Author Topic: [Off-Key Movies... (B-Movies, etc.)]  (Read 6336 times)

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[Off-Key Movies... (B-Movies, etc.)]
« on: November 27, 2007, 03:50:45 PM »
Quote
off-key  Definition

off·-key· (ôf′kē′)

adjective

   1. not on the right note; flat or sharp
   2. not quite in accord with what is normal, fitting, etc.


http://www.yourdictionary.com/off-key



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Eine Filmkritik ist eine Bewertung eines Filmes unter anderem nach künstlerischen, ästhetischen, technischen, ökonomischen und politischen Gesichtspunkten.

...


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Filmkritik (11/2007)

-.-

Quote
[...] Als B-Film oder B-Movie wurde früher der in der Produktion billigere Film eines Double-Features bezeichnet.

B-Movies gab es seit der Wirtschaftskrise der 1930er Jahre, als verstärkt günstige Unterhaltung nachgefragt wurde. Doppelvorstellungen von B-Filmen erfüllten diesen Zweck.

...


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/B-Movie (11/2007)

« Last Edit: November 28, 2007, 04:20:16 PM by Textaris(txt*bot) »

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[Der Teufel kam aus Akasawa... (Notiz, Jess Franco)]
« Reply #1 on: November 27, 2007, 04:14:44 PM »
Zu "Der Teufel kam aus Akasawa"  BR Deutschland/Spanien 1971, 89 min. 
R: Jess Franco; D: Soledad Miranda, Horst Tappert

Quote
Ein rundum minderwertiger Billigfilm, inhaltlich stupid, handwerklich armselig und von tödlicher Langeweile. Dazwischen wird der Zuschauer mit hilflosen Strip- und Sexeinlagen malträtiert. Selbst renommierte Schauspieler wie Walter Rilla (der offensichtlich keine Lust hatte diesen Ramsch später selbst zu synchronisieren) und Siegfried Schürenberg können hier nichts mehr retten. Zudem ist der Film mit der Keule fast aller deutschen Filme aus den Siebzigern geschlagen: wacklige Kamera und hundsmiserabel hingepfuschte Synchronisation. Ein völlig belangloses Schundfilmchen, dessen Vorbilder bei Bahnhofskino und Schulmädchenreport zu suchen sind. Selbst die Kammfabrik würde bei diesem Schundmaterial dankend ablehnen. Der Film ist einmal kaum zu ertragen; ein zweites Mal wird ihn sich kein echter Wallace-Fan freiwillig antun. (Christoph Nestel)


Der Teufel kam aus Akasava / El diablo que vino de Akasawa (BRD/E 1970/71)
Quelle: http://www.deutscher-tonfilm.de/dtkaa1.html

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[...] Es werden neue Figuren eingeführt, ohne dass deren Funktion erklärt wird, uninspiriert werden Action- und Gewaltmomente aneinander gereiht, die Musikeinspielungen passen nicht zu den Bildern. Schnitt-Anschlüsse stimmen nicht, Kamerafahrten enden in definitiv unbeabsichtigten Unschärfen, Personen bewegen sich außerhalb des Bildbereiches. Wenn über den Film Positives gesagt werden kann, dann über die Tatsache, dass er einen gewissen Trash-Charme besitzt, denn er ist vollkommen ernst inszeniert. So ernst, dass man beim Anschauen das Gefühl bekommt, Regisseur Jess Franco habe beim Dreh wirklich daran geglaubt, ein echtes Meisterwerk zu inszenieren. Mit Top-Schauspielern, einem Top-Budget und einem Top-Drehbuch. ...

 -- Christian Lukas 


Quote
[...] Nachdem die deutsche Edgar-Wallace-Reihe zu Beginn der 70er Jahre endgültig ihrem Ende entgegen sehen musste, drehte Trashregisseur Jesus Franco Manera 1971 diesen Film auf der Romanvorlage von Edgar Wallace und nach einem Drehbuch von Ladislas Fodor, der auch schon für einige der früheren Wallace-Film geschrieben hatte. Leider ist von seinem durchaus annehmbaren Drehbuch im endgültigen Film so gut wie nichts mehr zu spüren. Jess Franco hatte es mal wieder fertiggebracht auch diesen Film in den Sand zu setzen und so wurde er auch nicht viel mehr als ein meisterhaftes Machwerk ohne jeglichen Wallace-Touch. Hervorzuheben sei allerdings noch die wunderbare und unvergeßliche Susan Korda in einer ihrer letzten Rollen vor ihrem tödlichen Unfall. Bleibt die Frage, ob sich Horst Tappert heute noch an sein Mitwirken in diesem Film erinnert... (Von Ein Kunde)


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[...] Den einen Stern bekommt diese DVD nur dafür, dass die BIldqualität relativ gut ist und man (leider) keine 0 Sterne geben kann. Dass Walter Rilla sich nicht selbst nicht synchronisiert hat, kann man nach dem Anschauen (eher leiden) sehr gut verstehen. Das einzige spannende ist bestenfalls der Titelvorspann und die Musik, die allerdings wahrscheinlich auch nicht in erster Linie für diesen Film komponiert wurde. Dass dieser Film in den Kinos nicht unter dem Namen "Edgar Wallace" lief, finde ich schon wieder gut. Allerdings für die (sowieso überflüssige) nochmal die damals geplante Werbung wieder auszugraben und zu nutzen, finde ich eine Sauerei. Anstatt dieses Machwerks hätte Polyband lieber den Film "Der Fluch der gelben Schlange" als DVD rausbringen sollen. Bei ihm handelt es sich ebenfalls um einen inoffiziellen Edgar Wallace-Film, nur dass dieser das Recht auf den Namen hat und (entschieden) besser ist. Außerdem hat Polyband die Chance wenigstens die Bryan Edgar Wallace-Filme aus den 60ern zu veröffentlichen auch total vertan indem sie nur den 70er-Thriller "das geheimnis der schwarzen Handschuhe" auf DVD veröffentlichten. Dort besteht dasselbe Problem. Der FIlm hat ebenfalls kein Anrecht auf den Namen, hier: Bryan Edgar Wallace (Edgar Wallace' Sohn). Also:
Liebes Polyband-Team, es gibt viele Leute, die die schwarz-weißen Bryan Edgar Wallace-Filme auf DVD kaufen würden. Für "Der Fluch der gelben Schlange" gilt dasselbe. Doch ich persönlich kenne niemanden der Interesse an "Der Teufel kam aus Akasava" und "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" hat.

(Von Fabian Teichert "Krimifan" (Jever, Niedersachsen))




Quelle: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B00004RN1B/deutschtonfil-21 (11/2007)

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[...] Jess Franco (* 12. Mai 1930 in Madrid; eigentlich Jesús Franco Manera) ist ein spanischer Regisseur, Drehbuchautor, Filmemacher und Schauspieler.

[...] Jess Franco verwendete in seiner Karriere rund 40 Pseudonyme. Einige Pseudonyme sind Namen bereits verstorbener Jazz-Musiker (oder ihnen entlehnt), wie Clifford Brown oder James P. Johnson.

