Author Topic: [Das Wesen der Kunst... [?] ]  (Read 5079 times)

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Offline Textaris(txt*bot)

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[Das Wesen der Kunst... [?] ]
« on: March 04, 2007, 09:34:57 PM »
Suchmaschienen Textfraktale:

[...] Hin und wieder genügen die bizarrsten Anlässe, um sich über das Wesen der Kunst Gedanken zu machen...

[...] An dieser Stelle ist es wohl nötig, sich über das Wesen der Kunst ein paar Gedanken...

[...] daß alle Aussagen über das Wesen der Kunst auf einer bloßen Fiktion beruhen: auf der naiven Unterstellung definitionssüchtiger...

[...] Er berichtete, daß Versuche, das Wesen der Kunst zu beschreiben, seit der griechischen Antike angestellt wurden...

[...] Das gerade ist das Wesen der Kunst, daß sie die Innenwirklichkeit...

[...] Träfe diese Auffassung zu, wären philosophische Theorien über das Wesen der Kunst bloße Spekulation. Der Streit um den Kunstbegriff, der bis heute nicht...

[...] Das Wesen der Kunst ist also weiniger das Sein als der Mensch selbst. Technik ist nicht mehr...

[...] Das Wesen der Kunst ist geistiges Leben im Sinnlichen. Und weil der Mensch beiden Welten angehört...

[...] Auch im Begriff der Form geht das Wesen der Kunst nicht auf, wenn es auch durch sie...

[...] ist es unmöglich, jemandem mittels der Sprache den Sinn für das Wesen der Kunst zu vermitteln, da man dies selber...

[...] und das Wesen der Kunst zu hinterfragen. Dieses Hybridgebilde ist...

[...] beantwortet werden soll nun nicht mehr, was das `wesen' der kunst ausmacht; die frage lautet heute eher: wann ist kunst?

[...] Anders wird sich das Wesen der Kunst uns nie offenbaren...

[...] Dies sei das Wesen der Kunst: Sie greife Dinge aus ihrem Zusammenhang und...

[...] Sie ist zu einer Art Götze geworden, und all das Nachdenken und Reden über das 'Wesen der Kunst' hat den Künstlern mehr geschadet als genützt."

[...] Mein Rekurs auf das Wesen der Kunst mag den irritieren, der von der Kunst vor allem eine Symbolisierungsleistung erwartet und...

[...] und im Grunde genommen könnten ihnen die endlosen und unergiebigen Diskussionen um das Wesen der Kunst gleichgültig sein...


[...] Das Wesen der Kunst liegt nicht in der Bestätigung des schon Bekannten, sondern...

[...] Das Wesen der Kunst wird von Hegel aus ihrer Geschichtlichkeit heraus. bestimmt: Kunst ist die sinnlich-materielle Darstellung des Geistigen, d. h. eine...

[...] Kunst in jenem nicht genau definierbaren Spannungsfeld von Moral und Unmoral...


[...] und von so erhabner Stufe zum tiefsten Abgrund fiel, und darin das Wesen der Kunst erkennen, die gleich dem menschlichen Körper geboren wird...
« Last Edit: February 14, 2008, 01:19:26 PM by lemonhorse »

Offline Textaris(txt*bot)

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[Diese Zufluchtsstätte... ]
« Reply #1 on: May 08, 2008, 12:00:27 PM »
Quote
[...] "Im Areal der reinen Vernunft ist die Kunst die letzte Zufluchtsstätte für Gemütsanteile, die noch nicht gänzlich zu sich selbst gekommen sind", heißt es in einem der Wandtexte. Diese Zufluchtsstätte ist nicht Kants moralische und metaphysische hohe Schule, sondern deren postromantische Parodie. Aber auch hier gibt es eine Lektion: Man unterschätze nicht, in welchem unsichtbaren Kräftefeld man sich bewegt und welches Klopfzeichen man jeden Moment empfangen könnte.

[...]


