Author Topic: [Notizen zum Terror... ]  (Read 196323 times)

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[Seit dem Beginn des Konflikts im Jahr 2009... ]
« Reply #195 on: December 03, 2014, 05:40:17 PM »
Quote
[...] KANO afp | Bei einem weiteren Angriff mutmaßlicher Boko-Haram-Extremisten im Nordosten Nigerias sind offenbar mehr als 150 Sicherheitskräfte und Zivilisten getötet worden. Rettungskräfte und Ärzte berichteten am Mittwoch, nach der Attacke auf die Stadt Damaturu am Montag seien 115 Leichen ins Krankenhaus gebracht worden. Darüber hinaus wurden sechs Soldaten und 38 Polizisten getötet, wie ein Polizeisprecher erklärte. Auch einige Angreifer sollen unter den Toten sein.

Mutmaßliche Kämpfer der Extremistenorganisation Boko Haram hatten am Montag mehrere Stunden lang Polizeistützpunkte attackiert. Zeugen berichteten von „Chaos“ in der Stadt. Auch vor einem Gefängnis, in dem Boko-Haram-Mitglieder festgehalten werden, soll gekämpft worden sein. Eine private Anti-Boko-Haram-Miliz berichtete, 40 Angreifer seien getötet worden. Eine offizielle Opferzahl gab es auch am Mittwoch weder von der Regierung noch vom Militär.

Damaturu ist die Hauptstadt des nordöstlichen Bundesstaats Yobe. Im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias kämpft Boko Haram seit Jahren mit Gewalt für einen islamischen Staat. Seit dem Beginn des Konflikts im Jahr 2009 fielen den Angriffen der Extremisten auf Armee, Behörden, Schulen und Kirchen mehr als zehntausend Menschen zum Opfer.

Erst am Freitag wurden bei einem Angriff auf eine Moschee in der Millionenstadt Kano mindestens 120 Menschen getötet. Am Montag, dem Tag der Attacke in Damaturu, sprengten sich auf einem Markt der Boko-Haram-Hochburg Maiduguri zwei Selbstmordattentäterin in die Luft und rissen mehrere Menschen in den Tod. Bei einem Anschlag am selben Ort hatten schon eine Woche zuvor zwei Attentäterinnen 45 Menschen mit in den Tod gerissen.


Aus: "Anschläge in Nigeria mit 150 Toten" (03. 12. 2014)
Quelle: http://www.taz.de/Boko-Haram-greift-Polizeistuetzpunkte-an/!150608/


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[Am 14. und 15. Februar 2015 kam es zu... ]
« Reply #196 on: February 15, 2015, 12:52:28 PM »
Am 14. und 15. Februar 2015 kam es zu zwei Anschlägen in Kopenhagen, Dänemark. Am Nachmittag nahm ein Täter das Kulturzentrum Krudttønden im Stadtteil Østerbro unter Beschuss. Dabei wurden ein Mann getötet und drei Polizeibeamte verletzt. Ziel des Anschlages war eine Diskussionsveranstaltung zur Thematik Kunst, Blasphemie und Meinungsfreiheit. ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Anschl%C3%A4ge_in_Kopenhagen_2015

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"Islamischer Staat"Beginnend mit Worten, endend mit Blut" Georg Seeßlen (15. Februar 2015)
Extremisten konkurrieren um die Jugend des Westens. Warum wird gerade der IS zur neuen Heimat der Enttäuschten? 15 Anmerkungen zu europäischen Dschihadisten...
http://www.zeit.de/kultur/2015-02/islamischer-staat-dschihadisten-aus-europa-essay

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Quote
[...] Journalisten und Zeichner sind immer wieder Ziele islamistischer Anschläge. Die Polizei geht auch in Kopenhagen von einem Terrorakt aus. Ein Überblick.

Januar 2015: Die Brüder Chérif und Saïd Kouachi stürmen in Paris die Redaktionsräume des religionskritischen Satiremagazins Charlie Hebdo. Sie erschießen zwölf Menschen, darunter neun Journalisten. Zu den Toten zählt auch der unter dem Künstlernamen Charb bekannte Zeichner und Chef des Magazins, Stéphane Charbonnier. Die Polizei erschießt die Brüder zwei Tage nach dem Anschlag.

Februar 2013: Der 70 Jahre alte dänische Journalist Lars Hedegaard übersteht in Kopenhagen ein Attentat unverletzt. Den unbekannten Täter kann er selbst in die Flucht schlagen. Zuvor hatte eine Pistolenkugel den Kopf des Islamkritikers knapp verfehlt. Hedegaard war Ende der 1980er Jahre Chefredakteur der linksliberalen Tageszeitung Dagbladet Information und stellte sich hinter die Mohammed-Karikaturen der dänischen Zeitung Jyllands-Posten.

November 2011: Unbekannte verüben einen Brandanschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo. Am selben Tag war ein Sonderheft zum Wahlerfolg der Islamisten in Tunesien erschienen. Das Magazin hatte sich deshalb in Scharia Hebdo umbenannt, als Chefredakteur war der Prophet Mohammed benannt worden.

Mai 2011: Ein Kopenhagener Gericht verurteilt den Tschetschenen Lors Dukajew für einen versuchten Anschlag auf die Zeitung Jyllands-Posten zu zwölf Jahren Haft. Der 25-Jährige hatte sich 2010 in Kopenhagen bei der Explosion seines Sprengstoffes verletzt. Er wollte eine Briefbombe an die Redaktion der Zeitung schicken.