Liste der Pseudonyme: Joan Almirall, Clifford Brown, Clifford Brown Jr., Juan G. Cabral, Terry De Corsia, Rick Deconinck, Raymond Dubois, Chuck Evans, Dennis Farnon, Jess Franck, Jess Franco, Adolf M. Frank, Anton Martin Frank, Jess Frank, John Frank, Wolfgang Frank, James Gardner, Sam Gardner, Robert Griffin, Lennie Hayden, Frank Hollmann, J. P. Johnson, James Lee Johnson, James P. Johnson, David J. Khune, David Khune, D. Khunne, D. Khunne Jr., David Khunne, David Kuhne, Frank Manera, Jeff Manner, Roland Marceignac, Tawer Nero, Claude Plaut, Cole Polly, Preston Quaid, Pierre Queret, P. Querut, Lowel Richmond, Dan L. Simon, Jean-Jacques Tarbes, Joan Vincent

Hier noch ein Überblick über Namen, die oft fälschlichweise als Pseudonyme von Jess Franco ausgewiesen werden (mit Angabe ihrer tatsächlichen Zuordnung):

    * Rosa María Almirall (= Pseudonym und Geburtsname seiner langjährigen Muse und Partnerin Lina Romay)
    * Betty Carter (= Pseudonym für Lina Romay)
    * Candy Coster (= Pseudonym für Lina Romay)
    * Manfred Gregor (= Drehbuch-Pseudonym des Produzenten Erwin C. Dietrich)
    * Lulu Laverne (= weiteres Pseudonym für Lina Romay)
    * Marius Lesoeur (= Name eines französischen Produzenten)
    * A. L. Mariaux (= Pseudonym des Produzenten Marius Lesoeur)
    * John O'Hara (= Pseudonym des Regisseurs José Jara)
    * Michael Thomas (= Regie-Pseudonym des Produzenten Erwin C. Dietrich)
    * Pablo Villa (= Pseudonym des Komponisten Daniel J. White)
    * Daniel J. White (= Name eines Komponisten, der häufig die Musik zu Francos Filmen schrieb)


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Jess_Franco (11/2007)

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[...]  WAS WAR IHRE AUFGABE BEI IM SCHLOSS DER BLUTIGEN BEGIERDE?

Ich habe am Drehbuch geschrieben, ein Entwurf, etwa zehn Seiten. Der Film ist gut, aber ich hatte sonst nichts mit seiner Herstellung zu tun.

[...]  WELCHER IST IHRER MEINUNG NACH DER BESSERE "WOMEN IN PRISON"-FILM, 99 WOMEN ODER FRAUENGEFÄNGNIS?

99 WOMEN ist auf jeden Fall der bessere Film; ein Spielfim mit einer richtigen Handlung, Dramaturgie, Aufbau, Ende; FRAUENGEFÄNGNIS ist der wesentlich realere Film....

[...]  VON DEM FILM ENTFESSELTE BEGIERDE GIT ES IN DEUTSCHLAND ZWEI VERSIONEN: EINE HORROR- UND EINE PORNO-VERSION.

Ich habe mein ganzes Leben lang nie verschiedene Versionen von einem Film gemacht. Dafür waren immer andere Personen verantwortlich - jemand wollte eine Horrorversion und kürzte die Sexszenen, jemand wollte eine Sexversion und machte es umgekehrt. Ich hatte leider meist keinen Einfluß auf derartige Kürzungen. Manchmal mache ich einen Film bewußt etwas länger, um z.B. den Amerikanern Kürzungen für Commercials zu ermöglichen. Wenn ich gefragt werde, sage ich dann, hier und hier könnt ihr schneiden. Oft schneiden sie jedoch selber und entfernen dann z.B. die Schlüsselszenen. Jack Taylor ist übrigens ein sehr netter Mensch, der gar nichts von dieser Verrücktheit vieler anderer Darsteller dieser Zeit hat. Er ist auch heute noch ein sehr guter Schauspieler. Das Problem bei ihm ist seine Homosexualität, denn er wurde älter, und wie so oft bei solchen Männern sieht er heute nicht aus wie ein alter Mann, sondern....

[...]

 DIE NONNEN VON CLICHY IST EIN WEITERER NACHFOLGER DER DAMALS POPULÄREN HEXEN-FILME. WIE GEFIEL IHNEN HEXEN BIS AUFS BLUT GEQUÄLT?

Ein wunderbarer Film, ich liebe ihn sehr. Hoven hat noch einen Nachfolger gedreht, auch nicht schlecht, aber kein Vergleich zum ersten Film. Herbert Lom war wunderbar, auch Udo Kier war sehr gut.

 DANN KAMEN SIE TÖTETE IN EXTASE UND VAMPYROS LESBOS. WELCHEN FILM MÖGEN SIE LIEBER?

Ich bevorzuge SIE TÖTETE IN EXTASE. Von VAMPYROS LESBOS gefällt mir so ungefähr das erste Drittel, den Rest mag ich weniger. SIE TÖTETE IN EXTASE ist vom Anfang bis zum Schluß stimmiger und durchgehend zufriedenstellend. Ich weiß, daß VAMPYROS LESBOS eher als Kultfilm betrachtet wird, aber das hängt mit verschiedenen einzelnen Szenen, Elementen und z.B. mit der Musik zusammen. Die Komponisten Hübler und Schwab habe ich in einer Disco im Euro-Center in Berlin kennengelernt. Soledad Miranda starb mit 29 Jahren bei einem Autounfall. Ich wartete damals zusammen mit Karl-Heinz Mannchen auf sie. Sie wohnte ca. 25 km entfernt. Ihr Mann steuerte den Wagen. Er kam auf die Gegenfahrbahn und prallte mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammen. Ihr Mann überlebte. Er lebt noch heute. Es gab damals Leute, die behaupteten, er hätte den Unfall absichtlich so herbeigeführt, um sich ihrer zu entledigen. Er war ein exzellenter Fahrer, verstand eine Menge von Autos und konnte hervorragend mit dem Fahrzeug umgehen. Das ist jedoch sicher nicht die Wahrheit, er liebte sie sehr und hat unter ihrem Tod sehr gelitten. Sie starb ungefähr eine halbe Stunde nach dem Unfall. Und das seltsame war: Ihr ganzer Körper war zerschmettert. Nur das Gesicht war völlig unversehrt. Instinktiv hatte sie wohl versucht, es mit ihren Armen zu schützen.


[...]  JUNGFRAUENREPORT WURDE IN DER TRADITION DER REPORT-FILME GEDREHT, WELCHE SICH AUS DEM "MONDO"-FILM ENTWICKELT HABEN....


Ich mag diese Art Film nicht, es ist für mich keine Kunst, abscheuliche Szenen zu filmen, wie es z.B. Jacopetti getan hat. Ich habe in Berlin zu dieser Zeit mit einem seiner Mitarbeiter gearbeitet (Fulvio Testi, Kameramann von LUCKY M. FÜLLT ALLE SÄRGE). Er ist damals bei Jacopetti ausgestiegen, weil er diese Dinge nicht mitmachen wollte. Jacopetti hat zwar selber wohl niemanden getötet, aber es kam mehr als einmal vor, daß er von einer Hinrichtung erfuhr und dann den Zeitpunkt so planen bzw. verschieben ließ, daß er mitfilmen konnte. Von Ruggero Deodato weiß ich dagegen aus zuverlässiger Quelle - als ich eine Zeitlang in Rom arbeitete - daß er wirklich Leute verletzt bzw. getötet hat. Er saß dafür wohl auch im Gefängnis. CANNIBAL HOLOCAUST ist ein guter Film, aber ich habe ihn nur mit großem Widerwillen anschauen können, da ich von diesen Dingen wußte.


