Author Topic: [Vernichtung von Daten (löschen)... ]  (Read 18844 times)

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[Vernichtung von Daten... ]
« Reply #45 on: April 24, 2018, 01:42:52 PM »
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[...] Facebook geht nach eigenen Angaben härter denn je gegen extremistische Inhalte auf seiner Plattform vor: Im ersten Quartal 2018 löschte das weltgrößte Online-Netzwerk hunderttausende Beiträge mit Bezug zu den Terrororganisationen Islamischer Staat (IS) und al-Qaida. Insgesamt seien 1,9 Millionen Beiträge entfernt oder mit Warnhinweisen versehen worden – doppelt so viele wie im vorangehenden Quartal, teilte Facebook am Montag mit. 99 Prozent davon wurden demnach nicht von Benutzern gemeldet, sondern von automatisierter Software und eigenen Prüfern entdeckt. Im Durchschnitt seien solche Beiträge für weniger als eine Minute auf der Plattform verfügbar, hieß es.

Zugleich veröffentlichte der Online-Dienst seine Definition von Terrorismus: "Jede Nichtregierungsorganisation, die vorsätzliche Gewalttaten gegen Personen oder Eigentum begeht, um eine zivile Bevölkerung, Regierung oder internationale Organisation einzuschüchtern, um ein politisches, religiöses oder ideologisches Ziel zu erreichen." Regierungen hingegen dürften nach rechtlichem Verständnis unter bestimmten Umständen rechtmäßig Gewalt anwenden.

Mit dem Aufspüren extremistischer Beiträge befasst sich ein auf Terror-Inhalte spezialisiertes Team. Laut Facebook ist die Gruppe seit Juni vergangenen Jahres von 150 auf 200 Mitarbeiter angewachsen, weitere sollen hinzukommen. Auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Algorithmen helfen den Begutachtern dabei, Inhalte mit terroristischem Hintergrund aufzuspüren und schneller löschen zu können.

Facebook gibt an, dass im ersten Quartal 2018 rund 99 Prozent dieser Inhalte von der KI und dem eigenen Team entdeckt wurden, lediglich ein Prozent wurde von Benutzern des sozialen Netzwerkes gemeldet. Dabei wird nicht nur neu eingestellter Content begutachtet, sondern es werden auch bereits länger vorhandene Seiten und Posts untersucht. Etwa 600.000 dieser älteren Inhalte hat Facebook im ersten Quartal identifizieren und löschen können. Facebook teilte mit, dass die verwendeten Algorithmen nicht alle kritischen Inhalte auffinden könne, man aber ständig an der Weiterentwicklung der KI arbeite.

Anfang März hatte die Europäische Kommission neue Richtlinien zur Entfernung terroristischer und anderer illegaler Inhalte auf Facebook und anderen Online-Plattformen erlassen, um den Druck auf die Anbieter zu erhöhen. (olb)


Aus: "Facebook löscht fast zwei Millionen extremistische Beiträge" Oliver Bünte (24.04.2018)
Quelle: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-loescht-fast-zwei-Millionen-extremistische-Beitraege-4030274.html

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[Vernichtung von Daten (löschen)... ]
« Reply #46 on: May 17, 2018, 12:13:54 PM »
Quote
[...] Der unendliche Kosmos des Internets schnurrt auf zwei Begriffe und eine Entscheidung zusammen: „ignore“ oder „delete“? Darf ein Post online bleiben oder muss er gelöscht werden? Der Content Manager muss in Sekunden entscheiden, ein Post ist immer nur der Post vor dem nächsten. Akkordarbeit, genauer Drecksarbeit ist das, was zehntausende Menschen in Zehn-Stunden-Schichten in Manila leisten. Die Hauptstadt der Philippinen ist der weltweit größte Outsourcing- Standort für Content Moderation. Die Silicon-Valley-Giganten Facebook, Youtube, Twitter & Co. lassen dort ihre Plattformen von Menschenhand und mit Menschenverstand putzen. Algorithmen können zwar Bildinhalte identifizieren, aber nicht einordnen, Algorithmen kennen keine Moral. Nur der Mensch erkennt des Menschen Absicht, nach der Fotos und Videos von Kindesmissbrauch oder IS-Enthauptungen online gestellt werden. Die Dritte Welt sorgt für den Seelenfrieden der Ersten.

