Author Topic: [Zur Zensur... (Informationskontrolle)]  (Read 110431 times)

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[Zur Zensur... (Informationskontrolle)]
« Reply #240 on: October 11, 2016, 11:23:17 AM »
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[...] Übers Wochenende haben türkische Internet Service Provider zeitweise Google Drive, Microsofts OneDrive, Dropbox und Github gesperrt. Laut Juristen und Aktivisten dürfte das mit der Drohung der Hackergruppe RedHack zusamenhängen, E-Mails des türkischen Energieministers und Erdoganschwiegersohns Berat Albayrak zu veröffentlichen. Die sollen darlegen, wie auf Geheiß der türkischen Regierung auf sozialen Medien eine 6000 Personen starke "Troll-Armee" gegen Kritik vorgeht, schreibt The Daily Dot. ... Der Istanbuler Juraprofessor Yaman Akdeniz hatte am Montag bereits einen Widerspruch gegen die neuerliche Sperrungsanordnung in der Tasche, wie er heise online mitteilte. Doch waren die Seiten da – abgesehen von Github – bereits wieder erreichbar. Für Akdeniz ist klar: Sobald die E-Mails des gehackten Ministeraccounts von den Seiten gelöscht sind, würden die Anordnungen widerrufen. Vorläufige Sperrungen von bis zu 72 Stunden erlaubt das Gesetz Nr. 5651. Wegen der gehackten E-Mails läuft bereits ein Gerichtsverfahren gegen die Hackergruppe RedHack, deren Twitteraccount auf Druck der türkischen Regierung ebenfalls blockiert wurde. ...

Aus: "Gegen E-Mail-Leak: Türkische Aufsicht blockiert Clouddienste" Monika Ermert (10.10.2016)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Gegen-E-Mail-Leak-Tuerkische-Aufsicht-blockiert-Clouddienste-3344154.html

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[Zur Zensur... (Informationskontrolle)]
« Reply #241 on: May 31, 2017, 10:01:27 AM »
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[...] Durch die Umstellung aller Seiten der Wikipedia im Juni 2015 auf verschlüsselten HTTPS-Verkehr ging die weltweite Zensur des Internet-Lexikons deutlich zurück. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher vom Harvard-Forschungsprojekt Internet Monitor.

Als Wikipedia angekündigt hatte, alle Verbindungen über HTTPS abzuwickeln, wurde befürchtet, dieser Schritt könnte zu mehr staatlichen Sperren führen. Der Grund: Im Netzwerkverkehr lässt sich lediglich erkennen und protokollieren, zu welchem Server eine Verbindung aufgebaut wurde, nicht aber, welche Seite der Benutzer angefordert hat. Das könnte dazu führen, dass Staaten mit Zensur vermehrt die gesamte Wikipedia oder eine sprachspezifische Subdomain sperren.

Um den tatsächlichen Erfolg der vollständigen Verschlüsselung zu ermitteln, gingen die Forscher zwei Wege. Auf der einen Seite entwickelten sie einen Algorithmus, der den eingehenden Wikipedia-Traffic pro Herkunftsland mit Vergleichsdaten aus der Vergangenheit verglich und so auf mögliche Zensur-Ereignisse hinwies. Andererseits testeten sie den Zugriff auf das Online-Lexikon aus der Benutzerperspektive in unterschiedlichen Ländern und erfassten gesperrte Seiten. Beide Untersuchungen liefen über einen Zeitraum von Mai 2015 bis Juni 2016.

Das Ergebnis: Zwar blockierten einige Länder die gesamte Wikipedia oder einzelne Sprachversionen, global gesehen ging die Zahl der Zensurereignisse nach der Umstellung aber zurück. "Die Entscheidung, auf HTTPS umzustellen, war gut für Sicherstellung des Zugangs zu Wissen", schreiben die Autoren in ihrem Fazit.