[...] LOLITA AM SCHEIDEWEG?

Katja Bienert war attraktiv, hatte ein ausdrucksstarkes Gesicht. Später jedoch wurde sie verrückt. Ein Problem war schon damals ihre Mutter, die ständig anwesend war und alles regelte. Katja war völlig unselbständig. Sie bekam psychische Probleme, aß gewaltige Mengen, wog 90 kg. Jahre später suchten mich die beiden wieder auf, als ich in Berlin war. Sie hatte wieder abgenommen, sah aus wie früher, aber ihre Ausdruckskraft war verlorengegangen. Und wie damals schon wurde alles von der Mutter geregelt.

[...]

DIE SÄGE DES TODES?

Ich mag den Film nicht so sehr. Er hat einige gute Szenen, aber er war zu blutig. Zu viele Metzelszenen....    

WAS IST DANN MIT FACELESS....?

Der hatte nicht so viele Metzeleien, keine Szene wie die mit der Säge....zähl` nach, FACELESS hat nicht so viele brutale Szenen wie DIE SÄGE DES TODES.    

IN DEUTSCHLAND IST DER FILM AUF VIDEO LEICHT ZENSIERT, ZUDEM IST ER VERBOTEN.

Tatsächlich? Warum? In Spanien ist er sogar für Kinder freigegeben. Im Kino war er aber auch in Deutschland ungeschnitten, ich war damals bei der Premiere in München.


Aus: "Jess Franco Interview vom August 2002" (terrorverlag.de, 2002)
Quelle: http://www.terrorverlag.de/events/franco/index.htm


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Quote
[...] Seine Filme haben mehr Kinogänger gesehen als die von Fassbinder und Wenders zusammen - aber diese Zuschauer würden das erstens äußerst ungern zugeben, und zweitens gar nicht wissen, dass all die Streifen von ein und demselben Mann stammen.

Clifford Brown, Jess Franck, A.M. Frank, James Gardner, B.F. Johnson, David Khunne, John A. Lazer, Roland Marceignac, John O'Hara, Dave Tough: nur zehn von mehreren Dutzend Pseudonymen, hinter denen sich einer der heimlichen Lieblinge vieler Cinephiler verbirgt: Jess Franco, bürgerlich Jésus Franco Manera, Jahrgang 1930, einer der produktivsten wie berüchtigsten B-(und manchmal C- oder D-)Filmschaffenden der letzten vierzig Jahre. Ein würdiges Thema also für die Werkschau des diesjährigen Fantasy Filmfests, das heute auch in Berlin und Hamburg anläuft

Jess Franco hat seit seiner ersten Regie 1957 um die 170 Produktionen in allen möglichen Genres - vom Musical über den Horrorfilm bis hin zum Porno - realisiert; zudem hat er an seinen eigenen wie auch an den Werken Anderer in allen wesentlichen Positionen gearbeitet: er hat Filme geschrieben, produziert, fotografiert, in ihnen gespielt, sie geschnitten, vertont, und Musik dafür komponiert; das alles, oft genug, unter Pseudonym.

Womit wir schon beim entscheidenden Grund für den Franco-Kult wären: des Meisters verworrene Filmografie, Produkt eines Schaffens, bei dem ab einem bestimmten Punkt das einzelne Werk nichts mehr, hingegen das Arbeiten, das in Bewegung bleiben alles zählte. Was zu einem Oeuvre führte, das eher einem wild mutierenden Organismus denn einem Kunst-Gesamtzusammenhang gleicht, und in dem noch der dummlangweiligste Streifen - und derer gibt es sehr viele - seinen ureigensten Wert besitzt.

Francos Kino besteht aus einem eigenen Kosmos, in dem bestimmte Figuren, Derivate klassischer Pop-Kultur - Archetypen wie der verrückte Wissenschaftler Dr. Orloff, der Privatdetektiv Al Pereira, der weltgewandte Bösewicht Radek, oder die unschuldig-engelsgleiche Heldin Melissa - immer wieder (und oft in den widersinnigsten Momenten) auftauchen. Und wo gewisse Vorbilder wie Mantren benannt werden; siehe Francos Freude daran, Edgar Allan Poe oder Edgar Wallace in die Vorspänne seiner Filme zu schreiben, auch wenn diese bloß vagest, wenn überhaupt mit ihren Werken zu tun haben.

Nun kann man bei Franco meist gar nicht von einem Film sprechen. Seine Werke existieren oft in verschiedenen Versionen: mal mit, mal ohne Hardcore-Szenen, mal mit dem einen, mal dem anderen Ende oder Anfang. Nicht zu vergessen, dass sich manchmal hinter demselben Titel verschiedene Fassungen ein und desselben Films verbergen, aber auch, dass derselbe Film unter mehreren Titeln wieder und wieder neu gestartet wurde. Ganz wild wird es, wenn Filme auftauchen, die aus anderen Arbeiten plus einigen zusätzlich gedrehten Szenen zusammengesetzt wurden.

Nehmen wir eines der wichtigsten Jess-Werke, "Le Sadique de Notre Dame" (1979). Zwei Drittel bestehen aus Szenen bzw. Alternativmaterial einer fünf Jahre vorher entstandenen Arbeit namens "Exorcisme". Dieser Film wurde wieder von Anfang an, wie damals üblich, mit unterschiedlich expliziten Szenen für die jeweils angepeilten nationalen Märkte gedreht, existiert also per se in mehreren Versionen und unterschiedlichen Titeln. Dieses Konvolut von Fassungen und losgelösten Szenen wurde im Jahr darauf noch einmal erweitert durch eine für den französischen Markt erstellte Pornoversion namens "Sexorcismes", für die Franco weitere Szenen (z.T. mit sich selbst als Darsteller!) drehte. Das Franco-Oeuvre zu erforschen bedarf also sehr viel Geduld -

vor allem aber einer schier un-begrenzten Leidensfähigkeit. Womit wir bei dem großen Problem des Franco-Kults, bzw. seiner Rezeption in Deutschland wären. Jess Francos Name steht hier primär für die Werke seiner Erwin C. Dietrich-Phase: stiere Sexploitation der allerunangenehmsten Art wie "Frauen für Zellenblock 9" (1977) und "Frauen im Liebeslager" (1977), nicht zu vergessen sein Skandal-Klassiker "Die Liebesbriefe einer portugiesischen Nonne" (1976).

Die Filme an sich wären noch als ziemlich krasse, dabei nicht sonderlich originelle Sexfantasien entschuldbar - nur entstanden sie in etwa zur gleichen Zeit wie gewisse amerikanische, französische und italienische "KZ-Sexfilme"...