Mai 2010: Zwei Männer werfen Benzinflaschen durch ein Fenster in das Haus des schwedischen Mohammed-Karikaturisten Lars Vilks. Auf den Zeichner wurde bereits 2007 im Internet von einem Al-Kaida-Ableger im Irak ein Kopfgeld von 150.000 Dollar ausgesetzt.

Januar 2010: Der dänische Zeichner Kurt Westergaard, von dem die Mohammed-Karikaturen in Jyllands-Posten stammen, entkommt nur knapp einem Attentat. Bereits 2008 hatten die dänischen Behörden Mordpläne gegen ihn aufgedeckt. Mehrere Verdächtige wurden festgenommen.

November 2004: Der niederländische Islamkritiker Theo van Gogh wird in Amsterdam von einem muslimischen Extremisten ermordet. Er hatte einen Film über die Unterdrückung der Frauen im Islam gedreht. Auf der Leiche hinterließ der Täter einen Brief mit Morddrohungen gegen weitere Niederländer.

Quote
   zettpunkt
    vor 2 Stunden 1 Minute

2. Bei der Nabelschau sollten die jüdischen Opfer ...

... in Paris und Kopenhagen, Brüssel, Toulouse etc. nicht vergessen werden.

Journalisten und Karikaturisten wird die Provokation unterstellt, die den islamistischen Terror nach sich zieht. Der Begriff der "Schere im Kopf" wird dann angeführt, wenn Journalisten, Karikaturisten und Künstler kritische Auseinandersetzungen mit dem Islam unterlassen.

Diese Möglichkeit haben jüdische Mitbürger nicht.
Sie bleiben Zielscheibe des antisemitischen Terrors.


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   Veräntergung
    vor 1 Stunde 56 Minuten

4. Der Stürmer

Diese Karikaturen und gerade Hebdo erinnern mich sehr an den Stürmern. Die Mulsime und der Islam darin werden in einer Weise dargestellt, die einem an diese andere Hetzschrift erinnert.



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   Demokläs
    vor 1 Stunde 49 Minuten

6. das hatten wir schon mal

"Diese Karikaturen und gerade Hebdo erinnern mich sehr an den Stürmern"

Und ihre Vergleich ist genau so *Glücklich* wie von Göbbels mit Gorbatschov!


Quote
   zettpunkt
    vor 1 Stunde 41 Minuten

7. Mich erinnern die antijüdischen Karikaturen in arabischen Medien an den Stürmer.

http://www.bpb.de/politik/extremismus/antisemitismus/37971/medien-in-nahost?p=all

http://www.deutschlandradiokultur.de/nazi-propaganda-auf-arabisch.1079.de.html?dram:article_id=176254

http://www.spiegel.de/politik/ausland/nahost-medien-quotenjagd-mit-antisemitismus-a-400708.html


Quote
   Begleiterscheinung
    vor 1 Stunde 49 Minuten

10. Wie Sarah Wagenknecht richtig bemerkte ...

...müssen die Aktionen in Paris und Kopenhagen mit den brutalen und hinterhältigen Dronenmorden der Amerikaner in Relation gesetzt werden.


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   Standpunkt
    vor 1 Stunde 44 Minuten

14. Nein...

müssen, ja DÜRFEN sie nicht.

Die Ermordung der CH-Redakteure erfolgte nicht wegen der "Drohnen-Angriffe", sondern wegen der "Beleidigung des Propheten". Sie erinnern sich noch an das Gegröle der Mörder - von Amateurvideos aufgenommen?
"Wir haben den Propheten gerächt!"

Ihre Einlassung ist daher barer Unsinn und eine Relativierung dieses Verbrechens.


Quote
   Danaeer
    vor 1 Stunde 48 Minuten

11. zu 4: über Politik, Religion und öffentliche Meinung muss sich

lustig gemacht werden dürfen, gerade über solche Vorschriftengeber und deren theoretische Quellen, die angeblich wissen und beinhalten, was gut und richtig für die Menschen ist. Für mich ist das unverzichtbarer Bestandteil der Meinungsfreiheit: und wenn Religionsfanatiker meinen, andere dafür, also unziemliche Meinung umbringen zu dürfen/müssen, darf sich jeder Attackierte mittels aller Möglichkeiten erwehren.

Wie oft waren schon Paepste und katholische Kirche Objekte satirischer Begierden? Der Papst Benedikt auf dem Titanic-Cover?

Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich! İhre Gleichsetzung empfinde ich als ausgesprochen unpassend!


Quote
   Demetrios I. Poliorketes
    vor 1 Stunde 41 Minuten

15. bei insgesamt 18000 Opfern von Terroranschlägen weltweit. .