„The Cleaners“ zeigt Arbeit und Albtraum der Billiglöhner. Der nachdrückliche Debütfilm von Hans Block und Moritz Riesewieck, die für Regie, Kamera und Buch verantwortlich zeichnen, konzentriert sich auf fünf Content Manager. Sie berichten von der Belastung, Sekunde für Sekunde mit Perversionen oder eben auch Nicht-Perversionen konfrontiert zu werden. Sie sind stolz auf ihre Leistung, eine „Putzfrau“ sieht es als ihre christliche Pflicht, das Böse, das Teuflische im World Wide Web zu tilgen. Ewig macht das keiner, zu traumatisch sind die Erfahrungen.

Der Dokumentarfilm im Duktus eines smarten „Thriller noir“ sucht weitere Ebenen. Er thematisiert, wie im Gespräch mit Tristan Harris, einem ehemaligen Design-Ethiker bei Google, die gesellschaftlichen und politischen Ambivalenzen der sozialen Netzwerke, dieser Katalysatoren von Freude und Hass, von Information und Manipulation. Im Hintergrund läuft auf der Ton-und-Bild-Spur stets die Herausforderung an alle, an Digitalgiganten, Regierungen, an uns und dich mit: Kennt jede Freiheit nur zwei Optionen – „Delete“ oder „Ignore“?

Die „digitale Säuberung“ gaukelt die Erlösung vom Bösen nur vor, weil sich in deren Schleppnetz kritische Stimmen und stimulierende Initiativen finden können. Die (Zensur-)Kriterien für die gewünschte Reinlichkeit bleiben bei aller Recherchewut von Block und Riesewieck unklar, tief verborgen im Bauch der Konzernwale. Nicht verborgen bleibt der mögliche ideologische Kontext, wenn der philippinische Präsident Rodrigo Duterte sein Land mit aller Gewalt von „Kriminellen“ säubern will.

Die Produktion von „The Cleaners“ dauerte anderthalb Jahre, der Abspann zeigt, an wie viele Türen Produzent Christian Beetz rund um den Globus für die Mittelbeschaffung klopfen musste. Die Anstrengung der Macher hat sich gelohnt, der multidimensional recherchierte und spannend rhythmisierte Film über die Schattenmenschen der Digitalisierung stellt eine wesentliche, eine aktuelle Frage zur Zeit.



Aus: "Die digitalen Drecksarbeiter von Manila" Joachim Huber (16.05.2018)
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/medien/loeschen-oder-nicht-die-digitalen-drecksarbeiter-von-manila/22573670.html

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[Vernichtung von Daten (löschen)... ]
« Reply #47 on: June 14, 2018, 10:39:18 AM »

Quote
[...] Georgi Iwanow Markow (bulgarisch Георги Иванов Марков; * 1. März 1929 in Sofia; † 11. September 1978 in London) war ein bulgarischer Schriftsteller und Theaterautor und Dissident, der vom bulgarischen Geheimdienst ermordet wurde.

... Markow emigrierte 1969 aus Bulgarien nach Italien, wo sein Bruder wohnte, und arbeitete später in London als Journalist. Er kritisierte öffentlich die kommunistische Führung seines Heimatlandes; in den bulgarischen Programmen der BBC, der Deutschen Welle und von Radio Free Europa spottete er über den bulgarischen Partei- und Staatschef Todor Schiwkow.

Er wurde am 7. September 1978 auf der Waterloo Bridge in London Opfer des Regenschirmattentats, bei dem ein Mann ihm mit einem Regenschirm eine imprägnierte kleine Kugel, die sich an dessen Spitze befand, in die rechte Wade stach. Die Kugel aus einer Platin-Iridium-Legierung hatte einen Durchmesser von 1,52 mm und war mit etwa 200 Mikrogramm der hochgiftigen Substanz Rizin präpariert. Markow starb vier Tage später mit Fieber und Hypotonie an Herzversagen.

Als Täter wurde ein Agent des bulgarischen Geheimdienstes namens Francesco Giullino (Deckname Piccadilly) verantwortlich gemacht. Der frühere Generalmajor des sowjetischen Geheimdienstes Oleg Kalugin bestätigte in einem Interview mit dem bulgarischen Sender Darik Radio, dass dieses Attentat aufgrund eines Befehls des bulgarischen Partei- und Staatschefs Todor Schiwkow ausgeführt wurde. Der KGB lieferte das Gift und die Kapsel.

Der ehemalige Geheimdienstchef Wladimir Todorow vernichtete nach dem Zerfall des Ostblocks sechs Markow-Akten; er behauptete später, diese Unterlagen hätten keine operative oder historische Bedeutung gehabt. Todorow kam 1992 dafür 16 Monate ins Gefängnis; ein wichtiger Zeuge beging kurz vor seiner Vernehmung Suizid. ...