Noch nicht in der Untersuchung erfasst ist die vollständige Sperrung in der Türkei, die erst im April 2017 verhängt wurde. Während des untersuchten Zeitraums gab es nur einzelne Zensurvorgänge, hauptsächlich bei Artikeln über menschliche Geschlechtsteile. (jam)


Aus: "Weniger Zensur nach Wikipedia-Umstellung auf HTTPS" Jan Mahn (heise online, 30.05.2017)
Quelle: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Weniger-Zensur-nach-Wikipedia-Umstellung-auf-HTTPS-3728682.html

https://dash.harvard.edu/bitstream/handle/1/32741922/Wikipedia_Censorship_final.pdf?sequence=1

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[Zur Zensur... (Informationskontrolle)]
« Reply #242 on: November 22, 2017, 10:13:58 AM »
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[...] Nun sind sie kein Problem mehr: Fast alle der in den 1980er-Jahren in Deutschland verbotenen Videospiele wurden in den letzten Jahren vom Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien genommen. Das Verkaufsverbot an Jugendliche wird nach 25 Jahren aufgehoben. Ausgenommen sind lediglich Spiele, wie "KZ Manager" oder der "Anti -Türkentest", die von Neonazis für Propagandazwecke programmiert und unter Teenagern verteilt wurden.

Die meisten der verbotenen Spiele wurden für den C64 erstellt, dem populärsten Heimcomputer des vergangen Jahrtausends. Eine Indexierung war aber auch, nachdem Computerzeitschriften regelmäßig ausführlich darüber berichteten, eine unbezahlbare Werbung für die Spiele. So führte damals nicht selten das Spiel mit dem Titel "Indexiert" die Verkaufscharts an. Mehr brauchten Teenager nicht, um diese Spiele unbedingt haben zu müssen. Da damals fast niemand Spiele kaufte, war die Indexierung mehr oder weniger ein Papiertiger. Damals tauschte man Disketten oder Kassetten in der Schule oder kaufte sie zu Billigpreisen bei windigen "Händlern", die ihr Angebot mittels Kleininseraten in Zeitschriften bewarben. In Österreich, wo es keine mit der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien vergleichbare Behörde gab, war es vergleichsweise schwer, überhaupt Videogames für den C64 kaufen zu können. Es gab zwar in den größeren Städten einige Shops und Elektroketten, aber es war ungleich einfacher an Kopien zu kommen.

Hauptsächlich landeten Kriegsspiele auf der Indexierungsliste, deren Kriegsverherrlichung oder Darstellung von Gewalt die deutsche Bundesprüfstelle auf den Plan rief. So etwa "Green Beret" – ein Spiel, bei dem man als US-Soldat massenhaft sowjetische Soldaten niedermetzeln muss, um Gefangene zu befreien.

Bei "Beach Head " muss man die Invasion einer Insel mit Waffengewalt abwehren. Das Spiel kam auf den Index, da es bei Jugendlichen "zu physischer Verkrampfung, Ärger, Aggressivität, Fahrigkeit im Denken, Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen und anderem" führe, führte die Bundesprüfstelle damals aus. Auch bei "Commando", "Rambo" oder "1942" geht es nur darum, so viele Gegner wie möglich zur Strecke zu bringen. Die Indexierung der Spiele wurde schon in den 1980er-Jahren kritisch gesehen und entsprechend in Zeitschriften kommentiert. Damals waren viele Jugendliche davon überzeugt, dass minimalistische Grafik und Piepssound ihr Leben nicht im Geringsten beeinflussen können. Auch konnte die Begründung von Verboten ("sittliche Gefährdung", "Verrohung") nur selten ernst genommen werden, da sie von Erwachsenen kamen, die keine Ahnung von der damals noch jungen Videospielkultur hatten.

Das Verbot von Nazi- und Pornospielen wurde meist locker gesehen, da diese meist von unterirdischer Qualität waren und daher eigentlich zum Spielen ungeeignet waren. Mittlerweile wurden einige damals als "pornografisch" eingestufte Games vom Index wieder entfernt und einige ihrer Programmierer arbeiten als angesehene Wissenschafter.

Quote
Quargelbrot: Haben wir Buben uns gefreut über die indizierten Spiele, natürlich als "Sicherheitskopie". ;)
Mir fehlt die C64-Ära! *snief*


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MartinHucke: Ich habe die Musik vom Rambo noch im Ohr...


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Aus: ""Sittliche Gefährdung": Die verbotenen Spiele der 1980er-Jahre" (sum, 20.11. 2017)
Quelle: https://derstandard.at/2000068160166/Sittliche-Gefaehrung-Die-verbotenen-Spiele-Games-der-1980-Jahre

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« Reply #243 on: December 31, 2017, 02:03:19 PM »
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[...] [Gesetz zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken] Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG, Gesetz zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken, auch Facebook-Gesetz genannt[1]) ist ein Gesetz, das sich gegen Hetze und gefälschte Meldungen (Fake News) in sozialen Netzwerken richten soll. Das eigentliche Netzwerkdurchsetzungsgesetz ist als Artikel 1 Teil des identisch benannten Mantelgesetzes. Dieses enthält in Art. 2 auch eine Änderung des Telemediengesetzes, das nicht nur soziale Netzwerke betrifft. Der Bundestag nahm das Gesetz im Juni 2017 an.