Womit es um Francos Ruf geschehen war. Was auch immer er sich mit kleinen Meisterwerken wie "Necronomicon - Geträumte Sünden" (1967) oder "Nachts, wenn Dracula erwacht" (1969) an Renommée als stets solider, manchmal inspirierter B-auteur erarbeitet hatte: Das alles war vergessen.

In Francos Filmen wurden von Anfang an (halb)nackte Frauen von fiesen Schurken ausgiebigst gefoltert; das ist schließlich ein wesentlicher (wie auch immer zu bewertender) Pop-Kultur-Bestandteil. Der Unterschied zwischen "Der Todeskuss des Dr. Fu Manchu" (1967)" und "Frauengefängnis" (1975) ist, dass bei ersterem der Thrill in einen etablierten Genrekontext eingebettet wurde und klar über (Genre-) Archetypen funktioniert, wohingegen er bei letzterem als bloßer Selbstzweck und mit "Realismuswillen" präsentiert wird.

Es ist schade (aber auch sehr deutsch), dass die Fantasy Filmfest-Macher einen zu starken Akzent auf Francos Dietrich-Phasen setzen; das hatten die Organisatoren des Riminicinema '95, wo man auch eine Jess-Session abhielt, besser gemacht. In Rimini liefen primär Filme aus seinem Frühwerk: somnambul-surreale Etuden in Genrepoesie, bestehend aus liebevollen Erinnerungen an die Serials von William Witney, die manchmal rabiaten, oft melancholischen Noir-Filme von Roy William Neill, zweitklassige Krimis, drittklassige Horror-Romane, und oftmals erstklassige Literatur - sowie, wichtig für Franco: Jazz, Jazz, Jazz in Filmen wie "Der schreckliche Dr. Orlof" (1961), "Karten auf den Tisch" (1966), oder "Das Geheimnis des Doktor Z." (1965).

Die beste Erklärung dafür, warum dieses Oeuvre von Cinephilen mit einer solchen Inbrunst geliebt wird, ist vielleicht diese: weil es die gesamte Filmgeschichte als gelebtes wie geträumtes Leben enthält, in all ihrer Widersprüchlichkeit; weil hier, wie schon Orson Welles und Fritz Lang erkannten, alle künstlich gezogenen Grenzen zwischen Kunst und Kommerz, Anstand und Wohlstand, Fressen und Moral verschwinden und allein die Freude und Lust am Kino und seinen Mythen bleiben.

...


Aus: " Müll. Aber schon fast klassischer Müll" Von Olaf Möller (16. August 2000)
Quelle: http://www.welt.de/print-welt/article528459/Muell._Aber_schon_fast_klassischer_Muell.html

« Last Edit: June 13, 2008, 03:53:10 PM by lemonhorse »

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[The Castle of the Walking Dead... ]
« Reply #2 on: November 27, 2007, 04:49:26 PM »
Quote
[...] Im Jahre 1801 wird Graf Regula wegen Mordes an 12 Jungfrauen hingerichtet. Vierzig Jahre später fährt der Advokat Roger Monte Elise auf Einladung des mysteriösen Grafen Regula ins geheimnisumwitterte Sandertal, um Aufschluss über seine Herkunft zu erhalten.

Unterwegs lernt er Lilian von Brabant kennen, die ebenfalls dort hin will, und den Geistlichen Fabian, der die Fahrt für einen Spaß zu halten scheint, jedenfalls zu Anfang. Schon die Fahrt zum Schloss gerät zu einer Prüfung ihrer Nervenstärke, und der Butler, der die Reisenden empfängt, erscheint auch ziemlich unheimlich.

Roger und Lilian erkennen, dass sie nicht durch Zufall gleichzeitig im Sandertal sind. Ein Fluchtversuch scheitert jedoch und nach mehreren grauenvollen Erlebnissen erfahren sie schließlich den Grund für ihre Einladung, aber da ist es fast schon zu spät...

Interessantes Zusammentreffen am Rande: Christopher Lee war ursprünglich auch für die Rolle des Winnetou im Gespräch, es sollen sogar bereits Probeaufnahmen mit ihm gemacht worden sein.


Aus: "Die Schlangengrube und das Pendel - The Castle of the Walking Dead (1967)" (08.07.2007)
Quelle: http://www.tribute-to-lex-barker.net/index.php?menu=pendel&font=normal

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Quote
[...] Die Schlangengrube und das Pendel ist ein von Edgar Allan Poe inspirierter deutscher Horrorfilm aus dem Jahr 1967.

Mit dem Film Die Schlangengrube und das Pendel wollte die deutsche Filmproduktionsfirma Constantin Film eine Reihe von Gothic-Horrorfilmen starten, die mit den britischen Hammer-Filmen konkurrieren sollte. Für den Anfang dieser Reihe war Harald Reinl die erste Wahl für den Posten des Regisseurs. Reinl hatte bereits erfolgreiche Filme wie „Der Frosch mit der Maske“ und „Der Schatz im Silbersee“ gedreht, die beide Anstoß für zwei sehr erfolgreiche Serien waren. Erster für die Edgar Wallace-Filme und zweiter für die Karl May-Spielfilmreihe. „Die Schlangengrube und das Pendel“ blieb der erste und einzige Teil dieser deutschen Horrorfilmreihe.

[...] Es gelang den Produzenten für die Hauptrolle West-Deutschlands berühmtesten amerikanischen Schauspieler Lex Barker, bekannt als Old Shatterhand aus den Karl May-Filmen, für die männliche Hauptrolle zu engagieren. Die weibliche Hauptrolle wurde mit dem späteren Bond-Girl und Reinls Ehefrau Karin Dor besetzt. Für die Rolle des wiederauferstandenen Grafen Regula konnte niemand Geringerer als Christopher Lee gewonnen werden.

[...]

Die Schlangengrube und das Pendel ist wohl der Film, der am häufigsten im Ausland seinen Verleihnamen wechselte:

    * Castle of the Walking Dead
    * The Blood Demon
    * Pendulum
    * The Snake Pit and the Pendulum
    * The Snake Pit
    * The Torture Chamber of Dr. Sadism
    * The Torture Room
    * El tormento de las 13 doncellas
    * Le Vampire et le sang des vierges
    * La tredicesima vergine
    * El pendulo de la muerte



Filmzitat:

Anathol: „Ich bin schon tot. Gehängt, ja gehängt. Wenn man rechtzeitig vom Galgen geschnitten wird, entwickelt der Körper Stoffe, die gegen Kugeln immun machen.“
Fabien: „Aber Misseur, ich... ich habe ihnen nichts getan!“
Anathol: „Natürlich nicht – sie haben mich nur ein klein wenig erschossen."“


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Schlangengrube_und_das_Pendel (11/2007)


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Quote
[...] A Corman Type Poe Flick meets Bava in Germany!, 21 November 2000

Author: sherlock-34 von Calgary, AB, Canada

Recently viewed this little gem as "The Torture Chamber of Dr. sadism". Originally released in the US and UK as "The Blood Demon", while it's German title was "Die Schlangengrube und Das Pendel". An odd film that seemed to be a sort of German take on a mixture of Bava with one of Corman's AIP Poe efforts.