Aus: "Georgi Iwanow Markow" (18. März 2018)
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Georgi_Markow_(Schriftsteller)

https://de.wikipedia.org/wiki/Regenschirmattentat

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[Vernichtung von Daten (löschen)... ]
« Reply #48 on: June 28, 2018, 08:59:37 AM »
Quote
[...] Die verurteilten Mörder des Schauspielers Walter Sedlmayr wollen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erreichen, dass alte Pressetexte mit ihren vollständigen Namen online künftig nicht mehr für Leser zugänglich gemacht werden dürfen.

Das Straßburger Gericht will am Donnerstagvormittag schriftlich seine Entscheidung dazu verkünden. Beschwerde gegen "Spiegel" Konkret richtet sich die Beschwerde gegen drei deutsche Medienhäuser: den "Spiegel", das Deutschlandradio und den "Mannheimer Morgen". Über deren Webseiten konnten Internetnutzer archivierte Artikel oder Beiträge einsehen, in denen die Namen der Mörder genannt oder Bilder von ihnen gezeigt wurden. Die beiden Männer sehen dadurch ihr Menschenrecht auf Achtung des Privatlebens verletzt. Mit Unterlassungsklagen gegen die Medien waren sie vor deutschen Gerichten gescheitert. Sollten sie in Straßburg Recht bekommen, hätte das womöglich gravierende Folgen: Medien müssten ihre Online-Archive durchkämmen und in ähnlichen Fällen Namen anonymisieren, sagte dazu Karl-Nikolaus Peifer, Professor unter anderem für Medienrecht an der Uni Köln. "Das wäre ein ungeheurer Schlag gegen die Funktionsfähigkeit der Presse." Die beiden Beschwerdeführer waren im Mai 1993 wegen des Mordes an Sedlmayr zu lebenslanger Haft verurteilt worden. In den Jahren 2007 und 2008 wurden sie aus der Haft entlassen. (APA, 28.6.2018)


Aus: "Mörder von Schauspieler wollen Recht auf Vergessen im Netz" (28. Juni 2018)
Quelle: https://derstandard.at/2000082408515/Moerder-von-Schauspieler-wollen-Recht-auf-Vergessen-im-Netz


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[Vernichtung von Daten (löschen)... ]
« Reply #49 on: March 19, 2019, 10:29:17 AM »
Quote
[...] Myspace war früher mal so cool wie Facebook oder Instagram – heute führt die Plattform ein bescheidenes Dasein als Web-2.0-Opa und Datenhalde. Nun geriet Myspace aber wieder in die Schlagzeilen, denn es hat offenbar alle Musikdateien verloren, die die Nutzer zwischen 2003 und 2015 hochgeladen haben.

"Infolge eines Server-Migrationsprojekts sind Fotos, Videos und Audiodateien, die vor mehr als drei Jahren hochgeladen wurden, möglicherweise nicht mehr auf oder von Myspace verfügbar", erklärte Myspace auf seiner Website. "Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten und schlagen vor, dass Sie Ihre Sicherungskopien behalten." Myspace selbst hat offenbar kein Backup.

Myspace geriet aufs Abstellgleis, als Facebook populär wurde und die Nutzer dorthin migrierten. Zahlreiche Accounts bei Myspace blieben aber erhalten, samt der Fotos, Musik und blinkenden GIFs – interessant nicht nur für Internet-Archäologen.

Für angehende Musiker war Myspace zeitweise die wichtigste Plattform, um ihre Werke schnell unters Volk zu bringen; auch in der HipHop-Szene war und ist Myspace besonders beliebt. So ist über die Jahre ein großes Musik-Archiv entstanden, das nun unwiederbringlich verloren ist.

Myspace machte etwa die preisgekrönte Sängerin Adele berühmt: Ein Freund hatte dort ihre Demoaufnahmen hochgeladen, später gewann sie Grammys und einen Oscar. Inzwischen ist auf ihrer Myspace-Seite nur noch zu lesen: "Adele does not have any songs".

Erste Probleme bei Myspace gab es laut dem Onlinemagazin Boing Boing schon vor einem Jahr, als sich einige Musikstücke nicht mehr abspielen ließen. Auf Reddit tauschten sich Betroffene aus, einer schrieb: "Ich hab meine alte Band-Seite gefunden, die war noch aktiv, aber die Musik startet nicht." Andere Musiker gestehen in dem Thread, dass sie keine Kopien ihrer alten Songs mehr haben. Damals hatte Myspace noch vage erklärt, an dem Problem zu arbeiten. Nun mussten die Betreiber zugeben, dass die Dateien schlicht verschwunden sind. Boing Boing warnt deshalb präventiv: "Irgendwann wird das auch mit Facebook, Instagram, Tumblr etc. passieren. Vertraut eure Daten nicht diesen Plattformen an." (dbe)


Aus: "Datenverlust: Myspace verliert riesiges Musikarchiv" Daniel Berger (18.03.2019)
Quelle: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Datenverlust-Myspace-verliert-riesiges-Musikarchiv-4338737.html

Quote
     FischX, 18.03.2019 11:25

Dafür dass das Internet nix vergisst vergisst es eine Menge.


