lemonhorse / 6 February 2016 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Visual.Notes / 0 Comments

[Weltdeuter und der Strom eines Unbewussten… ]

(1. Februar 2016):” … In Deutschland herrsche “eine Pogromstimmung, die eine kreuzgefährliche Intensität bekommt“, sagte Merbitz der Leipziger Volkszeitung. In einer Mitteilung der Polizei bezeichnete Merbitz die Angriffe gegen Asylunterkünfte zudem als “feige Straftaten“. Diese spiegelten nicht nur die politische Gesinnung wider, sondern auch die Unfähigkeit der Täter, Empathie, Rücksicht und Mitgefühl für Schutzbedürftige zu zeigen. …” | http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-02/luechtlingsunterkuenfte-anschlaege-sachsen-polizeipraesident

Nichtkonform #23 (02.02.2016): “… Ich bin mir nich mal so sicher, dass das immer Rechtsextremisten sind. Ich denke, darunter sind auch normale Leute, Nachbarn, Väter, Onkel, Tante etc, die sich einfach nicht mehr anders zu helfen wissen. … Und nein, ich möchte hier nicht relativieren. Ich bin einfach der Meinung, solche Taten pauschal als Rechtsextremismus abzutun, wäre falsch. … ” | http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-02/luechtlingsunterkuenfte-anschlaege-sachsen-polizeipraesident?cid=6007307#cid-6007307

Unterlinner #23.1 (02.02.2016): ” … “Ich bin mir nich mal so sicher, dass das immer Rechtsextremisten sind. Ich denke, darunter sind auch normale Leute, Nachbarn, Väter, Onkel, Tante etc, die sich einfach nicht mehr anders zu helfen wissen.” Nach dem Krieg gab es auch fast keine Nazis mehr. Das waren alles normale Leute, Nachbarn, Väter, Onkel, Tante etc, …” | http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-02/luechtlingsunterkuenfte-anschlaege-sachsen-polizeipraesident?cid=6007425#cid-6007425

Heribert Pilch #23.4 (02.02.2016): “… Auch die NSDAP-Führung hatte Kinder und Enkel. Der Führer war ja so nett zu seiner Eva und seinen Schäferhund hat er geliebt, der nette Mensch. Aber er wusste sich einfach nicht mehr zu helfen, gegen, Behinderte, Juden, Schwule, Juden, Linke, … Sie kotzen mich an! …” http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-02/luechtlingsunterkuenfte-anschlaege-sachsen-polizeipraesident?cid=6007563#cid-6007563

Galgenstein #74 (03.02.2016): ” … Die deutsche Seele hat schon sehr abgründige Seiten: Zucht und Ordnung muss man notfalls mit Willkür und Gewalt durchsetzen. Wenn es darum geht Flüchtlinge zu verhindern, ist wohl alles erlaubt. Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte werden zu einem Akt der Notwehr stilisiert. … Die Angst vor fremden Blut lässt die Menschen wieder einmal hysterisch werden. …” http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-02/luechtlingsunterkuenfte-anschlaege-sachsen-polizeipraesident?cid=6010342#cid-6010342

Christian Schröder (01.02.2016): ” … So verdammte Botho Strauß, … ein Veteran des neorechten Menetekelns, die „Flutung des Landes mit Fremden“. Der Dramatiker stilisiert sich zum „letzten Deutschen“ und fristet eine randständige Existenz in der Uckermark, weitab von den Diskursen der Großstadt. …” | http://www.tagesspiegel.de/kultur/botho-strauss-ruediger-safranski-peter-sloterdijk-deutsche-denker-gegen-angela-merkel/12907680.html

Götz Eisenberg //*([https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tz_Eisenberg]) *// “Titel: Fluten, Wellen, Ströme“, (Datum: 23. September 2015 um 9:41 Uhr):” … In welchen Begriffen reden wir über Flüchtlinge? Welche Bilder und Metaphern verwenden die Medien? Was sagt das über uns selber aus? … Seit Wochen sehe ich jeden Abend in der Tagesschau Polizisten, die, wenn sie Flüchtlinge in Empfang nehmen, Mundschutz und Gummihandschuhe tragen. Warum tun sie das? Man denkt unwillkürlich, dass die Fremden unter ansteckenden Krankheiten leiden, Pest und Cholera einschleppen. Man nähert sich ihnen wie Schmutz oder hochtoxischem Abfall. Was machen solche Fernsehbilder mit unserem Bewusstsein – und vor allem unserem Unbewussten? Und: Wie wirken Mundschutz und Gummihandschuhe auf die Ankömmlinge? Man berührt sie mit den spitzen Fingern des Ekels. … Wenn von den Flüchtlingen geredet wird, ist von Flüchtlingsströmen und einer Asylantenschwemme die Rede, von Wellen, Ansturm, Flut. Diese Begriffe legen nahe, dass wir uns dagegen schützen, zur Wehr setzen, Dämme errichten müssen, sonst gehen wir unter, werden wir überschwemmt. Lloyd deMause und Klaus Theweleit haben gezeigt, dass die Verwendung von bestimmten Metaphern wenig über die solcherart Bezeichneten, aber viel über die Körpergeheimnisse, unbewussten Phantasien, Wünsche und Ängste derer aussagen, die sie verwenden. …” | http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=27666

