Author Topic: [Zur Zensur... (Informationskontrolle)]  (Read 116832 times)

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[YouTube sperrt ägyptischen Menschenrechtsblogger... ]
« Reply #30 on: November 29, 2007, 03:45:06 PM »
Quote
[...] YouTube hat einen der bekanntesten kritischen Blogger aus Ägypten ausgesperrt. Wael Abbas [http://misrdigital.blogspirit.com/] setzt sich in seinem Blog für Menschenrechte ein und ist bekannt geworden, als er Ende 2006 ein Video veröffentlichte, in dem zu sehen ist, wie ägyptische Polizisten einen Gefangenen foltern. Aufgrund des Videos, das es noch bei LiveLeak [http://www.liveleak.com/view?i=5f8d5d16c5] gibt, wurden sogar zwei Polizisten wegen Folter verurteilt.

Gibt man die URL für den Account von Abbas ein (youtube.com/user/waelabbas), so heißt es, dass dieser gesperrt wurde. Damit wurden Bilder und Videos über Polizeibrutalität, Demonstrationen gegen die Regierung und Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen von YouTube unzugänglich gemacht.

Abbas sagt, er habe von YouTube, das von Google gekauft wurde, eine E-Mail erhalten, in der ihm erklärt wurde, dass sein Account aufgrund zahlreicher Proteste gesperrt worden sei. Ägypten ist bekannt dafür, dass dort gefoltert und hart gegen politische Opposition vorgegangen wird. Auch um die Pressefreiheit steht es nicht gut. Um so wichtiger war die Möglichkeit für Oppositionelle und Regimekritiker, Informationen über das Internet veröffentlichen zu können (siehe dazu: Blogger, Polizei, Folter und Video-Beweise: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24486/1.html).

In diesem Jahr wurden nicht nur 12 Journalisten zu Gefängnisstrafen verurteilt, weil sie angeblich den Präsidenten Mubarak diffamiert haben, sondern auch ein Blogger. Abdel Kareem wurde u. a. wegen der Beleidigung des ägyptischen Präsidenten Anfang des Jahres zu vier Jahren Haft verurteilt. Nach Berichten ist er überdies im Gefängnis gefoltert worden. Eine Untersuchung der Vorwürfe hat die Staatsanwaltschaft bislang nicht eingeleitet.

Möglicherweise hat YouTube den Account gesperrt, weil die Bilder und Videos übermäßige Gewalt zeigten. Gamal Eid, der Leiter des Arabic Network for Human Rights Information, meint allerdings, dass es das Ziel von Abbas war, die Polizeibrutalität öffentlich zu machen und nicht Gewaltdarstellungen als solche zu verbreiten. Auch der ägyptische Blogger Elijah Zarwan vermutet, dass YouTube nicht auf die ägyptische Regierung reagierte, aber er meint, die Bilder zu zensieren, weil sie manche Menschen als verstörend empfinden, sei nicht richtig. (fr/Telepolis)

Quote
28. November 2007 11:00
Solche Videos gehören gelöscht
pm2k, Peter Müller (42 Beiträge seit 12.05.06)

Auf Youtube haben solche Videos wirklich nichts zu suchen.
Solche Videos sollten in den 20:15 Nachrichten auf den großen
Privatsendern gezeigt werden, dass jeder mal mitbekommt wie's auf
unserer Welt so abgeht.

Wen interessiert, welcher Promi ne andere Frisur hat?

Dabei gibts soviele Meldungen die wirklich Wichtig wären, aber die
gibts nur in den tiefen des Internets.

Quote
28. November 2007 11:15
Re: Solche Videos gehören gelöscht
decon (321 Beiträge seit 31.05.05)

pm2k schrieb am 28. November 2007 11:00

> Auf Youtube haben solche Videos wirklich nichts zu suchen.
> Solche Videos sollten in den 20:15 Nachrichten auf den großen
> Privatsendern gezeigt werden, dass jeder mal mitbekommt wie's auf
> unserer Welt so abgeht.
>
> Wen interessiert, welcher Promi ne andere Frisur hat?
>
> Dabei gibts soviele Meldungen die wirklich Wichtig wären, aber die
> gibts nur in den tiefen des Internets.

das sehe ich anders. youtube soll ein stück weit die gesellschaft
abbilden und gewaltvideos, solange sie nicht gewaltverherrlichend
sind (stichwort: happy slapping), gehören nunmal dazu. youtube war
bisher ein quelle für authentische videos aus gegenden aus denen
westliche reporter nicht frei berichten können. youtube hat jene
einer breiten schicht zugänglich gemacht, was bei anderen websites
eben nicht der fall ist.

mir ist im übrigen ein ungeschnittenes video lieber als die pseudo
berichterstattung von "news" sendungen der privaten fernsehsendern.
dramaturgie und objektivität passen nicht zusammen.

Quote
28. November 2007 12:25
Re: Solche Videos gehören gelöscht
laZee (115 Beiträge seit 15.02.06)


> das sehe ich anders. youtube soll ein stück weit die gesellschaft
> abbilden und gewaltvideos, solange sie nicht gewaltverherrlichend
> sind (stichwort: happy slapping), gehören nunmal dazu. youtube war
> bisher ein quelle für authentische videos aus gegenden aus denen
> westliche reporter nicht frei berichten können. youtube hat jene
> einer breiten schicht zugänglich gemacht, was bei anderen websites
> eben nicht der fall ist.

Sehe ich auch so. YouTube sollte eigentlich unabhängig von Moral und
Gesetzen (mit deinen genannten Einschränkungen) existieren dürfen, da
im Internet ja auch viele Kulturen, Gesetze usw. zu finden sind und
irgendwo auch auf YouTube zusammenlaufen. Das Internet ist eben kein
Staat. Und Youtube ist ein nicht unerhebliches Stück Internet.

Quote
28. November 2007 12:54
Re: Solche Videos gehören gelöscht
OTom (33 Beiträge seit 28.07.07)

laZee schrieb am 28. November 2007 12:25

> Sehe ich auch so. YouTube sollte eigentlich unabhängig von Moral und
> Gesetzen (mit deinen genannten Einschränkungen) existieren dürfen, da

".. unabhängig von Moral und Gesetzen" ...

Wo war nochmal dein Smilie?


Quote
28. November 2007 13:43
Re: Solche Videos gehören gelöscht
yatasima (mehr als 1000 Beiträge seit 04.09.01)

decon schrieb am 28. November 2007 11:15
> das sehe ich anders. youtube soll ein stück weit die gesellschaft
> abbilden und gewaltvideos, solange sie nicht gewaltverherrlichend
> sind (stichwort: happy slapping), gehören nunmal dazu.

Das sieht jemand anders ganz anders. YouTube soll nämlich vor allem
seinen Eigentümern irgendwie Geld einbringen.

Der Rest ist einfach nur Mittel zum Zweck.

Und: ich will damit nicht sagen, daß mir das so gefällt.




Quote
28. November 2007 11:32
Willkommen im siebten Jahrtausend!
R.O.B. (333 Beiträge seit 28.01.05)


Willkommen in einem Land mit 7000-jähriger Kulturgeschichte, in dem
es auch heute viel zu erleben gibt.

Ägypten: Diktatoren, Pyramiden und der Nil. Aber nicht nur für
Oppositionelle hat das Land viel zu bieten. Inhaftierte fürchten die
alten Gefängnisse am Roten Meer und die berühmten Folterkammern in
den Städten, die zu den schlimmsten und brutalsten der Welt gehören.
Hier finden Sie die Ferienhotels in Sharm El Sheikh, Dahab, Hurghada
und Marsa Alam. Die Atmosphäre ist gediegen, das Publikum
international. In allen Gebieten herrscht ein subtropisches Klima,
die Sommer sind durchgehend warm und trocken, die Winter mild. Juli
und August sind die sonnigsten Monate, es wird sehr warm, jedoch
nicht schwül, eine gute Voraussetzung für Ausflüge ins Hinterland.

R.O.B.
_____________________________
Enthält Sarkasmus / Ironie


Quote
28. November 2007 11:44
Re: Solche Videos gehören gelöscht
A38 (135 Beiträge seit 12.07.05)

Das Privatfernsehen zeigt nur was gesehen werden will und somit Quote
bringt. Deine finsteren Foltergeschichte ist bestenfalls was für eine
3-Minuten-Jingle im Nachmittags Boulevardblock um einen
dramaturgischen Kontrastbogen zwischen mißlungenen
Schönheitsoperationen und Weihnachtsshopping Tips zu spannen.

Quote
28. November 2007 11:15
"weil es manche Menschen verstören könnte"?
amnesie (mehr als 1000 Beiträge seit 28.05.03)


Hallo, kriegen wir ab sofort nur noch weichgespültes Zeugs, weil
einer ansonsten vor lauter Trauer die Treppe runterfällt und dann im
Land der unbegrenzten Möglichkeiten den Betreiber auf Schmerzensgeld
in Milliardenhöhe verklagt?

Quote
28. November 2007 11:39
Die Realität sollte von Menschen ferngehalten werden
MCalypso (mehr als 1000 Beiträge seit 07.07.03)

Wie die katholische Kirche bei uns schon immer sagte (wenn es zB mal
wieder Vorwürfe wegen Kindesmissbrauch gab) "Man soll nicht drüber
reden".

Gefoltert wird in den USA und einigen europäischen Staaten ja auch
nicht, stattdessen fliegt man die Verdächtigen mal schnell in ein
Land, wo das einerseits erlaubt ist/geduldet wird, andererseits es
weit genug weg vom eigenen Volk ist.

So können wir uns um unsren Weihnachtsschmuck kümmern und brauchen
uns nicht mit Problemen anderer "quälen". Schöne neue Welt. Es gibt
keine Probleme!



Quote
28. November 2007 15:44
Endlich fällts mal wieder auf...
Pascal Schmitt, Pascal Schmitt (mehr als 1000 Beiträge seit 02.12.02)

... dass der ganze tolle neue Web20-Zentralismus nichts gutes ist.

Bei Flickr lags ja noch daran dass die deutschen Benutzer einfach zu
blöd waren den Filter abzuschalten und sich dadurch ein wenig
lächerlich gemacht haben als sie "Zensur!" brüllten, aber hier ists
nicht abzustreiten.

Mit einem eigenen Server in sicheren Gefilden wär das nicht passiert.
(Ach es hätte doch schon gereicht wenn er es Indymedia gegeben hätte,
die wissen wohl hoffentlich wie man Daten sicher in der
Öffentlichkeit aufbewahrt)


Aus: "YouTube sperrt ägyptischen Menschenrechtsblogger" (28.11.2007)
Quelle: YouTube sperrt ägyptischen Menschenrechtsblogger


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[Wegen offenen Struktur... (Notiz, Wikipedia, Katina Schubert)]
« Reply #31 on: December 07, 2007, 10:17:43 AM »
Quote
[...] Unter der Überschrift "Nazis raus aus Wikipedia" erhebt Katina Schubert schwere Vorwürfe. Die Wikipedia sei wegen ihrer offenen Struktur ein Einfallstor für rechte und rechtsextreme Ideologien.

[...] "Es kann und darf nicht sein, dass Einträge aus NS-Quellen zitieren und weit über das, rechtlich geschützte, Maß an Aufklärung hinaus Materialien und Kennzeichen verfassungsfeindlicher und verbotener Organisationen Verwendung finden", erklärt die Politikerin. Die Anzeige "soll die Betreiber zwingen, bei Beibehaltung der offenen Struktur, politische und ethische Standards einzuführen, die es Nazis unmöglich machen, ihren braunen Müll als lexikalisch wertvolles Wissen auszugeben und im Netz zu verbreiten".

Auf Anfrage von heise online zeigt sich Schubert besorgt, dass Rechtsextreme die Wikipedia wie auch andere zivilgesellschaftliche Strukturen zu dominieren versuchten. Ihre Parteikollegen hätten festgestellt, dass die Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen wie der Hitlerjugend in der Wikipedia "qualitativ und quantitativ" zu stark vertreten seien. Wenn ein Wikipedia-Artikel das Symbol der HJ enthalte, sollten die Grafiker darauf achten, dass das Symbol nicht einfach für Propaganda-Zwecke weiterverwendet werden könne. "Der Online-Community komme eine große Verantwortung zu", erklärt Schubert. Auch wenn die Strafanzeige keinen Erfolg habe, wollte sie mit der Aktion eine gesellschaftliche Auseinandersetzung starten. Gerade im Internet müsse man diskutieren, wie man die Unterwanderung durch Nazis verhindere. Die Anzeige habe sie zudem schon am Montag in Berlin gestellt – bevor die Wikipedia auf der Titelseite des Stern zu sehen war.

Arne Klempert, der Geschäftsführer von Wikimedia Deutschland, zeigt sich über Schuberts Vorgehen erbost. So habe die Politikerin zwar Zeit gefunden, eine Pressemitteilung herauszugeben, sie habe sich aber vorher nicht mit Wikimedia, die die Wikipedia betreibt, in Verbindung gesetzt. Bisher liegt im Wikimedia-Büro in Frankfurt noch keine Strafanzeige vor. Auf Anfrage von heise online gab Schubert an, dass ihre Mitarbeiter keine Adresse der Wikipedia gefunden hätten.

Inhaltlich kann Klempert die Vorwürfe nicht nachvollziehen. "Für uns gehören neutrale Artikel über die NSDAP und ähnliche Organisationen in eine Enzyklopädie. Dazu gehört natürlich auch das Logo der betreffenden Organisation." In der Hinsicht unterscheide sich Wikipedia nicht von anderen Enzyklopädien. Wende sich Schubert gegen die Abbildung dieser Symbole, begibt sie sich nach Klempert in bedenkliche Nähe zur Staatsanwaltschaft Stuttgart. Die war in einem jahrelangen Prozess gegen einen Versandhändler vorgegangen, weil der Anti-Nazi-Symbole mit durchgestrichenen Hakenkreuzen im Sortiment hatte. Erst der Bundesgerichtshof hatte den Händler mit Hinweis auf die Meinungsfreiheit freigesprochen.

Die Strafanzeige ist nicht die erste Kritik in dieser Richtung an der freien Online-Enzyklopädie. So vertritt der Autor Günter Schuler in seinem kürzlich erschienen Buch die These, dass in der Wikipedia Geschichtsrevisionismus praktiziert werde und kritisiert die Kritikrenitenz der Wikipedia-Community. Auch hier vertritt Klempert einen anderen Standpunkt: Die Wikipedia-Community zeige sich sehr problembewusst. Artikel wie der über Holocaust-Leugnung beweisen in seinen Augen, dass die Gemeinschaft der Wikipedia-Autoren sehr wohl in der Lage ist, neutral und aufklärend mit extremistischen Ideologien umzugehen.

[Update]:
Inzwischen bekommt Schubert Gegenwind aus den eigenen Reihen. Der Medienexperte der Linken im Sächsischen Landtag, Heiko Hilker, widerspricht der stellvertretenden Bundesvorsitzenden. In einem Statement erklärt Hilker: "Die Position von Katina Schubert wird weder von mir noch von den medienpolitischen Experten der Bundestagsfraktion geteilt. Ihr Vorgehen, eine Strafanzeige gegen Wikipedia zu stellen, ist falsch und wird das von ihr dargelegte Problem nicht lösen." Schubert habe mit ihrer Strafanzeige der Debatte im Umgang mit rechtsextremistischer Propaganda im Netz einen "Bärendienst" erwiesen. Die unbedachte Strafanzeige könne dazu führen, dass gerichtlicherseits ausgesprochene Auflagen "de facto zu Selbstbeschränkung und Zensur führen und somit die lebendige Enzyklopädie totgemacht wird". (Torsten Kleinz) / (jk/c't)

Quote
6. Dezember 2007 14:52
Wer zu dumm ist...
Carter666 (222 Beiträge seit 18.10.00)

...einen Artikel in der Wikipedia selbst zu verändern, dem wird auch
der Staatsanwalt nicht helfen können.

Mir gehen diese aggressiven Greise schwer auf den Keks.


