Author Topic: [Meta und Neodada... (Notizen)]  (Read 9489 times)

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[Meta und Neodada... (Notizen)]
« on: August 28, 2006, 10:23:54 PM »
Quote
[...] What would our lives would be like if Dada's radically anarchic aesthetic had taken over? Would people be proclaiming abstract sound poetry on street corners? Would they wander about, like the notoriously free-spirited Baroness Elsa von Freytag-Loringhoven, bizarrely arrayed in pilfered goods and castoffs—a bra made of two tin cans tied with string, rows of curtain-ring bracelets pinched from Woolworth's, a bustle of electric lights? Perhaps they'd hole up, like Kurt Schwitters building his Merzbau, an installation cobbled together from bits of urban and natural detritus. Perhaps every public gathering would become a provocation.


From: "Crazy Beautiful - Mayhem was their antidote to a world gone mad" by Leslie Camhi (July 28th, 2006 4:04 PM)
Source: http://www.villagevoice.com/art/0631,camhi,74002,13.html
-.-

Quote
[...] Baroness Elsa von Freytag-Loringhoven was notorious in Greenwich Village between 1913 and 1923. By all accounts - and there are several, William Carlos Williams and Djuna Barnes amongst them - she was excessive, irrepressible and smelly. She dressed in junk stolen from stores or picked from bins. She wore tea-strainers and tin cans as necklaces, a parsley-trimmed wastebasket as hat. Once she paraded a plaster penis through New York.


From: "Irrational Modernism" (Submitted by mute on Monday, 26 April, 2004) - In her recent book, Irrational Modernism, Amelia Jones advances a ‘neurasthenic’ reading of the New York Dada scene, centred on the marginalised figure of the Baroness Elsa von Freytag-Loringhoven whose eccentricities, bizarre dress code and self-ostracising stench embodied and challenged the spirit of Dada. Here, Esther Leslie considers this latest revisionist gambit and asks whether it actually challenges dominant modes of history making. (By Esther Leslie)
Source: http://www.metamute.org/?q=en/Irrational-Modernism

-.-

Quote
[...] Die "Art of Madness" der Baroness brachte die Modernisten gegen die Dadaisten auf. "Eine tödliche Attacke auf die Kunst", schimpfte die Kritikerin Lola Ridge über das Gedicht "The Cast-Iron Lover" (September 1919). Für Evelyn Scott, selbst Dichterin, war Elsa von Freytag-Loringhoven "bloß eine nackte Orientalistin, die im Sextanz ihrer Religion feierlich unanständige Gesten macht".

Die wilde, vulgäre Sinnlichkeit, zur Schau getragen an Elsas androgynem Körper, löste eine Debatte über weibliche Sexualität und die Macht männlicher Kontrolle aus. "Die Baroness ist die erste amerikanische Dada", urteilte Jane Heap. "Sie ist die Einzige auf der Welt, die sich Dada kleidet, Dada liebt, Dada lebt." Und doch: Am Ende ihres schillernden Lebens war die verrückte Dada-Queen einsam, depressiv und körperlich am Ende. Elsa von Freytag-Loringhoven starb 53-jährig am 14. Dezember 1927 in Paris. Todesursache: ausströmendes Gas. Wer den Hahn öffnete, wird wohl ungeklärt bleiben. Djuna Barnes, enge Freundin der Dada-Baroness, empfand deren Ableben als "dummen Witz, der noch nicht einmal den Anstand der Bösartigkeit besaß".