...und jährlich erzeugt diese kleine Aufzählung aus Europa mit berufsspezifischer Ausrichtung eher eine Relativierung gruppenbezogener rassistischer Gewalt durch Heraustellen von Einzeltätern, denn ein umfassendes Bild


Quote
   repugna
    vor 1 Stunde 37 Minuten

19. Der Westen versteckt sich gerne unter Schlagwörtern wie Meinungsfreiheit und Demokratie, meint aber immer "eure Kultur ist unseren unterlegen und deshlab können wir uns das Recht nehmen es zu karikieren." Vor Meinungsfreiheit steht aber immer noch Respekt. Respekt vor der Religion anderer, vor der Kultur anderer, vor den Resourcen und Gütern anderer etc. Wer das Ander nicht respektiert, kann auch kein Respekt erwarten und die Konsequenzen sind bekannt. Muslime haben Frankreich oder Dänemark versucht zu kolonisieren und die eigene Lebensart aufzuzwingen. Das waren immer nur die Europär und jetzt versuchen sie unter dem Vorwand den Islamismus zu bekämpfen wieder zu kolonisieren oder zu mindestens ihre Pfründe zu sichern. Oder warum befinden sich französische Armeeeinheiten in Mali. Etwa Dremokratie oder Meinungsfreiheit zu eatblieren? Nein, einzig dem Zweck das Yellow Cake für ihre Kernkraftwerke zu sichern und sonst nichts. Hätten sie Demokratie im Sinn gehabt als sie die nahöstlichen Staaten okkupierten, dann hätte man vielleicht schön länst demokratische Verhältnisse hier.


Quote
   ah-ha
    vor 1 Stunde 23 Minuten

24. Die Welt wäre eine bessere

ohne den Islam.

Man sollte diese Religion verbieten und die Anhänger derselben ausweisen.


Quote

    Arlequin
    vor 46 Minuten

Seit wann zeigt sich denn dieses Problem des radikalen (d.h. mörderischen/faschistoiden) Islamismus?

Meines Wissens erst seit ca. 30 Jahren. Vielleicht sollte hier kritisch und selbstkritisch Ursachenforschung erfolgen, anstatt wahllos jedem Gemüsehändler Ausbürgerung anzudrohen.



Aus: "Terrorismus: Von "Charlie Hebdo" bis Theo van Gogh" (15. Februar 2015)
Quelle: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-02/terrorismus-kopenhagen-charlie-hebdo-theo-van-gogh-ueberblick
« Last Edit: February 15, 2015, 12:55:41 PM by Textaris(txt*bot) »

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[In Pakistan kommt es immer wieder... ]
« Reply #197 on: March 15, 2015, 01:31:49 PM »
Quote
[...] Pakistan ist wegen ständigen Terrors von Extremisten in Alarmstimmung, vor allem seit dem Angriff der Taliban auf eine Schule in Peshawar im Dezember. Damals waren 150 Menschen getötet worden, vor allem Schüler. Oft wird die muslimische Minderheit der Schiiten getroffen. Doch gab es schon 2013 in Peshawar auch einen Angriff auf eine Kirche, bei dem 85 Menschen getötet wurden. ...


Aus: "Tote bei Anschlägen auf christliche Kirchen" (15. März 2015)
Quelle: http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-03/pakistan-anschlag-kirchen-taliban

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Lahore ist mit 7.092.000 Einwohnern nach Karatschi die zweitgrößte Stadt Pakistans (Stand 2010). Sie liegt am Ufer des Flusses Ravi, nur wenige Kilometer von der Grenze zu Indien entfernt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Lahore

---

Quote
[...] Lahore - Zwei benachbarte Kirchen in der ostpakistanischen Stadt Lahore sind Ziel von Anschlägen der Taliban geworden. Beim Gottesdienst am Sonntag hätten zwei Selbstmordattentäter die Gotteshäuser angegriffen, sagte ein Polizeisprecher. Als Wachleute die Extremisten am Eingang stoppen wollten, hätten sich die Angreifer in die Luft gesprengt.

Außer den Attentätern seien 14 Menschen ums Leben gekommen, darunter zwei Kinder. Nach Krankenhausangaben wurden mehr mindestens 78 Menschen verletzt. Eine Splittergruppe der radikal-islamischen Taliban in Pakistan übernahm die Verantwortung für die Anschläge. Es werde weitere derartige Angriffe geben, schrieb ein Taliban-Sprecher in einer E-Mail an Journalisten.

Aufgebrachte Anwohner lynchten nach den Anschlägen zwei Personen, die verdächtigt wurden, in die Angriffe verwickelt gewesen zu sein. Die beiden Opfer seien bei lebendigem Leibe verbrannt worden, sagte ein Sprecher der Provinzregierung und fügte hinzu: "Das hätte nicht passieren dürfen."

Ein Zeuge sagte einem pakistanischen TV-Sender, der Haupteingang einer Kirche sei geschlossen gewesen, die Gläubigen hätten das Gebäude über eine Nebenpforte betreten. "Ein Bomber hat sich bei dieser Pforte in die Luft gesprengt." Mitten im folgenden Chaos sei die nächste Explosion zu hören gewesen.

"Ich saß bei einem Laden nahe der Kirche, als ich die Explosion hörte", sagte ein weiterer Zeuge. "Ich bin zu der Stelle gelaufen und habe gesehen, wie jemand mit einem Sicherheitsmann rang." Als der Angreifer es nicht geschafft habe, in die Kirche einzudringen, habe er sich in die Luft gesprengt.

Die betroffenen Kirchen - eine katholische und eine protestantische - liegen in Yohana Abad, einem von vielen Christen bewohnten Viertel Lahores. Die Bevölkerung der Stadt hat eine große christliche Minderheit. Lahore gilt als vergleichsweise sicher, aber seit gescheiterten Friedensgesprächen mit den Taliban im vergangenen Jahr ist die Lage auch dort angespannt.

