Author Topic: [Romantik und Melancholie... ]  (Read 427 times)

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Offline Textaris(txt*bot)

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[Romantik und Melancholie... ]
« on: June 04, 2017, 01:28:56 PM »
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[...] Für mich ist Melancholie etwas Bejahendes, sie hat für mich mit Wärme zu tun, mit Liebe.


Aus: "Matti Geschonneck im Interview: „Melancholie hat mit Liebe zu tun“" Christina Bylow (02.06.2017)
Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/kultur/film/matti-geschonneck-im-interview--melancholie-hat-mit-liebe-zu-tun--27025760-seite2
« Last Edit: June 04, 2017, 01:32:33 PM by Textaris(txt*bot) »

Offline Textaris(txt*bot)

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Re: [Romantik und Melancholie... ]
« Reply #1 on: October 11, 2017, 01:15:47 PM »
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[...] Die Romantik, die erste moderne Avantgardebewegung, gilt zu Unrecht als prinzipiell rückwärtsgewandt. In den Ländern, in denen sie zuerst entsteht, Deutschland und England, kann sie viel genauer beschrieben werden, wenn man sie unter dem Blickwinkel ihrer kritischen Sympathie mit der französischen Revolution betrachtet, auf derem Höhepunkt sie entsteht. Die revolutionären Sympathien der frühen Romantiker sind nicht individuelle Zufälle, sondern reichen ins Innerste der Neuen Schule. Sie nimmt die epochale Erschütterung nicht nur von aussen auf, um sie zu verarbeiten, sondern betrachtet sich selbst, ihre Philosophie, Kunst und Wissenschaft als integralen Bestandteil eines revolutionären Programms, das beitragen soll, die Revolution vor ihrem Versagen zu retten, indem sie über ihre Beschränkung hinaustreibt. In diesen Kreisen wird das Problem der Erneuerung, man könnte fast sagen: der Gründung einer Gesellschaft radikaler betrachtet als jemals vorher, und lange nachher. ...


Aus: "Über Romantik und Revolution: Jörg Finkenberger – Do 28.09.2017 – 20:00 Uhr, ACC Galerie Weimar" (31.07.2017)
Quelle: http://spektakel.blogsport.de/2017/07/31/ein-riss-ist-in-der-welt/

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[...] »Linke Melancholie« ist eine Diagnose, die gerade in Krisenzeiten emanzipatorischer Praxen schnell zur Hand ist. In Berufung auf das von Walter Benjamin in den 1930er Jahren geprägte Schlagwort erklingen Klagen über einen Mangel an »Aktivismus«, den Rückzug aus gesellschaftlichen Gefechten »der Straße« in Selbstbespiegelungsdiskurse, »passives Lesekreisen« und (pop-)kulturelle Jammertäler. Was sich der Umwälzung verschrieben habe, sei durch eine Rückwärtsgewandtheit bestimmt, die sich in nostalgischem Schwelgen in überholten Traditionen und melodramatischem Suhlen in Niederlagen emanzipatorischer Bewegungen äußere. Von einer »wirklichen Bewegung« keine Spur – nur unwirksamer Stillstand und eine einzige Misere aus Pessimismus, Nihilismus und Utopieverlust. Als Hauptübel wird ein ästhetischer Eskapismus identifiziert, der zu »politischer Handlungsunfähigkeit« führe. ...


Aus: " »… versunken im Schlamm des Trauerbachs«: »Linke Melancholie« und revolutionäre ästhetische Praxis"
Antje Géra – Do 12.10.2017 – 20:00 Uhr, ACC Galerie Weimar (31.07.31)
Quelle: http://spektakel.blogsport.de/2017/07/31/versunken-im-schlamm-des-trauerbachs/


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[Romantik und Melancholie... ]
« Reply #2 on: May 09, 2018, 01:45:37 PM »
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[...] Nicht im melancholischen Verdämmern, sondern in trotziger Selbstbehauptung und Streben nach Glück begegnen seine Figuren der Unerbittlichkeit des Lebens, selbst dann, wenn ihnen das Scheitern eingeschrieben ist.“


Aus: "Hans Falladas Doppelleben" Wilhelm von Sternburg (27.09.2017)
Quelle: http://www.fr.de/kultur/literatur/biografie-hans-falladas-doppelleben-a-1358246,2