Quote
     salutos, 18.03.2019 11:23

Nichts ist so kurzlebig wie das Internet...weil

- der Hersteller kein Bock mehr hat ein Produkt zu supporten
- das Produkt nicht mehr hipp ist
- es keinen Migrationspfad in ein neues Produkt gibt
- Daten nur so lange interessant sind, solange man einen Gewinn daraus schlagen kann.
- etc. pp

Weil es, wenn damit kein Geld mehr verdient wird, keinen mehr interessiert!

Schöne neue Welt!


Quote
     Sheogorath, 18.03.2019 11:51

natürlicher Verwesungsprozess

Auch Zombies verwittern irgendwann mal vollständig...

SCNR


Quote

    Mov Faltin, 18.03.2019 12:10

... MySpace galt in den 2000erjahren als der Ort für Künstlercontent schlechthin! Da finden -- fanden -- sich Unmengen von richtig guten Musikstücken vor allem nicht ganz so bekannter, aber begnadeter Urheber. Ein Verlust aller YouTube-Videos wäre imho kulturell wohl eher zu verkraften.
Heftig!

Ich kenne Interpreten, die haben ihre eigenen Stücke lokal gar nicht mehr, sondern nur bei MySpace (gehabt). Und dass Musiker IT-technisch dumm vorgehen, ja, sicher, ist hier aber nicht Thema.

Wirklich schade um das musikalische Vermächtnis hunderttausender Künstler.


Quote

    Die Zerteilungshandgranate, 18.03.2019 12:34

 
... Geocities gibt es tatsächlich noch und begrüßt mich mit der Startseite "Yahoo Geocities schließt am 31. März 2019." Da bin ich doch grade noch mal rechtzeitig gekommen.


Quote
     Mov Faltin, 18.03.2019 12:42

Re: Also ich war von der Meldung total überrascht.

Pfft, immer dieser Mainstream. Ich war bei FortuneCity, unter anderem. In der Goldgräberzeit des Internetzes.


Quote
     Zinn40, 18.03.2019 14:59

Lost Places im Internet?

Gibts sowas eigentlich? xD

Also im realen Leben werden ja verfallene und verlassene Gebäude besucht, fotografiert und gepostet..jaja ganz toll...

Gibts sowas auch für die längst vergessene Webseiten?

Ich denke da an so klassische Knaller wie:

Peter Müllers private Homepage (mit Frames!)
Geocitie-Pages
Verlassene/verwaiste Foren

...etc... fände es lustig, wenn sowas gäbe.


Quote
     bgks, 18.03.2019 16:03

Re: Lost Places im Internet?

    verfallene

dysfunktionale Ruinen: archive.org


...

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[Vernichtung von Daten (löschen)... ]
« Reply #50 on: March 19, 2019, 11:05:03 AM »
Quote
[...] Nach dem rechtsextremistischen Terrorangriff auf zwei Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch, der teilweise live per Video auf Facebook gestreamt worden war, geht das Social-Media-Unternehmen massiv gegen die Verbreitung der Bilder in seinem Netz vor. Nach eigenen Angaben hat Facebook das Video in den ersten 24 Stunden nach den Anschlägen weltweit 1,5 Millionen Mal gelöscht.

Wie der Facebook-Newsroom auf Twitter mitteilte, seien davon mehr als 1,2 Millionen Videos bereits beim Upload blockiert worden. Das Unternehmen lösche zudem alle geschnittenen Versionen des Videos, in denen drastische Inhalte fehlen – aus Respekt vor den Betroffenen des Vorfalls und wegen Bedenken der örtlichen Behörden.

Facebooks interne Mechanismen – automatisch arbeitende KI-Systeme und Personen, die illegale Inhalte manuell sichten – hatten bei dem Vorfall offenbar nicht angeschlagen. Mia Garlick von Facebook Neuseeland sagte gegenüber CNN Business, man sei von der neuseeländischen Polizei kurz nach Beginn des Terroranschlags auf das gestreamte Video hingewiesen worden. Facebook habe daraufhin rasch das Video sowie die Facebook- und Instagram-Konten des Attentäters gelöscht.