In Pakistan kommt es immer wieder zu Angriffen von Extremisten auf Christen und andere religiöse Minderheiten. Bei einem Anschlag auf eine christliche Kirche in Peshawar waren 2013 mehr als 80 Menschen getötet worden.

ulz/AP/Reuters/dpa



Aus: "Anschläge in Pakistan: Taliban töten Christen beim Gottesdienst" (15.03.2015)
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/anschlaege-in-lahore-taliban-toeten-pakistanische-kirchgaenger-a-1023611.html

http://www.zeit.de/news/2015-03/15/pakistan-sechs-tote-und-50-verletzte-bei-taliban-anschlag-in-lahore-15090010
« Last Edit: March 15, 2015, 10:40:16 PM by Textaris(txt*bot) »

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[Der Händler Badamasi Amin berichtete... ]
« Reply #198 on: July 17, 2015, 07:56:32 AM »
Es ist ein Land mit großer kultureller Vielfalt: Im ganzen Land werden 514 verschiedene Sprachen und Idiome gesprochen. Außerdem sind hier zahlreiche westafrikanische Religionen anzutreffen. Allerdings herrschen auch oftmals mit Gewalt ausgetragene ethnische Konflikte zwischen dem muslimischen Norden und dem mehrheitlich christlich-animistischen Süden. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Nigeria

Die Geschichte Nigerias umfasst die Geschichte des seit 1960 unabhängigen westafrikanischen Staates Nigeria und der britischen Kolonien und Protektorate, aus denen der moderne Staat hervorgegangen ist. Die Grenzen des heutigen Nigeria sind das Ergebnis der Abgrenzung britischer Kolonialmacht von einer im 19. Jahrhundert französisch bzw. deutsch kolonialisierten Umgebung. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Nigerias

https://de.wikipedia.org/wiki/Politisches_System_Nigerias

Mit dem Scharia-Konflikt in Nigeria wird ein bewaffneter Konflikt um die Islamisierung des Landes zwischen militanten Gruppen, verschiedenen Vertretern religiöser Gruppierungen und der Regierung Nigerias bezeichnet. Erhard Kamphausen von der Missionsakademie der Universität Hamburg sprach von einer „geistlichen Kriegführung“ in muslimischen Kerngebieten. ... (07/2015)
https://de.wikipedia.org/wiki/Scharia-Konflikt_in_Nigeria


Quote
[...] Bei einem Doppelanschlag auf den zentralen Markt der Stadt Gombe im unruhigen Nordosten Nigerias sind mindestens 49 Menschen getötet worden. Zudem seien 71 Menschen verletzt worden, mehrere davon so schwer, dass sie in Lebensgefahr schwebten, sagte ein Vertreter der Rettungskräfte. Die Opferzahl könne weiter steigen.

Viele Kinder und Frauen waren demnach unter den Toten. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Das Attentat trägt jedoch die Handschrift der islamistischen Rebellengruppe Boko Haram, die in der Region immer wieder derartige Angriffe begeht.

Der Händler Badamasi Amin berichtete, die erste Explosion habe sich an einem Schuhladen ereignet. Während er sich mit Kollegen und Kunden um die Verletzten kümmerte, sei die zweite Bombe wenige Minuten später auf der gegenüberliegenden Straßenseite detoniert. Der Markt war zu diesem Zeitpunkt voller Menschen, die vor dem Fest Eid al-Fitr zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan am Freitag letzte Einkäufe erledigen wollten.

Gombe war in den vergangenen Monaten wiederholt Ziel von Bomben- und Selbstmordanschlägen. Im Februar hatten hunderte Kämpfer von Boko Haram die Stadt gestürmt und über Stunden auf die Bewohner gefeuert. Der gleichnamige Staat grenzt an die Bundesstaaten Borno, Yobe und Adamawa, die am schwersten vom Aufstand der Islamisten betroffen sind. Boko Haram kämpft seit 2009 mit Gewalt gegen den nigerianischen Staat. Dieser setzt Truppen ein, um die Terrorgruppe zurückzudrängen. Seitdem wurden in dem Konflikt mehr als 15.000 Menschen getötet.

kev/AFP/Reuters


Aus: "Nigeria: Dutzende Tote bei Bombenanschlag auf einem Markt" (17.07.2015)
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/nigeria-dutzende-tote-bei-doppelanschlag-auf-einem-markt-a-1044097.html

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[Am 10. Oktober 2015... ]
« Reply #199 on: October 19, 2015, 03:15:54 PM »
Quote
[...] Am 10. Oktober 2015 wurden zwei Selbstmordattentate in der türkischen Hauptstadt Ankara verübt. Bei der Explosion von zwei Sprengsätzen starben 102 Menschen[1] und mehr als 500 wurden verletzt.[2] Es handelt sich um den schwersten Terroranschlag in der Geschichte der Türkei. ...


Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Anschlag_in_Ankara_2015 (18. Oktober 2015)


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[Wie würden.. ]
« Reply #200 on: October 26, 2015, 11:33:21 AM »
Quote
[....] Es geht Schlag auf Schlag. Vergangenes Wochenende sticht ein Flüchtlingsfeind die Kölner CDU-Politikerin Henriette Reker nieder, am Mittwoch nimmt die Polizei in Franken eine Gruppe Rechtsextremisten fest, die mit hochexplosiven Böllern eine Unterkunft für Asylbewerber angreifen wollte. Seit Monaten vergeht kaum eine Woche, in der nicht ein Gebäude brennt, in das Flüchtlinge einziehen sollen oder in dem schon Menschen leben.

