Author Topic: [Notizen zum Terror... ]  (Read 198871 times)

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[Diese Spezialoperation geschah... ]
« Reply #165 on: February 08, 2011, 09:42:28 AM »
Quote
[...] Er habe das Attentat auf dem größten russischen Flughafen Domodjedowo in Moskau angeordnet, sagte der Chef der islamistischen Gruppe Kaukasus-Emirat, Doku Umarow, in einer auf der Website kavkazcenter.com veröffentlichten Videobotschaft. "Diese Spezialoperation geschah auf meinen Befehl", sagte Umarow in der Videobotschaft, die nach seinen Angaben am 24. Januar, dem Tag des Anschlags, aufgenommen wurde. Er habe im Namen Allahs gehandelt und mit dem Ziel, einen freien, islamistischen Staat im Nordkaukasus zu errichten. Der Anschlag sei eine Antwort auf die "Verbrechen Russlands im Kaukasus". Weitere Anschläge würden folgen.

...


Aus: "Islamistenführer bekennt sich zu Anschlag in Moskau" dpa, Reuters, AFP (8.2.2011)
Quelle: http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-02/moskau-terroranschlag-flughafen-umarow


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[...dem Wohl des Bundes (D, Buback-Mord, 2011)]
« Reply #166 on: February 09, 2011, 12:18:38 PM »
Quote
[...] Stuttgart - Der Prozess gegen die frühere RAF-Terroristin Verena Becker kommt in die entscheidende Phase: Das Oberlandesgericht Stuttgart hat bei Bundesinnenminister de Maizière (CDU) erneut die Herausgabe einer Geheimakte beantragt. Verweigert er diese, muss das Bundeskabinett von Kanzlerin Merkel entscheiden.

In den Archiven des Bundesamts für Verfassungsschutz an der Kölner Merianstraße lagern Tausende Dokumente von hoher Brisanz. Darunter ist auch eine mehrere Hundert Seiten dicke Akte, für die sich der 6. Strafsenat am Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart schon seit geraumer Zeit interessiert - und immer wieder abblitzt. Es sind die gesammelten Protokolle über geheime Befragungen von Verena Becker in den frühen 1980er Jahren.

Zu jener Zeit kooperierte Becker zeitweilig mit dem Verfassungsschutz. Wegen der im Gegenzug zugesicherten Vertraulichkeit wurden die Akten - 227 Seiten Aussagen und 82 Seiten Auswertung - schon vor etlichen Jahren vom damaligen Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) gesperrt. Im September 2009 durfte der ermittelnde Bundesanwalt Walter Hemberger in den Räumen des Verfassungsschutzes in Köln zwar alle Dokumente lesen, eine Verwertung der Informationen in der Anklage oder im Gerichtsverfahren erlaubt Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) aber nach wie vor nicht, mit dem Verweis, dass die Veröffentlichung "dem Wohl des Bundes Nachteile bereiten würde".

Doch mit dieser allgemeinen Floskel will sich der Vorsitzende Richter Hermann Wieland nicht abspeisen lassen und hat daher in der vergangenen Woche eine Gegenvorstellung des Stuttgarter Strafsenats an das Bundesinnenministerium geschickt, in der er abermals die Freigabe der gesperrten Akte beantragt - verbunden mit dem Hinweis, dass der Senat im Falle einer erneuten Ablehnung die Sache zur Prüfung an das Bundeskabinett um Kanzlerin Merkel weiterleiten werde. Damit würde das Oberlandesgericht juristisches Neuland beschreiten. "Ein vergleichbares Vorgehen eines Gerichtes auf Bundesebene ist uns bislang nicht bekannt", bestätigt Gerichtssprecher Matthias Merz auf Anfrage unserer Zeitung.

Ungeachtet der Entscheidung des Innenministers hat das Gericht für die nächsten Wochen mehr als ein Dutzend ehemalige RAF-Terroristen als Zeugen nach Stuttgart geladen. Nach Peter-Jürgen Boock, dessen Befragung am Donnerstag fortgesetzt wird, Sigrid Sternebeck, Silke Maier-Witt und Werner Lotze soll nun mit Günter Sonnenberg, Stefan Wisniewski, Rolf Heißler, Adelheid Schulz, Knut Folkerts, Waltraud Liewald, Sieglinde Hofmann, Rolf Clemens Wagner, Irmgard Möller und Siegfried Haag nahezu die gesamte zweite Generation der RAF in den Zeugenstand. Mit Spannung wird vor allem der 24. März erwartet, wenn Brigitte Mohnhaupt, die Anführerin der zweiten RAF-Generation, auftritt. Offen ist noch, ob auch Christian Klar aussagen soll.

Seit Ende September vergangenen Jahres versucht der Staatsschutzsenat zu klären, wer Generalbundesanwalt Siegfried Buback und seine beiden Begleiter am 7. April 1977 in Karlsruhe erschoss und ob Becker an der Tat und der späteren Verbreitung der Bekennerschreiben beteiligt war, wie es ihr die Bundesanwaltschaft in ihrer Anklage vorwirft. Michael Buback, der Sohn des Generalbundesanwalts, der als Nebenkläger auftritt, hält Becker sogar für die Todesschützin.


