine Heilige auf einem Altar ist „das Mädchen am Fenster“ ein Objekt der Kontemplation und Anbetung. … Ihre Eleganz, Zartheit, Sensibilität und Schönheit werden zu Elementen einer ästhetischen Hochsteigerung. Dass es dabei um Phantasie und Projektion geht, wird durch ihren späteren pathologischen Befund ebenso deutlich wie durch die Reaktion des Erzählers, der die ästhetische Inszenierung von Krankheit auf eine Inszenierung seiner Gefühle projiziert: ‚Ich schlief die ganze Nacht nicht, denn ich dachte an das sterbende Mädchen. Seitdem ich wußte, daß sie bald tot sein würde, fühlte ich mich sicher in meiner Macht über sie. Ich hielt sie fest, ich konnte ihre Hände greifen. Sie war in meinen Besitz übergegangen.‘ … es geht Roth bei seiner Darstellung der Frau nicht um „misogyn“, „männlich“ oder „weiblich“; es geht ihm nur um eine Kategorie: es geht ihm um „menschlich“. …“

Aus: „DIE DARSTELLUNG DER FRAU BEI JOSEPH ROTH“ Isabel Cristina Chaves Seia Russo dos Santos (2009) | Die vorliegende Untersuchung stellt sich die Aufgabe, die Darstellung der fiktiven Frau bei Joseph Roth herauszuarbeiten und gleichzeitig das herkömmliche Bild des Autors als misogynen Schriftsteller zu revidieren. Bisweilen werden die Frauenfiguren in Roths Werk fast ausnahmslos negativ gewertet, was dem Autor das Prädikat des Frauenverachters eingebracht hat. Diese Auffassung ist besonders suspekt wenn man bedenkt, dass zu Roths Frauendarstellung so gut wie keine Studien vorliegen. Dieses Manko nimmt sich die vorliegende Arbeit zur Aufgabe. Eine Untersuchung der Porträtisierung der Frau verspricht, neues Licht auf die Arbeit des Autors zu werfen und sein schriftstellerisches Anliegen in einer differenzierten Weise zu beleuchten. | http://uir.unisa.ac.za/bitstream/handle/10500/3307/thesis_dos_santos.pdf (Thesis, 273 Seiten)

lemonhorse / 7 Oktober 2016 / Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Gespaltene.Deutung, Kunst.Encoder / 0 Comments

[Ordnung, Herrschaft und Interessen #36… ]

Gunda Bartels (02.09.2016): “ … Für ihn [Andreas Wilckes] war das völlig ergebnisoffen begonnenene Drehen auf Immobilienmessen und Baustellen, in Höfen und Stuben, auf Straßen und Dächern eine Art Psychotherapie. … Nur weil Wilcke als Anhänger des „Direct Cinema“ Urteile im Dokumentarfilm genauso verabscheut wie Inszenierungen, persönliche Betroffenheit oder einen investigativen Reportagestil, merkt man das dem Film fast gar nicht an. …“ | http://www.tagesspiegel.de/kultur/doku-die-stadt-als-beute-berliner-wohnungsmarkt-ist-gepraegt-von-ignoranz-und-professioneller-gier/14488828.html
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kiezneurotiker (Freitag, 30. September 2016): “ … Ich finde es sehr interessant zu sehen, wer mit mir heute hier in diesem kleinen verkackten und überraschenderweise vollbesetzten Off-Kino sitzt und sich diesen Minderheitenfilm reinzieht. Normale Typen. Typen in Hemden. Studentisches Publikum. Doch auch ältere. Leger. Casual. Gar nicht mal aktivistisch. Nicht die üblichen rothaarigen Politsirenen und ihre routinierten Leiern. Das da sind keine Typen, die kreischend auf Lautsprecherwagen stehen. Das sind Nachbarn. Normalbewohner im Block. Frauen in Sommerkleidern, noch vorne im Foyer darüber redend, wo sie danach noch eine Kleinigkeit essen gehen können. Ach nicht schon wieder Pizza. Lieber was Leichtes. Salat. Avocado. Hähnchenbrust maximal. Lachen. Sie lachen. Noch ganz gut gelaunt. Noch. Denn die Stimmung wird schnell umschlagen. Doch das wissen sie jetzt noch nicht.