Anfang Oktober zündelte ausgerechnet ein Feuerwehrmann im sauerländischen Altena auf dem Dachboden eines Hauses, in dem sieben syrische Flüchtlinge einquartiert waren, darunter eine schwangere Frau. Der Hass auf Asylbewerber oder Migranten insgesamt mündet offenkundig in rechten Terror. In Ost und West, in Dörfern und Städten. Als seien rassistische Anschläge eine Art Volkssport.

Da hilft kein Verdrängen und kein Relativieren: Die Bundesrepublik wird mit „homegrown terror“ konfrontiert. Der Begriff ist in den Sicherheitsbehörden für militante einheimische Islamisten reserviert, doch diese Exklusivität ist überholt. Wie auch der juristische Terrorbegriff. Das Strafgesetzbuch kennt nur „terroristische Vereinigungen“, für die es mindestens drei Tatverdächtige braucht. Nach dieser Logik sind der Messerstecher von Köln und der Brandstifter von Altena keine Terroristen. Das wirkt weltfremd.

Die Bundesanwaltschaft konnte den Fall Köln denn auch nur wegen der „Schwere der Tat und der mit ihr vom Beschuldigten angestrebten Signalwirkung“ übernehmen. Beim geständigen Täter von Altena hingegen sah der Staatsanwalt nicht einmal ein politisches Motiv, sondern nur eine „persönliche Überzeugung“. Der Brandstifter und sein Komplize kamen frei. Wenigstens wird gegen die bayerischen Neonazis, die lebensgefährliche Böllerbomben auf Flüchtlinge werfen wollten, wegen des Verdachts der Bildung einer „kriminellen Vereinigung“ ermittelt.

Der Mangel an Klarheit in Wahrnehmung und Sprache von Staat und Politik hat leider Tradition. In den meisten Bundesländern wird die Zahl rechter Morde kleingerechnet. Nur ein Beispiel: Die Polizei in Nordrhein-Westfalen wertet bis heute den Angriff eines Ex-Söldners, der 2003 in Overath einen Anwalt, dessen Frau und die Tochter erschoss, nicht als rechtes Tötungsverbrechen. Obwohl das Landgericht Köln dem Täter eine nationalsozialistische Motivation bescheinigte.

Wie würden das Verbrechen von Overath und jetzt die Messerattacke in Köln sowie die Anschläge auf Flüchtlingsheime genannt, wären Islamisten die Täter? Da gäbe es in Staat und Politik keine Zweifel: Das ist Terror.

Doch bei geplanter, zielgerichtet lebensgefährdender Gewalt von rechts wird oft gedruckst. Obwohl nach dem NSU-Schock, der die Republik vor vier Jahren erschütterte, Staat und Politik deutlich mehr Sensibilität versprachen. Es gab auch Reformen, doch sie reichen offenbar nicht weit genug für die Erkenntnis: Deutschland wird mit einem Rechtsterrorismus neuen Typs konfrontiert. Er ist weniger organisatorisch strukturiert als informell über das Internet und doch brandgefährlich. Sind uns Terroristen mal wieder einen Schritt voraus?


Aus: "Gewalt gegen Flüchtlinge und Politiker: Bei Terror von rechts wird oft gedruckst" Frank Jansen (26.10.2015)
Quelle: http://www.tagesspiegel.de/politik/gewalt-gegen-fluechtlinge-und-politiker-bei-terror-von-rechts-wird-oft-gedruckst/12495436.html


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[Eine unvollständige Chronik... ]
« Reply #201 on: November 14, 2015, 06:37:43 PM »
Die Terroranschläge am 13. November 2015 in Paris waren koordinierte, islamistisch motivierte Attentate an fünf verschiedenen Orten im 10. und 11. Pariser Arrondissement sowie an drei Orten in der Vorstadt Saint-Denis. Nach Angaben der französischen Regierung wurden 130[1] Menschen getötet und 352 verletzt, davon 97 schwer. Außerdem starben sieben der Attentäter in unmittelbarem Zusammenhang mit ihren Attacken. Zu den Anschlägen bekannte sich die terroristische Vereinigung „Islamischer Staat“ (IS). ... (Stand: 13.06.2016)
https://de.wikipedia.org/wiki/Terroranschl%C3%A4ge_am_13._November_2015_in_Paris | https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Terroranschl%C3%A4gen

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Quote
[...] 14.11.2015 Ausland - Anschläge: Eine unvollständige Chronik von 2015
Insbesondere Frankreich ist Ziel von islamistischen Terroranschlägen

Die mutmaßlich islamistisch geprägten Anschläge vom Freitag, dem 13. November 2015 sind mit – nach derzeitigen Erkenntnissen 128 Opfern - die vorläufig blutigsten in diesem Jahr. Immer wieder versuchen islamistische Täter westliche Einrichtungen und Bürger zu treffen. Auftakt war der Angriff auf das französische Satiremagazin »Charlie Hebdo« in Paris im Januar.

12. November: Die italienische Polizei deckt ein islamistisches Terrornetz auf. Die verhafteten 16 Kurden und ein Kosovare sollen geplant haben, Geiseln zu nehmen und so den in Norwegen inhaftierten Terrorchef Mullah Krekar freizupressen.