Aus: "Buback-Mord beschäftigt die Regierung" Steffen Rometsch (8.02.2011)
Quelle: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.mohnhaupt-als-zeugin-buback-mord-beschaeftigt-die-regierung.97a2aae7-96d8-45d7-b518-3c29e39e2909.html


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[Laut einem Bericht der Berliner Morgenpost... ]
« Reply #167 on: June 19, 2011, 12:35:15 PM »
Quote
[...] Laut einem Bericht der Berliner Morgenpost trat er in mehreren Propagandavideos als vermummter Gotteskrieger auf. Im September 2009 habe er konkret mit Anschlägen in deutschen Großstädten gedroht, sollte die Bundeswehr den Afghanistan-Einsatz nicht beenden. Zuvor – im Frühjahr 2009 – sei er nach Pakistan gereist, wo er sich im Grenzgebiet zu Afghanistan der Terrorgruppe DTM angeschlossen habe, heißt es in dem Bericht. Das wollten weder das Innenministerium in Wien noch die Bundesanwaltschaft kommentieren.

... Die "Deutschen Taliban Mudschahedin" wollen in Afghanistan eine religiös-fundamentalistische Gesellschaftsordnung errichten. Sie verüben laut Bundesanwaltschaft Anschläge auf afghanische und pakistanische Regierungstruppen und auch auf Mitglieder der internationalen Nato-Schutztruppe Isaf. Wegen der Beteiligung der Bundeswehr an dem Militäreinsatz der Nato ist auch Deutschland ins Visier der Gruppe geraten.

Quote
    * fehlverhalten
    * 18.06.2011 um 18:01 Uhr

Zeit-Online ist sensationsheischend

...Verdacht unbestätigt...keine Anhaltspunkte... Quelle: Kronenzeitung(!)....

Ich bin mit dem Microsoft Flugsimulator auch schon einmal in einer Stadt abgestürzt... und nun?

Ich schlage eilig vor: Die Bundeswehr im Inneren einsetzen! *Ironie*


Quote
    * preussexx
    * 18.06.2011 um 18:27 Uhr

na ja

da wurde ja wieder eine gewaltige organisation enttarnt.

nur gut, dass es die vielen kontrollen des bürgers gibt.
aber werden sie reichen?
terror aus österreich, müssen wir die achse des bösen erweitern?

oder sollten wir österreich einfach wieder, ich meine, äh na ja, so einer direkteren kontrolle unterziehen, also ich meine bei der gefahr, da ist doch eine sicherheitsangliederung an deutschland eigentlich nur notwehr ...


Quote
    * todesblei1977
    * 18.06.2011 um 18:50 Uhr

14. Der Logik des "Kriegs gegen den Terror" folgend

müßten wir nun ja Österreich bombardieren. Im abgelegenen Hochland verstecken sich nach afghanischem Vorbild zahlreiche Terrororganisationen in Höhlen.

Bitte bemühen Sie sich um mehr Sachlichkeit. Die Redaktion/sc


Quote
    * todesblei1977
    * 18.06.2011 um 19:53 Uhr

Terror?

Man könnte es auch so sagen: Der Krieg, den die Bundeswehrmacht nach Afghanistan gebracht hat, wird nun zu uns zurückgetragen.



Aus: "Österreicher soll Anschlag auf Reichstag geplant haben" ZEIT ONLINE, dpa (18.6.2011)
Quelle: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-06/anschlagsversuch-reichstag-berlin

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[Die umstrittenen Anti-Terror-Gesetze... ]
« Reply #168 on: June 30, 2011, 09:24:33 AM »
Quote
[...] Die umstrittenen Anti-Terror-Gesetze werden um vier Jahre verlängert. Das gaben Innenminister Hans-Peter Friedrich und Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger in Berlin bekannt. Vorausgegangen war ein monatelanger Streit innerhalb der Koalition.

Die Anti-Terror-Gesetze erlauben Geheimdiensten zur Terrorbekämpfung Auskünfte von Banken, Fluggesellschaften, Postdienstleistern und Telekommunikationsfirmen einzuholen. Die Gesetze waren nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 beschlossen worden und wurden bisher dreimal verlängert. Sie wären zum Jahresende ausgelaufen. Laut Friedrich können die Nachrichtendienste künftig bei zentralen Stellen Auskünfte über Flüge und Konto-Daten von Terrorverdächtigen einholen. Bisher mussten die Ermittler dazu bei einzelnen Banken und Airlines um Auskunft bitten.

Leutheusser-Schnarrenberger hatte die Forderung von CDU/CSU abgelehnt, eine weitere Befristung der Gesetze aufzuheben und diese insgesamt auszuweiten. Die nun erzielte Einigung mit einer weiteren Befristung unter Beibehaltung der bisherigen Regeln ist ein Kompromiss. Eine von der FDP geforderte unabhängige Regierungskommission soll die Gesetzgebung im Sicherheitsbereich insgesamt kritisch betrachten.

Die Länderinnenminister einschließlich jener der SPD hatten sich vorab bereits für eine Verlängerung der Gesetze ausgesprochen. Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) zeigte sich nun erleichtert. Nach der Neuaufstellung von Bundespolizei und Bundeskriminalamt sei dies die zweite gute Entscheidung innerhalb weniger Tage. Die Polizei habe bisher zurückhaltend von gesetzlichen Möglichkeiten Gebrauch gemacht, das werde so bleiben.