Count Regula (Christopher Lee) is drawn and quartered for the death of 12 maidens, but swears his revenge. 35 years later a disparate group ends up at the Counts ruined castle. The 4 travelers are Baroness Lillian (Karin Dor of Bond fame), her maid Babette, Roger (Lex Barker, former Tarzan and a huge star in Germany) and the monk Fabian (a hilarious turn from Vladimir Medar). As it turns out, Roger and the Baroness are the descendants of the folks that originally put the Count to death and he wants revenge. The crazed servant Anatol lures them to the castle and reanimates the Count. The Poe elements then come into play as Roger faces a deadly pendulum and Lillian is faced with a pit full of snakes. Do they foil the reanimated Count or meet their doom? Check this fun film out to see for yourself!

I expected this to be a really bad film, but was very surprised to find that I enjoyed it tremendously. Christopher Lee's performance is all menace, but with just a smattering of black humour to keep things moving. Lex Barker, more than a decade after playing Tarzan, looks great and is a perfect heroic figure. Karin Dor is lovely and does a fair bit of over the top shrieking, but still manages to give a convincing performance. This was a whole lot of fun! A bit of dark humour, Grimm's fairytale mixed with a Mario Bava sensibility and a little Poe thrown in for good measure makes for a superior European horror flick. Hopefully a nicer print will turn up or a DVD release, as the Magnum Entertainment video that I viewed was murky, faded and very badly edited.


Quelle: http://german.imdb.com/title/tt0062235/usercomments (11/2007)



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[Der Tod im roten Jaguar... (Jerry Cotton, Fall Nr. 7)]
« Reply #3 on: November 28, 2007, 04:05:55 PM »
Quote
"Klischeelastig und als Ersatz-Bond zu bieder"


(TV-Spielfilm zum angegebenen TV-Termin, http://www.filmmuseum-hamburg.de/354.html)

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[...] Bei der Suche nach einer Bande von Auftragskillern kommt FBI-Mann Jerry Cotton auf die Spur eines Psychaters, der seinen Patienten die Morde als Therapie gegen ihre Minderwertigkeitskomplexe empfiehlt. Um den Hintermann zu entlarven, gibt Jerry den Mord an seiner eigenen Person in Auftrag...
(Jan-Eric Loebe)


Aus: "Der Tod im roten Jaguar - Jerry Cotton Fall Nr. 7 / La morte in Jaguar rossa, BRD/I 1968" (Datum ?)
Quelle: http://www.deutscher-tonfilm.de/dtirj1.html

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"Der Tod im roten Jaguar" - Fotogalerie
http://www.deutscher-tonfilm.de/dtirj1galerie1.html

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[...] Das Tor zur Welt ist bekanntermaßen auch Kulisse für unzählige Filme. Für einen waschechten Hamburger ist es beim Betrachten solcher Filme immer wieder ein Vergnügen zu sehen, welche ungeahnten Verkehrsverbindungen dabei zustande kommen: Eben noch in Harburg, ist der Schauspieler beim Abbiegen um die nächste Straßenecke schon in Bergedorf oder Blankenese. Erstaunlich auch, welche Ausdehnungen Hamburger Polizeireviere haben. Aber all' das ist nichts gegen die Jerry-Cotton-Filme der 1960er Jahre. Denn damals wurden (mehr oder weniger) geschickt Straßenszenen aus New York mit der überwiegend in Hamburg gedrehten Handlung gemischt.

Besonders die zum Teil abbruchreifen Werksgelände in Rothenburgsort, Wilhelmsburg und auf der Peute waren beliebte Drehorte für wilde Verfolgungsjagden. Und auch die im Bau befindliche U-Bahn-Strecke vom Berliner Tor in Richtung Niendorf wurde zur New Yorker Metro umfunktioniert. So ging es von der „Bronx" ruckzuck zum alten Gaswerk in Rothenburgsort oder mit der U-Bahn von den Landungsbrücken zum „FBI-Headquarter".

[...] Obwohl von vielen Kritikern zunächst eher abfällig beurteilt, genießen die Streifen bei vielen Filmenthusiasten inzwischen eine Art Kultstatus und haben den Ruf, „so schlecht zu sein, dass sie schon fast wieder gut sind". Rückblickend betrachtet stellen sie ein nicht unbedeutendes Stück bundesdeutscher Nachkriegs-Filmgeschichte dar


Aus: "Als St. Pauli zum Double für Manhatten wurde - Rückblick auf die Entstehung von Jerry-Cotton-Filmen" Von Gerd von Borstel
Quelle: http://www.filmmuseum-hamburg.de/632.html

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[...] Filming Locations:

Golden Gate Bridge, San Francisco, California, USA

Hamburg, Germany

San Francisco International Airport, San Francisco, California, USA

San Francisco, California, USA


From: "Filming locations für: Tod im roten Jaguar, Der (1968)"
Source: http://german.imdb.com/title/tt0063704/locations

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Quote
[...]

Atelier:     Ufa-Filmatelier, Berlin-Tempelhof
Außenaufnahmen:    Berlin/West (Turbinenhalle in Moabit, Märkisches Viertel, Hansaviertel, Hansatheater u.a.), Allendorf
Drehzeit:    04.03.1968 bis 30.04.1968
Format:    35 mm, Easmancolor

[...]

Uraufführung:     14.08.1968, Massenstart


Quelle: http://www.deutscher-tonfilm.de/dtirj1.html

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Quote
[...] Lediglich die Straßenfahrten wurden in Amerika gedreht.
Für sämtliche Folgen wurden Hamburger Straßenzüge umgebaut, sogar die New Yorker Metro fuhr auf der Linie der heutigen U2 vom Berliner Tor aus nach Niendorf.

[...] wer aufpasst und sich in Hamburg auskennt, kann immer Szenen entdecken, welche nicht in New York spielen können, sondern nur in Hamburg.

[...] In allen Filmen spielte George Nader die Hauptrolle. Er war meist der einzige Amerikaner am Set, geboren am 19. Oktober 1921 und am 4. Februar 2002 gestorben. In Amerika konnte er nie Fuß fassen. Ihm wurden in den USA, wegen seines öffentlichen Bekennens zu seiner Homosexualität, keine Rollen angeboten, so musste er in deutscher Durchschnittsware mitspielen.

[...] Zu lachen gibt es in den Filmen reichlich, da alles übertrieben und realitätsfern wirkt.



Aus: "Ein FBI-Agent in Hamburg" (Verein Film- und Fernsehmuseum Hamburg e. V., Datum ?)
Quelle: http://www.filmmuseum-hamburg.de/191.html


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# Abfolgefehler: The film was shot in Germany, obviously in autumn, there are no leaves on the trees. The inserts, establishing that the story takes place in San Francisco, reveal that they were taken in summer, with green trees all around.

# Geographische Fehler: The story mainly takes place in San Francisco, but through the window of a FBI office you can see the letters "KLEIDUNG" on a building in the background, which reveals the German origin of the shots.

