lemon / 23 Mai 2020 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Visual.Notes / 0 Comments

lemon / 23 Mai 2020 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Visual.Notes / 0 Comments

[Bild im Bild #14… ]

Unter der Regie von Josef von Sternberg spielt Peter Lorre als Raskolnikow die Hauptrolle. .. Schuld und Sühne wurde in Deutschland nie im Kino gezeigt, die Erstausstrahlung fand am 30. Januar 1972 im Fernsehen des WDR statt. // –> https://de.wikipedia.org/wiki/Schuld_und_S%C3%BChne_(1935,_USA)

// via Welten in Welten: Das Wesen der Kunst # 199: Peter Lorre liest
// Memo: „CRIME & PUNISHMENT: ON FILM WITH PETER LORRE“ Christian Esquevin (March 9, 2015) –> http://silverscreenmodes.com/crime-punishment-on-film-with-peter-lorre/

lemon / 22 Mai 2020 / Cinema.Exposure, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

[Symbolische Formen (Ernst Cassirer) #3 … ]

Bibliothek Warburg

Frank Hartmann (Datum ?): “ … Aby M. Warburg [https://de.wikipedia.org/wiki/Aby_Warburg] hatte [eine] kulturwissenschaftliche Bibliothek angelegt, um das Nachleben der Antike, die Formen von Überlieferung in der abendländischen Kultur- und Geistesgeschichte zu studieren.
Diese kunst- und kulturhistorische Sammlung umfasste auch ein Fotoarchiv mit hundertausenden von Zeugnissen von der klassischen Antike bis ins neunzehnte Jahrhundert, auch nichteuropäischer Kulturen. Warburgs Projekt einer Ikonologie oder Bildwissenschaft bedeutete eine der ersten signifikanten Erweiterungen der empirischen kulturwissenschaftlichen Basis. Diese Mischung von kunst- und formgeschichtlicher Forschung beeindruckte den Philosophen Cassirer nachhaltig. … Der Mensch, so Cassirer, ist immer in einer besonderen Welt, er lebt in seine bestimmenden Symbolwelten. … Den Menschen als Symbolwesen aufzufassen heisst, die innere Logik der Erfahrung nicht allein in vernunftkritischen Kategorien zu analysieren, sondern die „Logiken“ des mythischen, sprachlichen und alltagskulturellen Verstehens einzubeziehen. Der Mensch ist also nicht allein durch Vernunft und durch Sprache ausgezeichnet, sondern er verschafft sich seine Identität durch den allgemeinen Gebrauch von Symbolen: „Der Mensch kann der Wirklichkeit nicht mehr unmittelbar gegenübertreten; er kann sie nicht mehr als direktes Gegenüber betrachten. Die physische Realität scheint in dem Maße zurückzutreten, wie die Symboltätigkeit des Menschen an Raum gewinnt. Statt mit den Dingen hat es der Mensch nun gleichsam ständig mit sich selbst zu tun. So sehr hat er sich mit sprachlichen Formen, künstlerischen Bildern, mythischen Symbolen oder religiösen Riten umgeben, dass er nichts sehen oder erkennen kann, ohne dass sich dieses artifizielle Medium zwischen ihn und die Wirklichkeit schöbe.“ (Versuch über den Menschen, 1944) …“ | https://homepage.univie.ac.at/Frank.Hartmann/Vorlesung/ss02.htm

“ … Erst wenn es dem Individuum gelingt, den ‚Mechanismus‘ der Reiz-Reaktions-Sequenzen aufzubrechen und die unmittelbare Reaktion zu verzögern, entsteht die „Fähigkeit“, die eigenen „Reize anderen Personen oder sich selbst aufzuzeigen“ und das ‚mechanische‘ durch „rationales Verhalten“ zu ersetzen …“ | Quelle: M. R. Müller – „Das Bild als soziologisches Problem“ (Beltz Juventa, 2018)

