Author Topic: [Elektromüll - The Dark Side of Cyberspace... ]  (Read 6508 times)

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[Elektromüll - The Dark Side of Cyberspace... ]
« on: December 16, 2008, 11:51:34 AM »
Quote
[...] Die in Hongkong ansässige Menschenrechtsorganisation Students and Scholars Against Corporate Misbehavior (Sacom) hat zwischen Juni und September die Arbeiter zweier Computer-Zulieferer in der südchinesischen Provinz Guangdong befragt. Laut Sacom und der Berliner Entwicklungsorganisation Weed sind die Ergebnisse erschreckend. "Die Arbeitszeit beträgt bis zu 370 Stunden pro Monat", sagte Sacom-Rechercheurin Jenny Chan am Montag in Berlin. Selbst bei 30 Arbeitstagen pro Monat wären das über 12 Stunden täglich, heißt es im Report "The Dark Side of Cyberspace", den Sacom und Weed am Montag veröffentlichten.


Aus: "MIESE ARBEITSBEDINGUNGEN - Menschenrechtler attackieren PC-Hersteller" Von Hannes Koch (16.12.2008)
Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,596581,00.html

« Last Edit: April 18, 2011, 09:20:32 AM by Textaris(txt*bot) »

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[Es gibt massive Probleme mit der Arbeitssicherheit... ]
« Reply #1 on: December 16, 2008, 02:35:59 PM »
Quote
[...] Die Arbeitsbedingungen sind sehr schlecht. Die Arbeiter sind zum Teil unterbezahlt, was auch in China illegal ist. Diese Fabriken haben sich auch auf bestimmte Elektroteile spezialisiert, bei deren Produktion sehr viele ätzende Chemikalien eingesetzt werden. Es gibt massive Probleme mit der Arbeitssicherheit und der Gesundheit. Arbeiter haben Allergien, Kopfschmerzen, sie können nicht richtig atmen am Arbeitsplatz wegen der schlechten Lüftung und der Chemikalien, die verwendet werden.

Arbeiter müssten bis zu 70 Stunden in der Woche arbeiten, Überstunden würden erzwungen, so der Sacom-Bericht. Zudem würden Arbeitsverträge nicht ausgehändigt und der Mindestlohn von umgerechnet 78 Euro pro Monat würde oftmals nicht gezahlt:

Wir appellieren an die Computerhersteller, verantwortlich zu handeln, wenn sie in diesen untersuchten Zuliefer-Fabriken einkaufen. Sie sollten nicht nur auf schnellere Lieferzeiten und niedrigere Preise drängen und die Arbeitskosten senken. PC-Hersteller müssen auch diese Arbeitnehmer-Probleme ansprechen, die sehr tief in ihrem Zuliefersystem verankert sind.

Sacom hat den Bericht an zahlreiche Computerhersteller geschickt, sagt Jenny Chan, Vorsitzende von der Arbeitsrechtsorganisation:

Wir sind etwas enttäuscht von Nokia, Apple und Motorola, die nicht reagiert haben. Sie kaufen ihre Teile zwar nicht direkt in den untersuchten Fabriken, aber am Ende der Lieferkette verkaufen sie doch Teile aus diesen Fabriken in ihren Handys und MP3-Player.

In der Kürze der Zeit heute Vormittag konnte ich nicht alle Beschuldigten anrufen. Ich musste mich auf beide Hauptabnehmer der untersuchten Fabriken beschränken. Dell und Fujitsu-Siemens. Der Dell-Sprecher hat nicht mehr rechtzeitig zurückgerufen. Judith Raddatz, Sprecherin von Fujitsu-Siemens sagte, sie habe die Feldstudie von Sacom erhalten und nehme die Ergebnisse sehr ernst. Fujitsu-Siemens habe beim Mutter-Konzern von Excelsior Electronics, einem der beanstandeten Zulieferer, um Stellungnahme geben und nachdrücklich auf Einhaltung der Menschenrechte gedrängt, man warte auf Antwort. FSC mache mit einigen Zulieferern ein Audit mit Blick auf Arbeitsbedingungen. Excelsior Electronics sei nicht Teil des letzten Audits gewesen, werde aber "ganz sicher" vom nächsten Audit erfasst, das im April/Mai stattfinden solle.

...


Aus: "Die dunkle Seite der Computerindustrie" Von Philip Banse (15.12.2008)
Quelle: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/891505/


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[In Deutschland türmt sich Computer-Müll auf... ]
« Reply #2 on: December 16, 2008, 03:54:21 PM »
Quote
[...] Der Entsorgungsprozess beginnt schon bei der "Produktion" von elektronischen Geräten und Computern im Speziellen. Schon bei der Herstellung werden große Mengen an Energie und somit an Rohstoffen verbraucht. Bei der Produktion eines Computers entstehen 60 kg teilweise hochgiftiger Abfälle wie Arsen oder Salzsäure, werden bis zu 30.000 l Wasser und 2.000 Kilowattstunden Strom verbraucht.

In einer Gesellschaft, in der die Arbeit am Computer Standard ist, sollten die Folgen dessen überdacht werden. Die Hauptbestandteile eines Computers sind Metall (50%), Kunststoff (23%), Glas (15%) und Elektronik (12%). Ein Großteil dieser Materialfraktionen kann problemlos wiederverwertet werden, sofern die dafür vorhandenen Einrichtungen in den Entsorgungsprozess eingebunden sind. Da es aber zwischen Gesetzgeber und Industrie noch zu keiner Einigung gekommen ist, werden die Altgeräte teilweise noch ungeordnet entsorgt und mit dem Hausmüll deponiert.

Die Einrichtung einer geordneten Sammlung obliegt den Kommunen und wird von diesen jeweils unterschiedlich gehandhabt. Die Industrie bietet zwar ihrerseits eine "Selbstverpflichtung" bei der Rücknahme der Geräte, ähnlich wie in der Automobilindustrie, an, doch ohne eine gesetzlich geordnete Wiederverwertung, darf ein solches Angebot als wirkungslos betrachtet werden.

Da die Hersteller von Hardware unterschiedliche Kunststoffe verwenden, ist die Wiederverwertung derselben mit einem Qualitätsverlust verbunden. Beim sogenannten Down-Cycling aus Computerresten können so allenfalls Parkbänke oder ähnliches produziert werden.

Der ökologisch sinnvollste Schritt liegt, wie so oft, noch in weiter Ferne. Der Einbau wiederverwendbarer (nicht wiederverwertbarer) Module in den Computer, die problemlos ein- und ausgebaut werden können, steht im Gegensatz zu unserer "Wegwerfgesellschaft", auch wenn diese Bezeichnung schon fast altmodisch anmutet. Die Industrie hat kein Interesse an einer langen Haltbarkeit ihrer Produkte und wird daher eine solche Möglichkeit von vornherein negieren.

Die Hardware besitzt zwar eine recht lange Lebensdauer, doch der sich ständig verbessernde Bereich der Software bewirkt eine durchschnittliche Lebensdauer von 2-3 Jahren für die Geräte. Denn solange die Aufrüstung eines alten Computers teurer als der Neukauf ist, wird dem Kunden kein wirklicher Anreiz geboten den Neukauf noch zu überdenken.

