Author Topic: [Stein des Anstosses war die Darstellung... ]  (Read 2619 times)

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[Stein des Anstosses war die Darstellung... ]
« on: April 05, 2007, 11:55:13 AM »
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[...] Ein Museumsbesucher in den USA hat sich über ein Ölgemälde aus dem 17. Jahrhundert so geärgert, dass er das wertvolle Bild mit Fusstritten traktierte. Stein des Anstosses war die Darstellung des abgeschlagenen Kopfs von Goliath.

Wie die Zeitung «The Milwaukee Journal Sentinel» berichtete, nahm der 22-Jährige das Bild im Wert von 300'000 Dollar von der Aufhängung im Milwaukee Art Museum und trat mehrfach dagegen.

Auf dem Gemälde mit dem Titel «Davids Triumph» von Ottavio Vannini ist zu sehen, wie David nach seinem im Alten Testament berichteten Sieg über Goliath dessen blutigen Kopf in der Hand hält.

Der militante Museumsbesucher habe offenbar gewartet, bis keine Wachleute mehr anwesend waren, sagte Museumsdirektor David Gordon. Ihm habe das Bild des abgeschlagenen Kopfs nicht gefallen, habe der Angreifer erklärt.

Nach seiner Attacke sei er «sehr ruhig und sehr freundlich» gewesen und habe sich von der Polizei abführen lassen. Der Mann sei bereits mehrfach wegen psychischer Probleme aufgefallen.


Aus: "Museumsbesucher tritt Bild mit Füssen" - Ärger über abgeschlagenen Kopf Goliaths (ap/sprm; 5. April 2007)
Quelle: http://tagesschau.sf.tv/nachrichten/archiv/2007/04/05/vermischtes/museumsbesucher_tritt_bild_mit_fuessen

« Last Edit: February 14, 2008, 01:42:07 PM by lemonhorse »

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[Stein des Anstosses war die Darstellung... ]
« Reply #1 on: October 18, 2013, 09:16:34 AM »
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[...] Eine Betonskulptur in Danzig zeigt einen Soldaten der Roten Armee, der eine schwangere Frau vergewaltigt. Das Kunstwerk hat ein polnischer Student über Nacht aufgestellt. Nun kochen die Emotionen hoch - auf polnischer wie auf russischer Seite.

Danzig - Er habe die Tragödie vergewaltigter Frauen mit seiner Skulptur darstellen wollen, "das ganze Leid" - jetzt drohen Jerzy Bohdan Szumczyk bis zu zwei Jahren Haft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Aufstachelung zum Völkerhass gegen den 26-Jährigen. Und das, obwohl Szumczyks Betonskulptur nur eine Nacht lang aufgebaut war. Platziert neben einem sowjetischen Panzer in der Danziger Siegesallee, aber ohne Genehmigung.

Der Grund für die Aufregung bleibt das Motiv: Szumczyks Skulptur zeigt einen Soldaten mit einem Stahlhelm, der zwischen den Beinen einer am Boden liegenden, hochschwangeren Frau kniet. Während er mit seiner linken Hand an den Haaren der Frau zieht, hält er ihr mit der rechten Hand eine Pistole in den Mund. Der Name: "Komm, Frau".

Die Polizei entfernte die Skulptur nur wenige Stunden später - doch die Provokation steht im Raum. Er sei "zutiefst schockiert", erklärte Russlands Botschafter in Warschau, Alexander Aleksejew. Das sei keine Kunst, sondern ein Sakrileg, das die Ehre der 600.000 sowjetischen Soldaten verletze, die für die Freiheit Polens gefallen seien. Aleksejew rief die polnische Regierung zu einer "angemessenen Reaktion" auf.

In Medien und Internetforen wird das Kunst-Happening kontrovers diskutiert. Die Skulptur sei keine Beleidigung russischer Soldaten, sondern ein stummer Schrei der Opfer, schreibt einer. Andere betonen, dass es sexuelle Gewalt auf allen Seiten und nicht nur im Zweiten Weltkrieg gegeben habe.