Nun drängt die Polizei-Gewerkschaft auch auf eine Einigung in der Regierungskoalition über die Vorratsdatenspeicherung. Hier konnten sich CDU/CSU und FDP noch nicht einigen. Leutheusser-Schnarrenberger hat vor knapp drei Wochen einen Gesetzentwurf vorgelegt, der für Telekommunikationsdaten ein Quick-Freeze bei konkretem Tatverdacht und für die IP-Adressen von Internet-Nutzern eine siebentägige anlasslose Vorratsspeicherung vorsieht. CDU-Politiker hatten den Gesetzentwurf als inakzeptabel bezeichnet. Die Länder-Innenminister hatten vor Kurzem eine neue Regelung zur Vorratsdatenspeicherung gefordert. (anw)

Quote
29. Juni 2011 12:16
Terrorverdächtige = alle Dresdner.
exil (mehr als 1000 Beiträge seit 31.12.02)

Wenn es eine leistungsgerechte Entlohnung von Politikern gäbe, würde
allein der Bundestag das Haushaltsdefizit ausgleichen.

Unglaublich.

[Handy-Daten Dresdens Polizeichef wegen Datenaffäre abberufen (27.6.2011)]
[http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-06/Dresden-Demo-Handys-Polizeipraesident]


Quote
30. Juni 2011 08:24
Jetzt fehlen nur noch die Terroristen
glattzieher

Jetzt fehlen nur noch die Terroristen, die unser Land zerstören.

Ach nee, die sind ja schon da, haben sich nur mit Schlips und Kragen
verkleidet.



Aus: "Anti-Terror-Gesetze werden um vier Jahre verlängert" (29.06.2011)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Anti-Terror-Gesetze-werden-um-vier-Jahre-verlaengert-1269862.html


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[Das war ein koordinierter Anschlag... ]
« Reply #169 on: July 14, 2011, 10:44:09 AM »
Quote
[...] Die Behörden sprechen inzwischen von 21 Toten und etwa 120 Verletzten. "Das war ein koordinierter Anschlag von Terroristen", sagte Innenminister Palaniappan Chidambaram vor Reportern in Neu Delhi.

...




Aus: "Mehrere Explosionen erschüttern Mumbai" (13.07.2011)
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/indien-mehrere-explosionen-erschuettern-mumbai-1.1119860


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[Anschläge in Norwegen 2011... ]
« Reply #170 on: July 24, 2011, 05:29:33 PM »
Anschläge in Norwegen 2011
http://de.wikipedia.org/wiki/Anschl%C3%A4ge_in_Norwegen_2011

Anders Behring Breivik
http://de.wikipedia.org/wiki/Anders_Behring_Breivik | http://en.wikipedia.org/wiki/Anders_Behring_Breivik


Quote
[...] Stieg Larsson war nicht nur ein glänzender Krimiautor; er war vor allem ein nimmermüder Kämpfer gegen den Rechtsextremismus. Im Jahr 1995 hatte er in Stockholm die antifaschistische Zeitschrift Expo gegründet. Larsson starb 2004, er war beim Weg in die Expo-Redaktion mit einem Herzinfarkt zusammengebrochen. Heute ist Daniel Poohl Chefredakteur der Zeitschrift.

SZ: Herr Poohl, der Attentäter hat sich in rechtsextremen Internetforen verbreitet. Wie groß ist die neonazistische Szene in Norwegen?

Poohl: Sie ist sehr, sehr, sehr klein. Und sie ist inkompetent und statisch. Aber Anders Breivik ist kein Neonazi, er gehört einer anti-muslimischen Bewegung an, die es seit etwa zehn Jahren gibt.

Breivik meint, das Volk solle aufwachen, solle sich gegen Multikulti wenden - und die jungen Sozialdemokraten seien das Symbol für die staatlichen Institutionen, die Norwegen zerstören. Breivik sieht sich als Tempelritter, er befindet sich im Krieg gegen den Islam. Er ist der erste anti-muslimische Terrorist.

SZ: Können Sie diese anti-muslimische Bewegung näher beschreiben? Wie viele Menschen gehören ihr wohl an?

Poohl: Ich habe keine Zahlen, das ist schwer zu messen. Sie sind in jeden Fall sehr vital. Zu dieser anti-muslimischen Bewegung gehören auch die Fortschrittspartei in Norwegen, die Dänische Volkspartei und die Schwedendemokraten. Es gibt diese anti-muslimische Bewegung in ganz Westeuropa.

SZ: Und was haben diese Leute mit Neonazis gemein?

Poohl: Die anti-muslimische Bewegung hat sich vor etwa zehn Jahren von den Neonazis abgespalten. Natürlich gibt es noch Personen, die sich in beiden Welten bewegen, schließlich haben sie weiter gewisse Gemeinsamkeiten: Hass auf Homosexuelle, auf Ausländer, die Verherrlichung der Familie, die sehr konservative Grundeinstellung.

Aber offiziell heißt es: Wir wollen nichts miteinander zu tun haben. Vor allem haben sie unterschiedliche Feinde: Neonazis sind Antisemiten, sie hassen Israel. Die anti-muslimische Bewegung ist pro Israel. Nehmen Sie Geert Wilders in Holland: Er ist kein Nazi, aber er ist Teil der anti-muslimischen Bewegung.




Aus: ""Breivik ist der erste anti-muslimische Terrorist"" Interview: Gerhard Fischer (24.07.2011)
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/extremisten-in-norwegen-breivik-ist-der-erste-anti-muslimische-terrorist-1.1124049


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[Der als Unterhosenbomber bekannt gewordene... ]
« Reply #171 on: October 12, 2011, 08:29:52 PM »
Quote
[...] Umar Farouk Abdulmutallab (* 22. Dezember 1986 in Lagos, Nigeria) ist ein mutmaßlicher Terrorist und nigerianischer Staatsbürger, der am 25. Dezember 2009 versuchte, mit Sprengstoff in seiner Unterwäsche ein Flugzeug des Typs Airbus A330-300 zu sprengen, das als Northwest-Airlines-Flug 253 auf dem Weg von Amsterdam nach Detroit in den USA war.