# Crew oder Equipment sichtbar: Camera reflected in a gangster's car in front of Ria Payne's flat.


Aus: "Pannen: "Tod im roten Jaguar, Der (1968)"
Quelle: http://german.imdb.com/title/tt0063704/goofs


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Regie:

Quote
[...] Reinl machte erste Bekanntschaft mit dem Film, als der Bergfilmpionier Arnold Fanck auf den brillanten Skifahrer aufmerksam wurde und ihn als Statist in mehreren seiner Filme einsetzte. In der Folge wurde der promovierte Jurist Assistent bei Leni Riefenstahl und arbeitete bald auch selbst an der Filmgestaltung mit. Im Jahre 1949 stellte er als Regisseur seinen ersten Langfilm Bergkristall fertig, der bereits ein typischer Reinl-Film ist.

Später wurde Reinl insbesondere durch seine Edgar-Wallace- und Karl-May-Verfilmungen in den 60er-Jahren bekannt, aber auch zahlreiche Adaptionen von Jerry Cotton-Romanen gehen auf sein Konto.

Später wurde Reinl insbesondere durch seine Edgar-Wallace- und Karl-May-Verfilmungen in den 60er-Jahren bekannt, aber auch zahlreiche Adaptionen von Jerry Cotton-Romanen gehen auf sein Konto. Reinl ist vor allem für den naiven Erzählstil seiner Filme bekannt und versteht es meisterhaft, die Großartigkeit der Natur als Filmkulisse in seine Streifen einzubinden.

Viele seiner Filme zeichnet eine romantische Atmosphäre aus. Seinen Karriere-Höhepunkt erreichte er bei den in den sechziger Jahren in Jugoslawien gedrehten Karl-May-Filmen. Da Reinl in seiner Jugend selbst begeisterter Karl-May-Leser war, erwies sich die Übertragung der Regieaufgabe durch den Berliner Produzenten Horst Wendlandt als Glücksgriff für die Serie. Reinl drückte den bekanntesten Filmen (Winnetou-Trilogie, Schatz im Silbersee) seinen Stempel auf.

1976 wurde Reinl als Regisseur zusammen mit Pierre Brice als Hauptdarsteller von der damals noch im Aufbau befindlichen Freilichtbühne im sauerländischen Elspe für das Stück Der Schatz im Silbersee verpflichtet. Er konnte dem Stück durch seinen filmischen Inszenierungsstil wesentliche Impulse geben. Wegen Meinungsverschiedenheiten mit dem Veranstalter kam es allerdings zum Bruch und er verließ die Bühne noch im gleichen Jahr.

Reinl, der von 1946 bis 1950 mit Corinna Frank und von 1954 bis 1968 mit der Schauspielerin Karin Dor verheiratet war, drehte danach mit langsam abnehmendem Erfolg noch verschiedene Abenteuerfilme, Komödien, Dokumentarfilme und zwei Teile der bisher letzten Ludwig Ganghofer-Serie. Mit Die Nibelungen inszenierte er 1967 für den Produzenten Artur Brauner den bis dahin teuersten Film der BRD nach 1945.

Sein Leben nahm ein tragisches Ende im Haus von Bekannten auf Teneriffa, als er während der Vorbereitungen für den Film Attila, der Mörderwolf von seiner dritten Frau, der ehemaligen tschechischen Schauspielerin Daniela Maria Delis, einer Alkoholikerin, im Streit erstochen wurde.

[...]

Filmografie:
    * Sri Lanka - Leuchtendes Land (wurde vom Produzenten fertig geschnitten, 1986)
    * Im Dschungel ist der Teufel los (1982)
    * Sieben Weltwunder der Technik, Folge 1 bis 7 (TV, 1981)
    * Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand (2nd Unit Regie, 1978)
    * ...und die Bibel hat doch recht (1977)
    * Botschaft der Götter (1976)
    * Der Jäger von Fall (1974)
    * Ein toter Taucher nimmt kein Gold (1974)
    * Schloß Hubertus (1973)
    * Die blutigen Geier von Alaska (1973)
    * Grün ist die Heide (1972)
    * Der Schrei der schwarzen Wölfe (1972)
    * Sie liebten sich einen Sommer (1972)
    * Verliebte Ferien in Tirol (1971)
    * Kommissar X jagt den roten Tiger (1971)
    * Wer zuletzt lacht, lacht am besten (1971)
    * Die Lümmel von der ersten Bank, Teil 5 - Wir hau'n die Pauker in die Pfanne (1970)
    * Erinnerungen an die Zukunft (1970)
    * Dr. med. Fabian - Lachen ist die beste Medizin (1969)
    * Die Lümmel von der ersten Bank, Teil 3 - Pepe, der Paukerschreck (1969)
    * Jerry Cotton, Fall Nr. 8: Todesschüsse am Broadway (1969)
    * Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten (1968)
    * Jerry Cotton, Fall Nr. 7: Der Tod im roten Jaguar (1968)
    * Jerry Cotton, Fall Nr. 6: Dynamit in grüner Seide (1968)
    * Die Schlangengrube und das Pendel (1967)
    * Die Nibelungen, Teil 2: Kriemhilds Rache (1967)
    * Das Schwert der Nibelungen (1966)
    * Die Nibelungen, Teil 1: Siegfried (1966)
    * Der unheimliche Mönch (1965)
    * Winnetou 3. Teil (1965)
    * Der letzte Mohikaner (1964)
    * Winnetou 2. Teil (1964)
    * Zimmer 13 (1964)
    * Winnetou 1. Teil (1963)
    * Der Würger von Schloß Blackmoor (1963)
    * Die Weiße Spinne (1963)
    * Der Schatz im Silbersee (1962)
    * Der Teppich des Grauens (1962)
    * Die unsichtbaren Krallen des Dr. Mabuse (1962)
    * Im Stahlnetz des Dr. Mabuse (1961)
    * Der Fälscher von London (1961)
    * Wir wollen niemals auseinandergehen (1960)
    * Die Bande des Schreckens (1960)
    * Das Paradies der Matrosen (1959)
    * Der Frosch mit der Maske (1959)
    * Romarei, das Mädchen mit den grünen Augen (1958)
    * U47 - Kapitänleutnant Prien (1958)
    * Die grünen Teufel von Monte Cassino (1958)
    * Almenrausch und Edelweiß (1957)
    * Die Zwillinge vom Zillertal (1957)
    * Die Prinzessin von St. Wolfgang (1957)
    * Johannisnacht (1956)
    * Die Fischerin vom Bodensee (1956)
    * Ein Herz schlägt für Erika (1956)
    * Solange du lebst (1955)
    * Der schweigende Engel (1954)
    * Rosen-Resli (1954)
    * Der Klosterjäger (1953)
    * Der Herrgottschnitzer von Ammergau (1952)
    * Hinter Klostermauern (1952)
    * Nacht am Mont-Blanc (1951)
    * Gesetz ohne Gnade (1950)
    * Bergkristall (1949)
    * Funk und Sport (Kurzfilm, 1948)
    * Zehn Jahre später (Kurzfilm, 1948)
    * Wintermelodie (Regie-Assistent, 1946)
    * Tiefland (Regie-Assistent, 1939-1944)
    * Oster-Skitour in Tirol (Kurzfilm, Co-Regie, 1939)
    * Wildwasser (Kurzfilm, Co-Regie, 1938)
    * Der weiße Rausch (Statist, 1931)
    * Stürme über dem Mont Blanc (Statist / Double (Leni Riefenstahl), 1930)



Aus: "Harald Reinl" (10/2007)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Harald_Reinl

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Quote
[...] Entweder zeigt er die heile Welt oder den krassen Gegensatz von Gut und Böse, in dem sich das Gute bewähren muß und die angewandte Gewalt durch das Gute von dem vorhandenen Bösen legitimiert wird. Er will, dass man sich mit seinen Helden identifiziert: "Ich will keine Probleme wälzen und keine Konflikte zeigen. Für mich ist wichtig, dass Schönheitswerte im Vordergrund stehen."