… Der Film ist aus. Sichtbar verstört, seltsam schweigsam und definitiv nicht gut gelaunt verlässt das Publikum den Saal. Das hat gewirkt. Gesessen. … . Dass sie sie einfach reden lassen, macht die Beschreibung der Zustände härter als es jeder Kommentar hinbekommen könnte, der bei solchen Filmen sowieso immer droht ins Manipulative fortzudriften, weil er zu bemüht agitiert. Hier nicht. Niemand kommentiert. Und das muss auch keiner. Die ganze Suppe voller Immobilienheinis ist so blasiert und bar jeder Empathie, dass sie sich selber zu gerne reden hört und gar nicht versteht, dass sie sich dabei nur selbst bloßstellt. Das hier ist ein Film, der so plastisch wie bisher kein anderer zeigt, wessen Geist hier inzwischen durch die Straßen weht. …“

Aus: „Berlin als Beute“ kiezneurotiker (Freitag, 30. September 2016)
https://kiezneurotiker.blogspot.de/2016/09/die-stadt-als-beute.html
– //

// http://www.diestadtalsbeute.com/
// https://vimeo.com/173598398

lemonhorse / 5 Oktober 2016 / Cinema.Exposure, Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro / 0 Comments

[Solche Praktiken (Welt am Draht #3)… ]

Verschwörungstheoretiker – das sind doch die Spinner und Irren, die an Aliens glauben und Unfug verbreiten. (Jens Wernicke)

Patrick Beuth (5. Oktober 2016): “ … Die Kernaussage des Berichts ist unmissverständlich: Vier anonymen Quellen zufolge hat Yahoo im vergangenen Jahr eine spezielle Software entwickelt und eingesetzt, mit der alle eingehenden Mails nach den Wünschen des Geheimdienstes oder der US-Bundespolizei durchsucht und im Falle eines Treffers gesondert gespeichert wurden. …“ | http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2016-10/yahoo-emails-heimlich-durchsucht-nsa

Daniel AJ Sokolov (heise.de „Alle Mails gescannt: Yahoo arbeitete für Geheimdienste“, 05.10.2016,07:30): “ … Yahoos Transparenzbericht für das erste Halbjahr 2015 verschweigt die Arbeit für den US-Geheimdienst. Dort heißt es, dass 8424 Konten von US-Regierungsanfragen betroffen waren („Total Government Specified Accounts“). Wurden tatsächlich alle Yahoo-Konten überwacht, müssten hier Hunderte Millionen Konten genannt werden. … Das Begehren des Geheimdienstes war extrem weit gefasst. Und Yahoo sollte nicht bloß Daten herausgeben, es musste neue, nicht-triviale Software schreiben, um dem Begehren überhaupt entsprechen zu können. …“ | https://www.heise.de/newsticker/meldung/Alle-Mails-gescannt-Yahoo-arbeitete-fuer-Geheimdienste-3340778.html

// Werni29, 05.10.2016 09:37: “ … Seit Jahren gelte ich im Bekanntenkreis als paranoid … Und alle haben gesagt sowas wie das hier gibts nicht. Und am DeCix wird nicht gelauscht… Aber es macht immer weniger Spaß recht zu behalten. …“ | https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Alle-Mails-gescannt-Yahoo-arbeitete-fuer-Geheimdienste/Seit-Jahren-gelte-ich-im-Bekanntenkreis-als-paranoid-weil/posting-29306679/show/ | Kommentar zu: „Alle Mails gescannt: Yahoo arbeitete für Geheimdienste„, https://www.heise.de/newsticker/meldung/Alle-Mails-gescannt-Yahoo-arbeitete-fuer-Geheimdienste-3340778.html

// Axel Arnolds, 05.10.2016 11:32: “ … Und jetzt gibt es wieder die „Ich habe eh nichts zu verbergen Kommentare“ … “ | https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Alle-Mails-gescannt-Yahoo-arbeitete-fuer-Geheimdienste/Und-jetzt-gibt-es-wieder-die-Ich-habe-eh-nichts-zu-verbergen-Kommentare/posting-29307581/show/

lemonhorse / 5 Oktober 2016 / Überwachungssysteme, Fraktal.Text, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro / 0 Comments

[Zur Theorie der Macht (Wikileaks #14) & Journalismus #21… ]