Sven Reichardt “Klaus Theweleits „Männerphantasien“ – ein Erfolgsbuch der 1970er-Jahre” (Zeithistorische Forschungen – Archiv » Heft 3/2006): ” … Die in den Jahren 1977/78 publizierte und „summa cum laude“ bewertete literaturwissenschaftliche Dissertation Klaus Theweleits zählt zu den merk- und denkwürdigsten Exemplaren ihrer Art. … Es gehörte bereits zu den zentralen Denkfiguren der 68er Studentenbewegung, dass Politik und Sexualität eng miteinander verwoben seien. … Männliche Gefühlskälte, ein bloß dressierendes Verhältnis zum Körper, soldatische Härte gegenüber sich und anderen, heroisierendes Beschützerverhalten gegenüber Frauen und ein männlicher Allversorger-Gestus wurden in der alternativen „scene“ zunehmend hinterfragt. Theweleit untermauerte dabei die Kritik der linksalternativen Männer an den herkömmlichen Männerbildern, weil er den soldatischen Mann als einen „Gefühlskrüppel im Charakterpanzer“ (Cora Stephan) schildert, der mit der NS-Zeit zwar seine Blüte erlebt habe, aber bis in die Gegenwart nachwirke: „Die Sorte Männer, die Gegenstand dieser Untersuchung ist, soll keineswegs prinzipiell von den übrigen Männern isoliert werden. Sie bildet vielmehr die Spitze eines Eisbergs von Patriarchialität; was unter der Oberfläche liegt, macht die Gewässer aber insgesamt kalt.“ … Wenn Theweleit zu bedenken gab, dass die Männer weiterhin Elemente des faschistischen Mannes in sich trügen (siehe etwa Bd. 2, S. 270-274), so war dies eine Frage, die in den 1970er-Jahren ständig eruiert wurde und mit Hinweis auf die nach wie vor bestehenden kapitalistischen Gesellschaftsstrukturen mit ihrer Produktion von Unterordnungsverhältnissen und autoritären Charakterstrukturen zumeist bejaht wurde. Das Konzept des autoritären Denkens, Fühlens und Handelns, die Intoleranz und die behauptete undemokratisch-repressive Politikführung der Bundesrepublik spielte bei dieser Brückenkonstruktion zwischen Vergangenheit und Gegenwart eine herausgehobene Rolle. … Der Erfolg des Buches gründete auf dem Schock, dass „welche von uns“ zu Terroristen wurden. Theweleit hat selbst Verbindungen zur gewaltbereiten Szene im Alternativmilieu und zum Umfeld der RAF hergestellt. Deren kaltherzige Bespitzelung der eigenen „Genossen“ und deren maßloser Hass erinnerten ihn an nationalsozialistische Machenschaften: „Ein Staat, Spitzel, Bullenknüppel können zwar viel, aber nicht so viel wie Leute, die bis gestern Abend um halb neun deine ‚Genossen‘ waren und ab halb zwölf und heute morgen dich unter denen sehen, die besser aufgehoben wären an einem Strick oder so. … Die Genickschüsse fielen verbal oder durch Auslöschung deiner Person aus der Wahrnehmung der Genossen.“ … Theweleit selbst schreibt im Jahr 2000, rückblickend auf die Rezeption seines Buches in Deutschland: „Die Historiker-Kaste […] erwies sich als resistent besonders gegenüber der Psychoanalyse des weißen Terrors“. Auch wenn mit Lutz Niethammer ein prominenter Zeithistoriker das Buch 1979 als „the most fertile contribution to the study of fascism over the last decade“ bezeichnet hat, ist die Einschätzung des Autors sicher nicht ganz falsch. Dies hat jedoch nicht nur mit der Schreibweise, den Zitat-Collagen und dem zusammengewürfelten Bildmaterial vom Gemälde bis zum Comic zu tun – einer Form, die bei einer in solchen Dingen eher konservativ eingestellten Historikerzunft keine Gnade fand. … Unter Historikern lautet zudem ein beliebter Einwand gegen Theweleit, dass er in seinem Buch gar keine Nationalsozialisten untersucht habe. Auf den ersten Blick leuchtet dies ein, da Theweleit sieben Biographien an den Beginn seiner Untersuchung stellt, von denen die meisten im nationalsozialistischen Regime nicht zurechtkamen. Die Freikorps-Typen vom Afrika-Generalmajor Paul von Lettow-Vorbeck bis zum Kapitänleutnant Martin Niemöller, der später im KZ einsaß, wurden keineswegs umstandslos zu Nationalsozialisten. Selbst solche Haudegen wie der Freikorpskommandeur Gerhard Roßbach, der charismatische Chef der Marinebrigade Kapitän Ehrhardt, rechtsradikale Literaten wie Ernst von Salomon und Ernst Jünger wurden bekanntlich im nationalsozialistischen Regime zu unbequemen, keineswegs angepassten Figuren. Lutz Niethammer hat dementsprechend darauf hingewiesen, dass die Freikorpsmänner zum einen keine typischen Nationalsozialisten waren und zum anderen auch nicht den Massenzuzug zur NS-Bewegung seit 1930 erklären könnten. … Gleichwohl bleibt auch auf den zweiten Blick die Frage offen, auf welche (soziale und kulturelle) Gruppe von Männern man Theweleits Theorie beziehen soll. …” | http://www.zeithistorische-forschungen.de/3-2006/id%3D4650