Aus: "art & madness: Völlig Dada - Im New York der frühen Zwanziger erlebte ihre Performance um Sex, Wahn und Körper einen kurzen, aber heftigen Hype. Danach driftete Elsa von Freytag-Loringhoven dem Vergessen entgegen. Bis jetzt: Eine neue Biografie feiert Leben und Werk der deutschen Dada-Queen " Von JUDITH LUIG (taz Magazin vom 22.11.2003)
Quelle: http://www.taz.de/pt/2003/11/22/a0250.1/text

« Last Edit: November 20, 2008, 02:19:05 PM by Textaris(txt*bot) »

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[Anstecker für NEODADA... ]
« Reply #1 on: September 30, 2006, 03:08:48 PM »
Quote
[...]  Ein Mann, der unter anderem Anstecker mit durchgestrichenen Hakenkreuzen verkauft, muss dafür mehr als 3500 Euro zahlen. Es bestehe die „Gefahr der Gewöhnung“ an rechtsextreme Symbole, findet der Richter.


Aus: "Verkauf von Anti-Nazi-Symbolen ist strafbar" (29.09.2006)
Quelle: http://www.welt.de/data/2006/09/29/1055015.html
« Last Edit: May 30, 2007, 11:16:20 AM by Textaris(txt*bot) »

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[NEODADA liebt Bundeswehr Motherfucker!...]
« Reply #2 on: April 15, 2007, 09:47:32 PM »
Quote
[...] Dann schickt der Ausbilder den Soldaten auf einen Trip in die Bronx. "Ein schwarzer Van hält vor Ihnen. Drei Afroamerikaner steigen aus und beleidigen Ihre Mutter aufs Gröbste". Vor jedem Schuss wolle er ein deutliches "Motherfucker" hören, ruft der Ausbilder. Die Idee amüsiert den Soldaten, er muss lachen. "Motherfucker", Feuer, "Motherfucker", Feuer - immer lauter brüllt der Schütze, angespornt von seinem Vorgesetzten.


Aus: "RASSISMUS-SKANDAL: Bundeswehr-Video empört Amerikaner" (15. April 2007)
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,477336,00.html
« Last Edit: May 30, 2007, 11:16:41 AM by Textaris(txt*bot) »

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[NeoDADA bewaffnent alle Studenten!... ]
« Reply #3 on: April 17, 2007, 12:47:26 PM »
Quote
[...] Larry Pratt wartete nicht erst lange ab. Schon wenige Stunden nachdem der Amokläufer an der Technischen Universität  Blacksburg im US-Bundesstaat Virginia am Montag 32 Menschen und sich selbst erschossen hatte, wandte sich der Direktor der Vereinigung „Gun Owners of America“ (Waffenbesitzer von Amerika) an die Öffentlichkeit: „Wann werden wir endlich begreifen“, fragte er, „dass Wehrlosigkeit eine schlechte Verteidigung ist?“

Nicht zu viele Waffen seien das Problem, sondern im Gegenteil zu wenige, ereiferte sich Pratt. „Sämtliche Schießereien an Schulen, die in den vergangenen zehn Jahren vereitelt werden konnten, wurden nur deshalb gestoppt, weil eines der potenziellen Opfer eine Waffe besaß.“ Aus diesem Grund könne es auf den Amoklauf nur eine Antwort geben: Es müsse sowohl allen Studenten als auch Professoren erlaubt sein, sich zu bewaffnen.


Aus: "Amoklauf: „Alle Studenten bewaffnen“" Von FOCUS-Korrespondent Peter Gruber, Washington (17.04.07)
Quelle: http://www.focus.de/panorama/welt/blacksburg/amoklauf_aid_53746.html

« Last Edit: May 30, 2007, 11:16:50 AM by Textaris(txt*bot) »

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[NeoDADA beschützt die Königin!... (Notizen)]
« Reply #4 on: April 25, 2007, 11:21:33 AM »
Quote
[...] Die offensichtlich betrunkenen Männer, deren eigentliche Aufgabe es ist, die Königin zu beschützen, posieren vor der Kamera zwar mit Bärenfellmützen und leuchtend roten Uniformjacken - jedoch ohne Hosen.


Aus: "GROSSBRITANNIEN: Porno-Skandal um Beschützer der Königin" (25. April 2007)
Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,479283,00.html
« Last Edit: May 30, 2007, 11:17:00 AM by Textaris(txt*bot) »

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[Neodada bewist endlich Gott!... (Notizen)]
« Reply #5 on: May 03, 2007, 11:19:16 AM »
Quote
[...] Zwei christliche Prediger versuchen, die Existenz Gottes zu beweisen. Zwei Atheisten aus Flemmings "Rational Response Team" halten dagegen.