... Mindestens drei Internet Service Provider (ISP) in Neuseeland blockieren vorübergehend den Zugriff auf Websites, auf denen das Video und das Manifest des Attentäters weiterhin verfügbar sind. Die Firmen Spark NZ, Vodafone NZ und Vocus NZ haben sich bereit erklärt, den Zugriff auf die Websites 8chan, 4chan, die Video-Plattform LiveLeak und den Filesharing-Dienst Mega auf DNS-Ebene zu unterbinden, berichtet Bleeping Computer. Mittlerweile gibt es auf Twitter auch Bestätigungen für die Sperren von Nutzern vor Ort.

Statt der jeweiligen Website erscheine ein Hinweis, der URL sei "aus Sicherheitsgründen" blockiert worden. Die Sperrung ist jedoch nur vorübergehend. Eine Sprecherin von Vodafone NZ sagte Bleeping Computer, wenn ihr Unternehmen das fragliche Material auf einer Website finde, informiere man den Site-Betreiber und blockiere die Adresse. Wenn die Inhalte verschwunden sind, gebe man den Zugriff wieder frei. Die Vodafone-Mitarbeiterin entschuldigte sich für womöglich entstandene Unannehmlichkeiten, ihr Unternehmen halte dies jedoch in einer solchen Extremsituation für ein verantwortungsvolles Verhalten.

Auf der Gaming-Plattform Steam haben sich offenbar zahlreiche User anerkennend über den Attentäter geäußert und teils seinen Namen als Alias-Bezeichnung für ihr Nutzerkonto eingetragen. Wie Kotaku berichtet, hat das hinter Steam stehende Unternehmen Valve strikt dagegen durchgegriffen und über 100 Nutzerprofile gelöscht.

Einige Benutzer äußerten sich auf ihrer Profilseite positiv über den Terroranschlag und lobten den Täter. Andere verwendeten ein Standbild aus dem Live-Video des Anschlag oder erstellten aus Bildern ein animiertes GIF und verwendeten es in ihrem Profil. Kotaku weist darauf hin, dass mittlerweile in einigen Fällen lediglich der Name des Attentäters von Benutzerprofilen verschwunden sei, die Profile sind aber noch vorhanden.

mit Material der dpa (tiw)


Aus: "Nach dem Terroranschlag: Löschungen, blockierte Websites, gesperrte Steam-Konten"  Tilman Wittenhorst (17.03.2019)
Quelle: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Nach-dem-Terroranschlag-Loeschungen-blockierte-Websites-gesperrte-Steam-Konten-4338452.html

Quote
     dg65789, 17.03.2019 13:00

Löschen, Sperren, Zensieren, Verbieten, Melden

So ist das eben im Zeitalter der Alternativlosigkeit. Nicht in RUS oder CN, sondern im sogenannten Freien Westen. Was vermisse ich das Internet der 90er.

[ ...

speete schrieb am 17.03.2019 18:07:

    Das verbreiten bzw streamen von Tötungsvideos als freie Meinungsäußerung zu verteidigen ist schon gewagt.

1. Es geht bei dem Video eben nicht um eine Meinungsäusserung, sondern um ein Faktum.
2. Mir geht es weniger um das Video als vielmehr um das zugehörige PDF, das gerne untergeht oder von unseren Leitmedien allenfalls als "wirr" oder dergleichen abqualifiziert wird. Es ist nicht wirr und das PDF ist tatsächlich eine Meinungsäusserung und diese gehört IMHO zugänglich gemacht. Schon gar nicht gehört diese aber verfälscht, falsch oder diffamierend wiedergegeben, während man das Original mit bemerkenswertem Aufwand aus der Welt zu schaffen sucht. Sowas hat ein Geschmäckle, dass mich übrigens erst darauf gebracht hat, es mir im Original zu beschaffen.

    Würdest du auch gern Livevideos aus den Gaskammern von 1943 sehen?

Nein. Daneben habe ich das Video nicht "gern" gesehen und das Livevideo gar nicht. Mir fällt auf, dass Du mir gern Dinge unterschiebst, die ich nicht geschrieben habe oder die nicht zutreffen. Bitte lies genauer, was ich schreibe und spekuliere diesbezüglich weniger.

...]


Quote
     engst03, 17.03.2019 23:38

Re: Löschen, Sperren, Zensieren, Verbieten, Melden

Oeffentliches Interesse und Sensationslust hat hinter den Rechten der Opfer und Angehörigen zurückzutreten.


Quote
     Sam19, 17.03.2019 13:47

1,2 Millionen kranke Menschen

Ich kann mir vorstellen, dass viele Rassisten den Anschlag bejubeln. Aber 1,2 Millionen mal bei FB zu finden? Wie krank sind die Leute? Warum fragt man sich nicht mal was mit diesen Personen falsch läuft. Man könnte doch abwechslungsweise auch diese Leute bestrafen, ebenso wie Kinderpornos hochladen sollte das nicht rechtens sein, Videos von Massenmord darzustellen.