Quote
6. Dezember 2007 14:56
Alberner PR-Stunt von "Die Linke"
Dr. Albert S. Meinheimer (73 Beiträge seit 29.04.06)

... der sich schnell als Bummerang erweisen könnte.

Quote
6. Dezember 2007 14:58
Wikipedia nicht verstanden, Demokratie nicht verstanden, Internet...
vatsug (mehr als 1000 Beiträge seit 12.03.04)

...nicht verstanden, Strafrecht nicht verstanden,
Wiederbetätigungs-Verbot nicht verstanden, Pressefreiheit nicht
verstanden, ach du meine Fresse.
Setzen, 6.

Quote
6. Dezember 2007 14:59
Nur die radikalen Fanatiker selbst müssen Angst haben...
64kByte (mehr als 1000 Beiträge seit 05.01.06)

... vor freier Meinungsäußerung und Informationsfreiheit.

Wenn in Wikipedia irgendwelche rechten Idioten ihren Mist
reinstellen, wird es auch sehr schnell entsprechende
Antworten/Korrekturen geben, die den Blödsinn als das entlarfen, was
er ist.

Ich stolpere außerdem tausend mal lieber gelegentlich über (rechte)
Propaganda, als überall Überwachung und Zensur einzuführen. Denn
sowas gefährdet Freiheit und Demokratie sehr viel mehr, als aller
brauner Mist zusammen, den Nazis verzapfen könnten.

Quote
6. Dezember 2007 15:00
Keine Adresse gefunden?
2007Twister2007, Bettina Winsemann, twister@twister-schreibt.de (993 Beiträge seit 02.09.07)

Auf Anfrage von heise online gab Schubert an, dass ihre Mitarbeiter
keine Adresse der Wikipedia gefunden hätten.

Nun ja, das duerfte schon ein wenig ueber die "Medienkompetenz"
derjenigen aussagen, die hier "neue Strukturen" verlangen bei einem
Medium, was noch einigermassen frei und offen ist. Letztendlich
wuerde, so dies durchgesetzt wird, der naechste Ruf nach mehr
Kontrolle in Bezug auf xyz erschallen und irgendwann waere Wikipedia
hoechstens noch fuer per Post-Ident registrierte Nutzer zugaenglich,
was das Editieren angeht.

Aus lauter Sorge vor Rechtsradikalen, Kinderporno, Terror,
Bombenanleitungen usw. usf. sind dann ploetzlich selbst die, die
sonst gegen Ueberwachung etc. sind und fuer eine freie und offene
Gesellschaft plaedieren, diejenigen, die in den Chor nach mehr
Regelungen, mehr Ueberwachung etc. einfallen.

Davon abgesehen: Die "Netzcommunity" beschaeftigt sich bereits seit
Jahren mit dem Problem, wie man mit Rechten im Netz umgeht. Nun also
davon zu reden, dass "man sich endlich Gedanken machen soll" zeugt
davon, dass hier jemand zu wenig recherchiert hat bzw. meint, er
muesse das Rad neu erfinden.

Quote
6. Dezember 2007 15:02
Re: Keine Adresse gefunden?
Mathias Schindler, neubau@presroi.de (479 Beiträge seit 03.04.04)

2007Twister2007 schrieb am 6. Dezember 2007 15:00

> Auf Anfrage von heise online gab Schubert an, dass ihre Mitarbeiter
> keine Adresse der Wikipedia gefunden hätten.
>
> Nun ja, das duerfte schon ein wenig ueber die "Medienkompetenz"
> derjenigen aussagen, die hier "neue Strukturen" verlangen bei einem
> Medium, was noch einigermassen frei und offen ist.

Die Antwort hatte ich von Schubert am Telefon auch und kann sie nicht
nachvollziehen. Auf jeder Seite der Wikipedia prangt ein so
bezeichneter Link aufs Impressum und dort gibt es Kontaktadressen.

Mathias



Quote
6. Dezember 2007 15:01
Sollen wir wieder Bücher verbrennen?
Bl00dg0d, mwwbf@hotmail.com (293 Beiträge seit 08.11.03)

...


Quote
6. Dezember 2007 15:01
Nazis raus aus den Geschichtsbüchern
Stasi (778 Beiträge seit 01.10.03)

Vielleicht sollten einige mal lernen, sich damit abzufinden, daß der
Nationalsozialismus ein Teil unserer Vergangenheit ist. Auf der einen
Seite wollen sie die Holocaust-Leugner am liebsten sofort steinigen
und auf der anderen Seite den ganzen Rest dieser Zeit komplett
totschweigen. Dabei merken sie gar nicht, welch gewaltigen Auftrieb
das eine vom anderen erfährt.
Wie auch immer, wir entfernen uns immer mehr von der vielgerühmten
aufgeklärten Gesellschaft.

Quote
6. Dezember 2007 15:35
Man muss aufpassen...
PhiberOpTiX (102 Beiträge seit 25.04.03)

...nicht soooooo weit nach links zu rutschen, dass man rechts wieder
rauskommt.

Meine 2 Cents.


Quote
6. Dezember 2007 15:40
Kranke Spielart: Autoritärer Antifaschismus
BerlinSWagner (mehr als 1000 Beiträge seit 10.11.03)

So'ne Art ideologische Heilsarmee.

Oder sie wollen einfach mal wieder von allen gehaßt werden - wenn man
sie schon nicht liebt...

Quote
6. Dezember 2007 15:43
E-Mail an Frau Schubert
Fischsuppe (123 Beiträge seit 04.11.06)

Sehr geehrte Frau Schubert,

wie ich dem Artikel auf Heise Online entnehmen konnte, sahen Sie sich
außerstande, die Anschrift der Online-Enzyklopädie Wikipedia zu
finden.Ich möchte Ihnen daher etwas unter die Arme greifen.

Öffnen Sie zuerst Ihren Browser. In Ihrem Fall ist das vermutlich das
große blaue "e" auf Ihrem Desktop. Oben links sehen Sie jetzt eine
weiße Zeile. Das ist die Adresszeile. Klicken Sie auf diese Zeile.
Ersetzen Sie ihren Inhalt durch "http://de.wikipedia.org". Mit einem
Druck auf "Enter" (das ist die Taste, die aussieht wie die
Wagenrücklauftaste der Schreibmaschine, mit der Sie wahrscheinlich
die Strafanzeige verfasst haben) landen Sie nun auf der Hauptseite
der deutschen Wikipedia.

Vorsicht! Klicken Sie nun ausschließlich jene Links an, die ich Ihnen
nenne. Tun Sie das nicht, landen Sie möglicherweise auf Seiten mit
Nazi-Symbolen. Für dabei entstehende Schocks übernehme ich keine
Verantwortung. Schicken Sie vorsorglich sämtliche Minderjährige aus
dem Büro. Es besteht sonst die Gefahr, dass der Anblick eines
Hakenkreuzes im zarten Alter für eine politische Gesinnung rechts der
Mitte sorgt. Bei dieser Gelegenheit möchte ich Sie gleich darum
bitten, für eine Entfernung dieser Symbole aus deutschen
Geschichts-Schulbüchern zu sorgen.

Scrollen Sie nun mit der Maus ganz nach unten. Etwa in der Mitte
finden Sie nun einen Link "Impressum". Als "Impressum" bezeichnet man
die Herkunftsangabe einer Publikation, die Angaben über den
Verantwortlichen enthält. Also genau das, was Sie suchten, aber nicht
finden konnten:

    Wikimedia Foundation Inc.
    200 2nd Ave. South #358
    St. Petersburg, FL 33701-4313
    United States of America
    Telephone: +1-727-231-0101
    E-Mail: jwales@wikia.com

Tada! War ganz schön schwer, aber dafür können Sie jetzt mal so
richtig stolz auf sich sein.

Für Ihren Kampf gegen böse Menschen im Internet wünsche ich Ihnen
alles Gute. Falls Sie weitere Hilfe brauchen, möchte ich Ihnen Ihren
Kollegen Dr. Wolfgang Schäuble empfehlen. Auch dieser Mann möchte das
Internet vor bösen Menschen schützen. Über Unterstützung durch die
Linkspartei würde er sich sicher freuen. Sollten Sie Probleme haben,
seine Adresse herauszufinden, wenden Sie sich einfach vertrauensvoll
an mich.

Mit freundlichen Grüßen

(Realname)




Aus: "Die Linke zeigt Wikipedia an [Update]" (06.12.2007)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/100170


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[Website-Sperrung... (Informationskontrolle, Schweiz, swissjustice.net)]
« Reply #32 on: December 24, 2007, 11:46:27 AM »
Quote
[...] Offenbar haben alle Schweizer Service Provider (ISPs) vom Lausanner Richter Yves Nicolet in diesen Tagen ein Schreiben erhalten, in dem dieser die Sperrung des Zugangs zu elf Websites verlangt. Wie inside-it.ch meldet, werden die Webseiten nicht von den angeschriebenen ISPs gehostet; vielmehr solle die Durchleitung von Daten zu und von den Internet-Seiten verhindert werden. Autor der betroffenen Websites soll laut inside-it.ch Gerhard Ulrich sein, der am 6. Juli dieses Jahres rechtskräftig wegen Verleumdung verurteilt wurde. Er beschuldigt diverse Behörden, inbesondere auch die Justiz, der Korruption und anderer Straftaten.

Der Schweizer Richter beruft sich offenbar auf Artikel 28 des Strafgesetzbuches ("Haftbarkeit der Medien"). Nach seiner Ansicht hätten demnach die ISPs Pflicht zu verhindern, dass die Webseiten aus der Schweiz heraus erreicht werden können. Laut inside-it.ch würde der Entwurf zu den neuen Strafbestimmungen bezüglich "Netzwerkkriminalität" den automatisierten Zugang zu strafbaren Inhalten im Internet jedoch gerade für nicht strafbar erklären.

Dies ist nicht das erste Mal, dass im Alpenstaat eine Website-Sperrung richterlich angeordnet wird: Bereits Ende 2002 löste die Schweizer Untersuchungsrichterin Francoise Dessaux große Verunsicherung und Empörung bei den IP-Providern aus, als sie von Netz-Betreibern des Landes verlangte, binnen fünf Tagen den Zugang zu angeblich inkriminierten Websites zu blockieren. Ansonsten drohe ihnen laut Dessaux nach Schweizer Recht Geldstrafe und Freiheitsentzug. Weil ihre Verfügung keinen Bestand hatte, griff die Richterin später zu drastischen Mitteln: In einem Schreiben vom 16. Mai 2003 an mehrere Provider erklärte sie alle ISPs, die freien Zugang zu den Websites zulassen, kurzerhand zu Mittätern. Sie forderte in dem besagten Schreiben von den Providern nicht nur, die Websites selbst für die Kundschaft zu blockieren, sondern auch die Sites des Thailändischen Webhosters c9c.net, da dieser per Redirect zu Mirror-Sites mit den betroffenen Inhalten führte. Mit Bluewin, dem zur Swisscom gehörigen Zugangs-Provider, ließ sich ausgerechnet der größte Schweizer Provider von dem Schreiben der Richterin beeindrucken. Er kam der neuerlichen Sperrungsaufforderung vorbehaltlos nach. (nij/c't)

Quote
23. Dezember 2007 13:17
http://opennetproxy.info/
zimmet (mehr als 1000 Beiträge seit 05.01.05)

http://opennetproxy.info/ und die Sperrung ist gegenstandslos...

(blockstop.net dagegen scheint nicht mehr als proxy zu
funktionieren...)

bei Aufruf von http://www.c9c.net/appel-au-peuple erscheint auch bei
cablecom-Kunden folgendes:

> Die Domain mit der gesuchten Seite ist im DNS gesperrt.

> Es tut uns leid, aber die von Ihnen aufgerufene Site ist zurzeit nicht
> verfügbar.
> Der Content dieser Site ist bis auf weiteres gesperrt.

> Die Untersuchungsrichterin des Kantons Waadt, F. Dessaux, hat Swisscom
> Enterprise Solutions und Bluewin schriftlich darauf hingewiesen, dass auf
> diversen Websites widerrechtliche Inhalte publiziert würden. Frau Dessaux
> drohte den zuständigen Personen ein Strafverfahren wegen Gehilfenschaft
> an, sofern sich das Unternehmen weigern würde, den Zugang zu diesen Sites zu > sperren.

> Wir bedauern dies sehr, müssen dieser behördlichen Aufforderung jedoch Folge > leisten.

> Wir hoffen auf eine baldige Lösung dieser Situation und danken für Ihr
> Verständnis."

grüessli, zimmet


Quote
23. Dezember 2007 13:00
Soviel zur freien Meinungsäußerung
AnglizismenEx (mehr als 1000 Beiträge seit 10.07.04)

Mag es vielleicht noch mit Ach und Krach begründbar sein, dass man
Privatpersonen nicht alle möglichen Dinge an den Kopf werfen darf, so
ist das bei Behörden vollkommen unverständlich.

Kein Wunder dass Figuren wie Putin sich über die Rechtsnormen
diverser europäischer Regierungen lustig macht, wenn man ihn dafür
kritisiert, was er in seinem Land aufführt.
Was hier zum Teil gesetzlich alles verboten ist, geht in der Tat auf
keine Kuhaut mehr.
Wenn man staatliche Behörden nicht mehr kritisieren darf, und zwar
auch in drastischer Art und Weise, dann gute Nacht.

Was mich interessieren würde, wie sieht die Gesetzeslage in anderen
europäischen Ländern aus?
Oder ist das vielleicht nur ein schweizerisches Kuriosum.

MfG

Quote
23. Dezember 2007 13:57
Re: Soviel zur freien Meinungsäußerung
stoney (371 Beiträge seit 06.01.00)

Eberhard Blocher schrieb am 23. Dezember 2007 13:55

> Tja. Mache sich jeder seine eigenen Gedanken darüber, welches
> Rechtssystem besser ist. Ich finde das deutsche Recht sehr
> bedenklich.

Ich finde es auch bedenklich, dass Automobilhersteller nicht für
tödliche Unfälle mit ihren Wagen haftbar gemacht werden. Da wird in
Deutschland der schwarze Peter einfach an den Fahrer weitergereicht,
sowas.

Quote
23. Dezember 2007 14:06
Re: Soviel zur freien Meinungsäußerung
ddd, dirk@doerflinger.org (mehr als 1000 Beiträge seit 08.01.00)

Eben, und bei Waffenherstellern und vor allem Herstellern von
Küchenmessern ist es auch nicht besser.

Grüsse,
DD




Quote
23. Dezember 2007 14:09
Der Schuß geht nach hinten los
Steffen Leist, Steffen Leist (mehr als 1000 Beiträge seit 10.10.04)

Wann lernen die Herren endlich, daß Sperrungsverfügungen immer einen
fatalen Beigeschmack von Zensur haben. Gerade, wenn es sich um
politisch "heißes Eisen" handelt. Es mag ja sein, daß Herr Ulrich,
rein juristisch gesehen, daneben gehauen hat. Bisher hatte auch
sicher kaum jemand von dem Fall gehört, oder ihn gezielt verfolgt
(ausser die Schweizer selbst). Durch die Sperrungsverfügung wirds in
der ganzen Netzwelt publik und sorgt für ausgiebiges Interesse. Jetzt
schauen erst recht alle genauer hin, was das vorgeht.

Und noch was. Die Provider sind mal wieder der falsche
Ansprechpartner. Sie dienen lediglich der Bereitstellung der
Infrastruktur. Wenn, dann ist höchstens der Hoster der Webseiten in
die Pflicht zu nehmen, wenn man denn schon an den eigentlichen Autor
der Seiten nicht herrankommen sollte. Und wenn die Seiten halt in
einem Land gehostet sind, in dem der Fall kein Rechtsbruch ist, Pech
gehabt.
Mit solchen Tatsachen muss man sich in einem globalen Netz eben
abfinden.

Aber eine Regierung oder ein Staatsapparat sollte da schlicht drüber
stehen, wenn die Anschuldigungen so abstrus sind. Ein kurzes
Statement zu den Vorwürfen würde es doch auch tun. Aber die Reaktion
zeigt in meinen Augen eher, daß da wohl einigen der der A**sch auf
Grundeis geht.