Aus: "Fotografie-Ausstellung im Hamburger Bahnhof: Wenn Künstler philosophieren" (08.05.2008)
„Reine Vernunft“ hat das Künstlerpaar Bernhard und Anna Blume ihre Werkschau betitelt. Immanuel Kant als Godfather der Konzeptfotografie? VON HENRIKE THOMSEN
Quelle: http://www.taz.de/1/leben/kuenste/artikel/1/wenn-kuenstler-philosophieren/?src=AR&cHash=64b5e6689c


Offline Textaris(txt*bot)

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[Das Wesen der Kunst wie das Wesen der Kritik... ]
« Reply #2 on: December 05, 2012, 01:16:11 PM »
Quote
[...] Das Wesen der Kunst wie das Wesen der Kritik liegt darin, dass man etwas herausfinden will über die Welt. ... Nicht die Beurteilung eines Werkes ist das Wesentliche einer Kritik (man kann sogar, behaupte ich, unter Umständen ganz darauf verzichten, eine Bewertung nach Art eines „Kunstrichters“ abzugeben), das Wesentliche ist vielmehr die Schaffung von Zugängen, Lesarten, Vorschlägen und Zusammenhängen. Die Kritik schafft durch Text, Gespräch und Erzählung einen Raum, in dem man sich immer noch frei bewegen und debattieren kann. ...

... Kritikerin und Kritiker verlangen Kunst und Unterhaltung etwas ab, was sie genuin gar nicht haben müssen, nämlich Moral. Das kann von „sittlicher Entrüstung“ (eher unzeitgemäß) über die Frage nach dem, was Kunst „dürfen“ soll (einschließlich ihrer Übergriffe, ihrer Verletzungen, ihrer Gefährdungen) bis zur politischen Moral reichen: Darf Kunst eigentlich Millionen-Gewinne für reiche Sammler und ihre Agenten abwerfen, wenn gleichzeitig Hunger nach Nahrung wie nach Kultur entsteht? Von der Kunst ist nicht zu verlangen, dass sie sich als moralische Anstalt ansieht, doch den Gebrauch, den eine Gesellschaft von ihren Kunstwerken macht, den kann man sehr wohl unter moralischen Gesichtspunkten sehen. Auch gute Kunst kann böse sein, und auch schlechte Kunst kann gut sein. Kritik ist unter vielem anderen die Kunst, das moralische nicht mit dem ästhetischen Urteil zu verwechseln, und zugleich zu verstehen, wie das Moralische mit dem Ästhetischen zusammenhängt. Kritik um der Kritik willen gibt es im übrigen so wenig wie es Kunst um der Kunst willen gibt.

... Eine gute Kritik ist eine, die nicht Menschen aus dem Dialog mit der Kunst ausschließt, damit sich die verbliebenen als etwas Besseres fühlen können, eine gute Kritik ist eine, die neue Teilhaber an diesem Dialog gewinnt. Eine schöne Kritik, vielleicht, ist eine Art gemeinsames Lernen.

... In immer weiteren Bereichen unserer Medienalltage kommt Kritik nicht mehr vor. Nicht nur das Fernsehen schafft diese kulturelle Technik ganz einfach ab. Auf dem deutschen Kulturmarkt ist jeder jubelnde Blödsinn willkommener als eine ernstzunehmende Kritik. Wozu eine Auseinandersetzung mit dem Buch einer Autorin, eines Autors, wenn es doch reicht, sie oder ihn in eine launige Talkshow zu laden? Eine Filmkritik? Gerne: Drei Minuten, und dann zu etwas vollkommen anderem, wie es bei Monthy Python heißt. Und was die mediale Aufmerksamkeit anbelangt, so wird die Strategie belohnt: Warum sachlich, wenn’s auch persönlich geht? Wir ließen es zu, dass Kritiker zu Pausenclowns und Hofnarren der Spaßgesellschaft wurden; wir trauen ihnen alles zu, nur keinen bedeutenden Beitrag zu unserer Kultur mehr. Wir ließen es zu, dass Kritiken Futter für die Marketingabteilungen liefern sollen und zu einer ökonomischen Geschmackskontrolle für die PR wurden: Nicht kritische Debatte sondern „Mainstreaming“ ist das Gebot der Stunde. Wir ließen es zu, dass von einer Kritik des Spektakels nur noch das Spektakel der Kritik blieb.