31. Oktober: Über der ägyptischen Halbinsel Sinai stürzt ein Airbus A321 der sibirischen Airline Kolavia ab. Alle 224 Insassen – es sind vor allem russischen Touristen auf dem Heimweg – stürzt ab. Obwohl die Untersuchungen nicht abgeschlossen sind, gehen Geheimdienste, wohl auch der russische FSB, davon aus, dass es sich um einen Terroranschlag als Rache für den massiven Einsatz Russlands in Syrien handelt. Die Islamistengruppe Ansar Beit al-Makdis (»Unterstützer Jerusalems«) behauptet ihre Täterschaft.

29. Oktober: In Frankreich wird ein mutmaßlicher Dschihadist festgenommen. Er soll einen Anschläge auf Soldaten in Toulon nahe Marseille geplant haben. Der Mann war ins Visier der Ermittler geraten, weil er Ende vergangenen Jahres versucht hatte, nach Syrien zu gelangen. Geheimdienstkreise gehen davon aus, dass derzeit mehr als 500 Franzosen in Syrien und im Irak an der Seite der IS-Miliz kämpfen. Rund 750 weitere Landsleute wollen demnach offenbar in die Region reisen.

21. August: Ein 25-jähriger marokkanischer Islamist wird im Thalys-Schnellzug Brüssel - Paris von Fahrgästen überwältigt. Zwei Passagiere werden verletzt, bevor Mitreisende dem Attentäter die Kalaschnikow-Maschinenpistole entreißen und ihn überwältigen können.

13. Juli: Drei junge Männer werden verhaftet, sie sollen einen Angriff auf eine Militäranlage und die Enthauptung eines Offiziers geplant haben. Die Verdächtigen waren im Alter von 17, 19 und 23 Jahren und sie bekannten sich zum Islamischen Staat.

26. Juni: An einem Hotelstrand in der Nähe der tunesischen Touristenhochburg Sousse erschiesst ein 24-jähriger Einheimischer mit Verbindungen zu radikalen Gruppen 38 ausländische Touristen. Vor allem Briten werden getötet.

18. März: Im Bardo-Museum der tunesischen Hauptstadt Tunis werden 21 Menschen, in der Mehrheit ausländische Touristen, umgebracht. Die Terrororganisation Islamischer Staat bekennt sich zur Tat.

14. Februar: In Kopenhagen feuert ein 22-Jähriger auf ein Kulturcafé, ein Mann stirbt. Der Anschlag gilt vermutlich einem Mohammed-Karikaturisten, der jedoch unverletzt bleibt. Vor einer Synagoge erschießt der Attentäter einen Wachmann, bevor er von der Polizei erschossen wird.

3. Februar: Ein mit einem Messer bewaffneter Mann hat in der südfranzösischen Stadt Nizza drei Soldaten einer Anti-Terror-Patrouille angegriffen. Die Soldaten beschützten ein Gebäude, in dem die israelitische Kultusgemeinde von Nizza, eine jüdische Vereinigung sowie der Radiosender Shalom untergebracht sind.

7. Januar: Beim Attentat auf das Satiremagazin »Charlie Hebdo« werden in Paris zwölf Menschen getötet. Die beiden Täter kommen zwei Tage später beim Gefecht mit Polizeisondereinheiten ums Leben. Zu dem Anschlag bekennt sich die Terrororganisation Al-Qaida auf der arabischen Halbinsel. hei



Aus: "Anschläge: Eine unvollständige Chronik von 2015" (14.11.2015)
Quelle: http://www.neues-deutschland.de/artikel/991245.anschlaege-eine-unvollstaendige-chronik-von.html

« Last Edit: June 13, 2016, 02:34:26 PM by Textaris(txt*bot) »

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[Warum... ]
« Reply #202 on: December 01, 2015, 11:38:20 AM »
Quote
[...] Wolfgang Huber, Bischof a. D. und Professor an der Humboldt-Universität, warnte auf dem Kongress davor, angesichts der Angst vor Terror die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft als „pauschalen Identitätsmarker“ zu verwenden. Die Religionen stünden umgekehrt vor der Aufgabe, „sich gemeinsam zu einem egalitären Universalismus der Menschenwürde zu bekennen“. ...

Quote
     von ralf.schrader
    01.12.2015 09:46 Uhr

Psychiatrie und Terror - Da es sich bei der Radikalisierung von Menschen in Richtung Terror nicht um einen (patho-) psychologischen Tatbestand handelt, können die Psychiater wohl kaum etwas zur Prävention beitragen. Die Wurzeln der Radikalisierung gerade in Frankreich liegen im Nahen Osten der Jahre 1919 und später, sowie in Algerien der 60'er Jahre. ...


...


Aus: "Psychiater über Terror: Warum Jugendliche zu Radikalen werden" Adelheid Müller-Lissner (01.12.2015)
Quelle: http://www.tagesspiegel.de/wissen/psychiater-ueber-terror-warum-jugendliche-zu-radikalen-werden/12659408.html