Gruß
S.Leist


Quote
23. Dezember 2007 15:33
Re: Soviel zur freien Meinungsäußerung
Eberhard Blocher, Eberhard Blocher (158 Beiträge seit 22.07.04)

AnglizismenEx schrieb am 23. Dezember 2007 14:08

> Gings im gegenständlichen Fall um KiPo?

Nein. Es ging um "verschiedene Internet-Seiten, auf denen er diverse
Behörden, inbesondere auch die Justiz, der Korruption und anderer
Verbrechen beschuldigt."

Die Grenzen der freien Meinungsäußerung sind, auch in Deutschland,
dort erreicht, wo andere verunglimpft werden. Nur leider, ich
wiederhole mich, sind wir in Deutschland noch nicht so weit wie in
der Schweiz bezüglich richterlicher Kontrolle von Bereichen des
Internet.

Es ist ja allgemein bekannt, daß es in Deutschland an IT-Fachverstand
mangelt; wurde erst kürzlich auf dem IT-Gipfel in Hannover wieder
allseits beklagt. Daher gibt es leider auch zu wenige
Sachverständige, die deutsche Richter beraten könnten, wenn diese in
diesem Bereich notwendige Entscheidungen zu treffen haben.




Quote
23. Dezember 2007 22:08
Ein solches Portal brauchen wir in Deutschland!
Lorion_ (19 Beiträge seit 07.09.06)

Ich würde gerne wissen, wer genau in welchen Fällen in Deutschland
korrupt handelt und an wen man sich direkt wenden kann.

Eine solche Zensur im Internet ist wirklich nicht zu akzeptieren, die
schweizer Provider und Bürger sollten sich dagegen wehren.


Quote
23. Dezember 2007 19:29
http://appel-au-peuple.org
echec (117 Beiträge seit 30.09.05)

Das Ralfilein schrieb am 23. Dezember 2007 16:31

> Dieses Forum dient der Diskussion zum Thema der News-Meldung oder des
> Artikels.
> Die Redaktion behält sich vor, Beiträge, die nicht zum Thema des
> Forums passen, zu entfernen oder zu verschieben.
> Beachten Sie bitte unsere Nutzungsbedingungen.

Danke für den Hinweis.

Doch nun zum Link:

> http://appel-au-peuple.org

e.

Erläuterung zum Bewertungssystem

Quote
23. Dezember 2007 15:23
Zensur, nichts als Zensur. Wohin man schaut.
RC (mehr als 1000 Beiträge seit 25.02.00)

Wer hat so viel Angst und wovor?

Ich frage mich, wann wacht die Mehrheit der Bevölkerung auf, von dem
"Ach, es wird schon nicht so schlimm werden" Selbstbetrug auf.

Alex




Aus: "Schweizer Richter ordnet erneut Website-Sperrung an" (23.12.2007)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/101028

-.-



http://www.swissjustice.net/


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[Spielregeln der Zensur... (Informationskontrolle)]
« Reply #33 on: January 22, 2008, 03:38:02 PM »
Quote


#154500 | -[  1093]  + | 28.12.2007 01:25  | euIRC   


<illuminat>ich hab mir neulich diesen pr0n angesehen
<sebiX>warum sagt hier eigentlich jeder pr0n und nicht porno?
*sebiX was kicked "no porno in this channel"
<illuminat>jedenfalls hab ich mir neulich diesen pr0n angesehen


Vorheriges Zitat - Nächstes Zitat


Quelle: http://german-bash.org/154500


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[Der negative Effekt auf die Gesellschaft... (China, Horrorfilme)]
« Reply #34 on: February 16, 2008, 05:23:20 PM »
Quote
[...] Führte China bereits Anfang des Jahres strengere Vorschriften für die Verbreitung von Video- und Audio-Angeboten im Internet ein, so hat die Regierung jetzt Horrorfilme auf die Verbotsliste gesetzt. Produktionen, in denen gewalttätige Geister, Monster, Dämonen oder andere übernatürliche Kräfte Terror und Horror verbreiten, sind nicht mehr erlaubt. Produzenten hätten drei Wochen Zeit, ihre Sammlungen auf derartige Inhalte hin zu überprüfen und dem Staat Filme zu melden.

Die neue Regelung soll dem "negativen Effekt auf die Gesellschaft", die von Horrorfilmen ausgehe, entgegenwirken. Solches Material würde überdies die psychische Gesundheit junger Leute gefährden. Mit dieser jüngsten Maßnahme und ähnlichen Erlassen gegen Produktionen, in denen Sex und Gewalt eine Rolle spielen, weckt China den Eindruck, vor Beginn der Olympischen Spiele diesen Sommer in Beijing das eigene kulturelle Image aufzupolieren zu wollen. Erst im Januar verbot die Regierung die bereits zensierte Fassung des preisgekrönten Filmes Lost In Beijing und untersagte den Produzenten das Filmemachen in China in den nächsten zwei Jahren. (akl/c't)


Quote
16. Februar 2008 12:48
Die doktern genauso an den Symptomen herum wie bei uns...
Nordstern67 (mehr als 1000 Beiträge seit 07.04.06)

Deutlicher Beleg, wie weit sie sich uns schon "angenähert" haben.

Der Nordstern.


Quote
16. Februar 2008 13:12
Hier ist der WAHRE HORROR!
SelamK (39 Beiträge seit 09.02.08)

Echo-Preise für DJ Ötzi, Bushido und die Kastelruther Spatzen:

http://www.sueddeutsche.de/,tt7m1/kultur/artikel/832/158407/


Quote
16. Februar 2008 15:11
Einige Hintergründe
ylai (mehr als 1000 Beiträge seit 11.05.01)

Aus Neugier habe ich mal die Website von GAPP angesurft, der Verbot
findet sich unter der URL:

> http://www.gapp.gov.cn/cms/cms/website/zhrmghgxwcbzsww/layout3/index.jsp?channelId=508&infoId=453224&siteId=21

Vielleicht hilft einigen hier die folgenden Informationen:

In der Einleitung bezieht sie sich zunächst auf eine andere, in 2007
ergangene Verfügung zur Verbot von "Death Note"
(http://de.wikipedia.org/wiki/Death_Note) und ähnliche Publikationen,
und weiter (vielleicht etwas laienhaft übersetzt):

"Derzeit im Aufkommen ist ein Flut an Audio/Video-Produkte der
'Horror-Geister-Perversionsgattung'. Jene Publikationen propagieren
Horror, Gewalt, Grausamkeit und weitere negative Inhalten, und
beeinträchtigen schwer die köperliche und geistige Gesundheit von
Minderjährigen. Um die negative gesellschaftliche Auswirkung von
solchen Audio/Video-Produkten zu kontrollieren und zu eliminieren,
sodass Publikationen mit Horror, Gewalt und Grausamkeit nicht in
geordneten Wege in den Markt gelangen kann, und körperliche und
geistige Gesundheit von Jugendlichen zu schützen, ergeht dieser
Verfügung.

1. Sogenannte Audio/Video-Produkte der
'Horror-Geister-Perversionsgattung' beziehen sich auf Produkte mit
Totenseelen, blutrünstige Geister, absonderliche Ungeheuern und
andere Nicht-Menschen-Charaktere, mit eigenartigen
Transzendenz-Phantasien und bizarren Albtraum-Dilirien als fiktive
Instrumente, und mit horrorhaften, widerlichen, furchteinflössenden,
grauenhaften, sonderbare und spannungsgladenen, übernatürlichen
Handlungen als Vorlage, die der Zweck dienen, panische und
terrorhafte Reizeffekte auszulösen."

Punkt 2/3 sind dann administrative und bürokratische Zeugs.



Quote
16. Februar 2008 17:14
So lange noch öffentliche Hinrichtungen in Sportstadien erlaubt sind ...
BasisDemokrat (mehr als 1000 Beiträge seit 29.10.00)

... wirkt diese Art von Zensur etwas unglaubwürdig.

Schönen Tag wünscht
BasisDemokrat




Aus: "China verhängt Verbot von Horrorfilmen" (16.02.2008)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/103612


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[Höchst blasphemische Inhalte... (Informationskontrolle, YouTube)]
« Reply #35 on: February 26, 2008, 09:45:03 AM »
Quote
[...] Die pakistanische Regierung hat die 70 Internet Service Provider des Landes angewiesen, Googles Online-Videoportal YouTube zu sperren. Die Regierung will "höchst blasphemische Inhalte" fernhalten, nämlich ein anti-koranisches Video aus den Niederlanden.

[...] Pakistan stört sich an einem Trailer zu einem Kurzfilm des niederländischen Politikers und Islam-Gegners Geert Wilders, der über YouTube verbreitet wird. Die Regulierungsbehörde Pakistan Telecommunication Authority erläutert, der Film verstoße gegen die Pinzipien der religiösen Toleranz und des friedlichen Miteinanders. Wenn der Film nicht entfernt würde, habe er das Potenzial, noch mehr Unruhe als bisher zu stiften, es könnten Menschenleben zu Schaden kommen.

YouTube wird seit einigen Monaten immer wieder das Ziel von Blockaden. In der Türkei stieß man sich beispielsweise vor einem Jahr und auch im vergangenen Januar an Videos, in denen der Staatsgründer verunglimpft worden sei. Thailand sah in einem Film den König veralbert. Für die anschließende Kooperation mit den Zensoren bezog Google Schelte. (anw/c't)

Quote
25. Februar 2008 17:28
Der wahre Grund für die Zensur
Diedel (mehr als 1000 Beiträge seit 28.02.01)

> http://www.youtube.com/watch?v=GQbW2bfcdp4&feature=related

> http://www.youtube.com/watch?v=J1y-qZREb1Q

Quote
25. Februar 2008 17:55
Re: Der wahre Grund für die Zensur
MXXIV (187 Beiträge seit 03.09.02)

nee glaub eher wegen so was
http://www.youtube.com/watch?v=VJaVrMDRyX0


Quote
25. Februar 2008 20:17
Film
Mozilla-Ritter (870 Beiträge seit 11.02.03)

Vielleicht ist es der hier; sich darüber aufzuregen wäre natürlich
recht lächerlich...:

http://www.youtube.com/watch?v=Tqib287P-vk


Quote
26. Februar 2008 8:17
Warum glauben die immer, Gott helfen zu müssen?
64kByte (mehr als 1000 Beiträge seit 05.01.06)

Warum wollen die Gott vor Beleidigungen beschützen oder gar für ihn
kämpfen?

Um mal den einzig klugen Satz aus dem Film Postal zu zitieren:
"Hey! Das ist GOTT. Der braucht eure Hilfe nicht."

Einfach mal ein bischen entspannen und alles wird viel einfacher.

Wir reden hier immerhin von einem (angeblich) allmächtigen Wesen, das
älter ist als das Universum, bzw. als Schöpfer des Universums selbst
zeitlos ist. Ein Wesen, das jedes einzelne Atom geschaffen und in die
richtige Richtung geschubst hat.
Inklusive den Atomen, aus denen die Server von YouTube bestehen und
auch die Elektronen, die durch die Leitungen huschen, wenn sich
jemand aus Pakistan eine Korankritik aus den Niederlanden reinzieht.

Warum meinen diese "Gottesdiener" immer, sie wüssten besser wie das
Universum gefälligst auszusehen hat, als Gott selbst, der er genau so
geschaffen hat, wie es ist?


Quote
26. Februar 2008 8:23
OT: An all die Gottesgläubigen
Torex (543 Beiträge seit 19.03.00)

Ich hab hier mal ein paar Fragen, die ich von euch beantwortet haben
möchte:

1. Wenn Gott der Allmächtige allmächtig ist, kann er dann einen Stein
erschaffen, den er nicht heben kann?
2. Wenn Gott allmächtig und allwissend ist, dann frage ich mich,
wieso er den Menschen erschaffen hat.
3. Wenn es nur einen Gott gibt, was wurde aus den alten Göttern?
4. Wenn Gott allmächtig ist, wieso eliminiert er nicht das Böse?
5. Wieso braucht ein Gott Anhänger, die ihn anhimmeln?
6. Wenn Gott den Menschen als "Experiment" erschaffen hat, dann hätte
er ja wissen müssen, was dabei rauskommt.

So, jetzt bin ich mal auf die tollen Antworten gespannt...

Quote
26. Februar 2008 8:25
Re: OT: An all die Gottesgläubigen
Drachenreiter (203 Beiträge seit 23.10.07)

Hey vorsichtig! Solche Fragen könnten als Gotteslästerung ausgelegt
und mit Tod geahndet werden... ;-) (Sarkasmus)

Religion hat nichts mit Wissen zu tun, sondern mit Glauben, also
wären die Antworten wahrscheinlich wenig aufschlussreich, da dort nur
Dogmen wiederholt werden würden.


Quote
26. Februar 2008 8:34
Re: OT: An all die Gottesgläubigen
Drachenreiter (204 Beiträge seit 23.10.07)

Naja, vernünftige Antworten... Es wäre zu einfach, wenn es auf alles
Antworten gäbe. Selbst in der Wissenschaft gibt es Fragen, auf die es
keine Antworten gibt, also verlange ich auch nicht von den
Religionen, dass sie Fragen beantworten können, auf die es keine
Antworten gibt.
Wissenschaftlich gesehen könnte man jetzt sagen, dass es auf alle
Fragen antworten gibt, man sie nur noch nicht gefunden hat. Das selbe
könnte man über eben deine gestellten Fragen sagen. Wenn es Antworten
gibt, hat sie vielleicht nur noch nie jemand gefunden. ^^
Wer glauben mag, der soll glauben. Hauptsache er lässt mich damit in
Ruhe oder diskutiert auf einem vernünftigen Niveau. Und schreibt mir
nicht vor, was ich denken oder tun soll.


Quote
26. Februar 2008 8:36
Re: OT: An all die Gottesgläubigen
Torex (545 Beiträge seit 19.03.00)

Drachenreiter schrieb am 26. Februar 2008 8:34

>...
> Wer glauben mag, der soll glauben. Hauptsache er lässt mich damit in
> Ruhe oder diskutiert auf einem vernünftigen Niveau. Und schreibt mir
> nicht vor, was ich denken oder tun soll.

AMEN!







Quote
26. Februar 2008 8:47
Religion
Rednite_Pleasure (174 Beiträge seit 15.10.07)

Zuerst einmal, eine Vermischung von Staat und Religion halte ich
sowohl in christlichen als auch islamischen und allen anderen Ländern
für katastrophal.

Tatsächlich ist das aber auch bei uns wesentlich stärker vorhanden
als es den Anschein hat, so wird eine Zwangsabgabe erhoben und
staatlich eingetrieben, Kindergärten und Schulen beharren trotz
andersgläubiger Schüler auf dem Kreuz und Parteien bezeichnen sich,
zumindest der Form nach, nicht inhaltlich als "christlich".

Wer sehen möchte wie unsere Organe in einem solchen Fall regieren,
kann sich z.B. mit der Problematik Missbrauch von Kindern und
Jugendlichen durch Vertreter der Kirchen, in Form von Karikaturen
auseinader setzen und diese dann in Bayern veröffentlichen. Natürlich
ist hierbei das Internet zu nutzen, um das dem traditionell
konservativem Glauben entsprechende Teufelsbild zu fördern.

Ich sage es mal einfach, nach meiner Ansicht handelt es sich bei den
Karikaturen und dänischen Clips nicht mehr um Pressefreiheit, da es
zwischenzeitlich dem Grundgedanken der Information mangelt. Der
Einsatz erfolgt nur aus populistischen Gründen um in der Bevölkerung
eine bestimmte Stimmung zu schüren und vorallem, um von Anfang an
bekannte Reaktionen zu provozieren.

Ich glaube die Presse und die Verfasser oder Publizisten solcher
Sachen haben zu einem nicht unerheblichen Teil mit Verantwortung an
den Folgen zu tragen.

