Author Topic: [Trashfilm Notizen... ]  (Read 2740 times)

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[Trashfilm Notizen... ]
« on: November 10, 2008, 03:27:30 PM »
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[...] Trashfilm ist ein Begriff, der für Filme qualitativ schlechter Machart mit geringem Budget verwendet wird. Er stammt von Trash, dem englischen Wort für Müll. Trashfilme erfahren in den Medien meist negative Kritik und finden ihr Publikum unter einer auf diese Filme spezialisierten Gruppe.

Merkmale, die einen Film als Trashfilm einstufen lassen, sind etwa sehr schlechte Schauspielerei, karge und unecht wirkende Ausstattung, billige Spezialeffekte, bei denen der wahre Verursacher der Simulation zu erkennen ist sowie unlogische Handlungsstränge mit platten Dialogen. Es gibt auch Filme, die diese Merkmale absichtlich als Stilmittel benutzen.

Während Trashfilme auch von Personen geschaut werden, die einen qualitativ mit einer Mainstreamproduktion gleichzusetzenden Film erwarten, findet das Genre vor allem großen Anklang bei einer Zuschauergruppe, die Trashfilme aus einer ironischen Distanz betrachten und sich über den Dilettantismus amüsieren. In dieser Szene können gewisse Filme großen Kultstatus erreichen. Vor allem gefragt sind Trashfilme aus den 1970ern und 1980ern.


Trashfilm in seiner kultivierten Form:

Eine wichtige Säule des Trash-Films in seiner kultivierten Form ist der bewusste Einsatz schlechter Stilelemente, um sich deren komischer Momente zu bedienen. Diese entstehen beim Sehen misslungener Szenen und beruhen auf einer Art natürlicher „Schadenfreude“. Beispiele schlechter Stilelemente sind eine verwackelte Kamera, schlechter Ton, miese Kostüme, unpassende Drehorte, ungenügende Requisiten usw. Dem Fan des Trashfilms ist dabei auf einer Meta-Ebene aber sehr wohl bewusst, dass die Schlechtigkeit intendiert wurde und nicht allein durch Nichtkönnen entstanden ist.

Eine zweite wichtige Säule des kultivierten Trashfilms ist die Abgrenzung gegen die Kommerzialisierung und technische Perfektion der Hochglanz-Produktionen, die mit enormem Aufwand in den meisten Fällen triviale Geschichten erzählen. Trashfilme bieten damit eine ideale Plattform für alle Formen der Parodie.

Eine dritte Säule ist die Subversivität. Das bewusste Übergehen von gesellschaftlichen und filmischen Regeln in Trashfilmen ist eine wirkungsvolle Form des Protests. Nicht selten werden daher Trashelemente zum Transport von Gesellschaftskritik genutzt.

Die Formensprache des Trashfilms lässt sich dabei auf alle Genres des herkömmlichen Films anwenden. Insofern ist eine mannigfache Zahl an Untergenres des Trashfilms zu verzeichnen. Beliebte Untergenres sind Monsterfilme, Splatterfilme, Historienfilme oder Werbeclips. Denkbar sind aber auch Realisierungen im Umfeld von Sportberichterstattungen, Politiksendungen oder Begräbnisfernsehen.

...

Unfreiwillige Trashfilme

Das sind Filme, die unfreiwillig schlechte Machwerke darstellen. Charakteristisch ist der sichere, naive Glauben der Filmemacher und Vertreiber an die Qualität des Produkts. Ein wesentlicher Faktor, der neben einem offensichtlichen filmischen Defizit (z.B. dümmliche Plots, lächerliche Darsteller) zur Belustigung des Zuschauers beiträgt. Häufig werden die Filme nur von bestimmten Zuschauergruppen als besonders schlecht eingestuft; hier spielt Niedrigschätzung gegenüber bestimmten Verhaltensweisen oder auch gesellschaftlichen Gruppen eine zusätzliche Rolle. Da das Werk anderer von vielen Standpunkten aus als schlecht oder als „Müll“ wahrgenommen wird, kann man Trash in vielen Untergenre finden.

Meist sind die Produktionen, besonders im Exploitationkino, durch und durch kommerzialisierte Filme mit geringem Budget, die streng auf spezielle Märkte zugeschnitten sind. Actionfilme, Science-Fiction, Erotikstreifen oder Splatter sind die üblichen Genre, weil das mit geringsten Aufwand die schnellste Kasse verspricht. Manchmal betrifft es aber auch A-Movies, also sehr kostenintensive, offenbar gut produzierte Projekte mit eklatanten Fehlleistungen.

Mittlerweile besteht eine breite Fangemeinde, die sich in regen Internetforen über unfreiwillig schlechte Produktionen austauscht und Kult betreibt.

Als ein früher Pionier des Trashfilms gilt allgemein der amerikanische Regisseur Ed Wood ...

[...]