Aus: "US-GLAUBENSKRIEG IM WEB: Sie verhöhnen Gott auf YouTube" Von Konrad Lischka  (SPON; 02. Mai 2007)
Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,480471,00.html
« Last Edit: November 20, 2008, 02:20:33 PM by Textaris(txt*bot) »

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[Neodada verprügelt Polizisten!... ]
« Reply #6 on: May 30, 2007, 11:15:39 AM »
Quote
[...] Die drei Polizisten sind in Hamburg vor Gericht, weil sie bei einer Demo 2002 nahe dem Heiligengeistfeld zwei Zivilfahnder verprügelt haben sollen.


Aus: "Prügel-Prozess: Streit zwischen Kusch und Thüringen: Haftbefehle gegen die drei angeklagten Polizisten sind aufgehoben worden" - Von Ralf Nehmzow, Peter Ulrich Meyer (5. Juli 2003)
Quelle: http://www.abendblatt.de/daten/2003/07/05/183625.html
« Last Edit: November 20, 2008, 02:20:20 PM by Textaris(txt*bot) »

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[Neodada verübt Überfälle... ]
« Reply #7 on: November 19, 2008, 11:40:48 AM »
Quote
[...] Ein auf Raubdelikte spezialisierter Kripo-Beamter soll eine Bank in Bremen überfallen und 2.000 Euro erbeutet haben. Zwei weitere Überfälle soll der seit 35 Jahren im Polizeidienst stehende Beamte versucht haben. Insgesamt seien DNA-Spuren des für Raub- und Erpressungsdelikte zuständigen Polizisten an zwei Tatorten gefunden worden, erklärte der Leiter der Bremer Kriminalpolizei, Holger Münch.


Aus: "Polizist soll drei Banken überfallen haben" (Dienstag, 5. August 2008)
Quelle: http://www.morgenpost.de/vermischtes/article762511/Polizist_soll_drei_Banken_ueberfallen_haben.html

« Last Edit: November 20, 2008, 02:19:58 PM by Textaris(txt*bot) »

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[Neodada führt den Hasen-Prozess... ]
« Reply #8 on: July 20, 2010, 10:14:35 AM »
Quote
[...] Eine Lehrerin verklagt ihre minderjährige Schülerin, weil diese Hasen an die Tafel gemalt und Gerüchte über eine angebliche Hasen-Phobie der Pädagogin gestreut haben soll. Ziel der Lehrerin ist, dass die heute 16-Jährige nicht mehr behauptet, die Lehrerin fürchte sich vor Hasen und drehe bei dem Anblick der Tiere durch.

...


Aus: "Niedersachsen: Urteil im "Hasen-Prozess" erwartet" (20.07.2010)
Quelle: http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hasenprozess102.html

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[Neodada der katholische Pax-Bank... ]
« Reply #9 on: October 07, 2010, 10:07:01 AM »
Quote
[...] Die katholische Pax-Bank, die für Ethik in der Geldanlage wirbt, hat die Anlage hoher Fondsgelder in Rüstungs- und Tabakkonzerne sowie einen Verhütungsmittel-Hersteller eingeräumt.

...


