Author Topic: [Das Wort der Woche... ]  (Read 50143 times)

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[Das Wort der Woche (KW15/2016)... ]
« Reply #135 on: April 17, 2016, 10:20:48 PM »
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  "Wann ist aus 'Sex, Drugs & Rock'n'Roll' eigentlich 'Laktoseintoleranz, Veganismus und Helene Fischer' geworden?" ... Wenn ich von PC-Freizeit mit ICQ / Trillian, Netscape und Optimierungen an autoexec.bat, config.sys und diversen anderen DOS/Windows-Elementen erzähle, komme ich mir so alt vor wie ein Opa, der vom Krieg berichtet.

roricon Martin Brodhag (17.04.2016)
zu: http://www.jetzt.de/veganismus/menschen-stroemen-in-veganes-restaurant-in-berlin

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[Das Wort der Woche (KW17/2016)... ]
« Reply #136 on: April 26, 2016, 11:43:03 AM »
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Eine Armee aus hochqualifizierten, flexiblen, mehrere Sprachen sprechenden, an viele Kulturkreise anpassungsfähigen, sich selbst optimal ausbeutenden, ruhelosen Individuen ist entstanden. Ihr eigen ist ein eigentümliches Amalgam aus einer maßgeschneiderten digital-protestantischen Arbeitsmoral mit einem Yoga-gestählten selbst-optimierenden Individualismus.

Aus: "Wir nannten es Arbeit: Vor zehn Jahren ist die digitale Boheme ausgerufen worden – eine Bilanz" Timo Daum (12.04.2016)
Quelle: http://berlinergazette.de/zehn-jahre-digitale-boheme/

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[Das Wort der Woche (KW21/2016)... ]
« Reply #137 on: May 23, 2016, 01:18:08 PM »
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Christina Wagner, eine kleine Frau mit Kurzhaarfrisur, ist für ihre Fans eine Rebellin. Eine, die gegen eine Grenze aufbegehrt, die keiner versteht und niemand will. Mehr noch: Sie ist eine Symbolfigur, eine Art Heilige Johanna der Rasthöfe, die gegen ein ganzes System kämpft. ... Die Frage ist, ob die Wagners "mit leichten Reflexen in den Straßenraum hineinwirken" dürfen – so heißen ihre Imbissverkäufe im Verwaltungsdeutsch.


Aus: "Das Wurstgericht" Doreen Reinhard (19. Mai 2016)
Quelle: http://www.zeit.de/2016/22/imbiss-autobahn-a9-bratwurst-verbot-gericht


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[Das Wort der Woche (KW23/2016)... ]
« Reply #138 on: June 06, 2016, 04:29:39 PM »
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Wir konsumieren Details, als gäbe es kein Gestern und kein Morgen.  ... Die Bilder, Explosionen, Splitter, Blut, haben sich als fluoreszierende Fettschicht auf unsere Seele gelegt.


Aus: "All you can read" Felix Dachsel (26. Mai 2016)
Quelle: http://www.zeit.de/2016/21/sucht-news-nachrichten

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[Das Wort der Woche (KW31/2016)... ]
« Reply #139 on: August 03, 2016, 01:01:58 PM »
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Lustigerweise findet sich just heute an prominenter Stelle bei ZEIT ONLINE ein Text von Maxim Biller, in dem es heißt, dass linke 68er-Männer "hässliche Hippiefreundinnen" haben und beim Sex an Petra Kelly denken. Das seltsame, empirisch leicht zu widerlegende Empfinden konservativer und rechter Männer, irgendwie geiler zu sein als der Rest, scheint also kein Unterschichten-Phänomen zu sein.


Von Chlorhuhn #29  (27.07.2016), Quelle: http://www.zeit.de/kultur/2016-07/feminismus-rechtspopulismus-beleidigung?cid=7992148#cid-7992148 zu "Feminismus: Körperbeschimpfung als Kampfmittel" (27. Juli 2016)

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[Das Wort der Woche (KW32/2016)... ]
« Reply #140 on: August 11, 2016, 09:32:22 AM »
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Sandbaenker 10.08.2016, 12:36 Uhr
Wenn sich im Dschungelcamp dann zu Frau Lohfink noch Frau Schwarzer und Herr Kachelmann gesellen, dann schau ich mir die Sendung an. Schön wär's noch wenn Herr Hoeneß dazu stieße, aber man kann halt nicht alles haben.