” … wie kommt es, dass saturierte und etablierte Intellektuelle sich in ihrer wohl geheizten Schreibstube plötzlich vor dem Islam fürchten und den Untergang des Abendlands schon vor der Tür sehen? Spricht hier – wie in den von Klaus Theweleit analysierten Flut- und Fließmetaphern der Freikorpsliteratur und ihren Vorstellungen von Bedrohung und Entmenschlichung – einmal mehr der Strom eines Unbewußten, der schon für die Konstitution des faschistischen Mannes prägend war? Oder handelt es sich nur um ein Erregungs-Syndrom alter Säcke … [ (… //* [Wolfgang am 03.02.2016 um 04:55 Uhr: Die sexuelle Anspielung von wegen drohender Altersimpotenz von Leuten wie Sloterdijk als “heimlicher” Motivation ihrer Skepsis finde ich etwas daneben. *// …) ] … Wenn schon gestandene Denker und Weltdeuter sich Fluten, Schwemmen, Wellen und Ströme einbilden – und implizit nach dem Retter rufen wenn sie “Merkel muß weg!” fordern – muß sich über [ ] Pegidisten, die Flüchtlingsheime angreifen und einen starken Führer herbeisehnen, niemand mehr wundern. Wie auch, wenn nicht einmal die Großdenker zu den eigentlichen Ursachen des Problems irgendetwas zu sagen haben, sondern sich nur darüber mokieren, dass hierzulande die Symptome nicht schnell genug beseitigt werden? Zu den Kriegen, die die Massenfluchten auslösten, hat man von den gelehrten Herrn jedenfalls keinen empörten Widerspruch gehört [[Hmmm siehe (***) weiter unten…]]. Wer aber über Bomben und Drohnen nicht sprechen will, sollte über die davor Fliehenden schweigen. Und wer die mit deutscher Unterstützung geführten Kriege für notwendig hält und stillschweigend billigt, der muss die Konsequenzen tragen. Wer Grenzen schließen will muß schießen – auf alles was sich bewegt, denn anders lassen sich Grenzen nicht schließen. Wer sich Flüchtlinge aussuchen will, muß Selektionsrampen eröffnen: die Guten in’s Töpfchen, die Schlechten ins Mittelmeer. … Als ob das Signum “Nation” oder “Volk” nicht ebenso zum Betrug und Missbrauch genutzt wurde, wie Missionen im Namen der “Menschheit” zum aktuellen Menschenrechts-Bellizismus ausgeartet sind. Nicht die “Willkommens-Kultur” ist deshalb als Hypermoral zu kritisieren, sondern die hypermoralistische Perfidie, mit der “Menschenrechte” permanent vorgeschoben und missbraucht werden, um Macht,-und Geschäftsinteressen mit Krieg durchzusetzen. Solange sich gegen diese Politik keine Erregung breit macht, solange unter dem Fähnchen der universellen Gesinnungsethik “Menschenrechte” mit Bomben verbreitet werden, solange können “Verantwortungsethiker” zu Hause nur an den Symptomen herumpfuschen. Dafür braucht es in der Konsequenz, da hat die AfD-Dame Storch (**) durchaus recht, den Schießbefehl an der Grenze. …” Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/47/47295/1.html //* [[Gently__ (3. Februar 2016)” … Was ist denn jetzt kaputt? – Ich hätte jetzt … irgendwas von der “gesteuerten Invasion der Flüchtlinge durch die VSA um die EU-Konkurrenz zu vernichten”, gespickt mit ein paar “CIA-False-Flag”-Anekdoten erwartet. …” | http://www.heise.de/tp/foren/S-Was-ist-denn-jetzt-kaputt/forum-297135/msg-27119808/read/]] *//| [ … [ … (**) Kaum waren Sloterdijks Einlassungen erschienen, machten sich Frauke Petry und Beatrix von Storch gleichsam auf den Weg, die Idee „starkwandiger Grenzen“ radikal zu Ende zu denken, indem sie offen über Gewalt gegen Flüchtlinge orakelten. Erstere forderte, Asylsuchende, die aus Richtung Österreich kämen, unbedingt aufzuhalten. Und dabei müsse man eben „notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz.“ Beatrix von Storch sekundierte auf ihrem Facebook-Account: „Wer das HALT an unserer Grenze nicht akzeptiert, der ist ein Angreifer. Und gegen Angreifer müssen wir uns verteidigen.“ Auf die Nachfrage eines Users, ob sie denn auch auf Frauen und Kinder schießen lassen wolle, antwortete sie bündig: „Ja.“ Mittlerweile ist die AfD zurückgerudert. Sei alles nicht so gemeint gewesen, natürlich wolle man nicht auf wehrlose Flüchtlinge schießen. Zumal dies – entgegen Petrys Behauptung – rechtlich auch gar nicht möglich ist. Es gibt zwar tatsächlich das 1961 in Kraft getretene „Gesetz über den unmittelbaren Zwang bei Ausübung öffentlicher Gewalt durch Vollzugsbeamte des Bundes“, doch dieses sieht den etwaigen Einsatz von Schusswaffen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen vor. Betreffende Personen müssen sich schwerer Verbrechen schuldig gemacht haben und gleichzeitig im Begriff sein, sich der Kontrolle zu entziehen. Beides trifft auf [ ] einreisende Flüchtlinge nicht zu. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) gab eigens eine Pressemitteilung heraus und betonte, dass Petrys „Ultima Ratio“-Forderungen keinerlei juristische Grundlage besäßen, sondern die Partei vielmehr ihr „radikales und menschenverachtendes Gedankengut“ entlarvt habe. … Es wird jene „wohltemperierte Grausamkeit“ geben, die Sloterdijk zynisch forderte. … Und im Prinzip wissen das auch alle. Der Zynismus, er ist längst strukturell geworden. …] …] | Aus: “Der Zynismus der anderen” (Nils Markwardt, 04.02.2016), Quelle: https://www.freitag.de/autoren/nils-markwardt/der-zynismus-der-anderen