Pleasure





Asu: "Pakistan sperrt YouTube" (25.02.2008)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/104028


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[China blockiert nach den Protesten in Tibet YouTube... ]
« Reply #36 on: March 17, 2008, 10:32:06 AM »
Quote
[...] Wie schon zuvor in Myanmar geschehen, will man die Proteste in Tibet niederschlagen, ohne eine unabhängige Berichterstattung zu ermöglichen. Von den ersten Unruhen wurden nicht nur von Reportern, sondern auch wieder von "Bürgerjournalisten" Bilder und Videos mit Digital- und Handykameras gemacht, im Netz verbreitet und von Medien im Ausland aufgenommen. Um zu verhindern, dass Videos über YouTube verbreitet und in China gesehen werden können, hat die Regierung bereits am Samstag den Zugang blockiert, bestätigt etwa auch von Global Voices. Wer in China die Website von YouTube aufruft, erhält angeblich nur eine leere Seite.

Noch wird versucht, Augenzeugenberichte aus Tibet zu übersetzen und zu veröffentlichen. Die Behörden haben alle aufgefordert, die für die Unruhen verantwortlich sind, sich bis Montagnacht zu stellen. Bestraft würden auch diejenigen, die "Kriminellen" Unterschlupf gewähren. Menschenrechtsorganisationen fürchten, dass dann die chinesischen Sicherheitskräfte mit Massenverhaftungen gegen die Tibeter vorgehen und Menschen verschwinden und gefoltert werden. (fr/Telepolis)


Aus: "China blockiert nach den Protesten in Tibet YouTube" (17.03.2008)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/China-blockiert-nach-den-Protesten-in-Tibet-YouTube--/meldung/105127

-.-

Quote
[...] Tests von SPIEGEL ONLINE mit einem Internet-Tool, das den Zugang zu Seiten von China aus prüft, ergaben, dass am Sonntagnachmittag youtube.com von Rechnern in Shanghai und Peking nicht zu erreichen war. Von einem Rechner in Hong Kong aus konnte YouTube hingegen aufgerufen werden.

Ausländische Webseiten werden aber in der Regel umgehend in China geblockt, wenn sie regierungskritische Inhalte verbreiten. Chinesische Internetbetreiber sind verpflichtet, die auf ihren Servern vertriebenen Inhalte zu beobachten und gegebenenfalls Selbstzensur zu üben. Es gibt mindestens 210 Millionen Internet-Nutzer in China.

lis/AP


Aus: "TIBET-REVOLTE: China blockiert YouTube" (16. März 2008)
Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,541790,00.html


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[Indymedia jüngstes Opfer türkischer Internetzensur... ]
« Reply #37 on: March 29, 2008, 08:55:09 AM »
Quote
[...] Eine Begründung für die Sperrung, die von einem türkischen Militärgericht verfügt wurde, erfolgte bislang nicht. Beobachter vermuten aber, dass das Abschalten der Seite durch den Internetprovider Türk Telekom vor allem mit kritischen Beiträgen im Zusammenhang mit der Eskalationspolitik in der Kurdenfrage und der überaus großen politischen Macht des Militärs stehen dürfte.

Der türkische Generalstab ist in den vergangenen Monaten wieder verstärkt dazu übergegangen, massiv gegen unliebsame Kritiker vorzugehen. Erst kürzlich ist etwa die populäre Menschenrechtlerin Eren Keskin auf Veranlassung des Generalstabes zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden, weil sie sich in einer deutschen Tageszeitung kritisch über die Einmischung der Militärs in die Politik geäußert hatte.



[...] Die mit dem neuen Internetgesetz eingeführte Praxis, für einzelne Inhalte, die von mehr oder weniger anonymen Nutzern eingestellt werden, ganze Portale pauschal "in Sippenhaft" zu nehmen, ist von verschiedenen türkischen und internationalen Nichtregierungsorganisationen bereits scharf kritisiert worden. Der Journalistenverband Reporters sans frontières (RSF) bezeichnete die Maßnahme als "radikal" und "unverhältnismäßig". Türkische Aktivisten warnen, dass zunehmend "chinesische Verhältnisse" und die Sperrung "Hunderter unbequemer Seiten" drohten.


Quote
28. März 2008 20:59
The net interpretes censorship as damage
blu_frisbee (mehr als 1000 Beiträge seit 12.09.02)

The net interpretes censorship as damage
and routes around it.
> http://en.wikiquote.org/wiki/John_Gilmore

...



Aus: "Indymedia jüngstes Opfer türkischer Internetzensur" Nico Sandfuchs (TP, 28.03.2008)
Quelle: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27605/1.html


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[Studie zu Sperrverfügungen... (Informationskontrolle, Freiheitsrechte)]
« Reply #38 on: April 06, 2008, 12:55:30 PM »

Quote
[...] Sperrungen von Internetseiten, die auf der Analyse von IP-Adressen, Port-Nummern, URLs oder Inhaltsdaten beruhen, sind nicht mit geltendem Recht vereinbar. Zu diesem Ergebnis kommen Juristen des Freiburger Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht in einer neuen Studie. Das Fazit der Experten: Die geltende Rechtslage erlaube keine Sperrungen, "die in das von Artikel 10 Grundgesetz und Paragraph 88 Telekommunikationsgesetz geschützte Fernmeldegeheimnis eingreifen". Die Studie war von der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) in Auftrag gegeben worden, um nach den Sperrverfügungsverfahren der Bezirksregierung in Düsseldorf rechtliche Klarheit zu schaffen.

Rechtlich gedeckt sind derzeit nur DNS-Manipulationen, die den Zugriff auf die Angebote nicht vollständig verhindern, schreiben der Strafrechtler Ulrich Sieber und seine Mitarbeiterin Malaika Nolde in einer Kurzfassung ihrer Ergebnisse. Die DNS-Manipulationen erforderten anders als IP-, Port-, URL- oder Inhaltssperren nicht so "eingriffsintensive Kontrolltechniken". Stefan Köpsell vom Lehrstuhl für Datenschutz und Datensicherheit an der TU Dresden erklärte dazu: "Man unterbindet mit der DNS-Manipulation praktisch den Zugriff aus Telefonbuch, nicht aber Anrufe zu bekannten Nummern." Die Dresdner Informatiker waren für den technischen Teil der KJM-Studie verantwortlich.

Wirksamere Sperrverfahren erforderten aber gesetzliche Neuregelungen. Denn sie setzten die Analyse von Daten voraus, die durch das Fernmeldegeheimnis geschützt seien. Dazu rechnen die Freiburger Juristen nicht nur die Kommunikationsinhalte, sondern auch "die näheren Umstände der Kommunikation". Zu diesen gehörten auch Adressen und Portnummern. Wolle man ins Fernmeldegeheimnis eingreifen, müsse dies entsprechend gesetzlich geregelt werden, folgert das Expertenteam des MPI.

Gleichzeitig warnen die Forscher, dass derartige Sperrverfahren nicht nur die Sperrung von ausländischen Internetadressen erlauben. Sie könnten vielmehr "mittels einer zentralen Kontrollarchitektur potentiell sogar eine effektive und flächendeckende inhaltliche Überwachung der Internetkommunikation erleichtern". Weder der Öffentlichkeit noch den Gesetzgebern in Bund und Ländern sei die Eingriffsintensität bislang ausreichend bewusst, fürchten die Wissenschaftler.

Das Gutachten weist neben dem mangelhaften Schutz der Grundrechte auch auf weitere vernachlässigte Aspekte hin, darunter Fragen nach Transparenz, Kontrolle und Rechtsschutz. "Bei der Durchführung von nationalen Sperrmaßnahmen im Internet geht es um derart zentrale Fragestellungen für die Freiheitsrechte der Bürger und die Integrität des gesamten Internets, dass der Versuch zum Aufbau eines einigermaßen effektiven Systems auch insoweit nicht ohne intensive Überlegungen und Leitentscheidungen des Gesetzgebers erfolgen sollte."

Die Forscher mahnen eine öffentliche Debatte an, die sich auch mit den technischen Konzepten zu einer Territorialisierung des Internets beschäftigen solle. Mit der öffentlichen Diskussion hapert es allerdings noch: Das Gesamtgutachten ist bislang von der KJM nicht veröffentlicht worden. Eine Stellungnahme zu den Ergebnissen lehnte die Behörde unter Hinweis auf die noch ausstehende interne Auswertung bislang ab. (Monika Ermert) / (vbr/c't)

Quote
4. April 2008 17:51
Zensur ist Zensur ist Zensur....
Winnie the Poo (119 Beiträge seit 09.02.08)


... und wie heisst es so schön im Grundgesetz: "Eine zensur findet
nicht statt".

Aber wir wissen ja wer sich mit dem GG so gern den Arsch wischt. [...]

Quote
4. April 2008 18:57
Re: Zensur ist Zensur ist Zensur....
keyser_soze (mehr als 1000 Beiträge seit 25.09.05)

Winnie the Poo schrieb am 4. April 2008 17:51

> ... und wie heisst es so schön im Grundgesetz: "Eine zensur findet
> nicht statt".

Das ist ja auch korrekt -- im Rahmen der Pressefreiheit, die sich von
der Meinungsfreiheit herleitet, findet keine Zensur statt.

Und dass selbst die Meinungsfreiheit nicht unendlich sein kann,
leuchtet doch wohl jedem ein.


Quote
4. April 2008 19:20
Re: Zensur ist Zensur ist Zensur....
Hunter S. Thompson (757 Beiträge seit 04.06.05)

keyser_soze schrieb am 4. April 2008 18:57

> Das ist ja auch korrekt -- im Rahmen der Pressefreiheit, die sich von
> der Meinungsfreiheit herleitet, findet keine Zensur statt.
Das steht so aber nicht da, das ist deine persönliche
Schlußfolgerung.
>
> Und dass selbst die Meinungsfreiheit nicht unendlich sein kann,
> leuchtet doch wohl jedem ein.

Ja, tut es das? Aus welchem Grund sollte es das?
Sie kann und muss grad unendlich sein um einerseits einen möglichst
hohen Grad an Freiheit zu gewährleisten und andererseits eine
ungehemmte Diskussion zu erleichtern. Denn eine gute Diskussion
scheut sich nicht vor schlechten Argumenten, die man widerlegen kann.
Eine schlechte dagegen scheut sich vor Argumenten, die der Wahrheit
entsprechen und die man nicht widerlegen kann.

Quote
4. April 2008 19:33
Re: Zensur ist Zensur ist Zensur....
keyser_soze (mehr als 1000 Beiträge seit 25.09.05)

Hunter S. Thompson schrieb am 4. April 2008 19:20

> Das steht so aber nicht da, das ist deine persönliche
> Schlußfolgerung.

Nicht in meinem Wortlaut aber sinngemäß:
> http://de.wikipedia.org/wiki/Meinungsfreiheit#Rechtslage_in_Deutschland

> > Und dass selbst die Meinungsfreiheit nicht unendlich sein kann,
> > leuchtet doch wohl jedem ein.
>
> Ja, tut es das? Aus welchem Grund sollte es das?
> Sie kann und muss grad unendlich sein um einerseits einen möglichst
> hohen Grad an Freiheit zu gewährleisten und andererseits eine
> ungehemmte Diskussion zu erleichtern. Denn eine gute Diskussion
> scheut sich nicht vor schlechten Argumenten, die man widerlegen kann.
> Eine schlechte dagegen scheut sich vor Argumenten, die der Wahrheit
> entsprechen und die man nicht widerlegen kann.

Alles klar -- "Hunter S. Thompson verkauft aus reiner Geldgier
geächtete Landminen in Krisengebiete!" -- alles geschützt durch eine
nicht eingeschränkte Meinungsfreiheit.
;)

Verstehst du, worauf ich hinauswill? Meinungsfreiheit MUSS
eingeschränkt werden, um z.B. die Rechte anderer zu schützen. Und aus
dem selben Grund, aus dem ich obige Behauptung nicht straffrei
verbreiten darf, ist es mir auch verboten z.B. öffentlich zu
behaupten, den Holocaust hätte es nie gegeben.

Mir ist natürlich klar, worum es dir geht, und ich stimme dem
weitestgehend zu, aber die Meinungsfreiheit als solche kann und darf
nicht uneingeschränkt sein.

Quote
4. April 2008 21:16
Re: Zensur ist Zensur ist Zensur....
Sorokan1553 (16 Beiträge seit 13.11.06)

Meinungsfreiheit __muß__ eingeschränkt werden? Das sehe auch ich
komplett anders. Meinungsfreiheit sollte ein absolutes und
unantastbares Recht sein, selbst unter dem Aspekt von Lügen, Hetze,
Beleidigungen oder Videos von Kindern, die zum Sex mit Tieren
gezwungen werden. Ich verstehe und akzeptiere, daß die
gesellschaftliche Realität eine andere ist, was seine Ursachen in der
kulturellen und biologischen Vergangenheit des Menschen hat und
leider eines der Kennzeichen dafür ist, daß wir eben keine rein
rationalen und aufgeklärten Wesen sind.

Aber lassen wir den Punkt mit den Videos mal weg, ich beschränke mich
mal auf die vorigen Punkte, dann bleibt zu sagen, daß:

1) Passieren diese Dinge sowieso, und je wichtiger die Person ist,
desto weniger greifen Konroll- und Zensurinstrumente, wodurch
effektiv jede Zensur die unteren Gesellschaftsschichten benachteiligt
und andererseits der Einfluß von Lügen/Hetze/... in den oberen
Schichten zusätzlich verstärkt wird.

2) Ist die Feststellung des Wahrheitsgehaltes einer Aussage durch
eine Autorität wie z.B. ein Gericht im besten Falle problematisch und
streng betrachtet ein unmögliches Ding.

3) Auch das Argument der Schadensabwehr kaum greift. Ein gezielt
gestreutes Gerücht erfüllt seine Wirkung, unabhängig davon, ob zu
einem späteren Zeitpunkt ein Gericht vielleicht etwas anderes
befindet, was stark davon abhängt, welche soziale Stellung und
Rafinesse der Übeltäter hatte. Siehe Aktienmarkt: Lage angespannt -
Grücht verbreitet - Bums! Hierbei geht es um Lernprozesse, nicht um
Verbote.

4) Die Ehre/Würde einer Person ein rein subjektives Ding ist und als
zu schützendes Rechtsgut schon etwas metaphysisch ist, aber
zugegeben, das steckt halt in der Gesellschaft drin und läßt sich
nicht ändern.

Wichtiger wäre es, zwischen Anbieter und Konsument zu unterscheiden.
Wenn ich eine bestimmte Information suche und potentiell finden kann,
ist das etwas anderes, als wenn mir eine Information aufgedrängt
wird. Jeder Konsument sollte das Recht haben, seine
Informationsströme nach eigenem Gutdünken zu filtern anstatt einen
Filter aufgezwängt zu bekommen.

Wenn sich jemand neben meine Wohnung stellt und mich tagelang
lauthals beschimpft, möchte ich natürlich gerne eine Filteroption
haben. Wenn ich andererseits eine Webseite im Internet finde, die
dieselben Lügen über mich verbreitet, dann würde ich vor allem gerne
einen Kommentar dort ablassen dürfen, und das war's.

Quote
4. April 2008 23:38
Re: Zensur ist Zensur ist Zensur....
keyser_soze (mehr als 1000 Beiträge seit 25.09.05)

Sorokan1553 schrieb am 4. April 2008 21:16

> Meinungsfreiheit __muß__ eingeschränkt werden? Das sehe auch ich
> komplett anders. Meinungsfreiheit sollte ein absolutes und
> unantastbares Recht sein, selbst unter dem Aspekt von Lügen, Hetze,
> Beleidigungen oder Videos von Kindern, die zum Sex mit Tieren
> gezwungen werden. Ich verstehe und akzeptiere, daß die
> gesellschaftliche Realität eine andere ist, was seine Ursachen in der
> kulturellen und biologischen Vergangenheit des Menschen hat und
> leider eines der Kennzeichen dafür ist, daß wir eben keine rein
> rationalen und aufgeklärten Wesen sind.