Aus: "Katholische Bank bedauert Investitionen in Rüstung" (01.08.2009)
Quelle: http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/wirtschaft/2092374/katholische-bank-bedauert-investitionen-ruestung-verhuetung.story


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[Neodada Automechaniker... (Notizen)]
« Reply #10 on: November 23, 2010, 02:41:16 PM »
Quote
[...] Aschaffenburg - Der Automechaniker, der in Aschaffenburg als Arzt praktiziert hatte, ist zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Aschaffenburg verurteilte ihn wegen Betrugs in 110 und gefährlicher Körperverletzung in 1936 Fällen und attestierte ihm eine 'erhebliche kriminelle Energie'. Der Mann mit dem falschen Doktortitel hatte zu Prozessbeginn gestanden, seinen Patienten ohne medizinische Ausbildung Spritzen verabreicht und Blut abgenommen zu haben. Der 56-Jährige war vor allem in einer Praxis in einem Aschaffenburger Stadtteil tätig, praktizierte aber auch in Baden-Württemberg und in Thüringen. Der Automechaniker, der auch eine Ausbildung zum Fußpfleger vorweisen kann, hatte seine mehr als 150 Patienten in der Verhandlung um Entschuldigung gebeten. Von ihm hatten sich vor allem ältere Patienten mit chronischen Krankheiten behandeln lassen, die über dauerhafte Schmerzen klagten. Im Prozess hatten auch Zeugen ausgesagt, denen der Mechaniker mit homöopathischen Mitteln geholfen haben soll - darunter auch ein von Schmerzen geplagter Apotheker, der berichtet hatte, nach der Behandlung beschwerdefrei gewesen zu sein.

prz

 

Aus: "Fünf Jahre Haft für falschen Arzt" (23.11.2010)
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/c5T38U/3739141/Fuenf-Jahre-Haft-fuer-falschen-Arzt.html


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[Meta und Neodada... (This is so contemporary!)]
« Reply #11 on: June 28, 2012, 11:03:48 AM »
Quote
[...] Venedig-Biennale im Sommer 2005 sprangen den Besuchern des deutschen Pavillons vermeintliche Museumswärter entgegen, warfen die Arme in die Höhe und sangen: "This is so contemporary!".

...


Aus: "Erfahrungen in der Kasseler Black Box" Von Sabine Weier (27.06.2012)
Quelle: http://www.zeit.de/kultur/kunst/2012-06/tino-sehgal-documenta

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[Aber wir benötigen sekundäre Quellen...]
« Reply #12 on: September 08, 2012, 12:55:34 PM »
Quote
[...] [Der Buchautor Philip Roth] wollte in dem Artikel zu seinem 2000 erschienen Buch „Der menschliche Makel" (The Human Stain) etwas korrigieren. Laut dem Wikipedia-Eintrag sei der Roman inspiriert durch das Leben des Autors Anatole Broyard. Roth wollte ausbessern, dass das Buch auf einem Ereignis im Leben seines Freundes Melvin Tumin basiert, ein Professor an der Princeton Universität.

Nachdem er die Änderungen eingebracht hat, teilte ihm ein Wikipedia-Administrator mit, dass er keine verlässliche Quelle sei. Weiter schreib der Administrator: „Ich verstehe ihren Standpunkt, dass der Autor die höchste Autorität bei seinem eigenen Werk ist, aber wir benötigen sekundäre Quellen."


Aus: "Wikipedia: Buchautor keine verlässliche Quelle" (08.09.12)
Quelle: http://futurezone.at/digitallife/11205-wikipedia-buchautor-keine-verlaessliche-quelle.php


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[Seelenruhig... ]
« Reply #13 on: October 09, 2012, 01:46:17 PM »
Quote
[...] Vor den Augen zahlreicher Besucher der Londoner Tate Modern war der Mann seelenruhig auf das Gemälde Black on Maroon des Künstlers Mark Rothko zugegangen und hatte mit schwarzer Farbe die Worte "Vladimir Umanets, A Potential Piece of Yellowism" auf die Leinwand geschrieben. Scotland Yard hat den 26-Jährigen nun festgenommen.