Quote
     Rodriguezbruder, 17.03.2019 17:32

Re: 1,2 Millionen kranke Menschen

Sam19 schrieb am 17.03.2019 13:47:

    Ich kann mir vorstellen, dass viele Rassisten den Anschlag bejubeln. Aber 1,2 Millionen mal bei FB zu finden? Wie krank sind die Leute? Warum fragt man sich nicht mal was mit diesen Personen falsch läuft.

Das war auch mein Gedanke. Ich kenne dieses Video nicht und will es auch nicht sehen, verstehe aber wirklich nicht, was bei den Menschen, die so etwas sehen wollen und weiter leiten, im Oberstübchen falsch verdrahtet ist :-(

    Man könnte doch abwechslungsweise auch diese Leute bestrafen, ebenso wie Kinderpornos hochladen sollte das nicht rechtens sein, Videos von Massenmord darzustellen.

Das Verbreiten solcher Videos ist in Deutschland in der Tat strafbar.


Quote
     Garander, 17.03.2019 16:05

Erdogan zeigt auf TRT das ganze unzensierte Video

https://www.krone.at/1884590

Erdogan lässt bei Wahlkampf-Auftritt in Tekirdag das Christchurch-Massaker auf Großleinwand laufen. Die Rede Erdogans vor Tausenden Menschen am Samstag in der Hafenstadt Tekirdag ist komplett auf TRT, der öffentlich-rechtlichen Radio- und Fernsehanstalt der Türkei, gesendet worden.


Quote
     amestis, 17.03.2019 17:11

Re: Und das Perverseste ist

Erdogan hat ja nicht das Video benutzt um sich als großer Verteidiger der Meinungsfreiheit feiern zu lassen. Sondern um Emotionen zu schüren, zum Hass anzustacheln - auf daß Möchtegern-Gotteskrieger diesen Terrorakt mit gleichen Mitteln vergelten. Und er wird nicht der einzige Vorbeter sein, der Geschehenes nutzt, um verblendete Religioten zum Morden zu treiben.


Quote
     Oliver__ , 18.03.2019 08:10

An alle, welche hier "Zensur!" schreien

Wenn ihr in diesem Falle bloss das Wort "Zensur" auf eurer Retina geschrieben seht, dann seht ihr eben nicht das grosse Ganze.
Es geht hier nicht um ein zeitgenössisches Dokumentationsvideo, oder eine Greueltat, welche zufälligerweise von einem unbeteiligten Zeugen gedreht wurde.
Es geht auch nicht um irgendwelche "Staatsverschwörungen", welche dadurch aufgedeckt werden könnten.
Es geht auch nicht darum, dass der Inhalt "anstössig" sein könnte und der Staat uns "davor beschützen will".
(Und mir dreht es schon wieder den Magen um, wenn ich mir nur schon vorstelle, was dieses grauenhafte Video wohl zeigt bzw. wie krank man sein muss, um so eine Tat überhaupt zu begehen).
Nein.

Dieses Video ist *Teil seines kranken Planes*, auf sich und seine Ideologie aufmerksam zu machen. Um die Tat zu glorifizieren, seine Opfer weiter zu terrorisieren, weitere Vollhonks zu mobilisieren/motifieren... oder einfach, weil es seinem kranken Hirn halt so entsprang!

Und solchen Arschlöchern dieser Welt DARF man einfach keine Plattform für ihren MENSCHENVERACHTENDEN, KRANKEN SCHEISS geben!

Was glaubt ihr denn, hat er das Video direkt auf soziale Medien streamen wollen und nicht zuhause auf irgendeinen privaten Server, wo es dann bloss seinen "Gleichgesinnten" (mir fällt leider gerade kein anderes Wort für diese kranken Leute ein) zugänglich wäre?

Oder auch so gefrag: was erwartet ihr denn an "Erkenntnissen" aus so kranken Videos? Erwartet ihr da wirklich eine "Erklärung" für seine Tat?

Ich versteh's einfach nicht!

Ja! Meinungsfreiheit und Demokratie sind wichtig. Aber das ist HIER DEFINITIV nicht das Thema! Hier geht es darum, den kranken Traum eines Wahnsinnigen zu vereiteln, der Traum, dass seine Tat in gewissen Kreisen (welche durch solche Videos "Zugang" zu seiner Tat haben) zu heroisieren.

DIE WELT WILL DIESEN KRANKEN SHIT NICHT! WEDER AUF VIDEO, NOCH IN DEN KÖPFEN UNSERER MENSCHEN!