DJ Holzbank (3. Februar 2016 07:19): ” … Grundsätzlich: Die Partei des moralisierenden Interventionismus unter dem Vorwand des Schutzes der “Menschenrechte” rekrutiert sich in Westeuropa in erster Linie aus (neo-)Liberalen, bei uns also den Grünen und Teilen von CDU und SPD; demnächst auch den liberalen Teilen der Partei “Die Linke”, nicht aus eher Konservativen a la Sloterdijk, Safranski oder Strauss. Bröckers Vorwurf ist also falsch adressiert. …” | http://www.heise.de/tp/foren/S-Zu-den-Kriegen/forum-297135/msg-27118851/read/ | [ [ Sloterdijk: … Die Europäer müssen sich über ihre eigene Attraktivität für Flüchtlinge neue Gedanken machen, und da gibt es verschiedene Modelle. Man kann es machen, wie die Kanadier es tun oder die Australier es tun oder wie die Schweizer es tun, und dabei geht es jedes Mal darum, dass eine Nation, eine allzu attraktive Nation ein Abwehrsystem aufrichtet, zu dessen Konstruktion so etwas wie eine wohltemperierte Grausamkeit vonnöten ist. … [[(***)]] Übrigens ist ein Großteil des jetzigen Emigrationsstromes durch fehlerhafte Außenpolitik der Europäer in der Zeit des Arabischen Frühlings mit ausgelöst worden, denn der größte Teil der Flüchtlinge nimmt ja den Weg über Libyen oder direkt aus Libyen, und die Tatsache, dass seinerzeit Sarkozy Libyen bombardiert hat und bei der Ermordung Gaddafis die Hand gereicht hat, das sind politische Entscheidungen gewesen, die aus einem kurzatmigen Moralismus heraus zu diesen Deregulierungen beigetragen haben. …] Aus:”Peter Sloterdijk: Die Europäer definieren sich selber als gutartig – Peter Sloterdijk im Gespräch mit Rainer Burchardt” (http://www.deutschlandfunk.de/peter-sloterdijk-die-europaeer-definieren-sich-selber-als.1295.de.html?dram:article_id=326944, 30.07.2015) //* ” … Alle sind empört – von BILD bis TAZ, von GROKO bis zur Partei „Die Linke“, von Flüchtlingsinitiativen bis antirassistischen Gruppierungen. Zusammen stehen sie vereint, um diesen „Schießbefehl“ als zynisch und menschenverachtend zurückzuweisen. Das ist er auch. Aber ist es nicht genauso unerträglich, mit Parteien und Positionen zusammenzustehen, die das Ertrinken von Flüchtlingen im Mittelmeer erst möglich gemacht haben und bis heute dafür sorgen, dass ihre Rettung nicht das oberste Gebot ist? An dieser Praxis sind bis heute über 20.000 Menschen gestorben. … Ist es nicht erbarmungslos zynisch, wenn ein Innenminister dieser Tage nach Afghanistan reist, in ein Land, das man in Schutt und Asche gelegt hat, um dort nach „innerstaatlichen Fluchtalternativen“ zu suchen? Mit dem einzigen Ziel, zu verhindern, dass Menschen vor diesem vom Westen so edel geführten Krieg fliehen – dorthin, wo die Unterstützer und Kriegsteilnehmer so friedlich leben? In Griechenland wurde der gemeinnützigen Organisation „Sea watch“ verboten, rechtzeitig und ungehindert Flüchtlinge zu retten. Man warf ihr sogar vor, dass sie die Rettungsmaßnahmen derer störe, die gar nicht rechtzeitig vor Ort sind, um genau dies zu tun. Ist das weniger zynisch, weniger menschenverachtend als das, was AfD fordert? Es gibt aber auch noch einen deutlichen und gewichtigen Unterschied zwischen AfD und Großer Koalition: Erstere sind widerlich, letztere sind zudem an der Macht.” Aus: “Erschießen oder Ertrinken”, Wolf Wetzel (02/04/2016) https://wolfwetzel.wordpress.com/2016/02/04/erschiessen-oder-ertrinken/

