Author Topic: [Notizen zum Terror... ]  (Read 177362 times)

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[Der Festgenommene habe bereits angedeutet... ]
« Reply #180 on: November 20, 2012, 03:06:10 PM »
Quote
[...] Warschau - Nationalistisches, ausländerfeindliches und antisemitisches Gedankengut sollen die Motive für seine Anschlagspläne gewesen sein: Die polnische Polizei hat einen 45-jährigen Mann festgenommen, der den Behörden zufolge das Parlament in Warschau in die Luft sprengen wollte. Er habe das Parlament in Gegenwart von Präsident Bronislaw Komorowski und Regierungschef Donald Tusk mit vier Tonnen Sprengstoff attackieren wollen, sagte der zuständige Staatsanwalt Mariusz Krason am Dienstag vor Journalisten in Warschau.

Der Mann sei bereits am 9. November in Krakau in Gewahrsam genommen worden. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter der landwirtschaftlichen Hochschule habe er Zugang zu chemischen Materialien gehabt, die auch zum Bombenbau verwendet werden könnten. Bereits im September habe er mit 250 Kilogramm Sprengstoff experimentiert, sagten die Ermittler am Dienstag. Bei dem geplanten Anschlag sollten nach den bisherigen Erkenntnissen vier Tonnen Sprengstoff zum Einsatz kommen.

Der Festgenommene habe bereits angedeutet, dass der Anschlag während der Haushaltsdebatte angepeilt worden sei. Tatmotive seien Fremdenhass, Antisemitismus und Nationalismus.

Der Verdächtige gehöre jedoch formal keiner politischen Gruppe an. Die Staatsanwaltschaft erklärte weiter, der Mann habe die Anschuldigungen teilweise eingeräumt. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu fünf Jahre Haft. Zwei weitere Menschen, die mit ihm zusammen arbeiteten, wurden wegen illegalen Waffenbesitzes festgenommen.

Bei landesweiten Durchsuchungen seien Sprengstoff und anderes Material sichergestellt worden. Auch Waffen, schusssichere Westen und Sturmhauben seien beschlagnahmt worden. Der Festgenommene habe die Vorwürfe zunächst abgestritten, dann aber Aussagen gemacht.

Der Nachrichtensender TVN 24 berichtete unter Berufung auf Ermittlungskreise, der Terrorverdächtige habe sich in seinen Plänen an dem "Oklahoma-Bomber" und dem norwegischen Massenmörder Anders Behring Breivik orientiert.

hen/fab/dpa/dapd


Aus: "Nationalist plante Anschlag auf Warschauer Parlament" (20.11.2012)
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/pole-plante-anschlag-auf-warschauer-parlament-a-868258.html


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[Heute um 7:30 Uhr... ]
« Reply #181 on: November 21, 2012, 09:34:54 AM »
Quote
[...] Bei den Anschlägen in Mumbai am 26. November 2008 kam es in der indischen Metropole Mumbai innerhalb kurzer Zeit zu 17 Explosionen, Angriffen mit Schnellfeuerwaffen und zu Geiselnahmen an zehn verschiedenen Stellen der Stadt durch eine Gruppe von etwa zehn Angreifern, die sich in mehrere Gruppen aufgeteilt hatten. Sie wurden nach heftigen Gefechten durch die Polizei im Laufe des 27., 28. und 29. November festgenommen oder erschossen. Nach Angaben der indischen Behörden hat es dabei mindestens 239 Verletzte und 174 Tote[1] gegeben. Nur einer der in Pakistan ausgebildeten Täter, Ajmal Kasab wurde festgenommen. ...  

https://de.wikipedia.org/wiki/Anschl%C3%A4ge_am_26._November_2008_in_Mumbai (11/2012)

-.-

Quote
[...] "Heute um 7:30 Uhr morgens ist Ajmal Kasab gehängt worden", sagte der Innenminister des Bundesstaats Maharashtra, R. R. Patil, am Mittwoch.

Der zum Zeitpunkt seiner Hinrichtung 25-jährige Pakistaner war im Mai 2010 wegen Mordes, Verschwörung und Terrorismus zum Tode verurteilt worden. Indiens Präsident Pranab Mukherjee hatte ein Gnadengesuch Anfang dieses Monats abgelehnt. Kasab war daraufhin von Maharashtras Hauptstadt Mumbai in das Gefängnis in Pune, der zweitgrößten Stadt des Bundesstaats, gebracht worden.

Bei der Terrorserie in Mumbai hatten im November 2008 zehn militante Islamisten 166 Menschen ermordet. Neun der Angreifer wurden getötet. Unter den Opfern waren 28 Ausländer, darunter drei Deutsche. Die Terroristen hatten im Stadtzentrum unter anderem ein jüdisches Zentrum, Luxushotels wie das legendäre "Taj Mahal", den Hauptbahnhof und ein Café angegriffen. Dabei nahmen sie auch Geiseln.

...


Aus: "Einziger überlebender Attentäter von Mumbai hingerichtet" (21.11.2012)
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/vier-jahre-nach-terrorserie-einziger-ueberlebender-attentaeter-von-mumbai-hingerichtet-1.1528856


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[Die Männer hatten sich... ]
« Reply #182 on: March 11, 2013, 04:47:38 PM »
Quote
[...] Paris - Die Männer hatten sich einen Mörder zum Vorbild genommen - und reichlich gefährliche Chemikalien organisiert. Radikale Islamisten haben in Frankreich offenbar einen Bombenanschlag geplant. Bei den drei in der vergangenen Woche festgenommen Männern wurden nach Ermittlerangaben eine Sprengstoffwerkstatt und Waffen entdeckt.

Die Gruppe sei in der Lage gewesen, sehr kurzfristig, wahrscheinlich sogar in den nächsten Tagen, zuzuschlagen, sagte Staatsanwalt François Molins an diesem Montag in Paris.

Den Ermittlungen zufolge hätten die Männer den Toulouse-Attentäter Mohamed Merah glorifiziert. Merah hatte vor genau einem Jahr eine Mordserie begonnen und an drei Tagen im März insgesamt sieben Menschen erschossen. Unter ihnen waren drei Kinder und ein Lehrer einer jüdischen Schule.

Der junge Mann war nach rund 32-stündiger Polizeibelagerung in seiner Wohnung bei einer Schießerei getötet worden. Er hatte sich selbst als Qaida-Anhänger und Mudschahid, also Gotteskrieger, bezeichnet.

Den in der Umgebung von Marseille festgenommenen Männern im Alter zwischen 21 und 27 Jahren droht nun ein Anklageverfahren wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Mit den sichergestellten Chemikalien hätte laut Staatsanwaltschaft eine Bombe hergestellt werden können, die im Umkreis von mehreren hundert Metern erhebliche Schäden verursacht.

jok/dpa


Aus: "Französische Polizei vereitelt Terroranschlag" (11.03.2013)
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/festnahmen-islamisten-planten-terroranschlag-in-frankreich-a-888116.html


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[Sie sollen geplant haben... ]
« Reply #183 on: March 14, 2013, 10:24:30 AM »
Quote
[...] Ermittler haben vier Männer aus der Islamistenszene festgenommen. Sie sollen geplant haben, den Rechtspopulisten Markus Beisicht zu töten.

... Vor einigen Monaten hatten Islamisten gegen eine Ausstellung von Pro NRW demonstriert. Die Partei hatte Mohammed-Karikaturen gezeigt. Im Internet gab es im vergangenen Jahr auch Mordaufrufe gegen Pro-NRW-Mitglieder.

Die Bewegungen Pro NRW und Pro Köln werden wegen ihrer ausländer- und vor allem islamfeindlichen Gesinnung vom Verfassungsschutz in Nordrhein-Westfalen beobachtet. Den Verein Pro Köln gibt es bereits seit 1996, Pro NRW als Partei seit 2007.

Quote
   Zwen
    13.03.2013 um 17:38 Uhr

... Eigentlich clever, Salafisten fingieren Anschlag auf Pro-NRW, die damit weiter ihre Hetze gegen Muslime verbreiten können, was wiederum die Salafisten anheizt gegen den Westen zu hetzen und somit radikalisieren sich die beiden Gruppen gegenseitig und finden immer weiter Zulauf. Ob das bei einem Tee abgesprochen wurde um erfolgreich zu werden?