WE DO NOT APPROVE THIS ACT OF SENSELESS KILLING!

Gruss, Oliver


Quote
     palpeter

688 Beiträge seit 05.11.2018
18.03.2019 11:19

Keine Propaganda-Videos der IS im Fernsehen!

    Ob der Täter das Video dreht oder Zeugen ist unerheblich, da der Täter IMMER auf (mediale) Aufmerksamkeit abzielt - das ist die Grundidee von Terror!

Und genau deshalb wurde noch niemals ein IS-Propaganda-Video unkommentiert oder ungefiltert über einen Fernsehsender veröffentlicht.

Eben WEIL man diesen kranken Spinnern kein Forum geben will.
(Und die Verbreitung von Terror-Propaganda auch noch illegal wäre)


...

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« Reply #51 on: April 03, 2019, 11:20:39 AM »
Quote
[...] Von wegen "das Internet vergisst nicht": Innerhalb von zwei Wochen sind gleich drei Plattformen ganz verschwunden oder teilweise gelöscht worden, die ganze Perioden der Netzgeschichte repräsentieren. Google+, das erfolglose soziale Netzwerk der US-Internetfirma Alphabet, wird am 2. April eingestellt. MySpace, das frühe soziale Netzwerk der Nullerjahre, musste am 18. März zugeben, dass man dort alle Fotos, Videos und Tondateien unwiederbringlich gelöscht hatte, die Nutzer zwischen 2003 und 2015 dort hochgeladen hatten. Um ein Gefühl für die Dimensionen zu bekommen: allein 50 Millionen Songs sind dabei abhandengekommen, gepostet von den mehr als 14 Millionen Nutzern der Seite. Und auch die japanische Version von Geocities, einem Webhoster, über den Netznutzer sich seit 1994 eigene Homepages einrichten konnten, wurde Ende März eingestellt und alle seine Seiten endgültig gelöscht.

Google+ war von Beginn an das Ordos der Netzkultur – die chinesische Geisterstadt, die für 300.000 Bewohner gebaut wurde, in der aber nach Vollendung 2012 nur 3.000 Menschen leben wollten. Als Google+ im Sommer 2011 den Betrieb aufnahm, hatte es bereits keine Chance mehr gegen Facebook, das schon sieben Jahre früher gestartet war. Aufgrund der Verwebungen mit anderen Google-Produkten und teils auch wegen des Hypes der Anfangszeit legten zwar Millionen Nutzer Google+-Konten an, doch nur ein Bruchteil nutzte sie auch.

Jahrelang dämmerte der Dienst dennoch vor sich hin. Als im Oktober und Dezember 2018 Fehler bekannt wurden, die App-Entwicklern den potenziellen Zugriff auf nicht-öffentliche Daten von Millionen Google+-Nutzern ermöglichten, nutzte Google das Ereignis, um das Aus seines sozialen Netzwerks zu verkünden, bei dem ohnehin nur noch wenig Interaktion zu verzeichnen waren.

Ist Google+ das Ordos der Netzkultur, dann war Geocities das Forum Romanum. Hier hatten viele Netznutzer in den frühen Tagen des World Wide Web ihre erste Onlinepräsenz. Im "Cyberspace", wie man damals sagte. Geocities war nach dem Vorbild einer Stadt organisiert, deren Viertel nach verschiedenen Interessensgebieten benannt war: Während es in "Hollywood" um Filme und Stars ging, waren die Webseiten zum Thema Kunst in "SoHo" und die über Wein in "Napa Valley" zu finden. Innerhalb von 15 Jahren sind dort fast 40 Millionen Seiten entstanden, die 2009 noch mehr als 150 Millionen Mal angeklickt wurden.

Obwohl die Kommunikationsmöglichkeiten bei Geocities eingeschränkt und vieles technisch unzulänglich war, diente Geocities als Brutstätte für viele Phänomene, die heute als charakteristisch für die Netzkultur gelten. Im Grunde war der Webhoster eine Art soziales Medium, bevor man diesen Begriff überhaupt nutzte. Hier waren einige der frühesten Gif-Animationen zu bewundern, die sich von einer Webseite zur nächsten viral fortpflanzten. Hier schlossen sich Gleichgesinnte in sogenannten Webrings zusammen, einer Art frühen Filterblase. Und hier entstand eine bizarrer Stil des Webdesigns, dessen Exzesse sich mit den grellen Farben, primitiven Grafiken und blinkenden Hintergründen zum funktionalistischen Stil heutiger Webseiten verhält wie der Jugendstil zum Bauhaus.