“ … Zeichen sind [ ] für Eco alles, «was man zum Lügen verwenden kann» (SZ 26, 89). Ihr Vorhandensein bedeutet nicht notwendig, etwas offenbar zu machen, sondern gleichermaßen, mit ihrer Hilfe etwas kaschieren oder vertuschen zu können. Daraus folgt die Notwendigkeit ihrer Interpretation. Zeichen sind nicht allein eine Frage der Erkenntnis, sie gehen nicht unmittelbar in dem auf, was sie repräsentieren. Entsprechend hat es der Detektiv mit Hinweisen zu tun, die regelmäßig etwas anderes bedeuten können als sie zu bezeugen scheinen. Wenn es für ihn also darauf ankommt, das Entscheidende hinter einer Tat und ihr Zustandekommen herauszufinden, die Lüge zu demaskieren und den «tatsächlichen» Hergang bloßzulegen, so darf er sich nicht allein auf die Referenz der Zeichen verlassen, sondern er muss auf die Differenz zwischen Bezeichnung und Bedeutung pochen. Er muss sozusagen die wesentliche Dreistelligkeit des Zeichens in Rechnung stellen. Erst sie markiert die eigentliche «Schwelle der Semiotik». Allein das Kriterium des Sinns erlaubt, «den gesamten Kreis der Semiose abzudecken» (SS, 73). […]
… [ein] Zeichen [fungiert] stets als etwas, das für etwas anderes steht, [ ]. Peirce definiert es als „something which stands to somebody for something in some respect or capacity“ (Peirce, 1931, 2. 228) – eine Definition, die sich übersetzen lässt mit: etwas, das für jemanden in irgendeiner Hinsicht oder aufgrund irgendeiner Fähigkeit für etwas anderes steht. „In irgendeiner Hinsicht“, bedeutet, dass das Zeichen nicht die Totalität des Gegenstandes repräsentiert, sondern ihn –vermittels unterschiedlicher Abstraktionen– nur von einem bestimmten Gesichtspunkt aus oder im Hinblick auf einen bestimmten praktischen Zweck vertritt.» [Eco, Umberto: Zeichen. Einführung in einen Begriff und seine Geschichte. Frankfurt a. M.: Suhrkamp Verlag, 1977, S.  30-31] … “ | Aus: „ZEICHEN Signo“ (Linguistik) | http://www.hispanoteca.eu/Linguistik/z/ZEICHEN%20Signo%20-%20Deutsche%20Zitate.htm

lemon / 19 Mai 2020 / Daten.PolitixMicro, Found.Stuff, Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Global.Politix:Micro, Kunst.Encoder / 0 Comments

[You can never tell a book by its cover #13… ]

“ … The Jungle is a 1906 novel by the American journalist and novelist Upton Sinclair (1878–1968). Sinclair wrote the novel to portray the harsh conditions and exploited lives of immigrants in the United States in Chicago and similar industrialized cities. His primary purpose in describing the meat industry and its working conditions … In 1933, the book became a target of the Nazi book burnings due to Sinclair’s endorsement of socialism. … President Theodore Roosevelt had described Sinclair as a „crackpot“ because of the writer’s socialist positions. … the Bureau of Animal Industry issued a report rejecting Sinclair’s most severe allegations, characterizing them as „intentionally misleading and false“, „willful and deliberate misrepresentations of fact“, and „utter absurdity“. …“ | https://en.wikipedia.org/wiki/The_Jungle (10 May 2020) | https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Dschungel // [ “ … Aufgrund seiner politischen Position musste Sinclair allerdings seine Dramen, Romane, Kinderbücher und politisch-soziologischen Untersuchungen in den Vereinigten Staaten teilweise selbst verlegen, weil kein Verleger bereit war, seine Bücher zu drucken und zu vermarkten. Die von ihm verlegten Werke wurden in der Presse seiner Zeit nicht besprochen. Dazu gehörte etwa The Brass Check (1919) (deutsche Übersetzung: Der Sündenlohn. Eine Studie über den Journalismus, 1921), eine Studie, in der Sinclair die Beschränkungen der Presse darstellte, dabei ging er auf die Manipulationstechniken der Regenbogenpresse [von] William Randolph Hearsts ein. Sinclair nannte dieses Werk „das wichtigste und gefährlichste Buch, das ich je geschrieben habe“. … | https://de.wikipedia.org/wiki/Upton_Sinclair (3. Mai 2020)]


socialkairos 18.05.2020, 21:34 Uhr: “ … Was für ein Albtraum. Und was hat sich seit über einem Jahrhundert geändert ??? “ | zu: Fleischindustrie … Alkoholsucht, Druck und Gewalt. Sebastian Leber (19.05.2020) | –> https://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/das-schweinesystem-was-insider-ueber-die-ausbeutung-in-der-fleischindustrie-verraten/25840872.html

lemon / 19 Mai 2020 / Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro, Visual.Notes / 0 Comments