Quote
   Esmeralda Tausendschön
    13.03.2013 um 17:43 Uhr

... Bevor man hier Panik verbreitet, sollte man erst einmal abwarten, was an der Sache dran ist, erinnern wir uns an die Panikmache wegen der "Sauerlandzelle", Peter v. Rossum, "Ein Käfig voller Enten":
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/dasfeature/918250/

"Bei näherer Betrachtung zeigten sich einige Sonderbarkeiten. Die Verhafteten wussten von ihrer Überwachung, der Stoff, aus dem die Bomben gefertigt werden sollten, ist frei erhältlich, und der Drahtzieher, die "Islamische Dschihad Union", ist lt. baden-württembergischem Verfassungsschutz eine Internet-Ente.

Wer versorgt eigentlich die Medien mit Informationen über terroristische Bedrohungen und nach welchen journalistischen Grundsätzen werden sie veröffentlicht?"

Oder können Sie sich noch an die absurde Räuberpistole erninnern, dass der saudische Botschafter in New York im Auftrag des Iran mit Hilfe der mexikanischen Drogenmafia umgebracht werden sollte?


...


Aus: "Salafisten planten Mordanschlag auf Pro-NRW-Chef" (13.03.2013)
Quelle: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-03/terrorplaene-salafisten-pro-nrw

-.-

Quote
[...] Der versuchte Bombenanschlag am Bonner Hauptbahnhof steht offenbar kurz vor der Aufklärung. Die Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem Fall in Bonn und dem geplanten Attentat auf den Vorsitzenden der rechtsextremen Partei Pro NRW verdichteten sich, sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Weitere Auskünfte verweigerte sie mit Blick auf die laufenden Ermittlungen. Der stern berichtete, dass DNA-Spuren die Familie einen wegen des Mordplans inhaftierten Salafisten belasten würden.

Dem Bericht zufolge fanden die Ermittler DNA-Spuren auf dem Sprengsatz vom Dezember 2012: auf dem Metallrohr und auf dem Wecker des Zeitzünders. Sie sollen von der Frau und dem zweijährigen Sohn des deutschen Salafisten Marco G. stammen. Der 26-Jährige sitzt in Untersuchungshaft, weil er sich an Plänen für einen Mordanschlag auf den Pro-NRW-Vorsitzenden Markus Beisicht beteiligt haben soll. Wegen des Attentatsversuchs sitzen insgesamt vier Verdächtige seit April in Untersuchungshaft.

Marco G. und drei weitere Beschuldigte sollen sich im November 2012 zu einer militant-islamistischen Gruppierung zusammengeschlossen haben – mit dem Ziel, führende Mitglieder der rechtsextremen Partei Pro NRW zu töten. Im März 2013 sollen sie einen Mordanschlag auf den Parteivorsitzenden unmittelbar vorbereitet haben. Unter anderem beschafften sie eine Schusswaffe und zur Herstellung von Sprengstoff geeignetes Ammoniumnitrat.

Am Bonner Hauptbahnhof hatten unbekannte Täter hatten im Dezember eine Tasche mit einer Bombe abgestellt. Der Sprengsatz detonierte nicht. Die Bombe bestand aus einem Metallrohr mit Ammoniumnitrat und vier Druckgaspatronen.


Aus: "Bonner Bombe offenbar von Salafisten gelegt" (22.05.2013)
Quelle: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-05/anschlagsversuch-bonn-ermittlungen-dna

« Last Edit: May 22, 2013, 10:18:58 PM by Textaris(txt*bot) »

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[...heißt es in einem ai-Bericht]
« Reply #184 on: March 27, 2013, 01:06:21 PM »
Quote
[...] Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (ai) hat Beschränkungen der Meinungsfreiheit in der Türkei angeprangert. Zwar habe es in den vergangenen Jahren mehrere Gesetzesreformen gegeben, dennoch seien noch Hunderte politische Aktivisten, Journalisten, Schriftsteller und Anwälte angeklagt oder säßen im Gefängnis, weil sie nicht erwünschte Meinungen vertreten hätten, heißt es in einem ai-Bericht.

Amnesty forderte das Parlament in Ankara auf, die türkischen Gesetze in Übereinstimmung mit internationalen Menschenrechtsstandards zu bringen und die Meinungsfreiheit zu schützen. "Mehrere Straftatbestände, die zur Unterdrückung abweichender Meinungen missbraucht werden, sind trotz der Reformversprechen der letzten Jahre immer noch in Kraft", sagte Amke Dietert, Türkei-Expertin von Amnesty International in Deutschland.

In dem ai-Bericht werden zahlreiche Beispiele aufgeführt. Außerdem analysiert Amnesty zehn Straftatbestände, die besonders häufig gegen Vertreter unliebsamer Meinungen benutzt werden. Darunter sind mehrere Paragrafen des Anti-Terror-Gesetzes. Es sei in den vergangenen Jahren zunehmend angewandt worden, "um politische Reden, kritische Schriften und Teilnahme an Demonstrationen zu verfolgen", sagte Dietert. Dies gelte etwa für den Umgang mit der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK).

Mit Blick auf die laufenden Friedensverhandlungen der PKK und der türkischen Regierung sagte Dietert, die Beachtung der Meinungsfreiheit sei eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Friedensverhandlungen.


Aus: "Türkei missbraucht Anti-Terror-Gesetze als Maulkorb" (27.03.2013)
Quelle: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-03/einschraenkung-meinungsfreiheit-tuerkei


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[Eine völlig sinnlose, ja surrealistische... ]
« Reply #185 on: May 23, 2013, 09:47:20 AM »
Quote
[...] Der Anschlag auf den Boston-Marathon war ein terroristischer Sprengstoffanschlag auf den jährlich am Patriots’ Day in Boston stattfindenden Stadtmarathon. Am Montag, dem 15. April 2013, explodierten gegen 14:50 Uhr EDT im Abstand von 13 Sekunden zwei Sprengsätze auf der Zielgeraden des Boston-Marathons. Durch die Explosionen wurden 3 Menschen getötet und 264 weitere verletzt. US-amerikanische Bundesbehörden stuften den Bombenanschlag als terroristischen Akt ein.

... Infolge der Explosionen starben drei Zuschauer des Marathons, 264 Zuschauer und Läufer wurden verletzt. Die Todesopfer waren die 29-jährige Restaurantmanagerin Krystle Campbell aus Medford, Massachusetts,[20] die 23-jährige Austauschstudentin Lü Lingzi (chinesisch 吕令子) aus Shenyang in China sowie der achtjährige, aus dem Bostoner Stadtteil Dorchester stammende Martin Richard.

Ein großer Teil der Verletzten wurde durch Bombensplitter im Bereich der Beine verletzt, da die Sprengsätze in Rucksäcken versteckt am Boden platziert worden waren. Mindestens 14 Verletzten mussten Gliedmaßen amputiert werden. Einige der verletzten Läufer waren für die Opfer und Hinterbliebenen des Amoklaufs an der Sandy Hook Elementary School gelaufen, nachdem ein lokaler Sender zuvor einen Wohltätigkeitsaufruf gestartet hatte.

... Im März 2011 wurde die US-Bundespolizei FBI durch den russischen Inlandsgeheimdienst FSB gewarnt, dass Tamerlan „Anhänger eines radikalen Islam“ sei. Der FSB soll damals über die US-Botschaft in Moskau eine Anfrage an das FBI gerichtet haben. Darin stand offenbar, Tamerlan Tsarnaev habe sich „seit 2010 drastisch verändert“ und bereite eine Reise nach Russland vor, um sich „Untergrund-Gruppierungen“ anzuschließen. Der FSB erbat mit der Anfrage vom FBI Informationen über Tsarnaev. Infolge befragte das FBI Tamerlan Tsarnaev und seine Angehörigen, fand jedoch keine Beweise für terroristische Aktivitäten. Das FBI nahm Tsarnaev jedoch in eine Warnliste der Zollbehörden auf, in das sogenannte TECS (Treasury Enforcement Communications System).

Nur wenig später stellte der russische Geheimdienst dieselbe Anfrage an den US-Auslandsgeheimdienst CIA. Dieser förderte bei der Suche in seinen Datenbanken offenbar auch keine Hinweise auf terroristische Aktivitäten zutage, ließ Tsarnaev aber ebenfalls auf eine Warnliste setzen, die Datenbank TIDE (Terrorist Identities Datamart Environment).

...