Der ehemalige Kunststudent bekannte sich zu der Tat, bezeichnete sie jedoch nicht als Akt der Zerstörung, sondern als Kunst. Die Zeitung The Times schrieb, der Mann habe den Wert des Gemäldes damit erhöhen und auf die Bewegung Yellowism aufmerksam machen wollen. Auf der Website thisisyellowism, die von Vladimir Umanets und Marcin Lodyga betrieben wird, heißt es: "Der Yellowist Vladimir Umanets hat das Gemälde von Mark Rothko in der Tate Modern nicht zerstört, es war kein Akt von Vandalismus. Er hat das Rothko-Gemälde signiert (...). Diese Aktion informiert die Welt darüber, dass Rothkos Gemälde aufhören kann, ein Kunstwerk zu sein und zu einem Stück Yellowism werden kann." Was sie genau unter Yellowism verstehen, erläutern die Betreiber nicht.

... Der Festgenommene gab an, er sei vorher durch das Museum gestreift und habe zunächst überlegt, Bilder von Pablo Picasso oder von Jackson Pollock mit der schwarzen Farbe zu beschreiben, die "besonders schwer zu entfernen" sei. Dann sei er aus der Galerie verschwunden.

Wie hoch der Schaden an dem Werk ist, teilte die Tate Modern nicht mit. Black on Maroon gehört zu der Serie Seagram Murals und war ursprünglich für das Four Seasons Restaurant im New Yorker Seagram Building geschaffen worden. Die Werke des gebürtigen Russen Rothko (1903 - 1970) erbringen bei Auktionen häufig doppelstellige Millionenbeträge.

...

Quote
    Konrad L
    09.10.2012 um 11:12 Uhr

Mit den eigenen Waffen

Großartig! Der Mann hat natürlich völlig recht. Da, spätestens seit Duchamps, Kunst das ist, was man zur Kunst erklärt, ist sein Akt des Signierens, und auch sein "yellowism", eindeutig und unwiderleglich Kunst. Er könnte sogar, mit demselben Recht wie Rothko und jeder andere Künstler, dagegen klagen, dass seine Signatur von dem Bild entfernt wird.
Er schafft es, mit anderen Worten, die seit langem gegen jede Kritik, ja sogar gegen jede Parodie immunisierte moderne Kunst mit ihren eigenen Waffen zu schlagen.


Quote
    nigromontanus
    09.10.2012 um 11:44 Uhr

Lebendig

Wenn Kunst noch noch einen Wert in Geld oder museal aufbewahrter Geschichte besitzt, ist sie tot. Während dieser 26jährige zumindest lebt.


Quote
    Girolamo1453
    09.10.2012 um 11:52 Uhr

In der Bildenden Kunst geht es nun einmal um Gegenstände. Und solche sind eben auch Eigentum, Investitionsobjekt und Ware. Ich denke, der junge Mann wird sich mit seinem erweiterten Kunstverständnis vielleicht Applaus bei einigen Kunststudenten holen - aber mit Sicherheit wird er für seinen Geltungsdrang teuer bezahlen müssen.

...



Aus: "Beschmierer von Rothko-Gemälde gefasst" (09.10.2012)
Quelle: http://www.zeit.de/kultur/kunst/2012-10/vandalismus-tate-verhaftung



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[Die Schweizer Garde führte Napierski vom Vatikan-Gelände... ]
« Reply #14 on: March 05, 2013, 12:16:11 PM »
Quote
[...] Auf Fotos posiert er als vermeintlicher Würdenträger mit Politikern und Kirchenmännern. Zudem ließ er sich mehrmals als besonders offenherziger Vertreter der Kirche zu Erotikthemen interviewen. ... Der falsche Bischof mischte sich für einige Zeit unter die Kardinäle, die dort zur Vorbereitung der Papstwahl eintrafen. Vor seiner Enttarnung verkündete Napierski noch, die katholischen Bischöfe hätten einen Fehler begangen, als sie des Kindesmissbrauchs beschuldigte Priester aus ihren Gemeinden abgezogen hätten. Die Schweizer Garde führte Napierski vom Vatikan-Gelände.

...


Aus: " Vorkonklave in Rom: Falscher Bischof ist ein Deutscher" (04.03.2013)
Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/leute/falscher-bischof-bei-vorkonklave-in-rom-heisst-ralph-napierski-a-886868.html