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Author Topic: [Mein Kampf & Schwache Seelen?... ]  (Read 1874 times)

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Textaris(txt*bot)

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[Mein Kampf & Schwache Seelen?... ]
« on: January 08, 2016, 02:05:48 PM »

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Wachsblumenstrauß
#4.1  —  vor 1 Stunde

Zeugt es nicht schon von übertriebener Angst, das man 70 Jahre nach Ende des NS-Spuk dieses Buch nur in kommentierter Ausgabe anbieten darf? In diesem Land traut man der Bevölkerung seitens der Oberen immer noch nicht über den Weg. Wie ein Kleinkind darf er das Buch nur mit Lesehilfe in die Hand nehmen.

http://www.zeit.de/kultur/literatur/2016-01/hitler-mein-kampf-kommentar?cid=5851532#cid-5851532

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Julius090
#2  —  vor 3 Stunden

Jahr 2016. Suchmaschine.Mein Kampf eingeben. Drucker anwerfen. Done.
Was soll dieses "TotenTanz" um dieses Buch ? ...

http://www.zeit.de/kultur/literatur/2016-01/hitler-mein-kampf-kommentar?cid=5850252#cid-5850252

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-aki-
#3.1  —  vor 2 Stunden

Ich habe das Buch vor einem halben Jahr in die Hände bekommen. Die ganzen Jahre hatte ich immer im Kopf dass es wirklich so sei - man schlägt es auf, und es zieht einen in seinen Bann, ob man will oder nicht. Nach ungefähr fünf oder sechs stichprobenartig aufgeschlagenen Seiten war klar: Das ist das dämlichste, dümmste, und primitivste was ich je gelesen hatte. Ich konnte es gar nicht glauben.

Ob es "schwache Seelen" immer noch verführen könnte? Selbstverständlich.

Deswegen wäre es ja auch wichtig, schwache Seelen stark zu machen, und hierfür braucht es mehr als die kritische Auseinandersetzung mit einem einzelnen Büchlein:

- Drei mal so viele Lehrer einstellen
- Klassengrößen auf 15 Schüler begrenzen
- Alle Lehrer und Erzieher machen eine Therapie-Ausbildung mit Eigentherapie

Das würde noch viel viel mehr Probleme lösen.

http://www.zeit.de/kultur/literatur/2016-01/hitler-mein-kampf-kommentar?cid=5850620#cid-5850620

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Frank-Werner
#3.2  —  vor 2 Stunden

Das Problem ist: genannte "schwache Seelen" müssen sich auch "stark" machen lassen wollen. Und hieran hapert es bisweilen, da nutzen auch noch so viele Lehrer nichts.

http://www.zeit.de/kultur/literatur/2016-01/hitler-mein-kampf-kommentar?cid=5850740#cid-5850740

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scg
#3.3  —  vor 1 Stunde

Therapie-Ausbildung mit Eigentherapie? Und wozu soll das gut sein?
Im Übrigen wurde oben schon angemerkt: Das Buch kann man sich heute schon ohne Problem aus dem Internet ziehen, und wenn man in England oder in den USA in ein größeres Buchgeschäft geht, sieht man es dort auch freiverkäuflich im Regal stehen. Und "Erbstücke" stehen bestimmt auch noch in genug Haushalten, es ist daher nicht so, als würde es das erste Mal seit der Nazizeit einsehbar sein. Daher verstehe ich die Aufregung nicht so ganz...

http://www.zeit.de/kultur/literatur/2016-01/hitler-mein-kampf-kommentar?cid=5851069#cid-5851069

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-aki-
#3.5  —  vor 1 Stunde
1

"genannte "schwache Seelen" müssen sich auch "stark" machen lassen wollen. Und hieran hapert es bisweilen, da nutzen auch noch so viele Lehrer nichts."

Wenn die Lehrer so leistungsorientiert sind wie jetzt, und wenn das vermittelte Wissen so weit entfernt von der eigenen Existenz ist wie jetzt - dann sicher nicht. Wenn ich den ganzen Tag Dinge lernen muss die mich nicht interessieren, während es im Inneren gährt - dann sicher nicht.

Ich hatte einen vierten Punkt nicht erwähnt: Die geführte Erfahrung und das Wissen um die eigenen Emotionen sollte in Schulen an erster Stelle stehen. Heute ist es so dass man über alles etwas lernt, außer über sich selbst - absurder geht es nicht.

Wenn die eigenen Emotionen nicht mehr unter den Tisch gekehrt, sondern gewürdigt werden, dann ist die Motivation da, sich stark machen zu lassen. Wir müssen uns komplett von der Idee verabschieden dass die Schulen nur zur Wissensvermittlung, aber nicht zur Erziehung da sind. Das klappt niemals, denn die Eltern sind dazu einfach nicht in der Lage - weil sie es selber ja nie gelernt haben.

Idealerweise würde man als fünften Punkt noch eine Elternschule einführen, von deren Besuch der Bezug von Kindergeld abhängig ist. Auch Eltern zu sein wird in der Schule ja niemandem beigebracht.

http://www.zeit.de/kultur/literatur/2016-01/hitler-mein-kampf-kommentar?cid=5851447#cid-5851447

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-aki-
#3.6  —  vor 1 Stunde

"Therapie-Ausbildung mit Eigentherapie? Und wozu soll das gut sein?"

Das soll dazu gut sein, den Teufelskreis der kollektiv von Generation zu Generation weitergetragenen Neurosen zu durchbrechen.