Kommentar zu: "Pfui Teufel! Her damit!" Gina-Lisa Lohfink steht wegen Falschaussage gerade vor Gericht. Zur Belohnung wartet das "Dschungelcamp". Zeit für eine gewaltige Entrüstung? von Joachim Huber (10.08.2016) http://www.tagesspiegel.de/medien/zieht-gina-lisa-lohfink-in-den-rtl-dschungel-pfui-teufel-her-damit/13992826.html

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[Das Wort der Woche (KW35/2016)... ]
« Reply #141 on: September 03, 2016, 11:55:26 AM »
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Charlie Schulze 20.08.2016 | 14:51 @Richard Zietz

Jedes Mal, wenn ein Avangardist verspießert, wird irgenwo ein Punk geboren.


Kommentar zu einem Kommentar zu einem Text über ein Buch von Jens Balzer von Georg Seeßlen "Sampeln des Subjekts" (19.08.2016)
www.freitag.de/autoren/der-freitag/sampeln-des-subjekts

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[Das Wort der Woche (KW1, 2017)... ]
« Reply #142 on: January 05, 2017, 11:06:19 AM »
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Und nur etwas für Leute, deren PC-Macke sich auch schon ins Tierreich erstreckt: sie sprechen dann nicht mehr von Ratte, sondern nur noch von “Nagetier mit Kanalisationshintergrund”…

(Mathias Broeckers, 02.01.2017)



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[Das Wort der Woche (KW2/2017)... ]
« Reply #143 on: January 09, 2017, 04:02:27 PM »
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Atompunk. Das Wort ist, wie wir alle auf Wikipedia nachsehen können, eine Analog­bildung zu Dieselpunk als 40er und 50er Jahre Retrofuturismus, Steampunk als viktorianischem Retrofuturismus und Cyberpunk als Projektion des frühen Internet in eine Zukunft der technisch begründeten Magie mit künstlichem Bewusstsein und autonom handelnden Computerpersonen.


Aus: "Atompunk, in Bronze gegossen" (09.01.2017, Fritz), https://11k2.wordpress.com/2017/01/09/atompunk-in-bronze-gegossen/

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[Das Wort der Woche (KW13/2017)... ]
« Reply #144 on: March 30, 2017, 12:13:58 PM »
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[ Selma Mahlknecht (30. März 2017): Mit der Wahl von Julia Samoilowa ist den Russen ein Schachzug gelungen, der auch den Gastgeber Ukraine in Bedrängnis bringt. Erstens ist die Songwriterin Samoilowa kein unbeschriebenes Blatt. Bei der russischen Ausgabe von "The X-Factor" kam sie bis ins Finale, bei der Eröffnung der Paralympischen Spiele in Sotschi sang sie das Lied "Together". Wie kaum eine zweite verkörpert sie zudem den Slogan, den die ukrainischen Veranstalter des ESC ausgerufen haben: celebrate diversity. Samoilowa ist seit ihrer Kindheit auf einen Rollstuhl angewiesen. Ihrem Auftritt Steine in den Weg zu legen, wirft ein schlechtes Licht auf die Organisatoren des Events. https://www.heise.de/tp/features/ESC-2017-Der-nackte-Affe-tanzt-3670415.html]

     
     Der ESC verhält sich zur Musik wie Profi-Wrestling zum Ringsport. (Mario de Monti, 30.03.2017 11:31)


https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/ESC-2017-Der-nackte-Affe-tanzt/Re-Echt-jetzt-Diese-Kulturleiche/posting-30175858/show/