...


Aus: "Was ist eigentlich Kritik, und warum steht es derzeit bei uns so schlecht damit?" (04.12.2012)
Quelle: http://www.seesslen-blog.de/2012/12/04/was-ist-eigentlich-kritik-und-warum-steht-es-derzeit-bei-uns-so-schlecht-damit/




Offline Textaris(txt*bot)

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[Merkwürdige Einheit von Subjekt und Objekt... ]
« Reply #3 on: March 19, 2013, 11:47:00 AM »
Quote
[...] "Die Wissenschaft bemüht sich, das Subjekt vom Objekt zu trennen, das Objekt vollkommen rein zu beschreiben; das Objekt ist ihr Gegenstand. Der Gegenstand der Kunst aber ist jene merkwürdige Einheit von Subjekt und Objekt, von Begriffenem und Griff. Der Künstler zeigt die Welt auf seine höchst persönliche Weise. Man kann sagen, Gegenstand der Kunst ist die Wirklichkeit, erfahren durch eine Haltung. Ein Beispiel. Wenn Sie ein Pariser Bauwerk, eine Brücke oder eine Kirche, gemalt sehen von einem realistischen, einem impressionistischen und einem expressionistischen Maler, werden Sie herausfinden: der Gegenstand, der für die Wissenschaft immer der gleiche wäre, ist für die Kunst dreimal ein anderer. Es ist subjektive Haltung eingeflossen. Im ersten Fall die einer zufriedenen Bourgeoisie, im zweiten die einer skeptischen und im dritten die einer sich gegen sich selbst auflehnenden Bourgeosie. Natürlich enthält der Gegenstand der Kunst auch Objektives, insofern fällt auch etwas wie objektive Erkenntnis ab. Aber der Zweck der Kunst ist nicht Nachricht über die Wirklichkeit. Der Zweck der Kunst ist Nachricht über eine Haltung, die man der Wirklichkeit gegenüber einnehmen kann. Die Abbildung der Wirklichkeit ist das Mittel, und der Zweck (aus dem nun die künstlerische Methode entspringt) ist, eine Haltung anzubieten; hier schlägt die Sache um in Politik."

Peter Hacks: Das Poetische. Ansätze zu einer postrevolutionären Dramaturgie. Frankfurt am Main 1972. S. 90-91.


Quelle: http://welteninwelten.blogspot.de/2013/03/literaturkanon-110-das-poetische-1966.html


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[Aber wie... ]
« Reply #4 on: July 28, 2014, 02:53:34 PM »
Quote
[...] Manches an dieser Biennale läßt die Betrachter ratlos – wie bei jeder Kunstschau eigentlich, wo Werke zusammengetragen werden, ob Venedig oder Kassel. Was ist die verbindende Klammer? Wir müssen dann an den Orten und auf die Werke genau hinschauen und uns unseren eigenen Reim aufs ästhetische Objekt machen. Aber wie, ohne ins bloß Subjektiv-Beliebige des Geschmacksurteils oder der zuweilen zwar kreativen, aber in letzter Instanz doch blinden Assoziation zu verfallen?

...


Aus: "Das Kunstwerk in Zeiten seiner zeichentheoretischen Vielfältigkeit? – Die BERLIN BIENNALE 8 (Partie I)"
Veröffentlicht am 28. Juli 2014
Quelle: http://bersarin.wordpress.com/2014/07/28/das-kunstwerk-in-zeiten-seiner-zeichentheoretischen-vielfaltigkeit-die-berlin-biennale-8-partie-i/