Der heute eingeschlagene Weg wird so auf absehbare Zeit zu keiner Verringerung des Müllaufkommens durch Altgeräte aus der Informations- und Kommunikationsindustrie führen, sondern läßt dessen Zunahme eher noch zu.


Aus: "Computerschrott - wohin damit?" Nicola Knoch (09.01.1998)
Quelle: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/1/1366/1.html

-.-

Quote
[...] In Deutschland türmt sich von Jahr zu Jahr mehr Computer-Müll auf. «Wir schätzen, dass im Jahr etwa 110.000 Tonnen IT-Schrott anfallen», sagt Bernhard Bauske von der Umweltschutzorganisation WWF. «Tendenziell wird es mehr», sagt Mario Tobias, vom Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien Bitkom. Das liege daran, dass die Zahl der in Umlauf gebrachten Computer ständig wachse.

Auch das Umweltbundesamt konstatiert «immer schnellere und kurzlebigere Innovationszyklen» in der Elektronikbranche. «Ein Computer wird im Durchschnitt etwa drei bis vier Jahre benutzt», sagt der Bitkom-Experte. Findet sich danach kein Abnehmer, wird der Rechner zum Sondermüll.

«Umweltschädliche Substanzen wie Flammschutzmittel für Gehäuse und Leiterplatinen machen diesen Müll zum Riesenproblem», warnt WWF-Experte Bauske. Computer enthalten außerdem Schwermetalle und schädliche Chemikalien wie zum Beispiel Weichmacher. Flammschutzmittel stehen im Verdacht, den Hormonhaushalt des Menschen zu schädigen. Blei kann beim Menschen Nierenschäden auslösen.

«Gerade wegen der Schadstoffe ist es wichtig, dass die Geräte nicht im Hausmüll landen», sagt Bauske. Wer einen alten Computer zu Hause hat, für den könnte es sich lohnen, ihn bis zum nächsten Jahr zu behalten. Denn ab 24. März kommenden Jahres können PC-Besitzer ausrangierte Geräte kostenlos bei kommunalen Sammelstellen abgeben.

Grundlage dafür ist das neue Elektro-Gesetz. Es verpflichtet die Hersteller von Elektrogeräten dazu, die Entsorgung ihrer Produkte selbst zu finanzieren. Der Beitrag jedes einzelnen Produzenten richtet sich dabei nach dem Marktanteil. Der WWF empfiehlt, schon beim Kauf eines Computers darauf zu achten, dass er das Umweltsiegel des «Blauen Engels» trägt. Computer mit diesem Zeichen sind leichter zu entsorgen und enthalten weniger Giftstoffe.

Auf keinen Fall sollte man einen Rechner zu früh wegwerfen. «Es ist ökologisch sinnvoll, den Computer so lange zu nutzen, bis sein physisches Ende gekommen ist», rät Georg Heydecke vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Auch einen älteren PC könne man an einen Zweitnutzer oder an einen Bastler weitergeben. (AP)


Aus: "Immer mehr Computerschrott in Deutschland" Von Nina Schönmeier (18. Okt. 2005)
Quelle: http://www.netzeitung.de/internet/363381.html

« Last Edit: December 16, 2008, 03:57:08 PM by Textaris(txt*bot) »

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[Tantalum Memorial... ]
« Reply #3 on: February 03, 2009, 11:01:15 AM »
Quote
[...] "Coltanerz ist ein fundamentaler Baustein der globalen Telekommunikationsexplosion und gleichzeitig der blinde Fleck dieser Wachstumsgeschichte", sagt der britische Medienkünstler Richard Wright. Gemeinsam mit Graham Harwood und Matsuko Yokokoji hat er den Opfern der blutigen Auseinandersetzungen in der Demokratischen Republik Kongo ein Denkmal gesetzt. Die Installation "Tantalum Memorial" der britisch-japanischen Künstlergruppe, die bei der transmediale mit dem Hauptpreis ausgezeichnet wurde, will die globalen Zusammenhänge der "Coltankriege" sichtbar machen.

Rund vier Millionen Menschen sind seit 1998 im Zuge der Kriege in der Demokratischen Republik Kongo ums Leben gekommen. Tausende mussten infolge der Auseinandersetzungen aus dem zentralafrikanischen Land fliehen. "Coltankriege" werden die bis heute andauernden Konflikte deshalb genannt, weil es um die Kontrolle über den Rohstoff Coltan geht, der für Mobilltelefon- und Computerhersteller unverzichtbar ist.

Der Coltanabbau finanziert die Aufrüstung der rivalisierenden Kriegsparteien. Häufig wird der Rohstoff auch direkt mit Waffen bezahlt. In vielen Minen gebe es darüber hinaus Kinderarbeit und Sklaverei, hieß es am Samstagnachmittag bei einer transmediale-Diskussionsveranstaltung zum Thema Critical Consumer Culture im Berliner Haus der Kulturen der Welt: "Am Handy klebt Blut."


"Über den Gebrauch von Mobiltelefonen und Computern sind wir alle in den Konflikt involviert", sagte Harwood. Der aus Coltan gewonnene hitzeabweisende Werkstoff Tantal wird in Mobiltelefonen, Spielekonsolen und PCs verbaut. Die Nachfrage nach dem Rohstoff ist deshalb in den vergangenen zehn Jahren regelrecht explodiert.

Als Sony im Jahr 2000 die Spielekonsole PlayStation 2 auf den Markt brachte, sei es zu Engpässen bei Coltan auf dem Weltmarkt gekommen, sagte der Medienkünstler, Aktivist und Programmierer Jaromil. Kurz danach habe sich der Abbau im Kongo verdoppelt. Die Hardware-Hersteller müssten bei der Konzeption neuer Produkte mehr Verantwortung zeigen. Den langfristigen Folgen der für die Geräte notwendigen Rohstoffgewinnung müsse bereits bei der Produktentwicklung Rechnung getragen werden. Rund 80 Prozent der globalen Coltanvorräte liegen laut Schätzungen in Afrika.

Die großen Hersteller haben zwar angekündigt, kein Coltan aus den von den Milizen kontrollierten Minen mehr zu kaufen. Die Herkunft der Rohstoffe sei jedoch nicht immer zweifelsfrei feststellbar, erläuterte Harwood. "Es gibt viele Mittelsmänner. Es lässt sich oft nicht genau sagen, aus welchen Quellen das Coltan stammt." Daher sei es auch schwierig, die Situation in den Griff zu bekommen.

"Das Problem ist komplex und widersprüchlich", sagte Wright: "Der Mobiltelefonabsatz im Kongo boomt. Viele Leute besitzen mehrere Mobiltelefone und telefonieren die ganz Zeit. Die Leute unterstützen also eine Industrie, die dazu beiträgt, dass der blutige Konflikt weiter angeheizt wird", so der Medienkünstler.

...