[Michel Piccoli (1925 – 2020) … ]

“ … Ich lass mich nicht von meiner Kindheit trennen, ich warne euch! … “
(‚Milou en mai‘, Louis Malle, 1990)

“ … „Eine Komödie im Mai“ (‚Milou en mai‘ [Schnee im Mai]) ist ein Film von Louis Malle aus dem Jahr 1990 […] … Als die betagte Madame Vieuzac im Mai 1968 in der südfranzösischen Provinz stirbt, reist ihre Familie zur Beerdigung an. Da infolge des Generalstreiks auch die Totengräber streiken, ist die Familie gezwungen, länger als geplant zu verweilen. … Prisma-online: „Louis Malle schuf eine heiter-melancholische Gesellschaftskomödie über das Scheitern einer Revolte, die ein ganzes Land bewegte und für wenige Stunden auch den Alltag einer großbürgerlichen Familie durcheinanderwirbelt. Malle zeigt ein ironisches Bild … wunderbar: der Versuch der Gesellschaft, freie Liebe zu praktizieren … , aber auch etwas Wehmut, da von der rebellischen Zeit Ende der 60er Jahre kaum etwas geblieben ist. Eine […] meist feinsinnig, mitunter auch derb sarkastische Komödie … “ …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Eine_Kom%C3%B6die_im_Mai

“ … In Claude Lelouchs Komödie Männer und Frauen, eine Gebrauchsanleitung bringt eine Figur den schönen Satz: der amerikanische Film erzählt eine kleine Geschichte mit riesigen Mitteln, der französische Film erzählt eine riesige Geschichte mit kleinen Mitteln. … Wenn Piccoli bei Sautet auch gradlinige Charaktere spielt, ist er doch in vielen anderen Filmen immer ein wenig zwielichtig. So wie hier in Belle de Jour: äußerlich der korrekte Bourgeois, aber doch geheimnisvoll, hintergründig. Er hat einmal gesagt, er würde gerne so spielen wie Munch malte. … “ | https://loomings-jay.blogspot.com/2015/12/michel-piccoli.html

Michel Piccoli (1925 – 2020)
https://de.wikipedia.org/wiki/Michel_Piccoli | https://de.wikipedia.org/wiki/Michel_Piccoli#Filmografie_(Auswahl)

Nachtrag #1

Seldon-X #19 : “ … Themroc! …“
zu: https://www.zeit.de/kultur/film/2020-05/michel-piccoli-ist-tot

Nachtrag #2

Andreas Kilb (18.05.2020): “ … mit [Michel Piccoli] verglüht ein ganzes Arsenal von Erinnerungen, Bildern, Momenten, Abenden im Kino, Nächten vorm Fernseher, Begegnungen, Träumen. Eine Zeit wird versiegelt, ins Museale entrückt, die eben noch greifbar war, lebendige Vergangenheit, mit uns verbunden durch die Gegenwart seines Spiels. Trauernde neigen zu Übertreibungen, aber wenn wir irgendwann, wieder mit kühlem Kopf, gefragt werden, ob es den einen großen europäischen Filmschauspieler je wirklich gegeben hat, dann wird die Antwort lauten: Ja, es gab ihn. … Sechs Filme hat Piccoli bis zu ihrem Tod mit Romy gedreht, und wenn man sieht, wie er in Jacques Rivettes Maler-Modell-Drama „Die schöne Querulantin“ mit Emmanuelle Béart umspringt, kann man auf den Gedanken kommen, dass seine kühle Ruppigkeit auch eine Art des Trauerns ist.
Was Sautet 1970 nicht zeigen wollte, hat Louis Malle zwanzig Jahre später in „Eine Komödie im Mai“ erzählt, und wieder steht Michel Piccoli im Mittelpunkt. Er ist das alt gewordene Kind Milou, das in einem Landhaus die Wirren der Zeitgeschichte verschlafen hat, aber als dann wirklich die Revolution ausbricht (oder das, was die Bourgeoisie dafür hält), behält er als Einziger der vielköpfigen Familie die Nerven. Diese Bonhomie ist die andere Seite des Shakespeare- und Thomas-Bernhard-Schauspielers und Gelegenheits-Anarchisten Piccoli: Wenn er wollte, konnte er sich in eine Inkarnation jenes französischen Bürgertums verwandeln, das seine Außenseiterfiguren wie der Anstreicher aus „Themroc“ oder der Serienmörder Sarret aus „Trio infernal“ am tiefsten verachteten.
… Die Erfahrungen, die sich in einem so langen Leben verdichten, kann das Kino nicht aufbewahren, es kann nur einen Abglanz davon wiedergeben, einen Widerschein, der sich in Gesten und Worten ausdrückt und in dem, was man, aus Mangel an besseren Begriffen, Präsenz nennt. In seiner letzten großen Rolle, in Nanni Morettis „Habemus Papam“, hat Piccoli einen Papst gespielt, der an seinem Glauben irre wird und den Vatikan verlässt, um ihn wiederzufinden. Wir aber haben immer an Michel Piccoli geglaubt. …“ | Aus: „Der Bürger und sein Gegenteil“ Andreas Kilb (18.05.2020) | https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/zum-tod-des-franzoesischen-schauspielers-michel-piccoli-16775967.html