Sittliche, ethische und moralische Aspekte spielen hier auch noch
eine Rolle. Außerdem müssten entsprechenden Kampagnen zum Opfer
gefallene Personen oder Gruppen auch eine angemessene Möglichkeit
erhalten, sich beispielsweise gegen Beschuldigungen oder Hetze zu
wehren -- das ist aber nicht möglich, und genau deswegen MUSS es eine
Einschränkung der Meinungsfreiheit geben.
Denn wir leben nicht in einer idealisierten Gesellschaft und werden
diesen Zustand auch niemals erreichen.

> 1) Passieren diese Dinge sowieso, und je wichtiger die Person ist,
> desto weniger greifen Konroll- und Zensurinstrumente, wodurch
> effektiv jede Zensur die unteren Gesellschaftsschichten benachteiligt
> und andererseits der Einfluß von Lügen/Hetze/... in den oberen
> Schichten zusätzlich verstärkt wird.

Du meinst, bedeutende Personen des öffentlichen Lebens bzw.
politische oder wirtschaftliche Entscheidungsträger könnten sich
freier äußern als andere? Ich denke, eher das Gegenteil ist der Fall.

> 2) Ist die Feststellung des Wahrheitsgehaltes einer Aussage durch
> eine Autorität wie z.B. ein Gericht im besten Falle problematisch und
> streng betrachtet ein unmögliches Ding.

Nein, ist sie nicht. Wer beschuldigt, muss vor Gericht Indizien oder
Beweise vorlegen, welche die Anschuldigung rechtfertigen --
andernfalls ist die Beschuldigung zu Unrecht erfolgt und stellt den
Tatbestand der Verleumdung/Ehrverletzung dar.

> 3) Auch das Argument der Schadensabwehr kaum greift. Ein gezielt
> gestreutes Gerücht erfüllt seine Wirkung, unabhängig davon, ob zu
> einem späteren Zeitpunkt ein Gericht vielleicht etwas anderes
> befindet, was stark davon abhängt, welche soziale Stellung und
> Rafinesse der Übeltäter hatte. Siehe Aktienmarkt: Lage angespannt -
> Grücht verbreitet - Bums!

Das trifft bedauerlicherweise zu. Nur willst du dem zu Unrecht
Beschuldigten die Möglichkeit absprechen, beispielsweise gerichtlich
"Wiedergutmachung" zu verlangen? Auch wenn dies das Gerücht oft nicht
aus der Welt schafft, ist immerhin der Verleumder bestraft worden --
diese Genugtuung steht jedem zu.

> Hierbei geht es um Lernprozesse, nicht um
> Verbote.

Nur, wer wollte die durchsetzen? Das ist, wie du bereits geschildert
hast, oft unmöglich.

> 4) Die Ehre/Würde einer Person ein rein subjektives Ding ist und als
> zu schützendes Rechtsgut schon etwas metaphysisch ist, aber
> zugegeben, das steckt halt in der Gesellschaft drin und läßt sich
> nicht ändern.

Ich glaube, das ist kein rein gesellschaftlich-kulturelles sondern
vor allem menschliches Phänomen. Man kann halt nicht von jedem
verlangen, dass er ein so "dickes Fell" hat, dass jegliche
Beleidigung an ihm abprallt.

> Wichtiger wäre es, zwischen Anbieter und Konsument zu unterscheiden.
> Wenn ich eine bestimmte Information suche und potentiell finden kann,
> ist das etwas anderes, als wenn mir eine Information aufgedrängt
> wird. Jeder Konsument sollte das Recht haben, seine
> Informationsströme nach eigenem Gutdünken zu filtern anstatt einen
> Filter aufgezwängt zu bekommen.

Natürlich. Nur ist das eben auch eine sehr ideelle Voraussetzung. Der
Mensch ist aber mitnichten so aufgeklärt und
persönlichkeitsgefestigt, dass er dieser Vorstellung entsprechen
kann. Letztendlich befinden wir uns derzeit ja eher wieder auf dem
absteigenden Ast.
Darüberhinaus gibt es Menschen unter uns, z.B. Heranwachsende od.
Betreute, deren Persönlichkeitsentwicklung beispielsweise noch nicht
abgeschlossen oder beeinträchtigt ist, so dass sie oft auch nicht in
der Lage sind, unbeeinflusst Entscheidungen zu treffen.

> Wenn sich jemand neben meine Wohnung stellt und mich tagelang
> lauthals beschimpft, möchte ich natürlich gerne eine Filteroption
> haben. Wenn ich andererseits eine Webseite im Internet finde, die
> dieselben Lügen über mich verbreitet, dann würde ich vor allem gerne
> einen Kommentar dort ablassen dürfen, und das war's.

Da hast du in der Tat ein ziemlich dickes Fell, was sicher nicht das
Schlechteste ist -- ich entgegengesetzt hätte schon mit beiden Fällen
ziemliche Probleme.


Quote
5. April 2008 3:44
Re: Zensur ist Zensur ist Zensur....
Sorokan1553 (17 Beiträge seit 13.11.06)

keyser_soze schrieb am 4. April 2008 23:38

> Sittliche, ethische und moralische Aspekte spielen hier auch noch
> eine Rolle. Außerdem müssten entsprechenden Kampagnen zum Opfer
> gefallene Personen oder Gruppen auch eine angemessene Möglichkeit
> erhalten, sich beispielsweise gegen Beschuldigungen oder Hetze zu
> wehren -- das ist aber nicht möglich, und genau deswegen MUSS es eine
> Einschränkung der Meinungsfreiheit geben.
> Denn wir leben nicht in einer idealisierten Gesellschaft und werden
> diesen Zustand auch niemals erreichen.

Diese Ansicht, daß der Staat in diesem Falle eingreifen MUSS und
dieser Rolle gerecht werden KANN, teile ich nicht. Wenn eine
Minderheit in Bedrägnis ist, dann ist oft gerade der Staat blind.
Hier helfen dagegen Aufklärung, Zivilcourage und eben das Recht, auf
Mißstände aufmerksam zu machen, und entscheidend ist dabei vor allem
die öffentliche Wahrnehmung.

> Du meinst, bedeutende Personen des öffentlichen Lebens bzw.
> politische oder wirtschaftliche Entscheidungsträger könnten sich
> freier äußern als andere? Ich denke, eher das Gegenteil ist der Fall.

Nein. Sicher müssen Personen des öffentlichen Lebens ständig auf der
Hut sein, da sie im Rampenlicht stehen, aber das ist doch etwas
komplett anderes. Nach oben muß man surfen, klar. Aber wer an der
Spitze ist, gibt die Richtung vor und entscheidet, was gut und was
böse ist, das ist Macht. Wenn ich mir das polemische Gezänk und die
Meinungsmache mancher Politiker anschaue, wäre in der Tat eine
gewisse Einschränkung der Meinungsfreiheit irgendwie sympathisch ;-).
Aber wenn ich so an die Vergangenheit denke, dann habe ich die
Gewißheit, daß es mit zunehmender Macht einfacher ist, Dinge zu sagen
oder eben nicht zu sagen, ohne dafür in derselben Weise belangt zu
werden. Zensur war und ist immer ein Mittel der Machtausübung von
oben nach unten, nicht anders herum, das ist doch banal.

> > 2) Ist die Feststellung des Wahrheitsgehaltes einer Aussage durch
> > eine Autorität wie z.B. ein Gericht im besten Falle problematisch und
> > streng betrachtet ein unmögliches Ding.
>
> Nein, ist sie nicht. Wer beschuldigt, muss vor Gericht Indizien oder
> Beweise vorlegen, welche die Anschuldigung rechtfertigen --
> andernfalls ist die Beschuldigung zu Unrecht erfolgt und stellt den
> Tatbestand der Verleumdung/Ehrverletzung dar.

Mathematiker können ihre Aussagen beweisen, aber Juristen neigen zum
Teil zu sehr unterschiedlichen Urteilen. Und nur weil ich eine
Aussage nicht beweisen kann, muß sie nicht falsch sein. Es würde mich
interessieren, was ein Logiker oder Philosoph zu diesem Thema zu
sagen hat. Jedenfalls steht neben diesen theorethischen Einwänden die
ganz praktische Gefahr, daß die Autoritäten nicht ganz so
unvoreingenommen sind, wie sie perfekterweise sein sollten. Ist das
jetzt eine Verleumdung?

> Darüberhinaus gibt es Menschen unter uns, z.B. Heranwachsende od.
> Betreute, deren Persönlichkeitsentwicklung beispielsweise noch nicht
> abgeschlossen oder beeinträchtigt ist, so dass sie oft auch nicht in
> der Lage sind, unbeeinflusst Entscheidungen zu treffen.

Das möchte ich auch nicht in Frage stellen. Hier darf und muß der
Vormund seine Pflichten wahrnehmen. Das hat jedoch nichts mit der
obigen Diskussion zu tun, da geht es im Kern um die Frage um das
Verhältnis zwischen mündigem Individuum und der Gesellschaft.

> Da hast du in der Tat ein ziemlich dickes Fell, was sicher nicht das
> Schlechteste ist -- ich entgegengesetzt hätte schon mit beiden Fällen
> ziemliche Probleme.

Ich habe auch meine Grenzen, das ist klar. Aber die Vorstellung,
jemandem gerichtlich eine Meinung über mich verbieten zu lassen,
finde ich in der Tat absurd (Stichwort Haarfarbe). Als Kind wurde ich
auch mal gehänselt, da mußten wir wohl alle durch, aber als
Erwachsener darf man plötzlich klagen? Letztlich würde ich vor allem
an dem Sinn einer solchen Klage zweifeln. Angenommen, Herr S. läßt
sich von einer unabhängigen Instanz, sagen wir mal dem Haar-TÜV und
unter Beobachtung kritischer Menschen und der interessierten
Öffentlichkeit, die das Gegenteil nur zu gerne sehen würden, eine
Beglaubigung ausstellen, daß seine Haare nicht gefärbt sind, dann
reicht das doch vollkommen aus.

Quote
5. April 2008 18:03
Re: Zensur ist Zensur ist Zensur....
keyser_soze (mehr als 1000 Beiträge seit 25.09.05)

Sorokan1553 schrieb am 5. April 2008 3:44

> Diese Ansicht, daß der Staat in diesem Falle eingreifen MUSS und
> dieser Rolle gerecht werden KANN, teile ich nicht.

Ich denke, ein Staat hat auch die Würde und Unversehrtheit der in ihm
lebenden Gruppen zu schützen, ebenso wie die des Einzelnen.

> Wenn eine
> Minderheit in Bedrägnis ist, dann ist oft gerade der Staat blind.

Wenn ein Staat die Verfolgung einer Minderheit duldet oder sogar
selbst betreibt, dann liegen da natürlich schon ganz andere Dinge im
Argen.

> Hier helfen dagegen Aufklärung, Zivilcourage und eben das Recht, auf
> Mißstände aufmerksam zu machen, und entscheidend ist dabei vor allem
> die öffentliche Wahrnehmung.

Das ist immer wichtig -- das Verhalten des Staats oder die geltenden
Gesetze stehen da erst einmal außen vor.

> Nein. Sicher müssen Personen des öffentlichen Lebens ständig auf der
> Hut sein, da sie im Rampenlicht stehen, aber das ist doch etwas
> komplett anderes. Nach oben muß man surfen, klar. Aber wer an der
> Spitze ist, gibt die Richtung vor und entscheidet, was gut und was
> böse ist, das ist Macht.

Aber Macht befreit dich doch nicht von der Einschränkung des Rechts
zur Meinungsäußerung.

> Aber wenn ich so an die Vergangenheit denke, dann habe ich die
> Gewißheit, daß es mit zunehmender Macht einfacher ist, Dinge zu sagen
> oder eben nicht zu sagen, ohne dafür in derselben Weise belangt zu
> werden.

Ich denke, hier täuscht dich deine Wahrnehmung.
Wenn z.B. ein Politiker öffentlich äußert, den Holocaust habe es
nicht gegeben, dann kostet ihn das mindestens seine Karriere und
seinen Ruf. Wenn du das sagst, bekommt es vielleicht nicht einmal
jemand mit.

> Zensur war und ist immer ein Mittel der Machtausübung von
> oben nach unten, nicht anders herum, das ist doch banal.

Dort, wo Zensur willkürlich angewendet wird, ist das natürlich so.
Aber in D beispielsweise ist relativ klar definiert, was zensiert
werden kann bzw. muss und was nicht. Das wird nicht nach Belieben
erweitert oder eingeschränkt.
Solche Dinge, wie die hier im Artikel zu Recht beklagten, dürfen
natürlich nicht stattfinden -- was Recht ist muss auch Recht bleiben.

> Mathematiker können ihre Aussagen beweisen, aber Juristen neigen zum
> Teil zu sehr unterschiedlichen Urteilen. Und nur weil ich eine
> Aussage nicht beweisen kann, muß sie nicht falsch sein.

Das ist die altbekannte Diskrepanz zwischen Recht haben und Recht
bekommen, hier kann das Prinzip der Justiz natürlich scheitern.

> Es würde mich
> interessieren, was ein Logiker oder Philosoph zu diesem Thema zu
> sagen hat. Jedenfalls steht neben diesen theorethischen Einwänden die
> ganz praktische Gefahr, daß die Autoritäten nicht ganz so
> unvoreingenommen sind, wie sie perfekterweise sein sollten.

Es sind halt auch Menschen; klar, dass sie nicht unfehlbar sind.

> Ist das jetzt eine Verleumdung?

Bestimmt nicht.

> Das möchte ich auch nicht in Frage stellen. Hier darf und muß der
> Vormund seine Pflichten wahrnehmen. Das hat jedoch nichts mit der
> obigen Diskussion zu tun, da geht es im Kern um die Frage um das
> Verhältnis zwischen mündigem Individuum und der Gesellschaft.

Das hat sehr wohl etwas mit der obigen Diskussion zu tun, da das
Recht der freien Rede z.B. auch durch den Jugendschutz eingeschränkt
wird.

> Ich habe auch meine Grenzen, das ist klar. Aber die Vorstellung,
> jemandem gerichtlich eine Meinung über mich verbieten zu lassen,
> finde ich in der Tat absurd

Aber du hast auch deine Grenzen, sagst du. Was beispielsweise machst,
wenn diese Grenzen überschritten sind?
;)

> (Stichwort Haarfarbe). Als Kind wurde ich
> auch mal gehänselt, da mußten wir wohl alle durch, aber als
> Erwachsener darf man plötzlich klagen?

Gegen Hänseleien? Sicher nicht.

> Letztlich würde ich vor allem
> an dem Sinn einer solchen Klage zweifeln. Angenommen, Herr S. läßt
> sich von einer unabhängigen Instanz, sagen wir mal dem Haar-TÜV und
> unter Beobachtung kritischer Menschen und der interessierten
> Öffentlichkeit, die das Gegenteil nur zu gerne sehen würden, eine
> Beglaubigung ausstellen, daß seine Haare nicht gefärbt sind, dann
> reicht das doch vollkommen aus.

Ein bisschen konstruiert, aber sicher, ich kann deinem Gedanken
folgen. Wobei das doch ein sehr harmloses Beispiel ist. Was würdest
du hingegen vorschlagen, wenn man dich mit einer böswilligen Hetz- u.
Verleumdungskampagne überziehen würde, auf der Straße, in der Zeitung
und im Web?









Quote
4. April 2008 21:41
Re: Zensur ist Zensur ist Zensur....
Baneus (mehr als 1000 Beiträge seit 31.01.01)

keyser_soze schrieb am 4. April 2008 18:57

>
> Das ist ja auch korrekt -- im Rahmen der Pressefreiheit, die sich von
> der Meinungsfreiheit herleitet, findet keine Zensur statt.
>
Ach? Wie naiv muss man eigentlich sein, um das zu glauben? Wo ist der
unabhängige Journalismus geblieben, wie in Stern Spiegel und Co vor
30 Jahren hatten? Heute sind die soweit werbefinanziert, das Vieles
gleich beim Redakteur der Schere im Kopf zum Opfer fällt.
Gleichzeitig hat sich ein Copy&Paste Journalismus breitgemacht,
derManipulation sehr vereinfacht - es ist gar nicht mehr nötig,
Redaktionen unter Druck zu setzen oder zu zensieren. Eine
unauffällige Einflußnahme auf Presseagenturen genügt völlig. Da diese
wiederum von diversen Pressereferenten usw gefüttert werden, ist das
sehr einfach, sollte die journalistische Schere im Kopf mal versagen.

