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Author Topic: [Empfindungsfähige Roboter und denkende Maschinen...]  (Read 2077 times)

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[Empfindungsfähige Roboter und denkende Maschinen...]
« on: December 27, 2006, 04:16:08 PM »

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[...] Empfindungsfähige Roboter und denkende Maschinen sollten in nicht allzu ferner Zukunft dieselben Rechte wie Menschen erhalten. Zu diesem ungewöhnlichen Schluss kommt eine Studie im Auftrag der britischen Regierung, wie die "Financial Times" berichtete.

Die Studie war im Auftrag von David King, dem Chefwissenschaftler der britischen Regierung, erstellt worden. King hatte die Experten aufgefordert, ihre Visionen über Robotik im Jahr 2056 einzureichen.

270 wissenschaftliche Arbeiten trafen ein, eine beschäftigte sich besonders mit dem rechtlichen Status der Maschinen in 50 Jahren - und sorgt nun für Wirbel.

Die von Outsights, einer Managementberatung, und Ipsos Mori, einem Meinungsforschungsinstitut gemeinsam verfasste
Expertise ging davon aus, dass die Künstliche Intelligenz große Fortschritte machen wird.

Ziele der "Artificial Intelligence" sind die Simulation menschlicher Intelligenz und der Bau von Maschinen, die sprechen, lernen und Probleme lösen können.

Die Beiträge der Disziplin haben zu technischen Innovationen wie der Gesichtserkennung und Internet-Suchmaschinen geführt und das Verständnis vertieft, wie das menschliche Gehirn Informationen verarbeitet.

Denkt man nun die rasante Entwicklung der letzten Jahre weiter, so die Forscher, sind eigenständig denkende und fühlende Maschinen in greifbarer Nähe. Doch welchen Status sollen diese neuen Wesen haben?

Die Experten sind sich einig: Sie sollen nicht nur Arbeitssklaven sein. "Die denkenden und fühlenden Maschinen würden wahrscheinlich selbst Rechte für sich einfordern", so Henrik Christensen, Direktor des Zentrums für Robotik und intelligente Maschinen des Georgia Institute of Technology.

Eine bedingte Gleichstellung mit den Rechten für Menschen sei daher nahe liegend.

Innerhalb von 50 Jahren könnte man beim Wählen neben einem intelligenten Staubsauger stehen, bringt die "Financial Times" die Empfehlung der Wissenschaftler auf den Punkt.

Die Idee ist für Science-Fiction-Fans allerdings so neu nicht. Der Kultautor Isaac Asimov beschrieb in seinen Roboter-Storys drei Grundgesetzte für intelligente Metallwesen.

Ein Roboter darf kein menschliches Wesen verletzen. Ein Roboter muss den ihm von einem Menschen gegebenen Befehlen gehorchen, und ein Roboter muss seine Existenz beschützen.

Doch die Ersteller der Expertise gehen noch weiter: Roboter und Maschinen würden heute noch als leblose Objekte, als Dinge ohne Rechte und Pflichten, gewertet.

Sollten die intelligenten Roboter allerdings allgegenwärtig werden, so der Report weiter, würde der Ruf nach einer Ausdehnung der rechtlichen Stellung auch für die KI-Maschinen aufkommen, argumentieren die Autoren weiter.

[...] Man brauche für den Mensch-Maschine-Umgang ethische Regeln, damit man nicht die Grenze des Akzeptablen immer weiter hinausschieben würde.


Aus: "Von Steuerpflicht bis Krankenversicherung" (27.12.2006)
Quelle: http://orf.at/061221-7308/?href=http%3A%2F%2Forf.at%2F061221-7308%2F7309txt_story.html

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