Stattdessen gefallen sie sich in der Rolle der Verharmloser, Argwöhner und Desinteressierten
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Stefan Krempl (04.10.2016): “ … „Das Instrument radikaler Transparenz“ habe die Glaubwürdigkeit von Wikileaks unterminiert, schreibt etwa die Berliner Zeitung. Zu erleben seien „die letzten Zuckungen“ einer sich „im Todeskampf befindlichen Organisation“. …“ | http://www.heise.de/newsticker/meldung/10-Jahre-Wikileaks-Enthuellungen-zu-US-Wahlkampf-Google-und-Massenueberwachung-angekuendigt-3340360.html
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Stefan Betschon (4.10.2016) ‚10 Jahre Wikileaks und Hass im Internet – Die Dekade der Dekadenz‚ … “ … jetzt gilt es, einen Schlussstrich ziehen. … Vor zehn Jahren wurde Wikileaks gegründet. Am 4. Oktober 2006 wurde die Internet-Adresse wikileaks.org registriert. Bald sorgten diese Organisation und ihr Oberguru Julian Assange mit der Publikation von geheimen Dokumenten weltweit für Schlagzeilen. Assange sah sich als Enthüllungsjournalist; er brüstete sich damit, dass er mehr Geheimpapiere veröffentlicht habe als alle Zeitungen der Welt zusammen. Doch es zeigte sich bald, dass Wikileaks den selbstgesetzten hohen moralischen Ansprüchen nicht gerecht zu werden vermochte. Mit ihren Publikationen brachte die Organisation immer wieder Unschuldige in Gefahr, ohne aber ernsthafte Missstände aufdecken zu können. Assange sympathisiert neuerdings mit amerikanischen Bloggern am rechten Rand des politischen Spektrums und scheint Wikileaks für einen Privatkrieg gegen Hillary Clinton zu missbrauchen. Der russische Geheimdienst benutze Wikileaks für Desinformationskampagnen, berichteten kürzlich deutsche Zeitungen. «Der Glaube an eine bessere Weltordnung» habe Wikileaks entstehen lassen, schrieb 2011 Daniel Domscheidt-Berg, in den Anfangsjahren neben Assange eine der zentralen Figuren der Enthüllungsplattform. …“ | http://www.nzz.ch/meinung/kolumnen/internet-im-wandel-die-dekade-der-dekadenz-ld.120132

Martin Weber Bürger (04.10.2016) “ … Ein höchst peinlicher Artikel. Aber „unseriös“ sind dann die anderen …“

Bürger (04.10.2016) “ … Ich staune immer wieder über dem Ausmass der politischen Naivität solcher Artikel. Oder ist es gezielte Manipulation? … Wikileaks im gleichen Artikel zu erwähnen wie die „Kultur des Hasses“ … Feindbilder … werden im grossen Stil [ ] gezüchtet, eben auch durch solche destruktive Artikel. Ich sehne mich nach einem Journalismus der mehr informiert, mehr recherchiert, gewichtet und wahrheitsgetreu wiedergibt und weniger nachplappert was die PR-Büros der Mächtigen uns eintrichtern möchten. ..“
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Jascha Jaworski (6. Februar 2016): “ … Nachdem die UN-Arbeitsgruppe über willkürliche Inhaftierung Julian Assanges Fall nun über ein Jahr lang untersuchte und dabei natürlich auch die schwedischen und britischen Behörden einbezogen hat, passt das Ergebnis den Verantwortlichen (nicht nur) in diesen beiden Ländern offenbar gar nicht. Der britische Außenminister Philip Hammond verwarf das Urteil der Arbeitsgruppe, die zu dem Schluss kam, dass Assange aufgrund der Handlungsweisen Großbritanniens und Schwedens sich in einem Zustand willkürlicher und somit unrechtmäßiger Haft befindet, kurzerhand als „lächerlich“ …“ | https://www.maskenfall.de/?p=10384

Jared J. Myers (7. Februar 2016): “ … Auf einem bestimmten Niveau der politischen Verstrickungen sind unsere Staaten keine Rechtsstaaten mehr, sondern Werkzeuge der Willkür und der Machtpolitik. Dies liegt im Falle NSA / GCHQ / BND ganz offen zu Tage, das erstreckt sich mit ziemlicher Sicherheit auf Vorkommnisse wie das Oktoberfest-Attentat und den „NSU“, das hat nachgewiesenermaßen auch für die „Stay Behind Forces“ gegolten … aber nein, der Fall Assange ist natürlich gaaaanz was anderes …“ | https://www.maskenfall.de/?p=10384#comment-32477