> Und dass selbst die Meinungsfreiheit nicht unendlich sein kann,
> leuchtet doch wohl jedem ein.
Mit der Begründung arbeiten Diktaturen, keine Demokratien. Eine
stabile Demokratie braucht sich vor ein paar unausgegorenen meinungen
nicht zu verstecken. Erst eine schwache, korrupte "Demokratie" muss
zensieren und beschneiden, denn sie hat Angst vor Wahrheiten. Das ist
letztlich die echte Begründung, die hinter dem Belauschen von
Journalisten wegen "Terrorgefahr" steht. So kann man Informationen,
die einem Politiker unangenehm werden, so wunderschön im Keime
ersticken.

bane

Quote
4. April 2008 22:49
Re: Zensur ist Zensur ist Zensur....
keyser_soze (mehr als 1000 Beiträge seit 25.09.05)

Baneus schrieb am 4. April 2008 21:41

> > Das ist ja auch korrekt -- im Rahmen der Pressefreiheit, die sich von
> > der Meinungsfreiheit herleitet, findet keine Zensur statt.
>
> Ach? Wie naiv muss man eigentlich sein, um das zu glauben?

Das hat mit Naivität nichts zu tun. Es gibt keine staatliche Zensur
im Rahmen der Meinungsfreiheit. Das ist eine Grundbedingung für eine
demokratische Gesellschaft.

> Wo ist der
> unabhängige Journalismus geblieben, wie in Stern Spiegel und Co vor
> 30 Jahren hatten? Heute sind die soweit werbefinanziert, das Vieles
> gleich beim Redakteur der Schere im Kopf zum Opfer fällt.
> Gleichzeitig hat sich ein Copy&Paste Journalismus breitgemacht,
> derManipulation sehr vereinfacht

Da hast du sicher Recht -- nur ist das eben auch ein Grundprinzip
einer demokratischen Gesellschaft, dass die Presse bisweilen
tendentiös oder einseitig Bericht erstatten kann. Das
verfassungsmäßige Recht auf unzensierte Meinungsfreiheit wird dadurch
nicht berührt.
Wer mit den Medien oder der Art ihrer Berichterstattung nicht
einverstanden ist, hat alle Freiheit selbst derart tätig zu werden,
z.B. mittels eines Weblogs.

> - es ist gar nicht mehr nötig,
> Redaktionen unter Druck zu setzen oder zu zensieren. Eine
> unauffällige Einflußnahme auf Presseagenturen genügt völlig. Da diese
> wiederum von diversen Pressereferenten usw gefüttert werden, ist das
> sehr einfach, sollte die journalistische Schere im Kopf mal versagen.

Was Pressedienste angeblich beabsichtigen, vermag ich nicht zu
beurteilen -- allerdings ist es in den allerwenigsten Fällen möglich,
wirklich objektiv Bericht zu erstatten, da niemand je alle Seiten
eines Themas kennen wird. Objektive Berichterstattung kann IMO nur
näherungsweise erreicht werden.

> > Und dass selbst die Meinungsfreiheit nicht unendlich sein kann,
> > leuchtet doch wohl jedem ein.
>
> Mit der Begründung arbeiten Diktaturen, keine Demokratien.

Also dann -- "Baneus fährt jedes Jahr nach Thailand und vollzieht
dort Geschlechtsverkehr mit minderjährigen Prostituierten!" -- das
wird jetzt ja von der uneingeschränkten Meinungsfreiheit gedeckt...
;)

> Eine
> stabile Demokratie braucht sich vor ein paar unausgegorenen meinungen
> nicht zu verstecken. Erst eine schwache, korrupte "Demokratie" muss
> zensieren und beschneiden, denn sie hat Angst vor Wahrheiten. Das ist
> letztlich die echte Begründung, die hinter dem Belauschen von
> Journalisten wegen "Terrorgefahr" steht. So kann man Informationen,
> die einem Politiker unangenehm werden, so wunderschön im Keime
> ersticken.

Ich glaube, du hast den Umfang der nicht unter die Meinungsfreiheit
fallenden Dinge gar nicht richtig erkannt. Die Meinungsfreiheit endet
dort, wo sie z.B. ein Recht eines anderen angreift oder sich darüber
hinwegsetzt, s.o. -- ich denke, diese Einschränkung meiner
Meinungsfreiheit ist auch in deinem Sinne.

Anderes Beispiel:
Eine gesellschaftspolitisch einflussreiche Gruppe deiner Gegend zieht
regelmäßig mit Transparenten durch die Straßen deiner Stadt und
skandiert: "Alle Mitglieder der Baneus-Sippschaft sind Lügner und
Betrüger, sie liegen nur auf der faulen Haut und leben von unseren
Steuern -- schmeisst die dreckige Bande endlich aus der Stadt!" Dazu
werden Flyer verteilt und die Bürger gegen euch aufgestachelt.
Meinungsfreiheit?

Zu deinem letzten Absatz: Es gibt keine gesellschaftspolitischen
Themen, zu denen z.B. Journalisten sich nicht äußern dürften. Zu
welchen Themen sie letztendlich Bericht erstatten und zu welchen
nicht, obliegt nicht dem Staat.
Allerdings muss ich dir natürlich insofern zustimmen, dass dieser
Überwachungswahnsinn die investigative Arbeit von Journalisten
indirekt einschränkt -- aber ich glaube nicht, dass er installiert
wird, um die Presse- oder Meinungsfreiheit zu beschneiden.



Quote
4. April 2008 19:00
Der Zensur-Begriff im Grundgesetz
Alvar Freude, hei-se@alvar.a-blast.org (mehr als 1000 Beiträge seit 26.04.00)

Winnie the Poo schrieb am 4. April 2008 17:51

> ... und wie heisst es so schön im Grundgesetz: "Eine zensur findet
> nicht statt".
>
> Aber wir wissen ja wer sich mit dem GG so gern den Arsch wischt. Ich
> sage nur "Rolle Wolle".

Das Grundgesetz versteht etwas anderes unter Zensur als Du; da geht
es erstmal um staatliche Vor-Zensur.

Tatsächlich wäre es an der Zeit, im Grundgesetz
Kommunikationsfreiheitsrechte explizit zu verankern -- wozu auch der
ungehinderte Zugriff auf öffentliche Informationen gehört.
Bisher wird dieses Thema meist hauptsächlich über Umwege aus
artverwandten Artikeln hergeleitet.

Ciao
  Alvar

Quote
4. April 2008 19:06
Re: Der Zensur-Begriff im Grundgesetz
keyser_soze (mehr als 1000 Beiträge seit 25.09.05)

Alvar Freude schrieb am 4. April 2008 19:00

> Tatsächlich wäre es an der Zeit, im Grundgesetz
> Kommunikationsfreiheitsrechte explizit zu verankern -- wozu auch der
> ungehinderte Zugriff auf öffentliche Informationen gehört.
> Bisher wird dieses Thema meist hauptsächlich über Umwege aus
> artverwandten Artikeln hergeleitet.

Wobei auch übers Internet erhältliche Informationen im Grunde
ausreichend durch die Rechte von Meinungs- bzw. Pressefreiheit
reglementiert sind.

Quote
4. April 2008 19:13
Re: Der Zensur-Begriff im Grundgesetz
Alvar Freude, hei-se@alvar.a-blast.org (mehr als 1000 Beiträge seit 26.04.00)

keyser_soze schrieb am 4. April 2008 19:06

> Alvar Freude schrieb am 4. April 2008 19:00
>
> > Tatsächlich wäre es an der Zeit, im Grundgesetz
> > Kommunikationsfreiheitsrechte explizit zu verankern -- wozu auch der
> > ungehinderte Zugriff auf öffentliche Informationen gehört.
> > Bisher wird dieses Thema meist hauptsächlich über Umwege aus
> > artverwandten Artikeln hergeleitet.
>
> Wobei auch übers Internet erhältliche Informationen im Grunde
> ausreichend durch die Rechte von Meinungs- bzw. Pressefreiheit
> reglementiert sind.

Darüber kann man durchaus diskutieren.

Die Pressefreiheit schützt zum Beispiel nur die Presse, gilt aber
nicht schrankenlos.

Und die Meinungsfreiheit schützt nur den Meinungsäußernden, aber nur
solange er keine Rechte eines anderen verletzt -- hier gibt es sehr
viel Spielraum, der bisher meistens zugunsten des Meinungsäußernden
ausgelegt wurde.

Die Rezipientenfreiheit ist zwar auch in Artikel 5 GG mit dabei, aber
nur am Rande. Und je nach Interpretation ...
Zwar hat das Bundesverfassungsgericht dieser im Urteil "Leipziger
Volkszeitung" sehr viel Gewicht beigemessen, aber das ist auch schon
ein paar Jahre her ...

Ciao
  Alvar

Quote
5. April 2008 12:03
Re: Der Zensur-Begriff im Grundgesetz
awg (952 Beiträge seit 08.06.02)

Alvar Freude schrieb am 4. April 2008 19:13

> keyser_soze schrieb am 4. April 2008 19:06
>
> > Alvar Freude schrieb am 4. April 2008 19:00
> >
> > > Tatsächlich wäre es an der Zeit, im Grundgesetz
> > > Kommunikationsfreiheitsrechte explizit zu verankern -- wozu auch der
> > > ungehinderte Zugriff auf öffentliche Informationen gehört.

Der ungehinderte Zugriff auf öffentliche Informationen ist doch
bereits eindeutig durch das Grundgesetz garantiert:

"Art 5
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei
zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen
Quellen ungehindert zu unterrichten. [...]"

Die Begriffe "verbreiten" und "Quellen" sind vollkommen
technikunabhängig. Es ist also vollkommen egal, ob die Verbreitung
auf Schiefertafeln, auf totem Holz, durch Kupferkabel, durch
Glasfasern oder drahtlos erfolgt.

> > > Bisher wird dieses Thema meist hauptsächlich über Umwege aus
> > > artverwandten Artikeln hergeleitet.

Wieso das? Das ist doch einer der zentralen Punkte von Art. 5.

> > Wobei auch übers Internet erhältliche Informationen im Grunde
> > ausreichend durch die Rechte von Meinungs- bzw. Pressefreiheit
> > reglementiert sind.
>
> Darüber kann man durchaus diskutieren.
>
> Die Pressefreiheit schützt zum Beispiel nur die Presse, gilt aber
> nicht schrankenlos.
>
> Und die Meinungsfreiheit schützt nur den Meinungsäußernden, aber nur
> solange er keine Rechte eines anderen verletzt -- hier gibt es sehr
> viel Spielraum, der bisher meistens zugunsten des Meinungsäußernden
> ausgelegt wurde.
>
> Die Rezipientenfreiheit ist zwar auch in Artikel 5 GG mit dabei, aber
> nur am Rande.
>
Nein, es ist einer der beiden zentralen Punkte.

Verwechselst Du das etwa mit der sogenannten "EU-Verfassung" in der
es kein Recht gibt, sich aktiv Informationen zu verschaffen, sondern
nur nur das "Recht" passiv Informationen zu empfangen?

> Und je nach Interpretation ...
>
Interpretieren kann man höchstens den Begriff "allgemein zugänglich".
>
> Zwar hat das Bundesverfassungsgericht dieser im Urteil "Leipziger
> Volkszeitung" sehr viel Gewicht beigemessen, aber das ist auch schon
> ein paar Jahre her ...
>
Ein Verfallsdatum gibt es aber nicht...

Grüße
awg

Quote
5. April 2008 12:23
Re: Der Zensur-Begriff im Grundgesetz
Alvar Freude, hei-se@alvar.a-blast.org (mehr als 1000 Beiträge seit 26.04.00)

awg schrieb am 5. April 2008 12:03

> "Art 5
> (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei
> zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen
> Quellen ungehindert zu unterrichten. [...]"

ja, aber hier hast Du Abs. 2 vergessen:

  (2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften
der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen
zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen
Ehre.

> > > > Bisher wird dieses Thema meist hauptsächlich über Umwege aus
> > > > artverwandten Artikeln hergeleitet.
>
> Wieso das? Das ist doch einer der zentralen Punkte von Art. 5.

Jein, und ich habe mich ein wenig unklar ausgedrückt.

Im Wesentlichen geht es um die Kommunikationsrechte:

http://www.inf-wiss.uni-konstanz.de/People/RK/Vortraege03-Web/r2c-kom
mrechte_rk031103.pdf

> > Und je nach Interpretation ...
> >
> Interpretieren kann man höchstens den Begriff "allgemein zugänglich".

Artikel 5 Abs. 2 kann man interpretieren.

Sonst hätten wir die gesamte Diskussion nicht, sonst wären alle
entsprechenden Sperr-Versuche mit einem Hinweis auf Art. 5 erledigt.
Aber so weit ich die Zusammenfassungen verstehe, wird in der Studie
Artikel 5 nicht großartig diskutiert. Aber da muss man wohl warten,
bis die Gesamtstudie veröffentlicht wird.

> > Zwar hat das Bundesverfassungsgericht dieser im Urteil "Leipziger
> > Volkszeitung" sehr viel Gewicht beigemessen, aber das ist auch schon
> > ein paar Jahre her ...
> >
> Ein Verfallsdatum gibt es aber nicht...

richtig, aber im Laufe der Zeit wird in unterschiedlichen
Konstellationen auch unterschiedlich geurteilt.

Ciao
  Alvar

Quote
5. April 2008 14:57
Re: Der Zensur-Begriff im Grundgesetz
awg (953 Beiträge seit 08.06.02)

Alvar Freude schrieb am 5. April 2008 12:23

> awg schrieb am 5. April 2008 12:03
>
> > "Art 5
> > (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei
> > zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen
> > Quellen ungehindert zu unterrichten. [...]"
>
> ja, aber hier hast Du Abs. 2 vergessen:
>
>   (2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften
> der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen
> zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen
> Ehre.
>
Die allgemeinen Gesetze dürfen aber den Wesensgehalt eines
Grundrechts nicht antasten.
Die "gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend" dürfen auch
nicht das Grundrecht von Erwachsenen aus Abs. 1 einschränken. Der
Jugendschutz rechtfertigt weder Bücherverbrennungen noch allgemeine
Sperrungen des Internets.

> > > > > Bisher wird dieses Thema meist hauptsächlich über Umwege aus
> > > > > artverwandten Artikeln hergeleitet.
> >
> > Wieso das? Das ist doch einer der zentralen Punkte von Art. 5.
>
> Jein, und ich habe mich ein wenig unklar ausgedrückt.
>
> Im Wesentlichen geht es um die Kommunikationsrechte:
>
> http://www.inf-wiss.uni-konstanz.de/People/RK/Vortraege03-Web/r2c-kom
> mrechte_rk031103.pdf
>
...die aber durch das Grundgesetz vollständig garantiert sind. Bei
der "EU-Verfassung" sieht das allerdings schon anders aus, und ist
sicher ein Ausdruck des Bestrebens der etablierten Medien und und der
Regierungen sich eine Art von Informationsmonopol zu konstruieren.

> Artikel 5 Abs. 2 kann man interpretieren.
>
> Sonst hätten wir die gesamte Diskussion nicht, sonst wären alle
> entsprechenden Sperr-Versuche mit einem Hinweis auf Art. 5 erledigt.
>
Alle Sperrversuche, die auch Erwachsene betreffen, sollten damit
erledigt sein.

> Aber so weit ich die Zusammenfassungen verstehe, wird in der Studie
> Artikel 5 nicht großartig diskutiert. Aber da muss man wohl warten,
> bis die Gesamtstudie veröffentlicht wird.
>
Zitat:
"Die Studie war von der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) in
Auftrag gegeben worden..."