... Er ist der Sohn des früheren nigerianischen Ministers und Bankenchefs Alhaji Umaru Mutallab. Dieser hatte nach Information des Senders BBC die US-Botschaft in der nigerianischen Hauptstadt Abuja bereits einige Wochen vor dem Anschlag gewarnt, sein Sohn habe sich radikalisiert.[6] Ein US-Beamter bestätigte, dass die Botschaft die Information im vergangenen Monat nach Washington weitergeleitet habe, woraufhin Abdulmutallab dann auf eine Beobachtungsliste eingetragen wurde, die rund 500.000 potentielle Terroristen und mutmaßliche Terrorsympathisanten enthält. Da die vorliegenden Informationen den amerikanischen Sicherheitsbehörden nicht ausreichten, wurde sein Name nicht auf die Flugverbotsliste (Watch List) gesetzt.[7] ...

Quellen

    ↑ Josh Meyer und Peter Nicholas: Obama admits 'systemic failure' in airliner attack. In: Los Angeles Times. 29. Dezember 2009. 1. Abgefragt am 29. Dezember 2009.
    ↑ United States v. Umar Farouk Abdulmutallab, zitiert aus Huffington Post, abgefragt am 26. Dezember 2009.
    ↑ Police search London flat in US plane attack inquiry, BBC News, 26. Dezember 2009
    ↑ UCLU response to attempted act of terrorism, Erklärung der UCLU vom 4. Januar 2010
    ↑ Investigators: Northwest Bomb Plot Planned by al Qaeda in Yemen, ABC News, 26. Dezember 2009.
    ↑ Father alerted US about Nigerian plane bomb suspect, BBC News, 27. Dezember 2009
    ↑ Verhinderter Terroranschlag: Al-Qaida-Führer sollen Attentäter von Detroit instruiert haben, Die Zeit, 27. Dezember 2009
    ↑ "Flugzeugbomber" erstmals vor Gericht Deutsche Welle, 9. Januar 2010
    ↑ Prozessbeginn festgelegt: "Unterwäsche-Bomber" kommt vor Gericht



http://de.wikipedia.org/wiki/Umar_Farouk_Abdulmutallab (19. September 2011)

-.-

Quote
[...] Der als "Unterhosenbomber" bekannt gewordene Angeklagte Umar Farouk Abdulmutallab hat sich vor einem US-Gericht in allen Anklagepunkten für schuldig bekannt. Der Nigerianer steht seit Dienstag wegen hundertfach versuchten Mordes vor Gericht.

Laut Anklage versuchte er am Weihnachtstag 2009, auf dem Flug von Amsterdam nach Detroit kurz vor der Landung einen Sprengsatz zu zünden. Die Bombe zündete jedoch nicht, es brach lediglich ein kleines Feuer aus. Passagiere überwältigten den Mann. Die Bombe hatte Abdulmutallab unentdeckt in seiner Unterhose ins Flugzeug geschmuggelt. An Bord der Maschine hatten sich fast 300 Menschen befunden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, im Auftrag des Terrornetzwerks al-Qaida gehandelt zu haben.

Vor Gericht sagte Abdulmutallab, er sei zwar nach US-Recht schuldig, aber nach islamischem Recht träfe ihn keine Schuld. Gegen die USA in einen heiligen Krieg zu ziehen, sei eine der tugendhaftesten Handlungen für einen Muslim, sagte er und kündigte weitere Terrorattacken an.

"Seine Mission, sein Ziel, sein einziger Grund für seine Anwesenheit auf Flug 253 war, diesen in die Luft zu sprengen", sagte Staatsanwalt Jonathan Tukel während der Verhandlung.

Tukel hatte den Geschworenen auch Ausschnitte eines Märtyrer-Videos gezeigt, das Abdulmutallab angeblich vor dem versuchten Anschlag im Jemen aufgenommen haben soll. Der Nigerianer soll mit dem radikalen Prediger Anwar Al-Awlaqi in Kontakt gestanden haben, der als führender Kopf von al-Qaida auf der arabischen Halbinsel galt und Ende September bei einem US-Drohnenangriff im Jemen getötet worden war. Der Staatsanwaltschaft zufolge verleiteten Al-Awlaqis Internetvideos Abdulmutallab dazu, sein Studium abzubrechen und sich dem "gewalttätigen Dschihad" anzuschließen.

Bei einem Schuldspruch droht dem Angeklagten Abdulmutallab lebenslange Haft.


Aus: "Unterhosenbomber bekennt sich schuldig" (12.10.2011)
Quelle: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-10/unterhosenbomber-terror-prozess


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[Laut Bloomberg war es der vierzehnte... ]
« Reply #172 on: November 21, 2011, 09:29:04 AM »
Quote
[...] Laut Bloomberg war es der vierzehnte vereitelte Anschlag seit den Angriffen vom 11. September 2001. "Er wollte hier bomben, weil diese Stadt für alles steht, was die Terroristen hassen", sagte Staatsanwalt Cyrus Vance. "Aber New York bleibt die Hauptstadt der Toleranz und unserer Wirtschaft." Der Anschlagsplan sei nicht vom FBI, sondern von einer Sonderkommission der New Yorker Polizei aufgedeckt worden.