Der Trashfilm als unfreiwillig schlechte Produktion beruht im Wesentlichen auf drei Voraussetzungen:

   1. Fehlende finanzielle Mittel.
   2. Fehlendes Talent.
   3. Die Intention der Schaffenden, einen „guten“ Film zu machen.
Letzteres ist jedoch keine absolute Notwendigkeit; häufig entstehen Trashfilme dadurch, dass die Qualität ihres Werks den Verantwortlichen schlichtweg gleichgültig ist. Diese Haltung lässt sich beispielsweise bei zahlreichen Direct-to-Video-Produktionen erkennen.

Beim Trashfilm in seiner kultivierten Form wird aus dieser Not eine Tugend gemacht:

   1. Das Fehlen von finanziellen Mitteln wird zum Prinzip erhoben.
   2. Das Fehlen von Talent wird großzügig ignoriert.
   3. Die Intention der Schaffenden, Trash zu produzieren.

Damit erreicht der Trashfilm durch den minimalen Einsatz von Kapital und Produktionsmitteln ein Kosten-Nutzen-Verhältnis, das weit über dem von kommerziellen Filmen liegt. Als Prinzip des Trashfilms gilt dabei:

No-Cost Production is better than Low-Cost Production.

Aufgrund dieser kategorischen Kostenreduktion wird eine radikale Demokratisierung der Filmproduktion erreicht. Jeder kann einen Trashfilm drehen. Durch seine Schäbigkeit lässt sich der Trashfilm in keiner Weise politisch instrumentalisieren und entzieht sich jeglicher Deutungshoheit. Der Trashfilm verfolgt damit ein ähnliches Anliegen wie der Independentfilm. Allerdings sind seine Voraussetzungen besser, nicht vereinnahmt zu werden.

Beim Trashfilm sind Fehler Programm, er stellt damit einen Kontrapunkt zum ständig steigenden Anspruch an Professionalität und Perfektion der modernen Gesellschaft und den damit verbundenen Zwängen dar. Damit ist er einerseits eine Ausdrucksform des Protests. Andererseits hat er für viele Fans ein ausgleichendes Element.

 Populäre Trashfilme [Bearbeiten]

    * Plan 9 from Outer Space (Science Fiction, 1956)
    * Angriff der Killertomaten (Horror, 1978)
    * Ator – Herr des Feuers (Barbarenfilm, 1982)
    * Dünyayı Kurtaran Adam (Science Fiction, 1982)
    * The Toxic Avenger (Superheldenfilm, 1985)
    * Bad Taste (Science Fiction, 1987)
    * Walter Bockmayers Geierwally (Komödie, 1987)
    * Hobgoblins (Horrorfilm, 1988)
    * Texas – Doc Snyder hält die Welt in Atem (Western, 1993)

...



Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Trashfilm (30. September 2008)


Offline Textaris(txt*bot)

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[Invasion U.S.A. (USA 1985, Joseph Zito)]
« Reply #1 on: November 10, 2008, 03:36:21 PM »
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[...] Während seiner Glanzzeit als Schauspieler war Norris vor allem auf die Darstellung schweigsamer Einzelgänger abonniert, die teilweise eine recht patriotisch-reaktionäre Gesinnung zur Schau stellten und ihre Kämpfe gegen amerikanische Feindbilder ausfochten. So kämpfte er beispielsweise in Invasion U.S.A. (1985) gegen Invasoren aus dem damaligen Ostblock, in Delta Force (1986) gegen arabische Terroristen und in Missing in Action (1984) gegen den Vietcong. Seine zweite Paraderolle war die des Gesetzeshüters, der zur Erfüllung seiner Aufgabe auch auf nicht immer legale Methoden zurückgreift; als solcher war er in McQuade, der Wolf (1982) und Cusack, der Schweigsame (1985) zu sehen.


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Chuck_Norris (4. November 2008)

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[...] Norris in knallengen Jeans mit Uzi-Maschinenpistolen in der Rechten und der Linken. Ein Vollbart, der sagt: “Wenn du hier noch einmal reinkommst, verpasse ich dir so viele rechte Haken, dass du um einen linken bettelst.” Hanebüchne Synchronisation, die aus kommunistischen Invasoren motivlose Terroristen macht (heute viel gruseliger als damals) … das alles hat mich nicht davon abgehalten, das eine oder andere Mal wegzunicken.



Aus: "Es ist Zeit zum Schlafen." (Stefan Höltgen über Invasion U.S.A. (USA 1985, Joseph Zito))
Quelle: http://www.simulationsraum.de/blog/2008/11/07/es-ist-zeit-zum-schlafen/

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[...] Produktinformation

    * Darsteller: Chuck Norris, Richard Lynch, Melissa Prophet
    * Regisseur(e): Joseph Zito
    * Komponist: Jay Chattaway
    * FSK 18
    * Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
    * Sprache: Französisch (Dolby Digital 1.0), Polnisch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 2.0 Surround), Spanisch (Dolby Digital 2.0 Surround)
    * Untertitel: Spanisch, Niederländisch, Schwedisch, Dänisch, Finnisch, Norwegisch, Griechisch, Französisch


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Rezensionen - VideoMarkt:

Der russische Terrorist Rostov will eine Schreckensherrschaft in den USA aufbauen. Aber zuvor will er erst einmal mit dem ehemaligen CIA-Agenten Matt Hunter (!) aufräumen, der einstmals kurz davor war, Rostov das Lebenslicht auszublasen, aber von Vorgesetzten zurückgepfiffen wurde. Während Rostovs Mannen mit ihrem Krieg gegen die USA auf amerikanischem Boden beginnen, liefern sich Hunter und Rostov ein bedingungsloses Duell.