Wie lautete eigentlich dieser Auftrag?
Ohne Art. 5 kann man diese Fragen wohl kaum sinnvoll diskutieren.

Grüße
awg






Quote
4. April 2008 19:07
aber aber ...
Graf Porno von Geilsberg, gpvg@gmx.de (mehr als 1000 Beiträge seit 04.06.03)

Es geht doch um die legitime Bekämpfung von
Raubkopierkinderschänderterrorhandtaschenräubern. Wer wird denn
gleich von Zensur schreiben.




Quote
4. April 2008 18:23
"... inhaltliche Überwachung"
seiberkreim (12 Beiträge seit 03.12.07)

> Sie könnten vielmehr "mittels einer zentralen Kontrollarchitektur
> potentiell sogar eine effektive und flächendeckende inhaltliche
> Überwachung der Internetkommunikation erleichtern".

Das hätten sie besser nicht geschrieben. Jetzt will's der Herr
Schäuble sicher wieder haben. ;-]

cu
seiberkreim


Quote
5. April 2008 6:52
Sperren müssen sein!
Uebler_Forenprolet (32 Beiträge seit 10.09.06)

Solange es Seiten im Netz gibt, auf denen Filesharing betrieben wird,
und Pornografie, und sonstiger Schmutz, der das Hirn der Surfer
vermatscht, muß es einfach möglich sein, daß der Staat in seiner
Fürsorgepflicht diese sperrt.

Da fallen mir so einige Seiten ein, die dringend gesperrt werden
müssen! Unter anderem die Downloadseiten dieser ganzen
Frickelprojekte, die den ehrlich arbeitenden Entwicklern in Redmont
ihren hart verdienten Lohn abspenstig machen!

So isses doch! Denkt mal drüber nach!


Quote
4. April 2008 18:30
Einfach mal die Chinesen fragen ...
Bartträger (mehr als 1000 Beiträge seit 27.07.05)

... wie die das machen.

Kann ja nicht so schwer sein, sowas rechtlich zu verankern.






Aus: "Studie: Sperrverfügungen nach geltendem Recht meist unzulässig" (04.04.2008)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/Studie-Sperrverfuegungen-nach-geltendem-Recht-meist-unzulaessig--/meldung/106062

-.-


"Strafbarkeit von Hyperlinks" (Online-Demonstrations-Plattform für Menschen- und Bürgerrechte im digitalen Zeitalter)
http://odem.org/linkverfahren/


-.-

Kontext:

["Sie könne keine Kunst erkennen"(Die Internet-Zensur in Nordrhein-Westfalen)...]
http://www.subfrequenz.net/forum/index.php/topic,212.msg113.html

-.-


Aus: "Internet-Zensur in Nordrhein-Westfalen - Eine Chronologie des Grauens" (27. Dezember 2002)
Quelle: ftp://ftp.ccc.de/congress/2002/event/435/Internet-Zensur-in-NRW.pdf

-.-

Quote
[...] Linking to neo-Nazi websites in Germany can cost you dear. The founder of a German online protest forum - http://censorship.odem.org/ - against web censorship was sentenced by the district court in Stuttgart today for linking to two neo-Nazi sites and a bad-taste website hosted in the US.

Alvar Freude is not an advocate of neo-Nazi content but thinks of himself as a fighter for a free internet and freedom of information. But links to the websites of neo-Nazis Gary Lauck and Dan Block and the legendarily nasty rotten.com landed him with a fine of €3,000.

The case results from the debate surrounding website blocking orders issued in 2001 by the district government of Dusseldorf to ISPs in North Rhine-Westphalia. The authority demanded blocking of the domain names nazi-lauck-nsdapao.com and stormfront.com by domain name or IP address.

Challenges to the blocking orders from several ISPs are pending court hearings. Freude, however, published critical commentaries on and analysis of the debate and linked to the barred websites. For his trouble, the district government reported him to the local constabulary. He was found guilty of "aiding and abetting access" to material published by people "inciting racial hatred [and] denying the Holocaust" - a criminal offence in Germany.

[...]


"German fined for publishing neo-Nazi web links" - Freedom of information or inciting racial hatred?
By Monika Ermert (Published Friday 8th October 2004 10:50 GMT)
http://www.theregister.co.uk/2004/10/08/german_web_freedom_case/


-.-

"HOWTO: Internetzensur umgehen"
Dies ist eine Einleitung zum Umgehen von Internetzensur in verschiedenen Ländern, Schulen, Universitäten oder Firmen mithilfe von Proxies, Shells u.s.w.
Quelle: http://www.zensur.freerk.com/index-de.htm



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[Zur türkischen YouTube-Sperre... (Informationskontrolle)]
« Reply #39 on: June 10, 2008, 09:37:37 AM »
Quote
[...] Reporter ohne Grenzen hat eine seit mehr als einem Monat dauernde Sperre der populären Internet-Plattform YouTube in der Türkei kritisiert. Die Entscheidung türkischer Gerichte verletzte die Meinungs- und Informationsfreiheit, teilte die Journalistenorganisation mit. YouTube sei nicht die einzige Seite dieser Art, die in der Türkei blockiert werde. Dazu kommen noch die Foto-Sharing-Seite Slide, die seit 25. März gesperrt ist, und Google Groups.

Die türkischen Behörden haben YouTube mehrfach wegen Beleidigung des Republikgründers Mustafa Kemal Atatürk gesperrt. Wegen der langen Dauer der Sperre gibt es auch in der Türkei Kritik. Grundlage für die Sperrung ist ein im November vom türkischen Parlament verabschiedetes Gesetzt, nach dem ein Gericht jede Webseite innerhalb von 24 Stunden blockieren kann, wenn dort Pädophilie oder Drogen verherrlicht, Pornographie dargestellt, zum Selbstmord aufgerufen oder Atatürk beleidigt wird. (anw/c't)





Aus: "Reporter ohne Grenzen kritisiert türkische YouTube-Sperre" (10.06.2008)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/Reporter-ohne-Grenzen-kritisiert-tuerkische-YouTube-Sperre--/meldung/109215


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[Global Online Freedom Act... (Informationskontrolle)]
« Reply #40 on: August 05, 2008, 09:58:27 AM »
Quote
[....] Acht EU-Abgeordnete der vier großen Fraktionen haben einen Entwurf für einen EU Global Online Freedom Act veröffentlicht. Mit der geplanten Richtlinie soll jährlich eine schwarze Liste mit Netzzensur praktizierenden Ländern erstellt werden. Der Handel mit verzeichneten Nationen, die den freien Informationsfluss übers Netz systematisch zu unterbinden suchen, solle eingeschränkt werden. Zudem sollen jährlich 20 Millionen Euro aufgewendet werden, um Anti-Zensurwerkzeuge zu entwickeln und zu verbreiten. Vorrangig zu fördern sind dabei nach dem Willen der Parlamentarier nutzerfreundliche Internetprogramme und ­protokolle, die für möglichst viele Nutzer in den betroffenen Ländern einen sicheren Netzzugang ohne große Einbrüche bei der Geschwindigkeit zur Verfügung stellen.

Die Forderungen der Abgeordnetengruppe, zu der aus dem deutschsprachigen Raum die Grünen Eva Lichtenberger und Frithjof Schmidt gehören, sind in 19 Paragraphen verpackt. Wesentlich dabei ist unter anderem die Aufnahme eines neuen Teils in den EU-Jahresbericht zur Menschenrechtssituation weltweit, in der eine Einschätzung der Internetfreiheiten in anderen Ländern erfolgen soll. Zu berücksichtigen seien dabei etwa die allgemeine Verfügbarkeit von Netzzugängen, Regierungsbemühungen zum Filtern, Zensieren oder Blockieren von Internetinhalten sowie eine Aufzählung bekannter Akte der Verfolgung von Individuen oder Gruppen für die friedliche Äußerung politischer, religiöser oder abweichender Meinungen über das Internet.

Darüber hinaus schwebt den Parlamentariern, zu denen auch zwei Vertreter der konservativen Europäischen Volkspartei sowie ein Sozialist gehören, die Einrichtung eines Büros für globale Internetfreiheiten im Bereich der EU-Außenbeziehungen ein. Dieses soll eine weltweite Strategie zur Bekämpfung der Internetbehinderung durch Staaten aufsetzen und dem EU-Rat sowie dem Parlament bei der Erstellung der Liste mit Zensurnationen zuarbeiten. Als anfängliche Aspiranten für den größtenteils öffentlichen Pranger nennt der Entwurf bereits Länder wie Ägypten, Burma, das derzeit wegen der Olympischen Spiele mit seinen Zensurbestrebungen im Vordergrund stehende China, Iran, Kuba, Saudi-Arabien, Syrien, Tunesien, Usbekistan oder Vietnam. Für die erfassten Länder sollen unter anderem Exportbeschränkungen gelten.

So dürfen dem Papier nach die Betreiber von Suchmaschinen oder Inhalteanbieter aus der EU keine Hardware in Zensurländer ansiedeln, auf der für ihre Dienste wichtige Daten aufbewahrt werden. Europäische Suchmaschinen dürften zudem ihre Leistungen nicht auf Zuruf der gebrandmarkten Nationen ändern und dadurch etwa andere Trefferlisten in den betroffenen Ländern ausspucken. Persönliche Nutzerdaten sollen ferner allein zu legitimen Strafverfolgungszwecken an autoritäre Staaten geliefert werden dürfen, nicht zum Vorgehen gegen Nutzer, die von ihrer Meinungsfreiheit Gebrauch machen. Bei Verstoß gegen die Auflagen drohen nach dem Willen der Abgeordneten sowohl zivil- als auch strafrechtliche Sanktionen. Auch Klagemöglichkeiten von Nutzern gegen Firmen, die sich nicht an die Regeln halten, sollen eröffnet werden.

Eng ausgerichtet ist der Vorschlag am Entwurf für ein ähnliches Vorhaben in den USA, das derzeit aber auf Eis liegt. Zudem forderte auch der Bundestag von der Bundesregierung im Juni einen stärkeren Einsatz für Meinungs- und Pressefreiheit im Internet. Konkret bleibt der deutsche Entschließungsantrag aber weit hinter den in Brüssel diskutierten Bestimmungen zurück. Übergreifende Fraktionsvorstöße im EU-Parlament für EU-Richtlinien sind selten, in der Regel startet die Kommission ein entsprechendes Gesetzgebungsverfahren. Einer der Vorreiter, der niederländische Liberale Jules Maaten, sieht aber raschen Handlungsbedarf: "Wir brauchen mehr Transparenz über die Verwicklung europäischer Firmen in die Internet-Zensur." Nötig seien "Gesetze, die Sanktionen vorsehen". (Stefan Krempl) / (vbr/c't)

Quote
4. August 2008 17:12
Gegen Zensur weltweit, aber für Zensur im eigenen Land - schizo?
tuergeist (2 Beiträge seit 13.03.02)

Die Internetzensur in NRW [1] ist auch Zensur. Argumentiert man hier,
man schütze den Staat bzw. es handle sich um verfassungsgeindliche
Organisationen, so ist das zwar richtig, ändert aber an der Tatsache
der Zensur nichts. Würde man sich nun in den Kopf eines chinesischen
Genossen versetzen, der das Internet zensiert, so käme man schnell zu
dem Ergebnis, dass ai oder BBC an den Grundfesten der Macht rütteln.
So etwas kann niemand wollen, also ZENSUR. Über die Zensur in den VAE
[2] regt sich indes niemand so richtig auf. Dass das an enger
wirtschaftlicher Zusammenarbeit liegt, ist nur ein Gerücht....

[1] http://www.heise.de/newsticker/heise-online-Chat-Website-Sperrungen-Verantwortung-oder-Zensur--/meldung/26435


[2] http://www.heise.de/newsticker/Vereinigte-Arabische-Emirate-formalisieren-Netz-Zensur--/meldung/113705



Quote
4. August 2008 17:15
Mir wäre lieber...
WorstoftheWeb (mehr als 1000 Beiträge seit 14.01.04)

...auf der schwarzen Liste stünden die Schnüffel-
Spionageorganisationen und Behördenwie das BMI, die Telekom etc

...


Quote
4. August 2008 17:24
Lukas 6,41
susi_schlager (mehr als 1000 Beiträge seit 28.08.02)

"Aber was siehst du den Splitter im Auge deines Bruders,
doch den Balken in deinem Auge nimmst du nicht wahr?
...
Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge,
und dann wirst du klar genug sehen,
um den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen."

Ohne weiteren Kommentar.


Quote
4. August 2008 17:32
Dann fangen wir mal mit den USA und den Ländern der EU an
Stefan Friedt, Stefan Friedt (mehr als 1000 Beiträge seit 27.06.04)

Was für ein Schwachsinn.

Aber klar in den USA und der EU gibt es keine Zensur. Da gibt es nur
Schutz vor Terroristen ...


Quote
4. August 2008 17:39
Abstimmungsverhalten von Dr. Frithjof Schmidt
Drittaccount (mehr als 1000 Beiträge seit 28.08.04)


Abstimmungsverhalten von Dr. Frithjof Schmidt:
14.12.2005
EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung
hat sich an der Abstimmung
nicht beteiligt

Quelle: Abgeordnetenwatch.de

Wie war das mit den Nichtwählern? Er hat also dafür gestimmt und
damit spreche ich ihm die Kompetenz für eine solche Aktion ab!


Quote
4. August 2008 17:46
Re: Abstimmungsverhalten von Dr. Frithjof Schmidt
zideshowbob (mehr als 1000 Beiträge seit 24.07.02)

Drittaccount schrieb am 4. August 2008 17:39

> Wie war das mit den Nichtwählern? Er hat also dafür gestimmt und
> damit spreche ich ihm die Kompetenz für eine solche Aktion ab!

Ach komm, sei doch nicht so. Vielleicht hatte er Bauchweh.
> http://www.heise.de/newsticker/SPD-Abgeordnete-bauen-auf-Karlsruhe-bei-der-Vorratsdatenspeicherung--/meldung/98821

Ich könnt kotzen...


Quote
4. August 2008 17:46
Und nur 7 Stunden früher
fluch (359 Beiträge seit 19.02.00)

Und nur 7 Stunden früher hatten wir diese Meldung:


http://www.heise.de/newsticker/Britische-Politiker-fordern-Kontrollen-nutzergenerierter-Online-Inhalte--/meldung/113743


- Martin


Quote
4. August 2008 17:57
Zensur ist doch out! Jugendschutz nennt man das heute!
Landmann (mehr als 1000 Beiträge seit 26.02.03)

Yeah, Bigotterie rulez! =)


Quote
4. August 2008 22:35
VDS = Selbstzensur
BeSt (mehr als 1000 Beiträge seit 03.09.03)

heute können in Deutschland schon zwei Worte in einem Artikel
genügen, die ebenfalls in einem Schreiben einer "Terrorgruppe"
verwendet wurden, um für Wochen in U-Haft unter der schlimmsten
Verdächtigung zu sitzen.

Auch wer Verständnis zeigt wenn ein Hartz4-ler durchdreht hat ganz
schnell ein Verfahren wegen Volksverhetzung an der Backe....

Mit solchen und ähnlichen Verfahren im Kopf und der
Vorratsdatenspeicherung im Nacken muss man sich heute schon genau
überlegen welche Seiten man aufruft oder welche Äußerungen man online
abgibt. Jede Formulierung will genau überlegt sein, damit es nicht zu
Missverständnissen kommen kann.

Nennt mich paranoid, aber manche Blogs und Nachrichtenseiten rufe ich
nur noch mit Tor auf. Das ist der erste Schritt zur Selbstzensur. Im
Moment betrifft das bei mir nur die Bandbreite und nicht den Inhalt,
aber bei Ottonormalverbraucher könnte es bereits anders aussehen.

Denn "Big Brother is watching you" allein kann schon bei vielen
genügen, um sie in ihren Interessen und Gedanken zu lenken - da
braucht es keine Zensur, das besorgt der Bürger schon selber.