Aus: "Anschlag auf den Boston-Marathon" (Stand: 22. Mai 2013)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Anschlag_auf_den_Boston-Marathon

-.-

Quote
[...] In die britische Hauptstadt ist die Terrorangst zurückgekehrt. Nach der Tötung eines Mannes vor einer Kaserne in London sprach Premierminister David Cameron von einem Terrorakt. Dafür gebe es "starke Anzeichen". Cameron wird am Morgen eine zweite Sitzung des Sicherheitskabinetts leiten. Die Terrorwarnstufe in Großbritannien wurde zunächst nicht angehoben. Londoner Sicherheitskreise untersuchen den Vorfall. Es gebe Hinweise auf radikalislamische Motive, hieß es.

Zwei Männer mit Messern und Fleischerbeil hatten am Mittwochnachmittag auf offener Straße einen Mann getötet. Bei dem Opfer handelt es sich um ein Mitglied der britischen Armee, wie Behörden der BBC bestätigten. Die beiden mutmaßlichen Täter wurden von der Polizei angeschossen. Einer der beiden soll dabei lebensgefährlich verletzt worden sein. Beide werden in Krankenhäusern behandelt. Sie werden von bewaffneten Polizisten bewacht.

Der tödliche Angriff auf den Mann erfolgte in dem südöstlichen Stadtteil Woolwich, nur wenige Häuserblocks von den Royal Artillery Barracks entfernt. Britische Medien zeigten ein Handyvideo, in dem ein Mann ein Fleischerbeil und ein Schlachtermesser in Händen hielt und antibritische und radikalislamische Parolen von sich gab.  

Das vom britischen Sender ITV veröffentlichte Video soll den mutmaßlichen Angreifer zeigen. Der Gefilmte gibt sich als Angreifer aus. "Wir schwören beim allmächtigen Gott, dass wir niemals aufhören werden, euch zu bekämpfen", sagte der Mann mit britischem Akzent. Die mutmaßlichen Täter sollen auch "Allahu Akbar" ("Gott ist groß") gerufen haben, berichtete die BBC unter Berufung auf Regierungskreise.  

Weiter fordert der Mann, die britische Regierung solle die "Soldaten zurückholen". Britische Truppen sind in Afghanistan stationiert, in Mali hat Großbritannien kürzlich die französische Intervention unterstützt.  

Wenige Stunden nach dem Attentat kam es in London zu islamfeindlichen Aktionen. Ein 43-Jähriger wurde festgenommen, als er mit einem Messer in eine Moschee eindrang, wie ein Abgeordneter auf Twitter berichtete. Ein zweiter Mann wurde wegen Verdachts auf rassistisch motivierte Sachbeschädigung im Südosten des Landes festgenommen.

Am Abend demonstrierten rund 50 Männer in Woolwich. Einige trugen die Fahne der rechtsextremen English Defense League, sangen nationalistische Lieder und riefen Obszönitäten über den Koran.

Der britische Muslimrat verurteilte das Verbrechen. "Nichts rechtfertigt diesen Mord. Barbarische Akte können in keiner Weise mit dem Islam entschuldigt werden", hieß es in einem Statement. Auch Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen verurteilte die Tat. "Solche Anschläge sind niemals zu rechtfertigen", sagte er. Die britische Innenministerin Theresa May sagte nach der ersten Sitzung des Sicherheitskabinetts, es sei ein Anschlag "auf alle in Großbritannien" gewesen.

Am Samstag findet in London das Champions-League-Finale zwischen Borussia Dortmund und Bayern München statt. Es werden zahlreiche deutsche Fans in der britischen Hauptstadt erwartet.  

Quote
Nyuto, 23.05.2013 um 8:00 Uhr

Gegen pauschale Hetze

12. März 2012: "Erst die Koran-Verbrennung und jetzt das: Ein US-Soldat tötet in Afghanistan 16 Menschen. Sein mutmaßlicher Amoklauf steht in einer langen Reihe von Verfehlungen der US-Armee. Was ist über den Täter bekannt? Und was bedeutet der Vorfall für den Abzug der Bundeswehr?"
Sind Islamisten Messerstecher ? Sind Christen Amokläufer ? Sicher ist, dass Gewalt zu Gewalt führt, überall auf der Welt.



Aus: "Cameron sieht eindeutige Hinweise für Terroranschlag" (23.05.2013)
Quelle: http://www.zeit.de/gesellschaft/2013-05/London-Mord-Terrorverdacht

-.-

Quote
[....] Die Polizei rief zur Ruhe auf und bezeichnete ebenso wie Regierungschef Cameron den Mord als terroristischen Anschlag. Der eine Mörder scheint dies auch zu rechtfertigen, wenn er seine Tat als Reaktion auf die Tötung von Muslimen rechtfertigt, die jeden Tag sterben: "Dieser britische Soldat ist ein Auge um Auge, ein Zahn um Zahn. Wir müssen sie bekämpfen. Ich bedauere, dass Frauen dies heute sehen mussten. Leute, ihr werdet nie sicher sein. Stürzt eure Regierung."

Eine seltsame Entschuldigung für eine völlig sinnlose, ja surrealistische Tat, die aber Angst und Schrecken verbreitet, wie dies auch ein Terroranschlag machen soll, weil der Krieg in Afghanistan und anderswo nun auch auf den Straßen Londons einzieht. Zumindest scheinen dies die Täter so sehen zu wollen. In Großbritannien wäre es der erste Terroranschlag seit den Selbstmordanschlägen im Jahr 2005.

...

Quote
23. Mai 2013 07:30
"eine völlig sinnlose, ja surrealistische Tat"?
do_nym

Für die Täter war das sicherlich alles andere als sinnlos oder
surreal. Die haben ja sogar ihre rationalen Gründe genannt. Und es
sind offensichtlich die gleichen Gründe, die der westliche
Terrorismus anführt, wenn er in islamischen Ländern mordet: Auge um
Auge!
Ob sich ein Mörder im Weissen Haus hinstellt und sagt wir werden euch
jagen und töten oder auf einer Straße in Londen, ist kein
Unterschied. Der eine Mörder benutzt Drohnen, Raketen und Gewehre,
der andere Autos und Messer.
"Surreal" ist allenfalls, dass sich der Herr Rötzer offenbar nicht
vorstellen kann, dass es dort, wo der westliche Terror zuschlägt,
mindestens genauso blutig aussieht.

http://www.heise.de/tp/foren/S-eine-voellig-sinnlose-ja-surrealistische-Tat/forum-256610/msg-23577840/read/

Quote
Terroranschlag in London?

Leser-Feedback zum Beitrag
23. Mai 2013 08:24
Re: "eine völlig sinnlose, ja surrealistische Tat"?
Comran

do_nym schrieb am 23. Mai 2013 07:30

> Ob sich ein Mörder im Weissen Haus hinstellt und sagt wir werden euch
> jagen und töten oder auf einer Straße in Londen, ist kein
> Unterschied. Der eine Mörder benutzt Drohnen, Raketen und Gewehre,
> der andere Autos und Messer.
> "Surreal" ist allenfalls, dass sich der Herr Rötzer offenbar nicht
> vorstellen kann, dass es dort, wo der westliche Terror zuschlägt,
> mindestens genauso blutig aussieht.

Über den Krieg der USA kann man geteilter Meinung sein (ich teile die
deine).

Nichtsdestotrotz gibt es erhebliche Qualitäts(nicht
Quantitäts)-Unterschiede:

1. Der Krieg hat nicht die Zivilbevölkerung zum Ziel. Niemand sagt:
"Hey, lass uns eine Bombe auf die Hochzeitsfeier werfen.". Diese
zivilen Opfer resultieren aus tragischen Irrtümern bis hin zu
eklatantem Fehlverhalten.

2. Das vornehmliche Blut auf den Straßen Afghanistans stammt von
Selbstmordattentätern und beinahe täglichen Anschlägen, die kaum noch
jemanden interessieren. von den geschätzten 15000 zivilen Opfern in
Afghanistan sind nur 30% durch alliierte Angriffe ums Leben gekommen.
Für den Rest sind die Muslime unter sich verantwortlich. Und dies
sind keine Zahlen irgendwelcher US-Propaganda, sondern von der
AG-Friedensforschung.