Anders als das Forum Romanum, das fast 1.400 Jahre lang Zentrum und Versammlungsort Roms war, existierte Geocities allerdings gerade einmal anderthalb Jahrzehnte: bereits 2009 beendete Yahoo, das die Firma 1999 gekauft hatte, den Betrieb des Angebots, das nie profitabel geworden war. Von einem auf den anderen Tag gab es hier nichts mehr zu sehen: Alle Homepages – die meisten von ihnen schon seit Jahren nicht mehr gepflegt – verschwanden, kurz nachdem man die Betreiber vorgewarnt hatte. Nur in Japan, wo Yahoo bis heute zu den wichtigsten Nachrichtenseiten zählt, überlebte Geocities bis zur vergangenen Woche. Am 30. März wurde es auch hier eingestellt und alle Seiten gelöscht.


Bei Google+ gingen die Betreiber etwas vorsichtiger vor: Man ließ den Nutzerinnen und Nutzern zumindest einige Monate Zeit, um ihre Daten zu sichern. Die Erklärungen von Google zu diesem Thema waren allerdings so unverständlich, dass bei einigen User zwischenzeitlich der Eindruck entstand, dass Google als Ganzes eingestellt würde. Google bietet zum Herunterladen der Daten zwar das Programm Take Out an. Dieser Dienst allerdings speichert die eigenen Posts, Fotos und Videos in einem Riesendurcheinander – und macht es dadurch unmöglich, die Daten einfach auf einer anderen Blogging-Seite wieder zu veröffentlichen. Eine Alternative ist der Google+ Exporter. Am 2. April werden alle Konten und Seiten endgültig geschlossen und das Löschen der Daten beginnt. Das kann mehrere Monate dauern.

Verschwinden werden so auch alle Kommentare, die bei blogspot.com von Google+-Nutzern hinterlassen wurden. Diese Google-Plattform, bei der man auf einfache Weise sein eigenes Blog einrichten kann, gehörte in den Nullerjahren zu den wichtigsten Medien des Web 2.0 und spielte unter anderem während des Arabischen Frühlings eine bedeutsame Rolle.

Bisher hat sich kein Archiv und keine Bibliothek gefunden, die all diese Webseiten, die Profile und ihre Inhalte langfristig aufbewahren und zugänglich halten wird. Die Non-Profit-Organisation Internet Archive hat zwar bekannt gegeben, dass sie Google+ konservieren will. Ähnliche Ankündigungen gab es allerdings auch schon beim Ende von Geocities – doch bis heute sind nur wenige Relikte der Site bei archive.org zu finden.

Eine vollständigere Kopie von Geocities haben Fans in Eigenregie unter der Adresse oocities.org angelegt. Das Kunstprojekt One Terabyte of Kilobyte Age von Dragan Espenschied und Olia Lialina zeigt außerdem alle zwanzig Minuten eine andere Homepage von Geocities: "The Deleted City" dient als eine Art Stadtplan auf der Suche nach dem verlorenen Netz. Alle nutzen die unvollständigen Daten, die die Hackergruppe Archive Team 2009 vor dem Ende von Geocities herunterlud und die bis heute als Torrent verbreitet werden.

Traditionelle Archive tun sich schwer mit der Archivierung von Internetinhalten. Die Library of Congress etwa – die Forschungsbibliothek in Washington, die die größte Büchersammlung der Welt besitzt – speicherte seit 2010 den Text sämtlicher Tweets, die auf Twitter veröffentlicht wurden. 2017 stellte sie diese Archivierung ein, weil die Datenmengen sie technisch überforderte – obwohl im selben Jahr in den USA ein Präsident an die Macht kam, bei dessen Amtsführung Tweets eine entscheidende Rolle spielten. 


Bis auf Weiteres bleibt es also Amateuren überlassen, wenigstens Fragmente einer vergehenden Netzwelt zu retten. Die für die Archivierung von Kulturgütern zuständigen Institutionen haben hier bisher keinen Ehrgeiz entwickelt. Und auch die Konzerne, die im Netz ihr Geld verdienen, zeigen kein Interesse daran, ihre Hinterlassenschaften langfristig zu bewahren. Google überlässt dem Internet Archive zwar die Daten von Google+. Aber das muss nun Spender suchen, die sich an den Kosten des Hostings beteiligen. Ein Terabyte Daten langfristig zu sichern kostet die Initiative 2.000 Dollar. Und wie groß der Datensatz von Google+ ist, weiß im Augenblick noch niemand.


Aus: "Soziale Netzwerke: Das Internet vergisst also doch" Tilman Baumgärtel (2. April 2019)
Quelle: https://www.zeit.de/digital/internet/2019-04/soziale-netzwerke-google-myspace-geocities-datenloeschung/komplettansicht