Michael Seeck (Xylocastro), 19.05.2020 – 09:40: “ … Ein Monument des französichen Film noir in einer Glanzzeit des Filmemachens, wo nicht nur der Profit und Mainstream im Fokus waren. Eine Zeit, die man schmerzlich vermisst. Und so auch Piccoli. Adieu! …“


lemon / 18 Mai 2020 / Cinema.Exposure, Fraktal.Text, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

lemon / 10 Mai 2020 / Found.Stuff, Visual.Notes / 0 Comments

[Das Reale, das Symbolische und das Imaginäre #44… ]

The Big Lebowski“ (Ethan und Joel Coen, 1998)

Yogurt Sundae #1 (07.05.2020): “ … Ich habe mich immer gefragt, ob die Gruppe ‚Autobahn‘ (mit ihrem Album ‚Nagelbett‘) in ‚The Big Lebowski‘ durch Kraftwerk inspiriert wurde – welch ein Mythos. In diesem Sinne: mach’s gut, Florian… „

usa_gangsterstratege #1.1 (07.05.2020): “ … Das haben Sie sich ernsthaft gefragt?! …“

Scheherazade_1001 #1.2 (07.05.2020): “ … war das eine autorhetorische Frage? …“

SpamBot #1.3 (07.05.2020): “ … „Die im Film gezeigte Techno-Pop-Platte Nagelbett einer deutschen Band namens Autobahn, bestehend aus den Nihilisten, ist eine Anspielung auf die Gruppe Kraftwerk, die insbesondere durch den Titel Autobahn von ihrem gleichnamigen Album aus dem Jahr 1974 auch in den USA bekannt wurde. Das fiktive Plattencover im Film ist angelehnt an die Optik des 1978 veröffentlichten Kraftwerk-Albums Die Mensch-Maschine, das die Musiker ebenfalls in markanten roten Hemden mit schwarzen Krawatten zeigte.“ … https://de.wikipedia.org/wiki/The_Big_Lebowski …“

Eagle58 #30 (07.05.2020): “ … Und ‚Ruckzuck‘ ist das Leben vorbei! Mach’s gut, Florian … „

Kommentare Zu: https://www.zeit.de/kultur/2020-05/florian-schneider-esleben-kraftwerk-tot (6. Mai 2020)

lemon / 7 Mai 2020 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Fraktal.Text, Gedanken.Memo, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

[Symbolische Formen (Ernst Cassirer) #2 … ]

“ … Es wird stets unerschöpflich mehr erfahren, als sich denken lässt; aber alles, was wir davon wissen, wissen wir nur, insofern wir es denken können. Dem hat eine Philosophie der symbolischen Formen zu entsprechen. … Es ist [ ] so, daß von Objekten erst im Zusammenhang mit den begrifflichen Vereinigungsleistungen in Urteilen die Rede sein kann. …“ | (Aus: Guido Kreis – Cassirer und die Formen des Geistes, Erste Auflage 2010)

lemon / 6 Mai 2020 / Daten.PolitixMicro, Found.Stuff, Fraktal.Text / 0 Comments

1 2 3 252