Aus: ""Am Handy klebt Blut"" futurezone/Patrick Dax (2. 2. 2009)
Quelle: http://futurezone.orf.at/stories/1502204/


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[Fernseher, Computer oder Kühlschränke... (Ghana)]
« Reply #4 on: May 28, 2009, 10:48:46 AM »
Quote
[...] Jährlich werden in Europa 8,7 Millionen Tonnen Elektromüll produziert. Ein Teil davon wird illegal nach Afrika verschifft.

Trotz gesetzlicher Regelungen, welche die Ausfuhr von Elektromüll in Nicht-OECD-Länder verbieten, wird weniger als die Hälfte der in Umlauf gebrachten Geräte gesetzeskonform recycelt und gemeldet. In Österreich wurden im Jahr 2007 61,5 Millionen Kilo Elektroaltgeräte bei offiziellen Sammelstellen abgegeben. Der Rest wurde privat oder auf Deponien gelagert oder illegal als Second-Hand-Ware deklariert und als solche dann über Schrotthändler nach Afrika oder Asien verkauft. Allein im Jahr 2005 wurden nach offiziellen Zahlen täglich 1000 benutzte Fernsehgeräte von der EU nach Afrika gebracht. Die Dunkelziffer dürfte wesentlich höher sein.

[...] Aktivistinnen der entwicklungspolitischen Organisation Südwind berichteten kürzlich von ihrer Recherchereise nach Ghana. Dort fanden sie heraus, dass alte Fernseher, Computer oder Kühlschränke, auch aus Österreich, von lokalen Händlern containerweise aufgekauft und an die Menschen vor Ort verscherbelt werden. Alles, was sich nicht verkaufen lässt, landet auf den lokalen Müllhalden. Dort zerlegen Kinder und Jugendliche die Geräte mit bloßen Händen und verbrennen die Überreste, um an die Kupferkabel zu kommen, die sie für einen Hungerlohn weiterverkaufen. Tausende Menschen leben am Rande der Müllhalden in Slums. Durch das Verbrennen des Mülls sind sie ständig einem Giftcocktail ausgeliefert, der Atem- und Hautkrankheiten oder Krebs verursacht.

...


Aus: "Elektromüll macht Kinder in Ghana krank - Südwind-Aktivistinnen decken auf"
KIZ Ausgabe 2009/22 - 2009-05-27
Quelle: http://www.dioezese-linz.at/redaktion/index.php?action_new=Lesen&Article_ID=49447


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[eCycling... ]
« Reply #5 on: April 18, 2011, 09:25:04 AM »
Quote
[...] Die Consumer Electronics Association (CEA) in den USA hat angekündigt, bis 2016 eine Milliarde US-Pfund Elektroschrott sammeln zu wollen. Das ist mehr als das Dreifache der 2010 gesammelten Menge und entspricht etwa 450 000 Tonnen, laut CEA könne man damit ein Footballstadion mit 71 000 Sitzplätzen bis zur Oberkante füllen. Nach Auffassung des CEA-Geschäftsführer Gary Shapiro, sei diese "eCycling-Initiative ein Wendepunkt in der Geschichte des Elektronik-Recycling in den USA". Das Sammelziel entspricht rund 1,5 kg Elektroschrott pro US-Bürger. Für Europa schreibt eine EU-Direktive 4 kg pro Kopf vor, in der Bundesrepublik wurden 2006 rund 750 000 Tonnen alte Elektrogeräte gesammelt, was gut 9 kg pro Bürger entspricht.

In erster Linie geht es bei eCycling darum, die Verbraucher auf die rund 5000 Recyclinghöfe in den USA aufmerksam zu machen. Außerdem wolle die Initiative mit der Regierung bei deren Strategie für ein nationales Recycling-Programm zusammenarbeiten. Die CEA setzt auf freiwillige Kontrollen der Wiederverwertung. Das in Seattle ansässige, auf Müllexport spezialiserte Basel Action Network (BAN) kritisiert die eCycling-Initiative jedoch: Tausende der beworbenen Sammelstellen verfügten nicht über die nötigen Kontrollmechanismen und könnten keine Wiederverwertung im Inland gewährleisten. Die Sammelmengen ohne geeignete Kontrollen zu vergrößern, führe zu wachsendem Export giftigen Elektromülls in Entwicklungsländer.

"Wenn die Öffentlichkeit an Recycling denkt, stellt sie sich nicht vor, dass alte Computer und Fernseher in China, Indien oder Nigeria zertrümmert und verbrannt werden", meint der BAN-Chef Jim Pucket. Einerseits behaupte die CEA zwar, man dürfte nicht mit Recyclern zusammenarbeiten, die Elektroschrott in Entwicklungsländern abladen, andererseits weigere sich die Organisation jedoch weiterhin, das Basler Übereinkommen zu akzeptieren. Diese Konvention untersagt unter anderem den Export von giftigen Abfällen in Entwicklungsländer.

Auch die Electronics Take Back Initiative kann die CEA-Aktion nicht überzeugen. Die Sammelstellen seien zwar auf einer Karte eingetragen, jedoch fehlten die Anschriften. Für den größten US-Staat Kalifornien seien gar keine Rückgabestellen markiert. Die CEA erkläre zudem nicht, wie sie ihr Ziel erreichen wolle und verzichte sich auch nicht auf den Export des Elektroschrotts in andere Länder. (ck)



Aus: "Kritik an US-Elektroschrottinitiative" (16.04.2011)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Kritik-an-US-Elektroschrottinitiative-1228926.html


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[Elektroschrott in Ghana... ]
« Reply #6 on: November 01, 2011, 09:23:56 AM »
Quote
[...] In der Nachbarschaft einer Elektroschrott-Deponie in der ghanaischen Hauptstadt Accra haben Wissenschaftler alarmierende Mengen Blei, Cadmium und weitere giftige Stoffe gefunden. Auf einem Schulgelände liegen die Werte demnach 50 Mal höher als an ungefährlichen Orten. Ein Markt und ein Fußballfeld seien ebenfalls verseucht. Die Universität der Vereinten Nationen (UNU) veröffentlichte diese Ergebnisse am Sonntag.

Die Studie lenkt die Aufmerksamkeit auf ein seit Jahren bekanntes Problem. Greenpeace meldete bereits im Jahr 2008 stark erhöhte Giftkonzentrationen in der Umgebung der Deponie. Der Schrott stammt aus Industrieländern. Auch deutsche Behörden haben es bislang nicht geschafft, die illegalen Exporte einzudämmen, wie 2010 eine Studie des Umweltbundesamtes nachwies.

Auch die IT-Industrie steht aufgrund des Elektronikschrott-Problems in der Kritik. Im Jahr 2009 verpassten zahlreiche Hersteller wie Dell, HP und Acer das selbst gesteckte Ziel, auf PVC und bromierte Flammschutzmittel zu verzichten. Diese Stoffe sind besonders gefährlich, da bei ihrer Verbrennung Dioxine entstehen können. In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern zerlegen und verbrennen Arbeiter den E-Schrott von Hand, um Metalle wie Kupfer und Stahl freizulegen.