Irwisch (Februar 2016 08:38): ” … Das Unbewußte, das sind die nicht in das bewußte Selbst integrierten Selbstanteile, die aus Angst vor Entzug der Fürsorge und des Wohlwollens der Eltern bereits in vorsprachlichen Phasen abgespalten werden mußten. Wir dürfen schon als Kinder, wenn sich dieses Entwicklungsfenster auftut, nicht dieses Ur-Vertrauen in unsere eigene Wahrnehmung und Urteilsbildung entwickeln, die für eigenständiges Denken und von Bevormundung freie Urteilsfähigkeit von grundlegender Bedeutung sind. Deswegen sind die Massen auch so leicht lenkbar, quasi von heute auf morgen umschwenkbar. Daran ändert auch diese ständig überschätzte Intellektualität nicht das Geringste. … Die […] Hemmung der vollständigen Entwicklung eines autonomen Selbst, wie es dem Menschen zustehen würde, wurde umfassend von Arno Gruen untersucht und beschrieben. Gruen beschreibt in seinen Werken detailliert, wie diese Verkrüppelung der menschlichen Psyche vonstatten geht und welche Folgen sie zeitigt. Unsere Gesellschaft ist genau so Ausdruck dieser seelischen Verkrüppelung wie der heutige Mensch Resultat der gesellschaftlichen Verhältnisse ist. Man kann schon lange nicht mehr bestimmen, wo das eine beginnt und das andere aufhört. … Wenn ich meine Mitmenschen nicht mehr empathisch wahrnehmen kann, dann weiß ich nicht, wie sie sind, was sie denken und fühlen. Dann bekomme ich Angst vor meinen Mitmenschen, empfinde sie als bedrohlich, die gefühlte Sicherheit tendiert gegen Null. … ” //* Georg Meier, (3. Februar 2016 09:02): ” … Re: Der Strom eines Unbewußten … Wobei es, platt ausgedrückt, Arschlöcher überall gibt, hier und sonstwo auf dem Planeten. Und ein Depp wird nicht zwangsläufig zu meinem Freund, nur weil er die gleiche Staatsbürgerschaft wie ich hat und ein Anderer ist genauso wenig zwangsläufig mein Gegner, nur weil er woanders her kommt. …” *// | http://www.heise.de/tp/foren/S-Der-Strom-eines-Unbewussten/forum-297135/msg-27118927/read/

lemonhorse / 3 February 2016 / Daten.PolitixMicro, Fraktal.Text, Gespaltene.Deutung, Global.Politix:Micro / 0 Comments

[Zwischen Lust und Melancholie #2… ]

…gerade weil sich kaum jemand mehr vorstellen mag, wie ein Leben, ein Alltag jenseits des Spektakels aussehen könnte.

Das lateinische Palindrom “Wir irren des Nachts im Kreis umher und werden vom Feuer verzehrt” liefert den Titel für Guy Debords sechsten und letzten Film, der als kommentierte Abfolge von Standbildern und Filmausschnitten Debords Medien- und Gesellschaftskritik zusammenfasst. (via)| https://de.wikipedia.org/wiki/Guy_Debord

” … In his Theory of the Subject (1982), Badiou suggests that Debord and the situationists could only offer a Promethean politics of “active nihilism.” … | https://fadingtheaesthetic.files.wordpress.com/2013/08/guy-debords-time-image-in-girum-imus-nocte-et-consumimur-igni-1978.pdf (BENJAMIN NOYS: “Guy Debord’s Time-Image:In girum imus nocte et consumimur igni (1978), Grey Room 52, Summer2013, pp.94–107., …)

” … Die Realität werde unsichtbar hinter einer Scheinwelt aus Werbung, Klischees, Propaganda, die aber wiederum ganz reale Auswirkungen auf das Leben der Menschen hat. Real Erlebtes oder Ersehntes wird zunehmend durch seine Repräsentation, durch sein Surrogat ersetzt – Debord nimmt hier auch Ideen der Postmoderne vorweg (das Zeichen bezeichnet nichts mehr, verweist nicht mehr auf etwas Wirkliches, sondern steht für sich selbst, wird so selbst zum Ersatz: Hyperrealität). …” | https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Gesellschaft_des_Spektakels (Stand: 05/2014)