H.Ewerth (8. Februar 2016): “ … Whiselblower leben im Westen gefährlich, und wie auch im Fall Snowden, zeigen die sog. westlichen Wertegemeinschaften, was sie davon halten, selbst das Ziel zu sein. Es ist doch schon bezeichnend, anstatt den Herrschaften einen Orden, für die Enthüllungen zu verleihen, werden sie kriminalisiert und diskreditiert. …“ | https://www.maskenfall.de/?p=10384#comment-32480
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Jost Müller-Neuhof (04.10.2016): “ … Transparenz schafft nicht automatisch mehr Demokratie. Wer für sich als privater Akteur Öffentlichkeit verlangt, sollte auch Verantwortung zeigen und Vertrauen rechtfertigen, etwa durch sein Bemühen um Erklärung und Objektivität, um Distanz, kurzum: Er sollte so etwas wie Legitimation erwerben. Das muss Leuten schwerfallen, die politischen Fortschritt darin zu erkennen glauben, ausgerechnet Tätigkeiten von Diplomatie oder Geheimdiensten ohne Rücksicht auf Kollateralschäden bloßzustellen – jenen staatlichen Handlungszonen also, in denen der Geheimschutz noch eine Begründung hat. Transparenz bedeutet weit mehr, als sich dem Interesse von Informanten zu ergeben. Sie ist eine politische Großaufgabe, zu deren Bewältigung ein Angebot wie Wikileaks beitragen kann. Nur: Mit Enthüllen ist es nicht getan. …“ | http://www.tagesspiegel.de/politik/julian-assange-und-sein-wikileaks-enthuellen-allein-schafft-noch-keine-transparenz/14642280.html

hammerling 05.10.2016, 08:55: “ … Das Problem ist doch nicht die mangelnde Transparenz von Wikileaks, sondern die der Regierungen weltweit. Irgendein Prozeß gegen die Mörder im Irak? Irgendeine Ermittlung wegen des Todes eines DNC-Mitarbeiters oder des Suit Servers im gleichen Fall? Irgendwelche Proteste aus den sogenannten verbündeten Ländern der Wertegemeinschaft gegen die Knebelung von Whistleblowern und ihre Verfolgung als Staatsfeinde durch die US-Regierung? Vielleicht liegt im Falle Assanges nicht mangelnde Transparenz, sondern Selbstschutz vor — verständlich angesichts der Frage der Superdemokratin Clinton, ob man das „weiche Ziel“ Assange nicht einfach erdrohnen könne. [The True Pundit says the U.S. government was tasked with neutralizing Assange. And Clinton was the point person. “Can’t we just drone this guy?” she pondered during one high-charged meeting, State Department sources reportedly told True Pundit. According to the website, others in the room laughed. Quelle: http://www.torontosun.com/2016/10/03/hillary-clinton-suggested-taking-out-wikileaks-founder-julian-assange-with-drone-report (October 04, 2016 09:55 AM EDT) [http://truepundit.com/hillary-clinton-on-her-proposed-drone-strike-on-julian-assange-i-dont-recall-video/]] | Kommentar zu http://www.tagesspiegel.de/politik/julian-assange-und-sein-wikileaks-enthuellen-allein-schafft-noch-keine-transparenz/14642280.html | [“ … Update: Inzwischen sagte Clinton auf die Vorwürde hin, sie könne sich nicht erinnern, das gesagt zu haben – und wenn sie es gesagt habe, dann sei es ein Scherz gewesen. …“ | http://www.heise.de/tp/artikel/49/49597/1.html (Aus: „Clinton über Julian Assange: „Können wir den Kerl nicht einfach ‚drohnen'“?“, Peter Mühlbauer (04.10.2016)] — // Volker Birk (04.10.2016 17:10) “ … Das ist doch eine schöne Ouvertüre von Wikileaks mit Clintons Mordkomplott – Herzlichen Glückwunsch zum 10. Jahrestag, Wikileaks! …“ | https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Clinton-ueber-Julian-Assange-Koennen-wir-den-Kerl-nicht-einfach-drohnen/Das-ist-doch-eine-schoene-Ouvertuere-von-Wikileaks-mit-Clintons-Mordkomplott/posting-29304063/show/

narrow 04.10.2016,22:08 Uhr: “ … Übertrag ich jetzt mal diese „Verantwortung“ auf das immer noch nicht aufgeklärte Oktoberfestattentat vor nunmehr 36 Jahren – oder auf die immer noch nicht aufgeklärten Verbrechen der NSU und deren Unterstützer – mit den jeweils ziemlich deutlich gewordenen fahrlässigen, wenn nicht vorsätzlichen „Schlampereien“ staatlicher Organe, und halt ich mir vor Ohren, was ich grad auf 3sat hören und sehen konnte – (frei zitiert:) „ausgewählte Journalisten erhalten gezielt exklusive Informationen“ – dann wundert es nicht, warum derart monströse Verbrechen nicht aufgeklärt werden können oder gar sollen: Der blinde Fleck – Das Oktoberfest-Attentat http://www.3sat.de/page/?source=/ard/film/189031/index.html dann frag ich mich schon, was aus diesem Versagen zu Lasten der Demokratie NICHT hätte werden können, hätte es solche Leute wie Assange damals schon gegeben, welche derartige Dokumente zur Verfügung hätten stellen können: wer sie dann abdruckt – das wäre dann eine Frage der „Verantwortung“, und wie jeder Einzelne damit umzugehen bereit ist. …“ | Kommentar zu http://www.tagesspiegel.de/politik/julian-assange-und-sein-wikileaks-enthuellen-allein-schafft-noch-keine-transparenz/14642280.html