Comran

Quote
23. Mai 2013 08:35
Re: "eine völlig sinnlose, ja surrealistische Tat"?
deafdumbblind

Comran schrieb am 23. Mai 2013 08:24

> 1. Der Krieg hat nicht die Zivilbevölkerung zum Ziel. Niemand sagt:
> "Hey, lass uns eine Bombe auf die Hochzeitsfeier werfen.". Diese
> zivilen Opfer resultieren aus tragischen Irrtümern bis hin zu
> eklatantem Fehlverhalten.

Nein, diese zivilen Opfer werden ganz bewusst mit einkalkuliert,
schließlich wird so ein andauerndes Klima der Angst erzeugt. Genau
das ist gemeinhin als Terrorismus bekannt.

> 2. Das vornehmliche Blut auf den Straßen Afghanistans stammt von
> Selbstmordattentätern und beinahe täglichen Anschlägen, die kaum noch
> jemanden interessieren. von den geschätzten 15000 zivilen Opfern in
> Afghanistan sind nur 30% durch alliierte Angriffe ums Leben gekommen.

Rechtfertigst Du gerade die Ermordung ca 5000 Zivilisten als
unerheblich?

Quote
23. Mai 2013 08:46
Re: "eine völlig sinnlose, ja surrealistische Tat"?
Comran (mehr als 1000 Beiträge seit 26.04.02)

deafdumbblind schrieb am 23. Mai 2013 08:35

> Rechtfertigst Du gerade die Ermordung ca 5000 Zivilisten als
> unerheblich?

Ich rechtfertige gar nichts. Ich sage nur, dass es eine andere
Qualität hat. Dabei möchte ich bewusst nicht über Zahlen reden und
auch den Krieg nicht verteidigen. Das habe ich direkt am Anfang
geschrieben, aber du hast es offenbar überlesen - oder willst es
ignorieren.

Um es deutlicher zu machen: wenn ein Attentäter Soldaten angreift
oder einen Regierungssitz, und dabei sterben Zivilisten, dann haben
wir eine vergleichbare Motivation. Dann würde ich auch nie von Terror
reden, sondern von Gegenwehr.

Das liegt bei solchen Anschlägen aber nicht vor. Wer den Unterschied
nicht erkennen will, der hat in meinen Augen eine Sperre im Kopf, die
ideologisch begründet ist.

Comran

Quote
23. Mai 2013 08:50
Re: "eine völlig sinnlose, ja surrealistische Tat"?
deafdumbblind (mehr als 1000 Beiträge seit 29.06.01)

Comran schrieb am 23. Mai 2013 08:46

> deafdumbblind schrieb am 23. Mai 2013 08:35
>
> > Rechtfertigst Du gerade die Ermordung ca 5000 Zivilisten als
> > unerheblich?
>
> Ich rechtfertige gar nichts. Ich sage nur, dass es eine andere
> Qualität hat. Dabei möchte ich bewusst nicht über Zahlen reden und
> auch den Krieg nicht verteidigen. Das habe ich direkt am Anfang
> geschrieben, aber du hast es offenbar überlesen - oder willst es
> ignorieren.

Ich habe es sehr wohl gelesen, finde allerdings Deine Formulierung
"nur 30%..." mehr als unglücklich und verharmlosend.

> Um es deutlicher zu machen: wenn ein Attentäter Soldaten angreift
> oder einen Regierungssitz, und dabei sterben Zivilisten, dann haben
> wir eine vergleichbare Motivation. Dann würde ich auch nie von Terror
> reden, sondern von Gegenwehr.

Da fehlt jetzt aber doch schon der Zusammenhang.

> Das liegt bei solchen Anschlägen aber nicht vor. Wer den Unterschied
> nicht erkennen will, der hat in meinen Augen eine Sperre im Kopf, die
> ideologisch begründet ist.

Ja, im Zweifelsfall kann man dem argumentativen Gegner immer
Ideologie unterstellen, damit lässte sich alles ganz einfach
erklären.
Scheint ja wohl auch so eine Art Ideologie zu sein.



Quote
23. Mai 2013 08:57
Das Opfer war kein Zivilist
notvalid (717 Beiträge seit 17.03.08)

Comran schrieb am 23. Mai 2013 08:24

> Nichtsdestotrotz gibt es erhebliche Qualitäts(nicht
> Quantitäts)-Unterschiede:
>
> 1. Der Krieg hat nicht die Zivilbevölkerung zum Ziel. Niemand sagt:
> "Hey, lass uns eine Bombe auf die Hochzeitsfeier werfen.". Diese
> zivilen Opfer resultieren aus tragischen Irrtümern bis hin zu
> eklatantem Fehlverhalten.

Mal abgesehen davon das der Krieg niemals wirklich Zivilisten außen
vor lässt. Die Täter hier hatten sich keinen Zivilisten ausgesucht
sondern einen Soldaten. Diese Auswahl scheint sehr bewusst und nicht
zufällig gewesen sein. Leider fehlt bei uns in den Nachrichten die
hälfte, daher empfehle ich hier noch einmal zu lesen:

> http://rt.com/news/woolwich-killing-emergency-cameron-650/
> http://www.liveleak.com/view?i=d0f_1369235265





Quote
23. Mai 2013 02:41
Re: Wer für MultiKulti ist, der muss sowas konsequenterweise auch gut finden
Hurgotron, Hanno Foest (mehr als 1000 Beiträge seit 07.01.00)

PartySahne schrieb am 23. Mai 2013 02:36

> Wer für MultiKulti ist, der muss sowas konsequenterweise auch gut
> finden,

Wer gegen MultiKulti ist, der muss konsequenterweise auch die NSU gut
finden.

Hanno



Aus: "Terroranschlag in London?" Florian Rötzer (23.05.2013)
Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/39/39184/1.html

-.-

Quote
[...] Die US-Regierung hat erstmals zugegeben, einen US-Bürger mithilfe einer Drohne getötet zu haben. Insgesamt seien vier Menschen mit amerikanischem Pass bei Anti-Terror-Angriffen im Ausland getötet worden. Das schrieb US-Justizminister Eric Holder in einem Brief an den Vorsitzenden des Justizausschuss' des Senats, den die New York Times bereits veröffentlichte. Der Drohnen-Angriff – obwohl lange unbestätigt – hatte heftige Debatten in den USA ausgelöst.

...

Quote
   Memphis1968
    23.05.2013 um 7:40 Uhr

Schön zu sehen

Interessant zu sehen, dass in den USA eine breit gefächerte Diskussion darüber gibt ob man US Bürger ohne das sie eines Verbrechen angeklagts sind oder ohne das ein Verfahren läuft einfach mal eben so über den Haufen schiessen darf. Viel Interessanter ist allerdings das es die selbe Diskussion nicht gibt wegen der Hunderten ( oder sind es schon tausende ? ) NICHT US Bürger welche von einem Sesselfurzer per Knopfdruck über den Jordan gegangen sind. Sind nicht US Bürger Menschen zweiter Klasse ? Hat nicht jeder einen fairen Prozes verdient ? Anscheinend nicht.

Quote

    Andre T
    23.05.2013 um 9:16 Uhr

Aus den Augen aus dem Sinn

Keine Bilder dieser Toten, keine Bilder der Frauen und Kinder die als Kolleteralschaden eben mit getoetet werden - keine Medien hier die sowas in der gleichen Intensitaet darstellen wir Boston oder gerade Woolwich - wieso?




Quote
   nilszbzb
    23.05.2013 um 7:46 Uhr

Aus dem heiteren Himmel Zivilisten töten

ist das nicht...Terrorismus?



Aus: "USA räumen Drohnenangriffe auf Amerikaner ein" (23.05.2013)
Quelle: http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-05/holder-drohnenangriff-amerikaner

http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-02/usa-drohnen-angriffe-legitimation

« Last Edit: May 25, 2013, 10:14:22 AM by Textaris(txt*bot) »

Offline Textaris(txt*bot)

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[....sagte Ali Tasköprü leise.]
« Reply #186 on: October 01, 2013, 09:46:49 AM »
Quote
[...] Es war eine bewegende Aussage am 37. Tag des NSU-Prozesses: Ali Tasköprü, der Vater des wohl dritten Mordopfers, sagte als Zeuge aus. Leise und langsam beschrieb er auf türkisch, wie er im Juni 2001 seinen Sohn tot im Laden der Familie in Hamburg Bahrenfeld fand, wie seine Enkelin faktisch zu einer Waise wurde und wie sehr die Familie unter der Tat gelitten hat. “Sie haben mir das Herz abgerissen”, sagte Ali Tasköprü leise.