” … Ebenso wie ästhetische Phänomene nicht in ›Ästhetisierung‹ aufgehen müssen, ist umgekehrt über die Kenntnis sozialstruktureller Unterschiede im ästhetischen Feld die Brechung sozialer Inhalte im Medium der Distinktion und die Kennzeichnung der ästhetischen Form als »Verleugnung des wahren Charakters von Gesellschaft und sozialen Beziehungen« nicht geringzuschätzen. … Die ästhetische Sphäre scheint der Autonomie des Subjekts im Vergleich zu Politik und Moral mehr Stoff und Bewegungsspielraum zu geben, äußere Bedingungen, die sich als Beschränkung erweisen, in vom Individuum Assimilierbares zu überführen. Wo die Lust des Scheins den Schmerz des Seins brechen soll, entwirklicht sich das Individuum in der Steigerung der Erlebtheit von Geschehnissen über alles wirklich Erlebbare hinaus. Das Erdichtete gerät intensiver als das Reale und die Realität zu einer lachhaften Kopie unserer großen Romane (Arno Schmidt). …” | Aus: “Ästhetisierung und Ideologie” (Meinhard Creydt, Datum ????) | http://www.meinhard-creydt.de/archives/48

Dennis Vetter “Guy Debord: Mit dem Geist des Experiments zurück ins Tageslicht” (29. Jänner 2016): ” … Das Zusehen verurteilte er in seinem Gesellschaftsbild als einzig verbliebene Handlungsoption. Denn alle, die nur noch hinsehen, vergessen das Handeln, verleugnen das Potenzial eines Miteinanders von freier Individualität und Gesellschaft. … Debords Filme waren mehr als zwanzig Jahre lang praktisch nicht zu sehen: Er selbst zog sie 1984 aus dem Verkehr, und erst nach dem Freitod des Künstlers kehrten sie allmählich wieder ans Tageslicht zurück …” | http://derstandard.at/2000029954422/Guy-Debord-Mit-dem-Geist-des-Experiments-zurueck-ins-Tageslicht

” … Die Unbedingtheit, die aus Guy Debords Kino-Trailer für seinen Film La Société du spectacle spricht, mutet fast wie ein Witz an – und ist auch einer, nicht erst heute (in der noch viel ­extremeren Gesellschaft des Spektakels Jahrgang 2015), sondern schon damals, 1973. Dieser Witz ergibt seinen schneidenden Sinn aber erst dann, wenn man ihn – so wie das gesamte schneidende Schaffen von Guy Debord (1931–1994) – nicht wie üblich als Muskel-Entspannung nach der Pose der Unbedingtheit begreift, sondern als deren ernsteste Zuspitzung. Es ist der härteste Galgenhumor, der in der Kunst, im Kino und in der Gesellschaftstheorie des 20. Jahrhunderts zu finden ist. Zugleich steckt in Debords luzider Härte der Vorschein eines ­anderen Lebens, und sei es nur durch das emphatische Wach­halten jener (biografischen) Erfahrungen von Freiheit und Revolte, die er in den Filmen immer wieder beschwört. Er hat dieses andere Leben beschützt, indem er sich weigerte, „das Spiel zu spielen“. Er stellte lieber neue Spielregeln auf. Er wurde nicht zu einem der üblichen öffentlichen Intellektuellen (Hofnarren), die das Spektakel als „kritische Geister“ beleben, sondern machte sich nahezu unsichtbar. Schon 1959 heißt es in seinem zweiten Film: „Ein Film über diese Generation kann nur ein Film über das Fehlen ihrer Werke sein.“ Debord war damals keine 30, und „diese Generation“ ist die inter­nationale Gruppe der Situationisten, in deren Mitte er sich bewegte. … Sechs essayistische, sprachgewaltige, zwischen Fotografie, Bewegtbild und Stimme, zwischen Wut und Melancholie changierende Kinomonumente „gegen das Kino“. Werke, die den politisch-kulturellen Konsens der Medien- und Konsumgesellschaft frontal angreifen und dafür das Massenmedium ihrer Ära wählen – allerdings in Schwarzweiß. Filme, die zugleich „strategisch“ und „maßlos“ sind: strategisch nicht nur, wenn sie Clausewitz, Johnny Guitar, Karl Marx, Die Kinder des Olymp und Baltasar Gracián zitieren, maßlos nicht nur in ihrem Abzielen aufs große Ganze. Und Filme, die diesen ganzheitlichen Angriff durchwegs auf der Grundlage ­einer singulären, persönlichen Erfahrung führen. Das macht sie ­teilbar, mitteilbar, benutzbar – gerade weil sich kaum jemand mehr vorstellen mag, wie ein Leben, ein Alltag jenseits des Spektakels aussehen könnte. …” | http://www.filmmuseum.at/jart/prj3/filmmuseum/main.jart?rel=de&content-id=1216720898687&schienen_id=1448635933522&reserve-mode=active (filmmuseum.at “Guy Debord“, 29. Jänner bis 11. Februar 2016)

lemonhorse / 3 February 2016 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Fraktal.Text, Kunst.Encoder / 0 Comments