[...] Fred Williams: ""Die Nibelungen." Ja der Harald Reinl war leider Gottes ein Tyrann, ein fürchterlicher Mensch. Der ist ja auf Teneriffa von seiner Frau erstochen worden. Der hat mich dermaßen schlecht behandelt während der Drehzeit, das gelang ihm aber nicht so recht, weil ich damals schon Rückrat hatte. Ich kann mich noch gut erinnern als ich mein neues Kostüm anhatte, war dort eine Lache, und Reinl sagte zu mir: "wälz dich doch darin, das tust du doch so gerne." Nur weil die Karin Dor - die hinter dem Terence Hill her war, was ihn sehr frustriert hat - sich von mir ein Buch ausgeliehen hatte, "Im Wendekreis des Krebses". Das hat er bei ihr auf dem Nachtschränkchen gesehen, und meinte:" wo hast du denn den Dreck her!"


Aus: "Harald Reinl (*09.07.1908 in Bad Ischl, Österreich, gestorben am 09.10.1986), Beruf: Künstler - Regisseur" Von Thomas Müller (Datum ?)
Quelle: http://www.biografie.de/anzeige.php?BioID=45

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Quote
[[...] Tropic of Cancer is a novel by Henry Miller, first published in 1934 by Obelisk Press in Paris and still in print (Grove Press 1987 paperback: ISBN 0-8021-3178-6). Its publication in 1961 in the United States by Grove Press led to an obscenity trial that was one of several that tested American laws on pornography in the 1960s. While famous for its frank and often graphic depiction of sex, the book is also widely regarded as an important masterpiece of 20th century literature.

[...] "George Orwell called this novel "the most important book of the mid-1930's," and Miller "the only imaginative prose-writer of the slightest value who has appeared among the English-speaking races for some years past."[1] Samuel Beckett hailed it as "a momentous event in the history of modern writing". Norman Mailer, in his book on Miller, Genius and Lust, called it "one of the ten or twenty greatest novels of the century". The Modern Library named it the 50th greatest book of the 20th century." [http://en.wikipedia.org/wiki/Tropic_of_Cancer_%28novel%29]]


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Produzent: Heinz Willeg

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[...] Heinz Willeg (* 16. September 1918) ist ein ehemaliger deutscher Filmproduzent.

Willeg war Kriegsteilnehmer und arbeitete ab 1948 für die gerade von Kurt Ulrich und Kurt Schulz in Berlin gegründete Berolina-Film GmbH. Er begann als Aufnahmeleiter und war in dieser Funktion an den beiden Heimatfilm-Klassikern Schwarzwaldmädel (1950) und Grün ist die Heide (1951) beteiligt. Ab 1952 war er Produktionsleiter beziehungsweise Herstellungsleiter.

Für die Filmproduktionsfirma Allianz fungierte er daneben als eigenverantwortlicher Produzent. Auf sein Konto gehen neben mehreren Krimis und Musikfilmen vor allem die Filme um Jerry Cotton-Darsteller George Nader und die drei Produktionen mit dem niederländischen Kinderstar Heintje im Mittelpunkt.


Aus: "Heinz Willeg" (10/2007)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Willeg

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Quote
[...]

# Sansibar oder Der letzte Grund (1987) (producer)

# Caspar David Friedrich - Grenzen der Zeit (1986) (producer)
... alternativ: Boundaries of Time: Caspar David Friedrich

# Auch ich war nur ein mittelmäßiger Schüler (1974) (producer)
... alternativ: I Wasn't a Very Good Student Either

# Schwarzwaldfahrt aus Liebeskummer (1974) (producer)

# "Sergeant Berry" (1974) TV Series (producer) (unknown episodes)

# Unsere Tante ist das Letzte (1973) (executive producer)

# Alter Kahn und junge Liebe (1973) (producer)

# Grün ist die Heide (1972) (producer)
... alternativ: The Heath Is Green (International: English title)

# Sonne, Sylt und kesse Krabben (1971) (executive producer)
... alternativ: Nackte Liebe im heißen Sand
... alternativ: Ready, Willing and Able (USA)
... alternativ: Nackter Sex auf Sylt (Österreich) [de]

# Fluchtweg St. Pauli - Großalarm für die Davidswache (1971) (producer)
... alternativ: Heiße Spur St. Pauli (Die Bundesrepublik Deutschland)
... alternativ: Hot Traces of St. Pauli (International: English title)
... alternativ: Jailbreak in Hamburg (UK)

# Käpt'n Rauhbein aus St. Pauli (1971) (producer)
... alternativ: Nurses for Sale (USA)

# Wir hau'n den Hauswirt in die Pfanne (1971) (producer)

# Das kann doch unsren Willi nicht erschüttern (1970) (producer)

# Heintje - Mein bester Freund (1970) (producer)

# Heintje - Einmal wird die Sonne wieder scheinen (1970) (producer)
... alternativ: Heintje: Once the Sun Will Be Shining Again (International: English title)

# Stundenhotel von St. Pauli, Das (1970) (executive producer)
... alternativ: Hotel by the Hour

# Pfarrer von St. Pauli, Der (1970) (producer)
... alternativ: The Priest of St. Pauli

# Auf der Reeperbahn nachts um halb eins (1969) (producer)
... alternativ: Females for Hire (USA: dubbed version)
... alternativ: On the Reeperbahn at Half Past Midnight
... alternativ: Shock Treatment (USA)
... alternativ: The Bedroom (USA)

# Heintje - Ein Herz geht auf Reisen (1969) (producer)
... alternativ: Heintje: A Heart Goes on a Journey (International: English title)

# Charleys Onkel (1969) (producer)

# Todesschüsse am Broadway (1969) (producer)
... alternativ: Deadly Shots on Broadway (International: English title)
... alternativ: Jerry Cotton: Todesschüsse am Broadway (Die Bundesrepublik Deutschland)

# Tod im roten Jaguar, Der (1968) (executive producer)
... alternativ: Morte in jaguar rossa, La (Italy)

# Wenn es Nacht wird auf der Reeperbahn (1967) (executive producer)
... alternativ: When Night Falls on the Reeperbahn

# Mörderclub von Brooklyn, Der (1967) (executive producer)
... alternativ: Murderers Club of Brooklyn (International: English title)

# Rechnung - eiskalt serviert, Die (1966) (producer)
... alternativ: Tip Not Included (USA: TV title)
... alternativ: Un cerceuil de diamants (France)