Am Tattag sei er mit seinem Sohn gemeinsam zur Markthalle gefahren und habe eingekauft. Zurück im Laden habe sein Sohn festgestellt, dass noch Oliven fehlten. Diese habe er noch besorgt. Als er wieder in den Laden kam, habe er hinter der Theke etwas Schwarzes gesehen. “Mein Sohn, hast Du hier etwas vergossen?” habe er gefragt, doch keine Antwort mehr bekommen. Sein Sohn habe noch versucht, ihm etwas zu sagen, aber er konnte nicht mehr.

Ein Mädchen sei dazugekommen. Er wisse nicht mehr, ob er oder sie zur benachbarten Metzgerei gegangen sei, um Hilfe zu holen. Dann sei Hilfe gekommen und man habe ihm seinen Sohn aus den Armen genommen.

Zuvor habe er Leute gesehen, die aus dem Laden gekommen seien. “Aber ich habe gedacht, es sind normale Kunden”. Genau beschreiben könne er sie nicht: “Ich kann nichts Genaues sagen. Ich möchte nichts Falsches sagen”.

“Was wollten diese Leute von uns”, fragte Ali Tasköprü? “Mein Sohn war 31 Jahre alt. Wir haben von unserem eigenen Geld gelebt. Meine Tochter hat Geld gespart und ich habe das Geschäft gegründet, damit meine Söhne es betreiben können. Was wollten diese Leute von uns?”

Nach dem Tod gab Familie Tasköprü ihren Laden auf: “Auch wenn ich wüsste, dass ich in diesem Laden Gold verdienen würde, kann ich diesen Laden nicht mehr betreten”, sagte Ali Tasköprü. Es war eine eindrucksvolle und traurige Aussage.


Aus: "Vater von NSU-Opfer Tasköprü: “Sie haben mir das Herz abgerissen”" Holger Schmidt (23.09.2013)
Quelle: http://www.swr.de/blog/terrorismus/2013/09/23/vater-von-nsu-opfer-taskopru-sie-haben-mir-das-herz-abgerissen/


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[In einem Bus... ]
« Reply #187 on: November 16, 2013, 09:29:30 PM »
http://de.wikipedia.org/wiki/Wolgograd

-.-

Quote
[...] Moskau - Bei einem Selbstmordanschlag in der russischen Stadt Wolgograd hat eine Frau in einem Bus einen Sprengsatz gezündet. Sie riss mehrere Menschen in den Tod. Das nationale Ermittlungskomitee sprach von mindestens fünf Toten, knapp 30 Menschen seien verletzt worden.

In dem Bus saßen den Behörden zufolge vierzig Passagiere. Eine sogenannte Schwarze Witwe eines Terroristen habe das Attentat am Montag verübt, teilten Ermittler der Agentur Interfax zufolge mit. Die Täterin sei anhand von Dokumenten identifiziert worden. Sie sei die Ehefrau eines Bandenführers gewesen, hieß es.

Der Sprengsatz sei am Körper der Frau befestigt gewesen, sagte der Vizechef der örtlichen Ermittlungsbehörden, Waleri Safonow. In der Vergangenheit hatten in Russland immer wieder sogenannte Schwarze Witwen Selbstmordanschläge verübt, um auf diese Weise den Tod ihrer Männer zu rächen.

Die 30-Jährige stamme aus der russischen Teilrepublik Dagestan im Konfliktgebiet Nordkaukasus, hieß es. Dort kämpfen Islamisten - wie auch in der Nachbarrepublik Tschetschenien - um ein von Moskau unabhängiges Kaukasusemirat.

Der Terroristenchef des russischen Konfliktgebiets Nordkaukasus, Doku Umarow, hatte unlängst mit neuen Attentaten gedroht. Ziel sei es, die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi zu verhindern, hatte er erklärt. Die Spiele sollen am 7. Februar in dem Schwarzmeerkurort eröffnet werden. Die Sicherheitsvorkehrungen dort gelten als beispiellos.

Russische Islamisten nutzen Anschläge seit Jahren, um ein von Moskau unabhängiges Kaukasusemirat durchzusetzen. Dabei hatten sich auch immer wieder Schwarze Witwen in die Luft gesprengt.

In dem Bus explodierte laut Medien eine Handgranate. Eine weitere Granate sei nicht gezündet und später entschärft worden, berichtete die Zeitung "Komsomolskaja Prawda". Kremlchef Wladimir Putin werde über die Entwicklungen laufend informiert, sagte sein Sprecher Dmitri Peskow.

"Russia Today" meldete, die Verletzten sollten nach Moskau ausgeflogen werden. Die Stadt liegt etwa tausend Kilometer südöstlich der russischen Hauptstadt.

heb/kgp/dpa/Reuters


Aus: "Tote bei Anschlag in Wolgograd: "Schwarze Witwe" soll Bombe in Bus gezündet haben" (21.10.2013)
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/russland-tote-und-verletzte-bei-busexplosion-in-wolgograd-a-929070.html

-.-

Quote
[...] Moskau - Bei einem Anti-Terror-Einsatz gegen die Drahtzieher des jüngsten Selbstmordanschlags in Wolgograd sind im russischen Konfliktgebiet Nordkaukasus fünf Menschen getötet worden. Bei dem Stunden dauernden Feuergefecht sei der Ehemann der Attentäterin zusammen mit anderen mutmaßlichen Aufständischen nahe der dagestanischen Hauptstadt Machatschkala ums Leben gekommen, meldete die Agentur Interfax am Samstag unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Die 30-Jährige Frau des zum Islam konvertierten Russen hatte Ende Oktober mit einer Bombe in Wolgograd sechs Menschen in einem Linienbus mit in den Tod gerissen.

Sotschi nur wenige hundert Kilometer entfernt

Der Anschlag hatte ein Schlaglicht auf die Gefahren im Zusammenhang mit den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi geworfen. Die Stadt ist nur wenige Hundert Kilometer vom Nordkaukasus entfernt. Dort kommt esimmer wieder zu schweren Gefechten zwischen Sicherheitskräften und Islamisten, die in der Region für ein von Moskau unabhängiges "Emirat" kämpfen.

Der Terroristenchef des russischen Konfliktgebiets Nordkaukasus, Doku Umarow, hatte unlängst mit neuen Attentaten gedroht. Ziel sei es, die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi zu verhindern, hatte er erklärt. Die Spiele sollen am 7. Februar in dem Schwarzmeer-Kurort eröffnet werden. Die Sicherheitsvorkehrungen dort gelten als beispiellos.

Der jetzt erschossene Ehemann hatte nach Angaben der Behörden während des Einsatzes gesagt, er persönlich habe den Sprengsatz gebaut. Kreml-Einheiten forderten die in einem Haus verschanzte Gruppe zunächst zur Aufgabe auf und stürmten das Versteck später.

mik/dpa/Reuters


Aus: "Russland: Armee tötet Drahtzieher des Anschlags in Wolgograd" (16.11.2013)
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/kreml-einheiten-toeten-drahtzieher-des-anschlags-in-wolgograd-a-934028.html


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[Jos liegt im Bundesstaat Plateau... ]
« Reply #188 on: May 21, 2014, 10:07:07 AM »
Quote
[...] Jos - Die Explosionen ereigneten sich in einem Geschäftsviertel in der Stadt Jos im Zentrum Nigerias: Mindestens 118 Menschen wurden dort bei einem Doppelattentat getötet, Dutzende weitere verletzt. Zwei Autobomben waren auf einem belebten Marktplatz in die Luft gegangen, wie die Polizei mitteilte. Die Sprengsätze rissen offenbar zahlreiche Frauen sowie Mitglieder der alarmierten Rettungsmannschaften in den Tod.

Die Attentäter hatten am Nachmittag zunächst einen Lastwagen in die Luft gesprengt, wie das Militär mitteilte. Die Rettungskräfte seien schnell vor Ort gewesen. Etwa 20 Minuten später sei in einem Kleinbus dann die zweite Bombe explodiert.

Jos liegt im Bundesstaat Plateau, an der Schnittstelle zwischen dem christlich geprägten Süden Nigerias und dem muslimischen Norden. In der Vergangenheit gab es dort immer wieder tödliche Auseinandersetzungen. Hintergrund sind oftmals religiös motivierte Konflikte.

...