...


Aus: "New Yorks Polizei nimmt Terrorverdächtigen fest" (21.11.2011)
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/bombenanschlag-in-den-usa-geplant-new-yorker-polizei-verhaftet-terrorverdaechtigen-1.1195182


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[Nach langen Verhandlungen... ]
« Reply #173 on: December 15, 2011, 09:09:42 AM »
Quote
[...] Das EU-Parlament hat nach langen Verhandlungen im Innenausschuss am Mittwoch mit knapper Mehrheit eine von Sozialdemokraten, Liberalen und Grünen eingebrachte Resolution über die europäische Anti-Terror-Politik der vergangenen zehn Jahre angenommen. Die Abgeordneten fordern die EU-Kommission darin auf, alle seit dem 11. September 2001 beschlossenen Anti-Terror-Maßnahmen auf den Prüfstand zu stellen. Sie verlangen eine umfassende Bestandsaufnahme, bei der die einzelnen Instrumente auf Effektivität, Kosten, Grundrechtseingriffe und ihre demokratische Kontrolle hin untersucht werden sollen.

Für die Resolution stimmten 307 Volksvertreter; dazu kamen 259 Gegenstimmen und 54 Enthaltungen. Die Kommission muss damit unter anderem die umstrittene Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung erneut evaluieren. Zwar hat die Kommission bereits im vergangenen Jahr einen Bericht vorgelegt, wonach die Umsetzung der Vorgaben willkürlich erfolgt, die Maßnahme aber unerlässlich sei. Kritikern zufolge konnte die Kommission damit aber nicht auf Basis solider Daten nachweisen, dass die verdachtsunabhängige, mindestens sechsmonatige Protokollierung von Nutzerspuren notwendig und verhältnismäßig ist. (Stefan Krempl) / (vbr)




Aus: "EU-Parlament lässt Anti-Terror-Politik überprüfen" (14.12.2011)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Parlament-laesst-Anti-Terror-Politik-ueberpruefen-1395801.html


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[Terroristen sind immer nur die anderen...]
« Reply #174 on: January 11, 2012, 12:38:25 PM »
Quote
[....] Bei einer Bombenexplosion in der iranischen Hauptstadt Teheran ist ein Wissenschaftler der Sharif-Universität getötet worden. Ein Motorradfahrer habe eine Haftbombe an dem Fahrzeug des Professors befestigt, berichtete die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars. Zwei weitere Insassen des Wagens seien bei der Detonation verletzt worden. Das Auto sei in der Nähe der Universität detoniert, der Hintergrund der Tat war zunächst unklar.

Ein Sprecher der Sharif-Universität sagte, Mostafa Ahmadi Roshan sei Chemiker gewesen und habe an wissenschaftlichen Projekten gearbeitet. Nach Informationen des Nachrichtensenders Al-Dschasira war Roshan Leiter einer Abteilung in der Urananreicherungsanlage von Natans. In den vergangenen Jahren hatte es in Teheran mehrere Anschläge auf Wissenschaftler gegeben, die in der Atomforschung tätig gewesen sein sollen. So wurden 2010 und 2011 drei Forscher bei Autobombenanschlägen getötet. Mindestens zwei von ihnen arbeiteten am iranischen Atomprogramm.

Teherans Vize-Gouverneur Safar Ali Bratloo beschuldigte Israel, hinter dem Anschlag zu stecken. "Israel ist für dieses Attentat verantwortlich, die Methode gleicht denen, die bei anderen Anschlägen auf iranische Wissenschaftler angewendet wurden", sagte er laut einem Bericht des iranischen Fernsehsenders Al-Alam. Das Land wolle den Iran vor der Präsidentschaftswahl im März destabilisieren, sagte der stellvertretende Gouverneur nach Informationen von Al-Dschasira.


Quote
    Jeremiah
    11.01.2012 um 10:49 Uhr

Kollateralschaden

In welchem Land die Drahtzieher dieser Anschläge höchstwahrscheinlich zu finden sind und welche Zielsetzung dahinter steckt, setzt ja nun nicht viel Einfallsreichtum voraus. Man stelle sich vor, welche Reaktionen es hervorrufen würde, wenn die Vorzeichen umgekehrt wären - wenn der Iran, der sowieso schon unter pauschalen Terrorverdacht gestellt wird - in westlichen oder westlich orientierten Ländern Leute umbringen würde. Empörung! Provokation! Aufruf zum Krieg! Aber so - sind ja Freunde, die offenbar für eine gute Sache Zivilisten umbringen.



Quote
    energyturnaround
    11.01.2012 um 10:54 Uhr

Terroristen sind immer nur die anderen! ... Ach die Rechtfertigung, dass der Iran ja an der Atombombe baue, greift hier wohl kaum. Die Israelis wären sicherlich nicht einverstanden, wenn ihre Wissenschaftler, die an der israelischen Bombe bauen/gebaut haben, ermordet würden.



Quote
    observer3
    11.01.2012 um 11:04 Uhr

13. Seymour Hersh schrieb bereits 2008

über verdeckte "Operationen" der USA im Iran, für die der Kongress ca 400 Millionen Dollar bereitstellte:

Annals of National Security
Preparing the Battlefield
The Bush Administration steps up its secret moves against Iran.
by Seymour M. Hersh July 7, 2008
Read more http://www.newyorker.com/reporting/2008/07/07/080707fa_fact_hersh

... Wir erinnern uns:
GW Bush hatte die Anschläge vom 11.09.2001 als Kriegsgrund gegen Afghanistan benutzt, obwohl keine Regierung und kein Geheimdienst dahinter steckten (nach eigenen Angaben der USA).