Die nun erneut untersuchte Deponie Agbogbloshie in Accra hat durch zahlreiche Medienberichte in den vergangenen Jahren traurige Berühmtheit erlangt – vor allem, weil dort auch Kinder arbeiten. Die UNU-Forscher weisen darauf hin, dass es nicht die einzige Elektroschrott-Deponie in Ghana ist. (cwo)

Quote
31. Oktober 2011 12:41
Wer es genauer sehen will:
vatsug (mehr als 1000 Beiträge seit 12.03.04)

http://www.youtube.com/watch?v=oqcdk64s9LY

Ist schon bitter.



Aus: "Elektroschrott in Ghana: Forscher schlagen Alarm" (31.10.2011)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Elektroschrott-in-Ghana-Forscher-schlagen-Alarm-1368803.html

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[Regierung erwägt Tonnen für Alt-Handys... ]
« Reply #7 on: March 14, 2012, 09:14:46 AM »
Quote
[...] Um das in Mobiltelefonen enthaltene Gold stärker als bisher wiederzuverwerten, denkt die Bundesregierung über die Einführung von Handy-Tonnen im Handel nach. Damit könnte sich ähnlich wie bei Batterien die Rückgabequote erhöhen lassen, sagte die Parlamentarische Umweltstaatssekretärin Katherina Reiche (CDU) der dpa. "Handys, die nicht mehr benötigt werden, sind ein echtes Rohstofflager. Eine Tonne Handyschrott enthält 60-mal mehr Gold als eine Tonne Golderz." Die Rückgewinnung dieser Rohstoffe sei deshalb von großer Bedeutung.

Nötig seien einfache und kostengünstige Lösungen für die Bürger. Denkbar seien auch Angebote, gebrauchte Althandys kostenfrei zurückzusenden. Nach Schätzungen werden 60 Millionen bis zu 100 Millionen Althandys von den Bürgern zu Hause gehortet, obwohl die Geräte zurückgegeben werden könnten.

Eine Entsorgung von Handys in der geplanten bundesweiten Wertstofftonne soll es nicht geben, unter anderem, weil andere Stoffe in der Tonne durch die Handys belastet werden könnten. "Es ist nicht vorgesehen, dass Handys in die Wertstofftonne sollen", so ein Sprecher des Umweltministeriums.

Reiche betonte, dass man das von den Grünen vorgeschlagene 10-Euro-Pfand bei Handys zur Erhöhung der Recyclingquote ablehne: Der Aufwand stehe in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen. "Für ein europarechtskonformes und verbraucherfreundliches Pfand-System müsste sichergestellt sein, dass die Rückgabe nicht nur dort möglich ist, wo das Handy ursprünglich erworben wurde."

Handys würden zudem immer häufiger über den Internethandel und auch aus dem außereuropäischen Ausland vertrieben. Hier wäre ein Pfand nicht durchzusetzen. "Die Händler haben heute aber schon die Möglichkeit, Handys freiwillig zurückzunehmen", meinte Reiche.

Der FDP-Umweltpolitiker Horst Meierhofer betonte: "Wir verfolgen beim Umgang mit alten Handys wie bei allen Elektrogeräten drei Ziele": Funktioniere das Handy noch, solle es weiterverwendet werden. Jeder solle zudem wissen, wo man sein Handy abgeben könne, "idealerweise gegen Bares oder als Spende", sagte Meierhofer und erklärte als dritten Punkt: "Man soll leicht erkennen können, ob das neue Handy recyclinggerecht gebaut ist." (dpa) / (anw)


Aus: "Regierung erwägt Tonnen für Alt-Handys" (14.03.2012)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Regierung-erwaegt-Tonnen-fuer-Alt-Handys-1471347.html


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[Blood in the Mobile... ]
« Reply #8 on: May 02, 2012, 09:50:21 AM »
Quote
[...] Metalle, Gold, Lithium und Seltene Erden, Erze wie Coltan oder Mineralien wie Kassiterit - alle diese Rohstoffe werden von der Computerindustrie benötigt und irgendwo auf dem Weltmarkt eingekauft. Kein Unternehmen legt bisher die Handelsketten bis hin zu den Rohstoffen offen, wie unter anderem die NGO PC Global bemängelt. Auch eine Zertifizierung von Fair Trade gibt es im IT-Bereich bisher kaum - obwohl der Absatz von fair gehandelten Produkten in Deutschland boomt und 2011 um 18 Prozent gewachsen ist. Projekte wie das Projekt zur Herstellung fairer Elektronik PHeFE, die eine fair produzierte Computermaus ins Leben rufen wollen, sind Randerscheinungen.

Neben Behind the Screen spüren zwei weitere Dokumentarfilme den Ressourcen nach: Blood In The Mobile und Die Lithium-Revolution. Zusammen mit seinem Team (Sandra Heberling, Produktion, und Simon Fraissler, Kamera/Schnitt) hat sich Regisseur Stefan Baumgartner auf die Suche nach der Herkunft des Rohstoffs Gold begeben. Damit wolle er "Transparenz schaffen", sagt Stefan Baumgartner im Interview.

Behind the Screen beginnt seine Suche in Tarkwa in Ghana, bei einem Bauern. Er schaufelt in cyanidverseuchtem Boden nach ein paar Goldkrümeln und filtert sie mühsam über einen feinmaschigen Stoff aus.

Gold braucht die IT-Branche wegen seiner Korrosionsbeständigkeit und der guten leitenden Eigenschaften. Der kostbare Rohstoff hat in Ghana Goldproduzenten auf den Plan gerufen, die die Bauern der Region abfinden wollen. Anglogold Asahanti und Goldfields heißen die großen Abbaufirmen. Anglogold Ashanti, der weltweit drittgrößte Goldproduzent, rühmt sich mit einem Profit von 3,1 Milliarden US-Dollar und einer verdoppelten Dividende. Goldfields verpflichtet sich in einem 14-seitigen Code of Ethics genannten Papier, nach der Devise "gesetzestreu, verantwortungsvoll und fair" zu handeln.

Davon bekommen die illegalen Goldschürfer in Behind the Screen rein gar nichts zu spüren. Ihr Land, das sie als Bauern bestellten und das zwischen den Gebieten der beiden Goldproduzenten liegt, wurde ihnen weggenommen. Seit elf Jahren warten sie auf eine Entschädigung, sagt Regisseur Stefan Baumgartner. Die Landwirtschaft ist unmöglich geworden, da der Boden durch das Cyanid, das beim Goldabbau verwendet wird, vergiftet ist. Das illegale Goldschürfen steht zwar unter Strafe, aber dem Goldschürfer, genannt Galamsey, bleibt nichts anderes als weiter zu graben, um etwas für seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Obwohl der wertvolle Rohstoff in Ghana liegt, hat der Galamsey fast nichts davon. Auch im Ursprungsland Ghana bleibt nur ein kleiner Teil des Gewinns.

Apple, Dell, Sony und HP haben die größten Gewinnmargen. Danach kommen die Festplattenhersteller, die Auftragsfertiger und am Ende der Kette steht der Arbeiter, sagt Christian Zeller, Professor für Wirtschaftsgeografie im Film.

...