Also wie schon oft hier im Forum gesagt: erst mal in Europa für
Einhaltung der Menschen- und Grundrechte sorgen, bevor man mit dem
nackten Finger auf andere Nationen zeigt (drei Finger zeigen dabei
sowieso auf uns).

PS: Ich nenne Leute, die nichts zu verbergen haben übrigens
Exhibitionisten. Das ist immer noch ein Strafttatsbestand! ;-)


Quote
5. August 2008 06:04
Zensur hat viele Gesichter
nichtglauben (mehr als 1000 Beiträge seit 07.11.01)


Zensur aus politischen Motiven:
China sperrt zum Beispiel Seiten von ai, freetibet und etliche
andere. Aus Sicht der chinesischen Führung gefährden solche Seiten
die Sicherheit des Staates

Zensur aus wirtschaftlichen Motiven
Wer kennt es nicht, das in Deutschland geltende sogenannte
"Linkverbot" auf Seiten wie

1. Suchresultat
> http://www.google.de/search?hl=de&q=anydvd&btnG=Google-Suche&meta=

Man darf eigentlich nicht einmal mehr über solche Produkte berichten
ausser man liebt das Gefühl mit einem Bein schon im Gefängnis zu
stehen.
Zensur und Einschüchterung

Auch macht man jagt auf Torrent-Tracker, welche eigentlich nur als
Vermittler von Daten fungieren. Wird jetzt auch Google geschlossen:
> http://www.google.de/search?hl=de&q=mp3.ru&revid=1620762920&sa=X&oi=revisions_inline&resnum=0&ct=broad-revision&cd=2
?

Erschreckend gut beobachtbar ist in letzter Zeit die Zensur wegen
"Jugendschutzgründen". Ist es die Aufgabe des Staates die Erziehung
der Kinder zu übernehmen und sich regelrecht in den
Verantwortungsbereich der Eltern zu drängen?
Mit dem Argument "Jugendschutz" lässt sich nahezu jede
Zensurmöglichkeit rechtfertigen. Das ist zwar falsch aber dennoch
bittere Realität.

Zensur gab es, Zensur gibt es und Zensur wird es immer geben, nur das
wann, wo und wieviel Zensur variieren.

rgds
nichtglauben




Aus: "EU-Abgeordnete wollen weltweit gegen Internet-Zensur eintreten" (04.08.2008)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/EU-Abgeordnete-wollen-weltweit-gegen-Internet-Zensur-eintreten--/meldung/113789


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[YouTube bleibt in der Türkei gesperrt... ]
« Reply #41 on: October 05, 2008, 11:43:57 AM »
Quote
[...] Die populäre Internet-Plattform YouTube ist in der Türkei wegen Beleidigung des Republikgründers Mustafa Kemal Atatürk immer noch gesperrt. Sie sei seit einer Gerichtsentscheidung im Mai nicht mehr zugänglich, berichteten türkische Medien am Freitag. International und in der Türkei gab es Kritik an der Dauer der Sperre. Insgesamt seien in 51 Fällen Seiten wegen Beleidigung Atatürks gesperrt worden, hieß es weiter. Die türkische Telekom hat seit November vergangenen Jahres den Zugang zu mehr als 1112 Internetseiten blockiert; überwiegend seien dies Angebote von Pornografie, unmoralischen Inhalten oder unerlaubten Glücksspiele.

dpa / (cm/c't) 



Aus: "YouTube bleibt in der Türkei gesperrt" (04.10.2008)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/YouTube-bleibt-in-der-Tuerkei-gesperrt--/meldung/116922


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[TELEKOMuNiKASYON iLETisiM BAsKANLIgI... (Türkei)]
« Reply #42 on: October 30, 2008, 02:25:27 PM »
Quote
[...] Ein türkisches Gericht verhängte eine Sperrverfügung gegen Blogspot, einen der wichtigsten Bloghoster. Erwirkt wurde sie vom Online-Pay-TV-Anbieter Digitürk, der für sich ein Streaming-Monopol für Aufnahmen von türkischen Liga-Fußballspielen beansprucht. Der Sender hatte vorgebracht, dass einige Blogs Links zu Videos gelegt hätten, in denen solche Aufnahmen kostenlos zu sehen gewesen seien. Google, die Firma, der Blogspot gehört, hatte eine von Digitürk geforderte Löschung der beschuldigten Weblogs verweigert.

Türk Telekom sperrte innerhalb des vergangenen Jahres mehr als 1000 Websites mit verschiedenen Begründungen. Betroffen waren unter anderem YouTube, Wordpress, Google Groups und der Webauftritt des britischen Biologen Richard Dawkins, der ein Buch des islamischen Kreationisten Harun Yahya als "atemberaubend hirnverbrannt" bezeichnet hatte. (pem/Telepolis) 

Quote
29. Oktober 2008 05:50
Was ist eigentlich aus der Sperre für Youtube geworden?
Kassowart v. Sondermühlen (mehr als 1000 Beiträge seit 31.05.02)

Wurde die mittlerweile wieder aufgehoben?

Quote
29. Oktober 2008 07:45
Re: Was ist eigentlich aus der Sperre für Youtube geworden?
kimi0 (337 Beiträge seit 02.10.01)

Scheint noch immer zensiert zu sein. Sitze hier in Istanbul, bin auf
einem Kurztrip. Folgende Meldung erscheint:
Access to this web site is banned by "TELEKOMuNiKASYON iLETisiM
BAsKANLIgI" according to the order of: Ankara 1. Sulh Ceza Mahkemesi,
05.05.2008 of 2008/402.

Kimi

Quote
29. Oktober 2008 11:07
Re: Was ist eigentlich aus der Sperre für Youtube geworden?
eengin (8 Beiträge seit 28.09.04)

kimi0 schrieb am 29. Oktober 2008 07:45

> Scheint noch immer zensiert zu sein. Sitze hier in Istanbul, bin auf
> einem Kurztrip. Folgende Meldung erscheint:
> Access to this web site is banned by "TELEKOMuNiKASYON iLETisiM
> BAsKANLIgI" according to the order of: Ankara 1. Sulh Ceza Mahkemesi,
> 05.05.2008 of 2008/402.
>
> Kimi
>

Youtube ist gesetzlich nicht gesperrt:

http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Hintergrundwissen/forum-146488/msg-15782312/read/




Quote
29. Oktober 2008 09:51
Hintergrundwissen...
talesin (2 Beiträge seit 08.06.02)

Ich lebe und arbeite in der Türkei als IT-Chef einer großen
Verlagsgruppe. Und beschäftige mich mit dieser (und ähnlicher
Problematik relativ oft).

Nachdem ich die Kommentare der Heise Leser durchgeblättert habe,
fühle ich mich grad irgendwie in der Verantwortung mal etwas mehr
Details zu geben.

Es gibt in der Türkei 2 Arten von Sperrungen: gesetzliche und
(halb)freiwillige.
Gesetzliche Sperrungen haben in der Regel 1-2 Wochen bestand und sind
mit einstweiligen Verfügungen in Deutschland zu vergleichen. Im
Justizsystem der Türkei ist es ausreichend das ein x-beliebier
Richter oder Staatsanwalt einen Gesetzesverstoß sieht und diesen
meldet. Daraufhin wird nur formell entschieden ob es
verhandlungsfähig ist (sprich Fristen, formelle Korrektheit des
Antrages, Möglichkeit einer Gesetzesübertretung). Wenn diese
Entscheidung positiv ist wird erstmal gesperrt.
Danach geht die gerichtliche Verhandlung los und dort wird
entschieden. Oft (>75% aller Anträge) wird die Beschwerde abgelehnt.
die Seite ist wieder erreichbar. So geschehen grade bei Blogspot,
früher auch bei WordPress oder YouTube (und anderen).

diese Vorgehensweise beruht auf 2 Tatsachen: 1. Es gibt noch keine
allgemeine Reglung für neue Medien in der Türkei, über den
Gesetzesentwurf wird momentan beraten. 2. Es gibt in der Türkei ein
recht rigeroses Publikations- und Presserecht, das den Herausgeber
für jegliche Inhalte verantwortlich macht. So ist ein Blogeintrag
oder ein Forumspost oder auch ein illegaler Link in der Verantwortung
des Herausgebers. Da beim Publikationsrecht nicht zwischen in- und
ausländischen Publikationen unterschieden wird, ist rein rechtlich
und technisch die Unterbindung der Erreichbarkeit (durch Umstellung
der routen an den Auslandsverbindungen) die einzige Möglichkeit das
geltende Recht durchzusetzen.

Doch nun zu der anderen Sperrung die fast alle anderen "gesperrten"
Seiten betrifft: Es ist keine gesetzlich bindende Sperrung.
Es gibt ein "Rat für Telekommunikation" in der Türkei, der dem
Verkehrsministerium unterstellt ist (Ja, Telekommunikation ist in der
Türkei dem Verkehrsministerium unterstellt - witzig aber fakt).
dieser Rat spricht eine Empfehlung aus den Zugriff auf bestimmte
Webseiten zu unterbinden.
Es ist allerdings Sache der ISP (Internet Service Provider -
Internetanbieter) dies umzusetzen.
Der größte ISP ist die Türkische Telekom ein - trotz Privatisierung -
noch sehr staatsnahes Unternehmen. Die türkische Telekom hält sich an
die Empfehlungen des Rates und blendet damit "riskante" Webseiten
(per DNS) aus. Es gibt auch durchaus andere Dienstanbieter die dieser
Empfehlung folgen, aber auch solche die es nicht tun. so ist z.B. bei
uns in der Firma (die auch über einen eigenen ISP verfügt) die
Erreichbarkeitsbeschränkung nur auf die "einstweiligen Verfügungen"
beschränkt. Sämtliche anderen Webseiten sind erreichbar.

Ich bestreite nicht das es eine Zensur gibt, jedoch muss sehr
deutlich zwischen einer gesetzlichen und einer freiwilligen Zensur
unterschieden werden.


Aus: "Türkei sperrt Blogspot komplett" (29.10.2008)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/Tuerkei-sperrt-Blogspot-komplett--/meldung/118071


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« Reply #43 on: November 25, 2008, 10:58:10 AM »
Quote
[...] 25. November 2008 06:30
es gibt... (Editiert vom Verfasser am 25.11.08 um 06:32)
dannyray (225 Beiträge seit 23.07.07)

...gute gründe für zensur! so z.b. den, das es eine ****** ****
******** ist, ausserdem muss man sowas ***** ********, denn sonst
würde **** ******** *****.
klingt komisch, ist aber so.



notiz an mich: nachbar hat wieder nicht den flur geputzt. ich glaube
er hört heimlich radio london. morgen früh beim blockwart melden.



Quelle: http://www.heise.de/tp/foren/S-es-gibt/forum-147882/msg-15910763/read/


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[Wikipedia entsperrt... ]
« Reply #44 on: December 10, 2008, 11:47:12 AM »
Quote
[...] Die Website wikipedia.de darf wieder auf die deutsche Ausgabe des Online-Lexikon Wikipedia (de.wikipedia.org) weiterleiten. Der Politiker Lutz Heilmann, Bundestagsabgeordneter der Partei Die Linke, habe gegenüber dem Landgericht Lübeck seinen Antrag auf eine Einstweilige Verfügung rechtswirksam zurückgezogen, sagte Richterin Gesine Brunkow der Deutschen Presse-Agentur.

Der frühere Stasi-Mitarbeiter Heilmann hatte am vergangenen Donnerstag eine Sperrung der Weiterleitung von wikipedia.de auf das in den USA beheimatete Angebot von Wikipedia beantragt, da nach seiner Ansicht in einem Wikipedia-Artikel unwahre Behauptungen über ihn aufgestellt wurden. Das deutschsprachige Internet-Lexikon Wikipedia war aber weiterhin über die Adresse http://de.wikipedia.org zu erreichen.

Nach einem Proteststurm im Web erklärte Heilmann am Sonntag, die von ihm monierten Behauptungen seien inzwischen entfernt worden und die Seite wikipedia.de könne wieder freigeschaltet werden. Auf seiner eigenen Website erklärte Heilmann, der juristische Weg habe sich für diese Auseinandersetzung "insoweit als problematisch erwiesen, als durch die Struktur von Wikipedia die anderen Userinnen und User in Mitleidenschaft gezogen werden." Das sei nicht seine Absicht gewesen.

Durch die Auseinandersetzungen um den Heilmann-Artikel erhielt dieser eine massive Aufmerksamkeit: Innerhalb von zwei Tagen wurde er mehr als eine halbe Million Mal abgerufen. Zudem ging bei dem Online-Lexikon eine unüblich hohe Zahl von Spenden ein. Am Wochenende habe man fünfmal soviel Geld gesammelt wie an normalen Tagen, hieß es vom deutschen Wikimedia-Verein.


Aus: "Landgericht Lübeck zieht Verfügung zurück: Wikipedia-Startseite wieder frei" (17.11.2008)
Quelle: http://www.tagesschau.de/inland/heilmann106.html


-.-

Quote
[...] Der Bann ist aufgehoben: Am heutigen Dienstagabend gab die britische Internet Watch Foundation (IWF) bekannt, dass sie ihre Entscheidung von letzter Woche rückgängig macht und die Wikipedia von ihrer Filter-Liste entfernt. Seit dem Wochenende filterten die meisten Privatkunden-Provider in Großbritannien den Wikipedia-Artikel über das Scorpions-Album Virgin Killer, britische Nutzer konnten nur eingeschränkt an der Online-Enzyklopädie mitarbeiten.

In ihrer Stellungnahme beharrt die IWF darauf, dass das Bild einen möglichen Verstoß gegen den Protection of Children Act von 1978 darstelle. Trotzdem habe die Organisation entschieden, dass die Sperre aufzuheben sei: das Bild sei zu lange veröffentlicht und an zu vielen Stellen erhältlich.

"Das oberste Ziel der IWF ist es, die Verfügbarkeit von unsittlichen Bildern von Kindern zu minimieren. Allerdings haben unsere Bemühungen in diesem Fall den gegenteiligen Effekt bewirkt", schreibt die Organisation. Die IWF bedauert die unerwünschten Nebeneffekte, die die Filterung auf die Arbeit in der Wikipedia gehabt habe. Auch gegen weitere Seiten, die das Bild zeigen, will die IWF nicht vorgehen.

Unterstützung bekommt die Organisation von dem britischen Sicherheitsexperten Richard Clayton, der sich in der Vergangenheit sehr kritisch mit den britischen Internet-Filtern auseinandergesetzt hatte. Gegenüber heise online begrüßte der Wissenschaftler die Entscheidung: "Die IWF ist letztlich zum Schluss gekommen, dass ihr Vorgehen nur die Aufmerksamkeit auf das etwas geschmacklose Bild gelenkt hat, das sonst in der verdienten Bedeutungslosigkeit verschwunden wäre." Der betroffene Artikel wurde laut Wikipedia-Zugriffsstatistiken in den vergangenen Tagen über eine halbe Million Mal aufgerufen. (Torsten Kleinz) / (pmz/c't)

Quote
10. Dezember 2008 08:28
"haben unsere Bemühungen in diesem Fall den gegenteiligen Effekt bewirkt"
db_maniac1 (mehr als 1000 Beiträge seit 10.03.04)

Wieso in diesem Fall? Das geht doch immer so aus.
Regards,

Steve


Quote
9. Dezember 2008 21:56
Hach ja....
Steelborn (566 Beiträge seit 15.06.04)

Jetzt gibt's das Internet schon so lange, und es ist schon so oft
versucht worden, irgendwelche Informationen zu entfernen,
verschleiern oder unzugänglich zu machen - und die müssen's immer
noch auf den Versuch ankommen lassen, um festzustellen, daß sie das
Gegenteil des gewünschten erreichen? Die Lernresistenz mancher Leute
ist wirklich beeindruckend.




Aus: "Wikipedia in Großbritannien entsperrt" (09.12.2008)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/Wikipedia-in-Grossbritannien-entsperrt--/meldung/120167

« Last Edit: December 10, 2008, 12:57:39 PM by Textaris(txt*bot) »