Reporter ohne Grenzen und andere Kritiker sprachen von einem „Schnellschuss“, der „das Grundrecht auf Presse- und Meinungsfreiheit massiv beschädigen könnte.“ Entscheidungen über die Rechtmäßigkeit von Beiträgen würden privatisiert.[2][3] Der UN-Sonderberichterstatter für Meinungsfreiheit kritisierte, das geplante Gesetz gefährde die Menschenrechte.[4] Bei einer Anhörung im Bundestag hielten fast alle Experten den Entwurf für verfassungswidrig.[5][6]

...




Quelle: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Netzwerkdurchsetzungsgesetz&oldid=172066558 (18. Dezember 2017)

https://de.wikipedia.org/wiki/Netzwerkdurchsetzungsgesetz


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[...] Zum Jahreswechsel müssen sich soziale Netzwerke auf dem deutschen Markt auf neue Beschwerden gefasst machen. Dann gilt das umstrittene „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“. Die künftigen Meldeprozesse der Konzerne verlangen Nutzern einiges ab. Wer rechtswidrige Inhalte meldet, sollte diese möglichst einem von mehr als einem Dutzend Straftatbeständen zuordnen. So sieht es der Beschwerdeprozess von Facebook vor, der den gesetzlichen Vorgaben folgt und den die Frankfurter Allgemeine Zeitung vorab durchspielen konnte.

Schon jetzt dürfen Nutzer des sozialen Netzwerks Inhalte melden, die gegen die Gemeinschaftsrichtlinien verstoßen. Nun kommt parallel ein neues Verfahren hinzu, das dem Melden von Urheberrechtsverstößen nachempfunden wurde. Im ersten Schritt muss der eigene Name angegeben werden. Dann kann die Internetadresse des gemeldeten Beitrags eingegeben werden. Dieser lässt sich meist durch Rechtsklick auf eine bestimmte Stelle des Posts ermitteln und kopieren. Alternativ will Facebook auch gestatten, Bildschirmfotos (Screenshots) hochzuladen.

Im nächsten Schritt werden die Strafrechtsparagraphen aufgelistet, die vom NetzDG umfasst sind. Die Nutzer können Häkchen setzen, welchem Tatbestand ihrer Ansicht nach ein hetzerischer oder pornographischer Beitrag entspricht. Die gewaltige Liste umfasst: Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen, Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, Anleitung zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, öffentliche Aufforderung zu Straftaten, Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten, Bildung terroristischer Vereinigungen, Volksverhetzung, Gewaltdarstellungen, Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen, Verbreitung, Erwerb und Besitz von Kinderpornographie (sofern über Telemedien verbreitet), Belohnung und Billigung von Straftaten, Beleidigungen – aber auch selbst für Juristen eher unbekannte Tatbestände wie die „Landesverräterische Fälschung“. Alle Tatbestände sollen auf Hilfeseiten des Unternehmens erläutert werden.

Facebook versichert, sich jede Meldung anzusehen, ob korrekt eingeordnet oder nicht. Die Nutzer bedienen mit der Einschätzung aber vor allem ein Berichtswesen: Das neue Gesetz verpflichtet die Anbieter zu detaillierten Statistiken über Beschwerden und den Umgang damit, aufgeschlüsselt nach dem Beschwerdegrund. Der Kurznachrichtendienst Twitter hat eine ähnliche Prozedur eingerichtet.

Im nächsten Schritt können Nutzer erläutern, welche Aussagen sie aus welchem Grund für rechtswidrig halten. Das soll gewährleisten, dass das von Facebook – teils über Drittfirmen – eingesetzte Personal bei der rechtlichen Einordnung den Kontext erfährt. Dieser ist im Äußerungsrecht von entscheidender Bedeutung. Dass AfD-Fraktionschefin Alice Weidel etwa in einem konkreten satirischen Kontext als „Nazischlampe“ bezeichnet werden durfte, ist ein Beispiel hierfür. In anderem Zusammenhang wäre das eine Beleidigung.