Behind the Screen von Stefan Baumgartner läuft am Freitag, dem 27. April um 18 Uhr im Thalia 2, Potsdam.

Blood in the Mobile von Frank Piasecki Poulsen, Deutschland 2010, wurde erstmals bei Arte am 11. April 2012 ausgestrahlt, zuvor lief der Film schon unter dem Titel Blutige Handys im WDR in einer 52-minütigen Version.

Die Lithium-Revolution von Andreas Pichler, Deutschland 2012, lief am Dienstag, dem 10. April 2012 auf Arte.


Aus: "Für ein paar Krümel Gold" Christian Schmidt-David (27.4.2012)
Quelle: http://www.golem.de/news/handy-rohstoffe-fuer-ein-paar-kruemel-gold-1204-91452.html


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[Schätzungsweise 75 Prozent des Elektronikschrotts... ]
« Reply #9 on: May 02, 2012, 09:55:13 AM »
Quote
[...] Schätzungsweise 75 Prozent des Elektronikschrotts der Europäischen Union landen in den Ländern des Südens. Das Team des Dokumentarfilms Behind The Screen ist zu den Menschen nach Ghana gereist, um dort das Ende des Lebenszyklus von PCs und Notebooks zu filmen.

Nach Schätzungen der umweltpolitischen Sprecherin der Grünen, Dorothea Steiner, werden 25 Prozent des Elektronikschrotts in der Europäischen Union gesondert eingesammelt. Der Weg der restlichen 75 Prozent ist unklar und endet vermutlich in den Ländern des Südens. Mit katastrophalen Folgen für die dort lebenden Menschen.

"Jeden Monat werden über 500 Containerladungen Elektronikschrott aus den Industrieländern nach Ghana gebracht", erklärte der Umweltaktivist Mike Anane dem Filmteam von Behind The Screen, das zwei Wochen in dem westafrikanischen Land war. "Etwa 90 Prozent dieser Elektronikgeräte enden hier in Agbogbloshie." ...

... Erd- sowie Sedimentproben von Greenpeace auf Schrottplätzen in Accra und in Koforidua, im Osten des Landes, ergaben, dass dort Bleikonzentrationen zum Teil 100-mal höher als in nicht kontaminierter Erde sowie Belastungen durch Kadmium oder Phthalate gefunden wurden. Phthalate, oder Phthalsäureester, setzt die Industrie als Weichmacher für Kunststoffe ein. Ausgesetzt sind den Giften vor allem Kinder, die an offenen Feuern Computer und Handys auseinandernehmen, meist ohne Arbeitshandschuhe oder Atemschutz.

"Eine Menge der Kinder, die hier arbeiten, werden ihren 20. Geburtstag wohl nicht erleben. Viele davon sind zwischen fünf und zehn Jahre alt. Sie sind den Schwermetallen fast rund um die Uhr ausgesetzt. Diese Stoffe verursachen Krebs. Auch das Erdreich ist mit großen Mengen Blei verseucht, ebenso die Luft. Viele von ihnen haben Wachstumsstörungen, Atemprobleme, Kopfschmerzen oder Ausschläge."

Wie die Umweltschutzorganisation Greenpeace erklärte, verbietet die EU-Gesetzgebung zwar den Müllexport, erlaubt aber die Ausfuhr vermeintlich wiederverwertbarer Secondhandwaren, auch wenn diese fast immer unbrauchbar sind.

In Accra erklärt ein Besitzer eines Ladens für gebrauchte Computer: "Wir bekommen die meisten Computer von Dell, HP und Toshiba. Die meisten Laptops funktionieren gar nicht. Die Bildschirme und die Festplatten sind immer kaputt. Die Teile sind teuer und schwer zu bekommen. Deshalb verkaufen wir die Geräte als 'ungetestete' Ware. Fast 90 Prozent der Waren sind kaputt. Für die bekomme ich gar nichts." Die Lieferungen kommen aus London.

Ein anderer Händler in Accra bekommt die Container aus den USA geliefert. Er hat Techniker, die einige defekte Desktop-PCs reparieren können und verkauft sie für 80 Euro. Das Geschäft läuft gut, doch er wünscht sich, neue Rechner in sein Land importieren zu können.


Aus: "Fünfjährige Kinder zerlegen Elektronikschrott in Ghana" Achim Sawall (28.4.2012, 09:30 )
Quelle: http://www.golem.de/news/behind-the-screen-fuenfjaehrige-kinder-zerlegen-elektronikschrott-in-ghana-1204-91437.html


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[Reparatur-Rebellen... ]
« Reply #10 on: April 03, 2013, 09:39:12 AM »
Quote
[...] Ob Waschmaschine, Flachbildfernseher oder Smartphone – viele Produkte gehen vorzeitig kaputt. Dann heißt es meist: neu kaufen. Doch viele Konsumenten akzeptieren das nicht mehr und helfen sich selbst.

Zufall oder Absicht? Der Flachbildfernseher bleibt dunkel. Die Waschmaschine pumpt nicht mehr ab. Der Drucker druckt nicht mehr. Geräte, die vorzeitig ihren Dienst aufgeben, hat wohl jeder schon einmal erlebt. Früher hieß es dann: Selber schuld – wer billig kauft, kauft teuer. Doch diese einfache Rechnung gilt heute nicht mehr.

Geplante Obsoleszenz ist der Begriff, der seit ein paar Jahren für Aufruhr sorgt und Verschwörungstheoretiker-Instinkte bedient. Der Vorwurf: Hersteller würden ihre Produkte mit Absicht vorzeitig altern oder gar kaputtgehen lassen, indem sie ihnen Sollbruchstellen einbauen. Ganz aus der Luft gegriffen ist das nicht, schließlich haben sie es schon einmal getan: In den 20er- Jahren verständigten sich die großen Glühbirnen-Hersteller Osram, Philips und General Electric in einer geheimen Absprache darauf, die Glühdrähte in schlechterer Qualität zu produzieren. Diese berühmte „Glühbirnenverschwörung“ ist bis heute das bekannteste Beispiel für geplante Obsoleszenz. Aber es gibt noch weitere: Die ersten Nylonstrümpfe zum Beispiel waren so gut, dass sie kaum Laufmaschen bekamen. Zu gut, fand der Chemiekonzern DuPont und wies seine Wissenschaftler an, sie weniger haltbar zu machen.

Ein belegtes Beispiel für geplante Obsoleszenz sind auch Laser- und Tintenstrahl-Drucker von HP, Epson, Canon und Brother, in denen ein kleiner Chip die Seiten zählt. Nach einer gewissen Anzahl legt er den Drucker lahm und zwingt den Konsumenten, das Gerät in die Wartung zu geben. Dort drückt ein Techniker dann eine geheime Tastenkombination, die den Chip wieder auf null setzt. Und der Konsument zahlt.