Quote
Fabeulous heute, 02:37 Uhr
Irgendwie traurig, dass man eine Eilmeldung aufs Handy bekommt wenn Bayern den DFB Pokal gewinnt aber nicht wenn auf der Welt 118 Menschen umgebracht werden. Es sei denn es passiert oberhalb des Äpuators. Dann gibt es drei Wochen kein anderes Thema in den Medien.


http://forum.spiegel.de/showthread.php?p=15727116#post15727116

Quote
capt.nuss heute, 09:38 Uhr

Das liegt einzig und allein an Ihren Apps. Und Nigeria liegt deutlich nördlich des Äquators.


http://forum.spiegel.de/showthread.php?p=15728187#post15728187


Aus: "Terror in Nigeria: Bomben reißen mehr als hundert Menschen in den Tod" (20.05.2014)
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/terror-mehr-als-hundert-tote-bei-doppelanschlag-in-nigeria-a-970608.html


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[Auf einem Markt... ]
« Reply #189 on: May 22, 2014, 09:56:51 AM »
Quote
[....] Auf einem Markt in der Provinzhauptstadt Ürümqi hat es mehrere Explosionen gegeben. Sprengsätze sollen aus Autos geworfen worden sein, die durch die Menge fuhren. ...


Aus: "Mehr als 30 Menschen sterben bei Anschlag in China" (22. Mai 2014)
Quelle: http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-05/china-anschlag-xinjiang

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[Gestern begann... ]
« Reply #190 on: September 10, 2014, 09:24:57 AM »
Quote
[...] Gestern begann im Hochsicherheitssaal des Düsseldorfer Oberlandesgerichts der Prozess gegen den 27-jährigen Bonner Salafisten Marco G. und dessen Gesinnungsgenossen Enea B., Koray D. und Tayfun S. Die vier Fanatiker werden beschuldigt, eine Terrorgruppe gegründet, einen Mordanschlag vorbereitet und im Bonner Hauptbahnhofs eine Sporttasche mit einer Rohrbombe platziert zu haben, damit sie dort eine möglichst große Zahl von Menschen tötet. ...

[Der] Mordanschlag: Er galt dem Leverkusener Rechtsanwalt Markus Beisicht, der Vorsitzender der Partei Pro NRW ist, die im Landtagswahlkampf 2012 Mohammed-Karikaturen der dänischen Tageszeitung Jyllands-Posten verwendete. Den Ermittlungsbehörden zufolge hatten sich die vier Salafisten bereits Waffen und Schalldämpfer besorgt, mit denen insgesamt neun nordrhein-westfälische Islamkritiker ohne viel Lärm erschossen werden sollte. Außerdem "spähten [sie Beisichts] Wohnort […] aus und erkundeten mögliche Fluchtwege".

Dabei machten sie jedoch den Fehler, sich im Auto von Marco G. über den Mordplan zu unterhalten, in dem die Polizei eine Abhörvorrichtung installiert hatte. G. meinte während einer polizeilichen Vernehmung angesichts der ihm präsentierten Beweislage später:

Sie wissen doch schon alles. Sie haben unsere Gruppe abgehört, Telefon, Auto, alles. Wir handelten im Namen Allahs.

Wegen solcher Äußerungen bestellte das Gericht neben etwa 150 anderen Zeugen auch einen forensischen Gutachter, der G. auf dessen Geisteszustand untersuchen soll. Die Anwälte halten dies für einen Verstoß gegen die Religionsfreiheit und haben deshalb Befangenheitsanträge gegen den kompletten 5. Strafsenat gestellt.

Quote
kampfzone, 9. September 2014 16:12
Untersuchung auf den Geisteszustand verstößt gegen die Religionsfreiheit

Ehrlich gesagt musste ich da dann schon etwas grinsen.


Quote
SolarMobil, 9. September 2014 14:33
Ich werde nie verstehen wie Erwachsene .....

Ernsthaft glauben können sie müssten für einen Gott irgend etwas
erledigen oder sogar seine Feinde töten. Warum macht dieser Gott das
nicht selbst?

Quote
GenosseGeneral, 9. September 2014 19:16

*lach*

Gottes Wege sind eben unergründlich oder so. :D
Du brauchst da nicht mit Logik zu kommen. ...




Aus: "Beredtes Schweigen im Bonner Bombenlegerprozess" Peter Mühlbauer (09.09.2014)
Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/42/42728/1.html


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[Der Mann war mit dem Fahrrad unterwegs... ]
« Reply #191 on: November 05, 2014, 12:18:19 PM »
Quote
[...] Der Mann war mit dem Fahrrad unterwegs, als er von einem anderen Fahrradfahrer eingeholt wurde, der auf ihn schoss. Als der Angeschossene verletzt am Boden lag, stieg der andere vom Fahrrad und schnitt seinem Opfer die Kehle durch. Wer hier an den Terror des IS denkt, liegt einerseits falsch und ist doch auf der richtigen Spur.

Die blutige Szene spielte sich vor 10 Jahren auf offener Straße in Amsterdam ab. Das Opfer war der Schriftsteller und Regisseur Theo van Gogh, der keine Scheu hatte, Religionen und Kulte, die Menschen heilig scheinen, zu verspotten und zu verhöhnen, keine Religion war vor seinem Spott sicher. Nur wenige Tage vor seiner Ermordung erklärte er, dass er nur ein Dorfnarr sei, dem nichts passieren werde.

Van Goghs Mörder Mohammed Bouyeri legte bei seinem Verbrechen Elemente an den Tag, die in den letzten Wochen durch den IS-Terror weltweit bekannt wurden und für Entsetzung sorgten. Auch Bouyeri ging es darum, einen Menschen zu vernichten, weil er in seinen Augen den Islam beleidigt hatte, ein Ungläubiger war. Zudem ging es ihn wie dem IS darum, möglichst viel Terror und Schrecken öffentlich zu verbreiten. Deshalb schnitt er seinem Opfer auf offener Straße die Kehle durch. Auch hinterließ er ein Bekennerschreiben, in dem er alle Elemente eines Weltbildes offenlegte, dass man zurecht als islamofaschistisch bezeichnen konnte.

In seinem Schreiben bedrohte er die Parlamentsabgeordnete Ayaan Hirsi Ali und beschuldigte sie, gemeinsame Sache mit den Feinden des Islam zu machen. Hirsi Ali hatte kurz zuvor das Drehbuch zu van Goghs islamkritischem Film Submission verfasst, der dem Regisseur das Leben kostete. Hirsi Ali verließ daraufhin das Land und migrierte in die USA.

In Holland gibt es 10 Jahre nach dem Mord an den Regisseur zahlreiche künstlerische und politische Veranstaltungen. In Deutschland ist das Echo wesentlich verhaltener. Gerade bei den Linken hätte man eine lebhaftere Debatte anlässlich dieses Jahrestages erwartet. Schließlich bekommen 10 Jahre nach der Tat durch den Aufstieg der IS nachträglich jene Teile der Linken recht, die bereits damals davor warnten, die dschihadistische Ideologie zu unterschätzen und die islamistische Gewalt in erster Linie als Folge der Unterdrückung der Moslems zu interpretieren.

Genau diese Lesart konnte man nach dem Mord an van Gogh beobachten. Da wurde ihm zumindest eine Mitschuld gegeben, wenn gefragt wurde, warum er auch alles, was irgendwen heilig war, zum Gegenstand von Hohn und Spott machen musste. Auch Hirsi Ali wurde nicht in erster Linie als eine Frau gesehen, die nach den islamistischen Mord an ihren Kollegen und den Drohungen gegen sie dei Niederlande verlassen hat, sondern als eine Konservative, die sich in ihrer politischen Arbeit mehr und mehr an bestimmte, von den Linken wenig geschätzte Organisationen anlehnte.

Die Frage, ob das auch daran gelegen haben kann, dass viele Linke in Holland, aber auch in anderen Ländern den radikalen Islamismus in Theorie und Praxis unterschätzten und teilweise sogar kleinredeten, wurde zu wenig gestellt.

Auch in Deutschland wurden Menschen, die nach den islamistischen Anschlägen des 11. September in den USA darauf hinwiesen, dass die Ideologie und die Praxis des Islamismus eine Gefahr für Juden, Linke und überhaupt alle Freunde der Freiheit sind, schnell in die konservative Ecke geschoben. Wobei man durchaus nicht verschweigen sollte, dass einige dieser Gruppen dann auch tatsächlich in diesen Kreisen ihre politische Heimat fanden.