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[Das Wort der Woche (KW21/2017)... ]
« Reply #145 on: May 30, 2017, 12:07:51 PM »
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... Der bärtige Mann schwitzt, schnieft und fuchtelt sich in Großaufnahme durch seine Assoziationsketten, die körperliche Präsenz unterstreicht das Gesagte. Zizek hält auch die inoffiziellen Intellektuellen-Rekorde im erstens Sich-an-die-Nase-Fassen und zweitens im Wuchtel-Drucken [Eine Wuchtel drucken: einen (billigen) Scherz machen «-WUchteldrucker, der -s, – Scherzbold ]. Dank seines nach allen Seiten ausschlagenden Humors ist seine Botschaft gut annehmbar und die Stimmung heiter - vielleicht hat Zizek ja mittlerweile so etwas wie die Rolle eines Antidepressivums für die radikale Linke übernommen. ... Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Linken, die sich von den universalistischen Werten der Aufklärung verabschiedet und sich im Gewirr von Multikulti und Identitätspolitik verheddert haben, hält Zizek an ihrem Kern fest. Die westliche Linke solle aufhören, sich ständig als Teil des imperialistischen Kapitalismus selbst zu kasteien und jede Barbarei als „unterschiedlichen Lebensstil“ zu tolerieren, und stattdessen an einem neuen Projekt arbeiten. Das Wort „Kommunismus“ nimmt Zizek in der Wiener Arbeiterkammer zwar nicht in den Mund, aber seine positive Bezugnahme darauf ist bekannt. ...

(Lukas Wieselberg, 21.05.2017), http://science.orf.at/stories/2844622/

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[Das Wort der Woche... ]
« Reply #146 on: September 20, 2017, 12:23:13 PM »
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Laurie Penny:  Die Alt-Right-Bewegung ist besessen von der Eugenik und von der Panik davor, auszusterben. Wenn weiße Frauen Babys mit Men of Color haben, oder sich gegen Kinder entscheiden, halten die Rechten das für „White Genocide“. Es ist wirklich entsetzlich. ... Ich habe noch nie eine faschistische Bewegung entdeckt, die nicht vehement gegen Abtreibungsrecht oder die Unabhängigkeit von Frauen ist. Interessanterweise stammt das zum größten Teil aus sexueller Frustration. Der „Islamische Staat“ funktioniert genauso: Junge Männer, die das Gefühl haben, ihnen stehe mehr Sex zu, radikalisieren sich schneller. ... Ich habe noch keine Person kennengelernt, die glaubt, dass sie genauso häufig Sex hat wie sie eigentlich will, und es genauso läuft, wie sie es sich wünscht. Aber offenbar sind es nur Männer, die das für ein politisches Problem halten. Und die denken, einen Anspruch darauf zu haben, sich das zu nehmen. Ich habe mich seit ein paar Wochen nicht flachlegen lassen, habe aber kein Bedürfnis, aus diesem Grund zu einer Faschistin zu werden. Ich gehe einfach nach Hause, schaue mir „BoJack Horseman“ an und masturbiere, so wie es normale Menschen halt tun.


Aus: "„Warum sollte ich mich bremsen?“"
Das Interview führte Sibel Schick (20. 9. 2017)
Quelle: https://www.taz.de/Laurie-Penny-ueber-Kaempfe-unter-Linken/!5445597/

https://de.wikipedia.org/wiki/Laurie_Penny

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« Reply #147 on: September 25, 2017, 02:59:21 PM »
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Die klugen Sätze, die ich von mir gebe, und die dummen Dinge, die ich tue. 

Aus: https://muetzenfalterin.wordpress.com/2017/09/21/kampf/ (Die Mützenfalterin, 2017)

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« Reply #148 on: November 02, 2017, 09:52:52 AM »
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nerf this!, 02.11.2017

Wenn unser Gehirn so einfach wäre dass wir es verstehen könnten, wären wir so einfach dass wir es nicht verstehen könnten. (-irgendwer gscheites)


Kommentar zu: https://derstandard.at/2000066910332-2000016804768/Hirnforscher-Sollten-uns-wohlfuehlen-nicht-alles-zu-wissen

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[Das Wort der Woche (2017 / KW47)... ]
« Reply #149 on: November 21, 2017, 12:28:21 PM »
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[...] Wie viel Machtbehauptung, oder auf Deutsch, wie viel Arschlochhaftigkeit halte ich aus?

[Armin Chodzinski]

 

Aus: "„Man kann Theorie tanzen“" Jürgen Ziemer Im Gespräch mit Armin Chodzinski (Ausgabe 12/2014)
Quelle: https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/man-kann-theorie-tanzen