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[Am 12. Juni 2016 im Bundesstaat Florida... ]
« Reply #203 on: June 13, 2016, 02:49:09 PM »
Bei dem Terroranschlag in Orlando wurden am 12. Juni 2016 im Bundesstaat Florida in den Vereinigten Staaten mindestens 51 Menschen getötet und 53 verletzt. Damit war es der folgenschwerste Terroranschlag in den Vereinigten Staaten seit den Terroranschlägen am 11. September 2001 sowie der schwerste einzelne Gewaltakt gegen die LGBT-Community und eines der verheerendsten Massaker in der Geschichte des Landes. Der Attentäter bekannte sich vor dem Anschlag zum Islamischen Staat (IS). Er war Mitarbeiter der weltgrößten Sicherheitsfirma G4S....
https://de.wikipedia.org/wiki/Terroranschlag_in_Orlando (Stand 13.06.2016)


https://de.wikipedia.org/wiki/Antischwule_Gewalt

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Terroranschl%C3%A4gen

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"Orlando: Was wir über das Massaker wissen" (ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, AFP, sk, 13. Juni 2016)
Das Motiv des Attentäters von Orlando gibt den Ermittlern weiter Rätsel auf, der 29-Jährige war den US-Behörden bekannt. 49 Todesopfer wurden bisher identifiziert. ...
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-06/orlando-massaker-was-wir-wissen-faq

https://www.taz.de/Angriff-auf-Nachtklub-in-Orlando/!5309036/ (12.06.2016)

Doch die besondere Bedeutung von LGBT-Clubs für eine Minderheiten-Community ging an den beiden Talk-Partnern vorbei, obwohl Owen Jones sie geradezu beschwor: „Wir müssen das als das bezeichnen, was es ist: eine absichtliche Attacke auf LGBT-Leute an einem LGBT-Ort!“ – „Auf die Freiheit aller Leute!“, versuchte Longhurst zu verallgemeinern, doch Jones blieb bei seinem Fokus: „Sie verstehen das nicht, Sie sind nicht schwul!“ – „Es spielt keine Rolle, ob ich schwul bin!“
Jones verwies mehrfach darauf, dass es in den Medien wenige Stimmen von LGBT-Leuten gebe. Und als in der Presseschau dann doch ein Vertreter der Organisation „Stonewall“ zitiert wurde, quasi als Feigenblatt des Ganzen, warf Owen Jones hin und verließ die Runde. ...

https://www.taz.de/TV-Diskussion-um-Orlando-Hintergruende/!5312345/ (13. 6. 2016)

Kühl dürfen nun einige Fakten zur Kenntnis gegeben werden: Anders, als der ARD-Brennpunkt am Sonntagabend erörterte, ist nicht die Frage zu klären, ob es sich eher um einen islamistischen oder homophoben Anschlag mit aktuell 50 Ermordeten handelt. Das ist die falsche Gegenüberstellung, denn der Täter, ein junger Mann, dessen Eltern aus Afghanistan in die USA einwanderten, handelte im Sinne beider Motive.
Der Islamismus von der Sorte des IS hasst Homosexuelle grundsätzlich. Er verabscheut alles, was offen schwul oder lesbisch oder trans* ist, und beabsichtigt, es auszulöschen. Des Täters Vater gab zu Protokoll, dass sein Sohn gewiss verstört war wegen zweier sich küssender Männer, die er gesehen habe. Das sind, sozusagen, Konfrontationen, die im islamistischen Kontext Hass und Wünsche nach Vergeltung auslösen. ...

https://www.taz.de/Kommentar-Angriff-auf-US-Disko/!5312393/ (Jan Feddersen, 13. 6. 2016)

Die Nachrichtenagentur des IS verbreitete eine kurze Erklärung unter Berufung auf eine nicht genannte Quelle. Darin heißt es: „Der bewaffnete Angriff, der einen Nachtclub für Homosexuelle in Orlando, Florida, zum Ziel hatte und mehr als 100 Tote und Verletzte zurückließ, wurde von einem Kämpfer des Islamischen Staats ausgeführt.“ Beweise wurden aber nicht angeführt. ... Die Bluttat könnte zu einer weiteren Polarisierung in dem ohnehin schon scharf ausgetragenen Wahlkampf in den USA führen. Der voraussichtliche republikanische Präsidentschaftskandidat Trump forderte Obama zum Rücktritt auf. Er warf dem Präsidenten zu große Nachsicht gegenüber der Gefahr durch islamische Extremisten vor. Trump bekräftigte seine Forderung, Muslimen generell die Einreise in die USA zu verwehren. Trumps voraussichtliche Wahlkampfgegnerin Hillary Clinton verurteilte das Attentat.
Die Tat von Orlando ist der schwerste Terrorakt in den USA seit den Attentaten vom 11. September 2001. Sie gilt zudem als blutigste Tat eines Einzelschützen in der modernen US-Geschichte. Das Attentat ereignete sich während des Gay-Pride-Monats, in dem im ganzen Land Homosexuellenparaden und Feste stattfinden. In New York ordnete Bürgermeister Bill de Blasio zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen für schwule und lesbische Einrichtungen an.
In Los Angeles gingen am Sonntag rund 150.000 Menschen zu einer Schwulen- und Lesbenparade auf die Straße. Die Polizei nahm einen Mann fest, der mit einem Auto voller Waffen unterwegs zu der Parade war. Seine Motive waren nach Angaben der Polizei von Los Angeles zunächst unklar. Verbindungen zu der Tat in Orlando sah sie nicht. ...

https://www.taz.de/Angriff-auf-Gay-Club-in-Orlando/!5312318/ (taz.de, 13. 6. 2016)

(15. Juni 2016): Den neusten Ermittlungen zufolge hat Omar Mateen für seinen Anschlag keine Instruktionen oder Hilfe von Gruppen wie dem "Islamischen Staat" bekommen. Vielmehr habe er sich selbst radikalisiert. Er sei ein "wütender, verstörter, instabiler junger Mann gewesen", sagte der US-amerikanische Präsident Barack Obama nach einem Treffen des Nationalen Sicherheitsrats des Weißen Hauses. ...
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-06/orlando-taeter-ehefrau-mittaeterschaft