Wer angesichts der täglichen negativen Nachrichtenlage auf allen Ebenen anzweifelt dass unsere Gesellschaft das nötig hat, dem kann ich halt auch nichts mehr sagen.

http://www.zeit.de/kultur/literatur/2016-01/hitler-mein-kampf-kommentar?cid=5851467#cid-5851467

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Antx
#10  —  vor 4 Stunden


Habe mal reingelesen. Das biographische Geschwafel zu Beginn liest sich wie der Blog eines narzisstischen Teenagers. Haarsträubend, dass so ein Ungeist jemals vom Volk der Dichter und Denker zu ihrem Führenden erkoren wurde.

http://www.zeit.de/kultur/literatur/2016-01/hitler-mein-kampf-kommentar?cid=5850297#cid-5850297

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Knaake
#9  —  vor 4 Stunden

Warum machen eigentlich alle immer noch so, als wäre Hitler irgendeine Art böser Magier gewesen, der durch irgendwelche magischen Worte das arme, arglose, deutsche Volk in Monster verwandelt hat? Bestimmt gibt es auch hier und heute Mitbürger die über ähnliche Fähigkeiten verfügen und ganz sicher gibt es welche die ähnliches verkünden. Nur läuft ihnen zur Zeit kaum jemand hinterher.
Hören wir doch endlich damit auf A. Hitler als eine Art Superschurke zu erhöhen: Der Mann war dumm, seine Weltsicht beschränkt und er wäre ohne seine Unterstützer und Anhänger ein armes Würstchen gewesen: Hitler war kein Schwarzmagier, und "mein Kampf" ist kein teuflisches Buch mit dem man zaubern kann.

http://www.zeit.de/kultur/literatur/2016-01/hitler-mein-kampf-kommentar?cid=5850291#cid-5850291

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pro bono
#14  —  vor 4 Stunden

Entgegen allgemeiner Ansicht ist die Dämonisierung Hitlers und seiner Reden, Schriften etc. eine der Hauptursachen dafür, dass der Gröfaz von einigen immer noch als "Faszinosum" wahrgenommen wird. Papst Ratzinger sagte, wer den Teulel leugne, leugne Gott. Die im katholischen Teufelsglauben wurzelnde Gruselliteratur hat einige der schönsten Gothic Novels hervorgebracht, und ebenso sind der Nationalsozialismus und die Person Hitlers immer noch eine wichtige Inspirationsquelle für Hollywood und die einzige Chance für deutschsprachige Filmschaffende einen Oscar zu erhaschen.
Der großartige Bruno Ganz wurde dafür kritisiert, dass er Hitler zu menschlich dargestellt habe. Völlig falscher Ansatz. Erst wenn wir erkennen, dass auch der Gröfaz eine - wenn auch grenzwertige - Ausdrucksform menschlicher Existenz war und eben kein überirdischer Dämon, erst dann erübrigt es sich, ihn zu verharmlosen oder gar zu glorifizieren.
Die Unmenschlichkeit existiert weiter.Der Versuch, sie in einer historischen Figur zu kondensieren und so quasi den Geist in der Flasche zu halten, greift zu kurz.

http://www.zeit.de/kultur/literatur/2016-01/hitler-mein-kampf-kommentar?cid=5850327#cid-5850327

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ChrisDOHC
#15  —  vor 4 Stunden

Ich sehe schon, die wenigsten haben das NS Thema durchschaut...
Nach 12 Jahren liegt die halbe Welt in Trümmer, 70 Millionen Tote- aber es waren ja alles nur Dumme armselige Trottel am Werk...
Nicht schlecht, so einfach kann man sich`s natürlich auch machen.
Wer Hitler als "dumm" bezeichnet, der sollte so langsam mal in sich gehen...

http://www.zeit.de/kultur/literatur/2016-01/hitler-mein-kampf-kommentar?cid=5850341#cid-5850341

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Prowinz
#22  —  vor 4 Stunden

Ich habe ein neusprachliches Gymnasium besucht. Unser Deutschlehrer hat uns in der Unterprima (12. Klasse) bei einer Klassenarbeit einen Text aus "Mein Kampf" zur Analyse und Interpretation gegeben, in dem es um das Erlernen einer Fremdsprache ging; allerdings als Verfasser "Thilo Arfeld" angegeben. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt mindestens 3 Fremdsprachen gelernt und von 24 Schülern haben 23 das im Text vorgeschlagene Verfahren, nur ein "Grundgerüst" zu lernen, für unbrauchbar befunden.
Den wirklichen Verfasser hat man uns erst nach der Rückgabe verraten.
Ich ziehe noch heute den Hut vor dem Mut meines damaligen Lehrers. Wenn man das Buch lesen würde ohne den Verfasser zu kennen, wäre man nach einigen Seiten durch das inkompetente Geschwurbel ermüdet oder angewidert.

http://www.zeit.de/kultur/literatur/2016-01/hitler-mein-kampf-kommentar?cid=5850463#cid-5850463

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enhardir
#41  —  vor 3 Stunden


Ich bin überzeugt, würden die Medien nicht ständig über dieses Buch berichten, niemand würde sich dafür interessieren. Ausser ein paar Historiker vielleicht.

Für die, die es tatsächlich lesen wollten, die war der Text schon immer im Internet zugänglich.

Also was soll dieser Hype? Sollen hier etwa Verkaufszahlen gepusht werden?

http://www.zeit.de/kultur/literatur/2016-01/hitler-mein-kampf-kommentar?cid=5850834#cid-5850834

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