Die Kritik daran ist berechtigt. Doch die Frage bleibt, warum linke Gruppen jeglicher Couleur allzu oft Religionskritik im Allgemeinen und Kritik des Islamismus in Theorie und Praxis rechten und rechtspopulistischen Gruppen überließen wie in den Niederlanden Geert Wilders. Die können sich dann als Rebellen und Streiter für die Freiheit ausgeben.

Dabei müsste sich die Linke nur auf ihre religionskritischen Wurzeln besinnen. Es waren Anarchisten und Anarchosyndikalisten, die für eine Gesellschaft ohne Gott und Staat eintraten. Es war Karl Marx, der in seinen Schriften Elemente einer radikalen Religionskritik propagierte und keine Ehrfurcht vor Tradition und Heiligtümern.

Insofern stand Theo van Gogh - der sich aber keineswegs als Marxist verstand - auch in diesen Traditionen. 10 Jahre nach seiner Ermordung muss man sich schon fragen, warum auf den vielen Demonstrationen, die jetzt überall in der Welt mit Kobane und den kurdischen Verteidigern gegen die IS organisiert wurden, nicht auch an Theo van Gogh erinnert wird. Schließlich war er einer der ersten Opfer dieses speziellen islamistischen Terrors auf europäischen Boden.


Aus: "Ein frühes Opfer des islamistischen Terrors" Peter Nowak (05.11.2014)
Quelle: http://www.heise.de/tp/news/Ein-fruehes-Opfer-des-islamistischen-Terrors-2442272.html

"Migration und Integration: Der Mord an Theo van Gogh und seine Langzeitfolgen in den Niederlanden" (Datum 20??)
„Die Angst und das rassistische Verhalten haben zugenommen, vor allem unter und gegenüber den Moslems. Die Rhetorik gegen Moslems hat zugenommen. Frauen werden auf der Straße bespuckt und Jugendliche bekommen auf dem Arbeitsmarkt keine Chance. Das gab es immer schon, aber seit dem Mord an van Gogh hat es sich verschlimmert. Zugleich gibt es in der Gesellschaft allerlei Aktivitäten, um diesen Tendenzen entgegenzutreten. Muslimische Jugendliche besuchen einander häufig und Moscheen organisieren Begegnungen.“ ...
https://www.uni-muenster.de/HausDerNiederlande/Zentrum/Projekte/Schulprojekt/Lernen/Multik/60/10.html

"Niederlande nach van-Gogh-Mord Anschlagsserie gegen Muslime setzt sich fort" (6. Dezember 2008)
Eine islamische Grundschule ging in der Nacht in Flammen auf. An eine Wand hatten die Täter "Theo, Ruhe in Frieden" geschrieben. Nach dem Mord an dem islamkritischen Regisseur wurden auf mehrere Moscheen Brandanschläge verübt. ...
http://www.sueddeutsche.de/politik/niederlande-nach-van-gogh-mord-anschlagsserie-gegen-muslime-setzt-sich-fort-1.848182


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[Das Urteil der Menschenrechtler ist... ]
« Reply #192 on: November 05, 2014, 01:12:40 PM »
Quote
[...] Jerusalem - Ein Mann hat in Ost-Jerusalem mit seinem Auto mehrere Fußgänger angefahren. Mehr als zehn Menschen wurden dabei verletzt, einige von ihnen schwer. Israelische Medien berichten zudem, dass eines der Opfer mittlerweile gestorben sei.

Die Polizei geht von einem Anschlag aus. Ein Kleinbus sei "in eine Menschengruppe an einer Straßenbahnhaltestelle gefahren", sagte Polizeisprecherin Luba Samri. Danach sei der Fahrer ausgestiegen und habe mit einer Eisenstange auf die Umstehenden eingeprügelt.

Er wurde von Beamten der Grenzpolizei erschossen, die an der Bahnlinie stationiert sind, die entlang der alten Grenze zwischen West- und Ost-Jerusalem verläuft. Bei dem Täter handele es sich um einen arabischen Bewohner der Stadt, hieß es weiter. Nach palästinensischen Angaben kam er aus dem Ost-Jerusalemer Stadtviertel Schuafat. Sowohl die Hamas als auch der Islamische Dschihad bekannten sich zu der Tat.

Die Attacke ereignete sich unweit der Stelle, an der vor zwei Wochen ein ähnliches Attentat stattgefunden hatte. Damals war ein Palästinenser mit Absicht in eine Straßenbahnhaltestelle gerast und hatte dabei zwei Menschen getötet, darunter ein Baby, und mehrere verletzt.

In Jerusalem ist es in den vergangenen Wochen wiederholt zu Zusammenstößen gekommen. Erst am Mittwochmorgen drangen Sicherheitskräfte am Tempelberg auf das Gelände der Aksa-Moschee vor, um Dutzende Vermummte auseinanderzutreiben. Im Anschluss kam es auch zu Ausschreitungen in der Jerusalemer Altstadt.

bka/AFP/AP/Reuters


Aus: "Anschlag in Jerusalem: Kleinbus fährt in Menschenmenge - viele Verletzte" (05.11.2014)
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/jerusalem-mann-faehrt-mit-auto-in-fussgaenger-a-1001159.html

Quote
[...] Tel Aviv - Das Urteil der Menschenrechtler ist harsch: Israel habe während des Gaza-Konflikts im Sommer dieses Jahres "schamlos das Kriegsvölkerrecht missachtet", sagt Philip Luther, Direktor des Nahost- und Nordafrika-Programms bei Amnesty International.

Die Organisation hat acht Fälle untersucht, in denen Israels Armee Häuser von Palästinensern im Gaza-Streifen angriff. Bei den Attacken seien mindestens 111 Personen, davon mindestens 104 Zivilisten, getötet worden, schreibt Amnesty in einem Untersuchungsbericht.

In einigen Fällen seien zwar mögliche militärische Ziele ausgemacht worden. Doch die verursachte Zerstörung stehe nicht im Verhältnis zum militärischen Vorteil, beklagt Amnesty International. In keinem der untersuchten Fälle habe die Armee die Einwohner gewarnt.

Israels Regierung wies die Vorwürfe zurück. Das Außenministerium kritisierte außerdem, dass Amnesty die dokumentierten Kriegsverbrechen der Hamas ignoriere. "Der Bericht verwendet weder das Wort Terror in Verbindung mit der Hamas oder anderen bewaffneten palästinensischen Gruppen, noch erwähnt er die Tunnel, die von der Hamas errichtet wurden, um Israel zu infiltrieren und Terroranschläge zu verüben", erklärte das israelische Außenministerium.

Während des 50-tägigen Gaza-Krieges im Sommer waren mehr als 2100 Palästinenser und mehr als 70 Israelis getötet worden. Die Hamas und andere militante Gruppen hatten mehr als 4500 Raketen auf Israel abgefeuert. Die israelische Armee griff mehr als 5000 Ziele in dem Küstenstreifen am Mittelmeer an.

syd/AP/dpa


Aus: "Gaza-Konflikt: Amnesty International wirft Israel Kriegsverbrechen vor" (05.11.201)
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/gaza-krieg-amnesty-international-wirft-israel-kriegsverbrechen-vor-a-1001112.html


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[Nach Erkenntnissen der Ermittler... ]
« Reply #193 on: November 13, 2014, 12:42:27 PM »
Quote
[...] Nach Erkenntnissen der Ermittler planten K. und seine drei Komplizen Jamil S., Amid C. und Halil S. Sprengstoffanschläge in Deutschland: Mit Metallteilen versetzte Bomben sollten laut Bundesanwaltschaft in Menschenmengen detonieren.

...


Aus: "Prozess gegen Düsseldorfer Qaida-Zelle: "Mithilfe Allahs die Hunde schlachten"" Jörg Diehl (13.11.2014)
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/qaida-prozess-in-duesseldorf-gerichtet-verkuendet-urteil-a-1002243.html


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[Eine hohe abstrakte Gefährdung... ]
« Reply #194 on: November 27, 2014, 09:53:37 AM »
Quote
[...] Berlin (ots) - Für einen Zeitraum von zunächst sechs Monaten soll es möglich sein, radikalisierten Islamisten den Personalausweis zu entziehen. Nach Ablauf der sechs Monate soll der Entzug des Personalausweises zwei Mal verlängert werden können - jeweils um weitere sechs Monate. So sieht es ein Gesetzentwurf des Bundesinnenministeriums vor, der dem rbb Inforadio vorliegt.