« Last Edit: June 15, 2016, 09:18:44 AM by Textaris(txt*bot) »

Offline Textaris(txt*bot)

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« Reply #204 on: June 14, 2016, 09:33:09 AM »
Quote
[...] Während des tödlichen Angriffs auf eine Polizistenfamilie in Frankreich hat sich der Täter auf die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) berufen. Nachdem er einen 42-jährigen Polizisten mit Messerstichen getötet hatte, verschanzte er sich in dessen Haus im westlichen Umland von Paris. Spezialkräfte der Polizei stürmten in der Nacht zum Dienstag das Gebäude und erschossen den Angreifer, sie fanden dort die Leiche der Lebensgefährtin des Polizisten. Der dreijährige Sohn des Paares überlebte.

Die Attacke genau sieben Monate nach den Pariser Terroranschlägen vom 13. November fällt mit der Fußball-EM in Frankreich zusammen, die aus Furcht vor Anschlägen von Zehntausenden Polizisten geschützt wird.

Die Anti-Terror-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft zog den Fall aufgrund des Vorgehens, des Ziels und der Äußerungen des Täters an sich, wie der Deutschen Presse-Agentur aus Justizkreisen bestätigt wurde. Der Mann habe sich bei Verhandlungen mit der Polizei-Spezialeinheit RAID auf den IS berufen. Die von der Terrormiliz als Sprachrohr genutzte Nachrichtenagentur "Amaq" berichtete zudem unter Verweis auf eine nicht näher spezifizierte Quelle, dass der Täter Kämpfer des IS gewesen sei.

Bei der Attacke auf den Polizisten vor dessen Haus in der Gemeinde Magnanville soll der Mann laut Augenzeugen auf Arabisch „Allah ist groß“ gerufen haben, wie die Zeitung „Le Parisien“ berichtete. Dann habe er die Frau und den dreijährigen Sohn als Geiseln genommen. Das Kind wurde von den Polizisten befreit und blieb unversehrt, stand aber unter Schock.

Über die Identität des Angreifers wurde zunächst nichts bekannt, auch nicht über die Glaubwürdigkeit seiner Berufung auf den IS. Nach Angaben der auf die Beobachtung dschihadistischer Propaganda spezialisierten Firma Site berichtete „Amaq“, dass ein IS-Kämpfer den stellvertretenden Polizeichef der Ortschaft Les Mureaux und dessen Frau mit Stichwaffen getötet habe.

Die getötete Frau war selbst Beamtin des Innenministeriums und arbeitete nach Angaben des Staatsanwalts von Versailles, Vincent Lesclous, als Sekretärin im Polizei-Kommissariat der nahegelegenen Stadt Mantes-La-Jolie. Ihr Mann war laut „Parisien“ stellvertretender Chef der Kriminalpolizei im ebenfalls nahegelegenen Les Mureaux.

„In diesem Moment ist der Schmerz unermesslich“, sagte der Präfekt des Départements Yvelines, Serge Morvan. Eine Anwohnerin bezeichnete das Viertel, in dem sich die Tat ereignete, vor französischen Journalisten als ruhig: „Hier passiert nie etwas.“

Präsident François Hollande verurteilte „diese abscheuliche Tat“. Er sicherte zu, dass die Hintergründe vollständig aufgeklärt würden, und berief für Dienstagmorgen eine Sitzung im Élyséepalast ein. Innenminister Bernard Cazeneuve soll am Morgen zudem die Kommissariate von Les Mureaux und Mantes-la-Jolie besuchen.

Frankreich war im vergangenen Jahr mehrfach Ziel islamistischer Terroranschläge, denen insgesamt 149 Menschen zum Opfer fielen. Die schwerste Anschlagserie ereignete sich am 13. November, als IS-Terroristen mit Sturmgewehren und Sprengstoffgürteln im Pariser Musikclub „Bataclan“, am Stade de France sowie in Bars und Restaurants der Hauptstadt 130 Menschen ermordeten.

Im Vorfeld der laufenden Fußball-EM hatten Behörden immer wieder auf eine anhaltend hohe Terrorgefahr in Frankreich hingewiesen. Nach übereinstimmenden Angaben gab es aber keine konkreten Hinweise auf Anschlagspläne gegen das Turnier.

Nach dem jüngsten Massaker in einem vor allem von Homosexuellen besuchten Club in der US-Großstadt Orlando hatte die IS-nahe Agentur „Amaq“ ebenfalls behauptet, der Täter gehöre zu der Terrororganisation. Auch dort hatte sich der Todesschütze im Kontakt mit der Polizei zu islamistischen Terrororganisationen bekannt, allerdings passen seine verschiedenen Äußerungen nach Angaben der US-Bundespolizei FBI dem ersten Anschein nach nicht zusammen. (dpa)


Aus: "Polizistenmord nahe Paris - Täter beruft sich auf IS" (14.06.2016)
Quelle: http://www.tagesspiegel.de/politik/drei-tote-in-frankreich-polizistenmord-nahe-paris-taeter-beruft-sich-auf-is/13729902.html][url]http://www.tagesspiegel.de/politik/drei-tote-in-frankreich-polizistenmord-nahe-paris-taeter-beruft-sich-auf-is/13729902.html[/url]