Kundenrezensionen:

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23. Juli 2007, Von Gunbuster "tiwa74" (Villingen)
Der Film ist eigentlich keine Komödie. Allerdings gibt es kaum einen Actionfilm, bei dem ich jedesmal so lachen muß, wenn ich ihn sehe. Eine unglaubliche Aneinanderreihung von Klischees sorgt dafür, daß man den Film beim besten Willen nicht ernstnehmen kann.
Sei es ein verhinderter Oberterrorist, der jedesmal ausflippt, wenn er auch nur an seinen Erzfeind (Chuck Norris) denkt, außerdem hat er in etwa die Intelligenz eines Knäckebrotes. Oder eine Horde von Möchtegernsöldnern, die überall Anschläge begehen, und das am besten in irgendwelchen (unauffälligen) Kampfanzügen und das gleich in Trupps zu Dutzenden oder, am Ende, zu Hunderten (!). Der Held weiß auch immer genau, wo was stattfindet und ist überall gleichzeitig, während das doofe Militär und das noch viel blödere FBI ebenfalls überall sind, aber gar nichts verhindern können. Dann wären da noch Knarren (man achte vor allem auf die Panzerfäuste) mit unendlich Munition (elende Cheater) und logischerweise der Freund des Helden, der natürlich auf dramatische Weise draufgeht. Der Held, der eigentlich nicht mehr kämpfen wollte, zieht in der Folge wieder in den Krieg.
Muß ich noch erwähnen, daß die Gegner von Chuck Norris wie üblich wie die Blöden Auge in Auge auf ihn ballern, nix treffen, dann aber logischerweise von ihm getroffen werden? Und so weiter.....

Aber, genug geunkt. Einfach Hirn abschalten, dann macht der total überzogene Streifen einfach nur Spaß (ein paar Bier helfen da auch, huahua).


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Kultfilm, 28. Oktober 2008
Von    OnceBitten (Dortmund)
Chuck Norris gegen Russland kann das gut gehen? Ich glaube ja bei diesem Film handelt es sich um einen Kultfilm schlechthin, auch wenn man ihn überhaupt nicht ernst nehmen kann überzeugt der Film auf der gnazen Linie. Die Actionszenen sind große Klasse, das auftreten von Chuck Norris einfach nur unvergesslich und seine Anzahl von Wörtern die er im Film spricht mindestens 100 Stück. Eine Typische Cannon Produktion, so wie ich sie mag und zu schätzen weiß!Die DVD ist große Klasse und präsentiert den Film in Guter Qualität, Fans sollten zuschlagen!


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Stupides Action Kino aus der Reagan Ära!, 30. Oktober 2007
Von    !=21* - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
Stallone , Schwarzenegger , Bronson und dann auch noch Karate Ass Norris , der Söldner mit dem Pornobärtchen!
Jau , die 80 er hatten schon Trash zu bieten und der Zuschauer musste damals viel Dünnpfiff vertragen.

Während Stallone und Arnie noch ganz kultige, ja sogar legendäre Action Kracher fabrizierten und sogar ein Charles Bronson mit der ein oder anderen 80 er Jahre Action Perle noch punkten konnte so blieb Chuck Norris dieses irgendwie versagt.
Von der damaligen B Film Produktionsschmiede Cannon Pictures (ua.Eis am Stiel , American Fighter) hochgepushter neuer Möchtegern Action Star verdingte sich Norris in schnell runtergekurbelten B Movie Action streifen mit meist absolut rassistischer und dumpfer Handlung.
Der Mann hatte durchaus seine Fans , aber die waren eher in den Videotheken der damaligen zeit eher zu finden als bei den kinogängern denn im VHS Zeitalter waren seine Filme auf Video größere Kassenhits als im Kino.
Auch dieses stupide Stück Action Kino gehörte zu jenen Videohits und fährt eine so dermaßen hundsblöde Handlung auf das man gerne die Bezeichnung Trash vom Stapel lassen möchte , denn Phillipe Mora (u.a. Regisseur des kontroversen 80 er (und dauer indzierten) Horrormachwerk "Das Engelsgesicht" inzenierte einen Film der sowas von in die Reagan Ära passt das es weh tut!
INVASION USA ist Prolethenkino in Perfektion: Stumpf, dumm und lächerlich!
Heute wie damals ein Film für Oberlippenbartträger oder für Leute die beim Film einfach nicht nachdenken wollen!



Quelle: http://www.amazon.de/Invasion-U-S-Chuck-Norris/dp/B0006I03NU/ (Stand: 10.11.2008)