Auf diese Weise will das Bundesinnenministerium verhindern, dass radikalisierte Islamisten von Deutschland nach Syrien oder Irak ausreisen und sich als Kämpfer der Terrororganisation "Islamischer Staat" anschließen können.

Um sich in Deutschland dennoch ausweisen zu können, sollen die Terror-Verdächtigen ein Ersatz-Dokument bekommen, das jedoch einen Ausreise-Sperrvermerk enthalten und außerhalb Deutschlands nicht gültig sein soll.

Eine Kennzeichnung des Personalausweises als Alternative lehnt das Innenministerium ab: "Das nachträgliche Aufbringen eines permanenten manipulationssicheren Ausreisesperrvermerks auf bereits ausgegebene Personalausweise ist technisch nicht möglich", heißt es zur Begründung im Gesetzentwurf.

Die Ausstellung eines Ersatzdokuments soll nicht kostenlos sein: geplant ist, die Betroffenen mit einer Verwaltungsgebühr von ca. zehn Euro zur Kasse zu bitten - jede Verlängerung soll sechs Euro kosten. Zur Begründung heißt es in dem Gesetzentwurf, die Unterbindung der Reisebewegungen sei im Zusammenhang mit dem jihadistischen Terrorismus "von herausragender Bedeutung".

Sowohl im Inland als auch für deutsche Einrichtungen und Interessen im Ausland - speziell in islamisch geprägten Staaten - bestehe auf Grund der weltweiten Ereignisse "eine hohe abstrakte Gefährdung" durch den islamistischen jihadistischen Terrorismus.

Diese Gefährdung könne sich "jederzeit in Form von Anschlägen unterschiedlicher Dimension und Intensität realisieren". Die Reisen von radikalisierten Islamisten nach Syrien oder den Irak seien dabei ein "zentrales Problem".

Eine "besondere Gefahr" gehe dabei von "Rückkehrern mit Kampferfahrung und Kontakt zu jihadistischen Gruppen" aus, heißt es im Gesetzentwurf.

Die Kosten für die Umsetzung der Pläne werden vom Bundesinnenministerium mit 400.000 Euro veranschlagt.


Aus: "De Maizière will Jihadisten bis zu anderthalb Jahre Personalausweis entziehen" (26.11.2014)
Quelle: http://www.presseportal.de/pm/51580/2890331/de-maizi-re-will-jihadisten-bis-zu-anderthalb-jahre-personalausweis-entziehen

---

Quote
[...] Den geplanten Sonderausweis für Islamisten müssen die Betroffenen offenbar selbst bezahlen. Laut den vom rbb Inforadio veröffentlichten Einzelheiten zum Gesetzentwurf wird der Ersatz für den herkömmlichen Personalausweis 10 Euro kosten und sechs Monate gültig sein. Er kann zweimal verlängert werden, was jeweils 6 Euro kosten soll. Danach muss ein neuer Ausweis beantragt werden, mit dem die Ausreise aus der Bundesrepublik verhindert werden soll. Zum Vergleich: Der 10 Jahre lang gültige Personalausweis kostet derzeit 28,80 Euro und kann zur elektronischen Identifikation eingesetzt werden.

Der Sonderausweis für Islamisten soll nach einer Änderung des Personalausweisgesetzes an Personen ausgehändigt werden, denen der Personalausweis entzogen wurde, weil sie im Verdacht stehen, sich Terrorgruppen anschließen zu wollen. Mit dem maximal 18 Monate gültigen Dokument können sie der gesetzlichen Ausweispflicht nachkommen, aber nicht aus Deutschland ausreisen, weil das Dokument außerhalb Deutschlands nicht gültig ist.

Im Gesetzentwurf für den Sonderausweis findet sich ein Passus, warum der herkömmliche "neue Personalausweis" (nPA) nicht zum Einsatz mit einer Sonderkennzeichnung genutzt werden kann: "Das nachträgliche Aufbringen eines permanenten manipulationssicheren Ausreisesperrvermerks auf bereits ausgegebene Personalausweise ist technisch nicht möglich". Ein solcher Sperrvermerk könnte zwar im hoheitlichen Teil des nPA-Chips gespeichert werden, doch nicht auf dem Kartenkörper selbst. Dies aber ist erforderlich, weil der Ausweis auch ohne Lesegerät geprüft werden muss.

Betroffene, denen der Personalausweis entzogen wird, müssen den von der Bundesdruckerei herzustellenden Sonderausweis beantragen, der 10 Euro kostet und sechs Monate lang gültig ist. Dieser Sonderausweis kann zweimal für jeweils sechs Euro verlängert werden, wobei die Polizeibehörden für die Verlängerung zuständig sind, die den Personalausweis des Betroffenen eingezogen haben. Auf diese Weise wirkt der Ausweis wie eine Meldepflicht-Auflage.

Entscheiden die Behörden, dass Betroffene weiterhin den Sonderausweis mit sich tragen müssen, muss nach 18 Monaten ein neuer Ausweis bestellt werden. "Wir wollen verhindern, dass der Terrorismus von Deutschland aus exportiert wird. Wir wollen erst recht verhindern, dass geschulte Terroristen zumal, wenn sie aus Deutschland gekommen sind nach Deutschland zurückkehren und hier Anschläge verüben", erklärte Bundesinnenminister Thomas de Maizière das Vorhaben in der Haushaltsdebatte des Bundestages. Für die gesamte Umsetzung des Sonderausweises schätzt sein Ministerium die anfallenden Kosten auf 400.000 Euro. (Detlef Borchers) / (axk)

Quote
27. November 2014 05:24
weil sie im Verdacht stehen, sich Terrorgruppen anschließen zu wollen!!!!!!!!!!!
GSgo9v6a

... jemand soll also seiner Rechte beraubt werden, weil er IM VERDACHT
steht (also noch nichts bewiesen), sich einer Gruppe anschliessen zu
WOLLEN (hat es also noch nicht getan?)

das soll ein Rechtsstaat sein? ...


Quote
26. November 2014 22:49
Übler Beigeschmack ...

Homer77

[Aufgrund der Verordnung über Reisepässe von Juden vom 5. Oktober 1938 (RGBl. I, S. 1342 / GBlÖ S. 2268) wurden deren Pässe für ungültig erklärt und eingezogen oder mit einem Judenstempel versehen. Deutschen Juden war damit ein unbemerkter Grenzübertritt im visafreien Grenzverkehr unmöglich geworden.]
http://de.m.wikipedia.org/wiki/Verordnung_%C3%BCber_Reisep%C3%A4sse_von_Juden

Quote
26. November 2014 23:27
Re: Übler Beigeschmack ...

bgks

> https://de.wikipedia.org/wiki/Personalausweis_%28DDR%29

DDR-Bürgern war damit ein unbemerkter Grenzübertritt im visafreien
Grenzverkehr unmöglich geworden.

Passt übrigens besser. Denn Du hast offenbar übersehen, dass es
Deiner Quelle nicht um die Ausreise aus dem Deutschen Reich oder die
Wiedereinreise ins Deutsche Reich ging, sondern um die Einreise in
primär die Schweiz.
»Juden sollte der Grenzübertritt nur noch gestattet sein, wenn die
zuständige schweizerische Vertretung eine „Zusicherung der
Bewilligung zum Aufenthalt in der Schweiz oder zur Durchreise durch
die Schweiz“ im Pass vermerkt hatte.«



Quote
26. November 2014 19:24
So ein Ausweis kommt sicher super bei

Sephi2

Vermietern, Arbeitgebern, Banken, usw an. Perfekt um mal auf Verdachtsbasis ein Leben zu zerstören.


Quote
26. November 2014 19:16
Die schlimmsten Dinge entstehen aus gutem Willen

ti59

Es gab schon mehrere deutsche Staaten, die Bürger nach
ihrer Gesinnung be- und verurteilt haben.

Und die sie in ihrer Reisefreiheit behindert haben.

Damit das _nie_ wieder passiert wurde ein Grundgesetz eingeführt.

Das jetzt der Innenminister, also der Hüter genau dieses Gesetzes,
mit Füßen tritt.

Menschlich verstehe ich die gute Intention.

Als Bürger wird mir Angst und Bange.

- MHi



Aus: "Deutscher Islamisten-Ausweis soll 10 Euro kosten" (26.11.2014)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Deutscher-Islamisten-Ausweis-soll-10-Euro-kosten-2466591.html