Doch solche Tricks fliegen nicht immer auf. Es sind aber oft Kleinigkeiten, weswegen Geräte aufhören zu funktionieren und auf den Müll wandern, weil sich die Reparatur angeblich nicht mehr lohnt. Michel Devezeau kennt sich aus mit Druckern. Gerade hat er seine Hände in einem Multifunktionsgerät von Hewlett-Packard, das scannen, kopieren und drucken kann. Besser gesagt: konnte. Devezeau wischt mit einem Finger über das flache Leiterband, an dem der Druckkopf normalerweise hin und her gleitet. Dann schaut er prüfend auf seine Fingerkuppe – sie ist nicht sehr viel schmutziger als vorher auch. „Hm“, murmelt er in seinen Bart, „das war es also nicht“. Dreck, so Devezeau, sei meistens der Grund, warum Tintenstrahldrucker streikten. Dieser hier aber hat offenbar ein anderes Problem.

Michel Devezeau sitzt an Station 4 des Repair Cafés in Celle. Hier behandelt er kranke Drucker. Am Nachbartisch, an Station 3, zerlegt Manfred Werner eine Cappuccino-Maschine, und bei Nr. 1 hilft ein weiterer Herr einer jungen Frau, die Stehlampe ihrer Großmutter wieder zum Leuchten zu bringen. Das Repair Café Celle liegt im Keller des Bomann-Museums. Schon zum dritten Mal hat Uwe Rautenberg Bürger eingeladen, ihre defekten Geräte herzubringen und sie unter fachkundiger Anleitung selbst zu reparieren. „Die ersten beiden Treffen waren so erfolgreich, dass wir uns entschlossen haben, das Ganze fortzusetzen“, sagt Rautenberg.

Repair Cafés schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden. Ob in Berlin oder Bielefeld, Mainz oder München – immer mehr Menschen sehen nicht mehr ein, warum ihre Produkte nach nur wenigen Jahren nicht mehr funktionieren sollen. Ihren Ursprung hat die Bewegung in den Niederlanden. 2009 veranstaltete die Journalistin Martine Postma in Amsterdam das erste Reparaturtreffen. Es kam so gut an, dass zehn weitere folgten. Mittlerweile gibt es Repair Cafés in zahlreichen Ländern. Einigendes Dach ist das „Repair Manifesto“, das in elf Thesen die Ziele der „Repair-Bewegung“ formuliert. Die erste lautet: Don’t end it, mend it! – Schmeiß es nicht weg, reparier es!

Fast immer sind es Ehrenamtliche, die sich in den Repair Cafés engagieren. Rentner wie Michel Devezeau oder Manfred Werner, die jahrelange Erfahrung in Elektrotechnik und Maschinenbau mitbringen. Deren Wissen aber langsam verloren geht in einer Welt, in der weggeschmissen statt repariert wird – weil die Reparatur zu teuer geworden ist. (rot)




Aus: "Die Reparatur-Rebellen" Jens Lubbadeh (27.03.13)
Quelle: http://www.heise.de/tr/artikel/Die-Reparatur-Rebellen-1828121.html



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Re: [Elektromüll - The Dark Side of Cyberspace... ]
« Reply #11 on: May 16, 2013, 10:25:15 AM »
Quote
[...]  Die Regierungsmehrheit hat im Umweltausschuss verhindert, dass das Verkleben von im Macbook Pro eingebauten Komponenten verboten wird. Diese Praxis erschwert laut einem Gutachten einen Austausch oder eine Reparatur.

Es wird in Deutschland keine Mindestnutzungsdauer für technische Geräte geben. Das hat der Umweltausschuss des Bundestages am 15. Mai 2013 mit der Mehrheit der Regierungsfraktionen entschieden. SPD und Grüne enthielten sich der Stimme.

Die Partei Die Linke hatte zur Schonung von Ressourcen die künstliche Verkürzung der Lebensdauer von Produkten verbieten wollen. Ihre Bundestagsfraktion forderte eine gesetzliche Mindestnutzungsdauer für in Deutschland auf den Markt gebrachte Produkte. Geplante Obsoleszenz durch Sollbruchstellen und bestimmte Funktionen, die die Lebensdauer des Produkts künstlich verkürzen, sollten nicht mehr erlaubt sein. Dazu zählten "Blattzähler zur Funktionseinstellung bei Druckern", hieß es in dem Antrag.

Telekommunikations- und Unterhaltungselektronikgeräte sollten eine Mindestnutzungsdauer erhalten, die nicht unterschritten werden darf. Das Gesetz sollte einen leichten Austausch von Verschleiß- oder Verbrauchsteilen sowie die leichte Reparatur und Wartung möglichst durch den Nutzer sicherstellen.

Die Unionsfraktionen äußerten Zweifel, ob die vorgeschlagenen Regelungen in die Realität umgesetzt werden könnten. "Gut gemeint ist nicht gut gemacht", sagte ihr Berichterstatter im Ausschuss. Vielmehr brauche man Freiheit und Innovationen, um hier zu neuen Lösungen zu kommen.

Die Grünen-Fraktion verwies trotz der Ablehnung auf das von ihr in Auftrag gegebene Gutachten "Geplante Obsoleszenz". Das große Echo darauf habe gezeigt, dass diese Frage den Verbraucher direkt betreffe. "Es herrscht Handlungsbedarf", erklärte die Vertreterin der Grünen. Sie kündigte an, dass sich ihre Fraktion bei der Abstimmung dennoch enthalten werde, da man an verschiedenen Punkten noch über die Forderungen des Antrages hinausgehen möchte.

Das Gutachten kritisierte am 21. März 2013 den geplanten, vorzeitigen Verschleiß von Produkten, die eigentlich viel länger halten könnten. Zum Macbook Pro heißt es in dem Gutachten: "Das Gehäuse und/oder die eingebauten Komponenten sind verklebt. So wird ein Austausch von Komponenten oder eine Reparatur erheblich erschwert oder erheblich verteuert, da eine Fachwerkstatt in Anspruch genommen werden muss." Dadurch werde eine konstruktionsbezogene Verkürzung der Nutzung erreicht. Verklebte Gehäuse und Komponenten gebe es auch bei anderen Produkten. Die vermeintlichen Kostenvorteile in der Herstellung würden hier zulasten der Kunden und der Umwelt ausgeweitet. Für den Kunden bedeute dies einen "wirtschaftlichen Totalschaden".

Als weitere Beispiele werden Drucker genannt, die offenbar so konstruiert seien, dass nach einer vorgegebenen Zahl von Druckvorgängen das Gerät komplett ausfalle. Doch der bewusst geplante vorzeitige Verschleiß sei schwer nachweisbar. Enthüllt werden könnten solche Fälle nur, wenn ein Insider interne Informationen eines Unternehmens preisgebe.

Auch Elektrolytkondensatoren (Elko) in Fernsehern, Computern, Monitoren und Netzteilen, die oft in der Nähe von wärmeabgebenden Bauteilen positioniert sind, werden als Beispiele angeführt. Mit 10 Grad Temperaturerhöhung halbiere sich die Lebensdauer von Elkos.