# Um Null Uhr schnappt die Falle zu (1966) (producer)

# Mordnacht in Manhattan (1965) (producer)
... alternativ: Alarm on 83rd Street (USA: TV title)
... alternativ: Countdown Manhattan (USA: TV title)
... alternativ: Manhattan Night of Murder

# Letzte Mohikaner, Der (1965) (executive producer)
... alternativ: Último mohicano, El (Spain)
... alternativ: The Last Tomahawk (USA)
... alternativ: The Last of the Mohicans
... alternativ: Valle delle ombre rosse, La (Italy)

# Freddy, Tiere, Sensationen (1964) (producer)

# Frauenarzt klagt an, Ein (1964) (executive producer)
... alternativ: Angeklagt: Dr. Thomas
... alternativ: Angeklagt: Dr. Thomas (Aus der Praxis eines Frauenarztes) (Die Bundesrepublik Deutschland: reissue title)

# Phantom von Soho, Das (1964) (executive producer)
... alternativ: The Phantom of Soho (USA: dubbed version)

# Henker von London, Der (1963) (executive producer)
... alternativ: The Mad Executioners (USA)

# Dreigroschenoper, Die (1962) (executive producer)
... alternativ: Opéra de quat'sous, L' (France)
... alternativ: Three Penny Opera (USA)

# Drei Mann in einem Boot (1961) (executive producer)

# Ach Egon! (1961) (executive producer)
... alternativ: Oh Egon!

# Kauf dir einen bunten Luftballon (1961) (producer)

# Letzte Zeuge, Der (1960) (executive producer)
... alternativ: The Last Witness (International: English title)

# Junge Sünderin, Die (1960) (producer)
... alternativ: The Sinful Girl
... alternativ: The Young Sinner (International: English title)
... alternativ: Junge Sünderin, Die (Österreich) [de]

# Wenn die Heide blüht (1960) (executive producer)

# Rächer, Der (1960) (producer)
... alternativ: The Avenger (USA)

# Alt Heidelberg (1959) (executive producer)

# Rosen für den Staatsanwalt (1959) (executive producer)
... alternativ: Roses for the Prosecutor (USA)

# Peter Voss, der Held des Tages (1959) (executive producer)
... alternativ: Meet Peter Voss (USA)
... alternativ: Peter Voss, Hero of the Day (International: English title)

# Maulkorb, Der (1958) (executive producer)
... alternativ: The Muzzle (International: English title)

# Schwarzwälder Kirsch (1958) (executive producer)

# Greifer, Der (1958) (producer)
... alternativ: The Copper (International: English title)
... alternativ: The Ripper (USA: TV title)

# Zwei Herzen im Mai (1958) (executive producer)
... alternativ: Two Hearts in May

# Peter Voss, der Millionendieb (1958) (producer)

# Frühling in Berlin (1957) (executive producer)

# Vater sein dagegen sehr (1957) (executive producer)

# Charleys Tante (1956) (executive producer)
... alternativ: Charley's Aunt (International: English title)

# Ja, ja die Liebe in Tirol (1955) (executive producer)

# Fröhliche Dorf, Das (1955) (producer)
... alternativ: Krach um Jolanthe

# Auf der Reeperbahn nachts um halb eins (1954) (executive producer)

# ...und ewig bleibt die Liebe (1954) (producer)

# Baron Tzigane (1954) (executive producer)
... alternativ: Gypsy Baron (Australia)
... alternativ: Zigeunerbaron, Der (Die Bundesrepublik Deutschland)

# Vogelhändler, Der (1953) (executive producer)
... alternativ: The Bird Seller



Snatch from: "Heinz Willeg - ilmography as: Produzent" (10/2007)
Source: http://german.imdb.com/name/nm0929697/#productionX20manager1960

« Last Edit: November 28, 2007, 04:51:09 PM by Textaris(txt*bot) »

Offline Textaris(txt*bot)

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[Danke!... (Zur deutschen Filmindustrie)]
« Reply #4 on: November 29, 2007, 10:12:50 AM »
Quote
Die deutsche Filmindustrie bringt in den großen Produktionen nichts
als geistigen Dünnschiß, innovations- und risikofrei kalkulierte
Taschenfüller, die der verflachten Bevölkerung die leeren
anspruchslosen Gemüter erheitert. (mastodon)

Quote
28. November 2007 19:56
*Hehe*, nette Polemik
palak.paneer (mehr als 1000 Beiträge seit 10.07.03)

[...] "Jedes Volk bekommt die Filme, die es verdient hat" finde ich doch
etwas zu hart im Urteil.

Von Haußmann kenne ich nur die Legende von Paul und Paula aus der
Volksbühne und "Herr Lehmann", fand ich beides prima. Mein Nachbar
war Komparse bei "Sonnenallee", den ich eher schwach fand, aber
dennoch nicht in die Kategorie verschwendete Zeit fiel. Ich sehe es
ähnlich wie bei Sönke Wortmann oder Detlev Buck, oftmals originelle
Einstandsfilchen um dann letztlich doch die Masse zu bedienen, aber
warum auch nicht, wer will es dem Regisseur verdenken, wenn er lieber
5.000.000 statt 50.000 Zuschauer hat?

Am interessantesten an der Berlinale fand ich immer das "Forum des
jungen Films" o.s.ä., kam durch meinen Job da immer an Karten, glaube
da habe ich noch nie einen wirklich schlechten Film gesehen, aber ein
normaler Film bemißt sich nun einmal am Erfolg und da gelten andere
Kritierien, als bei einem Jungregisseur der seine genialen Einfälle
auslebt. Man denke nur an Clerks und den Rest, den Kevin Smith danach
gemacht hat...

Und Eichinger, ich bin froh, dass wir überhaupt einen Produzenten
solchen Niveaus in Deutschland haben, gute Filme die er produziert
hat sind imho "Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo", "Der Name
der Rose", "Last exit to Brooklyn" oder "Das Parfum".

Und Deutschland bringt ja auch interessante Sachen zustande, auch
wenn sie vielleicht nicht immer beim Millionenpublikum ankommen, z.B.
Fatih Akin. Gemessen an der Größe ist das vielleicht wirklich
armseelig, aber wie schon ein anderer schrieb, hier und da sind
Perlen dabei.

Mein persönlicher Tip, ein Dokumentarfilm, "Der Rote Elvis" von
Leopold Grün
LG

Quote
29. November 2007 1:27
Deutsche Filme sind bis auf wenige Ausnahmen immer irgendwie schlecht...
Grimme (21 Beiträge seit 25.11.07)

... und kommen selten über Schwarzwaldklinik-Niveau hinaus.
Wahrscheinlich denkt man in der deutschen Filmbranche, daß wenn das
Niveau künstlich tief gehalten wird, wird alles viel billiger und die
Konsumenten sind ja eh anspruchslos.



Aus: "Danke!" Kommentar zu: "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken"
(mastodon, 28. November 2007 13:52)
http://www.heise.de/tp/foren/go.shtml?read=1&msg_id=13971382&forum_id=127974

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26691/1.html

« Last Edit: November 29, 2007, 10:19:09 AM by Textaris(txt*bot) »