johndoe19 04.10.2016,21:35 Uhr: “ … Wenn die Medien ihren Job machen würden und zwar ohne Ansehen von Personen, Parteien, Unternehmen etc., dann wäre eine solche Enthüllungsplattform eigentlich gar nicht notwendig oder aber Wikileaks wäre ein Dokumentenpool für alle möglichen Enthüllungen. Daraus könnten dann weltweit Journalisten Informationen schöpfen, recherchieren, erklären und Transparenz schaffen und am Ende die Lügner, Steuerbetrüger, korrupten Politiker und Unternehmer, Banker usw. damit konfrontieren oder einfach bloss stellen. Stattdessen gefallen sie sich in der Rolle der Verharmloser, Argwöhner und Desinteressierten. …“ | Kommentar zu http://www.tagesspiegel.de/politik/julian-assange-und-sein-wikileaks-enthuellen-allein-schafft-noch-keine-transparenz/14642280.html

deiwel 04.10.2016,20:45 Uhr: “ … Enthüllungen sind ein wichtiger Teil von Transparenz. Man sollte Enthüllungen keinesfalls den Medien überlassen. Da bekommt man leider zu oft subjektiv, selektiv, aufbereitete und gesteuerte Informationen. Man sollte Informationen in den Medien viel mehr hinterfragen, in anderen Medien vergleichen und auch ruhig mal in Statistik- Portalen stöbern. Das ist alles sehr erhellend und entlarvend. Wenn man ein und die selbe Story mal in verschiedenen Versionen gelesen hat und ein wenig nachforscht, hat das eine ernüchternde Wirkung in Bezug auf die Glaubwürdigkeit und Auslegung vieler Berichte. …“ | Kommentar zu http://www.tagesspiegel.de/politik/julian-assange-und-sein-wikileaks-enthuellen-allein-schafft-noch-keine-transparenz/14642280.html

lemonhorse / 5 Oktober 2016 / Fraktal.Text, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro / 0 Comments

[Mythen meiner Kindheit #3… ]


Bild aus: „Regina Blues – Der Kampf um ein Kino“ (D 1994, 60 Min., 16 mm)

“ … Von 1956 bis 1990 spielte das „Regina“ in der Holtenauer Straße, … bis es einer Bank weichen musste. …“ | http://filmtheater.square7.ch/wiki/index.php?title=Kiel_Regina-Lichtspiele

Erinnerungen von Kinomachern und Stammbesuchern bestätigen, dass Kinogeschichte auch Lokalgeschichte und Familiengeschichte ist. … | http://www.infomedia-sh.de/aktuell/0810/regina_blues.html

“ … Das REGINA blieb in der 80ern lange Zeit nicht nur das einzige Programmkino in der Landeshauptstadt Kiel, die sich bisher nicht nur in Sachen Kino des öfteren als provinziell gebärdete. Es war auch das einzige kommerzielle Kino am Ort, dessen Filmprogramm noch in Kiel zusammengestellt wurde und nicht in Hamburg bei der norddeutschen „Zentraldisposition“ der UFA, wie die Programme aller anderen Riech-Kinos im Norden. … In den 80er Jahren erlebte das REGINA noch einmal eine Blüte. Es wurde zu einem der beliebtesten Kinos der Stadt. Ende 1990 mußte das REGINA geschlossen werden, weil eine Verlängerung des Pachtvertrages nicht möglich war. Es handelt sich wiederum um ein typisches Phänomen: Gutlaufene Kinos (meist Einzelkinos) werden aus unseren Innenstädten verdrängt, weil die vom Kino zu erbringende Pacht den Vermietern als zu wenig proftitabel erscheint. Neuer Pächter der Räumlichkeiten wurde nach Total-Um- und Neubau eine Bank. Und so träumt Christel Thomsen, die als „Star-Eisverkäuferin“ des REGINA mit ihren Entertainer-Qualitäten eine stadtbekannte Popularität erlangte, gegen Schluß des Filmes in den Bankräumen Zeiten hinterher, die für immer verloren zu sein scheinen. …“ | http://onlinefilm.org/sl/film/15251 (onlinefilm.org über „Regina Blues“)

lemonhorse / 26 September 2016 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Fraktal.Text, Kiel.Refugium / 0 Comments

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