Kritisch äußerte sich auch der Journalist Marek Gorlikowski in einem Kommentar der "Gazeta Wyborcza": "Geschichte ist nicht so einfach wie ein Denkmal im realsozialistischen Stil." Ein angemessenes Mahnmal für die Opfer sexueller Gewalt und andere Opfer der Zivilbevölkerung müsse noch errichtet werden. Nächtliche Happenings seien jedoch der falsche Weg.

Sowjetische Soldaten haben vor allem in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs Frauen vergewaltigt. Genaue Zahlen gibt es nicht. In Danzig waren überwiegend deutsche Frauen und deportierte Gefangene aus Polen oder Russland die Opfer. In Russland sind die Kriegsverbrechen der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg bis heute weitgehend ein Tabu geblieben.

 

Aus: "Polen: Vergewaltigungs-Skulptur schockiert russischen Botschafter" (17.10.2013)
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/skulptur-einer-vergewaltigung-in-polen-schockiert-russischen-botschafter-a-928457.html


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[Stein des Anstosses war die Darstellung... ]
« Reply #2 on: October 18, 2013, 09:19:50 AM »
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[...] Petra ist eine Plastik des Künstlers Marcel Walldorf aus dem Jahr 2010. Die aus Kunststoff, Textil und Stahl modellierte Figur zeigt eine Polizistin in voller Schutzkleidung, die in Hockhaltung mit entblößtem Unterleib auf den Boden uriniert. Petra verfügt zudem über eine eingebaute „Pinkelautomatik“, durch die die Plastik gefärbte Flüssigkeit abgeben kann.

... Vertreter der Polizei wie der sächsische Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Hagen Husgen äußerten sich ablehnend: „Ich finde es beschämend, dass man so etwas als Kunst verkauft. Damit trifft man alle Polizeibeamtinnen, die sich im Dienst irgendwo hinhocken müssen um ihre Notdurft zu verrichten, weil es keine andere Möglichkeit gibt.“ Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) sagte, das „sogenannte Kunstwerk“ sei „eine Beleidigung der Polizistinnen.“ Er sei „schockiert, dass es Gremien gibt, die solchen sogenannten Künstlern Preise verleihen.“ Walldorf erhielt nach eigener Aussage Drohmails. ...

...


Aus: "Petra (Plastik)" (3. April 2013)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Petra_%28Plastik%29



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[Stein des Anstosses war die Darstellung... ]
« Reply #3 on: October 18, 2013, 09:23:03 AM »
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[...] In St. Petersburg ist eine Ausstellung mit Bildern von Präsident Wladimir Putin und Regierungschef Dmitri Medwedew in Damenwäsche geschlossen worden. Das ausstellende Privatmuseum im Zentrum der russischen Metropole musste dichtmachen, wie dessen Besitzer Alexander Donskoij bestätigte. Vier Bilder seien auf Anzeige eines Ausstellungsbesuchers beschlagnahmt worden, sagte ein Polizeisprecher, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.

Die Beschlagnahmung konnte mit dem seit dem Sommer geltenden umstrittenen Gesetz begründet werden, das "Homosexuellen-Propaganda" vor Minderjährigen unter Strafe stellt. Eines der beschlagnahmten Gemälde des Künstlers Konstantin Altunin zeigt Putin im Unterkleid, wie er seinem mit Damen-Dessous bekleideten Ministerpräsidenten die Haare frisiert. Auf einem anderen Bild ist der Autor des umstrittenen Gesetzes, der Abgeordnete Witali Milonow, mit einer Fahne in den Regenbogenfarben der Homosexuellenbewegung zu sehen. ...


Aus: "Putin lässt "schwulen Putin" abhängen" (28. August 2013)
Quelle: http://www.n-tv.de/panorama/Putin-laesst-schwulen-Putin-abhaengen-article11249656.html