Im letzten Schritt sollen die Melder ihren „guten Glauben“ versichern und „unterschreiben“. Bei Facebook weiß man, dass Nutzer manchmal Beiträge aus Spaß „melden“ oder um Freunde zu ärgern. Auch andere Fälle des Overblockings lassen sich wohl nicht verhindern. So wurde kurz vor Weihnachten ein Video gelöscht, dass den antisemitischen Ausfall eines Passanten vor einem israelischen Restaurant in Berlin zeigt. Ein „Versehen“, teilte ein Unternehmenssprecher mit, bald darauf waren Video und Beiträge, die es teilten, wieder abrufbar.

Über die Gründe schweigt Facebook – vorstellbar ist, dass viele Nutzer das Video gemeldet haben, weil es eine mögliche Volksverhetzung des Passanten wiedergab. Das Video wurde oft geteilt, in der Regel wohl, um den aktuellen Judenhass zu dokumentieren – nicht, um sich die möglicherweise rechtswidrigen Aussagen des abgebildeten Hetzers zu eigen zu machen. Schon diese Differenzierung findet sich weder im Gesetz noch einer anderen Regelung, sondern ist nur durch Kenntnis juristischer Fachliteratur und der Rechtsprechung einzuordnen.

Versagt ein Anbieter dabei, ein effektives Beschwerdesystem aufzustellen, drohen Geldbußen bis zu fünf Millionen Euro. Ein Versagen im Einzelfall soll aber nicht gleich zu den Bußen führen, wünscht der Gesetzgeber in der Begründung. Damit sollte verhindert werden, was die meisten Fachleute befürchten: dass die Anbieter aus Vorsicht zu viele Beiträge löschen. Notwendig müssten „systemische Mängel“ sein, heißt es – was allerdings nur in der rechtlich wenig verbindlichen Begründung erwähnt wird.

Quelle: F.A.Z.


Aus: "Neues Beschwerdesystem : Löschgesetz verlangt Nutzern sozialer Netzwerke viel ab" Hendrik Wieduwilt , Berlin (30.12.2017)
Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/netzwerkdurchsetzungsgesetz-wie-funktionieren-beschwerden-15359166.html

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http://www.zeit.de/digital/internet/2017-12/netzwerkdurchsetzungsgesetz-facebook-twitter-youtube-inhalte-melden

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Gesetz-gegen-Hass-im-Netz-greift-ab-Januar-voll-3928993.html

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« Reply #244 on: April 17, 2018, 12:52:34 PM »
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[...] Warum es ausgerechnet die chinesische Witze-App „Neihan Duanzi“ traf, weiß keiner so genau. Jedenfalls hat die Zensur sie vergangene Woche stillgelegt. Der Anbieter, das milliardenschwere Internetunternehmen Bytedance, verkündete kleinlaut: „Unser Produkt hat sich in die falsche Richtung einwickelt und war wohl mit den sozialistischen Kernwerten nicht vereinbar.“ Seither machen Nutzer im ganzen Land ihrem Ärger Luft, indem sie hupen: einmal lang, zweimal kurz. Das ist das Erkennungszeichen der Freunde der App, die übersetzt etwa „hintergründiger Sketch“ heißt. Die Hup-Proteste haben die Behörden derart in Unruhe versetzt, dass zum Beispiel die Millionenstadt Qingdao nun ein Bußgeld dagegen verhängt hat. Und in der Provinzhauptstadt Changsha kursierte ein Dokument, in dem die Sicherheitsbehörden aufgefordert werden, gegen jede Art von Versammlung oder Aktion der Gruppe vorzugehen.

Die Schließung der App ist Teil eines großen Reinemachens. Zahlreiche Anbieter von sozialen Netzwerken wurden in den vergangenen Tagen aufgefordert, ihre Plattformen mit den sozialistischen Werten des Regimes in Einklang zu bringen. Internetzensur ist natürlich nicht neu in China. Neu aber ist, dass es nicht mehr nur politische oder westliche Inhalte trifft, sondern zunehmend auch seichte Unterhaltungsprogramme. Es scheint, als wolle der Staat jene Generation, die sich wegen der Zensur aus dem politischen Raum verabschiedet hat, wieder für die Propaganda zugänglich machen.

Vielleicht traf es „Neihan Duanzi“ ja deshalb, weil die Anhänger der Plattform ihre ganz eigene Subkultur geschaffen haben. Dazu gehören Codes und Anspielungen, die nur sogenannte „Duanyou“, also Freunde des Sketches, verstehen. ...


Aus: "Zensur in China : Im Sozialismus wird nicht gelacht" Friederike Böge, Peking (17.04.2018)
Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/zensur-in-china-im-sozialismus-wird-nicht-gelacht-15546282.html