[Momentaufnahme #1… ]

(Ende Januar 2016): Kiel ist gerade wie eine nasse dunkle glitschige angegammelte Holzplanke mit Nieselregen und eine handvoll Wind darüber. Gegenüber wird matt weißes Kiosklicht auf verschmierten Fenstern zurückgeworfen. Ich drehe doch noch die Heizung an und schalte die Lampe auf der Arbeitsplatte aus. Angenehm ist die Stille und die Dunkelheit. Wenn ich jetzt in die Straße hinunterschaue, glimmt auf ein paar Pflastersteinen noch dunkelrote Farbe spiegelbildlich auf einer dünn-kalten Wasserschicht. Eine tiefe Schlaflust rieselt in den psychischen Apparat. Was ich gerade noch wahrnehme – oder wie es sich anfühlt, dass die Zeit mich verändert – all das nehme ich mit auf die Matratze. Dann warte ich ab, in welche Gedankenspurrillen ich noch hinein rutsche, bevor dann nichts mehr für mich zu erinnern ist, bevor es weitergeht. Bevor ich morgen früh den Becher Kaffee mit ein paar Tropfen Sahne umrühre, bevor sich die Augen im ersten Moment noch nicht richtig scharf stellen.

lemonhorse / 3 February 2016 / Fraktal.Text, Kiel.Gaarden, Kiel.Refugium, Realitaets.Tunnel / 0 Comments

lemonhorse / 3 February 2016 / Akustische.Wellen, Cinema.Exposure, Found.Stuff, Kunst.Encoder / 0 Comments

[Paris #6… ]

Tramway de Belleville. Paris (XIXe arrondissement), Rue de Belleville (1910)

lemonhorse / 2 February 2016 / Found.Stuff, Visual.Notes / 0 Comments

lemonhorse / 31 January 2016 / Akustische.Wellen, Found.Stuff, Kunst.Encoder / 0 Comments

[Zum Wahn der Liebe #53… ]


Ultimo tango a Parigi (1972) | Bild/Impuls via

” … Weltverlorene Figuren finden sich bei Bacon wie bei Bertolucci in Räumen wieder, die von der Außenwelt hermetisch abgeschlossen zu sein scheinen. … das von Bertolucci vorgestellte erotische Modell bleibt eine Utopie, die zum Scheitern verurteilt ist. Als Jeanne später in der Liebeswohnung von ihrem Vater erzählt und auch Paul von seinen Eltern berichtet, wird die Autarkie ihrer Beziehung und des Ortes nach und nach aufgebrochen. Beide transportieren über ihre Erzählungen ein Stück der Außenwelt, ein Stück bourgeoiser Wirklichkeit mit allen Konventionen und Beschränkungen in den zuvor hermetisch abgeriegelten Raum. … hier [soll] noch [] auf die Interpretation Bernd Kiefers hingewiesen werden, der die Befunde zusammenfassend dargestellt hat: „Bertolucci wollte schockieren, und er wußte, wodurch sich die bürgerliche Kultur, die die „sexuelle Revolution“ (Wilhelm Reich) integriert hatte, noch schockieren ließ: durch die Darstellung kruder, emotional, ja personal abgelöster Sexualität. Das Sakrale, die transzendierende Kraft, ist dem Sexus genommen worden; es bleibt das wahnsinnig-verzweifelte Suchen nach dem Körper, dem eigenen und dem des Partners, in einer fremd gewordenen Welt.“ (Bernd Kiefer: Bernardo Bertolucci. In Thomas Koebner (Hg.): Filmregisseure. Stuttgart 1999, S. 67)” … Bertoluccis zu Puppen erstarrten Tangopaare visualisieren eine moderne Gesellschaft, die zur produktiven Maschine verkommen ist. Gefangen in einem dichten Regel- und Normenwerk, treten diese völlig ignorant ihrer Umwelt gegenüber und sind gekennzeichnet durch emotionale Blindheit. …” | Aus: “Seduktionstheorie des Films IV: Anatomie einer Leidenschaft – Anmerkungen zu Bernardo Bertoluccis transgressivem Liebesfilm DER LETZTE TANGO IN PARIS” Peter Moormann (Datum ????) | Quelle: www.ikonenmagazin.de/artikel/Tango.htm