Aus: "Regierung lehnt Mindestnutzungsdauer von Technikprodukten ab" Achim Sawall (15.5.2013)
Quelle: http://www.golem.de/news/geplante-obsoleszenz-regierung-sieht-keinen-grund-zum-handeln-1305-99275.html


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[Die kostenlose Rückgabe und Entsorgung von... ]
« Reply #12 on: March 12, 2015, 09:25:57 AM »
Quote
[...] Die kostenlose Rückgabe und Entsorgung von alten Handys, Radios, Staubsaugern und anderen Elektrogeräten soll für die Verbraucher viel leichter werden. Das Bundeskabinett hat dafür am Mittwoch eine Reform des Elektrogesetzes auf den Weg gebracht. Der gebilligte Entwurf von Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD)verpflichtet Elektrogeschäfte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 400 Quadratmetern, Altgeräte beim Kauf eines gleichwertigen Geräts kostenlos zurückzunehmen.

Das gilt auch für Online-Händler – bisher nehmen große Händler wie das Unternehmen Amazon eine Gebühr, wenn zum Beispiel bei der Lieferung eines neuen Kühlschranks der alte mitgenommen werden soll. Kleine Elektrogeräte mit maximal 25 Zentimetern Kantenlänge können auch ohne Neukauf abgegeben werden. Den Kassenzettel brauchen Verbraucher dafür in keinem Fall mehr. Ziel ist es, mehr wertvolle Metalle aus alten Geräten zu recyceln, außerdem sollen diese nicht mehr so oft in der Mülltonne landen.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) sieht dabei keine Schwierigkeiten für die Geschäfte. "Was über den Handel reinkommt, muss auch über den Handel wieder rausgehen können." Mit der Maßnahme soll auch die umweltgerechte Entsorgung giftiger Schadstoffe gestärkt und der illegale Müllexport eingedämmt werden. Ebenfalls geht es darum, mehr wertvolle Metalle wie seltene Erden aus alten Geräten zu recyceln. In Zeiten knapper werdender Rohstoffe ist das ein Milliardengeschäft.

Das Gesetz soll nach Möglichkeit bis Ende des Jahres in Kraft treten. Der Bundestag soll bis Juli entscheiden. Den Bundesrat könnte das neue Elektrogesetz dann im September passieren. Mit der Reform werden EU-Vorgaben umgesetzt, bis 2019 soll die Sammel- und Wiederverwertungsquote auf 65 Prozent steigen. Bisher basiert die Rücknahme alter Geräte auf Freiwilligkeit – aber es gibt bereits hunderte kommunale Sammelstellen, wo Bürger umsonst alte Geräte zur fachgerechten Entsorgung abgeben können. In der Restmülltonne dürfen sie nicht entsorgt werden. Allerdings wird etwa die 25-Zentimeter-Vorgabe als wenig verbraucherfreundlich kritisiert.

Bisher werden laut Umweltbundesamt 8,8 Kilogramm pro Einwohner im Jahr an Elektromüll gesammelt. Der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) betonte, der Entwurf sei ein wichtiger Schritt hin zu mehr Recycling. «Angesichts der zwingenden Notwendigkeit, vermehrt heimische Sekundärrohstoffe zu gewinnen, ist es geboten, Sammlung und Verwertung ausgedienter Altgeräte wieder besser zu verbinden», sagte Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock. Geschätzte 500.000 Tonnen ausrangierter Elektrogeräte würden bisher pro Jahr nicht fachgerecht entsorgt. Sie landeten nach wie vor in der Restmülltonne, würden illegal exportiert oder lagerten in privaten Kellern. (dpa) / (axk)


Aus: "Bundeskabinett beschließt Rücknahmepflicht für Elektromüll" (11.03.2015)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundeskabinett-beschliesst-Ruecknahmepflicht-fuer-Elektromuell-2572876.html


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[Bis zu 90 Prozent des jährlichen weltweiten... ]
« Reply #13 on: May 12, 2015, 05:26:58 PM »
Quote
[...] Mit der illegalen Entsorgung von Elektroschrott vor allem in Afrika und Asien werden nach UN-Angaben weltweit immer größere Geschäfte gemacht. Auf bis zu 19 Milliarden Dollar (17 Milliarden Euro) pro Jahr schätzt das UN-Umweltprogramm (Unep) den Wertumfang der Verschiffung und Ausschlachtung von ausgedienten Computern, Fernsehern, Handys oder anderen Elektronikprodukten unter Umgehung bestehender Vorschriften.

"Bis zu 90 Prozent des jährlichen weltweiten Elektromülls werden illegal gehandelt oder entsorgt", klagt Unep in einem am Dienstag in Genf veröffentlichten Bericht. Zugleich werde der "globale Müllberg" immer größer: Spätestens bis 2017 dürfte nach Unep-Schätzungen die von der Elektronik-Industrie jährlich verursachte Müllmenge von derzeit 41 Millionen auf rund 50 Millionen Tonnen anwachsen. Zu dieser Prognose kam auch schon eine Elektroschrott-Studie des Thinktanks United Nations University vom April.

"Wir sind konfrontiert mit der Entstehung eines beispiellosen Tsunamis aus Elektroschrotts", erklärte Unep-Direktor Achim Steiner zur Veröffentlichung des Berichts "Waste Crimes, Waste Risks" ("Müll-Verbrechen, Müll-Gefahren"). "Das ist nicht einfach nur ein großer Teil des nicht recycelbaren Müllbergs der Welt, sondern birgt wegen der giftigen Bestandteile auch Gefahren für die Gesundheit und die Umwelt."

Die Hauptziele für legale wie auch illegale Exporte von Elektroschrott sind Unep zufolge Länder in Afrika und Asien. In Ghana und Nigeria werden demnach Afrikas größte Halden für illegal verbrachten Müll unterhalten, gefolgt von der Elfenbeinküste und der Demokratischen Republik Kongo. In Asien werde Elektroschrott unter anderem in China, Indien, Pakistan und Bangladesch auf oft illegale Weise entsorgt.

Erst kürzlich hatte sich auch die Bundesregierung mit dem Problem der Elektroschrott-Entsorgung befasst. Bei der Besichtigung einer der weltweit größten Elektro-Müllhalden am Rande der ghanaischen Hauptstadt Accra sagte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) im April: "Die meisten bei uns in Europa ausrangierten Elektronikgeräte kommen hierher – auch aus Deutschland, legal und illegal."

Bis zu 20 000 Kinder sollen auf Halden wie jener bei Accra arbeiten und aus Elektroschrott seltene Metalle und andere verwertbare Bestandteile herausholen und dabei giftigen Dämpfen ausgesetzt sein. Müller rief zur Schließung etwaiger Schlupflöcher bei der Entsorgung durch die Elektronik-Industrie auf. In dem Unep-Bericht heißt es, der Export giftiger Abfälle aus EU-Staaten in Entwicklungsländer sei zwar untersagt, jedoch gebe es immer wieder Betrugsfälle. So würden Tausende Tonnen an gefährlichem Elektronikschrott bei der Ausfuhr falsch deklariert und zum Beispiel Batterien als Plastik- oder Mischmetallmüll exportiert.