...


Quote
    breschnew
    11.01.2012 um 11:20 Uhr

Wo ist eigentlich die Empörung bei der Zeit über einen feigen Mord!?
Wird sich sonst nicht über alles mögliche "empört"?
Ist der iranische Wissenschaftler etwas kein Mensch - oder ist er ein "Opfer 2. Wahl"!?
ich möchte nicht wissen, was hier für ein "Heulen und Zähneknirschen" herrschen würde, wenn man einen "guten" Wissenschaftler ermordet hätte!





Aus: "Iranischer Atomforscher stirbt bei Bombenanschlag" (11.01.2012)
Quelle: http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-01/iran-wissenschaftler-anschlag


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[Die klare Befugnis... ]
« Reply #175 on: April 17, 2012, 10:02:49 AM »
Quote
[...] Washington - US-Justizminister Eric Holder hat die gezielte Tötung von Terror-Verdächtigen durch die USA verteidigt. Die Anwendung "tödlicher Gewalt" gegen mutmaßliche Terroristen sei auch dann gerechtfertigt, wenn es sich um US-Bürger handele, sagte Holder am Montag vor Jura-Studenten in Chicago. Eine solche Entscheidung sei zwar "eine der schwersten, die eine Regierung treffen muss", aber im Kampf gegen den Terror manchmal notwendig, so Holder.

Es sei "nicht immer machbar", Terroristen mit US-Staatsbürgerschaft, "die eine unmittelbare Bedrohung eines gewalttätigen Angriffs" darstellen, gefangen zu nehmen. In solchen Fällen habe die US-Regierung "die klare Befugnis, die USA mit tödlicher Gewalt zu verteidigen", sagte der Minister.

... Berichten zufolge wurden in den vergangenen Monaten mindestens drei US-Bürger im Ausland durch Drohnenangriffe getötet, darunter der radikale Islamist Anwar al-Awlaki. Das Qaida-Mitglied mit US-Staatsbürgerschaft starb im September bei einem Drohnenangriff im Jemen. In seiner Rede beschrieb Holder ihn als Terrorführer, der die Ermordung von Amerikanern geplant habe. Er sagte jedoch nicht explizit, dass die USA für die Tötung des Mannes verantwortlich seien.

ler/AFP/dapd/dpa


Aus: "US-Justizminister verteidigt gezielte Terroristen-Tötung" (06.03.2012)
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,819526,00.html


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[Seit Mitte 2009... ]
« Reply #176 on: June 11, 2012, 02:07:49 PM »
Quote
[...] Boko Haram kämpft für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden des Landes und verübt regelmäßig Anschläge auf Polizei, Behörden und Kirchen. Seit Mitte 2009 starben durch Anschläge von Boko Haram in Nigeria nach Behördenangaben mehr als tausend Menschen.

...


Aus: "Mindestens sieben nigerianische Christen getötet" (10.06.2012)
Quelle: http://www.tagesschau.de/ausland/nigeria432.html

-.-

http://de.wikipedia.org/wiki/Boko_Haram


http://de.wikipedia.org/wiki/Politisches_System_Nigerias


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[Der US-Senat kritisiert... ]
« Reply #177 on: July 17, 2012, 12:24:31 PM »
Quote
[...] Washington –  Der US-Senat kritisiert die Großbank HSBC in scharfen Tönen. In einem Bericht werfen die Senatoren der Bank Geschäfte mit Terroristen, Drogendealern und Geldwäschern vor. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die HSBC-Zentrale in London ihren Filialen in Ländern wie Mexiko, Bangladesch und Saudi-Arabien erlaubt hat, Milliarden Dollar verdächtiger Herkunft ohne hinreichende Kontrollen in die USA zu schleusen. HSBC entschuldigte sich und sagte Besserung zu.

In einer „Ära des internationalen Terrorismus, der Drogengewalt auf den Straßen und der organisierten Kriminalität“ sei es zwingend, gegen illegale Geldflüsse vorzugehen, die solche Verbrechen finanzierten, erklärte Senator Carl Levin. HSBC habe ihre Filiale in den USA unter Umgehung der Regeln des Bankensystems genutzt, um anderen Zweigstellen Zugang zum US-Finanzmarkt zu geben. Levin warnte, dass die Aufsichtsbehörden darüber nachdenken müssten, der Bank die Lizenz zu entziehen, wenn sie ihre eigenen Filialen nicht richtig kontrolliere.

HSBC reagierte umgehend. „Wir gestehen ein, dass wir in der Vergangenheit manchmal die Standards nicht eingehalten haben, die Kontrolleure und Kunden erwarten“, erklärte die Bank. Sie entschuldige sich für diese Fehler und versichere, die Verfehlungen zu korrigieren. Zudem sagte die Bank zu, sich bei einer Anhörung am Dienstag dem Senat zu stellen. In Zukunft würde für alle Filialen weltweit ein einheitlicher Standard gelten, der sich an dem höchsten geltenden Standard orientiere, versicherte die Bank.