(15. Januar 2016): ” … Einer von Bertoluccis Freunden, der Schriftsteller Alberto Moravia, sah im Letzten Tango zwei gegensätzliche Kräfte walten, den Eros, der das Lustprinzip verkörpert und Thanatos, das Prinzip des Todes. Die Wohnung ist der privilegierte Sitz des Eros, während über alles andere, über die Außenwelt, Thanatos obwaltet. Der Eros verbleibt als die einzige vollkommene Artikulationsmöglichkeit in der Zivilisation, was eine klare Kritik Bertoluccis an der westlichen Kultur bedeutet. „Der Sexus ist lebendig. Der ganze Rest ist tot: die Bourgeoisie, die Ehre, die Orden, die Familie, die Ehe und sogar die Liebe selbst.“ Die bürgerliche westliche Gesellschaft kennt keine andere lebendige Wahrhaftigkeit als den Sex, … Bertolucci erklärte, in der westlichen, bürgerlichen Gesellschaft sei die Paarbeziehung von Einsamkeit und Tod gekennzeichnet. In seinem Film erlebten die Figuren den Sex als eine neue Sprache. Entsprechend ist der Einsatz des Tango. Er entstand Anfang des 20. Jahrhunderts in den Bordellen von Buenos Aires und genoss in Europa als Import einen Anstrich von Verruchtheit und Erotik. Die bürgerlichen Tanzpaare, die sich bei Bertolucci im Tango üben, führen ihn ritualisiert und leblos aus. War der Tango im Großen Irrtum noch heißblütig, ist er hier eine kalte Karikatur. … Ist er [Paul] zu Beginn der Erzählung noch brutal gewesen, so wird er im Lauf des Films entmännlicht. Gegen Ende rückentwickelt sich Paul zum Flegel, welcher der feinen Gesellschaft den Hintern zeigt, und zum Kind, das den Kaugummi unter die Balustrade klebt, ehe er in fötaler Stellung tot liegen bleibt, im Schoß von Paris. … Jeannes Vater ist im Algerienkrieg gefallen. Sie hat ihn in seiner Uniform hinreißend gefunden. Die Vermutung liegt nahe, dass sie in Paul ihren Vater wiederzufinden hofft. Auch Bertolucci bezeichnete ihre Beziehung als ödipal. Jeanne ist passiv, nur durch Brutalität erregbar, unterwirft sich Paul und ist von ihm fasziniert, weil er ihr die Erfahrung völliger Hingabe vermittelt. Pauls Einsiedlertum, sein Mysterium und seine Authentizität machen ihre Begegnungen mit ihm zu etwas Höherem als ihr Alltag, vermitteln ein Erlebnis von Abenteuer und Freiheit. Paul will nicht altern, Jeanne nicht erwachsen werden. … Als Bertolucci den Letzten Tango schrieb, brach nach fünf Jahren gerade die Beziehung mit seiner Lebensgefährtin auseinander. Bei Brando gab es Vermutungen, dass er aufgrund der Streitigkeiten um Alimente und Sorgerecht einen gehörigen Hass auf Frauen und Familie entwickelt hatte. Der Streifen geriet sofort unter Beschuss durch Feministinnen, von denen einige ein Verbot forderten. Dazu meinte Bertolucci, das sei für ihn eine viel zu instinktive Reaktion. Das Werk handle von Chauvinismus, und moralische Urteile abzugeben interessiere ihn nicht. Überhaupt traumatisiere der Film Männer stärker als Frauen, weil er Männlichkeit in Frage stellt. Es gab Kritikerinnen, die sich dieser Lesart anschlossen: Paul sei gleichzeitig eine extreme Ausprägung des Machotums wie auch ein Beispiel dessen Scheiterns, was eine feministische Kritik erschwere. …” | https://de.wikipedia.org/wiki/Der_letzte_Tango_in_Paris

CLAUDIA TIESCHKY (10. Mai 2010): ” … Das Rätsel des Tangos löst der Film nicht. “You fucking big fucker — ein Mann mag alle Mysterien des Universums kennen, aber das seiner Frau wird er nie verstehen”, sagt Brando am Sarg seiner Ehefrau. Bertolucci schwört, das war improvisiert — so einen Monolog hätte er sich nie ausgedacht. …” | http://www.sueddeutsche.de/kultur/im-fernsehen-der-letzte-tango-ich-kenne-diesen-mann-nicht-1.419898

lemonhorse / 29 January 2016 / Cinema.Exposure, Found.Stuff, Fraktal.Text, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

lemonhorse / 29 January 2016 / Found.Stuff, Kunst.Encoder, Visual.Notes / 0 Comments

[The Necks – Sex (1989)… ]

//* The Necks ist ein Ambient-Jazz-Trio aus Sydney in Australien. Die Musiker im Einzelnen sind Chris Abrahams (Klavier und Hammondorgel), Tony Buck (Schlagzeug) und Lloyd Swanton (E-Bass und Kontrabass). Die Band spielt längere improvisierte Stücke, die auf Motivwiederholungen und -entwicklungen aufbauen und diese in fast meditativer Weise improvisierend entwickeln. Die meisten ihrer Aufnahmen bestehen aus einem einzigen, etwa eine Stunde dauernden Track. … *//
https://de.wikipedia.org/wiki/The_Necks

lemonhorse / 29 January 2016 / Akustische.Wellen, Found.Stuff, Kunst.Encoder / 0 Comments

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