Die UN-Organisation appellierte an alle Staaten, die Einhaltung von Verboten zu erzwingen. Dazu seien strengere Kontrollen erforderlich. Auch Regelungen zur kostenlosen Rückgabe von Alt-Elektronik an zur legalen Entsorgung verpflichtete Händler und Hersteller könnten helfen, Gefahren durch Elektroschrott zu reduzieren. (Mit Material der dpa) / (axk)


Aus: "Geschäfte mit illegalem Elektroschrott: UN fordern Gegenmaßnahmen" (12.05.2015)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Geschaefte-mit-illegalem-Elektroschrott-UN-fordern-Gegenmassnahmen-2645753.html


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[Alte Computer und Elektroschrott... ]
« Reply #14 on: August 31, 2015, 09:24:14 AM »
Quote
[...] Alte Computer und Elektroschrott werden in Europa einer neuen Studie zufolge immer mehr zu einem Müllproblem. In den 28 EU-Ländern wird demnach derzeit nur etwa ein Drittel der ausgemusterten Computer sowie von anderem Elektroschrott ordnungsgemäß entsorgt. Der Rest – immerhin 6,2 Millionen Tonnen im Jahr 2012 – werde falsch recycelt, ins Ausland gebracht oder einfach weggeworfen, heißt es in der Studie der Organisation CWIT zum Kampf gegen die Verschwendung von und den illegalen Handel mit Elektronik-Schrott.

Die Folge seien nicht nur Umweltprobleme durch austretende Gifte wie Quecksilber und Blei, sondern auch wirtschaftliche Schäden, weil hochwertige Wertstoffe vergeudet würden. ...

Die Studie war von mehreren Unterorganisationen der Vereinten Nationen sowie der internationalen Polizeiorganisation Interpol in Auftrag gegeben worden und wird von der Europäischen Union unterstützt. Der Generalsekretär des Forums WEEE (Waste Electronical and Electric Equipment), Pascal Leroy, betonte: "Elektroschrott stellt den am schnellsten wachsenden der weltweiten Müllströme dar." Der unsachgemäße Umgang und der illegale Handel – teils von organisierten Banden betrieben – werde nach Informationen von Interpol nur in 0,5 Prozent der Fälle geahndet.

1,3 Millionen Tonnen Elektroschrott und großteils noch funktionsfähige Computer haben 2012 die EU-Staaten in nicht angemeldeten Exporten verlassen. Innerhalb Europas sieht die Situation noch düsterer aus: 4,7 Millionen Tonnen Elektroschrott werden zwischen den EU-Ländern illegal hin und hergeschoben. Das ist mehr als zehnmal so viel wie offiziell deklariert. Insgesamt entstehe durch den nicht ordnungsgemäßen Umgang ein volkswirtschaftlicher Schaden zwischen 800 Millionen und 1,7 Milliarden Euro.

Der Expertenbericht macht eine Reihe von Vorschlägen zur Bekämpfung des Problems. Dazu gehören die bessere Ausbildung von Polizei, Staatsanwaltschaften und auch Richtern. Die Informationen der Strafverfolgungsbehörden müssten international koordiniert werden. Vor allem aber müssten sich die EU-Länder auf einheitliche Richtlinien verständigen. Bisher habe etwa ein Drittel aller EU-Länder nicht das nötige Regelwerk übernommen. (dpa) / (axk)

Quote
nichtglauben, 31.08.2015 06:46

Nun ja, wenn die Wirtschaft nur noch mit dem Kauf von Billigramsch alle 18-24

Monate überleben kann dann gibt es halt eben viel mehr (Consumer)Elektronikschrott:
- Durchschnittsbenutzungsdauer eines Smartphones: 18 Monate
- neue Fernsehergeneration gefühlt alle 2 Jahre
- Billig-PC's für unter 200 Euro (wie schnell die den Käufern langsam erscheinen?)
- Küchengeräte wie Mixer die nach 1-2 Monaten auseinanderfallen

UND nicht zu vergessen:
die geplante Obsoleszenz
https://de.wikipedia.org/wiki/Geplante_Obsoleszenz

Da ist es ja schön wenn in der EU wegen Umweltschutzgründen Glühbirnen verboten werden. Gleichzeitig erscheint es lächerlich, wenn die Wirtschaft (immer mehr/nur noc?) qualitativen Billigstramsch in den Umlauf bringt und nur noch deshalb überleben bzw einen Wachstum generieren kann.

Eine der eher unschönen Nebenerscheinungen sind dann auch die wachsenden (Consumer)Elektronikschrottberge.
Nun könnte man den Rücknahmeweg des Schrotts aus privaten Händen in staatliche Hände nehmen um so die Grundlage des Betrugs zu entziehen. Denn: es sind enorme Gewinne mit der unsachgemässen "Entsorgung" von eSchrott in Afrika möglich. Weiter könnte man so die Rückgewinnung von Stoffen enorm erhöhen.

Auf der anderen Seite müsste man aber auch dafür sorgen, dass Geräte qualitativ besser gebaut und somit länger halten. Nein, nicht mit einer Selbstverpflichtung der Industrie sondern mit der staatlichen Auflage bei Nichteinhaltung im Land nichts mehr verkaufen zu dürfen.
Die geplante Obsoleszenz in Produkten gehört schlicht abgeschafft!

Und ja, mindestens so wichtig: man müsste auch in den Köpfen der Konsumenten dafür sorgen, das man nicht alle 12-18 Monate ein neues Smartphone braucht, der vor 2 Jahren gekaufte 3D-Fernseher seinen Dienst immer noch verrichtet, auch wenn es neu das Suppa-Duppa-Ultra-hastenochnichtgesehen-HD++-Schlagmichtotextrafeature gibt, das nur die neuste (und damit teuerste) Fernsehergeneration bekommt usw.

rgds
nichtglauben

Quote
grumbazor, 31.08.2015 08:46
geplanter Blödsinn

die meisten elektronischen Geräte werden nicht ersetzt weil sie unrettbar kaputt sind sondern weil sie veraltet sind oder der Besitzer einfach mal was neues möchte.



Quote
Walter Ledebur, 30.08.2015 18:15

Deswegen ein Hoch auf DVB-T2.....

Ab 2016 landen dann wieder ohne Not Millionen DVT-Receiver auf dem Müll.
Ist ja gewissermaßen auch Computerschrott.


Quote
DasMeinungsbild, 30.08.2015 20:28

Vodafone: Alle 12 Monate ein neues Handy !

Damit machen die Werbung.
So viel Elektronik wird weggeworfen, die eigentlich noch gut ist.
Und so viele Elektronik wird so konstruiert, dass sie nur wenige Jahre hält. Nennt sich "geplante Obsoleszenz".
Alles um den Konsum zu maximieren.
Es wird Zeit, dass Geräte wieder so lange halten wie früher. Eine Waschmaschine sollte 30 Jahre halten, ein TV Gerät 15-20. Ein Handy kann technisch problemlos 5 Jahre verwendet werden, oder länger. Die wenigsten erreichen dieses reife Alter heutzutage.




Aus: "Tonnenweise Computerschrott: Europa bekommt ein neues Müllproblem" (30.08.2015)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Tonnenweise-Computerschrott-Europa-bekommt-ein-neues-Muellproblem-2794182.html