Die Hongkong and Shanghai Banking Corporation (HSBC) gehört zu den größten Banken der Welt. Mit einer Marktkapitalisierung von über 100 Milliarden Euro ist sie die größte Europas und ist in Deutschland durch die HSBC Trinkaus präsent. Sie hat ihre Zentrale in Großbritannien (jam/afp)

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17.07.2012
10:42 Uhr
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Mirco A. sagt: DuDuDu, und mach das nie wieder!! ...



Aus: "HSBC macht Geschäfte mit Kriminellen" (17. Juli 2012)
Quelle: http://www.fr-online.de/wirtschaft/terroristen-und-dealer-als-kunden-hsbc-macht-geschaefte-mit-kriminellen,1472780,16639392.html

Großbank HSBC zahlt Milliardenstrafe (11.12.2012)
http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2012-12/hsbc-strafe-geldwaesche

« Last Edit: December 11, 2012, 11:03:01 AM by Textaris(txt*bot) »

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[In Düsseldorf... ]
« Reply #178 on: July 25, 2012, 08:17:45 PM »
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[...] In Düsseldorf stehen vier mutmaßliche Mitglieder der radikal-islamischen Al-Kaida vor Gericht. Sie sollen in Deutschland einen Terroranschlag geplant haben. In den Planungen sei die Rede davon gewesen, "einen mit Metallteilen versetzten Sprengstoffkoffer in einer großen Menschenmenge zur Explosion zu bringen", sagte Bundesanwalt Michael Bruns vor dem Oberlandesgericht.

... Im April 2010 habe sich El-K. an den später bei einem Drohnen-Angriff getöteten Al-Kaida-Anführer Scheich Atijatallah al-Libi mit den Worten gewandt: "Unser Scheich, wir halten unserer Versprechen: entweder Sieg oder Märtyrertum."

... Das Bundeskriminalamt wurde auf El-K. nach Hinweisen eines US-Geheimdienstes aufmerksam. Außerdem habe ein Informant dem Bundeskriminalamt Hinweise auf die Existenz der Düsseldorfer Zelle gegeben.

Zum Bau einer Bombe sei es aber nicht mehr gekommen, weil drei der vier Männer im April 2011 und der vierte im Dezember festgenommen wurden, erläuterte Bruns in der Anklageschrift.

...


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    Peter64
    25.07.2012 um 17:21 Uhr

... Auch wenn jetzt die Volksseele kocht...

"Kein Waffensammler aus Liebhaberei"
Acht Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung für Weiler Neonazi, der Bombenmaterial hortete.
Heinz Siebold, Fr, 20. April 2012
http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/kein-waffensammler-aus-liebhaberei--58475128.html

Sprengstoff für geplante Anschläge zu horten ... Bin gespannt, ob man hier die gleichen Maßstäbe anlegt.

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-07/al-kaida-prozess-duesseldorf?commentstart=9#cid-2207771



Aus: "Prozess gegen Islamisten offenbart heimtückischen Terrorplan" (25.07.2012)
Quelle: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-07/al-kaida-prozess-duesseldorf


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[Proteste als milde Form des Terrorismus (ACTA)... ]
« Reply #179 on: September 27, 2012, 10:06:32 PM »

Das Anti-Counterfeiting Trade Agreement, kurz ACTA, (deutsch Anti-Produktpiraterie-Handelsabkommen)
http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement

http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement#Kritik

-.-

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[...]  Rund um die Proteste gegen das Anti-Piraterie-Abkommen ACTA tauchen immer neue, teils absurde „Sager" von Politikern auf, die das Demokratieverständnis in Frage stellen. Laut der französischen EU-Abgeordneten Marielle Gallo gab es eine "Desinformations-Kampagne", die als „milde Form des Terrorismus" zu bewerten sei.

Nächste Woche wird im Plenum des EU-Parlaments über das umstrittene Anti-Piraterieabkommen ACTA abgestimmt. Erst vergangene Woche hat sich der für das Handelsabkommen zuständige federführende Handelsausschuss (Inta) mit einer Mehrheit von 19 zu 12 Stimmen gegen ACTA ausgesprochen. Dies gilt als richtungsweisend, doch ACTA-Befürworter versuchen nach wie vor, für das Abkommen Stimmung zu machen.

Die französische EU-Abgeordnete Marielle Gallo aus der konservativen EVP-Fraktion gab „PC Inpact" ein Interview, in der sie ihre Auffassung erklärt, warum ACTA (voraussichtlich) nächste Woche vom EU-Parlament abgelehnt wird. Darin sagte sie: „Ist Ihnen nicht bekannt, dass Anonymous im polnischen Parlament demonstriert haben. Dies ist nicht nur eine Desinformations-Kampagne. Dies ist eine milde Form des Terrorismus, die den Menschen Angst macht. Es erschreckt sie. Es ist eine Fantasie. ACTA wurde zur Fantasie. Und das wird vom gesamten Internet unterstützt." (Übersetzung aus dem Französischen von netzpolitk.org)

Für die Anonymous-Masken im polnischen Parlament war allerdings die Fraktion der linksliberalen Partei Ruch Palikota verantwortlich. Auch in Österreich protestierten die Grünen Bundesräte - ganz nach Vorbild der Polen - mit Anonymous-Masken gegen ACTA.

Gallo fiel bereits in den vergangenen Jahren vor allem dadurch auf, sich an vielen Anträgen zu beteiligen, die zu einem Abbau von Grundrechten geführt haben oder führen sollten. Sie gilt als Hardlinerin. Nach ihr wurde auch der "Gallo-Bericht" benannt, in dem vorgeschlagen wurde, Urheberrechtsverletzungen strafrechtlich zu verfolgen.

Gallo sagte im Interview mit "PC inpact" auch, dass sie als Plan B im Falle einer ACTA-Ablehnung durch das EU-Parlament das "ganze Alphabet" zur Verfügung hätte. Das Internet-Kollektiv "Anonymous" veröffentlichte als Reaktion auf Gallos Aussage nun ein eigenes "ABC" gegen ACTA via pastebin. Rick Falkvinge, Gründer der schwedischen Piratenpartei, über den neuen "Gallo-Sager": „Wenn man seine eigene Wählerschaft als Terroristen bezeichnet, wenn sie ihre politische Meinung Ausdruck verschafft und diese von seiner eigenen Meinung abweicht, ist das mehr als politischer Suizid."

Gallo ist allerdings nicht die einzige konservative EU-Politikerin, die der Meinung ist, dass es im Zuge der Proteste zu einer "Desinformations-Kampagne" gekommen ist. Elisabeth Köstinger, EU-Abgeordnete der ÖVP, erwähnte gegenüber der futurezone vor wenigen Wochen, dass "viele Unwahrheiten über ACTA" verbreitet worden seien, man die Proteste zwar ernst nehme, aber man sich von Bürgern nicht erpressen lasse.

Aufregung gab es in den letzten Tagen auch immer wieder um eine Ankündigung des EU-Kommissars Karel De Gucht. Dieser erklärte in einer Rede vorm Parlament, dass die EU-Kommission vorhabe, ein weiteres Mal über ACTA abstimmen zu lassen. „Falls Sie sich für eine negatives Votum entscheiden, lassen Sie mich Ihnen sagen, dass die Kommission auch weiterhin das derzeitige Verfahren vor dem Gericht verfolgen wird. Ein negatives Votum wird das Verfahren vor dem Gerichtshof nicht beenden", so De Gucht vergangenen Mittwoch. Die Kommission plane, einen weiteren Antrag ans Parlament zu stellen. Der britische Sozialdemokrat und Berichterstatter im Inta-Ausschuss, David Martin, erklärte, dass eine erneute Vorlage desselben Textes rechtswidrig sei.

ACTA-Gegner unter den Parlamentariern finden dieses Vorhaben erbärmlich: „Der Wunsch, so lange abstimmen zu lassen, bis die EU-Kommission das gewünschte Ergebnis erhält, wäre der Beweis für ein erbärmliches Demokratieverständnis", sagte etwa der unabhängige EU-Abgeordnete Martin Ehrenhauser. Der SPÖ-EU-Abgeordnete Jörg Leichtfried betonte, dass die Bürgerproteste ein Zeichen dafür seien, „dass so eine Art demokratische Bewegung in Europa wirklich funktioniert."


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testuser0815 27.06.2012

Das Wort Terrorismus in Verbindung mit einer "Informations-Kampagnie" in den Mund zu nehmen zeigt mehr als sonst etwas wo diese Leute leben.


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ebolah 27.06.2012

'Elisabeth Köstinger, EU-Abgeordnete der ÖVP, erwähnte gegenüber der futurezone vor wenigen Wochen, dass "viele Unwahrheiten über ACTA" verbreitet worden seien, man die Proteste zwar ernst nehme, aber man sich von Bürgern nicht erpressen lasse."

Liebe Frau Köstinger, wir, die Bürger der EU, sind Ihre Dienstgeber. Wir 'erpressen' Sie nicht, sondern teilen Ihnen unmissverständlich mit, was wir von ACTA halten. Ihre Entgegnung ist eine Ungeheuerlichkeit. Wir wissen seit der Videodokumentation eines britischen Senders, dass ÖVP-EU-Abgeordnete käuflich sind. Vertreter anderer Parteien mögen es auch sein, aber der ÖVP ist es hierzulande und in Brüssel nachgewiesen. Ich denke, Sie sollten sich schämen.


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euripides 27.06.2012
Kann doch niemand sagen, daß die Politiker nicht genug Möglichkeiten hätten, der "Desinformationskampagne" entgegenzutreten und laut die Wahrheit über ACTA zu verkünden. Warum tun sie das nicht? Weil sie genau wissen, daß ACTA den Interessen der Bürger diametral entgegenläuft.




Aus: "ACTA-Kampagne „milde Form des Terrorismus"" Barbara Wimmer (27.06.12)
Quelle: http://futurezone.at/netzpolitik/9795-acta-kampagne-milde-form-des-terrorismus.php

-.-

https://netzpolitik.org/2012/acta-soft-terrorismus-ist-schuld-scheitern/

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Johannes Fischer
Erstellt am 26. Juni 2012 um 10:31

Ist immer wieder putzig, was für einen Demoktratiebegriff ein paar EU-Abgeordnete so haben. Man könnte es auch politische Partizipation nennen. Oder Meinungs- und Willensbildung. Aber ‘Soft-Terrorismus’ klingt einfach knackiger. Mein lieber Herr Gesangsverein…

https://netzpolitik.org/2012/acta-soft-terrorismus-ist-schuld-scheitern/#comment-467419


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Rayne
Erstellt am 26. Juni 2012 um 17:16

Desinformations-Kampagne? Geht’s noch?

https://netzpolitik.org/2012/acta-soft-terrorismus-ist-schuld-scheitern/#comment-467475



http://www.pcinpact.com/news/71906-marielle-gallo-acta-parlement-europeen.htm